All language subtitles for Die Bergretter - Kein Weg zurück Teil 1 720p

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Original subtitles

Markus Kofler

Emilie Hofer

Franz Marthaler

Ah! Scheiße!

Fuck!

Scheiße!

Scheiße!

- Vorsicht! - Ja.

Ist Paarungszeit.

Du hast versprochen, wir suchen ein Nest von denen.

Ich habe gesagt, wir können gut ein paar beobachten.

Aber nur aus großer Entfernung, Florian.

Weil diese Tiere sind nämlich sehr, sehr empfindlich.

Können wir's trotzdem machen?

Bitte, Opa!

Deine Eltern warten auf uns.

Und wir können ja nicht mehr über die Brücke,

weil die Halterungen lose sind.

Jetzt müssen wir einen riesengroßen Umweg machen.

Können wir nicht einfach hier bleiben?

Wir werden uns verspäten. Und zwar gewaltig verspäten.

Und irgendwann werden deine Eltern anfangen, sich Sorgen zu machen.

Was ist denn los?

Warum willst du nicht nach Hause?

Hm?

Komm!

(flüstert) Okay ...

Scheiße! ... Okay.

Fuck!

Fuck!

Scheiße!

Hilfe!

Fuck!

Scheiße!

Scheiße!

Scheiße, Mann!

Okay... Handy.

Komm schon! Ich hab Empfang!

Ich hab Empfang!

Hallo? Hallo? Hallo!

So! In fünf Minuten sind wir da!

Welche Nummer aus unserem Programm führen wir heute auf? Seilbergung?

(Pia) "Ich kann mich nicht mehr lang halten!"

Halt durch, wir sind gleich da!

Keine Taubergung. Das kostet Zeit, die haben wir nicht.

Michael schmeißt uns raus und wir seilen uns ab.

- Genau. - Mir alles recht.

Hauptsache, ich komm aus der Kiste von diesem Wahnsinnigen.

Du, noch so ein Spruch und ich fliege einen Umweg.

Und weiter geht's!

Pia, hörst du den Helikopter? Wir sind gleich da.

Ich kann mich nicht mehr lange halten!

- "Du schaffst es, ja?" - Ja.

Pia! Pia, gleich hast du es geschafft!

Halt durch!

Ich kann mich nicht mehr lange halten!

- Komm, red mit ihr! - Ja, ja!

Sehen Sie nicht runter, das macht mir auch immer Angst!

Was?

Scheiße, Mann!

Äh, ja. Wer ist ... ist ja so!

- Wir beeilen uns! - Achtung, Seil!

Scheiße, die Anker halten nicht mehr lange!

Die sind für so 'nen Sturz nicht ausgelegt, wir sollten uns beeilen.

Wenn ich mich recht erinnere, habt ihr das mal gebaut, oder?

- Vollidiot! - Hallo?

Alles ist gut! Ab jetzt alles Routine!

Okay, komm! Go!

Ganz ruhig, wir sind gleich da.

So!

Ja, da sind wir schon. Tra-ri, tra-ra.

Hab Sie!

Kurz einhaken.

So!

Gesichert und geschafft!

- Ja? - Ja.

Jetzt ist alles gut.

Ja, aber wir sind immer noch hier.

- Ja, richtig. - Ja.

Toni? Ist sie fixiert?

Ja, ja. Fixiert.

Also, ich gehe jetzt rauf und dann ziehe ich euch hoch, okay?

Gut, ab jetzt kann's wieder Spaß machen.

- Weil's sicher ist. - Ja.

Leute, passt auf! Es kommt euch entgegen!

Scheiße!

Ich will noch nicht sterben! Wirklich!

Keiner stirbt hier! Das ist für uns wirklich 'ne Kleinigkeit.

- Alles klar bei euch? - Alles gut.

Ganz ruhig!

Das sieht instabil aus, Toni!

Wir müssen leichter werden! Versuch, die Brücke loszuwerden!

Okay, ich versuch's. Bleiben Sie ganz ruhig.

Nicht bewegen!

Ich komm nicht dran!

Nicht bewegen, Pia!

Verdammte Scheiße!

Von hier oben wirkt es so, als gingen mir unten gerade die Bergretter aus.

Ich höre?

Also was jetzt? Rufen wir ihn an oder braucht der Stolz noch eine Weile?

- Scheiße! - Mach schon!

Aber 'ne Taubergung ist gar nicht so einfach!

Nicht einfach ist Markus' Spezialität,

er lässt sich schon was einfallen. - Hilfe, ja oder nein?

Michi, Vollgas! Es ist 'ne absolute Notsituation!

Gib Gas!

Alles wird gut!

Wir können nur hoffen, dass er uns die Ehre gibt.

Ich versuche noch mal ranzukommen.

Geh ans Telefon, ey! Komm schon!

Scheiße!

Oh je, das hat dein Vater dir hinterlassen?

Ja. Nicht mehr und nicht weniger.

Meinst du, du kriegst das wieder hin?

Ich erinnere mich, dass du sehr geschickt bist mit solchen Dingen,

aber das ist ...

Wie hast du hergefunden? Was machst du hier?

Du freust dich ja gar nicht. Doch!

Ich, ähm ...

Also das, das ist für dich.

Das macht man an die Tür. Soll Glück bringen, heißt es.

Alter Brauch in den Bergen.

Also, sobald du wieder eine Tür hast.

Wir haben doch gesagt, dass du dir ein paar Tage Zeit nehmen sollst.

Die brauche ich nicht.

Doch, Lisa! Das ist wichtig!

Aber ich weiß doch, was ich will.

Ich will dich.

Ich konnte dich nie vergessen. Ich dich auch nicht.

Was ist los? Wir kriegen Besuch.

Warte hier.

Hey! Warum hast du dein Telefon aus?

Ich bin draußen, gestern war mein letzter Tag!

Na und? Das ist ein Notfall, Markus!

Deshalb geht jeder Anruf auf Tobias' Handy.

Blöd, wenn er selbst der Notfall ist. Was ist? Bewegung!

Abmarsch! Einsatz!

Na ja, dann sind die Wahnsinnigen mit der Lastenseilbahn einfach in den Berg reingerumst.

Einsatz vorbei, Leben gerettet, alles war gut.

Aber wenn es aussichtslos ist, fängt bei uns der Spaß erst richtig an.

Das erinnert mich an einen anderen Einsatz.

- Da hat auch keiner geglaubt ... - Toni ...

Sie haben doch genau so Angst wie ich, oder?

Michi, jetzt wird's langsam Zeit!

Tatü-tata, wir sind wieder da!

Ich hab Sie, ich lasse Sie nicht los, keine Sorge.

Sie sind mein Retter, Toni!

Michi, siehst du das?

Wir kommen mit dem Seil nicht direkt an die Jungs ran.

Das wird so nichts.

Markus, was sagst du dazu?

Tritt stärker auf die Bremse, das gibt dann den nötigen Schwung.

Ich halte mich irgendwo fest. Na also.

Hältst dich schon irgendwo fest.

Nicht euer Ernst, oder?

Mach's einfach.

- Micha, pass auf, ja? - Was heißt "pass auf"?

Wenn er sagt, er hält sich irgendwo fest, macht er das auch.

Ruhig! Langsam!

Okay, hab dich!

So, Michi, das Ganze im Schnelldurchgang, ja? Pia zuerst!

Was du nicht sagst!

Und weiter geht der Spaß mit den beiden. Das werde ich vermissen.

Michi, halt die Maschine ruhig!

Die Brücke ist ab!

Mach schon! Das Stahlseil hält nicht mehr lange!

Gut! Okay, bereit zum Fixieren!

Okay, fixieren! 0,5 auf!

Ich hänge Sie jetzt ab, okay? Okay, ja!

Es wird alles gut!

Toni, ich nehme sie weg! Okay!

Los! Und ab!

- Okay, sie sind frei! Los geht's! - Und Abflug!

Alles gut? Ja!

Na toll! Er kassiert die Lorbeeren, das ist sicher!

Okay, Michi! Beeilt euch!

Einfach mit den Augen meinem Stift folgen.

Spüren Sie da was?

Ist Ihnen vielleicht kalt?

Ja, ein bisschen.

Da habe ich eine Idee.

Das kann ein bisschen Druckschmerz geben.

Das ist manipuliert worden, das konnte nicht halten.

Gut. Ich hab das nämlich selbst montiert.

Also... 'ne Falle.

Die einzige Verbindung rauf oder runter ist die Brücke.

Es gibt nie immer nur eine Verbindung in den Bergen.

Also gut.

Im Norden gibt's 'ne anspruchsvolle Route über das Hillermassiv.

Da haben wir letztes Jahr sogar zwei Profis tot geborgen.

Am besten gehst du zwei Tage am Stimacpass entlang.

Das ist ein Riesenumweg.

Schau mal hier.

Zu groß für ein Kind.

Aber zu klein für 'nen Erwachsenen.

Da, schau dir das an. Wie Kain und Abel, die beiden.

Wie zwei liebende Brüder.

Sehr interessant. Ich brauche deinen Tee.

Du trinkst doch gar keinen Tee.

Richtig, aber Frau Höfling ist's kalt.

Ach, da spielt die Musik.

Dann schaue ich also die ganze Zeit in die falsche Richtung oder wie?

- Komm, gib her jetzt! - Sage mal!

So, ist nicht gerade Cognac, aber man kann sich's auch schön trinken.

Das brennt jetzt vielleicht noch mal kurz.

Im Krankenhaus werden Sie gleich noch mal durchgecheckt.

Wenn Ihnen schwindelig wird, Bescheid sagen, ja?

- Danke. - Bitte.

Was haben Sie hier draußen eigentlich gemacht ganz alleine?

Genau darum geht's.

Meine Doktorarbeit dreht sich um Einsiedleraussteiger.

Menschen, die außerhalb sozialer Strukturen leben wollen.

Es geht ums Alleinsein.

Doktorarbeit.

Das erschrickt Sie doch nicht etwa?

Nee, Quatsch!

- Ah! - Tja, nicht besonders aufregend.

Jede Minute mit euch war spannender als jedes Semester an der Uni.

Danke, Toni!

Machen wir doch jeden Tag.

Der Tee ist furchtbar, oder?

- Ja! - Klar.

So... das war's für uns.

Ich würde sagen: Abmarsch.

Nein, das war's noch lange nicht. Jemand hat die Schrauben losgedreht.

Das wurde manipuliert. Stimmt.

Also haben wir das nicht verursacht.

Das wird jetzt erstmal der Kripo gemeldet.

Das sehe ich anders.

Das kannst du auch. Bist ja nicht mehr dabei.

Das nenne ich mal ein Dankeschön.

Würden wir ein Dankeschön wollen, wären wir beim Zirkus.

Da kriegst du einen Applaus dazu. Aber hier nicht.

Genau meine Worte. Endlich mal was, was du von mir annimmst.

Du hast uns heute den Arsch gerettet mit deiner Aktion.

Ohne dich wäre es nicht gegangen.

Das meine ich ehrlich. Also: Vielen Dank, Markus!

Derjenige, der das Seil losgeschraubt hat,

der hat es von der Seite aus getan

und wusste genau, was das bedeutet.

Und was bedeutet das? Dass er noch hier ist.

Er hat sich abgeschnitten von der Seite vom Tal.

Ich frag mich, warum jemand so was tut.

Wo er recht hat, hat er recht. Ich finde es auch komisch.

Komisch? Ist das komisch, ja?

Ist das jetzt die neue Definition für Notfall, "komisch"?

Mit Andreas hätten wir schon für weniger die Botanik umgepflügt.

(Tobias) Michi, was hat denn jetzt der Andreas damit zu tun?

He, Michi?

Das weißt du ganz genau, mein Freund.

Was weiß ich ganz genau? Sag mir, was ich ganz genau weiß.

Okay. Wir schauen uns das an.

Jetzt fliegen wir Toni und Pia in die Klinik.

Dann überfliegst du das Hillermassiv.

Richtung Westen ... - ...den Stimacpass entlang.

Sind wir alle glücklich und einverstanden? Auf geht's.

Sie haben sich gestritten wie noch nie.

Das kommt bei allen Eltern mal vor.

Als deine Oma noch lebte, habe ich mich jeden Tag mit ihr gestritten.

Aber ich habe sie trotzdem sehr lieb gehabt.

Leider habe ich ihr das viel zu wenig gezeigt.

Aber nicht so.

Aber das ist doch kein Grund, seiner Familie den Rücken zu kehren.

Vielleicht gibt es bald keine Familie mehr.

Opa, dann gibt es nur noch uns beide.

Wie meinst du das?

Wollen die sich trennen?

Wo soll ich denn dann hin?

Haben sie das gesagt? Sie wollen sich scheiden lassen?

Papa hat im Büro geschlafen für drei Nächte.

Ja, aber der arbeitet ja auch immer sehr viel.

Mama und Papa haben sich auch nicht unterhalten.

Aber dann durfte ich endlich zu dir.

Ich bin mir sicher, dass hat sich zwischenzeitlich alles eingerenkt.

Florian,

der Weg, den wir jetzt wählen, der ist nicht ganz ohne.

Aber wir werden das schon schaffen, wir beide.

Wird ein Abenteuer werden, wird dir bestimmt gefallen.

- Okay. - Komm!

Vorsichtig!

Hallo!

Wir besprechen gerade, das sehen Sie doch.

Nicht jetzt! Dann müsst ihr zwei Minuten warten.

Als hätte hier irgendjemand den Zeitdruck kapiert.

- Lorenz! - Was denn?!

- (Lorenz) Entschuldige. - Wo ist Florian?

Wir sprechen später.

Du hast deinen Sohn und deinen Vater vergessen?

Nein. Die wollen doch hierherkommen.

- Aber sie sind nicht hier! - Ja, das sehe ich.

Rupert trägt keine Uhr mehr. Schon vergessen?

Du tust ihm Unrecht.

Was soll ich deiner Meinung nach machen?

Sorgen sollst du dir machen, um deinen Sohn und Vater.

Weil unser Aussteiger sich etwas verspätet?

Ja, das wäre doch mal was.

- Bei aller Liebe, ich habe keine Zeit! - "Bei aller Liebe"?!

Bei welcher Liebe, Lorenz?

Ich habe keine Zeit, mich wieder mit dir zu streiten.

Okay?

Die beiden werden an ihrem letzten Tag

etwas Schönes zusammen unternehmen.

Ich habe kein gutes Gefühl.

Ich habe Angst, dass Ihnen etwas passiert ist.

Dann nimm dir einen Bergführer, einen von der Bergrettung.

- Wie kommst du darauf? - Ist das keine gute Idee?

Nein, ja, ich meine ...

Ja.

Wahrscheinlich hast du recht

und dein Vater hat mit Lorenz etwas Schönes vor am letzten Tag.

Das wird der erste Einsatzbericht, den ich doch mal lesen werde.

Ich bin gespannt, was Tobias da reintippt.

Ihr wollt es nicht verstehe, oder? Dabei hattet ihr drei Monate Zeit.

Ich habe keine Lust mir Ohrfeigen abzuholen, weder von dir noch jemand anderem.

Wir haben einen Freund verloren und keiner weiß, was passiert ist.

Doch, ich weiß es!

Ich weiß es und habe es euch gesagt.

Mehrmals.

Ich habe euch! Versuch zurückzuschwingen!

Es geht nicht!

Das interessiert euch nicht.

Ich muss damit leben, mit den Bildern, jeden Tag.

Es gab keine Alternative.

Nadja wäre tot, Andreas und ich auch, und er ist tot. Okay?

Du willst, dass ich das okay finde?

Lisa?

Ich brauche eure Hilfe.

Deine Eltern werden sich bestimmt wundern, wo wir bleiben.

Trotzdem müssen wir eine Pause machen.

Papa wundert sich bestimmt nicht.

(Florian) Der arbeitet doch bloß.

Weißt du, mein Junge,

es wäre besser gewesen, du hättest dein Handy mitgenommen.

Ich will aber alles so machen wie du.

Was?

Hier oben leben und mit niemandem reden.

Ach was, mein Junge, da würde es schnell langweilig.

Hier oben, das ist kein Leben für einen jungen Burschen wie dich.

Warum bist du dann hier oben?

Tja, ich habe in meinem Leben

so viele Fehler gemacht.

- Da wollte ich mal was richtig machen. - Siehst du!

Junge, du kannst noch so viel erreichen, glaube mir.

Vor allem, wenn du aufpasst, dass du das hier oben

immer fühlen kannst und so weiter,

dann ist dein Weg der richtige.

Glaub mir.

Du musst was trinken. Hast du Wasser in der Tasche?

Ist in der Seite.

Was ist das denn?

Da ist ja mein Werkzeug.

Was hast du mit meinem Werkzeug gemacht?

Ich habe es mir ausgeliehen.

Ich wollte es vorhin zurücklegen, aber wir sind so schnell los.

Die Muttern an der Verankerung der Brücke waren gelöst.

Hast du das gemacht?

Warst du deshalb heute so früh weg?

Ich war doch gar nicht weg.

Du hast das gemacht! Weißt du nicht, dass das lebensgefährlich ist?!

- Du hast gesagt, nur du wohnst hier. - Na und?

Das ist ein Wanderweg für jedermann, willst du die Leute umbringen?

Ich dachte, die Brücke fällt von alleine.

Tut sie aber nicht!

Und drauf können wir nicht mehr.

Der Pullover wird als Warnsignal wahrscheinlich nicht wahrgenommen.

Warum hast du das gemacht?

- Ich wollt doch nur... - Herrgott noch mal!

Warum ...

Opa?

Ist alles okay?

(Opa) Du weißt gar nicht, was du mir damit antust.

Ich glaube, es wäre vernünftiger gewesen, an der Brücke zu warten.

Mama und Papa vermissen mich doch eh nicht.

(Opa) Blödsinn ist das!

Die wissen, dass wir uns nicht melden können, wenn wir zu spät dran sind.

Ich glaube, dass wird noch lange dauern, bis die uns vermissen.

Ich wollte nur bei dir bleiben.

Ich will nicht mehr nach Hause.

Und deshalb willst du eine Brücke kappen, mein Junge?

Ich wollte niemandem wehtun.

Mein Junge ...

Zwischen Giatschtan und Hochecken liegt die Hütte.

Ja.

Ihr Schwiegervater wohnt das ganz Jahr dort?

Ja. Er ist ein Aussteiger. Ein Alm-Öhi, wenn Sie wollen.

- Von einem Tag auf den anderen. - Dann ist die Erklärung einfach:

Im Moment können sie nicht absteigen.

- Die einzige Verbindung ins Tal... - ...die Seilbrücke, ist defekt.

- Wir haben sie heute... - ...inspiziert.

Das heißt, es ist also nichts passiert?

Erst mal nicht.

- Ist die hier von Florian? - Ja, wo hast du die her?

Die war an der Seilbrücke, aber auf der anderen Seite.

Wir fliegen zum Meixner auf die Hüt-te und schauen, ob alles okay ist.

"Wir"? Du bist kein Bergretter. Nicht mehr, oder?

Und du bist doch kein Arschloch. Noch nie, oder?

Toni?

Sie warten immer noch?

Ja, es ist anscheinend viel los.

Sie haben hier als Retter nicht eine Art VIP-Zugang?

Schön wäre es, in Taka-Tuka-Land vielleicht.

Aber nicht hier bei uns.

Sie haben das Seil ganz schön heftig abbekommen, was?

Tut es noch weh?

Das sagt mir gleich die Ärztin.

Mir hat jedenfalls noch nie jemand das Leben gerettet.

Toni?

- Kommst du? - Was?

Ach so, ja.

- Ich ... - Also ...

- Ja, also ... - Ich schulde Ihnen was.

(Toni) Ja ...

- Tschüss! - Tschüss.

- Tschüss! - Ja ...

Dopamin für das Nucleus accumbens wäre meine Diagnose für dich.

- Was? - Du bist verknallt.

- Ach Quatsch! - Sie sagt, sie schuldet dir was.

Entschuldigung!

Wollen Sie mich nicht begleiten?

Vielleicht erst mal in Raum E4, Behandlungszimmer.

(Toni) E4, so wie...

...einer für alle.

Die Hütte muss hier sein, oder?

(Michael) Intercom ist aus für hinten.

Mach dir keine Sorgen.

Deinem Schwiegervater und deinem Jungen geht es gut.

(Lisa) Ich sehe dir an, dass du dir Sorgen machst.

Wir sind da, ich gehe runter.

Hier ist niemand.

Habe ich mir schon gedacht.

So wie wir über das Dach geflogen sind,

wären die freiwillig rausgesprungen.

Du kennst sie? Also, Frau Meixner, meine ich.

Das wird dir nicht gefallen, aber das geht dich nichts an.

Deine Freundin?

Die hat ein Kind und einen Ehemann.

Ich habe das Talent dafür, Ärger anzuziehen.

Gut beobachtet.

Was wird das jetzt?

Kannst mich noch mal verurteilen, ich will hier einsteigen.

Okay, ich war vielleicht etwas neugierig.

Sie werden sich trennen. Nicht meinetwegen!

Nicht deinetwegen? Nein.

Das glaubst du wirklich? Ja.

Nach dir!

Lisa?

Kommst du?

(Lisa) Florians Sachen sind weg.

Vielleicht sind sie auf dem Weg zurück hierher.

Das kann nicht sein. Dann hätten wir sie gesehen.

Wo könnten sie dann sein?

Wir müssen Verena anrufen, das Zeug hier ist ernst.

Hier draußen gibt es kein Netz.

Die sind leer.

- Was ist das? - Vielleicht ein Notfall.

Die beiden haben kein Handy? Nein.

Florian hat sein Telefon zu Hause gelassen.

Rupert ist, was das angeht, sehr eigen.

Wir finden sie, Lisa.

- Können wir eine Pause machen, Opa? - Nein, das können wir nicht.

Opa?

Alles okay?

Mach dir keine Gedanken.

Alles gut.

- (Florian) Opa! - (Rupert) Nein!

Opa!

Nein!

- Hilf mir, Opa! - Halt dich fest!

Halt dich irgendwo fest!

(Rupert) Halt dich fest!

Autsch.

- Tut es sehr weh? - Ach, Quatsch.

Gar nicht.

Katharina, das ist ein schweres Herzmittel, ein Blutverdünner.

Hatte der Patient mal einen Herzinfarkt?

Wie heißt der Patient?

Rupert Meixner?

Der hatte einen schweren Myokardinfarkt vor drei Jahren.

- "Seitdem ist er mein Patient." - Was meinst du damit?

Der braucht Medikamente, nur dann ist er stabil.

(Verena) Ich hatte für heute eine Deadline gesetzt

für eine neue Verschreibung. Er wird heute wohl nicht kommen.

- Wo ist der Patient? - Das wissen wir nicht.

- Findet ihn so schnell wie möglich. - Verstanden.

- Und? Wie viel Zeit haben wir? - Schwer zu sagen.

Wenn er jeden Tag eine Tablette genommen hat, hat er Reserve.

Wenn er jetzt keine Tabletten mehr hat, bleibt ihm noch ein Tag.

- Sie gehen? - Ja, ich bin leider im Einsatz.

Aber kommen Sie doch einfach mit.

- Und das geht? - Freiwillige sind immer willkommen.

(Verena) Warte mal! Ganz wichtig.

Der Mann darf sich ohne Medikamente nicht anstrengen.

(Rupert) Halt dich irgendwo fest.

Opa!

Halt dich fest!

Alles gut bei dir? Hast du dich verletzt?

- Nein, alles gut. - Gott sei Dank.

Irgendwas Neues?

Der Helikopter wird das Gebiet noch mal abfliegen.

Anscheinend gehen deinem Vater die Tabletten aus.

- Tabletten? - Ich wusste es auch nicht,

anscheinend hatte er einen Herzinfarkt vor drei Jahren.

- Seitdem braucht er Medikamente. - Vor drei Jahren?

- Los, komm! - Du willst mit? Brauchst du nicht.

Wieso nicht?

Du hältst mir vor, dass ich die Familie vernachlässige, und jetzt soll ich nicht mit?

- Soll ich mein Klischee erfüllen? - Das hab ich nicht gemeint.

- Brauchst du eine Rechtfertigung? - Wofür das denn?

Die ganzen Streitereien

waren doch ein super Grund für eine Affäre, oder?

Es ist unser Sohn, Lisa.

Du hast ein Hemdchen in deinem Rucksack.

Zerreiß das und binde es mir an die Hände.

Ah, so ist gut. Nicht zu fest.

Das ist alles meine Schuld.

Du konntest nicht ahnen, für was ich die Tabletten brauche.

Niemand wusste das mit meinem Herzen, weil ich das nicht wollte.

Also ist es alleine meine Schuld.

Nimm noch ein paar Schnürsenkel und binde mir die um.

Schaffen wir es rechtzeitig ins Tal?

Natürlich, wir schaffen das.

Den Weg, den wir jetzt nehmen, kenne nur ich.

Eine prima Abkürzung. Wir werden das schon schaffen.

Alles okay?

Opa?

Ich will Wasser!

Wasser, bitte!

Okay.

Gut.

- Hast sie? - Ja.

Hallo!

- Lorenz. - Hallo, Strasser.

Wir sind dankbar, dass ihr helft.

Wir gehen am Stimacpass entlang, ja?

Dann marschieren wir parallel zum Hillermassiv.

Ist die einzige Möglichkeit, wenn man ins Tal will.

Lasst uns die beiden finden.

Sie begleiten uns? Deshalb sind wir hier.

Okay, los geht's.

* dramatische Musik

Ich hole dir Wasser.

(Rupert) So ist richtig, mein Junge.

- Immer fließendes Wasser nehmen. - Wieso?

Weil das einfach sauberer ist.

Warum weiß du das nicht?

Bist doch ab und zu mit deinem Vater in den Bergen unterwegs, oder?

Ja, aber das ist ewig her.

Und Papa kennt sich auch nicht so gut aus.

Ich habe das Lorenz nicht beigebracht, als er so alt war wie du.

Ich habe mir einfach nicht die Zeit dafür genommen.

Was man nicht gelernt hat...

...kann man auch nicht weitergeben.

Du bist deinem Vater deshalb aber nicht böse?

Wir müssen da leider rüber, wenn wir helfen wollen.

- Schlimmer kann's nicht werden. - Markus hat alles gesichert.

Kann gar nichts passieren.

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