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Das ist nichts für kleine Mädchen
(Musik)
(Spannende Musik)
Lemmy! Warte doch! - Lemmy! - Lemmy!
Ober!
Der ist für mich.
Und der für den lieben Lemmy.
Und der für die liebe Whisky-Ursel. - Erfüllen Sie mir einen Herzenswunsch!
Geben Sie mir ein Autogramm! Bitte! - Was für eine Überraschung!
Dass du dich immer vordrängeln musst!
Sie sind doch nicht Kommissar Maigret. - Ich hab Sie erkannt!
Sie sind Lemmy Caution, der Liebling der Frauen.
Jetzt nicht! Jetzt nicht! - Entschuldigen Sie, aber Sie dürfen das
nicht übel nehmen... - Meine Rechnung!
Sie verlassen uns doch nicht, Mr. Caution? - Ich wollte hier Ferien machen...
und keine Treibjagd veranstalten. - Ist es nicht toll, so berühmt zu sein?
Nicht für 'n Geheimagenten. Die Rechnung! - Wenn es so ist...
Bevor Sie gehen, möchte ich Sie um einen winzigen Liebesdienst bitten.
Schon geritzt! 15% Steuer plus Kurtaxe. - Nein, nein, ich mein es im Ernst.
Vergangene Nacht hat sich was Schlimmes ereignet. Madame van Korpf hat man...
das Smaragdhalsband geraubt. - Wer?
Aber Sie sind doch Lemmy Caution von der amerikanischen Geheimpolizei.
Sie müssen den Schmuck wiederfinden. Madame van Korpf hat mein Manneswort!
So leid es mir tut, ich mache Ferien. - Aber es geht um Madame van Korpf!
Den Kakao van Korpf, den Lebkuchen van Korpf...
und die Vorzugsmilch van Korpf. - Danke, ich habe schon gefrühstückt.
Wenn ich die Polizei benachrichtige, suchen meine Gäste das Weite.
Dann suchen Sie den Schmuck eben selber. Ist ganz einfach. - Einfach?
Fangen wir von vorne an. Wer ist in diesem Hotel nicht verdächtig?
Na, ich selbstverständlich. - Wer noch?
Mein Buchhalter. - Na bitte, der Buchhalter ist es.
Wieso? - Das ist eben so.
Die Unschuldigen sind immer die Ganoven. Sie kennen doch Sherlock Holmes' Bücher.
Da steht's beschrieben.
Er ist es! Mr. Caution! Mr. Caution!
Wunderbar! Unglaublich! Das gab es noch nicht! Mr. Caution, er war's!
Wer ist das, "er"? - Mein Buchhalter.
Als er merkte, dass ich alles merkte, fiel er vor mir auf die Knie!
Sie sind ein Genie, Mr. Caution!
Was? Der war's wirklich? - Natürlich.
Kompliment!
Ganz großes Kompliment!
Das ist gar nicht so schwierig. Ich blinke nach links und fahre dabei nach rechts.
Aber sie folgt mir. Das kann nur eine Frau sein.
"Bei Dombie".
Hey, Sie! Selbstbedienung gibt's hier nicht!
Auch nicht für mich? - Lemmy!
Da schlägt's doch 13! Lemmy Caution!
Wie kommst du in die Gegend, alter Halunke? Arbeit?
Ferien. Mein Chef sah so abgearbeitet aus, da dachte ich mir: Mach Ferien!
Wo hast du meine Adresse her? - Lemmy Caution weiß alles.
Wie meine Kollegen in Paris. Sie sagten, du säufst dich mit Pastis tot.
Ich hatte den Kanal voll. Die Kerle haben die Maschinenpistolen jetzt schon...
in der Uhrtasche. Es ist zum Heulen. - So wurde ich Besitzer einer Weinstube.
Vorsicht! Mein Geschirr! Du wirst lachen, aber ich möcht an Altersschwäche sterben,
nicht an Bleivergiftung. - Sagte der Ex-Sergeant Dombie...
und starb an Schnaps. - Und du? Wie ich dich kenne,
gurgelst du immer noch Whisky mit Soda. - Nein, das ist längst vorbei.
Dagegen hat mein Arzt was. - Ach nein?
Aber ja! Soda ist nicht mehr drin.
Alter Halunke!
Liebling, mein Goldstück, zerschlägst du unser ganzes Geschäft?
Sieh, mein alter Freund ist wieder da. - Gut, dass nicht täglich einer kommt.
Mach uns was zu Essen, Annette! Das ist die Königin der Zwiebelsuppe.
Ist wahr? Heute aber nicht. Er ist zwar ein lieber Mensch,
aber er zerschmeißt Porzellan. - Er ist Lemmy Caution, was will man tun?
Sie sind Lemmy Caution? - Mit Hut.
Ist der süß, hm? - Soll ich mein Essen nun etwa wegwerfen?
Du hast mir gesagt, du bist in den Ferien, aber irgendwo ist doch hier was faul.
Sie lässt mich nicht los. - Wer?
Cleopatra! Im giftgrünen Cadillac. - Du bist immer noch derselbe.
Wärst du auf das Mädchen auch scharf, wenn sie im alten Fiat 500 käme?
Also, Cleopatra ist aus dem Sarg gekrabbelt?
Wo wohnst du hier? - Zuerst war ich in Cannes.
Aber nur wer was kann, kann nach Cannes.
Hast du dich mal umgedreht? Sieh, wer da ist. Wenn ich dein Glück...
bei Frauen hätte, wär mein Lebensabend gesichert.
Die hat Nerven. Die fährt mit ihrem Blechdampfer direkt in dein Schlafzimmer.
Der Panzer ist noch nicht erfunden. - Was will sie dann von dir?
Ich soll ihre Frau werden.
Dreh dich nicht um! Wenn sie dein Gesicht sieht, stirbt sie.
Vielleicht fuhr sie nur zu ihrem Scheich? - Versau mir ruhig den Nachmittag. Hey!
Ich wette 1.000 Franc, dass du nicht weißt, wer jene Dame ist.
Die im Cadillac? Das ist Mme. Ferguson. - Gewonnen.
Ich wette, ich weiß auch ihren Vornamen. - Glaub ich nicht.
Claudia Ferguson.
Sie sind ein Herr. - Warum hast du nicht weitergemacht?
Noch 1.000 Eier und er hätte dir ihren Schlafzimmerschlüssel besorgt.
20 Franc für ein paniertes Schnitzel! - Da kaufst du die ganze Einrichtung mit.
Ist da noch frei?
Lassen Sie sich Zeit.
Die Ampel steht auf Grün, ich gebe Gas.
Claudia! Ist das eine Überraschung!
Setzen Sie sich, Mr. Caution.
Habe ich das gut gemacht? - Woher wissen Sie meinen Namen?
Ich habe ein bisschen Wühlmaus gespielt. Und woher wissen Sie meinen?
Ich habe mir eine Zeitung gekauft. In der steht, dass Sie an der Côte d'Azur
angekommen sind. Sie sind ein berühmter Mann.
Wenn das mein Boss wüsste, wär's mit dem Geheimagenten Essig.
Ich muss mit Ihnen reden. Ich bin so froh, dass Sie mich angesprochen haben.
Ich hätt's verständlicherweise nie gewagt. Seit heute Morgen folge ich Ihnen.
Haben Sie's gemerkt? - Ich habe es kaum bemerkt. Und warum?
Ich muss Ihnen etwas sagen. Etwas sehr Wichtiges.
Bitte schießen Sie los. Aber schießen Sie langsam.
Italienischer Akzent regt mich direkt auf.
Ich hoffe nur, Sie ziehen aus meinem Verhalten keine falschen Schlüsse.
Ihr Erfolg bei Frauen ist sehr sprichwörtlich. Ich bin verheiratet.
Das haut mich um! Sie sind mindestens die 2. hübsche Frau dieses Jahr,
die verheiratet ist. - So wahr ich verheiratet bin,
so wahr liebe ich meinen Mann. - Nicht weinen, so was kommt manchmal vor.
Wo tropft denn der Hahn?
Ich bin eine Verbrecherin, Mr. Caution. - Sie, Claudia, und ein Verbrecherin?
Das ist ein miserabler Film. Sie sollten den Regisseur wechseln.
Selbst wenn Sie einen umgebracht haben, von so viel Glück träume ich nicht mal.
Aber ich hätte mich erschießen müssen, begreifen Sie doch!
Heut Nacht um 12 in der "Calanque des Pecheurs". Ich warte auf Sie!
Hallo, Claudia! - Monsieur, zum letzten Mal:
Ich kenne Sie nicht und habe auch nicht das Bedürfnis dazu! Merken Sie sich das!
Sie Flegel! - Claudia, was hast du denn?
Ach!
Haben Sie Madame Ferguson beleidigt? - Bis jetzt hab ich noch keinen beleidigt.
Aber wenn Sie wollen, hole ich das nach. - Scheren Sie sich raus!
Hallo! Wenn Sie den Namen von meinem Schneider wissen wollen, er heißt Assmann.
Raus jetzt! - Und das sind meine Ferien.
Ich schlage Sie zusammen!
Sind die Pferde gesattelt, Dombie? Ein kleines Trostpflaster.
Hey, Chef!
Viele Schnitzel in Essig! Wäre furchtbar, wenn die schönen Männer mit verbeulten...
Gesichtern rumlaufen müssten. Was ist ein schöner Mann noch wert,
wenn ihn 'ne dicke Backe stört?
Es war mir ein Vergnügen! Auf baldiges Wiedersehen. Ja.
Bei dir fragt man sich wenigstens nicht, wie man die Langeweile totschlagen soll.
Man geht mit dir irgendwohin und schon fliegen die Fetzen! Was ist passiert?
Mit Fischsuppe im Bauch kann man schlecht denken.
Das Biest macht dir erst schöne Augen, 2 Minuten später wirft sie dich...
den Kerlen zum Fraß vor. Da stimmt was nicht!
Das stimmt schon. Gerade als sie auspacken wollte,
kamen diese bornierten Kerle dazwischen. Da hat sie's mit der Angst gekriegt.
Wo gehört die hin? - Die 4 Süßen wohnen in der Villa Caprice,
glaube ich. Ausgesprochene Snob-Ecke. Der eine von den Jungen ist...
Der Schimpanse oder der Kümmelbart? - Der Kümmelbart.
So viel ich weiß, heißt er Mirko Trélitz. - Was macht er?
Er ist großer Macher auf 'ner Bootswerft. - Und der andere? Der Schimpanse?
Keine Ahnung. Lümmelt sich in allen Bars, feine Aufmachung, unbeschriebenes Blatt.
Hier soll's eine Fischerbucht geben. - Ja, ist gleich hier in der Nähe.
Gehört zur Villa Caprice. - Das ist ja alles sehr interessant!
Hey, M. Dombie, Sie haben in Ihrem Laden nicht zufällig einen Ami vorrätig,
der sich "Lemmy Caution" schimpft? - Der Ami bin ich.
Monsieur, ein Eiltelegramm für Sie. - Trink einen auf den Ami.
War doch nur Spaß.
Was hältst du davon? - "Erwarte Sie morgen früh dringend,
Genf. Nehmen Sie heut Abend Flugzeug von Nizza. Stopp."
Armer Lemmy! Deine Ferien sind im Eimer. - Der Pastis weicht dir den Keks auf.
Das Telegramm ist gefälscht. - Gefälscht? Es kommt aus der Schweiz,
ist mit "Müller" unterzeichnet und an Lemmy Caution adressiert!
An Lemmy Caution, der sich bei seinem Freund Dombie voll laufen lässt.
Da stinkt der Braten. Niemand weiß, dass ich hier bin. Meine offizielle
Adresse ist: Hotel Majestic, Cannes. - Und was soll das heißen?
Dass so ein begabter Maikäfer den Sohn von Homer Caution für 'n Idioten hält.
Aber der fragliche Jemand weiß immerhin so viel von seinem Handwerk,
dass ihm bekannt ist, dass Müller den Geheimdienst der Schweiz leitet.
Wenn das Telegramm wirklich falsch ist, dann renn dir mal nicht den Kopf ein.
Auf alle Fälle passt es dem Absender gar nicht, dass ich Claudia Ferguson
heute Nacht um 12 in der Fischerbucht treffen werde. Lemmy, Lemmy,
du wirst wunderhübsche Ferien haben!
(Spannende Musik)
Sophie, komm raus, du erkältest dich! - Noch 5 Minuten, Gouvernante.
Wenn du die Grippe kriegst, pflegst du dich aber allein.
Vorsicht, es könnte sein, dass unser Freund Nollet das übel nimmt.
Pardon, Doktor, aber sie ist leichtsinnig.
Rheumatismus kriegt sie erst in 20 Jahren. Und im Moment sieht das sehr süß aus.
Und du auch, Françoise, zieh dich an! - Ich kann mich nicht erkälten,
solange ich hier unter den heißen Blicken unseres Freundes Mirko liege.
Wie mir scheint, haben Sie überall Augen? - Aber ja, und zwar Ihre. Seien Sie lieb,
geben Sie mir den Umhang.
Um Himmels willen!
Ich habe sie gerade unter dem Steilhang gefunden.
Dr. Nollet. - Claudia!
Claudia! Wie furchtbar.
Ich ahnte, dass so was passieren würde. Sie tanzte stets auf dieser Klippe rum.
Und Sie haben natürlich keinen Ton gehört? - Nein. Die Fischerbucht ist zu weit weg,
da kann man nichts hören. - Wie kommen Sie auf die Fischerbucht?
Das war das Nächstliegende. Da war sie immer. Und Sie sprachen vom Steilhang.
Sie sind ein begabter Hund. Sie nehmen auf Anhieb das Richtige an.
Wo ist ihr Zimmer? - 1. Stock, 2. Tür links neben der Treppe.
Das ist ihr Magnetofon, was wollen Sie damit?
Wie kommen Sie dazu, es mitzunehmen? - Ich habe eben ein einnehmendes Wesen.
Reicht Ihnen diese Erklärung des Tatbestandes, mein Schatz?
Wenn Sie einverstanden sind, machen wir uns doch erst mal bekannt.
Ich bin Sonderagent des FBI. Ich heiße Lemmy Caution.
Lemmy, wie die Damen mich nennen. Ja. Und wer sind Sie?
Ich heiße Françoise Zacchary. Mein Mann ist Botschaftssekretär...
bei der griechischen Botschaft in Paris. - Sophie Berroyer. Mein Mann ist...
Mitglied des Oberkommandos Luft der Nato. - Marie-Christine Dillingfort.
Mein Mann arbeitet in Washington. - Es handelt sich nicht zufällig...
um den Dillingfort vom Auswärtigen Amt? - Eben um den, Mr. Caution.
Und was ist der Mann von Claudia? - Bill Ferguson ist ein bekannter
britischer Techniker beim taktischen Luftwaffenkommando.
Aha. Ich habe den Eindruck, ich bin in den Atlantikpakt eingebrochen.
Na schön. - War das alles, was Sie wissen wollten?
Oh nein, Madame. Ich muss Ihnen noch viele Fragen stellen. - Mit welchem Recht?
Es ist immer dasselbe mit mir. Ich will nicht, aber dann mache ich doch
wieder den Quizmaster. Wie Lou van Burg. Streiten wir uns nicht...
wegen einer Bagatelle, Knusperschote. - Sie ungehobelter Klotz! Wollen Sie,
dass ich Ihnen die Augen auskratze? - Machen Sie mich nicht neugierig!
Soll ich Ihnen sagen, wofür ich Sie halte? - Nein, lieber nicht. Frauen,
die zu viel Komplimente machen, kriegt man nicht wieder los.
Mr. Caution. Warum interessiert Sie der Tod von Madame Ferguson so?
Der Fall wirft überhaupt keine Fragen auf. Und selbst wenn es so wäre,
wäre die Ortspolizei zuständig. - Vielleicht. Aber ich rühre nun mal gern
in anderen Töpfen. - Davon kann ich Sie gern befreien.
Das schaffst du auch nicht. - Mal sehen!
Mirko, Sie sind nicht auf Ihrer Werft! - Verzeihung, Marie-Christine.
Du darfst mir schon noch mal eine kleben. - Wollen Sie's nicht gleich erledigen?
Eine geschwollene Nase steht Ihnen sicher. - Wozu die Aufregung, Sophie?
Warum sollen wir Mr. Caution ein Verhör abschlagen? Je schneller wir antworten,
umso schneller sind wir von ihm befreit. - Das nenn ich vernünftig,
mein Sülzkotelettchen. Da gibt's 1 oder 2 Dinge, die ich unbedingt wissen muss.
Die wichtigste Frage ist: Wo wird in diesem Hause der Whisky versteckt?
Hinter Ihnen, im Cembalo.
Ich trinke wirklich bloß wegen der Arterienverkalkung.
Sie haben es bestimmt sehr nötig. - Tja.
Sie sind alle schon viele Jahre befreundet, nicht wahr?
Können Sie das von unseren Augen ablesen? - Und Claudia gehörte auch...
zu diesem illustren Damenstift, das liegt auf der Hand.
Ja. Sie war Italienerin, lebte aber meistens in Frankreich.
Françoises Vater hat diese Villa gebaut, er war Architekt. Wir trafen uns hier...
jedes Jahr mit den alten Freunden wieder. Alle 5. Das heißt, ich meine, alle 4.
Sie haben gesagt, alle 5. Wer ist die Fünfte?
Ist es so unangenehm, mir das zu sagen? - Monsieur, Sie sind unangenehm!
Die Fünfte hieß Irene. Wir liebten sie. Aber wir reden nie von ihr, sie ist tot!
Wann ist sie gestorben? - Vor 6 Jahren.
War es ein Unfall? - Sie ist ertrunken.
So, so. 2 von 5. Das ergibt eine merkwürdige Prozentrechnung.
Finden Sie nicht auch, Madame?
Das ist meine Leber, Doktor. - Sind Sie fertig mit Ihrer Nummer?
Ich möchte schlafen gehen. - Ich fange eben erst an, Kleiner.
Wir haben was anderes zu tun, wir müssen uns um Claudia kümmern.
Das mach ich die ganze Zeit. Niemand rührt sich vom Fleck ohne meine Erlaubnis.
Ohne Ihre Erlaubnis? Ihr Ton uns gegenüber fängt an, mir zu missfallen.
Sie werden sich noch nach mir sehnen. Ihr Whisky ist auch viel zu warm.
Und ich trinke ihn trotzdem. - Die Polizei soll den Flegel entsorgen.
Das besorge ich. - Nicht doch. Caution, man könnte glauben,
es macht Ihnen Spaß, die Leute aufzuregen. - Spaß ist gar kein Ausdruck, Doktor.
Haben Sie das schon mal gesehen? - Das ist eins von Claudias Tonbändern.
Woher haben Sie das? - Ich fand es neben Claudias Leichnam.
Unter dem Steilhang. Sie arbeiten doch so gern. Legen Sie es ein.
Was suchen Sie nachts in der Fischerbucht? - Ich hatte ein Rendezvous mit Claudia.
Sie wollte mir einiges erzählen. - Was?
Beruhigen Sie sich, Madame Dillingfort. Sie konnte es nicht mehr.
Was hätte mich beunruhigen sollen? Sie sind ein Dummkopf!
Das Band ist eingelegt. - Drück aufs Knöpfchen.
Lemmy Caution, Claudia Ferguson spricht zu Ihnen. Ich hab es mir überlegt.
Es gibt keinen auf der Welt, der mir helfen kann. Nicht einmal Sie.
Erinnern Sie sich, dass ich sagte, ich hätte mich töten müssen?
Wenn Sie das hören, habe ich mich getötet. Bedauern Sie mich nicht,
ich habe es nicht verdient. Adieu, Lemmy Caution. Verzeihen Sie,
dass ich Sie belästigt habe. - Sie hat Selbstmord begangen!
Heben Sie das Tonband gut auf, Mirko. Selbstmorde werden polizeilich untersucht.
Wenn es Selbstmord ist! - Sie hat's Ihnen doch eben selber gesagt.
Wenn das auf dem Band Claudia war. - Ich schwöre Ihnen, es war ihre Stimme.
Eine flüsternde Stimme ist nicht mehr zu erkennen, kleiner Grashüpfer.
Caution! Ich bin Neurologe. Ich habe Madame Ferguson behandelt.
Sie war das Schulbeispiel einer Frau pessimistischer depressiver Lebenshaltung.
Das sind andere auch und töten sich nicht. - Wir wollen Tatsachen!
Wir waren verabredet, sie hatte mir was zu sagen. Warum sollte sie sich vorher töten?
Sie haben eben gehört, dass Claudia krank war. Und Kranke pfeifen auf Logik.
Und die Plastikspulen von Tonbändern auch. Dieses Ding fiel mit Claudia 20 m tief...
und zerbrach nicht. Finden Sie das nicht merkwürdig?
Dafür gibt es nur eine Erklärung.
Claudia legte das Tonband auf die Steine, kletterte die steile Klippe herauf...
und dann sprang sie so runter, dass sie ja nicht drauffällt.
Das können Sie einem Oberlehrer erzählen. So dumm ist der liebe Lemmy nicht.
Und was ist es Ihrer Meinung nach? - Meiner Meinung nach ist es Mord,
Knusperschote. Das braucht bloß noch einer von euch zuzugeben.
(Musik)
Fahr ruhig weiter, wir sind sowieso schon genug aufgefallen.
Auf alle Fälle ist niemand hier. - Claudias Leiche brachten sie nach Nizza.
Die wollen sie auf Eis legen. Ihre Freundinnen sind wohl mitgefahren.
Das sind sie ihr schuldig. - Glaubst du, eine Freundin tötete sie?
Vielleicht hat sie zu viel geplaudert.
Dieser Vollidiot ist wohl blind? - Kopf weg!
(Schüsse)
Hast du den Namen lesen können? - Unmöglich. Es war zu weit weg.
Jetzt werden wir dein schönes Boot wohl zum Kunststopfen bringen müssen.
Knapp verpasst. Er zielte gut, aber... - Ja, er hat Pech gehabt.
Du bedauerst ihn? Da fängt das Theater an. Ich hörte mal was von "amüsanten Ferien".
War das vielleicht nicht amüsant?
Hat jemand nach uns gefragt, Marie? - Nein, Madame. Nur Ihr Onkel.
Er wartet auf der Terrasse. - Welcher Onkel?
Ich weiß nicht, Madame. Ein netter Herr. Er kniff mich in den Popo und sagte:
"Ich bin der liebe Onkel Lemmy." Ist der süß!
Ah, da sind ja die lieben Perlzwiebelchen! Ihr habt mir schon sehr gefehlt.
Danke, Marie. Sie können gehen. - Oh, warum das?
Die Kleine ist viel süßer als ihr. - Gehen Sie!
Nachdem Claudias Selbstmord offiziell feststeht. Wenn Sie in 5 Minuten...
noch hier sind, ruf ich die Polizei! - Genehmigt.
Dann sagen Sie der auch gleich, dass man heut Morgen versucht hat, mich zu töten.
Machen Sie wieder Witze? - Natürlich nicht.
Irgendein lieber Mensch muss mich mit einer Wildente verwechselt haben.
Haben Sie nicht zufällig unter Ihren Bekannten einen, der schielt?
Sie nehmen doch wohl nicht an, dass wir etwas damit zu tun haben könnten?
In Ihrem Beruf dürfte es eine Menge Leute geben, die sich über Ihre Todesanzeige...
bestimmt sehr freuen würden. - Und warum sollen das nicht 3 Damen...
aus der halben Welt sein? - Glauben Sie, wir wären so dumm,
uns Ihrem Mörder in die Hände zu geben? - Mörder sind manchmal zauberhaft.
Sagen Sie uns endlich, was Sie wollen! - Die Wahrheit. Das, was Claudia...
mir sagen wollte, erzählen Sie mir jetzt. Wenn nicht, gehen wir zusammen zum Kadi.
Bravo! Eine Erpressung! - Denken Sie 24 Stunden nach.
Ich bin morgen pünktlich wieder da. Programm: Whisky und Wahrheit.
Vielen Dank, Perlzwiebelchen, ihr wart wieder mal hinreißend!
Was heißt das? Ich muss mich drauf verlassen können!
(Hupen)
Hey, Admiral!
Was wollen Sie? Ich muss arbeiten. - 'n Interview fürs Sonntagsblatt des FBI.
Sie sind nicht komisch. Verschwinden Sie! Ich hab genug von Ihrer Visage.
Das sagt man so hin, und ehe man sich's versieht, hat man sich dran gewöhnt.
Gibt's hier eine Ecke, wo einem nicht das Trommelfell platzt? - Meinetwegen.
Machen Sie's kurz, ich hab keine Zeit. - Es dauert 1 Minute. Sagen Sie mir,
warum Sie Claudia von der Klippe stürzten? War sie Ihnen vielleicht im Weg,
als Sie den Silberschein des Mondes auf den Wellen bewundern wollten?
Wenn Sie nicht sofort aufhören, stopfe ich Ihnen den Mund. Und wo ich hinhaue,
wächst kein Gras mehr! - Angeber! Ich wüsste was Amüsanteres...
als mich mit Ihnen zu prügeln wie ein Schuljunge. Außerdem hab ich Ferien!
Für mich sind Sie ein ganz gewöhnlicher Polizeibulle. Wenn Sie niemanden...
verdächtigen können, sind Sie unglücklich. Aber halten Sie das nicht für fein.
Du sagst das so laut und überdeutlich, dass ich mir dich genauer ansehen muss.
Caution, wenn Sie wirklich annehmen, dass ich mit Claudias Tod was zu tun habe,
kann ich Ihnen nur raten, gehen Sie zum Augenarzt! Sie hat mir mal gefallen.
Was besagt das? Ich hatte mal eine Braut, die hatte mir auch gefallen. Und ich ihr.
Was hat das mit uns zu tun? - Dass das, was einem gefällt,
zuweilen fällt. - Was hat Ihre Philosophie mit mir zu tun?
Siehst du, deshalb bin ich hier. Da haben wir diese Hand voll Sand.
Damit wollte mir Claudia ihren Mörder verraten.
Sprechen konnte sie ja nicht mehr. Sie hatte Sand in der Hand,
der rieselte ihr durch die Finger. - Und?
Sie sind leitender Ingenieur auf der Sandwerft und wohnen in der Sandstraße.
Blödsinn! Würde ich in der Bahnhofstraße wohnen, was hätte sie dann gemacht?
Dann hätte sie eine Lokomotive in der Hand gehabt. 20 nach 5.
In Ihrem Whisky werden Sie sicher auch bloß Sand haben. Dann geh ich lieber.
Guter Einfall, verschwinden Sie!
Komische Flinte. Spielen Sie damit U-Boot? - Eine Unterwasserharpune aus Schweden.
Für einen meiner Kunden. - Nicht anfassen, das ist gefährlich.
Sie sollen sie nicht anfassen!
Etwas mehr nach links und Sie hätten mich gesalzen und mit Kümmel bestreut...
in die Backröhre schieben können. - Ich warnte Sie. Sie wussten's ja besser.
Wenigstens ist die Spitze nicht abgebrochen. Das ist die Hauptsache.
Lassen Sie sich 'ne neue Kluft bauen, und schicken Sie mir die Rechnung.
Meine Rechnungen bringe ich immer selber. Bei Ihnen sind's jetzt schon 3.
Eine für den Tod Claudias, die 2. für mein Jackett...
und die 3. für die Löcher im Boot. - Verstehe ich nicht.
Heute Morgen versuchte ein lieber Mensch, auf mich Entenjagd zu machen.
Und er traf Sie nicht? Schönes Würstchen. - Das ist ja die Pleite. Es gibt zu viele
Würstchen auf der Welt und zu wenig Senf.
Nicht aufregen, Kommissar, das sind doch für dich keine Probleme. Du donnerst...
eine Bombe da rein, dass es nur so bumst. - Schon so gut wie geschehen.
Mach inzwischen die Scheine locker. - Aber tritt nicht über.
Hey, schieb nicht daneben, sonst verliert unsere Mannschaft. Das kostet eine Runde.
Ruhig jetzt, ich muss mich konzentrieren. - Guten Tag, Monsieur Kommissar.
Ist das die Möglichkeit? Ich soll einfach nicht zum Schuss kommen!
Ich bin Lemmy Caution und wollt Sie sehen. - Sehen Sie mich an, so lange Sie wollen,
Mr. Caution, aber bitte 1 Minute Ruhe.
Hast du das gesehen? - Das soll mir erst mal einer nachmachen!
Die Dicken haben immer das meiste Glück.
Bravo! - Das mach ich mit der linken Hand.
Zweimal Pernot für uns. - Nein, für mich einen Whisky.
Jeder säuft sich auf seine Weise zu Tode. Einen Pernot und einen Whisky.
Aber lauf nicht zu schnell, du könntest hinfallen.
Kommissar, ich wollt Sie fragen, ob... - Warum denn überstürzen, Mr. Caution?
Sitzen wir nicht prächtig hier? Ist kolossal beruhigend.
Stellen Sie sich vor, nicht ein Mordfall in den letzten Jahren. Nicht mal...
Rauschgiftschmuggel oder ähnliche Sachen. Nicht mal der kleinste Bilderdiebstahl...
in unsere städtischen Galerie. Aber unglücklicherweise...
scheint sich das jetzt zu ändern. Da haben wir zuerst eine handfeste Schlägerei...
in dem Restaurant Bella Vista.
Ein Etablissement, das immerhin einen Stern im Baedecker führt. Geben Sie zu,
dass das einem das Herz blutend macht. - Ja, ja.
Und wo ist der Whisky für Mr. Caution? - Nach dem wird gesucht.
Das ging ja noch an, aber es kommt noch viel schlimmer. Der Selbstmord...
einer jungen Dame aus 1. Gesellschaft. Das ist nun wirklich eine Katastrophe.
Hätte es nur wenigstens damit aufgehört, aber nein, heute wird mir berichtet,
dass in der Fischerbucht ein Motorboot auf ein anderes Boot geschossen hat.
Nun werden plötzlich Seeschlachten modern. Das hat mir noch gefehlt.
Und das alles in 3 Tagen, Mr. Caution. Genauer gesagt: seit Sie hier sind.
Pardon. - Natürlich sag ich damit nicht,
dass das alles auf Ihr Schuldkonto geht. Pure Zufälle, weiter nichts.
Das Dumme ist bloß, die Zufälle häufen sich etwas plötzlich. Verstehen Sie?
Ja. In 4 Tagen wird nur noch die Erinnerung an mich da sein.
Noch 4 Tage? Wie viele Unfälle werden da noch passieren?
Keiner, soweit es von mir abhängt. Ich muss Sie um eine Information bitten.
So lang läuft der Hase. Was für eine? - Postalisch.
Es geht um ein Telefonat. Ich muss wissen, ob vorgestern Abend die Villa Caprice...
vom Flugplatz aus angerufen wurde. - Gibt das schon wieder Geschichten?
Nein, ich will nur mit einer Freundin einen kleinen Jux machen.
Gut. Wenn ich die Auskunft habe, rufe ich Sie bei Ihrem Freund Dombie an.
Sie sind eine Bombe, Monsieur Kommissar. - Warten Sie, Ihr Whisky. Bernadette!
Was ist mit dem Whisky? - Wir haben keinen. Wir hatten nie Whisky.
Aber wenn Sie wollen, ich habe welchen auf meinem Zimmer.
Dombie, zu Hilfe! Ich sterbe vor Durst. - Er ist nicht da.
Die bezaubernde Madame Françoise Zacchary persönlich.
Tut mir Leid, Sie zu stören, aber es war nötig.
Sie stören mich kein bisschen. Sie haben mich nur überfahren.
Wie hübsch so was sein kann. Ist das reine Wolle?
Unter anderen Umständen würden Sie mir sehr gefallen, Mr. Caution, aber so...
Ich muss mit Ihnen über Claudia sprechen. - Das Verhör war erst für morgen geplant.
Sie haben den Termin vorverlegt, bravo.
Ich bin hier, um Ihnen ein Geheimnis anzuvertrauen. Claudias Geheimnis.
Mit Ihrem kriminalistischen Scharfsinn würden Sie es sowieso herausbekommen.
Claudia hatte einen Liebhaber.
Ein gefallener Engel also. Und die Einzelheiten?
Die Geschichte lag vor ihrer Hochzeit. In London lernte sie Bill Ferguson kennen.
Die berühmte große Liebe, die alles andere auslöscht.
Ich verstehe, bis auf die Briefe. - Sie haben Recht, bis auf die Briefe.
Claudia hat den anderen aufgeben. Er hat sie verfolgt.
Wahrscheinlich verbunden mit der Drohung, die besagten Briefe dem Ehemann...
zukommen zu lassen. - Er erpresste sie.
Bill hätte seiner Frau diesen anderen Mann nie verziehen. Claudia wusste das.
Sie hat sich fügen müssen. - Eine Frau schützt einen Mann,
den sie liebt, indem sie den schützt, den sie hasst. Verrückte Welt.
Sie glauben, das wollte sie mir sagen? - Ja. Und das war auch der Grund...
für ihren Selbstmord. Denn es war Selbstmord.
Sie wissen natürlich, wer dieser andere Herr war. Wie heißt er?
Ist das wirklich nötig? - Und wie.
Hugo Bernier. Der Junge, der neulich mit uns im Restaurant war.
Der hübsche Schwarze? Und ich hab gedacht, das wär ein Spielfreund von euch.
Wir haben ihn manchmal getroffen, aber nur weil Claudia es wollte.
Wir taten, als wüssten wir nichts davon. - Und mit derselben Großmut...
habt ihr sie gekillt. - Hugo liebte Claudia auf seine Weise.
Man wählt den Menschen nicht aus, den man liebt. Auch nicht, wie man liebt.
Aber eine Art gibt's doch sicher, die Sie im Moment besonders lieben.
Verraten Sie sie mir, das wäre nett. - Lemmy Caution, Sie sind 'n frecher Kerl.
Ich bin nicht Claudia. Und Sie sind nicht Hugo Bernier.
Och, nur einen kleinen Versöhnungskuss. Das ist in unserem Stamm so üblich.
Gott, wie dumm wir Frauen sind.
Ich müsste Sie eigentlich hassen. Aber...
(Auto fährt vor)
Das ist mein Freund Dombie. Du gehst da durch, da sieht er dich nicht.
Bis heute Abend, Chérie. - Nein!
Aber sicher. Heute Abend geht's erst los. - Also gut. Aber nicht vor 11.
Bei der Villa, in dem kleinen Bungalow mit dem Bootssteg. Aber bitte diskret.
Da geht sie hin und singt nicht mehr. - Welche war's?
Françoise Zacchary. - Hast du was rausgekriegt?
Eine Menge. - Ich auch! Weißt du,
wer uns heute früh ins Jenseits befördern wollte? Weißt du, wem das Boot gehört?
Einem Lehrer vom Golfplatz. - Ziemlich überraschend, aber amüsant.
Ein Kollege von den 3 Grazien: Hugo Bernier. Jetzt bist du platt.
Ah... der kleine Schimpanse.
Dem klopf ich gleich die Flöhe aus.
Da ist ja unser Liebhaber.
Sie kennen Mr. Caution persönlich? Wenn Sie wüssten, wie ich Sie beneide.
Entschuldigen Sie mich 'n Moment. Ich muss 'n neugierigen Zaungast rauswerfen.
Bin gleich zurück. - Gib mir 'n Schläger.
Gewonnen.
Guten Tag. Wie geht's denn? - Was haben Sie hier zu suchen? Gehen Sie.
Gestatten Sie, dass ich meinen Sieg begieße?
Nicht schlecht, dein Laden. Das sind also deine Jagdgründe.
Darf ich fragen, was Sie das angeht? - Es fehlt nur noch das Foto von Claudia.
Elender Schnüffler. Aus wem haben Sie das inzwischen rausgequetscht?
Ich bin begabt. Was hast du an dem Abend gemacht, als sie von der Klippe stürzte?
Ich war hier, im Bett, mit warmen Umschlägen auf dem Bauch.
Sie schlugen mir ja den Magen halb ein! - Ach, das warst du? Was dich aber...
nicht daran hinderte, schon heute Morgen wieder 'ne Runde mit dem Boot zu machen.
Ich treff eine Nuss auf 20 m, Caution. Hätte ich Sie wirklich treffen wollen,
wären Sie jetzt tot. Ich wollte Ihnen bloß ein bisschen Angst machen.
Und auch Claudia wolltest du bloß Angst machen?
Sie nerven. Das ist mein Privatleben. Gehen Sie oder ich werde handgreiflich.
Kannst du mir das vormachen?
Bravo, Herr Lehrer. 1:0 für die Gasanstalt.
Und jetzt der liebe Lemmy.
Achtung, Achtung, Achtung, Achtung, Achtung...
Ich bin heute gut aufgelegt, was?
So, mein Hühnchen.
Das war für die Schießerei. War doch lieb von mir. Und nun reden wir über Claudia.
Du hast sie erpresst, nicht wahr? - Das ist nicht wahr, sie liebte mich!
So kann man es auch nennen. Du hast ihr gedroht, ihrem Mann Briefe zu schicken.
Und ab und zu hast du sie verdroschen, hm? - Ich hab sie nie geschlagen, mein Wort!
Au!
Und die Narbe an ihrer Hüfte, war das auch das, was du unter Liebe verstehst?
Ich schwöre, dass ich's nicht war. Als Kind hat sie 'n Unfall gehabt.
Sie hat's mit selber erzählt. - Wo sind die Briefe? Guck mal!
Im Wandschrank. Unter der Wäsche.
Bin ich 'n Golfball? Du hast Schwein, Junge. Wäre ich nicht so verträglich,
hätte ich jetzt zuhauen müssen.
(Musik)
(Spannende Musik)
Bonsoir, Mr. Caution. Enttäuscht?
Nein, Mrs. Dillingfort, entzückt. Ich habe Überraschungen immer gern.
Haben Sie mich Ihrer Freundin Françoise abgekauft oder haben Sie sie inzwischen
auch von der Klippe gestürzt? - Sie werden geschmacklos, Lemmy.
Françoise hat sich's in letzter Minute anders überlegt und hat mich gebeten,
Sie zu empfangen. Unter Freundinnen sind so kleine Gefälligkeiten nicht abwegig.
Ich hoffe, Sie sind nicht schockiert? - Da kennen Sie mich aber schlecht.
Meine Großzügigkeit auf diesem Sektor verkraftet auch 2 Damen.
Natürlich. Sind Sie mit dem Boot gekommen? - Ja, unter den gegebenen Umständen...
hielt ich's für romantischer, für besser, für poetischer.
Wenn sie Whisky suchen, im Schrank hinter Ihnen. Ich hab ihn wohl temperiert.
Verführerin!
Nuckeln Sie einen mit? - Warum nicht.
Wissen Sie, ich fange an zu begreifen, was Françoise meinte, als sie sagte,
sie hätte Angst, mit Ihnen alleine zu bleiben. Es stimmt,
Sie sind wirklich ein anziehender Mann. Ungefähr so anziehend wie ein Abgrund.
Fürchten Sie sich vor Schwindel? - Ja, aber man kann lieben,
was man fürchtet. Oder fürchten, was man liebt.
Wie es bei Claudia und Hugo Bernier war. - Sie wissen ja über alles Bescheid.
Über den Besuch, den Ihnen Françoise heute abgestattet hat? Aber natürlich,
solche Geheimnisse existieren für uns nicht. So wie ich Sie einschätze,
haben Sie mit Hugo gesprochen? - Wissen Sie für ihn 'n Gesichtsplastiker?
Der läuft sich sonst nach einem die Hacken ab.
Sie haben ihn geschlagen? - Ich hab aus Versehen danebengelangt.
So was kommt vor. - Sie dachten wirklich an Claudias Briefe.
Sie sind ein Schatz, Lemmy. - Sie wollten sagen, ein Dummkopf.
Oder noch was Dümmeres. - Ich versteh nicht, was meinen Sie damit?
Ihr Hugo war niemals Claudias Liebhaber. - Wie kommen Sie darauf?
Bernier hat es mir selber geflüstert. - Das ist nicht möglich.
Der liebe Hugo hat sich verplappert, als ich ihn nach der Narbe fragte,
die Claudia an der Hüfte hatte. - Welche Narbe? Claudia hatte gar keine.
Eben. Wenn er auch nur einziges Mal ihr Liebhaber gewesen wäre,
hätte er es ja wissen müssen, oder? Tja, er hat es nicht gewusst.
Denselben Trick, den mach ich öfter. Und immer hab ich damit denselben Erfolg.
Geschickt gemacht. Ich bescheinige Ihnen überdurchschnittliche Intelligenz.
Schon unheimlich, was? Es gibt Momente, da jage ich mir selber Angst ein.
Sie sind aber auch 'n ganz schöner Giftzwerg. Ihr Trick hätte mich...
beinah aufs Kreuz gelegt. Sie müssen Ihren Spielfreund Hugo gut in der Hand haben.
Och, das war nicht schwer. Er hasst Sie, und er braucht Geld. Viel Geld.
Wir gaben ihm alte Briefe von Claudia. Jeder andere wäre darauf reingefallen.
Aber ich bin nicht wie jeder andere. Sehen Sie sich meine Filme an.
Schwamm drüber. Was spielen wir jetzt? - Wir spielen nicht mehr, Mr. Caution.
Sie sind ein zu schwieriger Partner für mich. Sie wissen sicher die Bedeutung
der Position einzuschätzen, die mein Mann innehat. Ich habe guten Einfluss auf ihn.
Wenn Sie sofort aufhören, Ihre Nase in meine Angelegenheiten zu stecken,
verspreche ich Ihnen eine Blitzkarriere beim FBI. Ich halte, was ich verspreche.
Hören Sie nicht auf, uns zu belästigen, bringe ich Sie in 14 Tagen um Ihr Amt.
Mit anderen Worten: Ich habe die Wahl zwischen dem Posten eines städtischen
Straßenfegers und dem des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika.
So ungefähr, ja.
Auf Wiedersehen, Mr. Caution. - Will man einer hungrigen Bulldogge...
'n Knochen entreißen, den sie im Maul hat, muss man die Kinnlade mit abreißen.
Und so ist's bei mir. - Lemmy, ich flehe Sie an!
Man wird Sie umbringen, und wir können es nicht verhindern.
Bringen Sie mir dann Blumen auf mein Grab? Trotzdem danke für den Wink.
Verzeihung, Madame, fast hätte ich's vergessen.
Ihr Mann macht bestimmt nicht, was Sie wollen.
Du hast getan, was du konntest, Chérie. - Dieser Dummkopf!
Frau über Bord, Mr. Caution.
Venus persönlich entsteigt den Wellen, die Schaumgeborene.
Damit fing der ganze Ärger ja an. Sagen Sie bloß, Sie warteten auf mich?
Warum nicht? Ich wusste, das Marie-Christine beschlossen hat,
Sie in ein seriöses Gespräch zu verwickeln. Mich langweilt alles Seriöse.
Ach, nein?
Morgen früh gibt es ein schönes Schiff, dass nach Ajaccio ausläuft.
Sie werden's nicht glauben, ich war noch nie auf Korsika.
Sie könnten morgen mit mir dorthin fahren. - Seit wann werden erzwungene Abreisen...
mit so süßen Prämien versüßt? - Es war bloß eine Idee,
die mir beim Schwimmen kam. Kein guter Einfall?
Er ist das Tüpfelchen auf dem "I". Die Erste belügt mich,
die Zweite droht mit Mord und Totschlag, und die Dritte will mich entführen.
Schade, dass du nicht noch 5 Freundinnen hast.
Sie lehnen das Angebot ab? - Nein, ich würd's nur gern verschieben.
Ich sagte, morgen früh. Morgen oder gar nicht.
Lässt sich da kein Kompromiss finden? - Nein.
Tja, dann hab ich Pech gehabt. Schlaf gut.
Also, was ist? Bleiben Sie immer noch beim Nein? - Immer noch.
Wenn's mir auch schwer fällt, aber es muss sein.
Sonst müsste die Welt ab morgen jedes Jahr den Lemmy-Caution-Gedächtnistag feiern.
Dann tut's mir Leid. Sie sind ein Narr.
Bis morgen, Knusperstute, beim fröhlichen Verhör.
Eher könnte man einen Eisschrank bezirzen. - Morgen kommt er wieder,
und wir müssen sprechen. - Wir könnten noch was anderes versuchen.
Und was? - Geld.
Das wird er nie annehmen. - Warum nicht? Er hat im Moment...
keinen Auftrag und wird sicher schweigen. - Lemmy Caution lässt sich nicht kaufen,
er lässt sich auch nicht übers Ohr hauen. So was lässt sich nur töten.
(Motor streikt)
Na, das ist vielleicht ein Herzchen.
Es ist spät geworden, ich geh schlafen. - Ich auch.
Ob... ob das sein Boot war? - Du hast es doch eben noch gewünscht.
(Hämmern an der Tür) Hey, hey, hey!
Ich komm ja schon, langsam!
Hey!
Na endlich. - Du bist's. Wie siehst du denn aus?
Was ist passiert? - Man hat mir 'ne kleine Bombe eingebaut.
Ich hab noch nie so viel Wasser gesoffen. - Die Explosion eben, das warst du?
Du wirst es nicht glauben, aber so ist es. - Und wie kommt's, dass du noch lebst?
Purer Kalkulationsfehler meiner Freunde. Ich war schon 500 m weg vom Boot,
da hat's erst "bumm" gemacht. - Und mein Kahn?
Der spielt Haifisch. - Du sagtest ja, dass es lustig wird.
Na, wie bin ich zu dir? - Der Kahn ist egal, der ist gegen Brand,
Diebstahl und Sinken versichert, aber du dummes Miststück? Schon das 2. Mal!
Du lebst nur auf Kredit. Ruf die Polizei! - Das wäre Claudia gegenüber gemein.
Dazu war sie viel zu süß. - Du warst ja schon gemein zu ihr.
Weil du alles ins Rollen gebracht hast. Da war ein Anruf für dich.
Der Kommissar. Wegen der Auskunft, um die du gebeten hast. Es wurde angerufen:
vom Flugplatz zur Villa Caprice. Man hat dich überwacht.
Man wusste, du bist nicht abgereist, und warf das Mädchen kurzerhand runter.
Wer ist "man"? - Keine Ahnung. Hast du 'ne Ahnung?
Ja und nein. An dem bewussten Abend waren alle da,
außer dem kleinen Schimpansen. (Telefon)
Bitte? Ja, das ist hier.
Nein, Mr. Lemmy Caution ist noch nicht nach Hause gekommen.
Mit wem spreche ich bitte, Madame?
Die liebe, kleine Sophie. Zauberhaft, wie die sich nach mir sehnt.
Bei dem Fahrer des Bootes handelt es sich um den bekannten Sonderagenten des FBI...
Lemmy Caution. Seine Leiche wird weiterhin gesucht. Die örtliche Polizei...
glaubt nicht an ein Verbrechen. - Armer Lemmy. Er muss einen...
schrecklichen Tod gehabt haben. - Er würde uns allerhand Schaden zufügen,
wenn er noch leben würde. Durch ihn hätten wir alles verloren.
Was können wir denn noch verlieren? - Willst du enden wie Claudia? Ich nicht.
Ich will weiterleben. - Findest du, Claudia hatte Unglück?
Für sie ist alles vorbei. - Hallo, Perlzwiebelchen!
Falls ihr gerade meine Leichenrede gehalten habt, sind hoffentlich...
nur nette Dinge über mich gesagt worden.
Sie leben noch? - Ja, es tut mir Leid.
Wo kommen Sie her? - Vom Meeresgrund.
Das ist meine neue Adresse. Aber jetzt Schluss mit den Späßen.
Ich hab schon zu viel Geduld gehabt. Jetzt wird ausgepackt.
Also Ohren auf, meine Perlzwiebelchen.
Das war bereits das 2. Mal, dass man versuchte, mir meinen Whisky zu versauern.
Wenn ihr immer noch nicht reden wollt, werde ich mit der Polizei reden.
Und zwar sofort. - Sie haben gewonnen, Mr. Caution.
Marie-Christine, schweig! - Es hat keinen Zweck.
Aber du darfst nichts sagen, überleg doch! - Wir haben nichts mehr zu verlieren.
An diesem Abend vor 6 Jahren, da fing es an.
In dieser Hafenkneipe in Toulon.
Zu der Zeit waren wir noch nicht verheiratet. Damals haben wir mit Vorliebe
die kleinen Bars und Restaurants in der Hafengegend unsicher gemacht.
Irene hatte immer was dagegen, aber an dem Abend wollte sie unbedingt mitkommen.
(Lemmy) Irene? Das war die Fünfte?
(Marie-Christine) Ja, das war die Fünfte.
Dann kam Jacky und setzte sich an die Bar. Wir kannten nur seinen Vornamen.
Jeder von uns hatte auch zwei-, dreimal mit ihm getanzt.
Er kam an unseren Tisch und fragte uns, ob wir nicht Lust hätten,
den Abend bei Freunden von ihm zu verbringen. In einer Villa in der Nähe.
Da sollten Wunderdinge passieren.
(Unverständliches Gespräch)
(Musik)
Wir waren zuerst sehr enttäuscht. Es schien eine Party zu sein...
wie alle anderen. Das war nichts Neues für uns. Es war jedes Mal dasselbe.
Wir kannten das alles schon auswendig. Als wir dann weggehen wollten,
hielt uns Jacky zurück und - wirklich - wenig später ereignete sich das Wunder.
(Lemmy) Und Irene hat es auch ausprobiert?
(Marie-Christine) Ja, sie auch. Zuerst wollte sie weglaufen,
aber wir anderen haben sie ausgelacht.
Schließlich hat sie mitgemacht.
Wie ich vermute, war das Ende furchtbar.
Ja, Mr. Caution. Es war furchtbar.
Irene war immer etwas kränklich. Sie hatte einen Herzfehler, der sich ab und zu...
unangenehm bemerkbar machte. Als wir fahren wollten, wurde ihr schlecht.
Der kalte Schweiß brach ihr aus, sie musste erbrechen und fiel in Ohnmacht.
Wir mussten sie bis zum Wagen tragen. Sie sah furchtbar aus.
Sie war kreidebleich. - Wir hofften, die frische Luft hilft ihr.
Marie-Christine fuhr schnell, alle Fenster waren auf. Zwischen Bormes und Lavandou...
greift sich Irene plötzlich ans Herz. Eh wir helfen können, bricht sie zusammen.
Wir waren halb verrückt vor Angst. Irenes Tod bekannt werden lassen, hieße,
die genauen Umstände ihres Todes preisgeben. Ein fürchterlicher Skandal!
Da fiel uns ein, dass Irene an dem Abend erst sehr spät zu uns gestoßen war.
Außer uns wusste das niemand. - Wir haben ihre Leiche ins Meer geworfen.
3 Tage später wurde sie angeschwemmt.
Die Polizei stellte fest, dass sie beim Schwimmen ertrunken war.
Das stimmt nicht. Tote ertrinken nicht. Man stirbt nicht zweimal.
Wenn die Polizei auf Tod durch Ertrinken schließen konnte, dann nur deshalb,
weil sie Wasser in Irenes Lungen gefunden haben muss.
Sie haben Recht. Man hat Wasser gefunden. - Das heißt, als sie von Ihnen ins Meer
geworfen wurde, war sie noch nicht tot. Also haben Sie Ihre Freundin getötet.
Ja, Mr. Caution. Wir haben sie getötet. - Wir haben's nicht gewusst,
ich schwör's! Ihr Herz schlug nicht mehr. - Gut, ich glaub's.
Wir sagten Ihnen alles, was wir wissen. - Außer dem, was Claudia mir sagen wollte.
Ich meine die Folgen, die Irenes Tod für sie nach sich gezogen hat.
Da kam doch so einiges hinterher, nicht wahr?
Wenn Sie wüssten, wie Sie mich anwidern! - Aber ja, aber ja.
Irene war bald vergessen, und kurz danach haben Sie alle 4 geheiratet.
Aber irgendjemandem ist es gelungen, diese alte Geschichte nach Jahren...
wieder auszugraben und Sie damit zu erpressen.
Ja, Sie haben es erraten, Mr. Caution, wir werden erpresst.
Die wichtigen Positionen, die Ihre Ehemänner einnehmen, waren für Herrn X...
ein gefundenes Fressen. Er hat aus Ihnen 4 wandelnde Mikrofone gemacht.
Sie brauchten weiter nichts zu machen, als sich mit weit offenen Ohren ins...
Ehebett zu legen. Welcher verliebte Mann renommiert nicht gern mit seinen Erfolgen?
Einwände? Wie geht der Halunke vor?
Er gibt uns seine Befehle durchs Telefon. - Wir hinterlegen unsere Informationen...
in Postfächern, die Nummern wechseln ständig. Auch die Postämter.
Unsere Briefe müssen handgeschrieben und unterzeichnet sein.
Claudia gehorchte nicht. 1 Woche später bekam ihr Mann einen anonymen Brief,
der nur aus einem Satz bestand: "Straße von Bormes nach Lavandou,
18. August, 3.30 Uhr früh." - Ort, Datum und Stunde von Irenes Tod.
Von da an wussten wir, unser Erpresser blufft nicht. Er wusste alles.
Das regt mich fast auf. Der komische Vogel weiß die genaue Todesstunde von Irene.
Er weiß wirklich Bescheid. - Natürlich, und wisst ihr auch, warum?
Weil eine von euch ihm alles geflüstert hat, deswegen.
Sie spinnen! - Eine gemeine Unterstellung.
Mit anderen Worten: Sie beschuldigen eine von uns, die anderen erpresst zu haben.
Erraten. Claudia musste sterben, weil sie wohl zufällig entdeckt hatte,
wer von euch dreien das große Schwein ist. Und der gebe ich den guten Rat:
Mädel, wasch dir den Hals für 'n Henker! Und noch was: Spionage,
das ist nichts für kleine Mädchen.
Wo gehst du hin? - Mich umziehen, warum?
Bleib, ich muss mit euch reden. - Worüber? Ich hab genug von dem Theater!
Wir sprachen schon so oft darüber, wie das an dem Abend von Claudias Tod war.
Und wir stellten fest, dass Mirko und Hugo einen Teil des Abends allein waren.
Jede von euch hatte eine Entschuldigung, die beiden allein gelassen zu haben.
Du dein Aspirinröllchen und du deinen verlorenen Lippenstift. Schöne Alibis!
Und dein Kommodenschub, der 20 Minuten nicht aufging? - Das kommt vor.
Ja. Aber du wirst zugeben, dass wir alle 3 so viel Zeit hatten, auf die Klippe...
zu gehen, Claudia herunterzustoßen und wiederzukommen. Das wollte ich nur hören.
Diese Weiber, noch dazu von den oberen 10.000! Und so viel Dreck am Stecken!
Was ist? Was gibt's zu lachen? - "Was ist, was ist", guck in den Spiegel,
da wirst du sehen, was ist. - Ach, mein Dreck geht ab.
Ich glaube nicht, dass eins von den Mädchen Claudia umgebracht hat.
Warum nicht? Eine Freundin mit besten Grüßen von der Klippe zu stürzen...
ist doch typische Frauenarbeit. - Und was ist mit Claudias Hand voll Sand?
Die weist nun nicht mehr auf Mirko hin? - Vielleicht ja, vielleicht nein.
Du möchtest wohl gleich 2 aufhängen? - Es wär ein Abwasch. Eins ist klar:
Eine von den 3 Hübschen hängt mit drin. Frage ist, mit wem?
Ich tipp auf Mirko. Um so ein Ding drehen zu können, muss man ein ganz schönes...
Gewicht haben. Und Mirko wiegt einiges. - Spionage wird mit dem Kopf gemacht,
nicht mit dem Bizeps. - Kopf hat er auch. Und was für einen!
Und er hat seine Kähne. Er kann rumfahren, so viel er will. Das ist praktisch,
um gewisse Sachen weiterzugeben. - Der Pastis bekommt dir wohl doch prima.
Ich hab Freunde bei der Wasserpolizei. Die sollen Mirko mal tüchtig durchfilzen.
Nein. Ruf lieber in einer Viertelstunde Dr. Nollet an und sag ihm,
Mirko ist krank. - Mirko ist nicht krank.
Vertrau mir. Bis der Doktor da ist, pfeift der Ärmste auf dem letzten Loch.
Salut, Chef. Ich habe mir schon Sorgen gemacht. Sie waren ziemlich lange weg.
Ach, hab 'ne Panne gehabt. - Schon wieder?
Schick mir morgen früh den Elektriker. Dem Kerl zieh ich die Hammelbeine lang.
Wird gemacht, Chef. Eh ich's vergesse: Madame Dillingfort hat angerufen.
Es wär wegen der Verabredung morgen. - Ja, ich weiß, danke.
Ich hatte Mühe, den Whisky zu finden, aber wenn Sie sonst nichts verstecken,
bin ich vielleicht doch aufm Holzweg. - Was wollen Sie schon wieder, Caution?
Ich weiß 'n paar neue Witze. - Ich hab einen harten Tag hinter mir.
Sie nerven mich, hauen Sie ab! - Lassen Sie sich Ihren Blutdruck messen.
Neulich wollt ich mich nicht vor meinen Leuten schlagen, verehrter Mr. Caution.
Aber heute wären nur Sie und ich da. - Allein, wieder allein.
Raus mit Ihnen! - Werden Sie nicht leichtsinnig,
diesmal haben Sie kein U-Boot bei sich.
Kalte Pistolen schießen schlecht. Ich hab sie angewärmt.
Besten Dank. Und jetzt scheren Sie sich raus!
Ich hab noch die Bonbons.
Und wenn ich Sie verkohlt habe? Wenn die Tüte leer ist?
Lassen wir die Sachen fallen.
Ja, was ist denn mit dir?
Ist dir nicht gut? So einen großen Schnabel und verträgt so wenig.
Caution! Lassen Sie ihn los!
Mit Vergnügen, Doktor, aber ich fürchte, er wird fallen.
Sehen Sie?
Sie sind verrückt, Sie hätten ihn umbringen können.
Aber nicht doch. Außerdem ließ ich Ihnen doch sagen, dass er krank ist.
Sie hätten eben früher kommen müssen. - Es hat ihm die Luft genommen.
Sie hatten Glück. Was ist los? - Ich wollte mit ihm über Claudias Tod...
sprechen. Das heißt, er sollte mir was erzählen. Leider wurde nichts draus.
Claudias Tod? Was hat Mirko damit zu tun? - Mit ihrem Tod wahrscheinlich nichts.
Also warum? - Er hat Claudia vielleicht nicht getötet,
aber vielleicht hat er sie erpresst, sie und ihre 3 Freundinnen.
Aber auch das muss nicht stimmen. - Erpresst? Soll das bedeuten,
jemand übt auf die Damen einen Zwang aus? - Ja. Man nennt das wohl Spionage.
Spionage? Ich glaub, Sie sehen Gespenster. - Der liebe Lemmy glaubt nur, was er weiß.
Und jetzt weiß ich...
dass dieser Kümmelbart der Schlüssel zu allem ist.
Sie haben einen Vogel im Dachgeschoss. - Schon möglich.
Und der frisst Fliegen wie dich.
Ich geb ihn in Ihre Obhut. Wenn er wieder in Ohnmacht fällt, soll er das schlucken.
Jede Stunde zwei, hilft großartig.
Da ist eine von den dreien. - Welche?
Ich halt sie nicht auseinander. - Und so was war bei der Polizei.
Ah.
Guten Tag, Mrs. Dillingfort. Kommen Sie, um Ihr Geständnis zu unterschreiben?
Warum müssen Sie immer Witze machen, Lemmy? Ich habe Sie gesucht,
weil ich beunruhigt bin. Mirko ist weg. - Was, Mirko ist verschwunden?
Das muss begossen werden! Wie und wann?
Ich war heut Morgen mit ihm verabredet, aber er kam nicht. Ich rief bei ihm an,
da war er auch nicht. Auf der Werft weiß auch niemand, wo er sein kann.
Die Leute machen sich Gedanken. Zum 1. Mal seit 10 Jahren kam er nicht zur Arbeit.
Dr. Nollet hat mir am Telefon gesagt, Sie hatten eine furchtbare Szene mit ihm.
Ach... Dr. Nollet übertreibt. Er hat ein steifes Genick, da hab ich ihn massiert.
Sie haben ihm Angst gemacht. - Ich hab ihm ein Märchen erzählt.
Und er hat's geglaubt. Eine schöne Flucht ist fast so gut...
wie ein unterschriebenes Geständnis. - Sie glauben, er fühlte sich entdeckt.
Sie vielleicht nicht?
Doch. - Und wie sieht der Onkel Doktor den Fall?
Er ist der gleichen Ansicht. Und was geschieht jetzt?
Werden Sie die Polizei informieren? - Tja, das ist die große Frage.
"Sein oder nicht sein", wie in Goethes Räubern. Wir nähern uns dem Höhepunkt,
der Rest ist Pfiff. Bräuchten Sie nur auf einen Knopf zu drücken, damit Onkel Lemmy
für immer verschwindet, was würden Sie machen? Auf den Knopf drücken?
Wenn Sie mich so fragen: Ich würde drücken.
Seien Sie beruhigt, ich werde die Polizei nicht rufen.
Jedenfalls so lange nicht, solange ich nicht Claudias Mörder gefunden habe.
Sie brauchen Ihre Zeit nicht darauf zu verschwenden, den Knopf zu suchen,
den Sie drücken wollen. Er ist noch nicht da.
Was hör ich, Mirko ist verduftet? Besser konnt's gar nicht gehen.
Mensch, hast du ein Schwein! - Und du hast wieder an der Tür gehorcht.
Ist doch meine Tür. Was willst du tun? - Ich schätze, ich trink 'n Whisky.
Spinnst du? Wir müssen ihn schnappen, ehe er über die Grenze ist,
sonst sind wir die Gelackmeierten. - Was heißt Gelackmeierten?
Du meinst wohl, die Vergackeierten.
Oh, ein Bulle.
Mr. Caution. Bitte um Entschuldigung, der Kommissar erwartet Sie.
Bitte fahren Sie hinter mir her. - Ein Unfall?
Deine Schönen haben wieder Dummheiten gemacht.
Schöne Bescherung, Mr. Caution. Was hab ich gesagt? Es reißt nicht ab.
Die Schweinerei, meine ich. - Ja, ja. Wen haben Sie da rausgefischt?
Ich glaube, Sie hatten schon das Vergnügen mit M. Trélitz.
Wenn man's Vergnügen nennen will. Ich hab mich ein-, zweimal mit ihm unterhalten.
Seltsame Ausstrahlung. Mit Mme. Ferguson hatten Sie ja auch geplaudert.
Man sollte den Verkehr mit Ihnen lassen. - Sie leben doch auch noch.
Also Doktor, was ist Ihre Meinung? - Die Spitze der Harpune durchbohrte...
den linken Lungenflügel. Er muss einen langen Todeskampf gehabt haben.
Ich werde Ihnen mein Gutachten heute Abend rüberschicken. Brauchen Sie mich noch?
Nein, vielen Dank, Doktor. Gehen Sie, sonst klappen Sie uns noch zusammen.
Tut mir Leid, an solche Leichen werde ich mich nie gewöhnen können.
Sie müssen das eigentlich gewöhnt sein. Sie waren Gerichtsmediziner in Toulon.
Es besteht doch ein kleiner Unterschied. Mirko Trélitz war ein Freund von mir.
Au revoir, Monsieur.
So ein Unfall ist was sehr Dummes. - Wenn es wirklich ein Unfall war.
Natürlich war es ein Unfall. Ein Unfall beim Unterwasserfischfang.
Ja, ja, selbstverständlich. Er verwechselte sich mit einem Haifisch.
Hören Sie, wenn alle beim FBI so sind wie Sie, dann wundert's mich...
überhaupt nicht mehr, dass die Amerikaner massenweise Herzinfarkte kriegen.
Ist doch klar, wie das Malheur passierte. Die Schnur der Harpune hat sich...
an einer Klippe verfangen, er schwamm weiter, dabei zog er automatisch...
an der Schnur, da passierte es, hopp! - Und als sein Wagen begriffen hatte,
dass es "hopp" gemacht hat, ist er allein nach Hause gefahren. Er kam doch bestimmt
nicht zu Fuß. Was ist mit seinen Kleidern? - Man hat sie gefunden, Mr. Caution.
Sie lagen in einer Felsvertiefung und waren mit großen Steinen beschwert.
Ja, ja, wegen des Windes. - Mr. Caution, tun Sie mir den Gefallen,
trinken Sie 'n Whisky, aber hören Sie auf, auf toten Köpfen nach Flöhen zu suchen.
Reicht doch, dass wieder einer tot ist. - Sie sagten grad etwas sehr Richtiges,
etwas umwerfend Richtiges: Whisky! Auf ein frohes Wiedersehen, Kommissar.
Diesmal will ich zu meinem Whisky ein großes Stück Käse. - Was?
Ich weiß, was ich will. Ein Stück davon hebe ich mir für die Mausefalle auf.
Lass du dich von Dr. Nollet untersuchen. - Wozu denn? Ich bin nicht krank.
Ich schwöre, ich bin kerngesund! - Ich auch, darum sollst du zu ihm gehen.
In der Zeit besuch ich unsere reizenden Damen. Und mit meinem Stückchen Käse...
locke ich die richtige Maus in die Falle. Sie hat nämlich 'n großen Fehler gemacht.
Warum ist Mirko getötet worden?
Damit ich glauben sollte, er wär geflohen. Nur hat es ihn dummerweise...
an die Oberfläche getrieben. Aber Ihren Erpresser spülte es auch mit nach oben.
Wie meinen Sie das? - Um einen Kerl von fast 2 Zentnern...
auf dem Meeresgrund festzumachen, muss man schon Mus in den Muskeln haben.
Das ist wesentlich schwieriger als eine Freundin von der Klippe zu stoßen.
Nicht wahr, Madame Berroyer? Ich sagte ja nicht, dass Sie es waren.
Ihre Chance ist so groß wie die Ihrer Freundinnen, aber nicht mehr lang.
Ahnen Sie, wer der Mann sein könnte? - Ich weiß es sogar.
Seit dem Augenblick, wo er Mirko tötete. - Wer ist es?
Hugo Bernier?
Wer dann?
Na, selbstverständlich der andere. Nollet.
Nollet? - Der Onkel mit dem Pflästerchen.
Sind Sie verrückt? Was Sie da sagen, ist so dumm, dass es schon komisch ist.
Das ist der harmloseste Mensch der Welt. Das ist ja geradezu grotesk.
Das ist praktisch unmöglich. Er ist erst seit Anfang vorigen Jahres in der Gegend.
Sehr richtig. Und wissen Sie, woher er kam, Madame Zacchary? Aus Toulon.
Und wissen Sie, was er in Toulon war? Gerichtsmediziner.
Er hat vor 6 Jahren die Todesursache Ihrer Freundin festgestellt.
Er hat von Anfang an die Wahrheit gerochen. Er hat Sie ausfindig gemacht...
und eine von Ihnen rumgekriegt, mit ihm zusammenzuarbeiten.
Und seitdem spielen die beiden miteinander. Kein Grund zur Aufregung,
wir sind gleich fertig. Ich trinke schnell einen Whisky, eile in Nollets Schlafgemach
und gebe ihm Gelegenheit, seine reizende Gehilfin hochgehen zu lassen.
Aber was soll ich mich aufregen?
Sagt mir doch gleich, wer's von euch ist.
Wer holt mir einen Whisky?
Geh du, Sophie, sei so nett. - Nie im Leben! Und wenn er krepiert!
Schon gut, ich gehe.
(Telefon)
(Frau) Hallo. - Ach, du bist es.
Er ist vor 5 Minuten weg, er muss gleich da sein. - Danke.
Hab keine Angst, es geht alles gut. Bis heute Abend.
Was ist, Kommissar? Was hat dir denn die Erdbeeren verhagelt?
Dir verdank ich, dass ich eins habe. - Eins was?
Ein Leberleiden. Der Kerl machte Ernst. 3 Diätvorschriften!
Das Einzige, was ich noch darf, ist atmen. Aber auch das nicht zu heftig.
Das hat er bloß gesagt, weil er wütend über deinen Telefonanruf war.
Wieso weißt du das? - Wie lange ist er weg?
Er ging nach dem Anruf. Dringender Fall. - Der sieht seine Felle wegschwimmen.
"Sabbia". Weißt du, wer das war? - Der Architekt, der alles gebaut hat.
Und die Villa Caprice? - Die auch.
Ich hab's, Dombie. Ich weiß, was sie mir sagen wollte. - Wer?
Claudia, mit der Hand voll Sand, als sie gestorben ist.
Hey, sieh mal dahin.
Er hat vergessen, seine Tür zuzuschließen. - Meinst du?
(Spannende Musik)
Das ist das Sprechzimmer. Wir verlieren Zeit, wir sollten ihn verfolgen.
(Telefon)
Hallo? Hier bei Dr. Nollet.
Nein, er ist leider nicht da. Ich bin sein Assistent.
Ja, ja. Ja, ich weiß Bescheid. Ich werde es ihm ausrichten.
Hm, danke.
Reisebüro Cook in Nizza. Sie geben Bescheid, dass es ihnen gelang,
für den Flug Rom - Belgrad morgen früh einen Platz zu besorgen.
Er soll die Flugkarte wie gewöhnlich im Reisebüro Vin Venato abholen.
Rom - Belgrad? Morgen, Sonnabend? - Soll ich die Polizei alarmieren?
Wir schnappen ihn uns am Flugplatz. - Ich habe 'n besseren Knalleffekt.
Du glaubst doch nicht, dass du in Rom bist, ehe das Flugzeug startet?
Ich kann sehr schnell laufen.
Schon wieder offen. Ist bei dem "Tag der offenen Tür"?
Eintritt frei.
(Spannende Musik)
Ah!
Hey! Hey! Da hat er seine Leichen versteckt.
Nein! Dombie!
Dombie, komm zurück!
Das hast du von deinem "Sesam öffne dich" spielen, du Idiot von einem Polizisten.
(Telefon)
Bonjour, Nollet. Ich habe gewusst, dass Sie noch im Hause sind.
Sie haben einen kleinen Vorsprung. - Ich freu mich, Ihre Stimme zu hören.
Auf Ihre Stimme könnt ich zwar verzichten, aber ich höre.
Wissen Sie, wo Sie sind? In einem ehemaligen deutschen Geheimbunker.
Außer mir weiß keiner, dass er überhaupt existiert. In 1 Stunde bin ich weg.
Möchten Sie noch mehr hören? - Nicht, dass Ihnen die Luft ausgeht.
Wenn Sie ein Klicken hören, hab ich die Telefonleitung zerschnitten.
Das war Ihr letztes Telefonat im Leben. - Ich habe noch eine bescheidene Frage:
Wo steht die Flasche mit dem Whisky? (Klicken)
Für 'n Akademiker ganz schön bescheuert.
So was lässt man anderen Leuten im Bauch rumwühlen. Wie kommen wir hier raus?
Mensch, Lemmy, lass dir was einfallen. - Versuch den Geldschrank aufzuknacken.
Los, mach, was ich dir sage! - Gut.
Das ist eine Kombination von 5 Buchstaben. A-R-S-C-H.
Aber der Herr hat bestimmt nicht an Selbsterkenntnis gelitten.
5 Buchstaben? Probier mal "Irene", man kann nie wissen.
Irene? Der Name der Freundin, die ertrunken ist?
Es gibt keine Schlösser in diesem Tempel. - Sei froh, sonst würden wir...
'n Schneidbrenner brauchen.
Bravo! - Ich hätte lieber die andere Tür auf.
Die Briefe seiner Freundinnen. Madame Berroyer.
Dillingfort. Ferguson.
Es fehlen die von der kleinen Zacchary. - Völlig unwichtig.
Aber sie müssten doch da sein, der Knabe hält Ordnung.
Was ist das? - Eine Bombe mit Zeitzünder.
Eine Schwester von der hatte einen Kahn auf 'm Gewissen. Keine Angst,
das Zählwerk ist nicht eingestellt.
Was treibst du denn da?
Doofe Frage, ich will die Tür sprengen. - Ja, und wir kriegen 2 Etagen...
auf unsere Luxuskörper. Konfisziert, ich behalt sie als liebe Erinnerung.
Besser wir jagen uns in die Luft, als dass wir an Hunger krepieren.
Das muss das Schrecklichste der Welt sein! - Bei deinem vielen Speck kannst du...
noch lange daran denken.
Es gibt kein Schloss an dieser Tür, also muss sie elektrisch funktionieren.
Hey, Lemmy!
Die eiserne Ration von unserem Doktor.
Was soll das, bist du übergeschnappt? - Weißt du noch, wie Zyankali riecht?
So ein Schwein, der lässt aber nichts aus. - Hab dich 'n bisschen hart gekitzelt, hm?
Macht nichts, ich wollte eh zum Zahnarzt. - Jetzt nehmen wir das Radio auseinander.
Den Kasten da? - Es gibt nur noch eine Rettung: Draht.
Das Monstrum von Tür hat Elektromagneten. Wenn wir den Stromkreis unterbrechen,
öffnet sie sich wie von selbst. Wir werden einen Kurzschluss veranstalten,
dass dem Doktor die Ohren klingen. - Bravo! Sie werden sofort bedient,
Herr Präsident, das Stück Draht haben Sie gleich.
Was ist damit, reicht das? Nanu, meinst du nicht,
dass das den FBI interessieren würde? - Und wie. Aber die armen Mädchen...
haben sich's ehrlich verdient, wieder ruhig schlafen zu können.
Aha. - Was "aha"?
Ein Kamin, wir trinken Tee am Feuer. - Wozu willst du Feuer machen?
Um die Feuerwehr anzulocken natürlich. - Und womit willst du das Feuer machen?
Mit deiner Jacke und deinem Hemd. - Was?
Du weißt doch, nichts gibt besseren Qualm als Stoff. Also Striptease.
Ich denke, wir machen 'n Kurzschluss? - Der kommt erst nach deinem Auftritt.
Mach schon, Striptease. - Halbe-halbe: meine Jacke, dein Hemd.
Geteiltes Leid, halbes Leid. - Nein. Ich hab heute noch ein Rendezvous.
Was anderes hätte mich auch gewundert. Verflucht noch mal, immer ich!
Erst mein schöner Kahn, mein Pastis, meine Leberschwellung,
das Zyankali, als Zugabe einen Schlag auf die Nase, und damit das Maß voll wird,
mein Hemd und meine Jacke. Womit habe ich armes Schwein das verdient?
Ja, schon gut, zünd den Tennisschläger an. Und jetzt kommt das Riesenfeuerwerk.
Du musst zugeben, Dombie, das sind zauberhafte Ferien. - Ja.
(Sirene)
(Musik)
Beeilung. Caution hat in der Villa Feuer gelegt. Die Feuerwehr ist schon da.
Jede Wette, er kommt raus. - Der schadet uns nicht mehr. Außerdem:
Wie soll er wissen, dass ich hier bin? Für ihn bin ich längst über alle Berge.
Hast du den Anruf erledigt? - Ja, sie kommt.
Sie lässt nur noch die Mühle warmlaufen. - Was fummelst du da? Macht das Boot klar.
Na, das Flugzeug verpasst?
Sie fahren weg, ohne mir "auf Wiedersehen" zu sagen? Das ist aber ungezogen.
Bravo, Caution.
Wie sind Sie rausgekommen? - Die Tür ist von allein aufgegangen.
Ich hab an Ihrer elektrischen Tür einen Kurzen gebaut.
Wozu das Feuer? - Wo viel Rauch ist, kommt die Feuerwehr.
Die hätten die Tür auch aufgekriegt. - Wieso sind Sie hier? Für Sie sitz ich...
doch schon im Flugzeug nach Belgrad. - Lemmy Caution weiß alles.
Er weiß auch, dass die Maschine nach Belgrad sonnabends nicht verkehrt.
Sie sind ein intelligenter Hund. Und das Boot? Woher wussten Sie,
dass es mir gehört? Ich kaufte es unter einem anderen Namen.
Sie hätten's nicht Aesculap taufen dürfen, das stinkt verdächtig nach Medizin.
Sie sind tatsächlich unschlagbar, Caution. Schade, dass ich Sie schon verlassen muss.
Ohne auf Ihre entzückende Freundin zu warten? Keine Bewegung!
Oder euer Boss ist 'ne Leiche. - Scheinbar wollen Sie sie kennen lernen.
Die Überraschung kann ich Ihnen bereiten. - Lemmy Caution überrascht man nicht.
Ach.
Bisschen schneller, Françoise. Mal muss doch Schluss sein.
Sie wissen nicht, wie Recht Sie haben. - Haben Sie doch Mut! Sie haben doch...
sonst Mut, z. B. als Sie Claudia von der Klippe stießen, Madame Zacchary.
Wie sind Sie darauf gekommen, dass ich es gewesen bin? Gespenstisch.
Sie erinnern sich vielleicht, dass die tote Claudia Sand in der Hand hatte.
Sie heißen Zacchary, aber Ihr Mädchenname ist Françoise Sabbia.
Die Tochter des Architekten Sabbia, der die Villa Caprice gebaut hat.
Und Claudia war Italienerin. Und Sand heißt auf gut Italienisch:
Sabbia. - Ich hätte Sie beseitigen müssen,
das war mein Fehler. - Heut früh hatte ich leider keinen Durst,
ich besser mich. Trotzdem bat ich um ein Glas Whisky. Ich wusste, dass diejenige,
die es holen geht, die Gelegenheit nutzt, Nollet zu benachrichtigen,
den ich jetzt verhafte.
Jetzt aber in den 2. Gang!
Verflucht, jetzt aber ran!
Lemmy!
Lemmy! Lemmy! Lemmy!
Hast du mir eine Angst eingejagt. Wir haben die Knallerei gehört.
Ich dachte schon, sie haben dich erwischt. - Sie haben mich erwischt.
Mein Körper ist von ihren Kugeln durchsiebt. Aus meinem eigenem Gewehr.
Hm? - Sie hatten Pech.
Ich habe nämlich Ferien, deswegen hatte ich keine Kugeln geladen.
Niemand glaubt, dass Lemmy Caution mit 'ner Kanone voller Platzpatronen rumläuft.
Platzpatronen? Du bist total verrückt. - Sie war nicht scharf geladen?
Sie mussten mich töten und dann flüchten. - Sie haben sie gehen lassen?
Ich alarmiere die Wasserpolizei von Nizza. - Überflüssig. Wir müssen bloß zählen.
Was zählen? - 12.25 Uhr.
In genau 10 Sekunden wird's rauchen.
Da, die Gerechtigkeit hat wieder mal gesiegt.
Hätten Sie 'n besseren Schluss gewusst?
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