All language subtitles for Augustinus.2010.Part1.GERMAN.dTV

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Original subtitles

Onkel Augustinus, was verschlägt Euch hierher?

Ich hatte eine Verabredung.

Eine Verabredung? Mit wem?

Jedes Jahr an diesem Tag komme ich in der Dämmerung hierher.

Ich beobachte, wie die Störche fortziehen.

Könnten wir doch nur mit ihnen ziehen.

Ich wünschte, du könntest es.

Die Vandalen ziehen den Ring enger.

Es erreicht uns kaum noch Nahrung.

Sie werden die Stadt so lange belagern, bis wir uns ergeben.

Was können wir tun? - Das liegt nicht mehr in unserer Hand

Passt auf, dass die Feuer nicht ausgehen! Bewegt euch!

Befestigt die Zelte! Hierher, helft mir!

Eure Majestät, wir sind bereit.

Die Männer warten nur auf Euren Befehl, loszuschlagen.

Schürt weiter die Feuer, damit sie sehen, dass wir hier sind.

Sobald sich der Sturm gelegt hat, schlagen wir zu.

Das Wasser... Es gibt kein Wasser mehr?

Es gibt kein Wasser mehr!

Die Vandalen haben die Wasserzufuhr gesperrt.

Beeilt euch!

Kommt, trinkt. Einen Eimer.

Nein! - Hau ab!

Nein, bitte, ich brauche das Wasser. - Hört sofort auf.

Was willst du mit dem Eimer?

Die Vandalen haben die Wasserzufuhr gesperrt.

Wir müssen das Wasser aus dem Brunnen trinken.

Wenn wir jetzt in Panik geraten, haben die Vandalen gesiegt,

bevor sie unsere Tore gestürmt haben.

Panik und Gewalt nehmen unser Leben schneller als Durst oder Hunger.

Als euer Bischof und als Bürger von Hippo verspreche ich euch:

Es gibt Hoffnung.

Legt die Waffen nieder.

Wir werden alle sterben. Alle Hoffnung ist verloren.

Nein Fulvius, es gibt noch Hoffnung.

Es gibt noch immer eine Möglichkeit, unsere Stadt zu retten.

Eine Möglichkeit, das garantiere ich.

Ich bringe die Vandalen dazu, ihre Waffen niederzulegen.

Er kann sie aufhalten? Wie kann er so was sagen?

Wir werden sterben.

Wie, Onkel? - Hab Vertrauen.

(Valerius)Ein Friedensabkommen. Du überraschst mich, Augustinus.

Du solltest wissen, dass Rom niemals um Frieden bittet.

Rom bietet ihn höchstens an.

Verehrter Statthalter, verehrter Rat:

Lasst Vernunft walten.

Seit Geiserich und seine Vandalen Afrika erreicht haben,

wurden von ihnen schon Tingis, Cartenna und Cäsarea niedergebrannt.

Hippo fällt nicht. Die Kaiserliche Flotte wird uns retten.

Wenn sie kommen würde, wäre sie bereits hier, Valerius.

Wir alle hier sind kriegsmüde. Die Vandalen ebenso.

Wir sollten unseren Gesandten zu Geiserich schicken.

Und ihn im Namen Gottes um Frieden ersuchen.

Valerius, Soldaten sind angekommen, römische!

Bringt sie da rauf und versorgt sie!

Centurio Fabius Domitius, zu Euren Diensten, Valerius.

Welche Legion untersteht Euch? - Die siebte.

Ich dachte, die sei vernichtet worden.

Sie wurde geschlagen. Aber zwei Hundertschaften und ich überlebten.

Wir marschierten tagelang durch feindliches Gebiet

und gaben den Leuten da Begleitschutz.

Wegen des Sturms konnten wir

die vandalischen Linien unbemerkt passieren.

Diese Soldaten haben gezeigt, dass die Belagerung beendet werden kann!

Und dass die Vandalen keineswegs unbesiegbar sind!

Lasst uns hoffen. Rom wird am Ende siegen!

Deine Besessenheit, einen militärischen Sieg zu erlangen,

wird diese Stadt vernichten.

Einzig Eure Anwesenheit ließ mich zögern, hierherzukommen, Augustinus.

Ihr kennt mich?

Mein Vater kannte Euch...

Ihr seid... der Sohn des Ilarius.

Bischof Augustinus, diese Menschen und ich

haben die Wüste nur mit einem Ziel durchquert:

Wir wollen unser Schicksal allein in Eure Hände legen.

Bringt die Verwundeten in die Kirche.

Möge Gott dich segnen.

Wie geht es den Verwundeten? - Sie erholen sich langsam.

Ihr dürft hier nur unbewaffnet eintreten!

Warum? - Dieser Ort ist heilig.

Lucilla, lass sie bitte vorbei.

Das einzig Heilige hier ist das Leben dieser Männer.

Und das wurde von diesem Schwert beschützt.

Wo ist Glabrius?

(Die Verwundeten stöhnen.)

Sei tapfer, Soldat.

Fabius? - Da bist du ja.

(Mit zitternder Stimme) Fabius, Fabius.

Wie steht es um dich? - Bald...

...will ich keinen Schmerz mehr fühlen, Fabius.

Haben sie etwas für dich getan?

Für mich kann nichts mehr getan werden.

Der Mann braucht einen Arzt! Beeilung!

Kein Grund zu schreien. - Fabius...

Was gedenkt Ihr zu tun?

Wenn Ihr beiseite treten würdet,

könnten wir versuchen sein Leben zu retten.

Bischof, Bischof! Ein Kurier aus Rom.

Der Papst will, dass Ihr Euch und Eure Bücher in Sicherheit bringt.

Wie sollte das möglich sein? - Der Papst hat drei Schiffe gesandt.

Sie sollen bald einlaufen.

Ihr meint, ich soll mit meinen Büchern an Bord gehen und fliehen?

Nach Rom, ja. - Und meine Gemeinde?

Das ist der Wunsch des Papstes. - Ich bin Bischof dieser Stadt.

Diese Stadt ist Eurer nicht würdig.

Ihr habt gesehen, was geschah, als die Soldaten einmarschierten.

Die Menschen waren schnell überzeugt, dass sie Euch nicht mehr brauchen.

Ach, die Menschen.

Seht Possidius, das ist Eure Handschrift.

Aber es sind Eure Bekenntnisse. - Ja, meine Bekenntnisse.

Die da lauten: Wäre jedermann auf sich allein gestellt,

wäre ich immer noch der überhebliche Knabe,

der überzeugt ist, dass es ihm an nichts fehle.

Wenn da irgendwas Gutes in mir war,

so habe ich dies meiner Mutter zu verdanken.

Meiner Mutter, die mich aus ihrem Fleische gebar

in dieses vergängliche Leben.

Und aus ihrem Herzen in das Ewige Leben.

(Sie stöhnt.)

Ja gut, presst weiter.

Das Kind liegt viel zu hoch. Geh und hol den Vater, schnell!

Er soll sich beeilen.

Ich kann keine Bewegung mehr spüren. Warum?

Bereite dich vor! - Auf was?

Du weißt schon. - Wisst Ihr, worum Ihr mich bittet?

Ihr werdet sterben.

Wenn du es nicht tust, wird es unser beider Tod sein.

Ich will, dass du schneidest.

Ich will doch nur, dass mein Sohn lebt!

Bitte tu es!

Patricius, Patricius! - Was willst du?

Eure Frau liegt in den Wehen.

Warte, ich gewinne gerade. - Sie könnte sterben.

Ich spiele für ihn weiter.

Vater unser, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme... Warte!

Ich spüre ihn wieder.

Da, er bewegt sich wieder. Er bewegt sich wieder.

Er bewegt sich wieder.

Es ist ein Junge, Patricius. - Es ist ein Junge?

Ja, ein Junge.

Wie soll er heißen?

Constantinus. Zu Ehren unseres Kaisers.

Nein, Constantinus ist nur einer von vielen.

Er soll Augustinus heißen. Kleiner Augustus.

Nach unserem ersten Kaiser.

Ich brauche viel davon. Meine Herrschaft hat heute Abend Gäste.

Augustinus, du hast mich erschreckt. - Komm mit.

Dies sind Tatsachen, nicht nur Worte.

Aber jemand könnte fragen: Warum müssen wir Steuern an Rom zahlen?

Wisst ihr, ich komme aus einer kleinen Stadt wie dieser hier.

Und mein Vater war ein ehrlicher, hart arbeitender Bauer wie ihr.

Hast du nicht gesagt, er stammt aus einer angesehenen Familie aus Rom?

Ja, er spielt nur, um die Gunst der Leute zu gewinnen.

Er legte eine der Münzen in einen Topf,

um sie für die Steuer zu sparen. Ich fragte:

Warum verwenden wir das Geld nicht für uns, anstatt es Rom zu geben?

Er antwortete immer geduldig:

Mein Sohn, mit diesen Münzen können wir höchstens eine Ziege kaufen.

Wohingegen Rom damit ein ganzes Imperium erschafft.

Wir geben unser Geld Rom, weil wir Rom sind.

Dies sind Tatsachen, nicht nur Worte.

Ich möchte werden wie er! - Wie Macrobius? Warum?

Er kann die Menschen von allem überzeugen.

Allein mit seinen Worten.

Dies sind Tatsachen, nicht nur Worte!

Mit deinem Mundwerk braucht es nicht lang, um so zu werden wie er.

Dazu habe ich hier nie die Möglichkeit. - Wo dann?

In Karthago. Ich möchte bei Macrobius studieren.

In Karthago.

Denk mal nach. Hast du eine Ahnung,

was es kostet, bei jemandem wie Macrobius zu studieren?

Nein. Und Ihr?

Ja, mehr als du dir je leisten kannst.

Schlag dir das aus dem Kopf. - Wir könnten dafür sparen.

Augustinus besucht die Schule hier in Thagaste!

So wie ich es tat und mein Vater auch, Ende!

Vater, wo geht Ihr hin? - In die Taverne.

Das ist nicht wahr. - Was willst du damit sagen?

Ihr habt parfümiertes Haar, wenn Ihr in die Taverne geht?

Nicht. - Ihr geht zu Eurer Geliebten.

Wie kannst du es wagen? - Sprich nie so mit deinem Vater!

Das ist nicht gerecht. - Nein, das ist nicht gerecht.

Ich weiß, das ist nicht gerecht.

Aber warum habt Ihr dann nichts dagegen unternommen?

Worte allein ändern keinen Mann. Das ist eine Tatsache.

Und nicht nur leere Worte.

Ihr seid bestimmt nicht nur gekommen, um mein Öl zu probieren,

mir Komplimente zu machen und über meinen Sohn zu sprechen?

Ich kam zu Euch, um über meinen Sohn zu sprechen.

Ist er noch der hellste Kopf der Schule?

Ja, aber ich möchte ihm helfen, fortzukommen,

um in Karthago zu studieren.

Er hat Macrobius gehört und sich entschlossen, Anwalt zu werden.

Ein Anwalt.

Wie wollt ihr für die Studienkosten aufkommen?

Ihr wisst, wir können es nicht.

Erinnert Ihr Euch, als Ihr jung ward? Euch bot sich eine Möglichkeit,

Euer Leben zu ändern. Allein hättet Ihr das nie geschafft.

Macrobius würde bestimmt

einen großartigen Anwalt aus dem Jungen machen.

Augustinus, hier eine neue Tunika! Trag sie, wenn du zu Macrobius gehst.

Versuch, sie sauber zu halten. Und das hier ist Ziegenkäse.

Pass auf, Karthago ist wie Babylon.

Trink nicht zu viel und nimm dich vor den Mädchen in Acht!

Möge Gott dich begleiten, mein Sohn.

Gott? Alles, was ich brauche, bin ich selbst. Lebt wohl!

Auf Wiedersehen.

Viel Glück, mein Sohn.

(Kommentar des alten Augustinus:)

Es waren die Worte des Herrn,

die meine Mutter in meinen Ohren klingen ließ.

Doch keines von ihnen drang in mein Herz, ließ mich danach handeln.

Ihre Worte klangen wie weibische Ratschläge,

die zu befolgen, mir peinlich gewesen wären.

Aber es waren die des Herrn. Und was ich nicht ahnte:

Durch die Zurückweisung ihres Rats wies ich den Rat Gottes zurück.

Ich möchte zu Liberius Prisco.

Ich bin Valerius Prisco. Mein Vater ist nicht zu Hause. Schließt die Tür!

Mein Name ist Augustinus. Romanianus hat mich geschickt.

Romanianus von Thagaste? Der mit dem Öl?

Und was hofft er aus dir zu pressen, wenn ich fragen darf?

Komm rein.

Wir haben dich schon gestern Abend erwartet.

Ja, tut mir leid, ich wurde aufgehalten.

Von einem Paar wohlgeformter Hüften?

Nein, das öffentliche Fuhrwerk. - Damit bin ich nie gereist.

Ich auch nicht, war das erste Mal. - Khalida!

Hier wirst du wohnen. - Ich danke dir, Valerius.

Khalida steht dir zu Diensten.

Sie kommt aus der großen Wüste. Ausgesprochen zuverlässige Menschen.

Und hübsche Hüften.

Eine angenehme Art, sich die Zeit zu vertreiben.

Was, was tust du da?

Euch Eure Sandalen abnehmen, um Eure Füße zu reinigen.

Das musst du nicht! Ich mache das.

Bitte entschuldige, ich hatte zuvor noch nie eine Bedienstete.

Ihr werdet Euch daran gewöhnen. - Das denke ich nicht. Danke.

Ihr solltet Euch bei Bediensteten weder entschuldigen noch bedanken.

Sonst zollen sie Euch keinen Respekt. - Danke.

(Orientalische Musik)

Sinn der Aufgabe ist es, die anderen zu überzeugen

und auf Eure Seite zu ziehen.

Ihr müsst die Argumente logisch begründen. Das ist das Geheimnis.

Macrobius?

Ja?

Mein Name ist Augustinus. Romanianus schickt mich.

Du bist der, der Anwalt werden will. - Ja.

Aus Thagaste, richtig? - Ja.

Nun frage ich euch: Ist schon jemals etwas Gutes aus Thagaste gekommen?

Ich habe keine Zeit für neue Studenten. - Bitte. - Was?

Gut, ich nehme dich als Schüler, wenn du mir beweisen kannst,

dass du Talent hast, einen Lehrer wie mich zu verdienen. - Und wie?

Ein guter Redner überzeugt andere Menschen davon,

das zu tun, was er möchte. Richtig?

Überzeuge mich, dich zu meinem Schüler zu machen.

Na los, ich höre dir zu! - Ich... äh...

Ich sah Euch... - Du hast mich nicht überzeugt.

Geh zurück nach Thagaste. Glaub mir, es ist nur zu deinem Besten.

Glaube ihm, er hat recht.

Was bin ich nur für ein Hornochse? Hornochse, Hornochse, Hornochse!

Ich habe kein Wort herausgebracht.

"Überzeuge mich, dich zu meinem Schüler zu machen."

Natürlich, ich komme morgen wieder. Hornochse, Hornochse, Hornochse!

Was hast du gesagt?

Wage es nicht noch mal, mich Hornochse zu nennen!

Nein, ich sprach zu mir selbst. Ihr versteht das nicht.

Ich verstehe das nicht? - Ja. Nein.

Also denkst du, dass ich ein Hornochse bin.

Nein, ich bin der Hornochse.

Ja.

Du bist wirklich ein Hornochse.

Hornochse!

Gehen wir.

(Sie lachen.)

(Kommentar des alten Augustinus:)

Es war der Hohn und die Verderbtheit dieser Wüstlinge,

womit sie frech der Einfalt Unerfahrener nachstellten,

die sie irrezuführen suchten.

Und mit denen sie in teuflischer Schadenfreude

ihr frevelhaftes Spiel trieben.

Hey, Augustinus! Augustinus.

Du hast die beste Maske von uns allen.

Hör auf zu lachen! Man hat mich überfallen.

Ich hätte dich höchstpersönlich durch die Stadt führen sollen.

Keine Angst, ich kenne ein Heilmittel für deine Wunden.

Augustinus! Augustinus, hey!?

(Kommentar des alten Augustinus:)

So kam ich nach Karthago,

wo mich ein brodelnder, siedender Kessel schändlicher Liebe umgab.

Du hast gestern nicht viele Eroberungen auf dem Fest gemacht.

Ich weiß nicht, ob das hier der richtige Ort für dich ist.

Vielleicht wäre es besser, wenn du nach Hause fährst.

Vielleicht begreift Romanianus,

dass nichts von Wert aus dir zu pressen ist.

Was weißt du schon? Dein Vater ist reich.

Dir fehlt es an nichts.

Mir fehlt es an nichts, ja? Mein Vater ist reich, richtig?

Dann will ich dir jetzt etwas verraten, Augustinus.

Etwas, das niemand außerhalb dieser Wände weiß.

Mein Vater...

...ist nicht existent.

Er verstarb vor zwei Jahren.

Wäre das bekannt geworden,

hätte es das Ende seiner Geschäftsbeziehungen bedeutet.

Und ohne die wäre ich am Ende gewesen.

Kein Haus mehr, keine Freunde. Nichts.

Also begrub ich ihn in aller Heimlichkeit.

Mit meinen eigenen Händen.

Und führte seine Geschäfte fort. Unter seinem Namen.

Also glaube nicht, mir hätte jemand etwas geschenkt.

Ich habe mir alles genommen, was ich habe.

Verstehst du, Augustinus?

Wenn du etwas haben willst, dann bitte nicht darum.

Nimm es dir.

Vater unser, der du bist im Himmel. Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.

Unser täglich Brot gib uns heute...

Macrobius! - Ah, der kleine Junge aus Thagaste.

Ich sah Euch in Thagaste Unglaubliches vollbringen.

Ihr brachtet die Leute dazu, begeistert Steuern zu zahlen.

Deshalb bin ich bei den Stadträten beliebt.

Ihr sagtet: Dies sind Tatsachen, nicht nur Worte!

Ich fand heraus, warum.

Ich habe mich gefragt: Was hat ein Redner wie Ihr zur Verfügung?

Nur Worte. Eine kraftlose Waffe.

Wie macht man sie zu einer kraftvollen Waffe? Ganz einfach:

Mach die Zuhörer glauben, dass es nicht nur Worte sind.

Ihr wiederholtet immer wieder:

"Dies sind Tatsachen, nicht nur Worte".

Und so wurden eure Worte allmählich zu Tatsachen.

Alles, was Ihr sagtet, wurde wirklich wahr.

Ich kann einen guten Anwalt aus dir machen.

Aber ob du je ein großer Redner wirst, liegt allein an dir.

Was ist der Unterschied

zwischen einem großen und einem gewöhnlichen Redner?

Das Talent.

Nein. Der Mut.

Warum? - Du wirst es irgendwann verstehen.

Komm, lass uns anfangen.

Gekochte Eier, Anchovis, gegrilltes Fleisch

und ein großer Becher Ziegenmilch.

Das macht stark. Du musst kräftig werden.

Ein Redner braucht den kraftvollen Ton eines Horns,

nicht das schwächliche Röcheln einer Flöte. Greif zu!

Demosthenes war Stotterer.

Aber er zwang sich, über Monate mit einem Stein im Mund zu sprechen.

So wurde er zum bedeutendsten Redner aller Zeiten.

Denn es gibt nichts von größerer Bedeutung.

Denn es gibt nichts von größerer Bedeutung.

Es reicht nicht, zu wissen, was man sagen will...

Die Rede ist die sorgfältige Erfassung der einzelnen Teile...

...Vorhersagen, was die anderen sagen...

...ist die sorgfältige Erfassung der einzelnen Teile...

Atme! Ein Redner muss über Stunden sprechen können, und das stehend.

Dabei unterstützt er seine Worte mit Gesten.

Er setzt seinen gesamten Körper ein.

Das Entscheidende zu erkennen, ist die Aufgabe des Redners.

Mein Musterschüler! Immer mit der Nase in den Büchern.

Das hier ist das große Theater.

Die Bühne, auf der Gerechtigkeit aufgeführt wird.

Ein Stück, in dem du der Hauptdarsteller sein wirst.

Zeugen beschuldigen meinen Klienten des versuchten Mordes an seiner Frau

Nachbarn berichteten überzeugend von Drohungen,

die er gegen seine Frau ausgesprochen haben soll.

Die Anklage behauptet, sie habe Beweise erbracht.

Für die Schuld von Getulius.

Zeugen, die beschuldigen. Nachbarn, die berichten.

Ankläger, die behaupten.

So viele Worte.

Wie kann ich da noch erwarten, dass ihr den meinen Gehör schenkt?

Ihr habt davon schon mehr zu euch genommen, als ihr verdauen könnt.

Machen wir Folgendes: Lasst uns all die Worte beiseite stellen.

Stellen wir sie beiseite und horchen nur auf unsere Herzen.

Es ist hier, und nicht da,

wo die Advokaten, die Richter und die Angeklagten stehen.

Es ist in unseren Herzen, wo wir Wahr von Falsch

und Worte von Tatsachen unterscheiden.

Hört nicht auf mich. Hört auf euch selbst.

Und lasst uns versuchen,

die Antwort auf diese Fragen in unseren Herzen zu finden.

Wurde die Waffe des angeblich versuchten Mordes je gefunden? Nein.

Dies sind Tatsachen. Nicht nur Worte.

Trägt die Frau des Angeklagten Wunden,

die beweisen, dass jemand versucht hat, sie zu töten? Nein.

Dies sind Tatsachen. Nicht nur Worte.

Hat der Angeklagte möglicherweise eine gewalttätige Vergangenheit,

die diese Anklage stützen würde?

Nein.

Dies sind Tatsachen. Nicht nur Worte.

Ihr wart gezwungen, euch viele Worte anzuhören.

Anstatt die Stimmen der Zeugen, Advokaten und Richter

in euren Herzen widerhallen zu lassen:

Lasst nur die eine Stimme in euch widerhallen, die der Wahrheit.

Die Stimme der Tatsachen!

(Kommentar des alten Augustinus:)

Während meines Studiums lernte ich, mit List im Gerichtssaal zu glänzen.

Zu jener Zeit galt ich als einer der Besten und war arrogant.

Ich war darauf erpicht, bedeutend zu erscheinen.

Allein mit dem dummen und kläglichen Zweck,

mich an der menschlichen Eitelkeit zu ergötzen.

Meine Seele trauerte und warf sich hinaus in die Außenwelt.

Sie juckte und verlangte, gekratzt zu werden.

Sie gierte nach sinnlichen Reizen, die keine Liebe erweckten,

da sie keine Seele hatten.

Aber Lieben und Geliebtwerden wurde noch süßer,

wenn ich den Körper der Geliebten genießen konnte.

So trübte sich der Quell der Freundschaft

mit dem Schlamme der Sinneslust.

Augustinus, wo habt Ihr Euch letzte Nacht versteckt?

Fragt Criside, sie hat mich entführt.

Ich entsinne mich nicht, wohin sie mich brachte.

Das nächste Mal werdet Ihr von mir entführt.

Was fällt Euch ein? Ihr habt Euren Wein auf mich geschüttet!

Das ist eine neue Tunika! - Was geht hier vor?

Wie hat dir mein Schlussplädoyer gefallen, Valerius?

Wie immer. Wie viele Fälle hast du bisher gewonnen?

Ich zähle nicht mehr.

Karthago ist für dein Talent zu klein geworden.

Du verdienst es, auf der großen Bühne Roms zu stehen.

Augustinus, Ihr habt diesen Armreif bei mir vergessen.

Ich wollte ihn später bei dir abholen.

Behalte den Armreif.

Ich werde nur ihn anhaben, wenn du mich das nächste Mal besuchst.

Ich komme bald.

Augustinus, komm herein! Ein Getränk für das junge Talent.

Der Geschmack des Sieges ist der einzige,

von dem wir nie genug bekommen.

Vor allem in einem Fall wie diesem. - Was macht ihn so besonders?

Jedermann glauben zu machen,

dass Getulius unschuldig sei, war höchst... berauschend.

Das ist abscheulich. Wo bleibt die Wahrheit?

Die Wahrheit? Was kümmert uns die Wahrheit, mein Kind?

Was zählt, ist, dass Augustinus Richter und Publikum überzeugt hat.

Ihr seid so still? Ich habe Euch selten so still erlebt.

Manchmal fehlen mir einfach die Worte.

Das ist bedauerlich.

Warum?

Ich höre Euch so gern zu, bevor ich zu Bett gehe.

Khalida, sag mir bitte: Glaubst du, wir können ohne die Wahrheit leben?

Wir können sie verleugnen vor anderen. Und vor uns selbst.

Aber...

Aber?

Aber die Wahrheit ist stark.

Gut oder böse. Sie lässt uns nicht los.

Sie bleibt bestehen. Versteckt in unseren Herzen.

Und welche Wahrheit versteckt sich in deiner Wahrheit?

Ich kann dir nichts versprechen...

Und ich werde nichts von Euch verlangen.

Endlich!

Du hast mit ihr geschlafen.

Sie hat dich vor mir bedient.

Ich bin der Herr des Hauses, aber nun glaubt sie, sie gehört dir.

Ich möchte sie nicht besitzen.

Sie ist die perfekte Frau.

Wunderschön. Treu.

Verfügbar. Und du weißt, dass sie dich niemals heiraten kann.

Wirklich angenehm, sie um sich zu haben.

Ich habe eine in jedem Haus. Antiochia, Ravenna, Mailand.

So habe ich, wo ich auch bin, immer ein warmes Bett.

Verstehst du? Spiel nicht den Unschuldigen.

Du weißt vielleicht mit Worten umzugehen.

Aber tief in dir... bist du nicht anders als ich.

Du musst es wissen.

Augustinus? - Camillus.

Was verschlägt Euch hierher? Wo ist Euer Vater? - Augustinus!

Stimmt etwas nicht?

Er ist frei. Und Ihr seid schuld!

Schuld? Ich half ihm lediglich, seine Unschuld zu beweisen.

Verflucht seid Ihr! Er war nicht unschuldig. Mein Vater war schuldig.

Schuldig! Und Ihr wusstet das.

Er hat versucht, meine Mutter zu töten.

Und jetzt hat er es endlich geschafft.

Meine Mutter ist tot. Und das ist Eure Schuld.

Meine Mutter ist tot.

(Der alte Augustinus:)

Ich befand mich auf den Stufen in die Tiefe der Hölle.

Geplagt von meiner mangelnden Wahrhaftigkeit.

So suchte ich Gott durch den Blick der Fleischeslust

und nicht durch den Verstand des Geistes,

den er uns gegeben, um uns über die Tiere zu erheben.

Doch er war tiefer in mir als mein tiefstes Innerstes

und höher als mein Höchstes.

Ein Mensch ist getötet worden. Das ist die Wahrheit.

Darüber lässt sich nicht streiten.

Niemand kann sagen, was die Wahrheit ist.

Bis ein Prozess beginnt.

Ein Prozess, in dem die Wahrheit durch Worte festgelegt wird.

Und die Wahrheit wird von dem Anwalt bestimmt, der die besten Worte findet.

Sophismus. Cicero. Ein größerer Anwalt als wir es sind,

schrieb in "Hortensius", dass einzig die Wahrheit die Menschen beglückt.

Alle Menschen sehnen sich nach Glück.

Daher muss die Wahrheit existieren, sonst wäre alles bedeutungslos.

Sieh, ich lehrte dich, dass Mut den großen Redner

vom gewöhnlichen Redner unterscheidet.

Der Mut, ohne die Wahrheit zu leben. Trägst du diesen Mut in dir?

(denkt) Die Sprache der Tatsachen.

Cicero sagte schon: Das entspricht nicht den Tatsachen,

aber es entspricht der Wahrheit. Wer kennt sie schon, die Wahrheit?

Er ist zum Tode verurteilt. - Freispruch! - Er lügt!

Wer soll beurteilen, ob er lügt oder nicht?

Das ist nicht relevant.

Augustinus.

Ein Bote aus Thagaste ist eingetroffen.

Euer Vater liegt im Sterben.

Wollt Ihr dies auch mitnehmen? - Ja.

Ich kann nicht sagen, wie lange ich fort sein werde.

Das sollte dann alles sein.

Khalida.

Ich kam damals mit einer Truhe an. In dieser Größe.

Und sieh, was ich heute alles mitnehmen kann.

Doch es gibt nur einen Gegenstand, den ich nicht zurücklassen möchte.

Dich.

Komm mit mir.

Ich weiß, wir dürfen nicht heiraten.

Aber wir dürfen zusammenbleiben. Immerhin.

Ich komme mit Euch.

Auch wenn ich niemals Eure Frau werden kann.

Doch um eins möchte ich Euch bitten:

Verlangt nie von mir, Euch mit einer anderen Frau teilen zu müssen.

Genug davon!

Das stört mich.

Zieh die Vorhänge auf! Ich bin noch nicht tot.

Monica.

Ich war ein schlechter Ehemann, nicht wahr?

Du warst es nicht. Du bist es noch.

Wie war es dir möglich, mich all die Jahre auszuhalten?

Ich habe gelernt, dir zu vergeben. Und dich zu lieben wie du bist.

Warum entdecke ich erst jetzt die wahre Bedeutung von Liebe?

Ich habe Angst vor dem, was kommt.

Ich will nicht mehr der sein, der ich bin.

Ich möchte getauft werden.

Er muss schon verstorben sein.

(Der Vater hustet.)

(Priester) Glaubst du an Gott, den allmächtigen Vater?

Ja.

So taufe ich dich jetzt im Namen des Vaters,

des Sohnes und des heiligen Geistes.

Amen.

Mutter.

Augustinus.

Ich wusste, du kommst.

Patricius, sieh, wer hier ist.

Das ist Khalida. Sie ist... - Eine Dienerin.

Die ergebene Dienerin Eures Sohnes. - Nein, eine Freundin!

Eine Freundin? - Ja, Mutter.

Aus Karthago? - Ich komme aus...

Nicht genau. Sie kommt aus dem Süden. Aus der großen Wüste.

Ich bringe euch Suppe.

Wie war eure Reise? - Recht angenehm.

Euer Sohn hat während der Reise geschlafen.

Das Reisen mit dem Wagen hat immer diese Wirkung auf ihn.

Wirklich? Das wusste ich nicht.

Deinen Bruder und deine Schwester erwarten wir in ein paar Tagen.

Wurde dir zugetragen, dass er geheiratet hat?

Ja, ich erfuhr davon.

Und ich habe von Getulius erfahren. Alle Welt redet davon.

Du und Macrobius habt ihn freibekommen?

Ja.

Ist er schuldig? So wie es hier in aller Munde ist.

Wer sich Macrobius leisten kann, ist unschuldig.

Was redest du da?

Man ist entweder unschuldig oder schuldig.

Ein Mann ist unschuldig oder schuldig

nach den Worten des Tribunals.

Worte ändern keine Tatsachen.

Dann ändern Zauberformeln sie auch nicht.

Zauberformeln?

Die der Bischof Vater vorgebetet hat.

Die ändern die Tatsachen auch nicht.

Und was hältst du für Tatsachen?

Er war sein Leben lang ein Schuft. Und ein Feigling.

Er hat die Taufe nur aus Furcht angenommen.

Die Taufe wird ihn nicht ändern.

Was weißt du von diesen Dingen? Was weißt du über die Taufe?

Über deinen Vater? Über unser Leben hier?

Während du dir in Karthago im Tribunal

sinnentleerte Wortgefechte geliefert hast,

die Nächte durchgemacht hast mit... diesem armen Mädchen,

das du letzten Endes enttäuschen wirst.

Was weißt du schon von all diesen Dingen?

Du hast recht. Was weiß ich schon.

Aber ich bin hier auch nicht mehr zu Hause.

Lass uns gehen.

Lass uns gehen!

Augustinus, was für eine Freude, dich wiederzusehen!

Sei gegrüßt, Romanianus, sei gegrüßt.

Ich habe deine Entwicklung über die Jahre genau verfolgt.

Das ist Khalida.

Eine junge Frau, deren Schönheit es mit deinem Ruhm aufnehmen kann.

Gewährst du uns eine Weile bei euch Unterkunft?

Es ist mir eine Ehre, den aufgehenden Stern

des kaiserlichen Gerichtshofs zu beherbergen.

(Romanianus) Mein Beileid, dass dein Vater verstorben ist.

Wirst du zurückgehen, um für Macrobius zu arbeiten?

Ich gehe zurück, um gegen Leute wie Macrobius zu arbeiten.

Wir haben schlimme Dinge angerichtet, Romanianus.

Die Schuld liegt nicht bei dir.

Wessen Schuld mag es dann sein?

Niemandes.

Niemandes? Welche Schule der Philosophie ist das?

Ist dir Mani ein Begriff? Mani ist der Prophet der Wahrheit.

Und was besagt sie?

Dass niemand für irgendetwas verantwortlich ist.

Vergiss nicht, dass du mit einem Advokaten sprichst.

Ich hab schuldige Männer verteidigt, die Verbrechen begangen haben.

Das ist genau der Punkt. Sieh dir diese Olivenbäume an.

Können wir ihnen vorwerfen, krumme Äste zu haben?

Nein, es ist ihre Natur.

Das Gleiche gilt für uns.

Es ist nicht unsere Schuld,

wenn wir aus der Materie des Bösen gemacht sind.

Aber dann gibt es keine Hoffnung.

Nur eine: Folge Mani.

Er zeigt uns, wie wir uns von der Materie befreien können.

Von dem Bösen, um reines Licht zu werden.

Purer Geist.

(Kommentar des alten Augustinus:)

So geriet ich unter Menschen, trunken von ihrem Stolz.

"Wahrheit". Sie wiederholten das Wort wieder und wieder für mich.

Aber Wahrheit selbst war nicht in ihnen.

Oh Wahrheit, Wahrheit!

Wie sehnte sich damals mein Geist im tiefsten Inneren nach dir!

Während die anderen immer wieder deinen Namen herausposaunten,

als ob er nur ein Klang wäre. Geschrei und Luft.

Das Abendessen ist angerichtet.

Ich habe etwas Besonderes zubereitet. - Weshalb?

Um Euch zu erfreuen. - Das ist nicht nötig.

Ich denke doch.

Um Euch zu erinnern, dass Ihr es auch seid.

Was? - Besonders.

Das weiß ich. Du brauchst mich nicht daran zu erinnern.

Ich muss niemandem etwas beweisen.

Vergib mir.

Ihr solltet Euch bei den Bediensteten weder entschuldigen noch bedanken.

Das sagte ich Euch bei unserer ersten Begegnung.

Du bist keine Dienerin mehr für mich.

Selbst Eure Worte können das nicht ändern.

Nicht doch. - Und Ihr müsst Euch nicht mit mir versöhnen.

Sondern mit Eurer Mutter.

(Eine Glocke läutet.)

Augustinus!

Ich habe auf dich gewartet. - Ich freue mich, dich zu sehen.

Wie geht es dir? - Heute geht es mir gut. - Heute?

Ich hatte einen Traum:

Ich stand auf einem freischwebenden Richtscheit und weinte.

Dann sah ich einen jungen Mann, der mir entgegenlief.

Er lächelte und fragte: "Warum weint Ihr?".

"Wegen meines Sohnes", antwortete ich.

Er sagte: "Seht ihn Euch genau an.

Seht Ihr denn nicht, Euer Sohn ist bei Euch?"

Ich drehte mich zur Seite und sah dich auf demselben Richtscheit.

Neben mir.

Eines Tages werden wir vereint sein im Glauben.

Das bedeutet mein Traum. Deswegen geht es mir heute gut.

Dann wirst du auch bald zum Manichäer werden, wie ich.

Nein, der Mann hat nicht gesagt, dass ich bei dir bin, Augustinus.

Sondern er hat gesagt, dass mein Sohn bei mir ist.

Da wo ich bin, ist es gut.

Du vergeudest das Talent, das dir Gott gab.

Ich hab es mit meinem eigenen Fleiß erworben.

Der Mensch erschafft sich nicht selbst

und wird sich nie selbst genügen. - Ja, das sagst du.

Unser Herz sagt das.

Eure Priester lassen euch das glauben.

Sie lassen euch glauben, dass ihr Gott braucht.

Aber wo ist Gott? Ihr könnt ihn weder sehen noch hören

Habe ich recht? Um mit ihm zu sprechen,

benötigt ihr Hilfe. Aber von wem?

Von den Priestern, die eure Seele fest in den Händen halten.

Niemand hier hält irgendjemandes Seele in seinen Händen, junger Mann.

Hört ihr? Der Bischof ist beunruhigt.

Er fürchtet, ihr könntet euren Kopf benutzen.

Und dass euch bewusst werden könnte, dass er euch nur Fabeln erzählt.

Noch dazu schlecht geschriebene, die jeglicher Wissenschaft entbehren.

Siehst du, was habe ich dir gesagt:

Du hast Talent. Aber du vergeudest es.

(Anführer der Manichäer) Wir meinen,

Ihr solltet einer der Auserwählten werden. - Ich, einer der Auserwählten?

Dann könntet Ihr mit Euren rhetorischen Fähigkeiten

die Religion des Mani öffentlich verteidigen.

Öffentlich?

(Romanianus) So kannst du an deine Geltung anknüpfen.

Jemand mit deinen Fähigkeiten kann nicht damit ausgefüllt sein,

Kinder in Grammatik zu unterrichten.

Die Welt wurde aus niederen und höheren Menschen gemacht

Ihr seid einer der höheren. Mit uns könnt Ihr Großes erreichen.

Ich fühle mich geehrt. - Es gibt eine Bedingung.

Die Erwählten sind der Keuschheit verpflichtet.

Ihr müsstet die Beziehung zu Eurer Gefährtin abbrechen.

Ich habe dir etwas zu sagen.

Ich habe Euch auch etwas zu sagen.

Heute... - Heute...

Wer zuerst?

Du zuerst.

Wir erwarten ein Kind.

Erfreut Euch das nicht? - Doch, natürlich.

Was gibt es Schöneres?

Und Ihr? Was wolltet Ihr mir sagen?

Nichts von Wichtigkeit. Nur, dass ich

die Übersetzung von Isokrates' Reden gefunden habe, die teuer sind.

Ich wollte mit dir darüber sprechen. Aber da wir ein Kind erwarten,...

sollten wir das Geld lieber sparen.

Es tut mir leid, wenn Ihr sie deshalb nicht... - Nein! - ...erstehen könnt.

Ein Kind ist viel wichtiger.

Hey, pass doch auf!

Mutter?

Khalida und ich erwarten ein Kind.

Kommt rein.

Ich möchte Romanianus' Gastfreundschaft

nicht länger in Anspruch nehmen.

Jetzt, da Khalida in anderen Umständen ist.

Wenn wir vielleicht hier...

Ich,... wir wären dir wirklich sehr dankbar.

Du musst mir nicht danken, Augustinus. Ich bin deine Mutter.

Komm Khalida, ich zeige dir, wo du schlafen wirst.

(Es donnert.)

(Ein Kleinkind weint.)

Khalida? Khalida!

Adeodatus weint.

Ist ja gut.

Vielleicht möchte er nur mal von seinem Vater gehalten werden.

Ich versuche mich zu konzentrieren.

Wie kommst du voran? - Schlechter als ich dachte.

Das Buch darf nicht scheitern wie das erste.

Das Buch über die Schönheit findet bald Leser.

Selbst die Widmung an den großen Redner Gerius hat nichts bewirkt.

Gib ihm Zeit.

Zeit? Ich bin 27.

Cicero war in meinem Alter bereits Staatsmann.

Er hatte schon Schriften verfasst, nach denen noch heute gelehrt wird.

Hatte er schon Kinder? Hatte er welche?

Nein.

Siehst du, du hingegen hast bereits ein wunderschönes Kind.

Cicero hatte Erfolg, und ich habe ein Kind.

Augustinus, du hast Besuch.

Romanianus.

Was für eine Freude, dich wiederzusehen.

Du siehst erschöpft aus. Wie heißt der Kleine?

Adeodatus. - Ich habe viel gearbeitet.

Darf ich ihn nehmen? - Ich habe viele Ideen, aber...

Ich bin vorbeigekommen, um dich in mein Haus einzuladen.

Um mich einzuladen?

Du bist immer noch ein gern gesehener Gast.

Ich fühle mich immer noch sehr schlecht,

weil ich abgelehnt habe, ein Auserwählter zu werden.

Erinnere dich: Niemand ist für irgendetwas verantwortlich.

Ein alter Freund von dir wird auch da sein.

Augustinus! - Valerius.

Was macht ein bedeutender Mann wie du in Thagaste?

Das Gleiche könnte ich dich fragen. - Bitte, macht es euch bequem.

Sag, wo lebst du jetzt? Antiochia, Trier, Aquilaea?

Rom. Ich arbeite für Quintus Aurelius Symmachus.

Den Präfekten. Hast du von ihm gehört?

Einer der größten Redner unserer Zeit.

Ja, du solltest ihn hören.

Wie lange wirst du brauchen, um ihn zu ersetzen?

Nicht lange, wenn ich wollte, aber ich habe andere Pläne.

Valerius hat ein sehr gutes Angebot für dich, Augustinus.

In Mailand sucht man einen neuen Hofredner.

Der Kaiser hat Symmachus gebeten, einen zu finden.

Der hat aber noch keinen gefunden, denn Ambrosius ist in Mailand.

Einer der hochmütigsten christlichen Bischöfe des Reichs.

Er ist ein guter Redner.

Symmachus sucht jemanden, der ihm etwas entgegenzusetzen hat.

Das wäre etwas für meinen Freund Augustinus.

Du bist ein brillanter Redner und hasst die Christen.

Das wäre eine einmalige Gelegenheit für dich

und für die manichäische Gemeinschaft ebenfalls.

Sag mir nicht, dass ich die lange Reise umsonst gemacht habe.

Meine Familie lebt hier.

Eine alte Mutter und eine Sklavin als Geliebte. Ist das deine Familie?

Ich habe zudem ein Kind. Und sie sind mein ganzes Leben.

Das ist kein Leben, Augustinus.

Erinnere dich an unsere Träume.

Unsere Ambitionen.

Du hast Angst. Mehr nicht.

Dass du nicht in der Lage bist, dein Potenzial voll auszuschöpfen.

Als ich dich das erste Mal sah,

fragte ich mich, was Romanianus wohl aus dir pressen wollte.

Die Ölpresse kann die Olive zerquetschen.

Aber wenn du sie nie der Presse zuführst, wirst du nie erfahren,

ob sie von hervorragender Qualität ist.

Oder nur Mansch!

Unsere letzte Gelegenheit.

(Kommentar des alten Augustinus:)

Er führte mich in Versuchung und lockte mich nach Rom

durch Menschen, welche totes Leben liebten

und durch solche, die heillos handelten.

Aber ich, der hier das wahre Elend verabscheute,

suchte dort falsche Glückseligkeit.

Augustinus!

Augustinus, wohin gehst du? - Nach Karthago.

Karthago? - Ich begleite Valerius. Er segelt zurück nach Rom.

Dachtest du, ich würde ohne Abschied gehen?

Sollte ich das nicht denken? - Was ist in dich gefahren?

Ich muss los. Valerius wartet auf mich.

Komm wohlbehalten wieder.

Ich werde in ein paar Tagen zurück sein.

(Kommentar des alten Augustinus:)

Der Wind blies und füllte unsere Segel.

Das Ufer entzog sich unserer Sicht, als gramgeplagt

die Mutter mit Klagen und Seufzen Gottes Ohren erfüllte.

Sie ahnte nicht, welche Freude Gott ihr mit dem Weggehen bereiten würde.

Nachdem sie meinen Trug und meine Grausamkeit beklagt hatte,

führte sie ihre Fürbitten für mich fort.

Warum? Warum?

Vater unser, der du bist im Himmel, geheiligt werde...

Er sagte, es wäre für ihn zu schmerzhaft gewesen.

Er würde nicht die Stärke besitzen, dich anzusehen.

Und dir ins Gesicht Lebewohl zu sagen, dir und Adeodatus.

Er hätte dann nicht den Mut gehabt, zu gehen.

Hier. Setz dich.

Aber er versprach, dass er wiederkommt.

Oder alles in die Wege leiten würde, damit wir zu ihm kommen können.

(Kommentar des alten Augustinus:)

Mutter ging wieder ihrem gewohnten Leben nach.

Ich ging nach Rom.

Es scheint, als ob sich der Glanz Roms

durch die wachsende Popularität des Christentums

gegenüber den anderen Religionen verdunkeln würde.

Aber es verhält sich wie bei Sturm- Wolken, die kurz die Sonne verbergen

sich aber dank ihrer Wärme wieder auflösen.

Keine schlechte Rede, Augustinus.

Störend daran ist dein leichter afrikanischer Akzent.

Den solltest du loswerden.

Ich danke für Euren Rat. - Ihr könnt gehen.

Valerius!

Bleib!

Und?

Geh packen, wir reisen nach Mailand!

Nein... - Du bist der neue Hofredner.

Warum sie hier in Mailand lebten, statt in Rom,

lässt sich nur verstehen, wenn man weiß,

wie einfältig die letzten Kaiser waren.

Es waren Soldaten-Kaiser,

die Mailand wegen der Nähe zur barbarischen Grenze wählten. - Genau.

Hier ist der Kaiserliche Palast.

Hättest du gedacht, es so weit zu bringen?

Wiederhole, was ich gesagt habe.

Sieh dem Kaiser niemals in die Augen.

Widerspreche niemals seiner Mutter und: Traue niemandem im Gericht.

Aurelius Augustinus und Valerius Prisco.

Umschmeichle Bauto mit ein paar Komplimenten.

Er führt seit Jahren keine Armee, gilt aber gern als großer General.

Kann ich jemanden preisen für das, was er ist?

(Sekretär) Kaiser Valentinian!

(Valerius) So eine Gelegenheit kommt nie wieder.

Der Kaiser wurde soeben erst vereidigt.

Die wichtigsten Posten sind noch nicht vergeben worden.

Mit dir als Redner und meinen Erfahrungen

können wir die höchsten Höhen erreichen. Sind wir uns einig?

Nicht!

Ich rufe den Konsul von Venedig...

Nein, später! Valerius!

Seid Ihr mit dem neuen Hofredner gekommen?

Ja, Kaiserliche Mutter. Aurelius Augustinus aus Thagaste.

Weiß dieser Augustinus von Thagaste,

was es bedeutet, die Stimme unseres Kaisers zu sein?

Er weiß es, Kaiserliche Mutter.

Weiß er, dass er von allen Untertanen gehört und respektiert wird?

Was noch wichtiger ist:

Er weiß, auf welche Stimme Eure Untertanen nicht hören sollen.

Auf Bischof Ambrosius,

der sich rühmt, mehr Gehör zu finden, als unser Kaiser.

Wenn Ihr wollt, dass der Kaiser mehr Gehör findet,

braucht Ihr einen talentierteren Redner als Ambrosius.

(Bauto räuspert sich.)

Ich verstehe nicht viel von diesen Angelegenheiten. Was schlagt Ihr vor?

Augustinus wird eine öffentliche Rede zu Ehren unseres Kaisers halten.

Darin wird er Bischof Ambrosius angreifen.

Eine Rede, die die öffentliche Meinung auf unsere Seite zieht.

Bald wird niemand mehr auf den Bischof hören.

Und Ihr? Was sagt Ihr dazu?

Lasst uns Eure Stimme hören.

Meine Stimme untersteht allein dem Dienst des Kaisers.

Ich werde ausschließlich sagen, was der Kaiser zu hören wünscht.

(Valerius) Die Kaiserliche Mutter hat Gefallen an dir gefunden.

Sie ist eine Frau!

Und sie ist davon überzeugt, mit deiner Hilfe Ambrosius loszuwerden.

Wie konnte der Bischof eine solche Gefahr für sie werden?

Justinas Gatte, der vorherige Kaiser, hatte große Ehrfurcht vor dem Bischof

Er gab ihm so viel Macht,

dass sogar das Gericht in seinem Schatten steht.

(Eine Glocke läutet.)

Sieh da rüber! Katholiken. Sogar Heiden wollen Ambrosius hören.

Wie gesagt, er ist ein großer Redner. - Wir werden sehen.

(Mann) Ich bin unschuldig, ich habe nichts getan!

(Frau) Nein! Habt Gnade mit ihm. Bitte!

Das wirst du hier häufiger erleben. Das sind Justinas kaiserliche Wachen.

(Musik)

(Sekretär) Ihr könnt nicht...

Bischof Ambrosius, wir können uns nicht entsinnen,

Euch eingeladen zu haben?

Ich bin gekommen, um eine wichtige Angelegenheit vorzubringen.

Wichtiger als eine Einladung. - Was könnte das sein?

Gerechtigkeit.

Ich kenne einen treu sorgenden Ehemann, Vater von drei Kindern.

Als seine Frau den ersten Sohn gebar,

war dieser Mann an der Front und kämpfte für Rom.

Als sein zweiter Sohn am Fieber starb,

war dieser Mann wieder an der Front und kämpfte für Rom.

Ich erinnere mich, wie er seinen dritten Sohn verabschiedete,

der auszog und sein Leben für Rom ließ.

Heute sitzt der Mann im Gefängnis wegen nicht getilgter Schulden.

Morgen werden sie ihn als Sklaven verkaufen!

So ist das Gesetz. Schulden müssen beglichen werden.

Ich bin hier, weil Rom seine Schuld bei diesem Mann begleichen muss!

Indem man ihm seine Freiheit schenkt.

(flüsternd) Ich wünsche eine schnelle Lösung.

Ich werde mich persönlich um den Fall kümmern.

General Bauto, ich bin Euch sehr dankbar für Eure Hilfe.

Verzeiht, dass ich Euch gestört habe, Kaiserliche Mutter.

Mein Kaiser...

Da Ihr schon hier seid, Bischof Ambrosius,

möchte ich Euch Augustinus vorstellen.

Er ist der neue Hofredner.

Ich habe schon viel von Euch gehört. - Und ich über Euch.

Ich hörte, Ihr seid ein Anhänger Manis.

Das ist richtig.

Dann haben wir hier einen Manichäer, zwei arianische Christen,

einen traditionellen Heiden und einen Anhänger Mithras'.

Da fragt man sich, bei wem die Wahrheit liegt.

Oder ob der Mensch sie je findet...

Nein, Augustinus.

Nein. Nicht wir Menschen werden die Wahrheit finden.

Es wird die Wahrheit sein, die uns Menschen findet.

Seht Ihr, Possidius, ich bin schon mal nach Rom gegangen.

Und drohte mich zu verlieren.

Ob ich das Gleiche wohl noch mal erleiden muss?

Es geschieht auf Anweisung des Papstes, um Euch zu retten.

Und lässt zu, dass meine Leute sterben?

Wisst Ihr, gestern sah ich zu, wie die Störche fortzogen.

Ich habe sie beneidet. Sie wissen immer, wann es Zeit ist zu gehen.

Und auch genau, in welche Richtung.

Während es für uns sehr schwer zu verstehen ist,

was Gott von uns erwartet.

Statthalter?!

Danke für Euer Kommen, Zenturio.

Ich habe mit den Garnisons-Offizieren gesprochen.

Sie sind bereit, sich unter Euer Kommando zu stellen.

Sie wissen besser, wie man Hippo verteidigt.

Schon möglich. Aber wer spricht von Verteidigung?

Ich spreche von Angriff.

Unter Eurer Führung werden wir die Belagerung beenden und Hippo befreien

Da sind Zehntausende von Vandalen. - Die Zahl besagt nichts.

Rom hat immer wieder weit größere Armeen besiegt.

Die Vandalen denken, wir seien dabei, uns zu ergeben.

Ein Sieg würde die Machtverhältnisse wieder umkehren.

Ich bin Statthalter der Provinz und könnte in Karthago in Sicherheit sein

Stattdessen kam ich hierher, kurz vor den Vandalen. Und warum?

Weil ich immer davon überzeugt war,

dass der entscheidende Gegenangriff von Hippo ausgehen wird.

Wir schicken die Barbaren wieder dahin, wo sie herkamen.

Und retten das Imperium. Denkt an die Ehre.

Oder an alle, die wir verlieren. - Nein, denkt an die Menschen,

die dank Eures Schwertes gerettet werden.

(Gemurmel und Gestöhne)

Wie geht es ihm? - Er hat die Nacht überstanden.

Mit Gottes Hilfe wird er auch die nächsten überstehen.

Nicht mit Gottes Hilfe. Mit Eurer.

Ich habe ihm nur ein wenig seine Schmerzen gelindert.

Wie viele von ihnen werden in der Lage sein, zu kämpfen?

Kämpfen? Warum habt Ihr sie nicht gleich dort sterben lassen?

Ihr habt recht. Vielleicht wäre das besser gewesen.

Ich sehe, Ihr seid heute ohne Euer Schwert gekommen.

Ein Soldat ist nicht immer in der Schlacht.

Dann führt diese Männer nicht in die Schlacht. Lasst sie leben.

Wäre es besser, wenn ich die Männer leben und die Stadt sterben lasse?

Oder sie sterben lasse und die Stadt leben?

Wir haben 12 Einheiten hier.

Jede von ihnen ist 150 Mann stark. Das sind 1800 Soldaten.

Mit meinen Männern 2000. Nicht genug.

Wie hoch ist die Anzahl der wehrfähigen Männer?

Etwa 5000 würde ich sagen. - Beruft sie ein!

Wir müssen die Wachen verstärken. Hier, hier und hier. Sorgt dafür!

Wo sind all die Verwundeten?

Als sie hörten, dass ihr Hauptmann einen Angriff vorbereitet,

haben sie sich ihm angeschlossen.

Die Belagerungslinie der Vandalen verläuft hier.

Wir werden sie an ihrer schwächsten Stelle angreifen.

Aber das ist die entfernteste Stelle?

Völlig richtig. Dort werden sie zuletzt einen Angriff erwarten.

Ich halte das für die beste Stelle, um sie zu überraschen.

So werden die Belagerten zu Belagerern.

Zenturio, ich muss Euch sprechen.

Gebt mir die Verwundeten zurück. Sie unterliegen meiner Verantwortung.

Diese Männer haben ihren Dienst freiwillig wieder aufgenommen.

Dann befehlt sie zurück in die Basilika!

Ich würde sie kränken. Sie haben das Recht, Helden zu werden.

Nein, ihr sollt zuerst das Schloss reparieren.

Oder wollt ihr ihnen diesen Ruhm auch nicht gönnen?

Ihr "Christen" und eure Sklavenmentalität.

Unterwürfig und pessimistisch. - Sklavenmentalität. Und ihr?

Ihr seid so versessen auf weltliche Dinge,

dass ihr sie verehrt, als wären sie Götter.

Ihr kennt die Welt nicht. Ihr hängt am Gewand des Bischofs.

In seinem Gewand steckt mehr Leben als in euren Schlachten.

Nennt ihr das hier "Leben"? - Natürlich!

Ihr wisst nicht, was das Leben ist.

Ihr habt nie die Sonne gesehen, wie sie über dem Schlachtfeld untergeht.

Ihr habt nie Wasser getrunken aus einer Quelle inmitten der Wüste.

Ihr habt nie in eine reife Frucht gebissen nach Wochen auf See.

Ihr habt nie...

Onkel Augustinus, die päpstlichen Schiffe sind da.

Wir müssen Eure Bücher an Bord bringen und fahren.

Und wo soll es hingehen?

Weit weg von hier. Nach Rom. In Sicherheit.

Ich spreche nicht über das Fahrziel des Schiffes,

sondern über unser Schicksal.

Wo werden wir enden?

Wo werde ich enden,

wenn ich die Stadt preisgebe, die Gott mir anvertraut hat?

Untertitelung: BR 2010

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