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MOSFILM
Filmproduktionsvereinigung "Junost"
A.S.Puschkin
M�RCHEN VOM ZAREN SALTAN
Drehbuch A.PTUSCHKO mit I.GELEIN
Nach dem M�rchen von A.S.PUSCHKIN
Regie Alexander PTUSCHKO
Kamera I.GELEIN, W.SACHAROW
Szenengestaltung A.KUSNETSOW, K.CHODATAJEW
Kost�me O.KRUTSCHININA
Musik Gawriil POPOW
Ton M.BLJACHINA Dirigent G.DUGASCHEW
Deutsche Untertitel A.KOSLOW Redakteur J.KOSLOW
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In den Hauptrollen:
Saltan - Wladimir ANDREEW Zarin - Larissa GOLUBKINA
Gwidon - Oleg WIDOW Schwan-Zarin - Ksenia RJABINKINA
Vormund von Saltan - S.MARTINSSON Babariche - O.WIKLAND
Weberin - W.IWLEWA K�chin - N.BELJAJEWA
Diakon - W.KOLPAKOW Hofbeamte - J.TSCHEKULAJEW
Diener - W.NOSSIK Stadthauptmann - G.SPIEGEL
Hofnarr - E.MAICHROWSKI
Sa�en sp�t drei junge M�dchen. Snurrend ging ihr Spinner�dchen.
In dem Urwald
sammelte ein M�dchen Beeren.
Es verirrte sich
und begann zu rufen.
Wo bist du, mein lieber Freund?
Mein lieber Freund,
mein Leben, meine Seele...
Ah! K�nnt' ich doch Zarin sein!
F�r die ganze weite Welt h�tt' ich selbst ein Fest bestellt!
Schwester, k�nnt ich Zarin sein,
aller Welt mir eigner Hand webt' ich feine Leinewand!
K�m' ein Zar, um mich zu frein,
schenkt' ich ihm auf seinen Thron einen rechten Heldensohn!
Gru� dir, der Sch�nen.
Dich will ich zur Zarin nehmen!
Und nun bis September schon schenk mir einen Heldensohn!
Er will sie zur Zarin machen! Beim ersten Anblick...
- Sie d�rfen nicht heiraten! - Reg dich doch nicht auf.
Die Rede der letzten, hat ihm wohl gefallen.
Aber ihr, ihr beiden andern, macht euch auf, mit uns zu wandern.
Bei der Schwester sollt ihr bleiben. Was ihr w�nscht, das sollt ihr treiben:
Eine soll als K�chin leben, und die andre Leinwand weben.
So ist es immer: Sei weder klug, noch stark und gesund...
Sondern prahlerisch. Da wirst du gl�cklich.
- Ich zittere einfach vor Wut. - Das istja unm�glich...
Einen Laufburschen zu spielen!
Zar Saltan im Kreis der G�ste
mit der Zarin sitzt am Feste.
Gleich am Abend ward die Braut
ihm als Zarin angetraut.
Zar Saltan im Kreis der G�ste mit der Zarin sitzt am Feste!..
- Mit der Zarin! - Sitzt am Feste!
Zar Saltan im Kreis der G�ste mit der Zarin sitzt am Feste.
Ein Apfel mit andrem f�llt runter.
Ein Apfel den andren gr��t munter.
Ein Apfel den andren gr��t munter
und spricht den andren Apfel an...
Der Apfel f�llt, der Apfel f�llt
nicht weit vom Stamm...
Der Apfel f�llt nicht weit vom Stamm.
Nicht weit vom Stamm f�llt der Apfel...
K��t euch! K��t euch!
Ade, das sch�ne Leben.
Sie rei�t die ganze Macht an sich.
D'rauf die Ehreng�ste schreiten und das Hochzeitsbett bereiten.
Fein geschnitzt aus Elfenbein. Und man lie� das Paar alein.
- Die Ehreng�ste schreiten... - Und das Ehebett bereiten...
- Fein geschnitzt aus Elfenbein... - Und man lie� das Paar alein!
- Weberin und K�chin einen. - Sich ihr Schicksal zu beweinen.
Oh, es einen sich die beiden ihre Herrin zu beneiden.
- Es war einmal ein brauner B�r. - Brumm, brumm, brumm!
- Der tanzte so von ungef�hr. - Rund herum!
- Litte, lotte, lux... - Gehe als ein Fuchs!
- Litte, lotte, lase... - Gehe als ein Hase!
- Litte, lotte, lecke... - Geh als eine Schnecke!
Es war einmal ein brauner B�r. Brumm, brumm, brumm!
Unser Zar m�chte keinen Krieg mehr f�hren.
Er will nun seine Ruhe haben und das Eheleben genie�en.
Man mu� die beiden unbedingt
irgendwie auseinandersetzen.
Man sagt, da� bald
ein Krieg auf uns zukommen wird.
Um dein Reich von Angriffen zu besch�tzen,
mu�t du sofort
eine gro�e Armee hinschicken.
Zar Saltan, Vater des Volkes,
sei unser Heerf�hrer!
Nun geschah der gro�e Krieg. Zar Saltan sein Ro� bestieg,
bat die Zarin, sich zu wahren ihm zuliebe vor Gefahren.
Und indes er ferne weilt
stark von Kampf zu Kapmpfe eilt,
schenkt der Got ihm einen Sohn.
Ellenlang geboren schon.
Ellenlang geboren schon.
Er w�chst leider wunderbar
nicht blo� t�glich, st�ndlich gar.
Er w�chst wunderbar nicht blo� t�glich, st�ndlich gar.
- lhren Spr��ling pflegt die Zarin... - Wie ihrjunges pflegt die Aarin.
Wir m�ssen dem Zaren die erfreuliche Nachticht mitteilen!
Unser Sohn w�chst wunderbar
nicht blo� t�glich, st�ndlich gar.
Um den Zaren zu �berraschen, schickt sie einen raschen
Boten. Doch die beiden Schwestern, die ihr Gl�ck beneiden,
mit der Base Babariche, wollen sie zugrunde richten.
Wir sollen einen anderen Boten schicken.
Mit folgender Nachricht...
Er kommt.
Der Bote ist da!
Deine Zarin hat geboren...
Hat geboren! Die Zarin!
Die Zarin! In der Nacht!
Deine Zarin hat geboren!...
Keine Tochter,
keinen Sohn...
's ist nicht Frosch und ist nicht Maus:
Sieht fast wie
ein Untier aus!
Ist nicht Frosch
und ist nicht Maus...
Sieht fast wie ein Untier aus!
Aufh�ngen!
Ist nicht Frosch und ist nicht Maus! Sieht fast wie ein Untier aus!
Sieht fast wie ein Untier aus!
Wir sind jedoch gn�dig.
Gott sei Dank!
Gibt den Boten folgenden Befehl:
"Schweigt jetzt still von der Geschichte,
bis ich selber seh' und richte".
Schon der achte Tag ist dran...
Keine Nachricht von Saltan.
Mit der Schrift auf schnellem Ro�,
kehrt der Bote heim zum Schlo�!
Doch der b�sen Schwestern Neid schuf der Zarin neues Leid:
Mach den Boten so betrunken, bis er tief in Schlaf versunken.
N�chte in sein Brustgewand einen Brief von unsrer Hand.
Der Bote ist da!
Eine Schrift von uns'rem Zaren
zu den �ltesten Bojaren.
Was geschehn, hab' ich erfahren.
Drum die Zarin und ihr Kind
sollt ihr beide, wie sie sind,
alsofort ins Meer versenken...
Alsofort ins Meer versenken, sie im Wasser zu ertr�nken.
Drum die Zarin und ihr Kind...
Sollt ihr beide, wie sie sind...
Alsofort ins Meer versenken...
Sie im Wasser zu ertr�nken.
Trauernd folgen wir, Bojaren dem seltsamen Brief des Zaren,
dr�ngen, zu der Zarin Schmach, n�chtlich in ihr Schlafgemach,
lesen ihr mit lauter Stimme, was der Zar in seinem Grimme
anbefohlen. In ein Fa�
werden ohne Unterla� Kind und Mutter eingesteckt,
und das Fa� wird zugedeckt, dicht verstopft mit Werg und Teer
und gerollt ins blaue Meer.
Was geschehn, hab' ich erfahren,
drum die Zarin und ihr Kind
sollt ihr beide, wie sie sind,
alsofort ins Meer versenken.
Alsofort ins Meer versenken...
Wo wollt ihr den hin, Bojaren? lhr sollt folgen dem Brief des Zaren.
Und das Fa� wird zugedeckt, und im blauen Meer versenkt.
Auf seinem sch�nen Ro�
kehrt der Zar zur�ck zum Schlo�.
Willkommen zu Hause,
Zar-Seelenm�rder.
Bist du denn verr�ckt geworden?
Du hast selber doch verordnet,
unsere Zarin und ihr Kind,
diese beiden, wie sie sind,
in das Meer zu versenken.
Sie ins Meer zu versenken?!
Ach du Welle, Meereswelle, wie du pl�tscherst frei und helle,
keinen Zwang noch Fesseln f�hlend, bald das Meergestein umsp�lend,
bald das hohe Ufer schlagend, mastenhohe Schiffe tragend -
Oh, erl�s uns unsrer Bande, trag uns hin zum festen Lande!
Und die Welle h�rt das Wort,
tr�gt das Fa� zum Ufer fort, l��t es sanft am Ufer nieder,
gleitet dann zum Meere wieder.
Aber wer machtjetzt uns zwei aus der Haft des Fasses frei?
Auf den F��chen steht das Kind.
Mach' ein Fenster f�r die Sonne!
Endlich sind wir wieder frei.
- Siehst du da? - Vom Strand steigt ein H�gel auf.
Eine Eiche steht darauf.
Na, was soll's, ein Abendbrot tut uns jetzt vor allem not!
Nun such' ich am D�nenh�gel an der Bucht nach Seegefl�gel.
Ein Schwam im Schaume bebt, �ber ihm ein Geier schwebt.
Zarensohn! Mich zu erl�sen,
kamst du, von der macht des B�sen.
Kannst du jetzt um meinetwillen auch nicht deinen Hunger stillen.
Gl�ck wird dir daf�r und Heil!
Er kann ja sprechen...
Keinen Schwam hast du befreit - eine stolze K�nigsmaid!
Und das Geier, der als Ziel deines sichern Schusses fiel,
war ein Zaubrer - reicher Lohn soll dir werden, Zarensohn!
Was du w�nschest, will ich tun. Doch jetzt geh, dich auszuruhn!
Nun nach diesem Unbehagen schlafen wir mit leerem Magen.
Warum hat denn der Vater uns hinrichten lassen?
Man hat wohl mich verleumdet,
oder den Zaren verzaubert.
Sei mein Junge aufgewacht. Schau mal hin: Dort �ber Nacht
auf dem �den Meeresstrand eine gro�e Stadt entstand.
Ist das nicht ein sch�ner Traum? Diesen Wunder tat mein Schwam.
Komm, la� uns die Stadt anseh'n.
Wir setzen dem Zarensohne auf das Haupt die F�rstenkrone.
Und das Volk von nah und fern ruft Hurra dem neuen Herrn!
Da die Mutter eingewilligt
und des Volkes Wahl gebilligt,
herrscht im Land der Zarensohn.
- Und man hei�t ihn... - F�rst Gwidon.
Gwidon! Gwidon!
Sieh dir dieses Wunder an, das man andren zeigen kann.
Siehst du da das Eichhorn sitzen und die goldnen N�sse blitzen.
Siehst du da auf zwei Seiten Gold und Edelsteine breiten.
H�rst es dabei pfeifen, singen...
Und des Eichhorns Lieder klingen.
Hampelmann, komm, tanz mit mir beide H�nde reich ich dir
Einmal hin, einmal her. Rund herum, das ist nicht schwer.
Mit den H�nden klipp, klipp, klipp,
Mit den F��chen tipp, tipp, tipp!
Dank dir, Schwam, du machst mich reich!
Macht das Schiff im Hafen halt!
La� den G�sten etwas Zeit
und das reiche Mahl beenden. Dann kannst du dich an sie wenden.
Frag nach Herkunft, Reiseziel. Tu noch andrer Fragen viel.
- Siehst du da das Eichhorn sitzen... - Und die goldnen N�sse blitzen.
- Mit den bunten Edelsteinen... - F�llen Kisten M�gdeleine.
H�tten gibt's hier nicht zu sehen.
Weit und breit Pal�ste stehn.
N�sse gar nicht zu bezahlen. Ganz von Golde sind die Schalen.
- Aus den Schalen pr�gt man Geld... - Und verteilt es in der Welt.
Und verteilt es in der Welt!
Liebe G�ste, seid willkommen! Sagt mir doch, wo kommt ihr her?
Haben alle Welt umfahren.
- F�hrten Fuchs und Zobel aus... - Und jetzt kehren wir nach Haus.
Ostw�rts f�hrt uns unsere Bahn, um beim Inselland Bujan...
In das reich Saltans zu fahren, des ber�hmten m�cht'gen Zaren.
Gute Reise, liebe Herren, durch den weiten Ozean
bis zum m�chtigen Zar Saltan.
Sollt ihm meinen Gru� bestellen. Und mein Name ist Gwidon.
Gr�� dich Gott, mein F�rst! Warum
wandelst du so tr�b und stumm?
Sprich, was ist dir angetan?
Ist kein Ungl�ck mir begegnet,
und doch traurig ist mein Sinn.
Zu dem Vater zieht mich's hin!
W�nschst du denn nichts mehr?
Flieg dem Schiff nach �bers Meer! Fliege hin zu deinem Gl�cke!
Nimm Gestalt an einer M�cke!
Unser Zar ist gar nicht ruhig.
Nichts zu tun, er ist auch s�ndig.
Es mu� sich nicht l�nger qu�len und die and're Braut w�hlen.
Du kannst zaubern, ich wei�.
Ich bezahle jeden Preis,
um zu wissen, wer mich ha�t.
Wer hat diesen Brief verfa�t?
Lieber Zar, la� dich beeilen.
Ein Handelsschiff legt im Hafen an.
Liebe G�ste, kommt nun her! Wart ihr lange auf dem Meer?
Und jenseits des Meers, wie war es? Saht ihr dort viel Wunderbares?
Haben alle Welt umfahren...
Jenseits auch der Meeresflut
ist es sch�n und lebt sich's gut:
Eine Insel steigt dort auf. Eine Stadt dehnt sich darauf.
Stolz gebaut mit T�rmen, Zinnen...
Goldne Kuppeln blitzen drinnen.
Vor dem Schlo� auf weitem Raum steht ein hoher Tannenbaum.
Im kristallnen H�uschen drunter sitzt ein Eichhorn, zahm und munter.
Und dies Eichhorn singt und knackt N�sse zu des Liedchens Takt.
N�sse, gar nicht zu bezahlen. Ganz von Golde sind die Schalen.
- Jeder Kern ist ein Smaragd. - Krieger, Diener halten Wacht.
Aus den Schalen pr�gt man Geld und verteilt es in der Welt.
In der Burg, auf goldnem Thron herrscht der m�chtge F�rst Gwidon,
der uns auftrug, als wir gingen,
seine Gr��e dir zu bringen.
Sprecht ihr wahr, dann
will ich, l��t mich Gott am Leben, selbst zum F�rsten mich begeben.
Nun, was ist da wunderbar, da� ein Eichhorn N�sse nagt,
ganz von Gold und von Smaragd! Ob auch wahr sei, was er spricht,
Wunderbares ist es nicht! Ich will dir ein Wunder sagen:
Hoch im Meer die Wellen schlagen, brausen, zischen, st�rmen, toben,
w�lzen sch�umend sich nach oben auf den nackten, �den Strand,
�berschwemmen rings das Land -
pl�tzlich, flammend wie Gewitter,
springen dreiunddrei�ig Ritter aus der Flut, in blankem Stahl,
junge Riesen allzumal, hochgemut, von stolzer Sch�ne,
ein gewaltger Reckenchor, und es f�hrt sie Tschernomor.
Solch ein Wunder l��t sich h�ren, da� es wahr ist, will ich schw�ren.
Fangt die M�cke, t�tet sie!
- Zerquetscht sie! - Fangt sie doch!
Gr�� dich Gott, mein F�rst! Warum
wandelst du so tr�b und stumm? Sprich, was ist dir angetan?
Eines gro�en Wunders gern macht' ich mich durch dich zum Herr!
Willst du mir das Wunder sagen?
Hoch im Meer die Wellen schlagen, brausen, zischen, st�rmen, toben,
w�lzen sch�umend sich nach oben auf den nackten, �den Strand,
�berschwemmen rings das Land -
pl�tzlich, flammend wie Gewitter, springen dreiunddrei�ig Ritter.
Sei getr�st. Ich kann dir helfen.
Alle diese Ritter sind meine Br�der, und geschwind
kommen sie, wenn ich es will. Geh nur heim und warte still.
Auf Befehl des Schwans erschienen sind wir, F�rst, um dir zu dienen,
deine stolze Stadt zu wahren und zu sch�tzen vor Gefahren.
Jeden Tag um diese Stunde steigen wir vom Meeresgrunde
k�nftig auf an dieser Stelle und umschreiten deine W�lle.
La� uns nun zur�ck zum Meer, denn die Erdluft ist so schwer,
dr�ckt uns hart, so oft wir landen.
Liebe G�ste, kommt nun her! Wart ihr lange auf dem Meer?
Weit hat uns das Meer verschlagen.
Haben alle Welt durchwandelt, Silber, Gold und Stahl verhandelt.
Jetzt zur Heimkehr ist es Zeit, denn uns f�hrt der Weg noch weit:
Nach dem Inselland Bujan in das Reich des Zarn Saltan...
Gute Reise, meine Herren, durch den weiten Ozean
zum ber�hmten Zarn Saltan.
Seid ihr gl�cklich heimgefahren, gr��t von mir den m�chtgen Zaren!
Lieber Zar, la� dich beeilen.
Da ist noch ein Schiff im Hafen.
Liebe G�ste, kommt nun her! Wart ihr lange auf dem Meer?
Und jenseits des Meers, wie war es? Saht ihr dort viel Wunderbares?
Haben alle Welt umfahren. Jenseits auch der Meeresflut
ist es sch�n und lebt sich's gut:
Eine Insel steigt dort auf. Eine Stadt dehnt sich darauf.
Meereswellen st�rmen, toben,
w�lzen sch�umend sich nach oben auf den nackten, �den Strand,
�berschwemmen rings das Land - pl�tzlich, flammend wie Gewitter...
Springen dreiunddrei�ig Ritter aus der Flut, in blankem Stahl...
Junge Riesen allzumal. Ein gewaltger Reckenchor...
Und es f�hrt sie Tschernomor.
T�glich zu bestimmter Stunde steigen sie vom Meeresgrunde
auf, die stolze Stadt zu wahren und zu sch�tzen vor Gefahren.
F�rst Gwidon, als wir weggingen, lie� dir seine Gr��e bringen.
Wenn das wahr ist,
will ich, l��t mich Gott am Leben, selbst zum F�rsten mich begeben.
Na, wovon sprichst du doch? Das ist gar kein Wunder noch!
Ob es falsch ist oder wahr, doch was ist da wunderbar,
da� in Waffen und in Wehre Menschen steigen aus dem Meere.
Besser als von solchen Helden
will ich dir ein Wunder melden:
Lebt ein Zarent�chterlein �berm Meer, so sch�n und fein,
da� sie tags das Licht verdunkelt, n�chtens wie die Sonne funkelt,
gl�nzt ein Mond in ihrem Haar, auf der Stirn ein Sternlein klar.
Majest�tisch ist die Frau, schreitet stolz, gleich einem Pfau,
und ihr Stimmchen klingt so hell wie im Wald ein Rieselquell.
Solche Wunderm�r' wie meine gibt es sonst auf Erden keine!
Fangt die Wespe, t�tet sie!
Heda, hilft uns!
Hilfe! Fangt sie schon!
Zerdr�ckt sie!
Ich hab' sie gleich! Na warte!
- Doch zu sp�t! - Sie flog hinaus!
Wei�e Birke,
Wei�e Birke,
Wei�e Birke in gr�nem Gewand!
Wohin beugst du dich?
Wohin beugst du dich?
Wohin beugst du dich, wohin?
Oh, ich beuge mich dorthin... Oh, ich beuge mich dorthin...
Ich beuge mich dorthin,
wo mein Vater will und
die Mutter es tun l��t.
F�rst Gwidon!
Gwidon! Gwidon!
Sch�ner F�rst, junger Falke.
Sch�ner F�rst, junger Falke.
Sch�n und jung.
Unverheiratet bist du, lwanuschka, ledig bist du Michailowitsch.
Unverheiratet bist du, lwanuschka, ledig bist du Michailowitsch.
Unverheiratet bist du, lwanuschka,
ledig bist du Michailowitsch.
Komm zu uns du, Junggeselle.
Komm doch her zu uns, der sch�ne.
Gr�� dich Gott, mein F�rst! Warum
wandelst du so tr�b und stumm? Sprich, was ist dir angetan?
H�re, was mein Herz zernagt:
Alle Menschen frein, ich sehe, da� nur ich noch ledig gehe...
Wen hast du dir denn erkoren?
Mir kam zu Ohren, da� ein Zarent�chterlein
lebt, so wundersch�n und fein,
da� sie tags das Licht verdunkelt, n�chtens wie die Sonne funkelt,
gl�nzt ein Mond in ihrem Haar, auf der Stirn ein Sternlein klar.
Aber ist es wahr auch, sage? Voller Angst stell ich die Frage.
Ehestand hat schwere Pflicht.
Eine Gattin kann man nicht von der Hand wie Handschuh streifen
und nach einer andern greifen.
M�ge Gott mein Zeuge sein, da� es Zeit f�r mich zu frein.
Und so stark treibt mich mein Sinn zu der Zarentochter hin:
Sie zu sehn, zu Fu�e gerne ging' ich bis zur weitsten Ferne.
Weit zu geh'n brauchst du nicht,
denn dein Schicksal - das bin ich!
Komm, wir gehen gleich zur Mutter.
M�tterchen, der Wunsch mich qu�lte,
da� ich mir ein Weib erw�hnte. Diese hab' ich nun geminnt
mir zum Weib und dir zum Kind. Liebend kam sie mir entgegen,
und nichts fehlt uns als dein Segen!
Gott sei mit euch, Kinder.
Lieber Zar, la� dich beeilen.
- Wieder sind die G�ste hier. - Ruft sie alle schnell zu mir!
Liebe G�ste, kommt doch her! Wart ihr lange auf dem Meer?
Und jenseits des Meers, wie war es? Saht ihr dort viel Wunderbares?
Haben alle Welt umfahren. Jenseits auch der Meeresflut
ist es sch�n und lebt sich's gut:
Eine Insel steigt dort auf, eine Stadt dehnt sich darauf.
Vor dem Schlo� auf weitem Raum steht ein hoher Tannenbaum.
Im kristallnen H�uschen drunter sitzt ein Eichhorn, zahm und munter.
Und dies Eichhorn singt und knackt N�sse zu des Liedchens Takt.
N�sse, gar nicht zu bezahlen.
Ganz von Golde sind die Schalen. Jeder Kern ist ein Smaragd...
Doch man h�tt' noch mehr gesagt: Meereswellen st�rmen, toben...
- W�lzen sch�umend sich nach oben... - Auf den nackten, �den Strand...
�berschwemmen rings das Land...
Pl�tzlich, flammend wie Gewitter...
Springen dreiunddrei�ig Ritter.
Und der Herrscherjener Stadt solch ein sch�nes Frauchen hat,
da� sie tags das Licht verdunkelt, n�chtens wie die Sonne funkelt,
gl�nzt ein Mond in ihrem Haar, auf der Stirn ein Sternlein klar.
- In dem goldenen Palaste... - Lud uns F�rst Gwidon zu Gaste.
Und befahl uns, als wir gingen,
seine Gr��e dir zu bringen,
dich zu machen,
bald zu kommen, wie du oft dir vorgenommen.
Neu erwachtjetzt mein Gel�sten. La�t nun schnell die Schiffe r�sten.
L�nger kann ich nicht mehr sitzen. Morgen sehe ich Gwidons Besitze!
- Bleib zu Haus'... - Du sollst uns h�ren.
Wollt ihr mich schon wieder st�ren?
Bin ich Zar noch, bin ich Kind? R�stet euch zur Fahrt geschwind.
Still und ruhig ist das Meer.
Tr�bt kein Sturm die Fl�che mehr.
Fern dort eine Flotte zieht - durch den blauen Ozean
schwimmt das Schiff des Zarn Saltan.
Seht des Vaters Schiff!
Dort schwimmt es! Seinen Weg zum Hafen nimmt es!
Seht den Vater vorne stehn
und auf uns durchs Fernrohr seh'n.
- Kommt der Stadt die Flotte nah. - Unser Volk empf�ngt sie da.
F�rst Gwidon komm selbst gegangen,
um den Zaren zu empfangen.
La� die G�ste nichts vermissen. Doch von mir darf keiner wissen.
Es war einmal ein brauner B�r, der tanzte so von ungef�hr...
Solche Wunderm�r' wie deine
gibt es sonst auf Erden keine!
Oh, mein Gott! Bin ich bei Sinnen?
Ist das wahr? Helft mir! Ich spinne!
Zar zieht Zarin an sich schnurzend.
Nun erkannt er auch Gwidon,
herzte, k��te seinen Sohn
und das sch�ne Weib nicht minder.
Das ist keine sch�ne Wende.
Unser Leben ist zu Ende.
- Alle gehen in den Saal. - Und es gibt ein frohes Mahl.
Wo sind aber die b�sen Schwestern mit der Base Babariche?
- Suchten schnell sich zu verstecken. - Kaum kann man sie entdecken.
Zar, sie beichten voller Reue ihre Untat nach der Reihe.
Beichten Sie?!
Doch der Zar, der wohlgemut, schick sie heim mit Hab und Gut.
Nun gut, la�t sie heim mit Hab und Gut.
Ende
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