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* fr�hliche Musik *
(Gesang) "Zwei mal drei macht vier
Widdewiddewitt Und drei macht neune."
Pippi Langstrumpf
"Ich mach mir die Welt Widdewidde wie sie mir gef�llt."
Annika Tommy
"Hej, Pippi Langstrumpf Hollahi-hollaho-holla-hopsasa
Hej, Pippi Langstrumpf Die macht, was ihr gef�llt."
Landstreicher Donner-Karlsson
"Drei mal drei macht sechs
Widdewidde Wer will's von mir lernen?
Alle gro� und klein Trallalala lad ich zu mir ein
Ich hab ein Haus Ein kunterbuntes Haus
Ein �ffchen und ein Pferd Die schauen dort zum Fenster raus
Ich hab ein Haus Ein �ffchen und ein Pferd
Und jeder, der uns mag Kriegt unser Einmaleins gelehrt
Zwei mal drei macht vier Widdewiddewitt und drei macht neune
Wir machen uns die Welt Widdewidde wie sie uns gef�llt
Drei mal drei macht sechs
Widdewidde Wer will's von uns lernen?
Alle gro� und klein Trallalala lad ich zu uns ein."
Das ist das Haus, in dem Tommy und ich wohnen.
Ein kleines St�ck weiter, eigentlich nur ein Katzensprung,
da liegt die Villa Kunterbunt.
Die hat irgendein Kapit�n mal gekauft, sagt unser Vater.
Aber es wohnt keiner darin und da ist sehr schade.
Denn es sieht so lustig aus.
Es w�re sch�n, wenn da einer einziehen w�rde.
Ja, das w�r sch�n, eine Familie mit Kindern.
Mit denen wir spielen k�nnten, meinst du? Ja, das w�r was.
Wir m�ssen immer laufen, um nicht zu sp�t zur Schule zu kommen.
Dabei ist der Weg so sch�n.
Erst kommt die Schuhmacherwerkstatt von J�nsson,
dann die B�ckerei, in der es so leckere Brezeln gibt.
Und dann, gleich um die Ecke, ist der Bonbon-Laden!
Aber wir haben ja doch kein Geld um jeden Tag was zu kaufen.
* Martinshorn *
Es gibt zwei Polizisten in unserer kleinen Kleinstadt.
Der lange D�nne, der am Steuer sitzt, hei�t Kling,
und der andere neben ihm hei�t Klang.
Unser Fr�ulein in der Schule sagt,
die beiden sorgen f�r Ordnung und Sicherheit.
Das ist sehr wichtig, denn es gibt auch zwei Gauner in unserer Stadt.
Donner-Karlsson und Bloom hei�en die beiden.
Nette Polizisten hier in der Stadt.
Wenn einem das Sitzen zu langweilig wird, kann man einfach ausbrechen.
* Sie lachen. *
* Donner-Karlsson pfeift fr�hlich. *
Dann gibt es in unserer Stadt noch die Tante Prysselius,
so eine Art Lehrerin, aber nicht in der Schule.
Sie k�mmert sich um alle Kinder, weil der B�rgermeister es so will.
Sie steckt ihre Nase in alles, was sie nichts angeht.
(singt) "Wir kommen jetzt Und tanzen sch�n
Tanzen sch�n, tanzen sch�n
Wir kommen jetzt und tanzen sch�n Rilli ralli r�."
* Schulglocke *
Zu sp�t gekommen sind wir nie.
Wir k�nnen laufen wie die Hasen und haben lange genug trainiert.
Aber an diesem Vormittag passierte was Tolles.
* Pippi Langstrumpf pfeift das Anfangslied *
Lalala!
* Sie pfeift weiter. *
(Polizist) ... ein M�dchen mit einem Pferd und einem Affen?
Ja, sie wohnt allein in der Villa Kunterbunt.
So etwas darf nicht sein. - Da haben sie recht.
Wir werden sie da rausholen.
(Frau) Ich werde mich auch k�mmern, sie darf nicht allein dort bleiben.
Ein M�dchen wohnt in der Villa Kunterbunt?
Die m�ssen wir gleich mal besuchen.
Tats�chlich, da steht ein Pferd auf der Veranda!
Ja.
Was ist das denn?
Du meine G�te, so stark ist doch kein kleines M�dchen!
Das ist mir unheimlich, komm gehen wir lieber.
Nein, Annika, ich will wissen, wie sie aussieht.
Da liegt sie!
* Tommy r�uspert sich. *
* Er hustet. *
Was ist denn los? Nichts. Wir wollten dich nur sehen.
Wie ... wie hei�t du?
Ich hei�e Pippi Langstrumpf. Und wer seid ihr?
Ich hei�e Tommy. Und ich Annika.
Sag mal, Pippi, warum schl�fst du mit den F��en auf dem Kopfkissen?
Das kann ich dir sagen. In �gypten, da liegen alle so herum.
Die schlafen so fest,
dass sie morgens mehr als zehn Wecker brauchen, um wach zu werden.
Woher willst du das wissen?
Du bist bestimmt noch nicht in �gypten gewesen.
Doch, da war ich schon. Ich bin schon �berall gewesen.
Ist das wirklich wahr? Ach, h�r auf, du schwindelst ja nur.
Na gut, ich geb zu, das war geschwindelt.
Es ist schrecklich, ich kann's nicht lassen.
Das musst du aber. Man darf nicht schwindeln!
Ich wei�, dass man nicht schwindeln darf und will's auch nicht.
Aber ich will euch was sagen:
In �gypten schwindeln die Leute von morgens bis abends,
um sieben Uhr fr�h fangen sie an und dann l�gen und l�gen sie,
wie gedruckt, bis es dunkel wird und sie schlafen.
Was sagt ihr dazu?
Wenn das nicht auch wieder geschwindelt ist.
Was hast du da f�r ein niedliches �ffchen?
Wie hei�t es? Das ist Herr Nilsson.
Es ist herrlich bei Pippi Langstrumpf.
In ihrem Haus darf man alles, was zuhause verboten ist.
Und immer f�llt ihr was Neues ein.
Dieses Spiel hei�t: Keiner darf den Fu�boden ber�hren.
Das kann Herr Nilsson nat�rlich am besten von uns allen.
Au!
Was hatte Tante Prysselius zu dem Polizisten gesagt?
Pippi w�re ganz allein in der Villa Kunterbunt?
Das stimmt nicht.
Der Affe und das Pferd sind doch bei ihr.
Pippi, hast du keine Mama und keinen Vater?
Klar hab ich Eltern, die sind blo� nicht hier.
Aber wer sagt dir, wann es Schlafenzeit ist?
Das mach ich selbst.
Zuerst sag ich freundlich: "Pippi, geh schlafen!"
Und wenn ich dann nicht gehorche, sag ich's nochmal, aber strenger.
"Pippi! Du gehst sofort schlafen!"
Wenn ich dann immer noch nicht gehorche, gibt's eine Tracht Pr�gel.
* Es klopft. *
Wer drau�en ist, der komm herein,
es wird ja wohl kein Schneider sein.
Ja, aber ... liebe Kinder. Was macht ihr denn hier?
(Kinder) Wir spielen!
Du bist sicher das M�dchen, das hier in die Villa eingezogen ist?
Nein, wie k�nnen Sie das denken?
Ich wohne sechs Treppen hoch im Hinterhaus.
Da hab ich ein m�bliertes Zimmer. Hier gibt es gar kein Hinterhaus!
Ach so. Dann wei� ich gar nicht, wo ich meine M�bel hinstellen soll.
Ohne Hinterhaus hab ich zu wenig Platz.
Sag mal, wie hei�t du eigentlich?
Wie ich hei�e? Pippilotta Viktualia
Rollgardina Schokominza Efraims Tochter Langstrumpf.
Mein Vater ist Negerk�nig in Taka-Tuka-Land
und hei�t Efraim Langstrumpf.
Bevor er Negerk�nig wurde, war er ein ber�hmter Piratenkapit�n.
Alle Seeleute nannten ihn den "Schrecken der Meere".
Mich nennen alle nur Pippi.
Und mich nennen alle Tante Prysselius
und ich bin hier hergekommen, um dir zu helfen.
Meine liebe kleine Pippi!
Warum willst du mir denn helfen?
Nun ja, weil du doch keine Eltern mehr hast.
Das ist nicht wahr, ich hab wohl Eltern.
Ach ja? Wo sind sie denn?
Meine Mutter ist im Himmel und mein Vater in der S�dsee.
Siehst du und deshalb sollst du mitkommen.
Ich hab n�mlich einen Platz f�r dich, im Kinderheim.
Ich habe schon einen Platz im Kinderheim.
Ja, hast du? Ja, wo denn? Aber das siehst du doch.
Hier. Ich bin ein Kind und das ist mein Heim.
Also ist es mein Kinderheim.
Ich muss ...
Pippi, sorg daf�r, dass der Affe wegkommt!
Hol das Tier weg. Herr Nilsson!
Er beschmutzt mir das Kleid.
Pippi, begreif doch, dass du hier nicht ganz allein wohnen darfst.
Wovon willst du leben? Du hast ja kein Geld, mein Liebes.
Was? Ich hab kein Geld, sagst du?
* m�rchenhafte Musik *
Na?
Ist das etwa kein Geld?
Jedenfalls darfst du hier nicht l�nger allein wohnen.
Daf�r werde ich sorgen, ja.
Wiedersehen, es war nett, dass du gekommen bist,
aber es ist netter, dass du wieder gehst.
(hustend) Ich hab ... Ich hab den Fehler.
(rufend) Kling! Klang!
Ja? - Sie m�ssen mir helfen.
Das M�dchen ist schlimm! - Was ist?
* Eier landen im Topf. *
* Annika und Tommy lachen. *
Was denn? Rohe Eier sind gut f�r die Haare, hab ich mal geh�rt.
Pippi, wo hast du gewohnt, eh du hierher kamst?
Ich hab �berhaupt nicht gewohnt.
Ich bin mit meinem Vater auf dem Meer rumgesegelt.
Wo ist dein Vater jetzt? Das wei� ich nicht.
Wir sind in einen Sturm gekommen, der hat ihn �ber Bord geweht.
Hier, fang auf!
Und wie ging's dann weiter? Ist er ertrunken?
Ach wo, der kann �berhaupt nicht ertrinken, weil er so dick ist.
Er ist auf der Taka-Tuka-Insel an Land getrieben worden.
Da ist er jetzt K�nig. Aha.
Dann hast du die Goldst�cke wohl von deinem Vater?
Na klar, was denkst du denn?
Hallo! Wer kommt denn da?
Polizisten habe ich beinahe so gern wie saures Rhabarberkompott.
* Die Kinder lachen. *
Bist du die Pippi Langstrumpf? Klar, wer soll ich denn sonst sein?
Die Kaiserin von Apfelsinien etwa? Sei nicht so frech!
Wir kommen wegen von Fr�ulein Prysselius.
Wir haben Auftrag, dich ins Kinderheim zu bringen.
Wenn die Prusselise ein Kind haben will,
soll sie sich ein anderes suchen, nur nicht mich.
Halt! H�r zu, Pippi Langstrumpf, mach keine Dummheiten!
Bestellt der Prusselise einen Gru� von mir.
Ich will nicht ins Kinderheim.
Du, Klang, jetzt m�ssen wir aber hart durchgreifen!
Ich laufe hier lang, du um die Ecke. - Jawohl!
Wenn die Prusselise ein Kind haben will,
soll sie sich ein anderes suchen, nur nicht mich.
Halt sie fest, Klang!
(Kling) Vorw�rts! Jetzt machen wir kurzen Prozess!
So eine freche Kr�te!
He! Hallo! Wo wollt ihr denn hin?
H�r mal, Pippi, sei doch um Himmels willen nicht so dumm.
Im Kinderheim wird's dir bestimmt gefallen.
Dann kannst du in die Schule gehen mit den anderen.
Warum soll ich in die Schule gehen? Damit du Lesen lernst und Rechnen.
Multiplikation und das Einmaleins.
Danke, ich werde gut ohne Plutimikation fertig,
auch ohne Einmaleins.
So geht das nicht! Wir m�ssen sie festnehmen!
Jawohl!
* fr�hliche Musik *
Keine Angst! Das ist nicht gef�hrlich.
Wenn ich dich kriege, versohle ich dir den Hintern!
(�ngstlich) Langsam! Mach sachte! Nimm mich doch mit!
Lass mich nicht alleine!
* Pippi kichert. *
Na warte!
Ich kann nicht mehr! Hilf mir, Klang!
Hey! Hierher! Ach so, da bist du.
Vorw�rts, Kling!
(Kling) Gleich fangen wir dich! Mich fangt ihr nie!
Los! Schneller, Kling!
(Kling) Ich kann nicht, meine Schuhe sind frisch besohlt.
(Klang) Um Himmels willen, sie ist abgest�rzt!
Nein, sie h�ngt an der Dachrinne!
Was machst du denn? Bist du verr�ckt geworden?
Komm sofort wieder rauf!
Nein!
Ach du meine G�te! Jetzt ist sie runtergefallen!
(Kling) Oh, wie schrecklich!
Komm, vielleicht k�nnen wir noch was f�r sie tun.
(Klang) Das arme Kind! Das wollte ich nicht. Wo steht die Leiter?
Du, Klang, da unten steht sie ja!
Was? Sie lebt wirklich!
Los, Pippi, gib die Leiter her!
Ja, gib die Leiter her, du Frechdachs!
Warum seid ihr denn so b�se? Das ist ein sch�nes Spiel, oder?
(Kling) Das werden wir dir schon zeigen, wenn wir runterkommen. Warte!
Ich warte. Kommt nur runter! Lass sofort die Leiter los!
Du musst erst "bitte" sagen.
Ich lasse die Leiter los, wenn ihr mich bittet.
Sonst kannst du da oben verhungern.
Also gut. Bitte, liebe Pippi, stell sofort die Leiter zur�ck. Bitte!
Gut. Der andere soll auch "bitte sch�n" sagen.
Ich sage auch "bitte", Pippi.
Na sch�n, dann kommt runter.
So, jetzt ist Schluss!
Wieso Schluss? Ich dachte, jetzt f�ngt's erst an.
Jetzt haben wir dich! Nein, jetzt habe ich euch!
(Kling) "Was machst du da? Bist du verr�ckt geworden?
* Die Polizisten beschweren sich lautstark. *
(Klang) Sowas habe ich noch nie erlebt!
Tommy, Annika, kommt!
(Klang) Schnell weg von hier!
Gib Gas! - Mach ich doch!
Na los! Einsteigen! - Los, schnell, fahr!
(Kling) Na los, gib Gas! - Mache ich doch!
* panisches Geschrei *
* Variation des Titellieds *
He! Du kannst doch jetzt nicht ohne mich fahren!
Nein! Nein!
So, gib den Hut her!
* Bloom �chzt. *
* Die Polizisten pfeifen. *
Die Farbe steht Ihnen bestimmt. Sie passt zu Ihrem Haar.
Eine fantastische Qualit�t. F�hlen Sie doch mal. Wunderbar!
Was kostet der Meter? - Was wollt ihr denn?
Ich suche eine neue Decke f�r mein Pferd.
Der Stoff ist nicht das Richtige, ich brauch was W�rmeres.
Sagen wir 1,70 pro Meter. Bei der Breite ist das geschenkt:
Der Stoff kostet mich im Einkauf schon 1,50.
(Kundin) Wie viel braucht man davon?
Pippi? Was macht ihr, Tommy? Pippi!
Ol�! * spanische Flamenco-Musik *
Was machst du denn da? Nix, ich probiere nur einen Hut auf.
Ol�!
Komm, Annika!
Da ist ein Spiegel. - (Kundin) Danke.
* Die M�dchen summen fr�hlich. *
Guten Tag, Sie sind aber eine sch�ne Frau. Geh�rt das Gesch�ft Ihnen?
Ui, dann m�ssen Sie auch eine reiche Frau sein, oder?
Ich habe dich etwas gefragt!
Auf eine anst�ndige Frage geh�rt eine anst�ndige Antwort.
Ach so, du bist wohl zu fein dazu. Aber das macht nichts.
Auf Wiedersehen! Wenn man so sch�n ist, darf man hochn�sig sein.
Oh ...
Pippi, ach du meine G�te! Was machen wir denn jetzt?
Oh! Was hast du denn da angerichtet? Du hast die teure Puppe ruiniert!
Das macht nichts. Ich bezahl sie dir.
Solche Puppen kann man nicht kaufen. Au�erdem hast du nicht so viel Geld.
Da sind ein paar Goldst�cke. Das langt bestimmt.
Auf Wiedersehen. Wiedersehen.
Das ist wirklich Gold!
(singt) "Jollahi, jollaho!"
Pippi, wollen wir hier nicht mal reingehen?
Ja! Jetzt kaufen wir Bonbons!
Guten Tag. Hallo, jetzt geht's rund im Laden.
Guten Tag ihr drei. Na, was m�chtet ihr denn gerne haben?
18 Pfund gemischte Bonbons.
18 Pfund? 18 St�ck meinst du sicher, nicht?
18 Pfund habe ich gesagt und genau das meine ich auch!
18 Pfund?
Damit du nicht glaubst, ich h�tte kein Geld.
Echtes Gold! Da bekommst du eine ganze Menge Geld zur�ck.
Ist egal, nur her mit den Bonbons!
Ich wei� nicht, ob das im Laden langt.
Ich hole ein paar T�ten aus dem Lager.
D�rfen wir in der Zeit naschen? Nat�rlich! So viel ihr wollt.
Ein ganzes Goldst�ck, so ein Gl�ck!
Die Himbeeren sind am besten. Ich mag lieber Kokosflocken.
Leider waren nur noch sieben Pfund im Lager.
Dann nehmen wir von hier noch was dazu.
Nat�rlich! Sucht euch nur aus, was ihr gerne haben m�chtet.
Ich will nur Gelee-Himbeeren und Gummib�rchen und Lakritz-Stangen.
Himbeeren, Gummib�rchen und Lakritz.
Und was noch? 100 P�ckchen Kaugummi.
100 P�ckchen Kaugummi.
(Junge) Guck mal, was die f�r ne Menge Bonbons haben!
(M�dchen) Gemeinheit!
Wem haben seine Eltern verboten, S��igkeiten zu essen?
Der darf sich was nehmen.
Ich darf nicht, aber einmal ist keinmal.
Wer will sonst noch verbotene Bonbons essen?
(alle) Ich!
* fr�hliche Musik *
Mir ist schlecht. Gehen wir zur Apotheke und kaufen Meduzin.
Medizin hei�t das.
Nein! Leute, die Medizin kaufen, sterben viel fr�her
als die, die Meduzin kaufen.
* Ladenglocke *
Guten Tag. Was darf's denn sein, bitte?
Ich dachte, es w�re jemand da.
Es ist auch jemand da. Ich will vier Liter Meduzin haben.
Was?
Ich will vier Liter Meduzin haben!
Vier Liter Meduzin!
Was willst du? Sag das noch mal, was m�chtest du?
(sehr laut) Vier Liter Meduzin!
Vier Liter?
Ja, aber was denn f�r eine Medizin?
Am liebsten eine, die einem hilft, wenn man krank geworden ist.
Wenn man krank geworden ist? Mhm.
Klar, wenn man gesund ist, braucht man keine.
Wogegen soll die Medizin helfen? Gegen alles.
Zum Beispiel gegen Keuchhusten oder Masern oder M�ckenstiche.
Bei einem verdorbenen Magen, oder schmutzigen F��en.
Auch wenn einem ein Kirschkern in die Nase gerutscht ist.
Und es w�re prima, wenn man die M�bel damit polieren k�nnte.
Nur stinken darf sie nicht zu sehr.
* vergn�gtes Pfeifen *
Warum der Apotheker nur so viele Flaschen genommen hat?
Das kann man doch alles in eine Flasche reinsch�tten.
Darf man die ganze Medizin zusammensch�tten, Pippi?
Das ist gef�hrlich!
Gar nicht, die sch�tte ich weg. Dr�ben ist ein Spielwarengesch�ft!
Jetzt kaufen wir einen ganzen Sack voll Spielsachen.
(ruft) Wer Spielsachen will, soll herkommen!
* Stimmengewirr *
Hurra!
* fr�hliche Stimmen *
Du, komm mal her! Wieso kann die so viele Spielsachen kaufen?
Weil sie so reich ist. Sie hat einen Koffer voll Goldst�cke zuhause.
* Pfeife *
Die Kleine dahinten? Ist das wahr?
Mhm. Sag mal, wo wohnst du eigentlich?
Ich? In der Villa Kunterbunt. Ihr k�nnt mich gerne besuchen.
Ja!
* Variation der Titelmelodie *
Ich habe schrecklichen Durst! Ich auch!
Das kommt vom s��en Zeug, das wir gegessen haben.
Ihr m�sst Limonade trinken. Aber wo sollen wir die hernehmen?
Das kann ich euch sagen. Kommt mal mit zu meinem Baum.
Wieso? Welchen Baum meinst du?
Den hier, da w�chst n�mlich Limonade drin.
Da drin? Das glaube ich dir nicht, Pippi.
Ich auch nicht.
Und was ist das?
Limonade.
Na, glaubt ihr mir jetzt? Na sowas.
Limonade.
So ein Limonadenbaum ist wirklich das Tollste, was ich je erlebt habe.
Wiedersehen!
Wieso Wiedersehen? Wo bist du, Pippi?
Wo ist die geblieben, Annika?
Hier unten bin ich, in meiner tiefen, tiefen R�uberh�hle.
Der Baum ist hohl! Siehst du, Tommy? Ja!
He! Hallo! Kommt doch runter!
Nein, das ist mir viel zu unheimlich!
Wie willst du da wieder rauskommen?
Raus komme ich hier nie mehr, unm�glich.
Ich muss hierbleiben, bis ich alt und grau bin.
Und ihr m�sst mir jeden Tag was zum Essen runterwerfen,
damit ich nicht zu schwach werde und vor Hunger sterbe.
(Mutter) Tommy! Annika! Kommt essen!
Ui, wir m�ssen jetzt nach Hause, sonst kommen wir zu sp�t zum Essen.
Ja, geht nur.
Auf Wiedersehen, Pippi.
Wiedersehen. Und lasst mich blo� nicht hier unten verhungern.
Kannst du wirklich nicht mehr rauskommen?
Nein, nie mehr.
�tsch! Da bin ich schon wieder!
Pippi ist prima. Ja, das mag sein.
Ich m�chte nur wissen, ob sie der richtige Umgang f�r euch ist.
Ganz bestimmt. Ich hab sie richtig gern.
Ich auch. Naja. Geht jetzt.
Wiedersehen.
Die Regenm�ntel nicht vergessen! Nein, Mama.
(Mutter) Haltet euch nicht bei Pippi auf,
sonst kommt ihr zu sp�t zur Schule. Nein, Mama.
Wenn ihr wollt, k�nnt ihr sie ruhig mal einladen.
Oh ja, machen wir.
Ich habe heute Nachmittag mein Kaffeekr�nzchen.
Sie ist herzlich eingeladen. Sie wird sich m�chtig freuen.
Schon gut. Beeilt euch! Wiedersehen.
(Vater) Lauft! Es wird Zeit!
* Der Regen prasselt. *
Hallo, Pippi! Morgen, Pippi!
Hallo!
Unsere Mama gibt heute ein Kaffeekr�nzchen.
Wir sollen dich einladen.
Auf einem Kaffeekr�nzchen war ich noch nie.
Ich wei� nicht, wie man sich da benehmen muss.
Wir sind doch bei dir.
Wir sprechen nach der Schule noch mal dr�ber.
* Titelmelodie *
Ah! Jetzt kann man wieder durchsehen.
* Die T�r wird ge�ffnet. *
Da seid ihr ja! Tag.
Tag.
Willst du dir die F��e waschen? Klar, das geh�rt sich so.
Man darf nicht mit schmutzigen F��en zum Kaffeekr�nzchen gehen.
Warum hast du immer so gro�e Schuhe an?
Ich wackele gerne mit den Zehen. Dazu brauche ich Platz.
* Alle lachen. *
Hui! Hoppala hopp! Ha ha!
Hui! Hop! Hop! Hop!
Wenn du fertig bist, kannst du mit dem Wasser den Fu�boden putzen.
Ja klar, das tue ich immer. Das geht furchtbar einfach.
* fr�hliche Musik *
* Die Kinder lachen. *
Ich glaube, auf die Idee ist bis jetzt noch keiner gekommen.
Die Leute sind ja auch alle dumm.
In der Schule lernen sie eine Menge Plutimikation,
aber sich was Lustiges ausdenken, das k�nnen sie nicht.
* Trommelwirbel *
(schreit) Achtung!
Abteilung vorw�rts. Marsch!
* milit�rische Blasmusik *
Vorw�rts! Streck!
Gewehr bei!
R�hrt euch!
Ich war aufgeregt, da habe ich mir die Kommandos ausgedacht.
Davon kriegt man Mut, wissen Sie? Ach ja!
Ja, das war gar nicht so dumm. Nein, nicht?
Du kannst dich zu Tommy und Annika an den Tisch setzen.
Pippi! Komm! Pippi!
Oh ... was f�r herrliche Pl�tzchen!
Die sehen aus, als ob sie schmecken w�rden. Aber die auch ...
Pippi! Komm her, Pippi!
Ui ... Sahne!
Frau J�nsson! Sehen Sie sich das an!
Unm�gliches! Du kannst doch nicht mit den Fingern an die Torte gehen!
Wieso? Ich probiere doch nur.
(Mutter) Ich bitte zu Tisch, meine Damen.
Ran an den Speck!
(Mutter) So, bitte sehr.
Oh, Verzeihung.
Darf ich?
* Stimmengewirr *
Die arme Kleine. Sie hat weder Vater noch Mutter.
Das ist nicht wahr, ich habe wohl Eltern.
Meine Mama ist ein Engel, sie wohnt oben hoch im Himmel
und guckt jeden Tag auf mich runter mit 'nem gro�en Fernrohr.
Und mein Papa ist Negerk�nig auf einer gro�en Insel.
So, meine liebe Pippi. Ich glaube, das ist genug.
Deine Augen sind gr��er als dein Magen. Setz dich zu Tommy und Annika.
Es ist richtig sch�n bei euch.
Ich komm immer her, wenn Kaffeekr�nzchen ist.
Man darf nicht einfach herumlaufen und sich was nehmen, Pippi.
Ich frag dich was, Annika. Hast du schon Pl�tzchen und Kuchen?
Nein. Hat Tommy Pl�tzchen und Kuchen?
Nein. Seht ihr, das kommt davon.
Wenn es was Gutes gibt,
muss man sich ranhalten, sonst kommt man zu kurz.
Pippi, was soll denn das? Eine junge Dame darf nicht in der Nase bohren!
Wie macht eine junge Dame das, wenn die Nase kitzelt?
Eine junge ... - Ein sch�nes Kleid haben Sie an!
Ist das neu? - Ja ist es.
Der Schnitt ist zauberhaft.
Schade, ich h�tte gerne gewusst, wie Damen in der Nase bohren.
* Kinder schreien drau�en. *
Was ist denn das f�r ein L�rm?
Benke und die andern Jungs jagen wieder hinter dem armen Wille her.
* Die Jungen schreien durcheinander. *
(Wille) Ich hab euch doch nichts getan!
Ihr seid aber mutige Kerle!
Sch�mt ihr euch nicht? Sechs gegen einen, sowas tun nur Feiglinge!
Hast du gerade was gesagt? Das hast du doch geh�rt.
Du bist frech, aber wenn ich dich verhaue, bist du bestimmt so klein.
So klein wie du, meinst du, was? Ihr k�nnt's ja mal ausprobieren.
Seht euch die Latschen an, das sollen wohl Schuhe sein, was?
Gib mir einen davon.
Ich wollte schon lange so ein Boot haben, um auf dem See zu rudern.
Warte nur, du Rothaar.
Wenn ich dich verpr�gle, dann wirst du nach Papa und Mama schreien.
Ich kann vor Zittern kaum stehen. Dann setz dich doch.
Das war der Anfang, du bl�de Gans. Sch�ner Anfang.
Und jetzt muss es weitergehen. Pass mal auf, so geht's bei mir weiter.
Hey! Ah!
Hey, warum helft ihr mir nicht?
Wartet nur! Wehe, wenn ich runterkomme!
Ich rei�e dir die roten Haare aus!
Na, was ist? Will noch einer da rauf?
(alle) Nein, bitte nicht!
* Streicherversion der Titelmelodie *
Wenn die noch mal frech werden, brauchst du nur Bescheid zu sagen.
Und wenn du mich besuchen willst, musst du das morgen tun,
ich hab jetzt keine Zeit.
Sowas hatte der Angeber schon lange verdient.
Du warst prima, Pippi.
�rger meine Mutter nicht mehr und benimm dich ein bisschen.
Keine Angst, ich werd mich wie 'ne feine Dame benehmen.
B�h, b�h, b�h.
(Frau) Also Pippi, was machst du denn da, das geht zu weit!
Nein! Pippi! Pass auf!
* lautes Klirren *
Das ganze Geschirr, wie furchtbar.
Macht nichts. Ich habe genug Geschirr in der Villa Kunterbunt.
* Die Frauen reden durcheinander. *
* Sie schreien. *
Eine feine junge Dame sein, das ist nichts f�r mich, Mama.
Ich glaube, da will ich doch lieber Seer�uber werden.
(singt) "15 Mann Auf des toten Manns Kiste
Ho Ho Ho und 'ne Buddel Rum
15 Brote und 15 W�rschte, muss ich haben ..."
Ich sage, das M�dchen l�gt. Kein Mensch hat einen Koffer voll Gold!
Das will ich ja eben untersuchen.
Denn wenn es einen Koffer voller Gold gibt, kenne ich einen,
der sofort angedampft kommt.
Donner-Karlsson. Ich bin sofort dabei.
75, 76 ...
... 79, zehnundsiebzig, elfundsiebzig.
Zw�lfundsiebzig. Siebzehnundsiebzig ...
* Es klopft. *
Kommt rein. Oder bleibt drau�en. Wie ihr wollt.
Eieiei. (Bloom) Guten Tag.
Guten Tag.
Tag. Ich dachte, da k�men Annika und Tommy.
Aber dass ihr es seid, ist auch nicht schlimm,
ich freu mich �ber jeden Besuch.
Wollt ihr beide mir was Sch�nes verkaufen oder nur was vorsingen?
Wir wollten eigentlich nur fragen, wie sp�t es ist.
Genau, nur das wollten wir, ganz bestimmt.
Finger weg! Bist du allein zuhause? Nein, Herr Nilsson ist auch zuhause.
Herr Nilsson, ist er da drin?
Ich muss ihm gleich was zu essen bringen, sonst wird er b�se.
Ist er sehr stark, der Herr Nilsson? Ja, Herr Nilsson ist sehr stark.
Wie gesagt, wir wollten nur fragen, was die Uhr ist.
Warum tut ihr's denn nicht?
Fragen! Ihr wolltet doch fragen, was die Uhr ist, hast du gesagt.
Jaja, nat�rlich, was ist denn die Uhr?
Eine Uhr ist 'ne h�bsche Sache und macht immer:
tick, tack, tick, tack, tick, tick,
tack, tick, tick, tack, tick.
Ich habe gar keine, mir ist es n�mlich piepegal,
was die Uhr ist.
Vielen Dank. Auf Wiedersehen. Auf Wiedersehen.
Alles Gute. Raus.
Elfundneunzig, zw�lfundneunzig ...
Ich will dir mal sagen, wenn da ein Kerl im Haus ist,
dann ist die Sache zu gef�hrlich.
Aber in der Nacht wird er schlafen.
Dann kommen Donner-Karlsson und Bloom zur�ck,
schleichen sich ins Haus und klauen das Gold.
Ja, die eine darfst du noch essen, dann wird geschlafen.
(singt) "Schlaf, mein kleines Negerkind
Tr�um von Taka-Tuka
Hoch in den B�umen heult der Wind Und morgen fr�h gibt's Zucker
Gleich kommt der Sandmann angegangen Drum mach nur schnell die Augen zu
Morgen kannst du wieder Fl�he fangen."
* spannende Kl�nge *
Wir haben Gl�ck, Bloom.
Ob dieser Kerl, dieser, wie hei�t er noch ... Herr Nilsson wohl schl�ft?
Der schl�ft bestimmt. Komm!
Die T�r war auf, also die haben vielleicht Nerven.
Oh! Das ist nur eine Maske!
Da liegt sie. Mit den F��en auf dem Kopfkissen!
Ideen haben diese G�ren.
Ob sie wohl schl�ft? Klar schl�ft sie.
Wenn kleine Kinder eingeschlafen sind,
kann man sie auf den Kopf stellen.
Na sch�n, aber wo liegt dieser Onkel Nilsson?
Herr Nilsson, wenn ich bitten darf!
Herr Nilsson liegt da dr�ben in dem kleinen roten Puppenbett.
In dem kleinen roten Puppenbett?
Mhm.
Bloom, nun rat mal, wer Herr Nilsson ist.
Ein Affe.
* Beide lachen. *
Meine Kleine, steh mal auf, wir wollen mit dir reden.
Ich hab keine Lust, lasst mich in Ruhe, ich will schlafen.
Du sollst aufstehen, hab ich gesagt.
Was ist denn? Wollt ihr schon wieder wissen, was die Uhr ist?
Nein, wir wollen was anderes wissen, ob deine Eltern zuhause sind.
Nein, die sind ganz weit weg, ich wohn allein hier.
Willst du uns nicht sagen, wo der Koffer ist?
Der steht da dr�ben auf dem Schrank.
Du hast doch nichts dagegen, wenn wir ihn mitnehmen?
Mitnehmen? Nein, ich hab nichts dagegen.
Aber ihr d�rft auch nichts dagegen haben, wenn ich ihn zur�ckhole.
Sowas darf man aber doch mit Erwachsenen nicht machen.
Ich tu das, oder glaubst du, ich lasse mir was wegnehmen?
Ihr habt angefangen, nicht ich.
Warte nur, du ungezogenes Ding, dir werd ich's schon zeigen,
mit mir kann man sowas nicht machen, das kann ich dir sagen.
* Er schreit und beginnt zu weinen. *
Du kannst auch aufs Dach fliegen, wenn du willst.
Verzeihung, liebes Fr�ulein.
Wir haben es nicht so b�se gemeint.
Nein, wir haben das �berhaupt nicht b�se gemeint.
Du wei�t nicht wie das ist, wenn man den ganzen Tag drau�en heruml�uft.
Und wenn man hungrig ist. Ja, ja.
Was sagst du da, habt ihr denn nichts zu essen?
Nein, gar nichts, das ist es ja.
Wenn wir nicht solchen Hunger h�tten,
w�rde es uns doch nicht im Traum einfallen, zu stehlen.
Wir sind wirklich sehr hungrig. Sehr, ja!
Dann seid ihr aber ein paar arme Kerle!
Ja. Ja.
Ich hab noch 'ne Sahnetorte im Haus, wollt ihr davon etwas haben?
Sahnetorte? Hast du geh�rt?
Ja, die w�rde uns schon schmecken.
Ja, das w�re jetzt genau das Richtige.
Wartet, ich hol sie.
Los, nimm den Koffer und weg!
Halt!
Bist du verr�ckt geworden? Die gute Torte!
Ihr wolltet doch etwas zu essen haben, nicht wahr?
K... komm, Bloom. Es hat keinen Zweck.
(in Gedanken) Junge, das waren aber wirklich ein paar miese Kerle.
Erst tun sie so, als ob sie Hunger h�tten
und dann machen sie sowas.
Vielleicht hatten sie wirklich Hunger. Sie sahen so aus.
Wei�t du, Mama, ich wollte jedem ein Goldst�ck geben,
aber du hast ja gesehen, wie sie weggelaufen sind.
Was ist? Willst du auch fr�hst�cken? Komm nur rein.
Herr Nilsson und ich sind schon bald satt.
Such dir irgendwas aus, ist ja genug von allem da.
* Titelmelodie *
Jetzt werd ich euch was Sch�nes zeigen, hab ich im Schrank gefunden.
Passt mal auf.
Was sagst du, du willst es genau wissen?
Das ist ja auch was f�r neugierige M�uschen.
Halt gut deine kleinen Knopfaugen offen, aber nicht erschrecken.
Was das ist, willst du wissen? Aber das siehst du doch.
Eine Blume, aus Japan.
Wie die hei�t? Das wei� ich nicht, ich hab's vergessen.
Aber wir k�nnen ja einen Namen daf�r erfinden.
Kokotana-Blume oder Schlang- Schling-Schluppe oder Spunk.
Spunk ...
Spunk!
Ob das wirklich ein Spunk ist, wei� ich nicht.
Auf jeden Fall ist Spunk ein sch�nes Wort.
Spunk ...
Ich wei� nicht, was das bedeutet, Mama, aber es ist ein sch�nes Wort.
Spunk.
Hey, Pippi. Hey, hallo, Pippi.
Spunk, Spunk, Spunk ... Was redest du denn da?
Bist du krank oder was ist los?
Stell dir vor, ich hab selbst etwas erfunden.
Was hast du erfunden? Ein neues Wort.
Was f�r ein Wort? Sag's uns doch.
Spunk!
* Sie schl�rft. *
Spunk!
So ein sch�nes Wort kann kein Professor erfinden.
Spunk!
Aber denkt euch, wenn es nun was Gef�hrliches ist.
Wieso was Gef�hrliches?
Ein Tier mit scharfen Krallen und Z�hnen.
Ein schreckliches Ungeheuer, das Affen und kleine Kinder frisst.
Ih. Ach, nein.
Ach nein? Das sagst du jetzt.
Warte ab, bis du einen siehst, ich baue n�mlich eine Spunk-Falle.
* fr�hliche Musik *
Jetzt k�nnen wir Herrn Nilsson ruhig allein lassen.
Sobald der Spunk die T�r aufmacht,
peng, kriegt er die ganze So�e auf den Kopf.
Aber wie kommen wir denn selbst rein und raus?
Ganz einfach, wir steigen durchs Fenster.
Jetzt k�nnen wir in Ruhe mit dem Flo� fahren.
Hauptsache, der Spunk kann nicht an Herr Nilsson ran.
Spunk.
* friedliche Musik *
Das klingt richtig spunkartig. Ach wo, Annika.
Ich h�r nur:
* Sie schnalzt. *
* Pippi lacht. *
Jolly ha, jolly he, jolly hopsasa.
Spunk?
* Die L�mmer bl�ken. *
Spunk.
Spuuunnnk. * Lamm bl�kt. *
Spunk? * Lamm bl�kt. *
Sag doch was ich sage: Spuuuuuunk. * Lamm bl�kt. *
Spuuunk. * Lamm bl�kt. *
Spunk! * Lamm bl�kt. *
Ob es in der Stadt einen Spunk gibt?
Ganz bestimmt!
Es gibt �berall Spunke, wir werden noch einen finden.
(sie singen) "15 Mann Auf des toten Manns Kiste
Ho, ho, ho Und 'ne Buddel Rum."
Tommy, Annika, seht nur!
Ist das nicht ein goldiger kleiner Spunk?
Das ist ein besonders kr�ftiger, so einen hab ich noch nie gesehen.
Geben Sie Acht, der h�rt nicht mehr auf zu wachsen.
Zehn Meter wird der gro�. Red nicht solchen Unsinn.
Schicken Sie ihn nicht ins Kinderheim, das s��e Sp�nkchen.
Wenn er Schornsteinfeger wird, braucht er keine Leiter.
Fragen wir in dem Gesch�ft nach.
Ein Spunk? Hab ich noch nie geh�rt, was ist das?
Das musst du wissen, du bist doch der Verk�ufer hier im Gesch�ft.
Da hast du recht. Tja ...
Hei�t das wirklich "Spunk", was du haben willst?
Klar, wenn ich Spunk sage, dann meine ich auch Spunk.
Oder hab ich das nicht gesagt? Doch, du hast Spunk gesagt.
Tja, dann wollen wir noch mal nachsehen.
"S", da haben wir's.
Salatk�rbe, Salzstreuer, Stahln�gel ...
Spritzen, Sp�lmittelbeh�lter ...
Nein, steht nicht drin. Wozu brauchst du's �brigens?
Ich will L�wen damit erschrecken, die Stinker werden zu frech.
Ich verstehe. Wie w�r's denn, wenn du das dazu nehmen w�rdest?
Aber das ist doch kein Spunk, das ist ein Rechen.
Frag mal einen Professor.
Dann kann ich dir wohl nicht helfen,
aber gleich um die Ecke ist ein Handarbeitsgesch�ft.
Versuch es da. Vielen Dank.
Nichts zu danken, auf Wiedersehen.
Ich nehme zwei Springseile.
Die kosten ... Moment! Schon gut.
Da oben wohnt die Prusselise. Vielleicht hat die einen Spunk.
Ich werd sie mal fragen.
Es ist ein Skandal. - Das sage ich auch.
Aber wer hat heute noch Moral?
Ja. - Ja, ja.
Aber bitte, greifen Sie doch zu.
Danke sehr.
Vielen Dank.
Guten Tag zusammen! Pippi!
Ich suche einen Spunk. Habt ihr zuf�llig einen gesehen?
Spunk? Ist das was Gef�hrliches? Oh ja, das kann wohl sein.
Wa... Was ... Ist es vielleicht eine Maus?
Ich wei� nicht, es kann alles sein.
Eine Schlange, eine Maus, ein Staubsauger.
Das wollte ich ja wissen, Prusselise.
Staubsauger. Was sagst du da? Bist du nicht ganz gescheit?
Ich wollte blo� sehen, ob du so gescheit bist,
dass du wei�t, was ein Spunk ist.
Wiedersehen!
Um Himmels willen! - Pippi!
* bedrohliche Kl�nge *
* heitere Musik *
(seufzend) Also, Pippi beginnt mir langsam auf die Nerven zu gehen.
Das ist unverdient, kinderlieb wie Sie sind.
* T�r f�llt ins Schloss. *
* Pippi st�hnt furchtbar. *
W�h!
Na, wo tut's dir denn weh, mein Kind? Was hast du denn f�r eine Krankheit?
(leidend) Eine gef�hrliche, Herr Doktor, einen Spunk.
Einen Spunk? Ja, und was f�r einen.
Mir ist so schlecht, alles tut mir weh und �berall juckt es.
Wenn ich einschlafe, fallen mir immer die Augen zu.
Die Augen zu? Das ist wirklich gef�hrlich.
Und manchmal macht es immer so bei mir:
* Pippi ahmt einen Schluckauf nach. *
Hick. Stell dir vor, das h�rt nicht auf.
Besonders am Sonntag war es schlimm.
Dabei hatte ich nur Milchsuppe mit Schuhcreme gegessen.
Das ist aber sehr merkw�rdig.
Ein schwerer Fall. Ich muss dich untersuchen.
Leg dich mal hin. Ja.
H�r mal, du kannst doch sicher gut die Zunge rausstrecken, nicht war?.
Mhm. Mal mal, jetzt darfst du es.
So und jetzt sag bitte: "a".
Ganz lang: "Aaaaaaa". Aaaaaaaaaaaaaaaaaaa...
Aaaaaaaaaaaa.
Danke, danke, das gen�gt.
Und jetzt �ffne die oberen Kn�pfe von deinem Kleid,
damit ich das Herzchen abhorchen kann.
Was macht das Herz? Genau das, was es soll, es schl�gt.
Ganz normal und ruhig.
Ja, aber ich hab doch einen Spunk in mir drin, Herr Doktor.
Ist sowas ansteckend?
Nein, das ist nicht ansteckend.
Und ich glaube nicht, dass du einen Spunk hast.
Aber es gibt doch so eine Krankheit, die man Spunk nennt, oder nicht?
Nein, die gibt es nicht.
Und wenn es sie g�be: Dann w�rdest du sie nie bekommen.
Prima, dann bin ich ja ganz gesund! Ja, freilich.
Was kostet das? Das kostet nichts.
Spunk-Untersuchungen mache ich immer umsonst.
Das ist aber nett. Vielen Dank. Keine Ursache.
Auf Wiedersehen. Auf Wiedersehen.
* schwungvolle Musik *
Pippi!
Pippi?
* lautes Krachen und Scheppern *
Das war bestimmt ein Spunk!
(jammernd) Oh ... oh ... Pippi!
(jammernd) Oh.
* Sie lachen. *
Nee, das war kein Spunk, das war nur Tante Prusselise.
* fr�hliche Musik *
* Bloom singt ein Volkslied laut und falsch. *
Seid ihr jetzt Musikanten geworden? Hat dir die Torte geschmeckt?
* Er �fft sie nach. *
Komm.
Warum habt ihr mit der Klauerei aufgeh�rt? Nicht genug verdient?
Hau ab, hab ich gesagt. Los.
Hier habt ihr jeder ein Goldst�ck, weil ihr so sch�n falsch singt.
(Bloom) Die hat einen Koffer voll davon.
Dabei k�nnten wir das Zeug viel besser brauchen.
* Sie singen weiter. *
Wir k�nnten das Ding drehen, wenn sie nicht zuhause ist.
Ja, aber die ist doch so stark.
Ich sagte doch, sie soll nicht da sein,
wenn wir das Gold klauen.
* Sie singen. *
* M�wengeschrei *
Das muss sch�n sein. Wenn ich doch auch fliegen k�nnte.
Pippi kann fliegen. Soll ich es dir mal zeigen?
Da. So sch�n wie die M�wen war's nicht.
Der Ballon ist ja noch da! Der Ballon!
Was denn f�r ein Ballon, Pippi?
Der meines Vaters. Er liegt auf dem Dachboden.
Kommt, wir holen ihn
und dann machen wir zusammen eine Ballonfahrt.
Ich glaube, sie ist doch zuhause. Das werden wir ja sehen!
Komischer Pferdestall!
* Sie lachen. *
* leise Musik *
Komm doch jetzt weiter!
Den Ballon hat Vater sich gebastelt, er wollte damit zum Nordpol.
Wie weit kam er? Bis hier auf den Dachboden.
* bedrohliche Musik *
* lautes Quieken *
* leises Quieken *
Ach, das war ja blo� dieser verflixte Affe, Nilsson!
Herr Nilsson, wenn ich bitten darf.
* Beide lachen. *
Wo mag der Koffer stecken?
Bloom, da ist er!
* Jubelschrei *
Pst! ... etwas zu essen mitnehmen.
Mach Brote, ich werf alles runter und k�mmere mich um den Ballon.
Tommy, hol du die Hakenstange vom Hof.
* rasante Musik *
Wir haben das Geld!
* Beide jubeln. *
Annika, f�r mich zwei Brote mit ganz viel K�se
und ein kleines Schinkenbrot.
Beeilt euch, sonst kommen wir heute nicht mehr weit!
Ja, ich mach ganz schnell.
* abenteuerliche Musik *
Nein, Tommy, stell die auf den Balkon
und hilf Annika die Brote rauftragen.
Ich hol nur noch ein paar Sands�cke.
Kann's losgehen? Ja.
Pferdchen, wir kommen wieder. Sei nicht traurig.
Wiedersehen, Villa Kunterbunt.
Hallo, Mama! Hier oben sind wir!
Hallo! Hier sind wir!
Hoch �ber dir in der Luft.
Ja, aber ...
Wir fliegen nur mal eben zum Nordpol.
Ja, Donner-Karlsson und Bloom sind immer noch auf der Flucht,
aber wir werden sie schon erwischen.
Das hoffe ich. Ich will n�mlich nicht,
dass die beiden frei herumlaufen.
Wir auch nicht. - Und die kommen nicht weit,
wir haben unser Motorrad.
Ja. - Klarer Fall.
Huhu!
Ja, was ist denn?
Oje, die hat aber einen Schreck gekriegt!
Was ist denn? Was ist denn?
Da! - Was?
(Klang) Das ist Pippi. Ich seh's an den roten Haaren.
Die darf nicht weit kommen.
Fahr los. - Nur die Ruhe.
Sie m�ssen sie aufhalten, sie bringt Thomas und Annika um!
* Kinder rufen aufgeregt nach Pippi. *
* friedliche Musik *
Ich hab gar nicht gewusst, dass Ballonfahren so wundervoll ist!
Ich auch nicht.
Sieh mal, wie klein die aussehen.
Das sind Kling und Klang, unsere Polizisten.
Sofort anhalten und runterkommen!
Pippi Langstrumpf, h�rst du nicht? Komm runter!
Du sollst sofort anhalten und runterkommen!
Was sagst du? Sofort runterkommen!
Nein, ich kenne deine Mama doch gar nicht!
Du musst lauter schreien, ich versteh nichts!
Na warte, du. Ich habe verstanden, was er will.
Wir sollen runterkommen. Wenn sie uns fangen wollen,
sollen sie doch raufkommen.
Hast du nicht geh�rt? Du sollst runterkommen!
Warte nur, diesmal stecken wir dich bestimmt ins Kinderheim.
* friedliche Musik *
Fang sie auf, Herr Nilsson.
Jetzt fliegen wir die ganze K�ste entlang, Annika.
Und hier irgendwo werden wir landen. Aber nicht auf dem Wasser.
Nein, da kann man doch nur wassern.
1999, 2000 ...
2001, 2002 ...
2003, 2004 ...
Wir sind steinreich, mein Junge!
Ja, das sind wir. Ich m�chte wissen,
was Pippi jetzt f�r ein Gesicht macht.
2011, 20...
Um Himmels willen, wo kommt die denn her?
Das ist Pippi! Es sieht ihr �hnlich.
Da ist eine Teufelei im Spiel mit ihr, der Puppe und dem Koffer.
Hast du etwa Angst vor einer Puppe?
Das hat uns gerade noch gefehlt. - (Klang) H�! Ho! Weg! Zum Teufel!
Muh! - Ho! Ho!
* K�he muhen. *
(Klang) Los, hau drauf! Jag sie weg! - Macht, dass ihr wegkommt!
Geht weg, Sch�fchen. Wir wollen da landen.
Lauft, damit wir euch nicht wehtun.
Zieh an der Leine, Tommy, und lass noch etwas Gas raus.
* Zischen *
* Schaf bl�kt. *
Weg da, du dummes Sch�fchen.
Stell die Flaschen auf den Baumstumpf.
Da hinten m�ssen sie runtergegangen sein.
(Klang) Nein, da sind sie gelandet. Fahr rechts rum.
(Klang) Hab ich's nicht gesagt? Da, die Polizisten!
Oje. Na ja, fliegen wir eben weiter.
(Kling) Halt! - Wollt ihr wohl hierbleiben!
(Kling) Hierbleiben! Halt!
Was ist denn? Wollt ihr mitfliegen?
(Kling) Wartet! Nicht aufsteigen! - Kannst du mich denn nicht h�ren?
Wenn ihr mitwollt, k�nnt ihr hochspringen.
(singend) Ihr kriegt uns nicht. Ihr kriegt uns nicht.
Hallihallo, auf Wiedersehen!
* Annika, Pippi und Tommy lachen. *
* ruhige Musik *
* Orgelmusik *
Da ist einer. Seht ihr? Ein Mann arbeitet da unten.
Ja, das kann nur der K�ster von dieser Kirche sein.
Hallo! Hallo! Wo sind wir hier eigentlich?
Pippi, Achtung! Der Ballon treibt ab.
Was sollen wir machen? Nichts, ich komme!
Pippi, bist du verr�ckt? Halt dich gut fest!
* spannungsvolle Musik *
Halt durch, Pippi, nur noch ein kleines St�ck!
Ja, gut Pippi, gleich hast du's geschafft!
F�r einen alten Seer�uber wie mich sind das doch kleine Fische.
Herr Pfarrer, h�ren Sie doch!
Was ist denn? Brennt es irgendwo?
Nein, nein, das nicht, aber es sitzen drei Kinder auf der Turmspitze.
Was, der Turm hat Drillinge?
Ein Turm kann keine Kinder bekommen.
Nein, ich wei�, sie sitzen in einem Ballon.
In einem Ballon? - Ja.
Sie haben wieder mal getrunken, mein lieber Persson.
Nein, keinen Schluck! Kommen Sie, Sie k�nnen sich selbst �berzeugen!
Ich sehe keine Kinder. - Aber vorhin waren sie da,
ich hab sie ganz genau gesehen.
Kommen Sie mir ja nicht nochmal mit solchen Hirngespinsten!
Sonst sorge ich daf�r, dass Sie in eine Trinker-Heilanstalt kommen.
Bitte nicht, ich werde auch nie wieder so etwas sagen.
Nie wieder. - Das ist brav, Persson.
Halt da mal an. - Jawohl.
Hey, Sie! Sind hier Kinder in einem Ballon vorbeigeflogen?
Sowas k�nnen Sie mit mir nicht machen.
* lauter Knall *
(Polizist) Er ist betrunken. Fahr weiter!
Ja, ich habe einen Ballon mit Kindern gesehen. Halt!
Kommt doch zur�ck! Sagt es dem Pfarrer, ich bin nicht betrunken!
Bitte kommt doch zur�ck!
Wisst ihr, wer da unten geht?
Die beiden Gauner, die mein Gold stehlen wollten!
Und wisst ihr, was der Dicke in der Hand hat?
Meinen Koffer mit den Goldst�cken, sieh's dir an, Tommy.
Und was willst du jetzt tun? Den hole ich mir wieder.
Jetzt bist du dran, den Koffer zu tragen.
Ich hab ihn lange genug getragen. Du bist dran.
Ich? Nein, du!
* Sie diskutieren. *
Das sch�ne Gold!
Die werden sich sch�n �rgern.
Die Polizei! Die Polizei, schnell weg! Los, weg!
Spring �ber die Mauer.
Oh, meine Jacke. Aua!
Halt an! Da sind die beiden Ausbrecher! Komm!
Ha! Halt! H�rt ihr mich? Bleibt stehen!
Stehen bleiben! Halt!
Komm schon, rein, na los!
Los, gib Gas! Ich muss erst die Maschine anlassen.
Es springt nicht an. Ich schiebe und du lenkst.
Gib Gas! Gib Gas!
* Der Motor springt an. *
Stopp! - Halt!
Das wird euch teuer zu stehen kommen!
Ich hab es reinigen lassen, aber die Flecke gehen nicht raus.
Furchtbar, nicht wahr? Trotzdem, sie tut mir leid.
Frau Settergren ist verreist und hat mich gebeten,
mich ein bisschen um Thomas und Annika zu k�mmern.
Ich bin gerade dahin unterwegs.
Und wenn Pippi da ist, werde ich auch f�r sie sorgen.
* Titelmelodie *
(Prysselius) Jetzt werden wir gem�tlich essen.
Vor allem die kleine Pippi soll erleben,
wie sch�n ein richtiges Zuhause ist.
Wieso, das wei� ich doch. Ich habe sogar zwei Zuhause.
In der Villa Kunterbunt und im Taka-Tuka-Land.
Ach, das ist ja wohl nicht das Richtige.
Oh, die ist aber hei�.
Ja, ich hab mir schon die Lippen verbrannt.
Eine warme Suppe wird dir guttun, nicht wahr?
Guten Appetit. Danke.
* knirschende Kau-Ger�usche *
Warm ist die Suppe ja, das muss man schon sagen.
Und schmecken tut sie auch ganz gut, wirklich,
nur, ich glaube, das Gem�se h�tt ein bisschen l�nger kochen m�ssen, oder?
Na, na, aber Pippi.
Wieso? Mir macht das nichts aus.
Ich habe n�mlich gute Z�hne.
Wie meine Gro�mutter, die konnte N�gel und Schrauben durchbei�en.
Weil sie nie ein Bonbon gegessen hat, hat sie gesagt.
H�r mal, Pippi, was hat sie denn sonst gegessen, deine Gro�mutter?
Nur N�gel, immer nur N�gel.
* Die Kinder lachen. *
So, jetzt m�sst ihr Daumen halten, dass die Flaschenpost ankommt.
Wo soll sie ankommen, Pippi? Bei meinem Papa, wo sonst?
Glaubst du, dass sie so weit schwimmt?
Bestimmt, Tommy.
Ich habe schon richtig Sehnsucht nach Mama und Papa.
Und sie sind erst einen Tag weg.
Glaubt ihr, ich h�tte keine Sehnsucht?
Du auch?
Meine Mama ist schon lange oben im Himmel.
Da kann man keine Flaschenpost hinschicken.
Aber mein Papa ...
der muss bald mal kommen.
* schnelle, fr�hliche Musik *
* Musik verstummt. *
Pippi! Mein Kind! Papa!
Ja-ha! Papa!
Papa Efraim, du bist aber gewachsen!
Pippilotta Viktualia Rollgardina Schokominza ...
Efraimstochter Langstrumpf, mein lieber kleiner Spatz.
Ich wollte auch gerade sagen, du bist aber gewachsen.
Das wusste ich doch, aber ich hab's zuerst gesagt, �tsch!
Sag mal, bist du noch so stark wie fr�her?
Viel st�rker, wollen wir's mal ausprobieren?
Na klar, komm, pack zu. Moment.
* Beide st�hnen angestrengt. *
(st�hnend) Du bist wirklich viel st�rker, als du fr�her warst.
Pippilotta Viktualia, das ist ja nicht zu fassen!
Was du f�r Kr�fte hast!
Fr�her war ich der St�rkere. Wir sind jetzt gleich stark.
Aber in einem Jahr wirst du verlieren, Papa Efraim.
Du wei�t ja noch gar nicht, dass ich jetzt zwei neue Freunde hab.
Da, Tommy und Annika.
Das ist aber fein. - (beide) Guten Abend.
Und das ist mein Vater. Seine Majest�t K�nig Efraim Langstrumpf.
Guten Abend. 'n Abend, Annika.
Guten Abend. Hallo, Tommy.
Du bist doch K�nig auf 'ner Insel, nicht?
Klar bin ich K�nig.
K�nig �ber die Kurredutten auf der Taka-Tuka-Insel.
Du wei�t doch, wie ich �ber Bord gesp�lt wurde.
Die Wellen warfen mich auf den Strand.
Siehst du, ich wei� doch, dass du nicht ertrinken kannst.
Ich und ertrinken? Das ist ganz unm�glich.
Bei meiner Speckschicht. Fett schwimmt doch!
Ja, komm zu mir.
Wenn wir wieder auslaufen, f�hrst du mit, Pippi.
Das willst du doch, oder? Ja.
* Annika weint. *
Was hast du, Annika?
* Schluchzen *
Annika!
Tommy, ich bin so traurig. Warum denn?
Weil Pippi einfach mit dem Schiff von ihrem Vater wegfahren will.
Vielleicht sehen wir sie dann nie wieder.
Papa, du musst aufstehen, Reise, Reise!
Das Fr�hst�ck ist schon fertig und steht auf dem Tisch.
* Er g�hnt. *
Ah!
Papa, darf ich als Prinzessin noch schwindeln?
Ja, abends am Lagerfeuer hast du immer viel Zeit,
da f�llt dir ganz von selbst was ein.
Ich hab da gelogen, dass sich die Palmen gebogen haben.
Dann hauen die Kurredutten auf die Trommeln, dass es nur so donnert.
Wenn ich einmal gekohlt habe, hat niemand getrommelt.
Neulich hab ich eine herrliche Geschichte zusammengelogen
von einem Kalb, das Pullover stricken
und auf die B�ume klettern konnte.
Ich hab es geglaubt, aber keiner hat auf die Trommel gehauen.
Pippi! Die Prusselise, schnell hinein!
Papa, versteck dich!
Warum seid ihr denn weggelaufen? Vor dir.
Pippi, ich muss ein ernstes Wort mit dir reden,
da hilft alles nichts. Warum denn?
Es geht nicht mehr so weiter, du musst in ein Kinderheim,
bevor du v�llig verluderst und Tomas und Annika noch ansteckst.
Du brauchst jemand, der auf dich aufpasst.
Und da es hier nun mal ein ausgezeichnetes Kinderheim gibt ...
Du brauchst mich nicht in ein Kinderheim zu stecken,
weil ich doch einen ganz tollen Vater habe.
Du l�gst. Wo hast du ihn denn?
Hier, in der Holzkiste. Findest du das komisch, Pippi?
Glaubst du nicht, dass er da drin ist?
Ach, Unsinn.
Glaubst du's oder nicht? Nein, ich glaube es nicht.
Kein Kind hat seinen Papa in der Holzkiste.
Ich wohl!
Sieh mal! Was sagst du dazu? Pippi, um Himmels willen!
Das ist also dein lieber Papa, dann ist ja alles in Ordnung, Pippi.
(Efraim) Jawohl, es ist alles in Ordnung.
Pippi braucht kein Kinderheim. - Nat�rlich nicht.
Jetzt hat sie ja ihren Papa.
Und das freut mich.
* Sie kichert. *
Wirklich, Herr Kapit�n, ich freue mich ...
Komm, M�uschen. Du musst mir helfen.
Ich finde es nur schade, dass Sie jetzt mit Ihrer niedlichen Tochter
wieder in die S�dsee fahren wollen.
W�re es nicht besser, Sie w�rden hierbleiben?
Dann h�tten Sie endlich ein geregeltes Leben.
Los, beeil dich.
Das w�r nicht das Richtige f�r einen alten Seeb�ren.
Ich bitte Sie, Sie sind vielleicht ein Seeb�r, aber nicht alt.
Guck mal auf deine F��e! Ahh ... eine Maus!!
Von der Sorte hab ich noch ein paar Hundert, soll ich sie rauslassen?
Nein! Um Himmels willen! Hilfe!
Ich kann M�use nicht ausstehen!
* Alle lachen. *
Pippi!
* Alle lachen. *
Wegen 'ner Maus! Pippi, was Sachen!
* Titelmusik *
Ahoi, Pippi! Ahoi, K�pt'n!
(Efraim) Ahoi! Ahoi!
(Seeleute) Da kommt Pippi! - Hallo, Pippi!
Hallo, da bin ich!
Hallo, kleine Pippi! - Prinzessin!
Ahoi, Hoppetosse! * Alle sprechen durcheinander. *
Hallo, alles gesund? Ja, nur du hast uns gefehlt.
Wir lassen dich nie wieder weg. - Komm, ich helf dir.
Begr��e das Schiff, Pippilotta. Ahoi, alte Hoppetosse.
(Matrose) Gib sie mir, K�pt'n! - Hier hast du sie.
Freust du dich? Und wie, wir haben dich vermisst!
Hallo, Pippi. Hallo, Olaf.
Pippi! Endlich! - Pass auf, heb dir keinen Bruch.
Die Kleine ist ein Schwergewicht.
Alle herh�ren:
Heute Nachmittag feiern wir Abschied in der Villa Kunterbunt.
* Alle jubeln. *
Ja, Pippi wei�, was sich geh�rt!
(alle) Es lebe Pippi Langstrumpf, es lebe Pippi Langstrumpf ...
Tommy, Annika? Wir m�ssen uns beeilen.
Die Mannschaft von der Hoppetosse kann jeden Moment kommen.
Ich mach ja schon, schneller kann ich nicht.
Noch einen Eimer Himbeer-Limonade ins Fass.
Bin schon dabei.
Hey, lass den Matrosen auch noch was �brig.
Sind das alle Tassen und Gl�ser? Nein, Pippi, noch lange nicht!
Hol alles raus, was da ist.
Die Kinder aus der ganzen Stadt kommen doch auch.
Keine Sorge, jeder wird seinen Teil kriegen.
Das muss auch so sein.
Ich hole jetzt den Kuchen, den ich gebacken habe.
Soll ich dir helfen? Wer ein Pferd stemmen kann,
wird doch wohl mit einem kleinen Kuchen fertig!
* Kinderstimmen *
Sie kommen!
(Matrose) Hallo, Pippi, wir sind da!
* Stimmengewirr und Akkordeon-Musik *
* Trompeten-T�ne *
Willkommen! (alle) Hallo!
Wir danken unserer Pippi f�r die Einladung!
Fertig machen zum Wettessen!
(Matrose) Zeigt mal, was ihr alle verputzen k�nnt.
Achtung! Fertig! Los!
(Kind) Lecker!
* fr�hliche Musik *
Das schmeckt dir wohl, was?
Hey, die habe ich nicht f�r dich gesch�lt!
(Kind) Ich will auch noch was. Ist doch genug da.
Da, trink auch mal.
Na sch�n, wenn du nicht willst.
Guten Appetit, Papa!
* Alle lachen. *
* Gel�chter *
Pippi, das ist eine gute Idee!
Kapit�n Langstrumpf!
* Gel�chter *
Jetzt werden wir mal sehen, wer der St�rkere ist!
Los, f�nf Matrosen auf die T�r rauf!
(Matrose) Kommt, Jungs. - Du auch.
Wei� schon, was der vor hat. - Ich kann's mir auch denken.
(Matrose) Na los, rauf Jungs.
* Trommelwirbel *
(Kind) Ob er das durchh�lt.
* Jubel und Applaus *
(Matrose) Das kann Pippi nicht!
(Matrose) Jetzt kommt Pippi.
Jetzt bin ich dran. So, was willst du denn machen?
Mein Pferd stemmen. Aber Tommy und Annika kommen noch obendrauf.
(Matrose) Dann kommt mal her.
Na komm. So.
Haltet euch gut fest!
(alle) Ja, Pippi, zeig's ihm!
(alle) Zeig's ihm, Pippi!
* Die Kinder feuern Pippi an! *
* spannende Kl�nge *
* Applaus *
Pippilotta, du bist die St�rkste auf der ganzen Welt!
* Jubel und Applaus *
Fahr nicht weg, Pippi.
Und mein Papa?
Ich muss mit ihm fahren, wir haben uns so lange nicht gesehen.
Wann fahrt ihr denn los?
Die Hoppetosse soll um zehn Uhr fr�h auslaufen, hat Vater gesagt.
Ich bin so traurig. Was sollen wir denn ohne dich anfangen?
* Raunen und Jauchzer *
Beeilt euch mit dem Proviant! - Aye, aye, K�pt'n.
(Matrose) Wenn Pippi kommt, ist alles an Board.
* traurige Akkordeon-Musik *
Bis 106 Grad Nord k�nnen wir es schaffen.
106 Grad Nord, gut.
Das hei�t nat�rlich, nur wenn der Wind nicht abflaut.
Ich glaub, die Brise h�lt sich. - Hoffen wir's.
Dann brauchen wir in der Nacht nur zehn, gute zwanzig Meilen zu machen.
Pippi, willst du uns wirklich verlassen?
Wir werden dich alle sehr vermissen, kleine Pippi.
Das hat Annika auch gesagt.
Vergiss nicht, ich habe es immer gut mit dir gemeint.
Nein, das werde ich nie vergessen.
Sieh mal, hier hab ich ein Abschiedsgeschenk f�r dich.
Lach nicht!
Du musst nicht glauben, dass es in der S�dsee immer nur warm ist.
Die N�chte sind da oft empfindlich kalt!
Gut, wenn ich nachts rauslaufe,
zieh ich immer erst deine komischen Wollhosen an.
Hallo!
Hier bin ich!
Vielen Dank. Wenn ich die anziehe,
denken die Kurredutten-Neger, es w�r 'ne Gala-Uniform.
(alle) Holt die Segel! Holt sie, holt sie!
* Akkordeon-Musik *
(alle wiederholt) Holt sie, holt sie ...
Mach nicht so traurige Augen, freu dich doch auf die S�dsee.
Du darfst den Koffer voll Gold nicht vergessen.
Er ist leer, ich hab nichts mehr.
Aber ... warte mal ...
Tats�chlich, hier sind noch zwei Goldst�cke.
Wisst ihr was, nehmt ihr die.
Ich brauche sie nicht mehr, weil ich Prinzessin geworden bin.
Kommt, ich muss zum Schiff.
* Annika seufzt. *
* Titelmelodie *
Ich h�ng den Schl�ssel hier auf, falls ihr nochmal rein wollt.
Wir gehen hier nie mehr her. Ganz bestimmt nicht, niemals mehr.
Komm mit, Schimmel,
jetzt brauchst du nicht mehr auf der Veranda zu stehen.
Leb wohl, Villa Kunterbunt.
Ich freue mich auf Taka-Tuka-Land.
Aber dieses Haus werde ich trotzdem nie vergessen!
* feierliche Blasmusik *
Hallo, Pippi! Ahoi!
Ahoi, Papa! Was soll ich mit dem Pferd machen?
Das f�hrt nat�rlich mit. Fridolf, bring es an Bord.
Aye, aye, K�pt'n.
Pippi, komm zu mir!
* Die Kinder singen. *
"Auf Wiedersehen, kleine Pippi
Der Abschied tut so weh
Wir sind auf der S�dseeinsel
Ade, kleine Pippi, ade
Wir warten auf dich, kleine Pippi
Und stehen jeden Tag hier am Kai
Daran sollst du denken, Pippi
Ade, kleine Pippi, ade."
Ich habe euch auch lieb! Und ich komme bestimmt mal wieder!
Ich muss Tommy und Annika noch Auf Wiedersehen sagen.
Nicht zu lange, Pippi. Gleich wird der Anker gelichtet.
Gestern Abend habe ich ein Gedicht f�r dich geschrieben:
"Wenn du wegf�hrst, Pippi, ist es hier gar nicht mehr sch�n.
Und wir wollen auch nie mehr in die Villa Kunterbunt gehn."
(Efraim) Pippi! Worauf wartest du noch?
Es wird Zeit. Du musst an Bord kommen.
Auf Wiedersehen, Tommy. Auf Wiedersehen, Annika.
Wir sehen uns sicher mal wieder.
* traurige Akkordeon-Musik *
* Annika schluchzt. *
* M�wenkreischen *
(Junge) Pippi Langstrumpf soll leben!
(alle) Hoch! Hoch! Hoch!
(schluchzend) Hoch!
(Efraim) Anker lichten!
(Fridolf) Aye, aye, K�pt'n. Anker lichten.
Du, Papa, ich kann's nicht mehr aushalten.
Was kannst du nicht mehr aushalten? Dass die beiden so traurig sind!
Annika!
(Efraim) Zieht die Gangway ein!
Aye, aye, K�pt'n.
Annika!
Ich will nicht, dass Tommy und Annika weinen!
Papa, ich will in der Villa Kunterbunt bleiben.
Was sagst du? Du willst hierbleiben? Aber warum denn auf einmal?
Wegen Tommy und Annika, darum!
Wieder raus mit der Gangway, Fridolf.
Aye, aye.
Tja ... hm ...
Du hast ja immer nur getan ... was du wolltest.
Du hast ja gesagt, das soll ich tun. Na also.
Tja, dann m�ssen wir uns Auf Wiedersehen sagen.
Mhm, aber du kommst doch sicher bald mal wieder, oder?
Ja, kleine Pippi.
Ich komme immer wieder zu dir zur�ck. Das wei�t du doch.
Wiedersehen, Papa. Ahoi und alles Gute.
(Fridolf) Auf Wiedersehen, Pippi.
* Alle Kinder pfeifen. *
Auf Wiedersehen, Fridolf. (Fridolf) Auf Wiedersehen.
Auf Wiedersehen, Papa! Komm bald wieder!
(Efraim) Ja, mein Kind! Gute Fahrt!
Ahoi, Pippi! Alles Gute! Lass den Kopf nicht h�ngen.
Pass auf dich auf!
Moment, ich geb dir noch ein paar Goldst�cke.
Nein, lass. Ich brauch kein Gold, ich komm auch ohne aus.
Nein, besser ist besser. Ich will nicht, dass du Not leidest, Pippi.
Hier ist noch ein Koffer voll, hepp.
(Matrosen) Ahoi! Ahoi!
* Kanonendonner *
(Matrosen) Ahoi! Ahoi!
Vielleicht sehen wir sie nie wieder.
(Seeleute) Auf Wiedersehen, Pippi!
* triumphierende Trompeten *
Bloom! Komm mal her! Was ist denn?
Guck mal, was die da hat! Neuer Koffer Gold.
* majest�tische Musik *
Hey!
Was? Ich hab gedacht, du w�rst auf dem Schiff.
Du siehst doch, dass ich hier bin.
Oh, Pippi!
* fr�hliche Musik *
(denkt) Es ist doch sch�n in der Villa Kunterbunt.
So nah bei Annika und Tommy.
Und ich bin froh, dass ich hiergeblieben bin, Mama.
Ich m�chte nie gro� werden.
Es ist viel sch�ner so, wie es bisher war.
Ich glaube, hier in der Villa Kunterbunt
kannst du mich von deinem kleinen Himmelsfenster aus
auch viel besser sehen.
* Titelmusik *
Untertitel im Auftrag des ZDF, 2017
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