All language subtitles for O Outro Lado do Muro.2

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Original subtitles

(lacht)

Du bist ja ganz kalt.

Ich gebe dir meinen Pullover.

Pass gut drauf auf.

(Musik)

Bis nächste Woche.

Tschüs Wasja.

(lacht)

Stopp, stopp.

Alexej.

Komm.

Nelly.

Ich muss mal.

Jetzt nicht.

(Mann) Ihre Papiere, bitte.

Eine offizielle Ausreise.

Alexej?

Ich muss mal ganz nötig.

Es geht jetzt nicht. - Klar geht das.

Komm schon, steig aus.

Er kann warten. - Wenn er mal nötig muss. Komm.

Gerd Becker ist mein neuer Papa.

Aha.

Wir 2 gehen mal rüber in das Haus. - Komm mit.

Sie steigen wieder ein. - Ich lass ihn nicht allein.

Ich möchte Sie bitten einzusteigen. - Was wollen Sie?

Seien Sie vernünftig.

Ich gehe mit Ihrem Sohn auf die Toilette, Sie steigen ein.

Alexej, komm, steig ein. - Ist gut, Mama.

Steig wieder ein! (Gerd) Nelly.

Lass mich los.

Kommen Sie mal bitte mit.

Wo ist mein Sohn?

Ziehen Sie sich bitte aus.

Wie bitte?

Reine Routine.

Alles.

Die Uhr.

Die Kette.

Die Ringe.

Der geht nicht ab. - Jeder Ring geht ab.

Dieser nicht. - Wir haben Seife.

Bitte nicht.

Na endlich, Mama. Immer muss man so lange auf dich warten.

Haben sie dich untersucht?

Ich bin doch nicht krank. - Nelly, setz dich hin.

Gerd ist mein neuer Papa, hab ich gesagt.

Ist ja nur eine Notlüge.

(Musik)

(Musik)

Hier.

(Gerd) War mir ein Vergnügen.

Fürs Erste.

Du bekommst dein Geld, keine Sorge.

Die hier nehm ich mit.

(Knistern) Nein, nicht.

(Gelächter)

Schäm dich, Jelena!

Frau Senff, bitte.

Na, da ist aber jemand müde.

Darf ich auch? - Bitte bedienen Sie sich.

Warum sind Sie ausgereist, Frau Senff?

Das sind ganz private Gründe.

Und du bist also Alexej.

Ist ein schöner Name.

Russisch? - Gerd Becker ist mein neuer Papa.

Das musst du jetzt nicht mehr sagen.

Mein Vater ist aus der Sowjetunion.

Er ist aber schon tot. - Ah ja?

Und wie heißt dein Vater? - Wassilij.

Wassilij Batalow.

Danke, Martin.

Sie haben sicher einiges hinter sich.

Wissen Sie schon, wie es für Sie weitergeht?

Ich möchte wieder in meinem Beruf arbeiten.

Haben Sie Freunde oder Verwandte in der Bundesrepublik,

die Ihnen weiterhelfen können?

Nein.

40, 60, 80, 100.

10, 20, 30, 40.

Essensmarken für eine Woche.

Und das ist auch noch für Sie.

Danke schön.

Muss ich das wieder zurückgeben? - Dürfen Sie behalten.

Sie brauchen für jedes freie Feld einen Stempel.

Dann sind Sie Bundesbürger.

So viele?

Genau 12, junge Frau.

Wie lange dauert das?

Das hängt von Ihnen ab. Ne Woche, 10 Tage.

Danke.

Tschuldigung.

Tschuldigung, wissen Sie, wo Block B ist?

Danke.

Alexej.

Kann ich die haben?

Prost.

Noch eine.

Bedank dich mal. - Danke.

(Frau singt)

(Baby weint)

Hier ist es.

(Baby weint)

Pst.

Zieh deinen Schlafanzug an.

Tschuldigung.

Ich wollte mir nur die Hände waschen.

Gerade angekommen?

Ja. Vor 10 min.

Und du?

18 Monate.

18 Monate? - Mhm.

Ich bin Nelly.

Krystyna Jablonowska, Zimmer 17.

Nelly Senff, Zimmer 16.

Wenn du Schüssel brauchst, Zimmer 17.

Ah, ärztlicher Dienst.

Zimmer 216.

Morgen. - Morgen.

Ziehen Sie sich bitte aus.

Wie bitte? - Ausziehen.

Ist nicht schön, muss aber sein.

Ich muss nur Ihre Lagertauglichkeit prüfen.

Ist nur Routine.

Und? Sind wir lagertauglich?

Keine Tierchen vorhanden.

Schaut ihr mal bitte alle her.

Das ist Alexej. Er ist gestern mit seiner Mutti aus der DDR gekommen.

Hallo.

Na dann, stell dich mal bitte selber vor, Alexej.

Alexej Senff, 9 Jahre alt, 3. Klasse.

7. Oberschule.

Albert Kuntz.

Gleimstraße 39... 49.

Albert Kuntz? Wer ist denn das?

Das war ein Antifaschist.

Er hat im Krieg die Bomben sabotiert.

Wurde im Konzentrationslager Dora kaltblütig von den Nazis

umgebracht.

Ah ja.

Sag mal, du hast ja dein Pionierhalstuch um.

Pionierhalstuch ist nicht rot.

Es gibt aber auch rote. - Die haben aber keine weißen Punkte.

Frau Senff? - Ja.

Kommen Sie.

Ich hab auf dem Gebiet der organischen Chemie promoviert.

Bei Prof. Dr. Carsten Glaser.

Mein Spezialgebiet ist die Pyrolyse von Kohlenwasserstoffen.

Ich könnte mir auch vorstellen,

in die medizinische Forschung einzusteigen.

Tut mir leid, aber Sie sind zu früh. - Zu früh? Wie?

Sie brauchen erst die Stempel.

Ohne Papiere ist da nichts zu machen.

Können Sie mich nicht schon mal vormerken?

Ich würd so gerne wieder arbeiten.

So sind die Gesetze.

Aber Frau Senff, ich freue mich auf Sie.

Morgen. Fleischmann. - Senff.

Hallo.

Ich heiße John Bird.

Ich vertrete hier die Vereinigten Staaten von Amerika.

Wie geht es Ihnen?

Gut.

Keine Angst, Frau Senff. Sie sind in Sicherheit.

Nur ein paar Fragen.

Sie haben die DDR verlassen.

Warum?

Ach, es sind ganz persönliche Gründe.

Ortswechsel.

Erinnerungen loswerden.

Ortswechsel? Keine politischen Gründe?

Nein.

Ich will neu anfangen.

Leben. - Mhm.

Sie sind Chemiker. - Ja.

Sie haben Ihren Doktor gemacht.

Und einen Sohn haben Sie auch.

Wieso auch? - Sie sind noch so jung.

Danke.

Was haben Sie geforscht?

Die letzten 2 Jahre hab ich auf dem Friedhof gearbeitet.

Sie haben Ihren Job bei der Akademie der Wissenschaften verloren.

Fast jeder mit einem Ausreiseantrag verliert seine Arbeit.

Sie verteidigen das System? - Wie bitte?

Entschuldigung.

♪ Komm, Herr Jesus, sei du unser Gast.

Und segne, was du uns bescheret hast.

Amen, Amen, Amen. ♪

(alle) Fröhlich sei das Mittagessen, was es gibt, wird aufgegessen.

Nichts verkleckert, nichts verschütt, guten Appetit.

Ich muss weg, meine Mutter ist da.

Alexej. - Tschüs.

Warte mal!

Was haben Sie gearbeitet?

Ich meine, in der Akademie.

Was wollen Sie da genau wissen? - Alles.

Ich bin nicht hierhergekommen, um Informationen zu liefern.

Frau Senff, wenn Sie nicht kooperieren,

dann können wir Ihnen nicht helfen. - Wobei wollen Sie mir helfen?

Rauchen Sie?

Danke, nein.

(Musik)

Wir werden uns wiedersehen, Frau Senff.

Danke.

(Musik)

Alexej, ziehst du dich an.

Warte, ich helf dir.

(Frau) Denk dran, unsere Freunde von der Stasi sind hier überall.

Man hat schon Pferde vor der Apotheke kotzen sehen.

Viel Glück.

Dir auch. - Danke.

Sag mal, was wollen die alliierten Sicherheitsdienste von einem?

Was sind alliierte Sicherheitsdienste?

Deutschland hat den Krieg verloren.

Und die, die gewonnen haben, die haben ihre Soldaten hier.

Weiß ich doch. - Ach ja? Und weiter?

Bei euch sind das die Russen

und hier die Amis, Franzosen und Engländer.

Weil die sich nicht vertrauen, hat jeder seine Spione hier.

Die Sicherheitsdienste.

Und was machen die sicher?

Gar nichts.

Was wollen die dann von einem?

Die horchen uns aus.

Und wenn wir nicht machen, was die sagen, dann schießen die.

Quatsch.

Papa, setz dich. Ich habe Tee gemacht... - Geht's hier nach Hause?

Nach Hause?

Dr. Wassilij Batalow.

Seit '65 als Physiker in der DDR tätig.

Kam 15.12.1975 bei einem Autounfall ums Leben.

Sind diese Angaben richtig?

Ja.

Wer hat Ihnen die Nachricht von Batalows Tod gebracht?

Die Kriminalpolizei.

Und Sie haben die Leiche identifiziert.

Nein, der Unfall war in Moskau, ich war nicht zur Beerdigung.

Aber er war doch der Vater von Ihrem Kind.

Oder haben wir da was falsch verstanden?

Wir waren nicht verheiratet.

Sie durften sich nicht von Alexejs Vater verabschieden?

Entschuldigung, ist hier eine Toilette?

Hier raus, geradeaus, dann links.

Hast du ihre Achselhaare gesehen? Diese Ostfrauen rasieren sich nicht.

Zügel dich mal!

Glaubst du ihr?

Ja... Ich glaube ihr.

Ich sage Ihnen, warum ich aus der DDR weg wollte.

Wegen solcher Fragen.

Die unterstellen.

Angreifen.

Und immer wieder alles aufbrechen.

Sie sagen, Sie haben die DDR verlassen,

weil man immer wieder Fragen gestellt hat, welche?

Wie er sich verabschiedet hat z.B.

Wie hat er sich verabschiedet?

Wie immer, wenn er zu einem Kongress gefahren ist.

Was glauben Sie, warum hat man Ihnen diese Fragen gestellt?

Das hat man mir nicht gesagt.

Warum stellen Sie mir diese Fragen?

Haben Sie sich nie gefragt, ob Wassilij Batalow noch lebt?

Nein.

Sie können gehen.

Gut.

Wir sehen uns morgen. - Gut.

(Musik)

(Türquietschen)

Hallo.

(seufzt)

Hast du eine Zigarette?

Danke.

Wie lange bist du schon hier?

2 Jahre.

2 Jahre?

Die haben hier die gleiche blau-weiß-karierte Bettwäsche

wie drüben im Knast.

Hab ich mich dran gewöhnt.

Revoluzzer, ja?

Was sagst du das so ironisch?

Ach, nee.

Kennst du die Frau?

Nie gesehen.

Ich heiße Nelly.

Hans.

Also, warum bist du noch hier?

Es gibt hier so ne Art Lagerfluch.

Entweder du bist gleich wieder weg oder

du bist hier gefangen.

Verstehe ich nicht.

Na, ist doch gut.

Danke.

Hast du Geld?

Nee.

Was macht ihr da?

In welchem Block wohnt ihr?

Wir sprechen kein Deutsch.

Na, los!

Onkel Gennadi holt uns morgen ab.

Wer ist das?

Unser Onkel aus Braunstadt. Wir ziehen dahin.

Warum?

Papa sagt, es ist schön dort.

Wir gehen auch bald raus.

Wohin geht ihr?

Wo es ganz schön ist.

(Schreie)

Nelly, Mama.

Ja?

Kannst du auch nicht schlafen? - Nee.

Willst du runterkommen?

(Schreie)

Hier stinkts.

Zu. Zu.

Schlaf.

(Musik)

Komm, Jelena.

(Musik)

Eine Beerdigung, aber ohne Sie.

Eine Mann, der verbrennt,

eine Leiche, die man nicht mehr identifizieren kann.

Sie haben keine Zweifel, ob er noch lebt? - Was wollen Sie von mir?

Sie tun, als wüssten Sie irgendwas.

Dann sagen Sie mir, was Sie über Wassilij wissen.

Lebt er?

(Musik)

Wir sehen uns wieder.

Halt!

Ah nee, nun mich mehr.

Bitte, ich war so lange unterwegs.

Weil Sie lange unterwegs sind, soll ich meine Bahn nicht kriegen?

Morgen wieder.

Hallo. - Hast du Brot?

Ja, natürlich hab ich Brot.

Maria...

Ich komm gleich, ja?

Was machst du?

Was ist los mit euch?

Wir brauchen noch 11 Stempel.

Warum noch 11?

Nur so oder richtig?

Ich war im Orchester.

Papa!

Meine Tochter.

Sie sprechen ja deutsch. - 1, 2, Polizei.

3, 4, Grenadier, 5, 6, alte Gags.

7, 8, gute Nacht, 9, 10, schlafen gehen.

Er hat immer gesagt, wir müssen nach Deutschland. Wir sind Deutsche.

Meine Mutter wollte nicht.

Wir waren hier, sie ist gestorben.

Maria.

Spielst du uns was vor?

Nein. - Bitte.

Können diese Hände noch spielen? - Ja, können sie.

Nein, können sie nicht. - Können sie doch.

(Musik)

Jetzt reichts, Mädels. - Klappe.

Manchmal war er einfach tagelang weg.

Dann stand er plötzlich wieder an der Tür.

Einmal hat er gesagt, wir heiraten.

Am nächsten Tag hatte er es schon wieder vergessen.

Er war unberechenbar.

Dieser verdammte Mistkerl.

Aber er war

ein sehr besonderer Mensch.

Und er hatte eine Art, mich zu berühren.

Du bist wie mein Vater.

Du lebst auch in der Vergangenheit.

Ich will nur wissen, ob er lebt. - Wozu?

Entweder er ist tot, oder er ist das letzte Schwein.

Ich will ihn zur Rede stellen. - Und dann?

Dann kann ich ihn endlich beerdigen. - Dann mach es doch gleich.

(lachen)

(Stöhnen)

(Stöhnen)

Gute Nacht, 16. - Gute Nacht, 17.

So, bitte schön.

Sie können jetzt die nächsten Schritte machen.

Sie sind mir eine Antwort schuldig. - Alles Gute, Frau Senff.

Vietnam?

Ja.

Jedem seine Heldentaten.

(Musik)

So, wann haben Sie Wassilij Batalow das letzte Mal gesehen?

Gestern.

Ja. Ja.

Er stand plötzlich vor mir.

Hat mich angelacht.

Ich bin ihm um den Hals gefallen und hab ihn gefragt,

Wassilij, warum warst du so lange Zigaretten holen.

Wie kommt ein Russe in die Physikalische Gesellschaft der DDR?

Hat er mit Atomphysik zu tun?

Er ist tot.

Das ist jetzt 3 Jahre her.

Ich... ich kann einfach nicht mehr.

Ich will leben.

Verstehen Sie das?

Bitte.

Politische Aktivitäten, warum haben Sie das weggelassen?

Was wollen Sie da wissen?

FDJ-Sekretär, SED-Mitglied, Parteifunktion?

Gut.

Und Verwandte in der BRD haben Sie auch nicht ausgefüllt.

Es geht doch keinem was an.

Sie müssen das ausfüllen, sonst... - Was sonst?

Sonst geht es hier nicht weiter für Sie. - Ah.

Es zwingt dich doch keiner, hier zu sein.

(Musik)

Na, das geht doch.

Bitte sehr. - Danke sehr.

(schreit)

Jetzt bitte die Luft anhalten.

Frau Senff, würden Sie uns bitte noch mal erläutern,

warum Sie sich entschieden haben, die DDR zu verlassen?

Ja, warum?

Als mein Freund gestorben ist und die Verhöre anfingen,

da hat sich mit einem Mal alles falsch angefüllt.

Als hätte ich ein fremdes Leben geführt.

Alles war mir fremd.

Die Wohnung, die Straße.

Unsere gemeinsamen Freunde.

Ich wollte einfach nur noch vergessen.

Ich hatte die Hoffnung, hier ein freies Leben anzufangen.

Aber es ist komisch.

Ich weiß gar nicht mehr, was das ist, Freiheit.

Demokratie. Rechtsstaat.

Alles, was Sie drüben nicht hatten. - Ja.

Frau Senff, wir haben uns entschieden,

Ihren Antrag positiv zu beschließen.

Frau Senff, willkommen in der Bundesrepublik Deutschland.

Danke schön.

Herzlichen Glückwunsch. - Danke.

Alles Gute für Sie und Ihren Sohn. - Danke schön.

Sie können sich jetzt eine Arbeit suchen.

Eine schöne Wohnung, die passende Schule für Ihren Sohn.

Sie können tun und lassen, was Sie wollen.

Wenn Sie nicht schnell genug eine Wohnung finden,

können Sie Ihr Zimmer hier verlängern. - Danke.

Vielen Dank.

Ach so.

Ach, den brauchen Sie nicht mehr.

Schönen Tag noch.

(Musik)

Und hier hab ich ein paar Sachen, die du gar nicht magst.

Muss ich leider ganz alleine essen.

Die werden erst hingelegt, hingelegt und nicht angefasst.

Finger weg.

Ich leg die dahin, sonst gibts die nicht noch mehr.

Ich hab nämlich noch was.

Aber die esse ich ganz alleine. - Nein.

(lachen)

Ah. Hey.

Nein.

Wie geht es Ihnen? - Gut. Danke.

Der Kronprinz. Wie heißt du?

Alexej Senff.

Dann wollen wir mal.

Ich hätte da nämlich was für Sie.

Im Labor, als Laborhilfe.

Laborhilfe?

Ja.

Ich weiß, Sie wollen in die Forschung.

Aber Sie haben seit 2 Jahren nicht mehr Ihren Beruf ausgeübt.

Ich kann mich sehr schnell wieder einarbeiten.

Die Wissenschaft ist hier doch ein bisschen weiter.

Davor hab ich keine Angst.

Und wo bleibst du, wenn die Mutti arbeitet? - Im Hort.

Sie müssen sich um meinen Sohn keine Sorgen machen.

Ihr müsste eure Ansprüche schon ein bisschen runterschrauben.

Warum fragen Sie nicht, ob ich auf dem Friedhof arbeiten will?

Dann suchen wir eben allein. - Jawohl.

So.

Und vergiss nicht abzuschließen. - Ja.

Willst du wirklich nicht mitkommen? - Nee.

Und drück mir die Daumen.

Mama, warte.

Danke.

Verfolgen Sie mich?

Vielleicht.

In welcher Eigenschaft?

Privat?

Sie sind mir noch eine Antwort schuldig. - Kommen Sie.

(Polizeisirene)

(Polizist) Machen Sie mal Platz, treten Sie ein bisschen zurück.

(Polizist) Bleiben Sie zurück, bitte.

Komm, wir gehen hier weg.

(Polizist) Bitte, zurücktreten.

Hunger?

Ja.

Kann aber nicht kochen.

Hm?

Sind super.

Guten Abend. Haben Sie sich schon entschieden?

Eine Selters, bitte.

Sonst noch ein Wunsch?

Irgendwas Süßes? Dessert? - Nein, danke.

Für mich nur einen Kaffee, bitte.

Sehr gern.

Sie...

Sie haben nie an einen Unfall gedacht.

Ich hab irgendwann aufgehört, darüber nachzudenken.

Ich wollte einfach nichts mehr damit zu tun haben.

Und Sie?

Sind Sie eigentlich auch manchmal Mensch?

Oder immer nur Agent?

Glauben Sie wirklich, Ihr Wassilij war einmal nur Mensch?

Was wollen Sie damit sagen?

Okay.

Ein Physiker, der zu internationalen Kongressen fährt,

ist interessant für die Staatssicherheit.

Man hat ihn beobachtet.

Ich würde sagen, er hat beobachtet.

Was?

Er war ihr Kurier.

Nelly, bitte, bleiben Sie doch.

(Musik)

Na?

Ziehst du den mal an?

Den?

Ich mach mich doch nicht zum Hans.

Nur Spaß.

Bitte.

Alexej.

Hallo.

Wir haben Makkaroni gekocht mit Zimt und Zucker.

Gehst du dir die Zähne putzen und dann ins Bett? - Mhm.

Gute Nacht.

Ich komm gleich.

Habt ihr Vater und Kind gespielt?

Wir haben Makkaroni gemacht.

Was hat er dir erzählt?

Hast du ihn ausgehorcht?

Heute hat sich im Lager jemand umgebracht. - Was?

Die alte Frau, die immer am Zaun sitzt.

Und das hat er gesehen.

Nein, lass. Lass ihn schlafen.

Lass ihn schlafen, Nelly.

Iss einen Teller.

Sind Weltklasse.

Na ja.

Denkst du manchmal daran zurückzugehen?

Ja.

Jeden Tag.

Was soll ich denn da?

Danke.

(Musik)

Ja, jetzt lauf.

Lauf, Alexej.

Und flieg.

Und gleich noch mal.

Lauf.

Willst du vielleicht mal was unternehmen mit uns?

Ich gehe doch nicht mehr raus.

In die weite Welt hinein.

Ach so, der Lagerfluch.

Sag mal...

Wenn du Hilfe brauchst, würdest du die annehmen?

Ich könnte mal gucken wegen Wohnungsanzeigen oder so.

Ich hab doch Zeit.

Was ist? Willst du dich verlieben?

Nee, keine Bange, das kann ich nicht.

So schlimm?

Ist nicht schlimm.

Ist nur so.

Wenn ich hier versacke, kräht doch kein Hahn danach.

Aber du und der Kleine.

Wovor hast du Angst, Nelly?

Sie haben den Verdacht, dass Alexejs Vater vielleicht noch lebt.

Wer? Wer hat den Verdacht?

Die Geheimdienste.

Welche?

Alle.

Das macht mir Angst.

Du kannst mir nicht helfen.

Was haben Sie vorhin gesagt? - "Bis drei."

(Klopfen)

Ich muss Sie sprechen.

Nicht jetzt. - Es ist dringend.

Es dauert nur einen Moment.

Komm.

Sind Sie wahnsinnig?

Sie können hier nicht einfach reinplatzen! Das ist meine Arbeit! Kapieren Sie das?

Sie haben mir gesagt, Wassilij hat für die Staatssicherheit gearbeitet.

Ja, er sollte Wissenschaftler aus dem Westen anwerben.

Er war nie im Westen.

Menschen haben viele Gesichter.

Wissen Sie, dass Sie sehr schön sind?

Ja, natürlich, das wissen Sie.

Wenn Sie mir nicht sofort die Wahrheit sagen, schreie ich.

Ich warne Sie!

Verdammt noch mal!

Okay.

Vielleicht wollte Batalow

nicht mehr für die Staatssicherheit arbeiten.

Er hat Kontakt zum Bundesnachrichtendienst gemacht.

Der Unfall wurde vorgetäuscht, eine falsche Leiche.

Er hat freiwillig Auskunft gegeben.

Jetzt lebt er anonym.

Das ist sehr gut möglich.

Sie haben eine blühende Fantasie.

Wenn meine Vermutung stimmt,

dann will die Staatssicherheit ihn finden.

Und man beobachtet Sie.

Ich würde gern mein Zimmer verlängern.

Soll ich wirklich nicht mitkommen?

Nee.

Tschüs, Nelly-Mama.

Viel Spaß. - Mhm.

(Schulklingel)

Hallo. - Hallo.

Einmal Schaschlik.

Mach Schaschlik durch. Roh will das keiner essen.

Hast du kurz Zeit? - Du siehst doch, was hier los ist.

Was sind das für Labberpommes?

Hast du Hunger?

Nein.

Krystyna.

Jetzt kann ich nicht.

(Musik)

Nelly.

So, Sie wollten mich sprechen.

Darf ich?

Ja, klar.

Hallo.

Kaffee? - Ja.

Sie sind ein verheirateter Mann?

Und woran erkennen Sie einen verheirateten Mann?

Daran, wie er Frauen ansieht.

Und wie sieht er Frauen an?

Hungrig.

Und gleichzeitig satt.

Okay.

Gierig.

Aber ohne Bereitschaft zum Risiko.

Würden Sie ein Glas Wein mit mir trinken?

Was würden Sie sagen, wenn ich Sie frage,

ob Sie mir in ein nahegelegenes Hotel folgen?

Bin ich zu schwer?

Ja.

(stöhnen)

Kann ich meinem Sohn sagen, dass sein Vater noch lebt?

Als ich hierhergekommen bin, wollte ich vergessen.

Aber das geht nicht, bevor ich Klarheit habe.

Es ist nur eine Vermutung.

Deshalb die Verhöre?

Ihr demütigt mich

für eine Vermutung?

Wir demütigen nicht.

Doch.

Ihr wollt Dankbarkeit.

Wenn du Leute bemerkst, die verdächtig sind, sag mir Bescheid.

Okay?

Und wenn einer nach Batalow fragt, sei bitte vorsichtig.

Wem soll ich vertrauen?

Machs gut, John Bird.

Mittwoch im Café Bernstein. Okay?

Nelly.

(Musik)

Du hast mir gar nicht gesagt, dass du ihn mitnimmst.

Weil ich mit dir nie über Wassilijs Tod geredet hab?

Und weil alle immer gesagt haben,

red mit Nelly nicht über Papa, sonst ist sie traurig?

Weißt du...

Wenn ein Mensch stirbt, den man sehr, sehr geliebt hat,

und man kann ihn nicht beerdigen,

dann passieren manchmal so komische Sachen.

Man sieht ihn überall.

Ich hab ihn auch gesehen.

Wo hast du ihn gesehen?

Hier auf der Straße.

Und was hat er gemacht?

Er war es ja nicht.

(Klopfen)

Na du.

Kannst du den für mich verstecken?

Danke.

Guten Tag. - Guten Tag.

Na, was darfs sein?

(Musik)

Das andere musst du essen.

Kauen.

Was ist mit Hausaufgaben?

Nee.

Hast du zwischendurch vergessen abzuschließen?

Hast du es wirklich nicht vergessen?

Nein. - Denk genau nach.

Ich hab nicht vergessen abzuschließen.

Los, rein. Rein.

(Musik)

Mama, ich wollte doch... (Klirren)

(Musik)

Na, du Ostpocke. Spielst du wieder mit Müll?

Martin.

Komm.

Selber Pocke.

Ich bin nur mal so vorbeigekommen.

Eine schöne Wohnung.

Und ganz billig.

Hast du

Alexej eigentlich erzählt, dass... ob sein Vater noch lebt?

Ich glaube, das wird ihn umbringen.

Warum bist du eigentlich immer da?

Ich stehe im Regen, du kommst mit einem Schirm.

Wir brauchen eine Wohnung, und du findest eine.

Du bist immer da.

Warum?

Wenn du willst,

zerreiß sie.

Soll ich mich von euch fernhalten?

Vielleicht.

Ich weiß nicht.

Hans.

Setz dich wieder hin.

Guten Appetit.

Hab ich irgendwas an mir?

Wir gehen jetzt.

Ich will aber ein bisschen bei Hans bleiben.

Du musst Schularbeiten machen. - Kann ich doch immer noch.

Wir können uns nachher noch treffen.

Wenn du nichts dagegen hast.

Nein, du bleibst hier.

Hans verrät andere Menschen.

Komm zurück.

Ich will aber nicht. - Du kommst zurück.

Man sieht Menschen so was nicht an. - Dann gehen wir ihn fragen.

Er wird uns nicht die Wahrheit sagen. - Hans lügt nicht, du lügst.

Lass mich.

Ich will wieder nach Hause.

Darum gehts jetzt nicht.

Komm.

Morgen. - Morgen.

Oh Mann, ich kann nicht schlafen.

Darf ich?

Die schreiben hier anders.

Was machen die? - Die haben auch bessere Füller.

Die haben auch mehr Geld. - Dann geh doch arbeiten.

Morgen. - Morgen.

Mama.

Los, beeil dich.

Was guckst du mich so an?

Hier bringen die Muttis ihre Kinder in die Schule.

Das ist so im Westen.

Wenn ich du wäre, würde ich mich nicht so gehen lassen.

Du bist nicht Nelly.

Alexej hat völlig recht. - Kannst du mich in Ruhe lassen?

Könnt ihr mich mal alle in Ruhe lassen?

Nelly. - Ruhe sanft.

Haut ab.

Was hast du gesagt?

Alles klar?

Komm mal rein.

Können wir Makkaroni kochen?

Nelly wartet auf dich. - Bitte.

Nee, ich bring dich zu Nelly. - Nein.

Doch. - Nein.

Komm, wir gehen. - Ich will nicht.

Alexej, komm, wir gehen zu Nelly. - Nein!

Alexej, du kannst hier nicht bleiben.

Ich will aber nicht zu Nelly.

Alexej!

Ein bisschen schief, aber so gut wie neu.

Du darfst es nicht Nelly erzählen.

Die denkt, ich bin schuld.

Ach, Quatsch. Das denkt sie nicht. - Doch.

Weißt du, wie spät es ist? - Ja, ich weiß.

Mir ist kalt.

Willst du reinkommen?

Kommst du jetzt, bitte?

Er kann das schon alleine, vielen Dank.

Hey.

Deine Mappe.

Weißt du eigentlich, was ein Ostpocke ist?

Kannst dir mal von ihm erklären lassen.

Alexej, du musst mir jetzt was versprechen.

Wir beide müssen in der nächsten Zeit ganz fest zusammenhalten.

Versprichst du mir das?

Gut.

(Klopfen)

(Klopfen)

(Klopfen)

Ich will schlafen gehen. - Nelly.

Bitte.

Ich hab Flugblätter verteilt.

Dafür haben sie mich Tag und Nacht ins Verhör geholt.

Einzelzelle.

Und alle diese feinen Spielchen.

Bautzen.

Hast du eine Ahnung, was das bedeutet?

2 Jahre?

Als ich wieder draußen war, hab ich meine Flucht vorbereitet.

Und weißt du, wer mich verraten hat?

Mein eigener Bruder.

Und du glaubst im Ernst, ich würde mit denen zusammenarbeiten.

Ich will jetzt gehen.

Da sagt einer, ich bin ein Spitzel.

Wie soll ich das Gegenteil beweisen? - Du sollst mir nichts beweisen.

D.h. es ist dir egal.

Ich...

Ich will das loswerden.

Was willst du loswerden?

Das alles.

Hast du dir mal überlegt, was dein krankes Misstrauen mit Alexej macht?

Wenn du seine Geschenke in den Müll schmeißt?

Er sah so stolz aus mit seinem Blumenstrauß.

(weint)

(Musik)

Tschuldige.

(stöhnt)

Komm, komm, komm, komm.

Na, ach Gott, tuts weh?

Stasi-Ratte.

Guck mal hier.

Siehst du nichts mehr, was?

Hans?

(Gebrüll)

Na, schön warm, hä?

Mach mal Mund auf, schmeckt lecker.

Hau ab!

Geh raus!

Alexej.

Ich hab eine Überraschung.

Ich hab Arbeit.

Ich glaube, Hans ist tot.

Hans.

Ist er tot?

Hans?

Hans.

Hans, kannst du aufstehen?

Vorsicht, Pisse.

Fass mich nicht an.

Hans.

So hab ich mir Papa immer vorgestellt im Sarg.

Denkst du noch oft an ihn?

Nicht mehr so.

Hans wacht aber wieder auf.

Freust du dich auf zu Hause?

Vielleicht besuchen wir euch mal.

Danke, Zimmer 16.

Wiedersehen, Herr Jakub.

Dovidjenja.

(Busfahrer) Wir müssten mal langsam.

Lass mich das tragen.

John, was ist los mit dir?

(singen) ♪ Stille Nacht,

♪ heilige Nacht.

♪ Alles schläft.

♪ Einsam wacht.

♪ Nur das traute hoch heilige Paar.

♪ Holder Knabe im lockigen Haar. ♪

Wo gehen wir denn hin, Pischke?

(Kirchenglocken)

(Türklingeln)

Ich mach auf.

(Kirchenglocken)

(Musik)

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