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Der Korsar des Königs
"1808 leidet Spanien unter dem Druck von Napoleons Soldaten."
"Es gibt keine Hofbälle und keine Festlichkeiten."
"Die Franzosen veranstalten Gelage in den Kirchen und plündern sie."
"Sie dringen immer weiter ins Land vor."
"Sie schänden Frauen, rauben Kunst- schätze und ermorden Unschuldige."
"Die mutigsten Männer Spaniens kommen im Kloster St. Johannis zusammen."
"Es sind kühne und ehrenhafte Soldaten."
"Sie werden das Land von den Eroberern befreien."
"Die Spanierinnen sollen wieder ruhig schlafen können."
Der Hauptmann riskierte sein Leben!
Nur mit einem Degen machte er Horden von Feinden kampfunfähig!
Dann rief er dem Oberkanonier zu, der endlich eintraf:
"Spät kommt ihr, doch ihr kommt. Ich habe für Euch geschossen!"
Ich trinke auf das Wohl meines Freundes Miguel de Cabanil!
Wir erwarten noch viel von ihm und er wird bald Major werden.
Nicht so voreilig! Du wirst gewiss befördert.
Auf Major de Cabanil, den Don Juan des Regiments!
Jetzt muss er antworten!
Freunde! Trinken wir lieber auf die wahren Helden dieses Feldzuges!
Auf diejenigen, die uns immer beistehen.
Auf unseren Stabsarzt, der uns gern ein Urlaubsattest schreibt.
Oder auf den Vertreter des Militärgerichtes!
Er kann uns schneller zum Tode befördern als der Feind.
Wir trinken hier einen Wein des Jahrgangs 1800.
Damals war Spanien ein freies und glückliches Land.
Zur nächsten Weinlese ist es wieder frei. Es lebe der König!
Es lebe Spanien!
Du wirst erwartet. Entschuldigt, ich muss zum Oberst.
Du wirst als Major zurückkommen. Abwarten! Entschuldigt mich, Prior!
Darf ich dich begleiten? Ja, natürlich!
Ganz neue Moden! In diesem Regiment wird vorschnell befördert.
Ich bezweifle, dass de Cabanil befördert wird.
Warum? - Sein Vater ...
Mein Vater? Ja, Hauptmann de Cabanil.
Aber wer behauptet so etwas?
"Admiral de Cabanil verriet Spanien und brach seinen Treueeid."
"Er lieferte seine Schiffe dem Feind aus."
"Dank des Schiffsoffiziers Don Inigo da Costa wurde das Schiff gerettet."
"Und der Verräter wurde getötet." Nein!
Das ist der Bericht aus dem Hauptquartier.
Es gibt noch eine schlimme Nachricht. Ich überbringe sie Euch ungern.
Ihr seid aus dem Heer ausgestoßen.
Für mich ist das, als ob ich einen Sohn verliere.
Gebt mir Euren Degen, Cabanil!
Ich weiß, was Ihr fühlt. Ihr solltet aber trotzdem nicht verzweifeln.
Keine Sorge!
Oberst, es geht um meine Ehre und um die meines Vaters, meiner Familie!
Und ich werde sie wiederherstellen!
Ich bin davon überzeugt, dass Euer Vater kein Verräter war.
Und Ihr müsst das beweisen. Das ist mein letzter Befehl.
Herr Oberst, ich danke Euch. Und glaubt mir!
Wer das Andenken meines Vaters beschmutzt hat, der bezahlt dafür!
Er hat seine gesamte Verwandtschaft in Frankreich!
Still! Er kommt.
Ohne seine Waffe!
Hauptmann, Ihr habt Euren Degen vergessen.
Vorsicht, ich bin noch Offizier! Du? Du bist ein Rechtsverdreher!
Miguel! - Mein Vater ist kein Verräter.
Nein, er ist ein Schwachkopf! Ich kann Euch leider nicht fordern.
Denn Ihr habt keinen Degen mehr. Ihr habt nicht den Mut zu kämpfen!
Zieht!
Ich schneide Euch die Zunge heraus.
Bravo! Lernt fechten, statt zu spionieren!
Geht schon!
Ich will mich amüsieren! Ich tue Euch nichts.
Spannende Musik
Jetzt hast du ein Andenken von mir. Es wird dich an mich erinnern!
Und ihr anderen, vergesst mich!
So lange, bis sich keiner mehr meiner schämen muss. Lebt wohl!
Leb wohl, Miguel! - Leb wohl!
Lebt wohl!
Hafen von La Coruna Sitz der spanischen Admiralität
Spanien wird Euch danken. Aber leider können wir Euch nicht reich belohnen.
Meine Ehre befiehlt mir zu helfen.
Eure neue Aufgabe erfordert viel Geschick.
In 48 Stunden wird das Schiff "Anita Lopez" das belagerte Cadiz verlassen.
Es hat den spanischen Kronschatz an Bord.
Ich dachte, er sei in Sicherheit. Die Franzosen riegelten die Wege ab.
Unser Geheimdienst misstraut den britischen Verbündeten.
Ihr begegnet der "Anita Lopez" im Atlantik und übernehmt den Schatz.
Admiral de Tegurel übergibt Euch eine Empfangsbescheinigung.
Dann kehrt die "Anita Lopez" nach Spanien zurück.
Ihr begebt Euch sofort nach Havanna!
Niemand wird Euch belästigen. Ihr habt ein portugiesisches Schiff.
Wie gefällt Euch der Plan? Gut.
Aber ich musste nach Cabanils Verrat meine halbe Mannschaft entlassen.
Don Inigo, ich kann Euch leider keinen einzigen Mann geben.
Ihr könnt Eure Leute frei auswählen. Es ist kein militärischer Auftrag.
Gebt Ihr mir völlige Freiheit? Völlige Freiheit!
Ich musste mich im Krieg an vieles gewöhnen.
Und ich misstraue denen, die über meine Handlungen urteilen werden.
Deshalb möchte ich, dass Ihr mir das schriftlich gebt. Bitte!
Wie Ihr wollt!
Jetzt kommt die Treppe, Onkel.
Ja.
Maruschi, gib mir die Hand! Kommt noch niemand?
Doch, Soldaten und Matrosen. Hinten ist die "Asuncion".
Sie wird schon beladen. - Dann wollen sie bald fort.
Ja, denn Seeleute haben in jedem Hafen ein Mädchen.
Dummes Zeug! Von wem hast du das? - Von dir! Du hast das erzählt.
Pass auf! Was siehst du sonst noch? - Viele, viele Schiffe.
Wie meines? - Deines war schöner.
So ein Schiff gibt es nicht wieder.
Carlos! Miguel! Ihr wollt mich sprechen.
Ich muss die Wahrheit über meinen Vater wissen.
Du warst sein Maat und sein Freund. Ich weiß nichts, Miguel.
Französische Schiffe umzingelten uns.
Es fiel nur ein einziger Pistolen- schuss: in der Kajüte Eures Vaters.
Don Inigo da Costa ermordete ihn. Warum habt ihr ihm nicht geholfen?
Der Onkel war blind. - Ja.
Nach der Schlacht im Golf von Biskaya sah ich nichts mehr.
Er wurde getötet und ich konnte nichts tun!
Nun heißt es, wer war ein Verräter. Ein Verräter?
Er war kurz vor seinem Tod bei mir und sagte:
"Grüß dich! Wie geht es dir?" Er gab mir seinen Tabak.
Wenn er ein Verräter war, will ich tot umfallen.
Was für ein Mann ist Don Inigo? Er war nie an Deck.
Es gab Gerüchte. Die Matrosen sagten, er sei mit dem Teufel im Bund.
Einmal kam nachts ein seltsames Schreien aus seiner Kajüte.
Er ist Kapitän auf der "Asuncion". Ja, ein merkwürdiges Schiff!
Zweimal meuterte die Besatzung. Einmal starb sie am Fieber.
Deshalb nahm Don Inigo das Schiff. Ich fahre mit.
Was? Ich muss die Wahrheit wissen!
Geh in das Gasthaus "Zum Roten Mohn"! - Bist du wohl still!
Wohin? Onkel, ich will dem Mann helfen.
Das musst du auch. Ins Gasthaus "Zum Roten Mohn", richtig?
Ja, gestern sagten die Leute dort ... - Die Besatzung ist vollzählig!
So viel Gesindel sah ich noch nie! Aber sie hat recht.
In das Gasthaus kommen abends die Leute von der "Asuncion".
Danke. Danke, Carlos!
Gott möge Euch beschützen und Euch begleiten!
Die Toten finden keinen Frieden, wenn wir sie nicht rächen.
Lebt wohl! Leb wohl!
Maruschi, bring mich nach Hause!
Melancholischer spanischer Gesang
Einen Kuss für die Verbündeten! - Lasst Euch vom König küssen!
(singt) "Die Rose aus Feuer aus deinem Haar:"
"Sie hat mich geblendet mit ihrer jungen Blüte."
"Sie hat ihre Spur auf meiner Haut hinterlassen."
"Und deine Küsse sind voller Glut."
"O Mädchen des Feuers! O Mädchen des Feuers!"
"Deine Augen sind schwarz wie eine mondlose Nacht."
"Und dein Mund ist rot wie eine Nelke."
"O Mädchen des Feuers! O Mädchen des Feuers!"
Ole! Gefällt dir das Lied? Ich singe es für dich zum Abschied.
Für einen Kuss von dir sprenge ich das Schiff!
Hör auf! Morgen bist du auf See und hast mich vergessen.
Für dich zerreiße ich meine Schiffspapiere!
Pass auf, dass niemand sie stiehlt!
Flamenco-Musik
Ich liebe dich!
Gejohle
Habt Ihr auch etwas für mich? - Lass sie in Ruhe!
Oder es setzt Prügel!
(singt) "Ich schenke dir Erlösung."
"Ich schenke dir Erlösung."
"Und blinde Liebe."
"Ich bin ein rechtschaffener Mann und ich bedaure dich."
"O Mädchen des Feuers!"
"Geh! Geh fort!"
"O Mädchen aus Feuer!" Ole! - (alle) Ole!
Wie geht es Euch, mein Freund? Ich warte auf Eure Neuigkeiten.
Aha! Immer noch Sehnsucht nach dem Meer?
Nein, aber die Pflicht ruft. Das macht mich traurig.
Besorgt Ihr mir die Schiffspapiere?
Der Kerl da unten würde mich Don Inigos Schiff vorziehen.
Danke, Amparin. Ich weiß, wo Ihr die Papiere findet.
Wo? Heute Nacht unter meinen Kissen.
Sie flüstert ihm etwas zu.
Amparin, Amparin!
Ich schwöre es dir! Vertrau mir! Schau nicht nach!
Ich traue nur dem, was ich sehe. Nein! Nicht!
Ich wusste es! Willst du nur die Papiere?
Nein, nicht nur das allein. Und das weißt du auch.
Aber du lügst genauso viel wie alle Frauen.
Du bekommst die Papiere! Aber du sollst meinetwegen kommen!
Du bist eitel. Nein, ich habe dich sehr gern.
Ich verstehe nicht, warum dir ein Kahn lieber ist als ich.
Du hast recht. Was ist die Flotte Spaniens gegen einen Kuss von dir!
Bleib hier, dann küsse ich dich oft. Ich komme wieder.
Und dann holen wir alles nach. Lügner!
(Mann) Amparin! - Da kommen deine Schiffspapiere.
Da bin ich!
Unter dem Gürtel!
Das ist Rum. Morgen früh weiß er von nichts mehr und sein Schiff ist weg.
Leb wohl, Amparin! Leb wohl, mein Freund!
Er kann passieren! Du auch!
Weitergehen!
Moment! Soldat bei der Artillerie gewesen?
Im Ersten Regiment Seiner Majestät. - Weiter!
He, du!
Kanonier, 45. Für 45 Jahre ... ... habe ich mich gut gehalten.
Keine Weiber, kein Schnaps! Angeber!
Ich verbürge mich für ihn. - Ich habe ihn noch nie gesehen.
Unbedeutende Leute vergisst man. Ihr seht viele Adelige.
Du bist ziemlich vorlaut. Das ist mein Mutterwitz. Darf ich?
Vorwärts, Leute! - Hauptmann! Ich gewinne meine Wette.
Es hieß, Ihr hättet Euch umgebracht. Aber ich sagte, nein!
Vertraut mir! Wenn Ihr wollt, gebe ich die Wette verloren.
Dann sag nicht "Hauptmann" zu mir! Wenn Ihr mich nicht verratet:
Ich war Unteroffizier Sandoval. Abgemacht!
Mir waren ein paar Gäule abgehauen. Desertiert?
So ist der Krieg! Also was sagt Ihr? Ich werde schweigen.
Düstere Musik
23.April 1808
Mit einer überwiegend neu angeheuerten Besatzung lichten wir die Anker mit Kurs auf Cuba.
Der Auftrag ist schwierig,möge Gott uns beistehen.
Ich fragte euch nicht nach eurer Vergangenheit. Sie ist mir egal.
Aber ihr solltet euch nicht gegen meine Befehle auflehnen.
Sonst wird es hier schlimmer für euch als auf einer Galeere.
Wir haben eine schwierige Aufgabe vor uns.
Ich verlange Disziplin, Einsatz und keine Schwäche! Ich müsst gehorchen!
Jeder Befehl ist sofort auszuführen!
Wenn wir Häfen anlaufen, geht keiner von euch an Land!
Wir werden auf See anhalten und keiner wird an Deck kommen!
Es gibt keinen König, keine Gesetze und nur meine Autorität!
Das Schiff ist in meiner Hand. Ich kann euch belohnen oder vernichten!
Wer sich mir widersetzt, sollte sich besser ins Meer stürzen.
Nachts macht ihr kein Licht an und ihr grüßt keine britischen Schiffe!
Einige werden sterben. Aber wer mit mit zurückkehrt, wird reich belohnt!
Auf den Rest warten Gefangenschaft oder Tod. Nun folgt die Inspektion!
Stehen bleiben zur Inspektion!
Zeig deine Arme her! Schiffsarzt, was für Flecken sind das?
Sie stammen vom Fieber. Ich habe den Arzt gefragt!
Ich hätte sie gar nicht bemerkt. Es könnte vielleicht die Pest sein.
Er muss isoliert werden! Nicht berühren!
Komm mit zur Isolierstation!
Wenn die Flecken in zwei Tagen noch da sind, landet er im Meer.
Es ist keine Pest und die Flecken werden bleiben.
Ich folge lieber meiner eigenen Methode.
Nenne mir deinen Namen! Miguel.
Du hast ein Milchgesicht! Bald sieht es anders aus.
Zeig mir deine Hände!
Du hattest nie ein Schiffstau in der Hand.
Ihr habt vorhin gesagt, unsere Vergangenheit sei Euch egal.
Wenn ich schlecht arbeite, schwingt der Maat die Peitsche.
Daran solltest du denken! Pinto, Geschützkontrolle!
Geschütz drei! Geschütz vier!
Geschütz eins ist fertig! - Laden!
Geschütz zwei ist fertig! - Laden!
Geschütz drei ist fertig! - Laden!
Geschütz vier ist fertig! - Laden!
Geschütz eins: Fertig zum Feuern!
Was ist das? Was habt ihr gemacht? He, du! Wisch das wieder sauber!
Gelächter
Alles in Ordnung! 30 Peitschenhiebe für den Mann!
Los, komm!
Sehr geistesgegenwärtig von dir! Halb so schlimm!
Ich verliere nicht leicht den Kopf. Gut, du übernimmst einen Posten!
Er ist ab jetzt Oberkanonier. Danke, Kapitän!
Au!
Er stöhnt.
Es ist genug! - Ihr habt schwache Nerven.
Bindet ihn los!
Bei ruhiger See ist ein guter Schuss von unerhörter Wirkung.
Die Franzosen nennen so einen Schuss den "Meeresschreck"!
Weil er wie ein Blitz aus heiterem Himmel kommt.
Aber nicht bei hohem Wellengang! Welchen Schuss wählt man dann?
Den direkten. Richtig! Es wäre ... Oh, verzeiht!
Redet weiter! Lasst Euch nicht stören!
Beim direkten Schuss ist der Fall- winkel nicht höher als vier Grad.
Beim indirekten Schuss ist der Fallwinkel wesentlich größer.
Herein!
Neuigkeiten?
Der Oberkanonier weiß viel über Angriffstaktik. C'est drole.
Sprich nicht französisch! Verzeiht! Das tue ich unbewusst.
Der Kerl redet, als hätte er die Artillerie-Schule besucht.
Hältst du ihn für einen Offizier? Ich denke, man muss vorsichtig sein.
Du kannst gehen. Gut, Kapitän.
Was hältst du von dem Kanonier? Ist er ein Offizier?
Er ist ein tapferer Mann. Wir werden es herausbekommen.
Alle Offiziere haben ein Brandmal auf der rechten Schulter.
Und du als Schiffsarzt kannst das feststellen.
Du hast mit ihm Karten gespielt und sicher auch getrunken.
Ich verstehe. Ich tue mein Bestes.
Die Medizin ist ein Dreck! Beeil dich!
Er brüllt schmerzerfüllt.
Es kommt vom Kapitän. - Still!
Er soll antworten! Der Kapitän ist oft krank.
Aber der Arzt ist unten. Der Arzt und noch einer.
Wer? Dann stimmt das Gerücht.
Seid Ihr von adliger Herkunft? Doktor! Weg mit dem König!
Ein König mehr oder weniger: Das ist unwichtig. Darauf trinken wir!
Die Flasche ist schon wieder leer! Holt eine neue!
Gern!
Der Korkenzieher liegt auf dem Schreibtisch.
Der Rum duftet gut. Ja, versuchen wir ihn! Trinken wir!
Rum ist die Medizin des Seemanns.
Was ist los? Oh!
Prosit! Auf Euer Wohl!
Ihr bezahlt Eure Zeche, wenn Ihr verliert.
Ihr gebt mir Revanche, oder nicht? Oje, diese plötzliche Müdigkeit!
Wir müssen die Revanche verschieben. Ja, gern. Geht zu Bett!
Ihr werdet zusehends müder. Aber wovon? Gute Nacht!
Schlaft gut!
Halt! Was wollt Ihr? Don Inigo schickt mich zu Euch.
Ich sollte Euch ein Schlafmittel geben.
Und warum? Er denkt, Ihr seid ein Offizier.
Ich sollte prüfen, ob Ihr das Brandmal habt.
Was steckt dahinter? Don Inigo hat kein reines Gewissen.
Ich schwöre Euch, ich weiß nichts! Ja, ich glaube Euch.
Also gut! Ich war auf der Militär- Akademie. Aber ohne Erfolg!
Lasst das Mal entfernen! Warum?
Sobald ich etwas erfahre, sage ich es Euch.
Könnt Ihr damit das Mal entfernen? Ja.
Gut, wie Ihr meint. Die Narbe wird kaum zu sehen sein.
Die Lunte geht nach innen und brennt langsam ab.
Jeder hält das für einen normalen Degen.
Ein Schiff wird durch einen Degenstreich untergehen.
Reden wir über Damian Pinto! Keine Sorge wegen dieses Tölpels!
Nur eine kluge Maus kann Speck aus der Falle holen. Pinto ist dumm!
Das ist wahr. Bald treffen wir die "Anita Lopez".
Durch den Südwind verspäten wir uns leider.
Türklopfen
Eure Medizin, Kapitän! Eure Pillen bringen mich noch um.
Euer Auftrag ist ausgeführt. Der Mann hat kein Zeichen auf der Schulter.
Gut für ihn! Ihr könnt jetzt gehen. Ich wünsche Gute Nacht!
Der Matrose singt ein Lied in spanischer Sprache.
Schiff in Sicht! Nordost! Schiff in Sicht!
Jubel
Da ist es! Zur Begrüßung eine Salve! An die Geschütze!
Sie jubeln der "Asuncion" zu.
Ist das die "Asuncion"? - Ja.
Steh nicht herum! Setz das Boot aus! - Was denkst du, wer du bist!
Vorwärts! Schneller! Beeilt euch! Los!
Fertig? Achtung! Geschütz eins ist fertig!
Feuer!
27.April 1808
Heute um 11 uhr haben wir endlich die "Anita Lopez", das Schiff seiner Katholischen Majestät gesichtet.
Willkommen an Bord! Gratuliere! Der Auftrag ist erfüllt.
Danke. Das ist der Schatzmeister, Don Fenante de Avila. Don Inigo da Costa.
Ihr seid berühmt. Danke.
Die Freude über Eure Kühnheit wird nur getrübt vom Verrat de Cabanils.
Einer der traurigsten Vorfälle, den ich je erlebte!
Hauptmann Pinto und mein Erster Offizier.
Das sind Consuela de Mayo y Sol und Dona Soledad, ihre Begleiterin.
Die Damen reisen nach Südamerika.
Der Gouverneur bat uns, das Leben seiner Tochter zu retten.
Dieser zweite Schatz erhöht meine Verantwortung.
Ein Befehl von oberster Stelle! Es ist mir eine Ehre!
Kommt! Mein Schiff ist bescheiden, aber behaglich.
Das ist eine Begleiterin fürs Leben. - Ich verlor bereits einen Gatten.
Ich bin Seeräuber und ohne Furcht. - Das war der andere auch.
Nehmen wir die Übergabe sofort vor! Natürlich.
Können wir mit der Prüfung beginnen? Ihr übernehmt 29 versiegelte Kisten.
Hauptmann! Zu Befehl! Vorwärts, Leute!
Wir sehen nach dem Gepäck. Dürfen wir?
Ja, bitte.
Ich stehe zu Euren Diensten. - Könnt Ihr schwimmen?
Wie ein Fisch! - Schade! Ich wollte Euch ertränken.
Oh, sie ist nicht leicht zu erobern!
He, du! Wo sind die Kisten? - Hier nicht. Hier lagert Munition.
Spannende Musik
Vorwärts! Schneller!
Vorwärts!
Ihr könnt die Siegel prüfen. - Wir können auf das Schiff zurück.
Unterschreibt dies bitte! Ja, natürlich.
Die Kisten ins Boot!
Und unser Gepäck! - Ich bewache es.
Das ist mehr, als ich erwartete.
Ich glaube, ich kenne Euch. Ich fürchte, Ihr irrt Euch.
Sprich nicht mit Matrosen! - Redet mit mir!
Aufdringlicher Kerl! Holt das Gepäck! - Ist das Eures?
Los, schlaft nicht ein! Stimmt etwas nicht?
Nein, nein. Ganz im Gegenteil!
... 23, 24, 25, 26, 27 ... 28, 29.
Die Übernahme ist erledigt!
Eine gute Weiterreise! Meinen besten Dank, Kommandant!
Consuela, wir werden Euch vermissen. Danke, wir vergessen Euch nie.
Der Mann stöhnt.
Rudert schneller!
Jubel
Spannende Musik
Die Stricke herunter!
Vorwärts!
Hochziehen! Los, schneller!
Langsam!
Kommt! Nur Mut! Auf diesen Sitz?
Das Gepäck ist schon verstaut. - Danke.
Darf ich etwas fragen? Nahm schon jemand den Platz Eures Gatten ein?
Nein, ich lebe nur von Erinnerungen. - Gnädigste, das tue ich auch.
Ihr Ärmster seid Witwer? Achtung!
Consuela! Meine Kleine! Vorsicht!
War es schlimm? Es war schön!
Seeleute haben ein unbequemes Leben. Kommt, ich begleite Euch.
Wenn deine Erfindung versagt, wirst du dafür büßen!
Spannende Musik
He, was ist da los? - Das Schiff!
Lieber Gott! Sieh nicht hin! Die Ärmsten!
An die Boote! - Schnell in die Boote!
27.April 1808
Alle unsere Bemühungen waren vergeblich. Kein Überlebender könnte geborgen werden.
Wir trinken auf den Kronschatz! Er gehört uns!
Nicht ganz! Ich berichte, dass wir nur ein Viertel übernehmen konnten.
Diesen Teil bekommt der König. Man wird uns glauben.
Die Frauen allerdings ... Ich regle das. Und das Protokoll?
Das müssen sie unterschreiben. - Und eine Liebeserklärung dazu!
Die Weiber können gefährlich werden.
Niemand darf etwas wissen. Je weniger wir sind, umso besser!
Herein!
Verzeihung, meine Damen! - Wie steht es?
Wir konnten leider niemanden retten. - Und da wagt Ihr es, herzukommen!
Was wollt Ihr? - Der Kapitän sorgt sich um Euch.
Und ich versichere Euch ... - Wir wissen schon.
Das Fräulein braucht Ruhe. Lebt wohl!
Verzeiht! Ich habe ein Protokoll über die Umstände des Unglücks.
Eine reine Formsache! Ich weiß, die Erinnerung daran schmerzt.
Aber es muss sein. Bitte geht!
Ihr müsst es nicht lesen. Unterschreibt!
Das Fräulein wünscht, dass Ihr geht! Kommt später noch einmal wieder!
Oder schickt uns jemand anderen, der unsere Sympathie erweckt!
Ich verstehe das nicht.
Klopfen
Darf ich eintreten? - Ja, Doktor.
Danke. Geht es Euch besser? Ja, danke. Ihr wart so nett zu uns.
Verzeiht, könnt Ihr mir sagen, was das bedeutet?
Wozu die Eile? Ein Bericht über den angeblichen Verlauf des Unglücks.
Ich soll unterschreiben. Soll sie es tun?
Es ist eine Formalität. Aber unsere Reise dauert 20 Tage.
Deshalb müsst Ihr Euch nicht beeilen. - Man legt aber Wert darauf.
Auf diesem verfluchten Schiff mit seinen schmutzigen ...
Soledad! Verzeih mir, aber ich rege mich auf.
Frauen brauchen hier ... - Diplomatisches Geschick!
Noch mehr als das! Diese Ganoven und Schurken ...
Soledad! Ja, das ist eine Kriegsbesatzung.
Kämpfen in diesem Krieg nur Lumpen?
Auf der "Asuncion" ist nicht nur Gesindel. Es gibt auch Ausnahmen.
Der Kapitän etwa? Ausgerechnet er! - Nein, der Oberkanonier ist nett.
Wer ist er? Ich glaube, ich habe ihn schon mal gesehen.
Er ist ein Mann, dem man absolut vertrauen kann.
Ruht Euch aus! Auf Wiedersehen. - Kommt bald wieder!
Behaltet den Bericht möglichst lange bei Euch! Das rate ich Euch.
Ja, gut. Ganz diplomatisch! - Genau!
Auf bald!
Die Matrosen summen eine melancholische Melodie.
Ein schöner Himmel! Ihr erschreckt mich!
Ich möchte sehen, wie Eure Augen im Mondschein leuchten.
Geht, ich mag mir das nicht anhören! Ihr seid widerspenstig. Das mag ich.
Eine Frau darf nicht gefügig sein. Lasst mich!
Wenn ich bei Euch bin, vergesse ich alles. Jede andere Frau!
Hört auf! Ich möchte Euch umarmen und küssen.
Ihr müsst mir gehören! Verzeiht, mein Herr!
Die Dame äußerte einen Wunsch: Sie möchte allein sein!
Was erlaubt Ihr Euch! Man fragt nicht immer um Erlaubnis.
Begebt Euch an Euren Platz und geht mir aus dem Weg!
Das ist unmöglich, oder soll ich nach Amerika schwimmen?
Ich bin nicht sicher, ob Ihr da ankommt.
Ihr könnt mich bestrafen. Aber sagt mir, wofür!
Wenn Ihr noch Zeit dazu habt. Schweigt endlich und geht!
Wie Ihr wollt! Wir sprechen uns noch.
Wo sind wir jetzt? Nahe der Insel Sankt Antonio.
Diese Reise ist wie ein böser Traum. Es ist bald vorbei.
Ich bin noch nie so hilflos gewesen. Ich bin nicht so wie der Hauptmann.
Aber ich ... Ihr seid anders als die Leute hier.
Man sollte uns nicht zusammen sehen. Aber ich wache über Euch.
Ich werde immer bei Euch sein. Ich danke Euch. Auf Wiedersehen!
Miguel! Was ist?
Ach nein, ich weiß nicht recht. Sagt es mir!
Ich glaube, Euch bedrückt etwas. Ihr habt mich prüfend angesehen.
Erinnert Ihr Euch an den Ball in Alcazar im Sommer 1800?
Davon weiß ein Matrose nichts. Der letzte Hofball vor dem Krieg.
Und was war da Besonderes? Ich war ein Kind und trug Zöpfe.
Da war ein junger Kadett, der dem Helden in meinen Träumen glich.
Und wie ging es weiter? Gar nicht. Ich sprach nicht mit ihm.
Aber ich fragte nach Eurem Namen. Dann wisst Ihr es also!
Ich bin ... Ihr seid Miguel de Cabanil.
Vergesst diesen Kadetten! Das will ich nicht.
Ich weiß von Eurem Vater. Ich glaube nicht, was man erzählt.
Aber es ist nicht mehr zu ändern. Ich weiß es genau.
Ich danke Euch. Aber vergesst diese Dinge!
Aber Miguel ... Ich darf Euch nicht gefährden.
Ihr seid so jung. Ihr kränkt mich.
Bitte vertraut mir!
Sag den Leuten, wir holen morgen Trinkwasser.
Und wenn wir Franzosen begegnen? Kein Problem, wir haben Nebbia.
Wird er noch lange bei uns sein? Du bist ausgesprochen scharfsinnig!
Besser durch zwei teilen als durch drei! Wir laden das Beiboot selbst.
Spannende Musik
Die Kisten! Wohin bringen sie die?
Das will ich auch wissen. Wir folgen ihnen.
Wir sind da. Nachher wird die Flut den Eingang verdecken.
Schnell, die Flut kommt bald.
Ein gutes Versteck! - Es gibt keine Spuren.
Sind das alle Kisten? Vergraben wir sie!
Schaut, wie das alles schillert! Man ist geblendet von dem Glanz.
Ich dachte, vielleicht ist nur Sand darin.
Ich konnte vor Neugier nicht mehr schlafen. Und jetzt gehört es mir!
Los, beeil dich!
Ich weiß, was ich mit meinem Anteil mache: Ich bewaffne ein Schiff.
Darauf steht "Damian Pinto".
Es stört mich nicht, wenn es hübscher ist als ich.
Meist geraten die Söhne besser als die Väter.
Ich gebe meinen Anteil für tolle Weiber aus.
Ich frage mich nur, ob das Geld reicht!
Sein Anteil wird ein kleiner Hügel mit einem Kreuz darauf sein.
Beeil dich!
Wer ist da? Don Inigo, Don Inigo! Halt, keinen Schritt weiter!
Du Dummkopf, du bist verloren. Keinen Schritt weiter!
Ihr sollt stehen bleiben! Stehen bleiben!
Ihr habt nur einen Schuss in der Pistole und wir sind drei.
Trefft Eure Wahl, bevor Ihr sterbt! Vielleicht schieße ich auf Euch!
Schuss
Die Haie werden ihn fressen. Bleib hier und pass auf!
Das mache ich.
Don Inigo, ich bin verwundet. Ja, ja!
Es ist nicht schlimm, wenn der Arzt mich behandelt.
Warum antwortet Ihr nicht? Was soll ich dir sagen?
Ich komme allein zum Boot. Helft mir aufstehen!
Du schaffst es nicht bis zum Schiff. Doch, ich schaffe es.
Das ist eben Schicksal. Ihr könnt mich nicht hierlassen!
Nehmt mich mit! Hier bist du bei deinem Schatz.
Bitte nehmt mich mit! Ich gebe Euch die Hälfte von meinem Anteil.
Ich nehme mir deinen ganzen Anteil. Nein, das könnt Ihr nicht tun!
Es hat dich erwischt. Ich sagte, besser durch zwei teilen.
Aber jetzt bin ich es ... Jetzt wirst du vernünftig.
Ich bringe dich um, bevor ich sterbe! Ich werde dir keine Ruhe lassen!
Geh zum Teufel! Du findest keinen Frieden!
Nichts mehr? Nein, er muss tot sein.
Geh ins Boot! Und Pinto?
Er ist auch tot.
Nebbia, Hilfe! - Aber er lebt noch!
Nimmst du ihn vielleicht mit? Schon gut, besser zwei als drei.
Spannende Musik
So ein guter Oberkanonier ist schwer zu finden.
Trinken wir auf einen Mann, der starb, um uns zu retten.
Und wir trauern um den braven Pinto. Auch er starb für einen edlen Zweck.
Wir versuchten alles, um ihn zu retten.
Aber die Strömung war sehr stark und es war dunkel.
Diese Reise stellt uns vor harte Prüfungen. Aber fasst Euch!
Die Gefallenen werden geehrt.
Ein ehrenvolles Gedenken den Helden, die für Spanien starben!
Don Inigo! Meine Medizin!
Ich hole sie. Ich bin sofort zurück!
Keine Angst! Aber ... was hat er?
Doktor! Nein, ich bin kein Geist. Sie denken, Ihr wärt tot!
Ich brauche Eure Hilfe! Aber ich muss zu Don Inigo.
Sie haben den Kronschatz versteckt. Ich brauche den Kassettenschlüssel.
Gebrüll
Ich begleite Euch. Nein, bleibt da!
Ich kann ihm nicht helfen. Und der Doktor ist da. Bitte kommt!
Ihr müsst keine Angst mehr haben. Lasst mich!
Beruhigt Euch! Es ist gleich vorbei.
Don Inigo schreit weiterhin.
O Gott, lasst mich! Jetzt bist du bei mir!
Schrei nur, Gott ist weit weg. Denkt an Eure Mutter!
Meine Mutter kenne ich nicht. Heilige Maria, hilf mir!
Hier sind die Schlüssel. Geht! - Aufmachen!
Consuela! Er hat sie eingeschlossen.
Sandoval soll ein Boot bereithalten! Hilfe! Hilfe!
Wer wagt es? Ich sagte dir, lass sie in Ruhe!
Spannende Musik
Miguel!
Ein Pistolenschuss! O Gott! - Habt keine Angst!
Verabschiede dich! Ihr seht Euch im Paradies wieder oder in der Hölle.
Ja, sieh ihn dir nur an, Consuela!
Bald betest du für ihn! Nein!
Was ist los? Da waren Schüsse! - Stopf dir die Ohren zu!
Kommt, wir müssen schnell weg hier. Wir sind in Lebensgefahr.
Schnell, der Anfall ist bald vorbei! Haltet ihn eine Viertelstunde auf!
Kommt schnell!
Da ist das Boot. Geht mit Sandoval! Haltet den Kerl in der Kajüte fest!
Aber passt gut auf ihn auf! Ich brauche ihn lebend.
Doktor! Doktor!
Doktor, wo seid Ihr? Wo ist das verfluchte Gesindel?
Wir müssen fort, bevor er kommt. - Helft mir das Boot losbinden!
Ihr schafft es nicht mehr!
Gesindel, euch werde ich es zeigen! Doktor! Nebbia! Wo sind die Gauner?
Los, Beeilung! Doktor, haltet Don Inigo auf!
Nebbia!
Kapitän, sie fliehen!
An die Kanonen! Nehmt euch Gewehre!
Schuss
Soledad! Es ist nicht schlimm.
Kanoniere, an die Geschütze! Alle Mann an Deck holen!
Jetzt beweise, was du kannst oder du endest am Galgen!
Soledad. Es geht schon.
Los, schießt auf sie!
Nein! Nein! Nicht! - Was soll das?
Sie entgehen uns nicht! Schießt!
Spannende Musik
Habt ihr noch nicht geladen? Alles bereit, Kapitän!
Los, Feuer! Feuer!
Alle ins Wasser! Rettet euch! Schnell, bevor sie uns sehen!
Los, die nächste Ladung!
Wehe, du versagst wieder! Feuer!
Treffer! - Sie sind getroffen!
Mein Hals ist gerettet, Kapitän!
Du hast Spanien vor einem Verräter gerettet.
Nur Mut, es ist nicht mehr weit.
Geschafft!
Ich wünschte, das Schiff mit dem Piratengesindel wäre explodiert!
Da schwimmt es und wir sitzen hier! Was wird aus uns?
Wir müssen tapfer sein! Ja, nur Mut! Verzeiht, Soledad!
Hier ist ein Stützpunkt der Spanier. Vielleicht finden wir einen Hafen!
Oder wir sterben! Nein, daran dürft Ihr nicht denken!
Seht, sie segeln fort! Niemand wird erfahren, wo wir sind!
Wir sehen sie nie wieder. Doch, das werden wir.
Don Inigo wird seinen Schatz holen. Und wir werden ihn empfangen.
24.Mai 1808 Hafen von Havanna,11 Uhr,wir werfen Anker.
Wir haben ein Viertel des Kron- schatzes. Der Rest ist im Meer.
Aber das gehört nicht den Franzosen. Aber Euch auch nicht!
Was soll das heißen?
Das Verschwinden der Damen erfolgte unter seltsamen Umständen.
Sie wurden entführt. Und die Namen der Entführer?
Sie sind unwichtig. Ihr solltet Eure Besatzung kennen!
Dafür war Pinto zuständig. Er starb. Viele Leute an Bord starben.
Madrid hat mir freie Handlungs- weise zugebilligt.
Ja, ich weiß. Damit ist alles gesagt.
Wer seine Pflicht treu erfüllt, der wird oft verkannt.
Und zwar von denen, die selbst nie Opfer bringen. Auch in Havanna!
Das ist Unsinn! Ich berichte das dem spanischen Hof.
Das werde ich auch tun. Ich überlasse die Beurteilung des Falles dem König.
25.Mai 1808 Wir verlassen Havanna um 7 uhr.Mittlerweile sind
acht Männer desertiert,unter Ihnen der Oberkanonier. Die Stimmung in der Mannschaft wird zunehmend schlechter.
Ich will nichts trinken. Ich habe ein schlimmes Leben hinter mir.
Ich bin auch schon lange Seemann. - Wir sind bei der verdammten Insel!
Viele Leute starben hier an Bord. Ich hätte nicht mitfahren sollen!
Boot in Sicht! He, Leute! Benjamin!
Felician! Erkennt ihr uns nicht? Das sind Geister!
Miguel ist quicklebendig. Was wollt ihr?
Wir waren auf der Insel. Wir haben uns gerettet.
Kommt nicht näher! Haut ab! Schert euch fort!
Euch alle erwartet in Spanien der Galgen!
Wir allein können euch retten. Nehmt die Frauen an Bord!
Don Inigo raubte den Kronschatz und versteckte ihn auf den Insel.
Wir glauben dir nicht! Diese drei Leute sind meine Zeugen.
Holt uns herauf! Wenn ihr immer noch Zweifel habt, dann hört zu!
Ich bin Offizier und der Sohn des Admirals de Cabanil.
Inigo da Costa hat ihn getötet und verleumdet.
Wessen Sohn? - Von Admiral de Cabanil?
Ja, wirklich! Glaubt mir, er ist es!
Felician, wirf ein Seil herunter und rede mit den Leuten!
Dann geschieht euch nichts. Ihr habt mein Ehrenwort!
Los, ein Seil! - Holen wir sie herauf!
Unheimliche Musik
Der Schatz!
Der Schatz!
Pedro, Felician, wo seid ihr?
Antwortet! Wo seid ihr? Kommt her, ihr verfluchten Hunde!
Läuten
Jetzt läutet er! Gleich kommt er. Bleib hier!
Kommt hierher!
Das ist nicht möglich. Ihr könnt nicht alle tot sein. Wo seid ihr?
Ihr dürft euren Kapitän nicht verlassen!
Ich bringe euch nach Hause! Ich war gerecht zu euch! Wie ein Vater!
Doktor!
Doktor!
Ihr müsst Euch beeilen, Doktor. Diese Schmerzen!
Da kommt Ihr endlich. Gebt mir die Medizin!
Ich hätte Euch fast getötet! O Gott, Eure Kleider sind mit Blut befleckt.
Befleckt! Genau wie die Kleider von dem alten Cabanil.
Nehmt Platz, Admiral! Trinkt einen Rotwein! Die Pistole ist geladen.
Komm, reich mir die Hand, Admiral! Der Teufel ist stärker als Gott.
Und du? - Nein.
Nein.
Nein.
Nein.
Nein.
Ihr habt es selbst gehört.
Gegen ihn sind wir machtlos. - Er ist mit dem Teufel im Bund.
Dann gehe ich allein. Nein!
Er wird das Spiel aufgeben. Bleib hier! Geh nicht!
Hab keine Angst! Es gibt so etwas wie Gerechtigkeit.
Sei tapfer! Gott beschütze Euch!
Sandoval, du bleibst hier!
Du auch? Kommst du auch wieder? Du bist auch so ein Gespenst!
Nein, ich bin kein Gespenst. Ich bin aus Fleisch und Blut.
Und ich bin Miguel de Cabanil! Ja!
Mein Vater wartet darauf, dass ich ihn räche!
Dein Vater? Ein elendes Wrack, das ich umgelegt habe!
Du Hundsfott, du hast meinen Schatz geraubt!
Was willst du? Ich rechne mit dir ab!
Wir haben auf dein dreckiges Schiff gewartet!
Ich wusste, dass du zurückkommst. Ich bringe dich vor ein Gericht!
Dort musst du dich verantworten. Wirf den verdammten Degen weg!
Gepolter
Nein, bleib hier! Nein!
Wie entsetzlich!
Spannende Musik
Jetzt ich schicke dich in die Hölle! Nein! Nein! Nein!
Nein, helft mir! O Gott, er tötet sie!
Consuela, wir kommen! Ich werfe sie ins Meer!
Kommt! Hilfe, Miguel! Rettet sie! Rettet sie!
Miguel!
Miguel stöhnt.
Spannende Musik
Ah!
Nein, weine nicht! Miguel!
Nicht weinen! Wir sind gerettet und alle Gefahren sind vorüber.
Die Sterne verblassen schon.
Gleich geht die Sonne auf und vertreibt alle Schatten.
Ich werde für immer bei dir bleiben, solange ich lebe.
Ja, Miguel. Und ich bleibe bei dir.
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