All language subtitles for Mordufer-Kurzes Gl++ck (S01_E02).deu

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Original subtitles

* dröhnendes Rauschen *

* düstere Musik *

* Musik verklingt. *

So, dann zeig mal, was du draufhast.

* angespannte Musik *

* Würgen *

* Er übergibt sich. *

Jäger. Wir brauchen Verstärkung.

* düstere Musik *

(Doro) Morgen. Wer hat das Fass gefunden?

Ja, guten Morgen auch.

Taucher. Die haben uns dann alarmiert.

Und wie läuft's? - Läuft. Bei dir?

Läuft.

Schön, dass unsere Söhne wieder in einer Mannschaft spielen.

Ja.

Ja. Klettern war dann doch nicht so sein Ding.

* Chiara seufzt. *

Ist der für mich?

Sie haben sehr schöne Hände.

* bedrückte Musik *

(Nico) Wussten Sie, dass fast circa 150 Leichen

am Grund des Sees liegen?

Interessant.

(Sarah) Morgen! - (Doro) Hallo, Sarah.

(Doro) Da liegt er schon eine ganze Weile drin, hm?

Kannst du auf den ersten Blick sagen, wie lange etwa?

(Sarah) Mich interessiert gerade eher,

wie wir dieses Fass hier gesichert bekommen.

Das wird eine Heidenarbeit.

So einen Kaffee hätte ich auch gerne.

Willst du? Das ist mit Mandelmilch.

Danke.

Den Becher kriege ich aber wieder.

Schade, der ist schick.

Ich würde jetzt das, oder das, was von der Leiche übrig ist,

in die Gerichtsmedizin geben.

Gregor wartet da schon. Ich schätze, so ... 30 Minuten.

Danke.

(Sarah) Bis später.

(Doro) Erste Wasserleiche?

Und selber?

Schon einige gesehen,

aber irgendwie ist es immer wieder die erste.

Wir nehmen uns mal die Vermisstenmeldungen

der letzten zwei, drei Jahre vor.

* Motor startet. *

* bedrückte Musik *

Sind die alle für mich? - Ja.

Warum Papier?

Sind noch nicht alle digitalisiert worden.

Schon im Dienst?

Morgen, Herr Schlegel. - Ja.

Die Kollegen vom Zoll haben eine Leiche in einem Fass gefunden.

Zwischen Maurach und Seefelden.

Im Fass? - Ja.

Hier. Der ist schneller als deine Zitterkiste.

Meine "Zitterkiste" hat noch zwei Jahre TÜV.

Du meinst, bevor sie ins Museum kommt.

Was habt ihr mit meinem Auto?

Ihr Dienstwagen.

Das ging ja schnell. - Ja, dafür bin ich bekannt.

Weiß man schon, wer der oder die Unbekannte aus dem Fass ist?

Nein.

Weitermachen.

* "She Works Hard For The Money" von Donna Summer *

* lockerer Popsong *

(Doro) Also ... - Ich find's ziemlich gut.

Das muss doch irgendwo leiser gehen.

* Lied läuft weiter. *

* Lied stoppt. *

Können wir? - Mhm.

Priorität hat die Feststellung der Identität und die Liegezeit.

Die Leiche ist männlich, zwischen 20 und 30 ...

Die Todesursache können Sie gern

nach Abschluss der Obduktion nachreichen.

(sarkastisch) Ach, kann ich das? Dann bin ich ja froh.

So war das nicht gemeint. Ich wollte signalisieren ...

Ich weiß schon, was Sie sagen wollten.

Liegezeit?

Ich gehe von zwei Jahren aus. Das schließe ich aus ...

Was haben Sie ... Entschuldigung. Was haben Sie sonst noch?

Keine Fesslung. Der Tote war bekleidet und PoC.

(Doro) Was, PoC? Bist du dir sicher?

Also, das würde unsere Suche extrem eingrenzen.

Ja, ich habe einen dermatologischen Oberflächenscan gemacht.

Unser Opfer hier ist Schwarz.

Das Designerkleidung. Gehobenes Preissegment.

Die KTU soll checken, ob es echt oder fake ist.

Nicht unter 500 das Paar.

Die sind vor zwei Jahren rausgekommen.

Das könnte also passen.

Mit so was kennst du dich aus?

Ist so 'ne Art Hobby.

Danke schön.

Wollte ich auch gerade sagen. Danke.

* ruhige, angespannte Musik *

(Chiara) Ich hab ihn.

Charly Lobinger.

Wurde vor zwei Jahren vermisst gemeldet.

Damals war er 24 Jahre alt.

(Doro) Lobinger? Lobinger ... - Ja. Der ist damals ...

mit Kumpels in Wohnmobile eingebrochen.

Hat Jugendstrafe auf Bewährung bekommen,

ist aber seitdem nie wieder straffällig geworden.

Jetzt! Lobinger!

Der Typ ist steinreich.

Der hat in der Lotterie gewonnen. 35 Millionen.

35 Millionen? - Mhm.

Da hatte er bestimmt viele neue Freunde.

Ja, und einen, der ihn überhaupt nicht mochte.

Wieso stehst du eigentlich? - Zehn Minuten stehen pro Stunde.

Du lässt dir von deiner Uhr Vorschriften machen?

Seine Freundin hat ihn damals vermisst gemeldet.

Mona Reichel.

Sagen wir ihr, dass wir ihn gefunden haben.

Also, jetzt? - Jep.

(Chiara) Was würdest du machen,

wenn du plötzlich Millionärin wärst?

Mir ein Wasserbett kaufen.

Und bei der Polizei aufhören?

Eher unwahrscheinlich.

Bin ja nicht nur wegen des Geldes hier.

Und du?

Keine Ahnung.

Lohnt sich so ein Wasserbett?

Mit integrierten Lautsprechern und LED-Spots auf jeden Fall.

* ruhige Musik *

(Frau) "Hallo?"

Ja, hallo, Beitinger hier. Kripo Überlingen. Mona Reichel?

"Nein, Linda Reichel."

Ist Mona Reichel zu Hause?

Ja.

Ja, können wir mit ihr sprechen?

"Ja, einen Augenblick, ich mache Ihnen auf."

Danke.

* ruhige, bedrückte Musik *

(Chiara) Hallo.

Hauptkommissarin Locatelli, meine Kollegin Beitinger.

Hallo. - Hallo.

Wir sind hier, um mit Ihnen über Charly Lobinger zu sprechen.

Sind Sie jetzt Mona oder Linda Reichel?

Linda. Mona ist meine Schwester. Um was geht's denn?

Das würden wir gerne mit Ihrer Schwester besprechen.

Haben Sie Charly gefunden?

* bedrückte Musik *

* Das Kind brabbelt. *

Wie ist er gestorben?

(Doro) Er wurde getötet. - Wo? In den USA?

(Doro) Er wurde hier gefunden. - Wie hier?

Hier die Gegend, oder was?

Komm, setzen wir uns.

Bitte.

(Chiara) Sie haben damals angegeben,

dass Sie am Flughafen Frankfurt verabredet waren,

und er ist aber nicht gekommen.

Ja.

Was ist denn damals genau passiert?

Ich bin vorgefahren.

Ich wollte eine Freundin besuchen, die in Frankfurt wohnt.

Charly musste irgendwelche Geldsachen erledigen,

ich weiß nicht.

Den Kontakt von Ihrer Freundin, den hätte ich gern.

Ja.

Zwei Tage später wollten wir dann nach Atlanta fliegen.

Da wohnt auch sein leiblicher Vater,

den er unbedingt suchen wollte.

Aber Charly ist nicht aufgetaucht.

Irgendwann bin ich dann zur Polizei gegangen,

und nach drei Tagen kam diese SMS. "Sorry."

Ja. Das war's.

Also, bis auf Leo.

Gab es denn Anzeichen, dass er Sie vielleicht verlassen wollte?

Nein. Also, vielleicht hab ich's nicht gecheckt, keine Ahnung.

Ich dachte immer, vielleicht hat er sich umgebracht.

Das können wir ausschließen.

Wissen Sie denn, wer ihn getötet hat und wann?

(Doro) Das untersuchen wir noch.

Wir wissen, dass Charly sehr viel Geld gewonnen hat.

Mehrere Millionen. - Wie ist er denn damit umgegangen?

(Mona) Er wollte nicht enden wie die meisten Gewinner.

Also, dieses ganze Drogen-Nehmen und Party-Machen.

Aber ...

Aber trotzdem hat er die wieder genommen.

Haufenweise neue Leute eingeladen, jeden Tag gefeiert.

Und das Geld rausgeworfen.

Hatte er vor seinem Verschwinden Stress mit irgendjemandem?

Er hatte ständig Stress.

Sie können sich nicht vorstellen, was hier los war.

Jeder wollte Geld von ihm, die Presse. Es war furchtbar.

Wer wollte Geld? Können Sie das konkretisieren?

(Linda) Pseudo-Freunde ...

irgendwelche entfernten Verwandten, seine Eltern.

(Doro) Seine Eltern?

Ja. Die haben ihn rausgeworfen, als er 17 war.

Sein Stiefvater ist irgendwann hier aufgetaucht.

Es gab mega Streit, das war ein bisschen übel.

(Chiara) Wie übel?

Ich hab gedacht, sie schlagen sich tot.

Charly hat gesagt, der Lotteriegewinn ist das Schlimmste,

was ihm jemals passiert ist.

Dann ... eine Frage noch, dann lassen wir Sie auch in Ruhe.

Hatte Charly ein Testament?

Ich weiß nichts von einem Testament.

Ich weiß nur, dass er alles der Bank überlassen hat.

(Doro) Welcher Bank? - Drei-Ufer-Bank.

(Chiara) Sie leben zusammen?

Ja, wieder. Seit dem plötzlichen Tod unserer Eltern. Covid.

Mona ist danach irgendwie total abgekackt,

wollte die Schule abbrechen, aber ...

Da hab ich mich um sie gekümmert.

Da waren Sie doch sicher selber noch in der Ausbildung?

Ich hab studiert. Drei Semester Pharmazie.

Aber nach Mamas und Papas Tod, da hab ich aufgehört.

Ich weiß nicht, was mit Mona sonst passiert wäre,

also hab ich mich neu orientiert

und mit Mona die Brennerei unserer Eltern übernommen.

Erst wollten wir alles verkaufen,

aber dann haben wir uns da reingearbeitet.

Wen gehört denn eigentlich die Villa? Ihrer Schwester?

Das war Charlys Haus.

Also, es ist immer noch, ähm ...

Keine Ahnung. Müssen wir ausziehen jetzt?

Solange die Ermittlungen laufen, bestimmt nicht.

Wir melden uns. - Danke.

Danke.

(Chiara) Wenn Charly Lobinger kein Testament hat,

greift die gesetzliche Erbfolge.

Also, das heißt, sein Sohn erbt alles.

Multimillionär mit 18.

Der goldene Sohn.

Mal angenommen, Mona Reichel denkt:

"Mein reicher Freund nimmt wieder Drogen,

verprasst die ganzen Millionen

und lässt mich irgendwann vielleicht mit nichts sitzen."

Sie ist schwanger, bringt ihn um, das Kind erbt, also sie.

Das könnte doch ein Motiv sein, oder?

Glaube ich nicht.

Du hast doch gesehen, wie die reagiert hat.

Die war richtig geschockt.

Nach drei Tagen kommt eine SMS.

Dann hören deine Kollegen auf zu ermitteln.

Weil die gedacht haben, der hat sich einfach aus dem Stab gemacht.

Wollte er das Kind überhaupt?

Na ja, ich kann ja mal rausfinden, wann der auf die Welt gekommen ist.

Dann wissen wir, wann sie gewusst haben muss, dass sie schwanger war.

* angespannte Musik *

* Türklingel *

Darf ich ihn sehen?

Leider nicht.

(Mann) Wo war er denn?

Amerika?

Seine Leiche wurde hier gefunden.

Dann ist er ja nicht weit gekommen.

Und Sie sind?

Schreiner, Peter.

Ihr Mann. - Und Charlys Papa.

Stiefvater.

Ja, aber du hast dich immer wie ein richtiger Vater um ihn gekümmert.

Ja, der andere hat sich auch verpisst.

Charly hat sich in den Kopf gesetzt, nach ihm zu suchen.

Nach seinem leiblichen Vater, mit einem Privatdetektiv.

(er) Schwachsinn. Er hat eine Menge Geld gekriegt nur fürs Rumsitzen.

Sie hatten wohl kein besonders enges Verhältnis zu Ihrem Sohn?

Stiefsohn. Frührente habe ich. Ich hab mich für den kaputtgemacht.

Knie im Arsch, Pumpe kaputt.

Und der rückt nicht mal ein paar Tausender für ein neues Auto raus.

Niemand ist verpflichtet, seinen Gewinn zu teilen.

Ja, das sehe ich anders.

Er hat mir meinen Wagen geklaut und zu Schrott gefahren.

(Doro) Haben Sie das angezeigt?

Ach was, das bringt doch nichts! Er war 13.

Entschuldigung.

Mein Arzt sagt, ich soll mich nicht so aufregen.

Wie ist er denn gestorben?

(Chiara) Die Untersuchungen laufen noch.

Sobald wir mehr wissen, bekommen Sie Bescheid.

Haben sie noch gemeinsame Kinder?

Ihr Sohn hatte eine Partnerin, Mona Reichel.

Haben Sie Kontakt zu ihr?

Nein.

Wann kriegen wir das Geld?

Wir prüfen noch, ob es ein Testament gibt.

Jetzt wird alles gut, hm? Jetzt wird alles gut, Vera.

Boah! "Jetzt wird alles gut"?

Was für ein Arschloch!

Der darf auf keinen Fall erfahren, dass es einen Erben gibt.

Für sie tut's mir leid. Das ist ihr Enkel.

Ich kenn die aus dem Supermarkt. Immer höflich, immer nett.

(Chiara) Könnte Peter Schreiner seinen Stiefsohn ermordet haben,

um an das Geld zu kommen?

Du meinst, man kommt an einen Lotteriegewinn,

indem man den Gewinner im See versenkt?

Ja. Ich meine, nach zehn Jahren wäre Charly Lobinger

für tot erklärt worden, danach hätte seine Mutter geerbt.

Ja, aber zehn Jahre? So viel Zeit hat er doch nicht.

Der will die Kohle sofort.

Ja, aber Mörder haben nicht unbedingt einen hohen IQ.

Das ist nur in Filmen so.

(Doro) Du meinst, er hat den Faktor Zeit nicht umrissen,

als er seinen Stiefsohn umgebracht hat?

(Chiara) Genau.

Und wenn ich mir das Fass da vorne so anschaue,

dann frage ich mich, ob das ein Zufall ist.

Ja, das wäre ein ganz schön blöder Zufall.

Hey! Finger weg von meinem Schuppen!

(Chiara) Wir würden da gerne mal einen Blick reinwerfen.

Da brauchen Sie ein Beschluss.

(Chiara) Oder Ihre Zustimmung.

(Doro) Was ist denn da drin?

Ich will zuerst einen Beschluss sehen.

Haben wir nicht.

Ich kann ihn telefonisch beantragen.

Und bis der kommt, warten wir hier.

Oder Sie zeigen uns jetzt einfach, was da drin ist?

Dann müssen wir hier nicht alle noch drei Stunden rumstehen.

Ist auch besser für die Knie.

* Doro pfeift. * Heimwerken also, nicht schlecht.

Wofür braucht man als heimwerkender Frührentner solche Geräte?

(Doro) Mach mal hoch.

(Schreiner) Ey.

Finger weg.

(Doro) Danke.

(Chiara) Danke.

Mit diesen ganzen Geräten hätte er doch locker

Charly Lobinger in dieses Fass hieven können

und das Fass in sein Auto und dann einfach zum Boot rüberrollen.

Ja. Das reicht aber nicht für einen Haftbefehl.

Sobald wir im Büro sind, checken wir seine Akte.

Mit "wir" meinst du mich, richtig? - Ja.

Sag das doch einfach.

Bei mir brauchst du keinen Sozialarbeiterplural.

Ich komm mit Ansagen gut klar. - Gut, dann checkst du sein Akte.

Die Bank ist nicht weit. Wir können eigentlich laufen.

* unheilvolle Musik *

(Mann) Ich darf Ihnen die Kontounterlagen

nicht ohne Beschluss aushändigen.

Natürlich.

Sie haben also das Vermögen von Charly Lobinger verwaltet?

Ja. Stimmt damit etwas nicht?

(Doro) Also, Sie sind ziemlich jung für so einen Job.

35 Millionen. Das ist echt eine Menge Verantwortung.

Charly und ich waren in derselben Klasse.

Also, bis er von der Schule runter ist,

und als er dann so viel Geld gewonnen hat,

da ist er zu mir gekommen.

Wie viel ist denn noch da?

Knapp 30 Millionen.

Also, bis auf das Geld für die Villa,

dann ein paar Tausender für Kleinkram.

Und er hat Mona und Linda Reichel zwei Millionen geliehen

für die Brennerei.

Können Sie das belegen?

Also, ich meine, das ist so viel Geld,

da verliert man echt schnell den Überblick, oder?

Sobald ich den Beschluss hab, bekommen Sie Einblick in alles.

(Doro) Danke.

Was haben Sie davon? - Wie meinen Sie das?

Meine Chefin will wissen, was Sie finanziell davon haben.

Sie bekommen sicher eine fette Provision auf die Gesamtsumme.

Ja, Provisionen gehören zu meinem Beruf.

Ist Ihnen das nicht komisch vorgekommen?

Also, Ihr Freund oder ... Mitschüler ...

Da gewinnt er so viel Geld, und dann verschwindet er einfach?

Ich hab natürlich versucht, ihn zu erreichen.

Aber er hat nicht reagiert. Also hab ich meinen Job gemacht.

Ich hab sein Geld verwaltet, hab beobachtet, ob er was abhebt,

ob es irgendwelche Bewegungen auf den Konten gibt.

(Chiara) Hat's die gegeben?

Oder müssen wir Ihnen alles einzeln aus der Nase ziehen?

Da war nichts. Er hat nie was abgehoben.

Liegt sein Testament hier auf?

Charly war 24. Da macht keiner ein Testament.

(Chiara) Gut.

Wenn Ihnen doch noch irgendwas einfällt,

dann melden Sie sich doch bitte, ja?

Darf ich auch?

Danke.

Danke.

Wiedersehen. - Wiedersehen.

* unheilvolle Musik *

* Schloss klappert. *

* spannungsvolle Musik *

(Sarah) Das ist ein handelsübliches Kunststofffass,

günstig in der Anschaffung, leicht zu transportieren,

easy zu verschließen und zu öffnen.

(Doro) Und was wird darin handelsüblich transportiert?

Also, nur um unsere Suche einzugrenzen.

Also, das hier ist nur für Lebensmittel zugelassen.

Gibt's Spuren, die darauf hindeuten, dass er versucht hat,

sich aus dem Fass zu befreien?

Nein.

(Doro) Was mit diesen Löchern?

Wurden die mit einem normalen Akkubohrer gemacht?

Vermutlich ja, aber nicht besonders professionell.

Hier sieht man, an manchen Stellen wurde der Bohrer zu heiß.

Da ist das Material geschmolzen und hat sich verformt.

(Doro) Das heißt, an dem Bohrer könnte man Plastikspuren finden?

Also, falls man den findet und der Täter ihn nicht entsorgt hat.

Wenn die Person den Bohrer weiter benutzt hat,

sehe ich da wenig Chancen.

Aber ausschließen lässt sich das natürlich nicht.

Ich fasse zusammen: Wir haben nichts.

Sag mal. Frau Chiara Locatelli, warum so pessimistisch?

Wir haben nie nichts.

(Doro) Peter Schreiner hat mehrere Anzeigen wegen Ruhestörung.

Die Kollegen waren nicht nur einmal vor Ort.

(Chiara) Häusliche Gewalt? - Nichts dokumentiert.

Mona Reichels Freundin in Frankfurt

kann sich übrigens nicht an ihren Besuch erinnern.

Wie bitte? Mona Reichel hat kein Alibi?

(verneinend) M-hm.

Jeder normale Mörder hätte die Leiche einfach in den See geworfen.

Und die Fische hätten dann ganze Arbeit geleistet.

Mhm, ja. Die Überreste wären aber schneller

hochgespült und gefunden worden.

Genau so was will man mit dem Fass verhindern.

Und eine Leiche im Fass ist halt einfach praktischer.

Es fällt ja auch keinem auf, wenn du damit unterwegs bist.

Die Brennerei hat zwei Millionen Schulden.

Die haben sich total übernommen, können Rechnungen nicht zahlen.

Charly ist tot. Sie erben.

Problem gelöst.

* Handy klingelt. *

Lukas, Mäuschen, was ist los?

"Mama, wo bist du?" - Arbeiten.

Ich denke, du holst mich ab.

"Ich habe gesagt, wenn ich es schaffe."

Und ich schaffe es nicht.

"Kann dich irgendjemand mitnehmen?" - Weiß ich nicht. Danke, Mama.

Hm.

Boah, Scheiße. Ich hab gar nicht mitbekommen, wie spät es schon ist.

Warum hast du nicht gesagt, dass du pünktlich los musst?

Weil ich gedacht hab, dass deine Super-Uhr

auch die Termine meiner Kinder speichert. Entschuldigung.

Kommst du mit? Es gibt Seelen. - Seelen?

Ja. Du kennst Seelen nicht?

Ist 'ne Spezialität hier.

Das sind so selbstgemachte Brötchen mit Schinken und Käse überbacken.

Also, Toast Hawaii ohne Ananas.

Nein, die sind wirklich was Besonderes.

Und die von meinem Mann sind die besten. Kommst du?

Ich würde voll gern, aber ich muss echt noch arbeiten.

Verstehe.

Na dann, viel Spaß.

Dir auch.

Und es gibt am See heute ein Feuerwerk.

* angespannte Musik *

(Doro) Na?

Da bist du ja, mein süßer Kleiner.

Ich hab Hunger. - Hey, komm her.

Hast du dich bedankt?

Sie kenn ich. Oder haben Sie einen Zwillingsbruder?

Aus der Bank. Sie sind die Polizistin.

Und Mutter von meinem neuen Rechtsaußen.

Ja, den ich noch ein bisschen erziehen muss.

Danke fürs Heimbringen. - Gerne.

Ähm ... Wissen Sie denn schon, wie Charly gestorben ist?

Nee. Und wenn, würde ich es Ihnen nicht sagen.

Ich denke, wir sehen uns noch.

Ob wir wollen oder nicht, Herr Hausmann. Kleine Stadt.

Ja, kleine Stadt.

(Lukas) Ich spiele Sonntag von Anfang an.

(Mann) Cool, wie kommt's? - Der andere ist krank.

Ach, okay, trotzdem.

Also bist du nur Ersatz. - Hannah!

Finger weg! Eine Minute.

Ich hab aber Hunger! - Ja, da. Gut für die Augen.

(Lukas) Guckt mal. Hab ich bekommen.

(Mann) Wow, nicht schlecht.

Wow.

Neue Fußballschuhe.

Und das Beste ...

(Mann) Hammer!

(Doro) Wow, was kostet das?

Nichts. Das ist vom Verein. Cool, oder?

(Hannah) Rot steht dir nicht. - (Mann) So, setz dich.

So, frisch gemachte Seelen für die Herrschaften.

* "Jupiter 4" von Sharon Van Etten *

* düstere elektronische Musik *

* weiter düstere elektronische Musik *

* Feuerwerk knallt. *

* Musik verklingt. *

* Donnergrollen *

* spannungsvolle Musik *

* Alarmsirene piept. *

Gut, dann habe ich alles. Guten Abend.

Danke schön. - (Mona) Jemand wollte einbrechen.

Ja, der Alarm ist losgegangen.

Ich bin zum Zaun, aber der Typ war weg.

Wann genau war das?

Vor einer halben Stunde. Ich habe Sie sofort angerufen.

Und warum sind Sie hier?

Gab es was Geschäftliches zu besprechen?

Oder haben Sie Frau Reichels Sohn vom Fußball nach Hause gefahren?

Nein, ich ... Hören Sie ...

Wir sind zusammen. Wir wollten es Ihnen morgen sagen.

Und warum morgen? Wollten Sie noch ein gemeinsames Wording überlegen?

(Chiara) Gibt's 'ne Überwachungskamera?

Ja, sicher. Kommen Sie.

(Doro) Ach, den kennen wir doch.

Das war so klar.

Was?

(Mona) Er war heute schon mal hier.

Ich hab ihn weggehen sehen, als ich mit Leo raus bin.

Wir brauchen das Material der Überwachungskameras.

(Linda) Schicke ich Ihnen. - (Mona) Und jetzt?

Ihr könnt mit zu mir kommen.

(Linda) Quatsch, das wird sich wieder legen.

(Hausmann) Ja, oder es geht wieder los.

Morgen ist Social Media voll mit Mona,

und wir haben die Klatschpresse am Hals.

Solange ich hier bin, passiert Mona nichts.

Sie müssen Peter festnehmen. Er hat Charly umgebracht.

(Chiara) Oder Sie?

Jetzt reicht's. Meine Schwester würde so was niemals tun.

Ihre Frankfurter Freundin kann sich nicht erinnern,

dass Sie damals bei ihr waren.

Das kann überhaupt nicht sein.

Äh ... hi.

Wieso erzählst du der Polizei, dass ich in Frankfurt nicht bei dir war?

* unverständliche Antwort *

Ich ruf dich zurück.

Ich hab Ihnen die falsche Nummer gegeben.

Ich ... Das war die falsche Lisa.

Ich war bei meiner Freundin in Frankfurt. Lisa Blumenthal.

Ich kann Ihnen die richtige Nummer schicken.

Ja, bitte.

* Sirenen im Hintergrund *

* unverständliche Funkdurchsage *

(Vera) Was machen Sie da? Peter, was ist denn hier los?

Nichts. Das ist ein Missverständnis.

Er hat versucht, auf das Grundstück von Mona Reichel zu gelangen.

Das können Sie nicht beweisen. - Doch, das können wir beweisen.

Sie haben in die Kamera geglotzt.

(Vera) Was wolltest du denn da?

(Chiara) Gute Frage, was wollten Sie da?

Das geht Sie nichts an.

Doch, und weil uns das was angeht,

werden wir Ihren Schuppen auf links drehen.

Was hast du denn da gemacht? - Sei still!

(Doro) Hast du ihn? - Ja, ich hab ihn.

Sie hat ein Kind.

Von ihm. Das sieht aus wie er.

Ein Kind? Von Charly? - Ja.

(Doro) Treten Sie zur Seite. - Aber ...

(Chiara) Vorwärts. - Warum weiß ich das nicht?

Lassen Sie ihn los bitte. - Hast du das gewusst?

Geh schlafen, Vera.

(Chiara) So. Okay. Ja. Los, vorwärts.

(Doro) Ja.

* bedrückte Musik *

* angespannte Musik *

* Musik verklingt. *

(Doro) Soll das jetzt die ganze Nacht so weitergehen?

Oder können wir Ihr Schweigen

als Schuldanerkenntnis werten, Herr Schreiner?

Wollten Sie Ihren Enkel ...

Ihren Stiefenkel entführen?

Um Geld zu erpressen?

Geld, von dem Sie glauben, dass es Ihnen zusteht?

Da fährt Ihr Stiefsohn Ihren Wagen zu Schrott,

gewinnt später die ganzen Millionen, und Sie gehen leer aus.

Was haben Sie sich gedacht, Herr Schreiner?

(Doro) "Gedacht"?

Ist ja nur ein Kind?

Rein, raus in drei Minuten? So was in die Richtung?

Oder hatten Sie doch einen Plan?

Ich meine, Sie waren ja nachmittags schon mal da.

* angespannte Musik *

(Chiara) Aus meiner Sicht ist Neid ein sehr starker Motivator.

* Handy vibriert. *

Und wenn dann auch noch familiäre Konflikte

und Rachegefühle dazukommen,

dann kann einem schon mal die Sicherung durchbrennen.

Ich war als Teenager so neidisch auf den Fernseher meines Bruders,

dass ich den im Streit einfach aus dem fünften Stock geworfen habe.

Haben Sie Ihren Stiefsohn umgebracht?

(Doro) Die KTU hat Plastikabrieb an einem Ihrer Bohrer gefunden.

Von einem blauen Plastikfass.

(Chiara) Autsch.

Haben Sie die Löcher in Charly Lobingers Fass gebohrt?

(Schreiner) Jetzt hören Sie auf mit dem Scheiß.

Was glauben Sie, wie oft bei mir im Schuppen eingebrochen wurde?

Wie oft ich meinen Bohrer verliehen habe?

Das können Sie beweisen?

(prustet) Ich bin unschuldig.

(Chiara) Sie sind erst mal in U-Haft.

* sanfte Musik *

* Handy klingelt. *

Sind wir schon im Dienst?

(Chiara) "Guck mal aus dem Fenster."

Oh.

"Mona Reichel braucht unsere Hilfe."

Gib mir drei Minuten.

* angespannte Musik *

(Chiara) Mona Reichel hat ihren Sohn um acht in die Kita gebracht

und auf dem Weg zur Arbeit gemerkt, dass sie verfolgt wird.

(Mona) Jetzt geht das alles wieder von vorne los.

Haben Sie gelesen, was die über mich schreiben?

Dass er von mir weg wollte

und ich ihn dann für seine Millionen gekillt hätte.

Irgendwelche Typen haben mich verfolgt, die wollen Geld von mir.

Angeblich hat Charly sich von denen Geld geliehen,

und das wollen die jetzt von mir zurück.

Ich krieg hier gleich über 200 Gäste.

Das ist doch Rufschädigung, oder nicht?

(Doro) Sie sollten eine Unterlassung beantragen.

Alle da draußen wissen, wo ich wohne.

Ich muss doch mein Kind in Sicherheit bringen.

Ich verstehe Sie total. Ich hab auch Kinder, zwei.

Laut den Unterlagen kam der kleine Leo Ende Mai zur Welt, richtig?

Ja.

(Doro) Kleiner Zwilling.

Ich wusste damals sofort, dass ich schwanger bin.

Da war's gerade erst passiert. - Ich nicht.

Ich hatte es total verpeilt.

Erst die ganze Sache mit der Reise,

und dann hat Charly mich auch noch sitzen lassen.

Bis ich was gemerkt habe, war ich schon im vierten Monat.

Linda musste mir einen Test aus ihrer Apotheke mitbringen.

(Chiara) Sie haben erst sieben oder acht Wochen,

nachdem Ihr Freund verschwand, gemerkt, dass Sie schwanger sind?

Charly hat Kinder geliebt. Der wär ein toller Vater geworden.

* Motorbrummen * * Hupen *

Ich muss weitermachen.

(Hausmann) Guten Tag. - (Chiara) Tag.

Können Sie da nichts gegen machen?

(Chiara) Das ist öffentlicher Boden. Schwierig.

Aber der Streifenwagen bleibt zu Ihrer Sicherheit hier stehen.

(Doro) Die Anordnung der Staatsanwaltschaft ist da.

Ich schicke Ihnen die Kontodaten, sobald ich in der Bank bin.

Auch die Kontobewegungen der Brennerei.

(Linda) Wieso?

Charly Lobinger hat Ihnen einen sehr hohen Kredit gewährt.

Ja, und? Wir zahlen alles zurück, jeden Monat.

(Chiara) Dann spricht nichts dagegen,

wenn wir uns das mal anschauen.

(Doro) Was gibt's denn zu feiern? - Dreijähriges.

So lange sind Sie mit Frau Reichel schon zusammen?

Nein, das ist Firmenjubiläum.

(Doro) Ach. - (Chiara) Wie lange denn schon?

Ein paar Monate, oder?

Ja, kommt hin.

Du tust ihr gut.

(Chiara) Darum haben Sie uns nicht gesagt, dass Sie zusammen sind?

Weil Ihre Beziehung noch nicht spruchreif ist?

Wir sind sehr diskret. Ich wollte das nicht.

Meine Schwester hat schon genug durchgemacht.

Oder gibt's Ärger mit der Bank, wenn das rauskommt?

Wenn meine Vorgesetzten davon erfahren, dann bin ich raus.

Und die Provision ist der Hammer.

Aber ich kläre das. Mona ist mir wichtiger als das Geld.

* Linda lacht. *

Entschuldigung, also, das ist alles ein bisschen viel.

Auch für mich.

Morgen. Können wir loslegen? - (Linda) Ich bin gleich bei euch.

(Reporter) Frau Reichel, ein Interview bitte!

* Sie rufen durcheinander. *

Ja, ist alles ein bisschen anstrengend gerade.

Ja, das glaube ich.

(Doro) Hey. - (Chiara) Hi.

(Nico) Hey.

Seid ihr öfter hier? - Immer wenn gebrannt wird, ja.

Reichel ist seit dem Umbau eine Verschlussbrennerei.

Ihr macht die Sammelbehälter zu,

damit niemand Alkohol am Staat vorbei abzweigt?

Ja.

Irgendwelche Unregelmäßigkeiten? - Nee, nicht dass ich wüsste.

Seitdem die beiden Schwestern den Laden führen,

ist alles im grünen Bereich.

Linda macht die Orga, Mona ist die Brennmeisterin, perfektes Team.

Kennst du die beiden näher?

Nee, meine Schwester, meine jüngere,

war mit Linda zusammen in der Schule.

Die Caro? - Ja, Caro. (lacht)

Linda soll nach dem Tod der Eltern

alles für Mona und die Brennerei aufgegeben haben.

Ihr Studium, ihren Freund.

Sag mal, weißt du, ob Alexander Hausmann

für die neue Fußballausrüstung verantwortlich ist?

Keine Ahnung.

Wir müssen wissen, wann die Spende geflossen ist,

für die Ausrüstung an den Verein.

Kannst du dich da vielleicht mal umhören?

Klar.

(Chiara) In so einem Fass wurde Charly Lobingers Leiche gefunden.

(Nico) Solche Fässer gibt es hier wie der Sand am Meer.

(Doro) Aber irgendwo muss eins fehlen.

Alles okay?

Lass mich.

* bedrückte Musik *

Hey. Alles gut.

Lass mich! Alle denken doch, dass ich es war!

(laut) Packt die Handys weg! Verpisst euch! Das ist mein Grund!

* dramatische Musik *

Ich weiß, dass du nichts mit seinem Tod zu tun hast.

Jetzt auch noch diese Scheißfeier.

* bedrückte Musik *

Alex, ich will, dass mein Sohn ohne diese Menschen da aufwächst.

Ich will, dass er eine ganz normale Kindheit hat.

Er soll nicht enden wie sein Vater.

Willst du weg?

Dann gehen wir weg.

Ich muss mit Linda reden.

(Linda) Worüber?

Du siehst müde aus.

Linda, ich kann nicht mehr. - Ach, ist okay.

Ich schaff das allein. Fahr nach Hause.

Nein, Linda, ich kann nicht mehr. Ich muss weg.

Weit weg. Ich halte es nicht mehr aus.

Mona und ich gehen weg von hier. Mit Leo.

Das hast du aber nicht zu entscheiden.

Verstanden?

Hey ...

Wir finden 'ne Lösung.

Ich bin immer für dich da, ja? Versprochen.

(Doro) Chiara, kommst du mal?

Schau mal, das hier war vor einem Jahr

bei einer Verkostung in einer Brennerei, und das ...

ist noch länger her.

Die sind seit über einem Jahr zusammen.

Warum spricht Linda Reichel dann von ein paar Monaten?

Weil sie nicht wollten, dass wir denken,

sie hätten Charly Lobinger umgebracht.

Hm.

* Klopfen * (Gregor) Morgen!

(Doro) Guten Morgen. - Hallo, Doro.

Die Zersetzung ist so weit fortgeschritten,

dass wir keine eindeutige Todesursache erkennen konnten.

Aber?

Es gibt ein Ergebnis beim Tox-Screen.

(Doro) Schieß los.

Digitalis.

Digitalis wird bei chronischer Herzinsuffizienz eingesetzt.

Falsch dosiert kann es zur Herzrhythmusstörung

und zum Herzstillstand kommen.

Das Medikament wird aus Fingerhut gewonnen.

Und diesen Fingerhut hatte er im Körper?

Nein, das Medikament.

Das war's auch schon.

(Doro) Danke.

Digitalis, Herzinsuffizienz ... Klingelt da was?

Peter Schreiner und sein marodes Herz.

Hallo. Ihr Mann braucht seine Herzmedikamente.

Hier. - Danke.

Wie geht's Ihnen, Frau Schreiner?

Wie soll's mir gehen?

Mein Sohn ist tot, den Peter haben Sie mitgenommen,

und ich hab ein Enkelkind, von dem ich nichts wusste.

Wann haben Sie den Charly eigentlich zum letzten Mal gesehen?

Einen Tag, bevor er los wollte nach Amerika.

Er ist nur kurz vorbeigekommen, um seine Geburtsurkunde zu holen.

(Doro) Ihr Mann war auch da, richtig?

Auch an dem Tag wurde unseren Kollegen

ein lauter Streit gemeldet.

Nee, da war kein Streit. - Frau Schreiner, bitte.

Wenn die beiden so heftig gestritten haben,

dass die Nachbarn die Polizei rufen,

dann müssen wir das wissen.

Sie müssen jetzt nicht mehr lügen, Frau Schreiner.

(leise) Es war nicht wegen Charly.

Es war wegen mir.

(Doro) Was ist passiert?

Charly hat gesagt, dass er mir Geld gibt,

damit ich den Peter verlassen kann.

Und als er dann weg war ...

ist Peter ausgerastet.

(Chiara) Ihr Stiefsohn hat Ihrer Frau Geld angeboten,

damit sie Sie verlassen kann.

Schwachsinn.

Ich spreche von einem Mordmotiv.

Ich war's nicht. Hören Sie mir überhaupt zu?

Ihre Frau wird bezeugen, dass Sie das Gespräch mitangehört haben.

Wird eng für Sie.

Aussage gegen Aussage. - (Doro) Aussage gegen Arztbericht.

Ihre Frau war zwei Wochen krankgeschrieben,

weil sie mit den Hämatomen im Gesicht nicht arbeiten konnte.

(Chiara) Sind das alles Ihre Medikamente?

Ja.

Haben Sie früher andere genommen? - Nein.

Wird Ihr Hausarzt das bestätigen? - Ja.

(Doro) Was haben Sie am Tag von Charlys Verschwinden gemacht?

Nachdem Sie Ihre Frau verprügelt haben?

Das ist zwei Jahre her.

Wissen Sie, was Sie heute vor zwei Jahren gemacht haben?

Vielleicht meldet sich Ihre Erinnerung wieder,

wenn wir nicht mehr da sind.

Sie können mich hier nicht mehr länger festhalten.

Doch, das können wir.

* bedrückte Musik *

Ich brauch die.

* Die Tür wird geöffnet. *

* Die Tür fällt zu. *

(Chiara) Ich hab mir die Kontoauszüge angeschaut.

Also, auf den Konten hat nichts Spannendes stattgefunden.

Der Kredit wurde bedient, kleine Raten,

aber die sind monatlich geflossen.

Also haben die beiden nur wegen der Provision

die Beziehung verheimlicht?

Sieht ganz so aus. Ich hab nur zwei Auffälligkeiten bemerkt.

Erstens, Charly Lobinger hat dem örtlichen Fußballverein

50.000 Euro gespendet.

Aber die Spende wurde getätigt, als Charly Lobinger noch gelebt hat.

Korrekt. * Telefon klingelt. *

Beitinger?

Okay.

Ja, danke schön.

Fuck. - Was?

Peter Schreiner hat nie Digitalis verschrieben bekommen.

Er hat die Wahrheit gesagt.

Zweitens ... - Hm?

Zweitens ist mir eine Überweisung von der Brennerei

an einen Obstlieferanten aufgefallen.

Keine Rechnungsnummer, 39 Euro. Also quasi nichts.

Aber ich hab mich gefragt, für was die waren.

Und jetzt pass auf:

39 Euro hat vor zwei Jahren so ein blaues Fass gekostet.

Jetzt sind die teurer, aber damals glatte 39.

Wow.

* spannungsvolle Musik *

* Sie lacht. *

Hier, Doro. Ich wusste doch, dass da was war.

Ich hab der Frau Reichel geschrieben,

dass mir ein Fass fehlt.

Super. Danke, Chrissi.

Mona oder Linda Reichel? - Linda Reichel.

Sie meinte, sie hätte es wohl einem anderen Kunden mitgegeben

und mir das Geld überwiesen.

Laut unseren Unterlagen ging die Überweisung am 20. Oktober raus.

Das passt. Ich hab ihr am 18. geschrieben.

Passiert das öfter mal?

Dass mal ein Fass zu viel ist, mal eins zu wenig?

Nee, da hat immer alles gestimmt.

Und so ein Fass verschwindet ja auch nicht mal eben so, oder?

(Doro) Nee, eigentlich nicht.

Servus. - Danke.

Danke. Kennst du eigentlich irgendjemanden nicht?

Nee.

Genau zu der Zeit,

als Charly Lobinger verschwindet, fehlt ein Fass.

Und mit so einem Gerät da kann so ziemlich jeder

ein Fass mit Inhalt von A nach B schaffen.

Aber Peter Schreiner hat auch so ein Hebe-Dings,

auch solche Fässer und ein ganz klares Motiv.

Ja, aber das Digitalis ist nicht von ihm.

Wie gut, dass Vera Schreiner ihn angezeigt hat.

(Chiara) Versuchter Einbruch, Körperverletzung.

Damit ist er erst mal aus dem Verkehr gezogen.

* Doro seufzt. *

Mona Reichel hat doch gesagt, dass ihre Schwester

ihr den Schwangerschaftstest aus ihrer Apotheke mitgebracht hat.

Was, wenn sie das Pharmazie-Studium abgebrochen hat

und in der Apotheke gearbeitet hat?

Vielleicht wollte Linda Reichel ihre Schwester daran hindern,

mit Charly in die USA zu gehen.

Die hat alles für ihre Schwester aufgegeben.

Und es ging gar nicht ums Geld.

Zu dem Zeitpunkt wusste sie noch nicht,

dass ihre Schwester schwanger ist.

Also konnte sie auch nicht wissen, dass das Kind der Erbe sein würde.

Sie hatte Angst, ihre Schwester zu verlieren.

Ja, Beitinger hier. Ich brauche Auskunft zu einer Person.

Linda Reichel, E-I.

* aufgewühlte Musik *

(Linda) Dich werde ich auch vermissen, Kleiner.

Ich hab gedacht, du hasst mich jetzt voll.

Ach, Quatsch. Ihr müsst erst mal zur Ruhe kommen, weg von hier.

Das verstehe ich.

(Doro) Konntest du was rausfinden?

(Frau) "Ja, Linda Reichel hat vor zwei Jahren

in der Feldapotheke gearbeitet,

und die haben damals fehlende Digitalis-Tropfen gemeldet."

(Mona) Ich hab drüber nachgedacht.

Also, wenn du das möchtest,

dann könnten wir die Brennerei auch verkaufen.

Lass das mal meine Sorge sein. Ich finde schon eine Lösung.

Komm, ich nehme mal. * Kind weint. *

Ja, ich verstehe, ja. Ich glaub, er ist müde. Ich leg ihn hin.

* spannungsvolle Musik *

(Chiara) Ist abgesagt.

(Doro) Und auch keiner da.

Zur Villa? - Mhm.

Ich liebe dich.

Ich liebe dich.

* unheilvolle Musik *

Danke.

Sorry, ich muss noch fahren. - In deinem ist Apfelschorle.

Ich will nicht, dass euch was passiert.

(Chiara) Da steht ein Auto. - Das ist von Alexander Hausmann.

* spannungsvolle Musik *

(Hausmann) Auf die Zukunft. - Auf die Zukunft.

Ich lasse dich nicht hängen. Versprochen.

(Chiara) Frau Linda Reichel.

Wir haben Fragen zu einem verschwundenen Fass

und einer fehlenden Packung Digitalis.

(Hausmann) Über was? - Können Sie nicht vorher anrufen?

Nicht trinken!

Ich bin mir sicher, dass darin eine tödliche Dosis Digitalis ist.

(Chiara) Ich verhaftete Sie

wegen Verdachts des Mordes an Charly Lobinger

und wegen versuchtem Mord an Alexander Hausmann.

(Doro) Haben Sie das Digitalis am Körper?

Meine Schwester hat nichts getan. - Doch, das hat sie.

Weil sie es nicht ertragen kann, dass Sie ein eigenes Leben führen.

(Linda) Halten sie Ihre verdammte Schnauze!

(Doro) So, einmal rum.

Du wolltest mich umbringen? - (Doro) Aufstehen.

(Mona) Nein, da war kein Gift drin. Linda!

Ich wollte dich nur beschützen. Du bist meine kleine Schwester.

Dafür bin ich doch da.

Der ist doch nur hinter deinem Geld her!

Du hast Charly umgebracht.

Ja.

Er war nicht gut genug für dich. Er war ein Versager, genauso wie der.

* bedrückte Musik * * Kind schreit. *

* weiter bedrückte Musik *

* "Kiss Kiss And Rhinestones" von HTRK *

* sanfte Gitarrenmusik *

(Doro) Willst du mit reinkommen? Es gibt wieder Seelen.

Das ist total lieb von dir, aber ich hab leider keine Zeit.

Nächstes Mal, ja?

Du wartest hier.

* weiter sanfte Gitarrenmusik *

Sie kann auch gern mitessen. - Ich arbeite dran.

Danke.

Oh mein Gott!

Geil.

Guten Appetit.

* weiter sanfte Gitarrenmusik *

Untertitel im Auftrag des ZDF, 2026

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