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(Radiosprecher) "Heute wird es heiß, heiß, heiß am Obersee.
Cremt euch ein, trinkt viel, und bleibt dran.
Ich spiele für euch nur Hits und Oldies.
Keinen Dreck. Radio Dreiländereck."
* Musik: "Bella, Bella Donna" von Peter Alexander *
* Der Hund bellt. *
He, Rasko.
Rasko! Hierher! * Der Hund bellt. *
Rasko!
Rasko. - Der hat irgendwas.
Gibt's hier Kaninchen? - Keine Ahnung.
Guck doch, ist dein Hund.
* Gebell * Hierher!
* unheilvolle Musik *
* Er bellt. *
* Der Hund bellt aufgeregt. *
* spannungsgeladene Musik *
Hallo.
Hallo.
* dramatische Musik * * Hundegebell *
(Mann 1) Eine Leiche. - (Mann 2) Was?
* Funkgerät piept. *
Morgen. - Morgen.
Morgen. Danke.
Pausenbrot der Kinder? - Nee, die kriegen ohne Rand.
Wie alt sind deine Kinder noch mal?
* spannungsvolle Musik *
* Funksprüche *
(Chiara) Morgen.
Morgen. - Morgen.
Hallo. - Morgen.
Morgen.
Ich glaub, die kenne ich.
Ja, vorletzten Dienstag. Einwohnermeldeamt.
Ich habe mich bei ihr angemeldet.
Petra Schiller.
Unterm Rebenberg 31.
Und habt ihr sonst schon was?
Handy fehlt, Tatwerkzeug fehlt.
Irgendwas Stumpfes, wenn ich mir das hier so anschaue.
Ich denke, Frau Schiller ist noch nicht so lange tot.
Seit letzter Nacht vermutlich.
Aber die Gerichtsmedizin ist noch unterwegs.
(Chiara) Das ist eine teure Jacke. - (Doro) Mhm.
Den Hausschlüssel würde ich gern an mich nehmen. - (Sarah) Klar.
Gibt's sonst Kampfspuren, oder wurde sie her transportiert?
Wahrscheinlich wurde sie von da vorne hierher geschleift.
Ein tödlicher Schlag. Keine Kampfspuren oder Blut.
Erst mal auch keine Hinweise auf einen Sexualdelikt.
Wir tauchen nachher auch noch mal alles ab.
(Chiara) Aber nachts ist es hier doch stockdunkel.
Was hat sie hier gemacht?
Mit Augenzeugen könnte es schwierig werden.
Bei 389 Einwohnern pro Quadratkilometer in Überlingen.
Und eine Million Touristen, aber wenn niemand da war,
bringt uns die Statistik auch nichts.
Ich fahre zu ihr nach Hause. Machst du dich auf den Weg zum Amt?
Kann ich machen.
* aufreibender Gitarrenrock *
* Musik läuft weiter. *
* Musik: "Guided by Angels" von Amyl and the Sniffers
* Musik verklingt. * Morgen.
* Stimmengewirr *
War Frau Schiller ihre Chefin? - Nein, Teamleiterin bin ich.
Entschuldigung.
Laut den Unterlagen war Frau Schiller verwitwet.
Gab's noch andere Angehörige?
Die Eltern in Biberach.
Darf ich? - Mhm.
War das ihr Mann? - (Frau) Ja.
Seit wann lebt er nicht mehr? - Ähm ... acht Jahre?
Sie hat ihn ja lange bis zu seinem Tod gepflegt.
Hat sie aktuell in einer Beziehung gelebt? - Nein.
Das hätten wir erfahren. - Sie waren befreundet?
Mh-hm.
Aber es ist furchtbar, dass Frau Schiller ... - (Mann) Ja.
Sie hatten also nur hier am Amt mit ihr zu tun.
Hätten aber trotzdem erfahren,
was sich im Beziehungsleben getan hätte.
(Mann) Ja. - Wie kommt's?
Sie hat nicht hinterm Berg gehalten, was sie macht und erlebt.
In Bezug auf ihr ganzes Privatleben?
Äh, ja.
Bei Ihnen? - Bei jedem. Bestimmt auch bei ihren Freunden.
Also, falls sie welche hatte. - Wieso zweifeln Sie das an?
Na, ich kenne keine.
Sie hat sich immer so aufgedrängt. Da wollte man auch nicht mehr.
Also ich meine, bei den Männern.
Ja ...
Ja?
Sie wollte ihn teuer zum Essen einladen. Völlig drüber.
Ja.
Wurde das nach dem Tod ihres Mannes schlimmer?
Nach dieser langen Pflegephase? - Mhm.
Als sie wiederkam, wurde sie zunehmend seltsam.
Hat sie ... über diese Zeit mit ihrem Mann gesprochen?
Nein.
Sie hat uns gezeigt, wie sie das Leben genießt und sich was gönnt.
14 Tage Korallentauchen in Malaysia.
Kreuzfahrt in der Karibik, Yoga auf Bali.
Welche Besoldungsgruppe war die Frau Schiller denn?
Vermutlich hat ihr Mann ihr einiges hinterlassen.
Auf ihrem Kalender steht für gestern Abend Yoga.
Wissen Sie, ob sie da hingegangen ist?
Zweimal die Woche. - (Mann) Ja.
* geheimnisvolle Musik *
* spannungsvolle Musik *
* Handy summt. *
Ja? - (Doro) "Und?"
Bis auf das in die Jahre gekommene Haus
hatte sie einen gehobenen Lebensstandard.
"Luxus?" - Ja, vor allem Luxuskleidung.
Und Reisen. - "Wie geht das als Beamtin?"
Vielleicht von ihrem Mann geerbt. - "Warte mal."
Schlegel ruft an. Sekunde.
Ja?
* Sie seufzt. *
"Doro?" - Mhm?
"Es gibt eine zweite Frauenleiche." - Nicht wahr. Wo?
Ich komme gleich wieder.
Hi. - Morgen.
Hallo, Doro. - Hey, Jenny.
Das ist die Mutter. Sie hat sie gefunden.
Kümmerst du dich um sie? Wir sprechen später mit ihr. - Ja.
Hey, Gregor. - Hallo.
Morgen. - Das ist Geraldine Herrenberg.
39. Wohnt hier allein.
Erschlagen? - Ja.
Womit? - Irgendwas Stumpfes.
Wie heute Morgen?
Ja, die Leiche von heute früh ist auf dem Weg in die Rechtsmedizin.
So viel Betrieb haben wir normalerweise nicht.
(Doro) Hinweise auf eine Tatwaffe?
Noch nichts gefunden. - (Chiara) Wie heute Morgen.
Wie lange ist sie denn schon tot?
Ich schätze mal ...
zwei Tage.
Also vor der Beamtin? - Ja.
Wie gesagt, ich schaue es mir gleich an.
Es könnte tatsächlich derselbe Täter gewesen sein.
Und damit Serienmord. - Serie? Das glaube ich nicht.
Das hier ist eine andere Situation.
Das heißt erst mal nichts.
Vielleicht sehen wir den Zusammenhang nur noch nicht.
Dann suchen wir mal den Zusammenhang.
(Doro) Was ist denn das da?
Ein Bauplan. - Ah. Und von was?
(Gregor) Irgendwas mit Drohnen. - (Doro) Dachte ich es mir.
Ich bin dann mal weg.
Tschüss. - Tschau.
Meinst du, sie hat den Täter selbst reingelassen?
Sag mal, gab's Einbruchspuren? - Nein.
* spannungsvolle Musik *
Man kann auf jeden Fall nicht sehen, wer vor der Tür steht.
Also, sie macht auf ...
Vielleicht kennt sie ihren Mörder.
Dann kommen die beiden irgendwie ...
hierhin.
Täter schlägt zu. Sie fällt.
Exitus.
Der oder die Täter bleiben dann aber noch im Haus.
Vielleicht war es ein Rauchüberfall.
Wir müssen überprüfen, ob irgendwas fehlt.
Am besten mit jemandem von ihrer Firma.
Wo sitzt denn diese FNDW-Defense?
Friedrichshafen, Rüstungsindustrie.
(Chiara) Wo ist eigentlich Sarah?
Die ist noch am anderen Tatort. Viel zu tun.
(Mann) Hab sie.
(Doro) Letzte Nacht Petra Schiller am Ufer.
Zwei Tage davor sie. Beides Frauen.
Eine Jünger, eine älter. Beide erschlagen.
Beide alleinstehend.
* esoterische Klänge *
Sind sie heute aus Augsburg angereist?
Ja. Aber wir haben uns seit fünf Jahren nicht gesehen.
Wie kommt's?
Wir hatten uns an Weihnachten wegen einem Geschenk gestritten.
Das war so bescheuert.
Das kommt aufs Geschenk an.
Und jetzt wollten wir uns endlich wieder versöhnen.
Aber Geraldine war nicht am Bahnhof.
Wann hatten Sie Ihre Tochter das letzte Mal gesprochen?
So vor zwei Tagen. Und dann ging sie nicht mehr ans Handy.
Ich hab gedacht, ich hab wieder was falsch gemacht.
Haben Sie nicht. Ihre Tochter ist vor zwei Tagen ...
Also ... es ist vor zwei Tagen passiert.
Ich wollte sie bekochen.
Sie war im totalen Stress wegen einer Abgabe.
Von was denn?
Irgend so ein Waffenprojekt.
Wissen Sie, ob Ihre Tochter aktuell in einer Beziehung war?
Sie hat sich vor ein paar Monaten von ihrem Schweizer Mann getrennt.
Wie war Sie in Konfliktsituation?
Fast immer ruhig und überlegt. - Kühler Kopf?
Ja, schon.
Hat Ihre Tochter Yoga gemacht?
Ja schon, lange.
Das tat ihr gut, so als Ausgleich.
* melancholische Musik *
Jetzt können wir uns nicht mehr versöhnen.
Kommen Sie mit aufs Revier.
Die Kollegen kümmern sich da um sie.
Warum hast du das mit dem Yoga gefragt?
Hier. Spenden für ein Waisenhaus in Sri Lanka.
Und der Typ ...
hat hier ein Yoga-Studio.
Mhm. Till Gröschner.
"Vielen Dank für Ihr Herz."
Frau Herrenberg hatte vorgestern im Café eine Verabredung mit ihm.
Wenn sie da noch gelebt hat. - Okay.
Und Petra Schillers letzter Termin
war seine 18 Uhr Vinyasa-Klasse vor ihrer nächtlichen Ermordung.
Okay, Abfahrt.
* spannungsvolle Musik *
* esoterische Musik * Äh, Entschuldigung ...
Der Kurs hat schon begonnen.
Kriminalhauptkommissarin Locatelli. - Beitinger.
Kripo Überlingen. - Ah.
Susi, könntest du mal übernehmen?
Entschuldigung, ich dachte ... - Nein.
Kennen Sie diese Frau?
Ja, flüchtig. Ähm ...
Das ist die Geraldine. Um was geht's denn?
Wann haben Sie sich zuletzt gesehen?
Da müsste ich jetzt überlegen. - Vorgestern?
16 Uhr im Café? - Ach, klar.
Um was geht's denn?
Frau Herrenberg wurde vorgestern ermordet.
Was?
Ach ...
Oh Gott.
Warum ging's denn bei dem Treffen?
Sie glauben doch nicht etwa, ich ...
Ich stelle nur Fragen.
Ganz harmlos. Wir haben über mein Sri-Lanka-Projekt geredet.
Ich habe ihr Bilder gezeigt und ...
Um Spenden gebeten? - (schwach) Ja.
Und hat sie was gegeben? - Ja, also ... nein.
Und dann bin ich zurück zum Kurs.
Wann hat der begonnen? - Um sechs.
Und kennen Sie sie?
Ja, die ist bei mir im Vinyasa-Kurs.
Katja, ähm ...
Katja Dingens ...
Petra Schiller.
Moment, hat Petra etwa Geraldine ...
Nein. Petra Schiller wurde letzte Nacht ermordet.
Oh Gott.
* Er schluchzt. * Das gibt's doch nicht.
Nein ...
Ich brauche was zu trinken, wollt ihr auch was?
Nein danke. - Danke.
Können Sie uns etwas zu Frau Schiller sagen?
Nur was man so aus der Gruppe mitkriegt.
Sympathisch, angenehme Aura, zuverlässig.
(Chiara) Waren sie im gleichen Kurs?
Nein.
Und kannten sie sich?
Gab's Freundschaften zu anderen Kursteilnehmerinnen?
Glauben Sie mir, wenn ich irgendetwas wüsste,
dann würde ich Ihnen das sofort sagen.
(Frau) In den dreibeinigen Hund. Das linke Bein nach oben.
* Er seufzt schwer. *
Und das linke Bein mit Schwung nach vorne.
Und in die Krieger 1.
Ausatmen.
Gut.
Warum reagiert er so emotional?
Mord ist schockierend.
Er reagiert wie direkt betroffen,
kann sich aber nicht mal an ihren Namen erinnern?
Vielleicht aus Angst, dass das die Runde macht.
Zwei Tote in seiner Yogaklasse.
Und dann die Zahlende Kundschaft ausbleibt.
Oder er selbst weiß mehr und versucht es zu überspielen.
* mysteriöse Musik *
Das Gebäude sieht aus wie die Spielkonsole meines Sohnes.
Oder wie 'ne Kühltruhe.
* Er seufzt gestresst. *
Ein Mord ...
Kennen sie ihr privates Umfeld? - Nein.
Aber wir brauchen ihren Rechner. Ich schicke jemanden.
Das geht noch nicht. Erst wenn er freigegeben ist.
Stopp! Das ist ein Firmenrechner mit hochsensiblen Daten.
Sie haben keine Genehmigung zur Auswertung.
Brauchen wir nicht. Ist ein Beweismittel vom Tatort.
Ich brauche die Daten. Kann ich wenigstens eine Kopie davon ziehen?
Von mir aus unter Aufsicht.
Was brauchen sie da so dringend?
Das kann ich nicht sagen.
(Doro) Herr Neuroth, Ihre Mitarbeiterin ist tot.
Was ist denn wichtiger als ihr Leben?
Der Mensch ist doch die größte Schwachstelle im System.
Nichts. - Mhm.
Der Staatsanwalt wird alle Ihre Mitarbeiter einbestellen.
Die reden dann.
Wir haben am Dienstag eine wichtige Präsentation. Da geht's um alles.
Ein neues Navigationssystem für Drohnen.
Und wichtige Dateien davon sind nur auf Geraldines Rechner.
Das ist doch ziemlich fahrlässig, oder?
Ja. Das war ihr Projekt, ihre Erfindung, die sie mitgebracht hat.
Geraldine wollte die volle Kontrolle behalten.
Was ist so besonders an diesem Projekt?
Besonders?
Stellen Sie sich ein Flugobjekt vor, das unbeirrt sein Ziel findet.
Auch wenn der Gegner
die GPS-Lenkung stört oder ausschaltet.
Vögel.
Genau. Zugvögel.
Zugvögel orientieren sich tags an der Sonne,
und nachts am Sternenhimmel.
Über irre Strecken finden Sie genau ihr Ziel.
Und diesen Vogelsinn
hat Geraldine Herrenberg auf die Drohnen übertragen.
Und das konnte sie einfach von ihrer alten Firma mitbringen?
Arbeitsverträge sind in Patentfragen ziemlich deutlich.
Sie hat ihr letztes Projekt neben der Arbeit entwickelt.
Geraldine wollte immer die volle Kontrolle behalten.
(Doro) Schlau.
Können Sie bitte mit unseren Kollegen sichten,
ob was vom Rechner entfernt wurde?
Selbstverständlich. Sehr gerne.
Na dann, los.
* spannungsvolle Musik *
(Gregor) Ich habe bei beiden Frauen
eine Post-Mortale CT und MRT,
und ein 3D-Oberflächenscanning gemacht.
Die Verletzungsmuster der Frauen sind jeweils sehr ähnlich.
Hier, im Schläfenbereich.
Der Schädelknochen bildet ein schönes Widerlager.
Dadurch wird die Haut zwischen Tatwerkzeug und Schädelknochen
entsprechend der Form des Tatwerkzeugs belastet.
Und so finden sich die Schürfungen und Quetschungen
in genau dieser Form.
Und was kann das gewesen sein? - Keine Ahnung.
Und das ist auf jeden Fall kein Hammerstock oder Eisenrohr.
Was ist das da für ein Muster?
Das wissen wir, sobald wir das Tatwerkzeug haben.
Außerdem befindet sich minimal DNA vom ersten Opfer
an der Wunde des zweiten Opfers.
Das heißt, beide wurden definitiv mit derselben Waffe getötet. - Ja.
Was verbindet die beiden Frauen?
Und zwar in den Augen des Täters.
Sie waren beide beim Yoga, aber nicht mal im gleichen Kurs.
Lass uns noch mal zum Amt fahren
und da fragen, ob die beiden sich kannten.
Okay, machen wir.
* spannungsvolle Musik *
(Chiara) Es geht um diese Frau.
Nee. Tut mir leid, keine Ahnung.
Und Sie?
Nein. - Das muss aber nichts heißen.
Hier hat nie jemand Frau Schiller privat besucht.
Vielleicht mal nach Feierabend abgeholt? - Nee. Das wüsste ich.
Hatte Frau Schiller vielleicht beruflich mit ihr zu tun?
Geraldine Herrenberg ist der Name. Lüscherweg 12.
Moment mal, Vidan.
Machen Sie sich da mal keine Sorgen.
Danke. - Und? Gibt's was?
Ja, ich habe hier eine Ummeldung im System. Vor knapp zwei Monaten.
Danke.
(Doro) Ob sie da ein privates Wort
miteinander gewechselt haben, ist fraglich.
Frau Schiller hat immer viel geredet.
Frau Herrenberg hätte aber auch von Ihnen bearbeitet werden können?
Ja. - Hier.
Frau Herrenberg hat einen Antrag auf Auskunftssperre gestellt.
Steht da noch mehr?
Persönliche Gründe ...
Gefahr für Leben oder Gesundheit. - Durch wen?
Ähm ... Das steht hier nicht.
Das ist alles. - Natürlich fehlt da was.
Dafür brauchen wir Belege. Wie Anzeigen oder Gerichtsurteile.
Immer?
Immer. - Ja.
Guten Tag. - Guten Tag. - Hallo.
Warum sollte Frau Schiller sich über die Vorschriften hinwegsetzen?
Vielleicht hat Geraldine sie einfach überzeugt.
Dann gäbe es eine Aktennotiz. - Nicht unbedingt.
* Sie seufzt. *
Also, fest steht: Jemand bedroht Geraldine.
Die Beamtin errichtet eine Auskunftssperre.
Also muss dieser Jemand an ihr vorbei,
um an Geraldine Herrenbergs Adresse zu kommen.
Von wem hat sie sich so bedroht gefühlt,
dass sie um ihr Leben fürchten musste?
(Frau) Hallo. - Hallo.
(Chiara) Hat sie über die Gründe für ihren Umzug gesprochen?
Vielleicht die Arbeit, oder wegen der Trennung.
Hat sie was von einer Bedrohung gesagt? - Was?
Ihre Tochter hat ihre Adresse beim Amt sperren lassen.
Da hat sie mir gar nichts ...
Was wissen sie denn von ihrer Trennung?
Von Reto? Ja, meinen Sie, er ...
Hat er sie schon mal bedroht oder ihr irgendwas getan?
Puh.
Frau Herrenberg?
Der Reto ... der war mir schon immer suspekt.
Hersteller von Kunststoffverpackungen.
Das an sich ist ja noch nicht strafbar.
Ein ganz oberflächlicher, gefühlloser Schleimer war das.
Er wollte, dass Geraldine aufhört zu arbeiten und Kinder kriegt.
Am besten gleich eine ganze Fußballmannschaft.
Gab's zuletzt Streit darüber?
Auf jeden Fall kriegt er jetzt ein Kind mit einer anderen.
Hat er sie betrogen?
Von allein wird die andere nicht schwanger geworden sein.
Wie genau verlief denn diese Trennung?
Unschön.
Hat sie irgendwas Konkretes berichtet?
Ja, das wollte sie mir jetzt alles in Ruhe erzählen.
(schluchzend) Nichts ist schlimmer,
als wenn die Kinder vor den Eltern sterben.
* beklemmende Musik *
* Freiton *
"Reto Schär."
Locatelli. Kriminalpolizei Überlingen.
"Ja?"
Es geht um ihre Ex-Frau Geraldine.
Ich habe eine traurige Mitteilung.
* Musik: "The Sea" von Morcheeba *
* Musik läuft weiter. *
* Lied verklingt. * Mahlzeit.
Hey. Wieder mal ein Handy aus dem See.
Vermutlich von der Tatperson weit rausgeworfen. War schlammig dort.
Dann ist bestimmt was drauf, was wir nicht finden sollen.
Kannst du das retten? - Klar.
* Handy klingelt. *
Hannah. - Hey, ich hab 'nen Platten.
"Das ist ja doof. Bist du über Scherben gefahren?"
Ja. Keine Ahnung.
"Kannst du mich abholen?" - Nee.
Ich ... Ich arbeite. Ich kann dich nicht abholen.
"Aber das ist doch voll lange."
Noch vier Kilometer oder so. Da brauche ich ja Ewigkeiten. - "Ja."
Du wirst schieben müssen.
Das kannst du nicht. - "Doch."
Tschüss.
Mahlzeit.
(Florian) Hast du gesehen? Dein Sohn war gestern in der Zeitung.
Wie, mein Sohn?
Wegen Fußball oder was? - Ja.
Hat in letzter mit seiner Flanke das Spiel noch gedreht.
Hast du den noch?
Ach, mal gucken.
Hast du schon Mittag gegessen? - Ich?
Ja. Ich hab jetzt Pause. Vielleicht könnten wir was essen.
Eigentlich ja, aber wir müssen gerade arbeiten.
Na dann, die Tage vielleicht? - Das müssen wir dann entscheiden.
Gut. - Tschau.
* Glockenläuten *
Geraldines Herrenbergs Ex-Mann ist in einer Stunde hier.
Am Zoll kommen wir mit dem Essen nicht vorbei.
Dann setzen wir uns hier irgendwo hin.
(Chiara) Was war denn der Grund für Ihre Trennung?
Ach, ja. Gleich mitten rein, hm?
Wir können auch beim Kennenlernen anfangen. Dauert aber länger.
Ja, also ...
wenn man das immer so genau sagen könnte,
warum eine Beziehung zu Ende geht.
Einer der Gründe war sicherlich mein unerfüllter Kinderwunsch.
Darf ich fragen, konnte oder wollte sie nicht?
Es war ihr immer das nächste Projekt wichtiger.
Meine neue Partnerin, die Julia, die ist mittlerweile schwanger.
(Doro) Glückwunsch. - Ja.
Wie und wann erfuhr Ihre Ex-Frau von der anderen?
Was? Sie meinen, ich hätte meine Frau betrogen?
Ja.
Das war sie. Lange bevor ich Julia kennengelernt habe.
Sie hat mich betrogen.
Mit wem?
Hat sie mir nie verraten. Aber sie hat es zugegeben.
Und dann ist es eskaliert?
Ja. Nein!
Wir haben uns getrennt.
Ganz einvernehmlich. Wie Freunde. Wie Erwachsene.
(Doro) So was gibt es?
Ja.
Es war nicht leicht.
Geraldine und ich waren dann bei so einer Dings da,
so einer Scheidungsmediation.
Um was zu klären?
Dass jeder auf Ansprüche und Unterhalte verzichtet.
Schriftlich, ohne nachzutreten.
Gibt es das Papier irgendwo? - Ja.
Aber, ich meine, ich hab das jetzt nicht dabei.
Aber das finden Sie bestimmt auch bei Geraldine.
Und wozu ließ Geraldine eine Auskunftssperre errichten?
Was? - Beim Einwohnermeldeamt.
Die gab's? - Ja.
Dann hat sie vor irgendjemandem Angst gehabt.
Mhm.
Ja, sicher nicht vor mir.
Mir hat sie die Adresse ja dagelassen.
In welcher Form? - Auf einem Zettelchen.
Und wollte die irgendwann mal jemand von Ihnen haben?
* beklemmende Musik *
(Doro) Wir müssen rausfinden,
mit wem Geraldine Herrenberg ihren Ex betrogen hat.
(Chiara) Oder es hat doch was mit ihrer Arbeit zu tun.
Wir sollten mal mit dem Chef von ihrer alten Firma sprechen.
Der heißt Terstappen.
Er spielt hier gerade ein Golfturnier.
Die Firma ist da Sponsor. - Von wegen Treffsicherheit und so.
Er meinte, wir können ihn da sprechen. Das ist ...
Ach ja. Ich kenne den Weg. Lass stecken.
(Mann) Bravo. Sehr gut. * Applaus *
(Chiara) Danke für Ihre Zeit.
Nach so einer Nachricht kann ich eh nicht weiterspielen.
Wurde Frau Herrenberg irgendwie Form bedroht,
als sie noch bei Ihnen gearbeitet hat?
Konkret ist mir nichts bekannt geworden.
Und allgemein? War sie gefährdet als Geheimnisträgerin?
Wie meinen Sie das?
Sie hat während ihrer Anstellung bei Ihnen
nebenher an einem neuen System gearbeitet.
Nebenher? - Trauen Sie ihr das nicht zu?
Doch. Geraldine war ein Genie. Aber eben auch Perfektionistin.
Wenn sie intern Neues präsentierte,
war es stets beeindruckend und weit durchdacht.
Also konnte man davon ausgehen,
dass sie wichtige Arbeitsunterlagen zu Hause hatte?
Nein, sicher nicht. Das hätte ich sofort unterbunden.
Wir haben klare Regeln zum Schutz der Firmengeheimnisse.
Industriespionage? - Ja.
(Doro) War jemand spezifisch an Frau Herrenberg dran?
Das kann schon sein. Ich weiß es aber nicht.
Ihre Sicherheitsabteilung weiß bestimmt mehr. - Ja, vielleicht.
Können wir mit denen sprechen?
Da bitte ich um Verständnis.
Etwaige Berichte sende ich Ihnen gern zu.
Sensible Firmendaten müsste ich allerdings zensurieren.
Warum lässt man so einen Genie gehen?
Hätte ich ihren Tod verhindern können,
indem ich ihr noch mehr Geld und Boni bei uns biete?
Manchmal hat man es nicht in der Hand, oder?
Wenn der Wunsch nach Veränderung kommt. Tapetenwechsel.
Hatte die Kündigung vielleicht etwas mit ihrer Scheidung zu tun?
Da kann ich nur spekulieren.
Das bespricht man selten mit dem Chef.
Dann spekulieren Sie mal.
Ja, das kann schon sein.
Die beiden waren offensichtlich per du.
Wieso erzählt sie ihm nicht von der Bedrohung,
wenn die berufliche Gründe hat?
Vielleicht war die Bedrohung noch zu diffus.
Aus Angst, er würde sie nicht ernst nehmen. - Klingt plausibel.
Wasser? - Gerne.
* düstere Musik *
* spannungsvolle Musik *
Ja, noch zwei, drei Stunden. Kriminaltechnik ist da.
(Neuroth) Ja, ja. Wir kriegen das hin.
Ich habe den R-27 D gecheckt.
Ja, die Keynote baue ich mit den Leuten aus der R&D zusammen.
Ja, doch, doch, doch, doch. Ja.
Doro, hier ist die Mediationsvereinbarung. - Oh.
Ist tatsächlich alles friedlich gelaufen, wie er es gesagt hat.
Siehst du, gibt's ja doch. Gut für ihn.
Polizei St. Gallen.
Ein Antrag auf Kontaktverbot.
"Leider gibt es momentan nicht ausreichend Beweise,
die ein Kontaktverbot rechtfertigen würden.
Da steht nirgendwo, wer sich ihr fernhalten sollte.
Sie raten ihr, ein Protokoll ihrer Gefährdung zu führen.
Wetten, das war ein Mann?
Gezeichnet, Rudi Pfister, WMMBV.
Wachtmeister mit besonderer Verantwortung.
Eher gar keine Verantwortung.
(Neuroth) Ja.
Sie wird schon ein Protokoll geführt haben, nur wo?
Ja, mach ich.
(Neuroth) Verdammt! - Und? Fehlt was?
Ach, ein Desaster, wenn Sie es genau wissen wollen.
Vorgestern um 17.33 Uhr wurde alles Wichtige
auf ein externes Gerät kopiert.
(Doro) Hätte man das nicht besser sichern können? - Natürlich!
Natürlich, hätte man. * Er seufzt. *
Neulich gab es einen Vorfall in einer anderen Firma.
Wir sind komplett im Visier der Geheimdienste.
Warum habe ich sie nicht dazu gezwungen,
alles nur im Büro zu erledigen?
Der Mensch ist die größte Schwachstelle im System.
Sie hat doch schon in der Schweiz begonnen,
dieses Vogeldrohnennprojekt zu entwickeln.
Ist es möglich, dass sie da schon bedroht wurde?
Möglich.
Nur durch Geheimdienste? Oder auch Privatfirmen, Kriminelle, Militär?
Ja, ja, ja und ja.
Ist alles denkbar, ist alles schlimm.
Entschuldigen Sie mich bitte.
'n Abend.
Hallo.
Du, Sarah, wir bräuchten eine Datei.
Die Ingenieurin hat ein Gefährdungsprotokoll geführt.
Auf ihrem eigenen Rechner? - Vermutlich.
Okay, ich tu mein Bestes.
Weißt du schon was zu Schillers Handy?
Doro, ich hab zwar so viele Herzen wie ein Oktopus,
aber wirklich nicht so viele Arme.
Drei Herzen? Acht Arme? Neun Gehirne? Ein Oktopus.
Ich tu mein Bestes, versprochen.
So, wir nehmen uns jetzt noch mal alle Unterlagen vor.
Es muss einen Hinweis geben.
Ist auch schon relativ spät, hm?
Ach kein Problem, das kriegen wir hin.
Wollen wir nicht vielleicht doch morgen mit frischem Kopf?
Ich bin total fit.
Ich werde zu Hause erwartet.
Na dann bis morgen, hm?
Bis morgen.
* ruhige Musik *
Und dann so ausdrücken?
Genau. Irgendwann blubbert es.
* Blubbern *
* Musik läuft weiter. *
* Sie seufzt. *
* Musik läuft weiter. *
* Musik verklingt. *
Whoa.
Guten Morgen. Hast du hier übernachtet?
Mhm. Ich war vorhin 'ne Runde schwimmen.
Ich hab hier die Kontoauszüge und Steuern der letzten zehn Jahre.
Petra Schiller hat doch ihren Mann zwei Jahre gepflegt.
Da war seine Firma schon insolvent. Er hat ihr nichts vererbt.
Pflege wird auch nicht belohnt. - Sie war im Dispo.
Und wenn man kurz vor der Privatinsolvenz steht,
wird man käuflich.
* Klopfen * (Schlegel) Ja.
Morgen. - Morgen
Wir sollten den Verfassungsschutz einschalten.
Gibt's neue Erkenntnisse?
Geraldine Herrenberg wurde wohl schon in der Schweiz bedroht.
Wir haben bei Petra Schiller eine Menge Bargeld gefunden.
Vermutlich Bestechungsgeld, für die Adresse.
Vermutlich.
Ich weiß nicht, ob die schweren Geschütze uns weiterhelfen.
Wirtschaftsspionage durchs Ausland ist ein ernstzunehmendes Problem.
Natürlich. Aber erst mal machen wir unsere Arbeit.
Gute Beweissicherung. Bevor wir uns fremde Leute ins Haus holen, oder?
Sarah? - Mhm.
Sarah.
Schau mal, das habe ich im Schrank der Beamtin gefunden.
Kümmerst du dich drum? - Klar.
Voll mit Geld. - Oh, là, là.
Sag mal, war von euch noch niemand in ihrem Haus?
Ich hab gerade jemanden losgeschickt. Ist viel zu tun.
Da hab ich erst mal mit den Tatorten begonnen.
Und nebenbei noch unser Fundstück aus dem See repariert.
Hier. Ich müsste alle Handydaten gerettet haben.
Schau mal, hier.
Viermal eine niederländische Handynummer ohne Namen.
Niederlande. Hoffentlich kein Prepaid.
Eins der wenigen Länder,
indem man Prepaid-Karten anonym kaufen kann. - Krass.
Sie hat der Nummer auch geschrieben. Lüscherweg 12.
Herrenbergs Adresse. Die hat sie wirklich verkauft.
Und dann noch mal an dem Tag nach dem Mord an Frau Herrenberg
vor ihrem eigenen Tod.
"Ich weiß jetzt, wer Sie sind." - "Ich weiß jetzt, wer Sie sind."
Sie hat seinen Namen rausgefunden.
Gibt's mehr dazu? Fotos?
Jetzt von der Nummer nicht, aber Fotos im Allgemeinen schon.
Hier.
Yoga Till. Der sich angeblich nicht mal ihren Namen merken kann.
(Sarah) Und das. Tada.
* Er knurrt animalisch. * Hier noch mal ganz.
(Schilling) "Oha. Der Tiger." - (Gröschner) "Oh ja!"
(Doro) Okay, danke.
(Chiara) Ich hab mir ihren Browserverlauf angeschaut.
Sie hat sein Spendenprojekt in Sri Lanka überprüft.
Von Yoga-Till? - Ja.
Sein Prospekt ist aus dem Netz zusammengeklaut.
Das Waisenhaus gibt's gar nicht.
Der wollte sie abziehen. Sie hat es durchschaut.
Und er hat ein Dauervisum für Thailand beantragt.
Da ist jemand auf dem Sprung.
Sarah. - Danke.
Happy Hunting.
* spannungsvolle Musik *
Herr Gröschner?
Tag. - Wir sind gerade mitten in einer Behandlung.
Und wir mitten in einer Ermittlung. Sie wandern nach Thailand aus?
Ach so ... Also, das würde ich jetzt so nicht behaupten. Bitte.
Na ja, Dauervisum und vom Geld ihrer Frauen leben.
Was? Nein ...
(Doro) Wir haben Videos von Ihnen und Frau Schiller gesehen.
Was?
Wieso haben Sie diese Beziehung verschwiegen
und so getan, als wüssten Sie nicht mehr, wie sie heißt?
* Er seufzt. *
Was lief mit Geraldine Herrenberg? - Nichts. Da lief gar nichts.
Mhm.
Und wenn wir die da fragen, ob Sie mit ihr auch ein bisschen...
Ja, okay. Aber nicht mit Geraldine.
Wieso? - Wie, wieso?
Sie scheinen nichts auszulassen.
Ja, aber Geraldine hat irgendwie zugemacht, wenn es emotional wurde.
Da war wohl was in ihrer Schweizer Vergangenheit.
Was haben Sie besprochen bei dem Treffen vor ihrer Ermordung?
So ganz allgemein über mein Waisenhaus in Sri Lanka.
Hm. Das nie existiert hat.
Und genau das hat Ihnen mindestens eine der Toten nachgewiesen.
Alles fake. Ihr gesamter Auswanderungsplan wäre geplatzt.
Sie verlassen Überlingen erst mal nicht.
* Er lacht ungläubig. *
Ach, Till ... - Sch ...
Ach, Inge.
Bestünde doch die Welt nur aus uns zwei.
Das wäre am schönsten. - (Frau) Mhm.
Ich würde ihn mitnehmen, aber wir haben nichts gegen den in der Hand.
Keine Tatwaffe, gar nichts.
Aber er wusste auch von der Bedrohung aus der Schweiz.
Das kann er auch nur gesagt haben, um von sich abzulenken.
Tatsache ist: Er bringt die Frauen um ihr Geld.
Und wenn sie ihm auf die Schliche kommen, bringt er sie um?
Die Funkzellenabfrage ist mal wieder bei mir gelandet.
Du bist doch der Chef.
Gibt's was Neues?
Möglicherweise waren beide Frauen Opfer eines Finanzbetrügers.
Was ist mit der Industriespionage? - Ist genauso möglich.
Mhm. - Danke.
Da, es gibt nur eine Doppelung.
Dass ist dieselbe Nummer, der Petra Schiller geschrieben hat.
Zu wem gehört die?
Fuck. Prepaid.
Okay, zurück. Petra Schiller verkauft dem Täter die Adresse.
Warum will er Sie oder Sie ihn danach noch mal treffen?
Weil er Angst hat, dass sie gegen ihn aussagen könnte.
"Ich weiß jetzt, wer Sie sind." - Ja.
Fuck.
* Sie seufzt. *
Fantastisch.
Chiara, kommst du mal?
Der Spielbericht von deinem Sohn? Machst du das nicht lieber später?
Hier ist mein Sohn, sehr groß.
Aber Petra Schiller hat sich für was anderes interessiert.
Ist dir irgendwo so ein Ausschnitt aufgefallen?
Nee.
* spannungsvolle Musik *
Ja, Flo, pass mal auf.
Hast du noch diese Zeitung mit dem Spielbericht?
Super.
Und steht in beiden das Gleiche drin?
Terstappen.
Danke. Ich schulde dir was. - Gern geschehen.
(Chiara) Wir brauchen Beweise.
Habt ihr das Gefährdungsprotokoll? - Nein.
Cloud, Festplatte, alles durchkämmt. Nichts.
Eine Spur, die zusammen mit diesem Waffenabdruck
einen Sinn ergibt?
Was ist das denn für eine Waffe? - Ja. - Wenn wir das wüssten.
Darf ich mal? - Klar.
Schauen wir mal ...
Wartet mal ganz kurz.
Hier.
Das war ein Golfschläger. - (Doro) Fuck.
Ich gebe die Daten gleich an Eisen für den Oberflächen-Scan.
Ich weiß, wo Herrenberg ihr Gefährdungsprotokoll hat.
Wo? - Immer in Reichweite.
* spannungsvolle Musik * Da sind auch noch welche.
"Dienstag, T. 07:05 Uhr vor Haustür." Da ist das Protokoll.
Da. "Dienstag, 12:20 Uhr.
Total erbärmlich, wie mein Nein an seinem Ego kratzt."
Die beiden hatten wohl eine Nacht was.
Dann hat es er nicht verkraftet, abgewiesen zu werden.
Steht da auch ein voller Name? - "T.
Montag, 18:05 Uhr. T. 18:20 Uhr."
Der hat sie rund um die Uhr gestalkt und bedroht.
"T."
Da, Terstappen.
* spannungsgeladene Musik *
Danke. - Super, danke.
(Doro) Eine Festplatte.
Das Prepaid-Handy.
An welchem Loch spielt er jetzt? - 18.
So, Freunde,
jetzt kommt ein Hole in One auf einem Par 4.
* temporeiche Musik *
Herr Terstappen.
Läuft's? - Danke, ja. Was gibt das jetzt?
(Doro) Spielpause. Ein bisschen zurücktreten.
Ein bisschen zurück, danke.
Finger weg!
Tatwerkzeug in zwei Mordfällen.
Sofort zurück! - Ganz langsam den Schläger runter.
Ich möchte die Runde zu Ende spielen.
Sie spielen noch ganz andere Runden.
Das wird sich alles aufklären. - Ganz bestimmt.
Wir haben aus Ihrer Caddybox
Handy und Festplatte mit Raubdaten.
Geraldine schreibt über Sie:
"Total erbärmlich, wie mein Nein an seinem Ego kratzt."
Ich wollte nur mit ihr reden.
Mehr nicht.
Warum sie einfach abgehauen ist.
Sie hat mich getäuscht und betrogen.
Mit mir kann man so nicht umgehen!
Ich hab sie geliebt.
So, danke für Ihre Geduld. Schönes Spiel noch.
* langsame rhythmische Klänge *
* ruhige Gitarrenmusik *
Selten habe ich jemanden so gerne in den Knast gebracht.
Ich habe selten jemanden in den Knast gebracht, aber den?
Der wäre davongekommen.
Aber er musste noch sein Turnier gewinnen.
Sprichst du mit Frau Herrenberg?
Ich muss noch was erledigen. - Ja, klar.
Danke.
Schönen Abend. - Dir auch.
* ruhige, rhythmische Musik *
Hallo, Mama.
* Musik läuft weiter. *
(Doro) Frau Herrenberg?
Wir haben den Mörder Ihrer Tochter.
* Sie seufzt schwach. *
Danke.
* Musik läuft weiter. *
Untertitel im Auftrag des ZDF, 2026
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