All language subtitles for Charite s02e02 Schwere Geburt

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Original subtitles

Lohmann, ich bin zu deinem Heimatschuss gekommen.

Ja, die Klappe.

Dieser Lohmann könnte sich seinen Heimatschuss selbst beigebracht haben.

Ich fliege ihn doch nicht zusammen, damit der Krienes ihn vor das

zerrt. Das wird er nicht weinen. Ich werde dafür sorgen, dass die Wehrmacht

mir ein Gutachten über Lohmann anfordert. Ja, die Front bleibt ihm also

Dauer ihrer Habilitation erspart. Das müssen sie aber auch liefern.

Nur dann kann ich sie als meine Nachfolger in Stellung bringen. Damit

der Doktorarbeit fertig werde, müsste sich das Kind schon sehr viel Zeit

Es macht keine Anstalten, sich im kleinen Becken einzustellen. Arthur,

das stimmt fast nicht.

Blut.

Dr.

Waldhausen, Sie?

Nehmen Sie sie hin.

Gleich in den OP.

Notfallentbindung. Wo ist Professor Stöckel? Wir rufen ihn.

Warten Sie bitte hier.

Der Professor kommt gleich.

Der Muttermund ist vollständig eröffnet, aber die

Plazenta liegt davor.

Vorbereitung zur Notsession.

Sie musste Anja auch noch so runterputzen in ihrem Zustand.

Bloß wegen dieses Heimatschussgutachtens von Dekrinis.

Sie hat doch im Hörsaal nicht wegen mir die Blutung bekommen.

Entschuldige, ich stelle die Köpfe. Herr Professor Stöckel, eine Plakenta

Previa.

Es ist alles vorbereitet für einen Kaiserschnitt.

Es ist nur eine marginale Plazenta, Previa. Da kriegen wir das Kind dran

Wir machen keine Sektion.

Es geht schneller, wenn wir Christelle an.

Die Blutung steht ohnehin fast.

Der Kopf des Kindes übt genügend Druck auf die Plazenta aus.

Ihrer kleinen Tochter geht es gut. Meiner Frau?

Und ihrer Frau auch.

Sie hat aber viel Blut verloren und muss sich jetzt erstmal erholen. Ist ja

wunderhübsch.

Kein kleiner Arsch. Keine Sorge, wir machen Anne dich schon nach.

Das Röntgengerät bereit.

Natürlich.

Zehnjähriger Junge mit Helmatopneumatoax nach Granatsplitterverletzung.

Ferdinand? Ja, worauf wartet ihr?

Überdruck aufbauen.

Fünf Zentimeter Wassersäule.

Thorakale Granatsplitterverletzung, Hämatopneumothorax. Ich lokalisiere

die Fremdkörper in der Lunge.

Knopf dran, Null, Pinzette.

Zur Fetzung einer Bronchialwine im Unterlappen an der Einmündung zur Wiener

Azigos.

Klemmen.

Puls. 180.

Atemfrequenz. 45.

Der kommt in Schock.

Halt den Oberlappen ab.

Gib den Oberlappen an, Mann. Ich seh nix.

Puls immer noch 180.

Das wird nichts. Komm, wegdreht.

Du übernimmst.

Halt mir die Apicalis -Segmentation hier frei.

Gut so.

Hier.

Halt die Bezirke.

Puls stabilisiert sich.

Gut so.

Für die feine Gefäßnaht verwende ich schwarze Seide, die sich besonders gut

Untergrund abhebt.

Zur Führung benutze ich einen Nadelhalter mit spitzem Endteil.

Haben wir alle Splitter erwischt?

Das will ich nochmal überprüfen.

Ich setze keinen Magneten zur Suche ein, denn die Granatsplitter richten unter

Umständen noch sehr viel mehr Schaden an, wenn sie unkontrolliert durchs

Lungengewebe wandern.

Ich sehe keinen Metall mehr.

Gut, danke.

Die Blutung steht, wir machen wieder luftig zu.

Wir setzen die Bülow -Drainage und wir vergessen nicht die Tetanus -Impfung. Du

übernimmst.

Ja, zum Teufel bist du denn.

Wer ist das?

Schon heißt es, die Leute jetzt schon von der Straße weg.

Nicht ganz unbegabt für einen x -beliebigen Passanten von der Straße,

Darf ich dir vorstellen?

Prof. Adolphe Jung aus Straßburg, Prof.

Sauerbruch.

Endlich Verstärkung. Mann, wenn du nicht gekommen wärst, meine Frau hätte mir

den Führer noch als Hakenhalter untergeschoben.

Du, aber du bist richtig gut.

Und deshalb werde ich dich fortansetzen.

Was ist das?

Das muss ich melden.

Der Junge weiß doch gar nicht, was das bedeutet.

Die Briten haben das tausendfach über der Stadt abgeworfen. Das Wichtigste ist

doch, dass er überlebt hat und gesund wird. Genau.

Trotzdem.

Dann muss ich eben dich melden.

Na,

endlich Futter für deine Warnkartei.

Martin ist kein Umgang für Sie.

Der muss jede Woche bei der Kripo antanzen. Wer weiß, was der ausgefressen

Jedenfalls muss ich den Vorfall jetzt melden.

Und Sie gebe ich als Zeugen an.

Es gibt auch wirklich Wichtigeres.

Was denn?

Der neue Film mit Heinz Rühmann zum Beispiel.

Na gut.

Nicht anfassen.

Ihr Sohn hat alles gut überstanden.

Aber es wird sicher noch eine Weile dauern, bis er aufwacht.

Seitdem sein Vater nicht mehr da ist, macht der Junge, was er will.

Und sein Freund Karl ist jetzt tot.

Nimm ihn.

Eine Elsässer?

Professor für Chirurgie von der Universität Straßburg.

Nach der Besetzung wollte er nicht mit den Deutschen zusammenarbeiten. Deswegen

hat man ihn zwangsverpflichtet. Ja, einmal Renaud.

Du musst ihn gut im Auge behalten.

Bitte kommen Sie rein, wir haben Sie extra vorbereitet.

Oh, Kolbe, Sie schon wieder.

Halten Sie meine Fritsche wieder vom Arbeiten ab, ja?

Langsam glaube ich, dass Sie eine Depontage des Außenministeriums hier in

Vorzimmer eröffnet haben. Das wäre sicher von Vorteil. Sie haben ja mehr

internationale Kontakte als mein Chef Rüppchentrop.

Rüppchentrop.

Trinken Sie ein Glas Pampania mit uns?

Wir wollen auf den Einstand meines Kollegen Prof. Jung antun. Ein Profiteur

ich dir nicht mehr.

Was ein Skandal ist. Dass Sie hier nur als Assistent eingestuft werden, konnte

selbst mein Mann nicht verhindern. Und das mag was halten. Ich muss leider

wieder ins Ministerium. Was aber schade. Ja.

Ein echter Zahlinger.

Il s 'appelle Tanger.

Ja, von mir aus. Ein Freund meiner Söhne hat ihn aus Frankreich mitgebracht. Er

ist in der Champagne stationiert.

Hoffentlich keine Plünderung. Gut. Die Versorgungslage hier in der Stadt ist

schlecht geworden.

Und ich fürchte, Sie bekommen nur die Lebensmittelmarken einer

Das bin ich ja auch.

Mein lieber Jung, ich will aber nicht, dass das zwischen uns steht. Für mich

sind Sie ein renommierter Kollege.

Ihre Sympathikusschirurgie.

Da kann sich sogar der große Sauberbruch noch etwas abschauen.

A votre santé.

A votre santé.

Heil Hitler, Doktor Jung, ich bin Professor de Krinis.

Sie erinnern sich?

Natürlich. Sie kennen sich.

Ja, ja, wir haben vor dem Krieg wegen eines interessanten Falls von

chirurgischer Intervention zweiten Dorsalganglion korrespondiert. Ganz

Auf gute Zusammenarbeit.

Haben Sie eigentlich meine neue Schrift über den menschlichen Gesichtsausdruck

und seine diagnostische Bedeutung gelesen?

Ich richte meins.

Ich überlasse Ihnen gerne ein Exemplar.

Überhaupt, kommen Sie doch zu mir in die Psychiatrie. Ich würde einen so

versierten Nervenchirurgen wie Sie mit Kusshand nehmen.

Also, wenn Sie mir meinen heißersehnten Neuzugang absperrstig machen wollen,

dann machen Sie Bekanntschaft mit meinem Skalpell.

Hilfe, jetzt fürchte ich mich aber.

Hier wohnt das Ehepaar Waldhausen. Das ist die einzige Ärztewohnung hier oben.

Wenn Sie irgendetwas brauchen, lassen Sie mich bitten.

Der Chef legt guten Wert darauf, dass Sie sich hier wohlfühlen.

Bitte schön.

Kein Vortritt.

Aber meine Frau soll hier liegen.

Dr. Waldhausen.

Dr. Waldhausen.

Ich habe ihr Frau als Bettnachbarin hier untergebracht, weil also in der Suite

liegt zur Zeit Frau Goebbels nach einer Fehlgeburt.

Es ist nicht auszuschließen, dass sie suizidal ist. Daher halte ich es für das

Beste. Sie hat rund um die Gesellschaft.

Und Ihre Frau ist mit ihrer positiven Ausstrahlung dafür natürlich ideal.

Vielen Dank.

In Ordnung, Herr Obersturmbannführer.

Herr Hitler,

Frau Reichsminister.

Ich bin der Ehemann, Dr. Waldhausen.

Wie geht es dir?

Gut. Ich bin nur furchtbar erschöpft.

Hast du sie gesehen?

Ja.

Sie ist genauso schön wie du.

Und? Bleibt es bei Adolf? Oder sollen wir sie doch Karin nennen?

Ich soll dich von allem Glück wünschen.

Auch vom Professor Besser.

Dem habe ich natürlich vorgeschrieben, dass er so ein schönes Kind noch nie

gesehen hat.

Jetzt erhole ich erst mal.

Von Blumen versteht er wirklich nichts.

Aber er schenkt wenigstens welche.

Aber die sind vom Führer. Der hat auch das Versöhnungskindchen befohlen, das

gerade verloren habe.

Ich dachte, Sie und Ihr Mann, Sie sind so ein glückliches Paar. Nur für die

Wochenschau, meine Liebe.

Kennen Sie den Witz, der über meinen Mann kursiert?

Er ist eine Kaulquappe.

Großmaul mit Schwanz.

Aber erzählen Sie den nicht weiter. Darauf steht die Todesstrafe.

Das Corpus Delicti.

Und deswegen muss ich mich opfern und mit Schwester Christel ins Kino.

Seht mal.

Dies ist der Text eines deutschen Flugplatzes, von dem ein Exemplar nach

gelangt ist.

Studenten der Universität München haben es im Februar dieses Jahres verfasst und

in der Universität verteilt.

Sechs von ihnen sind dafür hingerichtet worden.

Sie fragen, wie lange wir noch zusehen wollen, wie Hitler die deutsche Jugend

opfert. Ich finde, Sie haben völlig recht.

ist er mit Lohmann tatsächlich wegen Wehrkraftsersetzung zum Tode verurteilt.

Auf der Inneren liegt einer aus seiner Einheit, der es mir erzählt.

Wer hätte ihn sterben lassen sollen, Otto?

Selbstmord ist allemal besser, als ehrlos am Fleischerhaken erhängt zu

Ich bin schuld.

Brotmahlzeit soll nicht länger als 20 Minuten dauern. Das genügt.

Sie sollten anfangs nicht ohne Uhr stillen.

Wenn Sie die kleine Länge an der Brust lassen, so gewöhnen Sie sich daran,

herumzubummeln und nur zu lutschen, ohne zu saugen.

Ich hole Sie dann nachher wieder.

Sie wollen wirklich selbst stillen?

Ja.

Das ist doch das Natürlichste der Welt.

finden unsere Männer.

Aber Hängeposen finden sie dann wieder doch nicht so schön.

Ich beneide sie.

Sie haben doch selbst so viele wunderbare Kinder.

Ja, aber sie haben studiert.

Und einen Beruf.

Ich war immer nur die Trophäe bedeutender Männer.

Ich bin froh, ich müsste nicht gleich wieder arbeiten.

Das geht nicht anders. Die Männer müssen ja alle wieder in die Front.

Ich volontiere erst mal in der Kinderstation.

Da kann ich die Kleine mitnehmen und die Schwestern kümmern sich dort um sie.

Und nach dem Krieg? Ich glaube nicht, dass ich dann weiter arbeite.

Otto verdient ja genug und ich will mindestens genauso viele Kinder haben

sie. Wieso haben Sie denn dann studiert?

Mein Vater ist 1918 kriegsversetzt zurückgekehrt.

Damals konnte man den Kriegshütterern auch nicht helfen. Er hat sich

Von da an musste Mutti meinen kleinen Bruder und mich alleine durchbringen

einen richtigen Beruf.

Sowas wird mir nicht passieren, falls Otto mal was zustößt.

Dann suchst du dir eben einen neuen Schätzchen.

Ihnen als Krankenschwestern kommt eine besondere Verantwortung im Hinblick auf

die Erbgesundheit unseres Volkes zu.

Ziel ist es, die Geburtenfreudigkeit der Erbgesunden zu heben und den Nachwuchs

Erbkranker zu verhüten. Gerade bei der Frage der Sterilisation genetisch

ungeeigneter Subjekte hat sich Herr Professor Stöckel hier in der Charite

verdient gemacht.

Ich als Kinderarzt bekomme ja oft die kummervollen Resultate zu sehen, die

falsche Gattenwahl entstanden sind.

Dabei ist der Erbwert einer Person vor allem abhängig von der Beschaffenheit

seiner Sippe und nicht von seinem persönlichen Erscheinungsbild und

Gesundheitszustand. Mhm, das sieht man ja am Lehrbild so, wie der aussieht,

würde man nicht denken, dass der zur Auslese gehört.

Ah, die Kinder, wie auch immer.

Ihre Auskünfte über Erbkranke und Asylskale an das Gesundheitsamt sind die

Grundlage für die Sippenregistratur. Erweiterung nach, das ist bestimmt noch

viel niedlicher.

Vor allem die Erfassung von behinderten Kindern ist äußerst wichtig.

Zum einen entscheiden Erbgesundheitsgerichte anhand dieser

mögliche Unfruchtbarmachung der Eltern. Zum anderen können so diese Kinder in

entsprechende Kinderfachabteilungen eingewiesen werden.

Die Bauarbeiten am Hausbunker sind fast abgeschlossen. Gut.

Und Ihren Kindern geht es gut in Lanke. Sie lassen grüßen.

Ich vermisse die Kinder unendlich. Ach ja. Und Ihr Schuhmacher kann Ihre

Bestellung jetzt doch ausführen.

Er darf wieder Krokodilleder verwenden. Gut, gut, gut, gut. Und vergessen Sie

sich nicht bei der Bezugsscheinstelle zu melden wegen der Strümpfe. Mir als

Rotkreuz -Schwester steht eine Sonderreaktion zu.

Ja.

Ja.

Frau Minister Goebbels, wir sollen Sie in die Schutzräume der Reichskanzlei

bringen.

Wir haben Informationen über eine bevorstehende Luftwarnung von der

Jägerleitstelle Döberitz. Aber es hat doch noch gar keinen Voralarm gegeben.

Der Rest erfährt es früh genug.

Bedienen Sie sich, Annie.

Es wird sehr kalt, bis ich auf der Reichskanzlei zurückkomme.

Im Führerbunker, da wird sicher das Adlon.

Das ist auch nicht schlecht.

Nachfolgend hören Sie Ausschnitte einer Rede von Thomas Mann.

In deutschen Lazaretten und Krankenhäusern werden die schwer

zusammen mit alten, gebrechlichen Geisteskranken durch Giftgas zu Tode

2000 von 3000, so erzählt ein deutscher Arzt, in einer einzigen Anstalt.

Das tut dasselbe Regime, das vorgibt, einen Kreuzzug christlicher Gesittung

gegen den Bolschewismus zu führen.

Heute weiß es nichts als Völker - und Massenmord.

Dr. Jung, ich weiß nicht, ob Sie das aus Straßburg kennen, aber das ist

Luftgefahr 25. Also noch 25 Minuten bis zum Angriff. Kommen Sie.

Vergessen Sie nicht, den Rennknopf zu fassen.

Besser, Sie schließen die Tür ab, wenn Sie Radio hören. Die Familie Waldhausen

und Schwester Christel, die auf dem Flur glauben, nämlich immer noch an den

Endsieg. Kommen Sie, die Patienten müssen runtergebracht werden.

Kann ich nicht auch in den Keller mitkommen?

Du darfst doch nicht aufstehen. Das ist viel zu gefährlich. Ich habe Angst. Ich

will mit in den Keller kommen.

Können wir nicht doch irgendwie runterbringen?

Wir haben keine Tragen. Ich will aber nicht hierbleiben.

Hilf mir.

Emil, festhalten.

Drei, ein, drei, drei.

Emil.

So bleiben die Bettlägerigen völlig ungeschützt hier oben.

Unsere Träger sind alle an der Front.

Herr Professor, ich möchte oben bei den Kranken bleiben.

Mädel, da oben gibt es doch niemals Splitterschutz.

Aber die Kranken haben Angst.

Wir versuchen, sie zu beruhigen.

Ja gut, meinen Segen hast du.

Was macht ihr denn da?

Seid ihr wahnsinnig geworden?

Wollt ihr, dass die Gefäßnähte raufgehen?

Der Junge muss im Bett bleiben.

Nein, ich will mit.

Ich will auch in den Keller.

In den Keller kommen aber nur Kinder, die nicht weinen.

Du bist aber schon ein großer Junge, oder?

Behandelt ihn wie ein hohes Ei. Wenn eine der Nähte aufgeht, dann gnade ihm

Gott.

Frau Margot, es könnte sein, dass ich schwanger bin.

Die Tipp von Dorf des Außenministeriums?

Fritz, habe ich gar nicht davon erzählt.

Ich kann auf gar keinen Fall ein Kind kriegen.

Verstehe.

Dann brauche ich morgen Urin von Ihnen.

Aber ich weiß gar nicht, ob die im Labor noch Apothekerfrösche haben.

Frösche?

Oder Kröten. Wenn man einem männlichen Tier Urin einer Schwangeren unter die

Haut tritt, dann produziert es Spermien.

Viel sicherer zu testen, oder?

Wenigstens wird der OP -Bunker bald fertig. Dann kann man auch während einem

Angriff operieren.

Hier. Als ich den Bunker 39 befordert habe, da haben die

mich im Luftschutzamt ausgelacht.

Jetzt trink mal was.

Haben Sie Familien, Elsa?

Ja.

Die bangen dann sicher um Sie.

Sie? Ja, einen Sohn.

Der lebt seit dem Tod meiner Frau in Südafrika in einer Pflegefamilie.

Das weiß ich.

Hat irgendjemand meine Frau gesehen?

Keller der Frauenklinik ist hier nicht.

Ist nicht hier.

Sie wird wohl nicht jetzt gerade da draußen spazieren, oder?

Nein, Professor.

Ich habilitiere mich gerade mit einer Versuchsreihe zur Tuberkulose -Impfung.

Aha, auf den Spuren unseres großen Robert Koch. Bist du schon Probanden?

Patienten in der Kinder -Nerve -Klinik Wiesengut.

Ich habe im Reichsforschungsrat Sachbeil beantragt. Das Projekt ist schließlich

kriegswichtig und ich dachte, Sie als Fachmann... Ich wäre auch umso besser

aufgehoben gewesen.

Ich bin doch nie liegen geblieben. Auch wenn der Abbruch noch so tobt.

Na, das muss ja wahre Liebe sein.

Ihr Mann sucht so auf die Wochenstation und Sie laufen hierher.

Dann kann ich ja noch rüber zu Ihnen. Nee, die Schotten sind dicht.

Und Sie sollen sich auch nicht so abjagen.

Sie sehen aus wie Braunbär mit Spucke.

Die deutsche Lufterschaft ist in der Herbststätte.

Lassen Sie mich wieder hoch, meine Damen und Herren.

Auf drei.

Sekunde.

Eins, zwei, drei.

Dr. Jung, schnell.

Kommen Sie schnell.

Die Kleurei ist wohl wieder eingehissen. Er hat einen neuen Thorax. Bring ihn

sofort in die OP.

Vorsicht. Vorsicht.

Notfall.

Ich assortiere ihn.

Vorsicht.

Die rechte Lunge ist fast vollständig kollabiert.

Welches Trainingssystem benutzen Sie?

Bülow. Gut, damit bin ich vertraut.

Scheint eine Gefäßnaht aufgegangen zu sein.

Leiten Sie bitte die Überdrucknarkose ein.

Wir revidieren sofort.

Wir brauchen einen Blutspender, der... Ich bin Universalspender.

Ich habe Blutgruppe 0.

Na gut, schnell.

Wir machen eine Direktblutspende.

Ich besuch's im Städt.

Der Chef hätte es nicht besser bekommen.

Geben Sie noch 100 Milliliter. Das sollte dann genügen.

Gleich bist du erlöst.

Très courageux.

Merci.

Ich bin ein wenig dehydriert.

Wie wär's mit einem Bier?

Vielleicht gleich intravenös, hm?

Schönen guten Tag, Herr Jemrath.

Ich hab den Federvieh dabei mit einem schönen Gruß vom Verwalter. Danke,

Korbauf. Dafür kommt das hier raus nach Großröhrstorf.

Aber Vorsicht, Margot, das ist ja Ethepetete. Ist das meistens nicht drin.

Welche Luftangriffe?

Ja, ich meine, die Engländer haben da nur Heu abgeworfen.

Für die Esel, die noch an Enzig glauben.

Haben Sie Nachrichten von Ihren Jungs?

Friedl und Hans geht es gut, nur Peter liegt im Lazarett mit Gelbsucht irgendwo

bei Sorowiki irgendwas.

Ich hoffe, dass Sie ihn bald ausfliegen. Ja, Lux.

Soll ich den mit aufs Land nehmen?

Ich meine, jetzt, wo die Hundehaltung in der Stadt verboten ist. So weit kommt's

noch. Nee, nee, den füttern wir schön hier durch.

Um Himmels Willen, Kober, wieso denn Leben?

Zuchtgeflüge. Fällt nicht unter der Lebensmittelbewirtschaftung.

Das müssen Sie schon alleine abmolzen. Das ist Chefsache.

Das sagst du, als meine chirurgische Assistentin weiß ich, wie man andere

abmolzt. Willst du damit sagen, dass es das ist, was man beim großen Sauerbruch

lernt?

Ich glaube, die einzige Person, die keinen Respekt vor mir hat, ist meine

Das fand ich schon immer unwiderstehlich.

Wenn

man

dich einmal zum Messer werfen braucht, dann bist du nicht da.

Eine sektische Gans von meinem Familiensitz in Großröhrsdorf.

Ich hoffe, Sie können mit Ihren Artgenossen im Elsass mithalten.

Bien sûr.

Ich hoffe sehr, ich kann mich eines Tages revanchieren.

Eigentlich gebührt Ihnen keine Gans, sondern ein Orden.

Meine Frau hat mir davon berichtet, wie Sie ganz virtuos die Gefäßstruktur bei

dem kleinen Zimpf operiert haben.

Ich fand, er ist ein bisschen überflüssig gewesen zu sein. Und das

gar nicht.

Kennen Sie die Reden, die Thomas Mann in der BBC hält?

Unter anderem über die Aktion Gnadentod?

Ihr Kollege Dirk Rienes scheint nicht der Einzige zu sein, der darin

Was wollen Sie damit sagen?

Anna Scharitie findet sowas nicht da.

Sind Sie sicher?

Krankentötungen.

Ich habe bei Kriegsbeginn über Freunde davon erfahren.

Dietrich von Hansch, Dietrich Bonhoeffer, Hans von Donani.

Ich habe dann sofort bei Justizminister Gürtner protestiert.

Die Aktion wurde beendet.

Bei Thomas Mann klang das nicht so, als sei das ein abgeschlossenes Kapitel.

Ich will nicht glauben, dass sich deutsche Ärzte weiter daran beteiligen.

Wir haben andere Begriffe von unserer Verpflichtung gegenüber Kranken und

Hilfsbedürftigen. Wir sind alle dem hypokratischen Eid verpflichtet. Und wie

verträgt er sich mit dem Eid auf Ihren Führer?

Jetzt haben wir... Jung!

Jung, ich mag kurzsichtig sein, aber ich bin nicht blind.

Glauben Sie mir, wir haben inzwischen ernsthaft darüber nachgedacht zu

emigrieren.

Dann wären Sie jedenfalls in guter Gesellschaft.

Mein Mann ist kein Nazi.

Und nicht in der Partei.

Er ist Arzt und kein Politiker. In diesen Zeiten ist alles politisch.

Ein Volk, das solche Musik hervorbringt, kann nicht ganz verloren sein, oder?

Wie kommt Jung dazu?

Ich habe mein ganzes Leben meinen Patienten gewidmet.

Auch den jüdischen.

Jung Waldorf.

Aber er weiß auch, dass 33 alle Juden aus der Klinik entlassen worden sind,

dass du öffentlich protestiert hast.

Ich habe doch versucht zu helfen, wo ich konnte.

Und du sitzt inzwischen im Reichsforschungsrat und trägst

Und die Projekte, die heute über deinen Tisch gehen, die winkst du doch auch

einfach nur durch. Soll ich vielleicht die Forschungsfreiheit einschränken? Es

gibt aber Kollegen, die diese Freiheit nicht brauchen.

Du hast doch selbst erzählt, was Gebhard bei der Arbeitstagung Ost berichtet

hat. Über seine Sulfonamid -Versuche an Häftlingen.

Aber er hat mir versichert, dass alle Probanden rechtskräftig zum Tod

waren.

Was hält heute von rechtskräftig?

Herrgott, Margot, wir stehen im Krieg. Mein Sohn liegt todkrank im Lazarett.

weiß nicht, ob ich ihn lebend wiedersehe. Da kann ich doch von einem

erwarten, dass er sich an Versuchen beteiligt, die unseren Soldaten dabei

helfen, zu überleben.

Aber du hättest Gepard zur Rede stellen können. Er war dein Schüler.

Er ist General der Wachen, ist es.

Er steht militärisch im Rang über mir.

Öffentliche Kritik an der SS gilt als Vaterlandsverrat.

Erwartest du allen Ernstes, dass ich es auf meine Verhaftung ankommen lasse?

Eine Firma für Junggesellenbedarf.

Sowas gibt es doch nur im Film.

Aber das wäre doch fein.

Na gut, auf den Frühstücksbrotstreich am Rad könnte ich verzichten.

Aber der selbsttätige Strümpelstopfer, der ist schon ganz praktisch.

Eine Ehefrau wäre doch besser als ein selbstmädiger Strümpelstopfer.

Kommt schon auf die Ehefrau an.

Der Rühmann soll ja in erster Ehe mit einer Judin verheiratet gewesen sein.

Und der Goebbels hat ihn trotzdem spielen lassen.

So was kann sich auch nur ein Staatsschauspieler erlauben.

Kann denn wie jede Sünde sein?

Sie nehmen alles ein bisschen zu leicht.

Das ist nicht einfach im totalen Krieg.

Sehen Sie?

Wie ich gesagt habe, kommt das der Polizei.

Jede Woche muss er da hin.

Liebe Mutti.

Vor einer Woche habe ich dir ein Enkelkindchen geboren.

Wir sind beide wohl auf.

Was? Otto, schau mal. Ich muss dir was zeigen.

Stell dir vor, Lohmann ist hingerichtet worden.

Was stand in dem Gutachten von Dekrinis?

Das weiß ich doch nicht.

Er hat ihn mit Absicht hingehängt.

Dich hätte er auch hinhängen können. Hat er aber nicht gemacht.

Da muss ich mich wohl nochmal bei ihm bedanken.

Peter? Papa.

Peterchen.

Ich habe wirklich Angst gehabt.

Und jetzt bist du ja Gott sei Dank bei mir.

Ich komme aus der Hölle, Papa.

Der Krieg ist verloren.

Das ist wirklich so schlimm.

Ich habe ein Eid auf einen Erbrecher geschworen. Papa, was soll ich denn

Du wirst jetzt erstmal gesund.

Ein Besuch ist da. Mein Sohn kann jetzt keinen Besuch empfangen. Entschuldigung.

Ich kann nicht nochmal kommen. Ich bin auf dem Weg nach Tunesien.

Klaus.

Das ist Klaus Schenk, Grafen Stauffenberg, Papa.

Peter und ich sind zusammen im Oberkommando gewesen, bevor er in die

musste. Freut mich, Sie kennenzulernen. Ich habe schon viel von Ihnen gehört.

Peter, wie geht es dir?

Ihr müsst Abstand halten.

Es war die Hölle, Klaus.

Meine Division war genau dort, wo die Umfassungsfange der Russen zuging. In

letzter Minute sind wir nach Westen durchgebrochen und sind wir auch noch

reingekettelt worden.

Es sind so viele gefallen, Klaus. Das war Selbstmord. Das Ganze ist

So klar kann ich offen reden, er denkt so wie ich.

Er ist für Generaloberst A .D. Haller.

Er will ihn bei dir abholen.

Öffne ihn nicht.

Wir gehen jetzt nach Afrika?

Zu Rommel?

Ja. Als Generalstabsoffizier.

Offiziere mit deinem militärischen Weitblick.

Die brauchen wir doch dringend hier im OKW.

Die Züchter im Haukott, die sind gespenstisch.

Das Oberkommando. nur als unfähig, Hitler entgegenzustellen.

Ich halte es nicht mehr aus.

Es ist eine Flucht an die Front.

Was machst du denn hier?

Ja, einmal schon Feierabend. Ich kann jetzt hier schlafen.

Ist das mit deiner Prothese?

Ist nichts.

Drücken wir es, wenn ich komme morgen wieder. Komm schon.

Zeig mal.

Der Stumpf ist ja ganz bunt.

Gibst du mir mal bitte die Bohrsalbe? Du solltest die Prothese ein paar Tage

abnehmen, damit die Haut abheilen kann. Und in der Zwischenzeit balanciere ich

auf einem Bein, wenn ich die Betten mache?

Dann nimmst du so lange Dienst frei.

Hast du gesehen, wie Sauerbruchs Sohn aussieht?

Er hat verhungert.

Da wollen wir mal nicht weinerlich werden.

Immerhin hat sie die Gelbsucht zurück in die Heimat gebracht.

Hier wird er hoffentlich allen die Wahrheit über den Krieg erzählen.

Ich muss dich noch was fragen.

Was denn? Neulich nach dem Kino, da habe ich gesehen, wie du auf der

Polizeidienststelle gekommen bist.

Das war Quatsch.

Was soll ich denn bei der Polizei?

Du musst mich verwechselt haben.

Aber ich bin mir ganz sicher... Ich war das nicht.

Otto, ich habe dein Blut bekommen. Jetzt darf ich wieder nach Hause gehen.

Gern geschehen, Emil.

Das freut mich.

Sie werden Ihre Tabakbezugsscheine behalten können.

Ich komme gerade aus dem Labor und die Frösche lassen Ihnen aufrichten, dass

nicht schwanger sind.

Oh Gott, da bin ich froh.

Danke. Und das Außenministerium?

Fritz findet auch, dass Kinder besser nicht im Krieg aufwachsen.

Darum hat er seinen Sohn ja auch in Südafrika gelassen. Da würde ich meine

Tochter auch hinwünschen, wenn sie nächstes Jahr das Internat verlässt.

Darf ich eine Schnurren?

Natürlich.

Tournee -Royal?

Wollen Sie denn sowas Gutes, ja?

Fritz war gerade düngstlich in Bern.

Beneidenswert.

Für welche Abteilung des Ministeriums arbeitet er eigentlich?

Ich weiß es gar nicht.

Seine Arbeit ist geheim.

So, jetzt muss ich aber los.

Ich habe nämlich einen sehr strengen Chef, wissen Sie?

Ich auch.

Wiedersehen. Ach, Anne.

Sie werden mir fehlen.

Sie sind wirklich ein reines und unverdorbenes Geschöpf.

Ich hoffe, wir sehen uns wieder.

Und die lasse ich Ihnen hier.

Die sind doch vom Führer.

Er hätte sicher nichts dagegen.

Schließlich sind Sie ihm ja auch treu ergeben.

Und Anni, habe in den Tagen hier vielleicht ein paar Dummheiten gesagt.

Aber jetzt sehe ich klarer.

Damit Europa nicht dem Bolschewismus verfällt, müssen wir bis zum Letzten

kämpfen.

Jeder an dem Platz, an den ihn das Schicksal gestellt hat. Und mein Platz

der Seite meines Mannes.

Sieg Heil.

Sieg Heil.

Herein.

Herr Hitler vom Reichsminister. Der Gemahl.

Stört euch gerade? Überhaupt nicht. Ich wollte mich gerade verabschieden.

Sie sind so ein schönes Paar, die beiden.

Alles Gute für Sie.

Und das Kind.

Das Erste.

Vielen Dank.

Gut, dann war das.

Arthur.

Ich muss dir was zeigen.

Vielleicht täusche ich mich auch bald schon mal hier, die...

Wie Fontanella.

Das hätte ich mir nicht vorgewölbt.

Der Hinruf ist zu hoch.

Bedeutet das, dass ihr einen Wasserkopf kriegt? Wir müssen auf jeden Fall was

machen, bevor... Bevor was?

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