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Hey.
Schau mich an.
Es wird alles gut.
Im Namen der Familie Vandael möchte ich Sie alle willkommen heißen.
Wir haben uns heute hier versammelt, um Abschied von Patrick zu nehmen.
Ein geliebter Vater,
Sohn,
Ehemann und Freund.
Was für ein schöner Tag, um zusammenzukommen
und dieses wunderbaren Mannes zu gedenken. Um ihn zu ehren.
Patrick.
Heute nehmen wir Abschied.
Hello, Papa.
Vor etwa einem Jahr hätten wir dich fast verloren.
Die Panik, der Schmerz, den wir fühlten, war unbeschreiblich.
Aber jetzt…
Du warst schon immer ein Kämpfer.
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Das hast du mich gelehrt.
Und als für viele kein Weg mehr zu sehen war,
war dein Wille stark genug, wieder der Alte zu werden.
Schritt für Schritt.
So wollten wir gemeinsam die Welt erobern.
Du und ich.
Und erst kürzlich bei der Rallye hast du wieder Kraft ausgestrahlt
und pure Lebensfreude.
Wie wir diesen Tag zusammen genossen haben…
Diesen Tag werde ich nie vergessen.
Das Leben fühlt sich…
Das Leben fühlt sich gerade so ungerecht an.
Jetzt, wo du weg bist.
Ich vermisse dich.
Jeden Tag.
Jede Stunde, jeden Moment.
Ich werde dich stolz machen.
So wie ich stolz auf dich war.
Ich verspreche es.
Oh mein Gott.
Er ist so stark.
Und nun hören wir einen guten Freund der Familie, Dr. Jan Basteyns.
Ich sehe heute viele vertraute Gesichter.
Patricks Mitarbeiter. Kunden und Lieferanten.
Und ich sehe eine Familie im Schock.
Ich will ehrlich sein.
Ich habe lange überlegt, ob ich das hier kann und will.
Patrick Vandael zu gedenken.
Denn wo soll ich anfangen?
Man sagt, man soll nicht schlecht über Tote sprechen,
aber was könnte man Gutes über Patrick Vandael sagen?
Ich könnte sagen,
dass Freund wie Feind
seinen Geschäftssinn, seine…
starke Führung bewundert haben. Aber wäre das ehrlich?
Denn echte Freunde hatte er nicht.
Aber auch keine Feinde.
Denn wer sich ihm widersetzte,
den hat er konsequent und skrupellos ausgeschaltet,
durch Erpressung und Einschüchterung.
Aber man soll ja nicht schlecht über Tote sprechen. Patrick war ein…
außergewöhnlicher Wirtschaftskapitän, das steht außer Frage.
Ich kann nur hoffen, im Hinblick auf seine vielen Mitarbeiter,
dass das Schiff nicht mit ihm untergeht.
Seiner Familie wünsche ich von ganzem Herzen
viel Kraft.
Genauso wie all den Menschen, denen er Unrecht getan hat.
Patrick, wie immer habe ich versucht, so ehrlich wie möglich zu dir zu sein.
Und euch, liebe…
Freunde und Bekannte,
wünsche ich ein liebevolles…
und ehrliches Leben.
-Das war eine tolle Rede, Alexander. -Danke.
Einen Teil davon habe ich so gemeint.
Und den anderen nicht.
Ich weiß.
Wer hat eigentlich Jan Basteyns gebeten, etwas zu sagen?
Das war ich.
Das war dumm.
Ich weiß, Bonmamie.
Du kannst sicher sein, dass Angelique ihn dazu angestiftet hat.
Warum sind sie nicht hier?
Ich schätze, sie trauen sich nicht, sich blicken zu lassen.
Ich glaube, sie haben Angst vor dir, Bonmamie.
Du doch nicht, oder, Liebling?
Alexander, geh du.
Du bist jetzt der Mann im Haus.
-Hallo, Sohn. -Alex.
-Geht es dir gut? -Ja, kommt rein.
-Hey. -Hi.
Alex, wegen der Rede… Ich wollte erklären, warum ich…
Warum du ehrlich warst?
Ist schon gut.
Ich könnte nur ein paar Leute verärgert haben.
Ich glaube, du hast vielen Menschen einen Gefallen getan
und den Heuchlern eine Lektion erteilt.
Manchmal wünschte ich, ich hätte einen Vater wie dich gehabt, Jan.
Bleib stark.
Kommt, wir gehen.
-Geht's dir gut? -Ja, wieso?
-Wie, warum? -Nicht, Lou. Nicht jetzt.
-Mir gefiel die Villa am Golfplatz besser. -Die hier ist nur gemietet.
-So eine Geldverschwendung. -Stimmt.
Trotzdem braucht man Geld, um ein Haus zu kaufen.
-Das ist wohl wahr. -Hey.
-Was meinst du, Lou? Kaufen oder mieten? -Was?
-Ich meine nur… -Schon gut.
-Sie leidet wirklich sehr. -Ja.
-Mama, warte. -Oh, mein Nacken. Das tut so weh.
Was erwartest du? Acht geprellte Rippen und ein Schleudertrauma.
Und einen toten Ehemann.
Glaubst du, Alex geht es gut?
Keine Ahnung. Er tut so, als wäre nichts passiert.
Mir ist schlecht.
Typisch Alex.
Ich bin gleich wieder da.
Sorry.
-Als würde es mich mehr mitnehmen als ihn. -Ich weiß.
Das wird schon wieder.
-Alexander, mein Sohn. -Alex.
Mein herzliches Beileid.
Wir wollten deiner Mutter unser Mitgefühl aussprechen. Ist das in Ordnung?
Kommt rein.
Es tut mir leid, Alex.
Ja, du musst ja zufrieden sein.
Ich dachte, ich wäre es, aber ich finde es trotzdem traurig.
Ist es auch, Melissa.
Das wird dich stärker machen.
-Irgendwann. -Ja.
Jacqueline.
-Die haben vielleicht Nerven. -Was machen die hier?
-Sein Körper ist noch nicht mal kalt. -Aasgeier.
Sie kommen rüber.
Mit denen rede ich kein Wort.
Wer hat die überhaupt eingeladen?
Olivia?
Wie geht es dir?
Du bist so stark.
Mein Beileid.
-Ich hoffe, es war eine schöne Zeremonie. -Zeremonie oder Feier?
Ich weiß, was er dir bedeutet hat, Jacqueline.
Ich war auch der Liebling meiner Mutter.
-Mein Beileid, Angelique. -Bitte, Anton.
Sie sind jetzt so schwach. Ein Hauch, und sie fallen um.
Mag sein. Aber wir schlagen zu, wenn der richtige Moment gekommen ist.
Man muss das Eisen schmieden, solange es heiß ist.
Heißer wird es nicht mehr.
Was machst du da, Mama?
-Im Ernst? Hier? -Was denn?
Du wirst die Vandaels endgültig ruinieren.
Tut mir leid, Schatz, "ruinieren"?
Du hast mir doch geraten, wieder als Anwältin zu arbeiten.
Das sind deine besten Freunde.
Beste Freunde? Darf ich vielleicht endlich mal etwas für mich selbst tun?
Nicht auf einer verdammten Beerdigung.
Du weißt besser als jeder andere,
was Freundschaft für die Vandaels bedeutet.
-Nichts. -Das ist nicht gerecht.
In Liebe und Krieg ist nichts gerecht, Louise.
Ja, du hast recht.
Danke, dass ihr gekommen seid.
-Eleonore, ich bin nicht hier, um… -Ich weiß.
Wegen Olivia.
Ich sehe, wie viel es ihr bedeutet.
Mein Spiel ist vorbei.
Ich habe Claudia geliebt.
Sehr.
Aber diese Liebe hat mich viel gekostet.
Ich vermisse deine Schwester. Jeden Tag.
Jetzt, wo Patrick tot ist, noch mehr.
Kann ich das haben?
Ich will meinen Sohn zurück.
Ja?
Jetzt liegt es an den Kindern, Melissa.
Aber ich würde Vermeer bitten, unserem Alex etwas Mitgefühl zu zeigen.
Nur weil ich aufhöre zu kämpfen, bin ich nicht naiv geworden.
Sohn?
-Geh schon, sie redet mit dir. -Mit mir?
-Mit wem sonst? -Ich will nicht.
-Sei nicht unhöflich. Sie ruft dich. -Sohn!
Tschau, tschau.
-Was will sie von ihm? -Sie sucht wohl einen neuen Toyboy.
Mein Beileid, gnädige Frau.
Wann gehst du zu Germonprez?
Nun ja.
Patricks Tod hat uns etwas Zeit verschafft.
Germonprez hat mich zu Thomas befragt.
-Natürlich. Das steht uns allen bevor. -Ja.
Frau Vandael, mit allem Respekt, wir dachten, es wäre klug, wenn…
Jetzt, wo Patrick tot ist, könnte er die Schuld auf sich nehmen…
Halt den Mund.
Darüber sprechen wir jetzt nicht.
Ich habe heute meinen Sohn beerdigt.
Komm morgen zu mir. Und bringt den Jungen mit.
Ja.
Schaut mal.
-War sie vorhin schon hier? -Ich glaube nicht.
Ich wusste nicht, dass sie kommt.
Was machst du hier?
-Ich wollte Alex mein Mitgefühl zeigen. -Das musst du nicht.
Er hat gerade seinen Vater verloren.
Er ignoriert mich total.
Als würde ich nicht existieren.
Wir wollten uns doch nicht verlieben, weißt du noch?
Verliebt und dann weggeworfen.
Verdammte Scheiße.
Sei nicht so kindisch.
Und hör auf zu heulen.
Ich verstehe mit jedem Tag besser, warum Mama sich erschossen hat.
Was zur Hölle?
-Ach du meine Güte. -Was macht er da?
Du hast immer noch nicht ausgepackt?
Ich muss wahrscheinlich bald wieder umziehen, also…
-Wird sich jetzt irgendetwas ändern? -Warum sollte es?
-Redest du immer noch nicht mit mir? -Lou…
Was soll ich denn tun? Sie wollen mich als seinen Nachfolger.
Bist du ja auch.
-Was meinst du… -Der perfekte Nachfolger.
Du bist genau wie dein Vater.
Wenn du jetzt schweigst,
bist du keinen Deut besser als er.
-Wie du Daan behandelt hast. Und mich. -Ich war immer für dich da.
Weißt du, wie oft ich in der Therapie über dich gesprochen habe?
Alex, du hast mich zerstört.
Du warst aggressiv.
Du hattest Sex mit mir, obwohl ich es nicht wollte.
Du hast versucht, mich zu ertränken.
Sieh mich an.
Ich habe mich so klein gefühlt.
Ich hasse es, dass du das nie gesehen hast.
Es tut mir leid.
Es tut mir leid.
Ich wollte dich nie verletzen, Lou.
Wirklich nicht.
Das weiß ich.
Und genau das macht es so schwer mit dir.
Als ich dich wirklich gebraucht habe, warst du da.
Ich weiß nicht, ob ich noch hier wäre ohne dich.
Aber ich will nur diesen Alexander in meinem Leben.
Nicht den anderen.
Okay.
Ich will wirklich nicht so werden wie er.
Ich weiß, dass du das nicht willst.
Aber ich glaube, in diesem Umfeld ist das kaum zu vermeiden.
Es ist okay, traurig zu sein.
Du weißt, was du tun musst.
Beende es.
Wo ist Alex?
Alex. Wo warst du? Ich habe dich gesucht.
-Warum? -Bonmamie hält gleich eine Rede.
Jacqueline.
Er ist da. Fang an.
Darf ich um eure Aufmerksamkeit bitten?
Auch ich möchte ein paar Worte sagen,
nach all den schönen Reden heute Morgen.
Danke, Jan.
Mein Sohn Patrick war alles für mich.
Ich habe viel von mir in ihm wiedererkannt.
Ein Teil von mir
ist gegangen.
Ich habe nicht mehr lange zu leben.
Es lohnt sich nicht mehr.
Die Zukunft von Knokke steht vor mir.
Und ich bin froh, euch alle hier vereint zu sehen.
Freund…
und Feind.
Ich bin besonders stolz darauf zu wissen, dass die Vandael Group stark dasteht.
Stärker als je zuvor.
Wir werden weiter wachsen.
Trotz der schwierigen Zeiten in unserer Branche.
Patrick hat lange gekämpft.
Bis zum Schluss.
Und nun wird sein Kampf weitergeführt.
Alexander…
Ich bin stolz,
dass du die Vandael Group für uns weiter ausbauen wirst.
Größer als je zuvor.
Jetzt liegt es an dir.
Ich lege mein ganzes Vertrauen und alles, was ich besitze,
von nun an in deine Hände.
Dein Vater war der König, Alexander.
Und der König ist tot.
Der König ist tot. Lang lebe der König.
Untertitel von: Julia Kunst
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