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Zulu
Ruhe im Saal.
Vorsitzender, hat die Jury sich entschieden?
Das haben wir, euer Ehren.
Der Angeklagte und die Verteidigung sollen sich erheben.
Lesen Sie vor.
In der Klage des Staates North Carolina gegen Garcia,
im ersten Punkt, Missbrauch einer Minderjährigen:
nicht schuldig. - Was!?
Ruhe im Saal!
Im zweiten Punkt, heimtückischer Mord:
nicht schuldig.
Ruhe im Saal! Ruhe im Saal! Ruhe im Saal!
Waren die Fakten und Beweise irrelevant
oder hat die Jury während der gesamten Verhandlung geschlafen?
Der Angeklagte wird entlassen.
Der Prozess wird vertagt.
Ich habe gehört, sie hat eine Schwester.
Nein, Jeff, stopp! - Wie rechtfertigen Sie das?
Setz dich!
Du musst dich beruhigen. Das ist es nicht wert.
Alles gut. Ich bin frei.
Oh Gott!
Oh Gott!
Bearbeiten Sie das sofort.
Also was jetzt?
Das Zeug bringt dich noch um.
Ist gering dosiert. - Ich meinte die Limo.
Du machst dir viel, viel, viel zu viel Stress, Mann.
Du und deine Familie solltet mal ein paar Tage aus der Stadt raus.
Gönnt euch einen langen Urlaub.
Du kannst das nicht verstehen.
Willst du rangehen?
Okay. Ich geh schon ran.
Staatsanwaltschaft.
Ja, Ma'am. Ja, er ist da.
Eine Sekunde bitte.
Du musst da mal rangehen.
Einen Moment bitte.
James hier.
Es kam ein Anruf vom Cedar Falls County Sheriff's Department.
Ja? Was ist los?
Sie wurde heute Morgen gefunden.
Es tut mir leid. Sie ist tot.
Wir müssen sofort die Beerdigung planen.
Wir fahren da etwa fünf Stunden hin. Pack schon mal, morgen früh geht es los.
Wir bleiben für ein paar Wochen dort.
Ich muss das Haus verkaufen. - Faith kann auf Danny aufpassen.
Nein, er soll mitkommen.
Bist du sicher? - Ja, ja, ganz sicher.
Okay. - Ich liebe dich.
Ich liebe dich.
Okay, tschüss.
Meine Mutter ist tot.
Du kanntest deine Schwiegermutter Ja nicht so gut und...
Ja. Die ganze Angelegenheit ist echt seltsam, weißt du?
Ja. - Ich habe sie nie richtig kennengelernt.
Und...ich weiß nicht.
Ich werde auch nicht schlau aus James Verhalten, weißt du?
Er ist so geheimnistuerisch, was seine Familie betrifft.
Ja. Wie geht's ihm denn? - Es scheint ihm gut zu gehen.
Sein Vater ist halt gestorben, als er noch jung war.
Und jetzt ist er ganz alleine.
Ohne jede Familie.
Es wird sicher interessant, dort hinzufahren.
GEGRÜNDET 1834
Wow. Seht euch diese Stadt an!
Das ist fast wie eine Zeitreise.
Alles sehr altamerikanisch. - Es hat sich sicher nicht viel geändert,
seit ich fort bin. Sieht alles noch gleich aus.
Manches ändert sich nie.
Diese Schule ist sehr alt. - Oha.
Wird schon lange nicht mehr benutzt.
Habt ihr Hunger? - Hey, hast du Hunger?
Also eine hier ist sehr hungrig.
So brav habe ich dich noch nie erlebt. - Tatsächlich.
Also, was willst du?
Komm Großer, iss deine Pommes auf.
Hab dann später aber keinen Hunger.
Sicher, dass du fertig bist? - Ich bin fertig.
Du isst nicht mehr auf? - Nein?
Ganz sicher?
Was ist los? - Hast du gesehen,
wie sie Danny angestarrt hat?
Nein. Nein, ist mir nicht aufgefallen.
Dieser Ort ist so...ich weiß nicht, irgendwie...muffig.
Ja, wie der Kaffee.
Schatz, ich glaube, du bist einfach müde. Entspann dich mal.
Wir müssen los, zuerst zum Blumenladen
und dann zum Bestatter. - Okay, gehen wir.
Komm Schatz, da raus.
GERICHTSPLATZ
Okay.
Von den Blumen nehmen wir welche. Die sind für Beerdigungen, Großer.
Was hältst du von diesen Blumen? Gefallen sie dir?
Hallo. Könnte er eine Trauerkarte bekommen?
Hier Kumpel, füll das mal für Oma aus.
Dieser Ort ist mir unheimlich.
Hier ist alles nur für Beerdigungen.
Zum schönen Landleben gehört auch das hier dazu.
Lauter alte Leute, die sterben.
Daddy? - Hm?
Sind wir zu Hause? - Nein, Danny,
das ist nicht unser Zuhause.
Das wird schwer zu verkaufen.
Gehört das uns? Ich meine, ziehen wir da ein?
Nein, Danny. Es hat Oma gehört. - Wir richten es her
und dann verkaufen wir's. Es ist für uns drei nämlich viel zu groß.
Dann wollen wir mal sehen...
Da haben wir wohl einiges zu tun. - Warte mal, bis du alles gesehen hast.
Hey, hilf mir mal beim Ausladen. Wir müssen bald zur Beerdigung, okay?
Okay.
Wo hast du das gefunden? - Es kam von da oben.
Hey Schatz, komm mal her.
Das ganze Spielzeug...
Was ist denn damit? - Das ist meins.
Vielleicht war das für die Nachbarskinder.
Nein Schatz, das liegt hier schon seit Jahren.
Keine Ahnung.
Jedenfalls müssen wir nun zu der Beerdigung, okay?
Ja. - Okay.
Es ist vorbei.
Komm, Kumpel, los. komm.
Alles was wir sehen und gesehen haben, ist nur ein Traum in einem Traum.
Ich bete zu Gott, dass er dich in seine Arme schließen
und dir Frieden bringt, Nadine.
Hey, was hast du mit den anderen Kisten vor?
Lass sie einfach auf dem Tisch liegen, ich hole sie dann später.
Sei vorsichtig! - Schon klar. Hier liegt echt viel Müll rum.
Ich weiß. Das wollte ich damit sagen.
Gibt es hier einen Kleidercontainer?
Vielleicht in der Nachbarstadt, aber das ist ziemlich weit weg.
Wow, diese ganzen Bilder hier.
Deine Mutter hatte eine echt coole Sammlung.
Aber die Namen zu den Gesichtern wusste sie nicht mehr.
Danny?
James! - Was?
Was ist denn los? - Keine Ahnung. Dein Sohn...
Ich weiß es nicht... - Also mal wieder Ärger.
Sieh doch! - Da habe ich wohl... Oh, was ist hier los?
Ist...ist er da unten im Keller? - Keine Ahnung.
Danny! Danny! - Warum ist das zugemauert?
Ist doch komisch. - Das war Mom,
nach Dads Tod. Da unten war seine Werkstatt.
Geh runter! - Danny! Wie komme ich denn...
Danny! Da unten sehe ich nicht das geringste.
Danny! - Danny, antworte, wenn du da unten bist!
Ich brauche eine Taschenlampe oder so...
Hier. - Wo?
Danke. Perfekt.
Aber sei vorsichtig!
Herrgott.
Junge, bist du hier?
Oh Scheiße!
Hab dich! - Ja. Ja, du hast mich.
Ich habe bald eingekackt.
War gut, gell? - Ja. Aber sag mal,
Ist es nicht ein bisschen gefährlich, hier unten im Dunkeln herumzulaufen?
Und es stinkt auch, oder?
Oh ja. - Ja. Gibt es denn einen Grund,
warum du hier runtergegangen bist?
Nein. - Gehen wir dann wieder hoch?
Ja? Gut, dann komm. Geh'n wir.
Das hier heißt "Der Rabe".
"Eines Mitternachts, so trübe, grübelte ich, matt und müde,"
"über sonderbaren Büchern, weise, aus vergangner Zeit. Während..."
Versuchst du mir Angst zu machen?
Was? Nein. Ich will dich nur unterhalten.
Du willst dich selber unterhalten.
Ja, das könnte auch stimmen. Bist du müde, willst du lieber schlafen?
Ja?
Dann reicht es jetzt.
Ich deck dich noch zu.
Bis morgen früh dann, okay?
Okay.
Vergisss nicht, morgen die Spielsachen im Hof wegzuräumen.
Ja, ja, mach ich. - Okay.
Meine Seele kommt von den Schatten am Boden,
schwarz und groß, bis zum Tode nicht mehr los.
Willst du mir Angst machen? - Vielleicht.
Bei mir funktioniert es aber auch nicht.
Verdammt.
Gute Nacht.
Gute Nacht. - Ja, gute Nacht.
Was ist los?
Du siehst so krank aus.
Geht es dir gut?
Noch ganz verschlafen?
Ja.
Haben dich Daddys Geschichten wachgehalten? - Nein, wir haben noch gespielt.
Wer ist "wir"?
Er war...
Okay, ess mal weiter.
Hi, wie kann ich helfen? - Wie geht's Ihnen?
Gut, danke.
Mein Name ist Pater Donovan O'Malley. Entschuldigen Sie den Überfall.
Ich kannte die Frau, die hier gelebt hat. - Oh...
Ja.
Entschuldigen Sie. Ich...ich habe mir heute freigenommen.
Mein Gewand ist etwas unordentlich, aber meine Seele ist rein.
Wollen Sie hier einziehen? - Oh, nein, das tun wir nicht.
Das Haus gehörte meiner Schwiegermutter. Wir verkaufen es.
Bitte kommen Sie rein.
Nadine war also Ihre Schwiegermutter? - Ja, genau.
Und James ist Ihr Mann? - Ja. Leider ist er gerade nicht da.
Er kommt aber demnächst zurück.
Ich habe gerade Kaffee gemacht. Wollen Sie einen?
Ich will mich nicht aufdrängen. - Ach, nicht doch.
Danke.
Oh, oh... Verzeihen Sie bitte meine Neugier.
Ich erinnere mich an dieses Bild.
Ich kannte Nadine und James, als er noch ganz klein war.
Eine wunderbare Familie,
So fromm und so anständig.
Und sie war wahnsinnig selbstlos.
Ja... - Ich kannte sie leider nicht.
Wirklich?
Wie möchten Sie Ihren Kaffee, Pater? - Schwarz, einfach nur schwarz. Danke.
Dann schwarz.
Hallo. Wie heißt du? - Danny.
Ja, Danny? - Danny, nicht mit vollem Mund.
Hoffentlich kriegst du keinen Ärger. - Ist okay, bin ich gewohnt.
Hier, bitte, Pater. - Danke. Danke.
Bitte, setzen Sie sich. - Danke...danke.
An unseren chaotischen Frühstückstisch.
Ich bin sehr froh, hier zu sein. Danke. Danke dafür.
Der Tisch sieht aus, als würden wir Buntstifte essen.
Ist Ihre Gemeinde in der Nähe?
Ja und nein. - Was heißt das?
Nun, das Gebäude steht hier, aber viele wollen bei der Kälte nicht raus.
Der Winter kommt bei uns früh.
Die Sonntage in Cedar Rock Falls
werden bestimmt von Fernsehen und Hausarbeit,
weniger von Gottesdiensten.
Sie sind die Jüngsten hier.
Das ist mir aufgefallen. Hier gibt's nur ältere Menschen, keine Kinder.
Alter ist nicht ansteckend, aber es erwartet uns alle.
Die meisten Jungen, wie auch Ihr Mann, sind weg,
sobald sie alt genug waren. Übrig sind nur vereinsamte Eltern.
Das ist furchtbar.
Nicht wirklich. Sie schätzen die Einsamkeit.
Und die Ruhe ist hier zum Sterben schön.
Heilige Scheiße! - Heilige Scheiße!
"Heilige Scheiße" passt. - Danny, sag so etwas nicht!
Habe ich das gerade gesagt? - Ich gehe jetzt in den Keller
und spiele mit meinen Freunden. - Nein, nein, nein,...
Du gehst da nicht runter. Geh nach oben in dein Zimmer.
Okay?
NIMMERMEHR Ein neuer imaginärer Freund.
Ist ganz normal, gibt's oft in dem Alter.
Sehen Sie mal. - Oh, und sein Vater
liest ihm abends Poe-Geschichten vor. - Ach ja?
Er mag die Klassiker, hm? - Ja.
Jennifer? - Ich sollte gehen.
Oh nein, das wird eine schöne Überraschung.
Wir haben einen Gast. - Was? Wen denn? Oh...
Ist...ist schon lange her, nicht wahr?
Wow. Das letzte Mal war... Hey, langsam, Kumpel!
Du warst 13.
Ja. Ja, kommen Sie rein.
Ist echt schon so lange her, hm?
Ja, du bist dann aufs Internat.
Mein Beileid für deine Mutter.
So gut wie Ich sie kannte, bin ich sicher, sie wäre sehr froh, dass ihr hier seid.
Ganz bestimmt,
ja. Ich wünschte nur, Danny hätte sie kennenlernen können.
Wie alt ist er?
Oh, Danny? Er ist sechs.
Danke, Schatz. - Ah, genau im Schulalter.
Das ist ungünstig.
Warum denn? - Unsere Schule ist seit Jahrzehnten zu.
Verdammt, ich dachte, du hast die Tür abgeschlossen.
Da stimmt was nicht mit dem Schloss. - Okay, na gut. Ich reparier's später.
Ich will euch nicht länger belästigen.
Oh... - Schön, dass Sie hier waren, Pater.
Hat mich gefreut. - Ganz meinerseits.
Und bitte, kommen Sie jederzeit wieder. - Bei dieser Gastfreundschaft
und dem guten Kaffee ganz sicher.
Er macht einen netten Eindruck.
Ziemlich aufgeschlossen für einen Pfarrer. - Ja, also eigentlich kenne ich ihn kaum.
Aber er kennt dich. - Ja, scheint so, nicht wahr?
Er kannte auch deine Mutter sehr gut. - Ja, er und Dad waren alte Angelfreunde.
Ich erinnere mich jetzt wieder ganz gut.
Er kam ziemlich oft zu Besuch.
Hatten er und deine Mom eine kleine...
Oh. Nein...nein.
Dad hätte ihn getötet.
Danny?
Was machst du hier im Dunkeln? - Spielen.
Du solltest längst im Bett sein. Was haben meine Spielzeuge hier zu suchen?
Ich war das nicht, ihr habt ihn verjagt.
Wen denn?
Okay, weißt du was? Du hast genug gespielt für heute Nacht.
Geh jetzt wieder ins Bett.
Spiel morgen wieder mit deinem Freund.
Genau. - Okay.
Er hat einen imaginären Freund.
Na toll. - Du musst jetzt schlafen.
Okay? - Okay.
Schlaf gut. - Hör auf deine Mutter.
Okay. - Sehr schön.
Gute Nacht, Großer.
Geh weg, ich soll jetzt schlafen.
Komm morgen wieder.
Mist.
Mom! - Hey, Danny.
Was ist passiert?
Oh Schatz...Schatz.
Okay, weißt du was? Das bleibt unser Geheimnis und wir waschen dich jetzt.
Okay? Ich lasse die Badewanne ein. - Okay. -Okay.
Spinnst du? Warum machst du das?
Ich war's nicht. - Ist das lustig?
Nein. - Warum hast du's dann gemacht?
Ich war's nicht.
Du gehst jetzt in die Wanne und kommst nicht raus, bis Ich's dir sage.
Oh mein Gott! - Hey, hey, beruhig dich. Hey.
Du hast mich zu Tode erschreckt! - Okay, okay, Ist angekommen. Ist Ja gut...
Wo warst du denn so lange?
Tja, weißt du, ich habe sehr gute Neuigkeiten.
Wir haben vielleicht einen Käufer. - Oh mein Gott,
das ist ja toll! - Ja...ja.
Allerdings. Sie kommen nächste Woche vorbel, also...
Ich brauche deine Hilfe. - Ja, klar. Was kann ich tun?
Wäsche aufhängen? Das kann ich gut. Nicht wirklich.
Rede mal mit deinem Sohn.
Warum nochmal ist er immer "mein Sohn", wenn es Probleme gibt?
James, ich mein's ernst.
Was hat er getan?
Nichts.
Wirklich?
Komm, sag's mir. Er hat doch was gemacht.
Er schiebt seine Fehler auf seine imaginären Freunde.
Über was für Fehler sprechen wir?
Ach, nichts. Seine imaginären Freunde sind einfach nicht gut für ihn.
Hattest du denn keine als Kind?
Doch. Doch, ich hatte einen. Jeder hat einen,
aber er hat mehrere. Findest du das nicht seltsam?
9. KIND VERSCHWINDET. BEHÖRDEN SIND RATLOS; KEINE SPUREN GEFUNDEN
Hey. - Hey.
Was machst du da?
Was ausmalen.
Deine Mutter meinte, dass ein paar Freunde von dir hier herumrennen. Ist das richtig?
Ja. - Ja?
Wer sind die denn? - Ich weiß nicht, einfach Freunde.
Hör mal, Danny,
triff dich nicht mit diesen Freunden. - Warum?
Weil ich es sage.
Ich erinnere mich noch, als Ich in diesem großen Haus aufgewachsen bin,
hier draußen, mitten auf dem Land, dass ich manchmal einsam war.
Deshalb habe ich mir diese Freunde ausgedacht.
Spiel lieber nicht mit denselben Freunden.
Die sind nicht gut für dich.
Worüber redet ihr beiden?
Wir sprechen über seine neuen Freunde.
Was meinst du, Großer, gehen wir ins Bett? Komm, 'ne Umarmung.
Komm her.
Hey. - Hey.
Ist alles okay? - Ich habe mal wieder Kopfschmerzen.
Wieder die Nebenhöhlen? - Hm, ja.
Ja, Ich spüre wieder so was.
Kann ich irgendwas tun?
Nein, Schatz, nein. Ich muss mir nur morgen meine Medikamente besorgen.
Du tust schon genug.
Oh Gott, ich habe verschlafen! Das musste ja mal passieren.
Ich soll die Käufer in 10 Minuten treffen.
Ich habe doch den Wecker gestellt, oder?
Ja. Ist er nicht angegangen?
Nein. Na gut. Ich liebe dich, bis später.
Ich liebe dich.
Drück die Daumen. - Okay. Viel Glück!
Oh mein Gott.
Ich wollte mal nach Ihnen sehen. Die Haustür stand weit offen.
Ist alles in Ordnung?
Alles gut? - Was...was ist gut?
Geht's Ihnen gut?
Klar, ich denke schon.
Wollen Sie einen Kaffee haben? - Das wäre nett, danke.
Wo ist der Kleine? - Er ist oben.
Verdammt, war die Tür schon wieder offen?
Ach, kein Problem. Jetzt ist sie zu.
Sie geht ständig auf. - Deswegen war sie wohl auch verriegelt.
Woher wissen Sie denn das?
Sie haben es erwähnt.
Habe ich das?
Danny!
Oh mein Gott.
Danny! Danny, was ist passiert? Geht's dir gut?
Wir haben gespielt. - Wer ist "wir"?
Sie sind gegangen.
Danny, es reicht. - Soll ich das Fenster schließen?
Ja, bitte.
Oh Gott.
Was?
Nichts...nichts.
Da war ein Rabe auf der Fensterbank.
Wissen Sie, ich glaube, ich sollte ein andermal zum Kaffee kommen, okay?
Ja.
Ich muss das Chaos hier aufräumen. - Ja.
Oh Gott.
Hat das Hühnchen Chaos in der Küche fabriziert?
Da ist Chaos, na klar. - Dad?
Ja, Großer?
Darf mein Freund auch mitessen?
Klar... Meinst du damit deinen imaginären Freund?
Ja...
Hat er einen Namen?
Charlie.
Oh. Ja, das wäre schön, wenn Charlie hier wäre. Er kann ja neben dir sitzen.
Er hat einen Freund. Ist doch schön. - Ja.
Ich hole Charlie mal einen Teller.
Das wäre super.
Seht mal.
Für Charlie. - Was sagst du zu deiner Mutter?
Danke, Mommy. - Echt lieb von ihr, oder?
Vielleicht kann Charlie Ja den Abwasch machen. Was meint ihr?
Das würde Mama zu Charlies größtem Fan machen.
Was machst du da?
Er sagt, er kennt dich.
Ist das so?
Ist Ja interessant. Wann sind wir uns denn begegnet?
Ich bin mir nicht sicher, ob ich ihn kenne, Großer.
Er sagt, er hat dich gehört. - Ja. Ja, das wird wohl so sein.
Ich hoffe, er hört auch, dass ich nicht an imaginäre Freunde glaube.
Er sagt, er will nichts mehr essen. Er hat keinen Hunger mehr.
Gut, dann bleibt also mehr für den Rest von uns übrig.
Ist doch schön.
Was zur Hölle!?
Danny!
Danny! Danny! - Danny! Danny!
Danny! Geht's dir gut?
Was geht in dem kleinen Kopf nur vor? - Ist alles gut?
Oh mein Gott! Danny!
Danny! Geht's dir gut? Oh mein Gott! - Was zur Hölle ist hier los?
Was ist passiert? Hey, hey, hey. Was ist los? Sag mir, was passiert ist!
Ich weiß nicht, ich weiß nicht! Ich war...
Was hast denn damit gemacht? - Ich stand auf einmal mit dem Ding da!
Oh mein Gott, geht's dir gut? - Jennifer, weg da! Weg da.
Es tut mir so leid. Es tut mir so leid, es tut mir so leid.
Oh mein Gott!
Hier, dein Teddy.
Ist alles gut?
Nein, ich... Ich will nichts.
Ich weiß nicht, was mit mir ist?
Ich hätte ihn umbringen können. Ich hätte ihn umbringen können!
Nein! Es war ein Unfall.
Und ich, ich schlafwandle und schieße.
Schaff die Pistole weg.
Ich weiß nicht, wozu meine Mutter sie hatte.
Danny!
Wo bist du?
Da ist sie ja wieder. - Oh Gott.
Alles gut, Liebling?
Ist alles in Ordnung?
Was ist passiert? - Danny sagt, du bist ganz böse gestürzt.
Ich bin gerannt und, und...
Ich habe ihn gesehen. - Ruhig, ruhig.
Wen hast du gesehen? - Den kleinen Jungen.
Okay, das ging vielleicht etwas zu schnell. Du denkst noch nicht ganz klar.
Doch, doch, doch, ich denke völlig klar.
Das war er, habe ich Recht?
Mom, mach sie nicht noch mal wütend.
Moment, ihr beiden. Liebling...Jennifer.
Ich habe Charlie gesehen.
Klar. - Sei nicht herablassend!
Hörst du dir überhaupt zu?
Danny, sag mal, hast du den imaginären Jungen gesehen, von dem Mom spricht? Ja?
Du hast ihn gesehen? Schatz, merkst du, wie sich das anhört?
Aber ich habe ihn gesehen. - Ist gut...ist gut. Wie sah er denn aus?
Er war...
Er war...er war klein und... und hatte dunkle Haare. Er hat eine...
Er hat eine Narbe. - Er hat eine Narbe.
Ja, okay, ich verstehe. Dann ist ja alles völlig klar.
Du hältst mich für verrückt, oder? - Liebling...
Nein, Schatz. Schatz. Nein, du klingst nicht wie eine Verrückte.
Hör zu, hey.
Weißt du, was ich glaube? Du musst vielleicht mal aus dem Haus raus. Okay?
Nimm Danny mit und geh doch mal ein Eis essen oder so.
Und, klingt das gut? Ja? Meinst du, das schaffst du?
Es tut mir leid, Mommy.
Was tut dir leid, Schatz? - Das alles.
Ist schon gut.
Warum starrt er mich an?
Einfach ignorieren.
Gleichfalls, Madam.
So ein hübscher Knabe.
Danke.
Wie...wie heißt du denn, Junge. - Danny.
Du siehst genau wie mein Junge aus.
Ich hatte auch mal einen Jungen wie dich. Er war so alt wie du.
Aber er ist leider nicht mehr da. - Was für einen reizenden Jungen haben Sie.
Er ist so süß. - Kann ich ihn mal mit nach Hause nehmen?
Das geht nicht. - Brauchen Sie einen Babysitter?
Nein, das ist nicht nötig. - Er ist so ein Hübscher.
Mein Sohn war sieben. Mein Sohn kommt nicht mehr zu mir zurück.
Können wir jetzt gehen, Mommy? - Ja.
Verzeihung. Entschuldigen Sie.
Ich würde ihn gerne besser kennenlernen.
Sie machen ihm Angst! - Habe ich Sie gekränkt?
Das tut mir leid. Ich wollte nur Hallo sagen.
Bitte entschuldigen Sie uns. - Verzeihen Sie. -Komm, Danny!
Guten Morgen. - Morgen, Pater.
Wie geht's Ihnen? - Gut, danke.
Kommen Sie rein. - Danke.
Gott...
Was wollen die nur?
Weißt du was? Dein Dad soll einen Immobilienmakler anheuern
und das Haus auf die Art verkaufen.
Mir reicht's mit dieser Stadt.
Wir müssen das Haus einfach vergessen.
Du hast ihn gesehen.
Du hast ihn gesehen, oder, Mommy?
Ist er auch in deiner Vorstellung?
Ich weiß es nicht.
Aber ich weiß, wie wir es rausfinden.
Wollen Sie wirklich nichts?
Nein.
Ich wollte nur mal sehen, wie es so läuft.
Ja. Ja, bis auf den Lärm in der Nacht ist alles gut.
Lärm?
Ich verstehe.
Okay. Hier rein, Großer. Komm her, komm her. Okay.
Hallo?
Hallo?
Manche sagen, Religion ist für Leute, die Angst haben, in die Hölle zu kommen.
Und Spiritualität ist für solche, die schon da waren.
Hat deine Mutter mal von deiner Jugend erzählt?
Meine Jugend...
Als du noch zu jung warst, um auf alles zu achten.
Worauf wollen Sie hinaus? - Ich muss es wissen.
Erinnerst du dich an die Details des Autounfalls?
Ja, selbstverständlich.
Ich war 13 Jahre alt. Es heißt, ich wäre fast gestorben.
9. KIND VERSCHWINDET. BEHÖRDEN SIND RATLOS; KEINE SPUREN GEFUNDEN
Oh mein Gott.
Dein Leben war wirklich in großer Gefahr. - Das habe ich gehört.
Ja. Und was war vor dem Unfall? Weißt du da was?
Nein.
Warum?
Ich wollte dich nicht beunruhigen. Ich denke nur wie ein Theologe.
Weißt du, die zwei nutzlosesten Dinge für einen Piloten sind
die Startbahn hinter ihm und der Himmel über ihm.
Ich bin nur froh, dass du zurück bist, eine tolle Familie hast und glücklich bist.
Ja, danke. Danke. Es...es ist schön, zu Hause zu sein.
Allerdings ist es schwer, das alles...zu fassen.
Dieser Ort ist voller Erinnerungen. Die ganzen Dinge hier.
Ruft bestimmt viele starke Gefühle hervor.
Allerdings.
Richte bitte den Kindern viele Grüße aus. - Auf jeden Fall.
Gut. Danke.
Oh mein Gott.
James? Bist du da unten?
James, was hast du da unten gemacht?
Meine alten Spielsachen weggebracht.
Ist alles okay? - Oh, es geht mir fabelhaft.
Wie geht es dir, Liebling?
Geh mal nach oben, okay? Mommy muss mal mit Daddy reden.
Danny, hör auf deine Mutter.
Ein braves Kind.
Was wir gerade gesehen haben.
Es gab einen fürchterlichen Unfall und alle.. alle waren tot!
Es war alles voller Blut und zuvor haben uns diese Menschen verfolgt!
Diese alten Leuten wollten uns... - Moment mal! Was wird das?
Wovon redest du?
FAMILIEN DER VERMISSTEN KINDER LEIDEN
Wo ist das her? - Aus dem Zeitungsarchiv.
Wart ihr nicht in der Mall? - Doch.
Erkennst du diesen Jungen?
Nicht wirklich. - Das ist Charlie.
Und wer ist das? - Dannys imaginärer Freund.
Oh, sein imaginärer Freund.
Sag doch gleich Geist. Glauben wir jetzt schon an Geister?
Verdammt, James. Er ist nicht imaginär. - Er ist echt? Er ist echt.
Die Geister, mein Schatz, sind echt. Glaubt meine Frau jetzt also an Geister?
Willst du mir das mitteilen? Das ist Blödsinn.
Das ist Blödsinn.
Ich war gerade unten und habe nichts gesehen.
Er ist irgendwie mit diesem Haus verbunden.
Weißt du was? Ich kriege schon langsam Kopfschmerzen.
Ich lege mich mal hin. Versuch in der Zeit keine Gespenster zu wecken!
James, hier stimmt was nicht!
Das Haus hat irgendwas mit den vermissten Kindern zu tun!
Hier ist was nicht in Ordnung! - Ich sag dir, was das ist!
Meine total verrückte Frau, die eine Psychose kriegen muss,
wenn hier gleich Käufer auftauchen! - Was ist los mit dir?
Oh mein... Was...
Verdammt, du reißt dich jetzt zusammen.
Lass mich los!
Warum?
Ach...
Komm schon, geh bitte ran!
Hier ist Pater Donovan O'Malley. Ich bin momentan nicht erreichbar.
Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht, ich rufe möglichst bald zurück. Bis dann.
Pater O'Malley? Hier ist Jennifer.
Ich muss dringend mit Ihnen sprechen.
Danny, alles okay?
Hey, Mädel. - Faith! Deine Stimme tut so gut.
Hör zu, komm bitte nach Cedar Rock Falls und nimm Danny für ein paar Tage. Geht das?
Was ist los? Geht's dir gut? - Ich...ich muss ein paar Sachen klären.
Ich erkläre dir alles, wenn du hier bist.
Ja, klar, ich helfe dir. Ich komme so schnell wie möglich.
Bis bald.
Okay.
Was ist mit Daddy?
Der kommt alleine klar.
Komm her, Danny. Pater? Verzeihen Sie.
James und ich haben gestritten.
Und...er hat mich geschlagen.
Und jetzt macht nichts mehr Sinn. Ich scheine den Verstand zu verlieren,
ich sehe Dinge, die nicht da sind, die es nicht gibt!
Ich weiß nicht mehr, was real ist. Ich habe...
Ich habe so viele Fragen.
Wissen Sie von den vermissten Kindern?
Ich weiß davon.
Hier ist was für dich zum Spielen. Die schmecken auch gut.
Nimm eine. Man kann sogar Sachen daraus bauen.
Hier, genau hier. Sieh's dir an.
Sind Sie religiös, Jennifer?
Nicht wirklich. - Nein?
Wenn Sie nicht an Gott glauben,
warten Sie bis zu Ihrem ersten Geist.
Der war schon da, richtig?
Warten Sie...
Sehen Sie mal.
9. KIND VERSCHWINDET. BEHÖRDEN SIND RATLOS...
Oh...
Ja.
Insgesamt waren es neun.
Die unschuldigsten Kinder, im reinsten Sinne des Wortes.
Aber was hat das mit James zu tun?
James Mutter war eine sehr kranke Frau. - James Mutter?
Ja. Ja...
Hören Sie, ich kann nicht. Hier, bitte.
Warum nicht?
Ich war zu lange im Fegefeuer. Es ist die Schuld,
sie rollt herab wie eine Lawine. Die Wahrheit kommt heraus,
wie lange es auch dauern mag. Wir sehen mit unseren Herzen,
was wir verdrängen wollen. Eher werden wir taub
als unbequeme Dinge zu hören.
Als Priester habe ich geschworen, dass mir anvertraute Sünden
nie den Beichtstuhl verlassen.
Verstehen Sie? - Ich muss zum Wohl meiner Familie wissen,
was hier los ist.
Es dreht sich alles um Ihren Mann James.
Alles.
James war ein zorniges Kind.
Schon sehr früh tötete er gerne.
Erst Insekten, dann kleine Tiere -
und so weiter.
Er hatte es sehr gut. Die Kirche, eine gute Familie.
Damals konnten kaum fundierte Diagnosen gestellt werden.
Henry schickte ihn zu den besten Ärzten, aber Geld kann nicht alles kaufen.
Sie wollten ihn unbedingt einweisen, um ihn beobachten zu können.
Nadine wollte das nicht zulassen.
Er hatte einen ungeborenen kleinen Bruder.
Er war der Erste.
Sie erzählte Henry, sie sei in der Küche gestürzt.
Bis er es eines Tages selbst beobachtete.
Er zog sich daraufhin in seine eigene Hölle zurück.
Er verstand jetzt, was aus Jimmy geworden war.
Von da an ging alles nur noch bergab.
Still, mein Kindlein, schlaf jetzt ein
Mama kauft dir bald ein Vögelein
Wenn das Vöglein dann nicht singt
Kauft sie dir einen Diamantring
Wenn der Diamantring nicht glänzt
Kauft sie dir einen...
Spiegel
Sie haben die Leiche vergraben, alle Spuren beseitigt
und ihn so gut es ging von anderen Kindern ferngehalten.
Ist okay, Kleiner. Ich kümmere mich darum.
Sie lebten ihr Leben als wäre nie etwas geschehen.
Doch es wurde immer schlimmer.
Nadine wusch immer weiter das Blut aus Jimmys Klamotten.
Und Henry ertränkte sein Gewissen im Alkohol.
Komm her.
Komm her.
Willst du etwas töten?
Töte mich.
Als James 13 war, wurde er von einem Auto angefahren.
Er wäre fast gestorben.
Er lag monatelang im Koma.
Als er letztendlich erwachte, war es wie ein Segen.
Er war ein anderer Junge.
Er erinnerte sich nicht mehr an seine Taten.
Es war eine Erlösung, eine göttliche Intervention.
Ich ertrage es nicht mehr. - Es war eine gute Gelegenheit.
Er kam auf ein Internat.
Sie müssen mit Danny an einen sicheren Ort gehen.
Danny!
Komm mit! Steh auf! Los, komm!
Wir müssen hier weg. Wir müssen hier weg.
Erinnerst du dich noch, letzten Sommer? - Du meinst am See? Na klar.
Und auch noch an den einen Nachmittag? - Das war schön.
Ja.
Ich denke fast jeden Tag daran.
Ich auch. Es war toll.
Und du bist ein Engel.
Scheiße!
Jennifer?
Jennifer, bist du das?
Nein.
Oh, Sie sind es.
Genau zum richtigen Zeitpunkt.
Unsere Begegnung neulich hat schöne Erinnerungen geweckt.
Und auch einige nicht so schöne.
Die Amnesie, sie geht zurück.
Jetzt strömen die Erinnerungen wellenartig auf dich ein.
Manche davon sind erschreckend. - Manche?
Alle.
Ja.
Du hattest von Geburt an kein Einfühlungsvermögen.
Und das tut mir fürchterlich leid. Sehr, sehr leid.
Ja? Wirklich?
Es tut Ihnen fürchterlich leid?
Meinen Sie, Mitleid macht irgendwas besser?
Meinen Sie wirklich, das reicht schon aus?
Du hast so viel Leid verursacht. So viele Schmerzen.
Dafür gibt es keine Vergebung, nicht in dieser Welt.
Wenigstens da sind wir uns einig.
Aber was machen wir jetzt damit?
Das Problem ist doch, dass Sie es wussten.
Die ganze Zeit über wussten Sie, was ich da tat.
Und was ich schon getan hatte.
Sie haben es ihr erzählt, nicht wahr?
Haben Sie es ihr erzählt?
Ja. - Was...
was soll ich denn jetzt machen?
James... - Mutter hätte es stoppen können.
Verdammt, sie hätte irgendwas tun müssen!
Ihr seid alle genauso schuldig, weil ihr es wusstet!
Ihr wusstet alles und habt nicht das Geringste unternommen!
Ich habe ein Gelöbnis abgelegt, ein Versprechen.
Sie wollten doch nur die Schande verdecken, richtig?
Stimmt's, Pater?
Du machst genau da weiter, wo du aufgehört hast, richtig?
Ich will der Letzte sein.
Sie sind genau so ein wertloses Stück Scheiße wie ich. Genau wie ich!
Sind Sie noch bei mir, Pater? Sind Sie noch bei mir?
Guter Junge, guter Junge. Wir sind fast fertig, wir sind fast fertig.
Wir sind fast fertig. Halten Sie durch, halten Sie durch.
Hey, keine Sorge.
Das Ende ist nahe.
Bleib im Auto.
James?
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