Afrikaans
Akan
Albanian
Amharic
Arabic
Armenian
Azerbaijani
Basque
Belarusian
Bemba
Bengali
Bihari
Bosnian
Breton
Bulgarian
Cambodian
Catalan
Cebuano
Cherokee
Chichewa
Chinese (Simplified)
Chinese (Traditional)
Corsican
Croatian
Czech
Danish
Dutch
English
Esperanto
Estonian
Ewe
Faroese
Filipino
Finnish
French
Frisian
Ga
Galician
Georgian
German
Greek
Guarani
Gujarati
Haitian Creole
Hausa
Hawaiian
Hebrew
Hindi
Hmong
Hungarian
Icelandic
Igbo
Indonesian
Interlingua
Irish
Japanese
Javanese
Kannada
Kazakh
Kinyarwanda
Kirundi
Kongo
Korean
Krio (Sierra Leone)
Kurdish
Kurdish (Soranî)
Kyrgyz
Laothian
Latin
Latvian
Lingala
Lithuanian
Lozi
Luganda
Luo
Luxembourgish
Macedonian
Malagasy
Malay
Malayalam
Maltese
Maori
Marathi
Mauritian Creole
Moldavian
Mongolian
Myanmar (Burmese)
Montenegrin
Nepali
Nigerian Pidgin
Northern Sotho
Norwegian
Norwegian (Nynorsk)
Occitan
Oriya
Oromo
Pashto
Persian
Polish
Portuguese (Brazil)
Portuguese (Portugal)
Punjabi
Quechua
Romanian
Romansh
Runyakitara
Russian
Samoan
Scots Gaelic
Serbian
Serbo-Croatian
Sesotho
Setswana
Seychellois Creole
Shona
Sindhi
Sinhalese
Slovak
Slovenian
Somali
Spanish
Spanish (Latin American)
Sundanese
Swahili
Swedish
Tajik
Tamil
Tatar
Telugu
Thai
Tigrinya
Tonga
Tshiluba
Tumbuka
Turkish
Turkmen
Twi
Uighur
Ukrainian
Urdu
Uzbek
Vietnamese
Welsh
Wolof
Xhosa
Yiddish
Yoruba
Zulu
Hier begann es.
Nein, schon vorher.
Überwältigend. - Was?
Dieser Film ist überwältigend.
Umso besser.
Hat es da begonnen?
ZU ALLEM BEREIT
Die steht auf dich.
"In the Mood for Love", "Zu allem bereit"...
Ja und?
Muss sie erst "Fick mich!" ausleihen, damit du's kapierst?
EIN MANN UND EINE FRAU DIE GESETZE DER ANZIEHUNGSKRAFT
DIE GROSSE ILLUSION
EINER MIT HERZ
RENDEZVOUS NACH LADENSCHLUSS
TRÄUME
NUR EIN KUSS AUF MEINE LIPPEN
MÄNNER DENKEN NUR AN DAS EINE
ERBARMUNGSLOS
EIN (UN)MÖGLICHER HÄRTEFALL
HÖR AUF ZU RUDERN, DU BIST AM ZIEL!
Womit beginnt eine Beziehung?
Mit dem ersten Rendezvous?
Mit dem ersten Kuss?
Mit dem ersten...
Ich liebe dich.
Wir waren glücklich, verliebt,
es gab nur uns.
Ein Lächeln genügte und mein Herz schlug schneller. Ein Blick genügte.
Wir waren frei, unbeschwert.
Und dann sagte er:
Ich möchte ein Kind mit dir haben.
Verlangen, Liebe und Verrücktheit ließen mich sagen:
Mach mir eines.
Eigentlich war das der Moment, in dem alles begann.
Wie geht's?
Was ist denn so dringend?
Babs...
Du wolltest reden, also rede.
Ja, wir müssen reden, Nico.
Ich höre.
Verlässt du mich? - Bestimmt nicht.
Die klaut schon keiner. - Was?
Du guckst ständig zu deiner Tasche.
Für Freud ist die Handtasche ein Vagina-Symbol, wusstest du das? - Nein.
Und warum guckst du in deine Vagina?
So wollte ich's dir eigentlich nicht sagen.
Bist du schwanger?
Ganz sicher?
Ich dachte an die 9 Monate.
Wir würden von unserem Baby träumen, es spüren, mit ihm reden,
es streicheln...
Mir ist schwindlig.
9 Monate reinen Glücks.
Ihre schlimmsten Feinde sind von nun an Käse, Eier, Fleisch, Wurst...
aber auch Ihre Mutter, Ihre Schwiegermutter und jeder, der Kinder hat.
Hören Sie auf niemanden, dann läuft alles gut.
Ihr Stichtag ist...
Anfang März. Der 5.
März. Passt Ihnen das?
Barbara?
Ja, Monsieur Truffard.
Ich verlass mich auf Sie. Sie brauchen ja wohl keine Ewigkeit.
9 Monate für Ihre Doktorarbeit, das reicht doch, oder?
Wenn's gut läuft, werden Sie meine Assistentin.
"Die Frage nach dem Anderen in Wittgensteins Tractatus"
war das Thema meiner Doktorarbeit.
Doch im Moment stellte ich mir 1000 andere Fragen.
Alles klar?
Ja, natürlich.
Sie sind irgendwie komisch.
Verändert.
Auch körperlich anders.
Sie erinnern mich an Gregor Samsa.
Was verbergen Sie vor mir?
Nichts, Monsieur Truffard... Gar nichts.
Mach dich nicht verrückt. Ich schwöre, man sieht nichts.
Wir machen alles wie besprochen, ja?
Was? Was ist mit mir?
Nichts, mein Schatz. - Warum guckst du dann so?
Warst du beim Friseur?
Nein, wieso? - Siehst irgendwie anders aus.
Echt?
Rundere Wangen.
Das reicht jetzt. Ich bin doch nicht blöd.
Kein Alkohol, keine Fluppen, kein Roquefort. Verheimlichst du mir 'ne Schwangerschaft?
Wie kindisch! - Dir würd ich's als Erste erzählen.
Lüg nicht. Also, wievielter Monat?
Jetzt mach dich auf was gefasst, Kleine.
Glaubt ihr mir jetzt?
Erbärmlich. Du tust alles, um's mir nicht erzählen zu müssen.
Ich würde also mein Baby vergiften?
Vergiften! Welch großes Wort.
Als ich mit dir schwanger war, hab ich getrunken und geraucht,
nicht nur Zigaretten. Und du bist gesund, oder?
Ich hab mit 12 schon geraucht. Warum wohl?
Oh nein, schieb das nicht auf mich!
Du fandest dich mit 12 so hässlich, mit der Zahnspange und der blöden Brille,
da war Rauchen der einzige Weg, um an Jungs ranzukommen.
Die Brille war deine Idee.
Du warst keine Schönheit. Damit sahst du jedenfalls intelligent aus.
Und sie hat die Akne verdeckt.
Gehen wir?
Bist du empfindlich!
Und deine Mutter?
Die weiß es, oder?
Nein. Bestimmt nicht.
War ja klar.
Du hast es ihr erzählt?
Das war nicht abgemacht.
Du weißt doch, wie sie ist.
Ihr Radar hat's an meiner Stimme gemerkt.
Ich erfahr's also als Letzte. Dann kann ja deine Schwiegermami
aufs Baby aufpassen. Ich bin sowieso 'ne lausige Oma.
Deine Schwester bindet die Kinder lieber irgendwo an, als sie mir zu geben. - Stimmt.
Ich hätt's dir ja erzählt. - Wann? Nach der Geburt?
Ich geh mal rüber.
Ist das nicht ein bisschen früh? Du bist noch nicht mal finanziell unabhängig.
Wozu hab ich dich gedrängt zu studieren?
Ich hab in den 70ern meinen BH verbrannt! - Hör auf. Keine Frau hat in den 70ern...
Was ist los? - Barbara ist schwanger.
Glückwunsch.
Ach, warst du dabei?
Und vor allem: Viel Glück!
Du als Mutter? Prost Mahlzeit.
Genau deshalb wollte ich's dir nicht sagen.
Vielleicht bin ich gar kein Muttertyp.
Kinder haben mich nie interessiert, ich find Babys langweilig und nervig.
Schon als Kind wollte ich so schnell wie möglich erwachsen werden.
Ich schreib noch meine Doktorarbeit, du verleihst Videos, liest Comics...
Das ist kein Comic, das ist ein "Strange".
Mit dem Silver Surfer.
Der edelste Superheld aller Galaxien.
Im Ernst, sieh uns doch mal an. Wir sind total unreif
und wollen ein Kind großziehen. - DU bist unreif.
Du weinst beim "Dschungelcamp".
Und du kannst dank deinem Super-Job
eine Stunde lang Dialoge aus "Zurück in die Zukunft" rezitieren.
"Verdammt, da hast du recht!"
Nein, Nico, im Ernst. Findest du nicht?
Ich find's wunderbar.
Der Weltraum.
Unendliche Weiten. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise,
das 5 Jahre lang unterwegs ist,
um neue Welten zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen.
Es dringt in Galaxien vor, die nie zuvor ein Mensch gesehen hat.
Das Embryo:
Schädel, Rumpf,
Fruchtwasserblase
und das Geschlecht.
Falls Sie's wissen möchten.
Nein. - Ja.
Flüstern Sie's mir ins Ohr.
Spinnst du? Wie willst du's mir bis zur Geburt verheimlichen?
Überlegen Sie es sich bis zum nächsten Termin.
Was bewegt sich da so rasend schnell? - Das...
ist das kleine Herz, das pocht.
Tja, deshalb nehm ich immer zwei Gummis.
Tony! Wir sind die Ersten, denen sie ihr Baby zeigen, also sei nett.
Früher hab ich Tigerbalsam dazwischengeschmiert. - Hör auf.
Nein, erzähl. Was soll so ein Blödsinn? - Ist doch klar.
Wenn das obere Gummi reißt,
schreit die Tussi, weil die Schleimhaut brennt.
Das ist der Alarm.
Nett gesagt, "die Schleimhaut brennt".
Ich hätte gedacht, du sagst... - "...die Muschi zerreißt"?
Im Ernst, hast du keine Panik?
Wenn ich so was in meinem Bauch hätte, würd ich durchdrehen.
Ich hatte tatsächlich Angst.
Ich fühlte mich besessen,
als ob jemand in mir wohnte, ein Alien.
Ein Fremder, der meinen Körper veränderte.
Ein Wesen in mir mit eigenen Vorlieben und Wünschen, das mich steuerte.
Es weckte mich jeden Morgen auf.
Es ließ mich meine vegetarischen Prinzipien vergessen.
Es ließ mich grundlos lachen
oder weinen.
Es spielte mit meiner inneren Uhr:
Tagsüber war ich Murmeltier, nachts Fledermaus.
Nicolas blieb bei alldem beunruhigend gelassen.
Männer haben die erstaunliche Fähigkeit, alles an sich abprallen zu lassen.
Ab dem 4. Monat fühlte ich mich wunderbar.
Ich dachte nur noch an Sex. Meine Hormone spielten verrückt.
Als wäre ich auf dem Gipfel der Weiblichkeit.
Tut mir leid. Ich hab das Gefühl, es sieht uns und bekommt alles mit.
Bitte... Schlaf mit mir.
Bums mich.
Ich kann nicht.
Ich hab 'ne Blockade.
Du hast deinen Doktorvater flachgelegt? - Das war ein Experiment.
Laut einer Studie zur berufsabhängigen Penisgröße
sind Arbeiter besser ausgestattet als Intellektuelle. - Hör auf.
Ich bin so heiß, ich träum schon von Gruppensex.
Lauter bitte, der dahinten hat dich nicht gehört.
Ach, Männer halten mich sowieso für die Jungfrau Maria.
Wenn die wüssten, was für eine hormonelle Zeitbombe
der Körper einer Schwangeren ist,
würden sie mich anders ansehen. Auch Nicolas.
Guck mal, diese Pfeffermühle.
Die heißt "Rubirosa". Nach Porfirio Rubirosa,
einem südamerikanischen Playboy der 40er,
mit unglaublich großem Gehänge. - Hör auf, ich kann nicht mehr.
Da weiß ich Abhilfe.
Der "Magic Finger". - Ganz schön stachelig.
Gut, Sie mögen keine Stacheln...
Und dies? Für Naschkatzen.
Ich hab schon gegessen. - Ich auch.
Mir scheint, Sie stehen sich nahe, also vielleicht...
Haben Sie keine Entchen?
So kleine Gummi-Entchen?
Enten haben wir nicht.
Aber vielleicht gefällt Ihnen Snoop. Ein Import aus Japan.
Die Nase vibriert, der Schwanz wackelt,
und wenn Sie pfeifen, streckt er die Zunge raus.
Können Sie pfeifen?
Was? - Es hat sich bewegt.
Woher kommt der Hund? - Das Baby hat sich bewegt.
Echt?
Ich fühl nichts.
Es mag mich nicht.
Sehen Sie? Die äußeren und die inneren Schamlippen...
und hier die Klitoris. - Wir wollten nicht wissen, was es wird!
So? - Ein Mädchen!
Früher oder später hätten Sie's sowieso erfahren.
Ihr Uterus ist anteversio-anteflexio. Perfekt.
Ein ideales Behältnis für ein Baby. - Ich glaub's nicht.
Ein perfekter Uterus, ist doch toll.
Wolltest du lieber einen Jungen? - Ich wollte nur eines: es nicht wissen.
Das hatte ich Ihnen doch gesagt. Warum hört niemand auf mich?
Ich bin doch nicht nur ein Uterus! Verdammt!
Nico, hattest du nicht 'ne Frage?
Nein. - Doch, doch.
Er wollte wissen, ob mein Baby alles schluckt, was ich schlucke.
Nabelschnur und Plazenta filtern alles, Lebensmittel werden zu Nährstoffen.
Es ist also keine direkte Nahrungsaufnahme.
Und Sperma? Das meintest du doch, oder?
Nun ja...
Die Samenflüssigkeit enthält viele wertvolle Nährstoffe.
Sie werden an den Fötus weitergeleitet, der sie dankbar aufnimmt.
Es sollte jedoch...
nicht sein Hauptnahrungsmittel sein.
Vor der Frage nach dem Anderen steht die Frage: Wer bin ich?
Wer ist der Andere, das Alter Ego?
Was ist ein Mensch?
Biologisch gesehen gehört der Mensch zur Familie der Hominiden,
Gattung "homo", Spezies "sapiens".
Ein Primat, der eng mit den Affen verwandt ist.
Doch abgesehen davon
ist der Mensch auch ein kulturelles Wesen, weil er redet.
Amandine. - Pst!
Anouk. - Wie die Kellnerin im "Étoile"?
Es klingt wie "Anus".
Eléanore.
Darf ich heut nicht arbeiten?!
Eléanore?
Ja, klingt schön. - Nein.
Das geht nicht.
Warum nicht? - Mit meinem Nachnamen?
Und? - Eléanore Malle.
"Ella Anormal".
Mama, sie ist nicht anormal. Das war ein Scherz.
Ja, genau.
Ella Anormal. Verstehst du?
Ja, genau.
Ja, ich sag's ihr.
Ich ruf dich noch mal an. Küsschen.
Bis bald, Mama.
Das glaubst du nie.
Dein Uterus, dieses ante-soundso...
Mama hat den gleichen. Genau den gleichen.
Unglaublich, oder?
Isst du nicht? - Ich hab keinen Hunger mehr.
Iss ruhig weiter, ich erzähl dir von Papas Prostata.
Ich bin sowieso zu fett.
Ich brauch 'ne Diät. - Du bist schwanger, nicht fett.
Eine einfache Rechnung: Das Baby ernährt sich aus den Reserven der Mutter.
Also lagern die Frauen Fett ein.
Esse ich weniger, verschlingt das Baby meine Fettreserven. Wie eine Tänie.
Du vergleichst unser Baby mit einem Bandwurm. Wie nett!
Wir könnten sie natürlich trotzdem "Tania" nennen.
Eigentlich mag ich unsere Wohnung. Für uns beide ist sie ideal.
Aber zu klein für uns drei.
Im 1. Stock wird eine 3-Zimmer-Wohnung frei.
Können wir's uns leisten?
Wenn ich mir 'nen anderen... 'nen richtigen Job suche.
So einen mit Anzug, Krawatte, Aktentasche... Mit allem, was dazugehört.
Ich hatte heute ein Vorstellungsgespräch. - Echt?
Als wir uns kennengelernt haben,
träumtest du davon, Filme zu machen.
Du sagtest, Tarantino hat auch mal im Videoladen angefangen.
Tarantino hat aber keine Kinder.
Das ist der "Klappi". Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Aber nur was für Ingenieure.
Es gibt eine Gebrauchsanweisung.
Dieser sieht gut aus. - Das ist das Beste vom Besten.
Der "Baby-Rossa".
Drei in einem: Buggy, Tragekorb und Kindersitz.
Antirutschgriffe, ABS-Bremsen, integrierter Fläschchenhalter...
Man klappt ihn so zusammen
und so wieder auseinander.
Was ist das? - Ein Kilometerzähler.
Gibt's den auch in Grau metallic?
Komm mal.
Was? - "Die Todes-Buggys".
Eltern von Buggy-Unfallopfern haben Crashtests gemacht.
Das ist unser: der "Baby-Rossa". 2 von 10 Punkten.
Rate mal, wie er genannt wird:
"Kindersarg". - Wir tauschen ihn um.
Der "Klappi" hat 9 von 10 Punkten. - Wir nehmen den "Klappi".
Der Andere gleicht mir zwar, ist aber auch anders.
Er kann zum Feind werden, zur Bedrohung,
zur Gefahr.
Unsere Ungleichheit führt zum Nicht-Verstehen.
Und durch die Dialektik wird der Andere bald...
zur Hölle auf Erden.
Huhu! Ist mein Päckchen angekommen? - Ja.
Unsere verrückte Mama hat's mir auch schon geschenkt.
Ja, und zwar die Ausgabe von 1970,
ein Geschenk ihrer verrückten Mutter. - Du hast es doch nie gelesen.
Ich hab sogar Notizen gemacht. - Trotzdem sind wir missraten.
Merk dir eines: Egal was du tust,
dein Kind sagt sowieso, du hast alles falsch gemacht.
Lies es trotzdem, und zwar meine Ausgabe.
Meine Notizen sind bestimmt...
lustig.
Lies einfach beide.
Klar, und dann mach ich eine Vergleichsstudie.
1970 war Laurence Pernoud noch viel liberaler
als 2010. Zum Beispiel beim Thema Rauchen.
1970 war's kein ethisches Problem, wenn Schwangere rauchten.
2010 ist es ein Verbrechen gegen die Menschheit.
Verrückt, oder?
Verrückt, oder?
Rebellieren. Sich weigern, zu einer Hündin zu werden.
Nicht mit der Herde laufen und Erwartungen entsprechen.
Weitermachen.
Schwänzen.
Flippern bis zum Exzess.
Noch mal schwänzen.
Immer schwänzen.
Herumhängen.
Herumlaufen.
Und warten, warten...
warten...
Hilfe!
Waren Sie bei meinem Geburtsvorbereitungskurs? - Ja.
Sicher?
Jedes Mal?
Das ist sehr wichtig.
Manche meinen, sie haben's nicht nötig. Und dann bereuen sie's.
Nicht verkrampfen, sonst fühl ich nichts.
Ich bin nicht verkrampft, ich hab Schmerzen. - Das ist erst der Anfang.
Können Sie nichts gegen die Schmerzen tun? - Nein, aber gegen aggressive Frauen.
Ich bin nicht aggressiv. - Natürlich sind Sie das. Alle sind das.
Eine Haube zu viel. - Die sind für die Füße.
Ich bin nebenan. Rufen Sie mich, wenn was ist.
Dr. Malle kommt bald.
Wie geht's dir? - Tolle Idee!
Was? - Dass dein Onkel die Entbindung macht. Was sollte das?
"Ganz traditionell im Kreise der Familie"? - Er ist ein guter Arzt, und du magst ihn.
Ich mag's nicht, dass er mich mit gespreizten Beinen Blut spritzen sieht.
Keine Essen mehr bei ihm!
Wir machen einen großen Fehler. Lass uns nach Hause gehen.
Fass mich nicht an.
Was soll ich machen? - Sei ruhig.
Lass mich allein. - Gut, ich gehe.
Nein! - Ich bleibe.
Komm her. - Ich bin ja da.
Ich kann nicht mehr...
Was ist denn?
Was ist los?
Sie ist tot. - Was?
So ein Quatsch! Die Kleine hat sich nur bewegt.
Sehen Sie? - Danke.
Ihre Mutter ist draußen, sie möchte dabei sein. - Sie soll abhauen.
Sie ist hartnäckig. - Werfen Sie sie raus.
Ich kümmer mich drum.
Machen Sie einen Buckel, wie eine Katze.
Bitte.
Was ist das? - Wenn Sie in meinem Kurs gewesen wären, wüssten Sie das.
Was soll das heißen? Warst du nicht beim Kurs?
Wo warst du?
Wo warst du?
Im Bistro, Mann!
Bist du bei der Stasi oder was? Lass mich in Ruhe!
Ich werd ohnmächtig.
Ich hol mir einen Kaffee.
Schön, euch zu sehen.
Kommt doch mal zum Essen. - Jederzeit.
Warte...
Wie wollt ihr sie nennen? - Wie findest du Martha?
Wie Tante Martha? - Genau.
Warum nicht? Schön!
Lea... Sie soll Lea heißen.
Ja, wir nennen sie Lea.
Hier, nimm das.
Für deine Frau!
Noch mal.
Eine Wehe. Los geht's! Na los, schön pressen!
Es tut so weh... - Drück auf die Pumpe.
Wozu ist das gut? - Gegen die Schmerzen.
Na los, nimm sie.
Gut so.
Das kommt davon, wenn man schwänzt.
Blöde Kuh!
Blöde Kuh!
Gut, und jetzt los.
Press das Baby raus.
Na los, na los. Konzentrier dich.
Halt dich fest. Sehr schön.
Einatmen, Luft anhalten,
festhalten und pressen!
Gut so.
Ja, roll dich schön ein. Perfekt.
Weiter so, weiter so...
Schön Luft holen.
Einatmen, halten, hochziehen.
Pressen. Noch mal.
Noch mal von vorn.
Ich mache einen Dammschnitt.
Schön weiterpressen.
Geht's?
Und weiter.
Ich war nichts als Krampf und Zuckung,
hatte kein Zeitgefühl mehr, keine Ahnung, was ich hier machte.
Warum hatte mich niemand gewarnt? Warum hatte meine Mutter nichts gesagt?
Der Schmerz wird bestimmt aus dem Gedächtnis gelöscht.
Später konnte ich mich jedenfalls an nichts erinnern, wie durch Zauberei.
Aber die Realität sieht so aus: Bei einer Entbindung wirst du zerrissen
und wieder zusammengenäht, mit Nadel und Faden.
Hier die Narbenbildung. Kommen Sie näher. Diese drei selbstauflösenden Fäden
sind in 4 bis 5 Tagen weg. Kein Bluterguss, keine Entzündung.
Auf der Narbe können sich ja Blutergüsse bilden.
Aber es verheilt gut. Vollendete Nähkunst.
Wiedersehen. Schönen Tag noch.
Sie sollten jetzt schlafen.
Im Säuglingssaal ist sie gut aufgehoben.
Morgen früh bring ich sie Ihnen wieder.
Was denn?
Sie sind noch da?
Lea und ich bleiben noch ein bisschen. Wir sind noch nicht so weit.
Reden Sie keinen Quatsch.
Beeilen Sie sich. Ich helfe Ihnen.
Was machen Sie denn für ein Gesicht?
Was ist denn los?
Das verstehen Sie nicht. - Angst? Nicht so schlimm.
Ihr Hormonspiegel fällt gerade ins Bodenlose. Und es ist normal, Angst zu haben.
Ich schaff's nicht. - Aber natürlich!
Verlassen Sie sich drauf. Alles geht ganz von selbst, Sie werden sehen.
Und wenn nicht?
Und wenn wir nicht miteinander klarkommen? - Sie wird Ihr Herz erobern.
Nur bei sehr wenigen Frauen passiert das nicht.
Ja, weinen Sie ruhig.
Das wird Ihnen guttun.
Danke. - Gern geschehen.
Lässt du sie ihr Bäuerchen machen?
Babs, sie hat gespuckt.
Warum weint mein Baby?
Babs, hilfst du mir mal kurz?
Dr. Marcaurel, Sie beantworten die Frage aller überforderten Mütter:
"Wie bringe ich mein Baby um?"
Ohne Verdacht zu erregen. - Selbstverständlich.
Abgelaufene, bakterienverseuchte Milch: sehr effektiv.
Eine Erdnuss, ein winziges Spielzeug, ein Bonbon:
garantiertes Ersticken.
Was ist denn?
Hallo, M. Truffard. Ich wollte Sie auch schon anrufen.
Ich glaube, das Anderssein muss phänomenologisch betrachtet werden.
Für Levinas führt ja eine Liebkosung ins Unsichtbare...
Am Thema vorbei?
Wir müssen reden.
Hallo!
Ich heiße Lea, bin einen Monat alt und kann sprechen.
Wer kommt denn da? Ist das die Mama?
Toll! Mama hat eingekauft!
Was machst du?
Leas erste Momente verewigen.
Hast du die Kamera gekauft? - Ein Geschenk. Im Karton ist ein Brief für dich.
"Schick mir Bilder meiner Enkelin. Alles Liebe, Papa."
Kurz und bündig wie immer, dein Vater.
Wenn er sie sehen will, soll er kommen. Ansonsten kann er mich mal.
Na, mein Liebling? Komm,
ab ins Bettchen.
Warum sagst du so was? Er ist dein Vater.
Keine Vorwürfe bitte. Er hat uns verlassen, als ich 4 war, und er war nie für mich da.
Wenn er tot wär, wär's dasselbe.
Nein, das wär's nicht.
Das hätte ich nicht sagen sollen.
Tut mir leid.
Der gehört Mama.
Du kleiner Schelm.
Willst du den haben?
Toll, dass sie nachts durchschläft. - Wie bitte?
Hier schläft nur einer durch, und das ist nicht sie.
Soll ich etwa nachts aufstehen und sie stillen?
Hat sie schon gegessen?
Sieht man das nicht? - In der Tat.
Man sieht dir an, dass sie gern isst.
Hast du nur ein T-Shirt?
Hast du kein Hirn?
Ich hab keine Zeit für Eitelkeiten.
Soll ich sie wickeln? - Ich geh schon.
Ich mach's.
Nein, ich mach's. - Nein, ich!
Na, was ist denn hier los?
Puh, das stinkt!
Da kommen einem ja die Tränen!
Sag das nicht, sonst kriegt sie Verstopfung, wie ihr Papa.
Im Ernst. Deine Mutter hat dir als Baby bestimmt 'nen Kacki-Komplex eingeimpft.
Riecht das lecker! Zum Anbeißen.
Lea, bitte...
Die Windeln sind alle! - Dann geh zur Apotheke.
Ich brauch auch Shampoo gegen Haarausfall und Brustwarzensalbe.
Die Großpackung.
Früher war ich romantisch.
Und Hämorrhoidenzäpfchen.
Verdammter Scheißbuggy!
Früher war ich gelassen.
Ich war sorglos, un verdorben...
Es gab Dinge, von denen hatte ich keine Ahnung.
Ihr Beckenboden sieht schlimm aus. - Aha.
Total schlaff, durch die Entbindung.
Wie eine Hängematte, in der ein Elefant gesessen hat.
Sind Sie auch inkontinent?
Das ist normal.
Zum Glück ist der Beckenboden ein Muskel. Wir werden ihn trainieren.
Diese Sonde misst Dauer und Stärke der Kontraktionen.
Gut.
Schon witzig. Als ich am Empfang um einen Termin bat, dachte ich, Sie seien eine Frau.
Ihr Name, "Camille Rose"...
Ganz schön clever.
Tut das nicht weh, nach dem Dammschnitt?
Gar nicht. Außerdem ist der Schnitt längst verheilt.
Oder haben Sie Schmerzen beim Verkehr? - Verkehr?
Ja, beim Verkehr.
Nein, weil... Ich habe keinen...
Seit der Entbindung hatten Sie keinen...?
Keinen Verkehr.
Guck mal, jetzt hast du dein eigenes Zimmer, ist das nicht schön?
Dieses Kind hat einen eingebauten Sex-Detektor.
Ist da noch Platz?
Ist das eine gute Idee?
Ausnahmsweise.
Soll das 'n Witz sein?
Das sind die Elektriker, wegen dem Kühlschrank. Die konnten nur heute.
Am Sonntagmorgen? Was für 'ne blöde Idee!
Jetzt hör auf! Ich mach hier alles allein, also beschwer dich nicht!
Und warum nicht? Ich hab nur das Wochenende zum Ausschlafen!
Ihr Kühlschrank ist kaputt? - 1. Stock.
Und mit ihr, das geht nicht mehr. Das ist ein Doppelbett, kein Dreierbett.
Das geht jetzt schon seit Wochen so. Ich kann nicht mehr.
Ich bin todmüde, bin nur am Schuften.
In der Küche.
In der Küche. Hast du gehört, Roger?
Ja. Sehr originell.
Was ist denn mit dem Kühlschrank? - Er geht nicht mehr.
Und ich? Schufte ich etwa nicht? Nein, ich hänge nur rum!
Ich hab keine Minute mehr für mich. Jeden Tag die gleiche Routine.
Wie in "Täglich grüßt das Murmeltier". - Dann plane besser.
Klar, es ist meine eigene Schuld.
Ich bin auch müde, Nico. - Du drehst durch!
Kundendienst am Sonntagmorgen!
Genau, ich drehe durch! Ich mach hier alles allein, keiner hilft mir.
Ich möchte auch mal verwöhnt werden
und Sex haben, verdammt!
Es ist zu viel. Ich kann nicht mehr, bin vollkommen überfordert.
Ich glaub, ich weiß 'ne Lösung.
Hallo, Edith. - Mein Sohn sagt, Sie haben Probleme mit Martha?
Sie heißt nicht Martha, sie heißt Lea.
Lassen Sie mich rein? - Klar.
Sie müssen ihren Kopf stützen. - Ja.
Sie saugt nur noch Luft, oder? - Meinen Sie?
Ich glaube, nicht.
Ich nehm sie fürs Bäuerchen.
Geben Sie mir ihr Lätzchen?
Sie hat noch Hunger. - Dann haben Sie nicht genug Milch. Geben Sie ihr das Fläschchen.
Ich stille lieber.
Ich bringe morgen meine Melkpumpe mit. Milchpumpe, meinte ich.
Das stimuliert Ihre Milchproduktion. - Ich will sie stillen. Verstehen Sie?
Sie wollen, Sie wollen. Aber Sie können nicht.
Aber keine Sorge, ich helfe Ihnen.
Ich habe Nico 5 Jahre gestillt.
Ich weiß, wovon ich rede.
Wurden Sie gestillt?
Natürlich nicht! Das macht die Brust kaputt. Ich hab's versucht,
drei Wochen lang, bei Katja. Es tat so weh, dass ich nur noch fluchte.
Sollte ich etwa beim Stillen ständig "Miststück" zu dir sagen?
Das verstehst du doch, Liebes?
Und ohne Stillen nabeln sich Kinder schneller ab.
Warum stillst du? - Weil...
...die Gesellschaft dich dazu zwingt. Versuch nicht, die perfekte Mutter zu sein.
Es reicht, mittelmäßig zu sein, wie ich.
Ich stille, weil ich ein Säugetier bin. - Hör auf mit diesem "Natur"-Quatsch!
Céline Dion hat mal in einer Zeitung behauptet, Stillen sei wie Kunst.
"Wenn Baby René an meinen Nippeln nuckelt, fühle ich mich wie eine Künstlerin."
Ein Triumph für den Stillclub.
Die haben der armen Céline das Gehirn gewaschen.
Stillclub?
Wenn du da hingehst, sag ich dir eines:
Ich hol dich aus dieser Sekte nicht wieder raus.
Ich heiße Barbara, meine Tochter Lea ist 5 Monate alt.
Hallo Barbara! Hallo Lea!
Und? Stillst du Lea?
Ja, aber ich habe nicht genug Milch und überlege, ob ich das Fläschchen...
Auf keinen Fall! Das Fläschchen ist der Feind des Stillens.
Trägst du sie im Tuch? - Macht ihr Co-Sleeping?
Bitte? - Co-Sleeping.
Schläft sie bei dir?
Der Stillclub propagiert Tragetücher und Co-Sleeping.
Ach so. Ja, sie schläft manchmal bei mir.
Aber mein Mann und ich haben kaum noch Sex, also...
Mit Co-Sleeping hast du alles Griff.
Das Stillen ist einfacher, wenn das Baby neben dir schläft.
Stört's dich, wenn Mama mit uns isst? - Gar nicht.
Aber mich stört, dass sie Lea heimlich die Flasche gibt.
Sie will mir das Stillen versauen. Das Fläschchen ist der Feind des Stillens.
Sie schläft heute hier. Das ganze Hin- und Hergefahre ist anstrengend.
Gut. Wir gehen jetzt baden, mein Schatz.
Alles in Ordnung, Edith?
Suchen Sie etwas? - Nein.
Sie schläft friedlich. - Sie fühlt sich wohl in ihrem Bettchen.
Barbara, ich habe etwas für Sie.
Was ist das? - Meine Milchpumpe.
Ich hab's so genossen, Nicolas zu stillen. Eine wunderschöne Erinnerung.
Aber dieser Vielfraß hat mir ziemlich zugesetzt.
Meine Brustwarzen waren total entzündet.
Diese Maschine hat mir die Brust gerettet.
Nicolas, hilfst du mir mal kurz?
Sie hat's auf mich abgesehen. - Du bist ja paranoid!
Nein. - Doch! Sie will dir helfen und du kritisierst sie nur.
Hol doch deine Mutter her. Mal sehen, wie lange das gut geht.
Meine Mutter hol ich erst, wenn ich total down bin.
Warum dramatisierst du alles so? - Mein Leben ist dramatisch!
Vertrau meiner Mutter. Sie kann gut mit Kindern umgehen.
Sieh mich an.
Ich sehe ein Muttersöhnchen, aber ich brauche einen Mann!
Sie hatte Hunger.
Heute schläfst du in deinem Bett, ja? Mit deinen Tierchen.
Pandi Panda kommt hierhin.
Und wer ist das? Zaza die Giraffe, auf Ecstasy.
Und dein Kuscheltuch...
Ich sehnte mich danach, ihn zu lieben, von ihm geliebt zu werden,
aber es war so schwer.
Mein Körper war gefühllos.
Ich spürte nichts mehr außer einer Art Beklemmung.
Tut's weh? - Schon gut. Aber mach langsam.
Krankenschwestern, Ärzte, Hebammen, Geburtshelfer...
So viele Menschen hatten mich auf so unpersönliche Art berührt,
dass nun alles entweiht war.
Mein Geschlecht war kein Sexualorgan mehr,
sondern nur noch eine Röhre.
Zerrissen,
vernäht,
zusammengefügt,
doch nie wirklich verheilt.
Sie war mein Lebensinhalt, das Schönste auf der Welt.
Alles andere war egal.
Ich liebe dich.
Total egal.
Mit ihr erlebte ich Momente des Glücks,
der Symbiose, Momente vollkommener Liebe.
Nicolas und ich jedoch drifteten auseinander wie zwei Kontinente...
Ich merke jetzt, wie zufrieden mich das Stillen macht.
Diese Freude, etwas zu geben, diese Symbiose...
Eine sinnliche, emotionale Erfüllung, fast...
Orgastisch?
Nächsten Freitag um die gleiche Zeit? - Ja.
Das ist dann unsere letzte Sitzung.
Könnte ich vielleicht ein paar Sitzungen zusätzlich haben?
Natürlich.
Wissen Sie, ich unterrichte Physiotherapie.
Würden Sie meinen Schülern zeigen, wie kräftig Ihr Beckenboden ist?
Tut mir leid.
Barbara, Sie müssen das nicht tun...
Entschuldigen Sie...
Es ist nur...
seit der Entbindung das erste Kompliment, das ich bekomme.
Sie sollten sich mal Zeit für sich nehmen.
Ausgehen, Freunde treffen, Spaß haben.
Leben. - Und wer kümmert sich um sie?
Sie hat doch einen Vater?
Ruf einen Babysitter an. - Ich bitte dich sonst nie um was!
Ich hab meine Freundinnen ewig nicht gesehen. Dafür würd ich sogar die Milchpumpe nehmen.
Du bist so was von egoistisch. - Hör auf!
Ich pass ja gern auf sie auf, aber nicht heute, an Tonys Geburtstag!
Ich seh meine Freunde auch nie.
Wieso lässt unser Buggy sich eigentlich nicht auseinanderklappen?!
Den brauchen wir nicht. Sie fühlt sich wohl so.
Im Buggy würd sie mal was anderes sehen als immer nur dich.
Bist du sicher, dass sie sich wohlfühlt? Hast du sie gefragt?
Du solltest sie mal loslassen. - Wenn ich sie loslasse, fällt sie.
Hast du sie bei der Krippe angemeldet? - Ich hab noch mal gefragt.
Wir stehen immer noch auf der Warteliste.
Gut, ich hätte sie schon früher anmelden sollen, vor ihrer Zeugung.
Wegen heute Abend fragen wir meine Mutter.
Oder deine.
Dann lieber einen Babysitter.
Was ist das? - "My-baby-sitter-is-a-monster.com"
Ich frag mal die Nachbarn, die wirken vertrauenswürdig.
Gute Idee.
Mein Schatz, heute Abend bleibst du bei der netten Tante.
Und Mama wird sich volllaufen lassen,
bis sie nicht mehr weiß, wie sie heißt.
Ja, sie geht aus.
Kommen Sie rein.
An Kindern fehlt's uns hier nicht.
Sind das alles Ihre? - Ja.
Auf eins mehr oder weniger kommt's nicht an.
Wie schaffen Sie das? Wird Ihnen das nicht zu viel?
Das muss doch anstrengend sein. - Das geht schon.
Irgendwann wird's zur Normalität.
Normalität?
Welche Normalität?
Ist es normal, dem Familienleben zu entfliehen, wenn man unglücklich ist?
Oder ein Baby zu bekommen, um die Ehe zu retten
und sich dann doch scheiden zu lassen?
Oder zusammenzubleiben, weil einem der Mut zur Trennung fehlt?
Es gibt viele Arten von Normalität.
Aber ich kannte kein glückliches Paar mit Kindern.
Kein einziges.
Guten Abend. - Morgen.
Ich wollte meine Tochter abholen. - Ihre Tochter?
Die hat Ihr Mann schon abgeholt, vor 6 Stunden.
Ach so.
Ist ja gut!
Na, wer wacht denn da auf? Die Mami?
Mami muss gleich kotzen.
Mann, geht's mir beschissen.
Jetzt will sie bestimmt immer das Fläschchen. - Umso besser.
Du kannst sie nicht ewig stillen. - Wie spät ist es?
Mittag.
Wir haben schon das Igel-Lied gesungen,
die Geschichte vom Maulwurf gelesen und das Häschenspiel gespielt.
Schön gegessen hast du.
Was für 'ne Wampe!
Hoppe, hoppe Reiter, wenn er pupst, dann schreit er...
Was machst du hier?
Wo ist Nico? - Einkaufen.
Er hat mich angerufen. Ich kam mir vor wie der Rettungsdienst.
Armes Ding, deine Alki-Mutter vernachlässigt dich.
Wie ähnlich sie dir sieht! Ich fühle mich wie 30.
Gib sie mir.
Du hängst zu sehr an ihr. Das ist nicht gut für sie.
So wird sie nie unabhängig. Und das wird sie dich büßen lassen.
Ist mir schlecht... - Tja. Wenn du dich so gehen lässt!
Wie verantwortungslos! - Und du?!
Du hast damals LSD geschluckt und wolltest mit uns Kindern im Auto nach Goa.
War das verantwortungsvoll? - Hältst du mir das ein Leben lang vor?
Euch ist nichts passiert. - Dank der Bullen, die dich am Stadtrand gestoppt haben.
Du bist undankbar! Ich hab so viel für dich getan!
Dich gedrängt, zu studieren... - Nicht wieder die Leier!
Dich beim Volleyball angefeuert, obwohl du nie Ballkontakt hattest,
deine öden Tanzaufführungen beklatscht.
Und wer ist im Urlaub durch ganz Nepal gefahren, um für dich Milch zu kaufen?
Geht's besser? - Warum hast du meine Mutter geholt?
Du sagtest, du würdest sie holen, wenn du total down bist.
Heute hatte ich das Gefühl, du bist total down.
Außer in Urlaub fahren fiel uns nichts ein, um unsere Beziehung zu retten.
Auf den Baby-Club! - Und seinen Erfinder!
Der Mann verdient den Friedensnobelpreis. - Mann?
Eher 'ne Frau, die die Menschheit retten wollte.
Willst du mal probieren?
Willst du mal probieren?
Piña Colada ohne Alkohol?
Ich bleib lieber bei meinem gehaltvollen Mojito.
Schön hier, oder? Eine paradiesische Insel.
Eine verführerische Insel. - Bitte?
Glotz weiter diese Flittchen an und du kriegst meine Piña Colada in die Fresse.
Ich glotz nicht, ich seh mir nur die Leute...
Du hast es so gewollt.
Lecker, deine Piña Colada.
Schade, dass kein Alkohol drin ist.
Ich liebe dich.
Zeig mir, wie sehr du mich liebst.
Bleib. Bleib.
Ich kann nicht. - Doch!
Bleib hier!
Sehen Sie in der Ménatte-Akte nach.
Nein, sie liegt bei den unsortierten.
Vergessen Sie's. Ich bin gleich da.
Beim Akt der Geburt erleben wir Trennung,
Aufopferung für den Anderen, Verantwortung.
Wir stoßen an unsere körperlichen und geistigen Grenzen.
Ja, das entscheidende menschliche Erlebnis ist dieses Übertreten,
die Bewusstseinswerdung in der Begegnung mit dem Anderen, also mit der Unendlichkeit.
Kommen Sie herein.
Ich bin enttäuscht von Ihnen, Barbara.
Ich habe Sie immer für eine meiner besten Studentinnen gehalten.
Aber diese Fragmente, die Sie mir geschickt haben...
Nichts als Stückwerk.
Was haben Sie gemacht? Mit Philosophie hat das nichts zu tun.
Ich werd's überarbeiten.
Sie schweifen ab.
Das Ende widerspricht dem Anfang. Als hätten Sie das Thema gewechselt.
Wechseln Sie lieber den Doktorvater. Oder den Beruf.
So kann man Sie nicht auf Studenten loslassen. - M. Truffard, bitte...
Geben Sie mir noch einen Aufschub. - So viel Sie wollen.
Ihren Job hat sowieso Ihr Kommilitone, Jean-Baptiste Leroux.
Wo bleiben die Bilder meiner Enkelin? Ich warte... Papa.
So, Papa, das ist deine Enkelin Lea.
Sieht sie mir ähnlich? - Was machst du?
Oder Nicolas, den du ja nicht kennst?
Schläft sie immer noch nicht?
Sie weigert sich. Ich werd wohl Formaldehyd benutzen. - Viel Glück.
Sie ist 9 Monate alt.
Sie schreit andauernd und schläft nie durch. Keine Ahnung, warum.
Hat sie das von mir geerbt?
Mama sagt, ich hab als Kind auch viel geschrien. Erinnerst du dich?
Weinen Mädchen vielleicht, weil sie ihren Papa vermissen?
Nicolas arbeitet so viel, ich frag mich, ob er ein Doppelleben führt.
Kommt dir das bekannt vor, Papa?
Sie schläft. Aber wie lange noch?
Bald wacht sie auf und ich bring sie wieder zum Einschlafen.
Wieder und wieder.
Ich sing ihr blöde Lieder vor,
von Robben, Ponys, Ottern
und tausend anderen Tierchen.
Sie ist wach.
Leb wohl.
So, Papa. Nun kennst du deine Enkelin
und musst nicht extra vom anderen Ende der Welt anreisen.
Also, man sieht sich.
Gute Neuigkeiten: Der Weihnachtsmann existiert und war pünktlich.
Im Gegensatz zu anderen.
Zeit für Geschenke!
Tut mir leid.
Wir haben auf Sie gewartet.
Frohe Weihnachten, Liebling.
Haben Sie Hunger?
Es gibt Truthahn, Kuchen und jede Menge zu trinken.
Der Kuchen ist sehr lecker. - Ja?
Wie spät ist es? - Mittag.
Scheiße...
Mein Essen mit Tony! Du hättest mich wecken können!
Ich hab's satt, nicht in meinem Bett zu schlafen. Ich sollte ins Hotel ziehen.
Du lebst hier doch wie im Hotel.
Hast du die Zimmerservice-Nummer? Ich möchte Kaffee. - Die 1.
Wer ist das? - Tony.
Lässt du ihn rein? - Nein. Hier herrscht Chaos. Er soll unten warten.
Er hat ein Geschenk für die Kleine.
Ja? Komm hoch.
Du hast meines nicht mal aufgemacht.
Ich hab deine Vorwürfe satt.
Frohe Weihnachten.
Kümmerst du dich um sie?
Lasst ihn doch ein bisschen schreien.
Wie alt ist er jetzt? - "Sie" ist 9 Monate alt.
Dann lass sie 9 Minuten schreien.
Eine Minute pro Lebensmonat. So härtet ihr sie ab.
Weißt du, was die Sioux machen?
Sie überlassen ihre Kinder sich selbst. Die fallen in den Fluss, verbrennen sich...
So lernen sie schnell. - Mach das mit deinen Kindern.
Ach nein, du als Polygamist wirst ja keine haben.
Ist ja gut...
Na, du kleines Monster?
Guck mal.
Mann, ist Babs gereizt. - Höllisch. Wie sie mit mir spricht...!
Am liebsten würd ich abhauen.
Du verlässt sie aber nicht, oder? - Nicht heute an Weihnachten.
Idiot. - Gehen wir.
Sie hat Hunger und möchte gestillt werden.
Ich dachte, du wolltest sie sehen. - Ja, klar.
Sie ist toll!
Wir müssen los.
Lasst es euch schmecken, während ich hier Dienstmädchen spiele.
Und später blas ich dir einen, ja?
Ist das erbärmlich!
Ich warte unten.
Mach mich nicht klein vor Tony. - Das tust du schon selbst. Sieh dich an.
Ich hab genug von deinen Vorwürfen, deiner Schwarzmalerei!
Ich gehe.
Ja, geh ruhig!
Da haben wir uns getrennt.
Wenn du gehst, siehst du Lea nie wieder. - Nein!
Dann geh ich zu den Bullen!
Nein, da.
Trennen wir uns jetzt nur, weil ich essen gehe? - Nein.
Was ist los? Du bist nicht mehr du selbst.
Ich fühl mich so allein, den ganzen Tag in der Wohnung eingesperrt.
Wie unter Hausarrest.
Ich war fast das ganze Jahr nur zu Hause. Und du merkst es nicht mal.
Ich heule ständig.
Als wäre ich bis oben voll mit Wasser.
Ich weiß nicht mehr weiter. Nichts macht mir mehr Freude,
ich bin vollkommen leer.
Also doch nicht voll Wasser?
Ich muss hier raus.
Ich brauch Luft zum Atmen, und du auch.
Willst du dich echt trennen?
Ich brauch Zeit für mich selbst.
Du willst gehen?
Dann geh.
Aber Lea bleibt. Keine Diskussion.
Wie wär's mit 'nem Aufguss?
Männer taugen nichts. Von denen kannst du nichts erwarten.
Akzeptier das, und schon geht's dir besser.
Das hast du mir jetzt oft genug gesagt. Was soll ich tun? Aufgeben, wie du?
Siehst du Männer wirklich so? Hast du darum nie wieder geheiratet?
Ich musste für zwei kleine Mädchen sorgen.
Es ist also unsere Schuld?
Auch, dass Papa dich verlassen hat? - Natürlich nicht!
Wie kommst du auf so 'nen Blödsinn?
Daran sind nur dein Vater und ich schuld. Ich meinte: Es ist schwerer...
...mit zwei kleinen Mädchen.
Aber du musst nicht mehr für uns sorgen.
Im Ernst,
willst du etwa allein alt werden?
Du nervst!
Du hast immer schon genervt. Deine Schwester auch, aber du noch mehr.
Und warum hast du dann Kinder gekriegt?
Ich hab deinen Vater sehr geliebt.
Das Schönste, was ich mit ihm machen konnte, war, Kinder zu haben.
Soll ich noch mal aufgießen? - Bei mir wirkt's sowieso nicht.
Betreff: Deine Enkelin. Hast du das Video bekommen?
Meine Enkelin ist wundervoll!
Sie erinnert mich an jemanden: dich. Papa
"Muss vor dem Verzehr ausgezogen werden."
Banane.
Ah, ja.
"Stumm geboren", 6 Buchstaben.
Das ist für mich. - Wird mein Haus wieder zum Hotel?
Bist du noch nicht fertig?
Doch, wieso? - Wir gehen doch nicht in den Asterix-Park!
Vergiss es. Die hab ich getragen, als ich 17 war.
Eben. Mit 17 warst du top.
Oh nein. - Oh doch.
Ist das nicht zu doll? - Zu doll was?
Zu nuttig. - Du brauchst 'ne andere Frisur.
Warum hast du nie was gesagt? - Als Mutter darf ich nicht unglücklich sein.
Ich darf mich nicht beschweren. Das wäre unangebracht.
Kinder sind das Schönste auf der Welt, oder? - Babs, das ist doch nur Theorie.
Wie geht's Ihrem Beckenboden?
Ganz gut.
Ich weiß nicht.
Immer noch so kräftig?
Das passiert häufig. Viele frisch gebackene Eltern trennen sich.
Fragen Sie meine Frau.
Ich meine...
Ex-Frau.
Aber Ihr Liebster sollte sich glücklich schätzen...
Oh, tut mir leid.
Das kann ich Ihnen nicht sagen.
Am 17.?
Ich frage meine Assistentin.
Notieren Sie das bitte?
Nun schlaf schön, mein Schatz.
Husserl, Kant, Heidegger...
Ich hatte alles gelesen. Und wofür?
Statt Erhellung zu bringen, zwängte mir die Philosophie Kategorien auf.
Und dem realen Leben stand ich hilflos gegenüber.
Die Frage nach dem Anderen.doc
Endgültig löschen
Als ich an jenem Tag erwachte,
fühlte ich mich benommen...
...Wie eine Schildkröte auf dem Rücken...
Da begann es.
Ich war vom Leben überwältigt... ...ein driftender Körper...
Wir werden nicht als Mütter geboren...
... Verantwortung... ...ohne Epidural-Anästhesie?
Männer sollten bei der Geburt nicht dabei sein.
Ein Horrorfilm. Hauptrolle: ich.
Ihr Popo auf meinem Bauch...
Mein Leben gehörte nicht mehr mir. Ich war eine Hülle, ein Nichts.
Von nun an war ich Mutter.
Ein freudiges Ereignis.doc
Roman.
Für sie hatte ich alles in Frage gestellt.
Sie hatte mein Leben umgekrempelt.
Sie hatte mich in die Enge getrieben,
mich an meine Grenzen gehen lassen.
Sie hatte mir die Extreme gezeigt:
absolute Liebe, Aufopferung,
Zärtlichkeit, Selbstaufgabe.
Sie hatte mich aufgewühlt,
verwandelt.
Hast du's geschafft?
Was? - Den Buggy aufzuklappen.
Ich hab zwei Passanten um Hilfe gebeten.
Zu dritt vollbringt man Wunder.
Du hast mir so gefehlt...
Komm her.
Es ist, als hätte ich sie ein Jahr nicht gesehen.
Ich will alles wissen, was ihr gemacht habt, du und Papa.
Auf die Stunde, auf die Minute genau!
Die Krippe nimmt sie.
Echt?
Nach den Ferien. - Wie hast du das hingekriegt?
Ich war bei der Leiterin und hab so gemacht...
Wer könnte da Nein sagen?
Guck mal!
Was ist das?
Das ist Schnee.
Als du geboren wurdest, hat's auch geschneit.
Schön, nicht?
Hier, dein Kuscheltuch.
Wollen wir nicht reden?
Ja.
Ich wollte, ein Blick würde genügen, um sich seine Liebe zu zeigen,
eine Liebe, zu groß, um zu vergehen.
Alles vergeht mit der Zeit. Alles.
Doch was bleibt, was auf rätselhafte Weise weitergeht,
ist das Leben.
Ja, das Leben.
Untertitelung: SUBS Hamburg Antje Harbeck
Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.