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Hallo? Hallo?
Hallo? Hallo? Hallo?
Hallo?
Hallo? Hallo? Hallo? Hallo? Hallo? Hallo? Hallo? Hallo? Hallo? Hallo?
Hallo?
Die Telefonleitung ist zur Nabelschnur der Kommunikation geworden, die uns alle
miteinander verbindet. Die Reichen, die weniger Reichen, die Stressgeplagten,
die Geschwätzigen, die Zagraften und die Einsamen.
Tja, was wären wir ohne die Quasselstrippe?
Und was wären die vielen Modelle und Hostessen, die Kapaliere und die
Privatclubs ohne Telefon?
Der heiße Draht ist ihr Lebensnerv.
Ohne ihn wäre diese neue Spielart der käuflichen Liebe nicht möglich.
Ja, bitte.
Guten Tag, Herr Möllmeister? Ja.
Ich komme von Infotest -Institut für Meinungsforschung. Ich hätte da ein paar
Fragen an Sie, wenn Sie ein paar Minuten Zeit hätten. Eigentlich kommen Sie sehr
ungelegen. Ach, es dauert doch nur ein paar Minuten.
Naja, also bitte, wenn Sie schon mal hier sind, kommen Sie. Bei Anruf, Liebe.
Die Inserate in den Tageszeitungen nehmen täglich zu.
Der Straßenstrich verkümmert. Die Sperrbezirke werden bedeutungslos.
Und nur die Sittenwächter holen sich noch kalte Füße. Die Damen und Herren
erotischen Dienstleistungsgewerbes haben es bequemer. Sie vermarkten sich heute
per Telefon.
Gabi. Ein neuer Boom zeichnet sich ab, dessen heimliche Ursache die
Meinungsforscher noch nicht ermittelt haben.
Und nun weiter im Text.
Fräulein Gabi, was haben Sie noch alles auf Ihrer schlauen Liste?
Tja, also da steht jetzt der neue Fragenkomplex an. Der Komplex S.
S wie Sex.
Das sind schon sehr intime Fragen. Es steht Ihnen natürlich frei, die
zu verweigern.
Aber... Quatsch.
Außerdem ist das mein größtes Hobby.
Da gibt es nichts zu verbergen. Also, ja, fragen Sie munter drauf los.
Würden Sie sich als sexuell normal bezeichnen oder haben Sie eine Neigung
eigenen Geschlecht?
Ja, ich bin völlig lesbisch. Ich stehe nur auf Frauen.
Also heterosexuell? Ja.
Sind Sie verheiratet und wenn ja, warum?
Nein, danke.
Ich lebe an der Karf.
Was bedeutet Ihnen Sex?
Einfach alles.
Sex ist mein einziges Freizeitvermögen.
Wie oft haben Sie Geschlechtsverkehr?
Naja, vielleicht fünf bis sechs Mal.
In der Woche?
Nein, am Tag, Mädchen, am Tag.
Werden Sie des Öfteren von Sexualträumen gequält? Nicht gequält, erfreut.
Könnten Sie vielleicht einen besonders charakteristischen Sexualtraum kurz
schildern? Ach ja, es ist immer der gleiche.
Irgendeine junge, hübsche Frau klingelt an meiner Wohnungstür.
Genau wie Sie. Sie kommt von einem Meinungsforschungsinstitut.
Will mir nur ein paar Fragen stellen.
Genau wie Sie.
Ich lasse Sie zur Tür rein.
Genau wie Sie.
Sie sitzt hier auf der Couch.
Sie tut es aus. Sie ist höflich. Und stellt mir nur ein paar Fragen.
Und plötzlich überkommt das Licht. Herr Spittel, Sie werden doch nicht essen.
Ich reine zum Fenster.
Lassen Sie die Chalazin runter.
Sie nimmt das Licht.
Lassen Sie den Morgenmantel fallen.
Und dann... Nein, Herr Möllenmeister.
Mann, hier drin schnapp ich ihn mir.
Ich seh den kleinen Mann vom Leim.
Komm dann nächste Woche wieder. Am Mittwoch um die gleiche Zeit.
Ah, okay. Und als was dann?
Ich dachte als junge Nonne. Mit der Sammelbüchse.
Ach, das war doch schon vor 14 Tagen. Naja, dann nehmen wir halt die junge
Nachbarin in der Kittelschürze, die sich eine halbe Tasse Mehl ausleiht. Ganz
prima. Dann gehen wir auf der Anrichte gleich zu uns. Genau.
Gabi, wie viele solcher Anrufe bekommst du am Tag?
So circa 30 bis 40.
Und auf wie viele Anrufer kommt dann ein echter, potenter Kunde?
Also, wenn es drei bis vier sind, dann habe ich einen guten Tag gehabt.
Das ist dann ein guter Tag.
Was glaubst du, was der Vorteil vom Telefonservice ist?
Naja, ich kann mir meinen eigenen Kundenkreis aussuchen. Ich muss halt
der Straße stehen.
Wäre es für das Geschäft nicht besser, wenn die Inserate...
offener formuliert wären.
Ich meine, dass man genauer sagt, was angeboten wird. Was meinst du dazu?
Ja, also, erst mal, es ist verboten. Und zum Zweiten, ich glaube, es weiß jeder,
was gemeint ist.
Sag mal, würdest du das, was du tust, als Prostitution bezeichnen?
Also, mit anderen Worten, wäre die Berufsbezeichnung Hure angebracht?
Nein, auf keinen Fall. Ich mache das auch nur für den Übergang. Ich möchte
zum Film, wenn es klappt.
Hast du schon irgendwelche Aussichten, irgendwelche Angebote?
Ja, da ist schon was in Aussicht.
Und so als Übergang machst du das jetzt?
Ja. Findest du nicht, dass diese Hausbesuche, die du machst, ungeheuer
gefährlich sind?
Ach, auf eine gewisse Art schon. Bis jetzt ist mir noch nichts Arges
Aber ich glaube, ich könnte mich schon zur Wehr setzen.
Sag mal, kennst du denn die Leute alle, zu denen du ins Haus gehst?
Nein.
Nein. Und was glaubst du, sind das für Leute, die dich anrufen und zu sich nach
Hause bestellen oder die dich besuchen?
Tja, also zum großen Teil sind es verheiratete Männer, die halt zu Hause
mehr so klarkommen, die auf Geschäftsreise sind, die ein gestörtes
haben. Ah ja, und das möbelst du dann wieder auf?
Ich versuche es.
Ich notiere.
Residenztheater, Mittwoch, 19 .30 Uhr.
Vielen Dank, gnädige Frau. Also bis Mittwoch dann.
Pünktlich Mittwoch, 19 .30 Uhr.
Klaus, du bist also einer dieser Kavaliere, für die das Geschäft jetzt
bist einer dieser Burschen, die per Inserat sich als diskreter Begleiter und
Kavalier anbieten.
Was sind das für Frauen, die sich bei dir telefonisch melden und dich
engagieren?
Das sind Frauen der gehobenen Mittelklasse, würde ich sagen, die sich
Mann vernachlässigt fühlen.
Oder die sich nach einem jungen Mann sehen.
Klaus, kommt es oft vor, dass sich Damen nur begleiten oder ausführen lassen
wollen? Oder ist es nicht doch so, dass sie auch mit dir ins Bett wollen?
Die wollen schon ins Bett, würde ich sagen.
Klaus, gibt es unter deinen Kundinnen auch welche, die ungewöhnliche oder
perverse Wünsche haben?
Was ist ungewöhnlich oder pervers?
Kannst du mal ein bisschen näher darauf eingehen?
Kommen die alle nur her, um mit dir richtig Liebe zu machen? Oder gibt es
welche, die Dinge von dir wollen, die wir als pervers bezeichnen?
Ich würde sagen Sex.
Ah ja, Sex.
Purer Sex in jeder Form.
Klaus, jetzt habe ich noch eine Frage.
Eine attraktive Frau, die unbedingt fremdgehen will, findet doch bei der
heutigen Freizügigkeit in sexuellen Dingen überall einen unentgeltlichen
für's Bett.
Was meinst du, ist der Grund, weshalb trotzdem so viele zu dir kommen und sich
für teures Geld verwöhnen lassen?
Dafür muss es doch eine Erklärung geben.
Was meinst du?
Unkompliziert.
Es ist einfach unkompliziert.
Verheiratete Frauen...
die vielleicht auf ihre Männer angewiesen sind, die keiner eigenen
nachgehen und praktisch auf das Geld vom Ehemann angewiesen sind.
Sie wollen sich keine Komplikationen einhandeln.
Die weibliche Prostitution ist schon ein harter Job.
Aber so ein männlicher Prostituierter hat es ja noch sehr viel schwerer.
Sag mal, wie viele Besucherinnen brauchst du am Tag, um gut davon leben
können?
Ich glaube, es kommt auf die Kundinnen an.
Verschiedene Kundinnen, verschiedene Preise.
Man kann das nicht über einen Kamm scheren.
Und noch eine Frage, Klaus.
Jeder hat mal angefangen.
Wie bist du eigentlich zu dem Job gekommen?
Tja, das war eigentlich reiner Zufall.
Zwei Jahre ist bis jetzt her, dass ich mit meiner Konstruktionsfirma pleite
gegangen bin und ich hing da so rum.
Eine Etage über mir, da wohnte so ein Typ, der auch Schröder hieß.
Den kannte ich aber nur ganz flüchtig und hatte keine Ahnung, womit er seine
Kohle macht.
Nicht die Broschüren, die ich damals gelesen habe, sondern der kleine
Unterschied in der Namensschreibung, der hat mein Leben verändert.
Eines Morgens, es muss so um elf rum gewesen sein, da hat es plötzlich an
Wohnungstür Sturm geklingelt.
Ich habe einen richtigen Schreck gekriegt. Ich dachte, wer kann denn das
Wer so klingelt, bringt nichts Gutes.
Ja, ja, ich komme ja schon.
Bin ich hier richtig bei Schröder? Ja.
Ich habe telefonischen Termin gemacht.
Nun bin ich da.
Ja, aber warten Sie mal.
Übrigens, Rosi heiße ich. Und wie heißt du?
Ich bin der Klaus, aber...
Meine Freundin Olga hat mir was von einem Korb erzählt.
Aber die bringt sowieso alles durcheinander.
Gar nicht so übel.
In Ordnung.
Klaus, ich bin eine schwer beschäftigte Frau.
Ich habe genau 25 Minuten Zeit.
Mein Taxi wartet unten.
Also kommt er zur Sache.
Es war wie ein Traum.
Diese klasse Frau auf meiner Couch, willig und nackt.
Am liebsten hätte ich mir die Kleider vom Leib gerissen und mich auf sie
gestört. Aber bei aller Erregung, mir schoss im letzten Moment der Gedanke
den Kopf, dass ich dieses Frachtstück von Call Girl, die sich offenbar in der
Wohnung geirrt hatte, nicht würde bezahlen können.
Ich war ohne Arbeit und pleite.
Na, was ist denn?
Komm endlich.
Moment, wir haben doch gar nicht über den Preis gesprochen.
Ach, Entschuldigung.
Man bezahlt ja letztlich vorher.
350.
Das wird reichen, oder?
Tja, wenn das so ist.
Das ist mein Mittagstarif.
Willst du mir das Bett machen?
Natürlich.
Nein.
In zehn Minuten habe ich einen Termin.
Hoffentlich sehen wir uns bald wieder.
Bestimmt.
Tja, das war vor zwei Jahren.
Und dabei bin ich geblieben.
Und hat die Rosi dich öfter besucht? Ich meine, ist sie eine Stammkundin von dir
geworden? Ja, sie ist ein paar Mal wiedergekommen.
Klaus, jetzt habe ich noch eine Frage.
Geht das bei einem Mann wie bei dir immer?
Oder gibt es auch Momente, wo man nicht so kann?
Es erfordert reine Konzentration.
Aber wenn ich ehrlich sein soll, immer geht es nicht.
Sie sind mir empfohlen worden. Ich hoffe, Sie halten, was Sie versprechen.
Aber wenn ich ehrlich sein soll...
Also du würdest sagen, das Geschäft geht.
Aber wie ist das eigentlich privat? Ich meine, wenn du Tag aus Tag ein beruflich
mit allen möglichen Frauen zusammen bist, läuft da nach Feierabend auch noch
was?
Aber ja, ich lebe in einer glücklichen Zweierbeziehung.
Und ich kann dir meinen Schatz ja zeigen.
Das ist das Münchner Zalambro, ein Privatclub, dessen Telefonnummern rund
Uhr gesetzt werden.
Die Atmosphäre ist reizvoll und die Preise sind fast so aufregend wie die
schönen, die hier ihre Liebedienste anbieten.
Was aber diesen Club von allen anderen Etablissements der gleichen Art
unterscheidet, das sind die Leasing Girls, die Attraktion des Hauses.
Eine weibliche Gesangsgruppe, die im professionellen Schlagersound eigene
ins Mikrofon trennt.
Sie singen zwar nur im Terzett, aber nach der Show...
sind sie auch einzeln zu haben.
Wenn sich aber mal so ein großkotziger Typ aus der Schallplattenbranche hierher
verirrt, dann ist das Trio zu allem bereit.
Sogar zur Triode.
Untertitelung des ZDF für funk, 2017
Ich sag dir, der Sound, also Wahnsinn, und die in der Mitte, die spitze, die
bewegt sich, ich sag dir.
Füll dich mal ein bisschen ab. Die Gruppe muss ich haben. Das ist ja
das ist ein Hit. Ich sag dir... Prost. Nächste Woche fangen wir an. Prost.
Belgien, Holland, wir fangen im Ausland an.
Dann haben wir innerhalb einer Woche einen Hit in Deutschland. Hit nach dir.
den Nummer 1, ich schwör dir, du.
Ich kann das. Ich hab den Barry Mandel nur gemacht. Nee, na, alle, alle. Guck
mal, Blues Brothers.
Ja, das ist irre. Das ist der Wahnsinn, du. Prost. Pass auf, es geht tierisch
los. Heute ist Montag und am Mittwoch fangen wir an.
Die Bläser kommen aus Los Angeles.
Du gehst nach Paris und kriegst erstmal Superklamotten. Du machst ein bisschen
Aerobik, weißt du, damit du beweglicher wirst.
Und ich sag euch, der Tonmeister, der kommt aus London. Der produziert im
Paradise -Studio. Das ist ja irre so. Sein Missbrauch versteht so 10 .000
wie ein Dumbo.
35 Kanäle Streicher, dann nehmen wir die Philharmoniker. Das machen wir heute
noch klar.
Telefon! Ich ruf die Firma an, meine Bekämpferin soll runterkommen.
So muss ich ganz anständig aussehen.
Hallo.
Jetzt einen Moment ruhig. Ruhe, Ruhe, meine Damen.
Jetzt machen wir den Vertrag.
Also, guten Tag. Beschreiben Sie.
Vertrag zwischen Horror -Record GmbH Lichtenstein und Salambo Leasing Girls
Ingolstädter Straße 61.
Ja.
Oben Vertrag, bla bla bla, das Südliche, wie immer.
Unten kommt, ja,
München, 30. Oktober 1983.
Euer Vertrag.
Vor einem Jahr hat es die Leasing Girls noch nicht gegeben.
In der Zwischenzeit kann man von euch Schallplatten kaufen und sehr viele
kommen in Salambo wegen der Leasing Girls.
Wie ist es mit eurer Karriere weitergegangen?
Also wir haben in der Zwischenzeit zwei Platten gemacht. Die dritte ist im
Anlaufen und eine in der Mache. Und wir sind schon einige Male im Fernsehen
aufgetreten. Unter anderem bei Manfred Sechsauer in Rockpop.
In letzter Zeit, und das auch nicht überall, taucht auf dem freien Markt der
käuflichen Liebe ein neues Angebot des Kunstgewerbes auf.
Die sogenannte Telefonberatung.
Die Damen dieses Services haben es wesentlich einfacher als die Mädchen,
ihre Haut und das Übrige drum und dran zur Marke tragen.
Es kommt dabei nicht zum Rendezvous im Bett, sondern nur zum Telefonkontakt.
Hallo?
Ja, hier ist die Gabi.
Ja, bei mir bist du goldrichtig, mein Schatz.
So, möchtest wissen, wie ich aussehe?
Und sehe überhaupt toll aus.
Habe lange Beine und blaue Augen.
Wie das geht?
Ganz einfach.
Du legst mir 70 Mark in einen Brief und schreibst mir dazu, wann ich dich
anrufen soll, mein Süßer.
Okay? Der Kunde schickt einen Verrechnungscheck über 70 Mark an das
Postfach und teilt mit, wann er zurückgerufen werden will. Den Rest
Dame.
Und sie sorgt dafür, dass der Herr am anderen Ende der Leitung nicht nur die
Ohren hochstellt.
Und was hast du an?
Nichts habe ich an, beziehungsweise nur einen winzig kleinen Tanga.
Gefällt dir das?
Macht dich sowas an?
Und was machst du jetzt gerade?
Ich fange jetzt an, mich zu streichen über meinen Busen.
Welchen Busen magst du eigentlich?
Worauf stehst du?
Ja, da bist du bei mir richtig mit großen Brustwarzen.
Jetzt habe ich deinen Schwanz schön in meiner Hand.
Der ist aber schon schön groß.
Sicher, das Honorar ist nicht allzu hoch. Aber die Telefonberaterin setzt ja
auch nicht viel dafür ein.
Sie braucht nichts weiter als ein Telefon, erotische Fantasie, einen
brisanten Wortschatz und eine sündig klingende Stimme.
Und jetzt decke ich ihn in den Mund.
Spürst du schon was?
Ja, streichel mich.
Ja, über meinen Rücken.
Ja, so. So habe ich das gern.
Ja, und über meinen Po.
Ja, über meinen geilen Po.
Was hast du denn?
Ja, so ist gut.
Ja, rein und raus.
Hast du wieder geflutscht?
Ja, komm tiefer. Ja, komm.
Ja, komm ein bisschen tiefer noch.
Weiter runter.
Ja, so ist gut.
Merkst du, wie feucht ich schon bin?
Komm, steck's in den Mund, ja. So ist gut, ja.
Magst du das?
Ja, ich mag das auch.
Komm, komm.
Und jetzt noch den Kitzler.
Fein. Die Telefonberaterinnen sind also ein ziemlich preiswertes Vergnügen.
70 Mark kann auch der geknechtete Ehemann unbemerkt für diesen Zweck unter
Hand verschleudern. Wenn man allerdings beim Rückruf der Dame nicht selbst am
Telefon ist, kann es, je nach Charakter und Temperament der eigenen Ehefrau,
äußerst peinlich werden. Hallo, hier Biederstein.
Was sagen Sie da?
Ich soll die Augen schließen und mir Ihre weit geöffnete Muschi vorstellen?
Ich denke gar nicht daran. Was geht mich Ihre dämliche Fotze an? Sie geiles
Mischstück, Sie!
Da steckst doch bestimmt du dahinter. Du geiler Wicht, du Lachmeister.
Warst du für eine schwache Frau zu schlagen?
Jawohl, ich wage es. Ab heute ist Schluss mit diesen ewigen Schikanen,
dauernden gemeinen Verdächtigungen. Aber Ego... Kein Aber, halt den Mund. Was
kann ich dafür, wenn hier ein falscher Anruf einläuft? Dass da eine falsche
Verbindung gewesen sei? Ruhe, jetzt spreche ich.
Da lebt man zig Jahre in glücklicher Ehe. Glaubt, eine gute und anständige
gefunden zu haben. Bin ich das etwa nicht? Und dann werden einem auf solch
brutale Weise die Augen geöffnet.
Mach dich doch nicht lächerlich. Was soll das alles?
Zufällig komme ich ins Zimmer und das hören meine in Ehren ergrauten Ohren,
meine eigene Frau in widerlichsten Garten -Huren -Jargon ins Telefon
Muschi, Pforze, Pfeuzeufel.
Sowas nimmt ein anständiger Mensch nicht mal in den Mund. Aber du weißt doch
genau. Ich weiß nur eines, wer so verkommen daherde wie du, der zum Grunde
seines Herzens hat Uhre.
Marsch ins Bett, du Hirne.
Ich muss allein sein mit meinen trüben Gedanken.
Biederstein hier.
Tut mir leid mit vorhin.
Es war eine Panne.
Am besten Sie rufen mich morgen früh an. So zwischen 10 und 10 .30 Uhr. Im Büro.
Ja?
Fein. Ich gebe Ihnen die Nummer.
Moment bitte, bleiben Sie dran. Ich muss Herrn Biederstein erst suchen.
Morgen.
Gut, dass Sie kommen. Ich habe ein Gespräch für Sie. Eine Dame. Es ist sehr
wichtig. Gut, stellen Sie durch. Ich möchte für die nächste Zeit nicht
werden. Ja.
Ja, Widerstein hier.
Und hier ist Olga.
Diese Schenke. Meine Muschi.
Und dieses Bett. Ich stelle es mir schon vor.
Ja, weiter so.
Ja.
Bleib so.
Ja.
Ja.
Herrlich. Oh, Olga.
Olga.
Und ich fahre tiefer hinein.
Und jetzt spiele ich mit meinem Kitzel.
Ja, mach das normal so mit deinen Fingern. Ja.
Diese Moschi ist die engste, die ich je hatte.
Morgen,
die Dannen. Morgen.
Ist Herr Biederstein in seinem Büro? Jawohl, Herr Direktor. Soll ich ihm
Bescheid sagen? Nein, bemühen Sie sich nicht. Danke.
Olga, Moment.
Guten Morgen, Herr Direktor.
Herr Biederstein, wenn Sie mal ein wenig Zeit haben, dann kommen Sie mit den
Unterlagen fröhlich in mein Büro.
Sehr wohl. Wenn ich nur das Telefonat noch zu Ende führen dürfte.
Wichtig. Es dauert nicht lange.
Ja, ich komme schnell.
Ich bin gleich fertig.
Also gut, in zehn Minuten erwarte ich Sie.
Und machen Sie sich das Hosentier zu.
Oh.
Hallo, Olga.
Bist du noch da?
Wir können weitermachen.
Ja. Und jetzt nehme ich dich in die Hand.
Fühlst du dich toll.
Und jetzt fahre ich über deinen Arsch.
Ja.
Und jetzt nehme ich dich in den Mund.
Fühlst du dich toll an.
Wunderbar. Was du ja den Großen hast.
Leider. Schon vorbei.
Aber ich habe alles mitstenografiert. Man weiß ja nie, wofür man das mal
brauchen kann.
Also, Olga, das war einfach spitze.
Diese Stimme.
Mir läuft es jetzt noch ganz kalt über den Rücken.
Ich muss diese Frau kennenlernen, der diese Stimme gehört.
Wann können wir uns treffen?
So etwas mache ich eigentlich nie.
Grundsätzlich nicht.
Aber Olga, ich muss dich sehen.
Koste es, was es wolle.
Na schön, wenn du unbedingt willst.
Also gut.
Ich schicke dir in einem Briefumschlag 300 Mark an dein Postfach.
Und wir treffen uns übermorgen um 16 .30 Uhr an der U -Bahn -Haltestelle
Münchner Freiheit.
Kennzeichen?
Ein Strauß dunkelroter Rosen.
Guten Abend, meine Herren.
Ich möchte wissen, was es da zu grinsen gibt.
Das werden Sie sofort begreifen. Ich bin nämlich die tolle Olga, mit der Sie
alle verabredet sind.
Nun müssen es ja nicht immer behäbige Muttis sein, die mit dieser Art von
Heimarbeit ihre Monatsrente aufbessern, wie man an dir sieht.
Was hat dich zum Beispiel auf die Idee gebracht, als Telefonberaterin zu
Ich habe das mal bei einer guten Freundin gesehen, wie die das macht und
das Spaß macht.
Und du musst es auch probieren.
Was glaubst du, was das für Männer sind, die sich von dir per Telefon anheizen
lassen?
Ich glaube, es sind meistens Büroleute mit Ehefrauen.
die sie nicht mehr bringen zu Hause, oder? Mit verklemmten Häschen, die sie
an keinen mehr anmachen können.
Glaubst du, dass das dieselben Typen sind, die sonst irgendwelche Frauen
und ihnen pornografische Anzüglichkeiten vorstammeln?
Doch, das glaube ich schon. Im Prinzip ist es ja das Gleiche, ob ich jetzt die
anrufe oder die die anderen. Das bleibt sich ja gleich.
Wie viele Anrufe hast du so pro Tag zu bearbeiten?
Meistens gute 40.
An guten Tagen sind es auch 60.
So in der Gegend.
Wie immer auch sei, es sind gewiss Männer, die auf Verbalsex stehen und die
Fantasien brauchen, um onanieren zu können. Du erfüllst also eine
sexualhygienische Dienstleistung, oder wie siehst du das? Na, ich glaube, das
sind meistens Männer, die sonst keine Chance haben, irgendwo anders was zu
machen. Die alleine sind, die sich nirgendwo anders befriedigen können.
Für die reicht das schon am Telefon.
Gibt der Job dir eine gewisse Befriedigung? Ich meine, macht es dir
bis zur Weißblut aufzuheizen?
Nur mit deiner Stimme und...
Mit dem, was du ihnen erzählst.
Ja, natürlich.
Das ist für mich auch geil, klar. Wenn ich das höre, wenn die anderen da so
mitziehen, das macht schon Spaß.
Macht es dir gar nichts aus, als so eine Art Ersatzbefriedigerin dein Geld zu
verdienen? Ach, überhaupt nicht. Das ist die bequemste Art, Geld zu verdienen.
Und Spaß macht es mir auch. Macht es dir wirklich Spaß?
Na klar macht es mir Spaß.
Dann wünsche ich dir heute noch recht viel Spaß.
3 -0 -0 -7 -1 -9 -5, Starlight Service?
Ja, natürlich.
Mhm.
Ja.
Ja, natürlich. Für morgen ist es.
Augenblick mal.
Wie alt soll sie sein?
Ah ja, 23. Nach 24 tut es auch, oder?
Das meine ich aber auch.
Gut, ja. Sie ist 24, blond.
1 ,65 groß.
Und das ist also für morgen.
Gut, ich gebe Ihnen jetzt die Nummer. Geben Sie mir bitte Ihre Nummer, damit
zurückrufen kann.
Ich mache dann einen Testanruf.
Und dann gebe ich Ihnen die Nummer der Dame. Dann können Sie sie anrufen.
Okay, danke Ihnen.
Darleitbegleitvermittlung. Wen vermitteln Sie an wen?
Ja, das ist eine Frage.
Also, ich vermittle die Damen an Herren.
Welche Damen sind das?
Meinen Sie jetzt das Alter?
Ja, wie alt sind Ihre Hotels?
Also, im Alter...
Es ist da auch eine Grenze und zwar könnte man sagen von 20 bis 40.
Begleitung. Heißt das, die Damen begleiten die Herren ins Café zum
Essen oder... Ja, da kommen die unmöglichsten und die möglichsten Sachen
mich zu.
Hallo. Hallo.
Ist ja nicht aber eine pünktliche Verabredung.
Sie sind doch angelaufen. Ja, und Sie sind der Ständer, Gunther. Kommen Sie,
steigen Sie ein.
Ich habe heute einen sehr stressigen Tag vor mir. Dann hoffe ich, dass ich dir
den Tag so angenehm wie möglich gestalten kann in München.
Sie wünschen, mein Herr? Wir spielen.
Ich muss mindestens einmal im Monat nach Afrika in die Geschäfte, dass Sie
verstehen. Ah ja, sehr schön. Ich würde Sie auch gern mal mitnehmen.
Waren Sie schon mal in Afrika? Nein, leider noch nicht. Das würde mich schon
sehr interessieren. Ja?
Was sagtest du?
Wie heißt dieser neue Staat nochmal?
Equatorial Guinea.
Habe ich noch nie gehört.
Na hören Sie mal, der Papst war neulich unten. Man spricht dort Spanisch. Können
Sie Spanisch? Nein, kann ich nicht.
Dafür kann ich aber sehr gut Französisch. Ah ja.
Rein in die gute Stube.
Ich hoffe, es gefällt dir bei mir.
So, hier ist das Schlafzimmer.
Und das hier ist das Wohnzimmer.
Leg doch bitte ab.
Schön hast du es hier. Du hast wirklich Geschmack.
Ja, das ist mein zweites Hobby, weißt du. Da ist mir nichts zu teuer.
Ich zeige dir jetzt mal mein Badezimmer, damit du dich ein bisschen frisch
machen kannst.
Ja, danke.
Fühl dich wie zu Hause. Ich mache inzwischen was zu trinken.
Oh ja, schön.
Was kann ich dir denn anbieten? Einen Cagnac vielleicht?
Ja, okay, bringe ich dir.
Na, das ist ja wohl das Letzte. Du spinnst wohl ein bisschen.
Was machst du denn hier?
So wie du aussiehst, also, das ist doch wohl das Letzte. Du hast wohl eine
Macke, oder?
Entschuldige Sie, ich habe ganz vergessen... Da bist du bei mir an der
falschen Adresse.
Von Sex war nun wirklich nicht die Rede.
Was bildest du dir eigentlich ein?
Los, mach, dass du rauskommst. Du sollst verschwinden, habe ich gesagt.
Raus! Und deine Kohle kannst du gleich mitnehmen. Nein, stopp, Moment mal.
Ich bin von der Sitte.
Ich bin hier, um zu kontrollieren. Natürlich kannst du kontrollieren, aber
draußen.
Raus hier, elender Polypto. Deine Sachen kannst du mitnehmen, du Spinner, du
Afrika -Held, du. Hau bloß ab, dann lass dich nie wieder sehen.
Hörst du?
Angie, Angela, ich habe einen netten Termin. Also 19 Uhr, vier Jahreszeiten.
geht in die Oper, ja.
Wissen Sie, was gespielt wird? Der Rosenkavalier.
Schon wieder Rosenkavalier.
Eigentlich wollte ich heute in den James Bond gehen.
Danke. Nicht nur die Schönen der Nacht müssen sich immer was Neues einfallen
lassen, sondern auch die Beamten der Sittenpolizei.
Wie würdest du den Beruf, den du jetzt hast, bezeichnen?
Manchmal denke ich, ich bin Psychiater.
Aber irgendwo bin ich, wie soll ich sagen, Vertraute vielleicht, manchmal
Freundin. Das ist ganz verschieden, weißt du. Ich würde sagen, im Großen und
Ganzen könnte man meinen Beruf Begleitservice nennen, wie es eigentlich
ist. Ich bin überzeugt, es warten auf dich schon wieder neue Begleiter. Dann
wünsche ich dir noch viel Vergnügen heute Abend beim Rosenkavalier.
Dankeschön.
Welche Damen haben Sie in Ihrer Kartei?
Und welche Ansprüche stellen Sie an die Damen, die sich bei Ihnen bewerben?
Also ich stelle verhältnismäßig große Ansprüche. Das kommt daher, weil ich
viel mit Mode und ich sehr lange Fotomodell war.
Und daher habe ich natürlich eine gewisse Linie, muss ich sagen, ob sie
ist oder nicht. Ich habe sie nun mal. Also sie müssen für mich sehr schöne
Figuren haben, sehr schönes optisches Aussehen, attraktiv, sehr gepflegt.
Und sie müssen eigentlich, und das erwarte ich von sehr vielen, Wie man
allzeit bereit.
Welche Berufsbezeichnung würden Sie den Damen geben, die Sie vermitteln?
Ich vergleiche sie etwas, wie man, wir kennen den Begriff vielleicht nicht so,
ich persönlich auch nicht, aber wie man sagt, Geshas, sie sollen schön, sie
sollen unterhalten, sie sollen dem Mann eigentlich eine Illusion vermitteln. Es
ist nämlich eine Illusion.
Sie sind schön, sie sind geistreich, sie werden auch im Grunde dafür bezahlt,
aber das soll nicht zum Ausdruck kommen. Wenn das zum Ausdruck kommt, bin ich
eigentlich sehr böse.
Weil es soll einfach eine schöne Zeit sein.
Ich weiß nicht, wie lange, von zwei bis fünf oder zehn Stunden.
Sie sollen eigentlich dem Mann, der diese Einsamkeit ja im Grunde
verdrängen will, wie ein schöner Film soll das laufen.
Saunaclub? Was? Nein, jetzt geht es nicht. Rufen Sie später nochmal an.
Du kannst ruhig sprechen.
Ich habe Zeit.
Aber ich nicht. Also, was willst du noch wissen?
Ja, also, ich frage mich, wie kommt ein Mädchen... Wie kommt ein Mädchen wie
ich, fünf Semester just studiert, in einen Bums wie diesen?
Ja, weißt du, wenn ich dich so ansehe, dann... Könnte man mich glatt für eine
Dame der Gesellschaft halten.
Als ob die nicht gebumsen würden.
Früher war ich auch so blöd, für ein Abendessen ins Bett zu hüpfen.
Ja, aber ist das bei dir vielleicht enttäuschte Liebe oder ähnliches? Das
erzähle ich nur Typen, die so doof fragen wie du.
In Wahrheit war das damals ganz, ganz anders.
Ich hatte eben meine erste Stillung angetreten. Bei der Sitte.
Schlecht bezahlt und stinklangweilig. Hören Sie sich das mal an.
Nachtclub sucht junge Mädchen für gut bezahlte Freizeitbeschäftigung.
Jede Wette, die werden dort zur Prostitution gezwungen.
Einer Versuchung entledigt man sich am besten, indem man ihr unterliegt.
Diese Binsenwahrheit ist natürlich auch dem Leiter des Sittendezernats der
Polizei bekannt.
Deshalb kam er auf die Idee, die männlichen Mitglieder seiner Ziviltruppe
zur Kontrolle der diversen Privatbordelle einzusetzen.
Seine Wahl fiel auf eine Beamtin.
Eine hübsche junge Frau mit eisernen Grundwerfen.
Ich war ganz schön aufgeregt. Mein erster Sonderauftrag. Leider ohne
Sonderprämie. Und drum konnte ich mir auch keinen tollen Fummel kaufen.
Und so musste wieder mal mein Disco -Kleid herhalten.
Kommt noch die Annonce?
Ja, die Chefin ist da drüben.
Danke. Komm nur, ich beiße nicht.
Sie haben hier ein Inserat aufgegeben.
Ja, ja, schöne Mädchen können wir immer gebrauchen. Hast du schon mal im
Nachtgeschäft gearbeitet?
Ja, ich war mal hinter der Bar, im Drop -In. Ja, dann weißt du ja, wie der Hase
läuft. Das Drop -In ist es gerade nicht.
Das merke ich.
Schau, es ist eine ganz leichte Arbeit hier. Muss ich mit den Männern bumsen?
Nein. Das Einzige, was du musst, ist schön sein, nett, charmant und die
zum Trinken animieren.
Was du hinterher machst.
Damit habe ich mich zufrieden. Ist das hier kein Löwen? Nein.
Pass auf.
Du kannst natürlich den ganzen Abend an der Bar sitzen.
Und du kannst machen, was du magst. Du kannst trinken, plaudern.
Nur da verdienst du halt nichts.
Deswegen wäre es nicht schlecht, wenn du mit den Männern hinterher so ein
bisschen... Also doch.
Ja, natürlich.
Wenn du 500 oder gar 1000 Mäuse in der Nacht verdienen willst, musst du schon
fleißig sein.
1000 Mäuse für eine Nacht? Ich habe es bisher immer für ein Abendessen gemacht.
Natürlich nicht von einem Mann.
Das ist zwar öfter vorgekommen, aber es liegt halt an dir.
Wir haben ziemlich stabile Preise hier. Schau.
Mit Gummi 200.
Ohne Gummi 300.
Nur Blasen 150 und dann ist da noch ein Spezialprogramm.
Da gibt es dann Leute, die wollen das Gleiche auf Römisch, Griechisch,
Französisch und Englisch.
Blasen, Gummi, Griechisch, Römisch.
Ich verstand von allem kaum die Hälfte. Ich konnte das alles nur vom Hören
sagen.
Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, spürte ich eine Welle heiter
in mir aufsteigen.
Ich musste mich zusammennehmen und mir immer wieder sagen, du bist dienstlich
hier, Bea, dienstlich.
Ich wollte gehen, stotterte etwas von noch überlegen und so.
Da kam plötzlich dieser irre Typ herein und aus war es mit meiner Zurückhaltung.
Hallo Schatzi, darf ich dich zum Piccolo einladen?
Ich wollte es endlich wissen.
Ich finde dich irre gut, Mädchen.
Ich musste es jetzt wissen.
Rein dienstlich natürlich.
Der Typ war auch noch dazu so süß.
Wir machen das mit Gummi, okay?
Mit Gummi?
Was willst du denn kleben?
Machen wir auf, Liebling.
Also, wenn du meinst.
Mäuschen, du bist ne Wucht.
Ehrlich, ich mach's auch lieber ohne Gummi. Aber erst bist du nett und bläst
bisschen, ja?
Ist dir heiß?
Blasen kann ich.
Nicht so.
Das hab ich doch nicht so gemeint.
Richtig blasen. Ach so.
Sag mal, wie lange bist du eigentlich schon hier?
Heute mache ich das erste Mal.
Ja, dann wollen wir mal richtig. Alles, was vögeln kann, fliegt.
Es war wie ein Rausch, der plötzlich über mich kam.
Und als Udo nicht mehr konnte...
Du
bist mir sehr gut, wirklich.
Du bist auch ganz in Ordnung.
Ich ging mit einem nach dem anderen aufs Zimmer.
In dieser Nacht war ich wie von Sinn. Ich konnte nicht genug kriegen.
Das war mein Lohn für diese Woche.
Dankeschön. Natürlich war keiner so hübsch wie mein erster.
Aber mit ein bisschen gutem Willen kann man an jedem Freier etwas Besonderes
entdecken.
Ja, jetzt würde mich nur interessieren, wie ging es weiter?
Das siehst du doch, jetzt bin ich die Chefin hier.
Nein, ich meine damals.
Ach, damals.
Drei Tage und drei Nächte habe ich nichts von mir hören lassen.
Mein Kollege wollte schon eine Vermisstenanzeige aufgeben.
Hallo, Schnucki.
Aber, aber Fräulein Dondracek.
Sagt Bea zu mir.
Wie geht's? Was gibt's Neues?
Das wollte ich die gerade fragen.
Wo waren sie denn?
Was ist denn mit dem Lokal los?
Alles in Butter.
Auftrag erfolgreich erledigt.
Ja, und werden die Mädchen dort wirklich zur Unzucht getrieben? Im Gegenteil.
Allen macht das wahnsinnig Spaß.
Wann kommst du mich mal besuchen?
Wir haben ganz bürgerliche Preise.
Mit Gummi 200,
ohne 300, Blasen nur 150 und Extras kosten natürlich.
Natürlich gibt es auch immer noch den konservativen freier Typ, der seine
kleinen Abenteuer nicht am Telefon anbahnt, den es hinaus in die sogenannte
freie Natur zieht. Da, wo der Großplatzmuck vom Odelduft überladert
saure Wald beginnt, bläht nicht nur ein scharfer Wind, sondern auch noch ein
sanfter Hauch von Nostalgie.
Denn da, wo sich in ökologisch günstigeren Zeiten Hase und Fuchs gute
sagten, ist heute die letzte Oase der Liebesdienerinnen, die dem veründeten
Straßenstrich treu geblieben sind.
Wie die Spinne im Netz warten sie in ihrem Wagen auf Beute, auf Kunstschaft,
den ästhetischen Akt auf unbequemen Liegesitz, dem raffinierteren Service im
warmen Liebesnest, vorzieht. Sag mal, was kostest du?
50 im Auto, 70 französisch.
Ah ja, aber nur in meinem Auto.
Das geht doch nicht in diesem kleinen Auto.
Doch, das zeige ich dir schon mit Glück.
Da, schau, ist doch ein wunderbares Auto.
Die
alte
Isetta ist allerdings nur Faktieren oder Bandscheibenmatopisten zu empfehlen.
Komm rein, setz dich auf mich auf.
Dann lass mal gut gehen.
Ja, so geht's.
Ja,
komm.
Ja, komm.
Ja, aber nicht in meiner Wohnung.
Wo ich jetzt bin? Ich bin auf der Ingolstädter Straße.
Um Straßenstrich.
Okay, gut.
Sag, kann ich mit dir im Auto ein bisschen reden?
Für gutes Geld.
Okay.
Sosi, ich habe mich hier ein bisschen umgesehen, wie am Straßenstrich bei
Aber dass ihr jetzt auch schon mit Telefon arbeitet, ist mir ganz neu.
Ja, weil es im Sperrbezirk draußen ist, das war scheiße.
Weil da draußen, da sind ja dauernd die Bullen.
Und dann mit dem Telefon sind wir am besten, weil sie uns am besten erreichen
können. Das heißt, da ihr jetzt Telefon habt, rufen euch die Leute an und ihr
sagt, wo ihr seid.
Und dann kommen sie hier raus?
Dann kommen die da raus.
Oder eben wir vereinbaren einen anderen Treffpunkt. Dann fahrt ihr mit dem Auto
hin? Dann fahren wir mit unserem Auto hin.
Susi, jetzt kommt ja für euch die schlechte Zeit. Jetzt wird es wieder
sehr kalt.
Kalt, nicht nur kalt.
Das ist auch genauso schlecht mit dem Geld.
Aber man verkauft.
Wenn jetzt ein Freier zu euch kommt, wird es doch meistens so praktiziert,
ihr mit dem Auto ins Gebüsch parkt.
Ja, ein bisschen weiter rein halt.
Und wie ist das mit der Polizei?
Kontrolliert ihr euch hier draußen oder werdet ihr hier in Ruhe gelassen?
Also da draußen ist es schon ein bisschen besser wie drinnen im
Also sie lassen uns schon mehr in Ruhe wie drinnen.
Drinnen werden wir halt mehr kontrolliert.
Jetzt würde mich noch interessieren, jetzt wo es so kalt ist. Also ich meine,
alleine wenn ihr so kalte Hände habt, wie ist das, wenn ihr einen Mann
dem fährt ja gleich alles ein.
Wie funktioniert das?
Nein, wir lassen meistens auch verlaufen, dass es warm bleibt da
Aber wenn ihr hier draußen steht, bleiben die Hände ja kalt.
Dann bleiben wir da draußen.
Dann bleiben wir da draußen.
Wir haben noch eine kleine Frage.
Ist die Konkurrenz im Moment sehr groß?
Streitet ihr oft miteinander oder haltet ihr zusammen?
Ja, weil das Geld ein bisschen knapp ist.
Und dann kommt es halt so, dass wenn eine einen mehr hat, dass es halt
ein bisschen Einversichtigkeit gibt. Aber das ist nicht so schlimm.
Das macht ihr untereinander so aus?
Das geht so.
Und jetzt die letzte Frage, Susi.
Die finanzielle Situation.
Wie oft muss man heute in den Wald reinfahren?
damit man mit einer guten Mark heimgeht.
Sagen wir mal, ich komme da dann wieder drauf an, aufs Maul.
Aber sagen wir mal so, sechs, sieben Mal.
Dann hat man gutes Geld in der Hölle.
Dann kann man sagen, man hat 18 Tage.
Dann hoffe ich, dass du heute noch recht viele Freier bekommst, und dass du bald
nach Hause fahren kannst.
Ja, hoffe ich auch, dass ich heute frei bin.
Hallo, mein Schatz, hast du Feuer?
Ich komme gleich noch mal vorbei. So gefällt es mir sehr gut.
Gelegentlich findet man auch noch eine einsame Bordsteinschwalbe in der Nähe
eines Hotels.
Unser Dickerchen, das hier ganz ungeniert im Sperrbezirk nach
hält, scheint eine Anfängerin zu sein. Das wird sich bestimmt nicht bereuen,
Herr Direktor.
Und wo machen wir es?
Ach, in der Garage oder in der Telefonzelle.
Nein, das ist nicht so mein Geschmack.
Wie wäre es im Hotel?
Selbstverständlich nicht für 50 Mark.
Sagen wir mal, für 500.
Na, ich überlege es mir noch.
Machen wir ein Spiel. Pass auf.
Hier hast du die eine Hälfte.
Die andere kannst du dir bei mir abholen. Persönlich.
Zimmer 15, 12.
Gut? Ach ja.
Und hier sind noch 20 Mark fürs Taxi.
Alles klar.
Servus.
Ciao.
Ja?
Ja, empfangen, guten Abend.
Sieh, da bringt noch jemand um diese Zeit ein Päckchen.
Und sagt, es wäre sehr wichtig.
Ich warte noch auf eine Express -Sendung. Schicken Sie sie sofort nach
hat sich ein kräftiges Trinkgeld verdient.
Ich
bin's,
die Mutti. Ich hab mich so nicht reingetraut. Wo soll ich jetzt die
hinstellen? Egal, Bruder.
Lass sie draußen stehen und komm schnell rein.
Menschenskind. Du bist voll gebaut.
Also, mein Kind.
Marsch ins Bad.
Bitte schön und jetzt steig ein.
So wie ich bin? Jawohl, so wie du bist.
Na, mir ist wurscht, Herr Direktor. Hauptsache, ich kriege den zweiten Teil
meiner 500 Mark.
Ja,
das ist...
Oh, großartig.
Jetzt komm, mein Liebes.
Was ist denn?
Ich muss auf die Toilette Pipi machen. Was? Aufs Köpfchen? Pipi machen.
Ja, los aber.
Beeil dich.
Mach schnell.
Ich kann es kaum erwarten.
Super, Püppchen.
Was denn denn?
Ich nehme 150.
Für Please 200.
Tiek sucht dich schon. Du musst sofort verschwinden. Hier, los, zieh dich an.
Ich habe doch nichts gemacht.
Ich wollte nur auf die Toilette Pippi machen. Ich schwöre es Ihnen, bei meiner
Omi. Ja, ist schon gut, schon gut. Aber du musst jetzt verschwinden. Deine
Tasche ist da drin, der zweite Teil vom 500er auch.
Also du verschwindest jetzt schön durch die Tiefgarage. Durch die Tiefgarage?
Ja, Tiefgarage. Oh, na, sie werden sich noch wundern, sie.
Na, kommen Sie, kommen Sie mit. Nur kein Aufsehen, nur kein Aufsehen. Wir nehmen
den Notausgang. In unserem Haus ist es nicht erlaubt. Nur kein Aufsehen, um
Gottes Willen, nur kein Skandal. Um Gottes Willen, situiert in unserem Haus.
bin eine Dame, Sie Arschloch. Ja, lauf mit mir raus.
Ihren Ausweis, bitte Ihren Ausweis. Na, kommen Sie, na, kommen Sie schon. Nur
kein Aufsehen, bitte mit keinem Aufsehen.
Um Gottes Willen, dieser Skandal.
Gehen wir schnell durch den Hiterausgang. Oh, wie entsetzlich, wie
Wie peinlich, wie peinlich.
Also mir, mir ist es gar nicht peinlich. Was sagen Sie?
Nein, das nützt uns nichts.
Wir sind nur heute Abend noch in Hamburg.
Schade, da kann man nichts machen. Wiederhören.
Was ist, Heddy?
Wann kommen die Kavaliers? Überhaupt nicht, Ingemaus. Die Kerle bei dem
-Service waren voll ausgebucht.
Unter zwei Tagen Voranmeldung läuft ja überhaupt nichts.
Sei es, wenn mein Alter schon mal nicht da ist.
Geht auch sonst nicht. Ich weiß das Beste, was eine Freundin von mir hat mir
erzählt. Hier gibt es eine Piepshow. Für Frauen ist das wieder. Nur für Frauen.
Die Männer, die da auf der Scheibe rotieren, sind zu haben.
Im Ernst?
Die tun dir jeden Gefallen.
Wenn du entsprechend bezahlst. Da muss man den Kater nicht im Sack kaufen.
Nichts wie Hinschwester.
Auf geht's. Hetty hat recht.
Es muss nicht immer Telefonsex sein.
In dieser Piepshow werden die drei Schönen auch ohne fernmündliche
das bekommen, was sie unbedingt haben wollen.
Einen Liebhaber für ein paar heiße Stunden.
und Genuss ohne Reue zum üblichen Reeperbahn -Tarif.
Hier kommt unser Sensibelchen, der blonde Peter, unser Schmusekater.
Er liebt die Frau nach 40.
Hier braucht keiner den Kater im Sack zu kaufen. Doch wer die Wahl hat, hat auch
die Qual.
Und das ist ein Mann mit der linken Zunge von Altona.
Hetty hat sich für Peter entschieden.
Sie halten sich nicht lange bei der Vorrede auf. Vom Honorar beflügelt kommt
gleich zur Sache.
Wie die Bezahlung, so die Bewegung. Und Hetty kann es nur recht sein. Die beiden
legen sich ganz schön ins Zeug.
Was hältst du davon, wenn wir noch welche dazuholen?
Ja, gern.
Hol die Pärchen von Zimmer sechs und sieben.
Okay.
Auf zum Rudelbums.
Das ist, sagen wir, Inge.
Der richtige Name ist der Produktion bekannt.
Inge, du bist Sekretärin, 25 Jahre alt und lebst allein.
Wie kommt das?
Natürlich habe ich viele feste Freunde gehabt. Irgendwo bin ich enttäuscht
worden. Da habe ich dann endgültig genug davon gekriegt und bin keine
Zweierbeziehung mehr eingegangen. Und wie wäre es mit einer Freundin?
Ach, so lästig.
Auf Frauen stehen? Nö, ich habe es mal versucht. Das gibt mir da nichts.
Es kann ein gesunder Mensch in deinem Alter nicht ohne Sex leben.
Nö, das tue ich auch nicht. Einmal in der Woche komme ich hier in die Piepshow
und suche mir einen aus, mit dem ich bunten kann.
Ich weiß nicht, ob das nun gerade das Richtige ist.
Ja, für mich schon. Ist eine klare, saubere Sache. Und hier kriege ich das,
ich brauche. Ich bezahle dafür und muss mich nicht seelisch belasten.
Lässt du immer bei demselben arbeiten, oder?
Nee, nee, das würde ja nur wieder zur Abhängigkeit führen.
Und, äh...
Du bist glücklich dabei?
Na ja, vielleicht bin ich nicht glücklich. Sagen wir lieber zufrieden.
bin zufrieden.
Willst du immer so weitermachen, Inge?
Was heißt immer? Kann ja sein, dass ich mal alle schlechten Erfahrungen vergesse
und mir eines Tages so ein Typ über den Weg läuft, den ich richtig lieben kann.
Ich wünsche es dir jedenfalls. Und danach suchst du doch auch.
Da magst du recht haben. Wer weiß, vielleicht finde ich ihn wirklich
Das Salambo in Hamburg, das einzige erotische Theater der Welt, das diesen
verdient, war ausgebrannt.
Jetzt erstrahlt es im neuen Glanz und die Bühnenshow mit ihren erotischen
Finessen ist wieder einmal absolute Spitze.
Es gibt nichts, was es da nicht zu sehen gibt. Die Zuschauer dürfen nicht nur
zuschauen, sie dürfen sogar mitmachen.
Wem das aber zu gewagt erscheint, der hat die Möglichkeit, über den heißen
des Tischpilipons die Schöne zu ordern, die er in Separee ein bisschen näher
kennenlernen möchte.
Hey, pass auf, Pärs. Dafür ist der Knallsaft hier so teuer.
Entschuldige, Paul.
Nur gut, dass das Henkel trocken ist und nicht dünn, nein, total. Du, junger
Kerl, sollt ihr nicht so alte Witze machen.
Und hör endlich mit der Reiberei auf.
Du,
sag mal, hast du den Stabschlüssel von Einbeck in der Hosentasche? Das bin ich
höchstpersönlich. Wer bei der Show keinen Sender kriegt, der kann sein Geld
das Euluchen im Haar hinversuchen.
Ja, super, Mädchen. Ob die zu Abend sind? Aber schnell, ruhig. Ohne Frage,
viel Scheine wir da spazieren.
Die Gondelink zum Beispiel mit der Federbohr an den Superfusen. Wetten,
die nach der Vorstellung auch treu kriege. Ich wette auch.
Und ich dich nicht doch.
Okay.
Entschuldigen Sie, könnte ich mich mit dem Mädchen mit der roten Boa nach der
Vorstellung treffen?
Ah ja.
Ich habe gewonnen.
Ich glaube so.
Du auch mal schlafen?
Der Bräuse kann schön dumm aus der Wäsche gucken.
Nächster, wenn ich vorhin war. Geh rein, schick das Essen.
Du, da möchte jemand dabei sein. Wir müssen doch wissen, ob er seine Wäsche
Jetzt werden wir es uns mal richtig gemütlichen.
Wir können loslegen.
Ruh dich ein bisschen aus.
Ja.
Komm, steh auf.
Ich werde mich gleich um dich kümmern.
Also, Schatz, ich komme gleich zu dir rüber.
Ich mache mich nur etwas frisch.
Dann siehst du alles, was du haben willst.
Komm,
zeig dich doch mal ganz.
Oh, das ist ein Kerl!
Was hast denn du gedacht, du spießiger Möwensicker, du Blöder!
Du arbeitest hier in der Show im Zalambo. Wie würdest du das, was du hier
der Bühne darbietest, bezeichnen? Ist das nun Showbusiness oder Schauspielerei
oder was?
Schauspielerei. So würdest du das definieren?
Ja.
Schauspielerei? Ja.
Sind die einzelnen Darbietungen durch die Regie genau festgelegt oder dürft
auch improvisieren?
Nein, wir sind überhaupt nicht festgelegt.
Ja.
Wir improvisieren viel.
Eine ganz neue Variante des erotischen Dienstleistungsgewerbes gibt es seit
kurzem in München. Das sogenannte Sextaxen.
Stressgeplagte Herren aus der Chefetage, die viel Geld, aber wenig Zeit haben,
sind die begeisterten Kunden dieses einmaligen Serviceunternehmens. Ein
schneller Griff zum Telefon und schon steht der geräumige Wagen vor der
Guten Morgen. Danke.
Guten Morgen, Herr Direktor. Frühstück wie immer?
Nein, bringen Sie mir nur die Eier.
Danke. Spielen wir.
Eins für Mama.
Eins für Papa.
Eins für die Tante.
Eins für den Onkel. Und jetzt die Brühe.
Oh,
jetzt haben wir eins verloren.
Ja, wo ist es denn? Ich kann es nicht mehr finden.
Ja, dann suchen wir doch mal.
Als der Fahrer den Herrn Direktor sicher ins Büro bringt, kümmert sich die Dame
im Innern des Gefährts liebevoll um sein körperliches Wohlbefinden.
Mitten im Verkehr erlebt der exklusive Freier auf diese lustvolle Art den
Stoßverkehr von seiner angenehmsten Seite.
Erstaunt der Laie und selbst Polizisten wundern sich.
Ciao, es hat Spaß gemacht.
Was dem einen als perverse Entartung erscheint, gilt dem anderen als
Bereicherung unseres immer mehr vom Sex beherrschenden Daseins.
Bei aller Kritik am ältesten Gewerbe der Welt wird diese Institution weiter
fortbestehen. Sie ist für viele die einzige Möglichkeit, das bisschen Liebe
bekommen,
ohne dass der Mensch nicht leben kann.
Can't find what you're looking for?
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