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UT
UT
* Musik "La mer" von Charles Trenet *
(Kommissar Georges Dupin)
Die Mauer musste immer h�her werden: Die Piraten schossen immer besser.
Der Fels auf der Klippe inspirierte Paul Gauguin zu seinem Meisterwerk:
"Die Ernte am Meer". Es war die Ruhe dieses Ortes und die positive -
- Gelassenheit der bretonischen Bev�lkerung ...
Stehen bleiben! Ich sagte: "Stehen bleiben!"
Polizei! * Nur Mundbewegungen *
Gauguin war der bekannteste Maler, -
- der einige Kilometer entfernt lebte -
- und arbeitete. In der K�nstler- kolonie von Pont-Aven.
Stehen bleiben!
So eine Schei�e!
Auf Wiedersehen!
Ah!
Das hat so geschaukelt.
Mir ist schlecht. Sch�tzchen!
Wenn ein Volk jahrhundertelang der Gnade des Wetters, -
- des Meeres und der Winde ausgesetzt ist, lernt es Demut.
Und Gelassenheit. Unfassbar verschissener Schei�!
Ihr sturen Bretonen! Lasst euch verhaften wie alle!
Tja! Der ist aus Paris.
Steigen Sie ein!
Herr Kommissar!
Sollen wir Sie mitnehmen? Lieber nicht!
* Ein Telefon klingelt. *
Ja?
Herr Kommissar! Sind Sie es? Nein, Kadeg. Der Pizzadienst.
"Wen erwarten Sie an meinem Telefon?"
Wir haben hier einen Mord.
* Ein Telefon klingelt. *
Nolwenn! Ich bin unterwegs nach Pont-Aven.
"Ich h�rte: Herr Pennec wurde ermordet."
"Der Hotelbesitzer?" Mehr als das.
* Jemand hupt oft. *
Eine Institution in Pont-Aven.
Na toll! Der Gerichtsmediziner f�hrt gleich los.
Perfekt! Danke, Nolwenn!
Mist!
* Ein Telefon klingelt. *
* Es ist nichts zu verstehen. *
Guten Morgen, Herr Kommissar!
Guten Morgen, Riwal!
Tatwaffe? Vermutlich ein Messer.
Wurde nichts gestohlen? Sieht so aus.
Genau wissen wir es, wenn die Spurens...
Nolwenn sagt:
Er war eine gro�e Nummer hier. Jawohl. Pierre-Louis Pennec.
Besitzer des "Central". M�zen. Seine Gro�mutter -
- er�ffnete das Hotel vor 140 Jahren. Ber�hmte Frau.
War befreundet mit all den gro�en K�nstlern.
Gauguin hat hier gewohnt.
H�chstpers�nlich. In diesem Hotel! Hm.
Das sind Kopien, nehme ich an.
Ah! Ja!
Jawohl.
Und Pennecs Gro�mutter kannte Gauguin?
Jawohl.
Wie alt war er um Himmels willen? 91!
91? Jawohl.
So ein Schei�! Wer t�tet einen 91-J�hrigen?
Ah! Chef! Haben Sie die Pizza mitgebracht?
Was? Sie sagten doch:
Sie sind der Pizza-Lieferservice. Und da dachte ich ... �h ...
Ja. Wie gesagt: Die Leiche ...
Gefunden hat die Francine Lajoux.
Die ist so was wie der gute Geist hier.
Arbeitet seit Ewigkeiten. Hat ein Zimmer im Haus.
Hat '93 da drau�en ... War Pennec verheiratet?
Verwandtschaft? Kinder? Ja.
Und? Pennec war Witwer.
Er hat einen Sohn, Loic Pennec.
Er war Imker hier in Pont-Aven.
Er hat einen Halbbruder. Kennen Sie den Abgeordneten Andre Pennec?
Ah! Ich ertrage die Konservativen auch nicht.
Nein. Quatsch! Was stinkt hier so? Fisch?
Bouillabaisse! Bouillabaisse!
Ist Andre �ber den Tod seines Halbbruders informiert?
Riwal hat ihn angerufen. Er kommt hierher.
Das ist ein Tatort. Das Restaurant bleibt heute zu.
Aber irgendetwas m�ssen die G�ste doch essen!
Die sollen woanders essen.
Das ist nicht wahr. So eine Schei�e! Das ist das Allerletzte!
(Leise:) Der hat ein Holzbein. (Leise:) Was?
Frau Lajoux?
Zimmer 14, erster Stock.
Frau Lajoux?
Mein Beileid, Frau Lajoux!
Ich h�rte, Sie standen Herrn Pennec nah.
Wohnen Sie hier im Hotel?
In einem der H�user, die Herrn Pennec geh�rten. Am Stadtrand.
Manchmal brauche ich Ruhe. Ich bin keine 20 mehr.
Das ist mein Zimmer hier. Schon seit Jahren.
Wann genau haben Sie Herrn Pennec gefunden?
Heute Morgen. Um kurz nach 7 Uhr.
Wir wollten f�rs Fr�hst�ck decken.
Ich beaufsichtige das Personal. Und dann ...
... haben Sie ...
* Sie weint. *
* Sie weint laut. *
Der soll einen unbewaffneten Ladendieb erschossen haben.
Er �berfuhr den Hund des Polizeipr�sidenten.
Er ist doch im Zeugenschutzprogramm wegen der Mafia. * Kadeg lacht. *
Tolles Programm, wo einer den Namen beh�lt und bei der Polizei bleibt!
Er muss jemanden sehr ver�rgert haben.
Ich muss leider fragen: Hatte Herr Pennec Feinde?
Sie sind wohl nicht von hier. Oder?
Aus Paris. Ah!
Ein Franzose.
Hier in diesem Haus wurde die moderne Kunst erfunden.
Pierre-Louis scheute nicht die Verantwortung, -
- die das Erbe f�r ihn brachte. Alle sch�tzten ihn daf�r.
Wie beendete Herr Pennec normalerweise den Tag?
Er hat immer im Restaurant noch ein Glas getrunken.
Ein Ritual.
Schon seit Jahren.
Manchmal sa� er allein.
Manchmal mit einem Gast.
Manchmal mit einem Freund. Pierre-Louis hatte viele Freunde.
Machte er das gestern auch so? Keine besonderen Vorkommnisse?
Er war allein im Restaurant, als ich gegangen bin.
Er sagte:
"Meine liebe Francine!"
Ich habe gesagt: "Gute Nacht, -"
"- mein Lieber!"
* Sie weint. *
Vielen Dank f�r Ihre Zeit, Frau Lajoux!
Ist der Gerichtsmediziner schon da?
Jawohl! Gerade gekommen. Bitte! Danke!
* Ein Telefon klingelt. * Ich brauche eine genaue -
- Liste, wer im Hotel arbeitet und wann wer Dienst hatte. Jawohl!
Sagen Sie nicht "jawohl"! Wir sind nicht beim Milit�r. Ja...
Was soll ich sonst sagen? "Okay", "jepp" oder "geht klar"?
Sie k�nnen �ber den Tag verteilt verschiedene Ausdr�cke benutzen.
"Okidoki", "mach ich", "verstanden" und so. * Telefon *
Riwal! "Ist der Franzose da?"
Bitte? "Herr Dupin!" Ja.
"Ich will ihn sprechen." Pr�fekt Locmariaque.
Dupin! "Ich versuchte, Sie zu erreichen."
"Warum ging das nicht?" Mein Handy liegt im Auto.
"Da liegt es gut. Sie sind am Pennec-Mord dran. Ja?" So ist es.
"Verhaften Sie den T�ter ohne R�cksichtnahme!"
Das mache ich immer. "Er war eine wichtige Person."
Scheint so. "Vermasseln Sie es nicht!"
Das n�chste Mal bin ich nicht in Ihrer N�he. Okay?
So sei es.
Gut.
* Er hupt mehrmals. *
* Ein Telefon klingelt. *
Dr. Garreg!
Sch�n, dass Sie anrufen! Ist die Fischallergie gef�hrlich? * Hupen *
Sie haben keine Fischallergie. Die Tests waren eindeutig.
Was? Wir reden sp�ter dar�ber. Ich bin in einem Mordfall.
Darum rufe ich an. Es gibt etwas, -
- das Sie wissen sollten �ber den Toten.
Na gut! Ich komme nachher vorbei. * Hupen *
Hallo?
K�nnen Sie mir sagen, wo Herr Pennec ist?
Danke!
Herr Pennec?
(Lauter:) Herr Pennec?
Mein Vater war �ber 90 Jahre alt.
Er war ein wunderbarer Mann. Ich meine, wer tut so was?
Hat er sehr gelitten? Herr Pennec!
Ich will die Wertgegenst�nde im Hotel �berpr�fen! Ja.
Es gibt nichts zu �berpr�fen. Mein Schwiegervater steckte -
- sein ganzes Geld ins "Central" und seine Immobilien.
Er hat 4 H�user, einige Grundst�cke.
Wollte jemand Ihrem Vater was antun?
Jeder mochte meinen Vater. Niemand!
Sein Vater war ein wunderbarer Mann.
Ist das Ihr Lebensunterhalt? Honig?
Das ist der beste Honig der Region. Nehmen Sie! Hier!
Ich wei� nicht. Doch! Probieren Sie!
Wir erw�gen einen landesweiten Vertrieb.
Wir hatten heute eine Gesch�ftsparty geplant.
Mit unseren potentiellen Kunden.
Die wir jetzt nat�rlich verschieben. F�hren Sie jetzt das "Central"?
Ich wei� nicht, was im Testament steht.
Aber eigentlich ...
Ich glaube, ja. Obwohl ...
Ich melde mich morgen. Und nochmal:
Mein herzliches Beileid! Danke!
Sie sind nicht von hier. Oder?
Aus Paris. Ah!
Sie k�nnen sich sicher hier nicht leicht zurechtfinden.
Wir Bretonen sind ...
Na ja! Wir sind ...
Paris, Bretagne.
Menschen sind Menschen.
Man durchschaut sie oder nicht.
"Menschen sind Menschen."
Was?
* Er klingelt. *
* Er klingelt oft. *
Doktor Garreg?
Dupin?
Doktor Garreg!
Ich will einen neuen Test wegen der Fischallergie.
Eine Allergie ist qua Definition eine �bersch�umende -
- Abwehrreaktion des Immunsystems auf bestimmte Umweltstoffe.
Diese Reaktion ist messbar. Und Sie haben sie nicht.
Was habe ich dann? Eine Macke?
Was wollten Sie mir �ber Herrn Pennec erz�hlen? * Telefon *
Pardon! Meine Sprechstundenhilfe hat Mittagspause.
Praxis Dr. Garreg! Garreg.
Ja. Oh! Guten Tag, Claudine! Wie geht es dir?
Ja. ... Nein. Was?
Andre! Francine!
Ich habe dir die Nummer 4 gegeben. Danke!
Mein Beileid! Mein Beileid!
Es tut mir wirklich leid f�r dich. In die Vier!
Ich sterbe vor Hunger.
Die K�che ist geschlossen.
Jemand kann ein Sandwich machen. Oder?
Herr Pennec?
Riwal. Kriminalpolizei.
Mein Beileid! Danke!
Mein Chef, Kommissar Dupin, m�chte heute mit Ihnen sprechen.
Ja. Ich habe auch Fragen.
Ich erwarte den Anruf Ihres Chefs. Gibt es Erkenntnisse? Theorien?
Der Herr Kommissar wird Sie informieren.
Gut!
Also gut! Dann bekomme ich von dem Fang eine Dorade ab. Ja?
Auf Wiedersehen! Doktor!
Reden wir �ber Herrn Pennec! Haben Sie sich hier eingelebt?
3 Monate sind schon ... Ja. Das wird schon.
Wie Ihnen ging es meinem Gro�vater.
Er kam aus Stra�burg her. Wusste nicht, ob er -
- bleibt oder geht. Eines Tages ging er zum Strand.
Er hat eine Handvoll Erde genommen und daran gerochen.
Es roch gut. Also blieb er.
Er hatte nicht mehr lange zu leben. Ihr Gro�vater?
Nein, Pennec. Das Herz. Er ben�tigte mehrere Byp�sse.
Wie schaffte er es so lange?
Montag war er mit Schmerzen in der Brust hier.
Es war nicht einfach, ihn zu einem EKG zu �berreden.
Und?
Ich wollte ihn sofort zur Herz-OP �berweisen.
Pennec wollte nicht. Warum nicht? Er sagte:
"Wer in meinem Alter ins Krankenhaus geht, ist verloren."
Wenn er etwas nicht wollte, dann wollte er es nicht.
Ein typisch bretonischer Zug.
War ihm klar, dass er bald sterben w�rde? Wusste jemand davon?
Nein. Pennec war auf Diskretion bedacht.
Er nahm sich nie sehr wichtig.
Das ist aber kein bretonischer Zug. Eins zu null f�r Sie!
Nolwenn!
Ja. Guten Tag, Herr Kommissar!
Nolwenn! Ich brauche dringend eine ...
Genau! Vielen Dank!
Neue Bluse? Steht Ihnen sehr gut.
Ich bin vergeben. Ich sagte nur: "Die Bluse steht Ihnen gut."
Wer ist der Gl�ckliche?
Er wei� noch nichts davon.
Kennen Sie Loic und Catherine Pennec pers�nlich? Fl�chtig!
Wie geht es denen finanziell?
Sie haben billigen Wein in teure Flaschen umgef�llt.
Sind die geizig oder pleite? Beides ist m�glich.
Sie verkaufen Honig an Touristen.
Loic war wohl auf die Unterst�tzung seines Vaters angewiesen.
Catherine spielt die Grande Dame. Hallo! Ich habe Hunger.
Der K�se ist ein Traum.
Ich wette, den haben Sie in Paris nicht.
Nein. Paris ist ein Dorf. Ich habe K�se erst hier entdeckt. Oh!
Entschuldigung! Was gibt es Neues?
Die Tatwaffe war ein Messer.
Vier Stiche. Die Tatzeit:
Zwischen 23:30 und 2 Uhr morgens. Gesch�tzt! Gut.
Sechs Angestellte haben gearbeitet. Plus Frau Lajoux.
Die Letzten haben um 23 Uhr Feierabend gemacht.
Frau Lajoux und der Koch haben kein Alibi.
Frau Lajoux sagt, sie war zuhause und schlief.
Das ist normal in dem Alter. Du musst es wissen.
Der Koch sagt, er war um 23:15 Uhr daheim. Er spielte ein Videospiel.
Allein! Au�erdem ... Warte!
Riwal! Ich will Pennecs Tagesablauf seit Montagmittag.
Jede Minute. Pr�fen Sie, mit wem er telefoniert hat!
Jaw... Klar! Wieso seit Montagmittag?
Da erfuhr er, dass er nicht mehr lange zu leben hat.
Der M�rder handelte v�llig sinnlos.
T�tete der M�rder Pennec darum? Der M�rder kann eine Frau sein.
Stimmt! Egal, ob Mann oder Frau!
Bescheuert, jemanden zu t�ten, der nicht mehr lange zu leben hat.
Das macht man vielleicht in Paris. Aber nicht in der Bretagne.
Andre Pennec kam an. Wo? Im "Central".
Sie wollten mit ihm sprechen.
Bis dann!
Fisch!
Mach mal mit! ... Wow! Heute Morgen frisch vom Markt!
So viel! Eine kleine Vorspeise. Das sieht toll aus!
Also! Was haben Sie mir zu berichten?
Wie bitte? Der Stand der Ermittlungen.
Was wissen Sie? Gibt es einen Verd�chtigen?
Ich wei�: Ich muss Ihnen nicht Bericht erstatten. Mein Beileid!
Ja. Das hatten wir schon. Ich will, dass der T�ter gefasst wird!
Da sind wir uns einig.
Wie war Ihr Verh�ltnis zu Ihrem Halbbruder?
Wie bitte? Ich h�rte, es war eher angespannt.
Ich sehe keine Veranlassung, -
- Ihnen private Details mitzuteilen.
Wir hatten nicht viel gemeinsam.
Pierre-Louis lebte f�r die Kunst. Er war ein Traumt�nzer.
Ich sage das mit allem Respekt.
Aber ich lebe lieber in der realen Welt.
Sie waren in den 80ern Separatist. Mit Verbindungen zur Bretonischen -
- Revolution�ren Armee. Uralte Geschichten und nicht wahr!
Ich hatte nie Kontakt mit dem militanten Fl�gel. Was soll das?
Frau Lajoux sagt, Ihr Halbbruder war ein Gegner der Bewegung. Ach!
Ich t�tete ihn, weil er anders �ber die Autonomie dachte?
Sie wollen Minister werden. Kein Kommentar!
Das w�re unm�glich, wenn Beweise Ihrer militanten Aktivit�ten -
- damals auftauchen w�rden. Unversch�mt!
(Schreit:) Passen Sie auf! Oder ... Oder was?
Sie erschrecken Ihre W�hler.
H�ren Sie!
Ich habe keine Ahnung, von welchen angeblichen Beweisen Sie reden.
Ich auch nicht. Ich wollte nur mal schauen. Sie sind unbeherrscht.
Ich bleibe noch bis zur Beerdigung in Pont-Aven.
Wenn Sie etwas Relevantes erfahren, m�ssen Sie mich informieren.
Herr Pennec!
Er hatte nicht mehr lange zu leben. * Sehr lauter Donner *
Er hat immer im Restaurant noch ein Glas getrunken.
"Ein Ritual. Schon seit Jahren."
Mein Schwiegervater steckte -
"- sein Geld ins 'Central' und in seine Immobilien."
* Glas klirrt. *
* Reifen quietschen. *
Keiner h�rte, als die Scheibe eingeschlagen wurde.
Bei dem Gewitter letzte Nacht! Ja.
Jemand t�tet einen alten Mann, der nur noch einige Tage zu leben hat.
Dann steigt jemand nachts beim Tatort ein und machte gar nichts.
Wurde definitiv nichts gestohlen? Hier sind Fu�abdr�cke.
Sonst w�ssten wir nicht sicher, ob jemand einstieg.
Ein Dummer-Jungen-Scherz?
Das m�sste aber ein sehr, sehr dummer Junge gewesen sein.
Kalt ist es hier. Das ist die Klimaanlage.
Ein sehr kompliziertes Ger�t.
Herr Pennec wusste, wie man sie richtig einstellt.
Sie wollten mich sprechen. Oder? Ja.
Niemand kann best�tigen: Sie spielten Ihr Videospiel.
Wie denn?
Ich wohne allein.
Wie war Ihr Verh�ltnis zu Herrn Pennec?
Gut. Sie haben eine Prothese.
Richtig?
Darf ich fragen, wie das passiert ist?
Unfall.
* Riwal klopft. *
Was f�r ein Unfall?
Autounfall.
Wir haben Ergebnisse der Telefon- �berpr�fung von Herrn Pennec.
Und?
Er telefonierte viel mit Frederic Beauvois. Wer ist das?
Frederic Simon Pascal Beauvois.
Verzeihen Sie, dass ich Sie in der "Fondation des Beaux-Arts" empfange!
Ich lasse gerade das Museum aufw�ndig modernisieren.
Wir sind deswegen zwischenzeitlich in diesen etwas bescheidenen R�umen.
So! Hier! Wenn Sie Platz nehmen wollen.
Was kann ich f�r Sie tun?
Es geht um Herrn Pennec.
Ja. Nat�rlich!
Ein gro�er Verlust. F�r die Stadt. F�r die Kunst.
Sie haben vor seinem Tod mehrfach telefoniert.
Pierre-Louis war ein bedeutender M�zen. Wir hatten viel Kontakt.
Er unterst�tzte viele Projekte. Ohne eitel wirken zu wollen:
Aber seit meiner Leitung des Museums ist uns Erstaunliches gelungen.
So ist uns 2002 vom Ministerium f�r Kultur offiziell der Status -
- eines "Musee de France" zuerkannt worden.
Ich sah es als l�ngst f�llige Anerkennung meiner Arbeit.
Der postimpressionistische Synthetismus begann in Pont-Aven.
Seine Schl�sselwerke mussten hier endlich ausgestellt werden.
Ich m�chte wissen, mit welchen Betr�gen -
- Pierre-Louis Pennec sich wo beteiligte.
Es war nicht das Geld.
Es war die Liebe zur Kunst, die uns verbunden hat.
Eine Summe zu kennen, w�re f�r die Ermittlungen hilfreich.
* Etwas piept. *
Herr Beauvois!
Ich beauftrage meine Sekret�rin, eine Liste der Betr�ge zu erstellen.
Danke! Wenn Sie implizieren, dass unsere Beziehung -
- prim�r eine monet�re Basis gehabt h�tte, irren Sie sich.
Wir waren Freunde.
Wie war sein Verh�ltnis zum Sohn Loic?
Loic? Wei� ich nicht.
Ich dachte, Sie und Herr Pennec waren Freunde.
Na ja! Da gab es eine gewisse Entt�uschung.
Loic geht das spezifisch Pennec'sche ab.
Ihm fehlt der Ehrgeiz, der Wille zum Erfolg. Die Passion!
Ich hatte einen anderen Eindruck.
Er hat eine gro�e Leidenschaft: seinen Honig. Na, Honig!
Riwal! Gibt es Neuigkeiten?
Nicht wegen des Einbruchs.
Aber wegen der Telefonlisten.
Pennec sprach nach dem Arztbesuch mit dem Musee d'Orsay in Paris.
Mann! Ist was?
Die Klimaanlage ist kaputt. Egal!
Kl�ren Sie, mit wem Pennec im Musee d'Orsay sprach!
Kadeg soll mit dem Notar sprechen. Notfalls mit Gerichtsbeschluss!
Wird selbstredend erledigt.
Ihr Jawohl beginnt mir zu fehlen. * Dupin hat aufgelegt. *
Komm schon!
Verdammt!
Nolwenn! Ich brauche dringend einen Kunstsachverst�ndigen.
Nicht Beauvois. Von au�erhalb. F�r Gem�lde von hier.
Gauguin und die anderen ber�hmten Maler.
Ja. Unbedingt heute noch. Hier im "Central". ... Alles klar!
Was soll das?
Sie wollten die G�ste im Restaurant nebenan verpflegen.
Das ist f�r heute Abend.
Unsere G�ste sind jetzt in anderen Hotels.
Niemand macht Urlaub am Tatort eines Mordes. F�r wen kochen Sie?
Wir haben heute Abend eine kleine Totenfeier.
Nur im engsten Kreis. Drau�en! Nicht im Restaurant. Keine Angst!
Ja.
Ja. Ja. Ja. Ja.
Der Notar bat darum, es streng vertraulich zu behandeln.
Testamentser�ffnung ist in 3 Tagen. Ja. Leg los!
"Gut. Also! Der Loic erbt das Hotel."
"Und das Haus, in dem er wohnt."
Und Francine Lajoux -
"- erbt das Haus, in dem sie schon wohnt."
"Beauvois, also der Kunstverein, -"
- erbt das Geb�ude mit dem Museum und Beauvois' Wohnung drin.
Die Geb�ude geh�ren alle Pennec? "Ja. Er hatte echt Schotter."
Und dann noch ... Ist die sch�n!
Was? Ich sagte: "Sieben Grundst�cke!"
Das klingt besser als es ist.
"Auf einem steht ein Schuppen."
Aber alles nicht bebaubar. Naturschutz! Wertlos.
Erbt Andre Pennec nichts? Pennec lie� ihn vom Erbe ausnehmen.
Vor 15 Jahren wurde es schriftlich festgelegt. Alles klar! Danke!
Ja. ... Oh! Die noch!
�h ... Dupin!
Francine!
Oh, Francine!
Warum musste alles ... Das ist alles wirklich schrecklich.
Dieses Haus ist ohne deinen Vater nicht dasselbe. Ja.
Aber f�r dich wird hier immer ein Platz sein.
Falls ich erbe. Du geh�rst fast zur Familie.
Egal, was im Testament steht!
Kaum hier, redet ihr schon �bers Erbe!
Verzeihung, Francine!
Ich sollte nicht. Aber alles ist hier so ... Das Haus!
Oh! Entschuldigung! Ich ...
Ja? Ich suche Kommissar Dupin.
Ja. Tut mir leid!
Morgane Cassel.
Ich bin von der Universit�t der Westbretagne.
Guten Tag! Dupin! Danke, dass Sie so kurzfristig kommen konnten!
Ich lebe in Brest. Das ist keine Weltreise.
Und wann bekommt man mal die Chance, bei einem Mordfall mitzuarbeiten?
Ihre Hilfe ist notwendig und wichtig.
Es geht um ein Gem�lde von Gauguin.
Ich schrieb meine Examensarbeit �ber ihn. Tats�chlich?
Das ist gut. Was meinen Sie:
Wie viel ist er wohl wert?
Bitte? Ein Bild von ihm.
Da gibt es viele Faktoren: die Phase der Entstehung, die Gr��e.
Die kunsthistorische Relevanz. Es gibt gro�e Unterschiede.
"Der Tanz der vier Bretoninnen" ... Ich meine ein bisher Unbekanntes.
Es gibt keinen unbekannten Gauguin.
Mal angenommen!
Ja dann 30 Millionen Euro locker.
"30 Millionen Euro"! Hui!
(Leise:) Ich glaube, in diesem Raum h�ngt ein noch unbekanntes Gem�lde.
Von Gauguin. Unm�glich!
Dieser Raum besitzt eine hoch professionelle Klimaanlage.
Die Luftfeuchtigkeit wird genau geregelt.
Unfassbar teuer! Hm.
Das hiesige Museum hat die gleiche Anlage.
Im Grunde genommen ist -
- das hier ein ganz sicherer Ort f�r so ein Gem�lde.
Der ermordete Pierre-Louis Pennec konnte es sich jederzeit ansehen.
Jeden Abend. Und niemand w�rde vermuten:
Dass hier ein echter Gauguin h�ngt.
Okay! Also gut. Schauen wir mal!
Was haben wir hier Sch�nes? Sehr sorgf�ltige Kopien. Ja.
"Der Tanz der vier Bretoninnen".
Das ist ja absurd.
Wieso? Was ist mit dem Bild?
Das soll Gauguins "Die Vision nach der Predigt" sein.
Aber der Kopist machte schwere Fehler. Die Farbe Rot ist hier -
- ein grelles Orange. Es ist zu gro�.
Es sind mehr B�uerinnen als auf dem Original.
Insgesamt ist die Perspektive irgendwie verschoben.
Eine sehr schlechte Kopie.
Oder ein unbekanntes Original.
* Es ist nichts zu verstehen. *
* Nicht zu verstehen *
... tausendmal besprochen.
Der Staatssekret�r muss es nochmal pr�fen.
Es kann nicht angehen, dass ...
Ich rufe dich morgen Fr�h wieder an. Kl�r das!
Catherine!
Loic! Ach!
Dass wir uns unter solchen Umst�nden ...
Mein Lieber!
Es ist ein echter Gauguin. Richtig?
Dieses Bild ist meisterhaft. Die Komposition.
Diese tollk�hne Perspektive.
Aber hier zum Beispiel. Also!
Das kann ich eigentlich auch ohne spektroskopische Analyse sagen.
Dieses Wei� gab es zu Gauguins Zeit noch nicht. Ganz sicher?
So ein Schei�! Ja. Tut mir leid!
Vermutlich habe ich gerade Ihre Mordtheorie zunichte gemacht.
Hat mich gefreut. Ah!
Herr Pennec war todkrank.
Er erfuhr, dass er bald sterben w�rde.
Er hat das Musee d'Orsay angerufen. Warum?
Sein 1. Anruf nach der Diagnose ist bei einem sehr bedeutenden Museum.
Das schreit danach: Er hatte einen echten Gauguin.
Und er wollte ihn ... Keine Ahnung!
... vor seinem Tod pr�fen, sch�tzen, restaurieren lassen.
Vielleicht. Aber in diesem Raum ist kein echter Gauguin.
Aber wenn es hier irgendwo einen echten Gauguin gibt:
Wollen Sie ihn dann nicht sehen?
Ich werde Sie hier sicher noch brauchen. Bitte!
Dann brauche ich wohl ein Zimmer. Ja, super!
Hier im Haus ist momentan kein Betrieb.
Sie k�nnen im "Amiral" wohnen, wenn Sie wollen. Ohne Zahnb�rste?
Habe ich. Ich meine, besorgen wir.
Brauchen Sie sonst noch was?
Deo, Seife, Unterw�sche?
Meine Assistentin besorgt alles, was Sie brauchen.
Danke! Nenn mich Morgane!
Georges!
Du bist aus Paris, habe ich geh�rt. Ja.
Was verschl�gt dich hierher? Das ist eine lange Geschichte.
Ich habe heute Abend nichts vor.
Entschuldigung! Ich muss nochmal kurz.
Gewiss muss man die Kunst f�rdern. Aber Politiker m�ssen vorrangig -
- die Interessen der Wirtschaft im Auge behalten.
L�uft die Wirtschaft nicht, haben die Leute keine Arbeit.
Wer keine Arbeit hat, kann den Museumseintritt nicht bezahlen! Ah!
Verflucht nochmal! Er hat das mit Absicht gemacht.
Nein. Das war wohl nur ein Versehen.
Entschuldigen Sie mich bitte einen Moment!
Entschuldigen Sie! Darf ich mal?
* Es ist nichts zu verstehen. *
Herr Kommissar!
Was kann ich f�r Sie tun, Herr Pennec?
(Sehr betrunken:) Ich ...
Ich muss wissen, ob Sie schon mehr -
- rausgefunden haben. Wir ermitteln noch.
Ich kann Sie leider nicht informieren.
Nein, nat�rlich nicht.
Verzeihen Sie! Ich bin heute etwa... Alles gut, Herr Pennec!
Loic!
Auf Wiedersehen, Herr Kommissar.
Madame! Mein Beileid!
Wie kommst du denn auf so einen Quatsch?
Hallo! Danke!
Danke!
Ist dein Zimmer in Ordnung? Ja. Ein bisschen urig.
Oh! Fangfrische Fischplatte! Nein. ... Nein.
Das Entrecote hier ist ein Traum.
Glaub mir:
Das Steak hier ist das beste Steak in der ganzen Bretagne.
(Betrunken:) Man hat in Pyramiden in �gypten Honig gefunden.
Wussten Sie das? Der war immer noch essbar.
Steinhart, aber essbar.
�ber 4.000 Jahre alt.
Und immer noch essbar. * Nur Mundbewegungen *
Das ist doch Wahnsinn. Oder?
Ja. Das ist wegen der vielen Glucose.
Die verhindert, -
- dass sich Bakterien im Honig vermehren k�nnen.
Und darum ist er immer noch essbar. Es wird sp�t. Wir sollten gehen.
Ich wollte immer nur Honig machen. Ich wei�.
Aber die Dinge �ndern sich. Immer nur Honig.
Das Hotel schlie�t jetzt langsam.
Da ist doch nichts schlimm an Honig!
Oder? ... Oder! Catherine!
Bring deinen Mann nachhause!
Gute Nacht!
(Loic Pennec:) Gute Nacht!
Hm! Danke!
William Molard.
Jetzt wei� ich, an wen du mich erinnerst.
Gauguin malte ihn 1849. Die Kinnpartie hier und -
- die Augen sind sehr �hnlich.
Und was hat er so gemacht, dieser Molard?
Der war Komponist.
Kein besonders guter.
Hm?
Nein! ... Nein, danke! Erz�hl mal! Warum bist du -
- in die Bretagne gekommen?
Die Meerluft ist gut f�r mein starkes Rheuma.
Sag, wenn du nicht dar�ber reden willst!
Ich will nicht dar�ber reden. Ist es so schlimm hier?
Momentan ja! Dieser Blick!
Genau wie Molard auf Gauguins Gem�lde.
Es ist eins seiner unwichtigeren Bilder. Aber es ist sehr bekannt.
Weil Gauguin ... Ja, klar!
Signatur! Warum habe ich nicht gleich daran gedacht?
Fast alle F�lscher sind unheilbar eitel.
Irgendwo verewigen sie sich auf ihren Arbeiten immer.
(Francine, betrunken:) W�hlen Sie Andre Pennec!
Die Stimme der politischen Vernunft.
Ah! Dieser Widerling!
Keinen Schluck Alkohol trank er heute Abend.
Immer nur Wasser. Demonstrativ!
Als ob das noch was �ndern w�rde.
Dieses Schwein! Jahrelang hat er Pierre-Louis ausgenutzt.
Der lie� es sich gefallen. "Das ist doch mein kleiner Bruder."
Als sich Andre wegen dieser Separatistensache tagelang -
- im alten Schuppen verstecken musste:
Wer hat ihm was zu essen gebracht?
Und ihm das Geld gegeben, damit er sich nach Spanien absetzen konnte?
Pierre-Louis!
Gott wei�, wie sehr ich Pierre-Louis geliebt habe.
Aber er war zu weich, ein Tr�umer. Glaubte an das gro�e, wahre Gute.
30 Jahre lang trauerte er seiner Frau hinterher.
Unf�hig zu vergessen.
Obwohl ...
Ich ...
Ich habe doch immer ...
Ich habe ihn doch ...
Geh ins Bett, Francine!
Ja. Es hilft doch nichts.
Es ist, wie es ist.
Was ist damit?
Hier!
Tats�chlich! Das ist eine Signatur.
"FSPB".
Sagt dir das was?
Ja. Das tut es.
* Jemand klingelt. *
Frederic Simon Pascal Beauvois.
FSPB. Richtig?
Treten Sie ein!
Ich dachte mir, dass Sie die Signatur entdecken.
Oh Gott! Das gibt es ja nicht!
Ich wollte es eigentlich gleich zerst�ren.
Nachdem Sie heute Morgen da waren.
Bevor Sie es entdecken.
Aber ich habe es nicht �bers Herz gebracht.
Es ist ja trotz allem ein Meisterwerk.
Sind Sie wahnsinnig? Das ist ein echter Gauguin.
Oh! Es ist kein ... Gauguin.
Ist das wirklich n�tig? Ja!
Ich bin doch kein Verbrecher!
Und wie w�re es mit Einbruch? Diebstahl?
Erkl�ren Sie es mir nochmal, Herr Beauvois!
Sie sind in das Hotel eingebrochen.
Und ersetzen die Kopie eines Gauguin-Bildes durch eine eigene.
Ich dachte, es sei das Original.
Aber es war Nacht.
Ich hatte keine Taschenlampe dabei. Ach so! Ja!
Es gibt also ein Original? Nat�rlich!
Seine Gro�mutter bekam es von Gauguin -
- pers�nlich. Es war sein Geheimnis.
Keiner wusste: An der Wand h�ngt ein Original-Gauguin. Au�er Ihnen!
Und dem M�rder! Es sei denn, er ist der M�rder.
Jetzt werden Sie nicht komisch. Wo waren Sie vorletzte Nacht?
Ich war in Rennes. Auf einem Symposium.
Warum haben Sie Ihre Kopie �berhaupt angefertigt?
Um das Bild zu studieren nat�rlich! Das Original.
Ein gro�artiges Werk. Wirklich!
Gro�artig!
Als Pierre-Louis es mir zum 1. Mal zeigte, war ich von den Socken.
Warum zeigte er es? Es war ein Geheimnis.
Sie verstehen nichts von Kunst. Wie?
Ein Besitzer will seine Begeisterung teilen. Mit einem Geistesverwandten.
Warum haben Sie Ihre Kopie signiert?
War eine jugendliche Flause.
Ein juveniles Sp��chen.
Ich dachte doch nicht, dass es jemand sieht.
Wer hat dann das gemalt? Das?
Diese Kopie ist ungef�hr so alt wie das Original.
Ich fand auf der R�ckseite eine Signatur.
Von einem Sch�ler von Gauguin.
Sch�ler gro�er Meister studierten so die Technik.
Der alte Pennec muss es aufbewahrt haben. Ich kannte es nicht.
Wer hat jetzt das Original?
Der M�rder!
Ich wollte ... Ich muss ... Das ...
Diese Meisterwerke m�ssen hier ausgestellt werden.
Autounfall.
"Hallo?" Kadeg! Sind Sie es?
"Nein, Chef. Der China-Imbiss. Was kann ich f�r Sie tun?"
Die 34 ohne Knoblauch und alles �ber den Koch im "Central"!
Es gibt eine Verbindung zu Andre Pennec.
"Ja. Okay!" Danke, Kadeg!
Guten Morgen!
Gut geschlafen? Ehrlich gesagt, �berhaupt nicht!
Ich gr�belte die ganze Nacht, wo das Gem�lde sein kann.
Hast du einen Verd�chtigen? So viele. Leider!
Irgendwie haben die alle eine Leiche im Keller.
Morgen! Morgen!
Oder ein Gem�lde. Ja!
Ich habe mir im Internet Gauguins Portr�t von Molard angeschaut.
Der Typ sieht ganz sch�n grantig aus.
Ich gehe dann mal kurz oben gucken.
Pass aber gut auf! Ja!
Wusstest du: Gauguin war ein Raufbold.
Nein! Er hatte immer �rger. Ein Choleriker!
Sympathisch! Ich dachte immer, K�nstler sind zarte Pfl�nzchen.
Sind es nicht die Sch�chternen, -
- die irgendwann durchdrehen? Stimmt wohl!
Und wie geht es jetzt weiter?
* Ein Telefon klingelt. *
Hallo?
Was?
So ein Schei�!
Loic!
Er war betrunken.
Nach der Trauerfeier wollte er zu seinen Bienen.
Er hat sie geliebt, seine Bienen.
Ich habe gesagt: "Loic! Was soll denn das? Mach das doch morgen!"
Aber er war in einem Zustand ...
Also! Ich bin ins Bett gegangen.
Ich habe eine Schlaftablette genommen. Ich hatte Kopfschmerzen.
Hat Ihr Mann viel getrunken?
Der Tod seines Vaters.
Und dann diese Trauerfeier.
Es hat ihm nat�rlich sehr zugesetzt. Das tut mir leid.
Aber ich wei�, dass es kein Selbstmord war. Er ist gest�rzt.
Er war betrunken. Sie glauben es doch auch. Oder?
Seine Kopfverletzung wurde nicht durch den Aufprall verursacht.
Es tut mir leid. Ihr Mann wurde ermordet.
* Ein Telefon klingelt. *
Oh Mann! Nicht jetzt!
...issar Dup... Gut... ...ag! "Hier spricht Locmariaque."
"Wie weit sind Ihre Ermittlungen?" Was? Schlech... ...bindung!
* Er macht nur Ger�usche. * "Was? Dupin!"
Also! Der Kurator des Musee d'Orsay in Paris hat best�tigt:
Pierre-Louis wollte dem Museum das Gem�lde schenken.
Der Kurator war hier, hat das Gem�lde begutachtet und sagte:
"Es war der erhabenste Moment in meinem Leben."
Es war streng geheim. Die Bombe sollte eine Woche sp�ter platzen.
Mit einer feierlichen Zeremonie im Musee d'Orsay.
Presse, Cocktails, H�ppchen.
Ein anderer wollte es f�r sich. Ja. 30 Millionen!
Er stiehlt es. Pennec �berrascht ihn.
Und dann ... krack!
Das ist diese Duschmord-Szene aus "Psycho". Sehr bekannt!
Der M�rder tauscht das Gem�lde gegen die alte Kopie aus.
Die irgendwo im Hotel lagerte. Beauvois bricht ins Hotel ein.
Der Gauguin soll nicht weggehen. Pennec muss es ihm erz�hlt haben.
Beauvois dachte, es st�nde im Testament. Aber nein.
Beauvois ahnt nicht: Ein anderer war schneller.
Er ersetzte eine Kopie mit seiner Kopie.
Was hat Loics Tod damit zu tun?
Das Bild geh�rt Loic. Geh�rte!
Loic war der Erbe des Verm�gens.
W�re das Bild aufgetaucht, h�tte er es beanspruchen k�nnen.
Aber nur Pennec und Beauvois wussten von dem Gem�lde.
Tja! K�nnt ihr mir kurz helfen bitte?
Einmal hochheben.
Sie ist vergeben, Jungs.
Danke!
An wen?
Polizisten finden es raus!
Armer Loic! Er war ein Trottel.
Aber das hat er nicht verdient.
War es derselbe M�rder? Anscheinend wegen einem Bild.
Pierre-Louis Pennec war im Besitz eines ...
Ach! Dieses verdammte Gem�lde!
Dieser verdammte Gauguin!
Das war nat�rlich mein 1. Gedanke, als Pierre-Louis ermordet wurde.
Dass es wegen des Bildes war. Aber es hing noch an der Wand.
Moment! ... Moment!
Sie wussten von dem Gem�lde? Ja, nat�rlich.
Warum haben Sie es nicht erz�hlt? Sie haben nicht gefragt.
Wer wusste noch davon? Loic. Catherine.
Es war ja Familiensache. Und Beauvois nat�rlich.
Er hat Pierre-Louis beraten bei der Installation der Klimaanlage.
Er wusste nicht: Alle wussten es.
Das geht den alten Schnorrer nichts an. Dieser geschw�tzige Knilch!
Was er ihm an Spenden f�rs Museum abschwatzte.
Ich kann Ihnen Geschichten erz�hlen!
Wusste Andre vom Gem�lde?
Er geh�rt auch zur Familie. Glaube ich nicht.
Wenn Andre gewusst h�tte, dass etwas so Wertvolles im Familienbesitz ist:
Dann h�tte er sich das vor Jahren angeeignet.
Er ist kein guter Mensch.
Danke, Frau Lajoux! Bitte!
"Ich habe es wirklich genau gesehen. Er hat es mit Absicht gemacht."
Entschuldigen Sie!
Andre Pennec!
Was hat es auf sich:
Mit Ihnen und Andre Pennec? Nichts.
"Nichts"?
Nichts.
Frau Pennec!
Sie haben es eilig, die Bienen loszuwerden.
Ich kann es nicht. Jemand muss sich um die Bienenv�lker k�mmern.
Und ein paar Euro gibt es auch daf�r. Was?
Ihnen war es sehr wichtig, dass sein Tod nicht als Selbstmord galt.
Seine Lebensversicherung -
- wird im Falle eines Freitods nicht ausgezahlt.
Was ist mit dem Gem�lde?
Der Gauguin?
Sie sind die rechtm��ige Erbin. Ihr Mann ist tot.
M�glich. Ihr Schwiegervater wollte es einem Museum schenken.
Ach ja? Wusste ich nicht. Doch! Jetzt entscheiden Sie es.
Falls das Bild wiederkommt: Spenden oder verkaufen Sie es?
Sehr viel Geld. Was tun Sie? Sie verkaufen. Ja?
Wei� nicht. Aber sicher bei Ihrem Vorgesetzten beschweren.
Ach! ... Das kennt er doch schon.
Herr Pennec!
Haben Sie Ihren Halbbruder ermordet? Was?
In seinem Restaurant hing ein echter Gauguin.
Wert: mindestens 30 Millionen Euro.
Was?
Im Hotel h�ngen nur Kopien. V�llig uninteressant!
Ich erwarte jetzt eine Entschuldigung. Sofort!
Ich melde mich bei Ihnen.
Ich werde mich �ber Sie beschweren. Tun Sie das!
Verlassen Sie sich drauf!
Hallo, Morgane! Alles klar? Wie geht es dir?
Gut. Du, sag mal!
Hast du Lust, dir einen echten Gauguin anzuschauen?
* Morgane kreischt. *
Ja!
Ein echter Gauguin. ... Alles klar!
Francine Lajoux erz�hlte mir -
- etwas �ber die Geschichte des Bildes.
Willst du es h�ren? Klar! Machst du Witze?
Pennecs Oma Marie-Jeanne gr�ndete die K�nstlerkolonie.
Gauguin schenkte ihr das Bild. Ah ja!
Als Dankesch�n! Sie pflegte ihn 4 Monate.
Er hatte eine Pr�gelei in Concarneau. Knochenbr�che.
Fast 120 Jahre h�ngt das Bild im Restaurant.
Sie verhinderte mal fast zu sp�t, dass ein Kind es beschmierte.
Warum f�hrst du jetzt so schnell? L�cheln!
Was? L�cheln!
Wo sind wir denn hier?
Dieses Grundst�ck geh�rt den Pennecs schon lange.
Hilfe!
Wahnsinn!
Das ist ja Wahnsinn!
Vielen Dank f�r alles, Morgane!
Melde dich mal, wenn du in Brest bist!
Bis bald!
Georges!
Mach es gut!
Herr Kommissar! Es reicht mir langsam.
Frau Pennec! W�rde es Ihnen etwas ausmachen, -
- mir einen kleinen Espresso zu kochen?
Ich hatte einen wirklich anstrengenden Tag.
Herr Pennec!
Ich soll Sie doch informieren bei einem Ermittlungserfolg.
Ich kann Sie �ber den neusten Stand in Kenntnis setzen.
Sie werden abgeholt. Man wartet bereits vor dem Hotel.
* Er zischt. *
Guten Abend, allerseits! Ich dachte, -
- es interessiert Sie, wer die beiden Morde beging.
Beginnen wir von vorne!
Pierre-Louis Pennec war todkrank.
Er hatte nur noch Wochen, oder sogar Tage, zu leben.
Was reden Sie da? Er sagte Ihnen nichts.
Weil er Sie geliebt hat.
Und was er fast so sehr geliebt hat wie Sie, ist dieses Bild.
Jahrelang hat er jeden Abend dieses Bild bewundert.
Nach seinem Tod sollte die Welt diese Freude teilen.
Das Musee d'Orsay sollte das Bild erben.
Herr Beauvois fand das nicht gut.
Er sitzt in Haft und kann uns keine Gesellschaft leisten.
Er wollte das Werk lieber f�r sein Museum.
Herr Pennec erz�hlte es Loic und Catherine.
30 Millionen verschenken Sie -
- nicht kampflos. Sie schickten Loic abends zu seinem Vater.
Er sollte ihn �berreden, das Bild im Familienbesitz zu lassen.
Er machte es nicht gerne.
Loic interessierte weder Bild noch Geld. Er wollte nur Honig machen.
Es kam zum Streit. Pierre-Louis Pennec zeigte seine Entt�uschung.
Sein Vater stirbt bald und er denkt nur an das Gem�lde.
An schn�des Geld.
Dabei war das nicht fair.
Loic war nur der Handlanger seiner Frau.
Und da ist er durchgedreht.
All die Jahre der Dem�tigung, der Missachtung, der Kritik.
Im Affekt ersticht Loic Pennec seinen Vater.
Er ruft Catherine an. Sie sagt ihm, was er zu tun hat.
Er tauscht das Bild gegen die Kopie aus, die sein Vater im Hotel hat.
Catherine ruft Andre Pennec an. Unsinn!
Wir haben die Unterlagen der Telefongesellschaft.
Um 0:23 Uhr telefonieren Sie beide. Catherine wusste:
Sie braucht einen m�chtigen Verb�ndeten.
Einen gut vernetzten Strategen. Er soll das Bild verstecken und -
- schnell heimlich verkaufen.
Er kennt halbseidene Leute. Absurd! Es reicht!
Ich fragte Sie, ob Sie das Bild behalten oder dem Museum schenken.
Hat Sie das nicht stutzig gemacht?
Sie konnten doch gar nicht wissen, dass es �berhaupt gestohlen wurde.
Sie wussten von dem Diebstahl, weil Sie die Drahtzieherin waren.
Wenn Frau Pennec Herrn Pennec das Bild gab, -
- konnte er den Erl�s einstecken. Ja! Der Typ teilt nicht.
Die Familie hat seit Jahren was gegen ihn in der Hand.
Das hielt ihn ab. Er ist erpressbar. ... Ja?
W�re bekannt geworden, dass er vor 15 Jahren im Suff -
- einen Mann zum Kr�ppel gefahren hat ... Entschuldigung!
Dann w�re seine Karriere beendet. Pierre-Louis hat mich -
- aufgenommen. Wie einen Sohn.
Er hat versucht, etwas wieder gutzumachen.
Was der da ...
Ja.
Ihr Mann wollte gestehen.
Nicht wahr, Frau Pennec?
Er war kurz davor, alles zu erz�hlen.
Also haben Sie ihn get�tet.
Die gro�e Frage lautete: Wo hat Andre Pennec das Gem�lde versteckt?
Das war nicht einfach. Andre Pennec ist Politiker.
Ein konservativer obendrein.
Er ist ein Macher, zweifelsohne.
Aber ohne jede Fantasie. Ja.
Er setzt auf Bew�hrtes.
Was einmal funktionierte, macht er nochmal.
Der Schuppen. Das war es! Sie k�nnen nichts davon beweisen.
Jeder k�nnte das Bild dort versteckt haben.
Ich wusste nicht einmal davon.
Warum sind dann Ihre Fingerabdr�cke darauf? Oh!
Vielleicht war es Andre Pennec, der Ihren Mann get�tet hat.
Ich bin mir da nicht sicher.
Wir haben seine Fingerabdr�cke. Wir werden ihn anklagen.
Wegen Diebstahl und Mord. Und Ihr Gewissen muss es ertragen. Was?
Die Hexe war es. Sie erz�hlte mir alles.
Sie hat ihn erschlagen.
Mit einer Stabtaschenlampe.
Da aus dem Ger�teschuppen.
Madame!
Wenn ich ...
Monsieur! Ich will meinen Anwalt sprechen.
Ich habe das Recht auf einen Anruf.
Das d�rfen Sie. Im Kommissariat haben wir ein sch�nes Telefon.
Es tut mir sehr leid, Frau Lajoux.
* Ein Telefon klingelt. *
Herr Pr�fekt! "Ich sprach Inspektor Riwal."
"Er ist leichter zu erreichen."
"Es war ja kein so komplizierter Fall."
"Wir haben ihn gel�st." Ja!
"Ich erkl�re morgen der Presse unseren Ermittlungserfolg."
"Ich m�chte mich absprechen. Die Fakten m�ssen stimmen." Ja.
"Man kann sagen: 'Es war eine Familien-Trag�die.'"
"Und es waren zwei T�ter. Loic Pennec ermordete seinen Vater."
"Catherine ihren Mann. Beides aus Habgier."
Andre Pennec ... "... genie�t Immunit�t."
Die wird aufgehoben wegen Hehlerei, Behinderung.
Ein guter Staatsanwalt beweist seine Komplizenschaft.
"Seien Sie nicht naiv, Dupin! Pennec kann bald Innenminister werden."
Sie haben Anrufe bekommen.
"Ich bekomme eine Menge Anrufe und t�tige viele."
"Haben Sie mich verstanden, Dupin?"
Ich f�rchte, wir haben eine ganz schlechte Verbindung, Herr Pr�fekt.
B�h!
So ein Schei�!
Untertitelung 2014: Untertitel-Werkstatt M�nster
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