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Original subtitles

Steuerwehrleitstelle der Stadt Frankfurt, wie kann ich Ihnen helfen?

Steuerwehrleitstelle der Stadt Frankfurt, wie kann ich helfen?

Können Sie das bitte wiederholen? Ich habe Sie nicht verstanden.

Öffentliche Einhaltung für einen S4 zum Goliath -Hochhaus in der Ringerstraße

13. Ich wiederhole, S4 am Goliath -Hochhaus, Ringerstraße 13.

Nennen Sie bitte Ihren Namen, Ihre Position und wen Sie vertreten.

Gerne.

Mein Name ist Steffen Böttcher, ich bin Geschäftsführer und Inhaber der Firma

Zybex, ein Unternehmen für Baustoffe.

Was sagen Sie zu dem Vorwurf, dass das von Ihrer Firma hergestellte Polystirol

beim Brand des Goliath -Hochhauses im Jahr 2021 brandbeschleunigend gewirkt

Sämtliche unserer Dämmstoffe werden durch sehr aufwendige und staatlich

Testverfahren zertifiziert.

Nach erfolgter Freigabe sind diese für energetisches Dämmen von Gebäuden bis zu

22 Metern geeignet. Das Goliath -Hochhaus ist knapp 50 Meter hoch,

Ja, das ist korrekt. War Ihnen bewusst, dass der Bauträger Ihr Polystyrol bei

der Gebäudesanierung im Jahr 2019 verbaut hat?

Nein, das war es zu keinem Zeitpunkt bewusst.

Danke, Herr Böttcher.

Sehr geehrte Abgeordnete, ich möchte bei dieser Gelegenheit nochmal zum Ausdruck

bringen, dass die Firma Stübeck jedes einzelne Opfer dieser schrecklichen

Brandkatastrophe zu tief bedauert.

Unser Mitgefühl ist auch fünf Jahre nach diesem tragischen Unglück bei den

Hinterbliebenen.

Jedoch sehen wir uns nicht in der Verantwortung, die sachgemäße

unserer Produkte zu kontrollieren. Die Firma Stübeck weist daher sämtliche

Haftungs - und Schadensersatzansprüche entschieden zurück.

Das war einwandfrei, Herr Möttcher. Erst Anteilnahme und dann klare Kante. Hätte

ich nicht besser machen können.

Hier draußen, ist schlimm.

Einiges an Presse, um die kümmere ich mich.

Und dann natürlich die üblichen Opferangehörigen.

Ist ein Hinterausgang.

Leider nein, aber Ihre Frau parkt direkt gegenüber.

Nehmen Sie zu, dass Sie schnell hier wegkommen.

Oh, da ist er.

Herr Böttcher, Sie sind außergerichtet.

Vertreiben Sie weiter, Frau Lüsterow. Meine Damen und Herren, bitte verstehen

Sie, dass Herr Böttcher heute in dieser Situation keine Fragen beantworten wird.

Solange der Untersuchungsausschuss tagt.

Sobald ein Ergebnis vorliegt, werden wir Ihnen natürlich Gelegenheit geben, dass

wir Ihnen Rede und Antwort stellen.

Wie können Sie nachts schlafen?

Antworten Sie mir!

Es sind 13 Menschen gestorben, darunter drei Kinder. Wie können sie nachts

schlafen? Sie wussten ganz genau, dass der Bauträger ihr Polytolem Goliath

verbaut. Der Bauträger wurde hier rückwisch belangt und jetzt ist es

nochmal gut.

Hallo, bitte hallo.

Immer die gleiche Scheiße.

Das wird nie aufhören. Selbst wenn der Untersuchungsausschuss bestätigt, dass

alles sauber war, werden die nicht aufhören. Und ich fahr doch bitte los.

Es wird alles gut.

Mach dir keine Sorgen, Liebling.

Alles wird gut.

Ja?

Bitte, Verlust.

Frag, frag, frag.

Seit fünf Jahren beschäftigt sich schon ein Untersuchungsausschuss mit dem Fall

des verheerenden Brandes im Goliath Haus, bei dem 13 Menschen starben. Jetzt

blickt ganz Frankfurt hier gebannt auf die letzte Verhandlungswoche. Heute im

Fokus der Geschäftsführer des Frankfurter Baustoffhändlers.

Die zentrale Frage trägt auch er als Baustoffhersteller des Dämmmaterials

Mitschuld an der Tragödie.

Diese Woche geben alle Beteiligten ihre finalen Statements ab und am Freitag um

12 Uhr wird dann der Abschlussbericht erwartet. Wir halten Sie hier natürlich

auf dem Laufenden.

Mein Name ist Almila Adak.

Heute vor fünf Jahren, um genau 3 .24 Uhr, rief mich meine Mutter zum letzten

Mal an. Ich habe es nicht bemerkt, weil ich geschlafen habe.

Als ich am Morgen meine Mailbox abgehört habe, erfuhr ich, warum sie mich mitten

in der Nacht sprechen wollte.

Sie wollte sich von mir verabschieden. Sie wollte mir noch einmal sagen, wie

sehr sie mich liebt und wie stolz sie auf mich ist.

Sie sagte, dass wir uns eines Tages wiedersehen werden, aber dass das noch

habe.

Als ich am Morgen die Nachrichten eingeschaltet habe, konnte ich sehen,

Hochhaus, in dem auch ich meine Kindheit verbracht habe, immer noch brannte.

Wir alle, die wir unsere Liebsten verloren haben, sind fest entschlossen,

aufzugeben.

dieser sinnlosen Tragödie zur Rechenschaft gezogen wurden.

Hey. Hey.

Danke, dass du gekommen bist.

Klar, meine Mutter hat gekocht. Ich gehe sie jetzt noch besuchen.

Und sie immer noch hier im Viertel? Ja, ja, immer noch hier.

Wie geht es ihr?

Gut, besser.

Gut, sehr gut.

Sie würde sich freuen, dich wiederzusehen, wenn du Zeit und Lust

Ja? Ja.

Ja, gut.

Ich hau doch schon ab.

Tschüss.

Das übersetze ich jetzt nicht.

Also hat er bei der Sanierung gespart, wo er nur konnte und uns dieses billige

Polystrol von Stivex an die Wände geklatscht.

Was ist das überhaupt?

Das ist nichts anderes als aufgeschwemmtes Styropor, das er bei der

Gebäudedämmung benutzt.

Aber der Goliath -Brand ist nicht der einzige, der durch Polystrol eskaliert

ist.

Schau mal.

Ja.

Was ist das überhaupt?

Das sind alles Mitschriften vom Strafprozess, der damals gegen den

stattgefunden hat.

Hast du das hier alles geschrieben?

Ja, ich war bei jedem einzelnen Verhandlungstag im Gericht und habe

mitgeschnitten. Und dann habe ich zu Hause die Abschriften davon gemacht.

Anna!

Da sind so viele offene Fragen, auf die im Prozess niemand eingegangen ist. Ich

glaube nicht, dass ich der Richtige bin. Das glaube ich nicht. Ich bin Polizist.

Geh damit zu einem Anwalt, zu einem Experten, zu Brandschutz. Wir haben

Zeit mehr.

Der Untersuchungsausschuss endet am Freitag.

Okay.

Ich weiß nicht, ob ich dir helfen kann.

Und ich will dir hier keine falschen Hoffnungen machen.

Danke vielmals.

Nichtsdestotrotz.

Tschüss. Tschüss.

Hamza, warum bringst du sie nicht weg?

Sie kann das alles nicht lassen.

Sie versteht mich. Aber jetzt denkt sie, dass ich ihr Hilfe gebe.

Ist er richtig?

Es war ein Prozess.

Jetzt gibt es eine Kommission für die Befragung.

Das sind Advokate, Leute, die schon seit Monaten darüber beschäftigt sind.

Was kann ich für drei Tage?

Du bist Polizist.

Ich bin Kripo.

Ich? Ja, das ist ein anderes Teil.

Ich mache ganz andere Dinge.

Ich nicht.

Können wir nie.

Der heutige zweite Prozestag wird vermutlich hochemotional, denn

Opfer werden ihre Erinnerungen an die Nacht des Brandes schildern und auch von

ihrem jahrelangen Warten auf Aufklärung berichten.

Bereits in den vergangenen Jahren haben wir immer wieder deutlich gemacht, über

lange Zeit wurde wirklich niemand zur Verantwortung gezogen. Sie wollen jetzt

endlich wissen, wer Schuld trägt, um dann endlich mit den dramatischen

Geschehnissen abschließen zu können.

Hamza? Oh, sorry.

Guten Morgen.

Guten Morgen.

Alles in Ordnung?

Ja, ja, alles gut.

Okay.

Was ist denn das hier? Was machst du?

Das ist von meiner Ex -Freundin.

Sie ist eine Hinterbliebene vom Hochhausbrand im Goliath.

Da läuft auch gerade ein Untersuchungsausschuss.

Ja, ja.

Ja, schrecklich.

Ja, ich kann mich erinnern an diesen beißenden Geruch. Der war überall in der

Stadt. Ja, das ist von diesen Dämmplatten gewesen.

Polysterol.

Das ist sowas wie aufgeschäumtes Plastik.

Jetzt will sie, dass ich ihr helfe.

Und das innerhalb von drei Tagen.

Und sie sagt, es gibt noch...

Ungereimtheiten? Ja, genau.

Und sie vermutet, dass da irgendwas vertuscht wird, aber sie kann es nicht

beweisen. Ja.

Und du bist ihre letzte Hoffnung. Ja.

Das hast du gut analysiert, ja.

Na, es war jetzt nicht so schwer.

Und? Was und? Hast du schon was gefunden?

Äh. Das dreht sich da alles um diese Gutachten und Analysen von den

Ich hätte in Chemie besser aufpassen müssen. Ich kapiere kein Wort.

Kaffee willst du nicht, ne?

Liebling? Hm?

Hast du meinen Autoschlüssel gesehen?

Nein.

Mann, wo ist der denn?

Ich bin auch jetzt schon total zu spät.

Wofür?

Ich habe doch gleich meine Gesichtsbehandlung und dann muss ich zu

Du kannst ja meinen Wagen nehmen.

Warum?

Fährst du heute nicht ins Büro?

Ich arbeite von zu Hause.

Lass sie doch schreiben, Schatz.

Du musst jetzt stark sein.

Hörst du?

Ich liebe dich.

Ja?

Ja. Und das ist das Allerwichtigste.

Okay.

Dann nehme ich deinen Wagen.

Ich liebe dich.

Um die neuen Klimaziele zu erreichen, hat der Bauträger damals dünftig

Dämmmaterial gekauft bei der Firma Zübeck.

Und dieses Dämmmaterial ist überraschend schnell abgebrannt, obwohl es staatlich

geprüft wurde und hat dadurch zur Katastrophe geführt.

So, und jetzt ist mir was aufgefallen.

Im Untersuchungsausschuss saß eine Laborantin der Materialprüfstelle als

Andrea Hofer.

Aber das Material, das sie im Goliath -Hochhaus verbaut haben, das wurde unter

der Leitung von ihrem Kollegen getestet, Rainer B.

Und da habe ich mich gefragt, warum hat der Rainer B. es nicht selber ausgesagt?

Gestorben am 16 .11 .2021 durch Suizid. 46 Jahre.

Ledig, Materialprüfer, Todesursache war eine Kohlenmonoxidvergiftung, es wurden

Benzodiazepin und Alkohol im Blut nachgewiesen. Halbes Jahr nach dem Brand

er sich suizidiert.

Kann ja sein, dass er ein schlechtes Gewissen hatte.

Schwere depressive Störung, verzweifelt, er hatte keine Familie und hinterließ

auch keinen Abschiedsbrief.

Das war's?

Das ist aber nicht viel. Wer war denn da dran?

Das ist ja ein Müller.

Okay,

und was wollt ihr jetzt genau von mir? Wir wollten dich fragen, wie du zu dem

Schluss gekommen bist, dass Rainer Beetz verzweifelt und schwer depressiv war.

Allgemein, es könnte sein, dass er Abgase ins Auto gelenkt hat, weil ihm

Sonne so auf dem Arsch schien.

Du schreibst, er hätte keine Familie.

Ja, ist so. Hast du Freunde gefragt oder Arbeitskollegen?

Warum?

Um dir ein Bild zu machen?

Aber ihr wisst doch, wie viel bei uns hier in der Mordkommission täglich auf

Schreibtisch landet, oder?

Oder? Ja, man kommt kaum zum Essen.

Liebe Kollegen, wenn wir euch irgendwie behilflich sein können, wisst ihr, wo

ihr uns findet.

Ansonsten schlage ich mal vor, jeder kümmert sich um seine Angelegenheiten,

okay? Okay.

Ist nicht böse gemeint. Ja, ja.

Was ist los?

Damit die... Regierung ihre Klimaziele erreichen kann, klatschen sie den Leuten

in den Sozialwohnungen tonnenweise Erdöl an die Wände und verkaufen das dann als

klimaneutrale Sanierung.

Das finde ich einfach krass.

Erzähl mir mal von ihr.

Von wem? Von deiner Ex -Freundin.

Almila. Du hast gesagt, sie ist eine Hinterbliebene.

Almila war meine erste richtige Freundin.

Wir sind zusammen in einem Viertel aufgewachsen. Und wen hat sie verloren?

Ihre Mama.

Habt ihr euch gut verstanden? Ja.

Nette Frau. Sehr nette Frau.

Ich war früher so voll oft bei denen.

Sie hatte nur Almila und hat sich komplett für sie aufgeopfert.

Andrea?

Ganz kurz, die beiden sind von der Kriminalpolizei.

Azadi, mein Kollege. Hallo, Polina.

Sie wollen zuschauen. Ist okay?

Ja, klar.

Danke.

Geht das wieder um das Testverfahren?

Ich habe ja im Prozess eigentlich alles schon gesagt.

Darum geht es auch und wir würden gerne später in Ruhe mit Ihnen über Herrn

Beetz sprechen.

Okay.

Stören Sie? Nein, nein, alles gut. Erzählen Sie, wie funktionieren diese

Naja, also in diesem hier geht es im Grunde darum, wie konstant sich das

Brennmaterial vom Feuer entfernt.

Polysol schmilzt.

Das muss möglichst lange dauern, damit die Feuerwehr Zeit zum Reagieren hat.

Und wenn es schneller geht?

Die große Gefahr ist, dass sich das abgeschmolzene Material zwischen den

Putzschichten zu einer Pfütze sammelt.

Wenn sich das entzündet, dann wirkt es wie ein Brandbeschleuniger.

Okay, das bedeutet je.

Je schneller das Material schmilzt, desto gefährlicher ist es auch.

Genau.

Deswegen muss das Material mit einem Flammenschutzmittel versetzt werden und

ein perfekt darauf abgestimmtes Verbundsystem angebracht werden. Erst

bekommt es die Zertifizierung B1, schwer entflammbar. Dann darf es erst für den

Verbau verwendet werden. Bis 22 Meter, oder?

Ja, das stimmt.

Warum?

So hoch kommt die Feuerwehr mit ihren Lösch - und Rettungskörben.

Ah.

Und das, was Sie hier tun, das hat Herr Beetz vor seinem Tod gemacht.

Hier, in der Busstelle, richtig?

Ja. Und die Platten, die getestet werden, die wurden beim Goliath verbaut.

Genau. Wann war das?

Das war ab 2017.

Aber da war ich noch Assistentin.

Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass Herr Beetz da was falsch zertifiziert

hat.

Das habe ich überhaupt nicht gefragt.

Warum?

Was? Warum können Sie sich nicht vorstellen, dass Herr Betz irgendwas

zertifiziert hat?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die das geben soll. Das sind große Tests.

Die sind sehr aufwendig.

Wer bezahlt denn das Ganze?

Der Hersteller kommt für die Kosten auf. Ah, die Baustoffbranche kontrolliert

sich also selbst.

Ja, das hat der Gesetzgeber so geregelt.

Sie müssen wissen, in den letzten zehn Jahren hat sich einiges verbessert.

Es müssen mehr Brandschutzriegel angebracht werden. Es gibt noch größere

Man hat aus den Fehlern gelernt.

Davon haben die Toten in Goliath -Bau auch nichts mehr, ne?

Aber es wäre gut, dass sie was gelernt haben.

Gab es irgendwelche Anzeichen darauf, dass sich Herr B.

suizidieren wollte?

Wie meinen Sie das?

War er oft krankgeschrieben?

Nein.

In sich gekehrt, verschlossen, sowas?

Nein, das kann man so nicht sagen.

Wie würden Sie es denn sagen? Also wie haben Sie ihn denn empfunden?

Ein bisschen launisch, vielleicht.

Aber ich möchte wirklich nicht schlecht über Toto reden.

Das ist okay, das verstehen wir. Aber erzählen Sie ruhig weiter. Sie haben

launisch gesagt.

Wie hat sich das geäußert?

Wie hat sich das geäußert?

Indem es immer stressig war mit ihm.

Man wusste nie, woran man ist.

Seine schlechte Laune hat er an uns Laboranten rausgelassen.

Da können sich ja alle fragen.

Gut, dann war es das von unserer Seite. Vielen, vielen Dank für Ihre Zeit.

Hallo, können wir uns treffen?

Ja, was ist das denn?

So oft wie heute. Haben wir uns ja die ganzen letzten Monate nicht gesehen.

Deine Vermerke, schwere Depressionen und Verzweiflung, die erschließen sich uns

nicht.

Okay, danke schön.

Jetzt dreht sie völlig durch.

Ist das euer Ernst, ja? Ich glaube ja. Wir wollen einfach einen Blick in die

Akte werfen. Ist doch nichts dabei.

Suchst du sie uns bitte raus?

Möller, wir können sie auch offiziell anfragen.

Sie wollen die Ermittlungsarbeit Ihres Kollegen ernsthaft infrage stellen?

Auf welcher Grundlage?

Der Abschlussbericht liegt sich für unsere Begriffe etwas oberflächlich. Ich

habe ihn auch gelesen. Ja, er ist knapp, aber aus meiner Sicht nicht zu

beanstanden. Eine erste Zeugenbefragung hat ergeben, dass ein durch Depressionen

motivierter Suizid mindestens fragwürdig ist. Sie haben in dieser Sache bereits

Ermittlungen aufgenommen?

Ja, das erschien uns beiden angemessen, ja. Gehört doch überhaupt nicht in Ihren

Aufgabenbereich. Es entwickelt sich gerade dahin, Frau Azadi.

Ihr Kollege Möller ist ein ausgezeichneter Polizist.

Sie sollten sehr genau überlegen, wen Sie hier was unterstellen. Es liegt mir

absolut fern, dem Kollegen irgendetwas zu unterstellen. Das will ich hoffen.

möchten nur etwas überprüfen.

Ja, Bruder.

Viele Grüße von Frau Schatz. Besser, Sie finden was.

Das waren Ihre Worte, nicht meine.

Okay.

Das Auto wurde morgens von einer Spaziergängerin in einem Waldstück bei

Mörfelden -Waldorf entdeckt.

Und Rainer Beetz war zu diesem Zeitpunkt bereits tot.

Er ist auf der Beifahrerseite.

Ja, das ist ungewöhnlich, aber nicht per se verdächtig.

Oh, das ist doch komisch.

Diese Handschuhe?

Ja. Ja, sie sind zu dick dafür, dass er so eine dünne Jacke trägt. Wann war denn

das? 16. November 2021.

Ja, November.

Es kann schon kalt sein, aber dann trage ich doch eine dickere Jacke und wenn es

warm ist, lasse ich die Handschuhe weg.

Er hatte eine ziemlich hohe Benzodiazepinkonzentration im Blut. Das

laut Gutachten nicht die Todesursache. Das waren die Abgase. Hier, 16. November

2021, mittags 11 Grad.

Das ist jetzt nicht wirklich Handschuhwetter, aber da ist ja auch

Es konnten keine Spuren an der Tötungsvorrichtung nachgewiesen werden.

auch merkwürdig. Wenn ich Selbstmord begehe, achte ich doch nicht darauf,

ich keine Spuren hinterlasse.

Nur im Auto wurde Fremd -DNA gefunden, die aber nicht zugeordnet werden konnte.

Und dann haben Sie einfach die Ermittlungen eingestellt.

Wegen Suizid.

Da passen sehr viele nicht zusammen.

Ich glaube, das reicht, um neue Ermittlungen aufzunehmen.

Ja. Ich hochschätze.

Frau Schatz, bei allem Respekt für die Kollegen.

Der Tatort wies, wie ich ihn am 16 .11 .21 vorfand, keinerlei Hinweise auf

Fremdverschulden auf.

Ich habe trotzdem eine KTU machen lassen, dabei aber weder Fingerabdrücke

Fremdspuren auf der Abgaseinleitungsvorrichtung finden

du es gar nicht merkwürdig, dass er Wollhandschuhe getragen hat bei dem

Könnt ihr bitte mal die Verschwörungskolle abnehmen.

Der Mann ist kalt, er zieht die Handschuhe an. Wo ist denn da das

Sollte es hier irgendjemand vergessen haben sollte, in Deutschland bringen

jedes Jahr über 10 .000 Menschen um. Allein 90 davon bei uns in Frankfurt.

Wenn ich das grob überschlage, sind das was? Alle vier Tage einer?

Im Winter haben wir aber auch gleich gerne mal drei am Tag.

Und jetzt wollt ihr allen Ernstes, dass ich anfange zu ermitteln, weil sich der

eine davon in Unterhose aufhängt und ein anderer im Auto Handschuhe trägt? Das

ist doch wahr.

Lassen Sie uns doch hier bitte sachlich bleiben.

Niemand will Ihnen irgendwelche Vorwürfe machen.

Wir alle wissen, dass wir komplett unterbesetzt sind. Das ist aber jetzt

das Thema.

Es geht hier auch nicht vorrangig um etwaige Ermittlungsfehler Ihrerseits.

kann uns allen mal passieren.

Aber wenn sich herausstellen sollte, dass Herr Beetz durch Fremdverschulden

Tode gekommen ist, und wenn sich darüber hinaus herausstellen sollte, dass

dieser Mord im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit als Materialprüfer steht,

während gerade der Untersuchungsausschuss läuft, dann

entschuldigen Sie bitte die Wortwahl, aber gehöre ich in der Scheiße?

Das ist uns doch wohl allen klar, oder?

Ich erwarte, dass Sie Ihren Kollegen zuarbeiten.

Was ist mit unserem aktuellen Fall?

Herr Müller, mir scheint, Sie haben es noch nicht verstanden.

Das hier, das ist sehr aktuell.

Ich informiere die Staatsanwaltschaft.

Warum, warum?

Er fragt doch nicht warum, aber da wird wieder ermittelt.

Hm, Kripo Frankfurt nehme ich an.

Ja.

Ja.

Das werden die im Baumeisterium sicherlich auch nicht freuen.

Was? Nein, nein, nein, nein, nein, nein. Du rufst den Heiko an, der soll sich

was überlegen, wie wir da über die letzten zwei Tage kommen.

Ja, ich verlasse mich drauf.

Wir sollten nochmal mit Andrea Hofer sprechen.

Wenn sich die Baustoffbranche dort letztlich selbst kontrolliert, dann ist

Korruption vorprogrammiert. Und von Beetz beugte ich sämtliche

Kreditkartenabrechnung und Telekommunikation der letzten 48 Stunden

Tod. Schon mal was von Vorratsdatenspeicherung gehört.

Das ist viereinhalb Jahre her, wie soll ich denn da rankommen?

Dann versuch's halt über seine E -Mail -Accounts. Vielleicht hat er Rechnungen

mit Einzelverbindungen geschickt bekommen. Oh nee, die ganzen Passwörter.

Dann übergib's halt dem digitalen Forensiker.

Was ist das mit seinem Auto?

Was soll damit sein?

Na, wir sollten uns sein GPS angucken.

Bewegungsprofil wäre doch gut. Also bei dem Baujahr müssen wir wahrscheinlich

physisch ran, Navigationssystem.

Wer weiß, wo die Karre mittlerweile steht.

Hamza, Hamza.

Lass uns zum Stübeck -Geschäft fahren.

Erst ist es spät, aber ein Versuch wird es werden. Und jetzt.

Okay, dann kümmert ihr euch um die Verbindungsdaten und das GPS.

In der Reihenfolge, oder?

Konzentriert euch doch einfach aufs Auto. Danke.

Ergebnisse bis morgen, bitte.

Okay.

Machen wir gerne.

Weißt du, das Gute am Keller ist, dass du dann einfach manche Kollegen nicht

mehr ertragen musst.

Kann ich helfen?

Mein Name ist Mariam Azadi, das ist mein Kollege Hamza Kulina und wir würden

gerne mit Herrn Böttcher sprechen.

Worum geht es denn bitte?

Wir hatten gehofft, das mit ihm persönlich besprechen zu können.

Also, wenn Sie mit dem Geschäftsführer sprechen wollen, dann haben Sie sich

vorher anzumelden, und zwar telefonisch, und sich nach... Kippo Frankfurt?

Vielleicht wollen Sie ihn einfach fragen, ob er mit uns sprechen möchte?

Wenn das so ist? So ist es, ja.

Das hatte ich ganz vergessen.

Herr Böttcher arbeitet momentan aus dem Homeoffice.

Aber vielleicht kann ich ja was ausrichten.

Ne, vielen Dank. Wir probieren es morgen.

Schönen Feierabend. Danke gleichfalls.

Schönen Feierabend.

Ja, hier waren gerade zwei Herrschaften von der Kriminalpolizei.

Danke dir. Bis morgen.

Bis morgen.

Ich hole dich ab, ja?

Sagen wir, gibt es hier einen Shark?

Nein! Nein? Warum nicht?

Ich habe den Schlüssel wieder vergessen.

Komm schon, es ist fertig.

Was machst du da? Du, wenn du noch etwas sagen möchtest.

Da ist jemand, der etwas für dich gebraucht hat.

Wer, der? Ja.

Wer? Ich weiß nicht, ein Mann ist am Morgen gekommen und hat gesagt, es ist

schrecklich, dass sich ein Tier zerstört.

Was ist, Hamza?

Komm, lass mich nicht fallen.

Es ist nichts.

Hallo, Mariam.

Ich bin's.

Irgendwo ein Typ hat bei meiner Mutter ein Paket für mich abgegeben.

Eine Löschdecke.

Ja, eine Löschdecke. Wir sehen uns ja morgen. Ich wollte es dir einfach mal

sagen.

Pass auf dich auf, ja.

Entschuldige, ich habe ganz vergessen, dir zu sagen, dass der Fahrstuhl kaputt

ist. Ich habe da schon hundertmal angerufen, das interessiert dich einfach

nicht. Schön, dass du da bist. Alles gut.

Alles okay bei dir?

Ja.

Wieso fragst du?

So, alles gut.

Ja, ja. Ja?

Ja.

Sollen wir uns setzen?

Ja, klar, Entschuldige.

Ich habe Tee gemacht.

Willst du Tee? Auch gerne, ja.

Hast du was rausgefunden?

Also, es kann sein, dass ein Gutachter der 2017...

das Divex -Polysterol getestet hat, dass der einem Mord zum Unfall gefallen ist.

Ja?

So. Das heißt, die Divex -Leute haben den ermordet?

Almila, es kann sein. Ja?

Almila, langsam. Wir sind noch am Anfang der Ermittlungen. Ich kann nicht

vorellige Schlüsse ziehen. Oh, ist das krass.

Almila. Jetzt bringen die auch schon vorsätzlich Leute. Almila, du musst mir

eine Sache versprechen.

Das...

Darfst du niemandem erzählen.

Wer soll ich denn davon erzählen? Niemandem. Ich sag's nur.

Ja? Versprochen.

Danke.

Danke, Hans.

Du tust es für sie.

Sie ist Gemma.

Weißt du, was ihr Name bedeutet?

Es bedeutet Funke.

Vor zwei Tagen stand im Untersuchungsausschuss ja noch die Frage

Baustoffhersteller Dübex eine Mitverantwortung an der Brandkatastrophe

Heute richtet sich jetzt der Blick auf die Politik.

Befragt wird die Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen

Susanne Paab. Denn die Opposition will wissen, ob die Vorgaben zur

klimaneutralen Sanierung dazu geführt haben könnten, dass Sicherheitsstandards

umgangen wurden.

Der Abschlussbericht wird morgen am Freitagmittag erwartet.

Hey, das hatte ich heute Morgen im Gespräch.

Wer weiß, dass wir ermitteln?

Ähm, Andrea Hofer?

Almila?

Eventuell Steffen Böttcher durch seine Sekretärin? Ja.

Oder intern?

Vielleicht ist die Sache größer, als wir denken.

Hallo,

wie geht's? Gut, und dir, meine Liebe? Danke, kann ich dir was zur Auswertung

geben? Na klar.

Zu welchem Fall gehört das?

Das gehört zu keinem Fall. Das lag heute Morgen bei mir im Briefkasten.

Frau Azadi, Herr Kulina, guten Morgen.

Kommen Sie voran?

Frau Schatz, wir bemühen uns. Jemand möchte nicht, dass wir ermitteln. Das

Maria mit ihrem Briefkasten gefunden und gestern hat meine Mutter eine

Löschdecke bekommen.

Man möchte uns einschüchtern.

Soll ich Sie von dem Fall abziehen?

Nein, wir ermitteln weiter.

Dann sehe ich Sie heute Abend 19 Uhr in meinem Büro.

Mit Ergebnissen.

Wir haben den Wagen von Bez jetzt auf dem Hof.

Der Kollege von der IT sitzt gerade dran.

Wie lange dauert es noch?

Wie lange dauert es noch? Es wird nicht schneller, wenn du fragst.

Er sagt, es wird nicht schneller, wenn du fragst.

Okay, ihr meldet euch dann.

Ja, ja.

Was macht ihr eigentlich gerade?

Wir sind jetzt bei Zybex.

Wir fragen Steffen Böttcher.

Okay, gut.

Herr Böttcher nimmt sich sehr gern Zeit für Sie.

Das ist sehr freundlich von Herrn Böttcher. Ja, Sie mögen sich aber noch

gedulden. Momentan ist er in einer Videokonferenz.

Ja.

Ich bin's.

Genau. Nein, nein, nein. Warte mal.

Ja, bitte?

Was gibt's? Der Stabsekretär des Justizministeriums hat sich gerade bei

gemeldet. Der Justizminister bittet um ein Treffen mit Ihnen.

Machen Sie doch einfach einen Termin. Am besten gleich Anfang nächster Woche.

Er sagt, es sei dringlich.

Der Minister wird um 14 .30 Uhr ins Präsidium kommen.

Sie können sie jetzt hochschicken.

So, Herr Böttcher ist dann jetzt soweit.

Darf ich?

Bitte.

Gut, dann folgen Sie mir bitte.

Ja, herein.

Bitte, danke. Guten Tag.

Schleffen Böttcher.

Mariam Anleitig, hallo. Guten Tag. Kulina. Ja, danke.

Bitte.

Entschuldigen Sie, dass Sie kurz warten mussten, aber ich war noch in einer

Videokonferenz mit unserem Partner in China.

Bitte, setzen Sie sich.

Wollen Sie was trinken? Oh ja, ein Wasser wäre gut, danke.

Sie? Nein.

So.

Was kann ich tun?

Wie kann ich Ihnen helfen? Kennen Sie einen Rainer Betz?

Nein, das klingelt nicht.

Ich trinke still, Entschuldigung.

Danke.

Wüsste ich ihn kennen?

Das kann ich Ihnen doch nicht beantworten.

Das kommt ganz darauf an, wie sehr Sie in das Tagesgeschäft Ihrer Firma

involviert sind.

Bitte. Sehr freundlich, danke.

Also, lassen Sie mich ganz kurz eine grundsätzliche Frage stellen.

Ja, bitte.

Wird unser Gespräch weiter auf diese Ebene geführt?

Was meinen Sie? Ja, genau das. Diese Spielchen.

Ich will das nur wissen.

Damit Sie uns verstehen.

Ich nehme Ihnen jetzt Zeit für Sie, die ich eigentlich nicht habe.

Dafür erwarte ich von Ihnen, dass Sie sich mir gegenüber respektvoll

Können wir uns darauf einigen?

Ja.

Gut.

Sie fragt nach einem Herrn.

Rainer Beetz.

Helfen Sie mir, wer ist der Mann? Rainer Beetz war in einem Prüfverfahren

beteiligt vor einigen Jahren, das einen ihrer Baustoffe zertifiziert hat,

Polystyrol.

Ja, das ist aber schon lange her.

2017, wenn ich mich richtig erinnere, hat sich zu einem regelrechten

Verkaufsschlager unter unseren Dämmstoffen entwickelt.

Insbesondere seitdem der Bund das Klimaschutzgesetz verabschiedet hat, das

als Bürger, dem unsere Zukunft im Herzen liegt, sehr begrüße.

Und unter uns gesagt, als Unternehmer natürlich auch.

Aber bevor wir jetzt zu sehr ins Detail gehen, mein Anwalt hat mich angehalten,

keine weiteren Fragen zur unsachgemäßen Verwendung unserer Produkte zu

beantworten. Sie wissen bestimmt, dass diese Frage eine von vielen Fragen ist,

mit der sich im Moment ein Untersuchungsausschuss befasst. Oh, das

Keine Sorge, darum soll es nicht gehen. Wir sind tatsächlich nur wegen Herrn

Beetz hier.

Herr Bitt ist tot. Er hat sich 2021 vermeintlich das Leben genommen.

Ach, je.

Mensch, das tut mir natürlich leid.

Ja, das glaube ich Ihnen.

Können Sie uns sagen, wo Sie am 16. November 2021 waren?

Das ist jetzt spätestens das Moment, in dem Sie mich über meine Rechte aufklären

müssten. Meinen Sie nicht auch?

Ja, da haben Sie recht.

Aber da Sie Herrn Beetz gar nicht kennen, gehe ich davon aus, dass Sie

Frage bedenkenlos auch ohne juristische Belehrung beantworten können.

Ja, schön.

Ich befinde mich zu dieser Zeit im Herbst, Jahr für Jahr, auf einem

Shanghai. Shanghai, gut, das lässt sich überprüfen.

Jede Zeit.

War's das?

Ja. Vielen Dank.

Danke.

Wiedersehen.

Jetzt höre ich dich.

Was?

Wir haben das Bewegungsboot hier. Gut.

Okay, dann kommen wir jetzt.

Ja, also um 12 .32 Uhr ist er hier an Punkt A losgefahren. Das ist sein

in der Wichmannstraße.

Und von dort ging es nicht direkt zum Tatort, sondern erstmal zum Standort B.

Das ist bei Mörfelden -Walldorf.

Und dort kam er um 13 .02 Uhr an.

Und ist circa nach einer Stunde exakt sechs Minuten zurückgefahren hier zum

Standort C, hat dort drei Minuten gewartet und ist dann zehn Minuten

weitergefahren, um dann zu wenden und die ganze Strecke an C und B vorbei

zum Tatort zu fahren.

Der Fundort.

Richtig, Christian, Fundort. Was ist denn an den Standorten B, C und D? Ist

irgendwas?

Ja, also B ist ein Gasthof.

C ist eine Bushaltestelle und D ist nichts. Also Landstraße halt.

Aber das ist doch merkwürdig.

Da ist doch irgendwas Ungewöhnliches passiert.

Der Mann wollte sich umbringen.

Da tickt man halt nicht mehr ganz sauber.

Ich werde dir sagen, was passiert ist.

Bevor er alles beendet, will er noch ein letztes Mal was essen.

Er fährt also zum Gasthof.

Das Essen ist gut.

Es kommt neuer Lebensmodell hin.

Also fährt er wieder nach Hause.

Nach ein paar Kilometern kommen die bösen Gedanken aber zurück.

Er kriegt einen Heulkrampf, so schlimm, dass er kurz anhalten muss.

Dann fährt er wieder weiter, weil er sich inzwischen gesammelt hat. Und nach

einer Weile dreht er plötzlich um und macht genau das, was er eigentlich die

ganze Zeit vorhatte.

Ich schlage vor, wir fahren mal zum Gasthof.

Ja, und ihr checkt mal das Alibi von Steffen Böttcher.

Der sagt auch, dass er zur Tatzeit in Shanghai gewesen ist. Und biografisches

Böttcher und Beetz. Also Schule, Uni, Wohnort. Ich wüsste gerne, ob es da

Überschneidungen gibt. Mache ich gerne.

Danke.

Hallo? Ja.

Hallo.

Kriminalpolizei Frankfurt.

Mein Name ist Kulina, das ist meine Kollegin Azadi.

Dürfen wir Sie kurz stören? Geht das?

Wir haben eigentlich noch geschlossen.

Naja, aber Kriminalpolizei, warum nicht?

Ich hoffe, ich kann Ihnen helfen.

Also wir sind hier gerade beim Vorbereiten. Mein Sohn kocht vor und um

machen wir dann auch.

Freitag, Samstag, Sonntag haben wir aber auch Mittagstisch. Das geht dann so von

elf bis plus minus null.

Samstag ist Schnitzeltag.

Ja, aber deswegen sind Sie sicher nicht hier, oder?

Micha!

Micha, komm doch mal. Wir haben Besuch.

Guck mal, Micha.

Das ist die Frau Azadi und das der Herr Kulina.

Die beiden sind von der Kriminalpolizei.

Gude. Und das ist Micha, mein Sohn.

Wir haben nur eine Frage.

Kommt Ihnen der Name Rainer Beetz bekannt vor? Haben Sie den schon mal

Nein, den Namen kenne ich nicht. Du?

Nein.

Dann würde ich Ihnen gerne was zeigen.

Hier sieht man ihn.

Er schläft hier, aber man kennt ihn trotzdem ganz gut.

Nein, den kenne ich nicht. Du?

Nee.

Okay, weil wir vermuten, dass er hier mal bei Ihnen zu Gast war.

Vor viereinhalb Jahren.

Na, das ist aber ganz schön lange her.

Nein, das weiß ich nicht. Ich habe draußen eine Überwachungskamera gesehen.

Funktioniert die?

Ja, das ist aber so ein ganz altes Ding.

Das weißt du besser, mich erfilmt die überhaupt noch? Ja, klar.

Können wir uns das kurz anschauen?

Ja.

Was wollten Sie jetzt noch mal sehen?

Den 16. November 21 gerne.

16. November.

Da ist er. Und wie viel Uhr?

Machen Sie mal bitte 12 .50 Uhr.

Ah, das ist er.

Das ist unser Auto.

Ja genau, das sind wir.

Wie gesagt, das sind jetzt nur Standbilder.

Jede Minute eins.

Stopp. Danke.

Machen wir mal weiter, bitte.

Ich lasse jetzt einfach laufen. Einfach laufen lassen. Gerne auch schneller.

Ah, guck mal, da war der Alfred.

Das ist Stammgast von uns.

Ah, und das ist das Auto von der Erika.

Damals hat sie noch gelebt.

Na ja, war nicht so viel los an dem Tag.

Jammer.

Und Stopp.

Das ist die Frau von Batia.

Andrea, die Kriminalpolizei hat wieder angerufen. Es war sehr dringend.

Ich habe dir die Telefonnummer oben auf deinen Schreibtisch gelegt. Du sollst

zurückrufen. Danke.

Ich glaube nicht, dass ich das heute schaffe.

Sicher? Warum nicht?

Wir haben noch eine Abnahme. Das geht nicht.

Okay, dann kommen Sie morgen früh zu uns ins Präsidium.

Schubertstraße 70.

Haben Sie das?

Mhm.

Okay, morgen früh um 7 Uhr bei uns im Präsidium.

Das ist aber sehr früh.

Ja, damit Sie noch pünktlich zur Arbeit kommen.

Kannst du mir schon mal sagen, worum es geht? Wir würden gerne mit Ihnen über

das Prüfverfahren für die Firma Styvex sprechen. Das wird nicht lange dauern,

okay? Bis morgen.

Was?

Der schwarze Wagen da hinter uns, ich glaube, der verfolgt uns.

Ja?

Wir brauchen noch was anderes.

Das Foto alleine reicht nicht.

Ja?

Ja, bitte?

Hallo, Kulina Kriminalpolizei. Ist Herr Böttcher zu sprechen?

Nein, mein Mann ist nicht zu Hause, der ist in der Firma.

Kann ich helfen?

Frau Böttcher, mein Name ist Azad, ich bin die Kollegin von Herrn Kulina.

Wir wollten eigentlich mit Ihrem Mann Verhaltensregeln in Sachen persönlicher

Sicherheit besprechen. Das könnte für Sie auch nicht ganz so interessant sein.

Dürften wir kurz reinkommen?

Assadi. Assadi.

Interessanter Name.

Persisch? Ja.

Dann sind Sie aus dem Iran.

Ja, genau.

Dankeschön. Schön, schön. Bitte.

Ja, es ist wirklich toll hier.

Es ist ein wunderschönes Haus, das muss man schon sagen, oder?

Ja, also das ist... Wir fühlen uns hier sehr zu Hause.

Mit so viel Liebe zum Detail. Haben Sie das gestaltet?

Ich gebe mir Mühe.

Darf ich Ihnen was zu trinken anbieten?

Kaffee, Tee, Wasser?

Ja, ein Wasser, bitte. Und für Sie?

Auch, danke.

Mit oder ohne?

Mit. Ohne für mich.

Oh,

das

ist dieser Wasserhahn. Der, der aufspudelt, richtig?

Ja, und nicht nur das.

Da kommt auch kochendes Wasser raus, da muss man ein bisschen vorsichtig sein.

Aber ansonsten ist der ganz, ganz toll.

Dankeschön. Und keine Sorge, das ist jetzt nur Leitungswasser, aber das läuft

bei uns erstmal durch so einen Filter durch. Und im Endeffekt ist die Qualität

besser als von manchen hochwertigen Mineralwassern, die man so kauft.

Danke.

Wirklich lecker.

So schön weich.

Das ist Ihr Mann, nehme ich an.

Wie haben Sie den denn kennengelernt?

Das ist Ewigkeiten her.

Wir waren zusammen auf dem Sportinternat. Ich war Dressurreiterin

war Leichtathlet.

Ein richtig guter.

Beeindruckend. Dressurreiterin. Reiten Sie immer noch?

Ja.

Wir besitzen ein kleines, ich sag mal, Minigestüt. Wir haben derzeit 15 Pferde.

Und ich liebe diese Tiere.

Das sind wirklich... Ganz besondere Wesen.

Ich bin eigentlich auch in jeder freien Minute da draußen.

Ich werde dann auch gleich wieder los.

Dürfte ich kurz Ihre Toilette benutzen?

Selbstverständlich. Den Gang entlang, rechts, Gästetoilette. Danke. Hansa,

könntest du in der Zeit Frau Böttcher aufklären über die Verhaltensregeln bei

erhöhter Gefährdung? Klar, ja.

Da geht es in aller...

Das war's schon.

Vielen Dank. Sehr gerne. Vielen Dank.

Vielen

herzlichen

Dank für Ihre Zeit.

Danke Ihnen.

Alles Gute.

Wiedersehen.

Und?

Das reicht für ein DNA -Abgleich.

Hey, wartet mal.

Ich habe die Ergebnisse zur Patrone.

Ah, und?

Ja, es handelt sich um eine sehr gewöhnliche 9x19mm Parabellum von RWS.

Wird von uns, der Bundeswehr, aber auch vom organisierten Verbrechen genutzt.

Keine DNA, keine Fingerabdrücke.

Okay, danke, Ute.

Noch einer von uns.

Es besteht großer Anlass zur Annahme, dass Simone Böttcher, die Frau von

Stübecks Geschäftsführer Steffen Böttcher, Rainer Beetz ermordet hat.

Aha.

Haben Sie Beweise? Ja.

Wir nehmen gerade einen DNA -Abgleich vor, der vermutlich beweisen wird, dass

die... Ich frage nicht nach Vermutungen, ich frage nach Beweisen.

Es gibt eine Videoaufnahme, die ganz klar beweist, dass sie sich kurz vor

Tod... mit ihm in einer Gaststätte getroffen hat und danach mit ihm in sein

gestiegen ist. Wir vermuten, dass Kurt... Schon wieder eine Vermutung?

Frau Schatz, Sie wollten Ergebnisse von uns hören? Richtig. Und Sie liefern mir

eine Vermutung nach der nächsten.

Vielleicht hören Sie einfach zu, damit Sie begreifen, worum es hier überhaupt

geht? Herr Kulinar, erst denken, dann reden.

Frau Schatz...

Wir würden nicht an Sie herantreten, wenn wir nicht der Meinung wären, dass

Motiv von Simone Böttcher beim Mord an Rainer Beetz den Untersuchungsausschuss

im Fall des Goliath -Brandes berührt. Und darum ging es doch, wenn ich richtig

erinnere. Oder?

Ja?

Wir gehen fest davon aus, dass Andrea Hufer, die ehemalige Laborantin, morgen

früh bei unserer Vernehmung gestehen wird, das Gutachten zur Freigabe von

Polysterol zusammen mit Herrn Beetz gefälscht zu haben.

Oder mindestens Kenntnis davon gehabt zu haben.

Und sollte sich das tatsächlich bewahrheiten, wäre das gleichermaßen das

Hauptmotiv von Simone Böttcher, Mord von Rainer Betz.

Können Sie mir da folgen?

Simone Böttcher müsste gefürchtet haben, dass Rainer Betz im Goliath -Prozess

gegen Stübecks aussagt.

Damit wäre ihr Mann zu einer langen Freiheitsstrafe verurteilt worden und

Böttcher wäre aufgrund der zahlreichen Schadensersatzentsprüche finanziell

ruiniert. Und deshalb wollen wir Simone Böttcher morgen früh vorläufig

festnehmen lassen.

Alles, was Sie dazu tun müssten, wäre, die Staatsanwaltschaft zu informieren.

Das geht nicht.

Warum nicht?

Die zuständige Staatsanwältin wurde versetzt. Das Justizministerium wird

frühestens am Montag einen Nachfolger benennen.

Das ist nicht Ihr Ernst.

Sehe ich aus, als würde ich scherzen?

Das geht nicht.

Das ist dann viel zu spät. Der Untersuchungsausschuss, der gibt morgen

schon sein Ergebnis bekannt. Ist ein anderes Thema. Ist auch nicht Ihr

Kolina. Das ist nicht mein Problem. Wenn die Justiz unsere Arbeit blockiert, um

einen Skandal zu vertuschen, dann habe ich damit ein riesengroßes Problem.

Und Sie sollten verdammt nochmal auch eins damit haben.

Sagen Sie es dann den Angehörigen, ja?

Ich bin suspendiert, ja?

Nein.

Hast du deine Freundin angerufen?

Ja.

Sofort, ja.

Und was hast du ihr erzählt?

Die Wahrheit.

Und was genau ist die Wahrheit?

Dass das hier alles eine riesengroße korrupte Scheiße ist.

Und dass es manchmal keine Gerechtigkeit gibt. Das musste ich ihr sagen.

Ich fahre natürlich zu ihr.

Wer keine Stimme hat, dem bleibt nur die Tat.

Also wenn du glaubst, dass du da rauskommst, dann hast du dich gewaltig

getäuscht, Andrea.

Auch du als kleine Labyrinthin trägst die volle Verantwortung in dieser

Geschichte. Das ist dir doch hoffentlich klar, oder?

In deinem Fall wird sich die Staatsanwaltschaft wegen Bestätigkeit

fahrlässiger Tötung in 13 Fällen antragen.

Was glaubst du denn, wie viele Jahre das sind?

Hm?

Na los, sag schon, was glaubst du, wie viele Jahre sind das? Ich weiß es nicht,

Herr Böttcher.

Acht bis zwölf Jahre.

Mensch, Andrea, ich möchte doch nur, dass du dir nicht dein halbes Leben

verbaust. Verstehst du?

Und ich möchte, dass du weißt, dass du nicht alleine bist in dieser schwierigen

Situation.

Okay, dass wir zusammenhalten.

Stilwex wird dich immer finanziell großzügig unterstützen.

Da kannst du dich hundertprozentig auf mich verlassen.

Hast du verstanden, was ich gesagt habe?

Ja.

mir geht es nicht ums geld ich kann mit der schuld nicht mehr leben

Hamza, bitte.

Mach dir keinen Kopf.

Du hast alles versucht und ich bin dir dafür sehr dankbar.

Ja.

Ja. Ich hab noch was für dich.

Was ist das?

Du darfst es erst morgen öffnen.

Morgen Abend.

Okay. Versprichst du es mir?

Ja.

Versprichst du es?

Ja.

Wir werden uns hören.

Wer ist das?

Ja?

Heute ist jetzt die letzte Möglichkeit, weitere Zeugen zu hören, um diese Frage

dann vielleicht doch noch zu klären. War der Brand vermeidbar? Wer trägt die

Verantwortung? Für die Hinterbliebenen ist dieser Tag weit mehr als nur das

eines Untersuchungsausschusses. Es ist die Hoffnung auf Gerechtigkeit, auf

Klarheit nach Jahren des Schweigens.

Sie kommt nicht mehr.

Glaube ich auch.

Ich schicke Ihnen Streife zur Wohnung.

Entschuldigt.

Das Ergebnis zum DNA -Abgleich liegt vor.

DNA vom Schal wurde auch im Auto sichergestellt.

Okay, das reicht.

Damit können wir Simone Böttcher auch ohne Staatsanwaltschaft vorläufig

Danke, Ute.

Frau Hofer?

Guten Morgen. Frau Böttcher, wir werden Sie jetzt

vorläufig festnehmen. Es besteht der dringende Tatverdacht, dass Sie Rainer

ermordet haben.

Mariam.

Andrea Hofer ist tot ausgefunden worden.

Okay. Es sieht nach Suizid aus. Ich lasse es aber diesmal genauer

Und ich habe noch etwas Interessantes über die Böttchers herausgefunden.

Alles bereit, kann losgehen.

Danke.

Danke. Frau

Böttcher,

wir haben Ihre DNA im Wagen von Rainer Beth sicherstellen können. Möchten Sie

vielleicht einfach erzählen, was am 16 .11 .2021 passiert ist?

Frau Böttcher, Sie sollten wissen, wir haben mithilfe von GPS -Daten aus Herrn

Beetz' Auto ein sehr genaues Bewegungsprofil erstellen können. Das

allerdings wirklich komplex. Darf ich Ihnen davon erzählen?

Bitte. In den letzten zwei Stunden seines Lebens ist Herr Beetz zu einem

der Nähe von Mörfeldenwald aufgefahren. Es wird eine Stunde geblieben, dann ist

er dieselbe Stunde...

um dann wieder zu wenden und wieder in die entgegengesetzte Richtung zu fahren,

an einen Ort ganz in der Nähe.

Sein Körper wurde dann leblos in seinem Wagen gefunden.

Es ist alles sehr kompliziert und rätselhaft. Aber darf ich Ihnen davon

erzählen, was meiner Meinung nach an dem Tag passiert ist?

Von mir aus.

Ich möchte Sie nochmal daran erinnern, immer hörbar Ja oder Nein zu sagen.

Einverstanden? Ja. Gut.

Ich glaube, Sie haben sich am 16.

November 2021 um 13 Uhr mit Herrn Betz im Gasthaus zum Löwen getroffen.

Herr Betz war kein Unbekannter für Sie. Ihr Mann und Sie kannten ihn aus dem

Sportinternat, richtig?

Ja. Ich glaube, Sie haben mit Herrn Betz im Gasthaus zusammengesessen. Er hat

wahrscheinlich ein Glas Wein getrunken oder ein Bier, richtig?

Ja. Ich glaube, vielleicht so gegen halb zwei ist Herr Betz... auf die Toilette

gegangen und Sie haben die Gelegenheit genutzt, ihm Benzodiazepin in sein

Getränk zu mischen. Stimmt das?

Ja. Nach etwa einer weiteren halben Stunde haben Sie beschlossen zu gehen

baten Herrn Beth, Sie zurück in die Stadt zu nehmen. Richtig?

Ja. Sie sind also gemeinsam zurück...

Er hat Sie daraufhin gebeten, das Steuer zu übernehmen, richtig?

Ja. Sie haben dann die Plätze getauscht, sind noch ein paar Kilometer Richtung

Frankfurt gefahren, bis Herr Beetz komplett eingeschlafen war.

Dann haben Sie gewendet und sind in ein nahegelegenes Waldstück gefahren,

richtig?

Ja. Sie sind tief in den Wald hineingefahren, haben ein paar

Klebeband und einen Schlauch aus Ihrer Tasche geholt.

Vermutlich haben Sie Einweghandschuhe getragen. Dann haben Sie den Schlauch am

Auspuff befestigt, haben ihn ins Wageninnere gelenkt und haben den Motor

angelassen. Dann haben Sie die Beifahrertür zugemacht und sind

War das so?

Ja, so war es.

Die Frau ist gut.

Respekt. Darauf wäre ich damals nie gekommen.

Sind Sie jetzt hier fertig?

Nein.

Bis zu dem Moment, als ich von Ihrer Tasche gesprochen habe, habe ich den

Tathergang wahrheitsgemäß wiedergegeben.

Die Überwachungskameras vom Gasthof zeigen, wie Sie zu Herrn Beetz ins Auto

steigen.

Ich glaube, sie hatten Hilfe.

Und zwar nicht von ihrem Mann, der war nämlich tatsächlich in Shanghai.

Ich glaube, es war jemand, den sie kennen.

Jemand von ihrem Gestüt.

Jemand, den sie schon länger kennen.

Jemand, der ihr ganz in der Nähe ist.

Richtig. Was flüstert sie denn jetzt?

Frau Böttcher, hat Kriminalhauptkommissar Christian Möller

die Tat auszuführen?

Ja.

Aufstehen, Hände an die Wand.

Wenn du zur Waffe gehst, schieße ich.

Was bist du für ein Ampelmann?

Glaubst du im Ernst, dass ich im Präsidium eine Schießerei anfange?

nicht, machen wir uns zu und tu, was ich dir sage.

Hände an die Wand.

Möller, du bist vorläufig festgenommen wegen des Verdachts der Beihilfe im

Mordfall Rainer Beetz.

Tüchtig? Ja, so sind wir.

Simone?

Hat der Untersuchungsausschuss seinen Abschlussbericht vorgelegt, fünf Jahre

nach dem verheerenden Goliath -Hochhausbrand, bei dem 13 Menschen ums

kamen, gilt der Fall nun als offiziell abgeschlossen. Das Ergebnis, es habe

um eine Verkettung tragischer Ereignisse gehandelt, ein Zusammenspiel mehrerer

unglücklicher Umstände, die dann letztlich zu der Katastrophe führt.

Herr Kolina, ich wollte mich für Ihre Arbeit bedanken.

Das war viel.

Das ist mir bewusst.

Nehmen Sie sich einfach ein paar Tage frei, ja?

Mein lieber Hamza, wenn du diese Zeilen liest, bin ich nicht mehr da.

Es tut mir leid, wenn ich dir die letzten Tage Kummer bereitet habe, aber

wollte nichts unversucht lassen.

Bitte gib das Geld, es ist alles, was ich habe, an die Hinterbliebenen.

Den Brief mit der Stellungnahme gib bitte an die Presse.

Du hast ein gutes Herz.

Lebe wohl, deine Almila.

Untertitelung des

ZDF,

2020

I know dark clouds will gather o 'er me.

I know my way is rough and steep.

Yet beautiful fields lie just before me,

where God's redeemed individuals lie.

Vertraue und glaube, es hilft, es

heilt

die

göttliche Kraft!

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