All language subtitles for Maloney - Ein Anwalt kommt selten allein (Staffel 1, Folge 1).deu

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Original subtitles

.

* Mysteriöse Klänge *

(Mann) Und so habe ich entschieden, umzudenken,

mich nur noch mit dem zu umgeben, was ich liebe.

Haben Sie sich schon einmal ernsthaft mit der Frage auseinandergesetzt,

was Sie wirklich brauchen?

Ich habe meinen Nachnamen abgelegt und nenne mich jetzt nur noch Marco.

Ohne Nachname, einfach Marco.

Von allem zu viel in unserem Leben. Ich bin Minimalist.

Je weniger ich besitze, desto glücklicher bin ich.

Und je weniger Zeit ich mit Ihnen verbringen muss,

desto glücklicher bin ich.

Meine Freundin Selina denkt wie ich - zumindest dachte ich das,

aber jetzt weiss ich nicht mehr, was ich denken soll.

Er soll aufhören zu denken, gut kann er das nämlich nicht.

Gibt es Liebe in Ihrem Leben?

Wissen Sie, Liebe ist ganz im Grunde auch minimalistisch:

Ich gebe alles und will nichts dafür bekommen.

Nach dieser Maxime lebe ich.

So habe ich entschieden, umzudenken,

auf der ganzen Linie, ganz besonders ...

Oh, was ist los? Mein Pullover!

Meine Kunden fangen gerne an zu brennen,

wenn sie nicht auf den Punkt kommen.

Das ist ein Designerstück, einmalig.

Das bin ich auch, also kommen Sie auf den Punkt!

Selina arbeitet seit ein paar Monaten bei einer Anwaltskanzlei

als Sekretärin und ist jetzt materialistisch geworden.

Also wenn sie mit viel Geld kommt, können Sie sie zu mir schicken.

Viel schlimmer: Sie kam mit einem Auto nach Hause.

Mit einem Porsche! - Oje.

Ich befürchte, Selina hat eine Affäre mit ihrem Chef,

diesem schmierigen Anwalt.

Ich mache mir auch Sorgen:

dass Sie mein Honorar nicht bezahlen können.

Ich bin Minimalist, nicht arm.

Schwierige Anwälte kosten zusätzlich.

Kosten Sie noch mehr? - Ja.

Jetzt müssen Sie liefern.

Finden Sie raus, ob meine Freundin eine Affäre hat.

Es ist eigentlich nie ein gutes Zeichen,

wenn mir meine Klienten viel Geld geben.

* Titelmusik von "Philip Maloney" *

(Ansager) Die haarsträubenden Fälle des Philip Maloney.

Heute: Ein Anwalt kommt selten allein.

Mit Untertiteln von SWISS TXT

Aufpassen!

Jetzt haben Sie mir fast Kopfschmerzen bereitet.

Oh nein, die beiden.

Guten Tag. - Guten Tag.

* Laute Stimmen im Hintergrund *

Was ist denn hier los?

Heute ist gerade die Hölle los, die schimpfen sonst nicht so.

(Frau) Wie konnte das rauskommen? - (Mann) Ja wie, wie, wie?

Was ist rausgekommen? - Wenn Sie das nicht wissen,

müssen Sie es auch nicht wissen. Wie kann ich Ihnen helfen?

Ich mache eine Umfrage mit Assistentinnen.

Es geht um Minimalismus und gratis Autos.

Hat Marco Sie geschickt?

Sagen Sie ihm, es gehe nicht immer nur um ihn.

Gerne, aber um wen geht es dann?

(Mann) Immer musst du mich beschuldigen.

Ah, Herr Maloney, Philip Maloney.

Wir kennen uns. - Ja, leider. Er ist Anwalt,

aber nicht einer von den Guten, wenn es die überhaupt gibt.

Er ist Privatdetektiv, aber nicht einer von den Guten,

wenn es die überhaupt gibt.

Seine Frau, ebenfalls Anwältin.

Zusammen sind sie Schimpf und Schimpf.

Was will er? - Was wollen Sie von uns?

Ist er wegen des Falls da? - Sind Sie wegen des Falls da?

Fall? - Wir beantworten keine Fragen!

Wollen Sie auch noch etwas sagen? - Nein, will er nicht.

Es ist jetzt gerade sehr unpassend. - Er soll verschwinden.

Um wen geht es denn?

Um mich.

Geht es nicht eigentlich um die unglaubliche ...

Albrecht, du sprichst nicht mit Herrn Maloney!

(Bei so vielen verschlossenen Türen fragte ich mich,

ob sich Selinas Geheimnis

wirklich nur auf einen geschenkten Porsche beschränkt.)

(Ich musste die Sache unter einem neuen Blickwinkel untersuchen.)

* Mysteriöse Klänge *

Maloney.

Nicht jetzt, ich bin am Meditieren.

Ein Anwohner hat sich wegen eines Spanners beschwert.

Ich habe niemanden gesehen. - Sie sind der Spanner, Maloney!

Theoretisch hat er ja recht, aber praktisch nervt er.

Sind Sie wegen den Schimpfs hier? - Nein, wegen der schönen Aussicht.

Spannen ist eine Straftat.

Gehen Sie heim oder ich nehme Sie mit auf den Posten.

Ja, ja.

* Mysteriöse Klänge *

* Telefonklingeln *

Herr Maloney, ich brauche Ihre Hilfe. Es ist dringend.

Frau Schimpf braucht meine Hilfe?

Achtung.

Was ist denn mit ihm los?

Er hat sie gefunden.

Wo ist die Polizei? - Die kommt gleich.

Ich wollte, dass Sie den Tatort als Erster sehen.- Wieso?

Mama? - Ruh du dich schön aus.

Sie wollen sicher die Leiche sehen, oder?

Sieht aus wie eine Wassermelone, auf die eine Bocciakugel knallte.

Was meinen Sie? - Sie ist tot.

Offensichtlich, sonst noch etwas? - Die Kunst hat auch gelitten.

Ist das das Büro von Ihrem Mann? Wo ist er?

Sie wissen nicht, wo Ihr Mann ist?

Das macht ihn verdächtig.

Was wollen Sie von mir? Ein Alibi?

Am liebsten den Mörder.

Und wenn Sie den nicht finden, andere Verdächtige.

Kann Ihr Mann nicht der Mörder sein?

Das passt nicht zu seinem Charakter. - Hatte er eine Affäre mit ihr?

Das passt schon eher zu seinem Charakter.

Aber ich habe keine Beweise dafür.

Wer brachte sie dann um? - Dafür sind eben Sie zuständig.

Gleich kommt die Polizei und denkt, was alle denken:

Ein Anwalt hat eine Affäre mit seiner Sekretärin.

Sie will es beenden, er erträgt das nicht,

tötet sie und flieht. * Sirenen *

Albrecht, lässt du die Polizei rein?

Wenn ich herausfinde, dass Ihr Mann der Mörder ist,

behalte ich das nicht für mich.

Selina hat hier übernachtet,

also war Marco vielleicht doch nicht ihre grosse Liebe.

Oh, wow.

Nicht berühren, bitte. Gefällt es Ihnen?

Ja.

Es erinnert mich irgendwie an meine Mutter:

sanft, aber auch sehr laut.

Genau, als ich ... - Du sprichst nicht mit der Polizei.

Bei Fragen wenden Sie sich an mich. - Vielleicht kann ich helfen.

Nein, du kannst nicht helfen. Wir verweigern die Aussage.

Maloney, der stadtbekannte Spanner. Was machen Sie schon wieder hier?

Ohne offizielle Vorladung muss er keine Fragen beantworten.

Wenn es so einfach wäre ... - Wollen Sie die Leiche sehen?

Wer hat die Leiche gefunden?

Mein Sohn, er arbeitet an seinem Kunstwerk.

Sehr talentiert, der junge Mann, sehr talentiert!

Und wo ist Ihr Mann? - Im Flugzeug, auf Geschäftsreisen.

Seit wann? Jetzt machen Sie es mir doch bitte nicht so schwer.

Als Ehepartnerin von Herrn Schimpf muss ich Ihnen nicht antworten.

Das nennt sich Zeugnisverweigerungsrecht.

Und als Anwältin von Herrn Schimpf,

untersteht meine Kommunikation dem Anwaltsgeheimnis.

Schönen Tag.

Sind Sie jetzt zum Schosshündchen der Schimpfs geworden?

Die haben nur Angst, dass die Polizei ihre Arbeit nicht gut macht.

Was kann man da falsch machen?

Ein Anwalt hat eine Affäre mit einer Assistentin,

sie will Schluss machen, er bringt sie um und flieht.

(Ich fühlte mich trotz des vielen Gelds nicht besser.)

(Eigentlich hatte ich ja schon einen Auftraggeber.)

Das passiert, wenn man Liebe in seinem Leben hat.

Das war bestimmt dieser Schimpf.

Erst hat er mit Selina eine Affäre und dann bringt er sie um.

Ich weiss nicht, ob man da von einer Affäre sprechen kann.

Wie?

Ihre geliebte Freundin hat im Büro übernachtet.

Sie hat scheinbar die Beziehung auf weniger als ein Minimum reduziert.

Das war nur vorübergehend, sie wäre zurückgekommen.

Er macht eher den Eindruck,

als hätte man ihm sein Lieblingsspielzeug weggenommen.

Sie hat sogar ihren Porsche hiergelassen.

Sie wäre zurückgekommen.

Das machen sie immer. - Diesmal aber nicht, hm?

* Mysteriöse Klänge *

(Die Frage ist, wie besitzergreifend der Minimalist wirklich ist.)

(Und wer Selina diese Karre geschenkt hatte.)

(Ich tat, was ich in solchen Situationen immer tue.)

Trinken, nicht fahren.

* Erwartungsvolle Musik *

Yeah, we are searching for Schimpf. Yes, of course. I got the Number.

Yes, yes, yes.

Thank you, thank you very much.

Yes, yes. We will. We will, thank you.

Maloney, was wollen Sie?

Ich muss wissen, wem das Auto gehörte.

* Telefonklingeln * Ja?

Ah oui. Oui, oui, oui.

Ah, oui. Oui, oui ... Oui, oui, oui. Merci, merci.

Ja, Französisch. - Wollen Sie auswandern?

Wir fahnden nach Schimpf.

Wir haben eine internationale Taskforce eingerichtet.

Mit all diesen Ländern sind wir im Austausch.

Alles ist vernetzt, Maloney.

Und wenn Schimpf gar nicht weggeflogen ist?

* Telefonklingeln *

* Er spricht in einer Fremdsprache. *

Also.

Wem gehörte das Auto zuvor? - Wieso wollen Sie das wissen?

Selina Kaiser bekam dieses Auto kurz vor ihrem Tod.

Das ist ja eine richtige Spur, Maloney.

Haben Sie eine Weiterbildung gemacht?

Also, dann scannen wir das doch mal.

(Scanner) Besten Dank für Ihre Eingabe.

Ja, bitte, bitte, bitte.

(Scanner) Ich habe gesagt: "Danke für Ihre Eingabe."

Oh. Oh, oh, oh.

Das Auto gehörte Henriette Klausen.

Car, Classics, Klausen. Die verkauft nicht nur Autos.

Was? Verkauft sie auch noch Polizisten?

Oder lohnt sich das nicht?

Die macht aus Ihnen Gehacktes mit Hörnli.

* Telefonklingeln *

Ich muss zu Frau Klausen. - Wer sind Sie?

Maloney, Privatdetektiv. - Sind Sie bewaffnet?

Nur mit Schirm, Charme und Maloney.

Maloney, Privatdetektiv.

Grossartig, ein echter Privatdetektiv.

Sogar mit Mantel.

Ich bin wegen Selina Kaiser hier. - Und wer schickt Sie?

Der Heilige Geist.

Wieso haben Sie Selina Kaiser einen Porsche geschenkt?

Herr Privatdetektiv.

So geht das nicht.

Wer schickt Sie?

Wollen Sie mir Angst machen? - Die Schimpfs?

Angriff ist die beste Verteidigung.

Herr Maloney, was wollen Sie von mir? * Erstickte Laute *

Oh meine Güte, vergessen Sie nicht zu atmen.

Danke.

Ich möchte wissen, weshalb Sie Selina Kaiser

ein Auto geschenkt hatten, kurz bevor Sie ermordet wurde.

Ermordet?

Ermordet, ja. - Von wem?

Das probiere ich eben herauszufinden.

Ja.

Erzählen Sie mir doch, wieso Sie ihr ein Auto schenkten.

In meinem privaten Escortklub brannte es vor ein paar Monaten.

Zum Glück ist niemandem etwas passiert,

aber die Versicherung wollte partout nicht für den Schaden aufkommen.

Die Schimpfs vertraten die Versicherung.

Selina fand heraus, dass sie Beweise unterschlagen hatten.

Sie wollte nur helfen. - Und wie?

Ich weiss nur, dass sie sich auf diesen Schimpf einliess,

um an Unterlagen zu kommen. - Und jetzt ist sie tot.

Ja. Das Leben ist manchmal tragisch.

Sie war wie eine Schwester für mich.

Eine Schwester, die mal für Sie anschaffte?

Alle Sexarbeiterinnen in meinem Klub sind selbstständig,

sie bezahlen nur für den Hotellerieservice.

Quasi.

Finden sie heraus, wer Selina ermordet hat.

Der ist bei mir in guter Gesellschaft.

Bringen Sie mir den Porsche zurück, dann gibt es noch mehr davon.

Sie haben den Fall gegen Frau Klausen verloren.

Das ist kein Geheimnis, steht auch in der Zeitung.

Wissen Sie auch, weshalb? - Weil die Glück hatten.

Frau Kaiser spielte Frau Klausen Beweise zu,

die Sie unterschlagen hatten.

Ah, okay.

Mit dem hätte man rechnen können.

Dann liegt der Fehler nicht bei uns. - Vielleicht schon.

Herr Schimpf hatte eine Affäre mit Frau Kaiser.

Behauptet das Frau Klausen?

Wissen Sie mittlerweile, wo Ihr Mann ist?

Ich möchte mit ihm sprechen. - Das geht nicht.

Entweder spreche ich mit Ihrem Mann oder mit der Polizei.

Beides mache ich ungern, aber eines von beidem muss ich machen.

Es ist nicht so einfach. Wir werden überwacht.

Kommen Sie in 4 Std. ans Ende der Grünwilerstrasse.

Wieso denken in diesem Fall alle, wir seien in einem Gangsterfilm?

* Dumpfe Klänge *

Meine Tausender bekommen wohl doch keine neuen Freunde.

Hat es geholfen?

Dafür, dass Sie so ein ruhiger und ausgeglichener Typ sind,

tragen Sie ziemlich viel Wut in sich.

Nicht wirklich.

Aber ich habe etwas unter dem Beifahrersitz gefunden.

Richtet sich Ihre Wut auch gegen Menschen, oder nur gegen Fahrzeuge?

Stehe ich jetzt unter Verdacht?

Ich habe Selina geliebt.

Auch noch als Sie herausfanden, dass sie als Escort gearbeitet hatte?

Meine Selina war eine Prostituierte?

Heute sagt man eher Sexarbeiterin, aber ja.

Sexarbeiterin? Das ist zu viel für mich.

Man gewöhnt sich schnell an neue Wörter.

Ich brauche jetzt Ruhe!

(Auch wenn es Marco nur um Marco geht,

und er wahrscheinlich kein guter Minimalist ist:

Ein Mörder ist er eher nicht.)

(Und doch ist Selina tot.)

* Bremsenquietschen *

Mit Ihnen hätte ich nicht gerechnet.

Ich bin wohl der Einzige, der nicht von der Polizei verfolgt wird.

Und? Was tun wir hier?

Hat sich Ihr Vater im Gaskessel versteckt?

Mein Vater versteckt sich nicht, er ist nur flüchtig, so wie Gas.

Manchmal wünsche ich mir, er würde sich ganz in Luft auflösen.

Kommen Sie mit.

Haben Sie Frau Kaiser eigentlich gut gekannt?

Kaum.

Und wie war die Beziehung Ihrer Eltern zu ihr?

Sie haben ihr nicht getraut. Sie trauen niemandem.

Vielleicht mir, aber auch nur, weil sie mich schon so lange kennen.

Und trauen Sie Ihren Eltern einen Mord zu?

Wissen Sie, weshalb ich Kunst mache?

Weil es für mehr nicht gereicht hat?

Ich versuche schon sehr lange zu verstehen, wer meine Eltern sind.

Aber immer, wenn ich in sie hineinschaue, sehe ich nur mich.

Ich verstehe so langsam,

weshalb Schimpfs nicht wollen, dass er mit anderen Leuten spricht.

Wissen Sie, wie Gift funktioniert, Maloney?

Wissen Sie, wie man Fragen beantwortet, Herr Schimpf?

Was?

Trauen Sie Ihren Eltern einen Mord zu?

Meine Eltern haben mich schon mehrfach ermordet.

Mehrfach.

So, meine Pflicht ist erfüllt.

In diese hohle Gasse sollen Sie einsam schreiten.

* Mysteriöse Klänge *

Maloney.

Willkommen in meiner Dependance.

Herr Schimpf, weshalb sind Sie abgehauen?

Setzen Sie sich doch.

Kann ich Ihnen etwas kredenzen?

Wieso weiss in dieser Familie eigentlich niemand,

wie man eine Frage beantwortet?

Weshalb sind Sie geflüchtet, Herr Schimpf?

Meine Frau hat mich über Ihre Nachforschungen informiert.

Die wichtigste Frage lautet:

Wer hat ein Motiv? - Sie.

Habe ich das?

Sie hatten eine Affäre mit Selina Kaiser.

Sie verkaufte Informationen. Deshalb haben Sie den Fall verloren.

Was gibt es für Beweise? - Die Aussage von Frau Klausen.

Wird Frau Klausen vor Gericht aussagen?

Sie waren als Letzter am Tatort.

Der Mörder war als Letzter am Tatort.

Was ist mit dieser Affäre?

Die Affäre ...

... gibt es nicht!

Das ist ein Hirngespinst der Polizisten,

die zu viele Schundromane lesen.

Übrigens, denken Sie nicht, dass ich zu alt bin für Selina?

Ihre Frau traut Ihnen die Affäre zu.

Und Sie glauben mir auch nicht.

Was ich glaube, spielt hier keine grosse Rolle.

Hilft mehr Geld? - Sie können es mal versuchen.

Wer ist der Mörder? - Es deutet alles auf Sie hin.

Haben Sie keine anderen Anhaltspunkte oder so was?

Wem gehört der? - Vielleicht dem Mörder.

Passt nicht.

Verraten Sie der Polizei, wo ich bin? - Vielleicht morgen.

Zuerst muss ich mal noch darüber schlafen.

Herr Schimpf.

(Je länger ich das Geld betrachtete,

umso weniger wusste ich, was vor sich ging.)

(Und wer die Wahrheit sagt.)

* Telefonklingeln *

Maloney, Schimpf hat sich gestellt und gesagt,

er sei der Mörder von Selina. Kommen Sie!

Und er hat sich einfach so gestellt?

Fragen werden nach dem Verhör beantwortet.

Hier.

Zuhören, zuschauen, lernen.

Du musst dich jetzt konzentrieren. - Ja, es ...

Es ist wichtig, dass Sie alles ins Mikrofon sagen.

Also, identifizieren Sie sich doch bitte fürs Protokoll.

Theres Schimpf. - Und Hans Schimpf.

Also. Von Anfang an: Was ist Ihr Verhältnis zu Frau Kaiser?

Mein Mandant hatte ein Verhältnis zu Frau Kaiser.

Ich dachte, wir lieben uns. - Das passiert bei jedem Paar.

Bei mir nicht. - Dann bei Ihrer Frau.

Warum haben Sie Frau Kaiser umgebracht?

Ich fand heraus, dass sie Insider- informationen verkauft hatte

und stellte sie zur Rede. - Er war sauer.

Sauer? - Ich sagte, ich würde sie anzeigen.

Dann ging sie auf mich los.

Damit konnte mein Mandant nicht rechnen.

Ich wehrte mich und stiess sie weg. - Eine Affekthandlung.

Das würde jeder tun. Sie doch auch?

Jetzt kommt der Twist: Er hat sie gar nicht umgebracht.

Es war ein Unfall, es war Notwehr.

Dann stolperte sie gegen die Skulptur von Albrecht.

Ein Teil fiel ihr auf den Kopf, dann trug ich sie ins Büro.

Dann sah ich, dass sie tot ist.

Mein Mandant kriegte Panik und verschwand.

Als ich wieder klar war, stellte ich mich.

Mein Mandant ist selbst ein Opfer.

So, sollten Sie keine weiteren Fragen haben,

würden wir die Vernehmung gerne beenden.

Die Befragung ist beendet, Sie können gehen.

Es war gar kein Mord. - Jetzt müssen wir schnell sein.

Warum? - Zuschauen und lernen.

Der Herr möchte nochmals Ihr Kunstwerk sehen, ganz privat.

Was sehen Sie?

Zuerst habe ich meine Mutter gesehen, aber jetzt ...

Jetzt sehe ich eine Göttin aus Stahl.

Wir Menschen beten sie an, und da sind die Lebenslinien.

Die Lebenslinien von unseren Vorfahren.

Das ist alles sehr, sehr verworren und durcheinander

und gleichzeitig sehr, sehr simpel und einfach.

Durcheinander und simpel - da hat jemand in den Spiegel geschaut.

Ja, und dann natürlich der Klimawandel, ja!

Und schliesslich die tiefe, tiefe, tiefe Verlorenheit von uns allen.

Sehr spannend.

Oh, schauen Sie mal hier.

Gehört der Ihnen?

Ja, den habe ich schon ewig nicht mehr gesehen. Danke.

Schon gut. - Was sehen Sie in diesem Kunstwerk?

Ich sehe eine Frau, die eine Affäre mit einem Künstler hatte.

Er hat sie wirklich sehr geliebt.

Sie hat ihm das Gefühl gegeben, er sei ein toller Künstler.

Aber sie wollte nur an das Geheimnis von seinen Eltern ran.

Sie kennen sich aus in der Kunst, Maloney.

Seine Eltern sind zwei ganz bekannte Rechtsanwälte.

Ah, wie die Schimpfs? - Genau.

Ah.

Und nicht Herr Schimpf hatte eine Affäre mit Frau Kaiser,

sondern sein Sohn, Albrecht.

Technisch gesehen auch ein Herr Schimpf.

Aber warum hat er dann Frau Kaiser umgebracht?

Fragen Sie ihn doch selbst.

Wieso haben Sie Frau Kaiser umgebracht?

Ich habe Selina geliebt.

Du sagst nichts. Wir verweigern die Aussage.

Das ist ein privater Raum. - Aber ... - Du sagst nichts!

Unser Mandant verweigert die Aussage.

Ich bin nicht euer Mandant. - Ich nehme Ihre Dienstnummer auf.

Zahlte ich zu wenig? - Unser Mandant ...

Ich bin nicht euer Mandant, ich bin euer Sohn!

Ruhe. Ruhe!

Ruhe! Jetzt ist aber Ruhe!

Wer reinredet, wird auf der Stelle erschossen.

Also?

Sie hat als Einzige etwas in meiner Kunst gesehen.

Auf jeden Fall dachte ich das. Oder sie wollte, dass ich das denke.

Gedanken sind etwas Seltsames.

Als meine Eltern den Fall verloren hatten,

merkte ich, dass Selina mich nur ausgenutzt hatte.

Sie beendete die Beziehung und lachte über meine Kunst.

Ich brach ein Stück ab und schlug ihr gegen den Kopf.

Ja, und wieso sagten Sie, es sei Notwehr gewesen?

Ich verweigere die Aussage. - Ich zeigte Herrn Schimpf den Ring.

Er wusste, dass er seinem Sohn gehört und wollte ihn schützen.

Herr Albrecht Schimpf, Sie sind verhaftet.

Sie haben das Recht auf einen Anwalt. - Ich verzichte.

Kommen Sie.

(Einige Kinder leiden, weil sie zu wenig von ihren Eltern bekommen.)

(Andere gehen an einer Überdosis Eltern kaputt.)

Wollen Sie mich wieder in den Arm nehmen?

* Unverständlich *

(Offensichtlich gibt es Leute,

die mir die Schuld am kaputten Porsche geben.)

* Dumpfe Klänge *

Danke.

(Schlussendlich ist weniger eben doch einfach nur weniger.)

(Es gibt immer tausend Gründe, sich schlecht zu fühlen.)

(Da hilft alle Liebe der Welt nichts.)

So geht das.

Untertitelung: Metatxt im Auftrag von SWISS TXT - 2024

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