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Original subtitles

Das ist eine eindrucksvolle Sammlung.

Sie haben ein paar ausgesprochen seltene Ausgaben.

Wollen Sie die wirklich alle verkaufen?

Mein Vater kann nichts mehr damit anfangen,

seit er sich in diesem Zustand befindet.

Seine Bibliothek war sein Lebensinhalt.

Jetzt ist sie nur noch eine schmerzliche Erinnerung.

Eine �beraus schmerzliche.

Verstehe.

Nun...

nach einer ersten Sch�tzung w�rde ich sagen,

dass ihre Sammlung hier 600.000 Dollar wert ist.

600.000?

Ja, so in etwa.

Ein, zwei Werke verdienen besondere Aufmerksamkeit.

Dieses "Persiles" ist eine Rarit�t.

Es wird nie an Wert verlieren. Eine gute Kapitalanlage.

Ist es wertvoll?

Sehr wertvoll.

Was dieses "Hypernortomachia di Poliphilo" angeht,

von Colonna, 1545 in Venedig erschienen,

bin ich �berzeugt, dass ich einen K�ufer finde.

Alle anderen w�rde ich nicht unter 500.000 ver�u�ern.

Unter gar keinen Umst�nden.

Ich werde etwa einen Monat daf�r brauchen. Bis dahin bitte ich Sie um Geduld.

- Einen Monat? - Einen oder zwei.

Es kommt darauf an, wie eilig Sie es haben.

- Weniger Zeit, weniger Gewinn. - Nat�rlich.

Das ist das, was ich ihnen raten w�rde.

Sie haben es wahrscheinlich nicht so eilig, aber...

konsultieren Sie ruhig einen zweiten Experten.

Wenn Sie Fragen haben, wissen Sie, wo Sie mich finden.

�brigens...

diese vierb�ndige Ausgabe von Don Quijote ist... ganz nett,

aber nicht besonders wertvoll.

Also die k�nnte ich Ihnen sofort abkaufen.

Wenn Sie wollen.

An wieviel haben Sie dabei gedacht?

Mehr als 4.000 kann ich Ihnen nicht geben. H�chstens 4.200.

Einverstanden.

- Sie hier? - Hallo, Witkin.

Sie verschwenden keine Zeit.

Da wartet ein kleines Verm�gen. Bedienen Sie sich!

Sie sind ein Geier, Corso.

Wer ist das nicht in unserem Gesch�ft?

- Ihnen ist kein Trick zu sch�big! - F�r einen "Don Quijote" von Ybarra...

- Na sicher. - Sie sind skrupellos! Absolut skrupellos!

Waidmannsheil!

Ich hab gerade mit Witkin telefoniert.

Er spuckt Blut!

Tats�chlich? Was hat er denn?

Er meint, du seist ein geldgieriger Bastard.

Er dachte, er h�tte den Deal bereits in der Tasche.

Du h�ttest ihm die Tour vermasselt.

Dann h�tte er fr�her aufstehen m�ssen.

- Darf ich? - Klar.

Au�erdem sagt er, dass deine Sch�tzung aberwitzig war.

Die Leute w�ren ihm fast an die Kehle gegangen.

Nun verlangen sie den doppelten Preis, den die B�cher wert sind.

Du hast ihn gefickt. So nennt man das doch?

Ja, so nennt man das.

Du sollst dir den "Don Quijote" ge...

Ybarra. Don Quijote, 1780.

Alle vier B�nde.

Du verdammter Hurensohn.

Fantastisch! Du bist der Beste!

Dein Kunde, dieser Schweizer. W�re der noch interessiert?

Dann habe ich Witkin am Arsch. Ich habe damit nichts zu tun.

Abgesehen von deinen 10%.

20%. Der Schweizer ist mein Kunde.

Nichts zu machen.

15, meinen Kindern zuliebe.

- Du hast gar keine Kinder. - Ich bin jung, lass mir Zeit!

Zehn.

He, Mann. Hast du mal 'n bisschen Kleingeld?

- Heute nicht. - Dann eben nicht.

..nicht weiter verwunderlich. Heute jedoch wissen wir...

...zuvor, 1580, aus "De la d�monomanie des sorciers"

von dem Franzosen Jean Bodin stammt.

Bodin war wahrscheinlich der erste, der versucht hat,

ein System anzuwenden, sofern sich der Begriff "System"

�berhaupt auf das Mittelalter anwenden l�sst,

mit Hilfe dessen sich die Auffassung des B�sen in ein Schema f�gen lie�.

Bei Bodin findet sich eine erste Definition von "Hexe".

Ich zitiere: "Eine Hexe ist eine Person,

deren Handeln, obwohl sie die Gebote Gottes kennt,

von einem Pakt mit dem Teufel bestimmt wird."

Vielen Hexen standen bei ihrem �blen Werk Gehilfen zur Seite.

Beispielsweise Katzen oder Kr�ten, welche angeblich �bernat�rliche Kr�fte hatten

oder von D�monen besessen gewesen sein sollen.

Wer sich n�her mit der Thematik auseinandersetzen m�chte,

dem empfehle ich zum weiteren Studium nachfolgende Werke:

Nicolas Remes, "Demonoplatria Libre"

und "Compendium Maleficam" von Francesco Maria Guazo.

Ich sehe, meine Ausf�hrungen haben Sie fasziniert, Mr. Corso.

- Habe ich geschnarcht? - Nett, dass Sie fragen.

Nein. Oder ich habe es nicht geh�rt.

Wollen wir gehen?

Schlafen Sie denn nachts nicht?

- Wie ein Baby. - Eigenartig.

Ich h�tte ein paar Gutenberg-Bibeln darauf gewettet,

dass Sie die halbe Nacht die Augen offenhalten.

Sie sind einer dieser hageren Typen mit unstetem Blick,

die Julius C�sar beunruhigt h�tten.

M�nner, die ihren besten Freund ans Messer liefern w�rden.

Allerdings glaube ich kaum, dass Sie viele Freunde haben.

Menschen wie Sie haben selten Freunde.

Damit w�ren wir schon zwei.

Da haben Sie durchaus Recht.

Ihre Freundschaft interessiert mich nicht im Geringsten.

Unsere Beziehung war immer rein gesch�ftlich, und dabei belassen wir es.

Private und gesch�ftliche Interessen sollte man trennen.

Ich bin nicht hier, um zu plaudern.

Wenn Sie Ihre pers�nliche Philosophie loswerden wollen,

- schreiben Sie ein Buch! - Sie k�nnen mich nicht leiden.

Das ist auch nicht n�tig. Sie sind ein Kunde.

Betrachten Sie sich als privilegiert, Mr. Corso.

Nur wenigen Menschen habe ich bisher Zugang gew�hrt.

Das ist meine Privatsammlung.

Es gibt Bibliophile, die sich auf Schauerromane spezialisiert haben.

Andere sammeln Wiegendrucke.

Alle meine Rarit�ten haben denselben Protagonisten:

- den Teufel. - Darf ich mich mal umsehen?

Ja. Dazu habe ich Sie hergef�hrt.

Wundersch�n, nicht wahr?

Der matte Glanz, der exquisite Goldschnitt...

Ganz zu schweigen von den Jahrhunderten an Weisheit.

Manche w�rden f�r eine solche Sammlung einen Mord begehen.

Ars Diaboli.

Sie werden nirgendwo auf der Welt mehr B�cher zu diesem Thema finden.

Diese Ausgaben hier sind die seltensten und begehrtesten.

Es hat mich Jahrzehnte gekostet, sie zusammenzutragen.

Nur das kr�nende Meisterwerk hatte mir noch gefehlt.

Kommen Sie.

"Das Buch der neun Pforten ins Reich der Schatten".

- Sie kennen es? - Ja. Venedig, 1666.

Der Verfasser und Drucker Aristide Torchia wurde auf dem Scheiterhaufen verbrannt,

mit seinen B�chern.

- Es existieren nur noch drei Exemplare. - Eins.

Laut Katalog befinden sich drei in Privatbesitz:

bei Fargas, Kessler und Telfer.

Sie kennen sich aus in Ihrem Metier, dennoch irren Sie sich.

Nach meinen Recherchen ist nur eines davon authentisch.

Nun, drei sind bekannt.

Und da liegt das Problem.

- Woher haben Sie das? - Gekauft. Von Telfer.

- Telfer? - Er hat es doch noch verkauft.

Einen Tag vor seinem Selbstmord.

Das nennt man gutes Timing.

"Silentium est aureum."

"Schweigen ist Gold."

Sie sagen es.

Haben Sie vom "Delomelanicon" geh�rt?

Ja, davon geh�rt schon. Ein Mythos, oder?

Es wird behauptet, der Satan selbst habe es verfasst.

Kein Mythos. Das Buch gab es wirklich.

Torchia hat es tats�chlich besessen.

Die Holzschnitte, die Sie gerade bewundern,

hat Torchia aus dem "Delomelanicon" �bernommen.

Sie stellen eine Art satanisches R�tsel dar.

Richtig interpretiert mit Hilfe des Originaltextes

sowie ausreichender Kenntnis der Thematik,

soll man damit den F�rsten der Finsternis pers�nlich beschw�ren k�nnen.

Was Sie nicht sagen!

Sind Sie ein gl�ubiger Mann, Mr. Corso?

Ich meine, glauben Sie an das �bernat�rliche?

Ich glaube an meine Provision.

Wird Ihnen nicht schwindlig, wenn Sie da so stehen?

Was wollen Sie wirklich von mir, Balkan?

Fliegen Sie nach Europa und stellen Sie Nachforschungen an.

Die anderen Exemplare sind in Portugal und Frankreich.

Vergleichen Sie sie mit meinem.

Jede Seite, jeden Holzschnitt, den Einband.

Ich will wissen, welches Buch authentisch ist.

Das k�nnte kostspielig werden.

Das sollte f�rs Erste reichen. Und Sie werden es auch brauchen.

Was ist, wenn Ihr Exemplar eine F�lschung ist?

- Was m�glich w�re. - Tats�chlich?

Den Eindruck habe ich nicht.

- Selbst das Papier kommt mir koscher vor. - Und wenn schon.

- Irgendwas stimmt nicht. - Will der Teufel sich nicht zeigen?

Stellt sich heraus, dass die Exemplare F�lschungen sind

oder unvollst�ndig, ist Ihr Auftrag beendet.

Ist eines der Exemplare echt, erhalten Sie noch einen Scheck.

Dann beschaffen Sie es mir, ganz gleich zu welchem Preis.

- Egal wie. - "Egal wie" klingt irgendwie illegal.

Das w�re doch nicht das erste Mal.

- In der Gr��enordnung schon. - Daher die H�he des Schecks.

Leisten Sie gute Arbeit und ich verdopple es.

Wenn Sie das Buch aus den H�nden geben, muss etwas faul sein.

Ich habe gr��tes Vertrauen zu Ihnen.

Es gibt nichts Zuverl�ssigeres als einen Mann, dessen Loyalit�t man kaufen kann.

Guten Morgen. Ich bin Dean Corso.

Es tut mir sehr Leid, Sie in diesen Tagen zu bel�stigen.

Es w�rde mir sehr helfen, Ma'am,

wenn Sie mir sagen k�nnten, was Sie �ber dieses Buch wissen.

- Geh�rt dieses Buch nicht meinem Mann? - Richtig.

Bis vor kurzem geh�rte es noch zu seiner Sammlung. Er hat es verkauft.

Ich �berpr�fe, ob es echt ist.

Er hat es verkauft?

Merkw�rdig! Dieses Buch hat ihm mit am meisten bedeutet.

- Hat er den Verkauf nicht erw�hnt? - Nein, davon h�re ich zum ersten Mal.

An wen?

An einen privaten Sammler.

Darf ich seinen Namen erfahren?

Tut mir Leid, er ist vertraulich.

- Er hat sicher eine Quittung. - Selbstverst�ndlich.

Ist das Ihr Job, die Echtheit seltener B�cher zu pr�fen?

Ja, und sie ausfindig zu machen.

- Sie sind also ein Buchdetektiv. - So was �hnliches.

Wissen Sie, wann und wo Ihr Mann das Buch erstanden hat?

In Spanien.

Wir haben in Toledo Urlaub gemacht.

Andrew war ganz begeistert. Er hat viel Geld daf�r bezahlt.

- Er war ein fanatischer Sammler. - Ja, das glaube ich.

Ich zeig sie Ihnen.

Beeindruckend.

Andrew hat hier sehr viel Zeit verbracht.

- Zu viel. - Hat er es je ausprobiert?

Ich verstehe nicht.

Das Buch.

Hat er es je benutzt, um ein Ritual zur Beschw�rung

einer �bernat�rlichen Erscheinung durchzuf�hren?

Ist das Ihr Ernst?

Ja, mein voller Ernst.

Andrew war zwar etwas exzentrisch, Mr. Corso,

aber er war nicht verr�ckt.

Ja, stimmt, sein Verhalten...

war etwas eigenartig in den letzten paar Tagen.

Er hat sich hier eingeschlossen. Ich sah ihn nur noch zum Essen.

An jenem Morgen wurde ich aus dem Schlaf gerissen

durch die Schreie des Dienstm�dchens.

Er hatte sich erh�ngt.

Was immer er getrieben hat, ich denke nicht,

dass er Beschw�rungsformeln gemurmelt hat oder Tote erwecken wollte.

Den Teufel, Mrs. Telfer. Damit soll man den Teufel herbeirufen k�nnen.

"Sic Luceat Lux".

"So erstrahle das Licht."

Verdammtes Schlitzohr! Wo hast du das her?

Von Balkan. Ich soll seine Echtheit �berpr�fen.

Balkan besitzt die "Neun Pforten"?

K�rzlich vom leider verstorbenen Andrew Telfer erworben.

Vertrau Balkan.

Wozu braucht er dich? Ich nehme kaum an, dass er es verkaufen will.

Ich soll es mit den anderen beiden Exemplaren vergleichen,

die es noch in Portugal und Frankreich gibt.

- Also flieg ich nach Europa. - Vergleichen?

Ja. Er meint, dass nur eins von den dreien echt ist.

Das hier sieht mir echt genug aus.

Mein Gott, das d�rfte 'ne Million wert sein.

- Pass gut drauf auf! - Deswegen bin ich hier.

Bewahr du es f�r mich auf.

- Ich fang n�mlich an, Dinge zu sehen. - So? Was denn?

Ungebetene Besucher, unbekannte Gesichter...

Ich vertraue niemandem, nicht mal Balkan.

Ich wei� nicht mal, ob ich dir vertraue.

Ich w�rde dich niemals ohne Grund �bers Ohr hauen.

Geld, Frauen, Gesch�fte,

abgesehen davon hast du nichts zu bef�rchten.

- Ich hol's auf dem Weg zum Flughafen ab. - Geht klar.

Fantastisch, diese Holzschnitte.

Oder erschreckend, je nachdem, wie man's sieht.

Sensationell. Absolut sensationell.

Darf ich eintreten?

Bitte, setzen Sie sich.

Ich bin gesch�ftlich hier.

Als Sie gestern wegen des Buches bei mir waren...

war ich zu �berrascht, um so zu reagieren, wie ich h�tte sollen.

Es war wirklich eins von Andrews Lieblingsb�chern.

Das sagten Sie schon.

Ich h�tte es gern zur�ck.

Das d�rfte schwierig sein.

Kommt drauf an.

- Worauf? - Auf Sie.

Ich kann das Buch gar nicht ver�u�ern.

Sie arbeiten doch f�r Geld, oder?

- Wof�r sonst? - Ich verf�ge �ber viel Geld.

- Das freut mich f�r Sie. - Sie k�nnten einen Diebstahl vort�uschen.

Ich nehme an, Ihr Auftraggeber ist gut versichert.

- Ich bin Profi, Ma'am. - Ein professioneller S�ldner.

- S�ldner arbeiten f�r den Meistbietenden. - Ich hab mein Auskommen.

Ich k�nnte einen Bonus drauflegen.

Das habe ich irgendwo schon mal gesehen.

- Ich wei�. Im Kino. - Sie hatte eine Automatik im Strumpfband.

Keine Automatik.

- M�chten Sie was trinken? - Ja, warum nicht.

Wo ist es?

Wo ist was?

Versuch nicht, mich zu ficken!

Ich dachte, das h�tte ich gerade.

Warte! Warte! Nicht so hastig!

Hier ist Bernies Buchhandlung.

Bitte hinterlassen Sie nach dem Signalton eine Nachricht.

Bernie, bist du da?

Geh ran!

Ich bin gleich wieder da.

- Ich muss weiter zum Kennedy-Airport. - Kein Problem, Sir.

Oh Schei�e!

Das darf nicht wahr sein.

Gibt es ein Problem?

Stop.

Halten Sie an der Telefonzelle da.

Kein Problem, Sir.

Er ist jetzt nicht zu sprechen. Wer ist dran?

- Dean Corso. - Soll ich etwas ausrichten?

Nein. Ich muss sofort mit ihm sprechen.

Er ist auf Gesch�ftsreise.

Geben Sie mir Ihre Nummer, dann kann er Sie zur�ckrufen.

Nein, ich bin in einer Telefonzelle. Es ist ein Notfall.

Ich muss ihn umgehend sprechen.

Sofort! H�ren Sie? Sofort!

Moment.

- Sind Sie noch dran? - Ja!

Ich verbinde.

- Was haben Sie f�r mich? - Etwas, worauf ich nicht gefasst war.

- Was soll das hei�en? - Ich steige aus.

- Ich geb Ihnen das Buch zur�ck. - Sie entt�uschen mich.

Sie haben mich noch nie im Stich gelassen.

Das hier ist was anderes.

Sie kennen doch Bernie Armstein?

- Armstein? Der Buchh�ndler? - Ja.

Er sollte Ihr Buch f�r mich aufbewahren.

Und jetzt ist er tot. Ermordet.

Wegen des Buches?

Weswegen sonst?

Ich habe nie behauptet, dass es einfach wird.

- Geht es um Geld? - Nein. Ich will raus!

Die Angelegenheit bedeutet mir sehr viel, Mr. Corso.

Sie wissen, dass ich gro�z�gig bin.

Machen Sie weiter wie besprochen

und Sie k�nnen Ihrem Honorar eine weitere Null hinzuf�gen.

Was? Hey! Wo sind Sie?

Balkan?

Guten Tag.

Guten Tag. Kommen Sie herein!

- Sprechen Sie Englisch? - Ja, tue ich.

Mich w�rde Ihre Meinung hier�ber interessieren.

Eine schlechte Angewohnheit f�r einen Buchbinder.

"Die neun Pforten". Ein vorz�gliches Exemplar!

�beraus selten.

Das von Telfer?

Ja.

- Es hat mal Ihnen geh�rt? - Ja, fr�her.

Wir haben es verkauft. Ein einmaliges Angebot.

- Es war zu gut, um... - ..um zu widerstehen.

- Ein ausgezeichneter Verkauf. - Ein ausgezeichneter Kauf.

Ein makelloses Exemplar. - Makellos! Sind Sie der Besitzer?

Nein, ein Kunde von mir.

Ich h�tte niemals gedacht, dass sie sich davon trennen w�rde.

- Sie? - Mrs. Telfer.

Ich dachte, dass Mr. Telfer es gekauft h�tte.

Er hat das Buch bezahlt.

Aber Mrs. Telfer hat ihn dazu �berredet.

- Er war nicht besonders... - ...interessiert.

Ein au�ergew�hnliches Exemplar.

- K�nnte es eine F�lschung sein? - Hast du das geh�rt, Pablo?

Als Fachmann sprechen Sie zu unbedacht von F�lschungen.

Viel zu unbedacht.

Ein Buch zu f�lschen ist �beraus kostspielig.

Man braucht Papier aus der Zeit, die richtige Tinte... Zu teuer!

- Es ist aber m�glich? - Nat�rlich.

Es erfordert gro�e Kunstfertigkeit, aber m�glich ist es.

- K�nnte das hier der Fall sein? - Weshalb fragen Sie?

Mein Kunde h�tte gern eine Best�tigung

f�r die Echtheit des Buches. Sein Name ist Balkan.

Boris Balkan. Aus New York.

- Jedes Buch hat sein Schicksal. - Und ein eigenes Leben.

Mr. Balkan ist ein namhafter Sammler.

Er ist aber kein Narr. Er m�sste wissen, dass das Buch echt ist.

- Wir wissen es... - ...und er m�sste es auch.

Das Buch war jahrelang in unserem Besitz.

Wir hatten Gelegenheit, es gr�ndlich zu untersuchen.

Die Bindung und der Druck sind ausgezeichnete Beispiele

venezianischer Handwerkskunst des 17. Jahrhunderts.

Gutes B�ttenpapier, dem der Zahn der Zeit nichts anhaben konnte.

Das ist kein billiges Zellulosepapier.

Wasserzeichen, Tinte...

Typographie... Wenn das eine F�lschung ist oder eine Ausgabe,

der fehlende Seiten hinzugef�gt wurden, ist es ein Meisterwerk.

- Das Werk eines Meisters. - Ja.

Haben Sie die Holzschnitte mal betrachtet?

Die haben eine ganz eigene Bedeutung, wie es scheint.

Selbstverst�ndlich. Hier zum Beispiel.

Das k�nnte man als eine Art Warnung deuten.

Wenn du zu weit gehst,

wird vom Himmel das Unheil �ber dich hereinbrechen.

In solchen B�chern hat man oft kleine R�tsel gefunden.

Vor allem, wenn es dabei einen so ber�hmten Kollaborateur gibt.

Kollaborateur?

Ihre Nachforschungen sind ja noch nicht weit gediehen, Se�or.

Sehen Sie mal genauer hin! F�llt Ihnen was auf?

Nur 6 der 9 Holzschnitte wurden von Aristide Torchia signiert.

Und die anderen drei?

Das ist einer von ihnen.

L... C...F?

- Wer ist LCF? - Denken Sie nach.

Lucifer?

Das ist sehr scharfsinnig von Ihnen, Se�or.

Torchia endete auf dem Scheiterhaufen,

weil er das Buch zusammen mit jemand anderem verfasst hatte.

Ich bitte Sie! Sie glauben doch nicht wirklich...

Der Verfasser schrieb das Buch mit Unterst�tzung des Teufels.

- Und endete daf�r auf dem Scheiterhaufen. - Selbst die H�lle hat ihre Helden, Se�or.

- Ich hab Sie schon mal gesehen. - Haben Sie?

Ja.

- Reisen Sie in diesem Waggon? - Nein, im n�chsten.

Im Schlafwagen. Nun, ich reise sehr viel g�nstiger.

Sind Sie Studentin?

So was �hnliches.

Ich mag Z�ge.

- In denen ich bin? - Nur Z�ge.

Wie hei�en Sie?

Raten Sie.

- Gr�ne Augen... - Das sollte reichen.

- Wie hei�en Sie? - Corso.

Eigenartiger Name.

Ist italienisch. Es bedeutet "Lauf".

Sie sehen nicht aus wie ein L�ufer.

Eher wie ein ruhiger Typ.

Tja, dann... Gr��en Sie Balkan von mir.

- Sagen Sie ihm, ich tu mein Bestes. - Balkan?

Schon gut.

Bis demn�chst.

Vielleicht.

Es w�rde mich nicht �berraschen.

Ja?

Ich bin Dean Corso, Mr. Fargas.

Corso? Ach ja! Bitte, treten Sie ein. - Danke.

Bitte.

Mein bescheidenes Heim.

Sie sind einem Brandy sicher nicht abgeneigt?

Gern. Vielen Dank.

Danke.

Das sind sehr h�bsche Gl�ser.

Das sind die Einzigen, die noch �brig sind.

War sicher mal ein sehr sch�nes Anwesen.

Das war es.

Aber mit alten Familien ist es wie mit antiken Kulturen.

Sie zerfallen und sterben aus.

Da sind sie. 843 B�nde.

Schade, dass Sie sie nicht in besseren Zeiten bewundern konnten.

Ich hatte mal 5.000.

Das sind die, die �berlebt haben.

Das ist also die Fargas-Sammlung.

So hab ich sie mir nicht vorgestellt, muss ich sagen.

C'est la vie. Aber ich sorge f�r optimale Bedingungen.

Ich sch�tze sie vor Feuchtigkeit, Licht, Hitze und Ratten.

Und ich staube sie t�glich ab.

Hier sind die Okkulten.

Was sagen Sie?

Nicht �bel.

Ja. Mindestens 10 davon sind sehr selten.

Hier, Plancys "Dictionnaire infernal",

die Erstausgabe von 1844.

Leonardo Fioravantis "Compendi di Secreti", 1571.

Und hier ist es. In tadellosem Zustand.

Es hat dreieinhalb Jahrhunderte die Welt durchreist

und sieht aus, als sei es erst gestern gedruckt worden.

Ist es vollst�ndig?

Ist Ihnen etwas Ungew�hnliches daran aufgefallen?

Nein, der Text ist komplett, ebenso die Holzschnitte.

9 St�ck und das Deckblatt. Wie im Katalog verzeichnet.

Wie das von Kessler in Paris und von Telfer in New York.

Ja. Aber jetzt geh�rt es nicht mehr Telfer.

Telfer hat sich umgebracht.

Zuvor hat er sein Exemplar an Boris Balkan verkauft.

Ah, Balkan! Wenn der sein Herz an ein Buch geh�ngt hat,

ist ihm kein Preis zu hoch.

Dennoch w�rde ich meins nie verkaufen, f�r keinen Preis.

Es ist merkw�rdig, dass er Sie hergeschickt hat,

wo er doch bereits im Besitz...

Haben Sie es dabei?

Darf ich es sehen?

Gro�artig.

Wundervoll! Identisch!

2 von 3 Exemplaren, die nicht verbrannt sind,

sind nach �ber 3 Jahrhunderten wieder beieinander.

Ah ja!

Sehen Sie sich diese winzige Unregelm��igkeit an.

Dieses besch�digte "s". Dieselbe Type, dasselbe Schriftbild.

Unglaublich!

Wenn es bei Ihrem Exemplar nicht diese Farbunregelm��igkeit g�be,

k�nnten man sie nicht auseinander halten.

Wenn Sie nichts dagegen haben, w�rde ich gern bleiben

und sie mir in Ruhe ansehen.

Wonach suchen Sie, Se�or Corso?

Das wei� ich nicht genau.

Es gibt B�cher, die gef�hrlich sind, die man nicht ungestraft aufschlagen darf.

Da ist was Wahres dran.

Ich werd verr�ckt.

Hallo.

- Sie sagten nicht, Sie wollen nach Sintra. - Sie auch nicht.

- Was tun Sie hier? - Ich lese.

Das sehe ich.

Und treffe zuf�llig Menschen wieder. Ganz unerwartet.

Ganz unerwartet. Da haben Sie Recht.

Sind Sie auf Gesch�ftsreise hier?

Haben Sie deshalb immer dieses Ding dabei?

- Ist das Studienlekt�re? - Studienlekt�re?

"Wie man Freunde gewinnt und Menschen beeinflusst"?

- Sie sagten, Sie sind Studentin. - Ach ja?

Dann bin ich es. Wenn Sie es sagen.

Ich steh auf B�cher. Sie auch?

- Sind Sie schon lange unterwegs? - Eine Weile.

- Fahren Sie Motorrad? - Entschuldigung, Telefon f�r Sie.

- F�r mich? Ganz sicher? - Ja, Se�or.

Da, Se�or.

- Ja? - Mr. Corso?

Mein Gott! Wie haben Sie mich gefunden?

- Gibt es Fortschritte? - Fortschritte?

- Ja, so k�nnte man sagen. - Nun?

Ich kann jetzt nicht reden. Ich ruf Sie zur�ck. Wo sind Sie?

Ganz egal. Lassen Sie sich das Gespr�ch auf Ihr Zimmer legen.

Na sch�n. Se�or! Verzeihen Sie.

K�nnen Sie das Gespr�ch aufs Zimmer stellen? Danke.

- Sind Sie noch dran? - Ja.

Also gut.

Ich habe Fargas Buch �berpr�ft. Es scheint echt zu sein.

Es entspricht Ihrem. Allerdings gibt es Abweichungen.

Abweichungen?

Ja. Die Holzschnitte sind nicht identisch.

Da h�lt einer Schl�ssel in der anderen Hand,

in einer Ausgabe ist ein Durchgang frei, in der anderen zu.

- Und noch etwas. - Ja? Fahren Sie fort!

Die Holzschnitte, die abweichen, sind nicht von Torchia.

Sie tragen die Signatur LCF.

- Sind Sie noch da? - LCF?

Von wo aus rufen Sie an?

Ich muss dieses Exemplar haben.

Besorgen Sie es mir.

Der Alte w�rde es um keinen Preis der Welt verkaufen.

Ach ja?

Hallo?

Augenblick!

Ja!

- Wie sp�t ist es? - Fr�h, aber wir m�ssen los.

- Los? Wohin denn? - Zu Fargas.

- Ich war schon bei Fargas. - Sie sollten ihn noch mal besuchen.

Ist das ein bl�der Scherz? Wer sind Sie?

- Was wissen Sie �ber Fargas? - Ich warte drau�en auf Sie.

Das k�nnen Sie sich sparen. Er ist nicht drin.

Ach ja? Wo ist er dann?

Da drin.

Allm�chtiger Gott...

Wollen Sie da rein?

Das war meine Absicht, ja.

Sie warten hier.

Schei�e!

Nun? Haben Sie's gefunden?

Was mir auff�llt, ist, dass Sie zu viel wissen.

F�r wen arbeiten Sie?

Zu viele Fragen. Wir sollten verschwinden.

Den Flug von Lissabon nach Paris heute Mittag k�nnen wir noch schaffen.

- Was hei�t hier "wir"? - Wir sind zu zweit, oder?

Was hat sich da abgespielt?

Der Alte wird wohl Einbrecher auf frischer Tat ertappt haben.

- Was ist dann mit ihm passiert? - Er ist ertrunken.

- Wer hat da nachgeholfen? - Wen interessiert's?

Mich. Es k�nnte sein, dass mir dasselbe zust��t.

Nicht solange ich auf Sie aufpasse.

Ah. Sie sind also mein Schutzengel?

Wenn Sie es sagen.

Irgendjemand spielt da sein Spielchen mit mir.

Nat�rlich. Sie sind ein Teil davon.

Und Sie finden langsam Gefallen daran.

Ist gut so. Danke.

Hallo, Gruber!

Hallo, Mr. Corso. Sch�n, Sie wieder zu sehen.

Wir haben im Augenblick nichts frei, aber...

ich bin sicher, dass ich etwas arrangieren kann.

- Haben Sie vielen Dank. - Danke, Sir.

- Monsieur? - Guten Tag, Madame.

Die "Fondation Kessler", bitte.

- 2. Stock. - Danke.

Guten Tag.

Ich bin Dean Corso. Ich bin mit Baronesse Kessler verabredet.

Darf ich bitten?

Sie haben 30 Minuten.

- Ja. - Monsieur Corso.

Ah ja, Mr. Corso. Treten Sie n�her.

Ich habe schon viel �ber Sie geh�rt.

Nichts Gutes, hoffe ich.

- Da haben Sie Recht. Danke, Simone. - Nun, das beruhigt mich, Baronesse.

Denn in meinem Metier kann es das Ende bedeuten,

wenn gut �ber einen gesprochen wird.

Donnerwetter...

Ja, das ist sie. Die Kessler-Sammlung.

Ich kenne Ihren Katalog fast auswendig.

Seltsam, dass wir uns noch nie begegneten. Sie haben einen guten Namen.

Aber ich gehe davon aus, dass Sie Ihren Ruf besser kennen als ich.

Ja, aber das h�lt den Wolf von der T�r fern, wie man so sagt.

Habe ich Sie bei irgendwas gest�rt?

Mein j�ngstes Werk: "Der Teufel, Geschichte und Mythos".

Eine Biographie.

Sie wird Anfang n�chsten Jahres erscheinen.

- Wieso ausgerechnet der Teufel? - Ich bin ihm mal begegnet.

Ich war 15 und sah ihn ganz deutlich vor mir.

Es war Liebe auf den ersten Blick.

Vor 300 Jahren h�tte man Sie f�r diese Aussage verbrannt.

Vor 300 Jahren h�tte ich so was niemals gesagt.

Ich h�tte auch keine Millionen damit verdient dar�ber zu schreiben.

Wor�ber wollen Sie mit mir sprechen, Mr. Corso?

Es gibt ein Buch in Ihrer Sammlung, das ich mir gern ansehen w�rde.

"Die Neun Pforten".

"Die Neun Pforten". Ein interessantes Werk.

- Ich werde oft danach gefragt in letzter Zeit. - Tats�chlich?

Folgen Sie mir.

Glauben Sie wirklich an den Teufel, Baronesse?

Genug, um ihm mein Leben und meine Bibliothek zu widmen.

Ganz zu schweigen von den vielen Jahren Arbeit. Und Sie?

Ich bin dabei.

Dieses Buch erfordert ein gewisses Ma� an Glauben.

Mit meinem Glauben ist es zurzeit nicht sehr weit her.

Ich kenne dieses Buch sehr gut. Ich habe es jahrelang studiert.

Zweifeln Sie an seiner Echtheit?

- Nicht im Geringsten. - Ganz sicher?

Meine Kenntnisse �ber dieses Buch sind umfassend.

Ich schrieb eine Biographie �ber den Autor.

Ich habe sie gelesen. "Aristide Torchia, des Teufels Sch�ler."

- Eine hervorragende Arbeit. - Ein mutiger Mann.

Er ist sogar bereit gewesen, f�r dieses Buch zu sterben. 1667.

W�hrend er in Prag Schwarze Magie studierte,

erwarb er eine Ausgabe des gef�rchteten "Delomelanicon".

Das hier ist Torchias Bearbeitung des Werkes,

das von Lucifer pers�nlich verfasst worden ist.

Nachdem er verbrannt worden war, wurde ein Geheimbund gegr�ndet,

um an ihn zu erinnern und um seine Geheimnisse zu erhalten:

"Der Orden der Silbernen Schlange".

- Eine Sekte? - Eine Art Hexenzirkel.

�ber Jahrhunderte haben sie sich zusammengefunden,

um aus dem Buch zu lesen und dem Teufel zu huldigen.

Heutzutage ist dieser Zirkel degradiert

zu einem Club f�r �bers�ttigte Million�re und Prominente,

die ihre Zusammenk�nfte als Entschuldigung benutzen,

um ihren abartigen sexuellen Vorlieben zu fr�nen.

Ich war selbst Mitglied dieses Ordens.

Das ist lange her. Aber Zeit ist in meinem Alter sehr kostbar.

Au�erdem sind meine wilden Jahre vor�ber.

Ich habe denen gesagt, sie sollen sich zum Teufel scheren!

Es geht also blo� noch um Sex?

Selbstverst�ndlich nicht. Sie alle leben in der Illusion,

dass sie ihren Reichtum der Mitgliedschaft dort verdanken.

- Finden diese Treffen noch statt? - Jedes Jahr an Torchias Todestag.

Das n�chste Treffen ist bald.

- Und man liest aus diesem Buch? - Nicht aus diesem.

Ich zog meins zur�ck, nachdem Liana Telfer ihres in Toledo erworben hatte.

Victor Fargas ist ein Skeptiker.

Er nahm nie an den Versammlungen teil.

Daher benutzen sie das Exemplar der Telfer.

Auch wenn man bis jetzt keinen Erfolg hatte.

- War Andrew Telfer mal dabei? - Telfer? Oh... nein, nein.

Liana, dieses Scheusal, hat ihn nur wegen des Geldes geheiratet.

Sie entstammt einer alten Aristokratenfamilie aus Frankreich,

den Saint-Martins. Da sie aber keinen Sou mehr hatten,

setzte Liana mit seinem Geld ihr Ch�teau wieder instand.

Und sie erwarb die "Neun Pforten".

W�sste er, was seine Frau bei diesen Treffen so treibt,

w�rde er sich wohl umbringen.

Seltsam, dass Sie das sagen. Er hat sich letzte Woche erh�ngt.

In wessen Auftrag arbeiten Sie, Mr. Corso?

Der Name meines Kunden ist unwichtig. Ich versuche nur die Echtheit

seines Exemplars zu �berpr�fen, das er kurz vor Telfers Tod von ihm erwarb.

Wie dumm von mir. Ich h�tte es mir denken k�nnen.

Sie haben leider mein Entgegenkommen �berstrapaziert.

Ich hoffte, Ihr Exemplar genauer begutachten zu d�rfen.

Ganz sicher nicht.

Sagen Sie Ihrem Kunden, bei dem es sich nur um Boris Balkan handeln kann,

dass er pers�nlich erscheinen soll. Falls er sich traut.

Und er soll keine weiteren W�lfe im Schafspelz schicken.

Und jetzt... haben Sie die Freundlichkeit zu gehen.

Entschuldigen Sie, wenn ich Sie bel�stigt habe.

Danke f�r Ihre Zeit.

Sie wissen nicht, worauf Sie sich da eingelassen haben.

Steigen Sie aus, bevor es zu sp�t ist.

Ich f�rchte, das ist es bereits, Baronesse. Guten Tag.

Ja?

Ja, ich verstehe.

Ja, in Ordnung.

Danke.

Sie ist kaputt.

Sie sollten vorsichtiger sein.

- Sie m�ssen mir einen Gefallen tun. - Gewiss, Mr. Corso.

Liana Telfer. Ihr M�dchenname ist Saint-Martin.

Um die 40, br�nett, attraktiv.

Wahrscheinlich in Begleitung von... einem...

schwarzen... Gentleman mit...

kurzgeschnittenem, platinblondem Haar und Schnurrbart.

Ich m�chte wissen, ob sie hier in einem Hotel sind.

- Das wird Zeit brauchen. - Ja, nat�rlich.

- Fangen Sie mit den F�nf-Sterne-Hotels an. - Sehr wohl.

Geht es Ihnen gut?

Es ging mir schon besser, Gruber. Danke.

Sagen Sie mir Bescheid.

Packen Sie sich... den Beutel in den Nacken.

Gut so.

Sie haben sich gut geschlagen, da unten an der Br�cke.

Ich habe mich noch gar nicht bedankt.

Sch�n. H�ren Sie!

Es wird Zeit, dass Sie mir sagen, was hier los ist.

- Jemand ist hinter Ihrem Buch her. - Was Sie nicht sagen!

Und was haben Sie damit zu tun?

Ja?

Ein Ferngespr�ch f�r Sie. Soll ich durchstellen?

Kann ich's an der Rezeption entgegennehmen?

- Gern, wenn Sie w�nschen. - Gut. Ich bin gleich unten.

- Ja? - Gibt es was Neues?

Die Stimme des Meisters wieder!

Nein, nicht viel. Abgesehen davon,

dass jemand wiederholt versucht hat, mein Leben zu verk�rzen.

Doch. Fargas wurde ermordet.

So? Ermordet? Woher wissen Sie das?

Ich hab ihn gesehen. Und sein Buch. Das hei�t, die �berreste.

Jemand riss die Holzschnitte raus und versuchte, den Rest zu verbrennen.

- Was halten Sie davon? - Das ist tragisch.

Was haben Sie bei Baronesse Kessler erreicht?

- Wo sind Sie jetzt gerade? - Was ist mit ihrem Exemplar?

Wieso meine ich st�ndig Ihren Atem in meinem Nacken zu sp�ren?

Ich betrachte Sie als Investition, Mr. Corso.

Ich lasse Sie nicht aus den Augen.

Die alte Dame schw�rt, dass ihr Exemplar echt ist,

aber ich konnte es nicht �berpr�fen.

Als sie herausfand, dass Sie dahinterstecken, warf sie mich raus.

Sie z�hlen nicht zu ihren engsten Freunden.

- Sie m�ssen noch einmal zu ihr gehen. - Sie scherzen! Kennen Sie ihre Sekret�rin?

Dann versuchen Sie's in der Mittagspause.

Haben Sie irgendwo einen Fotokopierer?

Oh, ja, ja, Monsieur.

- K�nnte ich ihn benutzen? - Selbstverst�ndlich, Monsieur.

- Monsieur. - Danke.

- Ja? - Ja, hallo?

Ich bin's. Der Wolf im Schafspelz.

Ich dachte, ich h�tte mich klar genug ausgedr�ckt, Mr. Corso.

Wissen Sie... ich habe hier etwas f�r Sie, Baronesse.

Eine Art Friedensangebot.

Darf ich es Ihnen �berreichen?

Bitte?

Als erstes m�chte ich mich entschuldigen.

Ich h�tte Ihnen sagen sollen, dass ich f�r Balkan arbeite.

Es war dumm von mir anzunehmen,

dass ich jemanden wie Sie hinters Licht f�hren k�nnte.

Mit Schmeicheleien erreichen Sie bei mir gar nichts, Mr. Corso.

Also, was wollen Sie?

Gut...

Das hier... ist f�r Sie.

Was ist das? Was soll ich damit machen?

Sie sagten, Ihr Wissen um die "Neun Pforten" sei umfassend.

Aber haben Sie je Ihr Exemplar mit den anderen verglichen?

Nein. Wozu?

Das sollten Sie aber.

Das sind Fotokopien der Holzschnitte aus Balkans Exemplar.

Einige werden sich von denen in Ihrem Buch unterscheiden.

Unterscheiden?

Sie bezweifeln also, dass mein Buch echt ist, ist das richtig?

Wenn das Ihr Friedensangebot ist, sollten Sie verschwinden.

Die Echtheit des Buches ist �ber jeden Zweifel erhaben.

Das bezweifle ich nicht.

Meiner Meinung nach sind alle 3 Exemplare echt.

Aber dennoch unterscheiden sie sich voneinander.

Unterscheiden, sagen Sie?

Wenn das zutr�fe, w�re das geradezu sensationell.

Was macht Sie so sicher?

Die Bl�tter habe ich bereits mit der Fargas-Ausgabe verglichen.

In seinem Exemplar

befanden sich die Schl�ssel in der anderen Hand.

Hier... war der Zugang nicht zugemauert.

Und in dem Holzschnitt war der Mann am anderen Bein aufgeh�ngt.

- Nun? - Nun, was?

Sehen Sie genau hin, Baronesse.

Die T�rme!

3 in Ihrem, 4 in Balkans.

Unfassbar!

Ich bin �berzeugt, dass es noch einen dritten Unterschied gibt.

Je 3 Abweichungen in 3 B�chern ergibt 9.

Zufall? Oder vielleicht mehr?

Vielleicht hat Torchia das Geheimnis der 9. Pforte

in 3 B�chern versteckt und nicht in einem.

Ich muss zugeben, dass ich beeindruckt bin.

Es l�sst alles in einem anderen Licht erscheinen.

Ich gestatte Ihnen, weitere Nachforschungen anzustellen.

Nehmen Sie sich so viel Zeit wie n�tig.

Das war in meiner Erlaubnis nicht enthalten, Mr. Corso.

In meiner Bibliothek raucht niemand.

Tut mir Leid, Frieda, ich habe es zuerst entdeckt, Boris.

Baronesse?

Baronesse!

Entschuldigen Sie! Aus meinem Zimmer wurde etwas entwendet.

- War w�hrend ich weg war jemand oben? - Nur Ihre Frau, Monsieur.

Ich bin nicht verheiratet!

Entschuldigen Sie, Monsieur.

Ja, er steht vor mir.

In Ordnung. F�r Sie, Monsieur.

Kabine 2.

- Ja? - Was gibt es Neues?

Neues? Ja, warten Sie... ach ja.

Die gute Nachricht ist,

dass ich Gelegenheit hatte, das Buch der Alten zu pr�fen.

3 ihrer Holzschnitte waren mit LCF signiert. Die schlechte Nachricht ist,

dass sie jemand erw�rgt und ihre Sammlung angez�ndet hat.

- Das ist tragisch, nicht? - So ist es.

Ja. Ist wie bei Fargas. Dieselben Vorzeichen.

Ich bin �berzeugt, dass man die Holzschnitte rausriss,

bevor das Feuer gelegt wurde. Damit haben sie 2 S�tze.

Was ist mit meinem Exemplar?

Nun, ich habe daraus gelernt.

Ich trage es nicht mehr mit mir herum.

Sonst h�tte es sich vielleicht auch in Rauch aufgel�st.

Ausgezeichnet. Das war klug �berlegt.

Da es die anderen Exemplare nicht mehr gibt,

ist Ihr Auftrag erledigt. Ich m�chte nun mein Exemplar zur�ck.

Ich wohne im Ritz. Sie k�nnen dort auch Ihren Scheck abholen.

In einer halben Stunde?

Es gibt noch eine schlechte Nachricht.

- Ich hab es nicht mehr. - Sie haben es nicht mehr?

Jemand hat es aus meinem Zimmer gestohlen.

H�ren Sie ganz genau zu, Mr. Corso.

Ich glaube, Sie haben eine recht gute Vorstellung davon,

wie weit ich gehen w�rde, um das zu bekommen, was ich will.

Sollten Sie mir mein Eigentum nicht umgehend wiederbeschaffen,

werden Sie feststellen, wie weit das sein kann.

- Wo ist es? - Wo ist was?

Das Buch! Wo ist es?

W�re ich dann hier, wenn ich's h�tte?

Sie sollten mich inzwischen besser kennen.

Ich muss mich f�r meinen Kollegen entschuldigen.

Sein Verhalten war unverzeihlich.

- War sie es? - Nein, Monsieur.

Sie war gro�, dunkelhaarig, sehr elegant...

�brigens, ich habe die Information, die Sie wollten.

Die Dame und der Herr, die Sie suchen,

haben eine Suite im Plaza Athena Hotel, 209-211.

Haben Sie vielen Dank. Sie haben was gut.

- Und jetzt rufen Sie mir bitte ein Taxi. - Ein Taxi, schnell!

Schicken Sie das an Mr. Balkan im Ritz.

Er schreibt sich B-A-L-K-A-N.

Es ist die Frau von Telfer.

- Faxen Sie ihm das schnell. - Jawohl, Sir.

Es ist mir wie immer ein Vergn�gen.

Kommen Sie?

Monsieur. Hallo.

Was haben Sie vor, wenn Sie sie sehen?

Wahrscheinlich versteck ich mich hinter Ihnen.

Da sind sie.

Wir brauchen ein Taxi, bevor sie verschwinden. Dann los!

Sie gehen.

Kommen Sie?

- Der Wagen ist sehr auff�llig. - Seien Sie nicht so w�hlerisch.

Manche w�rden alles tun, um damit fahren zu d�rfen.

Wir k�nnen ihnen nicht ewig hinterherfahren. Das merken die!

Wie seh ich aus?

L�cherlich.

Festhalten.

Wie geht's weiter?

Keine Ahnung. Sie wissen doch alles.

Wenn Sie's sagen.

- Sie sind uns entwischt. - Nicht bei der Geschwindigkeit.

Die sind woanders hingefahren.

Meinen Sie, dass ich doch nicht alles wei�?

Drehen Sie um.

Etwa 40, br�nett und elegant. Wie hie� sie noch mal?

Telfer, Liana Telfer.

Nein, Ihr M�dchenname.

- Saint Martin. - Da.

Monsieur?

Wir suchen das Haus von Madame St. Martin.

- Sie meinen wohl das Ch�teau? - Das Ch�teau, ich wusste es!

- Wo ist das Ch�teau? - Nehmen Sie die Stra�e hinter der Kirche.

- Danke. - Monsieur.

Fahren Sie weiter.

Immer weiterfahren.

Sehen Sie sie?

Nein.

Verzeihen Sie, dass wir uns derart aufdr�ngen.

Was haben Sie hier zu suchen?

Ich will nur das Buch, das Sie mir gestohlen haben.

- Das Buch geh�rt mir. - Das hatten wir alles schon.

Mein Mann hat es mir geschenkt. Er durfte es nicht verkaufen.

Vielleicht hat er Sie ja mit Ihrem Albino erwischt?

Wie k�nnen Sie es wagen?

Behalten Sie sie im Auge.

Nicht!

Seien Sie vorsichtig. Sie bei�t.

Keiner bewegt sich! Keiner von euch!

Schnapp dir das Buch!

Mach sie nicht hier kalt. Das macht nur Dreck.

Und jetzt bring sie nach unten.

Du gehst zuerst.

Dann du!

Runter!

Mach die T�r auf!

Vorsicht!

Ich h�tte nicht gedacht, dass Sie dazu f�hig sind.

Octo portae antecedunt serpentem qui verbum custodit.

Serpens bestia est quae nunquam dormit

bestia cuios oculi videntur in speculo. Scientiae.

Sie bleiben hier und geben mir Deckung. Ich geh runter.

Ne timeamus, nec laqueum, nec gladium, nec venenum.

Intacti eamus inter lepra et pestilentia contaminatos.

Verbum quod ultima occultat arcana

est Novem, Teth, Ennea et Odet.

- Gloria sit... - Geschwafel, Geschwafel!

Geschwafel!

Blickt euch doch alle mal um! Was seht ihr dann?

Nichts weiter als Idioten in albernen Gew�ndern.

Glaubt ihr, dass der F�rst der Finsternis sich herabl�sst,

sich vor Leuten wie euch zu offenbaren? Das wird er nicht.

Ihr habt aus seinem Buch gelesen.

Aber ihr habt keine Vorstellung von seiner Macht.

Ich allein habe sein Geheimnis erschlossen.

Ich allein habe den gro�artigen Plan des Meisters erfasst.

Ich allein bin es wert, die Fr�chte dieser Erkenntnis zu ernten.

Ich allein habe die Macht, mein eigenes Schicksal zu leiten.

Sie sind wahnsinnig! Geben Sie's mir zur�ck!

Sie! Liana de Saint Martin!

Sie sind sogar noch schuldiger als der Rest dieses pathetischen Haufens.

Sie ahnen, was das Buch in den richtigen H�nden bewirken kann.

Und trotzdem geben Sie sich f�r diese absurde Farce her.

Diese Orgien des alternden Fleisches

im Namen des Meisters. Sie sind ein Scharlatan!

Nicht, Corso.

Lassen Sie's geschehen.

Buh!

- Was ist los mit Ihnen? - Er hat gerade vor Zeugen gemordet.

Sie sind aus dem Schneider,

was die anderen Toten angeht.

- Sie sollten sich freuen. - Ich bin begeistert.

Ihr Job ist erledigt.

- Was wollen Sie noch? - Das wissen Sie genau!

Warte doch! Nimm mich mit!

Wollen Sie mich denn nicht mitnehmen?

Sie arbeiteten die ganze Zeit f�r ihn.

Eigenartig. Das dachte ich von Ihnen.

Schei�e!

Bitte sehr, Monsieur. Alles trocken.

Danke, Madame.

- Madame! - Ja?

Wo ist das?

Bernard! Kannst du dem Herrn dort dr�ben zeigen, wo dieses Ch�teau ist?

Hier ist es!

Ja!

Ja, das ist es!

Genau! Es ist alles bereit!

1... 4...

3... 6... 7... 5...

8... 2... 9!

Endlich ist das R�tsel gel�st!

In Stille zu reisen, auf einem langen gewundenen Pfad,

dem Unheil zu trotzen und weder Galgen noch Feuer zu f�rchten,

das gr��te aller Spiele zu spielen und zu gewinnen,

keine Kosten zu scheuen. Das bedeutet,

zu trotzen und am Ende den Schl�ssel in H�nden zu halten,

welcher... die neunte Pforte �ffnet.

Corso!

Was haben Sie erwartet? Eine Erscheinung?

Sie sind hier unerw�nscht, Mr. Corso. Gehen Sie wieder.

Ich bin die einzige Erscheinung, die Sie heute Nacht sehen werden.

In meinem New Yorker B�ro wartet ein Scheck auf Sie.

Sie haben daf�r get�tet. Sie sind mehr wert als Geld.

Unendlich viel mehr. Aber nun geh�ren sie mir.

Und nicht Ihnen.

Wissen Sie was, Corso?

Trotz unserer Meinungsverschiedenheiten

habe ich eine gewisse Schw�che f�r Sie.

- Ich bin ger�hrt! - Wir haben etwas gemeinsam.

Wir teilen dieselbe Leidenschaft.

Sie sind inzwischen ebenso besessen wie ich,

aber leider ist nur einer von uns dazu ausersehen, das Schicksal zu erf�llen.

Sie haben sich zu weit vorgewagt. Gehen Sie.

Ich gehe nicht mit leeren H�nden.

Sie sollten nicht mal daran denken.

Treten Sie zur�ck.

Ich hatte Sie f�r kl�ger gehalten.

- Treten Sie zur�ck. - Weg mit der Waffe.

Ich denk nicht dran!

Sieht aus, als w�ren Sie da angekommen, wo Sie hingeh�ren.

Gut so.

Und jetzt...

k�nnen Sie mir zusehen.

Ich betrete jetzt unerschlossenes Gebiet.

Ich gehe jetzt auf dem Weg, der zur Ebenb�rtigkeit f�hrt...

mit Gott!

Sie k�nnen mich nicht begleiten. Ich muss allein reisen.

Aber Sie d�rfen zusehen... und staunen.

- Sehr freundlich von Ihnen. - Finde ich auch.

Es sind schon Menschen f�r einen Bruchteil dessen,

was Sie gleich miterleben werden,

bei lebendigem Leibe verbrannt oder gevierteilt worden.

Ich versichere Euch meiner Treue, Meister.

Ich �bergebe euch meinen K�rper und meine Seele.

Ich will weder Galgen noch Feuer noch Gift f�rchten.

L�sch mich aus dem Buch des Lebens

und nimm mich auf in das schwarze Buch des Todes.

Gew�hre mir Zugang zur neunten Pforte. Lass es wahr werden.

Lass es wahr werden!

Jetzt!

Ich f�hle die Macht, die mich durchstr�mt, wie eine elektrische Spannung.

Wie sie mich zu h�chster Leistung bef�higt,

sowohl des Geistes als auch des K�rpers. Ich bin unverwundbar!

Ich bin unbesiegbar!

Ich bin f�hig zu fliegen, ich kann �bers Wasser wandeln.

Ich tauche meine H�nde ins Feuer.

- Ich versp�re keine Hitze. - Haben Sie noch einen Trick?

Sic dedo me!

Sic exeo me! Sic damno me!

Es ist ein Wunder!

Ich versp�re nichts, �berhaupt nichts!

War's das?

Ist das Spiel zu Ende?

F�r Balkan ja. Nicht f�r dich.

Warum hat es bei Balkan nicht funktioniert?

Der neunte Holzschnitt war eine F�lschung.

Wo ist der echte?

Ich will ihn haben.

Der Tank ist fast leer.

- Hallo! - Ja, bitte?

- Die Geschwister Ceniza? - Wer?

Die Geschwister Ceniza!

Pepe Lopez, Ricardo Herrera.

Ja.

K�nnen Sie mich verstehen?

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