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Er ist ein Tier. In den Käfig mit ihm!
Mein Sohn sah Schwarzkittel aus der Grube steigen.
-Lass Anna-Marias Handy orten! -Ist die Tote in der Rechtsmedizin?
-Wo sonst? -Was machst du hier?
-Was ist passiert? -Wer sind Sie?
Erika hat eine Midlife-Crisis.
In zwei Tagen bezieht sie Rente.
Ich kann es einfach nicht.
Sie ist doch meine Schwester.
Ich fürchte, das war nicht das erste Mal.
-Ein Serientäter. -Martha Giovanoli war im Spital in Bern.
Ich erstatte Anzeige wegen Bedrohung, Freiheitsberaubung
und Körperverletzung.
-Gegen? -Mario Giovanoli.
Jetzt weiß ich, was ich zu tun habe.
Giovanoli.
Ich bin's. Verflucht! Wie geht's?
Gut, verflucht! Und selber?
Ah.
-Hast du etwas herausgefunden? -Nichts Neues.
Abgesehen von einigen Erinnerungen.
Von Mario keine Spur. Das wolltest du doch fragen.
Findest du das eine gute Idee?
Hast du eine bessere?
Warten, bis die Polizei ihre Arbeit macht?
Das sagt gerade der Richtige.
Ein Kunde. Ganz in der Nähe.
Ich melde mich.
Fabio, komm!
Wir hätten auf Dörig warten sollen.
Der kennt sich im Wald auch nicht besser aus.
Warum ist Frau Giovanoli nicht mitgekommen?
-Na ja ... -Sie würde sich auskennen.
Es ist nicht ihr Fall.
Es könnte doch ihr Bruder sein. Der wird doch gesucht.
Ich habe es ihr nicht gesagt, okay?
-Herr Dörig auch nicht? -Nein, der auch nicht.
-Was? -Nichts.
Was soll das jetzt heißen?
Wenn ich etwas sage, ist es nur wieder Mist.
Raus damit!
-Es sieht etwas nach Bevormundung aus. -Das ist allerdings Mist.
Nur einen Moment! Es ist ...
Änneli!
Ich habe keinen Kaffee mehr.
Wie geht es dir?
Da bin ich nicht sicher.
Und dir?
-Du hast den Laden übernommen. -Susanne wollte lieber Kinder.
-Mein Beileid. -Wieso?
Es tut mir so leid, dass du und deine Mutter euch nie gefunden habt.
Schön, dass du wieder hier bist.
Oh, der Kaffee!
Nicht, dass wir den dann noch vergessen.
-Weißt du, wo Mario ist? -Nein, weiß ich nicht.
Ich mache mir langsam Sorgen.
Es wäre wichtig, dass ich ihn vor der Polizei finde.
Vielleicht weiß Stipe etwas.
-Ich glaube, wir müssen da hin. -Wieso?
Wir müssen in diese Richtung.
-Wir müssen in diese Richtung. -Dort ist ein Wegweiser.
Wir sind hier tief im Wald. Das ist alles unberührte Natur.
Dann müssen wir definitiv dort hin. Los!
-Guten Tag, Herr Conrad. -Guten Tag, Herr ...
Strebel. Piet Strebel. Das muss Herr Fabio sein.
Wer hat den Toten gefunden?
Ich glaube, ein Wildschwein hat ihn zertrampelt.
Wir sind extra nicht die normale Route gelaufen ...
Es läuft nicht immer nach Plan. Dürfte ich jetzt?
-Müssen Sie nicht auf die Polizei warten? -Um ihn anzuschauen?
Sonst heißt's noch, ich habe ihn auf dem Gewissen.
Mistkerle!
-Keine Totenflecke. -Keine Leichenstarre.
Sorg doch mal für Ordnung, Herr Präsident!
-Es wird ja bald wieder gewählt. -Willst du mir etwas sagen?
Morgen.
-Frau Kommissarin. Heute ganz trocken? -Ein Mineralwasser, bitte.
Sehr gut. Im Dienst wird nicht getrunken.
Bei dir schon?
Du sollst jetzt Forstwart sein.
Förster. Verheiratet mit Karin.
Du kannst es selbst kaum glauben.
Giovanoli! Long time no see.
Lassen wir die zwei dort weitermachen, wo sie im Skilager aufgehört haben.
Das war auf der Klassenfahrt.
Das Bier geht aufs Haus, oder?
-Und, wie ist es bei den Bullen? -Gut.
-Es gibt ein paar schöne Privilegien. -Das Motorrad?
Ich dachte eher an die Handschellen.
Stipe, wo ist Mario?
Abgetaucht. Bis der Killer drankommt.
Was habt ihr eigentlich alle gegen Willy?
Wie deine Mutter.
Sie meinte auch, sie würde nur nach Nevada trampen.
Stipe! Mein Bruder, wo ist er?
Keine Ahnung.
Halt dich einfach raus! Ich will nicht, dass dir was passiert.
Habe die Ehre.
Ein schlechter Ort, um etwas für seine Gesundheit zu tun.
Was ist, Herr Totengräber? Laufen die Geschäfte so gut?
-Im Gegenteil. -Woher dann die gute Laune?
Wir haben dem Tod ein Schnippchen geschlagen.
-Nicht tot? -Nein, nicht tot.
Eins zu null für die Lebenden.
Herr Conrad ...
Wenn wir das einem erlauben, wollen es alle.
Nur, damit euch an eurem freien Tag nicht langweilig wird:
Susanne Grubers Leiche ist freigegeben.
Servus, die Herren.
Ich ergebe mich.
Entschuldigung.
-Hallo, Karin. -Hallo.
Ein kleiner Willkommensgruß.
Wie geht's?
-Ja ... -Entschuldigung.
-Mein Beileid wegen deiner Mutter. -Danke.
Sie ist mir richtig ans Herz gewachsen in den letzten Jahren.
Es ist furchtbar. Und dann noch das mit Susanne.
Und dass sie jetzt auch noch Mario hineingezogen haben.
Weißt du etwas von ihm?
Er ist schon speziell, dein Bruder. Ein Giovanoli, halt.
-Ich wollte wissen, wo er ist. -Ich habe ihn eine Weile nicht gesehen.
Aber letztes Mal schlug ich vor, dass wir, also Markus ...
Ach, du hast ja geheiratet.
Ah, du hast die Einladung bekommen.
Also, wegen dem Wald: Wir würden ihn übernehmen, wenn's euch zu viel wird.
Ach nein, so lange Willy dort lebt, sehe ich keine Gefahr.
Ist das nicht zu dir durchgedrungen?
Ich dachte, du seist Kommissarin.
Willy ist böse unter die Räder gekommen. Strebels haben ihn gefunden.
Von einem Wildschwein fast zu Tode getrampelt.
Kein Wunder.
Wie meinst du das?
Du hast sicher viel um die Ohren.
Aber wenn du mal Zeit hast für einen Kaffee, würde ich mich freuen.
Schön, dass du wieder hier bist.
Tschüss!
Laut Notfallarzt hat Willy Wullschläger alias Schwarzkittel
ein paar gebrochene Rippen und viele oberflächliche Verletzungen.
Innere Verletzungen sind bis jetzt keine feststellbar.
Lasst euch von mir nicht stören!
Anna-Maria ...
Ich sag's durch die Blume: Herzlich willkommen zurück.
Danke.
-Hier. -Ui, danke.
Aber macht nur weiter! Vielleicht kann ich noch was lernen.
Ja ... äh ... Also, alles deutet auf eine Wildschweinattacke hin.
Eine genauere forensische Untersuchung wird demnächst durchgeführt.
Von wem?
Vom zuständigen Rechtsmediziner. Also mir.
Im Gegensatz zur Polizei sind bei uns die Aufgaben klar verteilt.
Im Fall Susanne Gruber ergab die DNA-Untersuchung des Spermas,
dass weder Willy Wullschläger noch Mario Giovanoli
die Verursacher der gefundenen Proben waren.
Und das Sperma ist sicher vom Täter?
Es ist möglich, dass Täter und Spermaspender nicht identisch sind.
Das heißt, wir haben keinen Verdächtigen.
Ich kann nur sagen,
dass es abgesehen vom Sperma keine handfesten Spuren gibt.
Was tust du jetzt?
-Das Fahndungsfoto von Mario ist raus. -Und?
Das dauert jetzt eine Weile.
Warst du auf der Aarburg? Und bei Meierbergers Oberschwester?
Weißt du was?
Was ich jetzt nicht brauchen kann, ist genau diese Art Bevormundung.
Vielleicht siehst du wirklich nicht so klar im Moment.
Ach, und du hast den Durchblick?
Eigentlich schon. Aber du müsstest mal 10 Minuten schweigen.
Lustig.
Fabio, Prüfungsblock 2.1, Transportmöglichkeit und Überführung -
da kannst du gleich üben.
Der Bestatter, der aus Toten Lebende macht.
Ein schönes Geschäft haben Sie.
Wir machen nur aus alten Sachen neue.
Wir können leider nicht ganz mit Ihnen mithalten.
Ich wollte Ihnen nur sagen,
dass Ihre Frau heute Nachmittag zur Aufbahrung bereit wäre.
Wie fühlt sich das an?
Einem Mörder und Vergewaltiger das Leben zu retten?
Es gibt keine Beweise für Schwarzkittels Schuld.
Und die Jacke?
Die könnte auch ein Wildschwein angeschleppt haben.
-Das Sperma auch? -Das ist nicht von Schwarzkittel.
-Woher wissen Sie das? -Eine reine Behauptung von mir.
Ich hätte gerne Möbelpolitur.
Geht aufs Haus.
-Danke. -Gern geschehen.
-Von wem war das Sperma? -Was?
Wenn es nicht vom Schwarzen ist, von wem dann?
Das sind vertrauliche Informationen.
Ihr Kollege war aber bestens informiert.
-Wo waren Sie gestern Abend? -Hier im Geschäft.
-Wir haben Möbel geschliffen und lackiert. -Zu zweit. Die ganze Nacht.
Wo waren denn Sie, Frau Kommissarin?
In Baumanns Haus? Oder in Giovanolis?
Die Wunden wurden ihm wohl durch die Eckzähne von Wildschweinen zugefügt.
Die gebrochenen Rippen von einem stumpfen Aufprall.
Es waren also tatsächlich Wildschweine?
Die Länge der Wunden passt nicht zu einem Wildschweingebiss.
Das lässt auf menschliches Einwirken schließen.
Außerdem habe ich Verletzungen von Fußtritten
am Körper des Opfers gefunden.
Man hat ihn also getreten?
Das ist der Stand der Dinge, Frau ...
-... Kommissar. -7,50, bitte!
Kommissar Dörig, beim letzten Treffen schienen Sie froh zu sein
für jede kleine Information.
Danke ... Herr Doktor.
Hey! Stopp!
Geht's? Warte, ich komme!
Bitte nicht desinfizieren!
Wie bist du überhaupt hier reingekommen?
Mit dem Schlüssel.
Frau Giovanoli versteckte ihn immer unter dem Hahn vor der Tür.
Und was hast du im Haus gesucht?
Frau Giovanolis Testament.
Wofür?
Meine Eltern sagten, es sei wichtig, dass wir es finden.
Aha.
Muss ich jetzt zur Polizei?
Das Sperma, das wir bei Frau Gruber gefunden haben, stammt nicht von Ihnen.
Und wir wissen jetzt auch, dass das hier kein Wildunfall war.
Wer hat Sie überfallen, Herr Wullschläger?
Was wissen Sie über den Mord an Susanne Gruber?
War es die Nachbarschaftshilfe?
Mario Giovanoli?
Hm?
Patrick Gruber?
Verdammt!
Ich dachte, wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.
Zum letzten Mal, Herr Wullschläger:
Wer hat Sie letzte Nacht überfallen?
Gut.
Es hätte nicht so enden müssen.
Hättest du nur etwas Verantwortung übernommen ...
-Du hast keine Ahnung! -Hättest du Kinder gewollt,
hätte sie sich nicht mit so einem im Wald treffen müssen.
Ich kann aber nicht!
Wieso hast du nichts gesagt?
Plötzlich haben wir nicht mehr geredet.
Susanne hat sich immer mehr zurückgezogen.
Und jetzt ist es zu spät.
Aber für etwas ist es noch nicht zu spät.
Patrick!
Patrick!
Diesmal kommen Sie zu spät, Herr Conrad.
Wer bei Himmel und Hölle verloren hat,
musste Schwarzkittel etwas aus der Hütte klauen.
Dann hatte er doch am Schluss gar nichts mehr.
Ach, irgendwann erwischte er uns. Da bekamen wir Angst.
Habt ihr euch nicht gewehrt?
Wir waren ungefähr so groß.
Wir haben dafür gesorgt, dass er nicht mehr auf den Hochsitz kommt.
-Wie? -Sage ich nicht.
Ich hätte die Leiter mit dem Taschenmesser angesägt.
Spinnst du? Taschenmesser! Man braucht mindestens einen Fuchsschwanz.
Hm. Einen Fuchsschwanz habt ihr also genommen?
Scheiße. Kommissarin.
Hey!
-Darf ich? -Bestimmt nicht, die ist geladen.
-Ist etwas passiert? -Nein, er ist nur hingefallen.
Sven!
Geh ins Haus! Zieh die Schuhe aus!
Wieso willst du Willy aus unserem Wald vertreiben?
Ich will ihn nicht vertreiben.
Er hat versucht, Markus umzubringen.
-Ach ja? -Hat die Leiter vom Hochsitz angesägt.
Bist du da wirklich sicher?
Ja, geh doch! Wie immer.
Jetzt kannst du mich nicht mehr bei Mutter verpfeifen.
Wir waren 17. Das hätte nie funktioniert. Wir alleine in der Stadt.
Wir hätten gemacht, was wir wollten. Unser Leben genießen.
Ich glaube, deiner Mutter hätte es gefallen ...
... dass wir uns um den Wald kümmern.
Vor allem dir würde es gefallen.
Müssen wir sonst noch etwas besprechen?
Ich glaube nicht.
Wer würde denn einem so hübschen Mädchen etwas antun?
Es mochten sie doch alle.
Kennen Sie diesen Mann?
So ein Schatz.
Wie der sich um seine Mutter kümmerte! Das sehen wir hier nicht oft.
Ah! Herr Tannenspitzsirup.
Er hat Frau Giovanoli auch einige Male besucht.
Könnte sein. Ich weiß nicht mehr.
Der ist hübsch.
Hören Sie mit dem auf!
Der war auch mehrmals hier und Frau Giovanoli erholte sich kaum mehr.
Es ist nicht ganz gratis, wenn man dem Teufel vom Wagen fällt.
Verschwinde!
2 Minuten, dann bist du mich los.
Mit wem war Susanne im Wald?
Susanne? Sie ist tot.
Ich bin ihr trotzdem etwas schuldig.
Und du weißt etwas und sagst es nicht.
Ja.
Und?
Okay.
Alles wird gut.
Wenn du zu den Bullen gehst und sagst, was du weißt.
Sonst was?
Sonst wachst du morgen wirklich nicht mehr auf.
Ach ja?
Meinst du, das hilft?
Herr Wullschläger!
Guten Tag, Herr Wullschläger.
Ja?
Der da oben hat sich's wohl doch anders überlegt.
Ich nehme Aufträge prinzipiell weder von oben noch von unten an.
Ich bin eher ein lokaler Dienstleister.
Ich habe letztes Mal so einen Schinken bei Ihnen gesehen.
Könnte ich so einen kaufen?
Sie haben es sich schon sehr gut eingerichtet.
So. Hatten Sie an so was gedacht?
Äh, ja.
Was schulde ich Ihnen?
Jedenfalls weniger als ich Ihnen.
-Falls Sie mich brauchen. -Ja ...
Früher oder später.
Ich habe es heute Morgen nicht so gemeint.
Und das in Grubers Geschäft ist mir einfach so rausgerutscht. Sorry.
Deine Möbelpolitur. Hast du vergessen.
Ja, stimmt.
Mach mal auf!
-Äh ... Ruedi Weber ... -Ja?
Er war heute bei der Aufbahrung.
Den müsste man sich mal anschauen.
-Kommst du mit? -Wohin?
Zu Ruedi Weber. Morgenthaler Grünabfuhr.
Jeden zweiten Freitag alle drei Monate. Mit Grill.
-Herein. -Kapo Aargau. Dörig.
-Es geht um einen ehemaligen Patienten. -Augenblick.
Und? Die Frage fürs nächste Mal?
Wie sich meine Mutter fühlt, wenn ich mein Zimmer demoliere.
Geht das auch besser?
Wie sie sich fühlt, wenn ich mit einem Hakenkreuz auf dem Bauch
mein Zimmer demoliere und sie dann zusammenschlage.
Okay. Und jetzt?
Guten Tag, Herr Polizist. Auf Wiedersehen, Herr Polizist.
-Herr ...? -Dörig.
-Herr Dörig. -Herr Marker.
Kommen Sie rein!
Nehmen Sie Platz!
-Um wen geht es? -Mario Giovanoli.
Erinnern Sie sich an ihn?
Ich erinnere mich an jeden meiner Patienten.
Wie lange war er auf der Aarburg?
Fünf Jahre.
-Das ist lange. -Nein.
Nicht, wenn man das Resultat sieht.
Mario hatte es nicht leicht.
Der Vater tot ...
... heikles Verhältnis zur Mutter.
Warum kam er hier her?
Er hatte ein Problem mit Konflikten.
Gut, das ist noch nicht besonders abnormal, oder?
Brauchen Sie ein Fremdwort?
Nein, aber könnten Sie etwas genauer sein?
Nehmen Sie doch bitte Platz!
Im Streit hatte er sich nicht unter Kontrolle.
Bei uns hat er gelernt, Grenzen zu ziehen.
Aber wäre es möglich, dass diese Gewalt irgendwann wieder ausbricht?
Bei den Menschen ist so gut wie alles möglich.
Das macht uns auch so interessant.
Aber ob ich glaube, dass er ein Mörder ist?
Darum sind Sie doch hier.
Um herauszufinden, ob Mario der Mörder von Susanne Gruber sein könnte.
-Einer für alle, alle für einen. -Hilf mir lieber!
Für dich heißt es immer nur alle für einen.
Hör auf, dich lächerlich zu machen!
Frau Giovanoli! Die Schutzbrille ist im Auto.
Mit einer Kontrolle habe ich nicht gerechnet.
Fachgruppe Leib und Leben.
Du bist erst interessant für uns, wenn du gehäckselt wirst.
Stopp!
Manchmal muss man sie auseinanderreißen.
Dann kann man sie einzeln häckseln.
Ich habe auch noch etwas.
-Kann ich helfen? -Gerne.
Tut mir leid wegen des Theaters bei Ihnen im Institut heute.
Manchmal braucht es so was, damit man dann trauern kann.
Das haben Sie sicher schon vielen Leuten gesagt.
Nur denen, die etwas damit anfangen können.
Anna-Maria hat Glück, dass sie jemanden wie Sie hat.
Haben Sie ein Auge für so was?
Wenn zwei sich gefunden haben, sieht man es.
So wie Geisers?
Nein. So wie Stipe und Lejla.
Haben Schulden und stehen trotzdem zueinander.
-Schulden? -Bei Markus.
Dem gehört nämlich der Frohsinn .
Und das nutzt er aus?
Das geht Sie doch eigentlich gar nichts an.
Warum erzählen Sie es mir dann?
Ich dachte, Sie könnten etwas damit anfangen.
Verdammt!
Alarm! Einbrecher!
Was machen Sie hier, mitten in der Nacht?
Der Tod kennt keine Bürozeiten.
Es ist sauber.
Was ist passiert?
Warst du bei Geisers zum Abendessen eingeladen?
Es war eher spontan. Aber sie haben sich nicht so gefreut.
Verflucht! Weißt du, was passiert ...?
-Ich habe die Tatwaffe gefunden. -Und wenn man dich erwischt hätte?
-Was? -Zwei Wildschweinköpfe mit Blutspuren.
Also hat Geiser Schwarzkittel angegriffen?
Sie bekriegen sich seit Jahren. Geiser hat die Situation ausgenutzt.
Nur kannst du das niemandem erzählen.
Einbruch als befangene Kommissarin.
Da kannst du gleich bei mir als Buchhalterin anfangen.
Hast du bei Weber etwas herausgefunden?
Nichts. Die verpfeifen sich niemals gegenseitig.
Es sei denn, man gibt ihnen einen Grund dazu.
Es wird immer heimeliger bei dir.
Als Mutter ins Krankenhaus kam, habe ich kochen gelernt.
Das ...
Das ist ... äh ... Schnitz und Drunter.
Ich dachte, das passt.
Für mich bitte keinen Wein. Das ... tut mir nicht gut.
Hattest du einen anstrengenden Tag?
Ein gewisser Dörig von der Kantonspolizei hat sich nach dir erkundigt.
Ich musste für dich lügen.
Aber du hältst dich doch an unsere Abmachungen, oder?
Wie kann ich das wiedergutmachen?
Sag schon! Was soll ich tun?
Es tut mir so leid.
Komm schon! Das bist nicht wirklich du!
Doch. Mit meiner Latzhose.
Schick.
Das ist privat.
Stipe!
Mit 16.
Da sind wir hierhergezogen.
-Und wo war Mario? -Auf der Aarburg.
Eigentlich seid ihr euch ähnlich, dein Vater und du.
Findest du?
Das ist das letzte Foto von ihm.
Wusstest du es? Also, dass er nicht dein richtiger Vater ist?
Das habe ich mich auch immer gefragt.
Aber als ich es erfuhr, hatte er sich schon längst erschossen.
Vielleicht auch eine Antwort.
Und warum hast du deine Mutter nie gefragt?
Weil wir nicht mehr miteinander gesprochen haben.
Du hast super getroffen.
Es ist simpel: Zwei Nadeln schießen raus, bohren in die Haut.
Wichtig ist, dass der Abstand zwischen den Nadeln möglichst groß ist.
Denn je mehr Nerven dazwischen sind, desto mehr Wirkung hast du.
Idioten.
Hier ist er.
Luc.
-Was? -Erika.
-Ja? -Wo ist der Leichenwagen?
-Wie spät ist es? -Zu spät.
Die Beerdigung beginnt gleich und Susanne Gruber ist noch im Institut.
Ich komme gleich. Fabio soll ...
-Frau Bürgisser? -Äh, ja?
Erika? Hallo?
Nur noch ein Moment. Sie kommen gleich.
Ich muss los.
-Willst du so zu einer Beerdigung? -Habe ich eine Wahl?
Ich könnte fahren. Du duschst und trinkst einen Kaffee.
-Kein Haken? -Nein, kein Haken.
Danke.
Super.
Jetzt fehlt er schon bei Beerdigungen.
-Mit dem Institut geht's wirklich bergab. -Wir beginnen.
Scheiße!
-Erika. -Nichts, Erika.
Sehr schöne Beerdigung. Danke.
Macht fast Lust auf mehr.
Jemand hat bei Anna-Marias Auto die Bremskabel durchgetrennt.
-Was? Ich habe sie doch gerade gesehen. -Ich war im Auto. Alleine.
Aber trotzdem: ein Mordanschlag auf die Kapo?
-Langsam! Es ist ja nichts passiert. -Was, nichts passiert?
Ich weiß, wer's war. Und auch, wer Schwarzkittel angegriffen hat.
Aber ich kann's dir nicht beweisen und auch nicht sagen.
Du weißt wohl auch, wer die Frauen getötet hat, oder?
Das halbe Dorf war bei Martha Giovanoli im Krankenhaus zu Besuch.
Alle könnten Meienberger gekannt haben. Nicht nur Mario.
Wenigstens eine Spur.
Solange wir Mario nicht finden, ist das Sperma die einzige Spur.
Darum gibt es heute Abend im Frohsinn ein DNA-Screening.
Und wer sich nicht meldet, macht sich verdächtig.
Als Täter. Oder zumindest als Liebhaber.
-Du bist ein Genie. -Was?
Wenn du nicht alle zusammenkriegst, musst du sie einzeln häckseln.
Zum Wohl!
-Komm, setz dich kurz! -Ach, du wieder!
Einen!
Bekomme ich auch einen Schmatzer?
Geht's noch?
Nicht von Ihnen. Von Ihrer Frau.
Probier's doch aus!
Es ist nicht gut für den Stolz, es immer allen recht machen zu wollen.
Psychologin bist du auch noch?
Von wegen Stolz und so ...
Soll ich dir mal sagen, was wirklich nicht gut für den Stolz ist?
Wenn du, wie Geiser, bei jeder Abstimmung genau zwei Stimmen bekommst.
Eine von deiner Frau und deine eigene.
Warum sind eigentlich nicht Sie Chef dieser Nachbarschaftshilfe?
Was geht Sie das an?
Sie hätten das Dorf sicher besser im Griff.
Das ist möglich.
Jemand, der weiß, was er sich nehmen darf
und wovon er besser die Finger lässt.
Jemand mit Rückgrat.
Sie bekommen langsam Konkurrenz als Präsident, was?
Geiser?
Und Hemmungen hat Geiser auch nicht. Er hat Anna-Marias Bremskabel gekappt.
Was?
Ich würde aufpassen, wenn ich ihm den Rücken zuwende.
Das sieht dann jeweils so aus.
Ja, das Nächste!
Weil die DNA-Landschaft, die man rekonstruieren konnte,
extrem komplex ist,
ruft die Kapo Aargau die männlichen Bewohner Morgenthals dazu auf,
sich einem freiwilligen DNA-Screening zu unterziehen.
Du hast doch einfach keine Spur, Sheriff.
-Haben Sie einen konkreten Verdacht? -Dazu kann ich nichts sagen.
Ein DNA-Screening ist keine große Sache.
Wir nehmen mit einem Wattestäbchen, das Sie sicher kennen, einen Abstrich ...
Entschuldigung!
Wenn der Test etwas bringen soll, müssen alle mitmachen.
Die Nachbarschaftshilfe könnte mit gutem Beispiel vorangehen.
Das wäre natürlich sehr in unserem Sinn.
Ich finde nicht, dass wir uns als Morgenthaler rechtfertigen müssen.
Oder?
Auch ich will, dass wir Susannes Mörder so schnell wie möglich finden.
Aber ich würde für die Unschuld eines jeden hier die Hand ins Feuer legen.
Und darum brauchen wir keinen Test.
Falls es sich jemand anders überlegt, haben wir ab morgen ...
So, Jungs. Letzte Runde.
Machst du noch zwei Bier?
Langsam gehst du zu weit, Geiser.
Warum?
So schlimm wäre der Test auch nicht gewesen.
Jedenfalls nicht für mich.
Zuerst Schwarz und jetzt Giovanolis Auto! Spinnst du?
Sei vernünftig!
Patrick soll doch nicht erfahren, was alles mit Susanne lief, oder?
Schau, Weber ...
Wenn du deinen Posten morgen freiwillig abgibst, wird alles gut.
Drohst du mir jetzt, Geiser?
Gute Nacht, Herr Präsident.
-Fabio, hast du ... -Ihr könnt euch bei mir einkaufen.
-Wie viel? -Macht einen Vorschlag!
-50. -100.
150. Dann könnt ihr auch auf der Karte unterschreiben.
Fabio! Darf ich jetzt schauen?
Also gut, 150.
Wie lange muss ich noch warten?
Aufstehen!
Fabio, du bist ein Schatz!
Ach, du und deine Totenköpfe.
Der Totenkopf ist ein Symbol für Erneuerung.
Mit 64 können Sie noch mal neu starten.
Eine Pulsuhr?
Mit GPS. Die Daten können Sie gleich auf dem PC speichern.
Inklusive Herzfrequenz und Kalorienverbrauch.
Das wäre nicht nötig gewesen.
Na ja, vielleicht auch schon. Aber ich bin noch topfit.
Wie oft hatten Sie Kontakt mit Mario in den letzten Jahren?
-Ab und zu. -Was heißt das?
Mario fällt von Zeit zu Zeit in ein Loch.
Dann braucht er jemanden, der ihn stabilisiert.
-Und das sind dann Sie? -Ja.
Warum haben Sie nicht gesagt, dass Sie Mario getroffen haben?
Sie haben nicht gefragt.
-Wissen Sie, wo er jetzt ist? -Nein.
Aber ich hätte es gesagt, wenn ich es gewusst hätte.
-Auch, wenn ich nicht gefragt hätte? -Ja.
Hey, ähm, ich bin's.
Wann kommst du wieder? Ich vermisse dich.
Es ist so einer, der ganz tief in dich reinblickt.
-Und was hat er gesehen? -Meinen leuchtenden Astralkörper.
Und was hast du gesehen?
Bist du noch da? Dörig?
-Geiser und Ivanovic. -Was?
-Ist heute die GV der Nachbarschaftshilfe? -Ja.
-Okay. Wir treffen uns dort. -Was ist los?
Keine Ahnung wie, aber dein Plan ist aufgegangen.
Bring Anna-Maria mit!
Dafür?
Dagegen?
Damit ist Markus Geiser der neue Präsident
der Morgenthaler Nachbarschaftshilfe. Gratuliere.
Danke.
Vielen Dank.
Ich freue mich über die Annahme ...
Markus Geiser, Stipe Ivanovic,
Sie sind wegen schwerer Körperverletzung an Willy Wullschläger verhaftet.
Ruedi, du Lügner! Du hast Susanne auf dem Gewissen! Du!
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