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Vielen Dank.
Wir sind da.
Für euch auch.
Danke fürs Mitnehmen.
Das geht einen Schritt vor.
Seht euch.
Augen geradeaus.
Wirst
du
das lassen?
Füll doch mal noch Zucker.
Zucker haben wir schon lange nicht mehr.
Sebastian.
Karl -Heinz.
Sebastian. Die Eva hat schon gesagt, dass du Fronturlaub hast.
Was ist das denn?
Das ist mein Andenken an die Grimm.
Aber weißt du, so muss ich wenigstens nicht zurück an die Front.
Sebastian, dass ich ausgerechnet dich als ersten sehe.
Lass dich anziehen.
Naja, die Eva wird dich schon ein bisschen rausfüttern müssen.
Kommen Sie jetzt auf, ich fahr dich nach Hause. Danke.
Ja, komm.
Ja, komm.
Die Mitte der Ostfront steht seit dem Beginn des sowjetischen Großangriffs im
Zeichen schwerer Abwehrkämpfe.
Alle Dinge sind doch noch im Fluss.
Am Oberlauf der Berezina sowie westlich und südwestlich von Pollock,
Unsere Anu läuft zum Gegenangriff.
Ja, dann sei Gott den Russen aber gnädig.
Du glaubst immer noch an Wunder, Papa.
Unsere Soldat?
Nicht Papa, bitte nicht.
Die arme Frau Reiber.
Man meint, man könnte so eine Frau trösten, aber für sowas gibt es auch
Trost.
Bitte, Julius, bitte hör auf!
Vaterland gestorben.
Wie froh ich bin, dass wir nur eine Tochter haben.
Und einen Schwiegersohn, Mama.
Ja,
wenn der Krieg noch lange dauert, müssen die auch noch in die Front.
Das wird nicht mehr lange dauern.
Jeder ist angetreten. Wir grüßen unseren heldenhaften Kameraden, Unteroffizier
Karl -Heinz Rombach.
Heil Hitler, Herr Unteroffizier.
Heil Hitler.
Rührt euch, Jungs.
Weiter machen.
wie froh ich bin, dass du endlich da bist.
Peter.
Papa. Komm her, mein Sohn.
Papa,
das kratzt.
Ich glaube, es geht den meisten so.
Meinst du, wo man Tag und Nacht von nichts anderem träumt da draußen?
Kovac zu.
Heute hätten sie uns wenigstens verschwunden können.
Was ist?
Was ist mit Peter?
Meine Mutter kümmert sich um ihn.
Komm wieder ins Bett.
noch nicht in den Keller gegangen sind.
Ja, aber unversichtlich war das schon.
Aber schön.
Wunderschön.
Das habe ich auf einer Patronenhülle gehämmert.
Das Schwierigste war das Scharnier.
Und der Verschluss.
Hier.
Das Bild habe ich immer bei mir getragen.
Jetzt soll es bei dir bleiben.
Und du?
Ich nehme ein anderes von uns mit.
Ist das schön.
Hängst du es mir um?
Vielen Dank.
Danke, ich danke euch allen.
Oh, bitte nur noch ein Stück.
Essen Sie, Herr Pfarrer. Wer weiß, wann es wieder so einen guten Kuchen gibt.
Wenn man nur auf die Lebensmittelkarten angewiesen wäre.
Die Zeiten werden eben härter.
Da müssen wir durch.
Bis zum bitteren Ende, fürchte ich.
Ich an Ihre Stelle wäre etwas vorsichtiger, Herr Pfarrer.
Es ist doch nicht das erste Mal, dass Sie solche Äußerungen machen. Herr
Pfarrer, sag doch nur...
Was immer mehr Leute denken.
Ja, aber solche Leute schwächen unsere Widerstandskraft.
Weißt du, Schwiegervater, an der Front sieht das alles nochmal ganz anders aus.
Papa, kommst du mit mir runter zum Bach? Ich baue einen Staudamm.
Gerne, mein Junge, aber ein bisschen später.
Jetzt isst doch erstmal noch ein Stück von Mamas leckeren Kuchen.
Sag mal, Hilde, wie geht es dir denn?
Mir?
Ich arbeite immer noch im Rathaus.
Ich habe einen guten Chef.
Hast du es gehört, Bürgermeister?
Wenn mich deine Cousine so lobt, das ist gefährlich.
Ich kann das irgendwie hier alles noch nicht begreifen.
Vor drei Tagen noch an der Front und jetzt reden wir über was anderes, Karl
-Heinz. Spiel uns lieber was, Sebastian.
Aber was Lustiges.
Frau Blank, Sie gestatten.
Du spielst so schön.
Schade, dass du dabei selber nicht tanzen kannst.
Ja, das wäre eine Freude mit meinem Krüppelfuß, nicht wahr?
Ach komm, du bist so geschickt damit.
Merkt man ja kaum.
Ja, sag es noch lauter. Dann schicken Sie mich womöglich doch wieder an die
Front. Gell?
Rudolf war einer meiner besten Kameraden.
Wir haben alle geglaubt.
Wenn es einen mich erwischt, dann ihn.
Und dann...
dich bloß auf andere Gedanken.
Lass uns noch einen Schluck Wein trinken.
Ich bin so froh über unseren Jungen und über dich.
Wir haben, wenn das genau ist.
Das wird mir jetzt aber keiner holen.
Pass auf dich auf.
Sprich mit Gott.
Hoch und heilig.
Der Krieg wird nicht mehr lange dauern.
Den Staudamm, den bauen wir, wenn ich wieder da bin, ja?
Ja, Papa.
Achtung, bis fünf Minuten!
Allein!
Habe ich doch noch geschafft.
Sebastian, Gott sei Dank. Hier, das hat mir meine Mutter für dich mitgegeben.
Das ist ja...
Es ist fabelhaft.
Ich danke dir.
Herr Lanz, versorg dich auf, ja?
Mach ich.
Einsteigen!
Komm mal, bitte.
Und du?
Du packst mir auf die Efe auf.
Und den Peter.
Vertraue sie dir an.
Ja, aber das hast du vergessen. Das ist doch schon 15 Jahre her.
Ich weiß, dass ich mich auf dich verlassen kann.
Der Peter, der ist ja noch ein Kind. Und mein Schwiegervater, du weißt ja
selbst, wie verboten er ist.
Du musst es mir versprechen.
Alles gut, Karl -Heinz.
Versprochen.
Meinst du, mein Papa ist jetzt auch Weihnachten, Mama?
Weihnachten ist überall auf der Welt, mein Schatz.
Aber ich meine, ob die auch richtig feiern.
Das weiß ich nicht.
Ich wache auf.
Wo er jetzt wohl ist.
Ja, frohe Weihnachten, Frau Kantor. Oh, danke.
Besuch für euch.
Hallo. Na?
Hallo.
Das ist aber ein schöner Baum.
Den hat mein Vater direkt vom Förster gekriegt.
Beziehungen muss man haben.
Ich habe ein paar Geschenke mitgebracht.
Kriege ich auch eins?
Als ob ich dich vergessen könnte.
Was ist denn da drin?
Das erfährst du erst bei der Bescherung.
Das ist für dich.
Danke.
Magst du noch mitkommen?
Ich fahre noch mit dem Schlitten in den Wald. Das Wild füttern.
Darf ich, Mama?
Mit dem Sebastian immer.
Na komm.
Schön machst du das, mein Kind.
Ach Mama, mir ist ja so elend.
Er fehlt mir so.
Und dann immer diese Ungewissheit, dass man so gar nichts von ihm hört.
Wie bist du bloß an das Wachs gekommen?
Jedes Mal, wenn ich in der Schreibstube war, habe ich ein klein wenig
abgekratzt.
Wenn man wenigstens etwas von zu Hause hören würde.
Es kann lange dauern, bis dieser Scheißkrieg endlich vorbei ist.
Hoffentlich leben wir da noch.
Was war das?
Das war der Markus Kaiser.
Er hat versucht zu fliehen.
Wenn sie dich erwischen, machen sie Kurt ein Prozess.
Willkommen. Von wem?
Von der Grauleitung.
Vater, die Amerikaner legen jedes Dorf in Schutt und Asche, das Widerstand
leistet. Es geht doch aber um unser Vaterland. Vater, es geht ums nackte
Überleben. Der Krieg ist schon lange verloren.
Das musst doch auch du begriffen haben. Sollen wir uns den Kampf los ergeben?
Also.
Du stürzt uns alle zum Glück.
Volkssturmgruppe, angetreten.
Danke. Na, dann kommen Sie mal her, Ortsgruppenleiter.
Die aus Bergweiler greifen die Amerikaner von der Koblerhöhe aus an.
Und wenn ihr nun durch das Eichbachtal bis zur Erlenhöhe vorrückt, nehmen wir
in die Zange. So machen wir es. Die werfen wir zurück. Sollte man nicht auch
eine Panzersperre bauen?
Wir können unser Vaterland nicht mehr verteidigen.
Geschweige denn retten.
Und deshalb befehle ich euch.
Legt die Waffen nieder.
Werft sie alle auf den Wagen.
Wir schaffen es ja auf den Schrott. Was?
Er ist hochberaten.
Dafür werden sie hängen.
Nehmen Sie die Waffe weg, Mann.
Hast du sein Befehl?
Du hast genau eine Minute Zeit, hier zu verschwinden.
Und die Waffen ab!
Der Krieg ist aus. Der Krieg ist aus. Die schicken uns nach Hause.
Schön wär's.
Deutschland hat kapituliert. Das heißt, die Kriegsgefangenen dürfen in ihre
Heimat zurück.
Sven, wir kommen nach Hause.
Komm rein.
Jetzt mach schon mal eine Flasche Champagner auf.
Ich fliege jetzt aus, Opa.
Ja, ja.
Gott und allen Heiligen sei es gedankt.
Ja, endlich.
Jetzt kommt der Papa heim. Jetzt kommt er, ganz bestimmt.
Hier.
Julius Kander.
Mitkommen.
Aber warum denn?
Nichts warum.
Mitkommen. Nein.
Julius.
Schon gut, Kind.
Er hatte sich selber Zeit zu schreiben.
Wenn er doch nur einmal auf mich gehört hätte.
Ich habe von Anfang an gesagt, tritt nicht in die Partei ein. Aber er... Er
hätte einer der Ersten sein müssen.
Aber du hast trotzdem immer zu ihm gehalten.
Er ist mein Mann.
Er hat Fehler gemacht, aber...
Deshalb ist er trotzdem mein Mann.
Du bist ganz schön tapfer.
Weißt du das?
Das sagst du?
Die doch noch viel tapferer sein muss als ich.
Hast du dir denn schon mal überlegt, was wäre, wenn... wenn Karl
-Heinz nicht wiederkommt?
Was redest du da?
Natürlich kommt er wieder.
Das spüre ich.
Hier drin spüre ich das.
Er kommt ganz bestimmt, Mama.
Nein, der Name ist nicht in unseren Listen, Frau Rombach.
Aber das hat zu kurz nach Kriegsende nichts zu bedeuten.
Wir nehmen jetzt das Foto in unsere verschollenen Bildlister auf.
Dann werden alle erreichbaren Heimkehrer aus Krieg und Gefangenschaft befragt,
von denen man annehmen kann, dass sie mit ihrem Mann zuletzt zusammen gewesen
sind.
Haben Sie irgendeinen Rat, was ich sonst noch tun kann?
Im Augenblick?
Ja, wenn Sie Kameraden Ihres Mannes ausfindig machen können, aber sonst...
Sie müssen Geduld haben.
Mit Haar oder ohne?
Mit Haar. Danke.
Schreiben hat mich schon immer unheimlich angestrengt.
Das fällt mir leicht.
Aber wenn nie eine Antwort kommt, ich werde nicht aufhören, meiner Eva
zu schreiben.
Monat für Monat.
Wenn ich aufhöre, ihr zu schreiben, verliere ich die letzte Hoffnung.
Ich werde hier wahnsinnig.
Ich werde hier noch wahnsinnig!
Ich weiß ja noch nicht mal, ob meine Eva und mein Junge noch leben. Das gehört
zur Methode des Iwan.
Entweder sie kassieren die Briefe, die kommen, oder sie schicken deine Karte
nicht weg, oder beides.
Und dann kannst du dir ungefähr denken, was daheim los ist.
Was soll das heißen?
Unsere Frauen sind jung.
Die wollen doch auch leben.
Hör auf damit!
Hör sofort auf damit, Mann!
Du willst mich nicht fangen?
Komm mit mir!
Komm, komm, komm!
Verdammtes Schwein!
Hallo, ich bin bei Tian.
Hallo, Eva.
Wieder nicht, Herr Bestorden.
Was hast du denn da geladen?
Meterholz.
Weißt du, ich nehme von jeder Beuge im Wald eins, höchstens zwei Hölzer. Dann
gleiche ich die Beuge wieder aus.
Das merkt keiner.
Das darfst du aber nicht laut sagen.
Sonst nicht, aber dir schon.
Heute Nacht säge ich das Holz, morgen hacke ich es klein, fülle es in Säcke
Und die verkaufe ich in der Stadt für Brennholz. Kriegst du heutzutage alles.
Ich kann das so sehen.
Nicht?
Ich habe noch eine Idee.
Jetzt will man noch Adler bauen.
Und du? Hättest du immer noch nicht mitkommen?
Nee, das überlebt doch keiner.
Nun kannst du dich быстрiger arbeiten. Was hast du gesagt?
Bitte. Sie?
Sie sind bestimmt Frau Rombach. Die Tochter von Frau Kantor, nicht wahr?
Ja, schon etwa.
Martha Tolczyk.
Das ist Emil, mein Mann.
Wir kommen aus Pommern.
Sind hier bei Ihnen einquartiert worden.
Unten im kleinen Klassenzimmer.
Ihre Mutter hat mir erlaubt, dass ich hier für meinen Mann und mich ein
was koche.
Was ist das?
Bratkartoffeln.
Die mache ich mit Kaffeesalz.
Da werden sie schön braun und knusprig.
Schmeckt gar nicht so schlecht.
Das ist eine gute Kugel.
Das ist der siebte Transport, auf den ich warte.
Ich habe sie nicht mehr gezählt.
Mein Sohn war 18.
Da habe ich ihn zum letzten Mal gesehen.
Vielleicht ist er ja dieses Mal dabei.
Tschüss.
Tschüss.
Das ist doch der Kalli.
Karl -Heinz Rombach.
Den Kalli habe ich zuletzt gesehen, wie er mit einem Spähtrupp los ist.
Das war aber im Herbst 1944, glaube ich. Ja, und?
Von denen ist keiner zurückgekommen. Kein einziger.
Wir waren gestern in der Kirche.
Da waren so viele Mädchen.
So viele Mädchen und so viele Mädchen. Ich war einfach da.
Morgen muss ich wieder rein.
Und die Sammler sind da.
Lass uns einen Kuss trinken. Nimm eine Zigarette.
Wie gesagt.
Was ist hier?
Was ist hier?
Jetzt hätte ich Sie fast eingeschlossen, Frau Rombach.
Sie kommen jeden Tag, um für Ihren Mann zu beten.
Ja.
Bei den anderen ist es seltener geworden.
So, als versickere der Glaube, dass das Gebet Ihnen helfen könnte. Aber Sie?
Ich weiß, dass er lebt und ich bete jeden Tag dafür, dass er wieder
Weiß nicht.
Sie haben es beinahe geschafft.
Toller Kerl.
Bitte.
Sie wissen, was wir mit flüchtigen
Kriegsgefallenen machen.
Wo wollt ihr denn hin?
Der Werk fährt vor dem Papa.
Ich wollte mal nach dem Rechten sehen.
Ist der schon wieder gewachsen?
Ich musste ihm die Hose ein ganzes Stück auslassen.
Was ist denn das für ein Lastwagen?
Ja, den habe ich gekauft.
Erstklassiger Holzvergaser.
All is possible, wie der Amerikaner sagt.
Alles ist möglich seit der Währungsreform.
Die Bauern, es wird allerdings Schluss mit der Herrlichkeit.
Jetzt kommen keine Städter mehr und tauschen ihr Tafelsilber gegen Butter
Eier. Und jetzt gibt es auch keine Lebensmittelkarten und Bezugsschale
Richtig. Schluss mit Schwarzmarkt, Tauschgeschäften und
mag es nachliegen.
Es wird schwer genug werden.
Ich habe noch keine Ahnung, wovon wir künftig leben sollen.
Ja.
Vielleicht mache ich dir einen Vorschlag.
Peter!
Passt du mal mit an?
Ja.
Dann auf.
Was wird denn das, wenn es fertig ist?
Ich mache jetzt Personentransporte in die Stadt.
Kino zum Beispiel.
Weißt du, das Tore hat letzten Sonntag wieder aufgemacht.
Wenn dein Vater zurückkommt, soll er alles davor punkten wie früher.
Mit dem Hammer hat dein Papa früher die Hofeisen geschmiedet.
Wofür ist das?
Damit hat dein Papa begonnen, bevor er in den Krieg musste.
Sollte eine Garderobe für unseren Flur werden.
Meinst du, ich kann sowas auch lernen?
Natürlich.
Dein Vater würde sich bestimmt sehr darüber freuen.
Deine Cousine.
Die weiß, was sie will.
Bloß geht das am Ende dann doch meistens nicht.
Wollte ich überraschen.
Wie oft habe ich in den drei Jahren am Fenster gestanden.
Immer in der Hoffnung, dass du zurückkehrst.
Manchmal habe ich gedacht, wenn ich es dir stark genug wünsche, dann könnte ich
ihn herbeizwingen.
Vielleicht ist es dir ja heute genug.
War es dir schlimm?
Weißt du, nachdem ich gehört habe,
Was man mit den Menschen im Prozess gemacht hat, da... Obwohl man das
auch nicht alles glauben kann. Doch, Julius.
Jedes Wort.
Aber jetzt bin ich nur froh, dass du wieder da bist.
Ohne den Zwölfänder aus unserem Gemeindewald hätte ich dich nicht
Er ist ein leidenschaftlicher Jäger, der Herr Kommandant.
Ich weiß gar nicht, wie ich dir das alles danken soll.
Zumal er es dir ja nicht immer leicht gemacht hat.
Solange er Ortsgruppenleiter war.
Ach, ja, es gab Schlimmere.
Wie du zum Beispiel den Volkssturm nach Hause geschickt hast, das vergesse ich
dir nie.
Und bei keinem haben unsere Kinder mehr in der Schule gelernt als bei dir,
Julius.
Ach, das ist ja nur noch vorbei.
Wer weiß, im Gemeindewald steht noch ein 16 -Ender.
Danke.
Ich bring dich noch nach Hause, Eva. Und die Hilde?
Ach, die wohnt doch gleich um die Ecke.
Aha.
Bist du deshalb nicht wieder zur Schule gefahren? Nein, Hilde.
Mir ist das Holz ausgegangen. Ich wollte den Laster nicht wieder hierher
schieben.
Ja, dann.
Gute Nacht, Hilde.
Fragen wollte Eva.
Bei mir steht jetzt so viel Arbeit an.
Buchhaltung und so.
Weißt du, ich möchte die Personentransporte aufbauen.
Vielleicht kaufe ich mir auch günstig einen Omnibus.
Du hast Mut gepasst, ja.
Naja, da wollte ich dich fragen.
Ich meine, vielleicht kommst du auch auf andere Gedanken, wenn du deine Arbeit
annehmen würdest.
Du meinst, ich könnte bei dir arbeiten?
Das Geld könntest du doch sicher auch gut brauchen.
Ja, schon.
Trotzdem, das kommt doch ein bisschen sehr überraschend.
Überleg das halt.
Schlaf eine Nacht drüber und red mit deiner Mutter.
Mach ich.
Danke.
Gute Nacht, Sebastian.
Schlaf gut, Eva.
Ich finde es sehr anständig von Sebastian Teinert.
Ja, schon.
Man sollte nur bedenken, was die Leute dazu sagen.
Die Leute, die Leute. Es kommt darauf an, was einem selber wichtig ist.
Es geht ja auch um Peter.
Wie soll Eva ihn durchbringen, wenn...
kann Heinz nicht mehr kommen.
Magdalene! Lass mal, Papa.
Den Gedanken kann man nicht ewig verdrängen.
Mama hat recht.
Ich muss sehen, dass ich zu Geld komme.
Ach, der Krieg. Der Krieg hat so viel kaputt gemacht.
Und? Wer hat den angefangen?
Es war halt so eine Übermacht.
Und wenn der Amerikaner stillgehalten hätte? Julius!
Ich bin schon still.
Am besten ich gehe zu Munzinger. Der hat vielleicht Arbeit.
Der war ja auch mal ein alter Parteigenosse.
Ja und?
Es kann doch nur nicht alles schlecht gewesen sein.
Wann lernst du endlich mal etwas, Julius?
Als du aus dem Internierungslager kamst, habe ich gedacht, du bist ein bisschen
gescheiter geworden.
Bin ich schon.
Ich glaube, ich mache das.
Ich sage dem Sebastian zu.
Lächelst du zur Mama?
Ich freue mich.
dass du wieder ein bisschen Anschluss findest.
Mama, es geht um Arbeit.
Ja, ja.
Und der Peter versteht sich ja auch sehr gut mit dem Sebastian.
Und, hat es dir gefallen?
Ja, wunderschön war.
Wie die Viktoria getanzt hat.
Die roten Schuhe.
Ich wollte dir noch sagen, wie froh ich bin, dass du jetzt für mich arbeitest.
Wenn du mit mir zufrieden bist?
Zufrieden ist gar kein Ausdruck.
Dass ich den ganzen Schreibkram und die Rechnerei jetzt nicht mehr machen muss,
ist für mich ein Geschenk des Himmels.
Janette Kielmeier bekommt jetzt ihre Kriegergetrennte.
Sie hat einen Mann für tot erklären lassen.
Das geht halt nicht anders.
Zwei Kameraden haben ausgesagt, dass er wahrscheinlich gefallen sei.
Wahrscheinlich.
Du weißt doch, wie es ist.
Entschuldige. Es tut mir leid, ich hätte nicht davon anfangen sollen.
Nein, nein.
Lass nur.
Ich habe ja selber schon darüber nachgedacht.
Aber den eigenen Mann, das Liebste, was man hat, selber für tot
erklärend, das ist... Ich weiß nicht, dass...
Als ob man ihn umbringen würde.
Und er kann sich nicht dagegen wehren.
War es schön gestern mit dem Sebastian?
Der Film hat mir unheimlich gut gefallen.
Den Film habe ich jetzt weniger gemeint.
Ach, Mama.
Er wäre auch ein guter Vater für den Peter.
Hallo.
Guten Tag.
Ja, bitte?
Entschuldigen Sie.
Sind Sie Eva Rombach?
Ja. Warum?
Ilsenau, mein Name.
Sven Ilsenau aus Cuxhaven.
Ja, und?
Warte mal, Mama.
Elsenhaus, wenn... Der Karl -Heinz hat doch von einem Kriegskameraden erzählt.
Ja, genau, da bin ich.
Ist der Karl -Heinz denn da?
Ob er... Ob er da ist?
Ja, bei uns hat man gemunkelt, er sei durchgekommen.
Wie durchgekommen?
Er ist aus dem Kriegsgefangenenlager geflohen.
Ja, aber er ist nie hier angekommen.
Dann hat der Ivan ihn doch gekriegt.
Verflucht.
Er war so ein feiner Kamerad.
Was haben die Russen denn gemacht, wenn sie einen erwischt haben?
Ersparen Sie mir die Antwort.
Eva?
Eva?
Eva?
Ein lieber Mensch.
Ich habe ein bisschen was zu essen.
Mama,
der Karl -Heinz kommt nicht mehr.
Was habt ihr denn jetzt schon wieder verbrochen?
Hattet ihr nicht dafür, wenn ihr bergunter kommt?
Ja, ich romba.
Tag, Hilde. Tag.
Ich möchte zum Bürgermeister.
Ich weiß nicht, ob der jetzt Zeit hat.
Dann frag ihn bitte.
Stimmt das?
Warst du im Kino?
In die roten Schuhe?
Wer hat dir denn das erzählt?
Du? Ganz allein mit dem Sebastian?
Ja, stell dir vor.
Naja, du bist ja jetzt auch tagsüber öfter bei ihm.
Schließlich arbeite ich in seinem Büro.
Ja, da wundert man sich.
Ich meine, das bisschen, was da zu tun ist, das könnte ich ja nach Feierabend
nebenher noch machen.
Ja, dann solltest du dich vielleicht bei ihm bewerben.
Kannst du gerade mal einen Brief an den Herrn Kreisgutmann lassen aufrufen?
Eva.
Dass du dich auch mal bei mir sehen wirst?
Oder besuchst du nur deine Cousine?
Nein, ich wollte schon zu dir anselmen.
Ja, dann nichts wie rein in die Kultistube.
Den Brief leg dir ich dir dann später.
Du
kannst
dir denken, dass mir das nicht leicht fällt.
Das fällt keiner Frau leicht.
Man kommt sich so ein bisschen vor, als wäre man Herr über Leben und Tod näher.
Aber seit sein Kamerad aus dem Gefangenenlager bei uns gewesen ist...
verstehe dich doch gut.
Also dann, erkläre ich dir mal die Formalitäten, die dazugehören, wenn man
für tot erklären will.
Wenn du willst, kannst du den Antrag gleich hier ausfüllen.
Ich gebe dann meine Stellungnahme dazu.
Und du holst die Aussage von diesem Sven sowieso, ja? Sven Elfenau.
Ja, die holst du ein.
Und dann fordern wir noch die Stellungnahme von der DAK -Suchstelle.
Ach, Anselm.
Ich möchte doch lieber warten.
Ich verstehe nichts.
Geh weg.
Geh weg von hier.
Loslassen, Handwände anziehen.
Hier.
Ganz feste anziehen.
Und jetzt Motor aus.
So, jetzt machen wir das Ganze nochmal trocken.
Kupplung treten.
Ich glaube, ich lerne das nie.
Natürlich, ja.
Was ist das?
Habe ich Geburtstag?
Das neueste Modell.
Ich habe doch gesagt, inzwischen gibt es wieder alles.
Langsam werden wir ein richtig moderner Betrieb.
Ja?
Das ist gerade dir gesagt.
Das ist mir nur so rausgerutscht.
Es muss natürlich heißen, dein Betrieb.
Nicht unbedingt.
Bitte.
Ich wollte dich schon die ganze Zeit fragen.
Glaubst du wirklich, dass der Karl -Heinz wiederkommt?
Warum fragst du mich? mich das gerade jetzt?
Das kannst du dir doch denken.
Ich hab dich schon immer... Ich bin schon immer in dich verliebt gewesen.
Aber du hast dich an Karl -Heinz verliebt.
Ausgerechnet an meinen besten Freund.
Aber du hast es ihm nie übel genommen.
Sowas kann man nicht übel nehmen.
Traurig sein kann man.
Unglücklich. Aber übel nehmen.
Ja, und jetzt ist ja alles anders.
Du weißt so gut wie ich, dass der Karl -Heinz wahrscheinlich nicht wiederkommt.
Wir könnten doch... Wir beide... Sebastian, bitte.
Es passt alles so gut zusammen.
Peter mag mich auch. Ich ihn sowieso.
Wir können gemeinsam unseren Betrieb ausbauen. Ich habe noch so viele Ideen.
Trotzdem, bitte.
Ich werde alles für dich tun, Eva.
Nimmst du mich am Wochenende mit in die Stadt?
Well, I don't care about a lot of money.
I don't care about jars of honey.
I don't care if it's raining outside now.
I just wanna hold you tight.
People say don't count your chickens before they get to hatching.
But I really don't want to wait so I can make sure it's you I...
Zwei Whisky on the rocks.
Du kennst dich aus, was?
Ja.
Worauf warten Sie denn?
Auf den Bus nach Kirchau.
Der nächste geht morgen früh um sechs.
Aber da ging doch immer einer um.
Zwanzig nach zehn.
Die gibt's schon lange nicht mehr.
Geht's dir gut?
Ich will leben, Sebastian.
Endlich wieder leben.
This special feeling, so rare and so dear.
Love in the springtime.
So be it, Samir.
Woher sind Sie?
Erkennst du mich nicht?
Woher soll ich Sie kennen?
Papa?
Ja.
Ich bin dein Vater.
Das ist doch nicht möglich.
Das muss doch gleich der Frau meilen.
Und im Wirtsort werden Sie auch noch sitzen.
Ich weiß
nicht,
ob ich überhaupt jemals in meinem Leben so glücklich gewesen bin.
schon ganz unruhig wegen Peter.
Meine Eltern sind doch verreist.
Ach komm, der schläft doch längst.
Lass uns mal ein bisschen reden.
Karl -Heinz?
So bleich und so dünn wie der Ill.
Der Junge hat ihn uns gar nicht erkannt.
Und er hat gerettet, weil er die Frau nicht darf.
Es ist alles so unmöglich.
Es ist, weißt du, als ob die ganze Welt um mich rum hinter einer dicken
Milchglas -Schale wäre.
Du brauchst Zeit, Karl -Heinz.
All die Jahre habe ich nur für diesen Augenblick gelebt.
Es ist auf einmal da.
Und du meinst,
der Himmel müsste runterkommen.
Aber da kommt nichts runter.
Ach, Karl -Heinz.
Das Medaillon hier.
Du bist müde.
Leg dich hin.
Ich bring dir dein Wegzeug.
Du kannst in meinem Bett schlafen.
Danke.
Wenn ihr wollt.
Wo ist denn der Papa? Der wäscht sich in der Küche.
Deine Mutti gar nicht da? Doch, doch.
Na, wie war das Wiedersehen? Ich habe jetzt leider gar keine Zeit.
Hier, als Begrüßungsgeschenk. Danke.
Ah,
der Bürgermeister.
Eva?
Eva?
Also, ich habe es gar nicht glauben können, als ich es gehört habe.
Danke, Anselm. Vielen Dank.
Weiß doch nicht umsonst, dass Sie jeden Tag den Gott gegeben hatte in der Kirche
waren, um für Ihren Mann zu beten.
Ja, ich hänge dir das gleich auf.
Schön, dass du wieder da bist.
Das ganze Dorf freut sich mit euch.
Unser Nachmittag, da wird gefeiert.
Gott sei Dank, dass dich die Russen freigelassen haben.
Das hast du alles ganz allein gemacht.
Der Sebastian hat mir geholfen.
Ach, der Sebastian.
Wundert mich, dass der sich noch gar nicht bei mir gemeldet hat.
Also, da muss doch was zu machen sein, Herr Bürgermeister.
Wir können doch der Familie Rombach nicht weiter den Platz wegnehmen.
Ja, dann kommen Sie morgen mal aufs Rathaus.
Im Burgwall wird eine Dreizimmerwohnung frei.
Ach, das ist ja wunderbar.
Emil, hast du das gehört? Die schaust du dir gleich morgen an. Wie du meinst,
Martha. Ich habe Ihnen noch gar nicht zu Ihrer Wiedereinstellung als Lehrer
gratuliert. Oh, danke.
Ja, gleich nach fünf Sommerferien geht es wieder los.
Haben Sie sich eigentlich auch an der Unterschriftenaktion für mich beteiligt?
Nein, das habe ich nicht.
Aber die hat es ja eigentlich auch gar nicht bewirkt.
Sondern der Sechzehnänder im Gemeindewald, den der Kreiskommandant
dürfen. Na ja, dann weiß man ja wenigstens, was man als Lehrer wird.
Immerhin. Einen kapitalen Hirsch.
Na, was sagst du zu deinem Sohn?
Den Staudamm hat er wirklich sehr schön gemacht.
So viele Leute.
Ach, da ist ja die Hilde.
Hallo, Hilde.
Schön, dich zu sehen. Auf meiner Seite.
Hat dir der Bürgermeister eigentlich erzählt, dass Eva bei ihm gewesen ist?
Nein, warum?
Naja, wenn man seinen Mann für tot erklären lassen will, dann muss man aufs
Rathaus.
Was?
Sie wollte mich... Sie hat eben ein neues Leben beginnen wollen.
Was denn für ein neues Leben?
Hatten dich noch nicht darüber gewundert?
Dass der Sebastian nicht da ist?
Mein bester Freund.
Ach, ihr Lieben.
Jetzt spiele ich uns erst mal ein Willkommenslied.
Karl -Heinz?
Karl -Heinz?
Da bist du ja.
Komm her.
Karl -Heinz, ich hab dir gesagt, du sollst herkommen!
Wenn du Hurest mit meinem besten Freund treiben kannst, dann treibst du wohl
auch mit deinem eigenen Mann!
sie dir anvertraut.
Ich habe zu dir gesagt, passe auf sie auf.
Was hast du gemacht?
Du hast die Situation schamlos ausgenutzt.
Sie hat fünf Jahre auf dich gewartet.
Das Einzige, was sie gehört hat, ist, dass du wahrscheinlich tot bist.
Dann hast du dir gedacht, ja wunderbar, endlich ist der Weg frei.
Frag doch die Leute.
Keiner hat geglaubt, dass du jemals wiederkommst. Aber ich bin hierher
Und sie ist meine Frau.
Du warst mal mein allerbester Freund.
Du hast mich verraten.
Du hast mich hintergangen und verraten. Du bist ein...
Verstande!
Hört auf die Leute!
Keiner hat geglaubt, dass du hierher kommst. Ich bin wiedergekommen.
Wo ist denn der Papa?
Ich weiß es nicht, Peter.
Ich weiß es noch nicht.
Eva, du solltest mal eine Pause machen.
Warum?
Ich bin nicht müde.
Aber du bist nicht mehr du selber.
So kann das doch nicht weitergehen.
Was denkt er sich eigentlich?
Was weiß er denn darüber, wie wir gekämpft haben hier all die Jahre?
Er glaubt, er ist was Besseres, nur weil er im Krieg war.
Und weil er in der Gefangenschaft so gelitten hat.
Aber muss man sich darauf wirklich was einbilden?
Haben wir es denn nicht auch schwer gehabt?
Du darfst jetzt aber auch nicht ungerecht sein. Ungerecht? Wer ist denn
ungerecht? Ich gehe ein bisschen Fahrrad fahren.
Schulaufgaben fertig, Schatz? Den Rat schaffe ich heute Abend.
Peter?
Hallo, Papa.
Wann hast du mich denn gefunden?
Wo hättest du denn sonst sein sollen?
Warum bist du abgehauen?
Das verstehst du nicht.
Bin ja nicht blöd.
Er hat Streit gehabt für den Mann.
Aber warum verträgst du dich nicht wieder mit ihm?
Das ist alles nicht so einfach.
So eine Transformator -Kette gar nicht.
Vielleicht schafft der Sebastian sowas.
Der wäre der Letzte, den ich fragen würde.
Hey Peter, na, wie sieht's aus?
Hast du einen Transformator?
Wofür brauchst du einen Transformator?
Nicht ich, mein Papa.
Zum Starkstrom umwandeln.
Du kannst ja das Essen auch ganz einstellen, Eva.
Ich weiß, wo der Papa ist.
Und du kannst es dir auch denken.
Ja, aber ich werde ihm nicht nachlaufen.
Du müsstest ja auch nicht laufen.
Der Sebastian leiht uns einen Laster.
Du kannst ja jetzt auch fahren.
Was soll denn das heißen? Dann könnten wir den Papa auch gleich in den
Transformator bringen.
Peter hat mit mir geredet.
Ich halte dir noch schnell den Kettel ein.
Wer sagt denn, dass ich fahren will?
Ich bin da zwar bestimmt nicht der richtige Ratgeber für dich, aber wie der
Peter bei mir war, habe ich gedacht, es ist besser so.
Weißt du nicht, was der Karl -Heinz mir angetan hat?
Nein, aber ich kann mir vorstellen, wie es in ihm ausschaut.
Jetzt, wo er das zwischen uns weiß.
Sebastian, ich weiß überhaupt nicht mehr, was richtig ist.
Woher soll man das auch wissen in dieser Zeit?
Aber verstehen kann ich ihn auch.
Fahr zu ihm.
Den Transformator hab ich ihn aufgeladen.
Du hast mir immer noch nicht gesagt, warum der Papa abgehauen ist.
Das hat nichts mit dir zu tun.
Mit dir?
Ja, mit mir.
Und mit dem Sebastian.
Ach so.
Dir ist der Papa doch lieber, oder?
Auf jeden Fall sind wir eine Familie.
Wir Frauen haben vieles lernen müssen, solange unsere Männer im Krieg waren.
Papa!
Wir haben den Transformator mitgebracht.
Ehrlich?
Wo habt ihr den denn her?
Der Sebastian leitet ihn dir.
Dann könnt ihr ihn gleich wieder mitnehmen.
Du meinst, du kannst deine eigene Frau vergewaltigen und danach auch noch
beleidigt sein?
Dass ich so für dich hergefallen bin, das tut mir unendlich leid, aber... Aber
was?
Haben wir vielleicht die Verhältnisse geschaffen?
Bin ich jetzt am Ende schuld an diesem Scheißkrieg und an allem, was er an
Unglück über uns gebracht hat?
Andere Frauen sind ihren Männern auch treu geblieben.
Und woher weißt du das?
Bitte?
Ich habe lange, sehr lange und standhaft gehofft.
Länger und standhafter als viele.
Ich habe deinen Sohn geschützt und großgezogen.
Und niemand wird mir nachsagen können, ich hätte das nicht gut gemacht.
Oder wehleidig rumgeheult.
Und als dann alle gesagt haben, dass du nicht mehr kommst... Ich bin aber
gekommen! Ja, aber daran hat doch schon lange keiner mehr geglaubt.
Schon sehr lange.
Jeder hat nur gesagt, Eva, sei vernünftig.
Denk an deine Zukunft, denk an dein Kind. Sieh zu, wie du überlebst.
Und dann ist Sven Elsenau gekommen.
Sven?
Der hat mir dann die letzte Hoffnung genommen, dass du deine Flucht überlebt
hast.
Dann hast du mich für tot erklären lassen.
Ich habe es mir überlegt.
Das gebe ich zu.
Du hast es getan.
Du warst doch mein Bürgermeister.
Ja.
Aber im letzten Moment habe ich es dann doch nicht getan.
Freilich, als Sven gekommen ist und gesagt hat, dass da gar keine Hoffnung
ist. Da habe ich von dir Abschied genommen.
Ganz für mich allein.
Du glaubst ja gar nicht, wie schwer das war.
Unendlich schwer.
Und wie lange ich davor mit mir gerungen habe.
Meinst du, ich hätte nicht gewusst, dass ich mich damit schuldig machen könnte?
Aber du hättest mir doch an ihm getan.
Ja.
Ein paar Tage bevor du zurückgekommen bist, habe ich mich dazu entschlossen.
Dann ist ja alles klar.
Was ist denn da?
Gott,
da hätte sonst was passieren können.
Da haben wir schon ganz andere Sachen gemeistert.
Wir zwei.
Komm, mein Schatz.
Kommst du nicht mit, Papa?
Vielleicht später.
Irgendwann mal.
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