All language subtitles for Die Rote Kapelle - Teil 6 - Der neue Mann [German]

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Original subtitles

Nach der Liquidung der roten Kapelle in

Berlin und der Verhaftung des

Kommentarenfunkers Johann Wenzel in

Brüssel gibt es für den sowjetischen

Agentenchef in Westeuropa Leopold

Trepper, genannt der Grandche Chef,

keine Möglichkeit mehr mit der Zentrale

in Moskau Kontakt aufzunehmen. Ab

spätsommer 1942 konzentriert sich das

Interesse der Gestapo ganz auf ihn.

Zu diesem Zweck hat man im Reich

Sicherheitshauptamt ein Sonderkommando

unter Leitung von Kriminalkommissar Karl

Giring gebildet, das sich unverzüglich

nach Paris begibt, um die Jagd auf den

Grandchef zu beginnen. Giering, ein

erfahrener Kriminalist und Piepe, der

erfolgreiche Agentenjäger der Abwehr,

bilden von jetzt an ein unzertrennliches

Verfolger. Zunächst haben sie mit ihren

Aktionen nur wenig Glück. Ein fingiertes

Diamantengeschäft misslinkt völlig.

Als Ging und Piepe die Falle zuschnappen

lassen wollen, ist der Grandchef schon

längst untergetaucht.

Er gibt seinem Sekretär und Freund Hilel

Katz den Auftrag, alles geheime Material

aus ihrer Tarnfirma Simex verschwinden

zu lassen. Mehr Glück haben Geiering und

Piepe, als sie durch Mittelsmänner

erfahren, dass Kent, der wichtigste

Mitarbeiter des Grand Chef, mit seiner

Freundin Margarete Barca in Marseille

untergetaucht ist und dort das sorglose

Leben eines Mannes führt, der vom Krieg

Urlaub genommen hat. Sie schicken den

Kommunistenexpertenkriminalrat Bömelburg

mit dem Auftrag nach Marseille Kent zu

verhaften und aus dem unbesetzten

Frankreich nach Paris zu schaffen.

Eiskalt erpresst Bömelburg, dem

Kenzbindungen an die Jüden Margarete

Barsa bekannt sind, den Agentenchef und

zwingt ihn zur Zusammenarbeit mit der

Gestapo.

Da sich Kent aber konstant weigert, den

Grand Chef zu verraten, muss die Gestapo

zu einer anderen List greifen.

Sie verhaftet den ahnungslosen Siimex

Geschäftsführer Corbin und versucht

damit dessen Frau zu zwingen, alles was

sie über den Grand Chef weiß Preis

zuugeben. Dabei nennt Frau Corbin auch

die Adresse des Zahnarztes Dr. Malle

Plate. Als Trepper zur Behandlung bei

Dr. Mal Plate erscheint, sind bereits

alle Maßnahmen zu seiner Festnahme

getroffen.

Leopold Trepper alias Jean Gilber sieht

ein, dass es keinen Sinn mehr hat, sich

zu wehren und ergibt sich. Bei der

folgenden Siegesfeier der Gestapo verrät

Giering dem Kriminalrat Bömelburg, dass

der Grandchef nicht liquidiert, sondern

umgedreht und für ein Funkspiel mit der

Zentrale gewonnen werden soll.

Wir steigen hoch ein, wenn das nur

schief geht.

Müller will den Plan decken.

Kaltenbrunner wurde informiert.

Tatsächlich. Kaltenbrunner ist dafür.

Oh,

er ist nicht dagegen.

Wie ich ihn kenne, wird er fasziniert

sein von der Idee, die russischen

Agenten umzudrehen und für uns arbeiten

zu lassen.

Was wird H Tim Himmler dazu sagen?

Nichts. Er hat es abgelehnt Kenntnis

davon zu erhalten.

Glauben Sie im Ernst, dass die Russen

auf sowas reinfallen?

Die merken doch sofort, dass man nur

versucht einen Keil zwischen Sie und die

Westmächte zu treiben.

Das sind nicht unsere Sorgen, lieber

Piepe. Darüber sollen sich die hohen

Tiere in Berlin den Kopf zerbrechen.

Unsere Aufgabe ist es, das Netz zwischen

Moskau und der roten Kapelle unter

Kontrolle zu bekommen. Sonst nichts.

Wenn wir alle Spione erschießen lassen,

haben wir nicht den geringsten Vorteil.

Für jeden toten Agenten kommen zwei neue

und wir können wieder von vorne

anfangen. Art Infinitum.

Nur durch das Funkspiel können wir die

Sache in den Griff bekommen. Dann wissen

wir endlich genau, wo welcher Agent was

tut.

Die Russen haben keine Ahnung, dass

nicht nur ihre Agenten, sondern sie

selbst für uns arbeiten.

Ja, das ist sehr kühnen, sehr

faszinierend, das muss ich zugeben.

Aber

sie wollen dem Feind also echtes

Material in die Hände spielen.

Information über die militärische Lage,

Rüstung, Truppenstärke und so weiter.

Sorgfältig ausgewähltes Material

versteht sich genau kalkuliert in

homöopathischen Dosen.

Ich möchte nicht wissen, was das

Oberkommando der Wehrmacht dazu sagt.

Das OK bereits zugestimmt.

Für uns die rein militärische Abwehr

hat sich die Zusammenarbeit mit der

Gestapo ziemlich äh

na ja, sagen wir schwierig gestaltet.

Erstaunlich, dass sie mich über alles

informieren.

Um ganz ehrlich zu sein, lieber Piepe,

ich brauche Ihre persönliche Hilfe.

Die Zeit läuft mir davon. Ich bin

herzkrank. Die Kogakpumpe will nicht

mehr so recht.

Und wenn was passiert, dann sind Sie der

einzige, der das hier zu Ende führen

kann.

Und jetzt dann werde ich sie über alles

auf dem Laufenden halten. Aber sprechen

Sie mit niemand darüber, vor allem nicht

mit Bömelbruck.

Wenn der das erfährt, dann werde ich

sofort aus Gesundheitsgründen abgelöst.

Und bevor ich einen kalten Arsch kriege,

da muss ich die Genossen geschnappt

haben.

Sie entscheiden, was mit ihnen wird.

Entweder sie sagen aus und arbeiten mit

uns zusammen

oder wir stellen sie an die Wand.

Sie sind kein Verräter. Klar, aber wem

nützen Sie damit?

Sie sollten sich einmal überlegen, ob

sie für ihre Leute, für Ihr Land, jawohl

für Russland und bitteschön für sich

selbst nicht mehr erreichen, wenn sie

mit uns ins Gespräch kommen.

Kennt haben wir schon umgedreht. Es war

verhältnismäßig einfach. Unsere

Gegenleistung, keine Hinrichtung, kein

Konzentrationslager.

Er darf mit seiner Freundin Barsa

Judin zusammen bleiben. Wohnung in

Paris.

Leben eigentlich fast wie vorher.

Wir beide sind doch Profis, sie und ich.

Es wird ih nicht schwer fallen, meine

Absicht zu begreifen. Sie würden an

meiner Stelle genauso handeln. Ich würde

sagen, der Plan müsste einen Profi doch

gerade zu begeistern.

Ich habe vor, den Funkverkehr zwischen

Ihnen und Moskau wieder aufzunehmen und

zwar von Marseille aus. Da steht nämlich

immer noch das Funkgerät, das wir bei

Kent gefunden haben.

Sie und Kent sollen hier in Paris mit

uns das Material zusammenstellen, das

dann per Fernschreiber nach Marseille

weitergeleitet und nach Moskau gefunkt

wird.

Selbstverständlich senden wir nur

Meldungen, die in unserem gemeinsamen

Interesse sind.

Mit Kenterlein geht es auch nicht ganz

so gut, zugegeben, aber es geht.

Er wird dann von ihrem Ende nach Moskau

berichten. Sie hätten alles verraten, um

ihr Leben zu retten, aber man hätte sie

trotzdem aufgehängt.

Zu ihrer Information, Kent arbeitet

bereits für uns.

Im Augenblick ist auf dem Weg nach

Marseille.

Ich

träume PT Chef. Erst kommt die Arbeit,

dann das Vergnügen.

Funkstelle Marcel wie befohlen.

Einichtet der Kriminal. Geh

die Funksprüche, die aus Moskau

eintreffen, werden hier verschlüsselt

und über den Fernschreiber zum

Sonderkommando nach Paris weitergeheben.

Umgekehrt ist es genauso. Alle

Meldungen, die der da verschlüsselt hat,

werden

das nicht der da, das ist der PT Chef.

Merken Sie sich das?

Jawohl, Herr Kriminalrat.

Alle Meldungen, die der Pity Chef in

Paris verschlüsseln wird, werden hier

per Fernschreiber von uns angenommen.

Etwas umständlich, lieber PT Chef

zugegeben, aber wir müssen ja damit

rechnen, dass Moskau den Standort des

Senders anpeilt und der muss ja dann in

Marseille stehen. Logisch, nicht wahr?

Ja, sehen wir uns den Sender mal an.

Zum Wohl, Pethef.

Wollen Sie wirklich nichts essen?

Tja, ich habe habe mir ihre Akte kommen

lassen, allen Respekt. Die paar Leute da

in Brüssel geleistet haben, vor allem

unser PT Chef, da kann man nur den Hut

ziehen.

Wenn unsere Spionage so funktionieren

würde, dann hätten wir den Krieg längst

gewonnen.

Verzeihung Herr Kriminalrat eine Sorge.

Eine große Sorge habe ich. Die Russen

dürfen auf keinen Fall dahinter kommen,

dass ein neuer Mann an der Taste sitzt.

Wieso? Wie sollen sie ihn das?

Ein Fachmann der Kriminalrat merkt

sofort, wenn ein neuer Mann funkt. Jeder

Funker hat seine eigene Handschrift,

nämlich den Anschlag an der Morsetaste,

seinen eigenen Rhythmus beim Geben.

Interessant. Aber ich kann Sie

beruhigen, Lydos. Unser PTF hat bereits

erklärt und ich glaube ihm, dass ein

Funkgerät hier Marseille noch nicht im

Betrieb war. Es gibt also keine

Handschrift aus Marseille.

Sie werden kennt sein.

An der Mors Taste.

Wieder nicht. Probieren Sie noch mal.

Immer wieder. Immer wieder.

Sie haben inzwischen einen

Funkverkehrsplan geändert.

Versuchen Sie es über PTX5.

Wenn du uns aufs Kreuz gelegt hast, bist

du dran.

เฮ

Musk da endlich

sofort die Meldung durchgeben.

Von Kent an Direktor, der ruhmreichen

roten Armee unseren Glückwunsch zum

entscheidenden Schlag gegen die

Hitlerfaschisten in Stahlingrad.

Technische Schwierigkeiten und

Verfolgung durch Gestapo Agenten

hinderten uns ein Jahr lang unserem

Beitrag zum großen Vaterlindischen Krieg

zu leisten. Nach Ausbau eines neuen

Sicherungssystems sind wir jetzt in der

Lage, unseren Kampf gegen die

faschistischen Okupanten fortzusetzen.

Sofort dechiffrieren. Pyche Chef. Na,

mach schon.

von die Rektor an Kent danken für

brüderliche Grüße und äh und erwidern

Sie. Beantworten Sie sofort die

Kontrollfrage:

An welchem Tag starb ihr Vater?

Mein Vater lebt in Leningrad.

Verschlüsseln und sofort durchgehen.

Die letzten Funksprüche.

Direktoren kennt.

Kennt an Direktor.

Kennt an Direktor.

Bitte.

Sie müssen nicht denken, dass wir sie

übers Ohr hauen wollen. Ich werde ihn

Gelegenheit geben, sich von der Echtheit

des Materials zu überzeugen. Persönlich

zu überzeugen.

Sie sehen, wir sitzen mittendrin in

ihrer Zentrale.

Ich brauche mich nur in ihre Lage zu

versetzen. Vertauschte Rollen hätte ja

leicht sein können.

Was werde ich tun? Was kann man

überhaupt in so einer Situation tun?

schweigen und erschießen lassen für

nichts und wieder nichts, denn das

Funkspiel läuft ja ohne mich.

Nein,

die einzige Chance noch etwas

unternehmen zu können, heißt mitmachen.

Die einzige Chance meine Leute zu

retten, heißt mitmachen.

Und die einzige Chance an meine Zentrale

heranzukommen heißt mitmachen. Können

Sie mir folgen.

Wie ist Ihr Deckname im Funkverkehr mit

Moskau?

Warte.

Wer sind Sie?

Wie heißen Sie?

Ich bin bereit Ihnen vieles zu sagen,

aber nicht alles.

Ist das eine Basis?

Ja, einverstanden.

Und noch eine Bedingung.

Alle Leute, die Sie schon gefasst haben

und die Sie

die wir mit ihrer Hilfe noch fassen

werden.

Keine Hinrichtung, keine

Konzentrationslager.

Sie eingeschlossen natürlich.

Und ich will überzeugende Beweise, dass

Sie ihr Wort halten.

Ja, einverstanden. Und jetzt werden sie

sicher ihren engsten Mitarbeiter Herrn

Katz bei sich haben wollen.

Versorgen Sie mir eine Ansichtskarte vom

Eiffelturm.

Guten Morgen, ihre Postkatz. Danke

leiber.

Wir müssen mit diesen Herrn

zusammenarbeiten. Andre

mit uns, Herr Katz.

Wenn Sie nicht antworten, hole ich mir

von meiner Vorgesetzten Berte die

Erlaubnis zum verschäffener.

Ich frag nochmals,

wer ist Frederik?

Beim Verschärften Verhörter.

Das halten sie nicht aus.

Also,

nur reden sie doch. Sie stehen das nicht

durch.

Wer ist Frederik?

Wer ist da? Die concierge

was gibt später sie bitte Baron.

Sie sind Baron Maximovsch. Ziehen Sie

sich an Frederik und packen Sie ihr

Köfferchen. Sie sind verhaftet.

Retter muss sich um ein Missverständnis

handeln. Gegen Sie liegt ein Haftbefehl

vor. Es wird sich alles aufklären.

Stand sie auch was. Lassen Sie alle

stehen und liegen und kommen Sie mit.

Durchen. Ich werde Ihnen dankbar Herr

Oberst, wenn Sie sich zur Beantwortung

von ein paar Fragen zu unserer Verfügung

halten würden. Was soll das heißen? Ein

paar Fragen? General von Schaumburg wird

so eben in Kenntnis gesetzt. Alles

andere wird sich sicherlich, wie sie so

eben sagten, aufklemmen.

Wo Großvogel steckt, wissen Sie nicht.

Sie werden doch nicht auf ihn verzichten

wollen.

Er ist in den Süden gefahren. Mehr weiß

ich nicht von ihm.

Sie rücken im erst dann mit den

Tatsachen heraus, wenn man ihn die

Pistole auf die Brust setzt.

Was würden Sie an meiner Stelle tun?

Wir haben einen Vertrag geschlossen. Sie

und ich. Muss ich Sie immer wieder daran

erinnern?

Entweder sie erzählen uns alles

oder wir senden einen Funkspruch nach

Moskau.

Großvogel hat eine Freundin.

Sie heißen Simon Felder, geboren am 31.

Juli 1919 in Brüssel ledig. Sie arbeiten

in der belgischen Handelskammer und sind

die Geliebte von Leo Großvogel. Sie

haben ihn zum letzten Mal im November

gesehen, kurz vor seinem Verschwinden so

um dem 15. herum.

Sie sehen, wir wissen alles. Sie können

uns nichts verheimlichen.

Wie sind Sie mit ihm verblieben?

Ich habe Sie was gefragt.

Er wollte sich mit mir treffen.

Wo?

Leo,

ne du die Hände hoch.

Wer hat diese Verhaftungen angeordnet?

Ich will endlich über die Kompetenzen

Bescheid wissen. Wer ist Leiter des

Sonderkommandos? Sie oder sie?

Herr Piepe? Herr Bürmelburg in seiner

Eigenschaft.

Ja,

hier ist der Mann von Bahnhof Rasser

Direktor.

Sind Sie geschlagen worden?

Nein, mein Herr, er ist bloß ausgerutsch

der Hauptmann.

Sind Sie ausgerutscht?

Bei Ihnen rutschen ziemlich viele

Häftlinge aus, Herr Kriminalrat.

Kriminaldirektor seit vorgestern

Kriminaldirektor.

Nehmen Sie den Mann mit.

Ich

stelle fest, in ihrer Dienststelle

werden ungesetzliche Verhörmethoden

angewandt. Nach unseren Vorschriften

muss für verschärfte Verhöre in jedem

Fall eine Genehmigung aus Berlin

vorliegen. Verstöße gegen diese

Anordnung sind mir nicht bekannt. Herr

Piepe,

ausrutschen, ausrutschen. Sie wissen

doch ganz genau, dass ihr keine

Häftlinge ausrutschen.

Der Grandchef ist noch nicht

ausgerutscht, Herr Pie.

Man muss eben richtig laufen lernen bei

uns.

Ich sehe mir diese Schweinereien nicht

mehr länger mit an. Das im Verbrechen im

Amt. Ich werde Meldung erschatten.

Bitte erstatten Sie. Es freut mich, dass

Sie sich neuen Aufgaben zuwetten wollen.

Herr Piepe, würden Sie bitte mit mir mal

rüberkommen?

Bitte nehmen Sie Platz.

Danke.

Weshalb ich Sie hierher gebeten habe,

wenn Sie bitte Kenntnis nehmen wollen.

Die rote Kapelle fällt ab sofort

ausschließlich unter die Kompetenz des

Reichssicherheitshauptamtes.

Ich danke Ihnen für ihre Mitarbeit.

Tut mir leid.

Willkommen in. Na, was sagen Sie zu

ihrem neuen Domicil? Ihr lässt sich doch

leben. Hier finden sie die nötige Ruhe

und Konzentration für ihre Arbeit, die

sie für uns so unbehrlich macht.

Deswegen haben wir auch für ihre

absolute Sicherheit hier gesorgt. Sie

können sich hier frei bewegen.

Allerdings möchte ich Sie bitten, sich

nicht der Einfriedung zu nähern. Sie

könnten sonst Unnehmigkeiten bekommen.

Spaziergan

absolut freiwillig von 10 bis 11 und von

4 bis 5. Die übrige Zeit bitte ich Sie

auf Ihren Zimmern zu bleiben und sich zu

unserer Verfügung zu halten.

Noch irgendwelche Wünsche?

Andre,

ja,

mach der Grandchef wirklich mit?

Du musst es doch wissen.

Was bleibt ihm anderes übrig? und du

selbst kennt, machst du vielleicht nicht

mit.

Die Verlustszahlen vom April können wir

natürlich nur teilweise durchgeben.

Halten Sie das für richtig? Ich würde

sagen, je höher die deutschen Verluste,

desto größer wird in Moskau die

Illusion, dass Deutschland den Krieg

verliert.

Übrigens, ich kann hier so nicht

arbeiten. Könnten Sie mich dann einen

richtigen Tisch hier zum Arbeiten

hereinstellen?

Ich meine, man müsste doch schließlich

verlangen können, dass sie uns z.B. mal

ins Kino führen.

Vente,

was ist? Ich habe gerade gesagt, es wäre

doch sehr angenehm, wenn wir vielleicht

mal einen Film sehen könnten.

Vergiss nicht, wir sind hier im

Gefängnis und nicht im Sanatorium.

Trotzdem könnten Sie mal was für uns

tun, finde ich wenigstens.

Bist du bald fertig?

Ja, wenn du mich arbeiten lässt.

Was verschlüsselst du denn?

Die deutschen Verlustzahlen vom April.

Unglaublich hoch.

Vielleicht ist der Krieg doch bald aus.

Gehen Sie sofort noch mal durch.

Jawohl, Herr Kriminalrat.

von Otto an Direktor.

Verluste des Deutschen Heeres April. 37

000 Tote, 127 000 Verwundete.

Die Luftwaffe verlor im gleichen Monat

46 Flugzeugführer und 119 Mann

fliegendes Personal.

Vom 16. bis 20. Januar wurden zahlreiche

deutsche Truppen aus Antmund Umgebung

nach Südfrankreich transportiert.

26 Züge zu 40 Wagons vorwiegend

Infanterie. Darunter eine Division,

deren Soldaten Fliegeruniformen mit

weißen Kragenspiegeln tragen. Die

Einheit ist mit schwerer und mittlerer

Artillerie sowie mit Panzerabwehrkanonen

7,5 cm ausgerüstet.

Von Direktor an Kent betrifft

Geldanforderung Kent. Wir sind im

Augenblick nicht in der Lage, Dollars

auf sicherem Weg in die Schweiz zu

bringen. Helfen Sie Kent mit Geld aus.

Benötigen ferne neue Informationen über

die deutschen Truppenbewegungen aus

Frankreich nach Osten. Ebenso dringend

sind neue Meldungen über den Stand der

deutschen Rüstungskapazität in

Frankreich. Welche Firmen arbeiten für

die deutsche Wehrmacht und was stellen

sie her?

Dechiffrieren bitte.

Werner ist von größter Wichtigkeit, wie

viele Arbeitskräfte in den letzten drei

Monaten von Frankreich, Belgien und

Holland nach Deutschland verschickt

wurden.

Für Otto dringend. Juliette hat

vergeblich versucht mit Ihnen Kontakt

aufzunehmen. Nächster Treff mit Richard

6. August 20:15 Uhr Pierre. Keinen

Vertreter schicken.

Keinen Vertreter schicken.

Der Grandchef wird selbst verlangt. Eine

Falle?

Nein,

ich bin praktisch seit zwei Monaten vom

Erdboden verschwunden. Das ist es.

Die Genossen sind beunruhigt,

wenn ich nicht zu diesem Routinetreffer

scheine

allein selbstverständlich,

dann wissen Sie, dass ich verhaftet

wurde.

Und wer garantiert mir, dass Sie mich

nicht aufs Kreuz legen wollen? Ich

komme

Ich

war krank.

Ich

konnte sechs Wochen nicht aufstehen.

Man herzt die alte Geschichte.

War sehr in Sorge, wirklich. Juliette

hat ein paar mal versucht sie zu

erreichen.

Ich war bei meiner Freundin.

Ich war die Pflege.

Sind Sie jetzt wieder in Ordnung? Ja,

ich muss mich nur noch etwas schon

aufpassen, dass ich keinen Rückschlag

bekomme. Sagen Sie das Pier.

Mit diesem einen Routinetreff ist es

natürlich nicht getan. Ich muss überall

wieder dort auftauchen, wo ich früher

regelmäßig aufgetaucht bin und ich muss

auch mit einigen von unseren Leuten

wieder Verbindung aufnehmen.

Wie gefährlich kann das werden?

Für sie habe ich Ihnen bei unserem

Treffen mit Richard die geringste

Schwierigkeit gemacht?

Gefährlich für Sie meine ich.

Wenn ihre Genossen erfahren haben

sollten, dass sie für uns arbeiten, da

sind sie doch dran.

Die werden noch alles versuchen, um sie

so schnell wie möglich mundtot zu

machen.

Das liegt bei Ihnen und ihren Leuten.

Von mir erfahren sie nichts.

Kennt Katz und die anderen?

Nein,

ich brauche auch noch Papiere und etwas

Geld.

Wenn ich ohne das von einer Kontrolle

angehalten werde,

von einer französischen Polizeistreife,

die verhaften mich doch sofort.

Wenn Sie mich dann wieder rausholen

wollen, sie vom deutschen

Sicherheitsdienst,

dann fliegt die Sache sofort auf.

Gar nicht schlecht.

Ich brauche mich nur in ihre Situation

hineinzudenken. Was würde ich tun?

Das gleiche wie Sie. Sie warten auf den

passenden Moment.

Und dann kommt der Gegenzug.

Ich bin am Ende.

Ich bin herzkrank.

Ich will auch nicht mehr.

Sie sind zwar ein perfekter

Schauspieler, aber so ganz überzeugen

sie mich noch nicht mit ihrer

Herzkrankheit.

Ah, mein lieber Gilber, ich habe sie ja

schon eine Ewigkeit nicht mehr gesehen.

Was ist los? Haben Sie Schwierigkeiten?

Nein, nein, es ist alles in Ordnung. Ich

war nur krank.

Ah, dann bin ich beruhigt. Nehmen Sie

Platz.

Ja, danke.

Was das da?

Kaffee Bier.

Sehr gut.

Guten Morgen, Herr Gilber. Na, lassen

Sie sich auch wieder mal blicken? Ich

habe Sie lange nicht mehr gesehen.

Alles in Ordnung. Ich war krank.

Ach so, ich verstehe. Ja, danke. Ja,

hoffentlich was nicht Schlimmes.

Sie waren lange weg. Ist was passiert?

Nichts, gar nichts.

Ich war nur krank. Jetzt ist wieder

alles in Ordnung.

Mhm.

Was ist denn los mit ihnen?

Das Herz kann auf sein. Bitte.

Meine Tropfen 20 Tropfen in ein Glas

Wasser.

Ein Glas Wasser bitte. Ja, sofort.

Man hat uns zum Tod verurteilt.

Maximov, Anette, Frederik, Jacqu Pierre

Fernand und Leo.

Wo isting?

Was ihr davor habt, geht nicht gut ab.

Lassen Sie das gesagt sein. Auch in

unserem Beruf gibt es Spielregeln, an

die man sich hält.

Mal schön ruhig, Otto.

Ich habe meine Leute nicht zum

Abschlachten ausgeliefert.

Wenn du dich nicht beruhigen kannst,

lass ich dir eine Spritze verpassen.

Haben wir schon jemand umgebracht?

Warum wurden meine Leute zum Tode

verurteilt?

Proat zur Tarnung. Wenn wir das nicht

gemacht hätten, wären die Russen doch

stutzig geworden. Die Todesurteile

werden nicht vollstreckt. Damit liefern

wir ihnen doch eine moralisch

einwandfreie Rechtfertigung ihrer

Zusammenarbeit mit uns, nicht wahr?

Solange wir gut miteinander auskommen,

passiert keinem was. Und wenn wir nicht

miteinander auskommen, dann haben

Großvogel und Katze eben Pech gehabt.

Ich möchte mit Ihnen sprechen, Groche

Chef.

Ja, bitte.

Warum schneiden Sie mich?

Schließlich tun wir beide dasselbe.

Sie können mir keinen Vorwurf machen.

Ich mache Ihnen keinen Vorwurf.

In habe ich mich geweigert, das gebe ich

zu, aber aber nur aus Vernunftsgründen.

Aus reinem Selbsterhaltungstrieb

und zurecht, wie ich auch jetzt noch

glaube. Na gut.

Aber das kann doch jetzt keine Rolle

mehr spielen.

Kaum

mit der Gestapo arbeiten sie genauso

zusammen wie ich.

Wir sind also quit oder

ich mache Ihnen keinen Vorwurf Kent, das

sagte ich bereits.

Ist es ein Unterschied, ob ich aufgebe

oder ob sie aufgeben?

Das verstehe ich nicht. Ich

bin für Simon oder der Schwarzhändler

gewesen, der Feigling,

dem die Frau wichtiger war als der

Auftrag und so weiter und so weiter.

Na schön,

aber sie

ich will den Krieg überleben, Kennt

solange wir leben, können wir noch was

tun.

Da kann ich dir nicht widersprechen,

leider.

Unser Netz hat ein Loch.

Genau. Man hat zwar rausgebracht, dass

die Russen hier in Pariser Untergrund

einen Sender haben, aber mehr auch

nicht.

Wenn die spitz kriegen, das Kind und der

Grand Chef für uns arbeiten, dann funken

die das nach Moskau und wir können hier

einpacken.

Aber wie sollten sie? Die Abschirmung

unseres Funkspiels funktioniert doch

tadellos.

Der Teufel ist ein Eichhörnchen.

Wer garantiert uns, dass der Grand Chef

nicht doch eine Nachricht absetzen

konnte?

Tja, da bleibt nur eins. Wir müssen den

Parteisender ausheben.

Von Otto an Direktor.

Benötigen dringen Senderöhren und

Kondensatoren.

Teilen Sie uns bitte mit, wo wir

Ersatzteile beschaffen können. So viel

wir wissen, verfügt die Partei über ein

Ersatzteillager in Paris.

von Direktor an Otto

Radioersatzteillager Paris 20. Bezirk 44

Rüde Bell Wiel Hinterhof

von Direktor an Otto Radio

Ersatzteillager Paris 20. Bezirk 44 Rüde

Bellw Hinterhof. Zeigen Sie beim

Mechaniker eine defekte Stahlbrille und

erkundigen Sie sich nach

Reparaturmöglichkeiten. Richtige

Antwort: Wir haben Gläser am Lager.

Also, wenn das da stimmt, wenn wir den

Sender tatsächlich da finden, dann

wissen wir, dass Moskau noch keine

Ahnung hat von unserem Spiel.

Von wem kommen Sie?

Tja, können Sie mir diese Brille

reparieren?

Wir haben Gläser am Lager.

Mach auf, Leo. Ich bin's.

Achtung vol.

Füht sie ab.

Sehen Sie sich dieses Arsenal hier an.

Mir ist schlecht.

Was bedeutet sein Tod für uns?

Sie brauchen einen Schuldigen.

Vielleicht sagen sie, wir sind schuld an

seinem Tod. Sie werden uns abholen.

Nein, ganz bestimmt nicht.

Aber wir sind zum Tode verurteilt.

Ich meine, ich und er.

Glaubt ihr, ich bin sicherer als ihr?

Geiring hat mir sein Wort gegeben, dass

die Todesorturteile nicht vollstreckt

werden.

Aber Giring ist tot. Er kann uns jetzt

nicht mehr schützen.

Ein Mann wie Geing hat dafür gesorgt,

dass sein Wort gehalten wird.

Sein Tod hat dich sehr getroffen, nicht

wahr?

Ja,

wir sollten versuchen uns zu retten, zu

fliehen.

nur du bist imstande uns hier

rauszuholen.

Meine Herren, ich bin noch dabei, mich

durch Aktenberge durchzuarbeiten, um

Klarheit über die Situation unseres

Sonderkommandos zu bekommen. Ich kann

Ihnen also meine Entscheidungen erst in

einigen Tagen mitteilen.

Eines jedoch möchte ich Ihnen jetzt

schon sagen und zwar ganz klipp und klar

sagen, für den Aufwand, der hier

getrieben wurde, ist das Ergebnis

äußerst mager, um nicht zu sagen blamel.

Bitte nehmen Sie doch Platz.

Wollen Sie meinen Platz, Herr Direktor?

Nein, danke. Ich stehe ganz gern.

Da verlangt z.B. Moskau exakteres

Material über die Rüstungsindustrie in

Frankreich. Und was antworten wir?

Material kann leider nicht beschafft

werden. Verzeih, Herr Kriminalrat, aber

wir können den Russen doch keine echte

Information liefern. Warum nicht?

Wenn wir so weitermachen wie bisher, ist

die Funktlinie noch höchstens dre Monate

zu halten, dann ist sie kaputt. Mit

diesem simplen Spielmaterial können wir

doch einen großen Gegner nicht täuschen.

Ich weiß, ich habe deine Notiz von

Nagier gefunden. Ich zitiere:

"Echtes Material sorgfältig auswählen

und den homöopathischen Dosen nach

Moskau geben."

Schön und gut, Herr Geieringe nähern,

aber wir müssen natürlich scharf

rangehen, die Neugieräte der Russen wach

halten, ihnen immer wieder einen fetten

Brocken zukommen lassen. Lauter echtes

solides Material.

Moskau muss glauben, dass der Grandchef

noch immer gute Arbeit leistet.

Regiering hatte nur ein Ziel, möglichst

viele Mitglieder der roten Kapelle zu

verhaften. Dazu benutzt er eben mal auch

so die Funkverbindung mit Moskau.

Meine Absichten gehen entschieden

weiter. Wir müssen die politischen

Möglichkeiten ausschöpfen.

Das einverständnis aller vorgesetzten

Dienststellen bis ganz oben hinauf liegt

vor.

Danke, mein Herr.

Verzeih, Herr Direktor, hätten Sie da

einen Augenblick Zeit? Mhm.

Gehe ich richtig in der Annahme, dass

Sie als Kommunistenspezialist Herrn

Gering, den Rat gegeben haben, das

Reservelager und den Sender der Partei

auszuheben?

Ja, in der Annahme gehen Sie richtig.

Das war ein großer Fehler.

Ach, wenn ihr Rossen Win von der Aktion

bekommen, dann können wir einpacken.

Die Entscheidung lag bei Herrn Geiering

natürlich, damit wir uns gleich richtig

verstehen. Herr Kriminaldirektor,

als Chef des Sonderkommandos Rote

Kapelle nehme ich nur Weisung des

Reichssicherheits Hauptamtes entgegen.

Gruppenführer Müll hat mir da völlig

freie Hand gelassen.

Gehe ich richtig in der Annahme, dass

Sie trotzdem meine Mitarbeit schätzen?

Das sagte ich bereits.

Freue mich schon auf unsere

Zusammenarbeit.

Hier ist von einer Bzolz die Rede. Wer

ist das?

Zolz. Zolz.

Moskau will von Otto einen Bericht über

General Ozols. Alias Solja. Ach ja, den

Mann wollte Geing noch ermitteln, aber

der liebe Gott ließ ihm auch dazu keine

Zeit mehr. Na, den können sie ja jetzt

liquidieren.

Bei mir wird nicht liquidiert.

Ja,

versagen Herr Direktor Otto will wieder

in die Apotheke.

Ja, dafür ist jetzt der neue Chef des

Sonderkommandos zuständig. Kriminalrat

Paulsen.

Paulusen. Ich bin der Nachfolger von

Kriminalradgieringen.

Kriminalobersekretär Berg.

Sie sehen so deprimiert aus. Haben Sie

was?

Nein,

sie wollen Auto ausführen

in die Apotheke am Bahnhof Sanasar. Er

braucht ein Herzmittel, das ihm der Arzt

verordnet hat. Das kann doch von ihnen

besorgt werden. Deswegen braucht er doch

nicht.

Otto muss sich ab und zu mal bei seinen

Freunden in Paris sehen lassen. Sonst

glauben seine Leute in Moskau noch, der

Grandchef existieren nur in

Funksprüchen.

Ich habe nichts dagegen, das auch der

hier gezeigt wird.

Sehr wohl her Kard.

Der Mann schleppt doch ein K mit sich

rum.

Ja, ich wollte vorhin nicht davon reden,

aber heute genau vor einem Jahr ist

seine jüngste Tochter gestorben. 11

Jahre. Ach so, ist ja schrecklich.

Könnten Sie ihn nicht seelisch wieder

aufrichten?

Sie haben Sie haben noch Theologie

studiert.

Ja.

Und ich bin in Betel aufgewachsen. Steht

alles in meinen Personalakten. Etwas

gegen einzuwenden?

Ich

sch meine kleinen

tut mir leid Person

krieg Ich kann dir leider keine kaufen.

Tut mir leid, ich kann keine Ausnahme

machen, nur auf Rezept.

Bitte

schön.

Das wahrscheinlich

gehen.

Sind sie schon da? Ich weiß,

das geht

leider nicht.

Gibt's einen Hintergang?

Wie bitte?

Einen Hinterausgang.

Aufstehen K raus.

Schauen Sie, dass sie rauskommen.

Wo ist der Kerl untergekrochen?

Du bist zum Tode verurteilt, Katz.

Wir haben dich nur auf Eis gelegt. Wenn

dein Grauchchef nicht sofort auftacht,

bist du fällig. Wo ist?

Darf ich mich nach dem augenblicklichen

Wohlbefinden von Fra erkundigen?

Wie heißt die Frau mit der Gilber

zusammenlebt?

Ich weiß es nicht und von mir erfahren

sie nichts. Bringen Sie uns um.

Ich möchte nicht noch mal von vorn

anfangen.

Mir tut die Hand schon weh.

Wie heißt die Frau?

Nein, nein,

bitte nicht mehr schlagen.

Dann red.

Herr Gilber hat Madame aufs Land

gebracht. Er meint, sie wäre dort sicher

vor Fliegerangriffen.

Woher wissen Sie das?

Bitte.

Sie sagten, er meint, sie wäre dort

sicherer. Woher wissen Sie, was Schil

meint?

Ach so, woher ich das weiß? Von Madame

May, bei der er wohnt im Hotel Larus.

Der hat für 14 Tage voraus bezahlt. Der

kommt bestimmt wieder. Es glaubzählich,

sagt er.

Warum wird er denn eigentlich von der

Polizei gesucht?

Für sie, Herrn Kriminalrat Paulusen

persönlich.

Bitte.

Danke.

Ich habe keine Lust mehr Räubern Gandarm

zu spielen und mich noch dazu vor diesem

Kerl veralbern zu lassen.

Lieber Chef, ich weiß, sie sind jetzt

sehr nervös. Sie müssen mit großen

Schwierigkeiten von Seiten ihrer

Vorgesetzten rechnen. Leider kann ich

nichts daran ändern. Das ist ihr

Berufsrisiko.

H

sollten Sie Wert auf meine Rückkehr

legen, fordere ich Sie auf, Ihre

Nachforschungen sofort einzustellen und

alle meine Freunde und Mitarbeiter nicht

mehr zu behelligen.

Das ist wirklich ein starkes Stück.

Ich weiß, ihre kameradschaftliche

Einstellung, mir gegenüber zu schätzen.

Ja, nicht aufgeben, Paulsen.

Wenn die in Berlin erfahren, dass der

Grand Chef verschwunden ist, endgültig.

Also, ich möchte nicht in ihre Haut

stecken. Sie müssen ihn wieder fangen.

Warum haben Sie bloß in diese verdammte

Apotheke gehen lassen?

Moment, Moment. Sie haben nichts

dagegen.

Sie haben doch schon vor meiner

Amtsübernahme regelmäßig in diese

Apotheke gehen lassen. Ich habe eine

Aktenotiz darüber.

Hier, bitte.

Wir wollen es nicht verrückt machen,

denn B mit dem Widerstandsgruppen

Verbindung aufnimmt, dann ist es aus mit

unserem Funkspiel.

Wahrscheinlich ist Moskau jetzt schon

informiert.

Wenn ich einen normalen Verbrecher

ausschalten will, muss ihn erstmal

erwischen.

Einen Spion, aber brauche ich nur

unglaubwürdig zu machen.

Leuchtet das ein?

Das Abitur habe ich mit der

Durchschnittsnote 1 bis 2 bestanden.

Wenn ich Moskau die Nachricht zu spiele,

dass der Grachef ein dreiviertel Jahr

lang für die Gestappo gearbeitet hat,

ist er so gut wie ein toter Mann. Und

was wird aus dem Funkspiel?

Dafür reicht uns Kind.

Der lässt sich viel einfacher dirigieren

als dieser alte Bockgran Chef. Kennt

braucht man nur daran zu erinnern, dass

seine geliebte Jüdin ist. Sie sind

schlau, Paulsen, aber nicht so schlau

wie dieser alte Bock.

Glauben Sie?

Ja, der Grand Chef wird alles versuchen

seinerseits kennt als Verräter zu

entlar.

In genau einer Stunde wird ein

Verhandungsplakat in ganz Paris

erscheinen.

Nehmen wir an, Sie hätten als

Agentenchefin Marseille lange, zu lange

nichts mehr vom Grand Chef gehört.

Sie fahren nach Paris, um sich Klarheit

zu verschaffen

und sehen diesen Steckbrief.

Wie reagieren Sie?

Ein Mann wie ich

muss genau nachdenken. Richtig.

Ich

frage bei der Zentrale in Moskau nach,

was mit Otto los ist.

Bitte

von Kent an Direktor.

Was ist mit Otto passiert? War in Paris

und sah überall Ottos Steckbrief. Danach

soll Otto aus seinem deutschen Gefängnis

entkommen sein. Bitte um Anweisung, ob

ich versuchen soll mit Otto Verbindung

aufzunehmen.

Wo ich hingehe, überall begegnete mir

mit Misstrauen. Kannst du mir das

erklären, Clud?

Die Genossen sind in letzter Zeit

vorsichtiger geworden. Sie haben zu

lange nichts von dir gehört.

Ich muss dir untertauchen. Die Gestapo

war hinter mir her.

Es wird behauptet, du hättest mit der

Gestabo kollaboriert.

Wer? Wer behauptet das?

Geschwätz von Leuten, die keine Ahnung

haben, was es heißt, illegal zu

arbeiten. Unter solchen Umständen

Idioten. Aber sie geben die Befehle.

Es sieht schlecht aus für dich.

An einer Stelle würde ich verschwinden

untertauchen.

In der Metro, in jedem Bus der

Niederstraßenecke hängt mein Steckbrief.

Plakate so groß, ich kann nirgends mehr

hingehen, außer zu euch und ihr schmeißt

mich raus wie ein rudigen Hund.

Er wird jetzt telefonieren. Du weißt was

das heißt. Ich würde an deiner Stelle

nicht warten, bis er zurückkommt.

Hey,

was ist?

Wo ist Pierre?

Wer?

Pierre.

Es gibt kein Pier hier. Wo Pierre ist,

wie wissen

verschwind ich ruf die Polizei.

Du wirst mir jetzt sofort sagen, wo

Pierre ist oder ich bring dich um. Wo

ist Pier?

Wo ist Pier?

Hau ab, du verdammter Hund, du

Pier,

komm raus. Ich brauch, stopf dem Kerl

das Maul. Stopf dem Schreihal das Maul.

Du zieh leider, du Mistkerl, du

Schweinehund, du Dreckskall.

Scheiße. А

Seit 8 Wochen lebe ich wie ein Klochard.

Ohne Ausweis, ohne Lebensmittelkarten,

ohne Unterkunft.

Und ihr fragt mich, was ich will. Was

habt ihr gegen mich? Habe ich die Pest?

Noch viel schlimmer.

Die Zentrale sagt, du bist ein Verräter.

Das ist nicht wahr.

Du meinst also die Zentrale Moskau lügt?

Nein. Nein, sie wurde nur falsch

informiert.

Von wem? Von dir.

Von der Gestapo. Ich weiß es.

Es ist in Deutschen gelungen,

Funkkontakt mit der Zentrale

aufzunehmen.

Sie haben echte Nachrichten mit falschen

vermischt, um Moskau zu täuschen, um

Informationen über unser Netz und alle

illegalen Organisationen zu bekommen.

Und wer hat Ihnen die Informationen

gegeben?

Nicht ich, der Direktor persönlich.

Er konnte doch nicht ahnen, dass am

Funkgerät der Gegenstelle die Gestapo

sitzt.

Die Gestapo und dein Verräter.

Die Zentrale hat alles durchschaut.

Eben nicht.

Die Zentrale durchschaut nur das, was

sie nach dem Willen der Gestapo

durchschauen soll.

Versteht ihr das denn nicht?

Die Deutschen arbeiten mit zwei Sendern

genossen. Der eine arbeitet in Paris

unter meinen Namen. Der andere funkt von

Marseille aus unter dem Namen Kent. Ich

bin geflüchtet, um die Zentrale vor dem

Funkspiel zu warnen. Aber die Genossen

in Moskau vertrauen nicht mir, sondern

dem Mann, der aktiv für die Gestapo

arbeitet. Kennt der Verräter nicht? Ich

doch nicht.

Ihr glaubt doch nicht dem erst, ich bin

ein Gestapospitzel.

Ich

der Grauchef

Genossen. Ihr müsst die Zentrale unter

allen Umständen warnen.

Die Zentrale hat uns schon gewarnt.

idelt Otto.

Die Partei soll kein Stück Brot mehr von

ihm nehmen.

Er ist ein Verreiter.

Sie haben es geschafft.

M.

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