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Anfang 1939
lässt sich in einer finnischen Stadt
nahe des nördlichen Polarkreises ein
Mann namens Penti Pelton wieder. Er
bleibt dort einige Zeit und fällt wegen
seiner zurückhaltenden Art und einfachen
Herkunft niemandem auf. Niemand weiß,
woher er kommt und warum er sich in
dieser Gegend niedergelassen hat. Noch
ehe die Leute sich richtig an ihn
gewöhnt haben, ist er wieder
verschwunden.
Pass bitte.
Danke schön.
Einige Wochen später taucht Penty
Peltonen in Schweden auf.
In einer kleinen Hafenstadt trifft er
einen Mann, der ihm Arbeit und
Unterkunft verschafft.
Aber auch hier bleibt er nicht lange.
Guten Tag. Kann ich bitte die Pässe sehen?
Danke.
Danke Andersen. Willkommen in Dänemark.
Unser Mann macht eine lange Reise, um
die belgische Hafenstadt an Werten zu erreichen.
Sein Umweg über Finnland, Schweden und
Dänemark dient nur dazu, seine Spuren zu
verwischen und sich eine perfekte
Tarnung zu verschaffen.
Er heißt auch weder Pelton noch
Andersen. Sein wirklicher Name Leopold
Trepper, oberst der Roten Armee und
Spitzenagent des sowjetischen Geheimdienstes.
Als er Anfang März 39 in Antwerpen
eintrifft, ahnt niemand, dass er aus
Moskau kommt und einen schwierigen
Auftrag zu erfüllen hat.
Sie kommen direkt aus Kanada, Mr. Mikler.
Ja, mit der Santa Augusta.
Waren Sie früher schon mal in Belgien? -Nein.
Aus welchem Grund besuchen Sie Belgien?
Sind Sie geschäftig hier?
Ja, ich möchte eine Firma gründen.
nach seiner Ankunft in Brüssel am 6. März 1939
sucht Trepper zunächst einen alten Freund auf.
Herr Großvogel. Ja, was ist?
Da ist jemand, der sie unbedingt
sprechen möchte. Privat, sagt er.
Das müsste eigentlich ihre Größe sein.
Ja,
gerne.
Ich soll Ihnen Grüße bestellen von allem Herrn Domb.
Ja,
Er hat mich ausdrücklich darum gebeten.
Kommen Sie.
Und mein Haar hätte ich dich nicht erkannt.
Du hast dich sehr verändert.
Es ist ja auch schon eine ganze Weile
her, dass wir uns nicht gesehen haben.
Du hast dich ganz ins bürgerliche Leben
zurückgezogen.
Das kann man nehmen, wie man will.
Dir scheint auch nicht gerade schlecht
zu gehen, nach deinem Äußeren zu urteilen.
Damals in Palästina sind wir ganz anders
rumgelaufen, was?
Ja.
Was machst du jetzt in Brüssel?
Ich möchte ein Geschäft aufmachen.
Aber glaub nicht, dass das hier so einfach ist.
Hier zu Lande nehmen es die Behörden
nämlich verdammt genau mit der Konzession.
Vor allem, wenn es sich um Ausländer
handelt. Ich
war nie lange Ausländer,
bin überall sofort zu Hause.
Trotzdem ist es es ist schwierig,
glaub mir, sehr schwierig.
Es ist nicht dasselbe, ob du in Kanada
Weizen verscheuerst oder hier eine
verwöhnte Kundschaft zufriedenstellen musst.
Ich habe eigentlich mir an Export nach England gedacht.
Angenommen, es handelt sich wirklich um
Regenmäntel.
Wer soll die neue Firma finanzieren?
Ich habe 10.000 $.
Das wird nicht reichen.
Wir müssen uns immer einen Teil aber suchen.
Wenn er eine ordentliche Summe
vorschießt, kann er meinetwegen sogar
Direktor werden.
Du hast doch gute Beziehungen.
Du bist immer noch dabei.
Ja,
ich müsste wissen,
um was es sich handelt,
Leiber.
Immer noch dasselbe.
Unser Kompagnon scheint nicht nur in
geschäftlichen Dingen amerikanisches
Tempel vorzuleen. Ich
mag diesen Typ sehr, wirklich ein
sympathischer Mann
und absolut zuverlässig. Ich kenne ihn
lange genug und spreche aus Erfahrung.
Es wird eine gute Zusammenarbeit werden.
Sicher, mein lieber Großvogel. Die
Auspizien stehen gut. Nutzen wir die
Chance.
Meine Damen und Herren, darf ich um Ihre
Aufmerksamkeit bitten?
Herr Notar, meine Gesellschafter, Herr
Großvugel,
Herr Mickler, darf ich Sie bitten, das
Glas zu erheben?
Als Direktor und Gesellschafter unserer
heute gegründeten Firma The Foreign
Excellent Rench Code ist es mir ein
herzliches Anliegen mit Ihnen anzustoßen
auf die Foreign Excellent French Code.
Sie kommen reichlich spät, Alamo. Ich
warte schon seit Montag auf Sie.
Es ging nicht Feuer.
Versuchen Sie mal von Uruguay nach
Russel zu fliegen. Der einzige
Transatlantikflug ging erst gestern ab.
Ein Wunder, dass ich überhaupt noch
mitgekommen bin.
Fahren Sie sofort noch Ende. Heute noch
17:40 Uhr. Laufen Sie diese Adresse an.
Man wird sie dort unterbringen.
Verhalten Sie sich ruhig und sein Sie
jederzeit erreichbar.
Neue Anweisungen nehmen Sie nur von mir
entgegen. Ich heiße Adam Mickler.
Was ist mit dem Klavier?
Haupernhof
Gepäckbewahrung.
Ich schicke ihnen eine Klavierlehrer.
Die wird sich als Professor bei
vorstellen. Bitte als beibringen.
Werde ich vorher benachrichtigt?
Ja, natürlich.
Lesen Sie jeden Tag die Annung.
Wenn eine Brüssel Firma Oadi Kuk
Prokurist Leo Großvogel ihre Filiale in
Ostende zum Verkauf anbietet sofort
zugreifen.
Ihr Geld wird dafür reichen.
Alles klar?
Alles klar.
Acht Filialen
und alle an der Kanalküste.
Das ist zu viel Leiber. Wenn ich die
Filiale in der Küste für nötig halte,
dann sind sie nötig.
Bitte,
wie du meinst.
Das ist erst der Anfang.
Man wird noch mehr von uns verlangen.
Das bisschen Avitation und die illegale
Tätigkeit vor 10 Jahren in Palästina
war ein Kinderspiel
gegen das, was jetzt auf uns zukommt.
Setzt bitte morgen
eine Annose in die wichtigsten
Tageszeitungen
und biete unsere Ostender Filiale zum
Verkaufn.
Es wird sich ein Mann namens Alamo bei
dir melden.
Der bekommt sie.
Da haben wir noch etwas sehr schickes
für den Sommer. 30 Regina Sandfarben
Gruse 46
20 Regina
bisschen eng nicht w
exklusiv weiß Größe 48
schau nach
Ja, bis Mittwoch vielen Dank.
Tja, was meinen Sie?
Er passt doch sehr gut.
Steht ihn ausgezeichnet.
Tja, schön, dann behalte ich ihn doch
gleich an.
Einen Augenblick, Madame. Ich komme
sofort
Gag, Madame.
Womit kann ich Ihnen heute Ihnen?
Ölzeug. Ken Sie das
Ölzeug?
Ach so, ja. Ölzeug
hier im Regal unten.
Ah ja, darf ich bitten, Madame?
Sie wollen sicher eine hübsche
Segelpartie machen.
Ja,
sie kennen die Gefahren des Meeres.
Ich wage mich nur bei ruhigen Wellengang
aufs unbekannte Wasser.
Am 17. Juli 1939 trifft auf dem Umweg
über Montevideo weitere Verstärkung aus
Moskau ein. Sowjethauptmann Viktor
Sukolov. der sich selbst den
Agentennamen Kent zugelegt hat und den
man später den PTF nennen wird.
Kent soll in Treppers Organisation eine
Schlüsselposition einnehmen und später
ein eigenes Netz in Dänemark aufbauen
und leiten.
Schein gehen sie jetzt zur Kasse ein und
kommen dann wieder zu mir zur Bitön.
Danke schön.
Vincen Siera.
Ja.
Sie kommen aus New York?
Nein, aus Montevideo. Mein Passwort
wurde in New York ausgestellt. Ich bin
Uruguayer Staatsbürger.
Wo haben Sie ihren Zulassungsbescheid?
Wie bitte?
Den Bescheid für die Zulassung.
Ich weiß nicht, ob sie damit studieren
können. Ausländische Examen werden bei
uns nicht anerkannt.
Das wäre eine Katastrophe für mich gar
nicht auszudenken.
Na schön, wir werden sehen, was sich
dafür Sie tun lässt. Wo wollen Sie sich
einschreiben? Welche Fakultät?
Volkswirtschaft.
Füllen Sie dieses Formular aus.
Wir haben uns also, meine Damen und
Herren, im folgenden mit den
Determinanten des Preises zu
beschäftigen. Wie wir bereits
feststellten, lässt sich eine solche
Betrachtung unter mikroökonomischem
Aspekt, das heißt bezogen auf eine
Teileinheit einer Volkswirtschaft,
ebenso aber auch in makroökonomischer
Sicht, die zutreffende Aussage gilt für
die Gesamtheit eines
volkswirtschaftlichen Gebildes
anstellen, wobei A priori eine Divergenz
der jeweiligen Erkenntnisse
Die werden sich Kamer holen. Warten
trotzdem glaube ich sie werden skeptisch.
Entschuldigen Sie meine Herren. Spring
finanzielle.
Ja.
Leo schickt mich.
Nun, meine Herren, wir können uns
nachher weiter unterhalten.
Sie entschuldigen. Bis gleich.
Leo, was macht er denn? Ich habe ihn
lange nicht mehr gesehen. Es geht ihm
gut und die Geschäfte auch gut.
Er sagt, sie können mir helfen. Sie
hätten gute Beziehungen.
Al der Börse. Wollen sie kaufen oder
verkaufen? Wieder noch. Leo sagt, sie
kennen gewisse Leute.
Was für Leute?
Gewisse.
Wie war Ihr Name?
Mikler. Ada Mler aus Kanada. Ich handle mit Weizen.
Ich fürchte, ich kann nichts für Sie tun.
Doch,
sie können.
Ich weiß nämlich, wer Sie sind, Herr
Springer, und was Sie früher gemacht
haben. Alex,
hören Sie, wenn es darauf hinausläuft.
Ich gehöre schon lange nicht mehr dazu.
Schon seit Jahren, wenn Sie das meinen.
Ich kann es mir einfach nicht leisten.
Deshalb bin ich damals auch ausgetreten.
Aus der Partei tritt man nicht aus, das
wissen Sie doch.
Was wollen Sie von mir?
Nur eine Kleinigkeit.
Sie kennen hier viele Leute, die früher
mit uns zusammengearbeitet haben und die
jetzt immer noch zu uns stehen. Sie
sollen mir nur sagen, wo ich diese Leute
finden kann. Ich soll Ihnen helfen.
Ja, ist daran so komisch.
Alex, was machst du hier?
Ich komme ganz zufällig vorbei. So
trifft man sich wieder.
Ich weiß, es war meine Schuld.
Schuld, Schuld. Ich hatte Angst vor dem
goldenen Käfig
bei mir.
Ich war dumm, aber ich konnte einfach
nicht anders. Du musst das verstehen.
Natürlich. Ich hatte ja drei Jahre Zeit dazu.
Wie geht es Armor? Hast du ihn doch
geheiratet? Ja,
Armor ist tut seit einem halben Jahr.
Meine Situation war alles andere als rusig.
Hat er dir den nichts hinterlassen?
Armand war jahrelang krank. Ärzte,
Medikamente, Krankenhaus, da ist nichts
übrig geblieben.
Ja, warum bist du nicht zu mir gekommen?
Hätte ich einfach aufkreuzen sollen und
sagen, ich bin dir zwar davon gelaufen,
aber jetzt geht es mir dreckig. Ich weiß
nicht mehr, wovon ich leben soll. Hier bin ich wieder.
Ja, warum denn nicht?
Sie haben mich,
na ja,
aufgefordert wieder mitzumachen.
Das heißt, sie haben dich gezwungen.
Ich hatte keine Wahl. Die wissen zu viel von mir.
Ich hatte so gehofft, du wärst halt
damals endgültig raus aus der ganzen Sache.
Ja, ich auch.
Aber was sollte ich machen?
Ich werde dich brauchen, Rita.
Wirst du mir helfen?
War unsere Begegnung gestern
wirklich so zufällig?
Was meinst du?
Oder wolltest du mich treffen?
Ja,
danke, dass du mich nicht anlügst.
Warum sollte trotzdem nicht alles wieder
so sein zwischen uns wie früher?
Glaubst du, das geht?
Wenn wir wollen.
Ich will.
Was muss ich tun?
Als erstes
ein Haus mieten.
Halten, du bleibst drin. Sie wünschen
Madame,
ich komme auf Ihre Annose in der Zeitung
hier. Ist das Haus noch zu vermieten?
Oh ja. Wollen Sie sich mal ansehen?
Ja.
Gut, kommen Sie.
Danke.
Teilen wir Ihnen auf Ihre Anfrage mit,
dass wir das von Ihnen gewünschte
Sortiment
von 1500 Regenmänteln jederzeit liefern
können. Die Guten Morgen.
Morgen, Leon.
In deinem Büro wartet ein wichtiger
Besuch auf dich. Ist sie hübsch?
Ausnahmsweise mal keine Frau, aber
trotzdem eine Überraschung.
Andre
Leiber,
wo kommst du denn her?
Direkt aus Paris. Leo hat mir
geschrieben, ein gewisser Leiber Domfre
hier ist. Freue mich dich wiederzusehen.
Lass dich anschauen. Du hast dich
überhaupt nicht verändert. Du bist noch
ganz der Alte.
Wo hast du denn die ganze Zeit gesteckt?
Immer hinter irgendwelchen
Schreibtischen. Die meiste Zeit habe ich
als Sekretär verpinnt.
Wie früher freue mich ja so dich
wiederzusehen.
Ich wusste, dass du eines Tages
wiederkommen würdest.
Ja,
und jetzt bin ich da.
Leo hat mir alles erzählt.
Und machst du mit?
Warum bin ich wohl gekommen? Was meinst
du?
Ich brauche einen tüchtigen Sekretär.
Du warst immer besser informiert als
alle anderen.
Leiber
gibt es Krieg.
Wir müssen vorbereitet sein.
Das ist zu schon zu. Carlos, komm du
mal.
Wir haben bereits geschlossen.
Sie sind Carlos Alamor?
Ja.
Ich komme wegen des Klavierunterrichts.
Ich bin der Professor.
Kommen Sie rein.
Danke.
Nein, nein. Lockerer. Ganz locker aus
dem Handgelenk.
Ja.
Ja, so ist gut.
Wenn du aufnimmst, musst du mit der
linken Hand die Feinabstimmung
nachstellen und immer wieder
nachregulieren.
Mach mal.
Achtung, ich gebe เฮ
Sie suchen doch bestimmt Napoleon.
Ja. Wissen Sie, wo er ist?
Ja. Schauen Sie her. Hier habe ich ihn.
Hier ist er. Da umgeben vor seiner
Reizerscha auf dem weißen Pferd. Das ist
Napoleon.
Ja, den übersieht man fast. Ist wirklich
ein bisschen klein geraten. Finden Sie
nicht? Er war doch der wichtigste Mann
von Waterlur.
Also, das würde ich eigentlich nicht
sagen, wissen Sie. Am wichtigsten sind
immer die Sieger und das waren in diesem
Fall die Engländer und die Preußen.
Aha.
Die Engländer sind da, nicht wahr? Aber
wo sind die Preußen?
Die kommen erst noch. Die sind noch
hinter diesen Hügeln, aber sie kommen.
Sie sind wohl Deutsche. Von hier sind
sie nicht. Äh, sie sind ein deutscher
Professor.
Sollte das ein Kompliment sein? Nein,
nein, ich Nein, ich bin ich bin
Kanadier.
Sie sind in Kanada geboren?
Nein. Als Junge mit meinen Eltern
eingewandert. Mein Name ist Mikler. Adam
Mikler aus Montreol.
Ich heiße Georgie der Winter. Wissen
Sie, woher ich komme?
Sind Sie Sind Sie Skandinavierin?
Nein, ich bin Amerikanerin.
Dringen Sie wirklich nicht aus. Das
sollte übrigens ein Kompliment sein.
Ich lebe schon seit zwei Jahren in
Brüssel.
Ja, fand 1815 die erbiteste Schlacht der
Weltgeschichte statt.
Hier direkt vor uns da standen die
Truppen des Generals Welllington.
Rechts waren die Engländer und die
Holländer
und da drüben stand die Kavallerie des
Herzogs von Sachsen Weimer.
Die Franzosen Die Franzosen kamen von
Chanois und bivakierten
in der Nacht vom 17. zum 18. da auf
diesen Höhen ungefähr ein Kilometer von
hier. Es hat fürchterlich geregnet.
Na, das war vielleicht
schlachtentscheidend.
Die Kanonen blieben am nächsten Tag
stecken.
Die Franzosen griffen aber trotzdem am
nächsten Vormittag bei da drüben bei
Ugomo das erste Mal an.
Welle auf Welle kamen sie.
Infanterie und massierte Kavallerie.
Die Linien und Kars der Engländer und
Holländer begannen zu wanken,
aber sie leisteten erbitterten
Widerstand.
Hier
da unter uns auf diesen Feldern lagen am
Abend 45 000 Tote und Verwunde.
Einen Bereich von 3 km Länge und 1 km
breit.
Als die Franzosen das Gehöft A stürmten,
das liegt da unten. Hätte Napoleon haar
gewonnen.
Aber dann kann man die Preußen über
diese
Alle Achtung. Sie sind ja ein Experte.
Haben Sie was zu tun mit der Army,
wie man es nimmt?
Manchmal
der Angriff Hitlers auf Polen am 1.
September 1939 und der Beginn des
Zweiten Weltkriegs zwingen Trepper zur
ersten Umdisposition.
Er muss das nach Westen gerichtete
Observierungsnetz an der Atlantikküste
umbauen und ein neues Konzept für seine
Organisation finden.
Als die Deutschen am 10. Mai 1940 in
Belgien und Holland einmarschieren,
gerät sein Netz sogar in den
unmittelbaren Machtbereich der Abwehr
und der Gestapo.
Damit ändert sich die Situation Leopold
Treppers und seiner Organisation mit
einem Schlag. Das Vorspiel ist zu Ende.
Der erste Akt beginnt.
Wann schickt man mich endlich nach
Kopenhagen? Ich hatte Auftrag in
Dänemark ein eigenes Netz aufzubauen.
Ich habe neue Instruktionen von der
Zentrale.
Seit Kriegsausbruch hat sich die Lage
total verändert. Man hält es für
zweckmäßig, dass sie in Brüssel bleiben
kennt.
Und was soll ich hieren?
Wir setzen ihr Studium fort und warten,
bis man in den Neueisungen erteilt. Das
Netz in Dänemark wird vorläufig
zurückgestellt
und noch etwas kennt.
Sie sind ab sofort mir unterstellt,
ob es in passt oder nicht.
Carlos,
aufwachend Telefon.
Warum gehst du nicht ran?
Mitten in der Nacht. Ich möchte nicht,
dass immer der fährt, dass ich hier bin.
Ach was? Heb schon ab.
Ihr Gespräch nach auste bitte.
Ein Augenblick bitte.
Ja, Alamo,
sie sind doch nicht allein. Wir weinen
können sie sprechen?
Sie müssen sofort nach Brüssel kommen.
Aber ich kann hier nicht weg.
Nein, ausgeschlossen. Das Geschäft und
überhaupt,
ich kann doch hier nicht alles im Stich
lassen. Die Deutschen sind den spätesten
zwei Tagen hier.
Ich habe einen wichtigen Auftrag für Sie
und bringen Sie das Klavier mit.
Und wie komme ich mit dem Klavier durch
die Frontlinie?
Wir brauchen das Instrument dringend
hier.
Verstehen Sie doch.
Ja, hier in Brüssel.
Die Eisenbank geht von hier nicht mehr.
Vielleicht zu Fuß. Wie? Ich denke nicht
dran. Ich bin doch kein Selbstmörder.
Ja, dann
dann
wenn es für Sie zu schwierig ist nach
Brüssel zu kommen, dann bringen Sie das
Klavier wenigstens nach Knucke.
Die Adresse ist Ihnen bekannt.
Es ist eine Anordnung vom Dirigenten.
Haben Sie mich verstanden?
Vielleicht können Sie doch dann Konzert
geben.
In Ostende haben wir nicht das richtige
Publikum.
Haben Sie mich verstanden?
Ende.
Sie dürfen mich nicht für dumm
verkaufen. Leuten Michael Makarov.
Ich weiß ganz genau, warum sie nicht
nach Brüssel kommen wollten.
Soll ich ihnen eine Fahrkarte nach Moska
besorgen?
Wenn diese Frau nicht sofort
verschwindet, melde ich sie wegen
Befehlsverweigerung der Zentrale.
Madame Maurice ist gestern zu ihrem Mann
zurückgekehrt.
Ihr Glück, Makarov,
sie haben überhaupt Glück gehabt. Wenn
Sie sich nicht doch noch überwunden
hätten, hierher nach Knor zu kommen,
würden Sie jetzt samt unserem einzigen
Funkgerät unter den Trümmern ihres
zerbombten Hauses liegen. Raten Sie mal,
um wen es mir mehr Leid getan hätte.
Es war doch vorauszusehen, dass Ostende
Kampfgebiet würde, dass es schwere
Bombenangriffe geben würde. Das hätte
Ihnen als Offizier doch sofort klar sein
müssen.
Ich werde das Funkgerät selbst nach
Brüssel bringen.
Misstrauen Sie mir.
Wir werden den Funkverkehr mit Moska
aufnehmen.
Sie bleiben noch zwei Tage hier, dann
kommen Sie mal nach.
Wo soll ich mich melden?
Brüssel Etterbeg, rüdes Adrebat 101.
Guten Morgen,
Madame,
Sie wünschen bitte
ein Gruß aus Waterl.
Danke, Mr. Mler hat ihren Besuch bereits
angekündigt. Bitte sehr.
Ich bin die Hausdame
Herr Heichmann. Sie sind hier unten
untergebracht. Danke schön.
Madame, ihr Zimmer ist oben. Darf ich
vorausgehen?
Bitte.
Ich
heiße Ritter Arnult.
Wie darf ich Sie nennen?
Anna.
Sonst noch was?
Damit wir uns sofort verstehen, Riter.
Hier hat keiner danach zu fragen, wer
die anderen sind und wo sie herkommen.
Die Zentrale hat das angeordnet und
damit Bter.
Kommen Sie zurecht?
Ja, sicher.
Ich hoffe, dass wir sehr gut miteinander
auskommen werden.
Ja,
ich habe alles verschlüsselt.
Hoffentlich können Sie meine
Handschrift.
Das ist Moskau. Wir haben sie Verbindung
mit der Zentrale endlich.
Und sie hat ihm den Stuhl vor die Tür
gesetzt. Wirklich spricht doch ganz
arme Polet. Sie muss betrunken gewesen
sein dahinter. Sie hatte Grund.
Ach ja,
warum
Madame? Ich muss mich leider von Ihnen
verabschieden.
Sie gehen schon. Müssen sie uns wirklich
schon verlassen. Schön. Ich habe mich
sehr gefreut. Leider. Auf Wiedersehen.
Auf Wiedersehen. Gute Nacht.
Gute Nacht. Ich muss leider aufzähl
mir lieber noch was von
Wiedersehen.
Auf Wiedersehen.
Sie können sich
gefällt mir alles.
Großzügig eindrucksvoll.
Diese Einladungen sind eine gute Idee.
Wirklich eindrucksvoll
für einen Studenten der Volkswirtschaft
fast zu eindrucksvoll.
Vergessen Sie bitte nicht die Stamme aus
Uruguay aus reichem Haus.
Im übrigen hat Madame Barzer eingeladen
und als Witfe eines tschechischen
Millionärs kann sie sich diese Wohnung
durchaus leisten.
Sie kennen sie schon länger.
Wir haben uns vor zwei Monaten in einem
Luftschutzkeller kennengelernt. Nach der
Entwarnung habe ich die Koffer in die
Wohnung getragen.
Ich meinte, kennen Sie sie gut? Wirklich
gut?
So gut, dass ich die Absicht habe, zu
ihr zu ziehen. Oder ist das Ihrer
Meinung nach gegen die Vorschrift?
Dieser Wehrmachtsbeamte, der mit dem
roten Gesicht scheint eine gute Quelle
zu sein.
Ich habe Margarete schon gebeten, ihn
besonders aufmerksam zu behandeln und
wieder einzuladen.
Sie ist wirklich bezaubernd.
Ich gratuliere Ihnen.
Können wir ungestützt sprechen? Ich habe
noch ein paar Details für Sie.
Sobald ich in Paris bin, melde ich mich.
Ich hoffe, dass ich das neue Netz in
Frankreich rasch aufbauen kann.
Jetzt im Krieg dürfte das mit den
Franzosen keine allzu großen
Schwierigkeiten machen.
Meinen Sie
also ich heiße von jetzt an Jeanil B
geboren in Brüssel.
Der For Excellent Trench Code soll
Jaspers weiterführen.
Ich werde zusammen mit Großvogel in
Paris eine Import Exportfirma namens
gründen.
Hören Sie mir zu, wenn ich Ihnen was
sage.
Merken Sie sich das.
Büroräume mit einer guten Adresse hat
Großvogel in Paris bereits gefunden.
Lidohaus Chance Lys.
Gratuliere.
Reizend, dass mir das jetzt sagen. Haben
Sie noch mehr so Überraschungen auf
Lager?
Ja,
sie übernehmen die belgische
Organisation.
Von ihrer Seite. So viel Vertrauen,
wirklich überraschend. Ich handle nur
auf Anweisung der Zentrale.
Sie sind ein tüchtiger Mann kennt. Wenn
ich mit ihnen auch nicht in meiner
Meinung bin.
Sie müssen ihr Studium sofort abbrechen
und ausschließlich für die Organisation
arbeiten.
Hier drinnen
finden sie alle Unterlagen, die zur
Gründung einer Brüssel Firma namens
Simexco ebenfalls Importex Export nötig
sind. und äh eine Liste mit Namen von
belgischen Geschäftsfreunden,
die dann weiterhelfen können.
Die Büroräume, die wir für Sie
vorgesehen haben,
entsprechen ganz ihrem Lebensstil.
Wo
am Tisch links.
Ich zeige ih Brams und er mir
gut.
Alex schickt mich.
Kommen Sie von der Drause
direkt. Und
wie komme ich an Pier?
Robinson erwartet sie in Paris.
Hallo,
können Sie mir sagen, wo Pierre ist?
Wer?
Pierre. Ah, der ist im Büro. Так.
Das ist verboten, Genosse. Weißt du das
nicht?
Was?
dass wir uns hier treffen. Genasse.
Ich habe von der Zentrale die Erlaubnis
in Ausnahmefällen.
Ist das ein Ausnahmefall?
Ja, weiß Gott. Ja,
lass uns allein.
Ist in Ordnung.
Die Burschen brauchen nicht alles zu
hören. Nehmen Sie doch bitte Platz.
Sie haben den Auftrag in Frankreich ein
Netz aufzubauen.
Ja.
Was kann ich für Sie tun, Genosse
Oberst?
Ich weiß von Henry, dass die Partei über
gute Kontakte und viele Verbindungsleute
verfügt.
Ihr sollt mir helfen, an diese Leute
ranzukommen.
Ich brauche einem Oberst der roten Armee
wohl nicht zu erklären, warum der
Geheimdienst und die illegalen
Parteiapparate nicht zusammenarbeiten
dürfen.
Ihr könnt mich doch jetzt nicht im Stich
lassen.
Wenn ich etwas Wichtiges habe für Sie,
wo kann ich sie erreichen?
Schreiben Sie mir eine Ansichtskarte vom
Sagrikur mit unverbindlichem Text.
Drei Tage nach dem Datum, das auf der
Karte steht, treffen wir uns um 6 Uhr
Nachmittag an der Kanalschleuse.
Adresse
Jeanil Bär,
Postfach 3675.
Ist das alles? Ich
brauche Informanten,
Leute, die Material sammeln, das für die
Zentrale wichtig ist, die beutschen
Behörden arbeiten, bei der
Militärverwaltung in Wishi,
bei der Post bei der Eisenbahn, in den
Fabriken.
Ich kenne einen Mann im Hotel Rafael,
der als Tollmetcher bei den Deutschen
arbeitet und der ein Verhältnis mit der
Sekretärin eines höhen Offiziers hat.
Ein Russe
Immigrant.
Ja.
Baron Maximovic.
Ja,
ich soll Sie von Pier grüßen. Er schickt
ihn dieses Buch. Emil Solat zweiter
Band.
Nehmen Sie Platz. Danke.
Was haben Sie zu bieten
zu landen? Baron.
Es ist mir eine aufrichtige Freude.
Herr Meindel sagt, sie wären der beste
Zizerone von Tuparen.
Wenn Sie sich mir anvertrauen wollen,
ich verspreche Ihnen ein exzellentes
Dinner und einen sehr amüsanten Abend.
Gut, es gibt in Paris nämlich immer noch
erstklassische Restaurants, wo man auch
heute noch sehr gut essen können.
Tut mir leid, Oberalmeister,
ich habe keine Ahnungliche Löcher.
Mauselöcher so groß drei Finger kann man
einen Augen bitte.
Sie entschuldig. Im Herbst 1940 gründet
Trepper in Paris die Export Importfirma
Simex, die mit den Dienststellen der
deutschen Wehrmacht und mit der
Organisation TOT einen schwungvollen
Handel betreibt. Damit wird nicht nur
eine geschickte Tarnung für die
Spionagetätigkeit des Netzes geschaffen.
Es werden auch die notwendigen
finanziellen Mittel für die Gruppe
bereitgestellt.
Dass das Netz im Jahre 1941 bereits über
weitreichende Kontakte und
Informationsquellen verfügt ist in
erster Linie dieser Firma zu verdanken.
einfach überlastet.
Viele Angestellte der Simex, auch ihr
Geschäftsführer Alfred Cert, sind von
Treppern nicht eingeweiht worden und
haben keine Ahnung vom eigentlichen
Gründungszweck der Firma.
Die 80.000 Sack Zement reichen vorerst.
Am wichtigsten sind jetzt Bagger.
Kräne und Schienen für die
Feldeisenbahn.
Aber Schienen sind sehr schwer
aufzutreiben, Herr Oberleuten und
weiß, ich weiß, aber bisher haben sie
doch alles organisiert.
Sind meine Ausweise fertig?
Selbstverständlich.
Auf mich können sich verlassen.
Bitte.
Das ist ein Ausweis als Lieferant der
Organisation Z. Unterschreiben hier.
Dann der Paserschein für Sitzführ
Staatsgebiet und der Sonderausweis für
das Sperrgebiet an der Kanalküste.
Mhm.
Ich bräuchte auch noch ein paar Ausweise
für meine Geschäftsvertreter, Herr
Oberleutnand.
Das ist völlig ausgeschlossen, Herr
Schwe.
Ja, aber ich kann doch nicht den Tulon
Kiploren beschaffen und gleichzeitig in
Reis wegen der Staharmeere für die
Stadtbahn verhandeln. Dazu habe ich
meine Geschäftsvertreter und die
brauchen eben Ausweis. Das ist nicht so
leicht, wie sie denken. Da kommt die
Militärverwaltung mit Rückfragen, dann
die Sicherheitspolizei. Das gibt Ärger,
Herr Schieber.
Ja, ja, ich weiß, ich weiß. Es ist eine
schreckliche Zeit.
Sie müssen als Offizier
Schwarzmarkeschäfte machen mit uns. Wir
müssen, um überleben zu können,
Schwarzmarktgeschäfte machen mit ihnen.
Es gibt ein deutsches Sprichwort.
Eine Hand wäscht die andere.
Hier
ist die Liste meiner Mitarbeiter. Hinter
jeden Namen habe ich die gewünschte Art
des Ausweises vermerkt.
Sind das qualifizierte Leute?
Unsere Mitarbeiter verstehen Handwerk,
Herr Oberlaordnand.
Ich arbeite nur mit qualifizierten.
Ach bitte Frau Verwer, würden Sie davon
eine Abschrift machen?
eintragen und sofort bitte sofort unter
Verschluss nehmen.
Wollen Sie darauf warten?
Keine Zeit. Ich fahre jetzt zur
Kommandantur. Bin dann beim Chef der
Transportabteilung um halb wieder hier,
falls jemand nach mir fragt.
Sie sollen Major Steffen noch anrufen.
Keine Zeit, keine Zeit.
Hast du es?
Ja.
Wie viel Zeit haben wir?
Eine halbe Stunde. Höchstens.
davon.
Ich erledige es sofort. Tag.
Guten Tag.
Ist der Chef da?
Ja, in seinem Zimmer.
Er hat schon dreimal nach.
Hallo, hier Paris. Hallo. Ja, hier ist
Paris.
Alle Queren sprudelten wieder mal
ergiebig.
Ich hätte noch heute Abend die
Möglichkeit nach Brüssel zu fahren.
Ich werde über Kennt dritter zur
Hauptpust bestellen.
Wann kannst du in Brüssel sein?
Gegen se aber sagen wir
Sicherheitshalber 7:30.
von Baron Maximowic.
Truppenbereitstellungen im Raum College
Dealscher Angriff
gegen Sowjetunion.
22. Juni
4 Uhr. Ich muss sofort nach Vi, unseren
Botschafter verständigen.
General Susloparo schläft bereits, Herr
Oberst.
Erwecken Sie ihn. Es ist wichtig. Wie
stellen sich das vor? mitten in der
Nacht. Es handelt sich um eine Nachricht
von allergrößter Bedeutung für die
Sowjetunion.
Sie haben doch Funkverbindung mit
Moskau. Genosse General.
Sie wissen doch ganz genau genauso Herr
Obersst, dass sie nicht hierherkommen
dürfen.
Bitte. Ein Führungsoffizier des
Geheimdienstes darf unter keinen
Umständen eine sowjetische
Auslandsmission betreten.
Aber ist denn nicht klar geworden, dass
die Deutschen morgen früh die
Sowjetunion angreifen?
Das meinen Sie. Seit einem Jahr bekomme
ich derartige Schauermeldungen.
Ich werfe sie alle in den Papierkor.
Dieses Material enthält eindeutige
Informationen über Truppenverschiebungen
in Polen, Äußerungen maßgeblicher
deutsche Offiziere über den
Angriffstermin und ein Dokument aus dem
Absicht mich lächerlich zu machen.
Glauben Sie im Ernst, dass sich die
Politik der Sowjetregierung an
Casinogeschwäz orientiert?
Der Grandchef hatte General Susloparov
richtig informiert.
Am nächsten Morgen, am 22. Juni 1941
überschreiten die deutschen Truppen die
russische Grenze und überrumpeln die
sowjetischen Grenzarmeen.
Ein erbitter Krieg zwischen Nazi
Deutschland und der Sowjetunion beginnt.
Die Stunde der Bewährung für die Agenten
der Roten Kapelle ist gekommen.
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