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Original subtitles

So, Graf Döner.

Majestät. Sind Sie auch froh, dass diese anstrengenden Hochzeitsfeierlichkeiten

vorbei sind?

Gewiss, Majestät.

Nur zu viel Arbeit hat sich angehäuft.

Das wird kaum mehr passieren, Majestät.

Majestät, die Herren Minister sind vollzählig versammelt.

Ja, lassen Sie eintreten.

Bitte, meine Herren.

Exzellenz, ich bitte um Ihre Berichterstattung.

Majestät, im gestrigen Ministerrat stand als erstes Problem die von Eurer

Majestät vorgesehene Amnestie in Ungarn zur Debatte.

Der Ministerrat, ich bedauere das sagen zu müssen, hat sich einstimmig gegen

diesen Erlass ausgesprochen.

Die Gründe?

Der Minister des Äußerns, so wie alle anderen Minister, sind der Auffassung,

dass diese Amnestie eine neue, unabsehbare Gefahr für Österreich

Eine weitaus größere Gefahr bedeutet es, wenn man ein Land ständig als Feind

betrachtet.

Ich würde die Amnestie auch gegen den Willen meiner Minister erlassen.

Weil die dürfte ich... Und wünsche, dass sie unverzüglich verlautbart werde.

Der Herzogin Sophie...

Ich möchte mit Gräfin Esterhage Lichtenstein allein sein.

Gräfin Esterhage, ich habe Sie zur Obersthofmeisterin Ihrer Majestät

weil ich Vertrauen zu Ihnen habe.

Ich wünsche über alles, was Ihre Majestät tut, genaues informiert zu

Nicht aus Neugierde, sondern weil ich finde, dass Ihre Majestät schon in

Anbetracht ihrer Jugend, meiner Lenkung bedarf.

Ich werde mich des Vertrauens, das kaiserliche Hoheit in mich setzen,

würdig erweisen.

Was haben Sie mit zu berichten?

Es ist schon wieder ein neuer Frei angekommen. Ich möchte kaiserliche

die Erlaubnis, bis ich die Vögel in die Menagerie abliefern zu dürfen.

Das Geschrei ist unerträglich.

Wenn Ihre Majestät Gefallen an diesen Tieren findet, so mag sie sie halten, wo

es ihr beliebt.

Und wenn Ihnen das Geschrei auf die Nerven geht, Gräfin, empfehle ich Ihnen,

Wasser in die Ohren zu stopfen.

Bitte öffnen Sie diese Lade.

Was ist das für ein Buch? Das Tagebuch Ihrer Majestät. Geben Sie es mir.

Haben Sie mir sonst noch etwas zu berichten?

Ihre Majestät hat sich über die primitiven Badegelegenheiten im Schloss

Hier hat Maria Theresia gelebt und gebadet. Das wird auch für eine kleine

bayerische Prinzessin, die zufällig Kaiserin geworden ist, gut genug sein.

Noch etwas. Ihre Majestät hat sich mehrmals erkundigt, ob sich ein Oberst

aus Ischl noch nicht zur Audienz gemeldet hat. Oberst Böckel?

Ischl?

Kenn ich nicht.

Na, dann schauen Sie mich doch etwas genauer an.

Fällt Ihnen nichts auf an mir, Herr Postmeister?

Da hast du dir vielleicht die Haarschneide gelassen.

Blicken Sie etwas tiefer, Herr Postmeister.

Ach, der Schnur bohrt dich weg. Noch tiefer.

Böckel, du bist zum Oberst. Mehr noch, ich bin nach Wien versenkt.

Ich gratuliere dir. Ja, wieso denn?

Erinnerst du dich an den Ring, den die Katerin, wie sie damals noch Prinzessin

war, hier bei dir verpfändet hat? Wie sie das Telegramm von sich bezahlen

können. Richtig.

Diesen Ring habe ich ihr persönlich in einer Audienz überreicht.

Worauf? Seine Majestät persönlich meine Versetzung nach Wien angeordnet hat. Wo

ich nur ihrer Majestät zur persönlichen Verfügung zu stehen habe.

Meiner lieben Elisabeth.

Unsere Elisabeth.

Nein.

Meine. Meine Elisabeth, lieber Freund, mir ist etwas Entsetzliches passiert.

Was ist denn passiert?

Stell dir vor, ich habe mich in die Kaiserin verliebt.

Wenn sie mich ansieht, dann setzt mein Gehirn aus. Wenn sie mit mir spricht,

dann fange ich an zu stottern.

Und wenn sie mich anlächelt, dann bin ich einer Ohnmacht nahe.

Ihr Lächeln, dieses Lächeln.

Liebe Sie.

Kroatisch werde ich nie lernen.

Was kommt jetzt?

Noch eine Sprachstunde, meistet Ungarisch.

Ach, das ist ungeliebig. Ich liebe überhaupt alles, was Ungarisch ist. Sie

Griechen? Ich hasse alles, was Ungarisch ist.

Ach ja, Sie haben in Ungarn Ihren Mann verloren.

Es tut mir leid, dass ich durch meine Frage dieses traurige Erlebnis in Ihnen

wachgerufen habe.

Ihre Kaiserliche Hoheit Erzherzogin Sophie hat mich beauftragt, Eurer

diese Erläuterungen des spanischen Hofzeremoniels zu überreichen.

Eure Majestät mögen dieselben auswendig lernen.

19 seit... Was heißt das?

Zutritt haben nur die allerhöchsten Frauen und die palast - und

appartementmäßigen Damen.

Was sind appartementmäßige Damen?

Appartementmäßige Damen sind diejenigen, die zum Unterschied von denjenigen des

kleinen Zutritts nach erhaltener Ansage in den Appartements der Kaiserin

erscheinen dürfen.

Wer zu der Kaiserin kommen darf, ist ganz genau festgelegt.

Nur 23 den größten historischen Familien des Landes angehörende Herren und

229 Damen des sogenannten großen Zutrittes.

Schön. Ich werde mich bemühen, diesen Unsinn auswendig zu lernen.

Grifin Belgat!

Meistens.

Lassen Sie Dr.

Falk eintreten, damit ich ein bisschen frische Luft atmen kann.

Sie waren gestern bei seiner Majestät in Audien.

Jawohl, kaiserliche Hoheit.

Aus Ihrer Miene entnehme ich es, dass Sie mir nichts Erfreuliches zu berichten

haben.

Ich fürchte, kaiserliche Hoheit werden über die Nachricht, die ich bringe,

ebenso bestürzt sein wie ich.

Aber mit Grammatik wollen wir Schluss machen.

Ich möchte, wenn Majestät gestatten, wieder von den Schönheiten der

Landschaft sprechen.

Ja, bitte tun Sie das. Haben Sie mir wieder Bilder mitgebracht? Egen,

Einige von der Pusta.

Von der ungarischen, unendlichen Tiefebene.

Mit jedem Schaf und...

Rinderherren. Schön.

Und das ist hier die königliche Burg in Ofen, die jetzt schon 325

Jahre verweist dasteht.

Wann wird dort wieder ein König einziehen?

Ein König, der den Ungarn die Freiheit wiedergibt.

Ich werde alles, was in meiner Macht steht, tun, um ihrem Land zu helfen.

Ich weiß nicht, wieso.

Aber ich fühle mich zu dem ungarischen Land, obwohl ich es gar nicht kenne, so

hingezogen wie zu keinem anderen.

Das spürt man, Majestät.

Und auch die Ungarn, die eure Majestät noch gar nicht kennen, die von eurer

Majestät nur das wissen, was ich in ungarischen Zeitungen geschrieben habe,

verehren eure Majestät.

Mehr noch, sie lieben eure Majestät, weil sie wissen, dass Majestät ihr guter

Engel sind.

Du hast den Belagerungszustand in Ungarn aufgehoben und eine Amnestie erlassen?

Ja, Mama.

Gilt diese Amnestie auch für den Anführer der Rebellen?

Für diesen Graben Andraschi?

Aber gewiss, Mama.

Ich möchte nicht, dass irgendjemand in meinem Land traurig ist, wo ich selber

glücklich bin.

Ja, aber Franz.

Man kann doch nicht aus seiner Sentimentalität heraus regieren.

Wir waren uns doch darüber einig, dass ein Aufstand nur durch strenge und

äußerste Härte gebrochen werden kann.

Ja, Mama, aber versöhnen kann man doch nur durch Güte.

Ich kann mir denken, auf welchen Einfluss deine Entscheidung

Sie haben recht, Mama.

Sieh sie.

Und ich bin ihr unendlich dankbar dafür.

Ich bin neugierig, ob du ihr auch dafür dankbar bist.

Was ist das?

Ihr Tagebuch.

Wie kommen Sie zu Sissis Tagebuch, Mama?

Das ist gleichgültig.

Schau es dir an.

Ich möchte es nicht lesen, bevor sie es gestattet hat.

Dann werde ich dir eines ihrer Gedichte vorlesen.

Es kehrt der junge Frühling wieder und schmückt den Baum mit frischem Grün und

lehrt den Vöglein neue Lieder und macht die Blumen schön erblühen.

Das ist doch sehr hübsch, Mama.

Doch was ist mir die Frühlingswonne hier in dem fernen, fremden Land?

Ich seh mich nach der Heimatssonne, ich seh mich nach der Isarstrand.

Ich möchte Sie bitten, mich jetzt allein zu lassen, Mama.

Es sind eben neue Sitten hier eingezogen.

Wer ist der nächste Audienzbesucher? Und der Gesandte in Paris.

Dann lassen Sie ihn wieder erst in zwei Minuten eintreten. Der Befehlmeister.

Servus, Franz.

Ich gehe gleich wieder.

Ich habe nur so viel Indukt nach dir gehabt.

Und dann wollte ich dich noch fragen, ob du mich überhaupt noch magst.

Nein, gar nicht mehr.

Und warum nicht?

Weil du dich den ganzen Tag nicht um mich kümmerst.

Ich?

Du kümmerst dich nicht um mich?

Immer sitzt du da an deinem Schreibtisch und regierst.

Ich weiß gar nicht mehr, wie du aussiehst.

Sie sind ohne ihn nicht mehr frisch.

Ja, ja, ich bin eifersüchtig.

Eifersüchtig auf wen?

Auf diesen Schreibtisch.

Mein Tagebuch?

Ja, Mama hat es hergebracht.

Dann hat sie es aus meinem Schreibtisch genommen.

Das weiß ich nicht. Ich habe es jedenfalls nicht berührt.

Ich hätte mich auch gewundert, wenn es anders gewesen wäre.

Mama hat mir ein Gedicht vorgeladen.

Ein sehr hübsches Gedicht nur.

Du wirst Heimweh nach Bayern, Sissi.

Ja, wenn ich allein bin.

Sissi, deine Heimat ist doch Österreich.

Sicher, aber...

Ich kann auch nichts dafür, wenn ich mich manchmal nach Possenhofen sehne.

Nach den Bergen, nach meinen Geschwistern und nach den Eltern.

Verstehst du das nicht?

Ja, ich verstehe es.

Und doch auch wieder nicht. Ich tue doch alles, um es dir in deiner neuen Heimat

so schön wie möglich zu machen.

Ich dachte, du bist glücklich.

Bin ich ja auch.

Aber nur, wenn du bei mir bist.

Und du bist so selten bei mir.

Der österreichische Gesandte in Paris, Freier von Hübner.

Ich lasse bitten.

Hier ist jemand bei Tisch.

Was machst du bitte?

Auf dich warten, wie immer.

Vielleicht werde ich ein bisschen reiten.

Aber bevor wir zu Tisch gehen, komm bitte noch in mein Zimmer. Ich muss dir

etwas Wichtiges sagen.

Herr Oberst, wie stellen Sie sich das eigentlich vor?

Sie kommen aus Ischl und sagen, Sie wollen mit der Kaiserin sprechen.

Sie glauben, das geht so mir nichts, dir nichts. Lieber Herr Zeremonienmeister,

ich bin ja dienstlich hier.

Ja, glauben Sie, ich bin zu meinem Vergnügen hier?

Herr Oberst, Sie werden sich ein bisschen umstellen.

Bis jetzt waren Sie im Militärdienst, aber hier herrscht Hofdienst.

Hier ist alles etikettet.

Und darum haben sie erstens um eine Audienz bei ihrer Majestät anzusuchen

zweitens zu warten, ob ihre Majestät die Audienz überhaupt bewilligt. Und

drittens haben sie zu warten, bis ich ihnen sage, ob ihre Majestät...

Drehen

Sie sich um.

Sein Gesicht habe ich schon einmal gesehen.

Mehrmals, kaiserliche Hoheit. Ich hatte schon in Ischl das Vergnügen.

Ich meine die Ehre.

Ach ja, ich erinnere mich. Er ist dieser Unglücksmensch, der mir die

verworrensten Berichte erstattet hat.

Wieso bitte?

Herr Zeremonienmeister, wollen Sie dem Herrn Oberst klar machen, dass er bei

keine Fragen zu stellen hat? Jawohl, kaiserliche Hoheit.

Außerdem steht auf meinem Kleid... Herr Oberst!

Verzeihen! Also,

bei

der Kaiserin Mutter haben Sie keinen Stein im Brett? Sie bei mir auch nicht.

Herr Oberst, Sie haben an den allerhöchsten Personen...

keinerlei Kritik zu üben. Das war keine Kritik, das war eine Feststellung. Auch

Feststellungen kommen Ihnen hier bei Hof nicht zu.

Bei Hof kommt Ihnen überhaupt nichts zu.

Aber ich sehe schon, mit Ihnen werde ich es sehr schwer haben.

Wo sind wir vorhin stehen geblieben? Da drüben. Aber nein, ich meine, wovon wir

gesprochen haben. Ah, von der Etikett. Sehr richtig.

Sie haben also erstens, um eine Audienz bei Ihrer Majestät anzusuchen.

Zweitens haben Sie zu warten, bis Ihnen Ihre Majestät die Audienz gewährt. Und

drittens haben Sie wieder zu warten, bis ich Ihnen sage, wann diese Audienz bei

Ihrer Majestät... Keine Angst, passiert nicht mehr. Nein, Ihre Majestät, Ihre

Majestät.

Ich freue mich, dass Seine Majestät meinen Wunsch, Sie in meiner Nähe zu

so schnell erfüllen kann.

Majestät, ich bitte sagen zu dürfen, dass... Ja?

Ich... Nun, was wollten Sie sagen?

Es ist mir entfallen.

Ich weiß schon.

Ich bitte sagen zu dürfen, dass Eure Majestät keinen treueren Diener haben

werden, als meine Wenigkeit.

Davon bin ich überzeugt.

Was haben Sie, Herr Oberst? Herr Zeremonienmeister, ein Glas Wasser.

Ist Ihnen schlecht?

Dieses Lächeln.

Dieses Lächeln. Was für ein Lächeln?

Ihr Lächeln.

Mein Lächeln?

Nein.

Das Lächeln Ihrer Majestät.

Dann ist mein Weiberl schlecht aufgelegt.

Erstens bin ich kein Weiberl und zweitens bin ich glänzender Laune.

Bitte, was hast du?

Ich bin glänzender Laune.

Na bravo.

Guten Morgen, Gräfin.

Ich möchte wissen, ob sich Ihre Majestät bereits dem Studium des

Hofzeremonielles unterzogen hat.

Noch nicht, kaiserliche Hoheit. Ihre Majestät ist ausgeritten.

Das habe ich mir gedacht.

Die Pferde sind ja wichtiger als alles andere.

Also Sophie, wenn du mich fragst, mir auch.

So, und jetzt gehe ich in den Prater.

Ja, du dann.

Nicht voll, Sophie.

Auf Wiedersehen.

Na, was ist denn?

Ich weiß es ja.

Guten Morgen, Majestät.

Ich habe gehört, du bist im Prater.

Habe ich mir gedacht, ich komme auch herunter.

Das freut mich. Wie geht es dir denn?

Danke, sehr gut, Majestät.

Du brauchst aber nicht so zu schreiben mit mir. Ich höre jedes Wort.

Ihr seid wandern.

Seit jeher.

Aber ich höre nur das, was ich hören will. Weißt du, das ist sehr praktisch.

Weil ich was nicht hören will, höre ich es einfach nicht.

Du fragst einmal, zweimal, dreimal.

Ein viertes Mal ist ihm schon zu langweilig und ich erspare mir die

Also du bist wirklich ein Original.

Aber Majestät, bitte, das bleibt unter uns.

Ja, das verspreche ich dir.

Na bravo. Auf Wiedersehen.

Auf Wiedersehen, Majestät.

Was sagen Sie da?

Ihre Majestät hat Einkäufe gemacht?

Ja, kaiserliche Hoheit, auf dem Kohlmarkt.

Von wem weiß man das?

Vom Kutscher.

Er hat erzählt, dass Majestät kaum zum Wagen gelangen konnte und dass die

Menschenmenge in ihrer Begeisterung das Kleid ihrer Majestät zerrissen hat.

Unfassbar.

Sitti? Ja?

Bist du denn fertig?

Ich habe mich beeilt, weil ich neugierig war.

Was du mir so Wichtiges zu sagen hast.

Ja, ich wollte dich fragen, ob du schon weißt, dass wir einen neuen Papagei

haben.

Oh, den roten?

Ja. Von wem ist er denn?

Von Tante Marie.

Und dann wollte ich dich noch fragen, ob du weißt, was heute für ein Tag ist.

Heute?

Donnerstag?

Naja, du hast so viel zu tun.

Du darfst so etwas vergessen.

Heute sind wir vier Wochen verheiratet.

Was, tatsächlich?

So lange ist das schon her?

Ja.

Ein kleines Hochzeitsgeschenk. Ich hoffe, es macht dir Freude.

Das ist sehr lieb, dass du daran gedacht hast.

Das habe ich in einem Geschäft am Kohlmarkt entdeckt.

Ach, du warst am Kohlmarkt?

Ja. Ich wäre beinahe nicht mehr nach Hause gekommen.

Die Wiener sind schon sehr nett. Die haben mir verfreudet, das Kleid zu

Verrissen.

Also schau, das sind alles Bilder von Wegern.

Burgtor, Schloss Lachsenburg, die Spinnerin am Kreuz.

Wie bezaubernd das alles gemacht ist. Diese winzigen Figuren.

So wie duftig die Bäume gemalt sind.

Und was ist das da?

Das ist die Weilburg in Baden.

Was ist denn das?

Das ist mein Hochzeitsgeschenk.

Das darfst du doch nicht vergessen.

Ich werde nie vergessen, wie glücklich du mich in jeder Minute gemacht hast.

Nie.

Ich bin sehr glücklich.

Und jetzt müssen wir leider gehen.

Wir haben Gäste.

Und das da.

Bevor ich mir nachrede.

Ja, was ist denn das?

Jawohl, ein Münchner Bier.

Und das Schweinfaxen.

Das ist eine neue Überraschung von mir, liebe Mama.

Franz, du bist wirklich ein Schatz.

Wie lange habe ich mich danach gesehnt.

Schwiegermama, möchten Sie auch Bier?

Nein.

Eher Baldrian Tropfen.

Und du, Schwiegerpapa?

Bitte?

Und du, Schwiegerpapa, möchtest du auch Bier?

Ja, natürlich.

Franz? Ob jemand?

Eminente auch?

Gerne, Majestät.

Na also, die Mehrheit ist für Bier.

Ich bin nur neugierig, wie das Bier schmecken wird. Und ich erst.

Wunderbar. Die Schweinsacklisse ist großartig. Na, bravo.

Prost. Prost.

Prost.

Nicht schlecht.

Franz Carlo!

Na bravo!

Ich hoffe aber, lieber Franz, dass das nur eine einmalige Überraschung ist.

Und dass du nicht das Schloss Schönbrunn und die Wiener Hofburg in ein Wiener

Hofbräuhaus verwandeln wirst.

Bestimmt nicht, liebe Mama.

Marc! Ja?

Ein Brief von der Sissi, du. Was? Ja.

Was schreibt's denn?

Ich weiß nicht, ich habe ihn noch nicht gelesen. Einen Moment.

Geliebte Eltern, heute habe ich zum ersten Mal nach langer, langer Zeit

Bier getrunken und eine Schweinshaxen gegessen.

Es war herrlich.

Ich habe dabei natürlich gleich an Papeli gedacht.

Naja, meine Sehnsucht nach euch und nach unseren Bergen wird von Tag zu Tag

größer. Ich habe hier alles und eigentlich nichts.

Wie sie es vorausgesehen hat, sie sitzt in einem goldenen Käfig.

Ob es so ein Glück für sie war?

Aber die Hauptsache ist, dass sie den Franz so gern hat.

Und er sie.

Sie schreibt, Franz ließ mir jeden Wunsch von den Augen ab und trägt mich

Hände.

Und du trinkt nicht so viel.

Also du tragst mich nicht auf Händen.

Du schimpfst mal bei mir.

Aber geht.

Schau, Wickel.

Ich glaube, das ist alles Schicksal. Ich meine nicht, dass ich gerne ein Bier

trinke, sondern dass unsere Sissi Kaiserin geworden ist.

Umsonst geschieht nichts auf dieser Welt.

Wahrscheinlich hat sie irgendeine Mission zu erfüllen.

Wer ist der nächste Audienzbesucher?

Graf Julius Andraschi.

Lassen Sie den Grafen eintreten.

Graf Julius Andraschi.

Graf Julius Andraschi.

Ich freue mich, Graf Andraschi in Wien begrüßen zu können.

Reden Sie näher.

Meistet, mein erster Weg, nachdem ich aus dem Exil zurückkehren durfte, war

für Eure Majestät, um Eurer Majestät zu danken.

Für das, was Eure Majestät für Ungarn getan hat.

Stehen Sie auf, Graf Andraschi.

Die Amnestie hat der Kaiser erlassen. Ihn müssen Sie danken.

Ich spreche nicht von der Amnestie, Majestät.

Eine Amnestie kann den Hingerichteten nicht das Leben und den heimgesuchten

Familien nicht das Glück zurückgeben.

Aber ein Herz, das für eine Nation schlägt, kann alles wieder gut machen.

Und für diese Liebe möchte ich Eurer Majestät danken.

Ich werde auch in Zukunft alles tun, um Ungarn, Österreich und damit auch dem

Kaiser näher zu bringen und um ihrem Land die Gleichberechtigung

Damit aber das Wort Gleichberechtigung kein leeres Wort sei, möchte ich Sie und

alle aus dem Exil heimgekehrten Ungarn mit ihren Damen zum nächsten Hofball

einladen. Wir wollen an diesem Tag die Stunde feiern, die unsere Herzen

näher gebracht hat.

Ich bin empört.

Was hast du gehört?

Ich bin empört.

Ja, worüber denn?

Dass Elisabeth unsere Feinde hier eingeladen hat.

Besonders diesen Grafen Andrasch, diesen Aufrührer.

Ach, geh.

Ja, ich kann es eben immer noch nicht vergessen, dass er ein Ungar war, der

Dolch gegen Franz erhoben hat.

Und jetzt ist er hier schutzlos seinen Feinden ausgerüstet.

Kaiserliche Hoheit, Graf Julius Andersche bittet um die hohe Ehre

werden zu dürfen.

Na bravo.

Ich habe keine Veranlassung einem Rebellen, auch wenn ihn die Amnestie

gemacht hat, die Hand zu reißen.

Kaiserliche Hoheit, wie soll ich das dem Grafen sagen?

Deutsch oder Ungarisch?

Das ist mir egal.

Schade, dass der weitere Ball zu Ende ist.

Dann muss ich dich wieder den anderen überlassen.

Meine Herren, die Kälterin Mutter hat mich und damit uns alle öffentlich

brüskiert, indem sie die Amnestie als eine belanglose Formsache hinstellt und

uns weiterhin als Feinde betrachtet.

Unfassbar!

Ich bin dafür, dass wir demonstrativ den Hofball verlassen. Ich bin ganz deiner

Meinung. Das könnt ihr nicht machen.

Schließlich seid ihr Gäste des Kaiserpaars und nicht der Kaisermutter.

ganz egal.

Wir dürfen uns einen solchen Affront nicht bieten lassen.

Bitte verzeihen Sie unsere Damen. Natürlich.

Es tut mir leid.

Jura.

Jura. Jura. Jura. Jura.

Jura.

Jura.

Wo sind denn die anderen?

Maistät, ich bitte, untertehe nicht zum Verzeihung, wenn ich es wage, Eure

Maistät anzusprechen.

Was ist denn geschehen?

Die ungarischen Gäste wurden von Ihrer kaiserlichen Hoheit, Erzherzogin Sophie,

brüskiert. Sie wollen demonstrativ den Ball verlassen.

Erzherzogin Sophie hat uns beleidigt. Und Andraschi will, dass wir den Ball

demonstrativ verlassen.

Majestät, ein Verlassen des Festes würde einem Bruch der neuen

freundschaftlichen Beziehungen gleichkommen.

Aber wie kann man sie zurückhalten?

Dr. Falk, bitte lassen Sie mich allein.

Majestät.

Du bist doch immer so blass.

Franz, bitte verzeih, wenn ich jetzt etwas tue, was gegen das spanische

Hofzeremonial verstößt. Aber ich tue es für dich und für dein Land.

Was willst du denn tun, Fifi?

Aber das ist ja unmöglich, Gräfin.

Ich weiß es.

Aber es ist der ausdrückliche Wunsch Ihrer Majestät.

Tja.

Meine Damen und Herren.

Auf allerhöchsten Befehl, Damenwald.

Damenwald. Damenwald.

Hast du das angeordnet, Franz? Nein, ich.

Herr Oberst, überbringen Sie dem Grafen Andraschi meine Aufforderung zum Tanz.

Jawohl, Majestät.

Also, ich bin sprachlos.

Sind alle unsere Landsleute beisammen? Ja. Aber müssten wir uns nicht von

Majestät verabschieden? Nein.

Ich glaube,

dass diese Auszeichnung der Kaiserin größer ist als die Beleidigung der

Schwiegermutter. Wir müssen bleiben.

Griffin Caroli, fordern Sie seine Majestät zum Tanz auf.

Gerne.

Darf ich Sie zu den Majestäten führen?

Ich bete darum.

Und du stehtst da, Franz, und sagst nicht.

Ich kenne zwar noch nicht die Gründe, Mama, die Sie sich dazu bewogen haben,

diesen Schritt zu unternehmen, aber es ist selbstverständlich, dass ich mich

allem, was sie tut, identifiziere.

Majestät, darf ich um den Tanz bitten?

Gerne.

Für mich ist dieser Hof bald zu Ende.

Ja, aber warum?

Um Gottes Willen!

Was ist geschehen? Ein Attentat? Die Kaiserin ist ohnmächtig geworden.

Wissen wir noch nicht. Hältst doch bei ihr. Das kann nur die Ursache gewesen

sein. Sicher ist ihre Majestät vom Pferd gestürzt.

Aber das hätte ich doch sehen müssen. Ich war doch immer in ihrer Nähe. Die

Kaiserin im Fraß, da wäre jetzt nicht wahnsinnig dabei.

Ich glaube, es ist der Blinddarm. Die Kaiserin hat schon mehrmals über

geschlagt. Ich bin vollkommen überzeugt, dass nur die Auseinandersetzung mit der

Herzogin doch nie daran schuld war.

Sollte man nicht seine Majestät verständigen, dass der Arzt bei der

ist? Nein.

Seine Majestät darf im Augenblick nicht gestört werden.

Eben ist der russische Gesamt in Audienz. Der Kaiser steht vor schweren

Entscheidungen, die möglicherweise Krieg bedeuten könnten.

Ist Frau Frazeeburger noch bei Ihrer Majestät? Ja, kaiserliche Hoheit.

Ja.

Wie ist der Brand, Herr Wolfram?

Ich glaube nicht, Majestät. Nur das Reiten.

Das müssen Majestät in nächster Zeit lassen.

Große Sorge.

Es muss aber sein, Majestät.

Ja, hat es mir denn so geschadet?

Geschadet? Nein, nein, nein.

Mir verfehlt mir denn dann.

Majestät, find's gut zur Hoffnung.

Nein.

Nein! Ja, Majestät.

Herr Doktor!

Herr Doktor!

Mein Sohn!

Was hat denn das zu bedeuten?

Franz, ich muss dich dringend sprechen.

Entschuldigen Sie, Excellenzen.

Vicky, was ist denn los?

Franz! Ja?

Wir bekommen ein Kind.

Sieh sie. Ist das wahr? Ist das wirklich wahr?

Ja, ja.

Sieh sie.

Nicht drücken.

Nicht drücken.

Wir müssen jetzt sehr vorsichtig sein.

Eine Neuigkeit.

Was ist?

Eine schöne Neuigkeit. Was ist denn geschehen? Aus Wien.

Von der Titti.

Von der Titti?

Ja, na, na.

Die Titti kriegt ein Kind.

Gratuliere, du wirst Großvater.

Thomas muss immer alles gleich auslauten.

Ja, Kinder, es ist wirklich was. So Gott will, werdet ihr im Frühjahr alle

kleine Onkeln und Tanten sein.

Hurra! Ich bin ein Onkel! Und ich bin eine Tante! Du auch!

Ja!

Königliche Hoheit, darf ich die herzlichsten Glückwünsche aussprechen.

Ich danke Ihnen, danke schön.

Jetzt bringen Sie schnell eine Flasche Champagner, diese freudige Nachricht.

Müssen wir begießen. Jawohl, Königliche Hoheit.

Jetzt habe ich Schluss.

Jetzt gehen wir schlafen, ja? Thomas!

Ja, ja, ja, bringen Sie die Onkeln und tanzen ins Bett. Jawohl. Morgen wieder,

ja? Komm, Onkel Kacke.

Nacht, Nacht, Nacht.

Hoffentlich wird es ein kleiner Thronfolger.

Wenn es so aussieht wie die Sissi damals, da wäre mir ein Mädel lieber.

Du, ich glaube dem Franzl aber nicht.

Ich bin sehr glücklich.

Ja, siehst du, das sind die Glückstage im Leben.

Die einem aber gleichzeitig leider zuflüstern, dass man älter wird.

Aber trotzdem, mir ist es, als wäre es gestern gewesen, wie du mir damals am

Heiligen Abend das schönste Geschenk meines Lebens gemacht hast.

Ich wüsste nicht,

ich war sehr stolz auf unser Christkind. Ich auch.

Und jetzt wird sie bald selbst deine stolze Mutter sein.

Ist es ein Bub?

Eine Prinzessin.

Ich bin sehr, sehr glücklich.

Wie glücklich würdest du erst sein, wenn es ein kleiner Kronprinz wäre?

Ich kann es nicht erwarten, bis ich das Kind sehe.

Und ich erst.

Jetzt.

Jetzt habe ich was gehört.

Ihr, meine Lieben, bringe ich euch die jüngste Prinzessin.

Oh Gott.

Genau die Sissi, die Augen, die Haare, genau.

Max, Max, gib mir es doch auf.

Ja, Max, gib es doch auf. Moment, Moment.

Die Ohren hat es auch von der Sissi.

Alle beide.

Max, also du machst mich wahnsinnig.

Komm, gib mir es jetzt.

Ja? Gib mir es. Aber nur einen Augenblick. Ich muss mir das nachher

genau anziehen, alles.

Oh Gott, ist das schön. Nun schau dir das an, das Madel. Genau wie unsere

ja? Mit Goschen? Ja, mit Goschen. Wie soll sie denn eigentlich heißen, die

kleine Prinzessin?

Na, Sissi natürlich.

Nein.

Franz Josef und ich haben schon vorher bestimmt, dass wenn es ein Buch würde,

soll er Rudolf heißen.

Und wenn es ein Mädchen wird,

Was ich leider befürchtet habe, soll sie Sophie heißen.

Ich hoffe, du hast nicht dagegen, dass wir sie nicht Ludovica taufen lassen.

Ich? Aber nein.

Ludovica ist wirklich kein so schöner Name.

Na, so schöne Sophie auch nicht.

Da hat er eigentlich recht.

Seit wann hörst du denn so viel?

Weißt du, ich habe es ihm von den Liebten abgelesen.

Merkwürdig.

Liebe Kinder, eure liebe Nichte wurde heute auf die Namen Sophie, Anastasia,

Amalie, Elisabeth, Franziska, Stefanie, Caroline, Maria getauft.

So viele Namen?

Ja, ja. Muss man sich die alle merken? Nein, merken musst du dir nur Sophie.

Du, Thomas, hast du die Stoffe hineingezweckt, die eine Sofa?

Ja, ja, aber sie hat nichts gespürt. Wie mit der Stoffe? auf die Welt gebracht

und habe ich auch nichts gespielt. Ich auch.

Ja, du schon, ja. In einigen Tagen werden Papa und ich wieder bei euch sein

wir freuen uns schon sehr auf ein Wiedersehen.

Ziemlich laut.

Wie alt sind denn Ihre Schiffchen?

Das ist ganz verschieden, Majestät. Zwischen zwei und sieben Monaten.

Wie schwer ist das denn?

5000 Gramm, Majestät.

Viel schwerer als meins. Meins ist aber auch noch nicht so alt.

Und er hat Hunger.

Er will seine Milch. Ach, Majestät, er hat schon getrunken.

Bitte, Majestät.

Danke. Er schreit mich zu seinem Vertrieb.

Bist du ein Wedern?

Nein. Nein, macht er. Er weiß schon, dass er ein Kugel ist.

Wir werden dich allein lassen, dass du schlafen kannst.

Na und dir?

Schmeckt dir der Daumen, ja?

Du bist müde. Wie heißt es denn? Eva.

Entzück dich.

Schade, dass deine Majestät nicht eilt.

Er kindert auch so gern wie ich.

Sissi. Wo findet man dich an deinem Schreibtisch?

Wo kommst du denn her?

Ich habe ein Säuglingsheim besucht. Was schön.

Es war reizend. Diese vielen Kinder, eins süßer als das andere. So eins war

klein. Nein, nein, nein, nein, nein. Aber so bestimmt.

Aber so süß wie unser, das ist kein... Naja, das ist ja selbstverständlich.

Und wie ist das Heim?

Sehr nett und sauber.

Nur, es könnte freundlicher sein. Weißt du, Franz, in so ein Haus gehört viel

Licht und viel Sonne.

Du hast recht, ich werde veranlassen, dass das in Zukunft berücksichtigt wird.

Du, und jetzt besuchen wir unseren Schatz.

Ja. Komm.

Wir dürfen keinen Lärm machen, vielleicht schläft sie.

Die Wiege ist weg.

Wo ist denn mein Kind?

Was ist denn hier los?

Sissi, wusste nicht, dass Mama den Umzug bereits veranlasst hat.

Wollte eigentlich erst heute Abend sagen.

Mama hat beschlossen, die Erziehung unseres Kindes zu übernehmen.

Und das Kind hat sie in einem anderen Trakt des Schlosses neben ihren

eingerichtet.

Ja, wie kommt denn Mama auf einen solchen Gedanken?

Ich kann doch selbst für mein Kind sorgen.

Das habe ich von meiner Mutter gelernt. Sie hat acht Kinder großgezogen. Mama

wollte dir bestimmt nicht wehtun.

Und ich schon gar nicht, Sissi, das weißt du doch.

Es war vielleicht mein Fehler, dass ich dir nicht vorher gesagt habe, aber

schau, vor uns sind so viele Reisen und Empfänge und du hättest doch gar keine

Zeit für mich. Für mein Kind werde ich immer Zeit haben. Mehr als für alle

Reisen und Empfänge. Ich lasse mir mein Kind nicht wegnehmen. Aber es will dir

doch niemand wegnehmen. Sie hat es ja schon getan.

Wo willst du hin, Sissi? Mein Kind holen. Sissi!

im Zimmer hier nebenan.

Aber du kannst jetzt nicht zu ihm, denn es schläft.

Ich wünsche, dass das Kinderzimmer sofort wieder dahin verlegt wird, wo es

Und mein Kind nehme ich gleich selbst mit. Ich habe dir schon gesagt, du

jetzt nicht hinein, denn das Kind schläft.

In meinen Armen wird es nicht aufwachen. Bitte geben Sie mir den Weg frei. Das

Kind steht unter meiner Obhut. Ich bin die Mutter.

Du bist selbst noch ein Kind.

Deshalb wirst du die Erziehung des Kindes gefälligst mir überlassen.

Ich denke gar nicht daran, die Erziehung meines Kindes jemand anderem zu

überlassen. Ich erziehe mein Kind, wie ich will.

Ich bitte Sie zum letzten Mal, lassen Sie mich zu meinem Kind.

Seht Sie, sei doch vernünftig.

Mama meint es doch nur gut.

Du stellst dich also auf die Seite deiner Mutter.

Gegen mich.

Ich bin gewohnt, die Dinge nüchtern zu betrachten.

Ich will wissen, ob du auch dagegen bist, dass ich unser Kind erziehe.

Ich habe dir schon die Gründe gesagt, hinterher zu sprechen.

Dann weiß ich, was ich zu tun habe.

Sissi, bleib doch da!

Herr Oberst!

Majestät?

Lassen Sie sofort einspannen, ich verreise. Sie werden mich begleiten,

Sie und Gräfin Belga, sonst niemand.

Zu Befehl, Majestät.

Was gibt es denn?

Kaiserliche Hoheit, ich bin aufs Äußerste bestürzt. Ihre Majestät ist

Weiß man wohin?

Nein, Kaiserliche Hoheit.

Habt ihr die Kaiserin von seiner Majestät verabschiedet?

Nein, Kaiserliche Hoheit.

Soll ich seiner Majestät von der Abreise Gericht erstatten?

Nein, das werde ich tun.

Vielleicht haben wir doch nicht richtig gehandelt.

Vielleicht hätten wir die Kleine doch bei Sissi lassen sollen.

Bei einem Geschöpft, das so unbesonnen ist, sank und klanklos abzureißen.

Der einfach durchgeht wie eine x -beliebige Bürgersfrau.

Ich habe dich immer vor dieser Heirat gewarnt.

Mama, ich bitte Sie, derartige Bemerkungen zu unterlassen.

Ah, nun lehnst auch du dich auf gegen mich.

Weil Sie zu vergessen scheinen, dass ich mit Sissi sehr glücklich verheiratet

bin.

Und dass ich mir ein Leben ohne sie gar nicht mehr vorstellen kann.

Was, Herr Potsdamer?

Ein Telegramm? Ja.

Du bist lieber als ich.

Ja, aber nur auf der Durchreise.

Kann uns hier jemand hören? Ja, schön. Da ist ja niemand da. Und wer stand

Niemand.

Ja, wie, Herr Rengel, macht er einen Wirbel? Ich mache keinen Wirbel. Ich

in Staatsaffären. Wie telegrafiert man einem Kaiser?

Wen willst du telegrafieren?

Bitte frag nicht so viel, sondern telegrafiere.

An seine Majestät, den Kaiser von Österreich.

Sehr geehrte Majestät.

Nein, nein, nein.

Weg, weg, weg. Mach doch, mach doch.

Weg, nein. Ich meine, an die Kabinettskanzlei.

Zu Handen deiner Majestät. Das ist gut.

Nicht telegrafieren, nicht. Das ist gut, mein Mensch. Ja, das ist gut.

Ich bin mit ihrer Majestät auf dem Wege... Nein, nein, bitte auf.

Halt, halt, zurück, zurück, zurück. Du machst mich wirklich krank.

Du mich, du mich, bitte, bitte telegrafier jetzt.

Ihre Majestät ist auf dem Wege, wir nach...

Nicht so laut!

Wie ich mich freue.

Grüß Gott, Gräfin.

Grüß Gott, Herr Oberst.

Weiburga, kommend, kommend. Die Kaiserin.

Nun sag mir, warum hast du das Ebel nicht mitgebracht?

Weißt du, die Fahrt wäre doch zu weit gegangen.

Ja, das sehe ich ein. Und der Franz, was ist mit ihm? Warum ist er nicht

mitgekommen?

Er hat zu viel Arbeit.

Ich sehe ihn oft den ganzen Tag. Aber ich bin glücklich, dass ich wieder da

Ich lebe förmlich auf.

Wo ist denn der Papi? Der ist mit den Kindern in den Wald gegangen.

Ich kann es noch gar nicht fassen, dass du da bist.

Nun komm und mach dir was zu sehen.

Ja, Seppi.

Seppi, schau, Seppi, wer da ist.

Seppi, ja, Seppi.

Schön ist es, das alles wieder zu sehen.

Wo ist Seppi denn jetzt?

Nee, nee, bei Tante Marie in Potsdam.

Und dann kann ich ja in ihrem Zimmer schlafen.

Ja, warum denn nicht in deinem? Ja, hab ich denn noch eins?

Aber es hat sich nichts verändert. Komm.

So hab ich mir das Schloss vorgestellt, in dem unsere Katerin aufgewachsen ist.

Genau so.

Tatsächlich. Es ist alles noch so, wie es war. Das sind ja sogar frische

Die stell ich immer hier her.

Und da ist das Buch, in dem ich zuletzt gelesen hab.

Ich kann mich noch genauer erinnern.

Und hier hast du sogar etwas zum Anziehen.

Meine Birnen.

Sogar die Unordnung ist noch da.

Weißt du, mein Schatz, ich habe hier alles so gelassen, wie es war.

Und wenn ich dann in dein Zimmer kam und ich war jeden Tag hier, hatte ich immer

das Gefühl, du bist noch da.

Mami, du ahnst gar nicht, wie glücklich es einen macht, wenn man weiß, dass man

geliebt wird.

Aber Susi, du wirst doch von allen geliebt.

Und was das Wichtigste ist von Franz, du hast mir doch geschrieben, dass er dich

auf Händen dreht, nicht?

Ja, er liest mir jeden Wunsch von den Augen ab.

Und wie ist es mit Tante Sophie?

Versteht ihr euch schon etwas besser? Ich habe sie so gebeten, nett zu dir zu

sein.

Ja, doch, wir verstehen uns schon viel besser. Gott sei Dank.

Du glaubst gar nicht, wie glücklich ich bin.

Das wäre schrecklich für mich zu wissen, wenn das anders wäre.

Aber jetzt zieht er dein Dirndl an. Ja.

Ich möchte dich wieder mal so sehen, wie du hier rumgelaufen bist, bevor du

Kaiserin von Österreich wurdest.

Das Zeug ist schon im Zimmer, Herr Ober. Aha, danke schön.

Gackel, stoß ins Horn, dass die merken, dass wir einen Hunger haben.

Das ist der Herzog Max und die Kinder.

Juhu!

Da habe ich nur eben seine Stimme gehört.

Wo ist er denn?

Ah, da kommt er.

Papi! Grüße!

Grüße! Grüße!

Grüße! Grüße!

Grüße! Grüße! Grüße! Grüße! Grüße!

Grüße! Grüße! Grüße! Grüße! Grüße! Grüße! Grüße! Grüße! Grüße! Grüße!

Grüße! Grüße! Grüße! Grüße! Grüße! Grüße! Grüße! Grüße!

Grüße! Grüße! Grüße! Grüße! Grüße! Grüße! Grüße! Grüße!

Grüße! Grüße! Grüße! Grüße! Grüße! Grüße! Grüße! Grüße!

Grüße!

Grüße!

Grüße! Relax, was sagst du, wie ihr das Dirndl noch passt?

Sie schaut gar nicht aus wie die Kaiserin von Österreich, sondern genauso

meine kleine Sissi.

Du komm schnell, ich zeig dir was.

Du, Mami, warum hat die Sissi unsere Nichte nicht mitgebracht? Ich hätte sie

gern kennengelernt. Ja, was glaubt ihr? Sie ist ja noch so klein, ganz klein,

das kann doch gar nicht laufen.

Macht nicht, ich hätte...

Ja, du bist ein Held. Aber erst müssen wir noch ein paar Knödel essen.

Komm, Knödel essen.

Das sind ja alle meine

Vogel. Aber ich habe sie doch ausgelassen, bevor ich nach Wien

sind alle wieder zurückgekommen, weil es ihnen da am besten geht.

Und wer füttert sie?

Na, ich.

Glaubst du, ich würde jemand anders erlauben, deine Vogel zu füttern?

Und weißt du, wer noch zurückgekommen ist?

Dein Bock.

Der Xaverl? Ja, aber wie er gemerkt hat, dass du nicht mehr da bist, ist er

gleich wieder in den Wald hineingelaufen.

Aber Sissi, was ist denn?

Du bist ja ganz verändert.

Oh, kommt dir nur so vor.

Ich kann mir schon denken, was dir gefehlt hat.

Unser Wald, unsere Berge, was?

Vielleicht.

Da war es gescheit, dass du gekommen bist.

Hättest du Lust, mit mir auf den Auerhahn zu gehen?

Ja, gern.

Wir haben jetzt acht Stück im Revier.

Ja? Aber dass du nicht wieder zu niesen anfängst, wenn ich schießen will. So wie

du deinem Franzel den Hirschen vergrämt hast.

Hat er dir das erzählt?

Den Hirschen hat er nie mehr gesehen.

Ja, ich weiß.

Also ich verspreche dir, ich werde bestimmt nicht niesen.

Ja, alles gut.

Ich habe recht gehabt, sie ist nach Bosenhofen gefahren.

Na schön.

Sie wird wiederkommen.

Das wird sie nicht, dazu kenne ich sie zu gut.

Ich hole sie.

Aber Franz, du kannst doch jetzt nicht einfach wegfahren. Gerade jetzt, wo so

wichtige Entscheidungen getroffen werden müssen.

Für mich ist nichts wichtiger als sie. Ich hole sie unter allen Umständen. Aber

sie können versichert sein, Mama, dass ich ihr Vorwürfe nicht ersparen werde.

Weißt du noch, wie man einen Auerhahn anspringt?

Ja, natürlich.

Wenn er ballt, schneller im Baschle den Näher springen.

Da hört und sieht er nichts.

Er aufhört stillstehen wie ein Baum.

Und die Augen zumachen, damit er das Weiße nicht sieht.

Richtig.

Ich habe nicht genießen. Ich habe nur Sorgen gemacht.

Also, mit dir gehe ich nicht mehr auf die Jagd. Das kann ich dir sagen.

Nicht böse, Papi. Er war so schön.

Lassen wir ihn weiterbeißen. So gut.

Lassen wir ihn weiterbeißen.

Schön ist es, wieder mal mit dir durch den Wald zu gehen.

Weißt du, oft denke ich dran, was du mir damals gesagt hast, wie ich mit dir auf

dem Bock war.

Wenn du einmal Sorgen hast, dann geh mit offenen Augen durch den Wald.

Was?

Hast du denn Sorgen?

Große Papi.

Was ist hier?

Was ist denn?

Komm, sag mir es.

Raus damit.

Ich bin nicht gekommen, um euch zu besuchen.

Ich bin weggelaufen von dir.

Um Gottes Willen, Sissi.

Warum denn?

Weil ich es nicht mehr ausgehalten habe.

Die Tante Sophie hat mich gequält.

Und zuletzt, zuletzt hat sie mir mein Kind weggenommen.

Sissi, du weißt, ich stehe zu dir und ich verstehe auch alles.

Aber das hättest du nicht tun dürfen.

Du bist die Kaiserin von Österreich.

Du darfst nicht dein Land verlassen.

Was hat der Mama dazu gesagt?

Die weiß es ja noch gar nicht.

Sie hat sich so gefreut über mein Kommen, dass ich es nicht übers Herz

hätte, etwas zu sagen.

Bitte sag ihr nichts.

Vielleicht wird alles wieder gut und sie würde sich nur unnötig aufregen.

Gut, wenn du nicht willst, dann sag ich ihr nichts.

Schauen Sie mal, Thomas, was war das, was die Prinzessin immer so, ich sage

immer noch Prinzessin, die Kaiserin immer so gern gegessen hat.

Spreckenödel. Spreckenödel waren es, richtig.

Die mache ich ja aber selber.

Ja, königliche Hoheit. Die kann auch niemand so gut machen wie königliche

Hoheit. Ja, aber ich muss mich beeilen. Danke, Herr Walburga, Sie sollen mir

alles gleich errichten. Jawohl, königliche Hoheit.

Servus, Marcel.

Grüß dich.

Ich? Ich?

Aber du hast doch was.

Na, was ist denn über die Leber gelaufen?

Bei mir ist doch nichts über die Leber gelaufen.

So.

Na, komm, jetzt mach kein so trauriges Gesicht.

Ich weiß schon, die Sissi hat mir alles erzählt.

Was hat dir die Sissi erzählt?

Na, das mit dem Mann.

Ach so.

Na komm, Max, mach da nichts draus.

Ulrich, noch was.

Ich kenne dich, du Herr Zwerg.

Dich druckt etwas.

Aber mich druckt doch nichts.

Ja, höchstens die Knödel, die ich gestern Abend gegessen habe. Ach, die

Königliche Hoheit, meine Majestät, der Kaiser von Österreich.

Der Kaiser?

Na, so was.

Ja, das ist...

Empfang du ihn. Ich muss mich umziehen. Aber Max, du machst doch sonst keine

Geschichten. Ich erkläre dir das nachher.

Du bist aber heute komisch.

Was ist die Hand, liebe Tante? Schramm.

Diese Freude.

Erzähl sie dann du.

Oh, pardon.

Ich konnte mich leider vorher nicht anzeigen, aber du hast ja sicher auf

Besuch gerechnet.

Ich hatte keine Ahnung.

Sie sagt, du bist mit Arbeit überholt.

Und kannst unmöglich abkommen. Ja, das stimmt, aber die Bereinigung dieser

peinlichen Angelegenheit war mir wichtiger als alles andere.

Welche peinliche Angelegenheit? Ja, dass sie mir davon gelaufen ist. Was ist

sie? Hat sie dir denn nichts davon erzählt?

Kein Wort.

Ja, aber warum ist sie davon gelaufen?

Mein Gott, die alte Geschichte.

Sie versteht sich nicht mit meiner Mutter.

Ja, es stimmt, Mama behandelt sie nicht richtig.

Aber es ist doch noch lange kein Grund, dass sie mich und das Land einfach sang

und klanglos verlässt.

Du hast vollkommen recht.

Ich verstehe auch nicht, wie sie sowas tun konnte.

Aber was war denn die Ursache, ich meine, der Anstoß, dass sie weggelaufen

Weil ich mein Einverständnis dazu gegeben habe, dass meine Mutter die

unseres Kindes übernimmt.

Was hast du?

Nach meiner Ansicht und nach der Ansicht meiner Mutter war es die einzig

richtige Lösung.

Ja, habt ihr denn sie, sie das Kind weggenommen?

Wir haben das Kinderzimmer verlegt. Und da wundert sie euch, dass sie euch davon

gelaufen ist.

Aber sie hätte doch zumindest Rücksicht nehmen müssen auf das Ansehen des

kaiserlichen Hauses.

Hier geht es nicht um das Ansehen des kaiserlichen Hauses. Hier geht es

lediglich darum, dass man einer Mutter das Kind weggenommen hat.

Ich und jede andere Frau, die ein bisschen Herz im Leibe hat, hätte

getan.

Du wirst das nicht verstehen, weil du ein Mann bist.

Aber glaube mir, jede Mutter wird Sissi recht geben.

Wieso hat er eigentlich gewusst, dass ich da bin?

Von Ihnen, Gräfin?

Nein, Meister, von Oberst Böckel. Er hat nach Wien telegrafiert.

Ach so, das ist doch... Wunderbar.

Wenn er nicht gewusst hätte, wo du bist, hätte er dir nicht nachreisen können.

Und dass er dir nachgereist ist, das beweist doch, dass er sein Unrecht

einsieht.

Und darum musst du jetzt recht lieb zu ihm sein. Lieb zu ihm sein? Im

Jetzt werde ich ihm endlich sagen, was ich in Wien immer hinunterschlucken

musste.

Du kannst sie nur wiedergewinnen, wenn du ihr jetzt keine Vorwürfe machst.

Es tut mir leid, aber ich kann die Vorwürfe nicht versparen. Ich werde dir

und knapp sagen...

so glücklich, dass ich dich wieder habe.

Wie geht es unserer Kleinen? Danke, gut.

Und hat sie zugenommen?

200 Gramm.

Verbringt sie die Milch?

Ausgezeichnet.

Du, ich weiß, ich habe dir sehr weh getan.

Es tut mir so leid.

Mir auch.

Ich war so dumm.

Aber jetzt wird alles wieder gut.

Ja. Und alles geschieht so, wie du es willst. Nein, wie du willst.

Sie haben telegrafiert?

Jawohl. Das haben Sie großartig gemacht.

Ja?

Fast eine historische Tat.

Eine historische Tat?

Wir fahren aber nicht gleich wieder nach Wien. Nein, wohin denn?

Du musst doch endlich einmal dein Land kennenlernen.

Kärnten, Steiermark.

Und damit du nicht immer Sehnsucht nach deinen Bergen haben musst, zeige ich dir

mal unsere Berge. Ja.

Das wäre schön.

Weißt du, wo wir anfangen? Wo?

In Tirol.

Ich freue mich schrecklich.

Herrlich ist es hier. Ich habe noch nie so etwas Schönes gesehen.

Gell? Wundervoll ist es.

Siehst du, dort unter den Wolken ist Info.

Und dort drüben, der große Berg, das ist der Habi.

Ja, aber sag mir, warum muss ich eigentlich den Berg heraufreisen? Weil

dich zu anstrengend ist.

Für mich?

Glaubst du, was wir Kinder mit unserem Papi schon für Bergtouren gemacht haben?

Er hat immer gesagt, an den Gämsen müsst ihr euch ein Beispiel nehmen.

Kein Berg darf euch zu hoch sein und kein Weg zu schmal.

Siehst du das Kreuz dort oben?

Ja. Pass mal auf.

Ich zeig dir was.

Sissi, bleib da.

Gib Acht, du hast doch keine Bergschuhe an.

Ich brauch keine.

Vorsicht, mein Stick.

Ja, ja!

Verfolgen, Majestät!

Verzeihung,

ich meine eine Mords... Kaiserin, Majestät!

Kommt es, da sind Gänsen!

Ja, ich komme!

Geil, jetzt kratzelst du auch noch.

Wunderbar, du kletterst so gut wie.

Wo sind die Gämsen?

Da, siehst du die? Schau, wie schön.

Du, da können wir ein paar gute Bälle drunter.

Siehst du, das gibt's? Ja.

Ich glaube, jetzt haben sie Wind bekommen.

Schade, jetzt gehen sie dahin.

Du, dort ist ein Edelweiß. Wo?

Dort drüben auf dem Felsen.

Warte, ich hole dir es. Halt einmal.

Franz, bleib da. Das ist gefährlich.

Pass auf. Was macht er denn?

Edelweiß will er pflücken. Wie die Kinder.

Ich habe... Ja, ich komme.

Ich habe Angst gehabt.

Danke.

Ich habe das Gefühl, wir bekommen ein Gewitter.

Du bist doch ganz blauer Himmel. Ja, das geht rasch hier.

An dem Berg siehst du, wie schnell die Wolken fliegen.

Bergführer! Ist eine Schutzhütte in der Nähe?

Wohl, wohl, weißt du. Aber der Bergwirt wird unglücklich sein.

Der hätte bestimmt ein gutes Essen hergerichtet, wenn er gewusst hätte,

eure Majestät kommen.

Ja, dann sagen wir eben nicht, wer wir sind.

Und essen das, was er hat.

Jawohl, Majestät.

Siehst du, in solchen Schutzhütten war ich immer, wenn wir längere Ausflüge

gemacht haben.

Da hab ich auch oft Zitter gespielt.

Aber nicht so falsch wie der.

Danke.

Jetzt greift er gleich wieder daneben.

Weil?

Jedele, jetzt teufelt sie wieder runter.

Sieht ja großartig aus. Da ist auch Speck drinnen. Wohl, wohl, da ist der

drinnen. Einen Moment, gibt es keine Teller? Habt ihr eh die Schüsseln?

Was wollt ihr nachher trinken?

Vielleicht ein Glas Milch?

Haben wir keine.

Die Gase ist nicht heimgekommen.

Das Leute, das Sackrische hat sie wieder verstiegen.

Wie bitte?

Die Gase ist nicht heimgekommen. Sollte sie vergessen.

Er hat sie wieder verstehen, die schluderte Sachrische. Aha.

Und was haben Sie sonst zu trinken?

Ein Rätelkind zum und einen Brunten.

Ich möchte ja furchtbar gerne einen Rätel trinken, aber ich weiß leider

was das ist. Ich verstehe nämlich kein Wort von dem, was er sagt.

Na sowas. Du verstehst die Sprache in deinem eigenen Land, ne?

Das ist ja standmäßig.

Rätel ist Rotwein, Brunnen ist Kornwein. Ach so, Herr Wirth, bitte schön einen

Rätel. Ja.

Und wir und Branken, haben Sie einen Endstand?

Ja, den kannst du haben.

Na, dann bringen wir ihn.

Ja, du sind mir auch schon.

So.

Habt ihr alles, was ihr braucht?

Nein, noch nicht.

Ja, jetzt könnten wir einige Tage bei Ihnen wohnen.

Oh ja, das wäre schön.

Ja, oben hätte ich noch Platz.

Aber die Stuben sauber machen müsst ihr schon selber. Ja, das machen wir schon.

Wenn ich mit dem Papi oft auf der Jagd war, da haben wir oft tagelang in einer

Schutzhütte gewohnt. Da habe ich sogar das Frühstück selber gemacht.

Na ja, ich habe schon gehört, dass eine kleine perfekte Hausfrau in dir steckt.

Bin ich auch.

Weiß nicht.

Bitte, das Gebiet ist vorbei.

Wirklich? Ja.

Aber schnell gegangen.

Ja.

Tatsächlich. Schau, wie im Regenbogen.

Wo? Da.

Ja, direkt über dem Karwendel.

Verzeihung. Bitte, Majestät, der Bergführer meint, wir müssen den Rückweg

bald antreten, damit wir noch vor Einbruch der Dunkelheit zu Tal kommen.

Na ja, dann müssen Sie den Rückweg eben alleine antreten. Wir bleiben nämlich

einige Tage hier oben.

Was hier heroben, in dieser primitiven Hütte? Bitte veranlassen Sie sofort,

uns ein Koffer mit Kleidern und den notwendigen Dingen heraufgepackt wird.

bächtlich sorgen Sie dafür, dass wir nicht gestört werden.

Majestät, hier gibt es doch nicht einmal Wasser.

Aber in Branden, ruft Herr Oberst. Wo ist er? Er trinkt es übrigens als

für den Abstieg.

Wahnsinnig. Wir sind doch in Kommitur hier. Oh, verzeihung. Und verabschieden

Sie sich so, wie es hier üblich ist.

Jawohl. Es ist leicht, Schaube.

Ja. Wo ist dann Pütti?

Also, Pütti?

Pütti. Pütti.

Pütti.

Ich bin so glücklich, dass du auf diese Idee gekommen bist.

Einmal ein paar Tage so zu leben, wie wir anderen Menschen. Ja, ich freue mich

auch. Es wird herrlich werden.

Du, und morgen stehen wir ganz früh auf. Der Morgen ist nämlich das

Allerschönste in den Bergen. Ja, ich weiß.

Brunzel, komm raus!

Schneidhaut!

Schneidhaut?

Du!

Du!

Tatsächlich, mitten im Sommer.

So was habe ich in Bosnien -Hobb noch nie erlebt.

Das glaube ich. Komm, wir machen Schneebeinschlag.

Die Wolkenstimmung.

Schön ist das.

Siehst du, so wie jetzt möchte ich dich immer haben.

Weit weg von allen deinen Regierungsgeschäften und von der

Du kein Kaiser und ich keine Kaiserin.

Sondern nur eine kleine perfekte Hausfrau. Ja.

Mein Gott, ich habe ja noch so viel Arbeit.

Warum spuckst du denn so?

Das macht man so.

Das hat mir der Thomas in Frosch und Rum gezeigt.

Je mehr man spuckt, desto besser glänzen die Schuhe.

Das hat man doch nicht, der Mama.

Keine Spur ist unser Geheimnis.

Nun, lieber Graf, was hat sich während unserer Abwesenheit Wichtiges ereignet?

Majestät, die Nachricht von der Abreise Ihrer Majestät hat sich bei der Wiener

Bevölkerung wie ein Lauffeuer verbreitet.

Habe ich vorausgesehen.

Man spricht von einem nicht wieder gut zu machenden Zerwürfnis zwischen Ihrer

Majestät und Ihrer kaiserlichen Hoheit, Erzherzogin Sophie.

Und was haben Sie getan, um dieses Gerücht zu widerlegen?

Nach meiner Meinung lässt sich ein solches Gerücht nur aus der Welt

Wenn euer Majestät sich möglichst bald mit den beiden allerhöchsten Damen in

Öffentlichkeit zeigen.

Sie haben recht, Exzellenz.

Ich glaube, es ist nicht alles in Ordnung.

Das wird sich ja morgen beim Empfang der ungarischen Abordnung herausstellen.

Ich habe dir geschworen, dass die Kaiserin allein kommt.

Ich auch.

Sei doch still.

Was siehst du, dass alles nur die Rede war.

Von einer Feindschaft der beiden Frauen kein Buch.

Ja,

aber leider ohne Erfolg.

Ich habe es geahnt.

Wenn wir nach Hause kommen, wird alles so sein, wie es war.

Sie hat geboten, das Schloss zu verlassen, bevor sie die Erziehung des

jemand anderem überlassen.

Und was hast du geantwortet?

Ich habe nicht gewusst, was ich sagen soll.

Dann werde ich es dir sagen.

Sie soll bleiben.

Aber ich gehe.

Für immer.

Sie hat vergessen, wie unendlich glücklich wir noch vor ein paar Tagen

Nein, ich habe nichts vergessen.

Nur, wir dürfen anscheinend nicht lange glücklich sein.

Ist die Zukunft schon gepackt? Nein, Frau Gräfin. Also dann beeilen Sie sich.

Kommt das auch mit, Frau Gräfin? Ja, das kommt auch mit.

Und das rosa auch?

Ja.

Du bist also nach Wien gekommen, um mir eine Szene zu machen?

Nein, Sophie.

Nur um mit dir zu reden.

Einfach zu reden.

Von Mutter zu Mutter.

Schau, Sophie.

Ich habe unsere Kindheit nicht vergessen.

Und niemand weiß so gut wie ich, dass du im Grunde ein seelens guter Mensch

bist. Und dass dich nur das Leben und diese ganzen politischen Verhältnisse so

hart gemacht haben.

Du hast immer nur gekämpft, dein ganzes Leben, um ein Ziel, um dein Kind.

Du hast selbst auf den Thron verzichtet, weil du Franz Josef liebst. Du hast

Opfer gebracht und alles getan, nur um ihn glücklich zu machen.

Und gerade deshalb, Sophie, darfst du ihm doch jetzt nicht das schönste Glück,

die Liebe seiner Frau, trüben.

Sissi liebt deinen Franz unendlich.

Und dafür musst du ihr doch dankbar sein. Habe ich nicht recht?

Liebe Ludovica, du brauchst nicht zu glauben, dass ich Sissi nicht mag.

Und dass ich nicht alle ihre Vorzüge kenne und schätze.

Und ich habe auch die Erziehung der kleinen Sophie nicht übernommen, um

weh zu tun, sondern weil ich der Ansicht bin, dass Sissi selbst noch ein Kind

ist. Und dass Frauen in unserem Alter Kinder besser ersehen können.

Aber ein Kind gehört doch zur Mutter.

Und eine Kaiserin gehört zum Kaiser.

Franz Josef wird in der nächsten Zeit viele Reisen unternehmen, müssen für

Wohlfahrt seines Landes. Und da muss Bissi an deiner Seite sein.

Und darf sich nicht in ein Kinderzimmer verkriechen.

Gewiss. Aber das eine schließt das andere doch nicht aus.

Sophie, ich bitte dich.

Sei jetzt klug und mach keinen Fehler.

Du kannst mich doch nicht im Stich lassen.

Frau Graf, jetzt brauche ich meine ganze Kraft, meine ganze Konzentration.

Herr Nikolaus will mich zu einem Krieg zwingen, den ich nicht führen will und

nicht führen darf.

Frankreich setzt mir auch das Messer an die Brust und will mich in einen Krieg

verwickeln. Ich brauche dich, Sissi.

Ich brauche deine Hilfe.

Ich brauche deinen Rat.

Ich habe es doch bei den Ungarn gesehen.

Dein Verständnis und dein Liebreiz waren stärker als meine Armee samt meinen

Feldmarschellen.

Ohne dich wäre eine Verzöhnung mit Ungarn nie zustande gekommen.

Und ohne dich würde ich nie zum König von Ungarn gekrönt werden.

Du sprichst immer von Krönung und Völkerverzöhnung.

Aber nie von unserem Kind.

Du siehst immer die Kaiserin in mir.

Aber nie die Mutter deines Kindes.

Nein, Sissi.

Aber ich muss dich an Dinge erinnern, die für unser Land wichtig sind.

Was gibt's denn?

Der Generaladjutant Eurer Majestät bittet Eurer Majestät erinnern zu

dass der Empfang der ungarischen Abordnung in einer halben Stunde

Ja, ja. Sagen Sie dem Grafen, dass ich gleich komme.

Sissi, du musst dich auch fertig machen.

Rechne nicht mit meinem Erscheinen. Ich bin augenblicklich nicht im Stand, an

dem Empfang teilzunehmen.

Aber das ist doch völlig ausgeschlossen.

Du weißt doch, was dieser Empfang für uns bedeutet.

Für mich bedeutet er nichts.

Sissi, du bist Kaiserin von Österreich.

Bitte vergiss das nicht.

Und jetzt entschuldige mich bitte für die schlechte Zeit.

Wiedersehen.

Majestät, ich wollte nur melden, dass die Kleiderkoffer gepackt sind.

Und fragen, wann Majestät abzureisen gedenken.

Noch in dieser Stunde.

Aber bitte lassen Sie mich jetzt allein.

Ich habe soeben erfahren, dass die Kaiserin am Empfang der Abordnung nicht

teilnimmt und noch in dieser Stunde verreist.

Aber das ist doch nicht möglich, das kann doch nur ein Gerücht sein.

Leider nein.

Ihre Vertraute, die Gräfin Berger, hat es mir gesagt.

Es ist zu einem neuerlichen Zerwürfnis zwischen dir und der Kaiserin Mutter

gekommen. Wegen des Kindes.

Ich muss sofort mit der Kaiserin sprechen.

Ja, wie stellst du dir denn das vor?

Ich gehe einfach zu ihr.

Fühl mich in ihr Zimmer, du kennst dich doch hier aus.

Aber du kannst doch nicht ganz einfach ohne Anmeldung... Aber ich muss es

riskieren. Ich stehe zu viel auf dem Spiel.

Ich bitte dich, zeig mir den Weg.

Komm.

Majestät, verzeihung, dass ich störe.

Graf Andraschi ist hier.

Graf Andraschi? Ja, er bittet Majestät inständig um eine Audienz.

Haben Sie nicht gesagt, dass ich jetzt nicht in der Verfassung bin, jemanden zu

empfangen? Gewiss, Majestät, aber der Graf ließ sich nicht abweisen.

Lassen Sie ihn einstehen.

Majestät, ich bitte tausendmal um Entschuldigung, dass ich so formlos

Aber es wurde mir so eben mitgeteilt, dass Majestät am Empfang der ungarischen

Abordnung nicht teilnehmen werden.

Ich habe Gründe, die mich zu diesem Entschluss zwingen.

Majestät, ich bin überzeugt, dass diese Gründe schwerwiegend sind.

Aber ich muss Eure Majestät bitten, diesen Entschluss abzuändern.

Das geht leider nicht.

Majestät, seit Maria Theresia hat das ungarische Volk...

von Generation zu Generation auf einen Menschen in diesem Kaiserhaus gewartet,

zu dem es Vertrauen haben kann, für den es sich lohnt zu leben und zu sterben.

Wir sind heute nicht zum Kaiser von Österreich gekommen, sondern zu unserer

künftigen Königin.

Und deshalb müssen Majestät an diesem Empfang teilnehmen, auch wenn es für

Majestät das größte Opfer bedeutet.

Graf Andras, Sie dringen sie nicht weiter in mich. Ich kann nicht.

Na, Sissi.

Was soll ich tun?

Was soll ich tun?

Siehst du, mein Kind?

Du darfst deinen Mann jetzt nicht im Stich lassen.

Besonders, wo du weißt, dass er dich liebt.

Du hast eine Aufgabe.

Und deshalb musst du jetzt stark sein und dich selbst überwinden.

Komm, Sissi.

Nein.

Die Abordnung schon versammelt? Jawohl, Majestät.

Aber Ihre Majestät ist noch nicht hier.

Ihre Majestät wird wahrscheinlich zu dem Empfang nicht erscheinen.

Haben, Majestät, weitere Befehle?

Nein.

ich dazu gekommen bin.

Und ich bin glücklich, dass ich dir auch eine große Freude bereiten kann.

Mama hat eingesehen, dass das Kind zur Mutter gehört.

Franz, ist das wahr?

Ja.

Sie hat bereits veranlasst, dass das Kinderzimmer wieder dorthin verlegt

wo es war.

Wer hat ihm das angeordnet? Ihre kaiserliche Hoheit.

Sophie.

Dass du das getan hast.

Meine Majestät der Kaiser.

Ihre Majestät die Kaiserin.

begrüße die Abgesandten des ungarischen Volkes und heiße sie in Wien herzlich

willkommen.

Eure Majestät, das ungarische Volk, für welches ich die Ehre habe, hier zu

sprechen, hat den Wunsch geäußert, dass Ihre Majestät an der Krönung Eurer

Majestäts teilnehmen und am gleichen Tag...

zur Königin von Ungarn gekrönt werden soll.

Ich entspreche diesem Wunsch umso lieber, als er auch mit meinen Wünschen

übereinstimmt.

Ich bin der Vorsehung dankbar, dass sie mir eine Frau gegeben hat, die die

göttliche Gnade besitzt, die Herzen ganzer Völker zu gewinnen.

Ich bitte jetzt die Kaiserin, Ihnen, meine Herren Abgesandten des ungarischen

Volkes, auf Ihre Frage zu antworten.

Mit großer Freude erfülle ich Ihren Wunsch.

Überbringen Sie dem ungarischen Volk meinen aufrichtigsten Dank und meinen

herzlichsten Gruß.

Ich freue mich schon heute auf die Reise nach dem schönen Ungarn.

Liebe Freunde, aus allen Kommitaten

Ungarn sind brave Leute zu uns gekommen, um mit ihrer mitgebrachten Erde einen

Hügel aufzubauen, auf dem unser günstiger König den Treueschwur leisten

soll. Gott segne unseren künftigen König, unser geliebtes

Land und unsere heilige Erde.

Zügel und Vergnügen, Herr Lord King.

Wie unendlich weit dieses Land ist.

Als reicht es bis zum Himmel.

Bis zum lieben Gott.

Und dieses große Land hast du erobert.

Nur mit deinem Herzen.

riesigen Rinderherden.

Genau wie auf den Bildern, die mir Dr. Falk gezeigt hat.

Ich bin auch hier rein! Ich bin auch hier rein!

Und hiermit gelobe ich bei Gott dem Allmächtigen, das ungarische Land zu

schützen gegen jeden Feind, komme er von Ost, von Süd, von West

oder von Nord.

Königin von Ungarn, gelobe ich, meine Pflichten gegenüber meinem Land zu

erfüllen.

Die Liebe eines Volkes hat mich zu seiner Königin gemacht.

Ich will diesem Volk dieselbe Liebe entgegenbringen und alles tun, um dieses

Volk glücklich zu machen.

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