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Guten Abend, hier eine Sondersendung unserer Nachrichten,
um Ihnen das Gesicht von Tot� Riina
zu zeigen, dem Mafiaboss auf der Flucht,
der heute Morgen um 8:30 Uhr in Palermo verhaftet wurde.
Hier ist das Foto, das erste seit zwanzig Jahren
von diesem Boss der palermitanischen Mafiabosse.
Noch einmal: Tot� Riina wurde heute Morgen um 8:30 Uhr festgenommen.
Diese Festnahme ist zweifellos ein Zeichen,
auch nach Ansicht f�hrender Politiker unseres Landes,
und gibt dem Kampf gegen die Mafia eine neue Bedeutung.
Wir erinnern daran, dass der seit 20 Jahren fl�chtige Tot� Riina
der meistgesuchte Mann der Mafia war,
und es liegen unz�hlige Anklagen gegen ihn vor.
-Schnell, schnell. -Beeilt euch!
Wir m�ssen uns beeilen. Ninu, h�rt auf zu spielen, los.
Los jetzt. Wir m�ssen ordentlich arbeiten.
Ich lasse es hier.
Pass auf.
Los, so ist's in Ordnung.
Bitte.
Das ist die Taube? Und den Delfin, k�nnt ihr den auch?
Anna, gibst du mir bitte den Teller?
Danke.
-Gro�en Hunger? -Ja.
Ich komme gleich.
-Und du, gro�en Hunger? -Nein, nicht so gro�.
Hallo, Saro. Caterina, Saro isst mit uns.
Nein, keine Sorge, ich habe schon gegessen.
Hey, hallo. Wie schaffst du es, jedes Mal noch h�bscher zu sein?
Mach dich bereit, n�chste Woche bringe ich dir das Angeln bei.
-Schau, wer da ist. -Ja?
Meine Kleine, du hast doch gesagt, du hast Hunger, oder?
Na los, geh essen.
-Endlich. -Guten Abend.
Guten Abend. Darf ich Sie Maestro nennen?
Nur Antonio ist auch in Ordnung.
-Andaloro, freut mich. -Ganz meinerseits.
Fangen wir an?
-Gehen wir? -Gehen wir.
Wer ist das sch�ne M�dchen? Deine Tochter?
Meine Frau.
Caterina, wir sind gleich zur�ck.
Guten Abend.
Antonio!
Erinnerst du dich an Marco Fontana,
den Antiquar, bei dem Papa gearbeitet hat?
-Ich hab mit ihm geredet. -Warum zum Teufel hast du das getan?
Ich sagte doch, du sollst die Sache ruhen lassen.
Hei�t das, nur weil du es sagst, soll ich einfach aufh�ren?
Erkl�r mir, was das Problem ist?
Ich mache mir einfach Sorgen um dich.
Komm schon.
Seit wann machst du dir Sorgen um mich?
Wenn �berhaupt, war es immer andersherum.
Aber du warst doch v�llig am Ende, als du gegangen bist.
Ich war am Ende?
-Sagt der Junkie. -Ach, leck mich doch!
Diese ganze Sache hat uns kaputtgemacht,
ich will das nicht wieder aufrei�en.
Tut mir leid.
Tut mir leid.
Ich will nicht, dass deine Depression wiederkommt.
Was soll ich denn tun?
Nichts.
Du musst in dein Leben zur�ckkehren.
Du arbeitest in Mailand.
Du hast Erfolg. Dir geht es endlich gut.
Warum zum Teufel juckt dich das?
Lass es einfach sein.
Ich gehe schlafen.
Es ist sp�t.
Ja, ich bin Anna Romano, ich habe vorhin angerufen.
Es ist ein kontrollierter Bereich. Die Vorschriften sind streng.
Wir m�ssen die Unversehrtheit der Objekte gew�hrleisten.
Sie m�ssen den Antrag ausf�llen.
Wenn hingegen der Eigent�mer eines
Depots oder eine bevollm�chtigte Person
Sie als Besucherin einlassen m�chte, dann haben wir...
-...einen anderen Antrag. -Einen anderen Antrag.
Kann man keine Ausnahme machen? Mein Verlag kann f�r mich b�rgen.
Leider nein, wir k�nnen keine Ausnahmen machen.
Es tut mir leid, ich hoffe, Sie verstehen das.
Danke.
Ich danke Ihnen.
Schei� drauf, bl�der Idiot.
-Vollidiot. -Wer hat dich denn so w�tend gemacht?
Wie bitte?
Ich meine, da drinnen ist niemand f�r seine Freundlichkeit bekannt.
-Arbeitest du hier? -Eigentlich arbeite ich f�r sie.
Aber... ach, vergiss es.
Entschuldige, ich muss zur�ck.
Freut mich �brigens, Luca.
Hallo.
-Na dann, gute Arbeit. -Danke.
POLIZEI
Sie haben mit Fontana gesprochen, ohne uns zu informieren.
Sie h�tten sein Gesicht sehen sollen, als er die Fotos sah.
Jedenfalls hat Fontana ein Lager in der Zollfreizone.
Man muss kein Detektiv sein, um zu wissen,
dass dieser Ort ein Umschlagplatz f�r gestohlene Kunst ist.
Vielleicht fr�her.
Heute sind die Kontrollen in den Zollfreilagern etwas strenger.
Ich glaube, mein Vater hat sich in
etwas verrannt, das gr��er war als er,
und dass es schlimm geendet ist.
Komm zum Punkt.
Meiner Meinung nach ist das Gem�lde im Freilager.
Ich bitte Sie, diesen Ort und Fontana zu untersuchen.
Nein. Anna, lass uns das kurz kl�ren.
Ich kann nicht das tun, was die Presse von mir verlangt.
-Danke. Ich verstehe Ihren Ehrgeiz. -Ehrgeiz hat damit nichts zu tun.
Ich dachte immer, dass mein Vater uns verlassen hatte.
Und zum ersten Mal
habe ich die Chance, mein Leben in einem v�llig anderen Licht zu sehen.
Ich bespreche das mit meinem Vorgesetzten.
Aber ich muss Sie bitten, von Alleing�ngen abzusehen.
Es l�uft eine Ermittlung, bitte.
Kann ich Ihnen vertrauen?
Danke. Auf Wiedersehen.
Auf Wiedersehen.
Ich m�chte einen Durchsuchungsbefehl f�r Fontanas Lager in der Freizone.
Der Romano-Fall k�nnte mit dem
Diebstahl des Caravaggio zusammenh�ngen.
Ehrlich gesagt, das scheint mir reine Spekulation.
Wer hat dich auf diese Ideen gebracht?
Und was, wenn es, wie ich dir schon sagte, nur Eifersucht ist?
Wir wissen aber, dass Freilager manchmal
f�r illegale Gesch�fte genutzt werden.
Das sind politische Fragen, und wir mischen uns nicht ein.
Ich mache das nicht, ich gehe bald in Rente,
und du machst es auch nicht, deine Karriere beginnt gerade erst.
POLIZEI
Hallo, Kommissar Cavadini.
Ja, hier ist Inspektor Guerrini aus Palermo.
Ich rufe wegen der Telefonnummern an, die Sie uns gegeben haben.
Wir haben sie in einigen Akten einer
Ermittlung zu einem Mafia-Clan gefunden,
die noch l�uft.
Doch kaum konnten wir sie abh�ren, wurden sie abgeschaltet.
Danke, und... k�nnen Sie mir zuf�llig
sagen, ob Sie Verbindungen gefunden haben
zu Antonio Romano?
Oder zur Nativit�? Dem gestohlenen Caravaggio-Gem�lde.
Nein, leider noch nicht.
H�ren Sie...
ich w�rde gerne mit Ihnen an dem Fall zusammenarbeiten
und m�chte einen Antrag auf
internationale Zusammenarbeit stellen.
Wenn sie zustimmen, w�rde ich nach Lugano kommen.
Nat�rlich.
Erstmal danke.
Sehr gut. Kommissar...
Das ist ein wichtiger Fall. Je fr�her wir handeln, desto besser.
Sicher.
-Danke und bis bald. -Bis bald also.
Hallo.
Hallo. Aber...
was machst du denn hier?
Ich hatte Lust auf ein Bier. Ich war in der N�he und bin reingekommen.
Ach, komm.
Begleitest du mich?
-Klar. -Wenn du nichts vorhast, ja?
-Entschuldigt mich. -Geh nur.
-Wie geht's? -Gut, gut, und dir?
Gut.
Bringst du uns zwei Bier?
Also bist du auch aus Lugano? Ich habe dich hier noch nie gesehen.
Ich bin hier in Lugano geboren, lebe aber in Mailand.
Was machst du da, modeln?
Nein, nein, ich bin kein Model. Ich bin Investigativjournalistin.
-Cool. -Bitte.
Danke sch�n.
Ich schreibe einen Artikel �ber das
Zollfreilager. Deshalb war ich heute dort.
Was machst du genau f�r die? Habe ich dich das nicht gefragt?
Nichts Besonderes.
IT, Sicherheitssysteme, digitale Archive.
Andere langweilige Nerd-Sachen.
Die sind nicht langweilig.
Nein, mir gefallen Nerd-Sachen tats�chlich.
Man k�nnte damit den Kapitalismus lahmlegen,
w�hrend man an einem Computer herumbastelt. Verr�ckt.
Also, als Jugendlicher war ich Teil einer Hacker-Aktivistengruppe.
Dann fing ich an zu arbeiten. Ich h�rte auf, Dummheiten zu machen.
Wei�t du, vielleicht h�tte ich eine neue Mission f�r dich?
Echt?
Kann ich dir trauen?
-Ja? -Ja. Ja.
Also...
ich ermittle gegen einen Mann
und ich bin kurz davor zu beweisen, dass er einer der gr��ten Schmuggler
gestohlener Kunstwerke in Italien ist.
Wie willst du das beweisen?
Er hat ein Lager in der Freizone.
Er hei�t Marco Paolo Fontana. Es
gilt nur herauszufinden, was darin ist.
Ich kann dich nicht reinbringen,
ich hab eine strenge Schweigevereinbarung unterschrieben.
Wenn sie mich erwischen, kriege ich wirklich �rger.
Nein, sorry, also...
Ich sage dir, du k�nntest einen der wichtigsten F�lle
von Schmuggel mit gestohlenen Kunstwerken l�sen,
und du redest von einer Unterschrift auf einer Vereinbarung?
-Darum geht es nicht... -Als Junge hattest du mehr Mut.
Nein, ehrlich... glaubst du, das sei einfach?
Schon gut, war mein Fehler, dich darum zu bitten.
-Nein, im Ernst... -Mach dir keine Sorgen.
Du hast mir nicht mal Zeit gelassen, dar�ber nachzudenken.
-Ich wei� nicht mal, wie du hei�t. -Anna. Ich hei�e Anna.
Also...
Solltest du es dir anders �berlegen, hier ist meine Nummer. Ruf mich an.
Das Bier geht auf mich.
Behalt das Wechselgeld. Danke. Tsch�ss.
Ja?
Anna, entschuldige, sie haben gerade aus der Villa der Herzogin angerufen.
Kommst du mit?
Wir k�nnen sie nicht mehr finden.
Saro, was ist los?
Anna, deiner Mutter geht es nicht gut.
Sie ist aus dem Haus gegangen, vielleicht Richtung G�stehaus?
Hier dr�ben ist sie nicht.
Caterina!
Mama!
Mama!
Caterina!
Mama!
Caterina!
-Ich geh da lang. -Ja.
Mama.
Mama!
Mama!
Halt, Mama!
Warte!
Mama.
-Mama. -Anna.
Was machst du, Mama?
Papa!
-Er ruft mich. -Wer?
Papa ruft mich! Wir m�ssen ihm die Autot�r �ffnen.
-Mama, komm ans Ufer. -Es ist verschlossen!
Komm mit mir ans Ufer, bitte.
Wir m�ssen ans Ufer zur�ck, Mama.
-Mama, wir m�ssen zur�ck. -Ich kann nicht.
-Komm mit mir. -Ich kann nicht.
-Mama... -Welche Farbe hatte das Auto?
-Komm schon. -Welche Farbe hatte das Auto?
Es war blau. Blau.
Los, halt dich fest. Halt dich fest.
Ich hab ihn gestern gesehen.
Gestern hat er mich im Laden angesehen.
Caterina!
Gehts dir gut?
Caterina!
-Caterina! -Ich habe ihn im Laden gesehen.
Er hat mich angeschaut.
Also ist das nicht das erste Mal?
Nein, das geht jetzt schon �ber ein Jahr so.
Am Anfang war sie verwirrt.
Damals musste sie Tabletten nehmen.
Die �rzte sagten immer, sie solle in einer ruhigen Umgebung leben...
...und unn�tigen Stress vermeiden.
In den letzten Tagen ist es deutlich schlimmer geworden.
Kein Wunder, nach dem, was passiert ist.
All das tut ihr nicht gut, und vielleicht...
f�hlt sie sich von dir angegriffen.
-Ich hab diesmal echt Mist gebaut. -Mach dir keine Gedanken.
-Hier ist Kommissar Cavadini. -Danke.
Inspektor Guerrini.
-Willkommen in Lugano. -Da sind wir.
Darf ich Ihnen einen Kaffee anbieten?
Gerne.
-Wie war die Reise? -Alles gut.
Wenn die Mafia beteiligt ist, dann sicher auch die Familie.
Das ist immer so.
Der Sohn des Opfers, Francesco Romano,
hat schon seit seiner Jugend mehrere Vorstrafen gesammelt.
Nichts Gro�es.
Drogenbesitz, vor allem Handel mit Marihuana.
Und was ist mit dem Familienfreund, Saro Savoca?
Wir haben nichts gefunden. Ihr?
Wir wissen, dass er hier in Lugano eine Galerie im Zentrum hat
und die l�uft wohl ziemlich gut.
Und was wisst ihr �ber Romanos Tochter?
Anna, ja.
Sie ist Journalistin.
Arbeitet f�r den Internationalen Kurier.
Eine, die ihre Nase �berall reinsteckt.
Stimmt das?
H�r zu,
wenn sie sich einmischt, sag ihr, sie soll's lassen.
Mit der Cosa Nostra scherzt man nicht.
Na schau, wer da ist.
Rate mal, wer mich gerade angerufen hat?
Dein Bullenfreund.
Er hat mich gebeten, im Mordfall Romano auszusagen.
Erstens ist er nicht mein Freund.
Bei all den Leuten, die mir schon �rger machen wollen,
fehlte mir meine Schwester.
Wer will dir denn �rger machen?
Wenn du einmal Mist baust, h�ngen die dir ewig am Hals, das wei�t du.
-Ich hab ihm gesagt... -Du sagst ihm gar nichts!
-Vielleicht ist das nicht klar. -Beruhig dich!
Ich hab das mit Mama erfahren.
Warum hast du mir nichts gesagt?
Hey.
Entschuldige.
Was ist los?
Ich hab einen kennengelernt, der arbeitet im Freilager.
Er sagt, er kann mir wohl helfen, reinzukommen.
-Ich geh jetzt. -Warte, wohin gehst du?
-Bleib doch. -Nein, ich geh.
Du bist doch erst gekommen. Ich mach uns schnell einen Kaffee.
Ich mag jetzt nicht, Fra.
Wir h�ren uns sp�ter.
Danke.
Ich hab dich lieb.
Schei�e, schei�e, schei�e.
Ich hab mit ihr gesprochen.
Sie will ins Freilager rein.
Hast du deine Meinung ge�ndert?
Du hattest recht mit Fontana.
Er hat seit '93 ein Lager in der Freizone,
da gehen st�ndig Leute ein und aus.
Danke.
-Gibt es keine W�chter? -Doch.
Aber solange kein Alarm losgeht, sind wir sicher.
Hier, nimm.
Geh.
Hier ist nichts.
Es sieht aus, als h�tten sie alles geleert.
Es wurde kein neuer Zugang registriert. Das ist unm�glich.
Los, weg hier.
Stehen bleiben!
Beweg dich!
Wenn die kaputtgehen, bringt mein Gro�vater mich um.
Und was machen wir jetzt?
Komm zu mir, hast du Lust?
Feiern wir, dass sie uns nicht erwischt haben.
Nein, ich geh lieber nach Hause.
-Ich geh heim. -Warte, du gehst allein?
Ich geh. Vielleicht ruf ich dich morgen an.
Danke.
Tsch�ss.
Was machen Sie hier? Folgen Sie mir?
Haben Sie zuf�llig etwas �ber das Freilager erfahren?
Weil es einen Hinweis gab. Ich w�rde gern verstehen, warum.
Nein.
Na gut, steigen Sie ein, ich bringe Sie nach Hause.
Dann sehen wir uns morgen fr�h im Kommissariat?
Ja.
Gern geschehen.
Ich danke Ihnen sehr, Kommissar. Sie sind wirklich sehr freundlich.
Gute Nacht.
Nein, nein!
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