All language subtitles for Die Gustloff - Kai Wiesinger_ Valerie Niehaus_ Tom Wlaschiha (2008)(1080P_HD)

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Original subtitles

Das Dritte Reich hat der Welt den Krieg erklärt. Fünf Jahre später rückt die

Rote Armee unaufhaltsam auf Berlin vor.

Anderthalb Millionen Menschen in den frontnahen Gebieten begeben sich

auf die Flucht.

Alles drängt nach Gotenhafen, wo das Traumschiff der 30er Jahre liegt. Die

Wilhelm Gustloff wird zum Symbol der Hoffnung.

Dr. Kehling.

Leonberg, 9.

Sicherungsdivision.

Ich bin Ihr Schutzengel.

Sie sind mir gar nicht angekündigt worden.

Sie werden also die Guslov nach Kiel fahren.

Die russische Artillerie lässt grüßen.

Zwei Armeen liegen allein vor Königsberg.

Hunderttausende sind auf der Flucht. Und was sagt Berlin?

Der Ost muss sich selber helfen.

Da haben sie sich sofort gefasst, Kehling.

Viele sind seit Wochen unterwegs.

Sie haben nur noch eine Hoffnung.

Ihr Schiff.

Sie haben sich wieder zwei gefunden.

Das reicht. Kommen Sie.

Entschuldigung.

Den Rest gehen Sie am besten zu Fuß.

Meine Dienststelle ist gleich da drüben.

Sagen Sie Marinehelferin bei der Hafenkommandantur. Wo finde ich die?

Marinehelferin? So, so.

Nachschubkompanie, erste Gruppe.

Flüchtlingsaufnahme. Eine sehr gute Freundin.

Verstehe. Probieren Sie es mal da drüben.

Also, Kapitän.

Viel Glück. Meine Türe steht Ihnen jederzeit auf.

Danke.

Da ist einer.

Komm her.

Mitkommen. Mitkommen.

Na los, komm schon. Nein!

Hören Sie kein Theater.

Er bleibt hier. Gehen Sie weiter.

Weiter gehen.

Der Junge bleibt hier.

Gehen Sie sofort weiter.

Bitte.

Er ist doch noch ein Kind. Los, komm schon.

Nein, Moment.

Der Junge wird doch gebraucht. Die Frauen schaffen das nicht. Seht ihr das

nicht?

Machen Sie bitte Platz, danke. Erika.

Helmut.

Er wird auf der Gustloff erwartet, als Schiffsjunge.

Ja, das ist richtig. Der Junge gehört zu mir.

Keding, Fahrkapitän auf der Gustloff.

In Ordnung.

Also.

Gehen Sie hier rum. Gehen Sie weiter.

Zügig weitergehen.

Bitte verraten Sie uns nicht.

Wer

sind

die Leute?

Weiß ich nicht.

Kommen über die Bucht aus Pillau.

Wie hast du mich so schnell gefunden?

Du hast doch geschrieben, welche Einheit.

Dein letzter Friedkampf ist gestern. Hast du ihn vernichtet?

Ja.

Hättest mir nicht schreiben dürfen, dass du kommst.

Arschl, junger Mann, wir bald nicht.

Ist nur ein deutsches Großmaul.

Schatz, du.

Hierher.

Na, Johansson.

Das war noch Zeit, was?

Pass auf.

Aber die kommen wieder. Die kommen wieder.

Ich hatte schon fast vergessen, wie schön das Mittelmeer ist.

Und?

Den Johansson?

Ah, der Stirnfried.

Unser Fahrer, nehme ich an.

Kehle ihn. Melde mich an Bord.

Tun Sie das.

Hatso.

Willkommen an Bord.

Warum tun Sie das alles für uns?

Die Kinder gehören zu Ihren Eltern.

Sie haben Ihre Eltern verloren.

Sie sind ganz stark, das sehe ich.

Dabei weiß ich noch nicht mal, wie Sie heißen. Ich bin Millie Simmerleit.

Erika Galetschke.

Aus Königsberg.

Mein liebes Königsberg.

Da bin ich geboren.

Wir leben jetzt in Tilsit.

Da müssen wir alles stehen und liegen lassen, als der Ruf kam.

Das Marianchen haben wir unterwegs getroffen.

Sie ist ganz allein.

Das Kind will sich nicht gedulden, aber es ist keine gute Zeit, auf die Welt zu

kommen, nicht wahr? Nein.

Sagen Sie mir Bescheid, wenn es so geht.

Wir fahren alle mit der Gustav nach Kiel.

Dafür sorge ich.

Aber die nehmen doch Leute wie uns gar nicht mit.

Die Gustloff. Mama, hörst du?

Wir fahren mit der Gustloff.

Ja.

Bis später. Ich bin der Nob.

Moment. Hier wohnt jemand.

Ja, sicher.

Die Kammer gehört Karloi Keding. Ich dachte, das wissen Sie. Mein Bruder ist

hier? Oben sind alle Kammern belegt. Tut mir leid. Wie lange ist er denn schon

hier?

So vier Wochen, um Weihnachten herum.

Ich denke, er liegt im Pillar im Nazareth.

Ja, lag er.

Jetzt ist er drüben im Büro in der KMD. Hier bei uns schläft er.

Danke, Edmar. Ich komme gleich rauf und will mir das ganze Schiff ansehen.

Unsere Wachposten haben euch in der Nähe der Gustav erwischt.

Damit. Am Tanklager der Kriegsmarine.

Die Tasche gehört uns nicht.

Wir sind wirklich nur zufällig da vorbeigekommen.

Die Tasche musste am Zaun gelegen haben. Bitte, Sie müssen uns glauben.

Wir brauchen Namen.

Hinter meiner Angriffsziele.

Wir haben einen zuverlässigen Zeugen.

Einer eurer Genossen hat euch verraten. Also spart euch die Lügen, wenn ihr ihr

Leben draus wollt.

Und?

Ich hab mich mal umgesehen.

Der Punktraum ist nicht betriebsbereit.

Es fehlen Schirmwesten, Rettungsboote, Flöße.

Die Maschinen machen soweit einen ganz guten Eindruck, bis auf den

Seien Sie gnädig, Keding.

Der Kahn ist vier Jahre lang nicht bewegt worden.

Ortsgruppenleiter Escher.

Wer ist das?

Der Chef der Bordwäscherei.

Sie müssen ihn im Kino gesehen haben mit seinen Mädels. Warum?

Die großen Säle sind nicht geräumt.

Außerdem sehe ich weder Feldbetten noch Matratzen oder Decken in ausreichender

Zahl. Was ist für Sie eine ausreichende Zahl?

Jeder, der zurückbleiben muss, ist einer zu viel.

Trotzdem werden wir das Schiff nicht überladen und uns alle in Gefahr

Natürlich nicht.

Aber ich habe den Auftrag, so viele Zivilisten mitzunehmen, wie irgendwie

möglich. Weil die Möglichkeiten der Gustloff dürften so bei 10 .000 liegen.

Jetzt passen Sie mal auf, König.

Dieses Schiff ist in erster Linie Stützpunkt der U -Boot -Ausbildung.

Sie das mal nicht.

Sie sind ja nicht der militärische Transportleiter.

Nein.

Aber ich habe das Schiff nach Kiel zu führen.

Sicher und optimal beladen. Aber 10 .000 Menschen sind nicht optimal.

Wann waren Sie zuletzt da draußen?

Da hat's ja schon richtige Freunde gemacht.

Du bist wach?

Im Lazarett haben sie mich irgendwie falsch zusammengenäht, diese Idioten.

War es deine Idee, wir beide hier zusammen in einer Kammer?

Wir hatten's schon enger.

Im Jollenkreuz.

Ist lange her.

Die Überraschung ist dir ja mal wieder gelungen.

Wenn es in Mutterhitze was schreiben könnte, denk du, du liegst noch einmal

drüben im Pillau.

Ich hab gehört, du fährst mit uns nach Kiel, um dich endlich operieren zu

lassen.

Was machst du denn hier, den lieben langen Tag?

Redest du nicht mit mir, oder was?

Ich war noch nie ein Mann für die Kriegsmarina.

Das ändert sich auch nicht mehr.

Das Leben ist keine Kreuzfahrt, Kleiner.

Die Welt empfängt dich nicht mit offenen Armen.

Einen Endsieg kriegt er auch alleine hin.

Du hast immer alles richtig gemacht.

Da muss sich Mutter gar keine Sorgen machen.

Die Drecksarbeit macht ja der Bösere alt.

Also wie soll das gehen hier mit uns?

Ich dachte, ich komme gleich mal rüber.

Ich dachte, die Burkhard hat mich schon wieder am Wickel.

Strafdienst?

Schicksal.

Dass du da bist, kann ich gar nicht glauben.

Ich habe die ganze Zeit an dich gedacht.

Gibt's nicht irgendwo ein lauschigeres Plätzchen?

Musst du gar nicht auf dem Schiff sein?

Schlagen kann ich ja immer noch.

Na, am Ende.

Dein Weihnachtsgeschenk.

Ich bin aufs Fuß geblieben.

Du drehst ihn.

Ja.

Wir lassen die ganze Welt bluten.

Das hat mein Vater gesagt.

Aber sie kommt zu uns zurück.

Und dann bezahlen wir für alles.

Wir müssen zusammen bleiben, egal was passiert.

Wahr sein.

Halt, halt, bitte, Helmut, bitte.

Das ist Hagen, mein Cousin.

Er ist Funker auf Rüstung.

Leben geht.

Oberfunkmarktkauf. Helmut und ich haben uns letzten Sommer in Königsberg

kennengelernt. Hat ein Buch für seine Mutter gekauft.

Glücklicherweise bei uns im Laden.

Trotzdem. Auf offener Steuer sind. Du trägst Uniform.

Erika kommt jetzt mit nach Kiel.

Auf Juslof.

Auf Juslof.

Das wirst du jetzt bestimmt nicht tun.

Du bist deine Dienstwoche gewohnt.

Dafür werden sie dich an die Wand stellen. Was denkst du, mein Mädchen?

Es regnet schon.

Nein, und nochmals nein. Ehrlich gesagt, du fährst nicht auf Justlauf.

Du machst dich überall fein.

Immer jünger, genau wie der Vater.

Nur über meine Leiche.

Was ist denn mit dem los? Weiß ich nicht.

Meine Frau ist noch in Memel. Da sind jetzt die Russen. Vielleicht deswegen.

Wann kommst du denn aufs Schiff?

Das wird nicht leicht werden.

Ich muss weg. Die Burka zerreißt mich in der Luft.

Wird Zeit, dass wir wegkommen.

Nach den Kriegern heute Nacht.

Das Wetter wird auch nicht besser.

Machen wir doch die Tore auf und lassen die Leute aufs Schiff. Auch ohne

Bordkarten.

Das dürften wir gar nicht.

Die Partei will wissen, wer mit uns fährt und wer nicht.

Was unterscheidet denn die Leute da draußen?

Oder wird das hier eine Parteiveranstaltung?

Ich habe mir das nicht ausgedacht. Dann sollen sie doch ihre Bordkarten

ausgeben.

Wenn die Tore erstmal offen sind, kann das keiner mehr stopfen.

In Gottes Namen, Katie.

Aber dieses Gespräch hat nie stattgefunden.

Achtung! Wirst du wohl?

Sitz!

Der Auslauftermin steht.

Wir fahren morgen.

Warten Sie! Warten Sie!

Guten Morgen, U -Boot

-Männer! Guten Morgen, Herr Kapitän!

Männer!

Soldaten!

Hinter euch liegen erfüllte Wochen der Ausbildung.

Wir haben euch vorbereitet auf vielfältige Verwendungen in der U -Boot

Ihr alle seid in dieser Zeit nach der Gemeinschaft gewachsen.

Kameradschaft in der runden Dornen und Schiff.

Vor euch liegen große Aufgaben.

In schwerer Zeit liegt das Schicksal der Heimat in eurer Hand.

Eure Boote warten auf euch in Kiel.

Mit frischen Kräften werden wir den Feind hinter die Reichsgrenzen

zurückchlagen. Die Ostsee gehört uns.

Wie war der noch in der Stadt?

Nicht der kleine Elektroladen.

Wen haben Sie denn da besucht, so spät?

Ich weiß nicht, wovon Sie reden, Dingelit.

Wie stehen Sie eigentlich zu Erika?

Komm schon.

Wir haben dieselben Großeltern, die Galetschkis. Die sind aus Königsberg wie

dem Himmel.

Ja. Was interessiert Sie das?

Sie sollten daran interessiert sein, dass sie mit uns fährt.

Warum sperren Sie sich dagegen?

Sie hat nichts auf dem Schiff zu suchen.

Nichts. Wollen Sie nicht, dass er heil rauskommt aus Guttenhafen?

Sie stecken Ihre Nase immer in Angelegenheiten, die Sie nicht angehen.

Erika weiß wohl am besten, was Sie wollen.

Sie machen mir die Maja nicht voll.

Wissen Sie schon, wann Sie auslaufen?

Morgen. Das ist eine verdammt schlechte Idee, Kering.

Sie sehen ja selbst, was hier los ist.

Jetzt wird alles auf einmal nach dem Westen. Und alle wollen meinen

Geleitschutz. Nein, nein.

Drei, vier Tage werden Sie warten müssen.

Mindestens. Die U -Boot -Führung hat den Termin festgelegt. Das war nicht meine

Idee. Meine Sicherungsschiffe sind noch im Einsatz.

Sie brauchen drei Minensucher, die Ihnen den Weg freimachen.

Dazu Torpedoboote. Alles andere wäre Idiotie.

Einzelne russische U -Boote wagen sich bereits vor zu uns.

Obwohl sie wissen, wie riskant es ist, versuchen sie es.

Wir hatten ein, zwei Braunholm und sogar Frau Kohlberg.

War ist das auch die U -Boot -Führung? Da seien Sie sich mal sicher, Kapitän.

Ein Funkmarkt auf Gustloff, auch neu an Bord, der Mann macht mir Sorgen, ehrlich

gesagt.

Letzte Nacht war er in der Stadt unterwegs, hat sich in so einen kleinen

reingeschlichen, das habe ich zufällig beobachtet.

Oh, und er wird ein Mädel in guten Arten haben, wahrscheinlich eine verheiratete

Frau, Kedic.

Ich muss wissen, dass er auf den Mann verleitet ist.

Haben Sie ihn wegen des Ladens befragt? Sicher.

Er weiß von nichts. Eine Verwechslung angeblich.

Würden Sie sich über den Mann erkundigen?

Intern? Vorsicht, Keding.

Bringen Sie hier bloß keine Gerüchte in Umlauf.

Hier wird jetzt überall Verrat gewittert. Und wer einmal in Verdacht

ist, der steht schnell an der Wand.

Nehmen Sie die Finger von meinem Jungen!

Unter mit dem Mantel!

Mit dem Haar!

Mama!

Mama,

guck mal, wer da ist.

Hier, Herr Keding!

Mama! Mama, hilf mir! Wir sind ja noch hier.

Wisst ihr, wo ich Erika finde?

Sie bringt unsere Marianne ins Fazarett.

Was ist mit dem Haus?

Das wüsste ich auch gern.

Er ist der Mann.

Auch das wüsste ich verdammt gern.

So, ich muss weiter.

Er hat sich nicht erwischt.

Erika! Bring ihn nach hinten.

Du musst jetzt aufs Schiff kommen.

Ich bin mit Marianne hier.

Sie glaubt, ihr Verlobter ist mit einem Verwundetenzug angekommen. Da hat nur

einer den gleichen Namen.

Aber sie will es nicht wahrhaben. Wir laufen morgen aus.

Hast du noch mal mit deiner Vorgesetzten gesprochen?

Sie lässt mich nicht gehen.

Treue bis in den Tod.

Wir müssten Verwandt sein.

Oder verheiratet.

Wir sind verlobt. Das sollte genügen.

Du meinst das wirklich ernst?

Mein Gepäck ist noch im Quartier. Sie wird geholt.

Zeig der Frau diesen Brief. Sie braucht ihn nur zu unterschreiben und

abzustempeln. Dann kommst du mit überall durch.

Glaub nicht, dass sie das macht.

Dann sag ihr, sie kriegt einen saumäßigen Ärger.

Wenn ich mit dem Seetransportchef persönlich spreche. Als meine Verlobte

dich ergeben.

Wird schon irgendwie klappen.

War das alles?

Was meinst du?

Nicht besonders romantisch für eine Verlobung.

Was hast denn du erwartet?

Einen Antrag.

Ja.

Aufwachen.

Willst du nichts essen?

Was ist denn los?

Hier liegt ein totes Kind.

Wegschaffen.

Sie gehört zu mir.

Wegschaffen.

Nein, du.

Lilly.

Fräulein Galetschi, Sie haben zugelassen, dass hier eine Tote

Aber ich habe von nichts gewusst.

Sie ist doch nicht die Einzige, die jemanden verloren hat.

Außerdem haben Sie sich schon wieder unerlaubt entfernt. Jetzt reicht es.

Schauen Sie mich gefälligst an, wenn ich mit Ihnen rede.

Ich habe die Schwangere ins Lazarett gebracht. Es war ein Notfall. Der

Mit Sie, Galecki.

Wachtmeister. Herr Richter, sie hat nur getan, was ich gesagt habe. Sie kann

nichts dafür.

Abführen in Arrest.

Das geht nicht.

Das geht nicht.

Ich werde erwartet.

Abhören. Was willst du?

Wir haben keine Geheimnisse.

Na gut.

Offenbar hältst du mich immer noch für einen Verräter, weil ich eure Uniform

nicht anziehe.

Ich denke es meinetwegen. Aber finde dich endlich damit ab, dass wir keine

Kinder mehr sind.

Ich bin als Kapitän hier, auch wenn es dir nicht passt.

Aber ich rede mit dir.

Warum interessiert dich dieser Oberfunkmann?

Der Funker, woher hast du das?

Verstehe, Korvettenkapitän Leonberg.

Erika Galitschki.

Wie gut kennen Sie die Braut?

Nein, Frau, so nicht.

Wir sind noch nicht fertig.

Spielst du jetzt Gestapo?

Du bist mein Brudermensch.

Die Kriegsmarine ist keine Reisegesellschaft, Helmut.

Wir müssen auf uns aufpassen.

Und das gibt dir das Recht, mir nachzuspüren, ja?

Sie haben nach Oberfunk Mart Koch gefragt.

Er ist ein Cousin der Marinehelferin Galetschke.

Tja, wir haben unsere Leute im Blick.

Also.

Erika schreibt düstere Gedichte, ja und?

Sie hat in Königsberg alles verloren, ihre Eltern im Buchladen. Aber sie ist

doch keine, die man im Blick haben muss. Sie trägt eine Uniform der

Kriegsmarine. Sie ist dienstverpflichtet, wie alle. Ja.

Oberfunk Mart Koch.

War letztes Jahr abgesoffen. Im Herbst. Vor Ösel, Tiefflieger.

Er hat sich in die schwedischen Scheren gerettet, in die Eimer durchgeschlagen

und gleich wieder zum Dienst gemeldet.

Frau und Töchter sind noch in Memel, heißt es.

Nicht mehr rausgekommen, als der Russe kam.

Oder wollten die nicht?

Keine Ahnung, ich kenne die Leute nicht. Es gibt neuerdings Volksgenossen, die

meinen, sie müssten den Krieg beenden, indem sie auf die eigenen Leute

Sabotage.

Wenn es reicht.

Na gut.

Du hast noch gar nichts von zu Hause erzählt.

Wie geht es Mutter?

Dass sie dich hier sehen könnte.

Na ja.

Einer muss die Drecksarbeit machen.

Weg hier!

Mama. Kai.

Wo warst du denn?

Wo ist Sophie?

Sie haben sie gesehen.

Sie geben mir einen Traum.

Mit vielen.

Irgendwo. Ich habe sie nicht mitgehen lassen.

Es ist besser so.

Wir... Wir hätten sie sowieso nicht mitnehmen können.

Ich weiß jetzt, wie ich auf die Gutsluft komme.

Und du musst auch gehen.

Wir sehen uns auf dem Schiff wieder. Du willst dich einschleichen?

Dann geh, mein Kai.

Geh mit Gott.

Ich habe noch was in der Stadt zu erledigen.

Sie halten ja die Stellung.

Bitte gehen Sie weiter.

Da, Kapitän Keding.

Kapitän.

Herr Kalloy.

Zum ersten Mal in Gottenhafen?

Jawohl, Herr Kalloy.

Irgendwelche Kontakte in der Stadt?

Nein, Kalloy.

Niemand? Denken Sie gut nach.

Das ist eine Cousine aus Königsberg.

Wie eine Helferin Kaletschke, Erika.

Tut mir leid.

Ich habe meine Cousine ewig nicht gesehen.

Warum denn so geheimnisvoll?

Im Funkraum ist noch ein Haufen Arbeit und ich wollte nicht, dass die Kameraden

denken, dass ich um die Häuser ziehe, statt zu schlafen.

Was sollen wir denn denken?

Ich verstehe nicht, Karl -Heinz.

Ich mache keine klummen Dinge.

Ich bin seit 1939 in der Kriegsmarlin.

Ich weiß, wo ich hingehöre.

Worüber reden Sie denn so mit Ihrer Cousine?

Worüber?

Die Familie.

Die Familie. Natürlich die Familie.

Ja, ich habe die ganze Familie verloren.

Haus, das wäre echt ein Königsberg.

Ich habe ein schönes Buch geladen, ja.

Ist bekannt.

Ihre Familie ist im Himmel geblieben? Jawohl.

Woher wissen Sie das?

Nur Antworten, Obermacht.

Haben Sie Kontakt?

Na, wie denn?

Da ist doch jetzt noch was.

Selbst mal Kontakt gehabt mit dem Ivan?

Nein.

Kommt das jetzt von diesem Kehling, diesen Zivilisten? Da macht er Stimmung

gegen mich.

Wie kommen Sie darauf?

Ja, der versucht doch meiner Cousine den Kopf zu verdrehen.

War das nicht eher umgekehrt? Das kann ich nicht beurteilen.

Warum nehmen Sie die Frau nicht mit nach Kiel?

Der WK gehört einer militärischen Einheit an.

Sie hat vor ihr gesetzte. Die sorgen für Sie.

Na gut, Herr Burmert, weiter schlafen.

Falls Ihre Cousine Kontakt abnimmt, Wort melden, klar?

Ja, bitte.

Herr Ortsgruppenleiter?

Das bin ich. Mir wurde gesagt, dass Sie Unterstützung brauchen für die Feier zum

Jahrestag.

Unterstützung? So so.

Dein Name?

Burkhard.

Bertha Burkhard aus Kolberg.

Aus Kolberg?

Sie sehen aus wie eine verdiente Parteigenossin.

Wo soll es denn hingehen?

Ich bin da, wo man mich braucht.

Auf den

50. Geburtstag des treuen Kameraden Wilhelm Gustav. Er starb fürs Vaterland.

lebt in uns allen für immer. Hurra!

Hurra!

Allein da draußen ohne Sicherungsschiffe der 9. SD, das wäre unverantwortlich.

Herr Keding, wir sind hier nur die Saaldiener.

Die U -Boot -Leute zahlen die Mutig.

Sie meinen, Sie würden trotzdem fahren?

Auch ohne entsprechendes Sicherungsgeleit?

Ich fürchte, wir haben das nicht zu entscheiden.

Oder verfügen Sie über eigene Sicherungsschiffe.

Warten werden die U -Boot -Leute nicht, keinen einzigen Tag.

Verstehe.

Aber ich hoffe, Sie sehen mich hier nicht nur als Instrumal.

Unsinn. Hier wird ein Mann gebracht, der die Ostsee kennt, das wissen Sie.

Ich muss mich darauf verlassen können, dass ich in der Schiffsführung freie

habe.

Das haben Sie.

Guten Morgen, Herr.

Entscheidung wie folgt, auslaufen heute 12 .30 Uhr.

Heute

Mittag.

Das ist unglaublich!

Sie tragen die Verantwortung für tausende Zivilisten.

Zunächst einmal trage ich die Verantwortung für meine Männer, die

Kiel gebraucht werden, um die Kriegslage zu wenden. Ich fürchte, Sie verkennen

die Lage, Petri.

Unsere U -Boot -Aufklärung hat mich informiert.

Feindliche Boote sind im Verlauf der Fahrtroute nicht zu erwarten. Unsere

würden die zur Hölle schicken. Das weiß der Russe auch. Hoffentlich.

Menschenskinder, Petri.

Sie fahren mit Tarnanstrich, Flakgeschützen und 1000 U -Boot

Die Gustav ist kein Zivilchef mehr.

Wir haben unsere eigenen Sicherungspfiffe.

Die U -Boot -Waffe kann auf sich selbst aufpassen.

Sie haben ganz andere Aufgaben.

Oder sehe ich das falsch?

Vielleicht ist es an der Zeit, dass wir jeder einmal wieder das machen, was er

wirklich kann.

Die Frau ist in den Wehen.

Marianne, wir müssen durch.

Halt, halt, halt. Die braucht Hilfe.

Halt, Moment.

Die Frau zum Lazarett, aber ganz schnell.

Aber da kommen wir doch gerade her.

Wir werden erwartet auf der Gustloff.

Lassen Sie Kapitän Keding rufen. Stehen Sie. Sie sehen doch, was hier los ist.

Uniform, ja?

Marinehelferin. Welche Einheit?

Ich muss wirklich weiter, bitte.

Die Frau, die hält das nicht mehr aus, bitte.

Nehmen Sie schon.

Sie bleiben hier, junge Frau.

Ich erdrücke Berger.

Mitkommt!

Keine Widerrede. Kommt! Auf zwei!

Kommt, kommt, kommt!

Und ein Leckerbissen für den Feind.

Außerdem haben die selbst tausend Kinder aus Danzig an Bord.

Wir sehen uns nächste Woche.

Hier an der Pier.

Auf diesem Schiff.

Und Sie bringen mir eine Buddel rum aus Flensburg.

Ein ganzes Fass.

Herr Kapitän!

Erika ist draußen am Tor. Sie müssen ihr helfen.

Entschuldigung.

Wache, sagen Sie, Sie hätten eine junge Frau nach mir gebracht.

Kapitän Keding.

Marinehelferin? Ja, wo ist sie? Gute Frage. Sie ist wohl in die Stadt zurück.

Hier hat sie sowieso nichts verloren.

In die Stadt?

Ja.

Weiter.

Achtung, Achtung.

Die Einschiffung ist abgeschlossen.

Fremde von Bord. Das Schiff läuft aus.

Die Einschiffung ist abgeschlossen.

Ich kann die Kammer riskierlich benutzen und fühle mich wie zu Hause.

Und Sie können mir das hier wieder gut machen.

Sie bringt Ihr Kind gesund zur Welt und das ist schon in Ordnung.

Ich gucke nochmal rein, bevor wir Kiel einlaufen, morgen Vormittag.

Frau Kalor -Keding dient sich auf direkten Wege.

Wo finden Sie Kalor -Keding?

Er liegt da.

Danke.

Kalor -Keding?

Ja.

Ich habe eine Nachricht für Sie, von Ihrem Adjutanten, dienstlich dringend.

Worauf warten Sie noch?

Beim Ablegen war er noch auf der Pier.

Soll ich sein was?

Nein, Herr Köln.

Ich trinke.

Schlepper vorne und Achtern loswerfen. Langsame Fahrt voraus. Langsam

auf 46 Grad.

Schlepper vorne und Achtern loswerfen.

Maschine, langsame Fahrt voraus. Langsam Steuerbord auf 46 Grad.

Jetzt kann uns nichts mehr passieren, oder?

Ja.

Wir sind auf der Goethe.

Gott allein weiß, was kommt.

Aber er hat uns nicht so weit kommen lassen durch Eis und Schnee.

Mit aller Sehend, wenn es kein gutes Ende haben soll.

Ganz ist super da draußen.

Viel Sicht ist wenig.

Wenn wir keinen sehen, sieht uns auch keiner.

In Kiel gebe ich einen aus, mit allem Drum und Dran. Klingt gut.

Moment, junge Frau, wohin so eilig? Ich werde erwartet, mein Verlobter... Keine

Dienstmütze? Hab ich vergessen, in meinem Gepäck. Im Handel? Hier drin ist

brüllend, wa?

Den möchte ich Ihnen hergeben.

Ich werde erwartet.

Entschuldigung.

Das ist für uns.

Jetzt sind wir hier.

Das darf doch nicht wahr sein.

Wer sind Sie, die junge Dame?

Eine Königsbergerin.

Gift für die Gemeinschaft.

Wieso ist sie auf dem Schiff? Ich.

Dissertiert? Eine Königsbergerin?

Hey, Moment!

Moment!

Halt!

Stehen Sie am Weg, treibt ihn raus!

Wache!

Anne?

Galitschke Erika, Studentin. Sie hat sich ihren Kapitän angelacht.

Zivilisten.

Sieh mal an.

Der Herr Kini.

Kapitän, Kapitän.

Wie gehen wir fort?

Die Herren, zu mir mal bitte.

Bitte keine bösen Überraschungen.

Mein Adjutant in Gutenhafen hat einen Funkspruch abgefangen.

Er ist mir beim Ablegen gebracht worden.

Und was sagt der Funkspruch?

Verschlüsselt. In keinem uns bekannten System.

Dann muss der auch nicht echt sein.

Die Luft ist voll von Funksignalen.

Da ist viel Mucks unterwegs.

Ja, sicher. Aber ein Wort war unverschlüsselt. Aha.

Und welches?

Walhall.

Ja, das sind wir. Unser Deckname.

Gibt es einen Hinweis auf den Absender? An der Entschlüsselung wird mit

Hochdruck gearbeitet.

Vielleicht sollten wir das Schiff nochmal dazu... Nach was?

Verdächtige Personen und versteckte Sprenger.

Gab es ernsthafte Sabotage -Drohungen? Das hätte ich doch längst wissen müssen.

Sie fahren uns einfach nur nach Kiel, Herr Keding.

Also, darauf warten Sie, Petri.

Suchen Sie.

Wie viele Menschen haben wir an Bord?

Hat irgendjemand einen Überblick?

Alle Decks sind belegt.

Jeder Saal, jede Kammer.

Am Eingang kamen sie bei 5000 aufgehört zu zählen. Ein paar mehr dürften es

geworden sein.

Na ja, dann haben sie ja jetzt ihre 10 .000.

Zufrieden?

Kann man im Krieg zufrieden sein?

haben wir denn da?

Erdmann.

Marianne Erdmann.

Entschuldigung.

Erika ist Verlobter.

Kapitän Keding hat uns seine Kammer überlassen. Erika ist Verlobter? Der

Mann ist mein Bruder. Die Kammer eigentlich meine.

Harald Keding.

Ja, die Fotos, ich habe sie nicht gleich erkannt.

Entschuldigung. Nein, nein, bleiben Sie sitzen.

Die Kammer gehört Ihnen.

Wann ist es denn soweit?

Lange mag er nicht mehr warten.

Ein Junge?

Was hätten Sie schon?

Mein Mann wünscht sich einen Jungen.

Er ist an der Front. Ich habe seit Weihnachten nicht von ihm gehört.

Sie sehen auch aus wie ein Familienmensch.

So, tue ich das.

Ich hatte zwei Töchter.

Meine Frau war mit ihnen in Hamburg.

Juni 43.

Da steht nichts mehr.

Wir sind auf Telsit.

Willi, Simon, Neid und ich.

Seht mich aufgesammelt, sonst wäre ich nicht hier.

Kontakt mit dem Russen?

Meine Schwiegerin.

War in der Moskau im Oktober.

Was die durchgemacht hat.

Sie musste sich unter Leichen verstecken, um zu überleben.

Ich bin dann mit Lilly und den Kindern über die Bucht von Pillau herüber.

Lillys Kleine, die hat es nicht geschafft. Die ist auf der Überfahrt

Aber die Gustloff, die kann nicht untergehen.

Nicht wahr?

Wir passen schon auf Sie auf.

Auch euch.

Hier, lauf voraus.

Sehen Sie irgendwelche Sicherungsschiffe?

Ich auch nicht, Herr Flucht.

Hier wartet keiner auf uns.

Das darf doch wohl nicht wahr sein!

Hüschenkind!

Wenn wir das nur schon alle hinter uns hätten.

Ohne Sicherung, durch Minensucher und Torpedobote fahre ich nicht weiter.

Ich denke, das sehen Sie genauso.

Warten wir?

Wir warten.

Maschine stopp, Bordschiff, Ankerkammer. Maschine stopp! Maschine stopp!

Man hört sich durchsuchen der Schiffe nach verdächtigen Elementen. Ich hätte

jemanden für Sie, beziehungsweise die Parteigenossin Burkhardt hat eine Gruppe

Marinehelferinnen geführt, deren Einsatz in Gotenhafen noch nicht beendet ist.

Trotzdem hat sich eine junge Dame von der Truppe abgesetzt und hier aufs

geschlägt.

Die Frau ist bekannt für ihre defizitistische Anstellung.

Wo ist die Frau?

Ja, das ist das Problem. Sie hat uns gesehen und ist fortuntergetaucht. Name?

Erika Galecki?

Man muss die Person sofort aus dem Verkehr ziehen.

Die Verschlüsselung macht uns noch Kopf zu bringen,

aber die Kameraden arbeiten dran.

Wo steckt denn Ihre Cousine?

Erika? Wo versteckt sie sich?

Die Erika versteckt sich nicht.

Sie ist in Judenhafen geblieben, wo sie hingehört, im Dienst.

Wie gut kennen Sie die Frau?

Ja, sie war mal wie eine Schwester für mich.

Aber über die Jahre ist der Kontakt abgebrochen.

Ihr Vater hat sie immer sehr beeinflusst.

Nicht gerade zum Juden. Der Buchhändler.

Sie riskiert einiges.

Ausbruch, Bahnenflucht.

Koch.

Ich gebe Ihnen diese eine Chance.

Seht mir nicht. Ich will nicht, was Sie von mir wollen. Aber Sie wissen, was wir

mit Saboteuren machen.

Wenn Sie was hören, sofort zu mir.

Achtung, Achtung!

Die Fahrt wird in Kürze fortgesetzt.

Es besteht kein Mut zum Unruhen.

Wir warten auf Geleitfahrzeuge.

Worauf wartest du?

Nicht ums Geleit. Ist der Funkboot geknackt?

In Arbeit.

Irgendwas gefunden von wegen Sabotage?

Wir suchen eine Frau.

Was willst du?

Erika Galecki ist an Bord. Sie hat sich eingeschlichen, so viel wissen wir. Aber

was haben die vor, Sie und ihr Cousin?

Das ist kommentar.

Nicht die Entlassung retten, vergiss Erika.

Ich kenne sie seit dem Sommer. Das war ich, du aus Königsberg.

Wenn sie wirklich hier ist, dann bin ich hier. Du wusstest doch noch nicht mal,

dass sie an Bord ist.

Offenbar sagt sie dir nicht alles.

Spinnst doch.

Versuch bloß nicht, ihr was anzuhängen. Wie gut kennst du sie wirklich?

Hörst du mir nicht zu?

Wenn sie wirklich hier ist, die einzigen Menschen, die sie noch hat, sind auf

diesem Schiff.

Oberfunk, Matt Koch.

Ja, und ich.

Wir sind im Krieg, leider.

Der Feind ist überall.

Ja, aber nicht zwischen dir und mir.

Es gab Hinweise, dass was geplant ist gegen die Gustloff. Vielleicht Gerüchte,

vielleicht auch nicht.

Erika bedeutet mir mehr, als du dir vorstellen kannst.

Also lass sie in Ruhe.

Woher willst du wissen, dass sie dich nicht benutzt? Das sagt einem kein

Spürt man.

Lass sie in Ruhe, oder du hast keinen Bruder mehr.

Marianne, der kleine Strampel fiel nur 100 Meter davon.

Gut so. Guck mal, wer da ist.

Kanni!

Wieso fahren wir weiter?

Wir haben keine Zeit zu verlieren.

Das ist doch hoffentlich nicht das Sicherungsgeleit, vor dem Sie gesprochen

haben, Herr Kapitän.

Begnügen Sie sich mal mit dem, was Sie haben.

Was meinen Sie, wo in der letzten halben Stunde überall das Telefon geklingelt

hat? Bis hoch zur Siegkriegsleitung.

Wir können keine zwei Tage warten. Den zwei Booten da draußen?

Schneller da rein, desto schneller da frei.

Mit einem, Herr Kehling.

Das Fangboot muss wieder abdrehen. Wir haben Wassereinbruch.

Und unsere Miensucher sind im Einsatz vor Pilar.

Wir haben Tapetobot Löwe, das muss genügen.

Das nennen Sie an sich unsere Leiter.

Was wollen Sie?

Wir führen Krieg. Und den wollen wir auch gewinnen.

Oder wollen Sie das gar nicht?

Nicht die Frage, sondern die einzige Frage.

Wir haben einen Marschbefehl.

Und wenn Sie sich dem widersetzen, möchte ich Sie in Arrest nehmen.

Ja.

Sie haben hier oben nichts zu suchen.

Sie wollen zu Kapitän Keding, oder?

Er hat Sie sehr vermisst in Gutenhafen.

Wie sind Sie denn überhaupt an Bord gekommen? Nicht durch die Vordertür.

Sagen Sie ihm, dass ich da bin, bitte.

Neuer Kurs, 262.

Neuer Kurs, 262.

Signalgeist, Meldung an T. Löwe.

Keine Meldung!

Rudergänger, 270 Westkurs halten.

270.

Bitte?

Rudergänger, neuer Kurs, 262.

Wir bleiben auf dem Tiefwasserweg.

Volle Fahrt und Zickzackkurs. Keine Diskussion.

Ich fürchte, das haben Sie nicht zu entscheiden, Herr Kapitän.

Ich habe mich für den Küstenweg entschieden, und zwar aus gutem Grund.

So viel Zeit haben wir nicht.

Mit drei, vier Stunden mehr, dafür fahren wir auf maximal 15 Meter Watt da.

Notfalls können wir das Tipp auf Grund setzen und die Passagiere an den Strand

bringen. Wenn überhaupt mit Feindberührung zu rechnen ist, dann

und die Gipsen an der Küste.

Bei dem Wetter fliegt doch nicht mal der Russe.

Und so haben sie eine Flaggeschütze aufgenommen. Und an der Küste sind wir

-Booten sicher.

Die U -Boot -Aufklärung überlassen Sie mal lieber uns.

Westlich nehmen gibt es keine russischen Boote.

Die Sicherungsdivision hat andere Erkenntnisse.

Ich diskutiere das nicht mit Ihnen, Herr Keding. Es bleibt beim Tiefwasserweg

Höchstfahrt, Zickzackhaus und Punkt.

Langsam, Petri.

Höchstgeschwindigkeit ist ganz und gar ausgeschlossen.

Das wissen Sie?

Unser Wellentunnel würde uns um die Ohren fliegen.

Maximal zwölf Knoten, nicht mehr.

Ich will nicht da draußen liegen bleiben, wie so eine Schießputzenfigur.

Zickzack, was ist mit diesem Schiff? Das Schiff ist 200 Meter lang, das

funktioniert nicht.

Es bleibt beim Tiefwasser weg.

Nein, tut mir leid, wir fahren unter der Küste.

Ist gut, Keding, das ist eine taktische Entscheidung.

Wenn Sie sich dann wieder auf den Fahrbetrieb konzentrieren.

Kommst halten.

Wir bleiben auf dem Tiefwasserweg.

Halbe Fahrt. Halbe Fahrt voraus.

Halbe Fahrt voraus.

Ich protestiere, Herr Kapitän.

Der Fahrweg ist eine Entscheidung der Schiffsführung. Sie haben mir Ihr Wort

gegeben.

Was denkst du denn?

Ich habe ein Heirat versprechen von dir. Ich lasse dich nicht gehen.

Gut.

Sterob, bring dich zu meiner Kammer. Mein Bruder und ich sind da raus. Ich

Lilly Simonat und Marianne darin untergebracht.

Haltet die Tür verschlossen. Wenn irgendwas ist, dann sprich mit ihm. Er

dich dann zu mir.

Wie lange kann ich bei dir bleiben?

Schlau bis Flensburg oder Kiel.

Dann fährst du weiter zu meiner Mutter da draußen am Deich. Da bist du sicher.

Sterob!

haben heute wieder zusammengefunden, um den Jahrestag unserer glorreichen

Machtergreifung zu feiern.

Hören wir dazu über Rundfunk den Führer selbst aus der Reichskanzlei in Berlin.

Ruhe, da hinten der Führer spricht.

Was soll denn die Entbindungsstation?

Das Feuer klärt ab, es leuchtet ums Zielhof.

Wir laufen gut gegen Wind und Wellen, besser als erwartet.

Dann sollen auch ganz viele Münde vorbei, ab da ist der Serum und das ist

Voller.

Aufmachen! Machen Sie die Tür auf!

Sieh mal an.

Das ist Frau Dengalecki.

Woher kennen Sie meinen Namen?

Ihr haltet euch wohl für ganze ausgekocht, was?

Sind Sie Helmuts Bruder?

Was wollen Sie hier?

Ich weiß nicht, wovon Sie reden.

Was habt ihr vor auf diesem Schiff?

Tja.

Der Führer hat wohl einen Draht nach ganz oben. Bei uns geht nichts mehr,

der reicht Rundfunksende.

Ist aber was durchgekommen.

Gegenkurs. Gegenkurs? Das klingt nicht gut.

Absender? Nicht.

Bellensachen. Hab's mehrmals versucht.

Mhm. Und das ist so durchgekommen?

Genau so.

Wer wird zum Schlafen in so einer Nacht?

Bis zum Aufgang haben wir das meiste hinter uns.

Kapitän, vom Oberfunkmeister.

Mir den Mann. Sofort.

Darauf müssen wir reagieren.

Ja.

Minensuchverband auf Gegenkurs. Zwölf Knoten, offene Formation.

Eine Kollisionswarnung. Wer kommt da? Funk drauf.

Von welcher Funkserie? Ich seh keinen Absatz. Werden wir gleich hören.

Ist das Unfallschlüssel? Auch das wissen wir gleich.

Mal sehen, wie weit ihr noch weg seid.

Nicht zu erkennen. Wir haben starke Vereisungen auf den Antennen. Ein

dass überhaupt was durchgekommen ist. Wer sind denn sowas denn überhaupt

unverschlüsselt? Keine Ahnung, wie gesagt.

Wir haben alles versucht, das nachzuvollziehen. Welche Funkwellen

geschaltet?

Luftwarnung, Seefunkstelle, Gotenhafen, U -Boot -Führung.

Zurzeit besteht allerdings kein Kontakt, wie gesagt.

Ja, ja, ja. Wie auch immer. Wir müssen reagieren. Und zwar sehr schnell.

Ich bin... Prof. U -Boot Löwe müsste es doch auch empfangen haben. Fangen wir

die jetzt an.

Signalgeist, Anfrage an T. Löwe. Frage, Kollisionswarnung erhalten, Absender

identifiziert.

Wachoffizier, Positionslichter setzen.

Halt, Wachoffizier, Sie bleiben.

Verstehen Sie sich?

Ich trage die Verantwortung für das Warngeschiff. Meine Güte, dann lassen

ihm die Lichter setzen.

Wir kennen den Absender nicht. Die Meldung ist unverschlüsselt. Unsere

sind verheizt. So kann ich das nicht als Kollisionswarnung anerkennen. Der

Deckname ist klar genannt. Da wird schon irgendetwas dran sein, Herr Keding.

Oberfunkmeister, wann kann unser Funkbetrieb weitergehen? Lässt sich

sagen. Im Moment hält der Eisregen an. Danke, Oberfunkmeister. Wegtreten!

Wenn Sie hier noch lange weiter diskutieren, nehmen wir den ersten

gleich aus die Hörner. Weder der Ausguck noch T. Löwe haben irgendein Schiff

vorausgemeldet. Aber mit Lichtern sind wir sichtbar bis nach Leningrad. Das ist

eine militärische Entscheidung.

Nein, das ist eine Entscheidung der Schiffsführung. Vorsicht, Herr Kittig.

habe dieses Schiff sicher nach Kiel zu fahren.

Sie riskieren eine Kollision?

Nicht mit mir.

Wach, Offizier. Die Positionslichter setzen.

Keine Positionslichter.

Ein Minensuchverband in offener Formation ist wie auf eine Betonwand zu

Solange wir nicht sicher sind, dass uns wirklich was entgegenkommt, Ausguck

verstärken und das vordere Toplicht. Mehr auf keinen Fall.

Wir werden kein Risiko eingehen.

Nicht mit 10 .000 Menschen an Bord. Meine Meinung. Genau deshalb. Setzen wir

Lichter. Wiederholen Sie den Befehl.

Okay, Ding.

Der Wachoffizier wartet.

Der Befehler geht nicht, solange ich hier stehe.

Sie wiederholen sofort den Befehl!

Und? Kommt da noch was?

Wachoffizier, die Positionslichter, aber zack, zack!

Sie legen sich jetzt mal lang und ruhen sich aus.

Die letzten Tage waren sehr anstrengend für uns alle.

Ich bin nicht hier, um mich auszuruhen. Ich habe dieses Schiff zu führen.

Wir gehen zu Ende, Katie.

Verlassen Sie sofort die Brücke.

Hört auf meine Kommande. Ziel auf Pelling 190.

Alle an den Orten.

Startet die Fahrzeuge.

Voller Zug.

Was sagt das Torpedoboot?

Wir haben dasselbe Problem mit den Anzeigen wie dir. Die Kollisionswarnung

drüben gar nicht angekommen.

Soll es noch was?

Naja, was unter Wasser vor sich geht, kriegen die da vorne auch nicht mit. Der

-Boot -Autom ist ausgefallen.

Großartig. Wir sind blind und taub und beleuchten uns wie ein Weihnachtsbaum.

Sie haben die Kollisionswarnung aufgenommen? Das stinkt doch zum

Unsere Intensen verreisen. Hier ist überhaupt kein Funkverkehr möglich. Aber

empfangen eine Kollisionswarnung unverschlüsselt im Klartext?

Alles mit dem Oberfunkmeister abgesprochen.

Es kommt immer noch was durch.

Unverschlüsselt im Klartext?

Ja, sicher.

Also etwas verspannt, scheint mir.

Wo soll es denn hingehen?

Gehen wohin?

Ich erwarte Besuch.

In der Nacht ist der Mensch nicht gern alleine.

Erika ist an Bord.

Was sagen Sie denn dazu?

Wir dürfen.

Sagen Sie, dass das nicht auch ist.

Wir verlassen die Kammer bis auf weiteres nicht.

Ich bin wegen Helmut hier.

Warum glauben Sie mir das nicht?

Sie vergessen Ihren Cousin.

Fragen interessiert mich nicht.

Ich habe ihn jahrelang nicht gesehen.

Sie haben ihn gesehen, in Gutenhafen. Mehr als einmal.

Worüber wurde geredet?

Worüber redet man mit einem Cousin, den man kaum kennt? Was erwarten Sie?

Wen hat er getroffen in diesem Elektroladen in Gutenhafen? Ich weiß

Sie reden.

Tut mir leid.

Ihre feindliche Haltung ist bekannt.

Ich habe keine feindliche Haltung.

Warum sagen Sie das?

Fragen Sie meinen Cousin.

Kommen Sie.

Kommen Sie.

Da kommt nichts mehr.

Dieser Minensuchtverband ist anderswo durch.

Dann machen wir uns mal wieder unsichtbar.

Wachoffizier, verdunkeln und wieder herstellen.

Ich freue mich, dich zu sehen, Jörger.

Ihr Theater widert mich an Obermatt. Sie haben genau gewusst, was die Frau an

Bord ist.

Das ist alles geplant.

Wo sind die Sprengsätze?

Sprengsätze?

Ob jetzt nur so.

Guckst du den Mann nur an und sagst nur, ob es der gleiche ist, den du in

Gotenhafen gesehen hast, bei dem Elektro -Laden. Und was, wenn ich ihn nicht

wiedererkenne? Das sehen wir dann schon. Oder wenn er mich verrät.

Keine Angst, hier kann nichts passieren.

Was ist das?

Torpedos. Wir werden beschossen.

Erika, raus hier!

Halt! Wo ist Helmut? Oberwart Koch!

Vorsicht! Er hat meine Waffel!

Erika, ich muss mich um das Schiff kümmern. Du musst rauf zu den Boten.

rauf!

Mama? Mama?

Sei vernünftig, es gibt sowieso nicht genug Boote!

Das muss man nur einen kühlen Kopf bewahren.

Was habt ihr jetzt mehr zu tun, Kelly?

Zu den Booten!

Mutter, sie ist alles voll.

Wir sterben alle.

Nein,

nein.

Komm, wir müssen hier weg.

Kapitän Johannsen? Oh ja, das ist Kapitän Johannsen. Wo ist Helmut?

Helmut Geding, wo ist der?

Helmut ist auf der Kommandobrücke.

Wenigstens einer, der weiß, wo er hingehört.

Ich werde ihn niemals wiedersehen.

Wenn du am Leben bleibst, bleibt er es auch.

Hier ist kein Platz mehr, versuch es woanders!

Nicht von... Wir müssen zusammenbleiben, Harald.

Zusammen schaffen wir es. Such Erika.

Und halt sie fest, hörst du?

Sei kein Idiot, Clara.

Sei wenigstens du kein Idiot.

Jetzt helfen Sie uns!

Weg! Weg! Weg da!

Hier ist kein Platz mehr! Wir wollen nicht aufhören!

Hören Sie auf! Hören Sie auf! Hören Sie auf!

Hören Sie auf!

Hören Sie auf!

Hören Sie auf!

Hören Sie auf!

Hören Sie auf! Hören Sie auf!

Hören Sie auf!

Hören Sie auf!

Du musst mir helfen! Wo ist sie? Sie ist vorne im Boot!

Weiter!

Wozu? Hast du das Kind schon? Sie ist da!

Ein Junge!

Was?

Glieding! Gib den Mechabit den Glieding!

Ich verspreche es.

Marianne!

Marianne, du musst durchhalten.

Hey!

Herr Keding. Ja?

Sie hat noch gesagt, den Verein sollen wir nur Ihnen geben.

Hör dich!

Ich muss zur Fahrt!

ihn wiedersehen.

Doch.

Komm. Gleich sind wir oben.

Komm.

Komm. Du darfst nicht aufgeben.

Willi, komm jetzt.

Bitte.

Vielleicht nehmen sie ihn mal.

Möchten sich ja dran gewöhnen.

Sehen Sie, da muss nur der Vater her.

Ein Kind spürt das sofort.

Der Vater.

Du musst warten.

Wir haben es doch jetzt geschafft.

Nicht einschlafen, Lilly.

Nicht einschlafen.

Lilly.

Ich hole Tee. Hörst du, dann wird dir warm.

Nicht einschlafen.

Willi! Ich hole Tee.

Richtig.

dahin.

Oh, ihr zwei, mitkommen.

Ich bin klein und bleibe an meiner Seite. Dann interessieren sie sich nicht

dich. Gut.

Halt, der Junge da.

Mitkommen. Ist noch keine 16.

Was ist, Karl?

Meine Mutter ist da draußen geblieben. Name?

Keding.

Parkkapitän auf Gutsblock. Die Kinder und ich werden in Hamburg erwartet.

Moment.

Kommst du mal?

Der Bursche bleibt hier.

Er hat seine ganze Familie verloren.

Was gibt's? Der junge Mann hier will nach Hamburg weiter.

Zivilist?

D3 Hamburg Süd.

Ich brauche schnellstens eine Telefonverbindung zum Seetransportstab.

Büro Engelhardt.

Konteradmiral Engelhardt. Der junge Mann ist kampffähig, der bleibt hier.

Also Kind abgeben und mitkommen. Der Junge gehört zu mir.

Den Schwinger weg.

Sie wissen nicht, wo wir herkommen.

Nehmen Sie die Mann das Kind weg und führen Sie ihn ab, verflucht. Was ist

für ein Krieg, den Kinder gewinnen sollen?

Name? Der Name ist Keding.

Und den merken Sie sich gefällig.

Ein Keding ist da draußen geblieben. Ein Offizier, wie Sie keinen kennen.

Ich gehe schon.

Lassen Sie den Mann los.

Also los, abführen.

Kalif!

Wir sehen uns wieder.

Na, was sagt ihr?

Lachen schießen.

Und abwarten.

Sehen Sie der Vater?

Hallo, ist das Ihrer?

Ja, sicher.

Kann doch nicht wahr sein.

Wo ist die Mutter?

Wie heißt das Kind?

Sein Name?

Sein Name?

Harald. Harald Kehling.

Geben Sie, was er braucht.

Ich hole ihn dann gleich.

Was passiert

ist,

ist schon schlimm genug.

Jetzt machen Sie die Leute nicht verrückt.

Das nötigt niemanden.

Sie schatten nur sich selbst.

Ich habe mir nichts vorzuwerfen.

Sie haben mir das Kommando entzogen.

Wir getrieben. Loslassen.

Lassen Sie mich los, Mensch. Sie sind ja nicht alle für uns geworden.

Nicht mit mir. Mit mir nicht. Schießen Sie sich endlich zusammen, Mensch.

Schon gut, ich übernehme den Mann. Gehen Sie auf Ihren Posten zurück.

Wegtreten. Jawohl.

Um Gottes Willen, Keding. Was für eine Katastrophe.

Ich bin sofort mit dem Stabsflug hierher gekommen. Die Gustlauf.

Ausgerechnet am Jahrestag. Was Schlimmeres hätte nicht passieren

Mir scheint, der Russe will ein Teilchen setzen. Die Leute sollen zu Hause

bleiben.

Was ist mit Ihrem Bruder?

Tut mir leid.

Er war ein tapferer Mann.

Wie konnte da draußen ein russisches Boot liegen?

Das sollten wir nicht hier besprechen.

Los, kommen Sie.

Das U -Boot war verdammt gut versteckt.

Ein echter Fuchs.

Inzwischen wissen wir auch, dass Obermann Koch seit Oktober in russischer

Gefangenschaft war. Von wegen Gotland.

Ist das nicht ein Wahnsinn, Keding?

Er hat sich erschossen.

Fluch, Keding.

Zwei Tage.

Hätten die Herren nur zwei Tage gewartet, sie wären jetzt heil in Kiel.

Erika! Entschuldigung!

Erika!

Vergetten Sie das Kriegsgericht.

Bitte.

Vergetten, was da draußen passiert ist?

Wie denn?

Was Sie als Einzelne ausrichten können, haben Sie letzte Nacht erlebt.

Wir brauchen Ihre Hilfe. Der Seetransportstab darf nicht einen seiner

Schiffsführer verlieren.

Machen wir es nicht vor, Kehling.

Dieser Krieg ist verloren.

Aber da draußen warten noch Hunderttausende auf Ihre Rettung.

Denken Sie darüber nach, Katie.

Kommen Sie.

Kommen Sie.

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