All language subtitles for Oderbruch (5) (Veronika).deu

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Original subtitles

(Vogelgezwitscher)

(Tippen)

(Knarren)

(T�r �ffnet sich)

(Quitos Frau) Gosh und Delgado sind zur�ck.

Sie haben eine Audienz bei Ion und sollen sofort wieder aufbrechen.

Dein Vater muss dich mit ihm gehen lassen.

Mein Vater h�rt nicht auf mich.

Er h�rt auf niemanden mehr.

Sophie hat ihre Periode bekommen.

Es wird nicht lange dauern, bis es jemand bemerkt

und sie ins Zuchtprogramm kommt.

(spannende Musik)

Sie wird als Zibbe nicht das gleiche Gl�ck haben, das ich mit dir hatte.

(sakrales Summen)

(rasselndes Atmen)

(Ion) Sprecht!

Sechs tote Br�der in acht Monaten.

Wir m�ssen davon ausgehen, dass jemand unsere Artgenossen

gezielt sucht, findet und hinrichtet.

(Husten)

Die Kring-Geschwister.

Woher willst du das wissen?

Wo du genau so wie ich hier in diesem Gem�uer verrottest?

Kai Kring hat das Erbe seiner Abstammung nie akzeptiert.

Er verachtet uns, betrachtet uns als Krankheit.

Jetzt sind sie auf einer Mission, die Krankheit zu bek�mpfen.

Schweig!

Ich werde nicht mehr schweigen.

Niemand hier hat mehr den Mut, dir die Wahrheit zu sagen

aus Angst vor deiner Wut.

Wir sind mittlerweile weniger als tausend.

Das Blut unserer Jungen wird mit jeder Geburt schw�cher.

Wir sind nicht in der Lage, weibliche Nachkommen zu zeugen,

egal wie oft wir es versuchen.

Das ist regressive Evolution.

(Fedor) Wir sind uns der Lage bewusst

und ergreifen entsprechende Ma�nahmen.

Zibben vergewaltigen und auf ein Wunder hoffen?

(Fedor) Wir werden Magdalena Kring finden

und sie wird eine neue Generation von uns zur Welt bringen.

(Husten)

Haben wir den Hauch einer Ahnung, wo sie sich aufhalten?

Wir haben Gesandte �berall auf der Welt, die nach ihnen suchen.

195 L�nder, 4 Millionen St�dte, 8 Milliarden Menschen.

- Wie viele Gesandte haben wir? - Alle, die uns zur Verf�gung stehen.

Wie viele?

28.

(Husten)

Wir m�ssen unsere Lebensweise anpassen oder wir sterben aus.

Spar mir deine Rede �ber Reformation.

Was Stojan Demko im Oderbruch gemacht hat, ist unsere Zukunft.

(Quito) Ein symbiotisches Blutversorgungssystem.

Wir m�ssen es nur verbessern und �berall umsetzen. Keine Morde.

Stojan hat uns fast zerst�rt.

Alles, was er geschaffen hat, waren Zeugen. (Ion hustet)

Das Oderbruch...

...ist der Schandfleck unserer Geschichte.

Und du...

...bist der Schandfleck meiner Familie.

Mein t�richter Sohn glaubt,

dass unsere Gesetze an die neue Zeit angepasst werden m�ssen.

(atmet tief ein)

Ich... Ich kann riechen...

...dass er nicht mehr der Einzige ist, der so denkt.

(atmet tief ein)

Und ich...

Ich rieche...

...den Gestank einer Revolte.

(Wimmern)

(dumpfes Keuchen)

(panischer Schrei)

(Knacken)

(dumpfer Aufprall)

(Husten)

(Ion) Ich habe unsere Gesetze soeben angepasst.

Todesstrafe...

(dumpfer Aufschlag)

...auf Verrat.

Ich bitte darum, mit Delgado und Fayez gehen zu d�rfen.

(Ion hustend) Mach dich nicht l�cherlich.

Ich wei�, wie die Krings denken.

Wo sie als n�chstes auftauchen. Bitte, Vater.

Kein Wort mehr!

Ihr habt eine Woche Zeit, um Magdalena Kring zu finden.

(Quitos Frau) Geh durch die Katakomben.

Ich sag ihnen, du bist krank.

Dann merkt keiner, dass du weg bist.

Ich mach hier alleine weiter und warte,

bis du mit der Frau zur�ckkommst.

Sie ist unsere einzige Hoffnung.

Wenn du Magdalena kontrollierst, kontrollierst du auch unsere Zukunft.

Versprich mir, dass du sie findest.

(T�r knarrt)

(T�r f�llt zu)

Wo gehst du hin?

Ich bin bald wieder da.

(spannende Musik)

(automatisches Surren)

Ich �bernehme jetzt.

Irgendein Problem damit?

(elektronische Musik, fl�sternde Stimmen im Hintergrund)

(Grillenzirpen)

(Schritte hallen)

(Windesrauschen)

(Flattern)

(Handy vibriert)

(Arthur Kring) Liebe Maggie, lieber Kai.

Wenn ihr folgende Worte lest, bedeutet das,

dass die Strigoi uns gefunden...

...und wir unser Schicksal selbst in die Hand genommen haben.

Ihr beide seid etwas sehr Seltenes.

Die Strigoi nennen es "reines Starkblut".

Geboren nicht nur aus meinem,

sondern auch aus dem starken Blut eurer Mutter.

Unsere Kraft lebt in euch weiter.

Vor allem in dir, Maggie.

Nutzt sie, wenn ihr euch verteidigen m�sst,

denn die Strigoi werden die Suche nach euch niemals aufgeben.

(omin�se Musik)

(Fayez) Ich habe diese Adresse in Veras Zimmer gefunden.

(Quito) Geht dahin.

Findet alles �ber Vera raus. Kein Detail ist unwichtig.

(Arthur Kring) Ich habe noch eine letzte Bitte.

Ihr sollt wissen, dass Roland Voits Mutter Veronika lebt.

Stojan verlangte damals, dass ich sie t�te,

um Justus Voit gef�gig zu machen.

Ich verschonte Veronikas Leben heimlich

und schickte sie fort.

Sie durfte nie Kontakt zu Roland oder Justus aufnehmen.

Sonst h�tten die Strigoi sie gefunden.

Sie lebt in Andorra, von der Au�enwelt abgeschottet.

Fahrt bitte zu Veronika, dort seid ihr sicher.

Die Koordinaten ihres Hauses findet ihr anbei.

Passt auf euch auf.

Mit all der Liebe, die wir euch nie geben konnten.

Eure Eltern.

(Wellenrauschen)

(M�wengeschrei)

(Frau, Polnisch)

Mit wem hast du gesprochen?

Ich hab dir nicht die ganze Wahrheit erz�hlt,

wie ich deine Tochter gefunden habe.

Ich hatte die Tageb�cher von Roland.

Ich hab sie damals bei Demko gefunden und niemandem davon erz�hlt.

(Roland Voit) Meine Tageb�cher.

Kannst du ihr das geben?

Vielleicht will sie ja mal wissen, wer ihr Vater ist, wie er so war.

(Zajak) Die Strigoi m�ssen sie bei mir gefunden haben.

Sie haben von Vera genau so erfahren, wie ich.

Aus Rolands Brief an sie.

Er lag in einem der Tageb�cher. Ich habe alles abfotografiert.

(Roland) Ich habe auch etwas f�r sie reingeschrieben.

Extra.

(melancholische Musik)

Es tut mir leid.

(Wind pfeift)

Jetzt kannst du's wiedergutmachen.

(Vera) Wo fahren wir hin?

Zu deiner Gro�mutter.

Was ist mit Kai?

Der wird klarkommen.

(spannende Musik)

(M�wenschrei)

(Fiepen)

(M�wenschreie)

(Frau redet Spanisch)

(Mann antwortet)

(spanisches Gespr�ch)

(spanisches Gespr�ch, Geschirr klappert)

(spanisches Gespr�ch)

(leise Musik)

(fl�sternde Stimmen)

(Fiepen)

(Reifen quietschen)

Wie viel brauchst du?

(ruhige Gitarrenmusik)

(Gesang)

(lautes Ausatmen)

(T�r knallt)

(Vera) Wie gut kennst du sie?

(Zajak) Ich habe sie studiert.

Ich wei� alles �ber sie, was man �ber sie wissen kann.

Trotzdem kenne ich sie nicht besser als du.

Aber du vertraust ihr.

(Zajak) Ich kann verstehen, was sie will.

Und was ist das?

Dich besch�tzen.

(omin�se Musik)

(Raquel, Spanisch)

(Handy vibriert)

Ja?

(Fayez) Die Adresse auf dem Zettel geh�rt zu einer Ferienwohnung.

Momentan gemietet auf Stanislav Zajak.

Es ist aber niemand hier.

Au�er einem kleinen toten Hund.

Warte.

Hat er einen wei�en Punkt auf der Nase?

(Fayez) Ja. Ein h�ssliches Vieh.

Nimm ihn mit. Vielleicht brauchen wir ihn no-

(lauter Knall, Raquel schreit)

(Schuss mit Schalld�mpfer)

(dumpfer Aufschlag)

Ja?

(Ion hustet)

Mein Sohn.

Hier m�chte dir jemand was sagen.

(Quitos Frau) Es tut mir leid.

Sie haben Sophie.

(Ion seufzt)

Jetzt wei� ich, warum du unsere Gesetze �ndern willst.

Weil du deine Zibbe liebst.

Und deine Zibbentochter.

(Ion) Erb�rmlich.

Erb�rmlich, wie alles an dir.

Ich hab die Kring-Geschwister.

Du hast in meinem Haus

...deine Liebe zu Schafen ausgelebt.

Du hast gegen meinen Willen mein Haus verlassen.

Und jetzt l�gst du mich an.

Gib mir noch einen Tag.

Nur einen Tag.

Ich bring dir Magdalena Kring, wenn du meine Familie frei l�sst.

(Ion lacht) Familie?

Die Strigoi

...sind die einzige Familie, die du je haben wirst.

Meine M�nner bringen dich jetzt hierher zur�ck

und dann reden wir.

(schrille T�ne)

Wann ist der J�ger hier, um Sophie abzuholen?

(Fedor) Er ist auf dem Weg.

(Wellenrauschen)

(leise Fernsehger�usche)

(spanisches Fernsehen)

(melancholische Musik)

Erz�hl mir etwas �ber ihn.

Wie war er?

(Maggie) Er wollte, dass ich dir das gebe.

Seine Tageb�cher.

Er hat dir auch einen Brief geschrieben.

(Roland) Liebe Vera,

ich hab lang nachgedacht, was ich dir schreiben soll

und k�mpfe damit, die richtigen Worte zu finden.

Das sind meine Tageb�cher aus meiner Jugend, bis zu dem Alter,

in dem du jetzt ungef�hr bist.

Ich habe aufgeh�rt, darin zu schreiben,

als deine Mutter mich verlassen hat.

Maggie hat mir gesagt, dass du nie geboren wurdest.

Sonst h�tte ich alles in meiner Macht stehende getan,

um dein Vater zu sein.

Ich bin sicher, dass deine Mutter

ihre Gr�nde f�r ihre Entscheidungen hatte...

Aber du sollst wissen, dass ich nicht daran beteiligt war.

Du kennst mich nicht, aber wenn du wissen m�chtest, wer dein Vater ist,

kannst du meine Tageb�cher lesen.

Ich habe deine Mutter Maggie sehr geliebt.

Und ich h�tte dich genau so geliebt,

wenn ich die Chance dazu gehabt h�tte.

Ich hoffe sehr, dass wir uns eines Tages pers�nlich kennenlernen.

Ich wei� nicht, ob du es wei�t, aber...

du tr�gst den Namen meiner Mutter Veronika.

Wir haben sie immer Vera genannt.

Sie war eine gute Frau, und wenn wir uns treffen,

werde ich dir alles �ber deine Oma erz�hlen.

(M�wengeschrei)

(Junge) (Spanisch)

(Brutzeln)

(Kai) �hm, Eierbrot. �h...

Pan de Huevo.

(M�wengeschrei)

(melancholische Musik)

(omin�se Musik)

(ferne Kinderstimmen)

(sakrales Summen)

(omin�se Musik)

(fl�sternde Stimmen)

(omin�se Musik schwillt an)

(schrille Stimme schreit) Veraaa!

(Handbremse wird angezogen)

(Auto abgeschaltet)

(Grillenzirpen)

(Vogelgezwitscher)

(Knarren)

Veronika Voit?

Ich bin Maggie.

Maggie Kring.

(Veronika) Seit 40 Jahren warte ich auf diesen Tag.

Du bist hier, um mich abzuholen.

Nach Hause.

Nach Krewlow.

(seufzt)

Aber diese Leute, die uns das alles angetan haben,

die m�ssten doch l�ngst weg sein.

-Diese Leute sind genau der Grund, weswegen wir hier sind.

Wir sind auf der Flucht. Genau wie du.

Mein Vater hat gesagt, dass wir hier sicher sind.

Nat�rlich.

Ihr k�nnt hier bleiben, solange ihr wollt.

Und wer bist du?

Das ist Vera.

Meine Tochter.

Deine Enkelin.

Ich bin �bergl�cklich, dich kennenzulernen.

(Veronika) Und wie geht es Roland?

Und meinem Mann?

(melancholische Musik)

Ich ziehe mich etwas zur�ck.

(Stuhl knarrt)

Bitte f�hlt euch wie zu Hause.

(omin�se Musik)

(T�r quietscht)

(Auto rumpelt)

(spannende Musik)

(Grillenzirpen)

(Maggie) Wir m�ssen dein �u�eres so ver�ndern,

dass man dich wenigstens auf den ersten Blick nicht erkennt.

Hast du ihn geliebt?

H�ttest mich doch einfach zu meinem Vater bringen k�nnen.

Jetzt werd ich ihn nie kennenlernen.

(Scherenschnitt)

Was soll ich jetzt machen?

Einfach alles hinnehmen, alles machen, was du sagst?

Mein altes Leben ist einfach vorbei.

Ich wei�, wie du dich f�hlst. Ich hatte auch ein Leben, das ich-

Du wei�t nicht, wie ich mich f�hle.

Du wei�t nicht, wer ich bin. Du kennst mich nicht.

(Knall)

(Maggie) Du hast recht.

Ich wei� nicht, wer du bist.

Aber du kennst mich auch nicht.

Du hast keine Ahnung, was ich f�r ein Leben hatte.

Was willst du denn jetzt h�ren?

Nein, ich habe deinen Vater nicht geliebt.

Ich wusste nicht einmal, was das ist, Liebe.

Alles, was ich von meinen Eltern gelernt habe, ist Angst zu haben.

Ich war so alt wie du jetzt, als ich mit dir schwanger war.

Denkst du, in dem Alter trifft man die besten Entscheidungen?

(omin�se Musik)

(Fahrger�usche)

(spannende Musik)

(R�cheln)

(Grillenzirpen)

(Summen)

(fernes Motorger�usch)

Ich bin ohne Liebe aufgewachsen. Das wollte ich dir gerne ersparen.

Ich hatte noch nie eine richtige Beziehung.

Zu niemandem.

Ich habe mich immer gefragt, was mit mir nicht stimmt.

Wahrscheinlich bin ich mehr wie du, als mir lieb ist.

(Grillenzirpen)

(atmet scharf aus)

Gib mir eine Chance, dich kennenzulernen.

Mehr will ich gar nicht.

(schnelle Schritte)

Es kommt jemand.

(omin�se Musik)

(Autot�r klappt)

(Maggie seufzt)

Keine Geheimnisse mehr.

Dann mache ich, was immer du sagst.

Du bist jetzt eine von uns.

Ich werde dich auch so behandeln.

(Maggie) Veronika, das ist...

(Kai) Simon.

(Zajak) Unser Sohn.

(Vogelgezwitscher)

(omin�se Musik)

(Bremsger�usche)

(Knall von drau�en)

(spanische Rufe)

(zersplitterndes Glas, Schl�ge)

Du kannst ihnen vertrauen.

Sie sind auf unserer Seite.

(Satellitentelefon piept)

(langes Einatmen)

(Kai) Das ist das Wappen, das wir bei Cristobal gesehen haben.

Ordo Aeternus, der ewige Orden.

Das ist eine uralte Sekte.

Klein, aber hat Einrichtungen auf der ganzen Welt

und steht �berall unter Religionsschutz.

Es gibt kaum Informationen �ber die.

Aber als religi�se Organisation haben die besondere Rechte.

Hinter verschlossenen T�ren k�nnen die machen, was die wollen.

Die d�rfen interne Angelegenheiten unabh�ngig regeln.

Ernennung von religi�sen F�hrern,

Verwaltung von Eigentum und Finanzen.

Die d�rfen besondere Anforderungen

an das Verhalten ihrer Mitglieder stellen.

Religion ist der perfekte Deckmantel f�r die Strigoi.

"Gem�uer des Himmels, �ber der Welt,

der ewige Orden niemals zerf�llt.

Des st�rksten Heim, dein K�rper ein Stein."

Gem�uer des Himmels, des st�rksten Heim.

Der Anf�hrer der Strigoi,

der ist irgendwo in so einer Kirche.

Ich bin mir sicher.

Komm mit.

(spannende Musik)

Es gibt 58 registrierte Geb�ude,

wir k�nnen das Hauptquartier finden.

Und das werden wir auch.

Irgendwann.

Kai, wir k�nnen es nicht mit 'nem ganzen Orden von denen aufnehmen.

Noch nicht.

(Maggie) Jemand muss Wache halten.

(mechanisches Klicken)

(spannende Musik)

(T�r knarrt)

Ich w�rde lieber alleine schlafen.

Es ist sicherer, wenn... ich...

Sag Bescheid, wenn du was brauchst.

(Maggie) Gute Nacht.

Gute Nacht.

(Klopfen)

(T�r quietscht)

Vera m�chte gerne alleine schlafen.

Achso, ja. Verstehe.

(Maggie) Nein, bitte.

Es ist doch Platz.

Okay.

(Bett knarzt)

(Zajak seufzt)

Danke.

(sanfte Gitarrenmusik)

(Wasser pl�tschert)

(Grillenzirpen)

(Herzschlag)

(lautes Atmen)

(Fiepen)

(Kai) Ich kenn das Gef�hl.

Diese erste Neugier.

Aber das da ist Ziegenblut.

Schmeckt nicht.

Und wie schmeckt Menschenblut?

Je ges�nder, desto besser.

Aber es geht nicht um den Geschmack.

Es geht um das Gef�hl, das es dir gibt.

(Grillenzirpen)

Was ist das f�r ein Gef�hl?

Pure Kraft str�mt durch deinen K�rper.

Man sp�rt, wie sich jede Zelle regeneriert.

Du f�hlst dich sofort unglaublich stark.

Auch mental.

Alles wird langsamer und still.

Alle Sinne werden gest�rkt.

Als w�re man blind gewesen und k�nnte auf einmal sehen.

Problem ist nur, dass es das Gewissen bet�ubt.

Deine Sinne werden scharf,

aber deine Emotionen werden stumpf.

Dadurch sp�rst du auch keinen Schmerz.

Weder physisch noch psychisch.

Du f�hlst dich wie ein Gott.

Aber in Wahrheit bist du ein Monster.

(melancholische Musik)

Ich habe immer denselben Traum.

Ein Fluss f�rbt sich blutrot und dann...

steigt da jemand aus dem roten Wasser.

Ein M�dchen, blut�berstr�mt.

Und dann sehe ich: Das M�dchen bin ich.

Hinter mir steigen noch viele weitere aus dem Blut.

(Schritte)

Du solltest schlafen gehen.

(Maggie seufzt)

(Maggie) Lass mich �ber diese Dinge mit ihr reden.

Bitte.

Hast du das von ihrem Traum geh�rt?

(dumpfe Schritte)

(sakrales Summen)

(leises Schluchzen)

(T�rknarren)

Sophie?

Der Gro�e J�ger ist da, um dich abzuholen.

(spannende Musik)

(Fayez) Wir sind gleich da.

(Vera) "Tr�ger aller Hoffnung.

�ber allem Recht steht rar und kostbar das weibliche Geschlecht.

Ihr gilt unser Streben, sonst sind wir verdammt.

Reinheit geht verloren, der Untergang bricht an.

Glut und Zeit verronnen, sakrosankt ist das Weib.

Glut und Leid bekommen,

Posteritas ist ihr Leib."

Was hei�t Posteritas?

(seufzt)

Nachkommenschaft?

K�nftige Generation?

(Vogelgezwitscher)

Kai denkt, er m�sste mich t�ten, wenn sie mich finden.

- Dazu werde ich es nicht- - Und wenn man das gro�e Ganze sieht?

Dann ist es das kleinere �bel.

Und er sagt, es gibt noch ein kleineres �bel.

Wir m�ssen uns unumkehrbar sterilisieren lassen.

Das hei�t, die Geb�rmutter rausschneiden.

(R�uspern)

(Vogelgezwitscher)

(Quietschen)

(Maggie) Ich habe dir gesagt,

ich will diese Gespr�che f�hren. -Sie hat gefragt.

Keine Geheimnisse mehr.

Vera, schau.

- Den kannst du haben. - Danke.

Ihre Wasserpumpe geht nicht.

Wo bekommen Sie ihr Wasser her?

Ja, ja, ich wei�.

Jemand aus dem Dorf ist so nett und bringt es mir.

(Veronika) Vera...

Das ist dein Vater.

Arthur hat es mir geschickt.

Es ist das einzige Bild, das ich von Roland habe.

Verzeih mir, wenn ich das sage, aber...

du kommst mehr nach ihm als nach deiner Mutter.

Kann ich euch alle was fragen?

Ich m�chte eine kleine Beerdigung f�r meinen Sohn und meinen Mann machen.

Habt ihr irgendwas Pers�nliches von Roland?

Das einzige, was ich von ihm habe, ist Vera.

(omin�se Musik)

(Vogelgezwitscher)

(Seufzen)

Das war eine Pfeife von Justus.

Ich wei� nicht, warum ich sie mitgenommen habe.

Es war das einzige von ihm,

was ich noch schnell greifen konnte.

Ich mochte den Geruch nicht.

Ich wollte immer, dass er aufh�rt damit.

(leises Lachen)

Vielleicht habe ich sie deshalb mitgenommen.

(melancholische Musik)

Es war nicht immer einfach.

Aber ich habe sie beide sehr geliebt.

(lautes Atmen)

(Maggie schluchzt)

Wenn ich nicht ins Oderbruch zur�ckgekommen w�re...

dann w�ren all diese Kinder in der Schule noch am Leben.

Justus w�re nicht tot.

Roland w�re nicht tot.

Und wenn ich meinen Bruder nicht vor meinem Vater besch�tzt h�tte...

dann w�rden alle seine Opfer noch leben.

Ich richte nur Schaden an.

(Maggie) Du solltest gehen.

Wenn du bei mir bleibst, wirst du auch sterben.

(leise Gitarrenmusik)

(Schluchzen)

Justus hat nie Pfeife geraucht.

Mein Vater hat Pfeife geraucht.

Sie hat die beiden verwechselt.

(spannende Musik)

(Telefon klingelt)

(Fedor) Ich habe den Fahrer aufgehalten.

Wo bist du?

(Quito) Ich habe Maggie und ihre Tochter.

Besch�tze meine Familie um jeden Preis.

(Fedor) Ich k�mmere mich um deine Familie,

aber ich wei� nicht, wie lange ich das noch kann.

(T�rquietschen)

(lautes Atmen)

Sie hat es nicht.

Noch eine L�ge und dein Bruder ist tot.

(Pistole klickt)

(Knarren)

Veronika ist schon lange tot.

Arthur war ein guter Freund.

(Auflachen)

Ich will, dass ihr wisst, die Nachricht von ihm war echt.

Ich habe nur den letzten Teil �ber Veronika ge�ndert.

Wenn ihr den Zweck verstehen lernt,

werdet ihr sehen, dass er meine Mittel heiligt.

Bitte, gebt mir die M�glichkeit, euch nichts antun zu m�ssen.

Keinem von euch.

Wer bist du?

Eure einzige Chance.

(spannende Musik)

Wir sind unterwegs. Beruf das Konzil ein.

(Motorger�usch)

(Autot�r schl�gt zu)

(Motor startet)

(leises St�hnen)

(Schmatzen)

Anhalten!

(dumpfe Kampfger�usche)

(Sch�sse)

(schreit)

(�chzen)

(Schuss)

(spannende Musik)

(Orgelmusik)

Was machen wir?

-Wir k�nnen es nicht mit einem Starkblut aufnehmen.

Das Risiko ist zu gro�, sonst verlieren wir beide Frauen.

(dumpfer Aufschlag)

(Quito) Schie� auf das Auto! Sie d�rfen uns nicht folgen!

(Sch�sse)

(Motor springt nicht an)

(Motor versagt)

(Quito) Fahr, fahr, fahr!

(Musik schwillt an)

(langer, schriller Schrei)

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