All language subtitles for Monsieur.Claude.2.2019.German.AC3D.5.1.DL.720p.BluRay.x264-PS_ger

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Original subtitles

Elfenbeinküste, Algerien,

China, Israel. Wir haben alles.

Vier Länder hintereinander! - Wir haben es nun mal versprochen.

Stimmt. Bringen wir es hinter uns. - Genau.

Genau.

Hätten unsere Töchter doch einfach Männer aus der Gegend geheiratet!

Also bitte, Claude!

... asiatischer Herkunft gelten als gut betucht und werden häufig überfallen.

Schon wieder! Das Land ist zu gefährlich für Chinesen.

Nein. Nein. Nein!

Karine, Madame Zitouni soll mich nicht mehr anrufen.

Punkt aus!

Ich war so blöd, eine Burkaträgerin zu vertreten.

Jetzt habe ich nur noch solche Fälle: Burkas, Burkinis, Gefährder...

Taugt die Rolle nichts? - Doch, doch.

Wieder mal ein namenloser Dealer mit zwei Sätzen. Er heißt nur "der Schwarze".

Unfähige französische Autoren! - Ihr habt immerhin Omar Sy.

Omar Sy ist der Vorzeige-Schwarze. Für alle anderen gibt's gar nichts.

Spielt ihr weiter die Opfer, obwohl wir bald Milliardäre sind?

Gibt's was Neues von den Banken? - Klar!

Angebote über Angebote.

Die Geldgeber stehen Schlange.

Wer zum Beispiel? - Wer? Das ist doch völlig unwichtig.

Unwichtig? - Das sind nur Details.

Bist du dir sicher, dass du Banker bist?

Ich bin kein Banker und mache mir Sorgen. Wir haben jeder 10 000 Euro da drin.

Leute, mir scheint, ihr vertraut mir nicht.

Wenn ihr nicht wollt, sagt es gleich.

Wollt ihr ewig Loser sein?

Ich sehe hier nur einen Loser: Dich.

War nur Spaß, David. Wir vertrauen dir.

Kümmert euch gut um Clovis. - Keine Sorge.

Wir versorgen ihn wie ein Baby.

Postet ihr Fotos von ihm auf Facebook? - Du hast Facebook?

Ja, das hat mir der Pfarrer installiert.

Ich habe auch Twitter und Amstramgram.

Ich bin eine sogenannte "Oma 2.0".

Alles okay, Ségolène? - Jemand will ein Bild von mir kaufen.

Großartig!

Wer kann... Ich meine, wer ist der glückliche Käufer?

Ein Chinese aus China.

Er war auf meiner Website und hat sich in ein Bild verliebt.

Weißt du, "Die gehängte Alte". - Ach ja, ich weiß, welches du meinst.

Das mag ich auch sehr. - Ich erzähle es Chao!

Nicht nötig, er weiß es schon. - Ach ja?

Sicher hat Chao einen Cousin bezahlt, um Ségolène aufzumuntern.

Ja, sie ist echt nicht gut drauf. - Sie ist depressiv geboren.

Vielleicht weil euer Vater

mich zum Exorzisten brachte, als sie unterwegs war.

Deine Mutter ist unter uns.

Hör bitte auf. - Willst du mit ihr sprechen?

Du machst ihr Angst. - Entsetzlich!

Du fehlst mir, Süße. - Du mir auch!

Schau mal... Siehst du, wo ich bin?

In unserem Freibad.

Küss mich. - Nicht jetzt.

Doch, klar. Los!

Gib mir den Computer. Ich muss Verneuil sprechen.

Wenn du nur vor dem Kasten sitzt,

findest du nie einen Mann.

Viviane! Hallo!

Hallo!

Das WLAN ist weg!

Malaria-Prophylaxe.

Durchfallmittel.

Mückenspray.

Claude, mein Vater ist auf Skype und will mit Ihnen reden.

Wenn es wieder um seinen Schinken geht...!

Die Schwangerschaft steht Ihnen sehr gut. - Danke.

Ganz schön rund für den 5. Monat.

Das wird ein Koloss.

Habt ihr schon einen Namen gefunden? - Wir sind uns noch nicht einig.

Ich hab einen gefunden: André, wie sein Großvater.

Nein.

Was wollen Sie denn noch? - Kommen Sie heute um 23 Uhr an?

Das hab ich doch gestern gesagt. - Haben Sie an meinen Schinken gedacht?

Hier. Sind Sie jetzt beruhigt?

Jetzt muss ich fertig packen.

Marie! Beeil dich, sonst verpassen wir den Zug!

Ich fahre Sie zum Bahnhof. - Ja, gern.

Einmal Schleimer, immer Schleimer.

"Ich fahre Sie..."

Wir haben keine Zeit mehr!

Wir müssen los. - Tschüss, Claude!

Mist, der Schinken! Der Schinken!

Gerade noch mal Glück gehabt. - Das wären sonst kurze Ferien geworden.

O nein, dieser Hund! - Verneuil!

Verneuil, mein Schinken!

Ich höre Sie schlecht, Kofi. Es rauscht...

Mensch, ich muss zu einem Casting.

Ich hab hier kein gutes Gefühl. - Wir sind im 16., Chao.

Eben. Da gibt es die meisten Überfälle.

Die Banden haben es auf die Reichen abgesehen.

Was für ein Schlitten! Aus welchem Hochstapler-Film hast du den geklaut?

Ich bin der "Wolf of Wall Street". Entspannt euch, der ist geleast.

Das kostet so gut wie nichts. Man muss doch was hermachen.

Liest du etwa Donald Trump? - Ich teile seine Ideen nicht.

Aber in Sachen Geschäfte machen ist er ein Ass.

Der reinste Harry Potter. Los, gehen wir rein.

Die Herren, der Firmensitz von Reubio!

Ein Wahnsinnsbüro!

Gegensprechanlage mit Kamera. Das ist gut für die Sicherheit.

Ist die Miete nicht zu hoch? - 2 000 Euro pro Monat. Ein Klacks.

Ziemlich teurer Klacks.

Unsere Assistentin Gisèle.

Guten Tag, die Herren.

Sie ist Brasilianerin. Gisèle, machen... Businessplan.

"Businessplan".

Sie ist eine Cousine von Neymar. Sie besorgt uns Karten fürs Stadion.

Ist sie auch kompetent?

Klar, sonst hätte ich sie nicht engagiert.

Sie hat einen Master in Wirtschaft von der Universität in Guadalajara.

Ist Guadalajara nicht in Mexiko? - Du immer mit diesen Details!

Ja, aber das ist doch... - Die Herren...

Hiermit eröffne ich

die erste außerordentliche Sitzung des Verwaltungsrats von Reubio.

Warum außerordentlich? - Das sagt man nun mal so.

An die Arbeit!

Fazit: Ich gebe Reubio zwei Jahre,

um Frankreichs Marktführer im Bereich Halal-Bio zu werden.

Fünf Jahre, um Europa zu erobern.

Und danach...

Indonesien, ein Markt mit 200 Millionen Muslimen.

200 Millionen? - Ja. Aber zuerst muss man was riskieren.

Wir müssen jetzt zum Sprung ansetzen. - Was meinst du damit?

Zum Sprung ansetzen...

Losschnellen. Über das Hindernis springen.

Jetzt rede mal Tacheles.

Wo sind denn nun die Super-Angebote?

Tja...

Die sind ein bisschen zusammengebrochen.

Die Investoren sind Weicheier. Aber damit ist die Sache nicht gestorben.

Ich bin im Gespräch mit einer griechischen Bank. -Griechisch?

Ja, die Papalopoulos-Bank.

Verarschst du uns? - Seid mal nicht solche Angsthasen!

Das ist doch nichts. Nur ein kleiner Rückschlag.

Wie die Ohrfeige, die du gleich fängst? - Beruhige dich.

Er spielt den Macker mit Mercedes, Büro und Sekretärin.

Und ich soll mich beruhigen? - Reg dich ab.

Wir müssen nur noch mal in die Tasche greifen.

Nicht kleckern, klotzen! Wie Trump.

Was heißt klotzen? - Wir verdoppeln. 20 000 Euro von jedem.

Ohne mich. Ich bin raus. - Ich auch.

Und ich erwarte ein Kind. - Verstehe.

Die Ratten verlassen das sinkende Schiff. Tolle Familie! Wisst ihr was?

Ihr seid wie die Franzosen. - Und das heißt?

Ihr habt es nicht drauf. - Ach ja?

Nein, Rachid...

So, das war's. Gib mir bitte meine Kohle zurück.

Kein Problem. Du kriegst alles zurück.

Ich vermute, ihr auch, ja? - Richtig vermutet.

Ich erwarte immer noch ein Kind. - Ja, ja, verpisst euch.

Ich muss nämlich eine Holding führen. - Blödmann, mit deiner dämlichen Karte!

Trottel.

Steve Jobs hat anfangs auch geackert.

Das iPhone gab's nicht von heute auf morgen.

Er hat geackert!

Offenbar sind nicht alle Juden geschäftstüchtig.

Hauptsache, er zahlt mein Geld zurück. Ein Dieb ist er nicht.

Mein Vater hatte recht: "Keine Geschäfte innerhalb der Familie."

Rachid!

Ein echter Franzose würde ihn zerkratzen. - Leck mich doch!

Ich kann nicht mehr, Claude. Ich will nach Hause.

Wir sind ja bald da.

In einer Stunde sind wir in Frankreich.

Ein Alptraum, diese Reisen!

Nie wieder!

Versprochen, Schatz.

Ich frage mich, welches Land war wohl am...

Keine einfache Frage.

Meine Damen und Herren, willkommen am Flughafen Charles de Gaulle.

Das war's, wir sind zu Hause.

Noch nicht. Wir müssen noch durch den Zoll.

Verzeihung...

Und ab nach Chinon!

Was machst du, Schatz? - Ich tweete, dass wir zurück sind.

Wir müssen zum Zug. - Nur keine Eile.

Es fahren keine Züge. - Wie keine Züge?

Bahnstreik. Drei Monate lang.

Dann kann es keinen Zweifel mehr geben: Wir sind in Frankreich. Hervorragend!

Sieh nur die Felder, Marie! Dieses Grün! So lieblich!

Die Touraine ist wirklich Frankreichs Garten Eden.

Und unsere Insekten sind netter als diese afrikanischen Stechmücken.

Harmlos sind die.

Stopp, stopp! Entschuldigung, halten Sie bitte an.

Liebe Freundinnen. Schön, euch zu sehen. Ich hab euch vermisst.

Claude, der Zähler läuft. - Allerdings.

Nur zwei Minuten! Dieser Duft von Kuhfladen erfrischt mich.

Ich bekomme davon Hunger. - Ja, wir essen richtig französisch:

Käse, Wurst, ein Gläschen Wein...

Nach diesem ganzen Grüntee...

Gib mir mal die Presswurst. - Die wird dir schmecken.

Damit habe ich angefangen. Sie ist ausgezeichnet.

Wer ist das? - Sicher unsere Töchter.

Wir gehen auf keinen Fall ran.

Sonst fragen sie uns über diese grauenhaften Reisen aus.

Wir rufen sie später an.

Wir müssen uns erholen.

Diese Sendung über Franz I. ist sehr gut. - Ja, spannend.

Fehlt dir was, Liebster?

Es ist aus, Odile. - Mit uns?

Nein, mit Frankreich, diesem Kackland. Es ist TOT.

Wurdest du von Antisemiten angegriffen?

Nein, die Sitzung von Reubio lief mies. Ich melde Konkurs an.

Und da brüllst du so? Du hast ihn erschreckt.

Tut mir leid, mein Schatz. Komm her.

Entschuldige.

Papa ist wütend auf Onkel Rachid, Onkel Chao und Onkel Charles.

Sie haben so kleine Nüsse.

So klein.

WAFFENHANDLUNG AN DER GARE DE L'EST

Interessieren Sie sich für Nunchakus?

Und Afrikanern bieten Sie Macheten an? - Wie bitte?

Wieso soll ich mich für Nunchakus interessieren? -Weil Sie davorstehen.

Richtig.

Ich nehme dieses. Und zwei Shuriken, bitte.

Was ist?

Findest du, ich bin ein Loser? - Überhaupt nicht, Liebster.

Du hast zu viele Filme gesehen, das echte Leben ist eben kompliziert.

Ich weiß, du schaffst das. - Und wenn wir auswandern?

Wohin? - Ich dachte an New York.

New York? - Dort ist jetzt die Zeit fürs Business.

Und es gibt viele Juden dort. - Warum dann nicht gleich Israel?

Würdest du das machen? - Natürlich.

In drei Jahren kann ich konvertieren.

So lange kann ich nicht warten.

Pass auf, wir gehen. Ich kann ja auch dort konvertieren.

Du hast mir ja so gefehlt!

Hattet ihr schöne Ferien? Rachids Eltern waren sehr froh, euch zu sehen.

Wir auch, Schatz. Wir hatten eine sehr schöne Zeit.

Und? - Und?

Erzählst du gar nichts? - Doch, am Sonntag, wenn alle da sind.

Wir haben so viel über diese Reisen zu erzählen.

Ich fahr dann mal. Ich habe um 16 Uhr einen Gerichtstermin.

Schon wieder sexuelle Belästigung. Es gibt nur noch so was.

Die Schweine fallen reihenweise um. - Gut so.

Mach's gut, Süße. - Mach's gut.

Ist Papa in der Nähe? - Nein, er ist noch in der Kanzlei.

Heute verkauft er seine Anteile an seinen Partner.

Papa als Rentner... Das wird sehr ungewohnt.

Macht dir das keine Angst? - Doch.

Abschließend will ich sagen, wie stolz ich war, mit Ihnen zu arbeiten.

Sogar mit Ihnen, Jean-Pierre.

Und was dich angeht, Guy, meinen treuen Partner,

so baue ich darauf, dass du die Kanzlei bis ins 22. Jahrhundert weiterführst.

Danke.

Haben Sie keine Angst vor dem Ruhestand? - Absolut nicht.

Ich werde das Leben mit meiner Familie genießen

und mich meiner großen Passion widmen:

der Geschichte Frankreichs und der Touraine.

Ich möchte eine Biografie über Alfred Tonnellé schreiben,

den großen Dichter, der mit 26 Jahren an Typhus starb.

Er kam aus Tours, wussten Sie das? - Nein.

Ich weiß nicht einmal, wer Alfred Tonnellé ist.

Nein? Das ist aber eine Wissenslücke.

Er ist ein wichtiger Vertreter des Pyreneismus.

Sagt Ihnen Pyreneismus auch nichts? - Nein.

Deshalb ist diese Biographie wichtig. Sie wird mächtig Staub aufwirbeln.

Auf Tonnellé und auf die Poesie.

Ein sehr hübscher Scheck.

Damit kommen Sie 30 Jahre aus. - Es gibt Schlimmeres.

Ich gehe auch in Rente. - Das ist ja wunderbar.

Und wer löst Sie ab? - Das steht noch nicht fest.

Diese Filiale wird wohl nach Saumur verlegt.

Ach ja? - So ist es mit Kleinstädten wie Chinon.

Es gibt nur noch den Tourismus.

Alle gehen weg. Besonders die Jungen.

Sogar das Avilex-Werk macht dicht. - Avilex?

Das ist aber traurig. Es ist die letzte große Fabrik in der Gegend.

Alles geht den Bach runter.

Was sagen wir über unsere Reise? Ich will sie nicht kränken.

Ich mach das schon. - Sei aber vorsichtig.

Keine Ausrutscher. Immer schön politisch korrekt. -Aber sicher!

Die Ankunft in Tel Aviv...

Unvergesslich. Vier Stunden Leibesvisitation.

Ich dachte, sie beschneiden mich. - Claude...

Das war nur Spaß.

Sie sind doch nicht schockiert? - Ach wo.

Ich bin das mittlerweile gewohnt.

Aber im Ernst: Das Land ist sehr angespannt.

Angespannt? - Ja, es gibt Spannungen in der Region.

Ich liebe dieses Land. Die Geburtskirche ist herrlich.

Aber die liegt im Westjordanland.

Nicht in Israel? - Nein.

Sie liegt in Palästina.

Alles okay? Stört dich das Wort Palästina?

Nein, gar nicht. Ich sage "Restjordanland".

Restjordanland.

Sehen Sie, es gibt doch Spannungen.

Und habt ihr die Klagemauer gesehen? - Na, wir beklagen uns ja nicht so gern.

Nein, aber der Tag war extrem heiß. Und dann vor dieser Mauer...

Wir sind lieber ans Tote Meer gefahren. Ich brauchte Abkühlung.

Wobei Abkühlung im Toten Meer relativ ist.

Es enthält mehr Salz als Wasser.

Ich dachte, eure Mutter vertrocknet wie eine alte Gurke.

Verzeih den Vergleich, Schatz, aber du hast wirklich stark geschwitzt.

O ja, wie ein Ochse.

Und wie war Algerien? - Ich fand es großartig.

Algier ist eine herrliche Stadt. - Danke.

Schon exotisch, was? - O ja! Aber wozu der lange Weg?

Paris-Barbès und Algier, das ist gehupft wie gesprungen.

Das ist Humor, es war ironisch gemeint.

Wenn es Humor wäre, würden wir lachen.

Ich musste lachen. Ich bin ab sofort gegen politische Korrektheit.

Danke, Chao. - Mit "exotisch" meinte ich,

es gibt keinen Massentourismus wie in Tunesien und Marokko.

Es ist noch authentisch. - Das stimmt.

In der Kathedrale waren wir ganz allein. - Was du nicht sagst.

Und was habt ihr außer der Kathedrale noch besichtigt?

Wir waren an der Corniche. Herrlich! Diese Gebäude hoch über dem Meer!

Es war nicht alles schlecht an der Kolonialisierung.

Zumindest im Bereich der Architektur.

Danach haben uns Ihre Eltern zum Essen eingeladen.

Sie haben uns wie Könige empfangen. - O ja.

Die Algerier sind so gastfreundlich.

Nicht alle, Schatz.

Diese Bärtigen wirkten nicht so gastfreundlich.

Im Ernst, Rachid, vom Massentourismus seid ihr noch weit entfernt.

Und China? - China? Tja, wo soll ich anfangen?

Da gibt's so viel zu erzählen, stimmt's? - O ja, China...

Sehr überraschend. - Ja.

Ein Schock für alle Sinne.

Schon bei der Ankunft in Peking... Der Smog, Leute, die einen anspucken...

Man hat Sie angespuckt? - Nur meine Schuhe.

Es war keine Absicht. Er wollte den Gehweg treffen. Trotzdem sehr unangenehm.

Hat es euch den ansonsten gefallen? - O ja. -Sehr.

Bis auf die Taxis. Dieser Knoblauchgeruch!

Der vertreibt die bösen Geister.

Jedenfalls vertreibt er die Kunden.

Man braucht schon einen stabilen Magen. - Und robuste Zehen.

Ständig tritt einem jemand auf die Füße. - Sie sind über eine Milliarde.

Es ist beklemmend. - Gefällt dir Claudes Humor nicht mehr?

Doch, doch.

Und dann wurde Marie krank. Während des Besuchs in der Verbotenen Stadt.

Akuter Brechdurchfall. Wir konnten nichts besichtigen.

Das lag an den Larven.

Larven? - Ja, vom Wangfujing-Markt.

Ich sollte sie unbedingt probieren. Ein echter Gruselmarkt!

Presswurst ist auch nicht besser.

Doch, allerdings. Zum Glück blieben mir die 100 Jahre alten Eier erspart.

Was für ein Gestank!

Aber das Spucken und alte Eier, das gibt's im heutigen China nicht mehr.

Vielleicht. Aber wir haben das alles gesehen.

Es war wunderbar. Ich war zum ersten Mal in Afrika und möchte sofort wieder hin.

Na ja, bei Gelegenheit.

Ja, nicht sofort.

Abidjan ist schon anstrengend.

Ja, wir konnten kaum schlafen, wegen der Party.

Ihr habt gefeiert? - Nein, die Ivorer.

Welche Ivorer? - Na, alle.

Ach Papa, was sollen die Klischees? - Ich überzeichne das absichtlich.

Klar, manche schlafen. Aber beim Schwofen sind sie unschlagbar.

Und wie geht es meinem Vater? - Sehr gut. Er ist ganz der Alte.

Drei Tage hat er nicht mit mir gesprochen.

Das riecht gut. Was ist das? - Keine Ahnung. Das ist doch nur Reis.

So wurde es mir aufgetragen.

Bei dem Rezept ist der Reis die Beilage...

... zum Schinken.

Können wir die Sache mit dem Schinken bitte endlich abhaken? -O nein.

Das braucht seine Zeit. - Ich besorge Wels am Spieß.

Mit Schneckenragout. Das ist lecker.

Du bleibst hier... und hältst den Mund.

Servieren Sie.

Gegen Ende war dann wieder alles gut. Allerdings wurde Marie noch mal krank.

Heftig. Mit den afrikanischen Keimen ist nicht zu spaßen.

Es hat sie richtig erwischt. - Die haben es in sich.

Hauptsache, Sie sind lebend zurück. - Ja, es ist ein Wunder.

Tja, wir müssen los. Wir haben noch die Fahrt vor uns.

Oh, das ist neu. Sieht wie ein Vampir aus.

Nein, das bin ich. Ein Selbstporträt. - Aha...

Prima. Ganz prima. - Wirklich sehr hübsch.

Warum stehst du so früh auf? - Schriftsteller brauchen Disziplin.

Wozu geht man dann in Rente?

Was ist das für ein grotesker Anzug?

Mein chinesischer Schlafanzug aus Peking.

Na dann...

Geh Pipi machen. Und komm nicht vor 11 Uhr zurück!

ALFRED TONNELLÉ SAMMLUNG VON SCHRIFTEN ZU SEINEM GEDENKEN

Und nun zu uns, Alfred.

"Kapitel...

... eins."

Willkommen in Israel.

RACHID BENASSEM ZUGELASSENER ANWALT

Herr Anwalt... - Was denn?

In Ihrem Büro sitzt eine Frau in...

In was? - Sie wissen schon...

Madame Zitouni, zum x-ten Mal: Ich übernehme keine Burka-Fälle mehr.

Ich bin nicht Madame Zitouni. - Sondern?

Madame Belhadj. Madame Zitouni hat Sie empfohlen.

"Ich spreche kein Hebräisch." Weiblich:

Und Männer sagen:

"Ich verstehe nicht."

Frauen sagen:

Und Männer:

Das ist unheimlich schwer.

Ich verstehe kein Wort.

Ich dachte, du kannst ein bisschen was. - Ja, aber mehr Hieroglyphen und so.

David, es geht um unsere Alija, nicht um Urlaub im Club Med.

"Was sagen Sie?"

"... am Meer."

Hallo, ich komme zum Casting. - Setzen Sie sich.

Wir rufen Sie auf. - Ich habe aber keinen Text erhalten.

Müh dich nicht ab. Es geht um einen Hundeführer.

Der Vorspann fängt an, und du wirst von einem Weißen erschossen.

Das ist deine Rolle.

Setz dich.

Typhus ist ja so was von garstig.

Ich habe dir Pflaumenkuchen gebacken.

Ich wollte nicht gestört werden. Schriftsteller unterbricht man nicht.

Ich lasse ihn hier. - Ich hab keinen Hunger.

Arbeite schön, mein kleiner Balzac.

Schlitzauge! Kohle her!

Bist du paranoid? - Ihr Idioten!

Lest ihr keine Zeitung? Chinesen werden dauernd ausgeraubt.

Was hast du denn bei dir? 20 Euro? Du Geizkragen!

Ihr seid echt bescheuert.

Du wolltest uns sehen? - Ja, setzt euch.

Ich will meine Schulden bezahlen, bevor ich nach Israel ziehe.

Nach Israel? Spinnst du?

Nein. Ich ertrage die Faulpelze und Neider nicht mehr.

Und was willst du dort machen? Den Juden Halal verkaufen?

Nein, Reubio war einmal. Ich habe die zündende Idee.

Eine Idee? - Ja. Die Idee.

Aber dazu später. - Ja, erst mal unsere Schecks.

Hier, eine saubere Sache unter guten Schwagern.

Was ist das? Wo ist der Scheck?

Der Scheck kommt später. Das ist erstmal ein Schuldschein.

Ich glaub, ich spinne. Er gibt uns diesen Wisch und flieht nach Israel!

Da gibt es kein Auslieferungsabkommen. - Was soll das jetzt?

Ich fliehe nicht. Ich ziehe da hin. Mit meiner Familie, mit den Kindern.

Das ist ein offizielles Papier mit meiner Unterschrift.

Bernard Madoff hatte auch unterschrieben. - Hallo?

Ich bin's, David, euer Schwager.

Ich bestehle doch keine Verwandten. - Madoff tat das.

Seid ihr jetzt alle Antisemiten geworden? - Da habt ihr's.

Das Totschlagargument.

Hallo, was darf's denn sein?

Eine Cola. - Cola. -Ein Bier.

Pastis. - Zwei Cola, Bier und ein kleiner Gelber.

Finden Sie das witzig? - Nein.

Sie sagen "kleiner Gelber" und grinsen dazu.

Auf keinen Fall. - Doch, Sie sagten "kleiner Gelber".

Sagen Sie doch "Pastis". So hab ich's bestellt.

Für so was hab ich keine Zeit.

Habt ihr das gehört? Ich könnte mich beim CRAAF beschweren.

Was ist der CRAAF? - Der Zentralrat

der Asiaten in Frankreich.

So ein hässliches Wort. Klingt wie Krampf.

Herr Doktor, bitte helfen Sie mir!

Auch nicht besser als CRIF oder CRAN. - Was bedeutet CRAN?

Zentralrat der Schwarzen in Frankreich.

Das klingt angespannt.

Seid ihr angespannt? - Mit gutem Grund. Wie heißt euer Verband?

Weiß nicht. Ich glaube, wir konnten uns nie einigen.

Könntest du Frankreich verlassen? - Ich weiß nicht.

Ich hänge an meinem Land, aber für uns Araber ist es unentspannt.

Mit Daunenjacke in der Metro halten mich alle gleich für einen Attentäter.

Dann lass die Jacke offen.

Das mache ich doch. Ich friere mir jeden Winter die Eier ab.

Scheiße, es regnet gleich.

Was für ein Scheißklima in diesem Drecksland!

In Tel Aviv hat es 27 Grad.

Nein! Philippe Torreton als Othello?

Na und? - Othello ist ein Schwarzer.

Torreton ist weiß. Wollen die sein Gesicht schwärzen?

Tja, ich kenne weder Othello noch Torreton.

Torreton... Hast du zufällig deinen Regenschirm bei dir?

Nach China? - Ich hätte gute Karten.

Ich kann Französisch, Englisch, Chinesisch.

Jede Bank... - Stopp.

Ich bin noch nicht fertig. - Ich bin dabei!

Hier wird meine Kreativität erstickt. Schockgefrostet.

Aber dort versteht man meine Kunst.

Ich passe auf euch auf. Ihr sollt keine Angst haben müssen.

Ich wähle die Höhe meiner Spende.

Oh, Marie...

Wie geht es Ihnen? - Sehr gut, danke.

Und der Familie? - Ich bin eine überglückliche Großmutter.

Diese Vermischung, diese Farben. Die reinste Wonne.

Sehr gut. Sie kommen gerade recht, um das Gerät von der Diözese zu testen.

Geben Sie mal Ihre Bankkarte. - Für die Kollekte? -Genau.

Ich ziehe 10 Euro ab, als Vorschuss auf die nächste Messe.

Haben Sie eine kontaktlose? - Äh...

Worauf warten Sie? Man muss mit der Zeit gehen.

Was ist? Haben Sie die Jungfrau gesehen?

Das ist nur Arash, unser afghanischer Flüchtling.

Er floh vor den Taliban und wurde hier aufgenommen.

Seine Unterkunft ist noch nicht fertig, jetzt schläft er hier in der Kälte.

Der Arme.

Nehmen Sie ihn doch bei sich auf.

Wie bitte? - Nur einen Monat.

Sie werden sehen, er ist sehr nett.

So sieht er auch aus. - Er könnte ja in Ihrem Garten arbeiten.

Arash, Gartenarbeit?

Nein, ich Lehrer. - Ja...

Ja, sicher, Arash. Lehrer...

Was ist das für ein Kerl? - Das ist Arash.

Ein Taliban. Wir sollen ihn eine Weile aufnehmen.

Ein Taliban? - Nein.

Ich fliehen vor Taliban. - Verzeihung.

Natürlich, das ist nicht ganz dasselbe.

Das kommt aufs Gleiche raus. Nein!

Warum nimmt der Pfarrer ihn nicht auf? Warum wir?

Problem, Madame? - Nein, Arash.

Er zieht ins Gartenhaus.

Er wird niemanden stören.

Ich bin mitten in der Arbeit. - Das ist uns bekannt.

Schönes Haus.

Auf uns!

Mit Wasser anzustoßen, ist öde.

Also...

Übrigens: Ich habe ein Jobangebot in Bombay.

In Indien? Das überlebe ich nicht. Da gibt es noch mehr Viren als in Afrika.

Meine Firma will dorthin. Das wäre eine Chance für mich.

Und was ist mit meiner Arbeit? - Ich hab natürlich abgelehnt.

So was würde ich dir nie antun.

Schau mal, 45 Euro das Glas Champagner. Gut, dass du schwanger bist.

Und wenn er ein Taliban ist? - Wer?

Arash.

Hier ist ein guter Artikel über Terroristen,

die sich als Flüchtlinge ausgeben.

Arash war in seinem Land Lehrer. - Hast du dafür Beweise?

Hast du Kontakt zum Kabuler Rektorat?

Mal nicht immer den Teufel an die Wand.

Ich finde diesen Arash sehr sympathisch.

Lass mich jetzt twittern.

Ich bin da an was dran.

Los, Pipi machen. Und komm nicht vor heute Abend wieder.

Schatz!

Schatz, ich habe unseren Kerl überrascht.

Wen? - Arash, im Gartenhaus.

Er hat gebetet, Allahu-akbar und das alles.

So beten die Moslems nun mal. - Das weiß ich doch.

Aber er wirkte völlig weggetreten, als hätte er eine Mission.

Geh mal zum Psychiater, sonst nimmst du noch ein böses Ende.

Und zieh diesen Pyjama aus. Ich hab das Gefühl, neben Mao zu schlafen.

Mensch, bin ich müde!

Herr Anwalt! - Was ist denn schon wieder?

Ein Monsieur Martineau wollte einen Termin bei Ihnen.

Martineau? Sind Sie sicher? - Ja. Er kommt gegen 16 Uhr.

Martineau.

Puh, ich hab die ganze Nacht Hebräisch gepaukt. -Ja?

Jetzt kann ich eine Rede vor der Knesset halten.

Lech lehavi lehem.

Sag das bitte noch mal langsam

und deutlich.

Lech lehavi lehem.

Du sagst mit Absicht total komplizierte Sätze.

Findest du "Hol das Brot" kompliziert? - Siehst du, so verstehe ich es sofort.

"Hol mir das Blau." - Wir sind noch längst nicht so weit.

Monsieur Martineau ist jetzt da.

Ja, bitten Sie Monsieur Martineau herein.

Salam alaikum.

Alaikum salam.

Setzen Sie sich bitte.

Ich bin ganz Ohr.

Meine Frau wurde des Bades verwiesen, weil sie im Burkini geschwommen ist.

Ich will das Schwimmbad verklagen.

Wir müssen reden. Ich gehe hier ein.

Ich hab nicht studiert, um mit Idioten über Klamotten zu diskutieren.

Nicht nur du leidest. Ich bin auch enttäuscht von diesem Land.

Ich muss viel mehr tun als ein Mann, damit meine Arbeit respektiert wird.

Lass uns abhauen. - Super!

Wohin? - Ich dachte an Algerien.

Aber ob das was für dich wäre? - Ja, das ist fraglich.

Wolltest du mir nicht überallhin folgen?

Das war wohl in der Hochzeitsnacht. - Was?

Das war nicht ernst gemeint? - Doch.

Aber hier geht's um Algerien.

Algerien ändert sich.

Im ganzen Land wird das Leben angenehmer.

Es heißt "das algerische Dolce Vita". - Algerisches Dolce Vita...

Übertreibst du nicht? - Es gibt sogar Fraueninitiativen.

In Algerien? - Ja.

Dort kannst du wirklich was für Frauen tun.

Hier ist alles schon erreicht. - Das ist hoffentlich ein Scherz.

Ich meine, dort gibt es einen Riesenbedarf an Anwälten. An Anwältinnen!

Es ist mein Ernst. Den algerischen Frauen hört keiner zu. Keiner tritt für sie ein.

Hast du von der Bikinirevolution gehört?

Von der Bikinirevolution?

Was ist denn schon wieder?

Die Kinder haben angerufen. Sie kommen alle über Ostern.

Alle? - Ja.

Hab dich doch nicht so.

Mir liegt so viel an meinen Enkeln. - Mir auch.

Aber ich brauche Ruhe für diese Biographie.

Das ist eine gewaltige Aufgabe.

Motor... Rasenmäher... heiß!

Er hat ihn geschrottet. - Der Arme.

Nichts? - Gar nichts. Es tut sich einfach nichts.

Und die Rolle des Crack-Dealers? - Die kriegt ein Araber.

Ich tue alles für dich. Die Anfragen der Laiengruppen habe ich abgelehnt.

Hallo, hörst du mir zu?

Alles klar, Süßer, hast du's hingekriegt?

Wissen deine Eltern das mit Israel?

Wir wollen es ihnen alle am Wochenende sagen. Blitzkriegmäßig.

Ich glaube, das wird ein tolles Wochenende.

Gut, dass Laure und Charles hierbleiben. Das wäre der Megaschock für deine Eltern.

Unsere Hochzeiten waren schon der Megaschock.

Das wird jetzt die Auffrischungsimpfung. - One, two, three! Es lebe Algerien!

One, two, three! Es lebe Algerien!

1000 Bollywood-Filme pro Jahr. Doppelt so viele wie aus Hollywood.

Und da spielt nicht ein Schwarzer mit. Null Konkurrenz.

Das hat vielleicht einen Grund. - Welchen?

Es gibt keine Schwarzen in Indien. - Dann bin ich der Einzige.

Wir müssen unser Schicksal in die Hand nehmen.

Keiner schenkt uns was. - Wie willst du dich dort durchsetzen?

Gandhi sagte: "Das Leben ist ein Mysterium, das gelebt werden muss.

Es ist kein Problem, das gelöst werden muss."

So, ihr Süßen, da wären wir. - Bei Oma?

Wer ist das?

Wer ist dieser Psychopath? - Ich habe Angst.

Scheiße. Bleib hier. - Was hast du vor?

Nein, nicht! - Papa!

Was ist los? - Chinese mich angreifen!

Warum greifen Sie den armen Arash an? - Arash?

Ja. Er ist ein Migrant, der im Garten arbeitet.

Gegen Kost und Logis.

Ich sehe nach meiner Lammkeule.

Du trägst Waffen bei dir? - Ich muss mich verteidigen.

Frankreich ist zu gefährlich. - Nein, du.

Es wird Zeit, dass wir gehen. So Mädels, alles gut.

Was hat Oma zum Nachtisch gemacht? Mousse au...?

Chocolat!

Wer will davon?

Also abgemacht. Wir sprechen es an. Aber erst nach dem Essen.

Laure, können wir auf dich zählen? - Klar.

Ich gehe ja auch weg.

Was? Wer geht?

Charles und ich. Wir gehen nach Bombay.

Wann habt ihr das beschlossen?

Auf dem Weg hierher. - Das kannst du den Eltern nicht antun.

Sie hat recht. Damit bringst du sie um.

Du musst bei ihnen bleiben.

Spinnt ihr?

Erst wart ihr sauer, dass ich Charles heirate.

Und jetzt, weil ich weggehe? - Na klar.

Als Jüngste hat man Privilegien, aber auch Pflichten.

Welche Pflichten? - Zu bleiben.

Essen ist fertig, ihr Süßen.

Ihr habt mir so gefehlt.

Du uns auch, Mama.

Ich sehe mal nach meiner Lammkeule.

Was?

Ich öffne den Umschlag und finde mein Abschiedsgeschenk:

Eine Kreuzfahrt für zwei nach Tahiti.

Hast du etwa abgelehnt? - Ja. Eure Mutter will nicht mehr reisen.

Er hat die Reise getauscht gegen Smartbooks über das schöne Frankreich.

Nirgends kann man das Leben so genießen wie in unserem schönen Land.

Das stimmt. Man kann sagen, was man will, wir sind hier schon sehr verwöhnt.

Ganz genau. Findet ihr nicht?

Nehmen Sie's nicht persönlich, aber ich tue mich schwer mit Frankreich.

Und ich darf sagen, Odile und ich haben beschlossen, nach Israel zu ziehen.

Ja.

Ihr geht weg? - Ja, Mama, wir ziehen weg.

Wir gehen auch weg.

Wer geht weg? - Ich, Isabelle und Laure.

Ihr geht alle nach Israel?

Chao und ich gehen nach China.

Nach China! - Und wir nach Algerien.

Algerien... - Algerien? Spinnt ihr jetzt alle?

Papa, das Land ist im Wandel begriffen.

Sagt dir "Bikinirevolution" gar nichts? - Bikinirevolution? Was ist das?

Mutige Frauen tragen am Strand Bikinis.

Für ihren Kampf brauchen sie Anwältinnen wie mich.

Ist ja wunderbar.

Und Sie? Gehen Sie nach Abidjan?

Nein, ich brauche 5 000 Kilometer Sicherheitsabstand zu meinem Vater.

Wir gehen nach Bombay.

Bombay? Wie kommt das?

Ich hab ein tolles Jobangebot dort. - Und ich mache Karriere in Bollywood.

Ein Schwarzer in Indien, so ein Schwachsinn.

Eins verstehe ich nicht. Hat diese Bio-Halal-Sache nicht geklappt?

Keine Bank wollte ihnen Geld leihen. Verstehst du es jetzt?

Dann sehe ich meine Enkel gar nicht mehr.

Doch, wir kommen zu Weihnachten.

Einmal im Jahr! Das reicht doch nicht.

Ihr müsst uns eben besuchen. - Na danke. Vom Rumreisen haben wir genug.

Du lieber Himmel! - Ich hoffe nur,

ihr tut das nicht auf Druck eurer Männer.

Also Claude! - Papa, wir sind inzwischen selber groß.

Nichts gegen Frankreich,

aber wir denken an unsere Zukunft, und hier ist es nicht ganz einfach.

Nicht ganz einfach?! Ich träume wohl! Meinen Sie, das Gras ist anderswo grüner?

Marie, wir haben genug gehört.

Gute Nacht. - Fassen Sie es doch nicht so auf.

Das ist doch der Gipfel! - Eben. Wie soll ich es denn auffassen?

Was haben wir dem lieben Gott bloß wieder getan?

Ich habe keine Ahnung. Keine Ahnung!

"In Frankreich ist es nicht so einfach." Sollen sie doch gehen!

Claude...

Schlecht geschlafen? Ich auch.

Ob wegen der Matratzen oder der Familie, ich kann hier nie schlafen.

Ich habe gut geschlafen. Rücken-Problem, weil Gartenarbeit sehr schwer.

Sie haben sicher eine Lumbago. - Embargo?

Kommen Sie mit mir in die Apotheke. Ich brauche Antidepressiva.

Kommen Sie.

Das wird Ihnen guttun. - Hier...

Danke.

Herr Pfarrer! Alles in Ordnung? - Ja, ja, Ségolène.

Ich hab mir gerade alle sieben Staffeln von "Game of Thrones" angeschaut.

Jetzt brauche ich was, was mich aufbaut. Sonst wird die Messe... puh!

Vitamin C? - Nein, was Stärkeres.

Ich weiß, ist nicht gerade katholisch, aber...

Ist der Bauch spitz, wird es ein Junge. - Immer müssen wir zur Messe.

Ich kenne das Evangelium schon auswendig. Gegrüßt seist du, Lukas und Maria...

... und Johann-Lukas...

Hör auf! Mama ist es wichtig. Ich bin konvertiert, also reiß dich zusammen.

Du bist zum Judentum konvertiert?

Sag's bitte nicht den Eltern. - Bloß nicht.

Das wäre kollektiver Selbstmord. Okay?

Sind alle da? - Chao holt gerade die Mädchen.

Arash fehlt auch noch. - Was? Moslems gehen nicht zur Messe.

Doch, er wollte das Osterfest mit seinen christlichen Brüdern teilen.

Ach ja? - Ja.

Geh ihn holen. - Ich?

Mit seinen christlichen Brüdern...

Das ist unsere letzte gemeinsame Ostermesse.

Um Gottes... Er will sich in der Kirche in die Luft sprengen.

Seht mal...

Was treibt er da?

Ruft das SEK! Er trägt einen Sprengstoffgürtel!

Beeilung! Er ist ein Attentäter!

Nein, er ist kein Attentäter, das ist ein Stützgürtel.

Er hat einen Hexenschuss!

Einen Hexenschuss! - Lasst mich durch, ich bin Zahnärztin.

Oje, was für ein Schlag. Entschuldigung, das war ein Missverständnis.

Bringt ihn rein, ich untersuche ihn. - Zum Glück ist sie Ärztin.

Alles okay?

Können Sie laufen? Er hat ihn völlig zerlegt.

O ja, zerlegt...

Armer Arash...

Er entkommt den Bomben und wird Opfer eines Verrückten.

Sage ich doch, Papa ist verrückt.

Und wegen solcher Vorfälle gehe ich weg. - Wie jetzt?

Ich meine dieses Klima des Misstrauens, das alles zersetzt.

Also bitte, wenn man aussieht wie er, verzichtet man lieber auf Stützgürtel.

Da nimmt man Voltaren. Das wäre viel einfacher gewesen.

So. Hoppi, hoppi.

Pater, danke, dass Sie so schnell gekommen sind.

Ist die Messe schon vorbei? - Ja, ich war flott.

Einen Kaffee? - Lieber nicht, ich bin schon sehr...

Wo ist denn nun unser Arash? Staffel 3 von "Gomorrha" erwartet mich.

Im Wohnzimmer.

Still halten, ich muss mir Ihre Zähne ansehen.

Zappeln Sie nicht so. - Eine Zahnreinigung wäre gut.

Was ist passiert? - Ein Missverständnis wegen eines Gürtels.

Ich bin durcheinander. - Ich will zurück nach Kabul.

Er will nach Kabul? - Scheinbar will er nach Hause.

Sogar die Flüchtlinge wollen weg aus Frankreich.

Sehr gut, ja.

Viviane, ich hab nachgedacht. Ich hab langsam genug von Fernbeziehung.

Ich komme doch bald. -Aber du kriegst nur ein Touristenvisum.

Nach einem Monat musst du zurück. Das ist zu kurz, Baby.

Und was sollen wir machen? - Ich hab's.

Wir heiraten, und du bleibst hier. -Heiraten?

Das geht nicht. Wir sind lesbisch, man wird uns umbringen.

Noch nie was von der Homoehe gehört?

Dank dem Taubira-Gesetz dürfen auch Lesben heiraten.

Taubira-Gesetz? Was ist das?

Mama! - Mama, wo bist du?

Sie ist bestimmt im Schlafzimmer. - Wartet auf mich!

Mama, kommst du nicht zum Abschied runter?

Nein, ich fühle mich sehr müde.

Aber macht's gut, meine Süßen.

Ich weiß nicht, wann und ob wir uns wiedersehen.

Natürlich sehen wir uns wieder.

Seid ihr sicher? - Klar.

Werdet ihr mich nicht ghosten? - Was heißt das?

Sitzenlassen. - Genau, sitzenlassen.

Nein, Mama. Außerdem: Noch sind wir ja da.

Wir sehen uns, wenn Laures Baby kommt. - Kriegst du es nicht in Indien?

Nein, ich gehe erst danach. Du sollst dabei sein.

Sei nicht traurig. Wir sprechen dann per Skype.

Nein, über WhatsApp. Das finde ich besser.

WhatsApp ist gut. - Wir brauchen dich doch auch, Mama.

Ach, meine... - Ach, Mama...

Meine Kleinen... - Ach, Mamachen...

Ich versichere euch alle.

Dann kann ich euch jederzeit heimholen. Das wird nicht die Welt kosten.

Ja. - Sagt mir einfach: "Wir wollen zurück."

Ihr nehmt euer Telefon... - Ja.

Hey, ich weiß nicht, was er euren Kindern erzählt.

Aber ich würde aufpassen. - Einverstanden?

Ja. - Also, schlagt ein.

Das machen wir. Schlagt ein.

Ehe...

... für alle.

Das Gesetz ist von einer Schwarzen! Schwester! Du rettest uns das Leben!

Ich werde heiraten, ich werde heiraten!

Ich werde heiraten! Danke, danke, Taubira!

Dank dir werde ich heiraten. Danke, danke, Taubira!

Dank dir werde ich heiraten. Danke, danke, Taubira!

Ich kann heiraten. Dank dir kann ich heiraten...

Du heiratest?

Kofi, deine Tochter heiratet.

Viviane? - Ja. Oder hast du noch andere Töchter?

Ist er auch kein Weißer? - Nein.

Ein Schwarzer? - Wenn nicht weiß, dann wohl schwarz.

Nicht unbedingt. Sieh dir den armen Verneuil an.

Setz dich da hin.

Wer ist es? - Es ist eine...

Eine...? -Eine französische Person ivorischer Herkunft.

Ich kenne sie seit meinem letzten Besuch in Paris.

Wie heißt diese Person? - Nicoléas.

Nicolas? Dann ist er Katholik?

Ja, und er betet auch viel.

Ist er gut situiert? - Ja, Papa.

Er hat viel Geld. Er verkauft Häuser.

Immobilienmakler. Sehr gut.

Dieser kleine Nicolas gefällt mir schon jetzt. -Mir auch.

Fatou! Bring den Champagner und drei Gläser!

Sofort. - Wir müssen die Hochzeit organisieren,

bevor es sich Nicolas anders überlegt. - Das finde ich auch.

Tochter, ich bin stolz auf dich.

Eine schöne Wohnung in einem beliebten Viertel.

Die verkauft sich gut.

Aber um die Käufer nicht zu vergraulen,

sollten Sie die Bilder abhängen.

Gehen wir nach oben?

Idiot.

Die gefällt mir gut. - Schatz, die ist auf der anderen Seite.

Von was? - Vom Wohnort meiner Mutter, Netanja.

Ich hätte auch eine Wohnung in Netanja. - Das ist zu nah.

Zu nah? - An der Wohnung seiner Mutter.

Es soll nicht zu nah und nicht zu weit weg sein.

So eine Art Mittelstrecke.

Verstehe. Mal sehen, was ich für Sie tun kann. -Danke.

Sehr nett.

Diesen Blödmann schicke ich an die syrische Grenze.

Charles!

Ich hab's! Wir nennen ihn Virgile.

Virgile? - Nicht?

Das klingt nicht sehr kämpferisch. Ich dachte an Bob.

Wie Bob Marley, mein Lieblingssänger.

"Bob Kofi"?

Dein Ernst? - Nein.

Warte, das ist mein Vater.

Hallo? - Ist Laure noch schwanger?

Ja. - Gut, die Tickets sind gekauft.

Sie muss zwischen dem 6. und dem 24. gebären.

Gut, wir geben uns alle Mühe. - Perfekt.

Wir schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe.

Was? - Das Baby...

... und die Hochzeit deiner Schwester.

Viviane heiratet? - Ich erzähl's dir später.

Ich muss Verneuil anrufen, damit er mein Zimmer vorbereitet.

Viviane heiratet? Genial! - Ja, aber es gibt da einen Haken.

Einen Haken? - Viviane steht auf Frauen.

Ah ja... Wunderbar.

Ich bespreche das mit meiner Frau und melde mich.

Weißt du schon das Beste? Wir sollen Kofi unser Haus für Vivianes Hochzeit leihen.

Sie hat einen Mann gefunden? Wunderbar, freu dich doch.

Ich freue mich ja.

Aber ich sag's dir: Diesmal schlafen wir nicht auf dem Dachboden.

Hör zu, mir ist jetzt nicht nach deinen Kindereien zumute.

Was machst du in diesem Aufzug mit den Stöcken?

Nordic Walking, das entspannt.

Nordic Walking...

Gut, dass ich dich habe, Clovis.

Erst Nordic Walking und dann die Kofis...

Hallo, Madame Verneuil! Sie sind ja flott unterwegs.

Aber trotzdem Obacht vor den Jägern! - Klappe.

Dein Schriftsteller, den keiner kennt, ist wichtiger als unsere Töchter?

Er ist ein herausragender Vertreter des Pyreneismus.

Na und? Mir scheint, du freust dich, dass sie weggehen.

Sag doch nicht so was. Vergiss nicht, es sind auch meine Töchter.

Und warum hältst du sie dann nicht auf? - Was soll ich denn machen?

Monsieur Lefranc?

Viviane, damit bringst du den Alten um.

Hör zu...

Was ist? Geh weiter.

Sag die Hochzeit ab! Bitte!

Und aufgepasst... Hier ist sie, meine Idee.

Jetzt verstehe ich, warum du uns nicht gleich davon erzählen wolltest.

Ich präsentiere die tragbare Kühltasche mit Kochplatte.

Mit Fächern für Fleisch, Rosé und Eiswürfel.

Hier die ausklappbare Kochplatte aus rostfreiem Stahl,

angeschlossen an eine Mini-Gasflasche.

Aufgepasst: Das Ganze wiegt knapp...

... 15 Kilo.

Natürlich auf Rollen.

Wahnsinn. - Das wird der Knüller.

Es wird der Wahnsinn.

Kommen Sie, kaufen Sie die tragbare Kühlbox!

Der Alte ist da.

Hallo, wie war die Fahrt? - Der Pariser Verkehr ist fürchterlich.

Sie haben die Voies sur berges gesperrt! - Es ist unerträglich geworden.

Wollen Sie ablegen? - Danke.

Konnte Charles nicht kommen?

Er führt ein Krisentelefonat mit seiner Schwester. -Was Schlimmes?

Wie man's nimmt.

Gibt es ein Schwierigkeiten? - Große Schwierigkeiten.

Er will Vivianes Hochzeit abwenden. - Warum?

Der Bräutigam ist kein Mann. - Das heißt?

Es ist eine Frau. - Der Bräutigam ist eine Frau?

Ja, Viviane ist lesbisch.

Nein... O nein! - Doch.

Und der arme Kofi weiß von nichts? - Nein, noch nicht.

Sie will es ihm im letzten Moment sagen. - Das wird eine Katastrophe.

Nach dem letzten Schlag übersteht er das vielleicht nicht.

Wir lachen, das ist gemein. - Aber sagen Sie ihm nichts.

Aber nein. Ich schweige wie ein Grab.

Da ist er ja.

Tut mir leid, es ging um die Arbeit. - Verstehe. Wir alle verstehen das.

Und wir alle unterstützen Sie. - Danke. Und wie geht's Marie?

Ich mach mir Sorgen um sie. Sie macht jetzt Nordic Walking.

Nordic Walking? - So was wie Ski-Langlauf.

Allerdings ohne Skier und ohne Schnee.

Aber ich komme nicht wegen des Geisteszustands eurer Schwiegermutter,

der sich übrigens stetig verschlechtert...

Entschuldigung. - Ich bin hier,

um Ihnen ein Angebot zu machen, das Sie nicht ablehnen können.

Dank des Verkaufs meiner Anteile an der Kanzlei

wäre ich bereit, eine größere Summe in Reubio zu investieren.

Und das Sahnehäubchen: Die Avilex-Fabrik in Chinon steht zum Verkauf.

Die könnt ihr für einen Appel und ein Ei haben.

Danke, Claude, das ist sehr lieb.

Aber es ist zu spät.

Ich verstehe euer Problem mit Frankreich einfach nicht.

Raus mit der Sprache, ich beiße nicht.

Die Kellner... Zu unfreundlich.

Die Kell...? - Oder die Verkehrskreisel.

Frankreich hat pro Kopf die meisten Verkehrskreisel.

Das wusste ich nicht.

Hier gibt es keine guten Rollen für Schwarze.

Für Weiße auch nicht.

Spinnt ihr? Ich fahre doch nicht 300 Kilometer, um so einen Blödsinn zu hören!

Ich will es verstehen. Ich gehe erst, wenn ich verstehe, warum ihr wegwollt.

Wir lieben Frankreich, aber wir fühlen uns hier fehl am Platz.

Also so geht es mir. - Mir auch.

Ständig verweist man auf unsere Herkunft.

Schlimm sind nicht nur die Urfranzosen, sondern auch die Parallelgesellschaften.

Und Sie, David? Wegen des Antisemitismus? - Nein, dann wäre ich schon längst weg.

Ich sage Ihnen, was mich an diesem Land stört.

Man mag hier einfach keine Siegertypen. - Aha.

Und Sie betrachten sich als Siegertypen?

Ist ja was ganz Neues, aber eine gute Neuigkeit.

Keine Sorge, ich werde es schaffen. Aber nicht hier.

Hier in Frankreich gibt es zu viel Bürokratie, Normen, Steuern, Regeln.

Unerträglich! - Und es gibt zu viele Streiks.

Diese Gewerkschaften! - Stimmt.

Aber die Gewerkschaften nerven in jedem Land der Welt.

Nicht in China. - Und nicht in Algerien.

Jetzt verstehe ich. Ihr seid reaktionär geworden.

Uns sind nur einige Dinge klar geworden.

Frankreich geht es schlecht. Wir werden von allen Seiten zur Ader gelassen.

Und wozu führt das? Zu Armut, wachsender Unsicherheit...

Wenn ich heimgehe, habe ich Angst. - In Montreuil, bei den Yuppies?

Das ist schon im Departement 93. - Mich stört die Mentalität.

Die Leute kritisieren zu viel, sie sind so negativ.

Aber Sie haben doch alle Macron gewählt.

Sie müssten zufrieden sein. Frankreich kommt in Fahrt... angeblich.

Aber alle nörgeln nur. Man müsste das Volk austauschen, nicht den Präsidenten.

Stimmt. Wie soll das gehen?

Man hat einen Kuchen aus Sch'tis, Elsässern und Korsen gebacken.

Dann gab's eine Schicht Polen, Portugiesen und Italiener.

Zu allem Überfluss garnierte man das mit Arabern und Chinesen.

Von den Schwarzen ganz zu schweigen. - Warum?

Das sagt man eben so. Sei bloß nicht paranoid.

Sage ich so was über die Juden? - Die hat er gar nicht erwähnt.

Sind die nicht Teil des Kuchens? Stehen die drüber?

Hört auf. Claude ist hier, weil er was verstehen will.

Dich Schleimer hat keiner gefragt. - Genau.

Sag das noch mal. - Gern.

Aber du hast nicht David vor dir, sondern Onkel Rachid.

Los, komm schon, Couscous! - Wie war das? -Couscous.

Du wirst schon noch... - Rachid, wie meintest du das:

"Du hast nicht David vor dir"? - Halt dich raus, David.

Geh ein Käse-Naan-Brot essen... - Sag das noch mal.

Na also! Na also... - Du brauchst gar nicht...

Sehen Sie? Das ist wunderbar.

Sehen Sie sich doch an!

Wir streiten, diskutieren, echauffieren uns auch mal.

Das ist das Frankreich, das wir lieben. Das ist sein Reichtum.

Ihr Versuch ist rührend. Aber es ist zu spät.

Nach allem, was dieses Land für Sie getan hat, machen Sie es nur schlecht?

Schöne Mentalität! Gehen Sie doch, wenn Sie wollen. Dann sind wir Sie los.

Das ist doch nichts gegen Sie. Sie sind doch nicht Frankreich.

Ich habe kein Problem damit zu sagen, dass ich mein Heimatland liebe.

Frankreich und ich sind eins.

Hier, für die Erdnüsse und den unsäglichen italienischen Wein.

Entsetzlich!

Das ist immerhin ein Chianto. - So was gibt's nicht.

Sie haben sich mal wieder reinlegen lassen. Wie immer!

Da können Sie gleich einen Bordu statt Bordeaux kaufen.

Bilanz der sportlichen Aktivität:

Zurückgelegte Strecke: 37 Kilometer.

Und? - Ich konnte sie nicht umstimmen.

Die Wahrheit ist, sie mögen uns nicht. - Was haben wir ihnen denn getan?

Nicht uns persönlich. Sie mögen Frankreich und die Franzosen nicht.

Aber dafür hab ich was über Kofi erfahren... Das haut dich um.

Der Flughafen ist schön. - Bauen können sie, die Franzosen.

Das muss man ihnen zugestehen.

Ist er so gut drauf, weil er Großvater wird?

Nein, weil ich heirate.

Ich sage gar nichts ab, Charles.

Ich habe die Richtige gefunden. Die lasse ich mir nicht entgehen.

Nach monatelangen Verhandlungen haben wir jetzt einen Namen.

Er soll Nicolas heißen.

Unmöglich.

Es kann in einer Familie nicht zwei Nicolas' geben.

Wir finden was Besseres. - Es bleibt bei Nicolas.

Mein zukünftiger Schwiegersohn heißt Nicolas.

Aha, ja... Nicolas.

Haben Sie diesen Nicolas schon getroffen? - Noch nicht.

Wir treffen uns in einer Woche in Paris.

Herrlich!

Die Spannung ist bestimmt kaum auszuhalten.

Keine Sorge, Claude. - Aber woher denn.

Mein Schwiegersohn ist schwarz.

Großartig. - Ein Ivorer.

Er ist katholisch und sehr gut situiert.

Das ist wunderbar. - Ja, wir sind auch sehr erleichtert.

Sie sind ein echter Glückspilz, André. - Das ist keine Frage des Glücks.

Ich habe meine Tochter einfach nur gut erzogen.

Mit echten Werten.

Absolut, absolut.

Nicolas... Er heißt Nicolas...

Ich verliere Fruchtwasser. - Und jetzt?

Wir schaffen es niemals bis Paris. - Die Provinz ist nicht die Dritte Welt.

Es gibt hier sehr gute Krankenhäuser. - Die gibt es in der Dritten Welt auch!

Natürlich. Dank der Subventionen aus der EU und Frankreich.

Ihr werdet jetzt nicht die Kolonialisierung diskutieren.

Auf keinen Fall.

Pressen, pressen!

Weiter, weiter...

Heulst du jetzt? - Entschuldige.

Entschuldige.

Hör auf.

Er ist da, Nicolas ist auf der Welt. - Wach auf.

Er trinkt schon. Er ist so verfressen wie Sie, André.

Herzlichen Glückwunsch. - Er ist schwarz.

Wie ein Senegalese.

Stimmt, er ist ganz besonders...

Ja... Was hast du, Liebling? - Was ist, Marie?

Ist es etwa wegen seiner Farbe? - Ach was.

Aber ich werde ihn nicht aufwachsen sehen. Sie gehen weg.

Äh... Laure erklärt euch alles.

Ja, also, wir ziehen nach Indien.

Nach Indien!

In das Land, in dem sich die Leute vor Kühen verneigen?

Lassen wir doch die Klischees.

Er ist aber schon sehr schwarz.

Stört dich das? - Nein, gar nicht.

Aber Laure ist ja ein sehr heller Typ.

Da dachte ich...

Es ist nur eine Feststellung. Nur eine Feststellung, Schatz.

Das ist in unserem Land doch wohl erlaubt?

Ja, ja... - Also stelle ich fest.

Weißt du, was mich besonders gestört hat? - Nein.

Kofis Mine, als er das Baby gesehen hat. Er hat mich gemustert.

Das bringt mich auf die Palme.

Verneuils Gesicht, als er das Kind gesehen hat...

Das schwarze Blut ist stärker.

Das ist die afrikanische Kraft.

Also wirklich, du gehst uns auf den Keks.

Ob weiß oder schwarz, ist unwichtig. Das Kind ist schön.

Mutter und Kind sind wohlauf.

Danke Gott und halt deine große Klappe.

Das wird schon.

Das wird schon...

Voilà... Hat sich das Warten gelohnt?

Charles will nicht auf mich hören.

Dieser Idiot meint, er kann in Indien ein Star werden.

Sie müssen Laure zur Vernunft bringen. - Wie denn?

Die beiden sind erwachsen. - Aber Indien!

Da sind die Leute zwar schwarz, aber sie haben die Gesichter von Weißen.

Ich mache mir Sorgen um meine Frau.

Alle vier Töchter gehen weg. Ich fürchte, das verwindet sie nicht.

Stimmt, sie sieht nicht gut aus. Bald ist es aus mit ihr.

Danke für Ihre Unterstützung. - Claude...

Ich hab die Lösung: Unsere Schwiegersöhne mögen Frankreich nicht.

Das werden wir ändern.

Sonst nichts? - Nein.

Sie wollen ein letztes Wochenende mit euch verbringen?

Dein Vater hat die Zugtickets bezahlt. 1. Klasse.

Wir mussten immer 2. Klasse fahren.

Uns mag er eben.

Sie wollen uns nur ködern, damit wir bleiben.

Dann viel Glück. Ich esse nämlich bereits ein Falafel in Tel Aviv.

Mich zieht es nicht nach Tel Aviv. Aber meine Kanzlei hier ist schon zu.

Ich habe einen Vertrag bei einer Geschäftsbank in Schanghai.

Wirklich? - Ja.

Wollen die nicht in meine Kühltasche investieren?

Sein Gesicht!

Keine Sorge. Diesmal brauche ich niemanden.

Und du? - Ich sitze wie ihr in den Startlöchern.

Außer Jacques Audiard ruft an und will mich engagieren. -Er ruft dich nicht an.

Da sind sie.

Willkommen! - Und? Seid ihr im neuen TGV gefahren?

Ein Schmuckstück, nicht? - Frankreich ist ja Spitzenreiter

in vielen Technikbereichen. - Schönes neues Auto, Claude.

Das habe ich extra gemietet: das Glanzstück der Marke.

Es steht deutschen Autos in nichts nach. - Da muss sich Frankreich nicht schämen.

Genau. Packt euer Gepäck in den Kofferraum.

Er geht automatisch auf, fast wie Zauberei.

Schön, dass Sie kommen konnten. Wir mögen Sie nämlich sehr.

Stimmt's, Claude? - O ja, sehr.

Auch wenn es am Anfang schwierig war. Aber gut, das lag auch an mir.

Mea culpa.

Wir mögen Sie auch.

Stimmt's, Jungs? - O ja. -Absolut.

Entschuldigt, ich halte kurz an.

Ich muss Geld holen.

Schade, dass Sie gehen, Chao. Diese Filiale sucht einen neuen Leiter.

Danke, Claude.

Was ist verlockender: Geschäftsbank in Schanghai oder Raiffeisenbank in Chinon?

Bouvier, wie geht's? - Machen Sie eine Spritztour?

Ja, mit unseren Schwiegersöhnen.

Das ist Chao, er arbeitet auch in einer Bank.

Er geht bald nach China. - Sie lieben wohl das Risiko?

Warum? - Lesen Sie keine Zeitung?

Führende Ökonomen befürchten den Kollaps der chinesischen Wirtschaft.

Einen "Finanz-Tsunami".

Zum Glück sind Frankreichs Banken solide.

Tja, manche lieben eben das Risiko.

Schönen Tag noch. - Ihnen auch.

Herrlich, diese Landschaft! Die würde ich gegen nichts eintauschen.

Ja, wir haben hier alles: Weite Flächen, Berge, Meer. Alles.

Wie der Schriftsteller Sylvain Tesson sagt:

"Frankreich ist ein Paradies, dessen Bewohner sich in der Hölle wähnen."

Sehr treffend!

Übrigens, ganz in der Nähe ist die Fabrik Avilex.

Wollen wir vorbeischauen? - Reubio gibt es nicht mehr, Claude.

Odile sagte, Sie hätten eine neue Idee. - Nicht eine Idee, die Idee.

Ich habe die Kühltasche mit Kochplatte erfunden.

Das ist ja eine tolle Idee! - Genial, das wird Sie reich machen.

Was zögern wir noch? Wir machen einen Schlenker zur Avilex.

Warum nicht? Ihre Entscheidung ist ja ohnehin gefällt. Nur zum Vergnügen.

Sehen Sie, es ist alles in Top-Zustand.

Mit geringem Aufwand

kann man die Produktionsgeräte an Ihre Bedürfnisse anpassen.

Ich meine ja nur, für den symbolischen Preis von einem Euro...

Ein Euro? Ist das Ihr Ernst?

Aber ja, David, die Politik tut alles, um Arbeitsplätze zu fördern.

Ein Euro... das ist ja wenig.

Kommen Sie, es gibt noch viel Wunderbares zu entdecken.

Diese Schönheit, diese Pracht! Der Inbegriff von französischem Esprit.

Diese Eleganz, die Feinheit, der Glanz... - Und die Hitze.

Hoffentlich gibt es da eine Cafeteria. - Gucken wir alle Loire-Schlösser an?

Laut Wikipedia gibt es davon über 3 000.

Ich könnte einen Spritz vertragen.

Warum laden sie nur unsere Männer ein? Stinken wir?

Das ist doch typisch Papa.

Männer unter sich. Wie früher.

Die aufgepäppelten Loire-Schlösser muss ich mir nicht noch mal antun.

Wieso nicht? Ein letztes Mal...

Hör auf.

Ihr tut so cool, aber Frankreich wird euch auch fehlen.

Das Theater wurde 1864 von dem genialen Architekten Charles Joly-Leterme gebaut.

Es ist eins der imposantesten Gebäude. - Und erst das Schloss muss man sehen!

Horror, der reinste TV-Kitsch.

Krass, die zeigen hier Othello.

Seht ihr das? - Überrascht Sie das?

Saumur ist eine Kulturstadt.

Ah, Sie kommen sicher zum Vorsprechen.

Ja. - Und was ist mit Indien?

Ich mache es nur aus Spaß. Am Ende nehmen sie eh einen Weißen.

Als Othello? Das wäre absurd. Guylaine Monfau.

Ich bin die Regisseurin und lasse nur Farbige vorsprechen.

Na dann los!

Versuchen Sie Ihr Glück. Wir warten im Café.

Gehen Sie nur.

Was treibst du denn?

Wir verspäten uns noch. - Ich mache mich schön für Nicolas.

Ich freue mich auf Paris.

Nicolas hat in einem Sternerestaurant reserviert.

Da werden wir schlemmen.

Stecken Sie den Geldbeutel ein, es gibt so viele Diebe.

Hier gibt es doch keine Diebe.

Die Gegend ist sehr sicher. Ich schließe das Auto nie ab.

Nein? - Nie.

Da kommt er! Wie war's? - Ich bekomme bald Bescheid. Es lief gut.

Wisst ihr, was sie sagte? Ich würde sie an den jungen Depardieu erinnern.

Ach ja? Ich hole dann mal das Auto.

Ich komme mit.

Bist du doof? Othello, die Regisseurin, die dich mit Depardieu vergleicht...

Das haben sicher die Alten eingefädelt. Wie das mit dem Bankdirektor.

Wahrscheinlich ist sie nicht mal Regisseurin.

Meinst du, ich prüfe so was nicht? Sie leitet das Theater seit 20 Jahren.

Denkt ihr, die Alten hätten sie gekauft?

Was soll der Vergleich mit Depardieu? - Ich sollte ihm doch Hoffnungen machen.

Aber es sollte schon glaubwürdig sein. Hauptsache, er nimmt die Rolle an.

Das wird er. Ich hab's ihm angesehen.

Das wird schon. Er ist viel besser, als ich dachte.

Man wird sehen. Aber Sie lassen das Stück sechs Monate im Programm, ja?

Und wenn keine Zuschauer kommen? - Wir zahlen.

Na ja, es gibt Grenzen. - Ich sage, wir zahlen.

Also gut.

Aber jammer nicht, wenn es dann nur noch Suppe und Salzkartoffeln gibt.

Tue ich nicht.

Ein toller Weißwein: 100 Prozent Chenin, hart ausgebaut wie ein Massai-Krieger.

Das macht ihn so bekömmlich, mit einer schönen Mentalität...

Sie meinen Mineralität, ja? - Genau das sagte ich: Mineralität.

Den kenne ich von irgendwoher. - Lass mich zuhören.

Schmecken Sie das Zitrusaroma? - Ja, Pampelmuse.

Und Mango, oder? - Das ist kein Obstsalat.

Jedenfalls sehr angenehm.

Ich wollte Ihnen als Weinliebhaber eine Freude machen, Rachid.

Das ist Ihnen gelungen.

Und wie sind die Einheimischen so? - Die was?

Die Leute von hier, die sind sehr nett... - Ach die!

Ja, die Leute von hier sind sehr nett. - Sehr nett.

Vor allem die Frauen sind sehr nett.

Die kleinen Französinnen sind sehr nett.

Da, wo es sein soll, so, wie es sein soll.

Sind afrikanische Winzer nicht selten? - Anfangs war es hart.

Sie waren überrascht vor Erstaunen.

Jetzt bin ich akzeptiert. Sie haben mich adoptiert.

Mein Problem sind weniger die Gallier als die Ausländer.

Die Ausländer?

Nicht die Ausländer wie Sie. Ausländer aus dem Ausland.

Die Südafrikaner, Chilenen... Alle, die unsere französischen Weine kopieren.

Stell dir vor, ich kleiner französischer Winzer wurde Opfer von Produktfälschern.

Dagegen müssen Sie vorgehen. - Wer soll mich denn vertreten?

Hier steht ein Anwalt. - Wir haben es mit Konzernen zu tun.

Mit großen US-Kanzleien.

Dagegen muss man kämpfen. Nicht dass die Amerikaner hier die Gesetze bestimmen.

Niemals! - Das ist doch unser wertvolles Erbe!

Auf die Verteidigung unseres Erbes. - Auf das Erbe.

Das nenne ich gelungene Integration.

Es zeigt, dass die Leute auf dem Land offener sind, als man denkt.

Sie schauen so zweifelnd, Rachid.

Hab ich meinen Text gut gesagt? - Ja...

Bis auf die Anzüglichkeiten über die französischen Frauen.

Ich wollte meine Rolle etwas aufpeppen.

20 Minuten zu spät.

Er ist ein echter Ivorer.

Da sind sie.

Wer ist das? Die Chauffeurin?

Das ist nicht die Chauffeurin, das ist Nicolas.

Papa, Mama, das ist Nicole. - Guten Abend.

Herr Jesus...

Schlagen Sie zu, schlemmen Sie.

So was gibt's in Ihrer neuen Heimat nicht. -Stimmt.

Das Essen und der Wein werden uns fehlen.

Nein, ich bin in Frankreich. Beruflich.

Der spricht ja laut.

Ist das nicht Hebräisch?

Hebräisch... Ja, es klingt so.

Sie entscheiden? Ach, nein, da ist es teuer und nichts schmeckt.

Das ist Hebräisch. Aber ich kann nicht... Er hat einen starken Akzent.

Ich kann es nicht übersetzen. - Woher? -Ich würde sagen, aus Israel.

Aber aus welcher Region? Aus welcher Stadt?

Das müsste man ihn fragen.

Es ist nur eine stressbedingte Ohnmacht.

Eine Nacht Ruhe, dann ist er wieder fit. - Danke.

Bis später.

Bring mich zurück nach Abidjan. - Unsere Tickets sind nicht umbuchbar.

Warum nicht? - Du wolltest es wie immer billig haben.

O ja...

Ich kann dir nur raten, mach die Biege. - Ja.

Ich habe vor zehn Jahren mein Business in Israel aufgezogen.

In welchem Bereich? - Ich verkaufe Atomschutzbunker.

Verkaufen die sich gut? - Bombig!

Da herrscht Krieg. Dauerbedrohung.

Aber bist du dort glücklich? - Ich?

Ich bin superglücklich. Aber die Mentalität ist schon speziell.

Ja, davon hab ich gehört. - Gehört?

Das musst du selbst erleben. Warst du schon in Israel?

Klar. Frauen, Party, Strand... Der Wahnsinn.

Du redest von Urlaub, du Idiot. Ich meine das echte Leben, den Alltag.

Die Leute da sind krass drauf.

Hier jammern alle. In Israel... peng.

Kannst du Hebräisch? - Klar, kein Thema. -Ja?

Stimmt es, dass deine Mutter es mit Eseln treibt?

Ja, in Netanja. Seit 20 Jahren. - Wie bitte?

Du fragst, ob meine Mutter in Israel lebt? -Ja... Vergiss es.

Kannst du wenigstens Englisch? - Bisschen.

Englisch brauchst du.

Ohne Englisch und Hebräisch wird es dort schwer, was zu erreichen.

Kannst du Französisch?

Nein, weißt du, Israel...

Es ist magisch, göttlich.

Aber ich bin seit zehn Jahren dort

und träume jede Nacht von Frankreich.

Viel Spaß beim Auswandern.

Haben Sie ihm Angst gemacht? - Ich hab alles gegeben.

Und meine Spesen? - Welche Spesen?

Na ja, Zug, Hotel, Essen. Das zahle ich doch nicht selbst.

Ah, ja. Wie viel macht das? - Danke. Auf Wiedersehen.

Geschafft. Der Zweifel ist gesät.

Morgen machen wir Nägel mit Köpfen. - Ja. Jetzt warte mal.

Was machst du? -Ich kalkuliere, denn bei dem Rhythmus bin ich bald ruiniert.

Du bist manchmal so kleinlich.

Für die Familie ist nichts zu teuer. - Wie viel ist eine Tankfüllung?

82,14. - 82,14. Dachte ich's mir doch.

Kannst du nicht schlafen?

Keine Chance. Ich habe irgendwie Beklemmungen.

Ich auch. Als müsste ich sterben.

Vielleicht wegen der Abreise. - Bestimmt.

Dasselbe für meinen Bruder. - Sehr gern.

Jungs, hat jemand ein Schlafmittel? Ich wälze mich nur im Bett rum.

Trink einen Whisky, das ist gesünder.

Dasselbe für meinen Bruder.

Sind Sie alle Brüder? - Ach, das ist eine lange Geschichte.

Ist das auch Ihr Bruder? - Ja, er ist das Nesthäkchen.

Kannst du auch nicht schlafen? - Nein.

Ich gehe joggen. - Nachts?

Was sonst? In Bollywood muss man sportlich sein.

Gute Nacht, Brüderchen.

Meint ihr, er schafft es in Indien? - Natürlich nicht.

Schon komisch, bald seid ihr weg. - Stimmt.

Ihr werdet mir fehlen.

Das ist "Apocalypse Now".

Das wird schon. Mit meinen Eltern war es anfangs auch schwierig.

Bei dir auch?

Als mein Vater es erfuhr, verfolgte er mich mit einer Machete.

Machete? - Jetzt trägt er es mit Fassung.

Na ja... zumindest hat er die Machete weggesteckt.

Es ist nichts Ernstes. Dein Vater hält was aus.

Schrecklich. Kann ich zu ihm? - Nein.

Dafür ist es zu früh.

Tut mir leid, Nicole, dass der Abend so verlaufen ist.

Ihr müsst euch gut stärken. Heute haben wir ein volles Programm.

Zuerst besichtigen wir das Schloss Azay-le-Rideau.

Da werden Sie staunen!

Es ist ein Schloss...

Mein Vater hatte einen Schwächeanfall.

Ich fahre zurück.

Schade. Gerade, als sie langsam weich wurden.

Wir haben wirklich kein Glück.

Warum lachst du? - Wegen Kofi. Ich wäre so gern da gewesen.

Wo? - Im Restaurant, um sein Gesicht zu sehen.

Sei nett zu ihm. - Natürlich.

Aber sein Gesicht hätte ich zu gern gesehen. -Hör auf.

Stell dir nur sein Gesicht vor, als er ihn vor sich sieht.

Als er SIE vor sich sieht. - Hör auf, wir müssen los.

Armer André...

Wie geht's? - Schlecht. Sehr schlecht.

Das war sicher ein schlimmer Schock. - Furchtbar.

Wohlgemerkt, Claude, ich habe nichts gegen Homosexuelle.

In der Familie meiner Frau gibt es haufenweise.

Rechtfertigen Sie sich doch nicht. Sie sind so ein toleranter, offener Mann.

Das Problem ist, dass sich die Welt zu schnell verändert.

Da kommt unsereins kaum hinterher. - Genau so ist es.

Es geht zu schnell.

Vielleicht auch zu weit.

Ich nehme an, Sie sagen die Hochzeit ab?

Das will Madeleine nicht. Sonst verlässt sie mich.

Nein! - Die Frauen...

Wir haben die Macht verloren.

Es war doch ein nettes Wochenende.

Frankreich ist echt schön. - Total.

Wenn das inszeniert war, dann Hut ab. Der Bankdirektor war jedenfalls echt.

Der Israeli war ziemlich überzeugend.

Und die Fabrik gibt es. Die war kein Köder. -Das hoffe ich.

Willst du doch nicht weg? - Doch, natürlich.

Wir stellen uns nur Fragen.

Eine schöne Rolle, ein Winzer. Ich war super.

Seht mal! - Der Film wird toll.

Wer spielt sonst noch mit? - Die anderen kann man vergessen.

Die kennt keiner.

Aber der Regisseur ist Claude Verneuil,

aus der Familie des Cineasten Henri Verneuil.

Henri Verneuil ist der Macher von "Fort Boyard".

Wahnsinn, sie haben Darsteller bezahlt.

Ich finde es rührend. Das zeigt doch, dass ihnen was an uns liegt.

Aber du bist schön. Hübsch wie das Licht.

Wie ein Tunnel unter der Seine.

Etwas nach links... Voilà.

Perfekt.

Dann lasse ich Sie mal ausruhen.

Bringen Sie mir bitte

Schinken und ein Glas Wein?

Ein Glas Wein? In Ihrem Zustand? - Das wird mich aufmuntern.

Gut, ich bringe es Ihnen. - Und falls Sie in die Stadt fahren,

können Sie mir Zeitungen holen?

Zeitungen? - Ja.

Natürlich, André. Sonst noch was?

Was hat er denn? - Er hat die Rolle.

War auch teuer genug.

Jetzt bleiben nur noch drei.

Das Wochenende hat mir die Augen geöffnet.

Ich wollte nicht weg aus Frankreich, sondern aus Paris.

Hörst du mir zu? - Ja.

Auf dem Land hat man eine unglaubliche Lebensqualität.

Wir könnten eine Kanzlei aufmachen und kleine Erzeuger vertreten.

Oder Erzeugerinnen. - Erzeugerinnen von was?

Von Wein, Käse, regionalen Produkten.

Und meine algerischen Feministinnen? - Einmischung von außen ist nie gut.

Das sieht man an Libyen.

Du bist unmöglich. Ich hab schon einen Bikini gekauft.

Schenk ihn einer algerischen Freundin. Dann kann der Kampf weitergehen.

Absagen? Drei Tage vor der Hochzeit? Wie schade.

Die Hochzeit von Charles und Laure war so lustig.

Tanzen dürfen Sie, die Party findet statt.

Dann gehen Sie nur in eine andere Kirche? - Nein, es ist nur...

Wie soll ich sagen?

Eine kirchliche Trauung ist unmöglich. - Verstehe. Nicolas ist nicht katholisch.

Welche Religion ist es denn diesmal? - Pater, meine Tochter ist lesbisch.

Ah ja. In der Tat... Da kann ich nichts für Sie tun.

Ihre Familien sind immer für eine Überraschung gut.

Verzeihung.

Nein!

Na endlich!

Von wem haben Sie die Glocke? - Von Ihrer Frau.

Falls es mir schlecht geht.

Geht es Ihnen schlecht? - Nein, mir ist etwas flau.

Sie haben Hunger! Was darf es denn heute sein?

Was Afrikanisches.

Zu schade, es gibt in Chinon kein afrikanisches Restaurant.

In Tours

gibt es einen sehr guten Kameruner in der Nähe des Bahnhofs.

Bringen Sie mir ein Ndolé mit Miondo und einer Chilischote.

Ich weiß, Sie haben es momentan schwer.

Aber übertreiben Sie es nicht. Es gibt Grenzen.

Woher haben Sie meinen Schlafanzug? - Von Ihrer Frau. Sie ist sehr nett.

Dieser Bokassa gehört vergiftet.

Das Meer ist in der Nähe. Das Meer ist weit weg.

Das Meer ist eine Krähe. Das Meer ist verdreckt.

Streng dich mal an. Bist du gar nicht motiviert?

Darüber wollte ich mit dir reden. Ich weiß nicht, ob ich wegwill.

Was heißt das?

Vielleicht ist das ein großer Fehler. Hier geht's uns doch gut.

Ich dachte, du hältst es nicht mehr aus. - Das ist wie mit einer Beziehung.

Man liebt sich und nervt sich auch mal.

Das ist doch ein Scherz. - Nein, Odile.

Wenn meine Kühltasche ein Erfolg werden kann, dann in Frankreich.

Wir sind die Könige des Aperitifs!

Also? Hier wartet man auf mich!

Was machst du? - Ich wärme Kofis Ndolé auf.

David will die Fabrik noch mal sehen.

Bist du noch bereit, 30 000 Euro in seine Idee zu investieren?

Du meinst 30 000 Euro zu versenken? - Ach, David macht das schon, vertrau ihm.

Sicher. - Was Rachid und Isabelle angeht...

Sie zweifeln ernsthaft an Algerien. - Ach was!

Und der Chinese? - "Chao", Claude. "Cha-o".

Ja, entschuldige. Und Chao? - Bis jetzt bleibt er dabei.

Er hat die Wohnung verkauft und seinen Job gekündigt.

Aber keine Sorge, ich hab da noch eine Idee.

Scheiße, das gibt's doch nicht! - Bitte achten Sie auf Ihren Ton.

Pardon, aber warum wird mir das Visum verweigert?

Das hat doch einen Grund? - Wir nehmen keine Volksfeinde auf.

Volksfeinde? Geht's noch?

Sie sind ein tibetischer Aktivist.

Ich habe mit Tibet nichts zu tun. - Und was jetzt?

Du hast deine Stelle gekündigt, die Wohnung verkauft...

Ich kriege gleich einen Mini-Anfall. - Raus hier!

Warum spricht er so mit mir?

Wir kommen wieder!

Wer ist die Queen of Photoshop?

Die Sache mit Schwiegersohn Nr. 4 ist geritzt.

Du bist ein Teufel, Marie. Ich rufe Bouvier von der Bank an.

FREIES TIBET!

Die Raiffeisenbank von Chinon. - Klingt traumhaft.

Wenn mir jemand gesagt hätte, dass ich wieder hier lande...

Ich weiß. Ich übernehme Dr. Maertens' Praxis.

Maertens? Der Zahnarzt unserer Kindheit?

Der uns alle gequält hat.

Wir sind so weit.

Bist du schön! - Das Kleid ist herrlich!

Und was ist mit mir?

Hup lauter!

Komm, Kleines. Nicht weinen.

Mein Mann will nicht mitkommen. - Fahrt schon los, ich mach das.

Geben Sie sich keine Mühe, das übersteigt meine Kräfte.

Schluss mit dem Theater. Aufstehen!

Mein Zustand verschlimmert sich.

Ihre Tochter heiratet. Und Sie fehlen am schönsten Tag ihres Lebens?

So ist es. - Das werden Sie Ihr Leben lang bereuen.

So ist es. Kommen Sie mir nicht mit schlauen Reden.

Darf ich Sie an die letzte Hochzeit erinnern? -Na eben!

Wir haben es beide akzeptiert. Ist doch prima.

Ich kann ja nicht einmal laufen.

Der Arzt sagt, Ihnen fehlt nichts. - Dieser Scharlatan ist doch kein Arzt.

Sie sind genauso stur wie ich. Sie tun mir aufrichtig leid.

Kommen Sie wenigstens zum Essen? - Sie sind eine Plage. Ich sterbe!

Das ist schade, es gibt nämlich Ihr Leibgericht.

Tournedos Rossini? - Ganz genau.

Vivianes Vater zuliebe.

Das hat sie extra bestellt? - Ja, das hat sie.

Hier, als Andenken.

Tarte Tatin zum Nachtisch...

Geht schon.

Bleib sitzen.

Was ist los? - Ich hab das Ding da drin gewechselt.

Es ist mit Harissa-Geschmack. - Nein...

Ich hätte Brot mitnehmen sollen.

Es kommt noch ein anderes Paar. - Was sollen wir machen?

Warten Sie bitte noch fünf Minuten, - Das tun wir seit 45 Minuten.

Wir müssen jetzt wirklich anfangen.

Meine Damen und Herren...

Wir fangen jetzt an. - Passen Sie doch auf mein Bein auf!

Ich tue, was ich kann. Ich bin nun mal kein Krankenpfleger.

Meine Tochter...

Papa...

Ich liebe diese Familie Verneuil.

Franzosen alle krank. - Also Arash, was sagen Sie da?

Doch, alle sehr krank.

Papa Kofi ist wieder topfit, was?

Worauf trinken wir?

Auf Frankreich, das schönste Land der Welt.

Das gefällt mir. - Auf Frankreich!

Ein Geschenk für mich? Wofür?

Sie haben uns vor einer Dummheit bewahrt.

Was immer Sie und Marie gedreht haben, wir bleiben gern hier. Es ist unser Land.

Ich habe meine Pflicht als Patriot und Familienoberhaupt getan.

Eine Schirmmütze?

Es ist nicht irgendeine. Sie gehörte General de Gaulle.

Ah ja...

Ah ja...

Ich habe Sie verstanden.

Yvonne! Wo sind Sie?

Sie ist nie da, wenn man sie braucht.

Yvonne, ich will mit Ihnen tanzen!

Warte, ich will Davids Scheck einzahlen. - Ich schließe gerade.

Davids Schecks muss man schnell einlösen. - Das mache ich Montag früh.

Warte, nimm meinen auch noch. - Das gibt's doch nicht.

Wenn man vom "Wolf of Wall Street" spricht...

Das nenne ich Vertrauen! Die Schecks sind noch druckfrisch...

Geht schon vor, ich muss noch kurz in die Fabrik.

Mach das später. In Frankreich ist der Aperitif heilig.

Da sind sie ja. - Schön sind sie! -Hallo.

Ich habe Ihnen mein Buch signiert. - Danke.

Vielen Dank. - Bestimmt kennen Sie Tonnellé nicht.

Hier, Chao. Sagen Sie mir bitte alle Ihre ehrliche Meinung.

Er ist mein kleiner Balzac. - Warten wir mal das zweite Werk ab.

Opa!

Da ist auch die Oma. - Oma!

Die ganze Familie ist da. Es ist einfach perfekt.

Die reinste Freude. Wir haben es so gut!

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