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Zulu
.
(Spannungsvolle Musik)
(Musik wird flotter.)
(Musik verklingt.)
(Surren, unbehagliche Musik)
(Unruhige Kl�nge)
(Unruhige Kl�nge)
Nett, dass Sie alle gekommen sind.
Blieb uns ja nix �brig. - Ist doch selbstverst�ndlich.
Wenn der neue, leitende Polizeidirektor ruft.
Mein Mail wegen der Vakanz an der Rechtsmedizin ...
Lassen Sie den Polizeidirektor mal ankommen.
Sie sehen wieder richtig gut aus.
Danke.
Es war 'ne schwere Zeit.
(Unruhige Kl�nge)
(Reifenquietschen)
(Entferntes Martinshorn)
(Bremsenquietschen)
(Angespannte Musik)
F�r mich Wasser.
(Handy klingelt.)
Da muss ich leider rangehen.
Ja. - Ja.
Wir sind in unserem Berufsleben tagt�glich mit dem Tod konfrontiert.
Das wird hier noch 'ne Weile dauern, leider.
Mach dir schon 'ne Pizza hei�. Ja.
Nein, Medienzeit ist alle, keine Diskussion.
Ja, bis sp�ter, ciao.
�h, Entschuldigung, kann ich Ihnen helfen?
Ich will eine Anzeige erstatten, wer ist zust�ndig?
Kommt drauf an, wen Sie anzeigen wollen.
Mich selbst.
Marc Weinert, Siebenpfeifferstra�e 6, Oggersheim.
Was werfen Sie sich denn vor? - Drogenhandel.
Die Kollegen vom Bet�ubungsmittel sind nicht mehr hier.
Kommen Sie bitte morgen Fr�h um acht wieder.
Ich hab Beweise.
Nach so 'ner Krankheit denkt man anders �ber das Leben nach.
Man sieht die wirklich ...
wichtigen Dinge.
Die finden sich nicht ...
Ist die Kamera an Ihrem Helm aus?
Ich will mit Ihrem Vorgesetzten sprechen.
Ist diese Kamera an Ihrem Helm aus?
Streitereien, den f�rchterlichen Kaffee ...
Die Sturheit Ihrer leitenden Ermittlerinnen. - Hallo?
Wer ist dein Chef? - Im Moment reden Sie mit mir.
Unsre erste Kriminalhauptkommissarin, Frau Odenthal.
Wuhuhuhuhu!
Moment mal. - Fass mich nicht an, ja?
(Gl�serklirren, abgehackter Applaus)
Ja, wir hatten unsere Auseinandersetzungen.
Kommen Sie, ich nehm Ihre Anzeige auf.
Mitunter recht unterschiedliche ...
Nee, sorry, das war ein Irrtum.
Ja, aber letztlich k�nnen wir uns immer aufeinander verlassen.
Und das hab ich in meiner Zeit im Krankenhaus sch�tzen gelernt.
Wir, wir sind eine gro�e Familie.
Das ist auch, was z�hlt.
Oh.
Danke, dass Sie da sind.
(Zuprosten)
Was war das denn? - Keine Ahnung.
Ist auch schon wieder weg.
Mir war gar nicht klar, wie ernst es um Sie war.
Krankheitsbedingt, oder? - �hm ...
Umso mehr freu ich mich, richtig durchstarten zu k�nnen.
So, das Buffet ist er�ffnet.
(Freudenlaute)
Sie wissen, Sie k�nnen immer zu mir kommen.
Jaja.
Der Kartoffelsalat ist �brigens selber gemacht, Omas Rezept.
Aber ich hab die G�rkchen ersetzt durch Fr�hlingszwiebel,
drei Tage eingelegt in ... (Reifenquietschen, Knall)
(Ernste Musik)
Grauer Transporter, Mannheimer Kennzeichen.
Odenthal. Wir brauchen einen Rettungswagen.
GU-742, so was. - Wittelsbacher Stra�e, Polizeipr�sidium, sofort!
K�nnen Sie mich h�ren? Hallo! H�ren Sie mich?
Kein Atem. - Ich mach den Helm auf.
Nein, kein Puls.
Umdrehen auf zwei, eins.
Eins.
Und los.
(Keuchen)
Ich brauch die Aufnahme, ja? Danke.
(Keuchen) Komm schon.
Komm schon.
Er kommt nicht.
(keucht:) Komm schon!
(Unbehagliche Musik)
(Musik verklingt.)
(Rattern)
Der Transporter kann nicht verschwunden sein,
�berall in der Stadt h�ngen Kameras.
Die Kollegen vom Verkehr sind dran.
Der Fahrradkurier war aber kein Unbekannter.
Hier. Marc Weinert, hat st�ndig irgendwelche Falschparker angezeigt.
Belastungseifer. - Mhm.
Der war so manchem Autofahrer ein Dorn im Auge.
Hier.
Die Videos von seiner Helmkamera. - Die auch verschwunden ist.
Genau wie das Tablet.
Der ist nicht aus Versehen erfasst worden, das war Vorsatz.
(Klirren)
Schei�e. - Oh Shit.
(�chzen)
Hey, du hast korrekt gehandelt.
Hier.
Die Daten von der Helmkamera wurden �bers Smartphone
in die Cloud gesendet. - Kommen wir da ran?
Eine Einverst�ndniserkl�rung der Mutter hilft.
Der Transporter wurde gestern bei den Kollegen in Mannheim
als gestohlen gemeldet. - Na also, ich denke, wir haben zu tun.
(Telefon klingelt.)
(Angespannte Musik, Verkehrsl�rm)
Marc ist zu mir gezogen nach meinem Unfall.
Hat sich um mich gek�mmert.
Einkaufen, kochen, alles, er war ein guter Junge.
Es tut mir leid, was ihm zugesto�en ist.
Wie lang hat er denn schon f�r den Kurierdienst gearbeitet?
(Vogelzwitschern)
Zwei Monate.
Vielleicht l�nger?
Warten Sie.
Ich hab die Unterlagen.
Hat es mal �rger gegeben in der letzten Zeit?
Ah, mit Marc doch nicht, der war immer korrekt.
Er hat regelm��ig andere Verkehrsteilnehmer angezeigt.
Nur die, die sich nicht an die Regeln gehalten haben.
Frau Weinert, wir gehen davon aus,
dass Ihr Sohn mit Absicht angefahren wurde.
Die Bilder in seiner Helmkamera
werden mit einem Handy in die Cloud geladen.
Wir m�ssten diese Daten auslesen.
Ihre Verf�gungsgewalt w�rde das erheblich beschleunigen.
(Rumpeln)
(Unbehagliche Musik)
Das sind seine Abrechnungen.
Hier.
Da steht's.
(Rascheln)
Seit November arbeitete er bei den Velopunks.
Sch�n abgeheftet, er war sehr ordentlich.
Tut das gar nicht weh?
Was? - Hier.
(Rascheln)
Bitte.
Um noch mal auf die Cloud zu sprechen zu kommen.
Ja, die Cloud, die Wolke ...
Da lie� Marc keinen ran.
Wie meinen Sie das?
Die Wolke ...
Das ist die Wolke, auf der er grade sitzt.
(Schniefen)
Ich bin gleich zur�ck, ja?
(Entferntes Bellen)
Ja. Die Mutter des Verstorbenen braucht dringend Hilfe.
Psychologischen Notdienst.
Nee. Eher Drogen.
Sie ist vollkommen schmerzunempfindlich.
Das war doch klar.
Diese Biker fahren wie die besengten S�ue.
Ohne Nummernschilder, sch�n anonym, wie im Netz.
Diese neuen Fahrradwege, das ist so ein Murks und bremst den Verkehr aus.
Das ist so gewollt. Odenthal, Kripo Ludwigshafen.
Verkehrspolitisch ist es 'ne Fehlentwicklung.
Wer braucht drei Meter breite Fahrradwege?
Und am Ende zahlen's wir.
Wo ist Ihr Wagen geklaut worden? - Ah so.
Gleich da vorn auf der Rohrlachstra�e.
Superdreist unter Hintern weg, ich stand keine zehn Minuten.
Kann ich den Schl�ssel haben? - Ich war auf der Wache.
Von dem Transporter. - Ah.
Hab ich leider stecken lassen, ist 'ne bl�de Angewohnheit von mir.
Und der Versicherung haben Sie davon nichts gesagt.
Sie verpetzen mich doch wohl nicht.
Versicherungsbetrug ist nicht mein Metier.
(Unbehagliche Musik)
Was ist das?
Tattoo vielleicht?
Marc Weinert hat auch so eins.
(Unbehagliche Musik)
Das sieht aus wie das Logo vom Kurierdienst.
Ein Kollege? - Ja, oder Kollegin.
Ja.
Hat Johanna das schon gesehen? - Ja.
Und wo ist die jetzt? - Keine Ahnung.
(Abwartende Musik)
(Scheppern)
Hey.
Hi.
�hm ... Entschuldigung, ich such das B�ro.
Was?
Ich such das B�ro.
(Polternde Schritte)
(Seufzen)
Und Oggersheim machen wir doch eh nur f�r euch.
Schnell muss es hier immer gehen, schon klar.
Nee, wir machen da jetzt keinen Druck, schon aus Prinzip nicht.
Ja, da ist uns die Sicherheit der Fahrerinnen wichtiger
als unsere Kundschaft, stimmt.
Ja, mir auch. Gerne.
(Poltern)
Kunde K�nig, hm?
Manche glauben, sie k�nnen sich alles kaufen.
Ich bin wegen Ihres verungl�ckten Fahrers hier,
es tut mir wirklich leid, was passiert ist.
Berg oder Sprint?
Ich bin ein bisschen aus der �bung, aber wenn, dann Berg.
Stahl? - Karbon.
Bist du schon mal ausgefahren? - Nee, aber ich bin eigentlich ...
Zeig mir mal deine Zunge.
Ja, du trinkst zu wenig.
Wenn der K�rper dehydriert, trocknen die Gehirnzellen aus.
Das Blut wird dick, wir sind reizbar
und k�nnen uns nicht konzentrieren.
Ich m�chte �ber Marc sprechen. - (Lissi:) Zoe, kommst du mal runter?
Mein Name ... - Ja!
(Lissi:) Hier sind Bullen! - Das war ja klar.
Es war sch�n, dich kennengelernt zu haben.
Aber wir wissen grad noch nicht so, wie's weitergeht.
(Abwartende, unruhige Musik)
Das ist meine Kollegin Mara Hermann.
Es geht um den Tod Ihres Fahrers Marc Weinert.
Marc war mehr als nur ein Fahrer.
Die Strecke, die er gestern ...
Wir reden nicht mit der Polizei. - Tats�chlich.
Mit so was haben wir schlechte Erfahrungen gemacht.
Aber wenn eines Ihrer R�der geklaut wird, sollen wir schnell da sein, ne?
Marcs Handscanner, wo ist der?
Brauchen Sie daf�r nicht einen Beschluss vom Richter?
Anstatt die Leute von der Arbeit abzuhalten,
sollten Sie besser den Todesfahrer ermitteln.
Kann ja nicht so schwer sein. - Was wird das hier?
Was mischen Sie sich ein?
Ohne Beschluss kein Scanner, so l�uft das hier.
Die Kuriere fahren wie die letzten Henker.
Auf B�rgersteigen, mitten auf der Stra�e,
klar, dass da einer auf der Strecke bleibt.
Die Radwege sind 'ne Zumutung.
Immer zugeparkt, zu eng, l�chrig.
Die Stra�e daneben ist frisch asphaltiert.
Wo w�rdest du da fahren? - Halten Sie sich an die Regeln.
Die Stra�e ist herrschaftsfrei. - Es gibt Gesetze.
Freie Fahrt f�r freie B�rger, ist doch schei�e.
Autofahren ist schon auch ein St�ck Freiheit.
Wer hat hier das Sagen?
Jeder, der was zu sagen hat. Wir sind ein Kollektiv.
Sie weigern sich, den Scanner rauszugeben.
Die Scanner sind bei den Fahrern. - Er wurde nicht bei ihm gefunden.
Frag den Fahrer vom Transporter.
Woher wei�t du, dass der Unfallwagen ein Transporter war?
Spricht sich halt schnell rum, so was.
Verr�ckt, was das Internet so macht.
Sie haben eine Kopie seiner Daten?
Die Bewegungsprofile unserer Leute geben wir nicht raus.
Immer dran denken:
Wer sich au�erhalb des Gesetzes stellt,
muss sich nicht wundern, wenn das Gesetz ihn nicht mehr sch�tzt.
Wahnsinn.
(Leises Stimmengewirr)
Was war denn das jetzt?
Frau Stern wird ein paar Tage verdeckt ermitteln.
War das abgesprochen? - Was denn sonst?
(Poltern)
Wie hei�t du noch mal? - Jo, einfach Jo.
Klasse, Jo.
Die haben nicht schlecht geguckt, ne? - Ja.
Kette. Schwer beeindruckt.
(�chzen)
Sie hat sich auf Marcs Stelle beworben.
F�hrst du jetzt f�r uns?
Keine Ahnung, ich wei� nicht, ob das gewollt ist.
Ich f�nd's cool.
Das war die Kripo. Wir m�ssen aufh�ren, sofort.
Du wei�t, wir k�nnen nicht aufh�ren.
Es muss jemand Marcs Stelle �bernehmen.
Das ist ein Knochenjob.
Unf�lle wie der von gestern kommen vor.
Du bist aber voll versichert.
Wir zahlen aber nur Mindestlohn.
Klingt fair.
Drei Tage Probezeit. (Schnauben)
Das schaffen nur die wenigsten.
Ich w�rd's ganz gern probieren.
(Leise Gespr�chsfetzen)
Wir probieren's aus.
Willkommen bei Velopunk.
(Lachen)
Stabil.
(Abwartende Musik)
Frau Odenthal?
Die haben den Transporter auf 'ner Lichtung bei Erlenbach gefunden,
komplett ausgebrannt. - Scanner, Tablet?
Nee, Fehlanzeige.
Ich frag mich, wie der da weggekommen ist, es ist mitten im Wald.
Ist der zu Fu� weiter oder hatte der ein Fahrrad?
Was hat sie denn?
Mara? - Ja.
Woher wusste der Kurier, dass der Unfallwagen ein Transporter war?
So was geht schnell rum im Internet.
Kannst du das pr�fen? Moment noch. - Ja.
Johanna braucht Papiere. Perso, Sozialversicherungsnummer.
Wie ist das juristisch?
Die Anordnung f�r verdeckte Ermittlungen,
Paragraf 110b, Absatz 1 StPO
verlangt eine schriftliche Zustimmung durch ... - Den Polizeidirektor.
Ich m�chte Breising noch schonen. - Das ist eine Riesensache.
Was soll passieren? - Disziplinarverfahren?
Herabstufung in allen Altersbez�gen?
Ich trag das Risiko. - Hey, Breising, der ...
Der rastet aus. - Und kein Wort zu den Kollegen.
Hinterher verplappert sich noch einer.
Okay. - Gut.
(Unbehagliche Musik)
Na, und?
Was, und? - Wie, was, und?
Habt ihr neue Erkenntnisse?
(Leises Stimmengewirr)
Also die Ansprache kommt �ber den B�ndelfunk
und die Touren �ber den C-Kanal.
�ber die App bist du jederzeit zu orten.
Du bekommst die Auftr�ge, scannst Lieferungen.
Du bekommst Polizeikontrollen angezeigt. - Echt?
Woher wei� die App, wo die Bullen stehen?
Die App wei� alles.
Ich brauch noch deinen Perso und Sozialversicherungsnummer.
Bring ich dir morgen, ja?
Gibt's sonst noch was, was ich beachten muss?
Schnell sein, immer in Bewegung bleiben, nicht anhalten.
Bis auf eine Ausnahme:
Wenn an einer roten Ampel ein Kind neben dir steht,
dann bist du Vorbild.
Und wenn was ist, rufst du 7474.
Alles klar.
(Unruhige, flotte Musik)
Die Gruppe gibt's seit 13 Jahren, bestehend aus Aussteigern,
Tr�umer, Idealisten.
Velopunks.
Die Fahrer sind sozial abgesichert, werden fair entlohnt.
Aber damit sind f�r die Firma keine gro�en Spr�nge drin.
Nicht leicht, ein Unternehmen moralisch anst�ndig zu f�hren.
(Quietschen)
Letztes Jahr ist das Kollektiv fast insolvent gegangen.
Wieso gibt's die dann immer noch?
Jemand hat geb�rgt, ein sechsstelliger Kredit.
Ein wei�er Ritter?
Seitdem l�uft alles �ber eine App, das macht die Touren effizienter.
Der Umsatz hat sich verdreifacht.
(Unruhige, flotte Musik) Kuckuck.
Rot ist Kurier-Gr�n und das Tempo m�rderisch.
Sie liefern einfach alles.
Dein Ernst? - Mein Ernst.
Laborproben, Gerichtsakten, Baupl�ne, auch was Gr��eres.
(Angespannte Musik)
(Kinderrufe)
Lena. - Harter Tag?
Ah ja.
Brauch erst mal eine hei�e Dusche und drei Teller Pasta.
Sag mal, geht's noch?
Was war das denn, ha?
Lena, ich hab das nicht geplant, ich war mit dem Fahrrad da ...
Du kannst da nicht reinspazieren und unter falscher Identit�t ermitteln.
Das war dieser Moment so 'ne Chance.
Wir h�tten jeden von ihnen ganz normal vernehmen k�nnen,
rechtssicher und gerichtsverwendungsf�hig.
Hallo. - Lena.
Diese Biker sind 'ne eingeschworene Truppe.
Da kommt man nicht dazwischen.
Du kannst nicht spontan verdeckt ermitteln!
Dazu braucht es monatelange Planung, eine nachpr�fbare Legende.
Papiere, Observationsteams.
F�r so eine Aktion gibt es nicht ohne Grund strikte Regeln.
Also ziehst du mich ab. - Nein, nat�rlich nicht.
Schei�e.
(Entferntes Bellen, Seufzen)
Wei�t du, ich bin bis jetzt immer den Dienstweg gegangen.
Jedes einzelne Mal.
Und vielleicht einfach einmal zu viel.
H�tt ich diese Anzeige sofort aufgenommen,
w�r Marc Weinert vielleicht noch am Leben.
Danke.
(Entferntes Bellen)
Ich hab alles zusammengetragen,
was ich auf Social Media und in den Akten
�ber die einzelnen Kuriere gefunden hab.
Ready? - Okay.
(Spannungsvolle Musik)
Theo K�hler, einer von den Gr�ndern.
Abschluss in Sozialwissenschaften,
Studienstiftung des deutschen Volkes, ein ziemlich kluger Kopf.
(Angespannte Musik)
Elias Tabesch.
Ende 20, Spitzname Kette.
Hat ein Jugendstrafregister von hier bis nach Frankenthal.
Diebstahl, Betrug, K�rperverletzung, ist alles mit dabei.
Seit drei Jahren f�hrt er bei den Velopunks,
laut Bew�hrungshelfer hat er sich seitdem gefangen,
k�mmert sich um seine Geschwister, schmei�t den Haushalt.
Na? Wie war die Schule? - Na, schei�e.
Hey, hey. Wie war die Schule noch mal?
Nicht so mein Fall.
Lerne, oder willst du enden wie ich? - Yeah!
Geht doch.
Ich muss los, braucht ihr mich noch? - Danke f�rs Abholen.
Gerne. Tsch�ss.
Na, du? - Mama!
Komm her. Allez hopp.
Timo. Neun Jahre alt. Ist der Sohn von Zoe.
Wurde vor zwei Jahren auf dem Schulweg
von einem Rechtsabbieger �bersehen und ist seitdem querschnittsgel�hmt.
Das ist eine ziemlich betreuungsintensive Situation,
das Pflegegeld reicht nicht.
Geil, was?
Dann ist da Lissi Erft, 21.
Mehrere vergebliche Versuche, eine Lehre durchzuziehen.
Ein paar Eintr�ge f�r Versto� gegen das Bet�ubungsmittelgesetz.
Lissis Mutter ist bereits verstorben.
(Angespannte Musik)
Voll sch�ne Schuhe. - Solltest mal die von Eddi sehen.
Edward Eddi Busch, 26.
Studiert Mathematik auf Lehramt.
Lebt aber deutlich �ber seine Verh�ltnisse.
Wohnung in Mannheim, teures Karbonrad.
(Angespannte Musik)
Der mit dem T�terwissen. - Das muss net sein.
Die Sache mit dem Transporter ging noch in der Nacht im Netz rum.
(Angespannte Musik)
Zoe R�hl, abgebrochenes Studium der Sozialarbeit.
�koaktivistin der ersten Stunde.
Ein Eintrag wegen Randalen bei einer Klimaschutzdemo vor Jahren.
Alleinerziehend.
Oh Mann! - Yeah!
Mama, ich sag die ganze Zeit,
du musst an deiner Technik arbeiten. - Ja.
Du bist immer besser als ich.
Ich komm gleich wieder, ja? Brauchst du was?
Hier sind noch Marcs Sachen, aus seinem Spind.
Danke, ich bring sie seiner Mutter.
Wie war er denn so? (Seufzen)
Ach, Marc wollte immer alles ganz genau haben.
Er war irgendwie kompliziert.
Aber der Unfall seiner Mutter war ja auch ein Schlag.
Er hat sich um alles gek�mmert, seit sie im Rollstuhl sitzt.
Er dachte immer, die Welt ist gegen ihn.
Jeder ist mit ihm zusammengerasselt. - Du auch?
Wir sind ein Kollektiv, Nervens�gen geh�ren dazu.
Dann bin ich hier ja genau richtig.
Du, ich brauch deine Papiere. - Die hab ich schon wieder vergessen.
Morgen hast du sie.
Ich hab ein ungutes Gef�hl.
Ich mag sie.
Sie erinnert mich an jemanden. - Ach ja?
An wen denn?
Och, Mama!
Eine eingeschworene Clique.
Dropouts, unangepasst und unbequem.
(Klopfen)
Klopf, klopf, st�r ich?
�h, Unsinn, kommen Sie doch rein.
Ja.
(Er schlie�t die T�r.)
Ich wollte mich noch f�r den warmen Empfang
bei meiner kleinen Feier neulich bedanken.
Der Abend ging ja dann doch recht abrupt auseinander.
Kaffee?
Wenn Sie sich auch einen holen? - Wie immer?
Zucker lass ich jetzt weg, danke. - Kein Problem.
Ja. Was kann ich f�r Sie tun?
Ihr, �hm ...
(�chzen)
Ich wei�, wir haben nicht das besonders herzliche Verh�ltnis,
Frau Odenthal,
aber meine Krankheit, die hat mich umdenken lassen.
Und die ganzen Reibungsverluste, die fehlgeleitete Energie,
das k�nnen wir doch besser, hm? - Ja, find ich auch.
Ich wollte Ihnen einen Neustart vorschlagen.
Keine Geheimnisse, volle Transparenz.
Da gibt es tats�chlich etwas, was ich mit Ihnen besprechen m�chte.
Handelt sich um den verunfallten Kurier.
Verheimlichst du mir was? - Quatsch.
(Telefon klingelt.)
Ich kann euch nicht den R�cken freihalten,
wenn ich nicht wei�, was ihr ausheckt.
Geht's immer noch um den Kurier?
(Telefon klingelt.)
Der Polizeidirektor hat den Fall grade
an die Kollegen vom Verkehr abgegeben.
Woher wei�t du das? - Der Kurt und ich sind so.
Marc Weinert war nicht zuf�llig im Pr�sidium.
Er wollte sich anzeigen, aber jemand wollte das verhindern.
Was glaubst du, was passiert, wenn rauskommt,
dass ihr immer noch in 'nem Mordfall ermittelt?
Den hatte ich mir gemacht. - Kaffee?
Es geht m�glicherweise um Drogen, die Mutter des Kuriers ist abh�ngig.
Moment, Moment, was hat das ...
Ich w�rde gerne wegen eines T�tungsdelikts ermitteln.
Oh, Sie wissen, was drau�en los ist, Auto gegen Fahrrad.
Wenn wir da einen Vorsatz konstruieren, brennt die Stadt.
Der Kurier hat Johanna um Hilfe gebeten.
Um kam anschlie�end direkt vor dem Pr�sidium ums Leben.
Gerade deshalb sollten wir besondere Neutralit�t walten lassen.
Oder besondere Genauigkeit.
Ich hab die Kollegen vom Verkehrsdezernat
mit dem Fall betraut.
Unfall mit Fahrerflucht. Punkt.
Dem Fahrer wurde die Kuriertasche entwendet.
Das ist hier von nachgelagertem Interesse.
Der ausgebrannte Wagen war leer.
Ja. Die Pressemitteilung ist raus.
Man kann sich auch manchmal irren.
Ja, ja. Oder ... oder zuh�ren.
Auch mal die Meinung der anderen gelten lassen.
Das hat mir auch sehr geholfen im letzten Jahr.
Wo ist denn eigentlich die Frau Stern?
Krankgeschrieben. - Genau.
Ah so. Ja.
Ja, der Tod dieses Kuriers direkt vor unserer Haust�r
ist an keinem von uns spurlos vorbeigegangen.
Ja, die soll sich mal melden, wenn sie wieder auf dem Damm ist.
Ach, und das da h�ngen Sie ab, wir haben auch so genug zu tun.
Herr Breising.
Sch�nen Tag. Warten Sie.
Ja. Das war's dann wohl.
(Unruhige, dynamische Musik)
(Handy klingelt.)
(Unruhige, dynamische Musik)
(Lachen)
(Dynamische Musik spielt weiter.)
Na gut.
Bis sp�ter.
(Dynamische Musik spielt weiter.)
(Klopfen)
K�ffchen? - Ach, Frau Odenthal.
Hafermilch oder normal? - �h ...
Da.
Im Mehrwegbecher, toll.
Nett haben Sie's hier.
(Kurzer Lacher)
Wie komm ich denn zu der Ehre?
Ich wollt einfach mal einen Kaffee trinken.
Ich hab Ihre Statistik gelesen, gratuliere.
So wenig Drogendelikte hatten wir selten in den letzten Jahren.
Ist ein Kontrolldelikt. - Sie kontrollieren also weniger?
M-m.
Wir hatten Pech in letzter Zeit. - Warum das?
Werden die Dealer gewarnt oder ...
Kennen Sie diese Frau?
Silvia Weinert.
Silvia ... (Angestrengtes Tippen)
Weinert.
Ja.
Oh, das ist eine alte Kundin von uns, seit Jahren auf Fentanyl.
Sie sprang letztes Jahr aus dem dritten Stock,
sitzt jetzt im Rollstuhl.
Diese Wirkstoffe werden in der Tumormedizin verwendet,
machen schmerz- und angstfrei.
Die perfekte Droge. Und wer dealt das Zeug?
Fr�her kannten Dealer ihre Kundschaft,
wussten, was sie brauchten.
Haben sie beraten, was sie ausprobieren sollen,
haben auch gesagt, wenn sie genug hatten.
Aber Dealer ist ein Auslaufmodell, das Zeug wird nun anders vertrieben.
Vielen Dank.
Ich dachte, Sie wollten einen Kaffee trinken?
(Unruhige Musik, Rattern)
(Reifenquietschen) Alter!
(Kinder:) Wichser! - Mann!
Hey.
Na, wie l�uft alles so?
Ah, ich bin v�llig fertig.
(�chzen)
Hier.
Gegen Schmerzen. Hilft, durch den Tag zu kommen.
Wow, verschreibungspflichtig nach Arzneimittelgesetz.
Am besten wirkt's auf der Brust. - Wo hast du das her?
Mach mal zur Seite. - Hat Marc das auch genommen?
Marc? Nee. Mach mal bisschen ...
Ich glaub, ich will das nicht.
Nee? - Danke.
Das hier, das ist meine Droge.
Die ist richtig gut. - Okay.
(Handy klingelt.) Ich muss.
Ciao.
Mehr f�r mich.
(Angespannte Musik)
(Leises Stimmengewirr)
Entschuldigung, ich such Riegerstra�e 9.
Treppe rauf.
(Rattern, leises Stimmgenwirr)
(Unbehagliche Musik)
Sie sind sp�t.
Wo bleibt der Warmwachs?
Boah, ihr habt Nerven. - Schwer genug, dich zu erwischen.
Ich hab was f�r dich.
Hast du was rausbekommen?
Die dealen mit Fentanylpflastern.
Sender und Empf�nger sind nie zusammen zu kriegen.
Die Taschen werden mehrfach gewechselt, alles App-gesteuert.
Wissen die Kuriere das? - Marc muss es gewusst haben.
Er f�hrt zu uns, um die Kollegen anzuzeigen.
Diese bescheuerte Beamtin nimmt die Anzeige nicht auf.
(Unbehagliche Musik)
Nico Langenkamp? - C'est moi.
(Rascheln)
Einfach unter Empf�nger. - Mhm.
Du kriegst noch was. - Lass stecken, Alter.
(Unbehagliche Musik)
(Entferntes Telefonklingeln)
(Unbehagliche Musik)
Wir brauchen Marcs Scannerdaten.
PC in der Homebase. - Kommst du da ran?
Kann ich versuchen. - Dein Haus passt nicht zur Legende.
Wir haben eine neue Bleibe f�r dich.
Ein Karavan am Stellplatz Rhein-Weser.
Okay, ich muss los.
Diese elektronische Petze an meinem Fahrrad wei� immer, wo ich bin.
Pass auf dich auf, ja?
Ciao.
Schau uns einer an.
(Er lacht.)
Diese Frau Odenthal ...
die schn�ffelt weiter rum.
Ich dachte, der Fall liegt bei den Verkehrsdelikten.
Ja, das sollen wir auch denken.
(Seufzen)
Wo ist denn das Tablet?
Im Transporter, verbrannt, die Daten haben das nicht �berlebt.
Ah ja.
Ist das so?
(Angespannte Musik)
Hm.
Ha.
Das ist interessant.
Weil meine Quelle im Pr�sidium sagt n�mlich,
dass in dem Transporter nichts gefunden wurde.
Ist deine Quelle denn zuverl�ssig?
Davon kannst du ausgehen.
Nico?
K�nnen wir mal reden?
Ja, bitte?
Hast du Informationen vom Pr�sidium rumerz�hlt?
Familie, Freundeskreis? - Ich hab keinen Freundeskreis.
Details aus unseren Ermittlungen. - Aber wir ermitteln doch nicht.
Hast du oder hast du nicht? - Ja.
Mit wem hast du geredet?
Mit der Eva von der Dienststelle Neckarau.
Der Halter des Transporters war zum Tatzeitpunkt auf der Wache,
die Eva erinnert sich an den,
weil der ganz genau die Uhrzeit der Anzeige aufgeschrieben haben wollte.
Dann hab ich mich schlau gemacht. Hier, Benjamin Menz.
So gegen Fahrradfahrer ist der gar nicht,
der hat vor 13 Jahren die Velopunks mitgegr�ndet.
Dann wollte er Kohle sehen,
die anderen beiden haben sich von ihm getrennt,
aus Rache ist er dann reich geworden.
Hier, Catering, Feinkost,
seit einem halben Jahr vertreibt er Sushi, nur �ber die Velopunks.
Der wei�e Ritter.
Der Menz f�hrt 'ne App ein, der Laden brummt,
aber an der Qualit�t vom Sushi kann's nicht liegen, hier.
Mh. - Ja.
Es schmeckt nicht mal so gut. Passt auf.
Ich ruf da an, der Typ fragt mich, was ich haben will.
Ich drucks so ein bisschen rum und dann frag ich ihn einfach mal:
"Habt ihr nicht was richtig Gutes?"
Und der Typ sagt: "Dann bestell Sashimi Spezial."
Und ich so: "Mhm, okay. Was kostet das?"
Leute, wer bestellt sechs Nigiris f�r 120 �cken?
Du meinst, da w�r was anderes drin? - Drogen.
Fentanylpflaster.
(Leise, angespannte Musik)
Nico, ich muss mich bei dir entschuldigen.
Ich dachte wirklich ... - Dass ich ein Maulwurf bin.
Tut mir leid. - Ja, ich werd gern untersch�tzt.
(Lachen)
Demn�chst nur nach Absprache, okay? - �h, klar.
Gut.
Wo ist denn Johanna jetzt eigentlich?
Ist doch Schrott. So eine Schei�e, Mann.
(Leises Hupen)
Schon der zweite Platte heute.
Vielleicht ist ein neuer Schlauch f�llig.
Liegt nicht am Schlauch, das sind die Wege.
Da liegen immer Scherben rum, auf unseren Wegen!
Dann f�hrst du eben ein bisschen Slalom.
Geschieht uns recht.
Wir sind zu schwer. - Was meinst du?
Die Last. Diese irre Last.
Wir haben Schuld auf uns geladen.
Komm her.
(Unbehagliche Musik)
Komm, wir gehen mal an die Luft.
(Beklemmende, unbehagliche Musik)
Die Kuriere werden durch eine App
vor den Kontrollen der Drogenfahndung gewarnt.
Das wird Ingo interessieren. - Ja.
Was wollte die Odenthal?
Das �bliche. Zeigen, wie clever sie ist.
Diese Frau ist so ma�los von sich selbst �berzeugt.
Aber die hat's ja auch nicht leicht, ne?
Die Kollegen werden j�nger und j�nger.
(Lachen)
(Angespannte Musik, nicht h�rbares Gespr�ch)
(Klacken)
(Entferntes Hupen)
(Angespannte Musik)
Johanna, die Luft ist rein.
Bin am Rechner.
Das Passwort ist timowirdgesund, alles klein und zusammen.
Okay.
"Geh auf zuletzt ge�ffnet."
Hab ich.
"Und einmal alles markieren und zieh es auf deinen Stick."
(Angespannte Musik)
(Knarzen)
Achtung, Johanna, du kriegst Besuch.
Okay, du musst dich unbedingt beeilen.
Schei�e, schei�e.
(Angespannte Musik)
Schei�e, Johanna, die kommen alle zur�ck.
Egal, was du hast, zieh den Stick, wir finden 'ne andere M�glichkeit.
Was machst denn du hier? - Was soll ich hier machen?
"Ich brauchte das WLAN-Passwort f�r neue Songs."
Vorsicht. - Wieso?
"Eigenwilliger Musikgeschmack."
(Fidele Volksmusik)
(Musik ist durch die Kopfh�rer zu h�ren.)
Speziell.
Ich steh da drauf.
Kommst du mal mit raus, bitte?
(Beklemmende Musik)
(Leise Musik aus dem Autoradio)
Komm, wir gehen mal hier lang, ich muss dir was zeigen.
(Angespannte Musik)
Tja, wer h�tte das gedacht?
Unser kleiner Neuzugang.
Du hast gedacht, du bist besonders schlau,
jemand anderes war schlauer und schneller.
Stimmt's, Zoe?
Zweitschnellste Kurierin nach zwei Tagen auf dem Rad, sensationell.
Gratulation, Jo. - Probezeit zu Ende!
Du bist eingestellt! (Jubel)
(Jubel h�lt an, lockere Musik.)
Jaaa!
(Angespannte Musik)
(Entferntes Telefonklingeln)
Wir haben nix Verwertbares im ausgebrannten Transporter entdeckt.
Aber die haben wir in der N�he vom Brandort gefunden.
Diese Dosen stehen palettenweise bei den Velopunks rum.
Johanna soll DNA von s�mtlichen Kurieren nehmen.
Und die kommt ins Labor. - Auf welches Aktenzeichen?
Schreib's auf irgendeinen anderen Fall.
Auf meine Kappe.
Ich k�mmer mich drum.
Danke. - Bitte.
Hier.
Eddi. Mit Doppel-D.
(Lachen, ruhige Gitarrenmusik)
Kennst du Belugalinsen? - Klar.
Ich pack immer ein paar in die Ventilkappe rein,
dann schraub ich zu, die Luft entweicht,
dann ist der Reifen platt.
Wenn du erwischt wirst, ist es nicht mal Sachbesch�digung,
erst, wenn der SUV losf�hrt.
Zoe klemmt eine Warnung hinter den Wischer.
"Vorsicht, nicht losfahren."
Soll ja niemand zu Schaden kommen.
Schei�-SUVs, ich hasse SUVs, die rauben uns die Luft zum Atmen!
Das ist Mord! - Notwehr.
Okay.
Einmal.
Danke.
(Rei�verschlusssurren)
Na dann!
(mehrere:) Auf dich.
(Sie prosten sich zu.)
Cheers.
Sollen wir langsam? - Ja.
Leute, lasst uns losfahren.
Wer nimmt das Ghost-Bike? - Ich.
Wohin denn? - Wir ehren Marc.
Sind wir ihm schuldig.
Ich r�um noch bisschen auf. - Kann ich noch benutzen.
(Angespannte Musik)
(Scheppern)
(Angespannte Musik)
(Rattern, Scheppern)
(Angespannte Musik)
(Klappern)
Von Drogen keine Spur, auch nicht in den Haaren.
Marc Weinert war clean.
Sein Auftritt am Dienstagabend bei uns war pures Adrenalin.
Aber daran ist er ja nicht gestorben.
Nein.
Daf�r hat der Aufprall gesorgt.
Durch die hohe K�hlerlinie vom Transporter
wird sein Schl�sselbein, der Arm zersplittert,
zwei Rippen sto�en spitz durch das Bauchfell und treffen die Milz.
Es kommt zum Nierenarterienabriss und das Becken l�uft voller Blut.
Dazu kommt noch das komplexe Sch�del-Hirn-Trauma.
Ich hab das durchgerechnet.
Der Wagen muss ihn mit etwa 30 km/h getroffen haben.
Das entspricht einem Sturz aus etwa vier Metern H�he.
Wer macht so was? - Hass?
Pure Angst.
Medizinisch gesehen macht das keinen Unterschied.
Er war sofort tot.
(Gesang von drau�en)
# Das hab ich schon immer geahnt.
# Immer geahnt.
# Immer geahnt.
# Immer geahnt.
# Immer geahnt.
(Schniefen)
(Seufzen)
(Leiser Verkehrsl�rm)
Die Stra�e geh�rt denen ...
die ihre eigene Kraft einsetzen, um vorw�rtszukommen.
Die an ein anderes Miteinander glauben.
Die einander respektieren.
Und die aufeinander R�cksicht nehmen.
Wir denken an dich, Marc.
(schluchzt:) Mit Respekt.
(Japsen)
Wir denken heute an dich, Marc, mit Respekt.
Gemeinsam rufen wir: "Wenn ihr uns bedr�ngt, werden wir nicht weichen."
"Wenn ihr uns vom Rad holt, stehen wir wieder auf."
Wir sind viele und wir werden immer mehr.
Bitte verzeih uns, Marc.
Gute Reise.
Deine letzte gro�e Tour.
Und verpass Petrus nicht gleich am ersten Tag ein Kn�llchen.
(Ruhige Gitarrenmusik setzt ein.)
# Wie ein Sturm auf den Sonnenschein,
# immer h�ren wir unsere Waden schreien.
# Und wenn einmal der Abschied naht,
# sagen alle: "Das hab ich schon immer geahnt."
# Immer geahnt.
# Immer geahnt.
# Immer geahnt.
# Immer geahnt.
(leise:) # Immer geahnt.
(Rattern)
(Abwartende Musik)
(Musik wird rhythmischer.)
Ach nee, guckt euch das mal an. - Schei�autos.
Parken die einfach unsere Wege zu.
# Can I kick it? - # Yes, you can!
# Can I kick it? - Kette, komm!
# Yes, you can!
# Can I kick it? - # Yes, you can!
Kommt schon. - # Can I kick it?
# Yes, you can! (Johlen)
# Can I kick it? - # Yes, you can!
# Can I kick it? - # Yes, you can!
(Poltern)
(Johlen)
# Can I kick it? To all the people who can quest like a tribe does.
Was ist mit dir?
(Johlen, Poltern)
Sachbesch�digung. - Ist 'ne Straftat.
Na komm.
# Wipe your feet really good on the rhythm rug.
# If you feel the urge to freak, do the jitterbug.
# Come and spread your arms if you really need a hug.
Gro�e Schritte, Jo!
# A life filled with fun, that's what I love.
# A lower plateau is what we're above.
# If you diss us, we won't even think of.
# Will Nipper the doggy give a big shove?
# This rhythm really fits like a snug glove.
# Like a box of positives is a plus, love.
# As the Tribe flies high like a dove.
(L�ssige Musik)
# Can I kick it? - # Yes, you can!
# Can I kick it? - # Yes, you can!
# Can I kick it? - # Yes, you can!
# Can I kick it? - # Yes, you can!
(Martinshorn)
Polizei!
# Can I kick it? - # Yes, you can!
Komm schon!
(Rufe, Musik rei�t ab.)
Lena! - Bist du bescheuert?
Sachbesch�digung im Dienst,
durch nichts ist das gedeckt, durch gar nichts!
Die beobachten uns.
Sie sind festgenommen, Sachbesch�digung.
Das hat jetzt ein Ende, ich zieh dich raus, verstanden?
Lena ...
(Keuchen)
Ich bin ganz nah dran.
Ich hab das Tattoo bei einer Kurierin gesehen.
Die vertrauen mir.
Jemand von denen hat Marc umgebracht.
(Keuchen)
Schlag mich. Hau mir eine rein. Mach schon!
Lena ...
Deine neuen Freunde k�nnten sonst denken, wir kennen uns.
(Schmerzlaut)
(Husten)
Los, komm.
(L�ssige Musik)
Dich krieg ich.
Ja, you wish.
(Vergn�gte Laute)
(Schrei)
(Johlen)
(Lockere, l�ssige Musik)
Hier ist es.
Hier wohn ich.
Kommst du noch mit rein? Ich hab noch eine Flasche Wein, glaub ich.
Jop.
Ist hier so ein bisschen versteckt.
(Zirpen)
(Lachen)
Nicht schlecht, ha?
(Musik wird angespannter.)
(Scheppern)
Hereinspaziert. - Mhm.
Oh Gott, oh Gott, bist du okay?
Ja, ich bin okay. - Alles gut?
Ja. (Lachen)
Vorsicht.
Hier wohn ich.
Nur vor�bergehend.
Ich such mir was Besseres, jetzt, wo ich 'ne feste Stelle hab. - Mhm.
Okay. Hier ist ein bisschen Wein.
(Kichern)
(�chzen)
Was brauchen wir noch? �hm ...
Gl�ser hatte ich auch irgendwo. Oh.
Pass auf. (Lachen)
(Lockere Musik setzt ein.)
Hast du 'n Topf?
Haha.
(Musik klingt voller.)
Ah, warte, Gl�ser. Die hab ich auch irgendwo. Hier.
(Seufzen)
(�chzen) Zum Wohl.
Prost.
Mmh.
(Wohliges Seufzen)
Wir schlie�en bald.
Was?
Wegen Marcs Tod? - Der Laden rentiert sich nicht.
(Lockere Hintergrundmusik)
Ich hatte das Gef�hl, er boomt total.
M-m, hat noch nie richtig was abgeworfen.
Bringt ihr deswegen
verschreibungspflichtige Medikamente unters Volk?
(Lockere Hintergrundmusik)
Die Sushis schmecken richtig schei�e.
(Auflachen)
Unser Traum war einfach nur Fahrradfahren.
Oh, sorry.
Einmal die Unterschrift.
(D�stere Musik)
Danke, tsch�ss.
(D�stere Musik)
(Musik wird unbehaglicher.)
(Schweres Ausatmen)
Es gibt eine M�glichkeit, Timo zu operieren.
Ich find's eh so krass, wie du das machst,
Kinder sind ... - Red nicht so bescheuert.
Sorry.
Entschuldige.
Eine Klinik in Z�rich hat Erfolge erzielt
in der Umleitung von Nervenbahnen.
Und Timo kommt f�r eine Behandlung infrage.
(Angespannte Musik)
Bezahlt so was eine Versicherung? - Privat-OP in der Schweiz? Nee.
Wir haben keine Zeit mehr,
weil 1,5 Jahre nach dem Unfall sind die Nervenenden nicht mehr ...
aktivierbar, wei�t du?
Man w�rde alles f�r die tun, oder?
Hast du Kinder?
Zwei.
Ah ... - Sind beim Vater.
Tut das weh?
Mh, sind gut aufgehoben.
Wieso hast du das nicht gesagt? (R�uspern)
Ich dachte, das ist egal. - Nee, ist nicht egal.
Mit zwei Kindern kriegst du einen Bonus bei uns.
Hm?
Ja. Bin nicht so gut in so was.
Und worin bist du dann gut?
(Angespannte Musik)
Marc wusste gar nicht, was er da ausf�hrt, oder?
Nee, der war noch nicht lang genug dabei.
Ich mein, der wurde direkt vorm Polizeipr�sidium umgefahren,
vielleicht hat er Anzeige erstattet oder so was.
Der war so durcheinander, als er an dem Abend in der Homebase ankam.
Bei seiner letzten Tour sah er, was in der Umverpackung war.
Sashimi Spezial. - Mann, ey.
Das war doch nur ein kleiner, dummer Fehler.
Ja.
Ich hab auch einen dummen Fehler gemacht.
Und jemand anders musste die Konsequenzen tragen.
Ich kann nicht aufh�ren, da dran zu denken.
Gegen denken hilft nur fahren.
(Angespannte Musik)
Wenn man's nicht mehr r�ckg�ngig machen kann, das ist das Schlimmste.
Ich finde nicht mehr raus.
(Zirpen)
Marc hat das Tablet vom Tisch genommen.
Und da war alles drauf. Die Namen, die Adressen der Kunden.
Die Summen, die Banktransfers zu einem bestimmten Konto.
(Seufzen)
(Angespannte Musik)
(Weiterhin angespannte Musik)
(Musik wird unbehaglicher.)
Wer ist gefahren? Wer war es?
Ist das jetzt ein Verh�r?
(Lautes Lachen)
(Seufzen)
Hast du auch so ein Tattoo? - Mhm, wir haben alle eines.
Lass gucken.
Wir wissen, wie der Hase l�uft. - Aha.
Oh Gott. - Wie l�uft denn der Hase?
Er schl�gt Haken. - Ah.
Damit man ihn nicht bekommt.
(Knarzen)
(Telefon klingelt.) Willst du auch eines?
(R�uspern)
Geh ruhig ran.
Nee. Ich muss los.
Okay. Ich seh dich morgen.
Ja.
Komm gut nach Hause. - Bye.
(T�r f�llt zu, angespannte Musik.)
Ja, ich bin's. Ich glaub, hier spioniert jemand rum.
Ich hab eine Fehlermeldung "Daten- tr�ger nicht richtig ausgeworfen."
Ruf mich an, wo bist denn du?
(Angespannte Musik)
Morgen!
Morgen. - Wollen Sie auch Kaffee?
Zoe hat gestern Nacht gegen�ber Johanna
ein Teilgest�ndnis abgelegt.
Sie braucht Geld f�r die Behandlung ihres Sohnes.
Ich ruf Breising an. Wir lassen den Laden hochgehen.
Sie nehmen gar nichts mehr hoch, Frau Odenthal.
Laborproben werden beauftragt, Kennzeichen abgeglichen,
das Verkehrsdezernat hat von all dem keine Ahnung!
Ich kann das erkl�ren.
Sie haben eigenm�chtig die Ermittlungen an sich gerissen.
Und das gegen meine ausdr�ckliche Anweisung.
Herr, �h ... - Langenkamp.
Ja. Einsammeln, Herr Langenkamp.
Ich m�chte alle Ermittlungsakten auf meinem Tisch.
Marc Weinert wurde von seinem Kollegen �berfahren.
Das k�nnen wir beweisen? - Ich denke, ja.
Sobald wir die Daten aus dem Firmencomputer ausgewertet haben.
Was f�r Daten, ha?
Die Bewegungsprofile der Kuriere vom Dienstagabend.
(Angespannte Musik)
Interne Firmendaten.
Und ... wie haben Sie sich die beschafft?
Ha? - Das ... das war nicht ganz leicht.
Ich hab die besorgt.
Dann �bernehmen Sie die alleinige Verantwortung?
So ist es.
(Telefon klingelt.)
Na sch�n.
Holen Sie Frau Stern zur�ck, egal, wie krank sie ist!
Sie �bernimmt ab sofort die Leitung dieser Abteilung.
(T�r wird geschlossen.)
Ich will das nicht glauben. - Wer denn sonst?
Ich bin einmal kurz raus.
Als ich zur�ckkam, stand Jo hier,
um sich Musik runterzuladen. - Und die Kamera?
Schei�e, es tut mir leid, ich h�tt besser aufpassen sollen.
H�r auf, zu lachen.
Du warst noch nie gut in so was.
Ich hab gleich gesagt, Jo ist ein Risiko.
Wir ziehen das jetzt durch, f�r Timo.
Wir brauchen das Geld f�r die OP jetzt.
Guten Morgen.
Dienstbeginn ist eigentlich um acht.
Sorry, wurde etwas sp�t gestern. - Das geht so nicht.
Es kommt nicht wieder vor. - Deine erste Fuhre wartet.
Das ist nicht meiner. - Heute schon.
Alles klar. Bis sp�ter.
Sie muss uns jetzt helfen.
Kacke, dieser Job war alles, was ich je wollte.
Halt mal den Ball flach.
Genau genommen hab ich nichts damit zu tun.
Ich bin ja nur eine Schreibkraft.
Ich bin eine kleine Schreibkraft.
Du h�ttest den Stick nicht �bergeben sollen.
Wie weit warst du mit der Auswertung?
F�nf Kuriere waren am Abend von Marcs Tod im Disponentenb�ro.
F�nf, okay. Woher kam er? Was war seine letzte Tour?
Leuschnerstra�e 8.
Zeig mal.
Sicher?
(Angespannte Musik)
(Tiefes Atmen)
(Klacken)
Ja, S��e. Ich hol die Kids von der Kita ab. - Hallo.
Das war das letzte Mal, dass ich geholfen hab.
Ich geb Ihnen einen guten Rat.
Verlassen Sie die Stadt. Machen Sie alles dicht und verschwinden Sie.
Sagen Sie mal, wo ist denn dieser Stick, von dem Sie gesprochen haben?
(Knarzen)
Wie konnte ich mich nur mit Ihnen einlassen?
Hm.
Aber das war's.
Ich ...
Ich mach einen Entzug. - Das find ich gut.
Das finde ich sehr vern�nftig.
Kurt.
Aber du wei�t, wenn irgendwas hiervon an die �ffentlichkeit gelangt,
wird's schwer, dass du dich h�ltst als leitender Polizeidirektor.
(T�rglocke)
Lieferung f�r Halseyer.
(D�stere Musik)
Die ...
Die Wohnung geh�rt meiner geschiedenen Frau.
Also ist die Lieferung nicht f�r Sie?
Doch, doch, gib her. Ist schon richtig.
Ts. Velopunks.
Quittieren.
Bist neu, oder?
Ja. Erst ein paar Tage.
Und? Macht's Spa�?
Voll. Man sieht immer was Neues.
Fahrrad fahren ist ja auch gesund.
Hab ich auch viel gemacht, als es mir noch besser ging.
Sollten Sie mal wieder machen. - Na dann.
(Unruhige Kl�nge)
Ist ein Abschiedsgeschenk.
Meine Beamtinnen sind gut in dem, was sie tun.
Ein Mensch ist umgekommen, das wird aufgekl�rt werden.
Du bist der leitende Polizeidirektor.
Also ... leite.
(Unruhige Kl�nge)
(Haust�r f�llt ins Schloss.)
Marc trifft den Polizeidirektor an diesem Tag zweimal.
Zuerst bei der Lieferung nach Hause
und dann zwei Stunden sp�ter, als er sich im Pr�sidium
selbst anzeigen will.
Da sieht er den Breising schon wieder.
Da ist im klar, er ist bei der Polizei nicht sicher.
(Unruhige Kl�nge)
(Handy vibriert.)
Alter, was soll das?
Hey!
(Poltern, �chzen)
(Unbehagliche Musik, Motor startet.)
Wenn Breising zur�ck ist, soll er sich dringend melden.
Hast du sie erreicht?
Und Johannas Fahrrad bewegt sich auch nicht mehr.
(Keuchen)
Hallo?
(Poltern) Hey!
(lauter:) Hallo?
Hey!
H�rt mich jemand?
(Poltern)
Ist da jemand?
Hey? Hallo!
(Poltern)
Hallo?
(Poltern)
(Handy klingelt.)
(Das Klingeln stoppt.)
(Poltern)
Ist da jemand?
Hey!
(St�hnen)
(Angstvolles Keuchen)
(Japsen, Klinge wird eingezogen.)
(Keuchen)
Danke.
Warte.
Warte!
Quiet.
(Seufzen)
Hey, warte.
(leise:) Fuck.
Und in der Notaufnahme?
Was ist mit den �berwachungskameras?
Hier und hier.
Danke. - Gern.
(Angespannte Kl�nge)
(Staubsauger von drau�en)
May I use your phone?
Your mobile. Please.
Hey!
(Staubsaugersurren)
Your phone. Just one call. Please!
(lautlos:) No.
20 Euros.
Just one call.
(Staubsaugersurren)
Yes.
(Entferntes Hupen)
Sie kann den Laden f�r dich weiterf�hren.
Die Kuriere vertrauen ihr.
(Schmatzen)
Niemand ist so gut wie du.
Sie schon.
Sie ist so, wie ich mal war.
Lass mich raus, bitte.
(Schmatzen)
Du bist dir sicher, dass sie sauber ist, ja?
Okay.
Stell dir vor, deine Tarnung fliegt auf und du wirst festgehalten.
Was w�rdest du tun? - Mich bemerkbar machen.
Mir ein Telefon besorgen. - Wen rufst du an?
Meine Dienststelle. (Telefon klingelt.)
Warte mal.
Was, wenn das 'ne Falle ist?
Vielleicht wollen sie Johanna testen,
auf welcher Seite sie steht.
(Telefon klingelt.)
(Freizeichen)
(Handy klingelt.)
"Endlich. Ich wurde vom Rad geholt."
"Sie haben mich abgefischt."
"Ich wei� nicht, wer, die sprechen kein Deutsch."
"Ich brauch deine Hilfe." - Wo bist denn du?
"Keine Ahnung, Industriegebiet, Gewerbegebiet, ich ..."
(Seufzen)
(Angespannte Musik)
(Entferntes Martinshorn)
Warum geht ihr nicht ans Telefon? Habt ihr eine Pizza am Horchlappen?
Die Ergebnisse vom DNA-Abgleich sind da.
(Angespannte Musik)
Alles in Ordnung. - Das ging aber schnell.
(Klinge wird eingezogen.)
(D�stere, unbehagliche Musik)
Wir mussten sicherstellen, dass wir uns auf dich verlassen k�nnen.
Ben geh�rt Velopunk.
Ich dachte, ihr seid ein Kollektiv.
Das waren wir mal.
Ist was dazwischengekommen.
Ich hab vorgeschlagen, dass du den Laden �bernimmst.
Was?
Ich?
Wir haben alle gefragt, sie lieben dich.
Das kommt jetzt echt �berraschend f�r mich.
Das ist eine Chance.
Und Timo? - Kommt mit mir und Theo.
Die Schweiz.
(Rascheln)
Du wei�t ja, wie der Hase l�uft.
(Rascheln)
Das ist deine erste Tour.
Und das ist eine kleine Extragratifikation.
Daf�r strampel ich bis nach K�ln. - So weit musst du gar nicht.
(Angespannte Musik)
Es gibt ein Match zwischen der Dose am Tatwagen
und den Bechern, die wir eingesammelt haben.
(Angespannte Musik)
(Keuchen)
(Quietschen)
Ich red nicht mit der Polizei. - Mhm.
Was ist denn hier los?
Vollz�hlig?
Alle bis auf Kette, aber das l�uft schon.
Und Herr Menz.
Aber der hat sich ja f�r den Tatabend
ein felsenfestes Alibi besorgt.
"Marc hat das Tablet vom Tisch genommen,
da war alles drauf."
"Die Namen, die Adressen der Kunden, die Summen."
"Die Banktransfers zu einem bestimmten Konto."
(Seufzen in der Aufnahme)
Wie sind Sie da rangekommen?
Meine Kollegin Johanna.
Jo. - Oh nee.
Wie? Unsere Jo?
Anders als meine Kollegin hat Marc eine Weile gebraucht,
dahinterzukommen, was die Velopunks so ungemein erfolgreich macht.
Genau genommen bis Dienstagabend.
Er fand in einer Lieferung die gleichen Pflaster,
die seine Mutter intus hatte, als sie aus dem Fenster gesprungen ist.
Marc war auf 180.
Um 17.11 Uhr unterbricht er seine Tour
und f�hrt hier in die Homebase.
Sie alle waren hier.
Er nimmt das Tablet, DAS Beweismittel.
War klar, wohin er damit wollte.
Einer von Ihnen musste ihn aufhalten.
Einer, f�r den das hier das Leben ist.
Marc kannte von allem den Preis bis hinters Komma,
aber von nix den Wert.
Der wollte alles plattmachen, der war so in seiner Wut gefangen.
Dass wir uns auf die Drogenlieferung eingelassen haben, war falsch.
Aber wir w�ren alle arbeitslos.
Ich wusste nicht, wie ich sonst das Geld
f�r Timos Behandlung verdienen soll.
Die Sache ist aus dem Ruder gelaufen.
Dann hat er gesagt: "Ich mach euch fertig, ihr Schei�freaks."
"Das ist das Ende."
Er hatte recht, das w�re das Ende von allem gewesen.
Gewerbsm��iger Handel mit Bet�ubungsmitteln.
Drei Jahre, f�nf?
Wir haben die Dose gefunden im Pf�lzerwald
mit Ihren Fingerabdr�cken.
Dort, wo der Transporter ausgebrannt ist.
Alle Spuren mussten verwischt werden.
(Seufzen)
Ich hab die Aufzeichnungen der Scanner gel�scht.
Ich hab das Tablet und die Helmkamera an mich genommen.
Einer von Ihnen hat das Tablet, DAS Beweismittel, versteckt.
(Nachdenkliche Musik)
Da war alles drauf.
Touren, Zahlungsbewegungen, Kundschaft.
Eine Katastrophe, wenn das Tablet in die H�nde der Polizei gefallen w�r.
(Nachdenkliche Musik)
Hallo.
Ich br�uchte ein Handy. - Mhm.
(Angespannte Musik)
(Durchatmen)
Mag sein, dass Sie alle hier waren.
Au�er Menz.
Der hat einfach nur den Schl�ssel auf den Tisch gelegt.
Bleibt also nur eine Frage.
Ich bin gefahren. Der war eh ein Vollidiot, ich konnte den nie ab.
Glauben Sie ihm nicht.
Mach dich nicht l�cherlich, das war eine Sache zwischen dem und mir.
Eddi. - Was?
Ich.
Ich bin durch die Innenstadt gefahren, viel zu schnell.
Ich hatte Panik.
Ich hatte total Angst, dass wir ihn nicht mehr finden.
Dann bin ich in die Wittelsbacher Stra�e eingebogen,
und pl�tzlich schie�t er aus dem Geb�ude vor.
Es war ein Unfall.
Ein tragischer Unfall.
�berh�hte Geschwindigkeit, ja.
Ich hatte den Wagen nicht mehr unter Kontrolle.
Pfff, Fahrerflucht, unterlassene Hilfeleistung,
daf�r ... - Ich sa� am Steuer.
"Regelt das",
hat Ben gesagt.
Wer war alles dabei?
(Seufzen)
Wir waren alle im Wagen.
Wir sind ihm hinterhergefahren, ich wollte mit ihm reden.
Ich hab das verstanden, es war ...
ein Schock f�r ihn, weil das mit seiner Mutter ...
Weil seine Mutter wegen der Drogen, die Sie unters Volk bringen,
jetzt im Rollstuhl sitzt.
Im Rollstuhl.
Genau wie Ihr Sohn.
Ja.
Er war pl�tzlich vor mir auf der Stra�e,
sein Fahrrad.
Er dreht sich um, sieht mich an.
Ich hab versucht zu bremsen, aber war zu nah dran.
(Handy vibriert.)
Ja?
Johanna!
Johanna? Geht's dir gut?
Ich hab das Tablet, jetzt geht es diesem Menz an den Kragen.
"Geh nicht zu Breising, das ist wichtig."
"Geh direkt zur Staatsanwaltschaft." - Ich wei�, was du meinst.
Herr Polizeidirektor?
Wo ist sie? - Wer genau?
(laut:) Frau Stern!
Ich m�chte Frau Stern sprechen. Sagen Sie nicht, sie ist krank.
Ha?
"Die letzte Drogenlieferung von Marc ging an Breisings Adresse."
Fuck, es ist Menz, er ist hinter mir.
Ich fahr die Ludwigstra�e Richtung Pr�sidium.
(Angespannte Musik)
Shit.
(Angespannte, dynamische Musik)
(Angespannte, dynamische Musik)
(Reifenquietschen)
Stehenbleiben. - Wir kennen uns.
Wir lernen uns noch viel besser kennen.
Was wollen Sie machen? Schie�en?
(Angespannte, dynamische Musik)
(Reifenquietschen)
(Reifenquietschen)
(Knall)
(Zischen, Musik verklingt.)
Waffe!
Herr Menz.
Nehmen Sie die Waffe runter.
Herr Menz.
Menz, die Waffe runter. - Seien Sie vern�nftig.
Ist doch zu sp�t. Hier, nehmen Sie die Tasche.
Menz, Waffe weg! (Schuss)
(Keuchen)
Alles in Ordnung, Frau Stern?
Er h�tte die Waffe noch runtergenommen.
Das hab ich anders gesehen. - Menz war in Ihrer Wohnung.
Der Polizeidirektor hat als Lockvogel gedient.
Seine Erkrankung lieferte die perfekte Legende.
Ich hab gesagt, ich h�tte mir im Krankenhaus
eine Schmerzmittelabh�ngigkeit zugezogen,
dass ich dringend Fentanyl br�uchte, Menz biss an.
Ich hab ihn mit unwichtigen Informationen versorgt.
Verkehrskontrollen, Hausdurchsuchungen.
Im Gegenzug daf�r haben wir handfeste Beweise bekommen.
Das war alles mit der Staatsanwaltschaft abgesprochen?
Manchmal muss es eben schnell gehen.
Aber wem sag ich das?
Ich konnte ja selbst den Kollegen erst im Nachhinein informieren.
Das hat mir wehgetan, nichts sagen zu k�nnen,
als Sie in meiner Wohnung standen.
Ich bin mir sicher,
das Disziplinarverfahren gegen Sie kl�rt alles auf.
Was denn f�r ein Disziplinarverfahren?
Ich hatte von dem Einsatz der Kollegin Stern
selbstredend Kenntnis.
Das Ganze war eine konzertierte Aktion von K1, Verkehr-
und Drogendezernat.
Ich kann keine Verfehlung erkennen.
Im Gegenteil.
Ich m�chte mich ausdr�cklich f�r Ihren Einsatz bedanken,
der weit �ber das hinausging,
was man normalerweise von Beamten erwarten darf.
Sie glauben nicht, wie erleichtert ich bin.
Lassen Sie uns gest�rkt und stolz auf die gemeinsamen Erfolge
nach vorne blicken.
(Entferntes Martinshorn)
(Martinshorn n�hert sich.)
(�chzen)
Er hat ihn erschossen?
Die einzige Person, die ihm h�tte gef�hrlich werden k�nnen.
(Seufzen)
Er hat dir das Leben gerettet.
Ich hab dem in die Augen geguckt in seiner Wohnung.
Der hat sich ertappt gef�hlt.
Wir m�ssen's ihm erst beweisen k�nnen.
Welcome back.
Jo.
Tut mir leid f�r den Haken. - Der hat ganz sch�n gesessen, du.
Ich wusste gar nicht, dass du das kannst.
(Dynamische Musik)
SWR 2025
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