Afrikaans
Akan
Albanian
Amharic
Arabic
Armenian
Azerbaijani
Basque
Belarusian
Bemba
Bengali
Bihari
Bosnian
Breton
Bulgarian
Cambodian
Catalan
Cebuano
Cherokee
Chichewa
Chinese (Simplified)
Chinese (Traditional)
Corsican
Croatian
Czech
Danish
Dutch
Esperanto
Estonian
Ewe
Faroese
Filipino
Finnish
French
Frisian
Ga
Galician
Georgian
German
Greek
Guarani
Gujarati
Haitian Creole
Hausa
Hawaiian
Hebrew
Hindi
Hmong
Hungarian
Icelandic
Igbo
Indonesian
Interlingua
Irish
Italian
Japanese
Javanese
Kannada
Kazakh
Kinyarwanda
Kirundi
Kongo
Korean
Krio (Sierra Leone)
Kurdish
Kurdish (Soranî)
Kyrgyz
Laothian
Latin
Latvian
Lingala
Lithuanian
Lozi
Luganda
Luo
Luxembourgish
Macedonian
Malagasy
Malay
Malayalam
Maltese
Maori
Marathi
Mauritian Creole
Moldavian
Mongolian
Myanmar (Burmese)
Montenegrin
Nepali
Nigerian Pidgin
Northern Sotho
Norwegian
Norwegian (Nynorsk)
Occitan
Oriya
Oromo
Pashto
Persian
Polish
Portuguese (Brazil)
Portuguese (Portugal)
Punjabi
Quechua
Romanian
Romansh
Runyakitara
Russian
Samoan
Scots Gaelic
Serbian
Serbo-Croatian
Sesotho
Setswana
Seychellois Creole
Shona
Sindhi
Sinhalese
Slovak
Slovenian
Somali
Spanish
Spanish (Latin American)
Sundanese
Swahili
Swedish
Tajik
Tamil
Tatar
Telugu
Thai
Tigrinya
Tonga
Tshiluba
Tumbuka
Turkish
Turkmen
Twi
Uighur
Ukrainian
Urdu
Uzbek
Vietnamese
Welsh
Wolof
Xhosa
Yiddish
Yoruba
Zulu
Untertitel: WDR mediagroup digital GmbH im Auftrag des MDR
* Musik *
Marie
Fritz
Nussknacker
* Musik *
Los, komm, wir sind spät dran.
Na und? Zu Hause müssen wir doch bloß warten.
Frohe Weihnachten. - Fröhliche Weihnachten.
Glaubst du, ich kriege heute mein Schwert?
Hast du es auf deinen Wunschzettel geschrieben? - Ja, ganz groß.
Wenn ich das kriege, bin ich unschlagbar.
Major Fritz. (lacht)
Ah.
Hey Kleiner.
Treffer versenkt.
Steine? - Ja.
Warum legt ihr euch nicht mit jemandem von eurer Größe an?
Was willst du?
Treffer versenkt.
Los, wer zuerst zu Hause ist.
Frohe Weihnachten.
Erster.
(lacht)
Gewonnen.
Fritz! - Major Fritz, wenn ich bitten darf.
Ergib dich!
Niemals!
Das wird dein Untergang. - Nein, deiner.
Wo wart ihr?
Ich warte seit 1 h auf euch.
Benimmt sich so eine große Schwester, eine Erwachsene?
Nein, Mama.
Wir... - Nicht wir.
Du bist diejenige, die aufpassen soll.
Die und auf mich aufpassen! - Wir beide sprechen uns gleich.
Wir wurden von einer Bande überfallen.
Ich will deine Geschichten nicht mehr hören, Marie.
Was hast du da?
Was ist passiert? - Es stimmt, die hatten Schneebälle.
Na ja.
Ist ja nicht so schlimm.
Ist ja nur der Heilige Abend. - Da seid ihr ja.
Ihr beiden Rumtreiber.
Ich bin gespannt, was das Christkind euch wohl bringen wird.
Wenn ich mich wie eine Erwachsene benehmen soll,
braucht ihr nicht mit mir zu reden, als sei ich ein Kind.
Was habt ihr ausgefressen?
Meldung, Major Fritz. - Ein Hinterhalt.
Truppenstärke?
300.
Gegnerische Geschütze? - Schneebälle.
Oh, das klingt gefährlich.
Ist das deine Standpauke? - Gern geschehen.
Als ich so alt war wie du, hatte ich keine Zeit für diese Kindereien.
Da hat eure Mutter recht.
Wir haben nur an eins gedacht:
tanzen.
(lachen)
Und jetzt weggetreten, bis die Glocke läutet. Alle beide.
* Klopfen *
Kann ich reinkommen? - Nein.
Was ist denn?
Was machst du?
Du sollst dich doch fertig machen. - Und du?
Gleich.
Deine Figuren sind langweilig.
Wenigstens sehen sie nicht alle gleich aus.
Ich bekomme bestimmt die Artillerie mit Kanonenkugeln. - Langweilig.
Du bist langweilig.
Meine Zinnsoldaten können es locker mit... - Leiser.
(ächzen)
Guck mal, es schneit.
Ah.
Gib auf.
Ich kapituliere.
Ich kann dich nicht hören.
Du hast gewonnen!
Ja.
Was hast du gemacht?
Oh nein.
Ich habe doch gesagt, du sollst nicht ins Zimmer.
Wollen wir schon mal nach dem Weihnachtsbaum gucken? - Nein.
Dann kriege ich wieder den Ärger.
Wir warten.
(flüstert) Los.
* Tür wird geöffnet *
(schreit auf)
Ihr seid es, da ist eine Ratte, geht.
(lacht)
Aber Alfred, das ist doch nur eine kleine, niedliche Maus.
Was ist denn hier los?
Ah ja.
Was macht ihr hier unten?
Ihr solltet euch umziehen.
Da ist eine Maus.
Alfred?
Seit wann haben wir Mäuse? - Keine Angst, die kriege ich.
Nichts da, ihr geht nach oben und zieht euch um.
Da bleibt ihr, bis wir euch rufen. Haben wir uns verstanden?
* Musik *
* Glöckchen klingeln *
Oh.
(Vater stimmt Ton an)
# O Tannenbaum,
o Tannenbaum,
wie grün sind deine Blätter.
Du grünst nicht nur zur Sommerzeit,
nein, auch im Winter, wenn es schneit.
O Tannenbaum,
o Tannenbaum,
wie grün sind deine Blätter. #
Schau mal, von Onkel Drosselmeier.
# O Tannenbaum, o Tannenbaum,
du kannst mir sehr gefallen.
Wie oft hat nicht zur Weihnachtszeit
ein Baum von dir mich hoch erfreut.
O Tannenbaum. #
Fröhliche Weihnachten, Kinder.
Frohe Weihnachten.
Ein frohes, gesegnetes Weihnachtsfest.
Frohe Weihnachten.
Spann sie nicht länger auf die Folter.
Dürfen wir?
Auf.
Ja.
(flüstert unverständlich)
Husaren!
Danke.
Boah.
Eine Kanone.
Mein Schwert!
Jetzt bist du unbesiegbar.
Gefällt es dir?
Sehr schön.
Komm.
Irgendwann wird es dir gefallen.
* Glockenläuten *
(schreit auf)
Fröhliche Weihnachten, meine Lieben.
Onkel.
Da bist du ja endlich.
Da ist er ja. Und schwer ist er geworden.
Ohne Spektakel geht es wohl nicht. - Niemals.
Er kann es nicht lassen. Schön, dass du hier bist.
Punsch? - Hat der Arzt mir leider verboten.
Aber wer hört denn schon auf die?
Nicht wahr, Herr Medizinrat?
Onkel.
Ich komme gleich.
Fröhliche Weihnachten. - Frohe Weihnachten.
Fröhliche Weihnachten.
Was hast du unter dem Tuch?
Was?
Ach das.
Ja.
Was kann das wohl sein? - Sag schon.
(räuspert sich)
Werte Familie Stahlbaum.
Hocherfreut und ein wenig mit Stolz
präsentiere ich euch
das Zuckerland.
Anselmus, wie schön.
Achtung.
Und jetzt?
* Spieluhr-Musik *
Gefällt es euch?
Es ist wunderschön.
Da hast du dich selber übertroffen.
Wie sagt man, Kinder?
Danke, lieber Onkel. - Danke.
Liebend gerne.
Mach mal, dass der die Richtung wechselt.
Fritz, das geht leider nicht.
Und der? Kann der da hochgehen?
Das geht auch nicht.
Geht denn gar nichts anderes? - Fritz.
Fritz, das ist Mechanik. An sich ein Wunder.
Das Abendessen ist angerichtet. - Danke.
Jedes Rädchen hat seine Aufgabe.
Wenn du willst, kann ich dir das genau erklären. - Später.
Fritz, komm.
Das ist die Zuckerfee.
Das Essen ist angerichtet.
Kommt ihr beide?
Ja.
Sag mal, das mit diesem Kasten da, wie hast du das wieder gemacht?
Ein Kollege schickt mir immer die neuesten Veröffentlichungen.
Inspirierend und faszinierend zugleich,
wie rasend schnell sich alles entwickelt.
(Vater) In der Medizin geht das genauso. - Wie erfreulich.
(Vater) Es muss nur alles koordiniert werden.
Jetzt, wo der Krieg vorbei ist...
Was bist du denn für ein komischer Kerl?
(Mutter) Überall Veränderung und Neubeginn.
(Vater) Hast du noch immer nichts von deinem Neffen Friedrich gehört?
(Onkel Drosselmeier) Nein.
(Mutter) Es ist traurig, dass wir hier an Weihnachten beisammensitzen
und Friedrich wird immer noch vermisst.
Dabei ist der Krieg schon so lange vorbei.
Ich habe so ein Gefühl, dass ich bald etwas hören werde.
Ah, Marie, du hast den Nussknacker gefunden.
Können wir...
Guckt euch diese riesigen Zähne an.
Ja.
Nicht 2. - Das hält er schon aus.
Ist schließlich auch ein Soldat.
Und...
Jetzt will ich.
Nee, Fritz, ich will. - Marie, lass ihn doch.
Nimm ihn, du Nervensäge.
Nicht die Kanonenkugeln.
Oh Gott.
Was hast du gemacht?
Der kann nicht mal eine lumpige Kanonenkugel abwehren.
Ist das dein Bräutigam? Liebespaar, küsst euch mal.
Jetzt hast du übertrieben, Fritz.
Entschuldige dich bei deinem Onkel.
Es tut mir leid.
Mhm.
Ist schon gut. Du hast es nicht besser gewusst.
Kleiner?
Hast du gerade "Kleiner" gesagt?
Redest du mit mir?
Treffer versenkt.
Ah, der Herr Major.
Was willst du?
* Musik *
Hier bist du sicher.
(Mutter) Zeit fürs Bett, Marie.
Ich komme.
* Tür wird geöffnet *
* Dumpfes Knarren *
* Musik *
* Türquietschen *
* Windheulen *
* Musik *
(Maus fiepst)
* Musik *
Jetzt passe ich auf dich auf.
Hast du dich gerade gerührt?
Wie schön es wäre, wenn du lebendig wärst.
Ich würde auf dich aufpassen.
Und du auf mich.
* Uhrenschlagen *
Onkel.
Was machst du denn hier?
* Uhrenschlagen *
* Spieluhr-Musik *
(Mäuse fiepen)
* Musik *
Du findest mich also klein und niedlich.
Wer bist du?
(stottert) W..., w..., wer ist jetzt klein und niedlich?
Mit deinen niedlichen Löckchen und deinen niedlichen Pantöffelchen.
Wo ist er?
Antworte!
Ich weiß nicht, wen du meinst.
Dein neuer Freund.
Wo hast du ihn versteckt? - Rühr sie nicht an, Mauserinks!
Da ist er ja.
Wo hast du dich versteckt?
In einem Nussbaum?
Ich habe auf den richtigen Moment gewartet.
Das nennst du den richtigen Moment?
Schau dich mal an, du zahnloser Holzklotz.
Willst du mit nur einem Arm kämpfen?
Ein Arm ist alles, was ich brauche.
Ich wusste, dass ich einfaches Spiel haben werde,
aber dass es so einfach wird?
Freu dich nicht zu früh, Mauserinks.
König Mauserinks!
König Mause... dreck!
Mit seinem staubigen Königreich hinter den Dielen.
Bald habe ich ein neues Königreich, kein Staub, nur Zucker.
Klingelt da was?
Nussknacker.
Du bist lebendig.
Marie. - Pass auf!
Mit der Ratte werde ich fertig.
Nicht schlecht. Aus welchem Holz bist du denn geschnitzt?
Buche, Eiche, Birke?
Gib doch endlich auf, dann kann ich dich endlich
von deinem elenden Dasein
erlösen.
Niemals.
Soldaten!
Tapfere Untertanen hast du, muss ich schon sagen.
Hast du noch letzte Worte zu deiner kleinen Freundin?
Wenn ich mit dir fertig bin,
bist du nichts weiter als ein Haufen Sägespäne.
Herr Stahlbaum!
Alfred, was ist denn los? - Ihre Tochter.
Oh Gott, Marie.
Holen Sie meinen Mann. - Jawohl.
Marie.
Marie, wach auf, Marie.
Marie.
Wo sind die Mäuse? - Welche Mäuse, Marie?
Was ist denn hier passiert? - Papa, die großen Mäuse...
(schreit auf)
Du bist verletzt.
Karl, glaubst du, dass sie eine Schlafwandlerin ist?
* Spieluhr-Musik *
Marie.
Liegst du bequem?
Ja.
Ist gut.
Kannst du dich an gestern Nacht erinnern?
An Geräusche.
Mäuse, ganz viele Mäuse.
Die haben gekämpft.
Wer hat gekämpft?
Die Mäuse?
Nein.
Der Nussknacker und eine riesige Maus.
Pst.
Du bist krank, Marie, du hast Fieber.
Du brauchst jetzt Ruhe.
Es ist wahr, Papa.
Marie, das ist ein Traum.
In einem Traum vermischen wir die Sachen, die wir erlebt haben.
Es war kein Traum.
Schau mal, gestern habt ihr doch eine Maus gesehen.
Und Fritz hat mit seinen Soldaten Krieg gespielt.
* Klingeln *
Dann habt ihr noch diesen Kasten bekommen.
Das alles hat sich im Traum vermischt.
Jetzt ruhst du dich erst mal aus,
und dann sieht alles schon weniger schlimm aus.
(Mutter) Sie lag verletzt vor der Vitrine,
alles war voller Glas.
Karl hat ihr 3 Scherben aus dem Arm gezogen.
Jetzt redet sie wirres Zeug von Mäusen.
Ich will mir nicht vorstellen, was noch hätte passieren können.
Du warst auch da bei dem Kampf. - Ein Kampf?
Habe ich gewonnen? - Nein.
Du hast nichts gemacht, du hast nur zugeschaut.
Von der Uhr aus.
Ah, da ist er ja.
Ich hab ihn gestern hier liegen lassen.
Irgendwann vergesse ich noch, meine Hosen anzuziehen.
* Spieluhr-Musik *
Onkel. - Marie.
Geht es dir besser? - Ja.
Es tut mir leid.
Ich wollte nicht gemein zu dir sein.
Warst du nicht.
Eine gewisse Ähnlichkeit mit der Uhr kann ich in der Tat nicht leugnen.
Soso, eine riesige Maus also.
Nein.
Es war nur ein Traum.
Ich kenne da eine Geschichte mit einer Maus,
die ich vor langer Zeit gehört habe.
Ich hole die anderen, ja? Ja.
Also.
In einem fernen Königreich
wohnte die wunderschöne Prinzessin Pirlipat
mit ihren Eltern in einem großen Schloss.
Eines Tages lud der Vater zum Festmahl.
Alle waren geladen.
Könige.
Fürsten.
Edelleute.
Und alle freuten sich auf die schmackhaften Würste,
für die die königliche Hofküche berühmt war.
Doch kurz vor dem Fest
kam die gierige Mausekönigin mit ihren 7 Söhnen aus ihrem Versteck.
Sie fraßen den ganzen Speck, der für die Wurst bestimmt war.
Das Essen schmeckte fad,
und der König blamierte sich fürchterlich vor seinen Gästen.
In seiner Wut ließ er seinen Hoferfinder,
nennen wir ihn der Einfachheit halber Drosselmeier...
(lacht)
...eine Mausefalle erfinden.
Nach und nach
tappten die Mäuse hinein und fanden einen jämmerlichen Tod.
Auch die gierige Mausekönigin?
Nein, Marie, sie überlebte.
Aber ihre Söhne wurden gefangen und getötet. Alle.
Bis auf einen.
Den jüngsten.
Frau Mauserinks schwor Rache und verfluchte Prinzessin Pirlipat.
Als der nächste Tag anbrach, war aus dem wunderschönen Mädchen
eine hässliche, verunstaltete Kreatur geworden.
Wie sah sie denn aus?
Das Gesicht war aufgedunsen.
Mit hervorquellenden Augen.
Ihr Kopf war so groß wie ein Kürbis und saß auf einem winzigen Körper
mit kurzen Stummelbeinen.
Bäh.
Der König war außer sich.
Er befahl Drosselmeier, sofort nach einer Lösung zu suchen.
Und der Erfinder fand heraus,
dass es eine Nuss namens Krakatuk gab.
Krakatuk?
Krakatuk.
Krakatuk.
(lachen)
Nur diese Nuss
konnte diesen Fluch beenden.
Und nach vielen, vielen Jahren fand er sie endlich.
Ihre Schale war allerdings so hart,
dass er noch einmal so lange suchen musste,
bis er im fernen Zuckerland
einen Jüngling gefunden hatte, der sie wirklich knacken konnte.
Wie konnte er die Nuss knacken?
Mit seinen starken Zähnen.
Würde der Jüngling es also schaffen,
die Prinzessin von ihrem Fluch zu befreien,
bekäme er sie als Frau.
Also
trat er vor die Prinzessin.
Knackte die Nuss, reichte ihr den Kern.
Und sie verspeiste ihn.
Dann trat er mit geschlossenen Augen 7 Schritte rückwärts,
und die Prinzessin erhielt ihre alte Schönheit zurück.
Ende gut, alles gut.
Ich schaue mal, ob unser Speck noch da ist. Da gibt es ja auch Mäuse.
Schnapp sie dir.
Ist die Maus immer noch nicht gefangen?
Karl?
Äh, keine Ahnung. Frag Alfred.
(lacht) Gut.
Ich frage Alfred.
Vielen Dank für diese schöne Geschichte, Anselmus. - Gern.
Kommst du noch auf einen Schluck mit in die Bibliothek?
Selbstverständlich, ich komme gleich.
Die Geschichte ist noch nicht zu Ende, oder?
Ist sie nicht, leider.
Die Prinzessin war doch wieder schön.
Beim Rückwärtsgehen stürzte der Jüngling und fiel
über Frau Mauserinks, die aus einem Loch im Boden erschienen war.
In ihrem Zorn stieß sie einen Fluch aus
und verwandelte ihn in einen hölzernen Nussknacker.
Und die Prinzessin?
Als sie ihn nach seiner Verwandlung erblickte, erschrak sie.
Sie ließ den Armen zurück.
Und er wurde zusammen mit dem Erfinder vom Königreich verbannt.
Wie undankbar.
Was passierte mit Frau Mauserinks?
Sie hatte so große Schmerzen,
dass sie sterben musste.
Oh, Krakatuk.
Du harte Nuss, an der ich nun sterben muss.
Oh wehe dir, Nussknackerlein,
bald wirst auch du des Todes sein.
Rache nehmen wird der Sohn.
Auf seinem Haupte thront die Kron'.
Bald bist du weg durch seine Hand.
Dann nimmt er sich dein Zuckerland.
Das waren ihre letzten Worte.
Die Krone.
Nussknacker.
Natürlich konnte er auch nicht in sein Land zurückkehren,
bevor nicht der Fluch von ihm genommen war.
Das muss er sein.
Die Maus.
Was meinst du, Marie?
Letzte Nacht, die Maus, die hatte auch eine Krone auf dem Kopf.
Die wollte den Nussknacker zerstören.
Anselmus, wo bleibst du denn?
Ich komme jetzt.
Und du, Liebes, solltest langsam nach oben gehen.
Versuch, ein bisschen zu schlafen. - Sicher.
Wohlan.
Du holde Prinzessin.
Gerne würde ich mit Euch weiter konversieren,
aber einen Cognac kann man nicht allzu lange alleine stehen lassen.
Gerade bei deinem Vater.
Alles wird gut.
Liebes.
Alles wird gut.
* Musik *
* Uhrenschlagen *
Marie?
Marie.
Pst.
Allen hast du von mir erzählt, und keiner will dir glauben.
Aber du weißt ja, wie echt ich bin. Nicht wahr?
Was willst du von mir?
Ich habe dir nichts getan. - Ach nein?
Dann war das nicht dein Pantöffelchen,
das mich getroffen hat letzte Nacht?
Unartig.
Ausgerechnet ein Pantoffel.
Du wolltest den Nussknacker zerstören.
Ja genau. Wegen dir ist er mir durch die Lappen gegangen.
Marie, Marie, Marie.
Sag mir, wo er ist.
Du wirst ihn mir ausliefern.
Und jetzt?
Jetzt habe ich Hunger.
Was haben wir denn da?
Nein, lass sie.
Hm?
Ich höre, Marie.
Und so süß.
Sind ja auch aus Zucker.
Mh. Ja.
(spuckt)
Ein Holzklotz wäre mir jetzt auch lieber.
Einer mit Nussgeschmack.
Sagst du mir jetzt, wo er ist?
Ich komme wieder.
Es ist erst vorbei, wenn ich ihn habe. Merk dir das.
* Musik *
* Poltern *
Guten Morgen. - Guten Morgen Herr Medizinalrat.
Herr Stahlbaum!
Marie.
Mein Gott.
Alfred, meine Arzttasche. - Jawohl.
Marie, was machst du denn hier?
Du solltest doch im Bett bleiben.
Wo ist der Nussknacker? Ich muss den Nussknacker finden.
Beruhige dich.
Onkel Anselmus hat ihn mitgenommen, um ihn zu reparieren.
* Musik *
Das sieht doch wieder ganz gut aus.
Du hast ganz schön gelitten unter dem wilden Fritz.
Na ja.
Ist ja noch so klein.
Was?
* Uhrenschlagen *
* Alle Uhren schlagen auf einmal *
* Uhrenschlagen *
Marie, Marie, Marie.
Hast du mich schon erwartet?
Was willst du? - Das weißt du.
Aber er ist nicht hier. - Weil du ihn versteckt hast.
Nein, habe ich nicht.
Selbst wenn, vor dir müsste er sich nicht verstecken.
Ich kann es riechen, dass du lügst, kleines Mädchen.
Du weißt, wo er ist!
Denk mal nach. Wenn du ihn mir nicht auslieferst... - Was dann?
Ich habe keine Zuckerpuppen mehr.
Bald gehört mir ein ganzes Königreich aus Zucker.
Aber zuerst nehme ich dir alles, was du liebst.
Schöne Bücher.
Eine wahre Lese... - ...ratte?
Zurück!
Welches ist wohl dein Lieblingsbuch?
Das?
Oder das?
"Zu deinem 12. Geburtstag.
Für mein kleines Goldstück, in Liebe.
Deine Mama."
Nein!
Pst.
Nein.
Du bist ein Scheusal.
Du bist eine Ratte. Ratte.
* Tür wird geschlossen *
* Schritte *
Ich komme wieder, mein Goldstück.
* Tür wird geöffnet *
Was waren das für Stimmen?
(weint)
Schlafwandelst du? - Der Mausekönig war wieder da.
Er hat mir gedroht. Er sucht den Nussknacker.
Du und dein Nussknacker, du bist verrückt.
Ich gehe wieder ins Bett. - Er will sich an ihm rächen.
* Tür wird geschlossen *
Irgendwelche Neuigkeiten von deinem Neffen?
Noch nicht. - Gib die Hoffnung nicht auf.
Auf die Hoffnung.
* Klopfen *
Was machst du denn hier?
Ich möchte bitte mit dem Onkel reden.
Alleine.
Habt ihr 2 Geheimnisse vor mir?
Bitte, Papa.
Gut.
Dann wollen wir doch mal sehen,
ob sich nicht noch ein paar Pralinen finden lassen.
Köstlich.
Aber dann gehst du wieder ins Bett. - Ja, mache ich.
Der Mausekönig war wieder da.
Marie, das ist nur ein Märchen. - Nein.
Der Nussknacker ist in Gefahr, er ist verletzt.
Moment.
Wie neu.
Er darf nicht hier sein. Du musst ihn wieder mitnehmen.
Marie.
Beruhige dich.
Bei dir ist er am besten aufgehoben.
Und sicherer vor Mausekönigen und kleinen Brüdern.
Onkel, du verstehst es nicht. - So.
Ist denn das Geheimtreffen beendet?
Mhm.
Ich würde ja zu gerne wissen,
worum es sich gehandelt hat.
Karl, ich unterliege der Schweigepflicht
und bitte um Verständnis.
(lacht)
Oh, der Nussknacker ist wieder da.
Das ist doch toll, Marie.
* Musik *
Ich lasse nicht zu, dass der Mausekönig dir was tut.
* Musik *
* Spieluhr-Musik *
Du hörst mich doch.
Wer bist du?
Ich will verstehen, warum ich dich so sehr mag.
* Musik *
* Uhrenschlagen *
* Dumpfes Knarren *
Da ist ja meine Prinzessin.
Erlaube mir, dich zu begrüßen.
Rückst du jetzt endlich diesen Taugenichts heraus? - Niemals.
Du bekommst weder ihn noch das Zuckerland.
Ich lasse mich nicht erpressen.
Wehe, du kommst näher! - Ich zittere vor Angst.
Geh zur Seite!
Marie, Marie, Marie.
Willst du dich wirklich für eine Holzpuppe opfern?
Ist es das wert?
Er ist es wert.
Ich habe keine Angst mehr vor dir.
Ach Gottchen.
Wie niedlich. Die Kleine ist verliebt.
Hey Ratte!
Was sehen meine Augen?
Ist das wahr?
Pass auf!
Schade, dass eure Liebe von so kurzer Dauer sein wird.
Du musst schon schneller werden.
Ich werde dein jämmerliches Dasein beenden.
Ich kann es kaum erwarten,
mit meiner Armee in deine Zuckerwelt einzufallen.
Dabei fühlst du dich in deinem Mauseloch doch wohl.
Egal, wie sehr deine Krone glänzt, du wirst immer eine Ratte bleiben!
Ich hoffe, du hast dich nicht zu sehr an deine Krone gewöhnt.
Denn jetzt werde ich sie dir abnehmen.
Du Narr, wie denn, ohne dein Schwert?
Das wird ein unfairer Kampf, aber weißt du was?
Das ist mir egal!
Nein!
Vielleicht wird ja was aus uns, wenn ich mit ihm fertig bin.
Hast du noch letzte Worte an deine Freundin?
Fritz! - Dein Schwert!
Geh in Deckung!
* Kampflaute *
Das ist für deine Gier.
Das für Maries Zuckerfigur.
Das für ihr Lieblingsbuch.
Und das... * Klirren *
Das...
Das ist für mich.
* Musik *
(Maus fiept)
* Musik *
Du hast mich gerettet. - Du bist lebendig.
Warum hast du mich beschützt?
Ich war doch nur eine hässliche Holzfigur.
Nicht für mich.
Danke, Marie.
* Spieluhr-Musik *
Wo sind wir?
Erkennst du es nicht?
* Musik *
(alle) Marie, Marie!
* Jubel *
* Lautes Klopfen *
* Musik *
Willkommen im Zuckerland, tapfere Marie.
Wir wollen uns von Herzen bei dir bedanken.
Denn nur durch deinen Glauben an die Fantasie
konnte der Nussknacker erlöst und das Zuckerland gerettet werden.
* Jubel *
Kapellmeister!
Wo bleibt er denn nur?
Entschuldigung.
Los, kommt.
* Knacken *
(lachen)
Vielleicht bin ich noch ein wenig eingerostet.
Statt zu lachen, könntet ihr mir helfen!
* Knacken *
Danke, danke.
* Musik *
Warum gucken die uns alle an?
Darf ich bitten?
* Musik *
Ah!
Herr Stahlbaum!
Also, das darf doch nicht wahr sein.
Fritz! - Du auch.
Was ist denn hier los?
Guten Morgen. - Guten Morgen?
Guten Morgen Alfred.
Das Fieber ist weg.
Mama. - Marie, mein Schatz.
Hast du gut geschlafen? - Traumhaft.
Geht es dir gut?
Viel besser.
Danke.
Lassen wir sie ausschlafen, sie ist noch gar nicht richtig wach.
* Musik *
Ah, Alfred.
Haben Sie die Maus endlich gefangen? - Es ist nur eine Frage der Zeit.
* Tür wird geöffnet *
(lacht)
Aha, verstehe.
Ich nehme an, ihr wart umzingelt.
Truppenstärke? - 10.000.
Gegnerische Geschütze? - Schneebälle.
* Musik *
Fritz. - Den habe ich ganz vergessen.
* Spieluhr-Musik *
* Klingeln *
Erwarten wir jemanden? - Nicht, dass ich wüsste.
Onkel, ich war schneller.
Anselmus?
(dreht die Spieluhr auf)
* Spieluhr-Musik *
Marie?
Ich möchte dir jemanden vorstellen.
Mein Neffe Friedrich.
Es ist mir eine Ehre, Fräulein Stahlbaum.
Marie?
Die Freude ist ganz meinerseits.
Friedrich.
(Mutter) Anselmus, möchtest du auch Tee?
Aber bitte ohne Zucker, mein Herz.
Wie lange gedenken Sie hierzubleiben?
Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.
Ich bin ja eben erst angekommen.
Vielleicht für immer.
* Musik *
Copyright MDR 2015
Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.