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Musik
Ihr beide jetzt ein Spiel in Ordnung, einer gewinnt, der andere verliert, seid ihr einverstanden?
Welche Karte gewinnt denn, zeig mal.
Ich zeige dir gleich, welche gewinnt, es ist ganz leicht, diese gewinnt, die hier verliert, diese Karte, diese verliert, diese gewinnt.
Allein, ich schoss mich, sie schossen mir aus, scheisse mir, es geht's doch nicht.
Na, auf ein Spielchen, wenn wir selbst nach, die haben wir nicht gewacht, die sind immer nicht geschehen.
Musik
Musik
* Musik *
Sei still, du bist jetzt ganz leise.
Hörst du?
Kein Moks.
Hast du das verstanden?
Dann passiert hier auch nichts.
Musik
Ach, er hat noch so gut gesagt, wie er sagt, dass ein Flammen gut ist, he?
Ja, Mann!
Lameron!
Ehrlein.
Ist es nicht wunderschön? Ich meine, das ist ein scheiss Meisterwerk. Wir sind einfach die Besten.
Bravo. Das habt ihr sehr gut gemacht. Ich muss mir keine Sorgen machen, oder?
Nein, nein, Sie können ganz beruhigt sein. Niemand hat uns gesehen. Es war alles ruhig.
*Gunschte Musik *
* Musik *
*Gelächter*
Kommst du wieder ins Bett?
Ähm, nein, ich muss noch diesen Artikel fertig schreiben. Und dann muss ich auch los.
Okay, dann bin ich jetzt auch weg. Wir hören uns, okay? Ich melde mich.
Eigentlich wäre es mir lieber, wenn wir uns nicht wiedersehen.
Alles klar, kein Ding.
La notte oscurita cuntla.
Anna, komm rein.
Ciao.
Ciao.
Hast du es gelesen?
Setz dich bitte.
Ja, ich habe es gelesen.
Das kann ich aber nicht veröffentlichen.
Wieso denn nicht?
Anna, so eine Story interessiert doch niemanden.
Es interessiert niemanden, dass ein Arschloch vom Staat Millionen abzockt und hunderte Arbeiter deswegen arbeitslos werden?
Das ist doch Unsinn, Giorgio. Ich habe die Beweise, die Dokumente, die Zeugenaussagen, die Mails.
Diese Zeugenaussagen sind anonym. Anna, ein mutmastlicher Betrug bringt keine Klicks.
Giorgio, kann schon sein, aber mir geht es vor allem darum, die Wahrheit aufzudecken und nicht um Klicks.
Klicks?
Das haben wir doch schon besprochen.
Ich weiß, ja, ich weiss.
Ich brauche eine Story, die ich verkaufen kann.
Anna, du bist eine fantastische Journalist.
Mama, hallo, was ist denn los?
Wie bitte?
Ist es Papa?
Ja, bis gleich.
Hey, da bist du ja, meine kleine Zecke.
Hallo.
*Gunschte Musik*
Hallo Mama. Hallo. Hallo.
Der Wagen war nagelneu, er hat ihn gelebt.
Sie sind Anna Romano, nehme ich an?
Richtig.
Kommissario Andrea Cavadini.
Guten Tag.
Ich muss Sie oder Ihren Bruder aufs Revier bitten. Wir benötigen einen Abstrich für den DNA-Test.
Okay. Und wo ist die Leiche?
Die ist bereits in der Rechtsmedizin. Durch das Wasser ist sie nicht mehr identifizierbar.
Ah.
Tut mir sehr leid.
Auf Wiedersehen.
Ich fahre euch nach Hause. Na, kommt.
Soll ich uns vielleicht was zu essen machen?
Ja, ich helfe dir, okay.
Ich weiss nicht genau, was wir noch da haben.
Wir haben seit heute noch ein paar Minuten, nichts für die Gäste. Wie soll ich uns einen Salat machen?
Hier ist eine Gruppe, und zwei.
Wir können doch auch eine Pizza bestellen, Mama.
Warum denn? Schmeckt dir mein Essen etwa nicht mehr?
Nein, ich mache das gerne und es lenkt mich auch ab.
Hast du wieder abgenommen? Isst du auch genug?
Ja, Mama.
Hast du jemanden, der sich um dich kümmert?
Mama.
Was denn? Ich frage doch nur.
Ich komme gut alleine, Klan.
Ich habe dein Zimmer für dich hergerichtet.
Ich fahre heute Abend nach Mailand zurück, ich habe noch zu tun.
Wann hast du es erfahren, Mama?
Erfahren? Was denn?
Na was wohl, Mama, wann hast du es erfahren?
Heute Morgen. Sie haben mich in aller Herrgottsfrühe angerufen, es war noch dunkel und gleich darauf habe ich euch angerufen.
Stimmt's, Arro?
Ja.
Stimmt's?
Ja, wirklich, wir haben es auch heute erst erfahren.
Ja, das meinte ich nicht und ich rede mit meiner Mutter.
Hm.
Mama, seit wann weisst du, dass Papa gar nicht weggezogen ist?
Dass er in Kanada war, ist ja wohl Bullshit, oder?
Das ist Bullshit, du hast uns einen Haufen Blödsinn erzählt, warum?
Anna!
Mama, antworte!
All seine Glückwunschkarten aus dem Ausland, seine Weihnachtsgeschenke, jedes Jahr,
dabei liegt er seit über dreissig Jahren in seinem scheiss Auto auf dem Grund des Sees,
und das hast du genau gewusst, du doch nicht so, Mama!
Anna!
Nein, lass doch!
Du gehst jetzt nicht weg, ich will sie wissen, die verdammte Wahrheit!
Katharina, willst du etwa arbeiten gehen?
Ja, sie brauchen mich in der Villa.
Ist gut, aber ich bring dich hin.
Was starrst du mich so an?
Mama, ich würde dich gern hinfahren.
Ja, mach das, ja.
Ich kann einfach nicht verstehen, warum du uns die ganze Zeit angelogen hast.
Damit hast du alles nur noch schlimmer gemacht.
Dein Bruder hatte aufgehört zu sprechen, und du bist jede Nacht aufgewacht und hast verzweifelt geweint.
Ich war am Boden zerstört, als mir klar wurde, dass er nie zurückkehrt.
Aus diesem Grund habe ich angefangen, so zu tun, als würde er euch Geschenke schicken und Glückwunschkarten und Briefe.
Ich wollte doch nur, dass ihr glücklich seid.
Und eine ganze Weile war dir das doch auch, oder?
Nein, Mama.
Ich habe ihn gehasst.
Nein, das ist nicht wahr.
Er hat dir so sehr gefehlt.
Genug wie mir.
Bitte entschuldige.
Null drei, nein, null.
Null sechs, null drei, sechs und neun.
Katerina, es ist doch nicht nötig, dass du heute kommst.
Es ist besser so, wirklich.
Guten Morgen, Anna. Wie schön, dich zu sehen.
Guten Morgen, Herzogin.
Nenn mich nicht Herzogin, für dich einfach, Maria. Wie geht es dir?
Es geht.
Du bist ewig nicht mehr hier gewesen.
Äh, ja.
Ich habe gehört, dass du jetzt für den Corriere Internationale arbeitest.
Brava! Deine Mutter hebt alle Artikel auf, die du schreibst.
Sie ist sehr stolz auf dich.
Und dein Vater wäre das auch gewesen.
Auf Wiedersehen.
Ciao, Mama.
Irgendwelche Spuren am Wagen?
Nein, gar nichts, nicht mal auf den Sitzen.
Es war nichts zu finden, was den Tathergang einigermassen erklärt.
Also wenn du mich fragst, haben wir es hier wahrscheinlich mit eigenem...
Ja?
Jetzt gerade?
Ich bin gleich da.
Signora Romano, danke sehr.
Hallo.
Hallo. Ich hatte nicht so bald mit Ihnen gerechnet. Sind Sie wegen des Abstrichs hier?
Ja, das auch. Ich möchte meinen Vater sehen.
Ah. Die Leiche wurde gerade erst obduziert. Wollen Sie sich das wirklich antun?
Ich will ihn unbedingt sehen, ja.
Sie wohnen in Lugano wahrscheinlich bei Ihrer Mutter, oder?
Äh, ja, aber ich fahre heute zurück nach Mailand mit dem letzten Zug.
Ah, verstehe. Aber halten Sie sich bitte zu unserer Verfügung. Ausserdem müsste ich noch mit Ihrer Mutter und Ihrem Bruder sprechen.
Meine Mutter hat mir erzählt, dass die Polizei keinen Finger gerührt hat, als mein Vater vor dreissig Jahren verschwunden ist.
Vor dreissig Jahren war ich noch nicht hier.
Ah ja.
Aber der Fall wird wieder aufgenommen. Wir leiten eine Ermittlung ein.
Entschuldigung, jetzt? Nach dreissig Jahren?
Bei der Obdiktion wurden Projektilfragmente gefunden.
Das heisst, Sie denken an Selbstmord?
Nein, einen Suizid schliessen wir aus. Es sind zwei Projektile, er wurde erschossen.
Sind Sie dazu auch in der Lage?
Doch, das bin ich, das bin ich.
Ich muss Sie darauf hinweisen, dass sich der Leichnam bereits in einem äusserst fortgeschrittenen Verwesungszustand befindet.
Fangen wir an.
Würden Sie mich bitte alleine lassen?
Natürlich.
Bitte weit öffnen.
Ja? Andrea, unsere Signora Romano hat anscheinend ein Beweisstück mitgehen lassen, die kleine Halskette. Ich hatte sie hier hingelegt.
Ist gut, ich kümmere mich darum.
Darf ich mal?
* Musik *
Sofern es denn je eine gab, es ist immerhin schon dreissig Jahre her.
Ausserdem war das sehr wahrscheinlich eine Sache zwischen Sizilianern.
Da findest du sowieso nichts.
Dieser Schlüssel wurde bei der Leiche gefunden.
Laut unseren Ermittlungen gehört er zu einem Schliessfach der Wählerbank.
Dieser Wähler ist mir bekannt.
Ich meine, wer kennt ihn nicht?
Er hatte wohl einen schweren Schlaganfall, das habe ich zumindest gehört.
Ich möchte dieses Schliessfach gerne öffnen lassen.
In Ordnung, versuch's.
Signor Vela ist hier nicht mehr tätig. Ihrem Ersuchen können wir leider nicht nachkommen.
Sie können sicher nachvollziehen, dass wir unseren Kunden gegenüber zu äusserster Diskretion verpflichtet sind.
Und anscheinend verfügen sie weder über eine Sterbeurkunde noch über eine Vollmacht.
Sie weigern sich also, die Polizei bei einer Mordermittlung zu unterstützen.
Entschuldigen Sie, aber sind Sie sicher, dass Sie die Konsequenzen dafür tragen wollen?
Ich möchte ja nur vermeiden, dass die Bankenaufsicht Sie dazu verpflichtet, Ihre Kundenliste offen zu legen.
Wenn Sie mir bitte folgen würden.
* Musik *
* Musik *
Musik
Mama.
Mama.
Wo warst du?
Ich erzähl's dir morgen, du solltest jetzt schlafen.
Ja, ich bin total erledigt. Ich habe eine Schlaftablette genommen.
Wir sehen uns morgen.
*Gunschte Musik *
Das kleine Engelchen.
Ah! Gefällt's dir?
Ja!
Es gefällt dir!
Sieh mal, das da sind wir.
Das ist Mama, das bist du, Francesco, aber...
Kannst du dich daran erinnern?
Jetzt wollen wir doch mal sehen, ob wir das zusammen fertig machen können.
So.
Und jetzt du.
Genau da.
Sehr gut machst du das.
Saro.
Anna, was machst du hier? Wolltest du nicht zurückfahren?
Ja, aber ich bleib doch noch bis morgen.
Keine Ahnung, heute hat er mir gefehlt, deshalb bin ich hieraufgegangen.
Er wurde erschossen, Saro.
Was sagst du da?
Ich war bei der Polizei. Er wurde erschossen.
Das ist nicht möglich, das glaube ich nicht.
Was könnte deiner Meinung nach geschehen sein?
Von einem Tag auf den anderen ist er verschwunden.
Als ich damals mit deiner Mutter zur Polizei gegangen bin, um es zu melden, konnten wir denen gar nichts sagen.
Und bis heute haben wir nicht die leiseste Ahnung, was passiert ist.
Und jetzt sehen wir nach deiner Mutter, ja?
Ich bleib noch hier.
Natürlich.
Danke.
* Musik *
Der Jahrhundertraub, das 69 in Palermo gestohlene Meisterwerk.
Verdachtsfall Schweiz, die Spur nach Lugano.
Sie können gehen, danke.
Hallo.
Sie sind also doch nicht abgereist?
Nein, äh, ich wollte Ihnen diese Fotos zeigen. Ich habe sie im Atelier meines Vaters gefunden, sie waren gut versteckt.
Sie, sie zeigen Caravagos Christi Geburt.
Ja, Ihr Vater ist doch Maler gewesen.
Genau.
Was ist daran so besonders?
Es handelt sich um ein sehr berühmtes Gemälde. Es wurde 1969 in Palermo gestohlen und ist nie wieder aufgetaucht.
Aber diese Fotos sind aus den Neunzigern.
So ist es. Und sie wurden nicht in der Kirche gemacht, in der sich das Gemälde ursprünglich befunden hat. Sehen Sie dieses Gitter hier?
Die sind aus der Zeit, in der ihr Vater verschwunden ist.
Ja.
Wir kümmern uns darum. Danke.
Darf ich die behalten?
Und das war's? Wir kümmern uns darum?
Was wollen Sie denn hören?
Mein Vater ist ermordet worden und möglicherweise hatte es mit diesem Diebstahl zu tun, also sagen Sie es mir.
Hören Sie, ich weiss Ihre Entschlossenheit und Ihren Wunsch, uns zu helfen, durchaus zu schätzen.
Und glauben Sie mir, ich nehme diesen Fall ernst, sehr sogar.
Sobald ich mehr weiss, informiere ich Sie umgehend.
Hoffentlich.
Schönen Tag noch.
Nur damit Sie das richtig verstehen, äh, ich bin nicht hier, um die kleine Detektivin zu spielen.
Es ist nicht mein Wunsch, Ihnen zu helfen, das hier sind Beweise, ich bin Journalistin und habe nicht die Absicht aufzuhören, nur weil Sie es gerne so hätten.
Danke sehr.
Ich fahr in el buio, come lame, i miei passi affondano nell' asfalto bagnato, ogni riflesso ricordo che mente, resto suspesa, tra culpa e desiderio.
Hey, du bist ja doch geblieben.
Ja, ich habe versucht, dich anzurufen. Wir müssen reden.
Okay, wollen wir vielleicht eine Runde auf dem See drehen?
Er wurde umgebracht, Frau.
Das ist doch Bullshit.
Doch.
Doch, Frau. Er wollte uns nicht verlassen. Jemand hat ihn uns weggenommen, verstehst du? Damit ändert sich alles, Frau.
Es... damit ändert sich unsere Geschichte, unser ganzes Leben, alles, was wir zu wissen glaubten, Frau, ist nicht die Wahrheit, sondern eine Lüge.
Seit Sie ihn wiedergefunden haben, kann ich mich auf einmal an so viele Dinge erinnern.
Zum Beispiel, als wir zusammen am Strand waren und mir Krokodil gespielt haben. Weisst du noch?
Und als er dann verschwunden ist, glaubte ich, dass er uns nicht mehr lieb hatte.
Und Mama, weisst du noch, was sie immer gesagt hat? Sie hat immer wieder gesagt, er hätte uns geliebt, er hätte uns immer geliebt und das ist wahr, Fra, Fra, das war die Wahrheit.
Was soll das bitte schön bringen? Hat die Polizei denn rausgefunden, was da genau gelaufen ist?
Äh, nein, ich glaub nicht, nein.
Das ist vor gut dreissig Jahren passiert. Was wollen die jetzt noch rausfinden?
Hast du nicht gesagt, du willst damit aufhören?
Hast du denn aufgehört?
Hey, komm hier.
Willst du gar nicht wissen, wer es gewesen ist?
Wieso interessiert dich das nicht? Wir müssen doch alles tun, um das rauszufinden.
Also ich will unbedingt erfahren, was damals geschehen ist. Wie kann ich das so...
Wieso denn? Was soll denn das bringen, Anna?
Das bringt Papa nicht zurück.
Ja, toll, das weiss ich selbst, Francesco.
Buongiorno, hier ist die Kriminalpolizei von Palermo, wie kann ich Ihnen helfen?
Ja, ich bin Kommissario Cavadini von der Kantonspolizei Lugano.
Wir benötigen Informationen über einen italienischen Staatsbürger, mit wem bis Sie sprechen.
Ich hoffe, Sie können mehr etwas über seine Familie und ihren Hintergrund sagen.
Wäre das möglich?
Wie lautet der Name?
Antonio Romano, geboren 1959 in Palermo.
Antonio Romano, da haben wir ihn.
Er hatte eine Liste von Telefonnummern mit Vorwahlen von Palermo und Umgebung, die alle leider nicht mehr existieren.
Könnten Sie für uns die ehemaligen Anschlussinhaber herausfinden?
Schicken Sie uns diese Liste, der Aspektor wird sich dann bei Ihnen melden.
Super, vielen Dank. Ach, übrigens, es könnte eine Verbindung zu einem Gemälde geben, das 1969 aus dem Oratorio di San Lorenzo gestohlen wurde. Ein Caravaggio.
Hallo Anna, wir sind hier. Kommst du zu uns?
Ich habe immer geahnt, dass ihm irgendwas Schreckliches zugestossen ist. Ich verstehe es nicht. Ich verstehe nicht, wer oder weshalb.
Mama, ich glaube, es gibt einiges, was wir einfach noch nicht wissen.
Papa hatte einen Job bei einem Antiquitätenhändler, in der Nähe der Piazza Reforma.
Ich weiss noch, dass ich dort oft auf ihn gewartet habe.
Was genau hat er denn eigentlich da getan?
Ach, nichts Grosses, halt so kleinere Aufträge.
Ein kleiner Zuverdienst. Als wir aus Palermo kamen, hatten wir rein gar nichts.
Ja, aber so klein waren die Aufträge auch nicht.
Sein Chef war Marco Fontana. Das ist ja nicht irgendwer.
Gestern habe ich in seinem Atelier Fotos eines Gemäldes von Caravaggio befunden, das vor längerer Zeit gestohlen wurde.
Vielleicht hat es was damit zu tun.
Sagt dir das was?
Ich weiss nur, dass Antonio... Er war von Caravaggio besessen.
Insofern wundert es mich überhaupt nicht, dass er Fotos von diesen Gemälden hatte.
Dann werde ich mich direkt an Fontana wenden und ihn dazu befragen.
Was soll er dir denn sagen, Anna?
Mir kommt das ja auch alles seltsam vor.
Ich weiss, Saro, aber eins verstehe ich nicht.
Wie ist es eigentlich möglich, dass ihr die allergrössten Kumpel wart?
Und mein Vater, der verschwindet einfach so und du sagst, du weisst gar nichts.
Da drängt sich mir doch geradezu der Verdacht auf, dass du es auf seinen Platz abgesehen hast.
Ist das so?
Natürlich, ja.
Anna spricht nicht so mit Eve.
Mama, ich ... Saro hat uns immer geholfen. Ihr wart noch klein und habt es nicht mitbekommen, aber Saro hat alles getan, damit es uns gut geht. Immer.
Musik
Danke.
Guten Tag, kann ich etwas für Sie tun?
Ja, eigentlich würde ich gerne mit Marco Fontana sprechen. Ist er da?
Er ist mein Grossvater, Sie können auch mit mir sprechen. Möchten Sie kaufen oder verkaufen?
Äh, darum geht es nicht. Ich bin die Tochter von Antonio Romano,
Signor Fontana kannte ihn sehr gut, deswegen habe ich gleich nach ihm gefragt.
Bedauere, mein Grossvater hat gesundheitliche Probleme, sprechen Sie doch einfach mit mir.
Gestern wurde die Leiche meines Vaters aus dem See geborgen.
Ich versuche doch nur, mit jemandem zu sprechen, der mir helfen kann.
Senior, das mit Ihrem Vater tut mir sehr leid, aber ich fürchte, wir können da nichts für Sie tun.
Oh, na la!
Antonio ist tot?
Ja.
Und Sie sind?
Anna, ich weiss noch, Sie haben ihn jeden Tag von der Arbeit abgeholt.
Da waren Sie allerhöchstens so gross.
Das ist doch wirklich nicht zu glauben.
Was ist ihm nur zugestossen?
Bitte setzen Sie sich.
Ich weiss es nicht.
Ich hatte gehofft, dass Sie mir vielleicht helfen könnten, es besser zu verstehen.
Ich weiss, mein Vater hat hier für Sie gearbeitet, aber worin bestand seine Tätigkeit?
Antonio war der beste Experte für Malerei, den ich hier hatte.
Er war in der Lage, sofort zu erkennen, ob es sich bei einem Werk in Wirklichkeit um ein Original oder eine Kopie handelte.
Er kannte alle Techniken und Stile.
Entschuldigen Sie, ich kenne mich da nicht aus.
Ich verstehe nach wie vor nicht ganz, welche Rolle er genau hatte.
Wissen Sie, wir hatten damals, und so ist es noch heute, einflussreiche Käufer, die höchstbedeutende Kunstwerke erwerben möchten.
Und besagte Kunden wollen natürlich ausschliessen, dass es sich dabei um Fälschungen handeln könnte.
Das hat einen entscheidenden Einfluss auf den Wert des Gemäldes.
Und mein Vater erkannte diese Fälschungen?
Antonio war sehr gut darin, Fälscher zu entlarven.
Deshalb nannten wir ihn Maestro, so war das.
Kannte er sich auch mit den Werken von Caravaggio aus?
Zum Beispiel mit Caravaggios Christi Geburt, kennen Sie das?
Das ist ein sehr berühmtes Gemälde, ich kenne es ja. Worauf wollen Sie hinaus?
Es wurde ja damals gestohlen. Ich dachte, dass Sie als Experte vielleicht etwas mehr darüber wissen könnten.
Nicht mehr als jeder andere auch.
Ich habe hier ein paar Fotos. Die habe ich im Atelier meines Vaters gefunden.
Ich habe sie natürlich auch der Polizei übergeben, aber ich hatte gehofft, dass sie mir möglicherweise dazu etwas sagen können.
Ich habe den Eindruck, dass sie derartige Nachforschungen unbedingt der Polizei überlassen sollten.
Derartige Nachforschungen gehören auch zu meiner Arbeit.
Und was ist das für eine Arbeit, wenn ich fragen darf?
Ich bin Journalistin.
Aha, wie wundervoll.
Ja, ist es.
Da stellt sich mir aber automatisch doch eine Frage. Sind Sie als Journalistin hier oder als Tochter?
Ich möchte herausfinden, was mit Antonio Romano geschah. Und der Umstand, dass er mein Vater war, spornt mich noch mehr an, dieser Angelegenheit auf den Grund zu gehen.
Ornella!
Ornella, Liebes, ich bin jetzt doch etwas erschöpft, hörst du.
Würdest du Signorina Romano bitte hinaus begleiten? Ich glaube, sie will jetzt gehen.
Ich danke Ihnen ganz herzlich für Ihren Besuch.
Nein, ich habe zu danken.
Auf Wiedersehen.
Hey, Anna.
Hallo. Du, ich bin da an einer sehr, sehr interessanten Story dran.
Na schön.
Erinnerst du dich noch an Christi Geburt von Caravaggio?
Natürlich, das war ja ein Riesenthema damals. Wieso?
Ich bin davon überzeugt, dass dieses Gemälde hier in der Schweiz ist. Und wenn dem so ist, dann habe ich hier einen echten Knaller.
Wir müssen unbedingt verhindern, dass sie weiter rumschnüffelt. Sie kann uns gefährlich werden. Sie ist Journalistin, Herrgott!
Lass sie verschwinden!
Das geht doch nicht, sie ist meine Schwester.
Ist mir scheisse egal, kümmere dich drum!
Untertitelung des ZDF, 2020
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