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Du musst dich an Tierblut gewöhnen.
Wenn ich das kann, dann kannst du das auch.
Ich werde dir dabei helfen.
Trink die Blutmischung.
Sonst kannst du den Durst nach Menschenblut niemals kontrollieren.
Das weißt du.
Nein.
Du musst akzeptieren, was du bist.
Du musst stark sein.
Die jagen uns jetzt,
weil du für sie die einzige Hoffnung auf den Fortbestand unserer Art bist.
Was ist?
Auf dem Schild, unten links.
Das Symbol von einem großen Jäger.
Wir sind in einem Jagdgebiet.
Fahr einfach weiter.
Diese Menschen dort,
die wissen nicht, dass sie alle Opfer sein könnten.
Wir schon.
Einer weniger.
Wir könnten diese Kinder retten.
Ein Anfang.
Okay. Okay.
Hm.
Lassen Sie mich noch eine Sache klarstellen.
Dass die Familie Demko und Wolfgang Jessen die Drahtzieher waren,
kann derzeit nicht bewiesen werden.
Aber es ist sehr wahrscheinlich.
Die genauen Zusammenhänge des Oderbruchfalls
werden wir vielleicht nie erfahren.
Zumindest nicht ohne Magdalena Kring und ihren Bruder Kai.
Beide sind spurlos verschwunden,
genauso wie ihre Eltern, Arthur und Minna Kring.
Sicher ist mittlerweile nur, dass Kai Kring nicht wie angenommen
bei der Oderflut 1997 ums Leben gekommen ist.
Wir wissen aber eben nicht, wo sich die Kring-Familie aufhält
und wie sie in die Sache verwickelt ist.
Einer, der immer totgeschwiegen wird,
ist Stanislaw Zajak, der leitende Ermittler auf polnischer Seite.
Er hatte damals eine Theorie, die ihm seine Karriere gekostet hat.
Stimmt es, dass Zajak überzeugt war,
die Oderbruchmorde wären von... Vampiren begangen worden?
Ich möchte das ganze Thema nicht weiter befeuern.
Zajak wurde längst aus dem Polizeidienst entlassen.
Er war besessen von dem Fall und sowas kann an die Substanz gehen.
Soweit ich weiß, ist er in therapeutischer Behandlung.
Man sollte ihn in Ruhe lassen.
Der Oderbruchfall hat viele offene Fragen,
aber Zajak ist nicht die Antwort.
Wir brauchen keine absurden Theorien.
Was wir brauchen, sind lebende Zeugen.
Hallo, ist alles okay?
Kamera ist kaputt.
Habe ich die Batterie gewechselt, aber geht nicht.
Dann musst du eine neue kaufen.
Ich warte drei Monate.
Du schuldest mir drei Monate Geld.
Ich schicke dir bald das Geld.
Fürs ganze Jahr.
Das sagst du immer.
Ich mache nichts mehr.
Gib mir noch ein paar Tage, bitte.
Diese Woche Geld, oder ich höre auf.
Okay, versprochen.
Wie geht es ihr?
Sie hat diese Woche Prüfungen.
Sie hat vier Schlaftabletten genommen seit letztem Mal.
Kannst du mir ein neues Foto von ihr schicken?
Schick das Geld.
Hast du Geld gefunden?
Nein.
Er hat sein letztes Opfer erst gestern getötet.
Wir kamen zu spät.
Das nächste Mal müssen wir schneller sein.
Wer war das am Telefon?
Tante Edith.
Arthurs Zustand hat sich weiter verschlechtert.
Hey!
Hallo, mein Schatz! Komm mal her!
Guck mal, was ich für dich hab. Alles gut!
Alles gut, mein Schatz.
Ja, fein.
Alles gut.
Kann ich kurz dein Handy haben?
Ich wusste nicht, wie und wann ich es ansprechen soll.
Aber wir schieben es vor uns her,
und es wird nie einen guten Zeitpunkt geben.
Lies dir das durch.
Es wird nicht einfach, einen Ort zu finden,
an dem das ohne Papiere und anonym möglich ist.
Aber wir müssen für den schlimmsten Fall vorbereitet sein.
Wenn du keine Kinder mehr bekommen kannst,
dann bist du für die Strigoi wertlos.
Es tut mir leid.
- Ich wollte nicht... - Schon okay.
Wir kümmern uns drum.
Wir nehmen den ganz großen Trailer ganz am Ende.
Besoffene Nomaden.
Alles Männer.
500 Milliliter pro Person.
Nicht mehr.
Ich mache 70 Tierblut zu 30 Menschenblut.
Um dich dran zu gewöhnen, müssen wir den Tierblutanteil wieder steigern.
Vertrau mir.
Es geht nicht anders.
Wenn du keine Gefahr für Menschen sein willst,
dann musst du das trinken.
Ich mach hier das pure Menschenblut rein.
Du trinkst nur aus der Flasche.
Nächste Ausfahrt rechts.
Wo fahren wir hin?
Oderbruch.
Arthur liegt im Sterben.
Das ist vielleicht die letzte Chance, ihn nochmal zu sehen.
Fragen zu stellen.
Wenn du das wirklich willst, unsere Eltern nochmal sehen,
dann will ich dir nicht im Weg stehen.
Eine Nacht.
Nicht länger.
Danke.
Einer, der immer totgeschwiegen wird,
ist Stanislaw Zajak,
der leitende Ermittler auf polnischer Seite.
Er hatte damals eine Theorie...
Stimmt es, dass Zajak...
Einer, der immer totgeschwiegen wird, ist Stanislaw Zajak.
Beide sind spurlos verschwunden,
genauso wie ihre Eltern,
Herr Arthur und Minna Kring.
Sicher ist mittlerweile nur, dass Kai Kring nicht wie angenommen
bei der Oderflut 1997...
Einer, der immer totgeschwiegen wird, ist Stanislaw...
Der Oderbruch-Fall hat viele offene Fragen,
aber Zajak ist nicht die Antwort.
Wir brauchen keine absurden Theorien.
Was wir brauchen, sind lebende Zeugen.
Ja? - Ich bin's.
Wir müssen reden.
Ich darf nicht mehr mit dir reden. Du darfst mich nicht mehr anrufen.
Ich leg jetzt auf. - Ich hab hier eine Schülerin aus dem Internat.
Sie hat Angst auszusagen,
aber ich glaube, ich kann sie dazu bringen, mit dir zu sprechen.
Wann? Wo?
Die Raststätte. An der A12.
Bei dir in der Nähe.
Ich melde mich, wenn wir da sind.
Sein Haus ist niedergebrannt.
Er ist tot. Wie alle anderen.
Magdalena und Kai waren hier.
Vor einem Tag. Vielleicht zwei.
Das...
Das ist kein geeigneter Treffpunkt.
Wir müssen lernen, mit ihnen zu leben.
Zu interagieren.
Sie mit Respekt und Würde zu behandeln.
Wir brauchen sie. Sie brauchen uns nicht.
Wir haben rausgefunden, wo Stanislaw Zajak ist.
Er ist noch im Oderbruch.
Gut.
Maggie und Kai Kring.
Wir sind nah dran.
Ich weiß, wie sie vorgehen.
Wir müssen Strigoi an diesen Orten hier platzieren.
Dort leben Brüder von uns, die auffällig sind.
Bei einem werden sie als nächstes auftauchen und ihn töten.
Jeder meldet sofort, wenn er auf Position ist.
Auch du. Du fährst hierhin.
Zu Christobal.
Der ist schon lange unvorsichtig.
Wir finden sie.
Oder wir sterben.
Du weißt, was in Terra Azul auf uns wartet, wenn wir scheitern.
Was ist mit mir?
Danke.
Wir fahren nach Deutschland.
Zu Zajak.
Spricht sie deutsch?
Wie weiß ich, dass sie die Wahrheit sagt?
Du kannst sie alles fragen.
Nur nicht ihren Namen.
Die Namen der toten Schüler wurden nicht alle veröffentlicht.
Nenn mir die Namen deiner toten Freunde.
Danja Novak.
Roman Kaczmarek.
Miron Kowalski.
Und Ilona Zilinski.
Wie lange bist du auf diese Schule gegangen?
Zuerst brauch ich was von dir.
- Was ist das? - Tagebücher von Roland Voit.
Maggie Kring und er haben eine Tochter. Ich muss sie finden.
Ich hab's alleine versucht, aber ich brauch deine Hilfe.
Ich hab mich mehrfach für dich eingesetzt.
Und jetzt zeigst du mir gestohlenes Beweismaterial?
Ich hab das nicht gesehen.
Ich hab das nicht gesehen. Dieses Treffen hat nie stattgefunden.
Finden wir das Mädchen,
finden wir die Wahrheit.
Was ist?
Nichts.
Zibben haben hier keinen Zutritt.
Ich wollte Essen stehlen, aber die Tür ist verschlossen.
Verpflegen wir euch nicht gut genug?
Doch...
das tut ihr.
Aber...
Sophies Geburtstag steht bevor.
Weltliche Traditionen haben hier keine Bedeutung.
Es ist lange her, dass du die Gesetze missachtet hast.
Vielleicht hast du die Konsequenzen vergessen.
Nein.
Geh ins Silentium, ich komme gleich nach.
Du hast Zeit bis zum Morgengrauen.
30 Jahre Schweigen und jetzt bleibt mir nur eine Nacht.
Ist zu gefährlich, länger zu bleiben.
Stojan und ich, wir waren noch nicht lange im Oderbruch.
Ich brach in ein Krankenhaus ein, um Blut zu stehlen.
Ich wurde erwischt. Eine Frau.
Es war meine Pflicht, sie zu töten, aber sie war stärker als ich.
Ich war der letzten Frau unserer Art begegnet.
Hätten Stojan und die Strigoi von ihr erfahren,
wäre sie für immer in ihr Zuchtprogramm gekommen.
Das konnte ich nicht zulassen.
Weil ich sie liebte.
Deine Mutter und ich beschlossen, uns von Tierblut zu ernähren.
Sie hatte unsere Merkmale nicht.
Und so bewahrten wir ihr Geheimnis.
Warum habt ihr Kinder bekommen?
Deine Schwester, sie hatte keinerlei Symptome.
Bis zu dem Vorfall mit Auris Conrady waren wir sicher, sie hätte es nicht.
Aber bei dir zeigten sich in der Pubertät die ersten Anzeichen.
Ich habe verzweifelt versucht,
dich zu entwöhnen.
Ich wusste, was auf dich zukommt.
Weil ich es selber durchlebt habe.
Und das wollte ich bei dir verhindern.
Ich habe mir oft gewünscht,
Maggie hätte dich nicht aufgehalten, als du versucht hast, mich zu töten.
Dann wären alle meine Opfer jetzt noch am Leben.
Ich verstehe, warum du es versucht hast.
Ich hätte dasselbe getan.
Aber...
du hättest mich nicht zwingen dürfen, meine Schwester anzulügen.
Ich wollte, dass sie weggeht und ein normales Leben führt.
Niemand durfte jemals erfahren, was sie war.
Nicht einmal sie selbst.
Unsere Art stirbt aus,
weil es außer deiner Mutter und deiner Schwester
keine Frauen mehr gibt.
Und das ist gut so.
Denn wenn die Strigoi Maggie finden,
du kannst dir die Konsequenzen vorstellen.
Nicht nur für deine Schwester.
Unzählige Menschen
würden ihren Kindern und Kindeskindern zum Opfer fallen.
Maggie.
Ich hätte ihn nicht aufhalten sollen, als er dich töten wollte?
Glaubst du das wirklich?
Alles musste genau so geschehen,
um uns auf den Weg zu bringen, auf dem wir jetzt sind.
Was wir jetzt tun,
wird mehr Menschen retten, als ich auf dem Gewissen habe.
Was ihr beide da tut...
Ihr müsst aufhören.
Es ist zu gefährlich.
Die Strigoi werden euch finden.
Es ist das Einzige, was ihn am Leben hält.
Seine Taten wieder gut zu machen.
Was hält dich am Leben?
Kai nicht im Stich zu lassen, so wie du es getan hast.
Du sagst niemandem, dass du das von mir hast.
Ich geb dir eine Woche. Danach werde ich behaupten,
dass ich Voits Brief an seine Tochter anonym erhalten habe.
Und wir werden sie selbst kontaktieren.
1998 wurde ein zwei Wochen altes Mädchen in einem Waldstück abgelegt
und von einem Landwirt namens Alois Regener... "gefunden".
In ihrem Korb fand sich ein Zettel mit dem Namen Vera.
Ganz sicher, dass sie es ist?
2011 überschreibt dieser Alois Regener seinen Hof
an seine langjährige Mitarbeiterin Magdalena Kring.
Vera wurde 1999 von einem Ehepaar aus Zürich adoptiert.
Sie lebt jetzt in Monrico, Spanien.
Wach auf. Es ist schon hell.
Ich weiß schon unser nächstes Ziel.
Die N340, eine 1000 Kilometer lange Küstenstraße in Spanien.
Hier verschwinden seit Jahrzehnten Menschen entlang der Route.
Es gibt keine Leichen, also keine Ermittlungen,
weite unbewohnte Wüste, menschenleer.
Das Gebiet ist zu groß.
Wo sollen wir da anfangen?
Hier.
Kai!
Wir müssen!
Wann bist du auf die Schule gekommen?
Ungefähr drei Jahre vorher.
Wie bist du angeworben worden?
Ich hab auf der Straße gelebt, in Warschau.
Jemand hat mich angesprochen und wollte eine Blutprobe von mir.
Er wollte auch ein Foto und meinen Namen.
Ein paar Wochen später ist er wiedergekommen und hat gesagt,
ich könnte auf diese Schule gehen, eine Ausbildung machen.
Ein neues Leben beginnen.
Ist das der Mann, der dich angesprochen hat?
War er auch dabei?
Wir mussten Blut spenden.
Einmal hab ich gesehen, wie dieser Mann...
das Blut getrunken hat.
Wer sind Sie?
Stehen bleiben.
Wo ist Stanislaw Zajak?
Du musst auf das Herz zielen.
Oder auf den Kopf.
Behutsam.
Sie haben gesehen, dass du Essen stehlen wolltest.
Deshalb wurdest du bestraft.
Das stimmt.
Dieser Mann weiß mehr als jeder andere vor ihm.
Wir müssen ihn finden.
Liebe Vera,
ich hab lang nachgedacht, was ich dir Schreiben soll.
Anbei die Tagebücher aus meiner Jugend.
Ich hab aufgehört darin zu schreiben, als deine Mutter mich verlassen hat.
Maggie hat mir gesagt, dass du nie geboren wurdest.
Sonst hätte ich alles in meiner Macht stehende getan,
um dein Vater zu sein.
Sie hat eine Tochter.
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