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Mysteriöse Angriffe in England...
Und in Frankreich...
Feuer!
...angeführt von russischen Soldaten.
Feuer!
Soldaten, die scheinbar nicht gealtert sind.
Und von dem finsteren Oberst Stanislav angeführt werden.
Ihm gegenüber stehen:
Toy...
1945...
...der russische Botschafter, und ein alter Freund.
Wissen Sie, ich mag Paris sehr.
Die Angriffe konnten abgewehrt werden.
Und plötzlich...
Der Dritte Weltkrieg?
Scheint, als wäre noch nicht alles vorbei. Schon wieder ein Angriff.
Wahrscheinlich eine isolierte Gruppe, von den Paras vergessen.
Vielleicht.
Es gibt nur einen Weg, das herauszufinden.
MIT SCHIRM, CHARME UND MELONE: THE NEW AVENGERS
DER DRACHE ERWACHT
TEIL 2
Nur zwei.
Ich hatte Recht. Eine isolierte Widerstandsgruppe.
Einer von ihnen hatte das bei sich.
Die Karte mit ihren Zielen. Wir sind hier.
Was ist das hier?
Eine altes Munitionslager.
- Und das? - Eine alte Kaserne.
Eine alte?
Das scheint das Schlüsselwort zu sein.
Eine kleine Armee mit veralteter Ausrüstung,
die veraltete militärische Ziele angreift.
Vielleicht hatten sie keine Funkverbindung.
30 Jahren lang?
Wir werden es herausfinden...
Durch Befragung der Gefangenen.
Ich bedaure, aber es gibt niemanden mehr, den Sie befragen können.
Aber...
Sie waren Kriegsgefangene.
Wer ist für diese Barbarei verantwortlich?
Alter, nur das Alter. Sie starben eines natürlichen Todes.
Sehen Sie selbst.
Hallo, Mike.
Es ist bei allen dasselbe.
Aber...
Wie?
Warum?
Totale Degeneration.
Gambits Spezialität.
Beschleunigte Senilität, das ist das "Wie".
Am "Warum" arbeite ich noch.
- Haben Sie noch Wanzen gefunden? - Ja.
Bei denen, die ich bisher untersucht habe.
Aus dem Schädel mehrerer Opfer konnte ich das hier entfernen.
Eine Art Funkgerät.
Ein Sender... oder Empfänger.
Unsere Elektronikexperten werden es untersuchen.
Das hier ist mir lieber.
Ich fühle mich endlich wie in Frankreich.
Machen wir heute Abend etwas?
Vielleicht die Nouvelle Exposition in Beaubourg?
Ja, okay.
Qualité française.
Welche Begeisterung Sie zeigen!
Machen Sie sich Sorgen?
Möchten Sie darüber sprechen?
Der Dritte Weltkrieg.
- Der Botschafter? - Er sprach vom Dritten Weltkrieg.
War er davon überzeugt?
Ich weiß nicht.
- Rufen Sie ihn doch noch einmal an. - Ich kann nicht.
Toy ist ideologisch das Gegenteil von mir.
Und ein guter Freund.
Es könnte ihn in Verlegenheit bringen, wenn ich ihn anrufe.
Dann warten Sie, dass er anruft?
Wenn wir zwischen den Zeilen lesen, ist die Gefahr vorüber.
Denken Sie?
Die französischen Behörden haben 250 Soldaten
aus unserer Geheimarmee getötet.
Unsere tapferen Kämpfer.
Wie schade, dass es so enden musste!
Aber auf lange Sicht ist es besser für uns.
- Es hätte leicht zum nächsten Weltkrieg führen können. - Ja.
Wie auch immer, es ist vorbei.
250 Männer.
Das ist unsere gesamte Belegschaft, nicht wahr?
Unsere ganze Belegschaft.
Dann können Sie ja jetzt nach Moskau zurückkehren.
Ich denke, ich werde noch ein oder zwei Tage hier bleiben,
um die Freuden der westlichen Dekadenz auszukosten.
Bonjour!
- Sie kennen Dr. Leparge. Wir haben ähnliche Interessen... - Frau Doktor!
Sie und Steed haben sicherlich auch gemeinsame Interessen.
Gambit und ich haben leider noch etwas zu tun.
Frauentausch am helllichten Tag!
Die Welt verändert sich.
Moment mal, sie gehört zu mir.
- Steed ist ein Gentleman. - Darüber lässt sich streiten.
Nun gut, wir haben andere Dinge zu tun?
Der Ausflug nach Paris hat dich wohl umgestimmt und du lässt mich endlich...
Arbeiten.
- Wir haben Arbeit. - Was?
- Steed ist besorgt. - Ich auch.
Jeder tote Soldat muss untersucht werden.
Das sind die persönlichen Gegenstände der Soldaten.
Ein Telegramm von Genosse Toy.
Aus unserer Botschaft in Paris.
Verbinden Sie mich telefonisch mit Toy, sofort.
Verschlüsselt.
Gambit!
Genosse Kerov, die Zahl war eindeutig: 250 Männer.
- Haben Sie mit Oberst Stanislav darüber gesprochen? - Ja.
- Gibt es ein Problem? - Ein ernstes Problem.
Die gesamte Belegschaft unserer Geheimarmee betrug 252.
Die beiden Vermissten sind sicherlich K-Agenten auf einer besonderen Mission.
Einer von ihnen ist Stanislavs Vater.
- Wo ist der Oberst? - Nicht da, unterwegs.
Bereiten Sie die Dokumente vor. Nehmen Sie ihn bei seiner Rückkehr fest.
Was würde ein russischer Soldat
mit einem Einzahlungsbeleg in seinem Schuh machen?
Einem sehr alten noch dazu.
"Februar 1946. Warenhaus Saint Ceir. "
Zwei von Ihnen wurden als K-Agenten für eine besondere Mission ausgewählt.
Sie werden gleichzeitig mit den normalen Einheiten aktiviert.
Aber wir werden Sie erst 48 Stunden später wecken.
Monsieur! Was machen Sie hier? Dies ist ein Privat...
Was machen wir hier?
Wir helfen Steed, sich keine Sorgen zu machen.
Oder wir bringen ihn näher an einen Zusammenbruch.
Tot.
Niedergestochen.
Mit einer Bajonette.
Soldaten.
Es geht wieder los.
- Das ist das vierte Lagerhaus, das wir besuchen. - Fehlen noch neun.
- Denn wir müssen... - Wir müssen Steed beruhigen.
Allons-y!
Sie sind mutig, Oberst,
aber auch töricht.
- Moskau hat Sie kontaktiert. - 252 Männer.
Warum haben Sie nichts von den anderen beiden gesagt?
Weil...
Weil sie den Schlüssel zu der ganzen Situation darstellen.
250 Kämpfer sind tot.
Wir können auf sie verzichten.
Denn Ihre Mission war es nur, Angst einzujagen.
Aber die beiden K-Agenten könnten ihn auslösen.
Wen?
Den Dritten Weltkrieg.
Es muss passieren, Genosse.
Wir wissen es alle. Und wer angreift, gewinnt.
Niemand kann einen Dritten Weltkrieg gewinnen,
denn es würde niemand überleben. Das weiß ich.
Und die Behörden in Moskau wissen das auch.
Fade Männer!
Vernünftige und verantwortungsvolle Männer.
Ich stelle das Dokument über Ihre Verhaftung aus, Oberst.
Sie werden zurückfliegen und vor Gericht gestellt werden.
Toy wird verhaftet.
Besondere Anordnung aus Moskau.
Nein, Sie Idiot! Er muss verhaftet werden!
Sie können sicher lesen?
Ein offizielles Verhaftungsdokument. Welcher Name steht dort?
Schließen Sie ihn ein und halten Sie es bis auf Weiteres geheim.
Oberst, das dürfen Sie nicht tun.
Bringen Sie ihn weg.
Hinterher! Töten Sie ihn!
So, als Nächstes...
Rue St-Lorrain, les entrepôts marchands, s'il vous plaît.
Gambit?
Leer.
Nicht ganz.
- Eine Patrone. - Eine ungewöhnliche.
Magnum Langstrecke.
Die Patrone eines Mörders.
- Toy! - Steed.
- Ich muss mit Ihnen reden. - Ohne Hallo zu sagen?
Ohne meine Hand im Zeichen der Freundschaft zu schütteln?
- Es ist dringend. - Sicher.
Kommen Sie, ich wollte mir gerade einen Soda-Whisky machen.
Scheint, als könnten Sie auch einen vertragen.
Das ist ein alter westlicher Brauch.
Whisky innen,
optimistische Mine außen.
Was ist los? Immer noch der Dritte Weltkrieg?
Möglicherweise, ja. Wenn wir nicht schnell reagieren.
Erzählen Sie mir alles.
In den alten Zeiten des Kalten Krieges
wussten wir nicht, welchen Weg der Westen gehen würde.
Deswegen wollten wir einen Schritt voraus sein.
Wir wollten in jedes europäische Land ein kleine Armee einpflanzen.
Einpflanzen?
Schläfer?
Wortwörtlich.
Eine Methode des stillen Angriffs.
Guerilla-Kämpfer wurden in Lagerhallen versteckt.
Alle schliefen.
Sie wurden in einen künstlichen Schlaf versetzt.
Man hätte sie alle aufgeweckt, wenn die Zeit gekommen wäre.
Aufgeweckt von...
Einem Funksignal.
Ein Sender im Gehirn des Schläfers.
Ja.
Woher wussten Sie das?
Ich habe nur 2 und 2 zusammengezählt.
Und das Ergebnis war 6.
Sie sind mein Mann, Steed.
Das Funksignal wäre von einem unserer Satelliten gesendet worden.
Das System sollte nur im Falle eines bevorstehenden Krieges genutzt werden.
Um beim Erstschlag einen Vorteil zu haben.
Ja, aber... es ist etwas schief gelaufen.
Ein technisches Problem...
Der Sender funktionierte nicht. Ich weiß es nicht genau.
Das Signal wurde ausgelöst, als der Satellit über Frankreich flog.
Daher der kleine Krieg, in dem wir uns jetzt befinden.
Da ist noch mehr, oder?
Die Franzosen haben die Guerillas besiegt, aber da ist noch etwas anderes.
Zwei K-Agenten sind noch frei.
K-Agenten?
K für Kill, Mörder.
Zwei gut ausgebildete Mörder, die auf bestimmte Ziele trainiert sind.
Wenn sie sie erreichen,
werden unsere Länder und die ganze Welt
in einen unwiderruflichen Krieg gezogen.
Welche sind ihre Ziele?
Sie allein können die Welt noch retten...
Keine Bewegung, oder sie stirbt.
Sie müssen uns sowieso beide töten. Wir sind Zeugen.
Man kann eine Kugel besiegen.
Sie bewegt sich mit 1.600 km/h.
Aber sie kann besiegt werden.
Man muss es vorhersehen und sie ablenken.
Ich habe das nur einmal gesehen.
Aber es ist möglich.
Das war das dümmste, lächerlichste und schönste, was ich je gesehen habe.
- Deine Hand! - Schon gut. Steed!
Direkt ins Herz!
Er hat uns alles beigebracht.
Er war gut,
ehrlich...
und aufrichtig.
Und er lebt!
Wirklich? Wie ist das möglich?
Weil ich ein Gentleman bin.
Ich persönlich rauche nicht.
Aber ich habe immer welche dabei für Freunde, die es unklugerweise tun.
Ah! Wunderbar!
Vergessen wir unsere Prioritäten nicht.
Den Dritten Weltkrieg abzuwenden ist wichtiger, oder?
Er war mein Freund.
Er kam, um mich zu warnen.
Es kostete ihn sein Leben.
Er wollte dich warnen? Wovor?
Vor zwei Attentätern, die auf wichtige Ziele angesetzt sind.
- Wer? - Er hat es mir nicht gesagt.
Dann ist es wohl nicht so wichtig.
Bisher waren alle Ziele seit 30 Jahren veraltet.
Aber manche Ziele verändern sich nicht.
Ich weiß, dass Sie mir nicht glauben.
Mir selbst fällt es auch schwer, es zu glauben.
Agenten, die vor 30 Jahren infiltriert wurden.
Ein fälschlich ausgelöstes Satellitensignal.
Genau.
Womit wir es zu tun haben, meine Herren, ist ein Unfall!
Ihr Botschafter hat Ihnen das alles erzählt.
Aber er ist nun tot. Daher wurde es nicht offiziell bestätigt.
- Steed hat es bestätigt. - Ja.
Wir haben das Wort eines Engländers.
Aber es wurde nicht von einer französischen Quelle bestätigt.
Es stimmt mit den Fakten überein, soweit ich weiß.
- Das überprüfen wir noch. - Aber...
Wir danken unserem englischen Freund für sein Interesse.
Aber deswegen alarmieren wir nicht den Präsidenten oder den Premierminister.
Wir werden den Sicherheitsdienst auffordern,
die Alarmbereitschaft zu verstärken.
Was ist passiert?
Sie senden eine Notiz an den Sicherheitsdienst.
Bürokratie!
Wir sind also allein?
Nicht ganz.
Ich glaube Ihnen, Steed.
Offiziell sind mir die Hände gebunden.
Aber inoffiziell...
sollten wir Kriegsrat halten.
Während Sie die Strategie besprechen,
schaue ich mir mal das Schlachtfeld an.
Das Museum, General Gaspard.
Er war ein geschätzter und mutiger Soldat,
ein echter Sohn Frankreichs.
Das war er.
Das hier hatte der Attentäter dabei.
Noch ein veraltetes Ziel.
Veraltet oder nicht,
er wird mit militärischen Ehren begraben.
Er lebte wie ein Soldat.
Er starb auch wie einer.
"Einer" ist das Schlüsselwort.
Zwei K-Agenten. Einer ist tot...
Und den anderen müssen wir noch finden.
Das sind alle Liköre, die wir haben.
Macht Monsieur eine Art Wette?
Macht Monsieur eine Art Werbung?
Monsieur holt verlorene Zeit auf.
- Der Likör ist neu. - Neu? Nein.
Er ist schon seit 25 Jahren auf dem Markt.
- Oder noch länger. - Genau. Neu.
Überschuss ist kein Vergnügen.
Das Vergnügen befindet sich kurz vor dem Überschuss.
Du hast mir das gesagt, als ich klein war.
Vater!
Lieber Vater!
Es ist schwer zu verstehen, ich weiß.
Das alte Holzhaus unter der Treppe.
Das Geräusch der Wolga während der Hochwasser im Frühling.
Und im Winter das "Schhh" unserer Schlittschuhe auf dem Eis,
als wir das noch warmes Brot von Mutter Zaboski abholten.
Mein erstes Paar Schlittschuhe
hast du mit deinen eigenen Händen gemacht, Vater.
Stanislav!
Mein Sohn!
Die Welt verändert sich.
Aber nicht zum Besseren.
Wie...
Ich wartete vor dem Lagerhaus bis...
du aufgewacht bist.
Seitdem bin ich dir gefolgt.
"Gib mir einen guten Mann, der mir den Rücken freihält..."
"...und ich werde ohne Angst voranschreiten."
Ich erinnere mich.
Stanislav.
Du bist stark geworden.
Ich bin alt geworden.
Aber du, Vater, du bist noch immer jung und einsatzfähig.
Für den Krieg?
Sie haben mich geweckt...
Der Krieg wird bald beginnen.
Ich verspreche es dir.
Und Minski?
Der andere K-Agent. Ist er...
Minski ist tot.
Aber er ist nicht umsonst gestorben.
Er hat sein Ziel erreicht.
War dieser General Gaspard wichtig?
Wichtig, respektiert, geliebt.
Er wird mit militärischen Ehren begraben.
Perfekt.
Ach, Stanislav.
Du hast mich früher schon übertroffen.
An dem Tag, als du uns die finalen Anweisungen gabst,
warst du Hauptmann und ich nur Oberfeldwebel.
Ich bin jetzt Oberst.
Du hast viel erreicht, mein Sohn.
Du wirst noch mehr erreichen, Vater.
Es ist bedauerlich,
sehr bedauerlich, dass General Gaspard tot ist.
Vor allem für ihn selbst.
Es wird natürlich ein Begräbnis geben.
Außer, jemand möchte ihn ausstopfen.
Oberst Martin, Ihr Sinn für Humor ist,
gelinde gesagt, eigenwillig.
Der Einfluss Ihrer englischen Freunde?
Gaspards Tod ist bedauerlich,
da wir die Route des Präsidenten ändern müssen.
Er muss natürlich an der Beerdigung teilnehmen.
Gaspard war ein wahrer Sohn Frankreichs,
aber es kommt sehr ungelegen.
Ja, Herr Oberst, ich weiß,
dass es für den armen Gaspard noch ungelegener ist.
Doch zum Glück wird der General auf dem Friedhof seines Dorfes begraben.
Und glücklicherweise ist der Bereich einfach abzusichern.
Wir sollten daher mit einem Minimum an Aufregung auskommen,
um die echte Arbeit der Regierung so schnell wie möglich wiederaufzunehmen.
Die Beleuchtung ist sehr hübsch.
Geht es Ihnen nicht gut, oder sind Sie mit den Gedanken woanders?
Dann sollten wir woanders sein.
Sie haben mich praktisch dahin gezogen.
Warum sollte ich eine solche Show sehen wollen?
Ich bin ein Mädchen!
Ich bin ein Mädchen und ich möchte, dass das klar ist.
- Sie ist ein Mädchen. - Kein Zweifel.
Gut, Purdey, wir haben abgestimmt.
Du bist definitiv ein Mädchen.
Obwohl die Abstimmung nicht gerade einstimmig war.
Gaie Paris.
Du bist noch immer ein Mädchen.
- Etwas stört Sie, nicht wahr? - Ja.
- Und dich auch. - Ja.
Warum offenbart ihr nicht, was Sie beide stört? Dann vergleichen wir.
General Gaspard.
- Was genau? - Ich weiß nicht genau.
- Dieses Foto... - Das Foto! Genau!
Das Foto von Gaspard, was der Attentäter hatte.
- Das war aktuell. - Genau.
Genau.
- Das Ziel war 30 Jahre alt. - Aber das Foto war aktuell.
Genau.
Das bedeutet...
Der Attentäter muss es aus einer aktuellen Akte haben, weil...
...er Gaspard töten wollte, auch wenn er nicht mehr im Dienst war.
- Genau. - Genau.
Sehr hilfreich!
Wohin bringt uns das?
Nirgends.
Sie sind noch immer ein Mädchen.
Ich bezweifle, dass die Sicherheitszone bis hier hin geht.
Aber für alle Fälle bleibe ich hier.
"Ein guter Mann, der mir den Rücken freihält..."
Das ist mein Junge.
Nun, mein Sohn...
Jetzt nähert sich der Moment, von dem wir vor vielen Jahren gesprochen haben.
In ein paar Stunden wird die Welt zu einem anderen Ort.
Es wird unsere Welt sein.
Unsere Politik,
unsere Ideologien.
Vorausgesetzt, es gibt dann noch eine Welt.
Vater!
Ziele gut, und genau.
Das werde ich.
Auf Wiedersehen, mein Sohn.
Nur der engste Familienkreis wird an der Beerdigung teilnehmen.
Glücklicherweise hatte General Gaspard nur noch wenig Familie.
Die enge Familie im ersten Auto.
Im zweiten Auto Vertreter von Armee und Regierung.
Im dritten Auto der Präsident.
Ich vermute, er muss das Auto auch verlassen?
Er muss definitiv einen Kranz niederlegen.
Andernfalls spricht die Presse darüber und die Armee wird es als Affront sehen.
Das ergibt nur Aufregung und Chaos.
Ich versuche, Aufregung zu vermeiden.
Selbst den kleinsten Hauch von Aufregung.
Der Friedhof ist nicht so leicht zu überwachen.
Man kann sich dort leicht verstecken.
Eine Stunde vor der Bestattung muss das Gelände gründlich durchsucht
und der Zugang kontrolliert werden.
So eine kleine Zeremonie ist nicht leicht zu sichern.
Der Präsident wird also nur für ein paar Sekunden das Auto verlassen.
Ich bestehe darauf,
dass Sie alles tun, um den Präsidenten zu überzeugen.
Ansonsten...
Sollte irgendetwas schiefgehen, haben Sie eine Mitschuld.
Also...
Ich werde mit ihm sprechen.
Gut.
Meine Herren, lassen Sie uns beten,
dass die Beerdigung schnell und problemlos vonstattengeht.
Ein Hauch von Trübsinn.
Ich fühlte es, als ich ankam.
Wir Franzosen sind sensibel.
Ein Hauch von Niederlage.
"Eine Schlacht ist nicht verloren, solange sie nicht geführt wurde."
Jemand sagte das einst.
Sir Everington Steed, ein Verwandter von mir, er war in Waterloo.
Dann gibt es ja einen Vergleichsfall.
- Waterloo war eine ordentliche Schlacht. - Säbel und Gewehre.
- Eine Stunde Mittagspause. - Zwei Stunden.
Die Gegner waren schließlich Franzosen.
Es gibt gute Nachrichten.
Sie sind endlich aufgewacht, im Ministerium.
Dadurch konnte ich die Sicherheitsmaßnahmen verstärken.
Die Verpflichtungen des Präsidenten wurden auf ein Minimum reduziert.
Haben Sie jetzt auch Verpflichtungen?
- Daher die Uniform. - Sehr schick.
Etwas angenehmes?
Wohl kaum.
Die Beerdigung von General Gaspard.
Eine Beerdigung.
Die Beerdigung!
Der erste Attentäter tötet einen alten General.
Einen geschätzten alten General.
- Er wird mit großer Fanfare begraben. - Mit militärischen Ehren.
- Der Präsident persönlich ist anwesend. - Das könnte Ursache und Wirkung sein.
- Ein Plan. - Eine Falle!
Eine perfekte Falle.
Ideal für einen Scharfschützen.
Der Oberst scheint die Situation in der Hand zu haben.
Da war ich wohl...
...mit einem Fuß im Grab?
Steed!
Es ist okay, lassen Sie sie.
Gehen Sie zurück und kontrollieren Sie die Kirche.
- Steed! Was machen Sie hier? - Dem General die letzte Ehre erweisen.
In diesem Outfit?
Seien Sie ehrlich, was ist der wahre Grund?
Eine Idee. Vielleicht eine wertlose.
Wenn Sie eine Idee haben, würde ich sie gern hören.
Gaspards Tod...
könnte eine Falle sein.
Der Präsident wird ihn würdigen.
Ungeschützt.
Ich habe die Sicherheit stark erhöht.
Daran habe ich keinen Zweifel.
Aber kann noch mehr Verstärkung schaden?
Seien Sie willkommen.
Meine Männer sollen erneut alles überprüfen.
Ich schaue mir die Zugangsstraßen an.
- Ich durchsuche den Wald. - Und ich den Bereich da drüben.
Steed?
Ich bin im Westsektor.
Nichts.
Bei mir auch nichts.
Es ist 11:00 Uhr. Noch eine Stunde.
Schauen Sie weiter.
Wegen deiner Erschütterungen verfehle ich nicht mein Ziel!
- Gambit? - Ich höre.
Es ist fast Mittag.
Ich weiß.
- Ich habe nichts gefunden. - Ich auch nicht.
Hier scheint alles okay zu sein. Ich komme zu dir.
Freut mich.
Außerdem ist es eine gute Idee.
Dann sind Sie am höchsten Punkt der Gegend.
Ich beobachte weiterhin die Zugangsstraßen.
Rein gar nichts.
Wir haben auf ganzer Linie Fehler gemacht.
Vielleicht.
In fünf Minuten wird alles vorbei sein.
Vielleicht.
Bald. Bald.
Wie spät ist es?
- Gegen Mittag. - Die genaue Uhrzeit.
- Eine Minute nach 12. - Eine Minute nach?
Die Kirche! Steed!
Die Kirchenglocke hat nicht geschlagen!
- Ach, Gambit! - Los!
Eine Punktlandung und ganz ohne Störung.
Trotz dieser Uhr.
- Die Uhr geht falsch. - Bestimmt das Werk eines Engländers.
Steed!
Wir sind Ihnen sehr dankbar.
Heute Abend geben wir ein Bankett.
Ich werde Ihnen ein Auto schicken.
Ich weiß, wo die Froschschenkel und Schnecken superbe sind
und der Liqueur d'Orléans exquisit. Bis später.
Frösche und Schnecken?
Französische Spezialitäten.
Ich nehme den Liqueur d'Orléans.
Branntwein und Schlangengift. Es ist ein Genuss.
Mit einer toten Viper am Boden der Flasche.
Meine Freunde, ein VIP ist auf dem Weg zu Ihnen, um Sie alle zu dekorieren.
Dekorationen?
Ehrungen!
Medaillen. Ich frage mich, welche.
Croix de guerre, Légion d'honneur...
Der Sibirienstern.
Die Mongolei-Medaille.
Und für Sie...
Die kleine Mutter Erde...
Der Preis der Traktorfahrer und der schweren Industrie.
Für Frankreich. Für uns.
Für die Welt.
Für Ihre erbrachten Dienste.
Wenn das MI-5 davon erfährt!
Und jetzt, der große Steed-Preis.
Auf meine...
Auf mich...
und meine beiden lieben Freunde.
Merci, Mademoiselle!
Untertitel: Jana Knäringer, digital images GmbH, Halle (Saale), 2025
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