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(zarte, lauter werdende Musik)
(Musik wird unheilvoll.)
(Musik wird düster schwelend.)
(Musik wird bedrohlich.)
(Musik wird intensiver.)
(Musik verklingt.)
(Sie jauchzt auf.) Was war das? - Gar nichts.
Okay, ein kleiner Hinweis. - Keine Hinweise.
(Sie seufzt.) - Fast da.
Ich nehm... - Nein. Du stehst doch auf Überraschungen. - Ja.
Wenn ich weiß, worum es geht. - Du wirst es lieben.
Versprochen. - Na klar.
Ich liebe ja schon die Aussicht. - Ha, ha.
(Lied: "Bad Moon Rising" von Creedence Clearwater Revival)
(Radiosender wechselt.)
(Lied: "Ring of Fire" von Johnny Cash)
("Ring of Fire" setzt sich fort.)
(leise angespannte Musik)
So, da wären wir.
Aufpassen, wo du hintrittst. - Ich seh nichts.
Okay, ein Stück weiter... Stopp.
Jetzt nehm ich sie dir ab.
So.
(ruhige Musik)
Ist nicht dein Ernst.
(stammelnd:) Wa... Wie? Der hat schon auf?
Dank eines Gefallens sind wir auf der Eröffnungsfeier.
(Sie quietscht.) - (Er lacht glucksend.)
Sehr erfreut.
(unsicher:) Wow. Äh, findest du, ich bin passend angezogen?
Du siehst umwerfend aus.
Komm.
(Sie seufzt.) - ("Ring of Fire" spielt im Radio.)
(Wind frischt auf.) - (Musik verhallt.)
Hey! Nicht die Münzen aus dem Brunnen klauen, das bringt Unglück.
'tschuldigung, Sir. - Geh weiter.
(leise, unheilvolle Musik) - (Stimmengewirr)
(Musik wird bedrohlich.)
(Kamera sirrt.) - (Fotograf:) Lächeln.
Hier ist Ihr Schein. - Danke.
Hallo, Sir. Möchten Sie ein Foto?
(Er staunt.)
(Mann:) Immer schön vorsichtig, Herrschaften.
Fahren Sie mit? - (bemüht:) Äh, wir nehmen den nächsten.
Ach, kommen Sie. Sie passen noch rein. - Danke.
(Fahrstuhl knarzt.) - (Fahrstuhlführer:) Es geht hinauf.
(Surren) - Oh, Verzeihung. 'tschuldigung.
(angestrengt:) Das tut er manchmal.
(mechanisches Rauschen) - (leise beunruhigende Musik)
(Musik wird majestätisch.) - (Sie zieht die Luft ein.)
(Fahrstuhlführer:) Ein paar Details zum Sky View Tower.
Er ist 150 Meter hoch und wiegt über 9.000 Tonnen.
Gefertigt ist er aus Stahlbeton und Glas. Und noch viel beeindruckender:
Das Projekt wurde fünf Monate früher als geplant fertiggestellt.
(leise:) Ist das was Gutes?
(Sie atmet beherrscht.)
(Ihr Atem wird zittrig.)
(Wind heult.) - (Absätze kratzen.)
(ergreifende Musik)
(Musik verklingt.)
(lockere Hintergrundmusik) - (staunend:) Wow.
Was hab ich dir gesagt? - (angetan:) Elegant.
Ja? Was kann ich für Sie tun?
Wir haben reserviert, für Campbell.
Tut mir leid, aber der Eröffnungsabend ist bereits überbucht.
Wir können Sie nicht unterbringen. Gehen Sie bitte zur Seite.
Vielen Dank. - Schon gut. Ich hab das mit Jake geklärt.
Ist er hier? Dann... - Wir haben Jake heute Morgen entlassen.
Haben Sie vielen Dank. - Was ist denn los?
Eine Sekunde. Sir, ich weiß, wie bedeutend Sie sind...
(Korken knallt, entzückter Schrei.) - (Gelächter)
Bitte. - (Platzanweiser:) Geradezu herzergreifend.
Aber ich kann nicht helfen. Wenn Sie jetzt...
Oh, Mr. Fuller, wie schön Sie zu sehen.
Wir haben einen wundervollen Tisch für Sie.
Gehen wir an die Bar. - Was? - Tu ganz unauffällig.
(vereinzelter Applaus) - (wispernd:) Wow.
Wow, was für 'n Ausblick.
(metallenes Knarzen) - (Er stößt die Luft aus.)
(Wind pfeift.)
(bemüht:) Mhm. - Was?
(beschämt:) Oh nein.
Du hast Höhenangst. - Was? Oh... Nein, ich bin nur...
Ich war nur noch nie so weit oben. - Tut mir so leid.
Dieser Abend wird zum Reinfall.
Dabei sollte er perfekt werden. - Hey.
Er ist doch perfekt. Weil ich mit dir hier bin.
(Stich) - Ah. - Alles okay?
Oh... Ich werd's überleben. - Ja? - (Korken knallt.)
Hey, Champagner umsonst. - Meine Lieblingssorte.
Ha. Schon unterwegs.
(Sängerin singt "Fallin'" von Neil Sedaka.)
(Sie atmet beherrscht.) - (Musik wird hallend.)
Okay. - Bin gleich wieder da.
Verzeihung, wo ist die Damentoilette? - Über die Tanzfläche.
(Live-Musik setzt sich fort.) - (vereinzeltes Hallen)
(helles Klingen) - (Musik tritt in den Hintergrund.)
(Applaus) - (Sängerin:) Danke. Wir kommen gleich wieder.
Hi, Süßer.
(Sängerin:) Ist alles in Ordnung? - Oh. Es geht mir gut, danke.
(Sie seufzt.) - Wie weit sind Sie denn?
Was?
Oh. Nein, ich... ich bin nicht...
Ähm...
Ich weiß es nicht so genau. Vielleicht ein oder zwei Monate.
Oh. Das sind tolle Neuigkeiten.
Oder nicht?
(zögernd:) Ich hab's meinem Freund noch nicht gesagt.
Und liebt er Sie?
Ja.
Dann lässt er Sie nicht fallen.
Danke. - Natürlich.
Wiedersehen.
Okay, wir haben's bald hinter uns. - Gut.
(erleichtert:) Oh... Da bist du ja.
Ist alles gut? - Ja. Ich denke schon.
Komm mit. Gehen wir an die frische Luft.
(zauberhafte Musik)
Ich will dir... - Ich wollte dich... - (Sie lachen.)
Ähm... Du... du zuerst. - (angespannt:) Okay...
(unheilvolle Musik) - (Klacken)
Ich wollte das später machen, aber bei dem Ausblick...
(Windböe) - (Frau keucht auf.)
(Mann:) Hey!
Nicht werfen. Du könntest wen töten. - Oh, tut mir so leid. Natürlich, klar.
Fettsack.
Ähm, diese letzten paar Jahre...
waren absolut zauberhaft.
Und das, äh... Das liegt nur an dir.
Iris, ich will den Rest meines Lebens mit dir verbringen.
(zaghaft:) Du meinst... mit uns?
Was?
Entschuldige.
Ich... - Ich bin der glücklichste Mann der Welt.
Was? Du bist nicht böse? - Machst du Witze?
Nein, das ist... Das ist unglaublich. - Wirklich?
Wir gründen eine Familie.
Ähm, also, willst du?
Oh, äh... ja.
(Iris lacht aufgeregt.)
(Iris:) Äh... - Ist er zu eng?
Äh, er ist perfekt.
Hey, lass uns feiern gehen.
(Er stimmt "Shout" von The Isley Brothers an.)
(Mitreißende Musik setzt sich fort.)
(Musik wird leiser.)
(Musik wird wieder lauter.) - (Publikum singt mit.)
(Er singt lauter.)
(Schreie)
(Lied über Radio: "Raindrops Keep Fallin On My Head" von Burt Bacharach, Hal David)
(Iris:) Paul, nimm meine Hand. Halt dich fest.
Halt dich fest. - Ich kann nicht. Bleib da.
Warte. Hilfe! - Bleib da!
Paul, nimm meine Hand!
Nein!
Nein! - (panische Schreie)
(Sie schreit.)
(Gas zischt.)
(Sie schreit gellend.)
(erstickter Schrei)
(Schreie setzen sich fort.)
Alle Mann die Treppe runter!
(Sie schreit.)
Aus dem Weg! Kinder zuerst! - (Mann:) Wo bleibt die Feuerwehr?
(Knirschen)
(schrill:) Zum Fahrstuhl.
(Knarzen) - (Klappern)
Entschuldigen Sie. Ich muss an die Aufzugssteuerung. Bleiben Sie bitte ruhig.
Weg da. Lassen Sie mich rein.
Zurück! - Ich will da rein. - Wir sind überladen!
Wenn du mich nicht reinlässt... weg.
Lass mich rein!
(Sie schreit.)
(Iris hustet.)
(Knirschen)
(Dröhnen und Knarzen)
(spitze Schreie)
(Frau wimmert verzweifelt.)
(panisch:) Hilf mir! Bitte!
(Frau stöhnt.) - Nehmen Sie meine Hand! - Hilfe!
(Frau kreischt auf.)
(Knarzen)
(Knarzen setzt sich fort.)
(Knirschen)
(Münze klingt.)
(Rauschen und Krachen)
(Iris atmet heftig.)
(Wind heult.)
Hilfe! Hilfe.
(Krachen)
(Sie hustet.) Hey, hey, komm her, komm her.
(Feuer wütet.)
(Kind kreischt.)
(Iris wimmert angestrengt.)
(Sie schreien langgezogen.)
(Sie schreit lang und keucht auf.)
Nun, mir ist klar, dass Vektormultiplikation gruselig sein kann.
Aber so gruselig auch wieder nicht.
Genug für heute. Nächste Woche bereiten wir die Abschlussprüfung vor.
(Professor:) Ms. Reyes?
Wir müssen reden.
Ja.
(Paul:) Wir gründen eine Familie.
(Aufpasser:) Wirf die Münze nicht.... wen töten.
(Fahrstuhlführer:) Alle die Treppe runter! - (Sie stöhnt.)
(verhallender Schrei) - (Sie schreit.)
Dieser Traum zerstört mein Leben. - Meins auch.
Jede Nacht, Stef. Gott, ich schlaf gar nicht mehr.
Scheiße, tut mir leid.
(Stef zögernd:) Darf ich dir was erzählen?
(seufzend:) Was ist denn?
Also, diese Frau, in meinem Traum, ihr Name ist Iris, ja?
Okay... - Das war der Name meiner Großmutter.
Ich... Ich glaub, ich träume von ihr. - Ist das dein Ernst?
Ja. Aber ich bin ihr noch nie begegnet. Ich weiß gar nicht, ob sie lebt.
Okay, gut, entweder, geh nach Hause
und find was raus über Oma, damit die Träume aufhören.
Oder warte hier darauf, dass du im Schlaf in echt stirbst.
Weil ich dich umbringen werde.
Tut mir leid. - Ja. Ja, schon gut.
Hab dich lieb. - Ja. Hab dich auch lieb.
Geh nach Hause. - Ja.
Leise. - (Stef seufzt erleichtert.)
(getriebene Musik)
(Hupen)
(Sie brummt und seufzt.) Okay.
Alles klar. Ja.
Hey, da ist sie ja. - Hi, Dad.
Willkommen zu Hause. Freut mich so. - Ja, mich auch.
Du hast mir so gefehlt. - Ich weiß. - So schön, dich zu sehen.
Danke dir. - Das nehm ich dir mal ab.
Tut mir leid, Charlie übernahm vor Kurzem dein Zimmer.
Und meine Akten sind in seinem, also ist das Schlafsofa für dich.
Ist das okay? - Ja. Nein, das ist völlig in Ordnung.
Hey, haben wir noch diese Schachtel mit Moms alten Sachen?
Da waren so diverse Fotos, und so 'n Adressbuch drin...
Mit Telefonnummern. - Wozu brauchst du das denn?
Es ist nicht so wichtig. Nur, ich dachte, ich hätt's hier rumliegen sehen.
Stefani, was ist los?
Okay, das klingt jetzt... echt schräg.
Aber ich... ich will Moms Mutter finden, Iris.
Äh... Okay, ja, das ist echt schräg. Und weißt du was?
Ich hab die Schachteln längst entsorgt. Nachdem eure Mom ging.
(Stef:) Oh. Hi, Charlie. - Hey.
Ähm, "hi, Stef, wie geht's dir? Es ist so toll, dich zu sehen."
Ja. Klar. Ich geh zu den Cousins. - Was?
Deine Schwester ist da... - Ich hab was vor.
Ich kann dich hinfahren. Ich wollte die sowieso besuchen.
Ist schon gut. - Hey.
Bei deinen Cousins, sprich bitte nicht über Iris mit Onkel Howard.
Klar. Ist kein Problem.
Also... bis dann. Hab dich lieb. - Hab dich auch lieb.
(Musik dröhnt über Kopfhörer.) - Charlie?
Cha... Kannst du die rausnehmen, bitte? - Au. Stef, au.
Ich will mit dir reden. Was ist dein Problem? - Was?
Du hast die ganze Zeit nicht ein Wort rausgebracht. - Na ja...
Stef, wieso bist du hier? Du kommst doch nur über die Feiertage.
Ich muss dir etwas sagen. Aber versprich, es Dad nicht zu erzählen.
Bist du schwanger? - N... nein, ich bin nicht schwanger.
Weiß ich doch nicht. - Wie kommst du...
Du gehst aufs College. - Versprich einfach, dass du nichts sagst.
Wieso sollt ich's Dad sagen? - Es ist ernst.
Schon gut.
Okay, ähm...
Ich... werde vielleicht exmatrikuliert.
Whoa.
Hör auf zu lachen. Meine Noten müssen... - Das ist ein bedeutender Moment für mich.
Ist irgendwie witzig. Einser Schnitt, du warst Schülersprecherin.
Miss Jahrgangsbeste fliegt. - Nicht witzig.
Werden meine Noten nicht besser, verlier ich mein Stipendium. - Oh.
Krasser Mist. Sorry. - Mhm.
Was ist passiert? - Ich kann nicht schlafen.
Schließe ich die Augen, hab ich denselben wiederkehrenden Albtraum über... Iris.
Unserer Großmutter. Ich weiß nicht...
Das muss doch was bedeuten. - Weiß nicht.
Ich träum auch schräge Sachen.
Hab geträumt, 'n Hotdog hat mich aufgegessen. - Was?
Dass so der Hotdog mich verdrückt hat. - (resigniert:) Okay.
Alter, kannst du was machen? - Wir finden ihn schon.
Rutsch mal, ich muss da nachsehen. - Das ist ein Online-Match.
Ich muss da ran. - Verpisst du dich bitte?
Und was war letztes Mal? - Das ist 'n geranktes Match.
Was ist los? - Ich finde Paco nicht.
Alter, schon wieder? - Warte, wer ist Paco?
Nee, echt? Hey, Cousine.
Oh Gott. Hilfst du suchen? Achte darauf, wo du hintrittst.
Ja, klar. Ich will nur erst mit eurem Dad sprechen.
Shit, was verschlägt dich hierher? - Alter, sie fliegt grad vom College.
Charlie... - Ey, willkommen im Club.
Erik, Alter, hast du irgendwo geguckt? - Paco ist nicht oben.
Oh, aber sieh mal, wer hier unten ist. - Hi, Julia...
Wir müssen... - Charlie.
Hi. - (Charlie:) Jules. - Da ist ja mein Romeo.
Die Abschlussball-Einladung und Jenny? - Sie hat Ja gesagt.
Oh mein Gott, hör auf. Okay, warte... - Wer ist... Jenny?
Er kennt sie aus der Rettungsschwimmer-Jugend. - Was?
Ich wusste nicht, dass du da mitmachst. - Okay. Und was willst du tragen?
Ich werd's eher schlicht halten. - Hm.
Schwarzes Sakko. - Okay.
Und dazu? - 'ne witzige Schleife.
(erfreut:) Stef! Stefani!
Oh mein Gott! Hi, Schätzchen. - Hi, Tante Brenda.
Wie lange bleibst du? - Nicht lang.
Ist Onkel Howard auch hier? - Ja, draußen. Ich hol ihn.
(Rasenmäher brummt.) - Howard!
Stefani ist hier, komm! - (Brummen endet.) - (Howard:) Toll.
Du siehst erledigt aus. Ist alles gut? - Ach... - Stefi, lass dich ansehen.
Hey. - Komm her. Ach, Schätzchen. So schön, dich zu sehen.
Hunger? Ich wollt Essen machen. - Nein.
Ich bin hier, weil ich mit dir über deine Mutter sprechen wollte, Iris.
Du redest nicht gern über sie... - Es gibt nichts.
Kinder, Mittagessen! - Es ist so:
Ich hab einen... wiederkehrenden Albtraum von ihr.
Schätzchen, sicher nur der Stress. Versuch es mit Melatonin.
Ja, schon, aber das Seltsame ist, ich träume von einem echten Ort.
Von vor 50 Jahren. Einem Restaurant namens The Sky View.
(aufgeregt:) Kennt ihr das? Hat Iris euch davon erzählt?
Was hat sie gesagt? Hat sie was erzählt?
Wenn ich mit ihr rede... - Mit wem?
Stef träumt von Großmutter Iris. - Der Psycho-Granny?
Ich dachte, die ist tot. - Für uns ist sie das. - Ja.
Stefi, Iris Campbell ist eine sehr schwer gestörte Frau.
Und das war's. - Aber dann hören vielleicht diese Träume auf.
Stef, hör einfach auf. - Was war denn so Schlimmes?
Wegen ihr ist deine Mutter gestört. - Was?
Ich will nicht mehr darüber reden. - Bitte, ich muss es einfach wissen.
Hör zu... Stefi...
Nachdem unser Vater starb,
ist Iris einfach übergeschnappt.
Wir durften nicht mehr zur Schule. Sie sperrte uns im Haus ein.
Sie war besessen von all den schrecklichen Arten des Todes.
Irgendwann wurde das so schlimm, und ich meine, so schlimm...
Da kamen die Behörden und nahmen deine Mutter und mich ihr weg.
Aber sie verfolgte uns bei unseren Pflegefamilien.
Und als die Kinder kamen, fing sie an, uns so abscheuliche Briefe zu schicken.
Voller Todesanzeigen und verstörenden Fotos von Leichen.
(Brenda:) Wir mussten wegziehen, um keinen Kontakt mehr zu haben.
Und, äh...
Habt ihr noch welche von diesen Briefen?
(Brenda seufzend:) Ich... - Stefi, hör mir zu.
Diese Frau ist ein kranker und gefährlicher Mensch.
Für dein Wohlergehen und deine Sicherheit,
halte dich ja von ihr fern. - Ähm.
(Rumpeln) - Ich hab Paco gefunden.
Zum Glück. - Toll. - Der will ins Wohnzimmer.
Komm her, Paco. - Da drin?
(Erik:) Kommt, Leute. Auf geht's. - Wie kam er da rein?
Ich brauche deine Hilfe. - (Brenda seufzt.)
Du hast deinen Onkel gehört. Lass es sein. Lass es einfach sein.
Du verstehst das nicht. Wegen diesem Traum fällt mein Leben auseinander.
Und ich hab das Gefühl, ich verlier den Verstand.
Bitte. Nur du kannst mir helfen.
Setze ich euch in Verbindung, verzeiht er mir nie.
Bitte. - (Brenda seufzt schwer.)
Ganz egal, was du tust,
sieh nicht in die unterste Schublade unserer Esszimmervitrine.
(leise Musik)
(Musik wird lauter.)
(mysteriöse Musik)
(Musik wird angespannt.)
(Musik wird verhalten.)
(Vogel krächzt.)
(Musik wird leise und unheilvoll.)
(Musik verklingt.)
(schrilles Summen)
(leises Rauschen) - Hi, ähm...
Ich möchte zu Iris Campbell. - (Frau:) Haben Sie die Schilder gesehen?
Äh, doch, das hab ich, aber...
Dann verpissen Sie sich sofort. Keine Besucher. - Ich bin deine Enkelin.
Stefani.
Leer deine Taschen aus. Handy, Schlüssel, alles.
Aber ich bin nicht gefährlich.
Vor dir hab ich auch keine Angst. - (Summer geht.)
(kurzes Knistern) - Äh...
(Tor öffnet knarrend.)
(Zischen und Knarren)
(wundersame Musik)
Komm langsam rein. - (Schweres Eisen knirscht.)
(Tür knarzt leise.)
(Iris:) Mach die Tür zu. Los, los, los.
(besorgt:) Nicht bewegen. - Äh...
(ergriffen:) Oh mein Gott. Du bist es wirklich.
Ich sehe deine Mutter in dir.
Hi, ich... - Bloß nicht. Stopp.
Stopp. Nicht... bewegen.
Erst, wenn ich es dir sage.
Du willst mich austricksen, was? (Iris lacht.)
Willst, dass ich unachtsam werde? (Iris lacht.) - Nein, ich...
Hier, für dich. Komm her.
So, hier. Setz dich.
Okay, ähm... - Setzen.
So ist gut.
Und? Wie geht's Darlene?
Geht's deiner Mom gut? - Oh, äh, nein, ich weiß es nicht.
Sie hat uns verlassen, als ich zehn war.
Und wir sehen sie nicht mehr. - Oh.
Oh...
Aber du hast meine Briefe gesehen? Deswegen bist du hier? - Nein.
Ähm... Ich bin eigentlich hier, weil ich immer wieder vom Sky View träume.
(Sie stößt die Luft aus.) - Ja. Jede Nacht.
Schon seit zwei Monaten. Es ist jedes Mal dasselbe:
Du hast eine Verabredung, dann zerbricht die Tanzfläche und es gibt eine Explosion.
Und du... - Ich stürze. Und sterbe.
Ja. Ja, es sterben alle.
Das war nicht nur dein Traum. Das war meine Vorahnung.
Vor Jahren, im Sky View,
erhielt ich einen Blick in die Zukunft.
Und sah, was der Tod anrichten würde.
Ich wollte das später machen.
Aber bei dem Ausblick... - (Windböe) - (Frau keucht auf.)
Nicht werfen. Du könntest wen töten. - Oh, tut mir so leid. Natürlich.
(Junge:) Fettsack. - Die letzten Jahre waren zauberhaft.
Und... das liegt nur an dir. - Nein...
Nein, nein, ich... (Sie keucht auf.)
Etwas stimmt nicht. - Heißt das Nein?
Ich... Alle hier werden sterben. Das ganze Gebäude wird einstürzen und...
Ist das dein Ernst?
Die Münze. - Iris? - Her damit.
Was soll das? - Gib her. - (Paul:) Was machst du?
Was für 'n Scheiß ist los mit dir? - (Sänger stimmt "Shout" an.)
Iris?
(Er singt "Shout".) - (Publikum singt mit.)
Weg da!
Hört auf zu spielen!
Alle die Tanzfläche verlassen.
Das Glas zerbricht gleich. Alle runter! - Ma'am.
Moment, nein. Verlassen Sie die Tanzfläche. - Iris!
Sie müssen da runter. - (Knirschen) - Weg da!
(panische Schreie)
(Iris:) Ich rettete in der Nacht viele Leben.
Leben, die nie hätten gerettet werden sollen.
Das Restaurant wurde danach geschlossen.
Sie sagten, es bedürfe zusätzlicher Renovierung.
Doch es wurde nie wieder eröffnet und irgendwann abgerissen.
Also hast du das Unglück verhindert?
(freudlos:) Ja.
Doch der Tod mag es nicht, wenn man seine Pläne vermasselt.
Im Laufe der Jahre kam er wieder und tötete alle, die in der Nacht da waren.
Darunter auch meinen Paul.
Warte mal, sorry, sagtest du, "der Tod kam wieder?"
Ein gnadenloses Dreckschwein. Er hört erst auf, wenn er was beendet.
Aber ich brachte mir bei, ihn kommen zu sehen.
Um jeder seiner Absichten vorzugreifen.
Ich halte ihn jetzt schon seit Jahren in Schach.
Doch er hat mich erwischt: Krebs. - Oh, äh...
Ist der Scheiß zu fassen? - Tut mir leid.
Die Diagnose kam vor zwei Monaten.
Da fing mein Traum an. - Das ist ein Zeichen. - (Brutzeln)
Aber warum träum ich davon, was du gesehen hast?
Vielleicht leitet der Krebs es an dich weiter.
Vielleicht ist das der kranke Humor des Schicksals.
Ausschlaggebend ist, dass wenn das Universum spricht, du ganz genau aufpasst.
(Sie schnuppert.) - (leise bedrohliche Musik)
Ich seh dich, du Wichser.
(lachend:) Hm. - Mit...
Mit wem sprichst du? - Dem Tod.
Er denkt, ich bin abgelenkt, weil du hier bist.
Ich muss dir alles in diesem Buch beibringen.
Es wird dauern, die Grundlagen zu lernen. Du musst bleiben.
Bleiben? - Die Welt ist zu gefährlich.
Ich bin seit 20 Jahren nicht mehr rausgegangen.
Hier drinnen sind wir sicher.
Oh. - Siehst du das?
(dünn:) Ja. - Meine ganzen Nachforschungen.
Mein Lebenswerk. - (stammelnd:) Es tut mir leid.
Ich kann nicht bleiben. Ich muss wieder zum College. - Aber...
Ich komm wieder und besuch dich. - Nein, ich bin krank!
So lange lebe ich nicht. Du darfst nicht gehen.
Erkennst du's nicht? Der Tod hat's auf unsere Familie abgesehen.
Äh... (Sie lacht unsicher.) - Du glaubst mir nicht.
(stammelnd:) Nein. Ich glaube, ich hab 'nen Fehler gemacht.
Ich glaube, es war einfach nur ein Traum. - Nein. Nimm wenigstens das Buch.
Stefani.
Stefani... - (Hauch)
(metallenes Dröhnen)
(Wind frischt auf.)
(Scheppern und Klingen) - (unheilvolle Musik)
Stefani. Stopp!
Es tut mir leid. Ich hätte nicht herkommen dürfen.
Dieses Buch ist eine Rettungsleine.
Es zeigt dir, wie du unsere Familie beschützt.
(ängstlich:) Nein. - Du glaubst mir immer noch nicht.
(Scheppern und unheilvolle Musik setzen sich fort.)
Nimm Abstand. - Was? Wieso?
Sehen bedeutet glauben. - (Windböe)
(Iris ächzt.)
(Sie keucht und schreit gellend.)
(Schrei verhallt.)
Stef, ist ihr Gesicht echt vor dir explodiert? - Erik.
Ich fra... - Lass sie einfach in Ruhe.
Tut mir leid, Stef, ich bin nur neugierig.
Hey... kommst du klar damit? - Ja.
Tut mir leid, Onkel Howard.
Du hattest recht wegen Iris, ich hätt da nie hin sollen.
Du musst dich nicht entschuldigen.
Es tut mir nur leid, dass du das erleben musstest.
Sie sagte, bevor sie starb, der Tod hätte es auf unsere Familie abgesehen.
Das ist verrückt, oder? - Oh mein Gott.
Ich hab ihr gemailt, aber nie gedacht, dass sie hier auftaucht.
(Stefs Dad seufzt.) - Komm.
(Charlie:) Ist das...
Ist das Mom? - Ja.
(Howard:) Darlene.
Wow. - Ähm...
Ich kann auch später... - Ach, was. Komm schon. Steig aus.
Komm her.
(Charlie:) Ob sie zum Grillen kommt? - (Stef schnieft.)
Stef. Warte. - Geht sie zu Onkel Howard, komm ich nicht.
Du kannst mit Dad fahren. - Willst du nicht mit ihr reden?
Komm. - Du erinnerst dich anders an sie.
Gib ihr 'ne Chance. - Wieso?
Sie hat uns verlassen. Jetzt fährt sie vor, nach all den Jahren.
Und tut, als wär nichts passiert?
Ja. Wer tut denn so was? Oder?
Warte, was? - Nichts. Vergiss es. - Nein.
Was soll das bedeuten? - Ich wollte dich so oft anrufen.
Und nichts. Wie mit Julia. Ihr wart Freundinnen und redet nicht mehr.
Okay, gut, es tut mir leid, ich... Ich war abgelenkt die letzten Monate.
Wegen des Albtraums. - Und davor? So geht das, seit du weg bist.
Du bist sauer auf Mom, aber warst auch weg.
Ich bin nicht so wie sie.
Okay?
Ich bin nicht verrückt.
Du hast recht. Du bist nicht verrückt.
Es ist dir einfach egal.
(Windspiel klingt entfernt.)
(Helles Klingen setzt sich fort.)
(melodisches Klingen)
(leise, angespannte Musik)
(Schrei verhallt.)
(Musik wird intensiver.)
(undeutlich:) Das ist das Spiel.
(Undeutliche Unterhaltung setzt sich fort.)
(Lied: "Escape (The Piña Colada Song)" von Rupert Holmes)
(Gelächter) - (unverständliche Unterhaltung)
Jawohl. Zieh dir keinen Splitter.
(Musik setzt sich fort.)
(Charlie:) Schon zu viel getrunken, Dad. - Sieht so aus.
Hey, da ist sie ja. (fröhlich:) Hey.
Komm her. Wie schön, dass du kommst.
(Howard:) Du bist da. - (Darlene:) Danke für die Einladung.
Natürlich. Komm mit. Hey, Leute, kommt her. Kommt mal zu uns.
(nervös seufzend:) Ich hab Kekse gebacken. - Ist ja toll.
Kann ich mal kosten? - Ja, natürlich.
Ist da Erdnussbutter drin? - Ja.
Willst du meinen Bruder umbringen? - Bobby ist allergisch.
Genau. - Hab ich vergessen. Tut mir so leid.
Hauptsache, du bist hier. Bobby, Barmann, Drinks für die ganze Runde.
(unheilvolle Musik)
Familie. Welche du bekommst, kannst du dir nicht aussuchen.
Du musst einfach die lieben, die du hast.
Also... unsere Mutter, sie lebte allein, bis sie von uns ging.
Und ihr Tod sollte uns alle daran erinnern, das Leben zu genießen
und die verbleibende Zeit gemeinsam zu verbringen.
(ergriffen:) Denn wir bekommen sie nicht zurück.
Ich liebe euch, Leute. - Oh, Liebling.
Also, Cheers. - Cheers, Leute.
(alle:) Cheers.
(leise, angespannte Musik)
Der ist aber stark. - (Julia würgt.)
Was hast du da reingetan? - Julia? - Alles okay?
Jules, hey. Ist alles in Ordnung?
Oh mein Gott, da war 'n Käfer drin. - (Bobby:) Extra Eiweiß.
(Rollende Münze sirrt.)
(tiefes Hupen)
(Brutzeln)
(leise, angespannte Musik) - Brennst du?
(Hexeln) - Oh.
Den krieg ich. - Seh ich nicht so. - Oh doch.
(Flugzeugturbine surrt.)
Ich hab 'ne Stelle als Rettungsschwimmer. - Toll. - Ja.
Charlie! Komm rauf hier!
(getriebene Musik)
(Musik wird schneller.)
(Brenda:) Erik. - Ma, der Grill ist so weit.
(Knirschen) - Hm.
(Er kaut knirschend.)
Darf ich zu dir? - Setz dich. Entspann dich 'n bisschen.
(Er kaut weiter knirschend.) (stöhnend:) Oh ja, das tut gut.
Ganz schöne Spielwiese hast du hier.
Die Kinder sollten eine glückliche Kindheit haben.
Anders als andere, die ich kenne.
Sprichst du von uns? - Oh nein.
Unsere war toll. - Mhm.
Ich mein, sieh mich an, ich bin doch... super geraten. - (Sie lachen.)
(bedächtig:) Jep.
Hm... - (seufzend:) Howard. - Was?
Komm schon, was ist das? - Sieht wie 'n Hausschlüssel aus.
Du weißt, wir haben 'n Gästezimmer. - Ja.
Das ist doch besser, als ständig Trailerparks aufzusuchen.
Keine gute Idee. - Es ist nie zu spät für zweite Chancen.
(Klimpern) - Es tut mir leid.
Ohne mich sind sie besser dran.
(unruhige Musik)
Geh ran. Komm schon.
(Bobby:) Federst du mich oder ich dich? - (Charlie:) Du federst.
Ich feder dich, okay. - (leises Reißen)
(Anruf klingelt weiter.) - (Motor dreht auf.)
(Bobby:) Dad, zeig uns deinen Backflip. - Nein.
Komm, Onkel Howard. - Komm schon. - Nein.
(alle anfeuernd:) Howard!
Hilf ihm hoch. - Danke sehr.
(unheilvolle Musik) - Na also, geht doch.
(Erik:) Was soll schon passieren? - (Bobby:) Genau.
Los geht's. Aufgepasst. - Warte. Stopp!
Oh, gutes Auge, Tante D. Also dann.
(Howard:) Los. - Okay, Dad.
(Bobby:) Weg vom Rand. - (Charlie:) Los.
(Bobby:) Wie am College. - (Howard:) Beidseitige Federung.
Mom, guckst du zu? - Vorsicht, Howard.
(Zischen) - (unheilvolle Musik)
(Reifen quietschen.)
(getriebene Musik)
(Musik setzt sich fort.)
Lächerlich. Da kommst du nicht mehr raus. Das geht nicht.
Hey, Stefi!
Du bist da. - Stefani.
Schön, dass du hergekommen bist.
Die ganze Familie ist hier.
(Ratschen) - (Bobby:) Ah!
(Erik lachend:) Ja. - Alles gut.
(Brenda seufzt.) - Gut.
(Er schreit.)
Mir geht's gut. Ist alles okay.
Ist schon gut.
(Schrei verhallt.)
(Pfarrer:) Was war, ist vergangen.
Es wird keine Trauer und kein Schmerz mehr sein.
Und jede Träne wird er von ihren Augen wischen.
Und der Tod wird nicht mehr sein.
(spannungsvolle Musik)
Hey. - (Charlie schnieft.)
Was ist das da für 'n Zeug?
Okay.
(Stef:) Diese Ausschnitte waren in Iris' Buch.
Das sind Sterbeanzeigen und Artikel über die Menschen,
die im Sky View waren, in der Nacht, als Iris ihre Vorahnung hatte.
Sie alle sind dann auf seltsame abgedrehte Weise gestorben.
Und nicht nur das, sie starben in der Reihenfolge wie in der Vorahnung.
Hunderte sollten in der Nacht sterben,
aber Iris hat das Unglück verhindert.
Also begann der Tod, sie abzuholen, einen nach dem andern.
Da es so viele Überlebende waren, dauerte es Jahre, bis der Tod alle erwischte.
Doch irgendwann fand er auch zu Iris.
Sie war ja die Letzte, die in der Vorahnung starb.
Sie und der kleine Junge, un...
Aber sie war vorbereitet.
Sie hat eigenhändig jahrzehntelang den Tod ferngehalten.
Stefani, Schätzchen, ich denke, das ist nicht der passende Zeitpunkt dafür.
Das hat doch mit uns gar nichts zu tun.
Wieso das alles? - Es hat alles mit uns zu tun.
Weil der Tod so lange für die Überlebenden gebraucht hat,
gründeten diese Familien.
Familien, die sie nie hätten haben sollen.
Also nahm sich der Tod auch sie.
Ich mein, erkennt ihr das denn nicht?
Der Tod verfolgt uns, weil wir nie hätten existieren dürfen.
Okay, also, alle in diesem Raum stehen auf der Todesliste?
Bobby, hör auf. - Das sagt sie doch.
Dad und Brenda sind sicher, weil sie nicht blutsverwandt sind.
Okay, nach diesem Muster
folgt der Tod jedem Zweig dem Alter nach.
Weil Onkel Howard der Älteste war, fängt er da an.
Das heißt, Erik ist der Nächste. - Fick dich.
Dann holt er sich Julia, dann Bobby.
Dann setzt er unserem Zweig nach, erst Darlene,
dann ich, dann Charlie.
Charlie... kaufst du ihr das ab?
Ich weiß es nicht. - (Julia:) So ein Scheiß.
Du machst aus dem Tod unseres Vaters 'ne Verschwörungstheorie.
Was ist los mit dir? - Nein, nein. Das ist keine.
Es reicht. - Wir werden alle sterben.
Hör auf. Ich kann mir das nicht länger anhören.
Das Geschwätz dieser Verrückten hat der Familie
genug Schmerz und Leid verursacht. - (Stef:) Warte.
Bitte hör einfach zu. - Lass es gut sein.
Im Buch erwähnt Iris jemand, der den Tod getäuscht und überlebt hat.
Stefani. - Komm schon. - Erik, nein, warte.
Ich mach mir Sorgen um dich. - Hör auf.
Ich kläre das. - (Julia:) Komm, Bobby. - Brenda.
(Stef:) Nein, ihr dürft nicht... Bitte.
Du glaubst mir doch? - Tut mir leid.
Julia... - Hör zu, ich hab dich lieb.
Aber manchmal hass ich dich echt.
(Tür schlägt zu.)
Ich weiß, wie überzeugend das alles sein kann.
Aber es ist nicht real. - Wie kannst du das sagen?
Ich weiß, Iris hat dich das alles gelehrt.
Der Irrglaube meiner Mutter darf dich nicht aus der Bahn werfen.
Wie er es mit mir getan hat.
Ich danke dir vielmals für deinen Rat,
aber ich brauche wirklich keine Mutter mehr.
Weit aufmachen. Ah... Okay, gut so.
Das wird zwicken, okay? Bereit?
Fünf, vier, drei...
(Sie stöhnt.) - (Erik:) Zwei, eins.
Gut gemacht. - (Tür öffnet.)
Ich geh jetzt in 'n Club.
Du musst zumachen. Finger weg vom Schnaps.
Nein, du hast nichts von Zumachen gesagt.
Ja, ja. - Du hast keinen Ton gesagt.
Ja, heul doch. - Ich hoffe, du brennst in der Hölle.
Ist das zu fassen? - Hm. - Mein alter Herr ist grade verreckt.
Ich erschein freiwillig bei dem Arsch und soll aufräumen.
Hm. - Weißt du, was das ist?
Weißt du's? - Hm.
Rücksichtslos. Jedenfalls, du bist fertig.
Mhm, danke. - Klar. Hey, Fünf-Sterne-Bewertung, ja?
Und liken und abonnieren und eben...
all so was.
(Er seufzt.) - (Tür schließt.)
(Er seufzt.) - (Metalmusik läuft im Hintergrund.)
(Musik dreht laut auf.)
(leises Klirren)
(Knirschen) - (Musik dröhnt.)
(Nachrichtensignal)
GEHT ES DIR GUT?
HAT ES DICH ERWISCHT?
FUCK OFF, COUSINE. ICH WILL SCHLAFEN.
(Musik endet.)
(Lied: "Without You" von Air Supply)
(Er singt leise mit.)
(Tätowiermaschine surrt.)
(Musik setzt sich fort.)
(Musik setzt sich fort.)
(Musik setzt sich fort.)
(Klirren)
(Musik setzt sich fort.)
(Gluckern) - (stöhnend:) Verdammt noch mal.
(Klimpern) - (Knirschen)
Au. (Er stöhnt auf.)
(lachend:) Komm schon.
Was soll 'n der Scheiß?
Ach, komm schon. (Er stöhnt.)
(Musik setzt sich fort.) - (hektischer:) Komm schon.
(Er stöhnt.) Okay, okay.
Komm jetzt.
(Er stöhnt lauter.)
(Er stöhnt unsicher.)
(Flammen tosen.) - Shit.
(Musik wird fulminanter.)
(Knirschen) - (Er schreit auf.)
Scheiße!
(Klicken) - (Er lacht triumphierend.)
(Zischen) - (Schrei)
(Musik verhallt.) - (dumpfe Schreie)
Charlie, wach auf. Charlie, wach...
Charlie. Wach auf! Ich wollte die ganze Nacht Erik erreichen.
Er antwortet nicht. Wo ist er? Ich mach mir Sorgen.
Ihm geht's sicher gut. - Hast du von ihm gehört?
(Er stöhnt.)
Ich fahr jetzt hin. Ich muss nach ihm sehen.
Und du kommst mit, Charlie!
(Leitung piept.) - Es schaltet immer auf Mailbox.
(Nachrichtenton) - Ist die von ihm?
Mein Freund sagt, das Tattoostudio ist gestern abgebrannt. - Was?
Stef, Stef, Stef!
Aua! Willst du mich umbringen?
Erik? - Oh ja, nee, klar, dass du das bist.
Alter! Wir hörten vom Feuer, wir dachten, du wärst tot.
Es geht mir gut. - Ich hab mir solche Sorgen gemacht.
Die Feuerwehr sagte, die Lederjacke war Riesenschwein.
Hab kaum Verbrennungen. Nur meine Lieblingsjacke ist im Arsch.
Was ist das? - Oh ja, zieht's euch rein...
Ich bin gebrandmarkt. Krank, oder?
Gefällt's euch? - Du sagtest, du schläfst.
Du bombardierst mein Handy wie 'n Stalker.
Ich check's nicht. Du müsstest tot sein.
Richtig, ja. Ja.
Oder, weißt du, vielleicht...
vielleicht hat's der Tod nicht auf uns abgesehen.
Das wär nämlich völlig irre.
(Hupen) - Heilige... Scheiße!
Oder vielleicht bin ich unbesiegbar. - Erik?
Erik. - Ja. - Erik, warte! Halt, warte einfach.
Okay? - M-hm.
Nur weil es dich nicht erwischt hat, bist du nicht sicher.
Halt dich von der Astsäge fern.
(Erik seufzt gestellt.)
Wird sie sich von allein bewegen, Stef? Wird sie das etwa tun?
(Brummen) - Sie könnte runterfallen.
Und halt dich fern von den Kids.
Das Risiko geh ich ein. - Stef.
Wie sollen Kids mit 'nem Fußball ihn umbringen?
Ich mein, ich weiß nicht, sie...
Die Säge fällt runter und trifft den Laubbläser-Typ,
wodurch der dann den Kids Zeug in die Augen bläst,
und die ihm den Ball ins Gesicht schießen. - Whoa...
Einen Fußball in mein Gesicht?
Das klingt echt tödlich. Ich sollte vorsichtiger sein.
(Julia:) Hey. - Was los? - Was ist 'n dir passiert?
Vom Tod gegrillt, wie's aussieht.
Kiki, das sieht ja schlimm aus. - Ja.
Nein, warte, lass mal ansehen...
Erik, bleib weg vom Laster. - Jules, hör auf.
Oh, was, dem Laster? - Stopp. - Mein Gott.
(Stef:) Bitte. - Meinst du den Laster?
So ein schöner Laster. - Stopp, nicht anfassen. Erik, geh da weg.
Hör auf!
Gefällt dir das? - Kannst du einf... - (seufzend:) Oh mein Gott.
Oh. Oh, oh...
Erik führt den Tod wieder in Versuchung.
Was wird passieren? Was... - Hör auf.
Hör auf. - ... wird passieren?
Genau gar nichts. - Bitte...
Und jetzt? - Ich will nur helfen. - Versuch's weniger.
Versuch's weniger. - Ja. Wir sind durch mit deinem Müll.
Genau. - Kannst du bitte... - Okay, zum 1.500. Mal.
Niemanden interessiert dein Todesfluch.
Also lass uns in Ruhe.
Der Tod ist nicht hinter uns her. - (Julia schreit.)
Julia! - Ach, du Scheiße.
(getriebene Musik)
Julia! - Julia!
Hey, halten Sie an! Haltet den Laster an!
(entfernte Rufe) - (Sie stöhnt.)
(Presse surrt.)
Nein... (Sie kreischt.)
(Charlie:) Stopp! Halten Sie an! - Hey!
Hey! Anhalten!
(Lied: "Stronger (What Doesn't Kill You)" von Kelly Clarkson)
(Musik spielt laut weiter.)
(Stef ächzt angestrengt.)
(Presse dröhnt.)
(Julia:) Hilfe! - Julia?
Stef! - Gib mir deine Hand! Ich hab dich!
Keine Sorge, du bist nicht die Nächste. - Whoa! - Hilfe!
(Erik:) Hey, stopp! Stopp!
(beide:) Stopp! Stopp! - (Bremsen quietschen.)
(Julia schreit.) - Meine Schwester ist hinten drin!
(Sie schreit gellend.)
(Kessel pfeift schrill.) - (Stef schluchzt.)
(Pfeifen verklingt.)
(seufzend:) Es tut mir so leid, Liebes. - Dad...
Ich...
Wir hätten auf dich hören sollen, Stef.
Nein. Ich hab...
die Reihenfolge verdreht und jetzt ist Julia tot.
Es ist meine Schuld. - Leute.
Hört zu, was passiert ist, ist traumatisch und schrecklich.
Niemand hat Schuld. - Marty, lass das.
Es ist meine Schuld.
Mom, es ist nicht deine Schuld. - Es ist meine Schuld.
Du hast dich nur in der Reihenfolge getäuscht, weil ihr etwas nicht wisst.
Erik ist nicht Howards leiblicher Sohn.
Wie bitte? Was sagst du da, Mom? - Ich...
Ich hab dir nicht geglaubt und darum nichts gesagt.
Jetzt ist mein Mädchen tot. - Versteh ich nicht. War das 'ne Affäre?
Dein Dad und ich machten schwere Zeiten durch.
Es war in Ordnung, weil ich dich bekam.
Wer ist dann mein echter Vater?
Egal, weil Howard dich so sehr liebte. - (zornig:) Wer ist es?
Wer ist mein echter Dad?
Jerry Fenbury. - Oh...
Jerry Fenbury? - Ja. - Oh shit...
Nein. Jerry fucking Fenbury?
Du weißt nicht, wie schwer es war. - Oh Gott.
Wollte er deswegen immer Fangen spielen? - Oh mein Gott.
(Tür schließt knallend.)
Okay, gut, das... bedeutet, wenn ab jetzt die Reihenfolge stimmt,
dann... bin ich der Nächste.
Du musst mir helfen, Stef.
(leise:) Ich glaub nicht, dass ich das kann.
Ich dachte, ich könnt es, aber ich... - Nein. Du... du kannst das.
Du hast genau vorhergesagt, was passieren würde.
Du hast dich nur geirrt, weil du nicht alle Infos hattest.
Charlie. - Wie, vorhergesagt?
Sie hat alles vorhergesehen: die Astsäge, den Laubbläser, den Fußball.
Das war wie Teile eines Puzzles. Sie musste sie nur zusammensetzen.
Ist das wahr? - (Marty:) Darlene, bitte.
Unterstütze das nicht. - Marty.
(Er seufzt.) - Na ja, es ist wie alles in Iris' Buch.
Es ist wie eine Gleichung. Es ist Mathe.
Wenn du sehen kannst, wie alles zusammenpasst, haben wir eine Chance.
Schluss. Hör einfach auf. - (Sie seufzt.)
Du hast diese Familie fast zerstört. Aber wir kamen auch ohne dich klar.
Ich bitte dich, die Kinder nicht weiter zu traumatisieren. - Diesmal ist es real.
(Marty:) Ich geh spazieren. Ich brauch frische Luft.
(Tür knallt.) - (Bobby:) Mir ist bewusst, dass...
unsere Familie in Zukunft in Therapie muss.
Aber könnten wir uns darauf konzentrieren, dass wir alle bald sterben? Oder?
Ich mein... Ich mein, Stef, hast du nicht gesagt, dass...
dass Iris jemand kannte, der den Tod austricksen konnte?
Ja, ja, ähm...
Hier drinnen irgendwo, da steht...
Dass... Genau hier: "JB fand jemand, der überlebt hat."
Aber da steht nichts davon, wer dieser JB war oder...
Ich kenne diesen Namen. Meine Mom schrieb mir früher Briefe.
Da sprach sie von einem Freund namens JB, der in einem Krankenhaus arbeitete.
Krankenhaus. - (Darlene:) Ähm... irgendwas...
Irgendwas... "River Hospital"... "Deep River".
"Peace River Hospital", "Clear..."
"Hope River"? - Das war's.
Das ist nur 'ne Stunde von hier. - Ich fahre. Ich werd mit ihm sprechen.
Dann komm ich mit. - Ich auch. - Okay, ja. Fahren wir.
Bobby, äh... - Was?
Bleib mit deiner Mom hier. Das ist sicherer.
Soll das 'n Witz sein? Ich bleib doch nicht allein hier.
Die Straße ist zu gefährlich für dich. - Ich hab Omas Todesbuch gelesen, okay?
Da drin sind locker 1.000 haushaltsnahe Todesarten gelistet.
Mann, die Treppe kannst du runterfallen oder... ins Klo stürzen.
Was weiß ich. Ich will nicht... Vergiss es, ich bleib nicht hier.
(Stef:) Warte, warte. - Hey, okay. Zu schnell.
Okay. Langsam. - Ich mach den Camper auf.
Charlie, sieh hintenrum nach. - Ja. - Okay.
Achtung, die Stufen können rutschig sein. - (Erik:) Hey!
Hat einer von euch Pennern einen Nuss-Check gemacht? - Wie bitte?
Du hast da drin Kekse gebacken, mit Erdnussbutter.
Fasst das arme Schwein auch nur eine Nuss an, schwillt sein Hals enger zu als...
Du weißt schon. Wo ist die Erdnussbutter? - Im Schrank über der Spüle. - Danke.
Es tut mir so leid, Bobby. (stammelnd:) Ich bin...
(seufzend:) Ja. - Hey, okay...
(Rascheln) - Gesichert. - Danke.
Du bist 'n guter Bruder, Erik. - Nuss-Check. - Was?
Dummkopf. - (Bobby ächzt und stöhnt.)
(gepresst:) Der war gut. Verstanden. - (Charlie:) Komm.
Kann ja nur schlimmer werden. - (seufzend:) Gottverdammt. Wartet!
(Erik:) Ich komm mit, Bruder. Irgendeiner muss dich ja beschützen.
(Lied: "Spirit In The Sky" von Norman Greenbaum)
(Charlie:) Dad ruft an. - (Stef:) Sag, wir machen 'n Trip mit Mom.
Das glaubt er mir nie. - Wenigstens gewinnen wir so Zeit.
Na gut.
Wenn uns der Tod nicht erwischt, dann sicher euer Dad.
Ich will sie da haben, wo ich sie sehen kann.
Hättest du in echt haben können. Aber gut, nicht jede will Mutter sein.
Ist es das, was du denkst? Dass ich nicht Mutter sein wollte?
(Sie prustet.) - Ich wurde von einer Frau aufgezogen,
die mich lehrte, den Tod überall zu sehen.
Ich wollte das hinter mir lassen, doch als du und dein Bruder kamen,
sah ich nur noch 100 verschiedene Wege, wie du und Charlie sterben könntet.
Ich wollte nicht, dass ihr rausgeht.
Ich bin euch gegenüber ausgerastet. Wegen nichts.
Eines Tages sah ich dich an und sah das verschreckte kleine Kind, das ich war,
und wusste, ich ruiniere dein Leben, wenn ich bleibe.
Ich weiß nicht, ob ich das Richtige getan hab.
Aber jetzt bin ich für dich da.
("Spirit In The Sky" setzt sich fort.)
(Musik verklingt nachhallend.) - (Drehtür flappt.)
(Dröhnen) - (Stef:) Ist okay.
Ich bin direkt hinter dir.
(unheilvoll angespannte Musik)
(Musik verklingt.) - Komm schon.
Hey. Siehst du, Buddy? Wir schützen dich.
(Darlene:) Der Empfang ist hier lang.
Oh. Hi. Ähm...
(stammelnd:) Wir suchen... JB.
Und wer sind Sie? - Am Empfang hieß es, wir finden ihn hier unten. Sind Sie das?
(Mann gemächlich:) Das wäre dann wohl ich.
William John Bludworth. Aber meine Freunde nennen mich JB.
Ich habe euch schon erwartet, Stefani,
Charlie, Darlene.
Aber kein Howard, keine Julia.
(genüsslich:) Und, wer von euch ist jetzt dran?
Hi. - Es tat mir leid, das von Iris zu hören.
Sie war eine ganz besondere Frau.
Woher kannten Sie sie?
Sie hat mir das Leben gerettet. - (Darlene:) Wann?
Im Sky View.
(JB:) Meine Mutter brachte mich mit zur Arbeit.
JB, Schatz, bleib dort hinten, wenn ich auf der Bühne bin.
(JB:) Ich hätte nicht dort sein sollen. Außer, natürlich, um zu sterben.
(Er singt "Shout".) - (Publikum singt mit.)
(Iris verängstigt:) Hört auf zu spielen!
Verlassen Sie alle die Tanzfläche!
Das Glas zerbricht gleich. Sie müssen da runter!
(Iris:) Warten Sie. - (Paul:) Iris!
Sie waren der Letzte der starb, der kleine Junge.
Richtig. - Also hat sie die ganze Zeit...
Sie hat nicht nur unsere Familie beschützt, sie hat auch Sie beschützt.
Jahre später machte sie mich ausfindig und half mir, die Wahrheit zu erkennen.
Wir tauschten Ideen aus. Ich half ihr, ihre Hütte zu befestigen.
Wir wurden Freunde.
Ich verhalf ihr sogar zur besten medizinischen Versorgung,
angesichts ihres Zustands.
Iris sagte, Sie hätten jemand gefunden, der den Tod aufhielt und überlebte. - Ja.
Äh, und... wie schaffen wir das? - Es gibt nur zwei Wege.
Indem man tötet oder indem man stirbt.
Nimmt man ein Leben, kriegt man die Zeit, die dieser Person geblieben wäre.
Was? Nein. Ich bring doch keinen um. - Lassen wir ihn aussprechen.
Und um den Kreislauf zu durchbrechen, muss man sterben.
(Stef:) Wa... was soll das heißen?
Vor langer Zeit fand sich eine junge Frau namens Kimberly Corman
auf der Todesliste wieder, genau wie ihr.
Und als sie schließlich an der Reihe war, starb sie.
Herzstillstand. Doch ihr Arzt schaffte es, sie zurückzuholen.
Und damit war die Kette durchbrochen.
Dann machen wir's so. - Was redest du?
Wieso hat das Iris nicht versucht? - Es ist riskant.
Und wenn man sich mit dem Tod anlegt und verliert,
kann es für einen wahnsinnig fies werden.
(atemlos:) Halt. Warten Sie. Okay, Sekunde.
Es muss einen anderen Weg geben. Bitte, Sie müssen uns helfen.
Seit Jahren haben Menschen mich um Rat gebeten.
Nun bin ich müde. Ich bin das alles leid. Und jetzt bin ich krank, genau wie Iris.
Diesmal gibt es kein Davonlaufen mehr.
Tatsache ist, ihr werdet alle sterben.
Und danach werde ich es auch.
Da meine alte Freundin fort ist, ziehe ich mich zurück.
Sie gehen? Wir brauchen Hilfe. - Warten Sie.
(Bobby:) Wohin gehen Sie? - Ich habe vor, die Zeit zu genießen, die mir noch bleibt.
Und ich empfehle euch, dasselbe zu tun.
Das Leben ist kostbar.
Genießt jede einzelne Sekunde.
Man weiß ja nie, wann.
(ruhige, ergreifende Musik)
Viel Glück.
(Er pfeift vor sich hin.) - Na, ist ja fantastisch.
(Tür schließt.) - (Stef:) Nein.
Bobby. - Das kann's nicht gewesen sein. Nein.
Nein, hier muss es doch was geben. Es muss eine andere Antwort geben...
Stef. Stef, Stef, er hat uns die Antwort gegeben. - (gehetzt:) Nein.
Bobby muss sterben. - (schrill:) Erik. Bist du irre? Wir bringen Bobby nicht um.
Bin ich der Einzige, der ihm zugehört hat? Es gibt nur einen Weg.
Wir töten Bobby, beleben ihn wieder und ihr seid runter von der Todesliste.
Gratuliere. - Es muss anders gehen.
Ich mein, es gibt doch 'ne andere Lösung, oder, Stef? - Nein.
Wir können nichts anderes tun. Es ist vorbei. - Komm.
(flüsternd:) Wir müssen reden. - Okay. - (Darlene:) Stefani...
Du musst mir vertrauen. Sie gibt dich auf. Das werde ich nicht.
Hey, Iris fand einen Weg, den Tod jahrzehntelang hinzuhalten.
Wir auch. - (flüsternd:) Ich vertrau dem Kerl. - Dem?
Ja. - Der ist doch... - Er war sehr überzeugend.
(Erik und Bobby flüstern weiter.) - (Darlene seufzt.)
(Darlene seufzt erneut.)
Äh... Erik und Bobby sind weg. - (leise unheilvolle Musik)
(Stef:) Shit. Shit.
Mir gefällt das nicht. - Wir sind in 'nem Krankenhaus.
Überall Ärzte. Wir töten dich, die bringen dich zurück.
Alle sind sicher, wir sind Helden.
Das ist das Gegenteil von sicher. - Was wär die Alternative?
Willst du wen umbringen für die Zeit, die ihm bleibt?
Und woher weißt du, wie viele Jahre es sind? - (Baby weint.)
(Schwester seufzt beruhigend.)
(Baby weint weiter.)
Nein. - Nein. Nein, denk nicht mal dran.
Na ja... - Nein.
Natürlich nicht. - Nein, niemals.
Niemals. - Hände weg von den Babys.
Gut, im Endeffekt... ist Herzversagen die beste Option.
Was hast du schon zu verlieren? - (Bobby atmet schwer.)
Okay. - Gut. - Okay, wie würden wir das angehen?
Da hätte ich 'ne Idee.
Aber die ist leicht nussig.
Deine Allergie ist tödlich, richtig? - (Bobby:) Ja...
Also...
Oh, hey, Alter, warte. Nein, hör zu, wenn ich abtrete, dann nicht wegen...
Was? So 'nem "Salzlos"-Mistdreck, okay? Hol mir die da.
Gute Wahl.
(Maschine quietscht leise.)
Du verarschst mich. Komm schon.
Hey. - Dummes Ding, komm schon. - Weißt du?
Vielleicht ist das 'n Zeichen. Also...
Okay, Alter. Machen wir 'nen Abflug. Jetzt. - Nein, ich geb nicht auf.
(Quietschen) - Was wird das denn?
Hilfst du mal? - Schon gut. Wir arbeiten hier.
Wartungsdienst. Alles gut. Setz den Kopfhörer wieder auf.
Alter, das fällt um. Es wird umfallen.
(Knarzen) - Oh, Mann, es kippt um.
Ich krieg das raus. - Ich kann's nicht halten.
Kinderleicht.
Und jetzt?
Komm mit. Komm mit.
Was? - (Erik:) Bleib hier. Ich muss was holen.
Und was... - Nicht bewegen. - Was laberst...
(leise:) Okay. Nicht bewegen.
(angespannte Musik)
(leises Surren)
(bedrohliche Musik)
(leises Knarzen)
Nein, das... ist alles cool.
Ich hab die Klos abgesucht. Im Wohnmobil? - Nein.
Wo würde Erik Bobby umbringen? - Es gibt Millionen Wege, im Krankenhaus zu sterben.
(Frau:) Kann ich Ihnen helfen? Verzeihung.
Nein, äh, bin nur hier, um meine Oma zu sehen.
(Ansage:) Bitte entfernen Sie Uhren, Brillen, Piercings...
Schöner Tag heute. - Haben Sie noch lang zu leben?
Achtung beim Betreten des MRT-Raums.
Ich denke, schon. - Legen Sie alles Metallische ab,
das mit dem Magneten des MRTs interagieren könnte.
(Handy vibriert.) - Charlie ruft an. - Hey, Mann, gib mir das.
Hier, setz dich. Sitz, sitz, sitz... - Was soll das? Nein.
Idee: Den Gang runter ist die Notaufnahme.
Setzt dein Herz aus, roll ich dich da hin und die holen dich zurück.
Hey, wo ist dein EpiPen? - Äh, der ist hier.
Gib ihn mir. - Wieso?
(Piepen) - Was ist das? - Alter, gib schon, her damit...
Hier geht's darum, dass du draufgehst.
Das hält dich am Leben. Jetzt setz dich.
(drängend:) Wir müssen uns beeilen. - Schon gut, schon gut.
Also, iss auf. - Hey, Mann, ähm...
Der Plan ist toll, aber...
Wenn's nicht klappt... - Es wird klappen.
Klar. Ja.
Aber, weißt schon, nur für den Fall, dass ich wirklich sterbe...
Wirst du dich, ähm...
(gebrochen:) Kümmerst du dich um Paco?
Ja. Ja, sicher... - Ich mein ja bloß.
Schildkröten werden 100 Jahre alt und... - Ich kümmer mich... Sieh mich an.
Ich kümmer mich nicht um Paco, weil du das schaffst.
Du und ich, wir werden die Sache richten. Und zwar für uns alle. Jetzt gleich.
(MRT pulsiert leise.) - Sieh mich an.
Ich versprech dir, ich lass dich nicht sterben.
Also, schon, aber ich hol dich zurück. - Nicht witzig.
Ich verarsch dich nur. (schniefend:) Komm schon.
Du schaffst das.
(sehr leise, angespannte Musik)
(Schlucken) Oh mein Gott... - Was?
Die sind echt gut. - Ich weiß. Und was genau, außer "gut", spürst du?
Gar nichts. - Das ist wohl 'n Witz.
Bist du nicht mehr allergisch? - Weiß nicht... - Na, super.
Vielleicht hab ich's überwunden. - Was? Fuck... - Ich...
Einen Plan B hab ich nicht wirklich... - (Bobby keucht erstickt.)
(Er atmet keuchend.) - Hey, geht doch. Ja, ja, ja.
Es geht los. Bobby, es ist so weit. Hey, ich bin bei dir.
Ich bin hier bei dir. Den kann ich dir nicht geben, okay?
(Bobby hustet.) - Bobby, Bobby... Hey... Hey.
(Erik:) Bitte. Das gehört alles zum Plan. - (Piepen)
Beruhige dich. - (Alarmpiepen) - Bobby, in den Rollstuhl.
(getriebene Musik)
Versuch, noch mal anzurufen. - (Leitung klingelt.)
Anders können wir das nicht ma... - (Dröhnen)
(MRT pulsiert sehr schnell.)
Au, fuck! (Er brüllt.)
(Klimpern) - Nein, nein...
Au! Fuck! - (Metall schießt.)
(Piepen steigert sich.) - (Bobby keucht.)
(Erik brüllt.)
(schmatzendes Blubbern)
(Erik brüllt auf und würgt erstickt.)
(Bobby stöhnt erstickt.)
(Alarmpiepen)
(Metall schießt.)
(schnelles Alarmpiepen) - (Er keucht erstickt.)
(Er ringt nach Luft.)
(schnelles Alarmpiepen und Flattern)
(Bobby wimmert.)
(Er keucht.) - (Schwester:) Oh mein Gott.
Ist alles in Ordnung? - (ächzend:) Ja.
(Sie schreit gellend.)
(Schreie setzen sich fort.)
(zarte Musik)
(Charlie schnieft.)
(schluchzend:) Wieso ist Erik tot, wenn er nicht mit Iris verwandt ist?
Wenn man sich mit dem Tod anlegt, wird es fies.
(Charlie schnieft.) - Wir müssen hier weg.
Hier ist es nicht sicher.
Und wo sollen wir hin?
Nirgendwo ist es sicher.
Außer in Iris' Hütte.
Sie überlebte dort jahrzehntelang. - Ja.
Dann wurde ihr Gesicht weggerissen. - Sie starb, weil sie die Hütte verließ.
Draußen ist es gefährlich. Aber Drinnen ist der sicherste Ort.
Du hast recht. Das ist der einzige Ort, wo wir im Vorteil sind.
Ja. - D...
Also schließen wir uns einfach für immer in 'ne Hütte ein?
(Er stößt die Luft aus und atmet schnell.) - Nicht uns.
Mich. - Mom, du kannst nicht gehen. Wir haben dich grade erst wieder.
Wenn irgendjemand in dieser Hütte leben wird, dann ich.
Und solange ich am Leben bin, kann der Tod euch nichts tun. - Mom...
Lasst mich das machen. - Er lässt dich nie bis dorthin.
Aber ich kann ihn kommen sehen. Wir müssen das zusammen machen.
Ist gut.
Ist gut.
(unruhige Musik) - Fahren wir.
Ja.
Okay.
Vorsicht! - (Hupen)
Du solltest fahren. - Ja.
(geheimnisvolle Musik)
(unruhige Musik)
(abwartende Musik)
(Strom knistert.)
(Charlie:) Ach, du Scheiße.
Seht euch die Bude an.
Wir schaffen es nie, durch dieses Tor zu kommen.
(Wind rauscht.)
(Wind frischt auf.) - (leises Klingen)
(Sie atmet flach.)
(Poltern und Scheppern)
Er macht jeden Moment einen Zug. Ich weiß nicht, was er vorhat.
Wir müssen dich sofort da reinbringen. - Okay.
(dynamische Musik) - Warte. Warte, was?
(Musik steigert sich.)
(Windböe)
(Darlene:) Los!
(Charlie panisch:) Stef!
Shit.
(Sie lachen knapp.) - (Stef:) Gehen wir rein.
Okay.
Scheiße. - Was?
(unheilvolle Musik)
Ich helf dir. - Nein. Wartet nicht auf mich. Geht rein.
Stef. - Sobald ihr drin seid, bin ich sicher. Los.
Okay. Komm schon.
(Windhauch)
(leises Klimpern und Klingen)
(Wind heult.) - (Klingen wird lauter.)
Mom.
Runter!
(Stef stöhnt erstickt.)
(Stef schnappt nach Luft.)
(erstickt keuchend:) Fuck.
Mom? Mom.
(Er stöhnt und ächzt.) - (Knarzen)
Oh mein Gott.
(Er keucht panisch auf.)
Schon gut, schon gut. - (Sie ächzen.)
Mom. Oh mein Gott... - Mach dir keine Sorgen um mich.
Geh deine Schwester retten.
Ich bleib so lang am Leben...
(dynamische Musik)
Stef! Stef.
(Sie stöhnt erstickt.)
(Musik wird drängender.)
(peitschende Musik)
(Musik wird verhalten.) - (Er schreit.)
(Musik wird treibend.)
Nein! Nein...
(Musik verklingt.)
(Stef hustet.)
Oh mein Gott. Ist alles okay? - (Sie ringt nach Luft.)
Atme einfach. Atme. Atme.
(Flammen lodern.)
Was? Charlie, was ist passiert?
Du bist jetzt sicher.
Du warst tot. Ich hab dich zurückgeholt.
(Sie schluchzt.)
Du hast mich zurückgeholt.
(Sie lacht weinend.) - Jetzt sind wir sicher.
Mom?
Nein. (schluchzend:) Nein. - (tränenerstickt:) Sie hat uns gerettet.
(Stef schluchzt.)
(weinend:) Gehen wir nach Hause.
(ruhige Musik)
(Tür schließt.) - (Charlie:) Okay, ich bin so weit.
Na, sieh einer an. - Wow, okay, Charlie.
Na los, einmal drehen. Mhm.
(Stef lacht.) - (Marty jubelt leise.)
Siehst echt gut aus. - Hab 'ne tolle Beratung.
Auf geht's. Wir kommen zu spät.
(friedliche Musik) - (fröhliche Stimmfetzen)
Wo ist Jenny?
Sicher noch drin und macht sich fertig.
Sekunde, lass mal richten.
Ich bin so froh, dass ich dabei sein kann. - Ich auch.
(Stef zieht die Luft ein.) Ah.
Alles okay?
Ja.
Hi. - Hallo.
Bekomme ich ein Plätzchen, bitte?
(verheißungsvoll klingende Musik) - (Musik wird unheilvoll.)
(Musik wird bedrohlich.) - (Zughorn tutet entfernt.)
(vielsagend:) Charlie. Siehst schick aus. - Danke, Sir.
Stef, Jennys Dad, Dr. Reddick. - Hey.
Hi. - Freut mich sehr. - Mich auch.
Wir schätzen Charlie. Er ist wohl ein richtiger Lebensretter.
Davon haben Sie gehört. Er hat mich von den Toten zurückgeholt.
Hm. (Er zieht die Luft ein.)
Hm? - (widerstrebend:) Ja.
Was? - Genau genommen, waren Sie nicht tot.
Was? - Wenn Sie bewusstlos waren,
und Charlie Ihre Atmung reaktivierte, stand Ihr Herz nie still.
Aber gut gemacht, Charlie. - (unheilvolle Musik)
Sie war nicht tot. - Richtig.
(Automotor dröhnt leise.) - (Marty:) Zum Glück war Charlie dabei.
(Sänger stimmt "Shout" an.) - Alles hat seinen Grund.
(Frau:) Jenny! Du siehst toll aus.
(Wind heult.) - (vielstimmig:) Entzückend.
(helles Klingen) - Schätzchen, du siehst umwerfend aus.
("Shout" spielt entfernt.) - (Sie atmet heftig.)
(Zughorn tutet.) - (Zugrattern)
Stef. - (Zughorn) - (getriebene Musik)
(Stef:) Weg hier!
(Sie stöhnt und schreit.)
(Metall knirscht.) - (Husten)
Mein Gott, war das knapp. - Alles okay? - Ja.
(Metall knirscht.)
(Lied: "Shout" von The Isley Brothers)
FINAL DESTINATION 6 BLOODLINES
(unheilvolle Musik)
(Rattern)
(Klirren)
(Knirschen)
(Schrei)
(Wind heult.)
(Musik verklingt.)
(ruhige Musik)
(unheilvolle Abspannmusik)
Untertitel: Julia Wiese
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