All language subtitles for Der.Brummbaer.1986.REMASTERED.German.1080p.BluRay.x264-SPiCY

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Original subtitles

Einen Moment!

Mary!

Mary! Telefon.

Florenz, Italien.

- Hallo? - Mary!

Giulio!

- Wie geht's dir? - Gut, und dir?

- Mir auch, ja. - Endlich meldest du dich.

Tut mir sehr leid, aber ich hatte keine Zeit, dich früher anzurufen.

- Bist du in Florenz? - Ja.

- Hör zu. Ich hab eine tolle Nachricht für dich. - Wirklich?

Wir sind reich!

- Ich hab ein Bombengeschäft gemacht. - Wie...?

Nein. Ich kann dir nichts sagen.

Also, nimm den ersten Flieger nach Florenz und komm zu mir.

- Ins Hotel Excelsior. - Okay.

Aber beeil dich, hörst du? Mach schnell! Hast du verstanden?

Natürlich. Bis bald.

Tschüss, Liebes. Tschüss.

Taxi! Taxi!

Kennedy Airport, bitte.

Florenz, Italien. Wie viel kostet das?

Es gibt aber keinen Direktflug nach Florenz.

Es gibt den Flug AZ427 nach Pisa über Rom. Der geht in 30 Minuten.

Verflixt, aber ich muss nach Florenz.

Nun ja, von Pisa aus braucht man aber nur eine Stunde mit dem Bus.

Ah... Dann gib mir ein Ticket nach Pisa.

Pisa...

Oh, nein, das tut mir leid. Flug AZ427 ist ausgebucht.

- Wann geht der nächste Flieger? - Morgen Abend.

Hör zu, ich muss sofort abfliegen. Mein Mann erwartet mich noch heute.

Gibt es denn keinen Stehplatz?

Oder der ein oder andere rückt etwas zusammen, okay?

Hören Sie, Fräulein. Es müssten noch zwei Passagiere kommen.

Sollten die nicht aufkreuzen, komme ich Ihrem Wunsch nach.

Alitalia-Flug AZ427 nach Rom-Pisa bitte zum Boarding, Gate Nummer 14.

Ich hab nicht wirklich daran geglaubt, dass er mitkommt.

Du weißt ja, wie Männer sind. Er ist einfach stur.

Hey, Sie! Hey, Sie da! Wo wollen Sie hin?

Das ist mein Koffer. Sie nehmen meinen Koffer nicht mit!

Hat man da noch Worte? Was für ein unredliches Benehmen!

Gut, alles in Ordnung.

- Und wo ist der andere Passagier? - Das bin ich.

- Ja, wie? Sie reisen mit zwei Tickets? - Ja. Ich nehme immer zwei Tickets.

Ich habe die Plätze 24A und 24B.

So hab ich keine lästigen, aufdringlichen und quengeligen Sitznachbarn neben mir.

Ah, gut... Flugsteig 14.

- Das Boarding läuft schon. - Danke.

- Freddy, ich hab Angst. - Du musst keine Angst haben.

Ach, komm schon, ich bin mir sicher, dass was passiert...

Hey, mein Freund, entschuldige mal.

- Meinen Sie mich? - Ja, genau.

- Kennen wir uns? - Nein.

- Wieso sprechen Sie mich dann an? - Hör zu, ich habe ein Problem.

Ich muss zu meinem Mann nach Florenz, und zwar schnell.

Und du hast zwei Tickets.

- Ja, und? - Verkauf mir eins.

Kommt gar nicht in die Tüte.

Gib mir eins deiner Tickets, bitte. Ich zahl was drauf, von mir aus das Doppelte.

Nein.

- Ich muss diesen Flieger nehmen. - Nehmen Sie den nächsten, oder den davor.

Hör mal...

Bitte...

Du bist Italiener, wie mein Vater, und musst mir helfen.

Wenn ich sofort fliege, schaff ich es vielleicht rechtzeitig.

Mein Mann ist sehr krank.

Dann rühren Sie mich nicht an. Es könnte eine ansteckende Krankheit sein.

Nein, sie ist nicht ansteckend. Ich bitte dich, gib mir ein Ticket. Sei so gut.

- Ganz sicher nicht. - Du haben aber eine Herz aus Stein...

Du haben schon mal eine auf die Maul gekriegt?

Hör zu, gib mir das Ticket. Ich werd still sein und dich nicht stören, okay?

- Versprechen Sie's mir? - Ich schwör's.

Gehen wir.

Du warst wirklich sehr nett zu mir. Ich möchte mich gern bei dir bedanken.

Mein Name ist Mary Cimino, aber seit meiner Heirat heiße ich Machiavelli.

Okay, ich sag nichts.

Bitte.

Die Wolken sehen aus, als wären sie aus Schlagsahne.

- Was tun Sie da? - Toilette.

Unterdrücken Sie's.

Meine Damen und Herren, der Flugkapitän informiert Sie darüber...

... dass wir in wenigen Minuten auf dem Galileo Galilei-Flughafen in Pisa landen werden.

Meine Damen und Herren, der Flugkapitän informiert Sie darüber...

... dass wir in wenigen Minuten auf dem Galileo Galilei-Flughafen in Pisa landen werden.

- Was soll ich damit machen? - Sie müssen das für den Zoll ausfüllen.

Vor- und Nachname und Ihre Anschrift in Italien.

Leihst du mir mal deinen Stift?

Erst schreibe ich.

Du heißt „Tito“?

Du hast denselben wunderschönen Namen wie mein Taufpate.

Danke.

Entschuldigen Sie, der gehört mir.

- Hey, passen Sie doch auf! - Verflixt!

- Sie schon wieder! - Entschuldige.

Weißt du, in New York hab ich dich angelogen. Mein Mann ist nicht krank.

- Ist er tot? - Nein, es geht ihm ausgezeichnet.

- Was soll das heißen? - Ein kleiner Scherz.

Na ja, danke fürs Mitnehmen.

Herr Anwalt!

Hier bin ich!

- Hatten Sie einen angenehmen Flug? - Überhaupt nicht. Und wie geht's der Kleinen?

- Mir geht's gut, danke. - Ich meinte meine Karre.

Perfekt.

Was bedeutet das?

- Nichts. - Gehen Sie schon.

Emilia?

Warten Sie, ich helfe Ihnen. Den trage ich.

Hat in den letzten zwei Wochen jemand für mich angerufen?

- Also, Anwalt Maruzzi... - Ja.

- Richter Brugnoli, Staatsanwalt Calderoni... - Ja... Ja.

- Salani, Bozzi, Colombini, Carli, Marcelli... - Ja... Ja.

- Pontini, Brossi, Bilanchini, Bolognini, Alfredi... - Ja, ja, ja, ja, ja, ja! Überspringen Sie das!

Fräulein Patrizia, Franca, Paola, Rita, Giuliana und Beatrice.

- Und Elvira? - Nein, Elvira nicht.

- Was ist mit meinen Fettpflanzen? - Sie sind gewachsen.

- Ja, aber haben sie mich angerufen? - Aber was reden Sie da, Herr Anwalt?

Nichts, vergessen Sie's. Ich hab mich vertan.

- Wie ist der Prozess in New York gelaufen? - Sehr gut, wir haben verloren.

Nur in erster Instanz.

Im Koffer habe ich aber Unterlagen, mit denen ich meine Gegner festnageln werde.

Einen nach dem anderen, alle in einer Reihe.

An eine gelbe Wand.

Für wie viel Uhr haben Sie sie bestellt?

Für wie viel Uhr haben Sie sie bestellt?

Für wie viel Uhr haben Sie unsere Klienten bestellt?

- Ah! In einer halben Stunde. - Gut.

Das Beste ist überstanden.

Bitte.

- Hier, bitte. - Danke.

- Wer bist du? Wo ist mein Mann? - Schrei nicht rum!

Willst du mich vergewaltigen?

Lass mich los! Nein!

- Nein! - Sei still oder ich bring dich um!

Was willst du von mir?

Das Kleid hat mich 50 Dollar gekostet, du Hurensohn!

Hast du sie noch alle?

Okay, nimm das Geld und verschwinde.

- Verrat mir die Zahlenkombination. - Aber da drin ist nur meine Unterwäsche.

Nicht quatschen! Die Zahlenkombination!

8-5-4.

Bist du sicher?

Ja, denn ich wohne in der achten Straße, Nummer 54.

Du willst mich verarschen.

Meine Herren, Sie können zuversichtlich sein hinsichtlich unserer Klage...

... gegen die Sacop GmbH.

Hier drin befinden sich die Beweisstücke, um unsere Gegenseite an die Wand zu nageln.

Also... 40... 44... 504... 6.

Hier drin...

... befinden sich...

... die nachweislichen Beweisstücke...

... mit den Nägeln, um die Wand aufzubrechen...

Na, komm schon...

Meine Herren, hier sind die Beweisstücke.

- Wie? - Was ist das?

Das ist doch eine Unterhose.

Man muss Geduld aufbringen...

Ein Schuh...

Ich glaube, ich weiß, was hier los ist.

- Da liegt wohl eine Verwechslung vor. - Was Sie nicht sagen.

- Bin gleich wieder da. - Hoffentlich.

- Geh ran, aber gib Acht, was du sagst. - Ja.

- Hallo, bist du's, Mary? - Giulio!

- Willkommen! Angenehme Reise gehabt? - Ja, doch, ja.

Du hörst dich etwas seltsam an. Stimmt irgendwas nicht?

Nein, es ist alles in Ordnung. Alles okay.

Tut mir leid, ich kann nicht zu dir kommen. Wir treffen uns Punkt zehn am Ponte Vecchio.

Einverstanden? Tschüss.

Lässt du mich jetzt gehen, da du nicht gefunden hast, wonach du suchst?

Ich muss nämlich zu meinem Mann.

Du gehst nirgendwohin.

Ich weiß, dass Sie mit Ihrem Mann intim sind, aber machen Sie jetzt auf!

Machen Sie jetzt auf oder soll ich es tun?

Ich mach jetzt auf.

Hier sind also meine Beweisstücke gelandet. Das sind meine Beweisstücke!

Was für ein Chaos. Einfach auf den Boden geworfen...

Das ist ja vielleicht eine...

Was ist das für eine Art, sich zu kleiden?

So...

Ja, ich zeige es Ihnen sofort.

Das hier ist Ihr Koffer.

Es fehlt nichts. Sehen Sie? Ihre Schuhe...

Ihre Kleider, Ihre Handtasche...

Hier haben wir Ihre Bonbons, Ihr ganzes Zeug, Ihre Slips, Ihre BHs.

Ja, ja, ich verstehe. Also schön, ich hab's kapiert, Ihnen ist kalt.

Ja, ich schließe es.

So, das hätten wir erledigt.

Adieu!

Normalerweise mische ich mich nicht in den Kram anderer ein...

... aber diesmal mache ich eine Ausnahme und werde sie befreien.

Los, reden Sie. Was ist?

Ich verstehe nichts. Was soll das Ding in Ihrem Mund?

Also schön.

Hier war ein Mann, der mich vergewaltigen wollte.

- Was für ein Mann? - Den, den du gerade runter gestoßen hast.

- Wer hat ihn runter gestoßen? - Du.

- Ich? - Ja.

Hier ist kein Mann.

- Ist das wieder einer Ihrer kleinen Scherze? - Du bist ja vielleicht ein Witzbold.

Wie hätte ich mich allein fesseln und knebeln sollen?

Sie sind eine geborene Lügnerin.

Das heißt von Natur aus.

Von Kindesbeinen an.

Sie dürften zu allerhand fähig sein.

Warte.

- Was ist denn jetzt noch? - Geh nicht.

Ich akzeptiere keine intimen Avancen von verheirateten Frauen.

- Wie kommt man zum Ponte Vecchio? - Mit dem Taxi.

Bitte begleite mich. Ich hab Angst.

Sobald ich meinen Mann gefunden habe, werde ich beruhigter sein.

- Wieso gerade ich? - Weil ich in Florenz nur dich kenne.

Versprechen Sie mir, auch andere Leute kennenzulernen?

Ich schwör's.

- Nehmen Sie sich mit, ich ziehe Sie an. - Was?

Ziehen Sie sich an, ich nehme Sie mit.

Danke... Weißt du, im Grunde bist du kein übler Kerl.

Ich bin ein sehr feiner Kerl.

Wenn ich Freunde hätte, würden die das bestätigen.

Sieh mal!

Oh, was für eine schöne silberne Artischocke.

Das ist keine Artischocke, sondern die florentinische Lilie.

Außerdem ist das kein Silber, sondern Weißgold.

Das ist ein sehr wertvolles Schmuckstück.

Sie gefällt mir wirklich gut. Ich lass sie mir von meinem Mann schenken.

Apropos...

Es ist 10:01 Uhr und Ihr Mann ist nicht pünktlich.

Ich habe eine wichtige Sitzung im Flur, ähm, ich meine, im Gange.

- Es tut mir leid, aber... - Aber?

Nichts, es tut mir leid. Wieso ist Ihr Mann nicht pünktlich?

- Da kommt er gerade! - Welcher ist es?

Der große mit dem hellen Jackett.

- Ein hübscher Mann, nicht wahr? - Ist wohl der Artischocken-Typ.

Giulio!

Giulio!

Giulio!

Giulio! Giulio? Giulio! Ich bin's, deine Frau.

Tut mir leid, aber ich kenne Sie nicht.

Eigenartig, er hat mich nicht wiedererkannt.

- Ich hab verstanden. - Was denn?

Sie sind eine hysterische alte Jungfer. Sie haben nie einen Mann gehabt.

Weder einen kranken noch einen im Sterben liegenden oder lebenden.

- Doch, er war es, das schwöre ich. - Auf Wiedersehen oder besser noch adieu.

Hey!

- Weißt du, das ist wirklich fantastisch. - Ja, das kann ich mir gut vorstellen.

Ups!

- Was soll das? - Unerhört!

Endlich haben wir dich.

- Was ist los mit ihm? - Er hat uns ausgetrickst.

Er ist tot. Durchsucht ihn.

In den Schuhen ist nichts.

- Zehn Dollar. - Ach, gib schon her.

Hier ist aber der Beleg eines Einschreibens.

- Da kommt jemand! - Weg hier!

Hilfe!

Tut mir leid, Ihr Mann wurde nicht gesehen und angerufen hat er auch nicht.

Okay, falls er mich suchen sollte, sag ihm, dass ich oben auf meinem Zimmer bin.

Kann ich den Schlüssel haben? Es ist Zimmer 141.

Ich bedaure, meine Dame. Das Zimmer ist nicht mehr frei.

Herr Machiavelli hat bis heute 12 Uhr bezahlt gehabt.

Zimmer 141 ist mittlerweile von anderen Gästen belegt.

Kannst du mir kein anderes Zimmer geben?

Das ist nicht möglich, es sind alle belegt. In Florenz gibt es viele Touristen.

Außerdem findet der Kongress der Sozialisten und eine Modenschau von Pitti statt.

- Verzeihen Sie, aber ich kann nichts machen. - Ei, ei, ei...

- Das ist eine Schande! - Der Anwalt hat Recht.

Wollen Sie nicht begreifen, dass das immer noch besser ist als nichts?

- Tun Sie doch, was Sie wollen! - Fräulein?

Die Akte der Sacop GmbH, Nummer 79, Dossier 4.

Sofort!

- Wie läuft die Sitzung? - Sehr gut.

Wir sind dabei, eine Einigung zu erzielen.

Herein!

Guten Abend. Sie wünschen?

Ich möchte mit Tito sprechen.

- Mit Anwalt Torrisi? - Ja.

Tut mir leid, aber der Anwalt ist gerade in einer Sitzung.

- Wenn Sie warten möchten... - Okay.

Es bedarf etwas Geduld!

Die Sitzung ist auf morgen vertagt.

- Es steht hier doch schwarz auf weiß! - Ich weiß genau, was zu tun ist!

- Wiedersehen. - Wiedersehen.

- Wiedersehen. Wiedersehen. Wiedersehen. - Schönen Abend noch.

- Ja, auf Wiedersehen - Wiedersehen.

- Auf Wiedersehen. - Aber ich bin Mary Machiavelli.

Eben. Auf Wiedersehen.

- Ich brauche Hilfe. - Ich helfe niemandem.

Du bist ein Anwalt und ich bezahle dich.

Es ist acht Uhr und ich habe Feierabend. Ich bin nicht da.

Sie sehen mich zwar, aber ich bin nicht da. Darum höre ich Sie nicht. Verstehen Sie das?

Stimmt, wenn ich nicht da bin, können Sie mich nicht hören.

Aber Tito, deine Sekretärin sagte zu mir, dass du da bist.

Fein, dann wenden Sie sich an sie. Sie versteht eh nichts, auch wenn sie da ist.

Hör mal, Sekretärin, sag diesem Anwalt, dass ich meinen Mann nicht finden kann.

Das Ganze ist sehr rätselhaft. Außerdem wurde ich aus dem Hotel geworfen.

Ich hab dort diese Adresse hinterlassen, falls er nach mir sucht.

Warum haben Sie sich kein anderes Hotel genommen?

Das ist nicht möglich.

Es findet der Modekongress und die Parade der Pitti-Sozialisten statt.

Du Ärmste. Und wo schläft sie heute Nacht?

Was fragen Sie mich? Fragen Sie sie doch.

Mach dir keine Sorgen.

Ich hatte mal in New York kein Geld für die Miete...

... und hab einen Monat lang in der Metro geschlafen.

- Gibt es in Florenz eine Metro? - Nein.

So weit kommt's noch! Ich beherberge dich.

Ich hab eine tolle kleine Wohnung auf der Arnopromenade. Ist kein Problem!

- Ah, hast du überhaupt was gegessen? - Nein.

Ich bring dich in ein Restaurant, in dem großartige Steaks zubereitet werden.

- Danke, aber ich möchte dich einladen, okay? - In Ordnung.

Emilia, was tun Sie da? Wollen Sie etwa gehen?

Und was ist mit der Kopie des Sitzungsprotokolls?

Sie wissen doch, dass ich von jedem Papier, das in mein Büro gelangt, eine Kopie möchte.

Ach ja? Aber es ist bereits acht Uhr und ich habe Feierabend.

Ich bin also gar nicht da. Sie sehen mich zwar, aber ich bin nicht da.

Folglich höre ich Sie nicht. Machen Sie Ihre Kopien selbst.

- Hallo? - Anwalt Tito Torrisi?

Ja, das bin ich, aber es ist acht Uhr. Also bin ich nicht da.

- Sprechen Sie, ich höre Sie ohnehin nicht. - Doch Sie müssen mir zuhören, Herr Anwalt.

- Ja. - Ich bin Kommissar Di Maria...

- ... aus dem vierten Distrikt. - Ja.

Ich habe eine dringende Mitteilung für eine Ihrer Klientinnen.

- Ja. Welche Klientin? - Mary Cimino Machiavelli.

Das ist keine Klientin von mir.

- Wer sind Sie überhaupt? - Immer noch der Kommissar.

- Das weiß ich. - Also?

- Mary ist keine Klientin von mir. - Aber sie hinterließ Ihre Adresse im Excelsior.

Wegen der Pitti-Sozialisten. Dann schießen Sie eben los.

Wir haben den Ehemann der Dame gefunden, einen gewissen Giulio Machiavelli.

Na endlich! Die Erfreute wird Dame sein, ähm, die Dame wird erfreut sein.

Das glaube ich nicht, er ist tot. Herzstillstand.

Würden Sie das der Ehefrau mit dem nötigen Feingefühl beibringen?

Ja, das mach ich.

Und richten Sie ihr aus, dass Sie morgen um 11 Uhr...

... zur Identifizierung der Leiche ins Leichenschauhaus kommen soll.

Ist gut. Schönen Abend noch.

Und dann?

Eines Abends kam Giulio zum Essen in das Restaurant, in dem ich arbeite.

Am nächsten Tag kam er wieder, am Tag darauf ebenfalls...

Nein, warte mal, an dem Tag nicht, denn da war Ruhetag.

Er kam dann also am überübernächsten Tag wieder.

Und...

Ich bemerkte, wie er mich mit Fischaugen anstarrte...

... und dann sagte er: „Ich liebe dich.“

Da antwortete ich: „Mach keine Scherze.“

Woraufhin er: „Ich mach keine Scherze.

Ich hol dich raus aus diesem beschissenen Job.

Willst du mich heiraten, Mary?“

- Und du? - Na ja...

Weißt du, ich wollte da nicht mehr bleiben. Ich mochte die Arbeit nicht.

Entschuldige mal, dann hat er ja sein Wort gehalten.

Er ist reich geworden und hat dich herkommen lassen, damit du bei ihm bist.

Liebst du ihn denn?

Vielleicht mit der Zeit.

Zwei mal Obstsalat.

- Na gut, aber gefällt er dir? - Ja.

Und wie ist er im Bett?

Ich will ehrlich zu dir sein, ich weiß es nicht.

Das Einzige, das wir bisher zusammen getan haben, war zu heiraten.

Das verstehe ich nicht. Wie das?

Ich erklär's dir.

Um neun Uhr abends...

... standen wir vor dem Standesbeamten, um uns das Jawort zu geben.

Und um zehn ist Giulio bereits nach Florenz abgereist.

Du Ärmste!

- Weißt du was? - Was denn?

Ich stecke in einem Schlamassel.

Heute ist mir klar geworden, dass ich auf einen anderen Typ Mann stehe.

Echt? Auf was für einen Typ?

Na ja, auf so einen wie...

... Tito.

Wieso lachst du?

Was ist daran so lustig?

Komm bitte erst gar nicht auf so dumme Gedanken.

Schau mal, du bist nicht der Typ Frau, der zu ihm passt.

Nein, das ist unmöglich, du kannst ihm absolut nicht gefallen.

Im Gegenteil, ich bin überzeugt davon, dass du ihm unsympathisch bist.

Störe ich?

Ich habe Lust auf ein kleines Steak gekriegt. Sie sind fertig, oder?

Nein, ich habe einen Obstsalat bestellt. Dann vielleicht noch 'ne Süßspeise und Kaffee.

Sie sind fertig.

Ach ja, es stimmt, ich bin wirklich fertig.

Ich hab mich geirrt, er sieht dich mit Fischaugen an.

- Was für ein Fisch? - Kabeljau.

Mein Mädchen...

Mein Mädchen... Ich muss dir etwas sagen.

Ja?

Ja, etwas sehr Wichtiges.

Und...

- ... ich weiß nicht, wie du es aufnehmen wirst. - Sag's mir, Tito.

Ich weiß nur nicht... Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll.

Fang an, wo du willst, aber vergiss nicht, dass ich eine verheiratete Frau bin.

Du warst eine verheiratete Frau.

Wie meinst du das?

Dein Mann ist tot.

- Ein kleiner Scherz, stimmt's? - Nein, er ist wirklich tot. Mausetot.

Wie bist du denn angezogen? Etwas Respekt für die Toten.

Das ist das seriöseste Kleid, das ich mitgenommen hab.

Ja?

Ja, er ist es.

- Und, was gefunden? - Nein, nichts.

- Und bei den Banken? - Ob Banken, Kreditinstitute...

... oder Notare: Es gibt keine Überweisung auf den Namen „Mary Machiavelli“...

... oder auf den deines Mannes. Keine Hinterlassenschaft oder dergleichen.

Das versteh ich nicht. Giulio sagte am Telefon, dass er reich geworden ist.

Sehr reich.

Find dich damit ab, Mary.

Dein Mann hat sich 'nen kleinen Scherz erlaubt. Der Fall ist abgeschlossen.

- Was ist das? - Ein One-Way-Ticket nach New York.

- Beeil dich, dein Flug geht in einer Stunde. - Warte, Tito! Moment mal!

Ich soll also nach Amerika zurück und wieder als Kellnerin arbeiten?

- Ja. - Und wir sehen uns nie wieder?

Nein.

- Kann ich nicht morgen fliegen? - Nein.

Und... und am Tag nach übermorgen?

Ich sage es dir zum vorletzten Mal:

Nein.

Ich weiß, ich hab dir nur Unannehmlichkeiten bereitet.

Ja.

- Du dagegen hast viel für mich getan. - Ja.

Darf ich dir einen Kuss geben?

- Was für einen Kuss? - Einen Abschiedskuss.

Ja.

Herr Anwalt, es kann doch nicht sein, dass man immer auf Sie warten muss!

Ich komme sofort.

- Was ist mit dem Abschiedskuss? - Gib ihn Emilia.

Taxi! Taxi!

Fahren Sie mich bitte zum Flughafen Pisa.

Mary! Mary!

Verflixt!

Ich habe nicht verstanden, wie unser Prozess in New York gelaufen ist.

Meine Herren, wir sitzen fest im Sattel.

Herr Anwalt, zeigen Sie uns gefälligst Ihren Angriffsplan gegen die Gegenseite auf!

Ja, erläutern Sie ihn.

Die Vermögenslage der Sacop GmbH ist unbegrenzt, denken Sie daran.

Aus den Unterlagen geht hervor, dass sie über ein Kapital von mehr als 2 Mrd. Dollar verfügt.

Passives Kapital.

Ob passiv oder aktiv, es sind dennoch Dollar.

Hallo?

Wieso spricht da keiner?

- Na ja, wenn Sie den Hörer nicht abnehmen... - Was mischen Sie sich ein?

- Ja? - Herr Anwalt, Mary Machiavelli ist am Telefon.

- Ist sie bereits in Amerika angekommen? - Nein, sie ist noch in Italien.

Ich will nicht mit ihr reden.

- Sie sagt, es geht um Leben und Tod. - Stellen Sie sie durch.

Entschuldigen Sie. Was ist Mary? Hast du den Flieger verpasst?

Hör zu, ich stecke tief in der Scheiße. Ich wurde entführt.

- Hast du dir das wieder mal ausgedacht? - Tito, ich bin in Gefahr. Es ist die Wahrheit.

Es gibt einen verlassenen Wasserspeicher bei Kilometer 13 auf der Straße nach Pistoia.

- Und... - Und was?

Du musst herkommen und ein Einschreiben mitbringen...

... das an mich gerichtet und an deine Kanzlei geschickt wurde.

Wenn du in einer Stunde nicht da bist, bringen die mich um. Beeil dich!

Du bist wirklich eine Mythomanin. Hier ist kein Einschreiben für dich eingetroffen.

Wiederhören.

Ja?

- Fräulein? - Ja, bitte?

Stellen Sie für die nächsten zwei Monate keine Anrufe mehr durch.

- Herr Anwalt? - Ja?

Es ist ein dringendes Einschreiben für Mary gekommen.

- Wieso haben Sie das nicht gleich gesagt? - Sie haben ja nicht danach gefragt.

- Ich bin gleich wieder da. - Gehen Sie etwa schon?

- Wieso gehen Sie fort? - Das darf doch nicht wahr sein!

Wann kommen Sie wieder?

Halten Sie mir den Platz frei.

Anwalt Torrisi?

Ja, und wer sind Sie?

Das spielt keine Rolle. Geben Sie mir das Einschreiben.

Erst möchte ich mich davon überzeugen, dass meine Klientin noch am Leben ist.

Bitte.

- Bist du am Leben? - Ja.

- Sind wir uns da auch sicher? - Genug jetzt, verlieren wir keine weitere Zeit.

Rücken Sie jetzt endlich das Einschreiben raus?

Könnten Sie mir den Empfang noch quittieren?

Es ist ein Plan.

Und da ist noch ein Brief für Frau Machiavelli.

„Liebe Mary, wenn du das liest, werde ich bereits tot sein.

Darum vermachte ich dir einen Plan, mit dem du meine 15 Milliarden finden wirst...“

Unsere 15 Milliarden!

Wir waren alle vier am Überfall auf die Sparkasse beteiligt.

Was für ein Überfall? Welche Bank?

- Welche Sparkasse? - Halt den Mund. Du hast schon zu viel gesagt.

Nun, den Plan, um die 15 Milliarden vom Überfall wiederzuerlangen, habt ihr jetzt.

Die Dame nehm ich wieder mit.

Wir wollen nicht länger stören und gehen jetzt. Danke.

Wo willst du hin? Zuerst überprüfen wir, ob das Geld da ist.

Genau.

Also, ihr bleibt hier.

Wenn wir nichts finden, kommen wir zurück und bringen euch um.

Das ist doch eine gute Idee.

Was redest du da? Ich will nicht sterben.

Ich auch nicht.

- Wieso sagst du dann, es wär eine gute Idee? - Sei still, du dummes Huhn! Red nicht so viel!

Früher oder später muss man eh krepieren. Stimmt's, Herr Anwalt?

Ja, sicher. Aber lieber später, wenn möglich.

Verdammt, ich bin stinkwütend!

Meine 15 Milliarden in den Händen dieser verfluchten Verbrecher!

Dein seliger Mann war aber auch kein Kind von Traurigkeit.

Ich hab etwas von einem Raubüberfall gehört.

Wie auch immer, dein Geld ist nicht verloren.

Wie bitte?

- Hast du ihnen nicht die Schatzkarte gegeben? - Nein, das war der Stadtplan von Florenz.

Und wo ist der echte Plan?

An einem sicheren Ort.

Bravo!

Du bist wirklich fantastisch.

Werd nicht gleich euphorisch. Das Beste ist überstanden.

Wir müssen uns jetzt losmachen.

Und wie sollen wir das tun?

Wir müssen diese Schnüre lockern.

Mach dasselbe wie ich, okay?

Fang an, dich zu bewegen und mit den Hüften zu wackeln.

Ja, genau so.

Wir sind schon seit einer Weile nicht mehr gefesselt.

Wichtig ist jetzt, dass wir hier rauskommen.

Verflixt, sie ist von außen verriegelt.

Der einzige Weg nach draußen ist dort oben.

Warte, ich hab eine Idee! Es ist ganz einfach:

Ich steige auf deine Schulter, dann du auf meine.

Dann ich auf deine...

Irgendwas passt da nicht...

- Kannst du schwimmen? - Ja.

Hier ist es.

Sehen wir mal auf dem Plan nach.

Es ist genau in der Mitte von der Piazza, dort wo der Brunnen ist.

Seht mal! Da ist was!

Gib her.

„Liebe Grüße, Anwalt Tito Torrisi.“

Er hat uns reingelegt.

Wir haben's geschafft!

- Wie bist du auf diese tolle Idee gekommen? - Ich war Wölfling bei den Pfadfindern.

Ich bring die jetzt um!

Wir werden sie finden, da könnt ihr Gift drauf nehmen.

Wieso machst du das alles für mich?

Ich bin fasziniert.

Fang ich etwa an, dir ein wenig zu gefallen? Ich bin dir also nicht mehr unsympathisch?

Du bist mir vermutlich schon unsympathisch, aber der Fall fasziniert mich.

Das heißt, es ist der Fall, der mich fasziniert.

Ich finde diesen Fall sehr verzwickt, verwickelt und aufregend.

Ich hab neun mal den Wettbewerb der Rätselzeitschrift-Abonnenten gewonnen.

Blödmann!

Hier haben Sie Ihre Kleidung wieder, gewaschen und schön gebügelt.

Danke.

Und das ist Ihres.

Wieso sind wir hergekommen?

Um die Schatzkarte zu suchen, die dir dein Mann geschickt hat.

Und das soll der sichere Ort sein?

Wieso? Sicherer als hier geht nicht.

Da ist sie.

Dein Mann muss echt ein verworrener Typ gewesen sein.

Kein Zufall, dass er Machiavelli hieß.

Ich werd daraus nicht schlau.

Übertreib nicht. Wenn du dich konzentrierst, kommst du darauf. Na los, was ist das?

Ich weiß es nicht.

Es ist ein Kreis. Ein Zirkel. Was könnte kreis- oder zirkelförmig sein?

Ein Rad?

Ein Rad?

Da ein Rad nicht quadratisch ist, könnte es das sein.

Aber es ist kein Rad.

- Dann ist es eine Piazza. - Eine Piazza? Ja, das könnte sein!

Aber sieh mal, da ist ein Pferd.

Dann noch eine Gans, außerdem Blumen, Ähren...

Wo findet man Gänse, Blumen, Pferde und Ähren vor?

Auf einem Bauernhof.

Ja, genau, es könnte in der Tat ein Bauernhof sein. Bravo!

- Und wo gibt es Bauernhöfe? - Und wo gibt es Bauernhöfe?

Auf dem Land.

Bravo, du hast es erraten, ohne dass es dir jemand vorgesagt hat.

Also, Piazza, Land, Land, Piazza Es ist die Piazza...

Bauernhof!

- Land oder „Campo“! - Die Piazza del Campo.

- Und wo befindet sich die Piazza del Campo? - In Florenz?

- Siena. - Siena.

Bravo, siehst du, keiner hat es dir...

Dein Geld befindet sich also in Siena, auf der Piazza del Campo.

Aber die Dinge, die ich nicht verstehe, sind...

... das Pferd, die Gans, das Fenster...

- ... und dieses 6 mal 6. - Ja.

Das sind Details, um die wir uns vor Ort kümmern.

- Aber du darfst nicht vorsagen, okay? - Okay.

- Fahren wir nach Siena! - Es ist nach acht und ich hab Feierabend.

Was machen wir jetzt?

Wir essen ein wenig zu Abend und gehen dann schlafen.

Bei dir zu Hause?

Das ist zu gefährlich.

- Für mich? - Nein, für mich.

Deine Freunde kennen mich jetzt zu gut.

Und ich glaube kaum, dass ihnen mein Scherz gefallen hat.

Aber in Florenz kann man nirgends schlafen. Die Hotels sind ausgebucht.

Die Pitti-Sozialisten haben alles belegt.

Wir können hier schlafen. Hier sind die Sterne, der Mond...

Weißt du, in San Francisco habe ich mal...

Ja, ich weiß, du hast in der Metro geschlafen. Das sagtest du bereits.

Nein, das war in New York.

In San Francisco habe ich viel Scheiße durchgemacht.

Ich kann deine derbe Ausdrucksweise echt nicht gutheißen.

- Was sagtest du noch gleich? - Dass ich viel Scheiße durchgemacht habe.

Siehst du, du sprichst unanständig! Ich scher mich einen Dreck um San Francisco.

Wenn ich nicht im Warmen liege, penne ich nicht ein. Also, ich schlafe nicht ein.

Verstehst du?

- Liegst du bequem? - Verflucht ja!

Zügle deine Ausdrucksweise, okay? Gute Nacht.

Gute Nacht.

Würdet ihr jetzt mal damit aufhören, denn ihr geht mir auf die Eier!

Wieso machst du dir so einen Kopf? Diebe zu bestehlen, ist keine Sünde.

Ach ja, das heißt nach deiner Logik dürfte ich dasselbe tun?

Wie meinst du das?

Mal angenommen, du findest das Geld, das der Sparkasse gestohlen wurde...

... und stiehlst es den Partnern deines Mannes.

Und ich stehle es dann dir. Ist das nicht verwerflich?

- Nein, das glaub ich nicht.

- Was denn? - Dass du so was Schlimmes tun würdest.

Wieso nicht?

- Weil du gutherzig, lieb und ehrlich bist. - Zerzaus meinen Hut nicht.

Bist du sicher, dass das die Autobahn nach Siena ist?

Bei uns in Amerika sind die Autobahnen riesig.

In Amerika gibt es mehr Teer.

Außerdem ist das eine einsame Nebenstraße, auf der keiner entlangfährt.

Und wieso fahren wir auf einer einsamen Nebenstraße?

Damit uns keiner bemerkt.

Da sind sie! Dort drüben!

Ja, ich hab sie gesehen!

Er kommt zurück. Tu so, als ob nichts wäre. So ein Kamikaze. Ist das etwa ein Japaner?

Vorsicht!

- Ihr blöden Arschlöcher! - Hey, Mary!

Sorry, aber diese blöden Arschlöcher wollen uns umbringen, okay?

Okay, aber mä-mä-mäßige dich, ja?

Verflixt!

Runter!

Wohin fahren wir?

Da sind sie wieder!

Die können's echt nicht lassen.

Oh, mein Gott!

Hey, hey, hey, hey, hey, hey!

Ihr Mörder!

- Ihr Schweine! - Reiß dich zusammen und bleib ruhig.

Spring raus! Spring raus! Spring raus!

Ich springe.

Wo bist du?

Wie geht's dir?

- Hast du dir wehgetan? - Nein, und du?

Ich hab Hunger gekriegt.

Wir sind unversehrt!

Das Beste ist überstanden.

Sieh mal da drüben.

Verflixt!

- Jetzt schieß doch! - Er bleibt nie stehen!

- Er bewegt sich ständig! - Ach, gib schon her!

- Was tust du da? - Ergeben wir uns.

Niemals!

Ich seh nichts.

Ich seh keinen Scheiß!

Bravo!

Wo hast du nur diese Einfälle her?

Ich hab die Mondadori-Krimis abonniert.

Ich seh immer noch einen feuchten Dreck!

- Er ist uns wieder entwischt. - Aber er wird dafür bezahlen.

- Und wie kommen wir jetzt nach Siena? - Per Anhalter.

Ich glaube nicht, dass hier Autos vorbeikommen.

Autos nicht...

Da vorne ist die Piazza del Campo.

- Glaubst du, wir werden etwas finden? - Ein Pferd oder eine Gans.

Oder ein Pferd, das das Gänsespiel spielt.

Was machen all die Leute und die Pferde hier?

Jedes einzelne vertritt eine Contrada von Siena.

- Was ist eine Contrada? - Ein Stadtviertel.

Es gibt die „Contrada des Adlers“, der „Schnecke“, des „Wolfes“, der „Eule“, etc.

Insgesamt sind es 17.

Jede einzelne ist während des Palios mit den anderen verfeindet.

Die anderen sind mit jeder einzelnen verfeindet und die wiederum mit den anderen.

Aber das ist nur während des Palios der Fall. Im Laufe des Jahres dann...

- Was passiert im Laufe des Jahres? - Was weiß ich? Ich bin doch kein Pferd.

Oh, der Ärmste!

Weißt du, das erinnert mich an die American Football-Partien in den USA.

- Ja. - Wenn die Boston Giants

- ... gegen die New York Yankees antreten... - Ja, ja.

- ... geht's ordentlich zur Sache. - Ja.

- Einmal habe ich mir 'nen dreckigen Giants... - Ja, genau so ist es. Genau, wie du sagst, ja.

- Die Gans hat gewonnen! - Es lebe die Gans!

Gans, Pferd...

Wir müssen die Gans aufsuchen.

- Wo? - Beim Pferd zu Hause.

- Aber... Wieso denn? - Das sagte ich doch vorher!

Alle Pferde haben eine Contrada.

Ähm, ich meine, alle Contraden haben außer einer Familie auch ein Pferd.

Und wir müssen das Pferd von der „Contrada der Gans“ finden.

- Und wo? - Das hab ich doch gerade gesagt!

Los, lass uns gehen und das Pferd suchen. Hey, macht mal sachte.

Es lebe die Gans!

- Es lebe die Gans! - Es lebe die Gans!

- Es lebe die Gans! - Es lebe die Gans!

- Es lebe die Gans! - Es lebe die Gans!

Es lebe die Gans!

- Es lebe die Gans! - Es lebe die Gans!

Es lebe...

- Verflixte Gans! - Die gehören zur Schnecke!

Die drei gehören zur Schnecke! Schnappt sie euch!

Ein Hoch auf „Blitz“, der den Palio gewonnen hat!

- Blitz lebe hoch! - Bravo!

- Bist du wirklich einer aus dem Gans-Viertel? - „Gans“ sicher!

Und du, was lauscht du so?

Du Gaul...

Sag mal, Tito, hast du dich schon mal in eine deiner Klientinnen verliebt?

Noch nie.

- Dann ist es also das erste Mal, hm? - Ja, es ist das erste Mal... Was?

Wieso das erste Mal? Ich sagte „nie“.

Und wieso füßelst du dann mit mir?

Speichellecker.

Es lebe die Gans!

Blitz dankt allen, verabschiedet sich von euch und geht jetzt ins Bett.

- Ja, er lebe hoch! - Glückwunsch!

- Ja, Blitz lebe hoch! - Blitz lebe hoch!

Bravo, Blitz!

Komm...

Zunächst einmal müssen wir ein Fenster suchen.

Siehst du hier ein Fenster?

Nein.

Ich auch nicht. Wir müssen es aber finden.

Das Fenster!

Hier ist das Fenster!

Der Palazzo Tolomei! Dort müssen wir suchen.

Aber sieh nur, wie groß der ist. Wie sollen wir den überall absuchen?

Es gibt einen letzten Hinweis auf der Karte.

„6 mal 6“...

- 6 mal 6? - 6 mal 6?

- 36. - 36.

Bravo, siehst du, du hast es erraten, auch wenn ich es dir vorgesagt hab.

Ich werde besser, stimmt's?

Ich wette, wir gehen jetzt zum Palazzo Tolomei.

Nein, es ist nach acht und ich habe Feierabend.

Wir müssen schlafen.

- Und wo soll ich schlafen? - Beim Pferd.

Beim Pferd?

Es ist brav und braucht viel Zuneigung.

Herr Anwalt, ich möchte Sie daran erinnern...

... dass die von Ihnen auf heute anberaumte Sitzung wegen der Sacop bereits läuft.

Ja, ich hab jetzt keine Zeit. Suchen Sie lieber im Lexikon nach „Palazzo Tolomei, Siena“.

Ja, ich such ja schon.

- Tito? - Ja?

- Was trinkst du? - Einen halben doppelten Whisky.

- Ja? - Ja.

- Herr Anwalt? - Ja? Ja.

Es ist der älteste der privaten Palazzi Sienas.

Ja.

Im ersten Stock befinden sich wundervolle Fresken...

- ... die Simone Martini zugeschrieben werden. - Ja, ja.

Die Vorderseite weist zweibogige Fenster auf, die von Spitzbögen überragt werden.

Ja, gut, überspringen Sie das.

Laut der Legende soll sich im Kellergeschoss eine geheime, nie gefundene Zelle befinden...

... in der die Tolomei ihre Gefangenen verhungern ließen.

Ja, weiter, weiter, weiter.

Bewundernswert ist die graue Steintreppe, die nach oben führt mit ihren 36 Stufen...

- Ha? Was sagten Sie? „36 Stufen“? - Ja.

- Sind Sie sicher? - Was?

- Sind Sie sicher? - Ja, ja, ich bin sicher. 36, ja.

Wie spät ist es?

- Halb zehn. - Danke.

- Bist du sicher, dass das Whisky war? - Ja, Whisky.

Na ja, hab ihn nicht gespürt.

WEGEN RESTAURIERUNG GESCHLOSSEN

28, 29, 30, 31, 32, 33, 34, 35 und 36.

Hier ist nichts.

Und hier?

Dort ist der Schatz!

Hilfe, Tito!

Zieh mich hoch!

- Gib mir deine Hand! - Ich kann nicht!

Komm schon.

Du gibst also auf?

Wir fahren zurück nach Florenz.

Ja, aber bin trotzdem zufrieden, mein Mädchen.

Denn bei diesem Abenteuer stieß ich endlich auf...

Mich?

Nein, ein Rätsel, dass ich nicht lösen konnte.

Arsch!

- Benvenuto Cellini. - Wer ist das?

Cellini, 6 mal 6...

36.

Nein, schreib das „6 mal 6“ auf Italienisch aus: „6 per sei“.

Ergibt auf Italienisch „36“.

- Gut, ich erklär's dir später. Gehen wir. - Aber...

- Zu seinen Werken gehören „Die Nymphe“. - Ja.

- Die „Saliera“ und der „Perseus“. - Ja... Halt!

- Ja. - Wieso fahren Sie nicht fort? Lesen Sie!

- Ah, ich soll lesen? - Ja.

Das Original des „Perseus“ befindet sich in der Loggia dei Lanzi in Florenz.

6 Gipskopien sind im Saal der Wandteppiche im Palazzo Tolomei in Siena ausgestellt.

Das reicht, nicht weiterlesen!

Aber Herr Anwalt...

- Ja? - Was ist mit der Sitzung?

SAAL DER WANDTEPPICHE

Halt! Als dein Anwalt muss ich dir sagen, dass es illegal ist, was du da vorhast.

Tritt sie ruhig ein.

Du meine Güte!

Das sind die „6 Persei“; die 6 „Perseus“-Statuen.

- In einer davon befindet sich dein Schatz. - Danke, Herr Anwalt.

Schnapp sie dir.

- Lass mich los! - Zerschlagt die Statuen! Beeilung!

Halt!

Nichts.

- Nichts! - Hier ist auch nichts.

Nichts!

Das hier ist die letzte!

Hier! Hier ist was!

Die hier war da drin.

- Verflixt! - Bring sie her und lass mal sehen.

Das ist alles? Soll das der Schatz sein? Eine Münze?

Der Hurensohn verarscht uns auch als Toter.

Wie kann das sein?

Verzeiht, aber ich kenne das verquere Gehirn eures Ex-Partners.

- Ich hab da eine kleine Idee. - Und die wäre?

- Wenn ich sie euch verrate, teilen wir dann? - Nein!

Ich will denen nicht mein Geld geben, nein!

Ich bin dein Anwalt, oder?

- Also, einverstanden? - Einverstanden, wir teilen.

70% für mich und 30% für euch.

Wieso nur 30% für uns?

Weil ihr zu dritt seid.

Los, red schon.

Seht ihr den Bildschirm da drüben?

Diese Münze passt dort genau in den Schlitz.

Probiert es.

Wir probieren es.

Sie befinden sich im Saal der Wandteppiche im Tolomei-Museum.

In der Mitte des Raumes können Sie sechs Gipskopien bewundern...

... die in originalem Maße den Bronze-Perseus von Benvenuto Cellini nachbilden.

Sie wurden in einem einzigen Block von Cellini im Auftrag von Cosimo 1545 gegossen.

Liebe Freunde, ihr habt die Endstation erreicht.

Durch das Einwerfen der Münze habt ihr einen Zapfen in Bewegung gesetzt.

Ich habe diesen an einen alten Mechanismus angeschlossen...

... den sich der diabolische Verstand der Tolomei ausgedacht hat. Adieu für immer.

Verfluchter Mistkerl!

Bravo!

Woher hast du das gewusst?

Im Leben gibt es Wissende und Unwissende.

Ich bin ein Wissender.

- Hast du Angst? - Ich mach mir in die Hose!

Damen sagen so etwas nicht... auch wenn sie es dann tun.

- Was ist los? - Das ist nicht Giulio!

- Und wer ist das? - Der Aufseher vom Leichenschauhaus.

Ich erkenne sein Gesicht wieder.

Herr Anwalt, Sie sind aber spät dran...

Es ist schon viertel vor neun.

- Was ist mit den Klienten von der Sitzung? - Die sind alle gegangen.

- Höre ich da Sarkasmus heraus? - Ja.

Jedenfalls will ich sie nicht mehr betreuen. Ich lege das Mandat nieder.

Da sind die Ihnen ein wenig zuvorgekommen.

Erkenne ich da eine Prise Genugtuung oder täusche ich mich?

Nein.

Sie täuschen sich nicht.

Hallo, Mary.

Hallo.

Du bist aber blass, du Ärmste. Was ist passiert?

- Wir sind... - Nein, nichts... Nichts...

Ihr Mann ist auferstanden.

- Was soll das heißen? - Er ist nicht in der Kiste.

Herr Anwalt, verzeihen Sie, aber ich bin zu müde, um Ihre Witze zu würdigen.

- Und drüben wartet ein Klient. - Ja, er soll ruhig warten.

- Was ist, gehen Sie etwa? - Ich hab doch das Recht zu schlafen, oder?

Wieso?

Das Ganze ist klar.

Dein Mann ist nie tot gewesen.

Er hat dich als Köder benutzt, um seine Partner auszuschalten...

... und mit den 15 Milliarden abzuhauen.

- Aber im Leichenhaus war er doch tot. - Nein.

Er hat irgendein Gift geschluckt.

Einige können einen Scheintod verursachen. Zum Beispiel einen Herzstillstand.

Man muss dann nur ein Gegengift injizieren...

... und der Scheintote ist wieder quicklebendig, ohne einen Schaden davonzutragen.

Woher weißt du solche Dinge?

Ich hab mir die Medizinzeitschrift „Guarire“ gekauft.

Die ersten beiden Ausgaben zum Preis von einem.

Das versteh ich nicht. Und wer hat Giulio das Gegengift verabreicht?

Der Aufseher vom Leichenhaus.

Das war sein Komplize und er hat ihn um...

- Um...? - Umge...

- Umgebracht! - Bravo!

Siehst du, du hast es erraten, obwohl es so kinderleicht war...

... dass nicht mal ein Känguru es falsch gemacht hätte.

Hier hast du die Original-Schatzkarte. Die brauchen wir jetzt nicht mehr.

Und hier ein One-Way-Ticket nach New York. Der Fall ist abgeschlossen.

Wieso weinst du? Wegen dem verlorenen Geld?

Nein.

Warum dann?

- Weil unsere Beziehung vorbei ist. - Sie hat nie angefangen.

Dann bin ich...

... dir überhaupt nicht wichtig?

Nein.

Null. Im Gegenteil, weißt du was?

Du warst mir schon immer unsympathisch.

Seit dem ersten Moment, wo ich dich gesehen hab. Ja, wein ruhig.

Wieso sagst du so viele böse Dinge?

Darum.

- Verstehst du jetzt den Grund? - Was ist das?

Ein Gemälde. Ein Bild aus dem 14. Jahrhundert, das Milliarden wert ist.

Es ist wunderschön.

Dein Mann ist echt ein gerissener Typ. Die Schatzkarte war der Schatz.

- Glückwunsch. - Danke.

Giulio!

Sie verfügen über eine bemerkenswerte Intelligenz.

Mein Plan war perfekt.

Das Einzige, das ich nicht vorhergesehen hatte, war, dass ein pedantischer Anwalt...

... eine Kopie von dieser Karte machen würde.

Nur deswegen musste ich wieder zu euch zurückkommen.

Aber alles in allem bin ich froh darüber.

Weißt du, Mary, du hast mir immer gefallen.

Es wird eine Freude sein, die 15 Milliarden zusammen auszugeben.

Du... und ich.

Du bist echt verrückt!

Ich komme nicht mit dir mit, du dreckiger, beschissener Hurensohn!

- Eine Dame sagt solche Dinge nicht, stimmt's? - In diesem Fall passt es.

Hör zu, Mary, wir haben ein hübsches Programm:

Erst mit dem Schlafwagen nach Monte Carlo, wo ein Käufer auf mich wartet.

Morgen geht's dann mit dem Flieger und den Taschen voller Geld ab nach Tahiti.

Reich und glücklich.

Gehen wir, Kleines, der Zug geht in weniger als einer Stunde.

- Ich fahre nicht mit. - Wie, du fährst nicht mit? Du bist meine Frau.

Das bin ich, aber ich liebe dich nicht. Ich bin in ihn verliebt.

Tja... Ähm, was soll das heißen „ich bin in ihn verliebt“?

Ich war kurz abgelenkt und habe nicht... Wen meinst du mit „ihn“?

- Dich. - Dummerchen.

Hören Sie nicht auf sie. Sie ist etwas besessen. Sie weiß nicht, was sie sagt.

Ich kenne sie.

- Du kannst nicht nicht in ihn verliebt sein. - Und wieso nicht?

Na ja, weil... Ich weiß nicht. Mary, du musst mit ihm gehen.

- Nein, ich bleibe bei dir. - Du bleibst bei mir?

Du ziehst also einen schäbigen Anwalt ohne Arbeit und ohne Geld...

... einem Leben als Milliardärin in der Südsee vor?

Warte kurz, bevor du antwortest. Du hast verstanden, was er gesagt hat, oder?

Willst du lieber ein Leben als Milliardärin in der Südsee...

- ... oder - was war nochmal das andere? - Einen schäbigen Anwalt.

Einen schäbigen Anwalt. Der schäbige Typ bin ich, oder?

- Natürlich. Sie sind der Einzige hier. - Natürlich.

- Sag mir nicht, dass du auf schäbig stehst. - Doch, ja.

Sie hat „ja“ gesagt.

- Aber sie meinte „nein“. - Weißt du was, mein Sternchen?

Liebesgeschichten haben mich stets zu Tränen gerührt.

Und ich finde 100 bessere als dich, um mein Geld auszugeben.

Bewegt euch! Weg da! Los, Bewegung! Auf geht's, hier rein! Los!

Macht schon!

Ihr braucht nicht schreien. Heute ist Samstag. Die Büros sind bis Montag geschlossen.

Montag wird man euch bereits tot auffinden, weil ihr erstickt seid.

Du wolltest also, dass ich mit ihm gehe? Du wolltest mich abservieren?

Das hab ich gesagt, damit er dich nicht hier drin einsperrt.

Ach, deswegen?

Dann ist es nicht wahr, dass du nichts für mich empfindest.

- Pst, sei still. Nicht sprechen. - Wieso nicht?

Weil es hier drin wenig Sauerstoff gibt und du ihn sofort aufbrauchst.

Dann werden wir also ersticken?

Vielleicht nicht, sofern du still bist und nicht atmest.

Aber wenn ich nicht atme, ersticke ich doch trotzdem.

Ja.

Aber was heißt da „ja“?

Sprich schweige und wenig.

Sprich wenig und schweig.

Es ist ein Jammer, so zu sterben.

Wie schön wäre es gewesen, mit dir zusammen zu leben.

Ein eigenes Haus ganz für uns, vielleicht zwei Kinder...

Drei wären perfekt gewesen.

Oder vielleicht 15.

Es ist Punkt neun Uhr.

Jetzt läuft im Fernsehen die Wiederholung von „S.O.S. Polizia“.

Aber, mein Lieber, wir sind dabei zu sterben und du denkst an eine Fernsehsendung?

Dürfte ich erfahren, was dir im Kopf so herumschwirrt?

Hilfe!

Polizei!

Hilfe! Polizei! Hilfe! Hilfe! Polizei!

Lass mich los!

Hilfe! Polizei!

Lass mich los! Helft mir! Rettet mich!

Lass mich los, du Mörder!

Helft mir! Er tötet mich!

Lass mich los! Hilfe!

Hilfe!

Hilfe!

Hilfe!

- Wer ist denn hier drin? - Mach auf und sei still!

- Was tun Sie da, Herr Anwalt? - Ich erklär's dir später.

Tito!

Tito!

Halt! Bleib stehen! Hey!

- Wo willst du hin? - Mit dir mit.

Geh etwas zurück.

Noch ein wenig!

- Wieso denn? - Es ist zu gefährlich für dich!

Warte!

Der Schnellzug nach Ventimiglia-Monte Carlo fährt jetzt von Gleis 15 ab.

- Wo will denn der hin? - Bist du irre?

Ich habe gut daran getan, dich nicht zu unterschätzen.

Ehrlich gesagt bin ich es, der dich unterschätzt hat.

Stimmt, das war ein Fehler.

Na ja...

Ich steig beim nächsten Halt aus.

- Willst du nicht erst was mit mir trinken? - Ich trinke nie im Dienst.

Es ist nach acht und du hast Feierabend. Wie du siehst, kenne ich dich gut.

- Worauf trinken wir? - Auf deinen Tod.

Entkorke ihn!

Du wirst sterben, ohne zu leiden und ich kriege keinen Ärger mit der Polizei.

- Herzstillstand? - Richtig.

Gibst du mir dann das Gegengift?

Herein!

Du liest zu viele Krimis, Anwalt.

Ich hab deinen kleinen Trick gesehen.

Trink!

Es tut mir leid, dass du sterben musst.

Im Grunde warst du mir sympathisch.

Du bist mir auch sympathisch.

- Von uns zwei hättest du aber sterben sollen. - Nein, du bist es, der sterben wird.

- Herr Schaffner! - Wieso rufst du ihn?

Um die Meinung eines anderen zu hören.

Ja? Hier bin ich. Sie wünschen?

Hören Sie. Er ist ein Flegel, ein unanständiger Kerl.

Einer, der keine Skrupel hat...

... und ein potenzieller Mörder. Sagen wir's ruhig.

Ich hingegen bin ein ehrlicher, brillanter und sympathischer Anwalt.

- Wer sollte Ihrer Meinung nach sterben? - Sie.

- Wieso? - Ich hab Anwälte schon immer gehasst.

Ich wiederhole die Frage.

- Wer von uns beiden soll sterben? - Er.

Oh, mein Gott!

- Sie bringen aber echt Unglück. - Finden Sie?

Ich hab's durchschaut. Du hast das Tablett zweimal gedreht.

Bravo, Machiavello. Du errätst es sogar als Toter.

Telefon, mein Herr.

Danke.

- Hallo, wer ist dran? - Ich bin's, Kleines. Gut geschlafen?

Tito...

Na endlich!

Wie ist es gelaufen? Erzähl mal.

Alles okay.

Wann kommst du? Lass mich nicht warten. Ich kann's kaum erwarten, dich zu sehen.

Warum sollten wir uns sehen?

Ich hab das Bild verkauft, das Geld kassiert und jetzt geb ich es aus.

- Und was mach ich? - Du hast ein Ticket nach New York.

Geh nach Hause, Lassie, ähm, ich meine Mary. Der Fall ist abgeschlossen.

Du elendes Stück Dreck! Mieses Schwein! Scheißkerl! Bastard!

- Eine Dame drückt sich nicht so aus. - Leck mich am Arsch!

Ja.

Das ist nicht möglich. Er kann mich nicht so zurücklassen.

Das darf nicht wahr sein.

Er kann mir das nicht antun. Gleich...

Gleich greift er zum Telefon und ruft mich wieder an.

Ich mach jetzt die Augen zu und zähle bis drei. Bei drei klingelt das Telefon.

Eins...

Zwei...

Zweieinhalb...

- Also, tschüss, Mary. - Adieu, Emilia.

Die Ärmste...

- Gate 3, Sitz 24B. - Danke.

Willkommen an Bord, meine Dame. Sitz 24B ist dort vorne.

Bitte folgen Sie mir.

Danke.

- Tito! Was hat das zu bedeuten? - Kleiner Scherz.

Ich habe alle Tickets gekauft, weil ich mit dir allein sein wollte.

Mit drei Milliarden können wir uns das und noch viel mehr leisten.

Drei? Entschuldige, aber waren es nicht 15 Milliarden?

Doch, ich hab das Diebesgut der Versicherung zurückgegeben...

... und wir haben 20% Prämie erhalten.

Versicherung?

Tja, ich bin der Anwalt einer US-Versicherungsgesellschaft.

Ja, ich hatte den Auftrag...

... das von deinem Mann gestohlene Geld zurückzuholen.

Dann sind wir uns nicht zufällig am Flughafen von New York begegnet?

Nein.

Und die beiden Plätze nebeneinander?

Das war alles geplant.

Die Verwechslung der Koffer war demnach auch beabsichtigt?

Ja.

Du hast mich also die ganze Zeit angelogen?

Die ganze Zeit.

Auch als du sagtest, du würdest mich lieben? Ach ja, das hast du ja nie gesagt.

Weißt du was?

Ich pfeif auf dich und deine dreckigen Milliarden!

Und da ich keine Dame bin...

Halt, warte mal einen Moment.

Damit könntest du mir wehtun.

Versuch's damit.

- Was ist das? - Mach's auf.

Die Artischocke!

Ich sag's dir jetzt.

- Was? - Ich liebe dich.

- Wirklich? - Ich schwör's.

Meine Dame, mein Herr.

Der Flugkapitän informiert Sie, dass wir in einigen Augenblicken...

... auf dem Kennedy-Flughafen in New York landen werden.

Was, wir sind schon da?

Diese Flugreisen sind zu schnell vorbei.

Das nächste Mal nehmen wir ein Schiff, das nicht schneller fährt als ein Floß.

Gibt es nichts langsameres?

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