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Gute Nacht. - Gute Nacht Signora.
Endlich allein. Was hat es mit dem Gold und dem Schmuck auf sich?
Es tut mir leid.
Du würdest mir nicht glauben, weiß ich genau.
Erzähl es mir, und ich glaube dir nicht.
So haben wir beide ein ruhiges Gewissen.
Wer? Capellaro? - Ach, das ist ein armer Mann.
Mit einem Sohn an der Front. Obwohl, er ist kein guter Faschist.
So wie du und ich. Im Gegenteil, er hat immer dazwischengeschossen.
Als wir damals im Auftrag des Duce die Fliegen bekämpften,
da hat er welche gezüchtet. - Lenk nicht ab. Sag den Namen.
Ein Gottesgeschenk. - Du hast genug.
Ich weiß, ihr wollt mich animieren, dass ich noch mehr trinke.
Ich kenne diesen Frascati. Wenn man zu viel davon säuft,
redet man Quatsch. Eine Menge. - Ich halte beim Saufen den Mund.
Wie willst du denn saufen, wenn der Mund zu ist?
Außerdem hab ich den Schweigern schon immer misstraut.
Weil die so gut zuhören. Stimmts oder hab ich recht?
Nur um deinen Quatsch zu hören?
Wieso denn Quatsch? Im Gegenteil.
Er ist reich, euer Freund. 1 Mio. ist für den ein Klacks.
Aber Attilio, der redet nicht. Der säuft zwar, aber trotzdem:
Kein Laut kommt über seine Lippen. Attilio ist stumm wie ein Fisch.
Wie ein Fisch, der das Schwimmen gelernt hat. Im Frascati.
1 Mio. Ja, aber Quatsch.
1 Mio. Lire.
Und dann das Gold. - Hörst du jetzt auf zu saufen.
Ach was. Und wo ist dieser Schatz? - Wo er war, willst du sagen?
Überhaupt kein Problem. Er war im Tresor vom Kameraden Crippa.
Schmeckt nach mehr, der Frascati. - Lass den weg. Wo ist das Gold?
Die Beute. Ich merke schon, ihr wollt wissen, wo sie ist.
Eine Bewegung mit dem Zauberstock,
und schon ist sie verschwunden. In einer großen, alten Truhe.
Na komm, drück dich deutlicher aus.
Im Haus eines Kameraden von euch, der eine Brille trägt.
Sein Name fängt an mit...
fängt an mit...
Vi... Vi...
Mehr darf ich euch nicht sagen. - Ein Name, der mit "Vi" anfängt?
Mit Brille? Das ist Virgili. - Ja, kann nur er sein.
Los, komm.
Das war ein Stück Arbeit.
Oh.
Trotzdem, er ist...
Er ist ausgezeichnet, mein Frascati.
Kameraden, was wollt ihr von mir? - Spiel hier nicht den Dummen.
Wo hast du das Gold versteckt? - Wieso? Ich weiß nichts von Gold.
Aber wir wissen, dass du Crippas Gold gestohlen hast.
Ich weiß nicht, wovon ihr redet. - Was ist los? Warum seid ihr hier?
Wohl aus dem gleichen Grund wie du. - Kamerad, ruf sie zur Ordnung.
Ich weiß nicht, warum sie hier mich überfallen. - Aber ich schon.
Wo hast du das Gold versteckt? - Welches Gold?
Das du bei Crippa gestohlen hast, nachdem du ihn ermordet hast.
Denn du hast ihn doch umgebracht? - Ja, ich habe ihn umgebracht.
Crippa war ein gemeiner Verräter.
Er wollte mit dem Gold fliehen, statt unserer Sache zu dienen.
Du hast ihn ausgeschaltet, um es zu stehlen.
Du wolltest das Gold. Aber das nehmen wir uns jetzt.
Vielleicht verratet ihr mir nun, wer euch zu mir geschickt hat.
Mario Vinicio. - Attilio Capellaro.
Darauf hätt ich schwören können. Sie haben uns alle 4 getäuscht.
Verdammt sollen sie sein. Diesmal kommen sie nicht durch.
Es ist verfluchtes Geld. Ich habe mich schon mal beeinflussen lassen.
So viel Mühe umsonst. - Nein, umsonst war es nicht.
Ich werde das Geld nicht nehmen, aber Crippas Schuld wiedergutmachen.
Was glaubst du, wie viel Unglück er über die Menschen gebracht hat?
Vernace.
Vermonti.
Wechsel, Wechsel.
So, Sie schulden mir nichts mehr. Außer vielleicht etwas Verständnis.
Entschuldigen Sie, dass ich Sie so lange warten ließ.
Warum so früh? Ist etwas passiert? - Das Gold ist nicht mehr da.
Also haben Sie sich überzeugt, dass er es hatte? Ich hatte recht.
Wohin hat er es gebracht? - Er war es nicht. - Wer dann?
Man muss kein Sherlock Holmes sein, um das zu erkennen. - Genau.
Genau. Der Schuldige am Verbrechen und am Diebstahl.
Man wird über ihn richten.
Kompliment für die Operation. - Also, anziehen und mir folgen.
Und wohin? - Zu deinem Freund Capellaro.
Es ist besser, wenn wir Aufruhr vermeiden wegen einer Verhaftung.
Und darum wirst du sie vollziehen.
Was werde ich vollziehen? - Die Verhaftung von Capellaro.
Attilio verhaften? Ich? Niemals.
Gianni.
Gianni.
Gianni.
Es ist schrecklich. Die Faschisten wollen sie wegbringen. - Wen?
Meinen Vater und deinen Vater. - Es muss etwas geschehen.
Aber was? - Wir dürfen keine Zeit verlieren.
V.a. müssen wir ruhig sein. - Sieh mal, da.
Hey, Moment.
Was macht ihr denn?
Wir brauchen ein Fahrrad.
Kein Fahrrad, nein.
Etwas Besonderes.
Ich hab da was für euch.
Und weiter? - Was soll ich gegen die machen?
So tun, als würd ich gehorchen. Sie haben mich sogar gezwungen,
das Schwarzhemd anzuziehen. - Es steht dir nicht.
Das merkst du erst nach 20 Jahren. - Lassen wir die Streitereien.
Wir müssen versuchen zu retten, was zu retten ist.
V.a. deine Haut. - Meine? Deine genauso.
Die sind nicht eben zartfühlend mit Andersdenkenden.
Deine lieben Kameraden. Und das weißt du genau.- Ja.
Ich habs in letzter Zeit gemerkt. Deshalb müssen wir schnell sein.
Ich bin kein Held wie die. - Wenigstens siehst dus ein.
Und was sollen wir machen? - Du musst sofort abhauen.
Geh zu Gianni. Ich geh zu denen und versuche, Zeit zu schinden.
Nein, du opferst dich nicht. Das Risiko gehst du nicht ein.
Ich riskier weniger als du. Jeder hat Verantwortung.
Hupen Verschwinde.
Ich geh runter und tue alles, um sie abzulenken.
Viel Glück, Attilio.
Flieh. Geh mit Gianni. Sonst werden sie dich umbringen. - Unmöglich.
Warum nicht? - Sie würden sich an euch rächen.
Attilio, du bist ein Held. - Von wegen Held.
Helden, die stehen auf Denkmälern in Rom. Auf Marmorsockeln.
Nackt, mit einem Helm aufm Kopf. Bin ich nackt oder hab einen auf?
Obwohl mir der Helm... Nein, doch nicht. Ich bin kein Held.
Ich wiederhole es: Ich bin kein Held.
Guten Tag. - Guten Tag.
Die Deutschen. Laura, werde mal bitte schnell ohnmächtig.
Aber so ohnmächtig, dass ich ein wenig Zeit gewinne. Wozu? Gianni.
Papa, das ist Fritz, mein Freund. - Wie hast du ihn kennengelernt?
Wir haben Fahrräder gesucht, und er hat uns dafür ein Auto angeboten.
Sie wollen in die Heimat zurück. Zu Mama.
Dafür brauchen sie Zivilsachen.
Aber um das Auto vor der Tür zu beschlagnahmen,
bleiben sie besser in Uniform. Was meinst du?
Lass dich umarmen. Du rettest mir das Leben. Das ist doch bewegend.
Jawohl. - Jawohl. Ja. Also, bitte.
Das Auto ist für die Soldaten des Deutschen Reiches gut genug.
Und deshalb beschlagnahmt ihr es für die große Deutsche Wehrmacht.
Jawohl. - Jawohl. Gianni, hör zu.
Die sehen nicht aus wie Leute, die was beschlagnahmen.
Doch nicht so, in diesem Aufzug. Was macht sie denn wieder?
Laura. Schläfst du? - Sie ist ohnmächtig.
Das ist jetzt nicht mehr nötig. Wach auf. - Mama.
Wo bleibt der denn so lange?
Als ich gegangen bin, zog er sich die Jacke an.
Er wird sich verabschieden. - Es werden immer mehr Leute.
Er wird schon kommen.
Na also.
Jetzt seht ihr wie Deutsche aus. Ja, jetzt wirkt ihr militärisch.
Wenn ihr so ausseht, dann würde man euch sogar das Auto des Duce geben.
Wo ist das Auto? - Halt. Ihr geht hier heraus.
Und um das Haus herum, verstanden?
Hopp, hopp, hopp.
Ja, ja. - Jawohl.
Jetzt erlaube ich mir den Luxus, den Helden zu spielen.
Obwohl mir der Helm auf dem Kopf fehlt.
Marschmusik
Hat lange gedauert. Dachtest du, es geht zu einer Hochzeit?
Virgili, ich bin sauber geboren.
Und im Gegensatz zu dir werde ich auch sauber sterben.
Schluss. Genug gequatscht.
Ja. - Fahr los.
Halt. - Stopp. Stehen bleiben.
Halt. - Es lebe der Duce.
Heil Hitler. Das 2. Regiment ist im Anmarsch.
Es leben die deutschen Kameraden. - Die besetzen das Rathaus.
Von mir aus. - Die Schule und die Post.
Sehr schön. - Sie besetzen den Bahnhof.
Und sie beschlagnahmen diesen Wagen. Für eine Blitzaktion. Raus, alle.
Aber wir haben ihn beschlagnahmt.
Wir brauchen den für den Abtransport. - Raus.
Ich werde mich beschweren.
Ich bitte Sie um Verständnis. - Der Wagen ist beschlagnahmt.
Sollen wir euch Beine machen? - Mach schon, Attilio.
Du auch. - Jawohl.
Ciao. - Wir müssen etwas unternehmen.
Alle:Heil Hitler. - Heil.
Wir haben den Deutschen zu danken. - Du hast einem anderen zu danken.
Meinem Sohn. - Wieso?
Flüstert unverständlich
Nein. Aber...
Flüstert unverständlich
Er ist ja mein Schwiegersohn.
Sieh mal, diese Kämpfer. Was für Begräbnisgesichter sie machen.
Perfekt für einen Trauermarsch.
Übrigens, Attilio, wo ist Crippas Leiche geblieben?
Im Kofferraum des Autos der Deutschen.
Sie wissen es nicht, aber sie haben einen würdigen Reisegefährten.
Sekunde.
Hallo. Begeben wir uns nicht fort?
Die deutschen Kameraden haben uns offenbar zurückgelassen.
Wie gewöhnlich. - Pass auf, was du sagst.
Hier ist noch nicht alles vorbei. Das 2. Regiment ist bald hier.
Darauf warten wir.
Na fein. Ich kann warten. Ich hab so lange gewartet.
Sie kommen. Sie kommen. Sie kommen.
Sie kommen. Viele mit Panzern. Ich sah sie, auf der Straße.
Auf der Landstraße. - Gehen wir ihnen entgegen.
Gemeinsam werden wir diesen Ort von der Landkarte ausradieren.
Einverstanden, Kamerad. Gehen wir ihnen entgegen.
Das verabredete Signal. Don Fausto hat die Vorhut der Amis gesehen.
Warum hast du nichts gesagt? Los, holt eure Instrumente.
Na, macht schon. - Papa. - Hier. Wo bleibst du denn?
Sie kommen. Wie heißt "Willkommen" auf Englisch? - Welcome.
Das schreiben wir überallhin. Überall.
Signora Maria, die Amerikaner kommen.
Wer kommt? - Die Amerikaner.
Deswegen der Lärm.
Musik
Musik
Wo ist Mario? Wo ist Mario? Hat ihn keiner von euch gesehen?
Wohin denn so eilig, Kamerad? Das Gefängnis wartet auf dich.
Du bist 1. Bürger. Mit dieser Schärpe wirst du sie empfangen.
Danke, danke. Danke.
Da, da kommen sie. Musik, Musik.
Das Orchester spielt den Yankee Doodle
Welkomen. Welkomen.
Los. Ich hab auch den römischen Gruß für dich gemacht. - Welkomen.
Lauter. - Welkomen. - Welkomen.
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