All language subtitles for Tage_ die es nicht gab-Folge 4 (S01_E04).deu

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Original subtitles

*Läuten an der Tür*

Hallo! - Ich bin zu spät, oder?

Entschuldigung. - Nein, nein.

Miriam ist auch noch nicht da. - Ich habe ...

Wo ist der Alkohol?

Du weißt genau, wo unser Alkohol ist.

Ist das alles?

Mm!

Von dem will ich nachher auch noch was.

Oh!

Oh, göttlich.

Ich habe keinen Mann mehr.

Ich habe keinen Job mehr.

Ich habe kein Buch mehr.

Ich hab's gelöscht.

Wann reist die denn wieder ab?

Wer?

Die Polizistin aus Wien. - "Ich weiß, was du getan hast."

Hä?

Hä?

Hh?

*Gelächter*

Schön.

Ich nicht. Was meinst du damit?

"Ich weiß, was du getan hast." ist die Nachricht, die Miriam bekam.

Von wem? - Von ihrem Mann.

Und die Miriam!

Wie immer die Letzte.

Hallo! - Na?

*Sie schluchzt.*

Miriam, nein!

Nein! - Scheiße!

Oh, Scheiße. - Hey.

Oh.

*Schluchzen*

*Schluchzen*

*Schluchzen*

*Schluchzen und Weinen*

*Personen und ihre Farben:*

Miriam Hintz, Staatsanwältin Doris Hauke, Fuhrunternehmerin

Christiane, Schriftstellerin Inès Lemarchal

*Musik*

*Klopfen an der Tür*

*Vehementes Klopfen*

Warum sind Sie halb nackt?

Weil ich geschlafen hab.

Jetzt schlafen Sie ja nicht mehr. - Offensichtlich nicht.

Wollten Sie den Zimmerservice erschießen?

Bei mir hat der neulich zwei Stunden für eine Flasche Wein gebraucht.

Okay, ich glaube, ich zieh mir was an.

*Handy klingelt.*

*Es klingelt weiter.*

Ich möchte, dass Sie gehen.

Nicht nur, dass sich meine Frau von mir trennen will.

Ich sehe dem Grund auch direkt in die Augen.

Dazu sage ich überhaupt nichts.

Entweder Sie gehen, oder ich werfe Sie raus.

Ich kann nicht versprechen, dass Ihnen das nicht wehtun wird.

Ich kann nicht schlafen. - Ich auch nicht, wissen Sie warum?

Weil meine Chefin mitten in der Nacht an der Tür klopft.

Haben Sie vielleicht was zu trinken? - Sind Sie betrunken?

Nein.

Eben, noch nicht.

Hat das, was Sie mit mir besprechen wollten, was mit dem Fall zu tun?

Wieso glauben Sie, dass ich was mit Ihnen besprechen wollte?

Nicht? - Doch.

Und ja.

Okay.

Paul Paulitz wird den Paulsdamm hinuntergestoßen.

Genau, so ist das.

Der Direktor des Sophianums hätte sich nicht selbst so umgebracht.

Ja. - Genau.

Gut, dass wir darüber auch mal gesprochen haben.

Ja, sehr gut.

Das war's? - Ich geh ins Bett.

Müssen Sie nie schlafen?

Ha ...

Sie glauben also nicht, dass Miriam Hintz was mit der Sache zu tun hat?

Wie soll ich vorher wissen, was ich nachher glaube?

Paul Paulitz hat vor mehr als 20 Jahren sein Testament geändert.

Ich will wissen, warum.

Scheiße!

*Fahrstuhlgong*

Sie müssen echt noch viel lernen. - Warum machen Sie das?

Auf seine Waffe muss man aufpassen.

Und ich bin sicher, Sie haben Ihre Schlüsselkarte nicht mit.

*Fahrstuhlgong*

Fuck!

Ich weiß, Sie bestätigen jetzt nicht, dass Sie mit Miriam schlafen.

Das ist auch nicht notwendig. Es gibt genug Beweise.

Es wird einen Scheidungsprozess geben.

Ich sorge dafür, dass Sie dort aussagen müssen.

Falls Sie den Kontakt zu Miriam nicht sofort abbrechen.

Ich bin kein einfacher Mensch, ich weiß.

Aber ich liebe meine Frau, und ich liebe meine Kinder.

Miriam ...

Miriam ist ...

Na ja, das wird Ihnen nicht so aufgefallen sein,

weil Sie sie ja nur in einer Lage gesehen haben, in der horizontalen.

Aber sie ist labil, paranoid und karrieregeil.

Keine gute Kombination für eine Frau.

Geile Bude.

Inès, hast du das Gefühl,

dass es funktioniert hat mit dem Nach-Zollberg-Ziehen?

Inwiefern?

Wir sind nur hier, weil wir geglaubt haben, dass ...

Also ich habe es nur gehofft. Man klammert sich eben an alles.

Aber dass es Olivier hier besser geht.

Cherie, ich ...

Ich habe das Gefühl, es dreht sich alles nur noch um ihn.

Ich bin nicht sicher, dass er ...,

dass es das wert ist.

Wollen wir nicht zurück nach Frankreich?

Hm?

Wir sind doch erst eingezogen. Wir machen Pläne.

Du wolltest das.

Weder Olivier noch ich.

In einer Partnerschaft gibt es Kompromisse,

mit denen keiner glücklich ist.

Eine Partnerschaft ohne Glück?

Was soll das denn heißen?

Puderzucker ist leer.

Meine Mutter verkaufte einen Firmenanteil an Paulitz.

Paul Paulitz? - Ja.

Aber der ist doch tot? - Vorher.

Warum? - Ich ... keine Ahnung.

Ist auch schon ewig her, 30 Jahre oder so.

Ja und? - Sie hat es mir nie gesagt.

Ich leite eine Firma und weiß nicht mal, wem sie gehört.

Danke. - Birkenzucker statt Puderzucker?

Sarah, Pfannkuchen! - Ich habe was beschlossen.

Ich will die Mehrheit von der Firma, die ich sowieso irgendwann erbe.

Was ist dein Druckmittel?

Ich gebe die Geschäftsführung ab. - Ein Bluff.

Genau.

Was sollen wir denn sonst versuchen?

Mach doch einen Vorschlag.

Ich bin die, die alles zusammenhält. - Es hat dich niemand darum gebeten.

Ich liebe dich.

*Lautes Lachen*

Was soll das? - Das ist genial.

Was?

Jetzt hast du nicht nur mein Leben versaut, sondern auch deins.

Ich habe dein Leben versaut?!

Du brauchst keinen anderen Menschen, um dein Leben zu versauen.

Das kriegst du hervorragend allein hin.

Alles, was du dafür brauchst, sind ein paar beschissene Drogen!

Magst du auch welche haben? Du könntest gerade welche gebrauchen.

Ich dachte, du hast keine mehr. - Glaub niemals einem Junkie!

Was hab ich dir angetan, dass du mich so hasst?

Was?

Du hast mich geboren.

*Sie atmet tief durch.*

*Sanfte Musik*

*Das Navi geht an.*

Maitre destination.

Paris centre.

*Navigationssytem berechnet die Route.*

*Klappern der Tastatur*

*Klingeln an der Tür*

Wie kann ich Ihnen helfen? - Dürfen wir reinkommen?

Äh, nein.

Also ich meine: Muss ich mit Ihnen reden?

Ja. - Nein.

Das mit Ihrem Sohn tut mir sehr leid.

Ich will nicht nach Worten suchen. Die können nur unzulänglich sein.

Damit ist niemandem gedient.

Ich möchte, dass mein Mann dabei ist.

Ich rufe ihn an.

Kommen Sie später wieder.

Sagten Sie nicht, eine andere Freundin von Staatsanwältin Hintz

wohnt in der Nähe?

Ja, hier.

Deine Mutter wurde im Testament vom Paulitz bedacht?

Ja, und das ist nicht gut.

Das ergibt eine Verbindung zwischen mir und Paulitz.

Hast du sie mal gefragt? - Sie weiß von nichts.

Sie hatte damals nichts geerbt.

Man fand sie nicht. Gerlinde Bauer, Allerweltsname.

Ist die Polizei aus Wien noch da?

Ich kann nur hoffen, dass sie nie rausfinden, wer Gerlinde Bauer ist.

Entschuldigung, ich rede die ganze Zeit über mich.

Wie geht's denn dir?

Weißt du, wieso dem Paulitz Teile deiner Firma gehörten?

Das werde ich heute rausfinden.

Die Polizei aus Wien: Wird das noch ein Problem?

Wie meinst du das?

Nein, das habe ich im Griff.

*Krähenrufe*

*Handyklingelton*

*Handyklingelton*

*Läuten an der Tür*

Ja, dann bitte.

Schön haben Sie's hier.

Ah, das sieht nur so aus.

Wie meinen Sie das?

Was kann ich für Sie tun?

Sie sind mit Staatsanwältin Miriam Hintz gut befreundet.

Klassenkolleginnen.

12 Jahre lang. Davor Kindergarten.

Wo waren Sie, als Paul Paulitz gestorben ist?

Hier.

Ja, hier.

Von wem haben Sie erfahren, dass er tot ist?

Von der Doris. Die hat mich angerufen.

Was hat sie gesagt? "Hallo, Ínes."

Ja, sie nennt mich immer noch Ínes.

Daraus haben Sie geschlossen, dass Paul Paulitz tot ist?

Äh, nein, natürlich nicht. Sie hat es mir gesagt.

Okay.

Ich würde gern wissen, mit welchen Worten.

Mit welchen Worten? Das weiß ich nicht mehr.

Warum ist denn das so wichtig?

Das würde ich auch gern wissen.

*Entfernte Schritte*

Hallo!

Was machst du hier? - Guten Morgen.

Ich hätte vielleicht anrufen sollen.

Oder anläuten? - Tut mir leid.

Ja. - Es ist aber eigentlich mein Haus.

Tja, aber du wohnst gerade nicht hier.

Wieso gehst du meine Post durch?

Ich habe geschaut, ob was für mich dabei ist.

Das hätte ich dir geschickt. - Natürlich, tut mir leid.

Was willst du hier? - Gern was mit dir besprechen.

Wiedersehen.

Wiederschauen. - Wiederschauen.

"Die Sau ist tot."

Das hat Doris gesagt.

Sie wussten gleich, wen sie meinte?

Ja.

Herr Boj!

Hi!

Hast du mich mit dem Studenten Maximilian Kögler betrogen?

Das wäre nicht illegal. - Aber Eheverfehlung.

Also, hast du? - Nein.

Schau, Miriam, mir liegt nichts daran, dir die Kinder wegzunehmen.

Wieso beantragst du dann das alleinige Sorgerecht?

Nicht notwendigerweise für immer. Aber ich möchte, dass du weißt ...

Schau, du bist ...

Geht dieser Satz noch weiter?

Oder ist er auf den letzten Metern verstorben?

Es tut mir in der Seele weh, wenn ich sehe, wie sehr du dich veränderst.

Ich sag's ungern, aber du bist krank.

Diese ganze Lügerei mir gegenüber.

Dem Maximilian gegenüber, deinen Freundinnen ...

Wovon redest du? - Den Polizisten aus Wien gegenüber.

Du glaubst, du hast das alles im Griff, während dir alles entgleitet.

Es ist ein Wesen der Persönlichkeitsveränderung,

dass den Betroffenen die Krankheitseinsicht fehlt.

Das glaubst du wirklich?

Du bist unfähig,

unseren Kindern ein emotional stabiles Zuhause zu geben.

Sie haben Angst vor dir. - Nein, vor dir.

Sie erkennen ihre Mama nicht mehr.

Du zwingst sie, sich auszuziehen, um sie auf Hämatome zu untersuchen.

Welche Mutter, die bei Sinnen ist, macht so was?

Wir sehen uns vor Gericht.

Wenn es ein kleines Fenster zur alten Miriam gibt, dann öffne es bitte.

Ich bitte dich sehr.

*Die Tür fällt ins Schloss.*

Ich grüße dich, Doris.

Hallo!

Bitte hängen Sie meinen Mantel so auf,

dass er keine anderen Mäntel berührt.

(Kellner) Gern.

Danke. - Was?

Du hättest Danke sagen können. - Bitte reicht völlig aus.

Dann sag mir BITTE endlich:

Warum hatte Paulitz einen Anteil an unserer Firma?

Er ist als Investor eingestiegen.

Und hat der Schuldirektor auch dafür gezahlt?

In keinen Unterlagen taucht eine Einzahlung auf.

Seit wann bist du so naiv, Doris?

Gehen wir mal davon aus, dass ich auch sonst so naiv bin.

Warum weiß ich das nicht?

Wieso ein Treuhandvertrag?

Es ist meine Firma und nicht unsere.

Ich vermachte ihm die Anteile, ohne dass er Geld dafür bezahlte.

Wieso?

Ich bin noch nicht eine Minute hier und schon genervt.

Mama, was steckt dahinter?

Bitte, belästige mich nicht weiter mit solchen Banalitäten!

Danke.

Mama!

Woher kommt diese ständige Lust, mich runterzumachen?

Ich habe dazu keine Lust, und ich habe es auch nicht getan, Liebes.

Du hast mich gefragt, ich habe geantwortet.

Ich bin nicht schuld daran, dass dir meine Antworten nicht gefallen.

Ist vielleicht jetzt der richtige Zeitpunkt

für einen Generationswechsel in der Firma?

Du bist doch alleinige Geschäftsführerin.

Aber dir gehört die Spedition.

So kann ich nicht meine Geschäfte führen.

Soll ich sterben? - Nein!

Ich fürchte, du musst warten, bis ich sterbe.

Na ja, vielleicht ist es ja gar kein so tragisches Ereignis?

*Der Motor heult auf.*

Wo waren Sie zu Mittag an dem Tag, an dem Paul Paulitz gestorben ist?

Ich war auf Arbeit.

Ich war hier. - Allein?

Ja, großteils.

Zu Mittag ist Miriam zu mir gekommen.

Was macht die Staatsanwältin bei Ihnen?

Sie ist meine Freundin. Sie wollte schauen, wie's mir geht.

Waren Sie krank? - Nein.

Mein Sohn starb zwei Tage davor.

Ach so, ja.

Entschuldigung.

Ist sie lange geblieben?

Etwa eine Stunde. - Kam sie noch einmal wieder?

Woher wissen Sie das?

Sagen Sie's mir?

Ja, sie hat ihr Handy vergessen.

Warte mal, habe ich mich verändert, seit wir uns kennen?

Ja.

Miriam, eindeutig, ja.

Du bist einfach nie bei dir.

Du hast jegliches Interesse an mir verloren.

Entschuldigung, die Scheidung: Das ist nicht einfach.

Wieso weiß mein Mann, dass wir uns kennen?

Das würde mich auch interessieren.

Der war nämlich hier. - Der war hier?

Ruf mich bitte nie wieder an.

Nicht einmal den Tod vom Balthasar hat er uns lassen können.

Sogar den hat er uns genommen, weil er selber gestorben ist.

Als wollte er uns zeigen,

dass auf sein Begräbnis viel mehr Menschen kommen als zu unserem Sohn.

Sie glauben also, dass jemand den Paulitz ermordet hat?

Wir wissen es.

Ich bedaure, dass ich es nicht war. Ist das ein Verbrechen?

Nein.

Ich muss aufs Klo. - Ja.

Bitte.

*Spannende Musik*

*Ruhige Musik*

*Ruhige Musik*

*Krähenrufe*

*Düstere Musik*

Ja, also ... danke für Ihre Zeit. Sie haben uns sehr weitergeholfen.

Nein, das haben Sie nicht! Sie lügen.

Jeder weiß, dass gelogen wird.

Sie wissen, was damals passiert ist.

Aber vielleicht ist es Ihnen nicht bewusst, dass Sie das wissen.

Alles Gute.

*Freizeichen am Handy*

Hallo, Inès Lemarchal hier.

Können Sie mich bitte mit meinem Mann verbinden?

Er ist nicht zur Arbeit gekommen?

Ach! Natürlich, da war ja noch was!

Ich danke Ihnen.

Wiederhören.

(schreit) Ahhh!

*Schluchzen*

What the fuck?

Du spionierst mir nach, ja?

Die Spionageabwehr war halt nicht gut genug.

Es geht um die Kinder, Miriam.

Ich lass mir von dir die Kinder nicht wegnehmen, Joachim!

Das kannst du gern aufnehmen!

Die Kinder gehören zu mir!

(schreit) Zu mir!

(flüstert) Scheiße.

Hallo! - Hallo!

Ist der Olivier da?

Ähm ... ja. - Ist er krank?

Er war länger nicht in der Schule.

Ich sag ihm, dass du da bist.

Die Sarah ist da für dich. - Wozu?

Hallo, Olivier!

Ich mache Essen. - Für Etienne?

Der kommt erst am Abend. - Der kommt nicht mehr.

Mein Vater hat sie verlassen. - Wir haben uns nur gestritten.

Das kommt vor. Sicher auch bei deinen Eltern.

Das Arge ist, ich habe noch nicht ein einziges Mal erlebt,

dass meine Eltern sich gestritten hätten.

Freaks.

Warum bist du nicht in die Schule gekommen?

Was mache ich dort? - Einen Abschluss.

Wozu?

Damit du nicht mehr im Kinderzimmer bei deinen Eltern leben musst.

Das ist echt ein Top-Argument.

Du bist nicht so blöd, wie du aussiehst.

Das meinst du sicher auf eine plumpe, doch charmante,

augenzwinkernd spitzbübische Weise.

Habe ich recht?

Whatever.

*Ruhige Musik*

(Kinderstimme) Mama!

Hallo! Ihr seid ja schon da.

Hallo!

Hallo!

Kommst du mal, bitte? - Was?

Hast du versucht, die Kinder zu beeinflussen?

Ich habe mit ihnen gesprochen.

Was heute passiert ist, beschäftigt sie ja.

Aber du kannst ruhig auch mit ihnen sprechen.

Grüß Sie, Herr Hintz.

Guten Tag, Frau Hintz. - Grüß Gott!

*Ruhige Musik*

Du warst schon sehr lange nicht mehr hier, Doris.

Ich finde das Haus auch irgendwie viel zu groß.

Was machst du hier ganz allein? - Ich bin nicht allein.

Ich habe Personal. Tee?

Entschuldige, Mutter, dass ich so hartnäckig bin.

Von deinen vielen Eigenschaften ist Hartnäckigkeit diejenige,

die mir am wenigsten ausmacht.

Komm!

Ich weiß, du tust das nur, um mich zu nerven.

Und es ist dir gelungen.

Findest du das nicht ein wenig kindisch?

Tee?

Tassen haben einen Henkel.

Die sind nicht dazu da, dass man sie in der Küche an den Nagel hängt.

Ich bin 38, alt genug, um selbst zu entscheiden, wie ich Tee trinke.

Doch, aber nicht in meinem Haus.

Und wenn es dann einmal das deinige sein sollte,

kannst du allen Tassen die Henkel abschlagen.

Es scheint, als könntest du es gar nicht erwarten.

Ich wünsche mir nicht, dass du stirbst!

Es wird aber irgendwann passieren.

Ich hoffe, nicht nach solchen Gesprächen wie diesen.

Das wäre traurig.

Ja, das finde ich auch.

Es geht nicht um die Tasse.

Wir können so nicht weitermachen!

Du untergräbst meine Autorität in der Firma.

So lange, wie alle Macht bei dir liegt.

Ich werde dir die Anteile dieser Firma nicht überschreiben.

Das haben wir doch besprochen, Doris.

Du hast entschieden, nicht besprochen.

Das ist dasselbe.

(leise) Gut.

Deswegen habe ich beschlossen: Ich kündige.

*Ihre Schritte verhallen.*

Ja, ich kenne die Eltern von Balthasar.

Er ist ja in meine Klasse gegangen.

Er war wirklich ein sehr lieber Junge.

Ist Paul Paulitz schuld am Tod von Balthasar?

Moralisch jedenfalls, ja.

Wieso haben die beiden das Sophianum nicht verklagt?

Klagen von Eltern sind vertraglich ausgeschlossen.

Die Schule kann nicht haftbar gemacht werden.

Für Fehlverhalten von Lehrer*Innen?

Für nichts eigentlich.

Das ist sittenwidrig. - Wir definieren die Sitten selbst.

Von den 14 Mitgliedern des Verfassungsgerichtshofes

sind 7 in diese Schule gegangen.

Das ist übrigens der Kalender vom Paulitz, der Tag seines Todes.

Er hat um 14 Uhr einen Eintrag, der lautet "S."

Wofür steht das? - Keine Ahnung.

Warum kürzt er "keine Ahnung" mit "S." ab?

Ach so, Entschuldigung. Ich stand kurz auf der Leitung.

*Telefonläuten*

"S." also. - Ja, Entschuldigung.

Mhm.

*Düstere Klänge*

*Gitarrenmusik*

*Düstere Musik*

Wie ihr wisst, werdet ihr heute von einem Richter befragt.

Da geht's noch nicht um die Scheidung.

Da geht's nur darum, wer bei euch wohnen darf.

Und ich würde mir wünschen, also ...

Ähm ...

Ich hoffe natürlich, dass ...

Ich will, dass ihr wisst,

dass niemand böse auf euch sein wird.

Der Papa nicht und ich auch nicht.

Ihr werdet das ganz toll machen.

Ich hab euch lieb.

(flüstert) Ich muss da jetzt rein.

*Wind*

*Aufprall*

Du hast seit damals nicht mehr Gitarre gespielt.

Es geht noch, sie war verstimmt.

*Vögel zwitschern.*

Es wird besser, nicht?

Ja, manchmal ist es für eine Zeit lang gut.

So für fünf, sechs Minuten.

Und dann schießt es mir wieder ein, und ich bin wie gelähmt.

Ich habe das Buch gelöscht.

Das Buch, das ich geschrieben hab.

Warum?

Ich weiß es nicht.

Es war ein Fehler.

Ich ärgere mich darüber. Ich habe danach stundenlang geweint.

Als ob ... keine Ahnung.

Ich war böse auf das Buch.

Vielleicht, weil der Balthasar weg ist und das Buch noch da?

Ja, aber das ist ja trotzdem Blödsinn.

Ja, eh.

Es ist jedenfalls weg.

Ich habe die Arbeit von drei Jahren zerstört.

Sie sind sicher, dass Sie keine gemeinsame Lösung finden?

Herr Gerichtspräsident, Sie möchten noch etwas sagen?

Bitte schalten Sie Ihr Telefon aus und nehmen es vom Tisch.

Selbstverständlich.

Ich wollte nur kurz sagen, wie leid mir das tut,

dass wir da jetzt so sitzen.

Ich hoffe, dass es dir bald wieder besser geht.

Ttt ...

Es gibt Menschen, die reagieren auf Problemstellungen nicht rational,

sondern sehr gefühlsbetont.

Frauen, möchtest du sagen.

Ich habe nicht dich im Speziellen angesprochen.

Ich habe gesagt: Menschen.

Aber es muss ein bisschen Vernunft in die Diskussion.

Es löst ja nichts, wenn das alles immer gleich so hysterisch wird.

Da hast du wirklich ein Problem, Miriam.

Ich weiß, ich bin kein Psychologe.

Aber ich bin Ehemann, und ich kenne meine Frau seit über 18 Jahren.

Wieso sind Sie Nachfolger vom Paulitz geworden?

Es gibt Lehrer, die länger an der Schule sind.

Das las ich in den Akten.

Das müssen Sie den Stiftungsrat fragen.

Haben Sie sich das nie gefragt? - Nein.

Können wir ausschließen,

dass wir in Ihrem Kalender einen Eintrag "S." finden würden?

Ja. - Dann können wir sicher nachsehen.

Nein. - Wieso nicht?

Das geht Sie nichts an.

Aha. - Gut, danke, Wiedersehen.

Ach, war Balthasar Fischer der einzige Selbstmord an der Schule?

Nein. Da gab's viele.

Ich hätte gern Informationen über alle.

*Gedämpfte Hip-Hop-Musik aus den Kopfhörern*

Und? Gutes Gespräch mit Sarah gehabt?

Weißt du, ich denke manchmal: Ich sage einfach gar nichts mehr.

Weil es eh nichts bringt.

Gute Idee.

Ja, aber das funktioniert nicht.

Ich muss es zumindest sagen können. - Dann sag's und geh wieder.

Du kannst nicht den ganzen Tag im Bett liegen und dich zudröhnen.

Wo soll das denn hinführen?

Irgendwo, wo nicht hier ist.

Jeder will manchmal fliehen.

Dann komm doch mit!

Äh ... pfff.

*Sie atmet tief durch.*

*Entspannte Musik*

Dann werde ich jetzt einmal die Kinder befragen.

Na, ihr Lieben!

Wollen wir uns einmal unterhalten? Kommt!

Bist jetzt stolz auf dich?

Das ist dein Werk.

*Musik*

Hier. - Die Kommissarin hat recht.

Es wird gelogen. Warum?

Ich habe gelogen?

Als du sagtest, du warst in der Firma, als der Paulitz starb.

Ich habe dich gesehen, Filip.

Brauchst du was?

*Sie schluchzt.*

*Handy klingelt.*

*Ein Auto fährt vor.*

*Filip schließt die Autotür wieder.*

Du, Christiane, ich muss leider noch mal los.

Ja. - Aber ich komme nachher wieder.

Ich brauche eh ein bisschen Zeit für mich allein.

Sicher?

Es tut mir so leid.

Ich weiß.

Danke.

*Musik*

Ja, stimmt. Ich war nicht in der Firma.

Als die Miriam dann weg ist: Was hast eigentlich du gemacht?

9. Juni 1984: Torsten Stadler, 16 Jahre.

Stadler kommt in der Akte Paulitz nicht vor.

17. Juni 1988, Barbara Krasnapolsky, 14 Jahre, möglicherweise Unfall.

Nein, auch nichts.

16. Juni 1997: Martha Bauer, 15 Jahre.

Kommt in der ganzen Untersuchung nicht vor, weder Martha noch Bauer.

(beide) Bauer!

Gerlinde Bauer, aus dem Testament vom Paulitz.

Herr Direktor!

Ich hätte gern die Schülerakte von Martha Bauer.

Leute, der Backofen ist immer noch kaputt.

Das Soufflé fällt in sich zusammen.

Ich sagte ihr, dass ich kündige, wenn sie sich nicht zurückzieht.

Und? - Dann bin ich gegangen.

Sie hat mich quasi rausgeschmissen. - Aus der Firma?

*Piepen*

Doris, du bist nicht ihre Marionette.

Schlimm ist nur, dass man die Arme immer noch so bewegt,

wie die Puppenspielerin es will.

Soufflé ist gestrichen. - Okay.

Doris ...

Wir haben doch uns. Alles andere ist mir scheißegal.

(Mitarbeiter) Leute, das Soufflé ist schon wieder gestrichen.

*Eine Tür wird geöffnet.*

Ihr wohnt in eurem Haus, gut?

Wer soll bei euch wohnen?

Der Papa oder die Mama?

Der Papa.

Der Papa.

Kommt!

Gehen wir.

♪ The sun will fall, the light will fade.

*Kinderlachen*

*Melancholischer Gesang*

♪ Although the ones you want around are not the ones need.

*Melancholischer Gesang*

♪ The walls are closing in.

♪ And the fear is back again.

*Gemurmel*

♪ The promises you made are not holding.

Ich habe keinen Mann mehr.

Ich habe keinen Job mehr.

Ich habe kein Buch mehr.

Und die Miriam. Wie immer die Letzte.

Süße! - Na?

*Sie beginnt zu weinen.*

Miriam, nein!

Scheiße! - Nicht dein Ernst.

*Schluchzen*

*Melancholischer Gesang*

♪ I'm letting go of all my hope.

*Heftiges Schluchzen*

*Melancholischer Gesang*

*Heftiges Schluchzen*

Hiermit schwören wir,

dass wir unsere Kinder niemals ins Sophianum geben werden.

♪ The promises you made are not holding.

*Wind*

Gute Nacht, Papa! - Schlaf gut, mein Schatz.

Gute Nacht! - Gute Nacht!

*Sanfte Musik*

*Klopfen an der Tür*

*Klopfen*

Was ist so wichtig, dass man mich mitten in der Nacht aufwecken muss?

Die Akte von Martha Bauer ...

Und? - Kommen Sie mit!

Warum? - Jetzt kommen Sie mit!

Martha Bauer, die sich 1997 am Paulsdamm das Leben nahm,

ist die älteste Schwester von ...

... Staatsanwältin Miriam Hintz.

*Tür fällt ins Schloss.*

*Sanfte Musik*

Copyright Untertitel: MDR 2022

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