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*Zug-Geräusch*
*Sanfte Musik*
*Wind*
*Aufprall*
*Entspannte Musik*
*Personen und ihre Farben:*
Miriam Hintz, Staatsanwältin
Doris Hauke, Fuhrunternehmerin
Christiane, Schriftstellerin
Inès
*Musik*
Der Zug kommt doch erst in fünf Minuten, oder?
Ein Wunder.
Sie haben einen früheren Zug genommen.
Das haben Sie sehr gut kombiniert. Sie sollten Polizist werden.
Frau Major, warum fahren Sie nicht einfach bei mir mit?
Und dann sagen Sie mir nicht mal, wann Sie ankommen.
Ich dachte, wir sind ein Team.
Das monotone Geräusch beruhigt mich. Ich kann gut nachdenken in Zügen.
Und das geht nur in Zügen, die fünf Stunden früher abfahren?
Nein. In allen eigentlich.
*Leises Vogelgezwitscher*
Morgen.
Ich habe mir was überlegt, Filip.
Aha.
Ich werde die Antidepressiva absetzen.
Aha, ich glaube nicht, dass ...
Und du denkst, das ist eine gute Idee?
Ich weiß es nicht. Aber ich spüre mich nicht mehr.
Ich kann nicht arbeiten.
Ich kann nicht einmal formulieren, was ich sagen will.
Siehst du nicht, dass ich nicht mehr ich selber bin?
Ich erzähle allen, dass ich an diesem Buch weiterarbeite.
Aber es liegt seit drei Jahren auf dem Dachboden.
Es war fast fertig. - Ja, ich weiß.
Mit den Tabletten kann ich nicht arbeiten.
Aber sie haben geholfen, oder?
Wer weiß, ob's an ihnen liegt?
Ich würde gern noch mal darüber reden
und vielleicht auch die Ärztin fragen?
Ich habe mir Unterstützung erwartet.
Zu Recht, und so sieht sie aus.
Hi!
Guten Morgen, Doris!
Hallo! - Hallo, Sarah!
Bis später. Ciao, Sarah!
Tschüs.
*Musik*
*Handy klingelt.*
*Musik*
(Lukas) Der Bub, der nach einem Streit mit dem Direktor
aus dem Fenster der Schule springt.
Danach stürzt der Direktor den Paulsdamm hinunter.
Die Staatsanwältin ist zufällig vor Ort,
hat aber ihr Handy vergessen.
Und die beste Freundin der Staatsanwältin hat eine Firma,
an der der Paulitz beteiligt ist.
Mit der möchte ich heute noch reden. - Okay.
Wer hat diesen Anteil eigentlich geerbt?
Ingrid Paulitz, die Witwe.
Die haben das mit der Treuhand- Konstruktion geschickt eingefädelt.
Der Paulitz selbst scheint nirgends auf.
Mit der reden wir heute auch noch. - Okay.
Die Staatsanwältin verbirgt etwas. - Das ist nicht verboten.
Mord auch nicht?
Es ist verboten, ihn zu begehen. Vertuschen dürfen sie ihn schon.
Tschüs. - Tschüs.
*Handy vibriert.*
"16:25 Uhr."
Ist in Ordnung.
"Wie geht's dir?"
"Okay." - Mir geht's, wie du es willst.
Ja, um 20 Uhr sind sie wieder zu Hause.
*Tür quietscht.*
Hau ab!
Was machst du hier? - Ich wohne hier.
Ich zahle doch keine 3.000 Euro für diese Schule,
damit du sie hier verpennst.
Gut, dann muss ich nicht mehr hingehen.
Du stehst jetzt auf. - Gib her!
Nein, du stehst jetzt auf! - Lass los!
Geh jetzt in die Schule! - Lass los!
Lass los! - Du gehst jetzt ... ah!
Lass mich in Ruh!
*Tür knallt zu.*
*Sanfte Musik*
*Sanfte Musik*
*Gitarrenmusik*
*Handy vibriert.*
Ja?
Mit Direktor Paulitz?
Ja, verbinden Sie mich.
Ja?
Warum?
Ja, aber warum?
Ist was ...?
Wie ...?
(brüllt) Warum?
*Gitarrenmusik*
Filip.
Heb ab!
*Handy läutet.*
Scheiße!
Filip!
*Gitarrenmusik*
*Handy läutet.*
Verzeihung.
Soll ich noch einmal anfangen? - (Frau) Nein.
Nein?
Es tut mir leid wegen dem Handy. Ich dachte, es wäre auf lautlos.
Das reicht, das war schon sehr gut. - Danke.
Als Professor würden Sie vier Tage die Woche in Wien arbeiten.
Das ist kein Problem?
Nein. Ich kann mir da eine Wohnung nehmen.
Perfekt! Herzlich willkommen!
Danke!
*Sirene*
*Langsame Musik*
*Sie atmet tief durch.*
*Langsame Musik*
*Musik wird schneller.*
*Es klingelt an der Tür.*
Du hast mich gesehen.
Ja ...?
Du bist nicht meine Mama. - Nein.
Dann verhalte dich auch nicht so wie sie zu mir, wie ein Arsch.
Salut.
Ciao, Mama! Ciao, mein Schatz!
Ich lass mich scheiden.
What? - Ja.
Scheidung?
Wow!
Geht das auch weniger einsilbig?
Sorry, was soll ich jetzt dazu sagen?
Ich weiß auch nicht, aber "what" und "wow" kann nicht die Antwort sein.
Du musst keine Haltung dazu entwickeln, es betrifft dich nicht.
Aha.
Du glaubst doch nicht, dass ich mich wegen dir scheiden lasse.
Hm, nein, glaub ich nicht.
Aber ich bin ein erwachsener Mann und nicht dein Spielzeug.
Nein, Entschuldigung, natürlich bist du nicht mein Spielzeug.
Ich kann einfach gerade ...
Ich kann mich irgendwie gerade nicht so richtig damit auseinandersetzen.
Ich hoffe, das verstehst du.
Kein Spielzeug. - Nein.
Kein Spielzeug. - Nein.
Hm.
*Flotte Musik*
Hallo!
Hallo?
*Sirene*
*Musik*
Scheiße!
*Sie atmet gehetzt.*
*Er keucht.*
*Klingeltöne der verpassten Anrufe*
*Schnelles Trommeln*
*Sanfte Musik*
Guten Morgen. - Guten Morgen.
Was soll das? - Was wollen Sie jetzt tun?
Was soll ich denn tun?
Wir sind per du? Das habe ich gar nicht gewusst.
Mir ist wurscht, was du tust. - Nein, ist es nicht.
Und das weißt du, weil? - Ich bin schon lange genug Pädagoge.
Ich kenne das Ziel Ihrer peinlich-pubertären Einlage.
Ich habe gar keine Lust mich darauf einzulassen.
Was will ich denn? - Von der Schule fliegen.
Wenn Sie einen Schritt näherkommen, springe ich.
Ich komme nicht näher.
Gehen Sie weg!
What the fuck?
Große Firma haben Sie sich da aufgebaut.
Das gehört nicht mir. Das gehört der Berta Hauke.
Ihr allein? - Ja, schon.
Paul Paulitz gehört auch ein Anteil an der Firma.
Das hat man mir erzählt, drüben in Zollberg.
Dort redet man darüber, wem die Spedition Hauke gehört?
Nein, natürlich nicht. Es ist Zeit zu gehen.
Die hätte nie was verkauft von der Firma.
Ich sage der Tochter von der Chefin,
dass ein Polizist mit seiner Mutter da war.
Das ist nicht meine Mutter.
Aber Polizist sind Sie schon?
(Lehrerin) Jetzt zum Flächeninhalt, Seite 27.
Bevor wir uns jetzt mit dem Graphen der Funktion beschäftigen,
möchte ich wissen, was interessanter ist als Integralrechnung.
Das ist ja ein Bild von Sarah und Peter Kleinhartinger.
Süß, das Herzchen, das du ihm geschickt hast.
Und was deine Mutter dazu geschrieben hat.
Die Polizei?
Die sagten, der Paulitz hat Firmenanteile.
Das kann doch nicht sein! Es gehört doch alles Ihrer Mutter.
Ja. Ja, klar.
Wenn Sie mir sagen, wonach Sie suchen, könnte ich es finden.
Danke, nicht nötig.
Wonach suchen Sie?
Frau Ratzinger, halten Sie bitte den Umstand,
dass ich Sie wieder einstellen musste, nicht für Wertschätzung.
Ich habe das schon im Griff. - Würde mich wundern.
Außer Tochter lernten Sie nichts. - Ich war nie eine gute Tochter.
Das habe ich auch nicht behauptet.
Wo sind die Änderungen der Firmenbucheinträge?
Wozu brauchen Sie das?
Sehen Sie? Deshalb suche ich lieber selbst.
*Klopfen*
Entschuldig ...
*Spannende Musik*
Hallo Miriam! Wir müssen etwas besprechen.
*Herzmonitor piepst.*
Sind Angehörige da?
Es tut mir leid. Er ist gestorben.
Nein, nein, nein!
Neeein!
Neeein!
(weinend) Neeein!
Nein!
*Sie schreit.*
*Stumme Szene*
Warum räumt er sein Büro aus? - Ich weiß es nicht.
Ist alles in Ordnung bei euch?
Nein, wie du weißt, lassen wir uns scheiden.
Aber wie ist die Stimmung?
Angespannt, manchmal verbittert. - Aggressiv?
Nein! - Laut?
Nein, leise, ganz, ganz leise.
Ich möchte nicht mehr die Vermittlerin zwischen euch sein.
Das hier macht mir Angst.
Das ist das Werk eines Menschen, der davor ist zu explodieren,
was Furchtbares zu tun.
Das machen Leute, die wider jede Faktenlage das Gefühl haben,
nicht anders gehört zu werden.
Pass auf dich auf!
Das kannst du nicht machen. Du jagst mir Angst ein.
Wo sind die Kinder? - In der Schule?
Miriam, Joachim hat einen Plan.
Es wäre gut, wenn du herausfinden würdest, was für ein Plan das ist.
*Sanfte Klaviermusik*
Ich habe jetzt keine Zeit. - Wo wollen Sie denn hin?
Das fragen Sie, weil?
Als Paulitz vom Paulsdamm gestürzt ist, sind Sie zufällig dazugekommen.
Wir wollen nur den Ablauf verstehen.
Sie haben direkt eine Obduktion angeordnet?
Ja, auf Wiedersehen.
Sie lügt.
Sie hatte ihr Handy nicht dabei, oder es war nicht eingeschaltet.
Nein.
Ich hatte mein Telefon nicht dabei
und lieh mir das von der Streifenpolizistin.
Auf Wiedersehen!
Irgendwas stimmt da nicht. Wer vergisst sein Handy?
Ich hab meins auch gerad nicht dabei.
Echt?
Echt.
*Er keucht.*
*Düstere Musik*
Wer sind Sie?
Ich bin der Papa vom Balthasar.
Das Krankenhaus hat mich angerufen.
Es tut mir sehr leid. Ich weiß nicht, was ich sagen soll.
Können Sie mir seinen Spind zeigen? Ich muss ihn ausräumen.
Ich muss alles ausräumen. - Wir kümmern uns darum.
Ich muss mich darum kümmern, wenn man sich nicht kümmert, passiert was.
Ich glaube, Sie sollten jetzt zu Ihrer Familie ...
Wo ist der Spind?
Ich zeige Ihnen den Weg.
Wir haben das ganze Semester bezahlt.
Kriegen wir jetzt da anteilsmäßig was zurück?
Ja, das können wir so machen.
Der Spind ist im ersten Obergeschoss. - Und der Schlüssel?
Es gibt keinen Schlüssel. Wir sperren hier nicht ab.
Im Sophianum gibt es keine Geheimnisse.
*Düstere Musik*
Schnell, bitte! Und anschnallen!
Kommt der Papa heute nicht? - Nein.
Warum nicht? - Weil ...
Heute nicht.
Morgen auch nicht? - Mach schnell!
*Er knallt die Spindtüren laut zu.*
Sie ...
... sind der Vater vom Balthasar, nicht wahr?
Es tut mir so leid.
Ich muss Ihnen was sagen.
Der Moritz hat mich gehauen. - Sie hat angefangen.
(schreit) Schlägt er euch?
*Er weint.*
Entschuldigung.
Entschuldigung.
Ich würde euch niemals wehtun. Das wisst ihr, ja?
Kommt, zieht euch wieder an.
Sie lassen meinen Sohn halbnackt vor der Klasse turnen?
Und sagen, dass sie wegen ihm nicht auf Sportwoche fahren dürfen.
Guten Morgen. - (alle) Hallo!
Doris, du bist meine Rettung.
Klar, ich habe Sarah gesagt, sie soll den Bus nehmen.
Na, wollt ihr schon mal vor in den Garten flitzen?
Ich hole euch später wieder.
Der Joachim hat was vor, und ich weiß nicht, was.
Weiß er, dass die Kinder hier sind? - Natürlich nicht.
Paulitz hat über einen Treuhand- Vertrag Anteile meiner Firma.
Was? - Weißt du, warum?
Nein. Darüber müssen wir noch reden.
Ich muss leider. - Ja, mach's gut.
Ich muss die Kinder zu mir holen. Er darf sie nicht mehr sehen.
*Sanfte Musik*
Hi! Musst du nicht arbeiten?
Okay.
Hallo?
Ah, hallo! Das macht mich wahnsinnig!
Der Elektriker nahm letzte Woche 400 Euro, um die Klingel zu reparieren.
Und jetzt ist die schon wieder kaputt.
Jetzt kommt er erst übernächste Woche wieder.
Er tut so, als wäre ich zu blöd, eine Klingel zu bedienen.
Es geht nicht um die Klingel, oder? - Doch!
Es geht gerade nur um diese Scheiß-Klingel.
Olivier kann ja wohl nicht das einzige Problem sein, das man hat.
Frau Paulitz?
Frau Paulitz!
Mein Name ist Grünberger, das ist Kollege Leodolter.
Wir sind von der Polizei. - Aha.
Wir untersuchen noch einmal den Tod Ihres Mannes.
Das ist eine gute Idee. Davon wird er sicher wieder lebendig.
Wir wollen nur sichergehen, ob damals nichts übersehen wurde.
Hm.
Mein Mann ist nicht gesprungen und sicher nicht abgestürzt.
DAS wurde übersehen.
Ihr Mann ist nicht gesprungen? - Nein.
Es gibt 2 Arten von Leuten:
Die, die schubsen, und die, die fallen.
Frau Paulitz.
Wollen wir vielleicht reingehen? Wäre es möglich ... ?
So ist es ein bisschen komisch.
Ja. Unter einer Bedingung.
Was machst du hier?
Was hast du vor?
Was habe ICH vor? - Ja, das fragte ich gerade.
ICH habe nicht mein Büro vollständig leergeräumt.
Ich wollte mal entrümpeln. - Was hast DU vor?
Wir sprechen jetzt nicht darüber, ob ich was vorhabe, und was.
Warum waren die Kinder heute nicht da, als ich sie abholen wollte?
Du hast damit unsere schriftliche Vereinbarung gebrochen.
Die Kinder haben Angst vor dir.
Lächerlich! Vor mir hat niemand Angst.
Haben sie das gesagt? - Nein, aber ich hab's gespürt.
Was ist das für eine Anmaßung?
Du hast kein recht, ihre Gefühle zu interpretieren.
Falls sie Angst haben, werde ich mich darum kümmern.
Ich will nicht, dass du sie siehst. Wir sollten uns erwachsen trennen.
Werde nicht hysterisch! - Du hörst mich nicht!
Nein, nein!
Sie dürfen nicht die Pflanze rausreißen.
Unkraut ist auch eine Pflanze. - Sie arbeiten nicht gern im Garten?
Nein.
Sie glauben also nicht, dass Ihr Mann der Typ ist, der Selbstmord begeht?
Ich weiß es.
Er hatte seine Aggressionen stets im Griff.
Oder ließ sie an anderen aus. Aber er war kein Selbstzerstörer.
Außerdem haben wir im Haus Gewehre und Pistolen.
Warum hätte er zum Paulsdamm fahren sollen?
Warum, weiß ich nicht. Er hat's jedenfalls getan.
Ja, ist komisch.
Er hatte auch Höhenangst.
Er fuhr sicher nicht da hin, um sich die Aussicht anzusehen.
Er hat dort jemanden getroffen? - Ja, aber wen und warum?
Macht das einen Unterschied?
Weiß man eigentlich, warum er Anteile an der Spedition Hauke hält?
Das habe ich mich beim Notar auch gefragt.
Er hat mir nichts davon erzählt. Wollen Sie vielleicht einen Kaffee?
Eine gute Idee!
Dann gehen Sie am Hauptplatz ins Kaffeehaus.
Die machen in 1/2 Stunde zu. Die haben auch Kuchen.
Was für Kuchen?
Apfel kann ich nicht empfehlen. - Was haben die sonst noch?
Die haben nur Apfel. Wiederschauen.
Gab es noch Überraschungen beim Testament?
Ja, dass er eine Million Schilling an eine Gerlinde Bauer vererbt hat.
73.000 Euro? Und Sie wissen nicht, wer das ist?
Eine Frau halt.
Eine Geliebte? - Paul hat nicht geliebt.
Ich weiß nicht, ob sie noch Kontakt hatten.
Wir haben sie nicht gefunden. Das Testament war 20 Jahre alt.
Da waren wir noch nicht zusammen.
Danke, Frau Paulitz. - Sie haben uns sehr weitergeholfen.
Nein, das habe ich nicht. Wiederschauen.
Wenn Sie noch bitte die Biotonne vor die Tür stellen könnten?
Wiederschauen.
Gerlinde Bauer.
Es ist sehr unwahrscheinlich:
Dass ein Testament, das der Paulitz vor 20 Jahren schrieb,
etwas mit seinem Tod zu tun hat, oder?
Ja, das wäre seltsam.
Aber es ist auch seltsam, dass niemand nach der Frau gesucht hat.
Das stimmt.
Wissen Sie, was wir jetzt tun werden? - Den Notar aufsuchen.
Nein.
Apfelkuchen.
Was ist mit dem Zettel, den du hingelegt hast?
Was stand denn drauf?
"Ich weiß, was du getan hast." - Dann meine ich genau das.
Unwissenheit kannst du der Wiener Polizistin vorspielen, nicht mir.
Drohst du mir?
Jede Verhandlung ist eine Drohung. Auch wenn sie sich verkleidet.
Das ist lächerlich, das weißt du.
Wir müssen einen Weg finden, mit Anstand da rauszukommen.
Du bist nicht der Mann, den ich kenne.
Du hast mich zu diesem Mann gemacht. - Genau.
Du würdest alles für die Kinder tun. - Ja.
Genau deshalb wirst du verlieren, weil ich WERDE alles tun.
Was soll das bitte heißen?
*Tür fällt zu.*
(Joachim) Na? - Hey, hallo.
(Joachim) Grüß dich.
Geht's dir gut? - (Joachim) Na ja.
*Langsame Musik*
*Tastaturgeräusch*
Was soll die Scheiße?
Warum muss ich Pakete bei der Station abholen?
Du bist ja eh hier.
Die Klingel war kaputt. Ich habe sie jetzt repariert.
Super, zu spät.
Wir müssen normal miteinander reden können!
Warum?
Ich weiß, ich geh dir auf die Nerven.
Ja. - Du mir auch.
Cool. - Ich will nur mit dir reden.
Okay.
Wie geht's dir denn? - Gut.
Ich nehme nichts mehr. Kiffen, Pillen, nichts.
Wirklich?
* Musik *
Nein, das haben wir nicht übersehen.
Da steht, dass es kein Testament gab.
Eben. Ich habe das damals prüfen lassen.
Ist ja klar bei so einem Todesfall. - Klar.
Klar.
Das ist jedenfalls der Name der Frau,
die im Erbe von Paulitz bedacht worden ist.
*Telefon-Läuten im Hintergrund*
Gerlinde Bauer.
Kennen Sie eine Gerlinde Bauer? - Ist ja ein Allerweltsname.
Offenbar gab's im ganzen Bundesland keine Gerlinde Bauer.
Auch heute nicht, sonst hätte sie ja geerbt.
Ich fürchte, ich kann Ihnen nicht weiterhelfen.
Aber gut, dass Sie sich alles noch mal anschauen.
Gut, Wiedersehen, danke.
Sie hat Ihre Frage nie beantwortet. - Welche?
"Kennen Sie eine Gerlinde Bauer?"
Hat sie nicht? - Nein.
Warum haben Sie dann nicht nachgefragt?
Es war ja IHRE Frage.
Mama!
Ich bin hier, schrei doch nicht so. - Grüße euch, komm, bitte!
Sofort!
Ich komme sofort wieder.
*Klopfen*
Ich glaub, ich weiß, warum du sauer bist.
Ich schweige.
Ja, ich habe auf der Seite von Peter Kleinhartinger gepostet.
Aber entschuldige, der hat ein Selfie von sich mit dir hochgeladen.
Der ist ein Promi! Ich bin ein Fan.
Der weiß nicht mal, wer ich bin. Er hat dort Tausende Pics.
Das ist voll peinlich!
Der ist doppelt so alt wie du. - Ich schweige demonstrativ.
Ich habe ihm eine direkte Message geschickt.
Ich wusste nicht, dass er die öffentlich macht.
Du bist eben altersmäßig in einer ganz anderen Kategorie
als der Peter und ich.
Der Peter? Ach, so weit ist es schon, ja?
Stell dir mal vor, Oma mischt sich so in dein Leben ein,
wie du dich gerade in meines.
Ich dachte, du schweigst. - Ja, aber wortreich.
Außerdem mischt sich die Oma ständig ein.
Ich weiß. Werde einfach nicht wie die Oma.
Nein.
Das verspreche ich dir, hm? Komm mal her.
Und jetzt müssen wir überlegen, was wir posten,
um aus dieser peinlichen Situation rauszukommen.
Du hast mich vor allen lächerlich gemacht.
Hast du nicht auch ein klein bisschen dazu beigetragen
mit deiner pubertären Schwärmerei?
Ich möchte mich einmal unwidersprochen empören können!
*Motor wird startet.*
*Reifen-Quietschen*
Mach das Fenster runter! - Ich höre dich auch so.
Mach das Fenster runter!
Ich werde das alleinige Sorgerecht beantragen.
*Reifen-Quietschen*
Arschloch!
*Langsame Klaviermusik*
♪ Seven flowers bloom at night.
♪ Rusteling between the trees, searching for light.
*Schluchzen*
♪ There's a shadow that you know.
♪ You let it get too close.
*Knistern*
Filip!
Filip!
Du hast mich alleingelassen.
Du hast mich ganz alleingelassen!
(weinend) Du hast mich ganz alleingelassen!
Er ist gesprungen, nicht gefallen.
Was?
Er hat ihn in den Tod getrieben.
*Krähenrufe*
Woher haben Sie all diese Fotos?
Die meisten sind aus dem Akt und sonst ...
Ich fotografiere halt gern.
Schaut ein bisschen aus wie die Mitarbeitertafel beim Elektromarkt.
Ja, nur leider ist der Filialleiter ums Leben gekommen.
Wer ist das da rechts?
Auf der Klingel steht "Boj".
Sie trifft sich oft mit Miriam und den anderen Frauen
und bringt manchmal die Kinder in die Schule.
Und das?
Christiane Fischer, die Mutter von dem Buben, der sich umgebracht hat.
Das ist ein und dieselbe Person.
Stimmt, da haben Sie recht.
Darauf hätten wir auch früher kommen können.
Das ist sicher im Akt. - Ja.
Also Christiane Boj, ehemals Fischer.
Balthasar Fischer.
Paulitz treibt den Buben in den Tod.
Miriam, die Staatsanwältin,
ist eine gute Freundin der Mutter des Buben.
Sie ist an dem Ort, an dem Paulitz stirbt.
Ist das nicht der Hauch eines Motivs, Frau Major Grünberger?
Aber warum hätte Paulitz sich mit ihr dort treffen sollen?
Ja.
Und wer, um alles in der Welt, ist Gerlinde Bauer,
der Paulitz eine Million vererbt?
*Eine Tür wird geöffnet.*
*Langsame Klaviermusik*
Ich möchte ihn töten.
Ja.
Ja.
*Sie weint.*
Was gibt es denn so Dringendes, was du mir erzählen willst?
Ich habe noch ein Leben außerhalb der Firma.
Ah ja, stimmt, was hättest du denn stattdessen gerade gemacht?
Bitte.
Warum bin ich hier?
Hatte Paul Paulitz Anteile an dieser Firma?
Wenn du ein Gefühl dafür hättest, wer du bist, liebe Doris,
dann wüsstest du die Antwort.
Gute Nacht.
*Handy läutet.*
*Handy läutet weiter.*
*Handy läutet weiter.*
*Sie seufzt.*
*Musik*
*Es läutet.*
"Gerlinde Bauer." - Hallo, Mama!
Copyright Untertitel: MDR 2022
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