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* dramatische Musik *
* dumpfer Schlag *
(Mann:) Sag was. - (InĂšs:) Was?
Tu es trĂšs calme.
* Donner *
Du bist so still.
(InĂšs:) Du tauchst einfach auf.
Wir hatten jetzt drei Jahre keinen Kontakt.
Ich frage mich nur, ob du mich jetzt verstehst.
Ich hab immer versucht, dich zu verstehen, Olivier.
Du sagst, wir haben uns nicht auf dich eingelassen.
Dass wir nicht daran interessiert waren,
wer du bist.
Dass wir dich nicht haben dein Leben leben lassen.
Aber ich war immer wirklich daran interessiert, wer du bist.
Aber irgendwann hab ich die Verbindung zu dir verloren.
Du hast uns nicht mehr an dich rangelassen.
Und dann wusste ich nicht mehr, was du willst.
Es ist okay, selber nicht zu wissen, was man will.
Ja.
Aber wie lange noch, Olivier?
Wie lange noch soll ich dabei zuschauen,
wie du dich auf Raten umbringst?
Es tut mir leid, dass Papa gegangen ist.
FĂŒhlst du dich alleine?
Nein.
Gar nicht.
Und du?
FĂŒhlst du dich alleine?
Ja.
Ich hatte nur die Emily.
Und sie hat was in mir gesehen,
was dir nie gelungen ist.
(zittrig:) Was denn?
Dass ich sie beschĂŒtzen soll.
Das glaube ich nicht.
Das gröĂte Problem fĂŒr Frauen sind MĂ€nner,
die sie beschĂŒtzen wollen.
* "Secret of Mine" von Reichelt und Antonia *
âȘ Secret of mine
âȘ I swore to tell you.
âȘ Take a look at where I led you.
âȘ You stayed for me,
âȘ oh, but you never should have
âȘ let me go.
UT: ZDF im Auftrag des ORF
âȘ Please save yourself.
* Vogelgezwitscher, entfernte GesprÀche *
* schwermĂŒtige Klaviermusik *
Wow!
Quatre feuilles!
* Schulglocke *
Salut. - Hi.
Bist du hier an der Schule?
Ich muss nÀmlich ...
Muss da lang.
Ăh, ich hab 'n Kleeblatt.
Mit vier BlÀttern. - Okay.
Wieso krieg ich es?
Bringt GlĂŒck.
Kannst du kein GlĂŒck brauchen? - WĂ€re Verschwendung.
Ich hab nie GlĂŒck.
Olivier.
Ich ... ich bin Olivier.
Ich bin Emily.
Ich brauch's nicht.
Ich hab nĂ€mlich immer GlĂŒck.
* Die Musik verstÀrkt sich. *
Du hast Emily Wagenthein ermordet.
* "Obsession" von Reichelt und Antonia *
âȘ Breathe in.
âȘ They hear your heart.
âȘ Breathe out.
âȘ Play your part.
âȘ Your story is a work of art.
âȘ Little rabbit, learn your lesson.
âȘ Time will become your obsession.
* Die Musik verklingt langsam. *
Kannst du dich erinnern, kurz bevor die Emily gestorben ist ...
Mhm.
Du weiĂt doch gar nicht, worauf ich hinaus will.
Du hast im Badezimmer gestanden, sie zurĂŒckgerufen
und gesagt, dass sie verwirrt geklungen hat.
Aufgelegt.
Was wollte die Babysitterin?
Keine Ahnung.
Irgendwas von einem Brief und einer Nachricht von Adele Branco.
Waren wir da alleine?
Ja.
Sicher?
Ist belegt. Nimm das andere Bad.
Sicher?
Der Moritz?
WeiĂt du mehr ĂŒber diesen Brief?
Nein.
Du siehst immer noch mĂŒde aus.
Ich wollt sagen ...
Ich find's gut, dass wir gestern geredet haben.
Ja, finde ich auch.
Da ich gemerkt habe, dass wir uns nichts mehr zu sagen haben.
Ich mein das nicht böse.
Da ist nichts mehr.
Oder?
Das ist gut, nicht?
Keine Wut.
Keine Verletzung.
Nichts.
Juste rien.
* dissonante Streicher *
Die Tochter von der Christiane ...
Ich bin ihr Vater.
Salut.
* Sie atmet schwer. *
* Tastaturtippen *
Ich nehme an, Sie wollen immer noch keinen Kuchen.
Genau.
* Maschinenpiepen *
Das hab ich Ihrem Kollegen schon erzÀhlt.
Runterschlucken.
"Das hab ich Ihrem Kollegen schon erzÀhlt."
Wem?
Das hat die Pflegerin gesagt, wie ich im Krankenhaus war,
wo Adele Branco gestorben ist.
Die Emily diesen Brief hinterlassen hat.
Okay.
Welchem Kollegen?
Den Bericht dieses Kollegen wĂŒrde ich gerne lesen.
* TĂŒrklingel *
* hÀmmerndes Klopfen * (Frau:) Christiane!
* TĂŒrklingel *
Hallo. - Ich kann das nicht mehr.
Ich will das nicht mehr.
Ich mach das nicht mehr. - Was?
Mir einzureden, dass du halt persönliche Probleme hast.
Und es eh nicht so meinst.
Ich frag genau einmal.
Und ich will nicht belogen werden.
Hast du mit meinem Sohn geschlafen?
* verzerrte Musik *
Komm doch rein.
Antworte mir bitte. - Nein.
Nicht antworten.
Doch, ich antworte.
Ich antworte auf deine völlig absurde Frage.
Nein.
* entferntes Telefon *
Es gibt keinen Bericht.
NatĂŒrlich nicht.
Wieso sollte irgendein Polizist ins Krankenhaus fahren,
weil da eine SekretÀrin, die an Krebs gestorben ist
und nicht das Geringste mit dem Fall zu tun hat,
angeblich einen Brief hinterlÀsst?
Wer hat mit der Pflegerin gesprochen?
Schau.
Meine Freundschaft zu Olivier,
also frĂŒher, jetzt schon lange nicht mehr.
Ich weiĂ, dass das schwer zu verstehen ist.
Aber er ist genauso alt wie der Balthasar jetzt wÀr.
Christiane.
Aber er ist nicht dein Sohn.
Aber er hat mir Fragen gestellt zu meinem Sohn.
Das hat mir gut getan.
Warum sagt er das dann?
Um mit deinen GefĂŒhlen zu spielen?
Weil er glaubt, diese GefĂŒhle sonst nicht zu kriegen?
Ich verstehe das nicht.
Wir hatten gestern ein ...
... wirklich gutes GesprÀch.
Und du bist wieder mal auf ihn reingefallen?
So wie ich. Oft.
Selbst wenn es wahr wÀre. Das ist es nicht.
Was hĂ€tte er fĂŒr einen Grund, dir das jetzt zu sagen?
Was er allerdings gemacht hat,
und das ist wirklich ziemlich daneben:
Er hat einmal einen Becher mit seinem Sperma hiergelassen.
Also, ich denke, dass es das war.
Wieso sollte er das tun?
Weil er mitgekriegt hat,
dass es mit mir und Filip nicht geklappt hat.
Ich hab's entsorgt.
* tranceartige Musik *
* Seufzen *
Ich glaube, er wollte ...
... eigentlich einfach nett sein.
Aber wo er hinfasst ...
... Zerstörung.
* Fluss plÀtschert. *
(InĂšs:) "Das gröĂte Problem fĂŒr Frauen sind MĂ€nner,
die sie beschĂŒtzen wollen."
* unheimliche Musik *
(Frau:) Nein.
M-m.
Auch nicht.
Nein.
Naa.
Also, tut mir leid.
Von denen kommt mir niemand bekannt vor.
Der Polizist, der hier war, war nicht in Uniform?
Genau. - Hat er sich ausgewiesen?
Also, tut mir leid, das weiĂ i wirklich nicht mehr.
Ich weiĂ nur, dass er den Notizblock sehen wollte,
auf den Frau Branco ihre Nachricht geschrieben hat.
Hatten Sie den noch da? - Ja, der war bei ihren Sachen.
Und er hat dann ein paar Seiten rausgerissen.
Sind ihre Sachen noch da?
Ich denke schon.
Es hat sich noch niemand gemeldet.
Den Rest dieses Notizblocks, den hÀtte ich gern.
* irritiertes Schnauben *
Ich frag nach, ob er noch da ist.
Hallo. Danke.
So, danke. Ich brauch keine Karte. Was wolltest du besprechen?
Tja ...
Wir können nicht aufhören, miteinander zu reden.
Wie stellst du dir das vor? Schon allein wegen der Kinder.
Okay.
Ich bin all-in, wenn es darum geht, dass wir unser VerhÀltnis,
Nicht-VerhÀltnis, nicht an ihnen aufhÀngen.
Ich hab dir gesagt, mir ist es wichtig,
dass wir einen Abschluss finden.
Auf wie viele Weisen soll ich mich noch entschuldigen?
Du machst es mir im Moment wirklich nicht einfach.
Was? Was mache ich dir nicht einfach?
Du musst doch sehen, dass ich souverÀn damit umgehe,
dass meine Frau eine AffÀre hat.
Ich bin nicht mehr deine Frau.
Ich hab auch keine AffÀre, ich hab eine Beziehung.
'tschuldige, es war blöd ausgedrĂŒckt.
Um deine Frage zu beantworten, ich will so was nicht öfter.
Erstens, beruhig dich.
Und ich brauch keine RatschlÀge. Zweitens?
(flĂŒsternd:) Zweitens, Miriam. Wir mĂŒssen aufeinander achtgeben.
Sonst passiert irgendwas.
* unheimlicher hoher Ton *
Es ist lÀngst etwas passiert.
Ich hab gedacht, dass es dir besser geht.
Dass deine Wahnvorstellungen weg sind.
Aber wenn es nur einen Funken von einem Gedanken
irgendwo in dir gibt, der es fĂŒr möglich hĂ€lt,
dass wir jemals wieder ...
Ist es das?
Meinst du das, Joachim?
Ich hab einen Freund.
* erstickter Laut *
Schau mir in die Augen
und sag mir, dass es dir wirklich gleichgĂŒltig ist,
was ich von deinen Lebensentscheidungen halte.
Dass dich meine Meinung ĂŒberhaupt nicht interessiert.
Sag mir, was ich tun soll.
Sag mir, was ich tun soll, und ich mach es.
* leises Schniefen *
Lass mich deine schĂŒtzende Hand sein.
Ich bitte dich.
* melancholische Gitarrenmusik *
Ja, genau.
Gib mal die Gitarre auf das andere Bein rĂŒber. Ja.
Und schau ... Ist es okay, wenn ich dich kurz berĂŒhre?
Mhm.
Und du gibst den Daumen etwas mehr nach hinten.
Die rechte Hand lÀsst du schön locker von oben ...
FingernĂ€gel schneiden fĂŒrs nĂ€chste Mal wĂ€r gut.
Das besprechen wir nÀchstes Mal. Danke, Valentina.
Hast du mĂ€nnliche SchĂŒler eigentlich auch?
Ja.
Wie viele?
Wie genau willst du's wissen?
Eigentlich gar nicht.
Gut.
Es tut mir leid, Filip.
Als der Balthasar gestorben ist ... Ich hab dich ĂŒbersehen.
Ich hab, glaub ich, ĂŒbersehen,
dass du auch dein Kind verloren hast.
Und dann sind wir in so ein Muster gefallen,
wo ... ich leide und du leidest, weil ich leide.
Und bei der Novella war's dann genauso.
Ich wollte ein Kind.
Und da hab ich's in Kauf genommen, dass es vom Olivier ist.
Weil ich ein Kind verloren hab.
Und ... weil ich ein neues haben wollte.
Da war in meinem Kopf fĂŒr dich kein Platz.
Und ich hadere.
Und ich zweifle.
Aber das ist auch gut so.
Weil ich jetzt weiĂ, dass ich dich in meinem Leben will.
Filip.
* leises Lachen *
Du mich auch?
* Seufzen *
Nein.
* dramatische Musik *
Was ich nicht verstehe ...
Olivier und Emily haben Sex im Haus der Haukes.
Um 14.04 Uhr schalten sie die Alarmanlage aus.
43 Minuten spÀter schalten sie die Alarmanlage wieder ein.
Es handelt sich also nicht um ein SchĂ€ferstĂŒndchen,
wie Sie es formulieren wĂŒrden, sondern um 43 SchĂ€ferminĂŒtchen.
Könnten wir die Sprachkritik auf spÀter verschieben?
Um 14.47 Uhr wird der Alarm wieder angestellt.
Ja.
Die beiden haben zu diesem Zeitpunkt das Haus vermutlich verlassen.
Nur fĂŒnf Minuten spĂ€ter ...
Unbekannte Nummer. - Geh nicht ran.
(GrĂŒnberger:) ... wird Emily von einem auslĂ€ndischen Handy angerufen,
eingeloggt in Deutschland.
Ja?
Das sind alles keine neuen Erkenntnisse.
Die beiden mĂŒssen auseinandergegangen sein,
nachdem sie das Haus verlassen haben.
Aber innerhalb von fĂŒnf Minuten,
in denen sie den SchlĂŒssel verstecken und zur StraĂe gehen ...
Haben Sie Oliviers Nummer fĂŒr mich?
Was ist?
Als Sie und Emily aus dem Haus sind,
nachdem Sie den SchlĂŒssel versteckt haben,
hat Emily einen Anruf gekriegt.
Oui.
Je ne suis pas seul. - Er sagt ja.
Und dass er nicht allein ist.
Wissen Sie, wer dran war? - Oui.
* Bedrohliche Musik * Je m'en occupe.
Er sagt, er kĂŒmmert sich drum. Aufgelegt.
Er weiĂ, wer es war.
Und jetzt zu dir, du fucking Loser.
Finden Sie raus, wo sein Handy ist,
und schicken Sie wen, um ihn zu finden.
Ist er in Gefahr?
Entweder er oder der Mörder.
* bedrohliche Töne *
* stumpfer Aufprall *
* leise, verdÀchtige Musik *
Wer war das?
Emily. - Okay.
* Es klingelt. *
* stockendes Atmen *
* nervöse Atmung *
(GrĂŒnberger:) Ortung Olivier lĂ€uft? - Ja.
Nenad ist da dran, aber wir wissen noch nicht mehr.
Der Mörder von Emily Wagenthein verschafft sich Zutritt.
Also hier.
Damit er keine Spuren hinterlÀsst,
zieht er sich irgendwo 'nen Hazmat-Anzug an.
Wir wissen natĂŒrlich nicht, ob das ein Er war.
Vermutlich sind sogar mehr Frauen verdÀchtig.
Frau Hauke?
Ja?
Zeichnet Ihre Alarmanlage auf, wann TĂŒren geöffnet werden?
Nein.
Also nur, wenn der Alarm an- und ausgeschaltet wird.
Gut.
Also, "er" geht hinein.
Er lĂ€sst die TĂŒre offen stehen fĂŒr Emily,
weil sie natĂŒrlich sofort versuchen wĂŒrde, zu flĂŒchten,
wenn sie jemand im Hazmat-Anzug sieht.
Hatte er ihr vielleicht gesagt, dass sie gleich reinkommen soll?
Oder sie gerufen?
Hallo?
* spannende Musik *
Olivier Lemarchal ist offenbar in der Klamm.
Korbeck-Klamm.
Emily ist da öfter mit der Sarah hin.
Wir mĂŒssen los.
Ich weiĂ, Sie verdĂ€chtigen Miriam. Wegen dem Brief.
Aber Sie können mir glauben, sie hat es einfach nicht getan.
Das hat wenig ermittlerischen Wert.
Miriam muss manchmal vor sich selbst geschĂŒtzt werden.
Sie hat keine Angst.
Das ist gut.
GefĂŒhle verstellen die Sicht auf das Richtige.
Und wenn man einen Menschen wirklich liebt,
dann schĂŒtzt man den nicht ungefragt.
* Die Musik verklingt. *
Jetzt kommen'S bitte.
Wir haben den Fall gelöst. - Aha?
Haben wir das?
Ja. * Ruhige Musik *
Aber vielleicht sind wir nicht die einzigen.
* "Obsession" von David Reichelt & Sophia Antonia *
âȘ Breathe in.
âȘ They hear your heart.
* SchlĂŒssel klimpern. *
âȘ Breathe out.
âȘ Play your part.
âȘ Your story is a work of art.
* TĂŒrbuzzer *
Du hast Emily Wagenthein ermordet.
* Die Musik verklingt. *
Wie? Wie hast du die Emily dazu gebracht, sich mit dir zu treffen?
Wie?
Es war relativ einfach.
Man hat ihr nur eine neue Sensations-Story versprechen mĂŒssen.
Nein. Sie hÀtte sich nie mit dir getroffen.
Aber mit dem Sebastian.
* Bedrohliche Musik *
* Handy *
"Hallo"? - Ja?
"Emily"?
Sebastian.
Hauke.
Also ...
Was hast dir vorgestellt?
* unbehagliche Musik *
Wie viel?
DafĂŒr, dass du meine Freundin umgebracht hast?
Ich brauch kein Geld von dir.
D... das...
Das ist eine spannende These.
Warum bist du nass?
Ich war Mountainbiken und bin in den Regen gekommen.
Es hat nicht geregnet.
Ich hab Emily Wagenthein natĂŒrlich nicht umgebracht.
Ist ja lÀcherlich.
Aber ich muss zugeben, es tut mir auch nicht leid.
Du hast unseren Sohn dazu gekriegt, mir nachzuspionieren!
Du kannst unserem Sohn nicht vorschreiben, wen er anrufen darf.
WeiĂt du, was die veröffentlichen wollte?
Ja, Joachim.
Dass ich Paulitz' Tod beobachtet
und seine Schwester nicht belangt hab.
Ja, genau. - Das ist aus Adele Brancos Brief,
die tot ist und nicht aussagen kann.
Warst du Zeugin?
Du musst nichts sagen. - Ich weiĂ.
Du bist nÀmlich kein Richter mehr.
Das soll mich so bedroht haben?
LÀstig wÀr's gewesen.
Aber der Tod meiner Babysitterin war lÀstiger.
LÀstig, was? VerjÀhrt oder nicht, deine Karriere wÀr zu Ende gewesen.
Zerstört!
* schniefendes Einatmen *
Du lebst mit meinen Kindern.
Ich will haben, dass das heil bleibt.
Ich wollt dir immer nur helfen.
Wir brauchen deine Hilfe nicht. - Und ... mit dieser Aktion ...
... wĂ€r die Frau einem gemeinsamen Weg fĂŒr uns beide im Weg gestanden.
Nein, ich!
Ich steh einem gemeinsamen Weg fĂŒr uns beide im Weg.
Du bist jetzt aufgeregt.
Und das bist du öfter.
Du bist halt hysterisch.
Und ich weiĂ das aus Erfahrung:
Man kann dann nicht mehr ruhig mit dir ĂŒber irgendwas reden!
(laut:) Ich war zur Tatzeit im Theater.
(Leodolter:) Sein E-Ticket wurde am Eingang gescannt.
Sein Handy war die ganze Zeit im Theater.
Er hat sich hin und zurĂŒck einen Wagen bestellt, mit Karte bezahlt.
Da. Das stimmt alles mit seiner Aussage ĂŒberein.
Ja, alles nachvollziehbar.
So was macht jemand, der sich ein Alibi baut.
Sagen'S dem Nenad, er soll alle Taxis,
die an dem Abend Dienst hatten, nach Barzahlern befragen.
(Mann:) Hi. * Doris atmet angespannt aus. *
Ich kipp die ganze Zeit zwischen Wut und Verzweiflung.
SchuldgefĂŒhle. Mir geht's beschissen. - Ja, mir geht's genauso.
Ja, hört das irgendwann auf?
Die Nina ist kaum Àlter als unsere Tochter.
Wie fĂ€ndest du das, wenn deine Kumpels das mit Sarah machen wĂŒrden?
Ich bin doch kein böser Mensch.
Ich hab gedacht, ich kenn dich.
Ja, und ich bin immer noch derselbe.
Man ist nicht derselbe, wenn alles zerbricht.
Dass du nicht an mich gedacht hast,
hÀtte ich dir irgendwann verzeihen können.
Aber dass du unsere Tochter vergessen hast,
verzeih ich dir nicht.
* Dramatische Musik *
Nee, komm, bitte. Verschwinde. Du bist meine Wut nicht wert.
* Er schnaubt. *
*
* Klingelton *
Sie ist schon drin?
Warum hast du sie nicht aufgehalten? - Sie ist einfach gegangen.
Wie bist du auf Adele Branco gekommen?
Miriam, ich hab doch die Navi-Daten im Auto gesehen damals.
Ich weiĂ, wo du warst.
Und wenn dich dann diese Emily,
die nur Chaos nach Zollberg gebracht hat,
wenn die dich dann anruft, kann ich mir eins und eins zusammenzÀhlen.
Das kann sogar der Olivier.
Er wollte mir den Brief verkaufen.
Der hat ihn gar nicht. - Hm.
Das meinen sie jetzt auch?
* Ruhige Musik *
* Kampfrufe *
Ah!
* Musik spielt weiter. *
(InĂšs:) Salut, Olivier.
Ich hatte deine Nummer zwar gelöscht, aber ich kann sie ja noch auswendig.
Ich wollte dir sagen, dass ich schön finde,
dass du wieder in meinem Leben bist.
Ja ...
TschĂŒss. Maman.
* Spherischer Gesang *
Hey.
Danke,
dass wir das so zivilisiert hinkriegen.
* Musik lÀuft weiter. *
* Christiane schreit. *
Sie ist einfach reingegangen?
Sind jetzt alle wahnsinnig geworden?
Geblieben, Leodolter, wahnsinnig geblieben.
Das ist gefÀhrlich.
Das ist fahrlÀssig.
Sie will ihn einfach selbst stellen.
Wir haben das im Griff. - Meinen Sie?
Nein.
"Komm mir nicht zu nahe."
Ich schwör dir, ich wollt nur mit ihr reden.
Ein vernĂŒnftiges GesprĂ€ch zwischen zwei Erwachsenen.
* Mysteriöse Musik *
* Musik baut sich auf. *
Bleib ganz ruhig.
* Emily atmet schwer. *
Nicht schreien.
Es geht ganz schnell.
Aber ...
Es wĂ€r immer eine Gefahr fĂŒr uns gewesen.
Die einzige Gefahr fĂŒr uns bist du.
Du hast sie umgebracht.
Nicht?
Hast du dein Handy mitlaufen?
"Du bist in einem Hazmat-Anzug da hingegangen."
Du wolltest den Verdacht auf Olivier lenken.
Du hast ihr Sperma eingefĂŒhrt.
Das macht man nicht, wenn man einfach nur reden will.
Das ist das Ergebnis krimineller Energie.
* spitzes Störsignal *
BestÀtigung von der Taxizentrale.
Ein Mann, Barzahlung. Vom Theater nach Zollberg.
Gleich nach Beginn. Die Beschreibung passt zu Hintz.
Da sind wir doch gut, Miriam.
Wo sind wir gut?
Analyse, Strategie, Exekution.
* Angespannte Streichmusik *
Mach eins lauter.
Sie sagen nichts. Lauter nichts ist auch nichts.
(irritiert:) Was ist da los?
Was passiert da drinnen?
Ich geh da jetzt rein.
Ja.
* TĂŒr, Computerpiepsen *
War das alles ein Fehler?
Ich bin mir nicht mehr sicher.
Ob das nicht alles ein Fehler war.
(hauchend:) Miriam.
Bedingt ein Fehler nicht,
dass man irgendwas hÀtte anders machen können?
Als jemanden umzubringen?
Ah!
Hm?
* angespannte, tickende Musik *
* Joachim schluchzt. *
*
(Joachim:) Du hÀttest ...
... nix beweisen können.
Ich kann von dem Brief nix wissen.
* heftiges Schluchzen *
Auf dem Notizblock aus dem Krankenhaus
sind seine FingerabdrĂŒcke drauf.
Das kann doch nicht vorbei sein.
* Schuss, Glasklirren * Aaah!
* bewegte, schnelle Gitarrenmusik *
(Olivier:) Ich hab ein Kleeblatt.
Mit vier BlÀttern.
Wieso krieg ich es?
Es bringt GlĂŒck. - Ich brauch's nicht.
Ich hab nĂ€mlich immer GlĂŒck.
* zauberhaftes Surren *
(Olivier:) Warum?
Hm?
Warum tust du dir das alles an?
Die BĂŒrgerinitiative. Die Artikel. Das Aufdecken.
Ich bin das schlechte Gewissen der Menschen.
Komm!
Los, komm!
* vertrÀumte Töne *
Darum geht's.
Wie? Um was?
Um Momente.
Um Momente, die Erinnerungen schaffen.
Erinnerungen sind nichts fĂŒr mich.
Sie sind im Gestern.
Ce sont des jours qui n'ont pas existé.
Was?
Es sind ...
... Tage, die es nicht gab.
* lautes PlÀtschern *
* verzagte Streichmusik *
* FunkgerÀt piept. *
Er wollt nicht auf mich schieĂen.
Ich weiĂ.
Er ist nur leicht an der Schulter verletzt.
(Elfriede:) Danke.
Wieso haben Sie nicht auf den Kopf gezielt?
Hab ich. Ich bin eine schlechte SchĂŒtzin.
Ich hab damals beobachtet,
wie Paulitz den Damm runtergestoĂen worden ist.
Ich weiĂ. Das habe ich damals schon gewusst.
* Automotor *
* Piepen *
Sie mĂŒssen mich anzeigen.
Ich hab einem Polizisten die Waffe entwendet
und damit jemanden angeschossen.
Aaah! * Glaszerbersten *
Ich hab geschossen.
Er hat uns nicht gesehen.
Haben wir sonst alles richtig gemacht?
Nein, Leodolter.
Aber entweder man fasst den TĂ€ter oder man fasst ihn nicht.
Und wir?
Wir haben ihn gekriegt.
Weil wir geschworen haben ... - ... dass wir uns niemals trennen.
Weil wir wussten, dass wir die Schule ...
(alle:) ... nur gemeinsam ĂŒberleben.
(InĂšs:) Wisst ihr was?
Olivier und ich reden wieder miteinander.
Es ist noch ganz am Anfang und ganz zart,
aber es ist seit langer Zeit einfach wieder gut.
Er ist mein Sohn.
Ja, er ist mein Sohn.
Und es fĂŒhlt sich auch endlich wieder so an.
* erleichtertes Ausatmen *
Das VerrĂŒckte ist, dass ich das GefĂŒhl hab,
die Emily hat uns wieder zusammengebracht.
Auf dich, Emily.
Auf Emily.
Auf Emily. - Auf Emily.
(Elfriede:) Gut.
Dann fahre ich wieder nach Wien.
Ja.
Danke.
Sie haben den Fall gelöst.
Wir. - Ja, wir.
* "The Past" von Reichelt und Antonia *
Na ja, a bissl mehr ich.
Ich möchte Ihnen gern jemanden vorstellen.
Also, jemanden, den Sie schon kennen.
Leodolter, was machen'S denn? - Wenn er Ihnen gleichgĂŒltig wĂ€r,
hÀtten Sie nicht eine Nacht von ihm erzÀhlt.
âȘ Buried underneath.
âȘ The walls are closing in.
Ich ... hab Kuchen mitgebracht.
âȘ The promises you made
âȘ are not holding up this time.
âȘ The past is on my mind.
* sanfte Streicher *
GrĂŒĂen Sie den Nenad von mir.
Und seien Sie gut zu ihm.
Alt bist worden.
Ist das alles, was du nach 25 Jahren zu sagen hast?
Dick bist auch worden.
* Er schmunzelt. *
âȘ Stains upon the sheets.
âȘ I'm letting go of all the hope
âȘ that led me to the wolves.
âȘ Lost among the fools.
âȘ Nameless on the news.
âȘ The walls are closing in.
âȘ And the fear is back again.
âȘ The promises you made
âȘ are not holding up this time.
âȘ The past is on my mind.
âȘ Little stone held in your hand.
âȘ My ...
âȘ ... fate is in the air.
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