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Buh!
* Christiane lacht. *
Hi.
Oh, wenigstens kann ich mich auf mich selbst verlassen.
Okay.
Ja, ich bin zu dem Entschluss gekommen,
dass mich Schuld einfach nicht mehr interessiert.
Er ist wieder weg.
Aber sobald's schwierig wird, kommt er eh zurück.
Deswegen mache ich mir gar keine Sorgen.
Weil der Olivier halt ist, wie er ist.
Wie kommst du auf den Olivier? - Ach so.
Der Filip ist gerade auch nicht da.
Schon ein paar Tage bei seiner Mutter.
Die Novelle hat er mitgenommen. Er hat eine SMS geschrieben.
Meldet sich täglich. Es geht ihnen gut.
Alles ist gut.
Was hat das zu bedeuten?
* sanfte Musik *
Frag nicht.
Doch. Tue ich aber. Ich frage. Was ist los?
* Musik: "Secret of Mine" von David Reichelt & Sophia Antonia *
Miriam Hintz
Doris Hauke
Christiane Boj
UT: ZDF Digital im Auftrag des ORF
Hast du meine SMS nicht bekommen?
Was soll ich auf "Komm heute nicht nach Hause" antworten?
Ich wollte nicht, dass du dich sorgst.
Sehr gut. Hab ich nicht.
Mhm.
* Stöhnen *
Es ist, glaube ich ... so schwer,
weil wir jetzt 20 Jahre Arbeit in diese Beziehung gesteckt haben.
Ja, aber vielleicht soll Beziehung gar nicht so viel Arbeit machen.
Wir lieben uns.
Aber wir tun einander nicht mehr gut.
Das zu sagen tut weh.
Nicht, dass du das sagst, ist das Problem.
Sondern, dass es so ist.
Ich gehöre nach Paris.
* wehmütige Musik *
Ich weiß.
Das ist mir schon lange bewusst.
Aber ich muss hierbleiben. Hier sind meine Freundinnen.
Ja, ich weiß.
* sanfte Musik *
Danke, dass du mich gehen lässt.
Du würdest sonst nicht gehen.
Nein.
Je t'aime.
Ich dich auch.
* emotionale Klaviermusik *
Ich geh mal duschen.
* Die Musik endet. *
Hier. - Ah, danke.
Ich versteh's gerade nicht so ganz.
Habe ich was Falsches geschrieben?
Oder ...
... weil es Sarahs Vater ist, *der* Fernsehkoch?
Nein.
Ich mein, der sexuelle Übergriff
war doch genau, wie du es mir erzählt hast, oder?
Ja, ja.
Wenn das jetzt einfach in der Zeitung steht, keine Ahnung.
Kommt noch die Polizei dazu.
Ich will das einfach abschließen.
Wenn die Opfer immer abschließen, kommen die Täter frei.
Ja.
Aber weitermachen heißt, sich damit auseinanderzusetzen.
Und daran zu denken.
Und warum soll ich die ganze Zeit an was denken, was mir wehtut?
Ich will einfach vergessen.
Ich bin nicht wie du.
* Sie atmet tief. *
Okay.
Ich ruf gleich die vom Filmblog an. Es wird nicht veröffentlicht.
Also lügt sie.
Wir würden ja gerne Ihre Worte hören.
Nicht das, was Sie einstudiert haben.
* unruhige Musik *
(leise:) Ich muss raus.
* Tür *
(Richter:) Also? Lügt Nina Danz?
Das weiß ich nicht.
Weil Lüge braucht einen Vorsatz.
Und ich habe Nina Danz nicht als bösen Menschen kennengelernt.
Ich halte es für möglich, dass sie selbst glaubt,
was sie behauptet, ist so passiert.
Aber es stimmt nicht.
Der Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses
oder die Einschränkung der persönlichen Integrität
eines anderen Menschen, ja auch sexueller Missbrauch,
sind doch Muster.
Mein Mandant ist über 40 Jahre alt.
Nicht vorbestraft.
Ich bitte Sie.
Man beginnt doch mit so was nicht in diesem Alter.
(Grünberger:) Kann ich mir nicht vorstellen.
Der ist ja auch noch nicht so lange mit der Staatsanwältin zusammen.
Was ist mit ihrem Ex-Mann?
Spielt der noch 'ne Rolle? - Kaum.
Was hat die Überprüfung ergeben? - Der hat ein Alibi.
Das ist gecheckt worden? - Natürlich.
Die sind einander Alibi. - Also haben beide eins oder keiner.
Bleiben noch die zwei.
Sie war bei der Gala. Miriam war bei ihren Kindern.
Die haben aber nicht auf die Uhr geschaut.
Sie ist zu dem Haus gefahren.
Warum ist Emily zum Haus zurück,
nachdem sie mit Olivier davon weg ist,
nachdem sie Sex hatten?
Welche Informationen wollte Adele Branco
in den letzten Tagen im Krankenhaus loswerden?
Sie ist ganz ruhig eingeschlafen.
Sind Sie Angehörige?
Nee, Emily Wagenthein ist mein Name.
Frau Branco hat mir eine Nachricht geschickt,
ich soll kommen.
Sie war die Sekretärin am Sophianum. Ich hab sie sehr gemocht.
Wagenthein, sagen Sie?
Das hab ich Ihren Kollegen schon erzählt.
Woher wissen Sie, dass es ein Brief war?
Ich werde doch einen Brief erkennen.
Das Briefkuvert war verschlossen? - Ja.
Woher wissen Sie, dass ein Brief drin war?
(Pflegerin:) Ich sah, dass sie ein beschriebenes Blatt Papier
in den Umschlag getan und ihn verschlossen hat.
Suchen Sie den?
(Grünberger:) Was ist dann passiert?
(Pflegerin:) Sie hat gesagt: "Doch nicht"
und Emily Wagenthein draufgeschrieben.
(Grünberger:) Das haben Sie nicht komisch gefunden?
Ich find nie was komisch.
Leute sind halt Leute.
Man weiß doch nie, was in denen vorgeht.
Vor allem, wenn sie sterben.
* mysteriöse Musik *
* Es klingelt. *
* Handy klingelt. *
Hallo, Emily. Du hast angerufen. Pocket Call oder wolltest du was?
Äh, nee, ähm ... Adele Branco hat ...
Ich hab einen Brief und eine Nachricht.
Egal.
Okay, aufgelegt.
Was wollte die Babysitterin?
Keine Ahnung.
Irgendwas von einem Brief und einer Nachricht von Adele Branco.
Wer ist das?
Das ist die Sekretärin vom Sophianum, die gestorben ist.
Hm.
Kondome gehören in den Restmüll, nicht ins Klo.
Zu spät.
Was ist denn das? - Hm?
Musst du ... Nix.
Sag mal, wäre es okay, wenn wir uns mal wieder woanders treffen?
Ja.
Wir könnten wieder ... - ... zu Sarah?
Das Haus steht den ganzen Tag leer.
Ich weiß, wo der Schlüssel ist.
Wir sollten uns überlegen, wie wir da rauskommen,
dass wir uns irgendwohin sneaken müssen.
Wir benehmen uns, als wäre es ein One-Night-Stand.
Jede Beziehung hat als One-Night-Stand begonnen.
Du hast das B-Wort gesagt. Als Erster, du hast verloren.
L'amour est en jeu, tu perdes.
Ich wünsche mir, dass du in meinem Leben bleibst.
Das will ich auch gerne.
Du bist die Einzige, die mich nicht verurteilt.
Obwohl du in diesem Siff hier haust.
Ich hab mir das auch nicht ausgesucht.
* sanfte Musik *
Den Direktor vom Sophianum,
der den Paulsdamm runtergestürzt ist.
Hast du den gekannt? - Nö, kaum.
(Olivier:) Warum?
* dramatische Musik *
*
(Richter:) Ruhe!
Ruhe!
Ruhe!
Ruhe!
Ruhe!
Wir sind hier nicht am Jahrmarkt.
Wir haben hier das Protokoll der Polizei.
Ich möchte,
dass Sie mit eigenen Worten die Vorgänge vom 15. Juli schildern.
Ich verweigere meine Aussage.
(Richter:) Wie bitte?
Ich verweigere meine Aussage, dazu hab ich das Recht.
Ich hab gehört, dass Opfer das dürfen.
(Richter:) Sie haben falsch gehört.
Frau Danz ist nicht angeklagt, sie ist Zeugin.
Sie ...
Sie müssen keinen intimen Details preisgeben
oder sich selbst belasten.
Aber ... Ihre Aussage ist notwendig.
(Richter:) Sie müssen dem Gericht sagen,
welchen Verweigerungsgrund Sie geltend machen.
Entschuldigung, Herr Rath.
Falls die Zeugin mit ihrer Begründung einen Anfangsverdacht
gegen sich schaffen würde ...
Ja, Paragraf 157, Absatz 1, Ziffer 1, StPO kommt Ihnen gelegen?
Der würde ad absurdum geführt, zwingt man sie zur Aussage.
(Anwältin:) Wäre es eine gute Idee, damit sich alle sortieren können,
eine Pause einzulegen?
(Richter:) Wir unterbrechen die Verhandlung für 15 Minuten.
* spannende Musik *
(leise:) Sorry.
* spannende Musik *
* geheimnisvolle Musik *
(Emily:) Wir wollen unterschiedliche Dinge.
Ich hab nicht nachgedacht, es war ein Fehler.
Ja, ein Fehler.
Ich bin der Fehler, alle anderen sind unschuldig.
Ich hab meine Ehe aufs Spiel gesetzt.
Nicht durch mich, Filip.
Ich werd mich von Christiane trennen.
Ich glaub, das ist 'ne gute Idee. Aber tu es nicht meinetwegen.
Ist diese Frau das Opfer? Das ist die Frage.
Und ich meine ja, sie ist ein Opfer.
Aber nicht das von meinem Mandanten,
sondern das von übereifrigen Journalisten,
Polizisten und Staatsanwälten.
Lesen wir doch im Protokoll.
Ihre eigenen Aussagen. Da:
Ich will nicht aussagen.
Da sind Sie konsequent.
Ich versuche es zu vergessen.
Ich kann mich nicht genau erinnern.
Oder: Nein, ich habe nicht gesagt, dass ich etwas nicht will.
Sie werden doch hier nicht falsch zitiert.
Es war ein Raum und die Tür war zu.
Und außer meinem Mandanten,
einem liebevollen Familienvater und der Klägerin ...
Sie ist Zeugin.
... war niemand sonst im Raum.
Und mein Mandant soll jetzt beweisen,
was da drinnen nicht stattgefunden hat.
Dabei ist das Urteil längst gesprochen.
Sebastian Hauke hat seine Arbeit verloren
und den Respekt seiner Kollegen wegen einer Journalistin,
Emily Wagenthein, die eine große Story wollte
und sie letztlich aufgebauscht, ja sogar erfunden hat.
Vor zwei Jahren schon hat sie gepostet,
wenn ich das kurz einmal vorspielen darf:
Vielen Frauen wird kein Gehör geschenkt
oder sie werden ignoriert, nicht ernst genommen.
Ich finde es wichtig zu sagen: Ich glaube immer der Frau.
Und sehen Sie, diesen Luxus hat das Gericht nicht.
Denn Sie, Herr Rath, mit allem Respekt,
müssen immer jemand anderem glauben,
nämlich den Fakten.
Und wenn man sich in diesem Fall die Beweislage anschaut und die Fakten,
dann kann man meines Erachtens meinen Mandanten nur freisprechen.
Vielen Dank.
Haben Sie den Abschlussbericht der Gerichtsmedizin gelesen?
Nein.
Die chemische Untersuchung des Vaginalabstrichs ...
Was ist Nonoxynol 9?
Spermizid. Abtötende Beschichtung auf Kondomen.
Man findet Sperma von Olivier Lemarchal
und Spermizid, was bedeutet, dass ein Kondom benutzt worden ist.
Woher kommt dann das Sperma?
Ist ihnen das Kondom geplatzt?
Sie glauben, dass Olivier sich nicht
erinnern könnte, wenn ein Kondom geplatzt wäre?
Oder sie hat mit zwei Männern Sex gehabt.
Zum Beispiel mit ihrem Mörder.
Das würde erklären, warum wir das Kondom nicht gefunden haben.
Der Täter hat es mitgenommen.
Das Problem mit der Theorie ist nur, es gibt keinerlei DNA-Spuren
einer dritten Person an Emilys Körper.
Und die müsste man finden, wenn sie mit jemand anderem Sex gehabt hätte.
Olivier hat wie immer ein Kondom benutzt.
Der Täter hat es gefunden.
Nicht ins Klo.
Ach so.
Ja.
Sperma daraus Emily eingeführt und das Kondom mitgenommen.
Und damit den Verdacht auf Olivier Lemarchal gelenkt.
Ich will mich umziehen.
Maskenzeit ist morgen erst um 9.45 Uhr.
Kannst du dich bitte setzen?
Das macht mich nervös, wenn du rumstehst.
Wieso 9.45 Uhr?
Ruhezeit, glaub ich.
Hier macht aber auch jeder, was er will.
Und das ist auch gut so.
Man soll nämlich niemals ...
Es ist wichtig, immer nur zu machen, was man will.
Verstehst du?
Denk da dran.
Und jetzt raus mit dir.
Ich möchte mich gerne weiter umziehen.
So, es reicht jetzt, meine Herrschaften.
Ich glaub, die sind jetzt so weit.
Kommst du?
Ich warte hier draußen.
(Emily:) 80858.
80858.
Das ist jedes Mal so absurd.
Sag mir was, was nicht absurd ist.
* Stöhnen *
*
Ist die Oma da?
Darf ich das für die beiden hierlassen?
Was ist das?
Ein Brief. - Von wem?
An wen?
Emily Wagenthein hat den bei mir versteckt.
Und der war schon geöffnet? - Ja.
Und Sie haben den gelesen? - Ja.
Warum ist der zerknittert? - Soll ich den Brief hierlassen?
* Eine Spieluhr spielt. *
Ich sollte jetzt etwas fühlen.
Bin ich Teil der Konversation oder kriegst du das alleine hin?
Noch einmal.
Bin ich biologisch ihr Vater?
Wie meinst du das?
Die Frage kann man nicht missverstehen.
Und das hast du auch nicht.
Du fragst, ob du der Vater deiner Tochter bist?
Ich weiß, dass ich ihr richtiger Vater bin.
Aber, ist sie aus meinem Sperma?
Wir haben es über ein Jahr probiert. Es hat nicht geklappt.
Wer dann?
Weißt du es?
Fragst du es ernsthaft? - Ich glaub, ich weiß es.
Mir gefällt diese moralische Inquisition nicht.
Ich hab dich nicht betrogen. Ich war loyal.
Du hast ein Kind von Olivier, ohne Sex?
- Ja.
Okay.
Und?
Fühlst du immer noch nichts?
Nein.
Okay.
Mein Weg mit dir, Christiane,
das ist mir jetzt klar, der ist zu Ende.
Ich bin nicht wütend.
Ich bin einfach nur leer.
Was Novella betrifft, halbe Zeit bei dir, halbe bei mir.
Sie ist nicht deine Tochter!
Doch, das ist sie, Christiane, und das weißt du!
Im Übrigen ist sie das auch juristisch.
Ich habe es probiert.
Immer wieder.
Aber offenbar ist hier einfach kein Platz für mich.
Ich gehe.
Ich bitte dich.
Die Inès darf das niemals erfahren.
Filip.
Bitte nicht.
Okay.
Bitte.
Der Olivier weiß es.
Er wird nicht zögern, die Information einzusetzen,
wenn sie am meisten schadet.
Ich hab gewusst, dass du dich im Zweifelsfall
für deine Freundin entscheidest.
Ja, dann ist das wohl so.
Ich hätte nicht gedacht, dass du sie zu den Großmüttern machst.
Sobald ich in Paris bin, organisiere ich die Abholung.
Okay? - Okay.
Ja.
Weißt du, was ich gerade denke? - Ja.
Hätten wir das mit Olivier nur so gut hinbekommen wie unsere Trennung.
Woher weißt du das?
Weil ich das auch gerade denke.
Ja, es geht gerade mal nur um uns.
Und trotzdem denken wir an Olivier.
Weißt du, was ich gerade denke?
Du denkst, wenigstens haben wir es beide vermasselt.
Salut.
Salut.
Wirst du noch bei ihm vorbeifahren?
Nein.
Ich hab das Gefühl, dass alles richtig ist.
Mit Olivier hab ich nie das Gefühl, dass alles richtig ist.
* ruhige Musik *
Außer mir hat ihm ja niemand geglaubt.
Danke, Joachim.
Frau Danz, Nina ... - Was wollen Sie von mir?
Ich wollte nur sagen, dass ich glaube,
dass es Leute gibt, die Ihnen helfen können.
Ihr Mann hat einen Leberfleck am Penis.
Ich will mich umziehen.
Maskenzeit ist morgen erst um 9.45 Uhr.
Kannst du dich bitte setzen?
Das macht mich nervös.
Wieso 9:45 Uhr?
Ruhezeit, glaub ich.
Hier macht jeder, was er will.
Und das ist auch gut so.
Man soll nämlich niemals ...
Es ist wichtig, dass man niemals etwas macht, was man nicht will.
Verstehst du?
Denk dran.
Ich hoffe, du kannst bleiben, wenn dein Praktikum vorbei ist.
Möchtest du bleiben?
Ja.
Ich hatte gehofft, dass du das sagen wirst.
Ich hoffe, das ist okay.
Mir ist wirklich wichtig, dass das für dich okay ist, Nina.
Ich mag dich.
Mach wirklich nur was für dich, okay...
Mach, was du willst.
* dumpfe Geräusche *
Nina?
Warum haben Sie nichts gesagt? Warum haben Sie geschwiegen?
Wollen Sie mich verarschen?
Nein.
Fragen Sie lieber mal Ihren Anwalt.
Wenn Sie jemals öffentlich behaupten,
mein Mandant hätte sich an Ihnen vergangen,
dann werden wir nicht nur eine einstweilige Verfügung begehren,
sondern auf Unterlassung und vor allem auf Schadenersatz klagen.
Beim bisher bereits entstandenen Schaden
könnte es ins sechsstellige gehen.
Machen Sie keinen Fehler.
Glauben Sie nicht, das sind nur leere Versprechungen.
Das sind Drohungen.
Jedes Versprechen ist in gewisser Weise auch eine Drohung.
Dazu kommt ja noch das Strafrechtliche: Verleumdung.
Falschaussage.
Du wirst die Schulden nicht zahlen können
und auch noch vorbestraft sein.
Weil ich weiß, wie sich das anfühlt, wenn man alles verliert.
Ich sorge dafür, dass den Menschen,
die mir wichtig sind, das nicht passiert.
Weißt du, Mama ...
Ich bin hergekommen, damit du es endlich sagen kannst.
Ich weiß, Doris.
Du glaubst, ich würde jetzt sagen, ich hab es ja schon immer gewusst.
Kann ich hierbleiben?
Ja, natürlich kannst du hierbleiben,
aber nein, ich denke, das ist keine gute Idee.
Irgendwo, irgendwie, irgendwann musst du dich allem stellen.
Er hat mir einfach unsere Zukunft geklaut.
Ich weiß nicht,
ob ich das irgendwo in mir finden kann, ihm zu verzeihen.
Vielleicht musst du nur ein bisschen genauer suchen.
Komm.
Lass uns über deinen Vater reden.
Ein nicht registriertes Telefon.
Na, das ist kein Zufall.
Der Täter ruft Emily an, am Nachmittag,
um sich mit ihr zu verabreden.
Der weiß natürlich, dass wir ihre Handylogs überprüfen werden.
* Handy klingelt. *
Wo war eigentlich Olivier, als Emily telefoniert hat?
Was ist das für eine Nummer? Ich kenn die nicht.
Dann geh nicht ran.
Ja? Danke für den Rückruf. Ich dachte, Sie weichen mir aus.
(Elfriede:) Der Anruf kam aus Deutschland.
Den Brief hab ich. Warum soll ich den mitnehmen?
Vom Wertkartentelefon aus Saalkirchen.
(Emily:) 20 Uhr passt.
Vermutlich, um die Ortung für uns komplizierter zu machen.
Ist nicht heute Wasser für Afrika?
(Elfriede:) Um 14:52 Uhr.
Whatever.
(Lukas:) Wir wissen, wo alle zu der Zeit waren. Nicht in Saalkirchen.
(Elfriede:) Eine hat ihre Kinder abgeholt.
(Lukas:) Die andere hatte eine Konferenz.
Genau.
Die nächste eine firmeninterne Präsentation.
Christiane Boj war zwar allein,
hat aber zu dieser Zeit mit einem Literaturverein in Bonn telefoniert,
während ihr Mann Gitarrenunterricht gibt.
(Elfriede:) Nicht in Saalkirchen. Also, was sagt Olivier?
Ihre letzten Worte, da hatte Emily aber schon aufgelegt,
waren wohl: Ist heute nicht Wasser für Afrika?
Sie hat mit jemandem telefoniert, der zu dieser Veranstaltung sollte.
Sie hat sich gewundert, dass der Anrufer heute nicht da sein wird.
Das hab ich ja gerade gesagt.
Haben Sie?
Sebastian Hauke jedenfalls war um 14.52 nicht am Telefon,
sondern hatte Aufzeichnungen.
Er hat gerade Lamm zubereitet.
(Elfriede:) Lamm, Leodolter, Lamm. - Ja, Lamm.
Lamm.
Ja.
Hilft uns das weiter? - Ich glaube nicht, nein.
Ich hab recherchiert.
Von allen Eingeladenen zu Wasser für Afrika
sind nur zwei Leute nicht gekommen.
Die helfen uns leider auch nicht weiter.
Was war der Grund?
Der eine hatte eine Panne und hat auf den Abschleppdienst gewartet
und die andere einen Schlaganfall.
Sie ist gestorben.
Gibt kein besseres Alibi.
Was ist das?
* melancholische Musik *
Ich weiß nicht, was ich tun soll.
Bist du verletzt? Brauchst du medizinische Hilfe?
Nein. - Ja, dann ...
Doris, ich hab nicht mit ihr geschlafen.
Also geschlafen, geschlafen.
Das Schlimmste ist, dass du mich zur Komplizin gemacht hast.
(Adele:) Emily, es fällt mir schwer, die richtigen Worte zu finden.
Doch ich fühle, dass die Zeit gekommen ist,
ein schweres Geheimnis, das ich in meinem Herzen trage, zu teilen.
Ich war am Paulsdamm, als der Direktor Paulitz dort
von seiner Schwester runtergestoßen wurde.
Aber ich war nicht die einzige Zeugin.
Denn die Staatsanwältin Miriam Bauer war dort und hat alles beobachtet.
Frau Staatsanwältin, kannten Sie diesen Brief?
Emily hat mich angerufen und vom Brief erzählt.
Sie hat verwirrt geklungen,
hat was gestammelt von Adele Branco, Paulsdamm, Paulitz.
Sie wollte mich treffen und hat aufgelegt.
Sie sind nicht zur Polizei,
nachdem Emily Wagenthein ermordet worden ist?
Die war verwirrt. Es war nicht wichtig.
Möchten Sie es bestätigen? - Was?
Was Adele Branco im Brief behauptet, Sie haben gesehen,
wie Paulitz von der Schwester runtergestoßen wird.
Wäre ich da gewesen, woher will Adele Branco wissen,
was ich gesehen habe?
Also, ich weiß nicht, wollen Sie noch was trinken?
Nein, danke.
Ich hab alles, was ich brauche.
* unheilvolle Musik *
So.
Bitte.
Danke dir.
Kein Problem.
Ich bin rausgeflogen.
Du kannst genau eine Nacht hier schlafen.
Dann will ich dich nie wiedersehen.
* Klopfen *
* Klopfen *
(Filip:) Moment.
Hi ...
* Seufzen *
Hast du gehört? - Ja.
Und was erwartest du jetzt, dass ich sage?
Irgendwas, was soll ich tun?
Filip, bitte.
Ich hab keinen Zweifel, dass das stimmt, was Nina sagt.
In Bezug auf Sebastian oder auf deinen Ex-Mann?
Beide.
Ich muss dir nicht deinen Ex-Mann erklären.
Steht der vor dir und droht dir, dich zu vernichten...
Dann glaubst du das. - Absolut.
Und bei dir, Christiane?
Die Zeit ist gekommen, nun zu sagen, dass sie vorbei ist.
Wie bitte?
Christiane.
Ich bin nicht betrunken genug, um das zu verstehen.
Filip geht. - Was?
Was?
Ich weiß nicht, wohin, aber er geht.
Was ist mit Novella?
Er ist ein guter Mann, wir kriegen das hin.
Aus, aus, aus.
Kriegt ihr das nicht mit?
Wir reden über Männer.
Wir reden nur über Männer.
Doris, wie geht's deiner Tochter?
Mal abgesehen davon, dass sie enttäuscht ist von einem Mann,
verhält sie sich gut.
Sie hat ihre beste Freundin verloren.
Mit deiner Tochter hast du vieles richtig gemacht.
Ich bin eine gute Mutter.
Ja, das bist du.
Ja, und das mit der Selbstdistanz kriegst du so wunderbar hin.
* Alle lachen. *
Das hast du jetzt gesagt. - Ja.
Es war trotzdem so schön, dass ihr da wart, danke.
Sehr gerne.
Die sind wirklich sehr schön.
Darf ich zwei mitnehmen?
Klar, wofür? - Für mich.
Der beste Grund.
* bewegende Musik *
(Inès:) Schön war das.
Habt ihr was vergessen?
Brauchst du Geld?
Nein.
Brauchst du sonst was? - Non.
Was willst du dann?
Olivier, man kann Probleme nicht weg umarmen.
Dann hat man nicht fest genug umarmt.
Lass uns über deinen Vater reden.
Nein.
Die sind für mich.
* Seufzen *
Du hast Emily Wagenthein ermordet.
Can't find what you're looking for?
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