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* gefühlvolle südamerikanische Melodie *
Und jetzt?
* Die Musik wird rätselhafter. *
* lustvolles Stöhnen *
* Die Musik wird sinnlicher. *
* lustvolles Stöhnen *
* intensives Stöhnen *
Danke.
Danke auch.
* gefühlvolle Gitarrenmusik *
* Er spielt rasanter. *
Ja, so.
Also circa.
So kann ich das jetzt aber nicht spielen.
Ah, nächste Woche ist Feiertag. Also, übernächste Woche wieder.
Das heißt, viel Zeit zum Üben. - Okay, ja, mache ich.
Ich muss jetzt dann auch. Eine Freundin holt mich ab.
Hi!
Ach, hallo! - Bin gleich soweit, okay?
Ich bin übrigens Emily.
(hallend:) (Ich bin übrigens Emily.)
Toto. - Toto?
Filip.
Sorry. Ich weiß nicht, warum ich gerade Toto gesagt habe.
Egal, ein Kurzschluss im Kopf.
* rätselhafte Klaviermusik *
Ich höre sie schon lange spielen. Es wird nicht besser.
Na ja, vielleicht bin ich einfach kein guter Lehrer.
Ja. Vielleicht.
* romantische Klaviermusik *
Ciao, Filip! - Tschüss.
Ciao, Toto!
Toto?
* Musik: "Secret of Mine" von Sophia Antonia *
♪ Secret of mine.
♪ I swore to tell you.
♪ Take a look at where I led you.
♪ You stayed for me.
♪ Oh, but you never should have
♪ let me go.
Untertitel: LinQ Media Group im Auftrag des ORF
♪ Please save yourself.
Hi!
Ich mache mir Tee. Willst du einen?
Heute hat die Freundin einer Schülerin gefragt, wie ich heiße.
Klingt machbar. - Ich habe "Toto" geantwortet.
Toto? Jetzt hast du mich verloren.
Ich verstehe den Scherz nicht. - Das ist kein Scherz.
Ich sage "Toto" und habe mich gleich korrigiert.
Das wirkt gscheit, wenn man seinen Namen nicht auf Anhieb weiß.
Muss ich zum Neurologen?
Man muss ja nicht gleich ... - Aber normal ist das nicht, oder?
Jetzt versuchen wir es mal mit Hagebuttentee.
* Blubbern *
* angespannte Musik *
Mich verletzt es, wenn du mich nicht ernst nimmst.
Wow!
Wo sind die Faschingssachen, die wir am Dachboden oben hatten?
Keine Ahnung.
Aber ich habe beim Umzug auch viel weggeschmissen.
* Die Musik wird intensiver. *
* Handyvibration *
Ja?
Olivier Lemarchal ist im Goethe-Park.
Ich weiß.
Weil Sie dort sind.
Wir lassen nicht den Hauptverdächtigen aus den Augen,
wenn wir ihn schon nicht in U-Haft nehmen können.
Woher wissen Sie das? - Ich habe einen Mobile Tag an ihm.
Dafür haben Sie sicher eine Genehmigung.
Was macht er gerade?
Jetzt kauft er Drogen.
Das ist ungesund.
Soll ich rausgehen und ihm das sagen?
Gehen Sie schlafen.
* Belegt-Zeichen *
* angespannte Musik * Sicher nicht.
* Türklingel *
Darf ich bitte nach Hause? Ich gebe dir auch eine andere Antwort.
Versprochen.
Also, ich höre. - Ahm.
Ich ziehe mich aus, dann können wir gerne reden. - Nee.
Die Reihenfolge ist umgekehrt.
Ich wollte dich nicht beunruhigen. - Das ist dir ja gut gelungen.
Ich habe nichts damit zu tun,
dass diese Emily tot bei uns im Haus gelegen ist.
Das ist sehr beruhigend, Sebastian.
Wieso bist du nach dem Event plötzlich weg?
Wo warst du die halbe Stunde, als du vor uns los bist?
Doris, ich habe dort jemanden gesehen,
den ich nicht sehen will, kann.
Mhm.
Und wen?
Nina.
Du musst jetzt weiterreden. Sag mehr Worte.
Nina ist Praktikantin bei mir im Job.
Und ich ... - Die Freundin von Sarah?
Ja. Das klingt komisch, aber ich kann es gerade nicht anders sagen.
Sie ... stellt mir nach, macht mich an.
Seit Wochen, geht mir dabei tierisch auf die Nerven.
Ich habe alles unternommen, um ihr aus dem Weg zu gehen.
Aber sie taucht immer wieder bei mir auf.
Das wollte ich nicht alles erklären, deswegen bin ich abgehauen.
* angespannte Klaviermusik *
* Seufzen *
* düstere Klänge * (hallend:) (Der Schlüssel ist weg.)
* Vibration *
* Die Musik wird intensiver. *
* Seufzen *
Wir haben schon zu!
Was ist nun wieder?
Ich hätte gern die Aufnahmen vom 18. September von der Kamera
und von allen anderen.
Nicht ohne Durchsuchungsbefehl. - Moment!
Das wird leider alles nicht aufgezeichnet.
Soll ich den Computer mitnehmen?
* Wecker *
Morgen!
(Hallend:) Komm rein!
Filip, ach, ich würde dir gerne wen vorstellen.
* beklemmende Klänge *
Das ist die Emily.
Das ist die ... die Babysitterin von der Miriam.
Ja!
Hallo!
Wir kennen uns, du bist die Freundin von ... - ... Nina.
Genau!
Sie hat mal die Nina vom Unterricht abgeholt.
Ja.
Okay. Ich zeige dir mal das Kinderzimmer. - Mhm.
* Musik spielt im Radio. *
* Er stellt das Radio aus. *
* Klopfen *
* Klopfen *
* Schnarchen * * lauteres Klopfen *
* Klopfen *
* sehr lautes Klopfen * (Lukas:) Frau Major?
Ich weiß nicht, was ich machen soll.
Und da schien es naheliegend, an einem Sonntag
in aller Früh bei mir zu erscheinen?
Ja.
Na gut.
Sehe ich ein.
Oh, so früh ist es ja gar nicht mehr.
- Olivier Lemarchal ist die ganze Zeit im Lokal gewesen.
Er hat ein Alibi für den Mord an Emily Wagenthein.
- Ja, aber da steht "UTC".
Das heißt Weltzeit.
Das bedeutet eine Verschiebung um zwei Stunden gegenüber unserer Zeit.
Oh, aber das heißt, die Aufnahmen zeigen nicht,
wo er zur Tatzeit gewesen ist, sondern wo er zwei Stunden ...
... später gewesen ist.
Mist!
Dann müssen wir da noch einmal hin.
Das machen Sie allein. Ich habe einen Termin.
Mit wem? - Mit meinem Kissen.
Kann man das nicht verschieben? - Das Kissen schon.
Den Termin nicht.
Sarah soll nach Hause kommen, bis der Mörder gefasst ist.
Sehr gut.
Ja, tut sie aber nicht.
Sie will weiter bei Nina schlafen. Ich kann sie schlecht einsperren.
Soll ich mit ihr reden? Einsperren ist mein Job. - Nein.
Ich habe Angst. Wieso hat sie keine Angst?
Ich glaube wirklich nicht, dass sie in Gefahr ist.
Hast du mit Sebastian geredet?
Hm?
Wo war er, bevor ihr die Leiche gefunden habt?
Ach, weiß ich nicht.
Du hast nicht mit ihm geredet? - Doch.
Er ist vor der Praktikantin geflüchtet, die ihm nachstellt.
Was soll das heißen?
Deswegen verschwindet man doch nicht unerklärt spurlos.
Miriam, er ist halt der Sebastian.
Er ist halt langsam gefahren. Ist doch gut jetzt.
Ich hole mal was zu trinken.
* angespannte Musik *
*
Navi an!
(Bordcomputer:) "Das habe ich nicht verstanden."
Navi an!
"Navigation wird geladen."
Letzte Ziele!
"Letzte Ziele werden geladen."
"Keine Fahrten gespeichert."
* leises Pfeifen *
* spannende Musik *
(Lukas:) Da steht "UTC".
Wir haben aber mitteleuropäische Zeit.
Sommerzeit. Wir sind zwei Stunden verschoben.
Kann nicht sein. - Wieso nicht?
Weil Sie vor zwei Stunden noch nicht hier waren, ich Sie aber sehe.
Wie wollen Sie das erklären?
* Seufzen *
Zeigen Sie mir die Aufnahmen, aber wir scrollen zu zwei Stunden später.
Nein, früher.
Später.
Früher.
Früher.
* angespannte Musik *
*
* Freizeichen *
(Isabela:) Hallo, Inès. Hat sie sich beruhigt?
Ich fürchte nein. Sie rechnet fest mit dem anderen Buch.
Sie haben gesagt, ich soll eine Fortsetzung schreiben.
Ja, weil das auch richtig ist, nach wie vor.
Ich bin ganz Ihrer Meinung. Was machen wir jetzt?
Okay.
Ich setze mich über meine Chefin hinweg.
Schreiben Sie die Fortsetzung.
Ich möchte, dass du gehst. - Warum?
Ich habe dich nicht eingeladen.
Ich will gern entscheiden, wann ich mich mit jemandem treffe. Wie du.
Wenn du Hilfe bräuchtest, würde ich dich nicht wegschicken.
Welche Hilfe brauchst du denn?
Mir geht's scheiße. - Ich kann's nicht mehr hören.
Ich habe geglaubt, du bist meine Freundin.
Da fängt der Fehler an. Das war ich nie.
Nur eine von deiner Mutter. - Du magst sie nicht mal.
Hör auf, meine Wäsche aufzuhängen.
Hast du irgendwas mit dem Tod von Emily zu tun?
* Eine Tür öffnet sich. *
Wie kannst du mich das nur fragen?
Was ist los?
Der Wäscheständer ist umgefallen.
Kümmerst du dich bitte um die Noella? Und mach die Tür zu.
* angespannte Musik *
Ich habe keine Erinnerung an den Tag.
Ich war high, aber ich weiß genau, es gab keinen Grund für mich,
böse auf Emily zu sein.
Sie war immer, immer nur gut zu mir.
So wie du. Früher!
Olivier, ich habe es mir überlegt.
Es reicht. Ich will dich nicht in unserer Wohnung. Raus!
(leise:) Weiß er, dass er nicht der Vater der Kleinen ist?
Das geht nicht. Er kann hier nicht sein!
Ja, nichts geht.
Nichts geht mehr. Nichts ist akzeptabel.
* angespannte Musik *
* unverständlich *
Danke, dass du da bist.
Ich finde, wir kriegen das ganz gut hin.
Trotz allem.
Trotz allem?
(Nina:) Ich weiß, das klingt jetzt vielleicht total absurd
und du wirst es mir nicht glauben, aber ...
Komm, wer?
Sebastian.
Sarahs Vater.
Und hast du das jemals der Sarah erzählt?
Ich weiß, was wir machen.
Was ist mit euch? Kommt ihr mal?
* Türklingel *
Mama! - Deine Rosen gehören geschnitten.
Ja, wir mögen es ein bisschen wilder.
In einem angelegten Garten mit befestigten Rabatten.
Weißt du eigentlich, was wild bedeutet?
Sie weiß es nicht.
Bist du gekommen, um mich zu beleidigen? - Nein.
Aber wo ich schon mal hier bin. - Bitte.
Sie glauben, Isabela Martinez ist Ihre Freundin.
Aber sie hat mich triumphierend angerufen.
Sie hat Sie, ohne zu zögern, vor dem Bus geworfen.
* abfälliges Schnaufen *
Wissen Sie was?
Das ist mir gleichgültig.
Wir können auch über eine einvernehmliche Kündigung sprechen.
Sie können mich ganz einvernehmlich mal am Arsch lecken.
Der Schlüssel von eurem Haus,
der bei mir war.
Die Sarah hat den geklaut.
Nein. - Die war immer bei mir im Büro.
Es gibt keine plausiblere Erklärung. Bin auch enttäuscht.
Mama, meine Tochter lügt nicht.
Doris, meine Tochter lügt nicht. Deine schon.
* Seufzen * Pass auf, okay.
Ich glaube es nicht, aber ich werde fragen.
Sie hat keine Geheimnisse vor mir.
Was? - Nichts, nichts.
Ich lasse mir nichts über Geheimnisse sagen
von einer, die mir seit 40 Jahren nicht meinen Vater nennt.
Du sollst nicht über mein Leben urteilen.
Es ist aber nicht nur dein Leben davon betroffen.
Vielleicht könnten ja mehrere Männer dein Vater sein.
Es waren die wilden 80er Jahre.
Ich lebte auf einer griechischen Insel, arbeitete in einer Taverne.
Oh, bitte! - Es kommen drei Männer in Frage.
Du hast nie in einer Taverne gearbeitet
warst auch nie in Griechenland.
Du erzählst mir hier ein ABBA-Musical. - Okay, gut.
Woher kommt denn das plötzlich mit dem Vater?
Das ist doch nicht plötzlich. Das ist immer da.
Und dass du mir das nicht sagst, das verletzt mich.
Seit wann werden deine Befindlichkeiten
zu meinen Verbindlichkeiten?
Das verstehe ich nicht. - Was?
Ach komm, vergiss es einfach!
Mein Handy erinnert mich an einen Termin mit Adele Branco,
in zwei Stunden.
Die Schulsekretärin ist gestorben. - Das weiß ich.
Aber sie wohl nicht.
Dann hast du es vorher eingetragen. - Das wollen wir hoffen.
Steht da drin, worum es geht? - Mhm.
Es geht um ... Emily Wagenthein.
* rätselhafte Musik *
(flüstert:) Und abends kommt der Fuchs nach Hause
und sitzt am Tisch mit all seinen Geschwistern.
Filip, sie ist gerade eingeschlafen.
(flüstert:) Okay.
* gefühlvolle Gitarrenmelodie *
Ich würde dann.
Gut. Danke dir. - Was spielst du?
Nichts, was man so vorspielen kann.
Nur ein paar musikalische Gedanken. - Kann ich sie hören?
* ruhige Musik *
Hallo, Christiane. - Hi!
Wo ist deine Tochter? - Die ist zu Hause.
Die ... Emily ist gerade bei ihr.
Ich komme oft hierher.
Hier habe ich die besten Ideen. - Worüber?
Für mein neues Buch.
Und?
Worum geht's da?
Ach, das ... Das ist nicht etwas, was man so ... erzählen kann.
Das sind mehr so ein paar Gedanken.
* schnaufendes Kichern *
Und worum geht's? - Hm?
In dem Lied? - Das war instrumental.
Das hat keine Lyrics. - Aber trotzdem eine Geschichte.
Nicht?
Du bist noch da?
Ja.
Aber ich muss eh los.
Die Noella schläft.
Gut.
Ciao, Filip! Ciao.
Ciao.
Tschüss! - Tschüss!
(Lukas:) Egal, ob vorher oder nachher,
Olivier war die ganze Zeit über im Club.
Die längste Zeit, die er nicht im Bild ist, sind 22 Minuten.
Das reicht nie, um zum Haus der Haukes und wieder zurückzukommen.
Nachdem er kaum der Kopf eines ausgeklügelten Komplotts ist,
müssen wir ihn als Verdächtigen wohl endgültig ausschließen.
Ja.
Haben Sie was zu trinken?
Sie meinen sicher Wein. - Nein, aber jetzt, wo Sie's sagen.
Nenad?
Nenad!
Ja?
Haben wir noch einen Wein zu Hause?
Ich glaube, ja.
Die Frau Major hätte gerne einen. - Okay.
Wir haben sonst keinen anderen Ansatz.
Nicht, was die Forensik betrifft.
Es waren seine Fingerabdrücke, seine DNA ... - Moment!
Da steht, dass es im Staub
Spuren von Fingern in Gummihandschuhen gegeben hat.
Ich nehme an, von der Spurensicherung.
Aber das wissen die doch, das schreiben die doch da nicht rein.
Das stimmt.
Das bedeutet, dass noch eine weitere Person dort war.
Es gibt keine Einbruchspuren, also haben alle einen Schlüssel gehabt.
Woher hatte Olivier überhaupt den Schlüssel?
Von seiner Freundin, Sarah Hauke.
Sie sagt nein. - Sie lügt.
* Seufzen *
Dann fahre ich da jetzt noch einmal hin.
Ah, Entschuldigung.
Lukas, es ist Sonntag. Wir wollten ins Kino.
Ja. - Ach, Nenad hat recht.
Zu Sarah können wir morgen auch noch fahren. Gehen wir ins Kino.
* verspielte Musik * (nervös:) Mhm.
* entspannte Musik *
*
Oh! Hallo! - Hey!
Schön, dass ihr da seid.
Hi!
Hallo!
* Handy * Alles gut?
Ja, ja. Meine Mutter. Man sieht sich so oft und streitet trotzdem.
* Belegt-Zeichen *
* Seufzen *
Du siehst deine Mutter wenigstens hin und wieder.
Worüber gab es Streit? - Die Rosen waren nicht gestutzt.
Dann könnte man sich die Kleidung dran zerreißen.
Du nicht. Bei Miriam sind sie perfekt gestutzt.
Ich habe auch einen Gärtner.
Aber was komisch ist:
Adele Branco
hat sich im Kalender meiner Mutter einen Termin eingetragen.
Heute um 17 Uhr. - Für wen?
Für sich selbst.
Wollte mit ihr sprechen. - In einem Termin?
Pass auf. Ging um Emily Wagenthein.
Ist doch irgendwie seltsam, oder?
Das wird echt immer komischer.
* angespannte Musik *
*
* rätselhafte Gitarrenmelodie *
*
Ich könnte dir ewig zuhören.
Das geht nicht.
Entschuldigung. Ich wollte nicht ...
Ich weiß gar nicht, was ich wollte.
Aber keine peinliche Situation erstellen.
Das ist nicht peinlich.
Das ist gut.
Alles ist gut.
Sehr gut.
Es geht nur nicht. - Ich weiß. Tut mir leid.
Du liebst deine Frau? - Nein.
Du bist 18. Du bist zu jung für mich.
Sollte das nicht mein Problem sein?
Deins sollte sein, dass ich zu alt bin.
Meins ist, dass du zu jung bist. - Du bist nicht alt.
Ich bin auf jeden Fall zu alt für mich.
Das tut mir leid.
* Kichern *
Wer ist Toto?
Ach, keine Ahnung, das ...
Das war ein Versehen.
* sentimentale Musik * Mhm.
Hm, na gut.
Schau, ich habe früher nie irgendwo dazugehört.
In der Klasse habe ich mich sogar vor den anderen Burschen gefürchtet.
Mein einziger Freund war meine Gitarre.
Und da hat meine Mama mir ein Superheldenkostüm genäht.
Was heißt eines?
Viele. Ich bin ja älter geworden.
Und sie hat gesagt, wenn du das trägst,
bist du furchtlos, groß und stark.
Hat es funktioniert?
Ah ... nein. Nein.
Sicher, dass du nichts brauchst? - Ja, im Moment geht's noch.
Hier seid ihr!
Wieso geht ihr denn nicht ran?
Ich habe nicht gesehen, dass du angerufen hast.
Ja, mehrfach.
Ihr glaubt nicht, was heute passiert ist.
Die Leiterhofer, die ist ja normal sonntags nie im Verlag.
Wirklich nie, ja?
Heute war sie da.
Du, Inès.
Es wäre ganz schön, wenn wir uns mal nur zu dritt treffen würden.
Also, ohne dich.
Das ist ein Scherz. - Nein.
Und warum?
Es passt gerade nicht anders.
Inès, ich ... - Nee, ich habe schon verstanden.
Passt gerade nicht anders ...
Was war das denn jetzt?
Sie lässt ihren Sohn im Stich.
Der hat das größte Problem seines Lebens.
Und dann labert sie uns mit ihm beruflichen Mist voll?
Aber trotzdem ... - Ist doch scheiße!
* düstere Musik *
Du bist schon da?
Inès?
Wo willst du denn hin?
Inès?
Ist alles okay.
Geht's dir nicht ...
* lautes Brüllen *
Was ist mit dir?
Inès, was ist mit dir?
* tiefes Schnaufen * Seit wann geht das schon so?
Wie lange treffen die sich schon ohne mich?
Was?
Wann haben die das beschlossen?
Wann haben die überhaupt beschlossen ...
Was ist denn passiert?
Wirst du mich auch verlassen? - Was?
Wie kommst du jetzt darauf? - Sag!
Inès! - Sag's!
Inès!
Was ist los?
Egal, ob du reden willst oder nicht.
Ich bin hier für dich.
Ich bin da.
* stöhnendes Ausatmen *
* Musik: "Shadow" von Sophia Antonia *
♪ Little ripple
♪ growing wide.
♪ Seven flowers
♪ bloom at night.
♪ Rustling between the trees,
♪ searching for light.
♪ Where once the beast would roam
♪ and bite.
Gibst du mir noch was?
Die Emily fehlt.
Wir müssen ein bisschen klettern.
♪ Is there reason you still believe in ...
Kannst du dich daran erinnern?
Ja.
* Jubeln *
Das ist da in der Klamm, oder?
Ja.
Ja, wir waren da auch immer.
Wie? Wirklich? - Ja.
War unser Ort.
Ich weiß, was wir machen.
Was ist mit euch?
Kommt ihr mal?
* gefühlvolle Klaviermusik * * Vogelgezwitscher *
* tiefes Ausatmen *
* Schritte nähern sich. *
Guten Morgen, Cherie!
Bonjour!
Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal draußen geschlafen habe.
Kaffee?
Danke schön!
Ich habe den Schlüssel versteckt für Olivier.
Der hat ja manchmal nicht gewusst, wohin.
Ich wollte halt keinen Junkie in der WG haben.
Ich nehme an, Ihnen war klar, dass er sich dort mit Emily trifft.
Ich habe nicht gewusst, dass er das noch,
also, dass die beiden noch immer in unser Haus kommen.
Gut, nach dem Schäferstündchen haben Sie den Schlüssel
wieder ins Versteck gelegt?
Sie machen mich wahnsinnig. "Schäferstündchen."
Sind Sie bereits als 80-Jähriger geboren worden?
Nachdem er ihr
beigewohnt hat.
Ahm, ich weiß nicht, wie oft die beiden bei mir waren.
Aber beim letzten Mal war der Schlüssel nicht mehr da.
Dann fragen wir ihn einfach. - Wenn wir wüssten, wo er ist.
Herr Lemarchal?
* Schritte nähern sich langsam. *
Ich bin wirklich enttäuscht. - Wie, von mir?
Sarah hat Olivier einen Schlüssel von unserem Haus gegeben,
damit er hier Zeit mit der Emily verbringen kann.
Das ist nicht dein Ernst. - Doch.
Wir sind kein Stundenhotel. Das hätten wir nie erlaubt.
Das weiß sie. Deswegen hat sie es uns auch nicht gesagt.
Jetzt bleibt sie in Ninas und Emilys WG und will uns nicht sehen.
Sie ist jetzt sauer auf uns?
Weil wir nicht glauben, dass es Olivier nicht gewesen ist.
Sie hat ihm den Schlüssel gegeben, damit er hier ficken kann? - Ja!
Oh!
Echt? - Ja. Wir haben es sogar auf Video.
Sie waren die ganze Zeit in diesem Club.
Ich glaube Ihnen, dass Sie sich an den Abend nicht erinnern.
Aber nicht, dass Sie sich an den ganzen Tag nicht erinnern können.
Ich habe mich mit Emily dort getroffen.
Sie hat sich in meiner WG nicht wohl gefühlt.
Nina wollte nicht, dass wir zu ihr gehen zum ...
... Schäferstündchen?
Non. Pour baiser.
(Major:) Um zu ...
Also ... Schäferstündchen.
Wir waren zum ersten Mal seit langem dort.
* nachdenkliche Musik *
Ich verstehe es nicht.
Warum hat sie mir nicht gesagt, dass sie schwanger war?
Ich habe dich nicht verdient.
Das stimmt.
Und auch ein Vollidiot kann mal Glück haben.
Als Vollidiot hättest du es nicht aufs Sophianum geschafft.
Dafür braucht man lauter Einsen.
Was?
Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass ich lauter Einser hatte.
Ich will nicht weiter darüber diskutieren.
Ich bin die Staatsanwältin
und möchte an den Computer von Adele Branco.
Was will die Staatsanwaltschaft damit?
Wir untersuchen alle ungeklärten Todesfälle.
Frau Branco ist an Krebs gestorben.
Den Tod von Emily Wagenthein. Also, darf ich?
Oder soll ich ihn beschlagnahmen? - Nein. Bitte!
Frau Senekowitsch, warten Sie bitte draußen.
* angespannte Klänge *
(Hiermit schwören wir,
dass wir unsere Kinder niemals ins Sophianum geben werden.)
* Schniefen *
Inès?
Sie haben gesagt, dass Sie mich nicht mehr dabeihaben möchten.
Ohne Vorwarnung. Ohne Begründung. Nichts.
Alle?
Ja. Also ...
Gesagt hat es die Christiane, aber es waren ja alle da. - Hm.
Warum sagen sie nicht einfach, was los ist? Einfach Klartext.
Inès, ich bin für dich da.
Okay. Merci.
Hey!
Inès, wir entgleiten uns.
Bitte nicht jetzt.
Wir müssen endlich über ihn reden.
* rätselhafte Musik *
Inès, was hast du getan?
Can't find what you're looking for?
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