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Original subtitles

Fushi traf seine wiedererweckten Gefährten aus alten Tagen wieder.

Und dann …

Ihr seid im Geiste alle verbunden,

deshalb seid ihr doch alle zusammengekommen!

Aoki! Mizuha ist verschwunden.

Seit vorgestern ist sie verschollen.

Mizuha

Ist er verschwunden …?

Hanna!

Endlich haben wir dich gefunden!

Was ist denn passiert, Chefin?

Ach, nichts.

Wir helfen dir bei der Suche nach Mizuha!

Die Lehrer ĂĽbernehmen die Innenstadt.

Dann lasst uns uns aufteilen und das Gebiet absuchen.

Hier habe ich sie vorgestern doch gesehen.

Da ist sie in diese Richtung gelaufen.

Wo wollte sie nur hin?

Autsch …

Juhu! Jetzt kriege ich auch so eine coole Narbe wie Kai!

Was treibst du da, Yūki?

Fushi! Was machst du hier?

Ich habe mehreren Quellen von Schmerz vernommen

und eine davon warst du.

Das kannst du? Wahnsinn!

Kazumitsu und Aiko machen sich Sorgen um dich.

Komm mit nach Hause.

Warte doch! Mizuha ist verschwunden, deshalb suche ich sie.

Mizuha?

Sie hatte sich doch den FuĂź verstaucht.

Durch den Schmerz könnte ich sie aufspüren.

Echt jetzt?! Du bist ein Held!

Ich schau, dass alles in Ordnung ist, und schicke sie heim, okay?

Dann mal los!

Mizuha!

Mizuha!

Bestimmt ging ihr das nicht mehr aus dem Kopf.

Ich hoffe, ich habe sie nicht auf ungute Gedanken gebracht …

Hanna!

Der Konrektor hat mir alles erzählt! Du erkältest dich noch!

Steig ein, wir suchen sie mit dem Auto.

Ist gut.

Bist du sicher?

Vielleicht solltest du lieber nach Hause gehen.

Es geht schon.

Ich habe echt Angst, dass was passiert sein könnte.

Wer ist da …?

Autschili …

Ich komme mit Stöckelschuhen einfach nicht klar.

Wer bist du?! Was willst du?

Ach, entschuldige, ich bin Po…

Ähm, ich bin Yūkis große Schwester.

Nein, seine Cousine. MĂĽtterlicherseits.

Ach ja? Und was machst du hier?

Er hat mich gebeten, dir zu helfen.

Sie alle sorgen sich um dich.

Komm, hauen wir ab.

Mizuha!

Eine Freundin?

Sag doch Bescheid, dann hätte ich Tee gemacht.

Opa … Das passt schon. Wir wollten eh gehen.

Ach, hier wohnt also dein Opa.

Übernimm dich nicht, hörst du?

Wenn du’s zu Hause nicht aushältst, kannst du immer herkommen.

Okay, danke.

Dann mal auf, auf!

Mizuha!

Mizuha! Ich hab mir krasse Sorgen gemacht!

Bist du auch nicht verletzt?

Entschuldigt, Leute. Mir geht es gut.

Ich bin ja so froh, dass nichts passiert ist.

Ja. Entschuldige.

Sag bloĂź, du bist es, Fushi?

Mizuha! Was hast du nur getrieben?

Wo hast du gesteckt?

Bei Opa.

Er hat dich einfach mitgeschleppt!

Unfassbar! Das ist KindesentfĂĽhrung! Ich ruf die Polizei!

Nein, warte!

Das ging auf meine Kappe.

Du wolltest ihn so sehr sehen, dass du sogar geschwänzt hast?

Habe ich dich irgendwie verletzt …?

Nein, das ist alles meine Schuld.

Als ich ihn neulich wiedersah, habe ich nur solche Sehnsucht bekommen.

Er hat dir doch nichts angetan oder war böse zu dir, oder?

Nein, hat er nicht. Er hat mir nur Geschichten vorgelesen.

Geschichten …?

Keine Ahnung, wie viel du davon gemerkt hast,

aber wir haben kein gutes Verhältnis.

Das weiß ich …

Dann weiĂźt du sicher, wie traurig mich so was macht!

Ja …

Tut mir leid.

Solange es nicht noch mal passiert.

Vielen Dank allerseits. Ich werde mich noch erkenntlich zeigen.

Es ist schön, zum Schluss zu sehen, dass Mizuha so gute Freunde hat.

„Zum Schluss“?

Ich werde umziehen …

Was?!

Sieh nur, das ist unser neues Zuhause.

Ich finde, diese Vorhänge würden perfekt zum Boden passen. Was meinst du?

Ja, sieht doch gut aus.

Halt kurz still, Mizuha. Unser Monatsfoto.

Wenn du nicht mehr da bist, …

werde ich definitiv weinen!

Hanna …

Wenn dir was auf dem Herzen liegt, sprich mit mir.

Ich bin immer für dich da, hörst du?

Ich …

will hier bleiben.

Hey, weiĂźt du schon das Neuste?

Mizuha aus der A ist tatsächlich von zu Hause weggerannt!

Ja, hab ich gehört. Echt übel.

Handzahme Mädels wie sie sind die Schlimmsten.

Neulich hab ich gesehen, wie sie mit einem Ausländer gesprochen hat.

Dein Ernst?

Mizuha, kommst du mit in den Club?

Ja, Sekunde.

Das ist doch der Federschmuck, den ich gebastelt habe!

Wusste ich’s doch. Sorry.

Hab ich im Clubraum gefunden und einfach mitgenommen.

Ist schon gut. Ich habe ihn ja fĂĽr dich gemacht.

Dachte ich mir.

Ist dein FuĂź wieder heil?

Japp! Ich bin wieder topfit!

Hey, übertreib’s doch nicht gleich.

Mann, diese Säcke!

Wir sind weder der Freak-Club noch der Okkultismus-Club!

Sondern der Kreativ-Club.

Wie geht’s mit dem Umzug voran?

Noch gar nicht.

Verstehe. Dann sag deiner Mutter doch noch mal ganz offen, dass du hierbleiben willst.

Einen wunderschönen guten Morgen, Mädels!

Erschreck mich doch nicht so, Yūki. Und es ist nicht mehr Morgen.

Recht hast du. Mein Fehler.

Ich glaube fest dran, dass es klappen wird.

Ja.

Mizuha, die Strickjacke und das Kleid können in die Reinigung, oder?

Ja, danke, Mama.

Hör mal, Mama …

Verzeih mir, Mizuha …

Ich hätte als Mutter besser über deine Beweggründe wegzulaufen nachdenken sollen.

Am schwierigsten ist fĂĽr mich, dass eine emotionale Kluft zwischen uns entsteht.

Deshalb lassen wir das mit dem Umzug.

Danke, Mama.

Das freut mich.

Mama, hast du mein Feder-Zopfgummi gesehen?

Nein. Hast du alles abgesucht?

In der Wäsche war es auch nicht. Seltsam.

Ich hatte es doch aufs Waschbecken gelegt.

Na in dem Fall …

Streck die Hand aus.

Was ist das …?

Das habe ich schon seit der Grundschule. Es bedeutet mir sehr viel.

Ich hatte gehofft, dass ein süßes Mädchen wie du es mal trägt, …

und daher immer gut drauf acht gegeben.

Bist du dir sicher?

Was, wenn ich es verliere?

Ach wo. Komm, dreh dich um.

Ich wusste es!

Steht dir prima!

Du bist mein Ein und Alles.

Es tut mir so leid!

Da habe ich echt dein Zopfgummi verloren …

Ist doch nicht schlimm.

Klar, der Partnerlook war cool,

aber im Endeffekt ändert es ja nichts an unserer Beziehung.

Hanna …

Letztlich war es sogar besser so.

Jetzt weiĂźt du immerhin, wie viel du deiner Mutter bedeutest.

Das steht dir echt toll.

Findest du?

Und umziehen musst du auch nicht mehr.

Ja!

Vielleicht erlaubt sie ja sogar, dass du mal mit mir rumhängst.

Was meinst du?

Lass uns am Wochenende doch am Bahnhof shoppen gehen.

Ich brauche einen Handspiegel.

Ich frag Mama mal!

Wow, die sind alle so hĂĽbsch!

Okay, der hier soll’s sein!

Vielen Dank fĂĽr den Einkauf!

Das steht Ihnen echt prima.

Sie hat dich gelobt!

Oh, der ist aber niedlich!

Was davon?

Den kauf ich mir.

Ja, das ist genau dein Style.

Ja …

Oh, lass uns diese Haarspangen doch aufteilen.

Gute Idee!

Sag mal, kennst du den CrĂŞpe-Laden im 2. Stock?

Noch nicht.

Wollen wir hin?

Zwei waren dann doch zu viel des Guten …

Bestimmt wird Mama mich ausschimpfen.

Du VielfraĂź.

Ich bin halt im Wachstum.

Ist es nicht schön friedlich gerade?

W-Warum weinst du denn?

Schon gut.

L-Lass uns mal wieder herkommen.

Ich bin wieder da.

Da bist du ja! Hattest du einen schönen Tag, Mizuha?

Ja, hatte ich.

Mizuha …?

Die meisten in meinem Umfeld halten mich fĂĽr perfekt

und denken, ich hätte alles.

Ich sehe das ebenfalls so.

In allem, was ich tue,

werde ich schneller als alle anderen gut.

Auch in der Schule hatte ich nie Probleme.

Und im Sport habe ich stets Bewunderung erfahren.

Dann stehst du in der Mitte, Mizuha.

Warum immer nur sie?

Das ist doch ganz einfach. Das kriegt jeder hin.

Warum kriegen die das nicht hin?

Ich hielt mich fĂĽr perfekt,

doch in der Mittelschule merkte ich, dass ich einiges nicht hatte.

Wow, du bist echt gut, Mizuha!

Voll gut!

Erstens: perfekte Freunde.

Willst du mit mir gehen?

Tut mir leid.

Ich verachtete alle, die schlechter als ich waren.

Ich sah keinen Sinn darin, mich mit Leuten abzugeben, die ich nicht respektierte.

Zweitens: eine perfekte Mutter.

Mama hatte mich schon immer alles Mögliche lernen lassen.

So schlimm fand ich das jedoch nicht, weil ich ja in allem aufblĂĽhte.

Sieh nur, Mama! Eine Trophäe!

Mizuha, du gibst meinem Leben einen Sinn.

Ich war für sie nur eine Trophäe.

Drittens: Genug Zeit, um Mama zufriedenzustellen.

Unendlich Zeit, ewige Jugend.

Es war egal, was ich alles erreichte, …

irgendwann würde auch ich hässliche Falten im Augenwinkeln haben.

In jungen Jahren war ich perfekt,

doch später würde ich nichts Besonderes sein.

Hach, kein Bock mehr zu leben …

Irgendwann begann ich,

davon zu träumen, mein Leben zu beenden, bevor ich erwachsen würde.

Ich wusste, dass ich eine miese Persönlichkeit hatte.

Aber ich hatte nicht vor, das zu ändern.

Ich hoffte einfach, dass mich eines Tages jemand anderes ändern würde.

Sieh dich lieber vor ihr vor, Hanna.

Sie ist nämlich die übelste Schlampe.

Dass ich nicht lache. Als ob sie Zeit für den Mist hätte.

Es war alles gut. Ich hatte Leute, die mich akzeptierten.

Ganz gleich, wie sehr mich die anderen hassten.

Wenn ich sterbe, wĂĽrdest du dann um mich weinen?

Ich dachte, sie wĂĽrde mir nicht viel bedeuten.

Doch als sie nicht sofort antwortete,

spĂĽrte ich einen Stich in meinem Herzen.

Damit solltest du nicht einfach rumlaufen.

Als Erwachsene wĂĽrde ich noch weniger frei als jetzt sein.

Arbeit, Familie, Verpflichtungen, mein Selbstwertgefühl …

Bestimmt wĂĽrde ich noch vor meinem 18. Geburtstag sterben.

Nächsten Monat. Triff also alle Vorbereitungen.

Ich rede vom Umzug.

Ich habe deinem Opa doch so oft gesagt, er solle keine Briefe schicken!

WĂĽrde ich es bereuen?

Irgendwas Irrationales regte sich noch in mir.

Ich hatte offen gestanden keine Ahnung, was Mama durch den Kopf ging.

War ich fĂĽr sie etwa nicht perfekt?

So beschloss ich, zu rebellieren …

und etwas SpaĂź zu haben.

Mizuha! Was machst du denn hier?

WeiĂź deine Mutter Bescheid?

J-Ja.

Verstehe.

Dann hat sie die Sache also akzeptiert.

Ich kann die Wächter-Sache also dir überlassen.

Hä? Wovon sprichst du? Was für Wächter?

Unsere Familie agiert seit jeher als eine Art Religion.

In dieser Bruchbude …?

Bestimmt fragst du dich, wo unsere Anhänger stecken.

Wenn man öffentlich auftritt, zieht man ungute Gestalten an,

deshalb betreiben wir keine Missionsarbeit.

Und du wirst dann das 18. Oberhaupt sein.

Deine Mutter war immer dagegen.

Deshalb der Bruch zwischen uns.

Entschuldige, Opa, ich habe gelogen. Mama weiĂź nicht, dass ich hier bin.

Bestimmt sucht sie gerade verzweifelt nach mir.

Warum grinst du so?

Komm, erzähl mir mehr davon!

Was beschützen diese Wächter denn?

Ein unsterbliches Ungeheuer.

Im Arbeitszimmer befinden sich Aufzeichnungen,

lies die doch selbst.

Hayase, meine Vorfahrin, soll sich als erste

dem Schutz dieses Monsters angenommen haben.

Dieses belebte Menschen wieder, machte sie zu seinen Kameraden …

und rettete die Hauptstadt Lenril

vor den in den Mythen beschriebenen Klopfern.

Und dieses Monster war Fushi, …

eine Legende durch und durch.

Große Neuigkeiten! Ich hab ’nen Beast Boy aufgelesen!

Na klar! Er ist Teil der Familie!

Mein Opa und meine Schwester lieben Fushi!

Sie alle sorgen sich um dich.

Der Raum hatte nur ein kleines Fenster,

durch das kein Mensch passte.

Aus einem kleinen Trotzanfall wurde eine groĂźe Erkenntnis.

Jetzt wusste ich, was mir fehlte – was ich wirklich brauchte.

Statt das zu beweinen, was ich nicht hatte, …

sollte ich mir lieber das Wesen aneignen, das ĂĽber allem stand.

So wĂĽrde ich zum ersten Mal vollkommen sein.

Ich …

wollte diesen Jungen …

ĂĽber alles.

Schon seltsam.

Ich fĂĽhle mich so glĂĽcklich wie nie zuvor.

Geht es allen so?

Wenn man ein höheres Ziel hat,

kommen einem die anderen Sorgen plötzlich so unwichtig vor.

Meine Haarspange steht dir wirklich hervorragend.

So schlimm ist meine unvollkommene Mutter gar nicht.

Mizuha!

Die Haarspange steht dir!

Findest du? Sie ist Mamas Ein und Alles.

E-Echt sĂĽĂź!

Sehr schön.

Auch meine unvollkommenen Freunde sind gar nicht ĂĽbel.

Ebenso wie diese vergänglichen Momente ohne konkreten Zweck.

Was mir fehle, mache ich eben selbst.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Wie sehr vermag ich wohl, mein Leben mit eigenen Händen …

zu vervollkommnen?

Dann mach’s gut, Mizuha.

Bis dann.

Nanu?

Ich bin wieder zu Hause?

Bin ich etwa im Gang eingeschlafen?

Papa?

Bist du’s, Mizuha? Ich muss über Nacht bleiben, also esst ohne mich.

Ist gut. Verheilen die Beine von Tantchen gut?

Ja, gerade schläft sie ganz friedlich.

GrĂĽĂź Mama von mir.

Mach ich. Bis dann.

Mama? Papa muss ĂĽber Nacht bleiben.

Wa…?!

Mama!

Mama!

M-Mama …?

Was ist nur passiert? Mama …

Und wieso laufe ich weg …?

Ich erinnere mich an nichts …

Papa …

Ich muss Papa anrufen …

Was geht denn mit der?

Ach du ScheiĂźe!

Ihr nach!

Soll ich filmen?

Mensch, lass das doch.

Habe ich sie umgebracht?

Hilfe … So hilf mir doch jemand!

Warum hast du denn nicht mit deinen geliebten Freunden drĂĽber geredet?

Bevor es dazu kam.

Kann ich irgendwas fĂĽr dich tun?

Bitte werde …

mein Freund.

Ăśbersetzung: Ruben Grest

Spotting: Peter Schirrmeister

Revision & Typesetting: Michael Gohl

Qualitätskontrolle: Jörg Bauer

Projektleitung: Tobias Philippi

Vorschau

Inmitten des geradezu langweiligen Friedens …

nahm das Mädchen seiner Mutter das Leben.

Ungeachtet der Zweifel ihrer Mitmenschen …

kamen sich Mizuha und Fushi näher und näher.

Und dann kam es …

zu einem bizarren Vorfall.

Die Verlorenen

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