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Zulu
.
(Spannungsvolle Musik)
(Dynamische Musik)
(Die Musik endet.)
(Unheimliche Musik)
(Freizeichen)
(Polizist:) "Polizeinotruf Ludwigshafen, wo sind Sie?"
(leise:) "Gereonstraße 17A, im ersten Stock, Kanzlei Prinz."
(Polizist:) "Wer ist da?" - "Patrizia Prinz."
(Polizist:) "Gut, verstanden. Was ist passiert?"
(Patricia:) "Ich weiß es nicht. Ein Einbruch an meiner Kanzlei."
"Mein Mann liegt da und ist verletzt. Er ist angeschossen worden."
(Polizist:) "Sind die Täter noch in den Räumlichkeiten?"
"Das weiß ich nicht. Was soll ich denn jetzt machen?"
(Funk:) "An alle Einheiten: Einbruch mit Schusswaffengebrauch."
"Eine Person verletzt. Eine weitere unverletzt."
"In der Gereonstraße 17A. Wer ist in der Nähe?"
Odenthal, Kripo Ludwigshafen. Ich bin in der Nähe.
Ich kann in einer Minute da sein.
(Angespannte Musik)
(Funk:) "Es ist unklar, ob der oder die Täter noch im Gebäude sind."
Okay, verstanden. (Spannungsvolle Musik)
(Wabernde, eindringliche Musik)
(Schrille Klänge)
(Hallendes Klackern)
(Die Tür schließt.)
(leise:) Kripo Ludwigshafen, Odenthal. Sind Sie verletzt?
(keuchend:) Jasper liegt da drinnen in meinem Büro.
Ist noch jemand hier?
(leise:) Ich glaube ja. Ich war ja sofort hier.
Sie bleiben hier.
(sehr leise:) Okay?
(Spannungsvolle Musik)
(Türquietschen)
(Angespannte Musik)
(Schrille Klänge)
(Knarren)
(Poltern)
(laut:) Waffe weg sofort, Polizei! Runter auf den Boden!
Runter auf den Boden! - Ich bin Kollegin. Odenthal, KL.
Keine Bewegung! - Bescheuert, ich hab den Ausweis ...
(off:) Die Situation war schwer einzuschätzen.
Die Kollegen waren extrem angespannt und unerfahren.
(leise:) Okay.
Als ich wieder in den Hinterhof sehen konnte,
war der mögliche Täter verschwunden.
(Angespannte Musik)
Sie haben zugelassen, dass Frau Prinz den Tatort verlassen
und mit dem Opfer ins Krankenhaus fahren kann.
Es war klar, dass Jasper Ünel um sein Leben kämpft.
Es ging um jede Minute.
Frau Prinz daran zu hindern, mit dem Mann ins Krankenhaus zu fahren,
wäre inhuman und rücksichtslos gewesen.
Mhm.
Mhm.
Ihre Einschätzung in allen Ehren, aber ...
ermittlungstaktisch hatte der junge Kollege doch sicherlich recht.
Frau Prinz war in dem Moment die einzige Zeugin.
Deshalb bin ich ja zeitnah ins Krankenhaus gefahren,
um sie zu befragen.
Das war dann auch sicher die richtige Entscheidung.
Ich kam so um 23 Uhr am Tatort an.
Lena war ziemlich aufgebracht wegen der Rambo-Kollegen.
Rambo-Kollegen, ist das Ihre Wortwahl oder die von Frau Odenthal?
Weiß ich nicht.
(Rascheln)
Gab es aus Ihrer Sicht in der Anwaltskanzlei
irgendwelche Hinweise auf einen geplanten Mordanschlag?
Das sah nicht sonderlich professionell aus.
Das Fenster war von außen eingeschlagen,
Akten und Unterlagen aus den Schränken gerissen.
Aber ... Also, was genau gefehlt hat,
konnte ich ohne Mithilfe von Frau Prinz nicht feststellen.
(Spannungsvolle Musik)
(Kameraklicken, fernes Hupen)
(Die Musik verklingt, Stimmengewirr.)
Darf ich?
(Türschlagen, Poltern)
Haben Sie schon was gehört?
Kann ich Ihnen ein paar Fragen stellen?
Ich hab niemanden gesehen.
Ich bin die Treppen hoch und dann ...
hab ich den Schuss gehört und ...
Ich hab niemanden gesehen.
(leise:) Wir haben uns gestritten.
(weinend:) Wir haben uns ganz ...
furchtbar gestritten und ich hab ihn beschimpft.
(Gleichmäßiges Klackern, Schlüsselklirren)
(Piepsen)
Du bist so ein selbstgefälliges Arschloch, weißt du das?
Wo wärst du denn ohne mich? Sag mir das!
Halt doch bitte einfach mal den Mund.
Merkst du nicht, wie erbärmlich du bist?
Ach so, der kleine Macho will die Wahrheit nicht hören.
Kannst dir nicht anders helfen, als mir den Mund zu verbieten.
Ist das deine Vorstellung von Beziehung?
Du willst wissen, was meine Vorstellung von Beziehung ist?
Ja. - Dass man nicht permanent mit neurotischem Wahn terrorisiert wird.
Dieses hygienisch, pünktlich, sauber, alles muss nach Kohle aussehen,
jeder beschissene Stift, jede Tasche, jeder Schuh, das kotzt mich an.
Das kotzt mich so an!
Hast aber ganz gut gelebt.
Von meinem Geld, oder nicht?
Ich ruf mir ein Taxi.
Ach so, darüber will der Herr Dozent jetzt nicht sprechen, ja?
Spar dir dein Getobe für deinen Job.
(Fernes Hupen)
Ich glaub, ich hab mein Handy oben gelassen.
(Nachdenkliche Musik)
(Türschlagen)
(Schuss)
(Angespannt-unheilvolle Musik)
(Erschrecktes Luftholen, unheilvolle Musik)
(Drängende Musik, angstvolles Keuchen)
(atemlos:) Nein!
(Keuchen, panische Laute)
Und dann hab ich den Notruf gerufen.
Ja, Ihren Ermittlungsunterlagen entnehme ich,
dass ... etwa zeitgleich ein anderes Verbrechen begangen wurde.
Marie Polat, 32 Jahre.
(Dröhnen, Rattern)
(Angespannte Musik)
(Spannungsvolle Musik)
(mehrere:) 'N Abend. - Guten Abend.
(Spannungsvolle, monotone Musik)
(Schrille Klänge)
(Die Musik wird ruhiger.)
Sie ist in derselben Nacht in das Callcenter Quick Check eingedrungen
und hat alle Daten vom Computer ihres ehemaligen Chefs gelöscht.
Davon haben wir aber erst am nächsten Tag erfahren.
Ja, und wenige Stunden später wurde der Chef dieses Callcenters
von Ihnen, Frau Odenthal, niedergeschossen.
Richtig?
Deswegen sitzen wir hier, Frau Odenthal.
Ist mir klar, Herr Breising.
(Angespannte Musik)
Sie haben also erst später festgestellt,
dass der Laptop von dem Einbrecher mitgenommen wurde?
Ja, am nächsten Morgen.
Da konnten wir dann auch klären,
was es mit der Waffenbesitzkarte von Frau Prinz auf sich hat.
(Kameraklicken)
Die KTU hat eine Patronenhülse gefunden und analysiert.
Die Waffe, mit der Jasper Ünel erschossen wurde,
hat das gleiche Kaliber wie die Waffe,
für die Frau Prinz einen Waffenschein besitzt.
Sie wussten zu diesem Zeitpunkt,
dass Jasper Ünel seinen Verletzungen erlegen war?
Wir haben die Nachricht noch in der Nacht bekommen.
Wir mussten genau überlegen, wie und wann wir Frau Prinz
mit weiteren Fragen konfrontieren können.
(Fernes Telefonklingeln)
Ah.
Ja, da haben wir ja schon die ersten Aussagen Ihrer Kollegin Stern.
Ah, wissen Sie was?
Bleiben Sie doch noch ein Momentchen hier.
Es wird sicherlich extrem lehrreich für Sie.
Wir haben ja nicht oft so hochkarätige Ermittlerinnen zu Gast
wie Kriminalhauptkommissarin Odenthal.
(Er summt.)
Ja ...
Das war aber gar nicht die erste Herausforderung des Tages.
Stimmt's?
Die ... Besetzung der Assistentenstelle?
Was hat das hiermit zu tun?
Muss ich Ihnen das wirklich erklären, Frau ... Frau Odenthal?
Jedes noch so kleine Detail kann eine Rolle spielen.
Das ist doch anerkannte Grundlage polizeilicher Ermittlungsarbeit.
Das ist mir echt zu blöd jetzt.
Wir können gerne die Ermittlungsschritte durchgehen,
aber der Rest ist Zeitverschwendung.
Frau Kriminalhauptkommissarin ...
Sie sind gar nicht in der Position, irgendwelche Forderungen zu stellen.
Es geht hier um den Einsatz Ihrer Dienstwaffe.
Und um die Frage: War der Einsatz gerechtfertigt?
Oder haben Sie, weil Sie den ganzen Tag gereizt waren, überreagiert?
Und deswegen geschossen?
(Leise, unheilvolle Musik)
Das ist keine Banalität, Frau Odenthal.
Die Frage, die hier im Raum steht,
wird auch die Staatsanwaltschaft interessieren.
Da sollten wir von der Internen
doch jedes Detail vorher genau kennen und abklopfen.
Damit wir in der offiziellen Er- mittlung keine Überraschung erleben.
Meinen Sie nicht?
(Angespannte Musik)
Ihre Kollegin, Kriminalhaupt- kommissarin Stern, hat ausgesagt,
dass Sie, Frau Odenthal, den ganzen Morgen extrem gereizt waren.
Sie vermutet, dass sich da bei Ihnen etwas aufgestaut hat.
Ach ja?
Ja ... Jeder hat mal einen schlechten Tag.
Und die Kollegin hat da auch überhaupt keinen Vorwurf formuliert.
Also, noch mal zurück.
Wie fing der Arbeitstag bei Ihnen an?
(Leise Gespräche)
Morgen.
Hallo. - Morgen.
(mehrere:) Hallo. - Morgen.
(Türschlagen) Was ist denn hier los?
Alles Bewerbungen für die Assistenz.
Die Nachfolge von Frau Keller? Schon vergessen?
Ist das heute?
Und wo ist der Typ von der Personalabteilung?
Der ist krank. Er bittet uns, die erste Runde alleine zu machen.
"Wir sind sehr stolz darauf, Ihnen einen möglichst großen
und diversen Kreis von Bewerbenden präsentieren zu können."
"Formulare sind im Anhang." - Okay.
Die druck ich jetzt mal aus.
So.
Bitte einmal ausfüllen.
Immer zwei Zettel.
Danke. - Ah ...
sind Sie so nett und verteilen die? - Klar, mach ich.
Okay, alles klar.
Guten Morgen, Frau Berger.
Wir haben fünf nach acht. Wann fängt Ihre Schicht an, Frau Berger?
Darf ich?
Es ist das dritte Mal, dass ich Sie darauf hinweisen muss,
dass Sie nicht pünktlich an Ihrem Arbeitsplatz sind.
Fünf Minuten. Ich bin fünf Minuten zu spät.
Und wenn Sie mich jetzt noch weiter aufhalten, komme ich noch später.
Das nächste Mal erhalten Sie eine Abmahnung, Frau Berger. Verstanden?
(Stimmengewirr im Hintergrund)
Morgen kommen Sie zehn Minuten früher, klar?
(Er seufzt.)
(off:) Die kompletten Daten, die privaten wie die beruflichen,
wurden von Herrn Sieverts Computer gelöscht?
Alles komplett gelöscht.
Von ... Frau Polat?
Richtig?
Warum, glauben Sie, hat sie das getan?
Es gab immer wieder Konflikte zwischen Marie Polat
und dem Manager des Callcenters.
Bis sie fristlos gekündigt wurde.
Wollte sie sich rächen?
Nach jetzigem Kenntnisstand wollte Polat Beweise vernichten,
die vor dem Arbeitsgericht hätten gegen sie verwendet werden können.
(Unbehagliche Musik, Vogelzwitschern)
(Stimmengewirr, Lachen)
Hallo, mein Schatz. Ah!
(Innig-angestrengter Laut)
Hast du schön gespielt? - Ja.
Warum machst du das?
Du lässt Luca stundenlang alleine hier draußen.
Da kann ihm alles Mögliche passieren. - Das geht dich einen Scheißdreck an.
Das ist nicht deine Woche, also hau ab.
Mann, Marc, der Junge kann doch nichts dafür.
Du miese Schlampe hast ein Kontaktverbot gegen mich erwirkt.
Und jetzt kommst du her? Willst du mich verarschen, oder was?
Ich mach dich fertig. Du siehst deinen Sohn nie wieder.
Dann schlag doch zu. Kannst du doch so gut.
(Ernste Musik, er lacht.)
Das hättest du gerne. Den Gefallen tu ich dir nicht.
Jeden Morgen ist er hier alleine. Und was machst du?
Du schickst ihn raus und schläfst deinen Scheißrausch aus, ja?
Hau ab!
(verkniffen:) Leck mich.
Marie stand unter extremem Druck.
In einem anderen Verfahren kämpft sie ums Sorgerecht für ihren Sohn.
Und sie hatte wahnsinnige Angst,
dass sie dieses Sorgerecht für ihren Sohn verliert,
wenn die fristlose Kündigung bestätigt wird.
Und, ähm ...
Warum erwähnen Sie den Konflikt zwischen Luisa Berger
und dem Manager des Callcenters in Ihren Ermittlungsunterlagen?
Luisa Berger ist die Lebensgefährtin von Marie Polat.
Aber warum ... warum haben Sie den Konflikt zwischen Luisa Berger
und dem Manager so genau rekonstruiert?
Weil wir davon ausgehen müssen, dass dieser Konflikt
Einfluss auf die Eskalation zwischen Luisa Berger
und dem Manager an diesem Tag hatte.
(Angespannte Musik)
Sehen Sie?
Hm?
Dann machen wir beide doch dasselbe.
Wir ermitteln die gesamten Umstände
und insbesondere die emotionale Ausgangslage
eines Täters vor seiner Tat.
Weil wir Profis sind.
(Spannungsvolle Musik)
Frau Prinz, wir möchten Ihnen unser tiefes Mitgefühl aussprechen.
Es tut uns sehr leid.
Vielen Dank, dass Sie in dieser Situation bereit sind,
mit uns zu sprechen, die Ermittlungen zu unterstützen.
(Piepsen)
Ja, ich bin froh, dass ich überhaupt was tun kann.
Ich würde es gar nicht ertragen, einfach nur abzuwarten.
Wo waren Sie denn, als Sie den Schuss gehört haben?
(leise:) Okay.
(leise:) Hier. Genau hier.
(Schuss)
Und dann?
(räuspernd:) Dann bin ich ...
hier rein und dann ...
Dann habe ich ihn gesehen, und er hat da gelegen und geblutet.
Dann habe ich die 110 angerufen.
Die haben gesagt, ich soll mich in Sicherheit bringen.
Danach waren Sie hier hinter dem Schrank?
Genau, dann ...
war ich hier ...
hinterm Tresen die Zeit.
Könnten Sie feststellen, ob und was hier fehlt?
Ja.
Ja, klar, die Akten ... muss ich einzeln durchgehen.
Aber der Laptop ist weg, das kann ich schon sagen.
Die Waffe.
Ich hatte da immer 'ne Waffe.
Ich weiß, das ist gegen die Vorschrift,
aber was nützt 'ne Waffe, wenn sie im Safe ist?
Unsere Kriminaltechniker haben festgestellt,
dass Ihre Waffe das gleiche Kaliber hat wie die Tatwaffe.
(Sie ringt nach Luft.)
Warum besitzen Sie eine Waffe?
Ich hab 'nen Waffenschein.
Das wissen wir bereits, aber warum benötigen Sie eine Waffe?
Weil ich mich bedroht gefühlt hab.
Die ganzen Scheidungen und die Sorgerechtsverfahren.
Mittlerweile mach ich fast nur noch das Arbeitsrecht.
Erinnern Sie sich an Fälle, bei denen es hart zur Sache ging?
Ja, sicher. Warum?
Können wir die mal sehen, besonders die aktuellen? - Nein.
Für mich hat die Treuepflicht gegenüber einem Mandanten
'ne absolute Priorität.
Kann sein, dass ich übertreibe, aber wo kämen wir hin,
wenn Leute sich vor mir vertreten lassen
und dann in polizeiliche Ermittlungen reingezogen werden? Nein.
Von mir bekommen Sie keine Namen.
Gibt es einen Grund, warum Sie nicht mit uns kooperieren wollen?
Was soll die Unterstellung?
Sie haben mir erzählt, dass Sie sich vor seinem Tod gestritten haben.
Kam das öfter vor?
Ja. Dauernd.
Wir haben uns dauernd gestritten.
Nachher hatten wir den besten Sex. - Verstehe.
Jasper hat ein friedliches Leben geführt.
Als Dozent an der Uni, nicht besonders ehrgeizig,
aber die Studierenden haben ihn geliebt.
Hat jemand in dem hinteren Zimmer gearbeitet?
Genau, da hat er an seinem Buch geschrieben.
Oft nachts.
(Kuliklicken) Mmmh ...
Ihre Kollegin hat die Szene etwas anders geschildert.
Sie seien ...
extrem aggressiv auf die Anwältin losgegangen.
Hätten sie unter Druck gesetzt.
Das ist nicht richtig.
Wollen Sie sagen, dass Ihre Kollegin lügt?
Na ... Okay. Andere Frage.
"Jasper Ünel ...
galt als kritischer und linker Jurist."
Er könnte sich Feinde in der rechten Szene gemacht haben.
Dazu haben wir keinen Hinweis gefunden.
Da sind Sie aber schnell mit einer Bewertung, Frau Hauptkommissarin.
Wir wollen doch nicht, dass den Ermittlungsbehörden unterstellt wird,
auf dem rechten Auge blind zu sein. - Nein, das wollen wir nicht.
Also.
Wie sind Sie zu dieser Überzeugung gekommen?
Wir haben uns das berufliche Umfeld von Ünel genau angeschaut.
Dabei ergab sich kein Hinweis auf Bedrohung von rechts.
Seine Doktorandin hat von einer Auseinandersetzung
mit seiner Frau berichtet, die sich eine Woche zuvor zugetragen hat.
(Angespannte Musik)
Wir müssen da lang.
Ich dachte, dass Frau Prinz vermutet, dass er eine Affäre hat.
Aber darum ging es wohl nicht. - Worum dann?
Um seine Vorlesung.
Er hat Schreiben von ihr als Beispiel genutzt,
um zu zeigen, wie Anwälte vorgehen können.
Ohne Anstand, ohne jede Moral.
Als abschreckendes Negativbeispiel sozusagen.
Kannst du mal kurz laufen lassen?
Seit der Pandemie werden alle Vorlesungen aufgezeichnet.
(Jasper:) "Achten Sie auf die Wortwahl."
"Achten Sie darauf, wie systematische Diffamierung funktioniert."
"Hier, das Wort."
Hinterrücks. Wird fünfmal verwendet.
Bösartig dreimal.
Zweimal intrigant.
Mit diesen Worten wird der Ver- fahrensgegner permanent diffamiert.
Analysieren Sie den Duktus des Schreibens.
Es werden wiederholt diffamierende Behauptungen aufgestellt,
die kaum zu widerlegen sind.
"Diese fortgesetzte Verunglimpfung hat genau ein Ziel:
den Prozessgegner zu beschädigen."
"Wenn du mit Dreck beworfen wirst, bleibt immer was hängen."
"Kann man da rechtlich nichts gegen machen?" - "Doch, Sie können."
"Nach Paragraf 43a Absatz drei der Bundesrechtsanwaltsordnung BRAO
darf sich der Rechtsanwalt bei der Ausübung seines Berufs
nicht unsachlich verhalten."
"Sie können das Verhalten bei der Rechtsanwaltskammer melden."
"Sie können den Anwalt oder ... die Anwältin anzeigen
und auf Schadenersatz verklagen."
"Aber wer hat schon die Muße,
wenn es um das Sorgerecht für das eigene Kind geht,
einen zweiten Prozess zu beginnen, der teuer wird, wenn man verliert,
und wenn man ihn gewinnt, mit einer Ermahnung
oder maximal mit einer Geldstrafe enden wird?"
"Nein. Die Frage ist doch vielmehr, wie weit darf ein Anwalt,
eine Anwältin gehen, um die Rechte ihres Mandanten durchzusetzen?"
"Oder geht es gar nicht mehr ums Recht, sondern ums Gewinnen?"
"Ist es manchen Anwälten egal, mit welchen Mitteln sie gewinnen?"
"Hat Moral und Anstand in unserer Rechtsprechung keine Bedeutung mehr?"
"Und wer, wenn nicht Sie..."
"Wer, wenn nicht Sie, die zukünftigen Juristen dieses Landes,
können sich einen Ehrenkodex geben?"
(Beifallsklopfen im Video)
Jasper hat zwar die Schreiben seiner Frau anonymisiert,
aber jeder wusste, von wem er sprach.
Und im Anschluss an diese Vorlesung
kam es dann zu dem heftigen Streit in seinem Büro?
Sie ist komplett ausgeflippt.
Sie hat ihn angeschrien, dass sie sich von ihm nicht vorführen lässt,
sich nicht zerstören lässt.
War ziemlich krass, der Auftritt.
Hatten Sie eine Affäre mit Jasper Ünel?
Ja. Aber ich bin ziemlich sicher, dass Frau Prinz nichts davon wusste.
Wollen Sie auch? - M-m.
(Saugender Laut)
(Er ächzt.)
Wann ... wann haben Sie denn von dem Online-Blog erfahren,
der im Netz über Sie kursiert?
Hat Ihre Stimmung sicher nicht gehoben.
(aufmüpfig:) Entschuldigung, wir haben jetzt drei Stunden gewartet.
Es wäre wirklich schön, wenn wir jetzt mal Gespräche führen könnten,
bevor Sie hier irgendwas anderes machen.
Wir stecken mitten in einer Mordermittlung. Es gibt Wichtigeres.
Wir versuchen das jetzt parallel hinzukriegen, ja?
Ja, das wäre super. Haben Sie vielleicht ungefähre Uhrzeiten,
wenn wir dran sind? - Ich sage gleich Bescheid.
(Fernes Stimmengewirr, Sirenen)
Zehn Minuten pro Person, dann sind wir in einer Stunde durch.
Dann haben wir mal einen ersten Eindruck. Bei mir im Büro?
Okay.
Was genau stellen Sie sich unter dieser Stelle vor, Frau Rulof?
Den Arschlöchern da draußen mal endlich so richtig
einen auf die Fresse geben.
In den Unterlagen der Bundesagentur für Arbeit steht,
dass Sie sich sehr gut mit Computersystemen auskennen. - Pfff.
Ja, wie stellen Sie sich das denn vor? Homeoffice im Kommissariat?
Frau Schneider, Sie sind vorbestraft.
Was genau wollen Sie hier?
Na ja, ich habe jetzt acht Wochen frei. Dann gehe ich nach Oxford.
Und deshalb dachte ich, schaue ich mir das hier mal an.
(Ungläubige Musik)
Was bieten Sie denn? Work-Life-Balance und so?
Filmen Sie gerade mit Ihrem Handy?
Ist das hier geheim?
Würden Sie das Handy bitte ausmachen?
(ungeduldig:) Würden Sie das Handy bitte ausmachen? - Okay.
Das hört sich wirklich alles super an.
Ich stelle Ihnen kurz meine Kollegin vor.
Gerne.
(Entspannte Musik)
Lena, das ist Farah Nazari.
Sie hat großes Interesse, und ich glaube, das könnte passen.
Hallo. - Hallo.
Wann könnten Sie denn anfangen?
Also, Anfang nächstes Jahr könnte klappen.
Ich mache jetzt noch ein halbes Jahr Work and Travel.
Ich bin in der Gerichtsmedizin.
Herr Ünel wurde aus etwa vier Metern Entfernung erschossen.
Die Nierenarterie war zerfetzt,
daher der hohe Blutverlust und der Kreislaufzusammenbruch.
Jede Minute früher im Krankenhaus hätte den Unterschied machen können.
(Telefonklingeln)
Jasper Ünel wollte sich von Patricia Prinz trennen
und seine Doktorandin hat schon darauf gewartet.
Was ist denn los?
Schon gesehen?
(Video:) "Hauptkommissarin Odenthal, rassistisch und frauenfeindlich."
"Die Polizei hat damit geworben, dass sie eine Stelle zu vergeben hat,
die offen für jeden ist."
"Und insbesondere haben man Interesse an nicht-deutschen Bewerber:innen."
"Ermitteln mit den Profis, jeden Tag."
"Und was war? Diskriminierung vom Feinsten."
"Hauptkommissarin Odenthal verhält sich krass abwertend ..."
Ist das online? - Ja.
"... Bewerbern mit migrantischem Hintergrund."
"Eine typische Vertreterin
der weiß und männlich dominierten Machtstruktur der deutschen Polizei."
"Man muss kein Mann sein,
um die herrschenden Strukturen zu stabilisieren."
Was sagen Sie dazu?
Ich meine, Sie haben einen migrantischen Background.
Wie kommen Sie da drauf?
Na ja ...
Oh mein Gott, man kann aber auch gar nichts mehr richtig machen.
War doch nicht böse gemeint. - Also ...
für mich klingen diese Vorwürfe an den Haaren herbeigezogen.
Das war's.
Aber Sie hat der Vorwurf, rassistisch und frauenfeindlich zu sein,
den ganzen Tag über beschäftigt.
Kann man das so sagen? - Nein, das kann man nicht so sagen.
Die Vorwürfe sind unfair und haltlos. - Ja, sagen Sie.
Ja, das sage ich. Und damit war das Thema für mich durch.
Ja, Ihre Kollegin sagt dann nur leider wieder was ganz anderes.
Ja, hier: "abgelenkt und extrem aggressiv gewesen."
Und wir vermuten, dass dadurch Ihre Ermittlungen beeinflusst wurden.
Was meinen Sie damit?
Dass Sie von Ihrer Schusswaffe Gebrauch gemacht haben,
weil Sie in einer extrem gereizten Stimmung waren.
Das war eine lebensbedrohliche Situation. Und ich hab gehandelt.
Frau Stern, Sie müssen Frau Odenthal hier nicht verteidigen.
Wir versuchen nur zu verstehen, was dazu geführt hat,
dass Frau Odenthal ihre Dienstwaffe eingesetzt hat.
Und dazu gehört auch ihre emotionale Lage.
Wie sind Sie denn eigentlich
auf Herrn Sievert und das Callcenter gekommen?
Sievert ist Mandant von Frau Prinz.
Am Nachmittag stand ein Gerichtstermin an.
Das stand im Terminkalender von Frau Prinz.
Deshalb haben Sie ihn aufgesucht? Aufgrund eines Kalendereintrags?
Uns hat skeptisch gemacht, dass Frau Prinz uns keine Informationen
über aktuelle Verfahren geben wollte.
Wir hatten nichts Konkretes. Mussten uns vortasten.
Ja, die Verhandlung mit Frau Polat ist heute Nachmittag.
Aber darum kümmert sich meine Anwältin, die Frau Prinz.
Die Frau ist Profi, die arbeitet schon seit Jahren für uns.
Ach, kommt das öfter vor? Kündigungen, Prozesse? - Permanent.
95 Prozent der Frauen hier kommen aus sozial schwierigen Verhältnissen.
Da stimmt fast nichts. Aber fordern, das können sie.
Ist Frau Polat auch so eine, die immer nur gefordert hat?
Jetzt verstehen Sie mich nicht falsch.
Natürlich nehmen die negativen Fälle viel mehr Raum ein als die positiven.
Und ja, war sie.
(Minimalistische Musik)
♪ Nein, nein, darf doch lieber high sein. Von allen Zweifeln frei sein.
♪ Mögen sie auch noch so klein sein.
♪ Irgendwann holen sie dich ein, mein Freund.
♪ Es kann so schnell vorbei sein, boy. Style meine Timeline neu.
♪ Timeline.
(Frau:) ♪ Bin heute aufgewacht und traf zum ersten Mal.
Ich hab sie nur eingestellt, weil sie mir leid getan hat.
Als ehemalige Gefängnisinsassin hat sie keine Chance aufm Arbeitsmarkt.
Die Probleme haben angefangen,
als sie mir immer wieder sexuelle Avancen gemacht hat.
Im Nachhinein glaube ich, dass sie versucht hat, einen Mann zu finden,
um das Sorgerecht für ihren Sohn nicht zu verlieren.
Tragisch. Dann ist sie immer aggressiver geworden.
Ich dachte, ob sie irgendwelche Psychopharmaka nimmt.
Sie glauben seiner Aussage nicht. - Das ist nicht die Frage.
Das ist seine Version.
Frau Polat hat gegen Sie geklagt?
Ja, weil ich sie fristlos entlassen habe.
Aber die Kündigung war rechtens.
Und es wird sich heute Nachmittag vor Gericht bestätigen.
Ja, es kann gut sein, dass der Termin verschoben wird.
Gestern wurde in die Kanzlei von Frau Prinz eingebrochen.
Dabei wurde ihr Mann tödlich verletzt.
(Verstörende Musik)
(Die Musik wird leiser.)
(Leise, angespannte Musik)
(Anschwellende Musik)
Hallo, Frau Polat? - Ja?
Odenthal, Kripo Ludwigshafen.
Ich würde gern mit Ihnen reden. - Warum?
Sie haben heute einen Termin beim Arbeitsgericht.
Ja, aber erst um 15 Uhr.
Es kann sein, dass der nicht stattfindet.
Bei der Anwältin Ihres ehemaligen Arbeitgebers wurde eingebrochen
und deren Mann erschossen.
Wieso das denn? - Das versuchen wir rauszufinden.
Und was hab ich damit zu tun?
Ich würd gern hören, wie Sie Frau Prinz einschätzen.
Was ist das für eine Person? Was haben Sie für einen Eindruck?
Kommen Sie rein. - Danke.
(Unbehagliche Musik)
(Räuspern)
Die hat mich in dem Schreiben ans Gericht
als drogenabhängige, psychopathische Nutte dargestellt,
die froh sein kann, dass das Call- center sie überhaupt aufgenommen hat.
Ein bisschen anders hat sie es schon formuliert.
Ja? Wie hätten Sie es zusammengefasst?
Sie hatten bereits einen Gütetermin vor dem Arbeitsgericht,
konnten sich aber nicht einigen.
Die Frau hat mich fertiggemacht und mir ins Gesicht gelächelt.
Sie wollte keine Einigung.
Dem Sievert habe ich direkt beim Einstellungsgespräch gesagt,
dass ich ganz dringend einen Job brauche,
damit mein Sohn bei mir bleiben kann.
Das hat er permanent ausgenutzt.
Hat mich belästigt, mich blöd angequatscht und angepackt.
Wenn ich gesagt habe, es reicht, meinte er nur,
dass ich nicht meinen Job riskieren würde,
nur weil ich ein bisschen zimperlich bin. - Warum waren Sie im Knast?
Ja, hat er uns erzählt.
Schwarzfahren.
Hab mich ein bisschen zu oft erwischen lassen.
Als Wiederholungstäterin dann zu 30 Tagessätzen verurteilt worden,
konnte ich nicht zahlen.
Und dann hat man eigentlich schon eine 30-Tage-Haft.
Ja, da wird man schon sauer auf unser Justizsystem,
wenn man so was hört, oder?
Nach Paragraf 43 des Strafgesetzbuches
tritt anstelle der uneinbringlichen Geldstrafe die Freiheitsstrafe.
Ist nun mal so.
Und wenn dann so eine Frau nach Verbüßen der Haftstrafe Angst hat,
dass man ihr das Sorgerecht für ihr Kind nimmt, dann ist das auch so.
(Rascheln)
Und wenn dann eine erfolgsverwöhnte Anwältin alle Register zieht,
um diese Frau fertigzumachen, die sich keine Anwältin leisten kann,
dann ist das auch so.
(Schniefen)
Oder nicht, Kollege Breising?
Spür ich da eine gewisse Voreingenommenheit?
Nein.
(Schuss)
(Vogelzwitschern, ruhige Musik)
Nicht schlecht.
Wie oft kommen Sie hierher?
Unterschiedlich. So wie Zeit ist. Ich bin ja nicht im Verein.
Und heute war Zeit? - Nein. Heute war mir danach.
Verstehe. Darf ich Ihnen noch ein paar Fragen stellen?
Tun Sie bereits.
Wussten Sie, dass Jasper eine Affäre hatte?
Hat die Kleine damit angegeben?
Ja. Ja, das wusste ich.
Aber die Kleine hat sicher nicht geahnt, dass ich das wusste.
Jasper brauchte diese Geheimnistuerei und hat sie benutzt,
um seinen Affären das Gefühl der Besonderheit zu geben.
Ah ja?
Ja. Ich meine, wie hätte sich das Mädchen gefühlt,
wenn sie erfahren hätte, dass Jasper mir von deren Liebesnächten erzählte?
Es hätte sicher der Romantik geschadet.
Ja. Das sehe ich ganz genau so.
Hat es denn Ihrer romantischen Beziehung geschadet,
dass er sich in seinen Vorlesungen extrem abfällig
über den verleumderischen Stil Ihrer Anwaltsbriefe geäußert hat?
Wissen Sie, das ist nicht ehrenrührig.
Die Studierenden sollen mit der Realität in Kontakt kommen.
Und diese moralische Überlegenheit, die Jasper an der Uni zelebriert hat,
das war nur Pose.
Irgendwelche Akten verschwunden nach dem Einbruch?
Sievert gegen Marie Polat.
Der Prozess findet heute Nachmittag statt. Fehlen da Unterlagen?
Nein! Und ich hatte Sie doch gebeten, meine Mandanten nicht zu belästigen.
Schon vergessen?
(Nachdenkliche Musik)
Fuck! Ich hab's versaut, hätte sie auf Schmauchspuren testen müssen.
Das ist reine Spekulation.
Warum geht jemand einen Tag, nachdem der Lebenspartner erschossen wurde,
zum Schießstand?
Genau. Weil wir jetzt die Schmauchspuren an den Händen
definitiv als Beweismittel nicht mehr heranziehen können.
Sehr schlau, die Dame. - Es bleibt trotzdem spekulativ.
Kein Richter, kein Staatsanwalt hätte bei der Verdachtslage
eine Untersuchung erzwungen.
Wir können es nur noch mit ihrer Kleidung versuchen.
Aber das wird auch nicht genehmigt. Jede Wette.
Die Untersuchung wurde nicht bewilligt.
Hatten Sie den Eindruck, dass Frau Odenthal voreingenommen
an die weiteren Ermittlungen herangegangen ist?
Nach dem Erstkontakt mit Frau Polat, meine ich.
Wir waren beide empört über die Ver- leumdungsstrategie von Frau Prinz.
Frau Stern, lassen Sie mich offen mit Ihnen sprechen.
Mein Kollege vermutet, dass Frau Odenthal zum gegebenen Zeitpunkt
keinen unbefangenen Blick mehr auf die Situation hatte.
Dass die Vorverurteilung von Frau Prinz durch Frau Odenthal
den Fokus verschoben hat.
Und letztlich dazu geführt hat, dass Ihre Kollegin geschossen hat.
Lena hat doch nicht auf Frau Prinz geschossen. - Das ist richtig.
Aber Frau Prinz und Herr Sievert haben dasselbe miese Spiel gespielt,
so würde Frau Odenthal sagen.
Das hat sie aber nicht gesagt. Das ist eine Unterstellung von Ihnen.
(Klingeln, Verkehrslärm, Hupen)
Hi. Ich dachte, wir reden mal unter vier Augen.
Vor dem großen Prozess.
Was meinen Sie? - Gehen Sie.
Wie geht es denn dem kleinen Racker? Wo ist er denn? Bei seinem Papa?
Du solltest jetzt klug sein. Einfach zuhören.
(Angespannte Musik)
Heute Morgen bin ich so wütend gewesen.
Als ich meinen Computer angemacht habe, da waren alle Daten weg.
Gelöscht. Ich saß da, und ich konnte mir das überhaupt nicht erklären.
Wieso jetzt das?
Und dann habe ich Besuch bekommen von zwei sehr netten Kommissarinnen.
Und dann sagen die,
gestern Nacht ist jemand in die Kanzlei meiner Anwältin rein
und hat dort den Laptop gestohlen.
Und da denke ich, Moment, das ist ja ein Zufall.
Und dann musste ich an Sie denken.
An die liebe Marie und ihre ganzen Sünden,
die auf dem Computer gespeichert waren.
Alle Drohungen, alle Verfehlungen, alles.
Und natürlich auch auf dem Laptop meiner Anwältin.
Und da habe ich mir gedacht, Mensch,
haben wir nicht heute einen Termin vor Gericht?
Und jetzt frage ich mich: Ist der Laptop vielleicht hier?
(Unbehaglich-drängende Musik)
Wenn es so offensichtlich ist,
wird doch gleich die Polizei kommen und mich festnehmen.
Das habe ich mir auch gedacht, weißt du.
Und deswegen habe ich mir gedacht, Piet, sei schlau.
Erzähle den netten Kommissarinnen nicht, dass alle Daten gelöscht sind.
Sonst können wir das ja nicht miteinander klären.
Und du würdest sicher nicht wollen, dass ich mit der Polizei rede,
die würden schnell drauf kommen, wer den Mann der Frau Prinz getötet hat.
(Treibende Musik, angstvolle Laute)
So ein kleines Kätzchen wie du hat gar keine Chance,
die kleinen Krallen auszufahren. - Hey!
Aaah! Ah! (Sie atmet heftig.)
(Wütende Schreie, Ächzen, Schmerzlaute)
(Verzweifelte Schreie)
(Schluchzen)
Komm, komm.
Komm!
Vergiss den Arsch.
Ich ... kümmer mich um den.
Du musst jetzt zum Gericht.
Ich kann das nicht.
Doch.
Marie, denk an Luca, dann schaffst du das.
Luca kann für die ganze Scheiße nix.
Und du kannst auch nix dafür.
Lisa, wir kommen jahrelang in den Knast.
M-m. Das eben war Notwehr.
Hätte ich warten sollen, bis er ...
Was ist mit dem Typen in der Kanzlei?
Aber das habe ich doch schon gesagt.
Ich habe den nicht erschossen.
Das war die ... Das war die Anwältin. - Warum hätte sie das tun sollen?
Weiß nicht.
Weißt du was?
Ist mir ... Ist mir scheißegal, was du denkst.
Warum gehst du nicht zur Polizei?
Willst du das?
Willst du, dass ich wieder einsitze, ja? - Nein, will ich nicht.
Und du denkst, die glauben mir, ja? Klar.
Klar, die werden mir glauben, ja.
Fuck you!
Fuck you!
Ich gehe nicht mehr in den Knast. Egal, was war.
Ich will doch auch hier raus.
Wir müssen weg.
(Angespannte Musik)
(Schniefen)
Bitte, geh hin.
Vielleicht hast du eine Chance.
Vielleicht glauben sie dir.
(Sphärische Musik)
(leise:) Geh.
Wo hast du geparkt?
Das ist jetzt die Version von Luisa Berger.
Sieverts Version wäre sicher anders.
Wenn er reden könnte. (Kurzes Auflachen)
Ergebnis dieses Zusammentreffens in der Wohnung von Marie Polat
ist ein brutaler Angriff auf Sievert.
Freiheitsberaubung.
Und der positive Nebeneffekt für Frau Polat:
Er konnte nicht am Prozess teilnehmen. Hm?
Können wir mal eine kurze Pause machen?
Wo sind denn hier die Toiletten?
Ich zeige Ihnen den Weg. Ist ein bisschen kompliziert.
Danke.
(Seufzen, fernes Telefonklingeln)
(Durchatmen) Pfffr.
Ist übrigens Quatsch,
dass Ihre Kollegin Stern sich negativ über Sie geäußert hätte.
Ist eine ganz billige Nummer.
Einfach irgendwelche falsche Behaup- tungen in der Vernehmung einzubauen,
nur um sein Gegenüber zu provozieren. Total oldschool.
Ist nicht so ganz Ihr Lieblingskollege, was?
Lieblingskollege am Arsch. Aber unterschätzen sollten Sie ihn nicht.
Er ist auf einem absteigenden Ast. Er braucht ein Erfolgserlebnis.
Und was kann ihm besser passen, als jemanden wie Sie auszukanten?
Da ist es. Sie finden allein zurück? - Ja.
Und falls Sie sich wundern, warum er Anwältin Prinz so in Schutz nimmt:
Die hat ihn erfolgreich vertreten bei seiner Scheidung,
hat sich drei Jahre hingezogen, die Schlammschlacht.
Und vorhin haben die beiden miteinander telefoniert.
Okay. Bis gleich.
Und Sie sind die Öffentlichkeit?
Dann lassen wir doch Frau Polat einmal vortragen,
warum Sie die fristlose Kündigung für nicht rechtens hält.
Ich bin seit circa vier Monaten beim Callcenter QuickCheck tätig.
Der Manager Piet Sievert hat mich bedrängt und schikaniert.
Und davon bin ich krank geworden. - Zwei völlig haltlose Behauptungen.
Mein Mandant hat Sie nicht bedrängt.
Und wenn Sie überhaupt krank geworden sind, wer weiß schon warum?
Wollen wir Frau Polat ausreden lassen? - Selbstverständlich.
Als ich dann so krank geworden bin,
wollte er mich zwingen, für meine Krankentage Urlaub zu nehmen.
Aber das wollte ich nicht.
Daraufhin meinte er, dass das Vertrauensverhältnis zerrüttet sei.
Und dass ich einen Aufhebungsvertrag unterschreiben soll.
Sonst würde er mich fristlos kündigen.
Aber das konnte ich ja nicht machen, weil ich brauche ja die Arbeit.
Die nehmen mir sonst meinen Sohn weg.
Und das habe ich dem Herrn Sievert auch gesagt, aber das war dem egal.
Und dann hat er mich ... fristlos gekündigt.
Und Sie haben jetzt geklagt, dass die Kündigung nicht wirksam ist?
Ja. - Dann hören wir uns jetzt die Position des Beklagten an,
der hier von seiner Anwältin Prinz vertreten wird.
Gibt es eine Erklärung, warum Herr Sievert nicht persönlich erscheint?
Nein.
Ich bin auch überrascht, aber ... er ist ein vielbeschäftigter Mann
und ich bin ja da.
Das ist ja auch in Ordnung so.
Gut.
Dann lassen Sie mich kurz skizzieren,
wie es überhaupt zu dem Arbeitsverhältnis kam.
Frau Polat bewarb sich bei dem Callcenter
vor dem Hintergrund einer Biografie,
die, ja, von einer gewissen Instabilität zeugt.
Suizidale Phasen bereits in der Jugend,
langjährige Behandlung mit Psychopharmaka,
zuletzt Inhaftierung in die hiesige JVA.
Das hat mit dem hier verhandelten Sachverhalt nichts zu tun.
Ich denke, ich werde zeigen können,
dass diese Informationen von hoher Relevanz sind.
Denn Herr Sievert entschloss sich, Frau Polat anzustellen,
obwohl sie nicht sonderlich geeignet ist für eine Arbeit im Callcenter.
Und es ist seiner grundempathischen Haltung zu verdanken,
dass sie den Job überhaupt bekam.
Frau Polat dagegen,
die sich in einem Sorgerechtstreit mit ihrem Ex befindet,
versuchte bereits beim Einstellungsgespräch,
Herrn Sievert unter Druck zu setzen,
weil sie befürchtete, im Fall einer Nichtanstellung
das Sorgerecht für ihren kleinen Sohn entzogen zu bekommen.
Das heißt, wir haben es hier mit einer Frau zu tun,
der offenbar nicht zugetraut wird, sich um das eigene Kind zu kümmern.
Und diese Frau behauptet nun,
sie sei zur Unterzeichnung des Aufhebungsvertrages gezwungen worden.
Das ist bösartig.
Frau Polat hat die wohlmeinende Haltung meines Mandanten
hinterrücks ausgenutzt und ihn überdies verleumdet,
um ihre Interessen durchzusetzen.
Er hat mich ständig in sein Büro geholt, hat mich angepackt,
hat mir gesagt, wie gut ich doch wieder aussehen würde
und dass er noch ganz andere Sachen für mich machen könnte,
wenn ich ihn nur ... ein bisschen mehr unterstützen würde.
Aber ich wollte keinen Sex mit ihm.
(Prinz:) Ich bin erschüttert, wie leichtfertig Frau Polat bereit ist,
den tadellosen Ruf meines Mandanten zu schädigen,
um ihr eigenes Versagen zu verdecken.
Mein Mandant wollte nicht, dass dieses Thema zur Sprache kommt.
Das hat er mir im Vorfeld ausdrücklich gesagt.
Aber ich denke, es hilft, um diesen Fall richtig einzuordnen.
Frau Polat hat meinem Mandanten mehrfach sexuelle Avancen gemacht
und ist dabei immer aggressiver vorgegangen.
Er musste sie regelmäßig abwehren.
Wahrscheinlich hat sie in der Vorstellung gelebt,
ihn mit sexuellen Mitteln an sich binden zu können
und einen Partner präsentieren zu können vor dem Familiengericht.
Die zur Rede stehenden gegenseitigen Anschuldigungen
können hier nicht abschließend bewertet werden,
weil keine Seite Beweise oder Zeugen anbringen kann.
Ist das richtig? - Er hat mich permanent angefasst.
Nur, weil ich mich gewehrt habe, hat er mir gekündigt.
Wie gesagt, mit Behauptungen kommen wir nicht weiter.
Immerhin ergibt sich doch ein stimmiges Bild
von einer instabilen und, ja, ich sage, gefährlichen Persönlichkeit.
Eine Sache haben wir noch nicht behandelt.
Hier steht noch als Beweis eine Tonaufnahme von Frau Polat.
Können wir die hören? - Leider nein.
Der Mitschnitt war auf meinem Laptop gespeichert,
der gestohlen wurde, bevor das Backup aktualisiert werden konnte.
Ich hab Ihnen vorhin gesagt,
was letzte Nacht in meiner Kanzlei passiert ist.
Ja, in dieser Aufnahme ist zu hören, wie Frau Polat
gegenüber einer dritten Person am Arbeitsplatz ankündigt,
sie wolle Herrn Sievert aus dem Fenster stoßen.
Und diese Androhung rechtfertigt eine fristlose Kündigung in jedem Fall.
Warum wurde denn in der Gerichts- verhandlung nicht darüber gesprochen,
dass Beweise auf dem Computer von Herrn Sievert gefehlt haben?
Weil wir das erst nach der Verhandlung
von seiner Sekretärin erfahren haben.
Er selbst hat uns das verschwiegen.
Dort haben wir auch erfahren, dass er direkt nach unserem ersten Besuch
die Firma verlassen hat und seitdem nicht wieder aufgetaucht ist.
Frau Odenthal, ich bitte Sie,
natürlich stelle ich die Gegenseite maximal infrage. Das ist doch klar.
Und beschädigen Sie.
Ja, das ist die Frage. Wer hat hier wen beschädigt?
Ich dachte immer, es geht darum, das Recht durchzusetzen.
Okay. Erste Klasse, erste Stunde:
Meine Pflicht ist es, alles dafür zu tun,
meinem Mandanten sein Recht zu verschaffen.
Was ist mit Anstand, mit Moral? Stellen Sie sich die Frage manchmal?
Sie wollen eine Justiz, die nach Anstand und Moral entscheidet?
Darf die Exekutive dann auch nach diesen Maßstäben handeln?
Das ist ein interessantes Demokratieverständnis.
Wer entscheidet denn dann, was moralisch ist und was anständig? Sie?
Ihnen geht es ums Gewinnen, egal, wie.
Je öfter Sie gewinnen, desto mehr Aufträge und höher Ihr Stundensatz.
Ja, das haben Sie im Groben richtig erfasst, sehr gut.
Wie oft haben Sie denn Herrn Sievert und das Callcenter schon vertreten?
Das geht Sie nichts an.
Er bringt Ihnen regelmäßig gutes Geld und Sie räumen den Dreck weg.
Ja, es ist anstrengend mit uns, Frau Odenthal, nicht wahr?
(Geheimnisvolle Musik)
(Lautlos)
(Frustriertes Ausatmen)
Wir kriegen das hin.
Die wissen was. Sonst wären die nicht im Gericht gewesen.
(Räuspern)
Ja, deswegen müssen wir uns beeilen. Du musst jetzt Luca abholen.
Und was ist, wenn die mir Luca nicht mitgeben?
Hä? Wieso?
Weil ich heute morgen wieder bei Luca war.
Marc hat mich gesehen.
Er hat mir gedroht, dass er mich fertig macht.
Was ist, wenn er die Kita vorgewarnt hat?
(Schluchzen, angespannte Musik)
Denk nicht darüber nach.
Ja, du gehst da rein, holst Luca, fährst zu uns nach Hause,
holst unser Gepäck und wir treffen uns dann auf dem Parkplatz.
(Angespannte Musik, Schniefen)
Ich schaff das. - (leise:) Ja.
(leise:) Ja.
(Vorsichtig zuversichtliche Musik)
Ich brauch noch meine Tasche.
Bis gleich.
(Spannungsvolle Musik)
Das Handy von Sievert ist immer noch aus.
Marie Polat ist nach der Verhandlung
zu einer Luisa Berger ins Auto gestiegen.
Die beiden wohnen zusammen. - Und?
Die hat ein krasses Vorstrafenregister.
Diebstahl, gefährliche Körperverletzung.
Und sie hat ihren Ex-Mann erstochen.
Sie hat auf Notwehr plädiert,
weil er sie mehrfach geschlagen, bedroht und vergewaltigt hat.
Das Gericht hat keine mildernden Umstände anerkannt,
weil sie zuvor mehrfach vor Gericht stand
und immer mit Bewährungsstrafen davongekommen ist.
Wann saß sie und wo?
Das könnte passen.
Sie könnte Marie Polat in der Haftzeit kennengelernt haben.
Frau Stern, Frau Odenthal?
Ich habe mit der Personalabteilung gesprochen. Ich bekomme den Job.
Bitte was?
Die haben mir zu spät Bescheid gegeben wegen der Bewerbungsfrist.
Das ist Diskriminierung. - Sie können sich morgen vorstellen.
Sie verstehen das falsch. Ich hab den Job.
Ich habe mit der Personalabteilung gesprochen.
Die haben ihren Fehler eingesehen.
Ich bin zwar keine Frau, aber interner Bewerber.
Deswegen müssen die mich nehmen. - Wo arbeiten Sie?
In der Poststelle. Ich habe Sie schon mal gesehen. Sie mich dann wohl auch.
Wenn Sie mich fragen, haben die mir mit Absicht zu spät Bescheid gegeben.
Die wollen mich da unten halten. Aber ...
Wir würden Sie trotzdem gerne kennenlernen.
Ja, gerne. Es ist aber überflüssig.
Wir reden morgen, okay? - Okay.
(Telefonklingeln)
(Türschlagen)
(Dröhnen, metallisches Klopfen)
Willst du ziehen? - Ja, ich will.
(Hupen)
Sehr gut.
Deswegen haben wir die Jacke angezogen, ne?
Was hat denn dein Papa mit dir gemacht?
Hallo, Frau Polat. Wir müssen noch mal mit Ihnen sprechen.
Ja, klar. - Hallo.
(Luca:) Hallo. (Sperrgeräusch)
Ich müsste noch kurz meine Ärztin anrufen.
Ich, ähm ... brauche noch ein neues Rezept für meine Medikamente.
Sonst geht es mir nicht so gut. Ist das in Ordnung? - Ja.
Mein Schatz.
Schmeckt's?
Ja.
(Poltern)
Hey. Die sind da ...
Ja.
Wow, sind das alles deine Tiere? - Ja.
Cool.
Meiner. - Ja, klar.
(Türöffnen)
Und, erreicht?
Ja, ich kann das Rezept gleich abholen.
Wie oft ist Ihr Sohn denn bei Ihnen?
Immer abwechselnd, immer eine Woche.
Hat das Gericht so entschieden, Wechselmodell.
Obwohl mein Ex mich vor der Trennung immer wieder geschlagen hat,
kriegt er trotzdem das Kind.
Ist jetzt Ihre Woche? - Mhm.
Eben bei der Verhandlung wurde erwähnt,
dass Sie gedroht haben, Herrn Sievert umzubringen.
Ich habe einfach nur gesagt, dass, wenn er sich noch mal
so breitbeinig vor die Fensterbank setzt, ich ihn dann runterschubse.
Aber das hätte ich niemals gemacht. - Das kann man nicht wissen.
Sie haben die Drohung ausgesprochen. - Ja, ist klar.
Gibt es noch andere Beweise auf dem Laptop?
Hm?
Sie wussten nicht so genau,
ob Herr Sievert andere Gespräche aufgezeichnet hat, richtig?
Ist der Laptop hier irgendwo? - Nein.
Sie haben geglaubt, dass Sie nicht entlassen werden können,
wenn die Beweise gegen Sie verschwinden.
Ich muss jetzt wirklich mein Rezept abholen.
Frau Polat, was haben Sie gestern Abend gemacht?
Ich hab nichts gemacht, ich war hier. - Allein?
Nein, mit Ihrem Sohn.
Warst du gestern Abend bei deiner Mama? - Nein.
Bei deinem Papa? - Ja.
Wir müssen Sie bitten, mitzukommen. - Ich hab nichts gemacht, okay?
Ich war hier. - Wir ermitteln wegen Mord.
Wir können untersuchen, ob Sie geschossen haben oder nicht.
Wenn Sie nicht geschossen haben, können Sie sofort wieder nach Hause.
Ich kann doch Luca hier nicht alleine lassen.
Sie können Ihren Sohn mitnehmen, das ist überhaupt kein Problem.
Bitte.
Luca? Kommst du mit?
(leise:) Nimm's mit.
Zurück!
Ganz ruhig! Hand weg von der Waffe!
Ich knall euch ab.
Marie, raus hier! Luca, komm hinter mich!
(Drängende, angespannte Musik)
Wenn Sie jetzt mitgehen,
haben Sie keine Chance mehr, das Sorgerecht zu bekommen.
Hab ich doch sowieso nicht. - Das kann man nie wissen.
Eben.
Ihr bleibt da stehen.
(Spannungsvolle Musik)
(Die Musik hält inne.)
(Spannungsvolle Musik)
Ganz offensichtlich hat Marie und Luisa die Flucht im Fall geplant,
dass Marie das Sorgerecht für ihren Sohn verliert.
Ja, aber so weit war es noch nicht. - Nein, aber absehbar war es schon.
Wie sind Sie aus der Wohnung rausgekommen?
Schlüsseldienst gerufen? Hm? (Lachen)
(Poltern, metallisches Klappern)
(Angespannt-dröhnende Musik)
Alles gut, mein Schatz?
(Spannungsvolle, schrille Klänge)
(Angespannt treibende Musik)
(Hupen)
(Schrille, alarmierte Musik)
(Drängende Musik)
(Spannungsvolle Musik)
(Reifenquietschen)
(Reifenquietschen, tickende Musik)
(Spannungsvolle Musik endet.)
(Angespannte Musik)
(Die Musik endet.)
Luisa! Komm, wir kommen hier weg!
Steig ein! - Fahr weiter!
Komm! - Fahr weiter!
Hau jetzt ab!
Marie, bitte fahr weiter, bitte!
(Spannungsvolle Musik)
Zusammen haben wir keine Chance. - Doch, natürlich, komm!
Fuck, fuck, fuck! Fuck, fuck, fuck!
(Angespannte Musik)
Komm!
Sie werden mich immer und überall suchen.
Hä? - Hast du doch die ganze Zeit geahnt.
Er war einfach da, ganz plötzlich, da hab ich geschossen.
Nein. - Na ...
was hätt ich denn tun sollen, hm?
Ich wollte abhauen, aber er hat mich immer weiter in die Enge getrieben.
Da hab ich abgedrückt.
(Angespannte Musik)
Wenn du jetzt fährst, dann hast du vielleicht eine Chance.
Wenn du hier bleibst, dann nehmen sie dir Luca weg.
(Kopfhörer:) "Das wissen wir doch beide."
"Fahr los, und fahr nur Landstraßen."
Dann hab ich einmal im Leben was Gutes gemacht.
(Sanfte Musik) (leise:) Bitte.
Wir warten auf dich drüben, okay? - Ich komm nach, ich versprech's.
Okay. - Ich komm nach.
Küss Luca von mir, ja? Fahr bitte, fahr! Geh, geh!
(Weinen, Schniefen)
(Tonband:) "Ich wollte ja abhauen,
aber er hat mich immer weiter in die Enge getrieben."
"Da hab ich abgedrückt." - Das war ja ein Eins-a-Geständnis.
Ja, hörte sich sehr so an. - Ja.
Gratulation. Brauchen Sie nur noch abtippen und unterschreiben lassen.
Du kommst jetzt da raus.
Komm raus da jetzt!
Du setzt dich auf die Rückbank von deinem verfickten Auto!
Bück dich da rein.
Setz dich da hin.
(Gequälter Laut) Wasser.
(Geheimnisvolle, angespannte Musik)
(Zirpen, Funksprüche)
Luisa Berger ist extrem im Stress,
und Sie erhöhen ohne Not den Druck auf sie.
Entschuldigung, haben Sie nicht gehört, was die Frau gesagt hat?
Sie hat den Mann erschossen und eine Geisel.
Wir sind ausgebildete Verhandlungsführer.
Hier sind Scharfschützen, alle Beteiligten wissen, was zu tun ist.
Meine Kollegin und ich sind mit dem Fall vertraut. Wir verhandeln.
Wir übernehmen die Verantwortung, wenn was schief läuft.
Wir kennen uns doch aus meiner Zeit beim LKA. Ich weiß, was ich tue.
Ich auch. Die Scharfschützen gehen auf Position, keine Diskussion.
Das ist Vorschrift.
Was ist, wenn sie sich was antut?
Marie ist erst zehn Minuten weg.
Sie wird uns hier noch länger festhalten wollen.
Sie geht nicht ran.
Ich gehe da jetzt hin. - Das ist zu riskant.
Du hältst den Typen vom LKA zurück und ich spreche mit Frau Berger.
Hey! Hey! Was macht sie da? - Die weiß, was sie tut.
(Angespannte Musik)
(Telefonklingeln)
Bleiben Sie stehen!
(Hektisches Atmen, Telefonklingeln)
(weinend:) Bleiben Sie stehen.
Wie lange wollen Sie das noch durchziehen?
"Ich, ich habe den Laptop von der Prinz."
Das ist uns gerade ziemlich egal. Ich muss mit Herrn Sievert reden.
"Ich will wissen, ob er unverletzt ist."
Können Sie das Gespräch aufnehmen? - "Ja."
Dazu muss ich zurück zum Einsatzwagen
"Dann machen Sie das." - Okay.
Bleiben Sie dran.
(Spannungsvolle Musik)
Sag die Wahrheit.
(Sievert, Telefon:) "Hören Sie mich?" - Herr Sievert, sind Sie verletzt?
"Nein."
"Aber ich soll Ihnen was sagen." - Ja?
Das war nicht das erste Mal mit der Frau Polat.
Weiter. - Äh ...
"Ich hab öfter was mit Frauen vom Callcenter gehabt."
Weiter. - Und ... wenn die nicht so locker waren ...
(schluchzend:) "Dann hab ich ... ich gedroht, dass ich sie rausschmeiße."
Was heißt locker?
Wenn Sie sich nicht von ihm haben ficken lassen! Weiter!
(Er schluchzt.)
Die Frau Prinz hat sich drum gekümmert,
wenn es Ärger mit der Kündigung gab.
"Sie hat auch mir gesagt, mit welchen Sachen
ich die Frauen am besten kündigen kann."
"Und hat darauf geachtet, dass sich das nicht wiederholt."
Die Fälle sind alle auf dem Laptop von der Prinz. Wollen Sie den jetzt?
Ja, legen Sie ihn auf die Straße. Ich hole ihn.
(Spannungsvolle Musik)
Die Bullen sollen sich zurückziehen! Die sollen abhauen!
Nein! Nein! - Sofort! Ich knall ihn ab!
Nein! Nein! - Ich knall ihn ab! Die sollen abhauen! Sofort!
Frau Berger, wir ziehen die Kollegen zurück!
Sie verstoßen gegen Ihre Kompetenz. Das wird Konsequenz haben.
Sagen Sie Ihren Kollegen, dass sie sich zurückziehen sollen.
Das kommt nicht infrage. - Wir haben eine Chance, es unblutig zu beenden.
Frau Berger, hören Sie mich? "Wir ziehen die Kollegen zurück."
Sie hat aufgelegt. - Bleibt auf Position, verstanden?
Obwohl Sie das Geständnis von Luisa Berger gehört hatten,
haben Sie den Zugriff verhindert. - Das ist so nicht richtig.
Ein Zugriff wäre nicht möglich gewesen.
Wir haben überhaupt nichts blockiert.
Wir haben nur gefordert, dass alle Optionen geprüft werden.
(Luisa atmet schwer.)
(Schniefen)
(Handyklingeln)
"Ich haben noch sieben Patronen." Eine brauch ich für mich.
Über den Rest entscheiden Sie.
"Frau Berger, hören ..."
Wir müssen direkt mit ihr reden. - Das ist zu riskant.
Wir kennen die nicht, wir können die nicht einschätzen.
Sie droht mit erweitertem Suizid.
Das heißt, sie hat den Schritt im Kopf durchgespielt.
Wenn wir ihn machen lassen, überlebt die das niemals.
Du sprichst mit ihm. Ich versuch, Frau Polat zu erreichen.
Vielleicht kann sie die Berger umstimmen. - Okay.
Herr Kollege, können wir noch mal von vorne anfangen?
Wir wollen versuchen, mit der Geiselnehmerin neu zu verhandeln.
Aber dafür brauchen wir Ihre Unterstützung.
Ich geh davon aus, dass Luisa Berger erst wieder zur Besinnung kommt,
wenn sie das Gefühl hat,
dass sich die Situation zu ihren Gunsten etwas entspannt.
Weil sie dann denkt, uns das Vorgehen diktieren zu können.
Mir geht es darum, dass sie wieder in der Lage ist, zu denken.
Und die Situation richtig einzuschätzen.
Sie hat mit erweitertem Suizid gedroht.
Dann wollen Sie, dass wir unsere Schafschützen abziehen?
Nein, das will ich nicht.
Ich möchte lediglich, dass Sie Ihren Leuten da vorn befehlen,
sich ein paar Meter zurückzuziehen.
Als Zeichen für die Geiselnehmerin.
Das ändert doch nichts an deren Treffsicherheit.
Frau Polat, bitte legen Sie nicht auf.
Ihre Freundin befindet sich in einer lebensgefährlichen Situation.
Sie können ihr helfen. Sie müssen mit ihr sprechen.
Sie müssen ihr sagen, dass sie die Geiselnahme beenden muss.
Doch, wenn Sie ihr drohen, dass Sie zu ihr zurückfahren,
dann wird sie aufgeben.
Frau Polat, wenn Sie mit ihr gesprochen haben,
dann sollten Sie sich stellen. Sie haben keine Chance.
Was meinen Sie, warum wir Sie so schnell gefunden haben?
Wir haben Ihr Handy geortet.
Das können wir problemlos so weitermachen,
solange Sie Ihr Handy bei sich behalten. Haben Sie das verstanden?
Team Eins, zieht euch ein paar Meter zurück.
(Angespannte Musik)
Ja! Sie gehen weg. Sie gehen weg.
Sie gehen weg. Sie gehen weg.
(Angespanntes Atmen) Sie gehen weg.
Aber keinen Schritt weiter. - Danke.
Und?
(Grillenzirpen)
Mal schauen.
(Angespannte Klänge)
(Schniefen)
(Handyklingeln)
Nein, nein, nein, nein, nein, nein.
Marie, Marie, du sollst mich nicht anrufen.
(Spannungsvolle Musik)
Wer? Wer hat dich angerufen?
(weinend:) Nein, das machst du nicht. Nein, Marie, das machst du nicht.
(Kopfhörer:) "Bitte. Nein, nein, nein, nein, das machst du nicht."
(Spannungsvolle Musik, Störgeräusche)
Ich liebe dich auch.
Ja.
(weinend:) Für immer.
(Angespannte Musik)
Du kleiner, kleiner Wichser.
Eigentlich müsste ich dir die Eier wegschießen.
Aber ich hab ihr versprochen, dass ich dir nichts tue.
(Sie atmet tief ein.)
(Erleichtertes Ausatmen, zorniges Pusten)
(Angespannte Musik)
(Spannungsvolle Musik)
An beide Teams. Habt ihr sie im Visier?
(Drängende Musik)
Wenn die Berger ihre Schusshand hebt, Freigabe.
Die gibt auf. Das sieht man doch. Was soll das?
Wenn sie zurück zum Wagen will, Freigabe. - Kapiert.
Legen Sie die Waffe runter auf die Straße!
(Motorstarten, unheilvolle Musik)
Runter von der Straße!
Runter!
(Dramatische Musik)
(Die Musik wird ruhiger, Ächzen.)
Sani!
(mehrere:) Keine Bewegung!
Hey, hey, hey! Ruhe, ja?
(Angespannte Musik)
Was war denn das für eine Scheiße?
Wo waren denn Ihre Scharfschützen?
Und Ihr tolles Team vom MEK? - Unser Fall.
Vorsicht, Frau Odenthal. Sie gehen einen Schritt zu weit.
Ihr Auftreten, das wird Ihnen noch sehr, sehr leidtun.
Lena!
"Was hätte ich denn tun sollen?"
"Ich wollte abhauen, aber er hat mich immer weiter in die Enge getrieben."
"Da hab ich abgedrückt."
Warum haben Sie gelogen?
Bei der kriminaltechnischen Untersuchung
konnten keine Schmauchspuren festgestellt werden.
Sie haben nicht geschossen.
Also, warum haben Sie gelogen?
Marie wäre sonst nie gefahren.
Ich bin so oder so am Arsch.
Vorbestraft, Wiederholungstäterin, beschissene Sozialprognosen.
Mich hätten Sie mal besser auf der Straße stehen lassen.
Waren Sie noch in der Kanzlei, als Jasper Ünel zurückkam? - Ja.
Ich wollte zum Fenster raus, hab's aber nicht mehr geschafft.
Da bin ich unters Regal im hinteren Zimmer.
Den Laptop hatte ich ja schon.
Da hab ich gesehen, wie er jemanden anruft.
Und dann ist die Prinz gekommen.
Was ist denn hier los?
Was sieht's denn aus? - Lass mal.
Ich will erst gucken, was genau passiert ist.
(Spannungsvolle Musik)
(Dumpfes, leises Poltern, angespannte Musik)
(Schnelle, eindringliche Musik)
Patricia, es reicht jetzt. Ich ruf die Polizei.
Damit kommst du nicht durch. (Die Musik steigert sich.)
(Leise, angespannte Musik)
Sie ist noch mal nach hinten gekommen
und hat die Waffe aus dem Fenster geschmissen.
Und dann ist sie zu ihm.
(Schmerzvoll-zittriges Atmen)
(Wimmernde Schmerzlaute)
"Ich warte. Wann sagst du ihr, dass es vorbei ist?"
"Ich warte ..."
(Schnauben)
Ts.
Irgendwann hat sie die Polizei gerufen und ist ins Vorzimmer.
Da bin ich aus dem Fenster und hab mich unter dem Vordach versteckt.
Draußen lag die Waffe direkt neben mir.
Da hab ich die mitgenommen.
Und auf die Idee, sich an die Polizei zu wenden,
sind Sie nicht gekommen? Als Zeugin eines Mordes?
Hätte es mir was genützt? Nein.
Im Gegenteil.
Für Einbruch und Diebstahl wäre ich auf jeden Fall im Knast gelandet.
Und Luca hätten wir auch nicht bekommen.
Äh, Entschuldigung, ich will gar nicht stören.
Was wollen Sie denn? Raus. - Das LKA sucht euch.
(Fernes Telefonklingeln)
Gab es bei der Vernehmung von Luisa Berger
noch relevante Erkenntnisse?
Das gehört nicht zu Ihrem Ermittlungsbereich.
Sie haben lediglich den Auftrag, zu ermitteln,
wie es zu dem Schusswaffengebrauch kam, das haben wir abgeschlossen.
Kann ich jetzt gehen? - Ja.
Aber nicht ermitteln, bis ich mit meiner Kollegin
die interne Untersuchung abgeschlossen habe.
Und ... äh ...
(Donnern)
Wenn Sie meine Meinung hören wollen: Das wird eng für Sie, Frau Odenthal.
Danke für Ihre Offenheit.
Wollen Sie auch hören, was ich denke? - Hm.
Ich denke, dass Sie ein großes Problem haben,
weil Ihr LKA-Kollege die Lage vor Ort nicht im Griff hatte.
Als dieser Sievert mit seinem Wagen auf Luisa Berger zurast ...
Was machen da die beiden Scharfschützen? Nichts.
Und das MEK? Nichts.
Hätten Sie eingreifen müssen und können? Ja. Und warum?
Weil Luisa Berger in einer lebensbedrohlichen Situation war
und Ihr LKA-Kollege den Befehl nicht gegeben hat.
Ich denke, dass das der schwierigste Teil Ihres Berichts werden wird.
Schönen Abend noch.
Ach, da fällt mir was ein.
Ist es richtig, dass Frau Prinz Sie gebeten hat,
sich in den Fall einzumischen? Ein bisschen Druck zu machen?
Nicht gut.
(Telefonklingeln)
"Sie haben keine Chance."
"Was meinen Sie, warum wir Sie so schnell gefunden haben?"
"Wir haben Ihr Handy geortet."
"Das können wir problemlos so weitermachen,
solange Sie Ihr Handy bei sich behalten."
"Haben Sie das verstanden?" - Wir haben jetzt ein Problem.
Sie haben Marie Polat den Tipp gegeben, ihr Handy loszuwerden,
was sie dann auch getan hat, um der Strafverfolgung zu entkommen.
Paragraf 258a StGB, Strafvereitelung im Amt.
Kann bis zu fünf Jahre Haft geben.
Auch, wenn ich davon ausgehe,
dass die Höchststrafe in Ihrem Fall nicht gegeben ist.
(Angespannte Musik)
Das war vielleicht nicht besonders geschickt von mir.
Aber Strafvereitelung ist ein großes Wort.
Wir können den Vorwurf gegen Sie fallen lassen.
Wenn Sie unterschreiben, dass Ihre Kollegin aus Ihrer Sicht
zu leichtfertig ihre Dienstwaffe eingesetzt hat.
Ach ja, das geht?
Können Sie das noch mal wiederholen?
Ich habe das Gefühl, dass Ihr ... Angebot rechtswidrig ist.
Ihr ... Angebot hört sich für mich nach Nötigung an.
Paragraf 240 Absatz 2 StGB.
Da liegt eine besondere Schwere des Falles dann vor,
wenn der Täter seine Befugnisse oder Stellung als Amtsträger missbraucht.
Und das kann auch mit bis zu fünf Jahren Knast bestraft werden.
(Angespannter, monotoner Ton)
Auch, wenn ich nicht glaube,
dass in Ihrem Fall eine Höchststrafe wahrscheinlich ist.
(Der Ton verklingt.)
Und?
Hast du denen erzählt, was Luisa Berger bei der Vernehmung sagte,
bevor der Typ vom LKA aufgetaucht ist?
Nee, hat die aber auch nicht mehr nachgefragt.
Wollen wir direkt hin?
Bist du nicht suspendiert?
Ja, aber du kannst doch noch, oder? - (leise:) Ja.
Mit dem Taxi?
Äh, ich stehe gleich da drüben.
Hier ist KHK Stern, Diensthandy 42. Ich brauche eine Datenabfrage.
Gestern Abend ab 22 Uhr, ist da ein Notruf eingegangen?
(Polizist:) "Ja, um 22.01 Uhr, war aber nur zehn Sekunden."
Gibt es die Aufzeichnung noch?
"Klar, soll ich vorspielen?" - Gerne.
(Patricia:) "Was ist denn hier passiert?"
(Jasper:) "Ja, wonach sieht es denn aus?"
(Patricia:) "Was?"
(Polizist:) "Das war's." - Danke, das reicht schon.
Frau Prinz?
Sie stehen unter dringendem Tatverdacht,
den Mord an Jasper Ünel verübt zu haben.
Sie haben das Recht zu schweigen.
Alles, was Sie jetzt sagen, kann und wird vor Gericht
gegen Sie verwendet werden. - Das ist ja wohl ein Witz.
Sie haben bereits ein Geständnis,
von Luisa Berger, aufgezeichnet und dokumentiert.
Da hat Sie ja der Kollege vom LKA gut informiert.
Leider hat Frau Berger wohl gelogen.
Sie haben einen Anruf von Jasper Ünels Handy gelöscht.
Warum?
Um 22.01 Uhr hat Jasper Ünel den Polizeiruf gewählt.
Diese Verbindung wurde von seinem Handy gelöscht.
Wie Sie sicher wissen,
werden alle Anrufe in der Notrufzentrale aufgezeichnet.
Aus dem aufgezeichneten Anruf geht hervor,
dass Jasper Ünel unverletzt war, als Sie das Büro betreten haben.
Nachdem Sie auf ihn geschossen haben, warten Sie fast 15 Minuten,
bevor Sie mit Ihrem Handy die Polizei anrufen.
Was hat er Ihnen angetan, dass Sie ihn so gehasst haben,
dass Sie ihm beim Verbluten zusehen konnten?
(Unruhige Musik)
Ich erwarte ... dass man mich mit Respekt ... behandelt.
(Langsame Musik)
Wenn Sie mich jetzt mitnehmen, dann erwarte ich, ohne Handfesseln
und diskret über die Tiefgarage abgeführt zu werden,
um dem Eindruck der Vorverurteilung entgegenzutreten.
Kommen Sie.
(Unbehagliche Musik)
Frau Odenthal, guten Abend.
Breising wollte, dass ich Ihnen den persönlich überreiche
und ihm dann direkt Ihre Meinung mitteile.
Was für ein Arschloch. - Was denn?
Die Suspendierung hat er nach Rücksprache
mit seiner Kollegin aufgehoben. - Ja, und?
Er bietet mir an, zum LKA zu wechseln.
Unter seiner Führung würde ich den ein oder anderen Erfolg einfahren.
Sollst du dir unbedingt überlegen.
Sagen Sie ihm, er kann ich mal kreuzweise.
Gerne. Wie ist denn das mit dem Job bei Ihnen? Ist der noch frei?
Ähm, das ist noch nicht ganz klar.
Morgen um neun? Ich hab meine Kündigung beim LKA schon abgegeben.
Bis morgen. - Bis morgen.
(Spannungsvolle Musik)
(Dynamische Musik)
SWR 2024
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