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Ich hatte vielleicht Angst.
Wenn ich bei dir bin, brauchst du doch keine Angst zu haben.
Ich hatte ja vor dir Angst, weil du mich in den Arm genommen hast.
- Dann wird es jetzt noch viel schlimmer. - Wieso denn das?
Weil ich Lust habe, dich jetzt zu küssen.
- Soll ich dir mal was sagen? - Ja, sag mal was.
- Du bist ein herrlich verrückter Kerl. - Und du bist süß.
Ich finde dich auch süß. Und jetzt gehen wir zu mir.
So wie die Sonne ist, ist heute wieder unser Blumenkohl.
Nehmen Sie ihn sich mit. Blumenkohl ist wunderbar!
- Ein Pfund Mohrrüben. Viel Spaß damit, Madame. - Danke.
- Was macht denn das? - 6 Francs. So, eine gratis Orange für den Nachwuchs.
Nehmen Sie sie mit, dann hat er gleich einen Ball zum spielen.
- Bitte sehr. - Oh, danke.
- Netter Mensch. - Ja.
Fisch. Frischer Fisch. Frischer Fisch, meine Damen. Fisch.
Sehen Sie mal, der zappelt ja noch in der Hand, meine Dame.
- Die ist für dich. - Ich werde sie mir aufheben.
Ich würde sie an deiner Stelle gleich essen.
Wie du weißt, braucht der Mensch Vitamine.
- Ich kann aber nicht zwei Dinge auf einmal tun. - Wieso?
- Ich verschlinge dich schon mit den Augen. - Ohne meine Erlaubnis?
Darauf kann ich nicht warten.
Sieh mal da, da hinten! Den schwarzen Punkt! Da wohne ich.
- Ist aber hübsch bei dir. - Ein richtiges Liebesnest.
Zeig mal.
- Und da wohne ich. - Lass mal sehen.
Oh, da liegt ja jemand in deinem Bettchen.
Nein. Ich wohne ja da drüber.
Und da sehe ich einen großen Jungen, der wartet auf jemand.
- Auf seine Liebste. - Und wie ist sie? - Sie ist unglaublich hübsch.
- Und liebst du sie? - Unsterblich. - Aber wenn du stirbst, Marcel,
dann kannst du ihr ja gar nicht mehr sagen, wie sehr du sie liebst.
- Wie heißt den deine Liebste? - Elise.
- Sie war unpünktlich. - Keine Frau ist pünktlich.
Sie wird es aber nie wieder tun.
- Was machst du jetzt? - Also ich bin... - Nein, lass mich raten.
- Gut. - Bist du Fernfahrer? - Ich würde zwar gerne
mit dir in die Ferne fahren, aber nicht mit einem großen Brummer.
- Dann bist du Privat-Chauffeur. - Nun bleib mal auf dem Teppich.
Fährst du einen klitzekleinen Lieferwagen?
- Noch mal so was Albernes und ich springe runter. - Nein, nicht!
- Dann muss ich auch springen. - Ich bin der zweitbeste Taxifahrer.
- Und wer ist der Beste? - Ich auch. Der Erstbeste ist neulich verstorben.
- Und was machst du? - Rate mal.
- Du bist Kindermädchen. - Wie kommst du denn darauf?
- Na, weil du so lieb zu mir bist. - Du bist aber ein munteres Kleinkind.
Ja, ich gebe es zu, ich war schon immer ein wenig frühreif.
- Schauspielerin? - Ganz heiß. - Sängerin gar? - Nein, ganz kalt.
Ein Tipp. Ich zeige etwas, was andere sehen wollen.
- Mannequin? - Nennen wir es lieber Fotomodell.
Ist ein weiter Begriff. Was für Fotos sind es denn?
Was willst du denn damit sagen?
Es war nur ein dummer Scherz. Ich rede manchmal so was.
Auf die, die mein Leben verschönern wird.
Auf den, von dem ich hoffe, dass er mich auf Rosen betten wird.
Charlie! Sexbombe von links im direkten Anmarsch.
Wer hätte das gedacht?
Entzückend.
Ach ja.
- Da wird einem ja die Pupille weiß. - Wieso?
- Die hat als Schlusslicht die Muschi gezeigt. - Soll ich den Schlüpfer anmessen?
Untersteh dich. Die arbeitet bei der Eisenbahnabteilung, Schnellverkehr.
Und du als Rangierer.
- Hey, da. Sieh mal. - Die schiebt einen unheimlichen Otto.
Übrigens, wer so eine lange Schürze trägt,
hat meistens ein über die Tonne gebügelt' Bein.
Kannst du sagen, was du willst, die hat irgendwie Art die Braut.
Aber bei der musst du sehr viel schmücken.
Und schmücken kann nur der, der was zum schmücken hat.
- Ja, leider. - Taxi! Ist einer der Herren frei?
Für Sie machen wir uns frei.
Wohin darf ich Mademoiselle entführen?
La Muette. In die Rue Saint Jean 45.
Ein Glück hat dieser Kerl.
Wenn ich hier rechts rumfahre, sparen Sie 10 Mäuse, korrekt?
Korrekt. Es ist sehr selten, das einem jemand beim sparen hilft.
Ich bin ein hilfsbereiter Mensch. Mit mir können Sie über fast jede Hürde gehen.
Was treibt denn der da?
- Wir haben Weihnachten noch was vor. - Ich gebe dir eins auf den Rüssel,
dann lässt du Weihnachten aus und feierst gleich Silvester.
- Ja, dann komm doch her, du Knallschote! - Ich hau dich ungespitzt ins Pflaster!
- Haben Sie Ärger? - Der kann mich mal.
Ist es nicht furchtbar, sich dauernd mit solchen Typen rumzuschlagen?
Dafür hat man manchmal aber auch reizvolle Fahrgäste.
Hoffentlich sagen Sie das auch von mir.
Darf ich mich bei Ihnen umziehen?
Mein Freund will mich nur in Reizwäsche sehen.
- Aber gerne. - Danke.
Und ich hatte bisher keine Zeit.
Ich bin übrigens eine verheiratete Frau.
- Eine furchtbar langweilige Angelegenheit. - Oh, hallo.
Man muss das Vergnügen suchen, wo man es findet, nicht?
Ort und Zeit spielen keine Rolle.
Wissen Sie noch, wo ich hin will?
Solange Sie mir nichts anderes sagen, fahre ich Sie zur Rue Saint Jean.
- Da kenn ich nichts. - Da ist eine schicke Wohnung.
- Da treffe ich mich jede Woche mit einem Mann. - Ja?
Er bezahlt mich dafür, dass ich mit ihm ins Bett gehe.
- Ich mach es auch ohne Bezahlung. - Es ist ein wundervolles Gefühl,
in den Sumpf des Lebens hinab- zusteigen und sich ganz gehen zu lassen.
Ist mir zwar neu, aber hochinteressant.
- Und der Herr Gemahl? - Ich erzähle es ihm selbstverständlich.
- Alles? - Wo denken Sie hin? - Tja, wo denke ich hin, warten Sie mal.
Also, was sagen Sie ihm denn?
Ich sage ihm, dass ich mit einem Freund ins Bett geh.
- Aha, und wie findet er das? - Na, wundervoll.
Er schmeißt mir dann nur so pro forma ein paar grobe Dinge an den Kopf
und schläft weiter. - Der muss ja ein Gemüt haben wie eine Gießkanne.
Wissen Sie, ich bin mir ganz sicher,
dass er mir kein Wort, von dem, was ich ihm erzähle, glaubt.
Er sagt sich: Das Mädel will mir eine Freude machen,
weil ich hinten und vorne nicht mehr so recht hoch kann.
- Ja, ja, so ist er. Ein Rechtsanwalt. - Und er kann nicht mehr so richtig?
Tja, der Arme. Er hat es mehr im Gehirn.
- Na ja, das ist ja auch was. - Jetzt könnt ihr wieder, ihr beiden.
Nimm deine Nuss raus!
Sag mal, bist du hier ein ambulanter Striptease-Schuppen, oder was?
- Darfst du da auch mal anfassen? - Ich kenn mich gleich nicht mehr vor Wut!
Du nimm deine Karre und verschwinde!
Es gibt Leute, die haben ein Schwein. Die fahren mit dem gesamten Folies Bergère rum.
Verzisch dich!
Rue Saint Jean 45. Aber ein bisschen fix.
- Wie kommen Sie denn auf fix? - Die Scherze mache ich hier.
Das macht mich wiederum glücklich.
Haben Sie vielleicht Lust auf einen Drink?
Sie haben doch gesagt, Sie sind verabredet.
- Ich bin zu früh da. Er kommt immer zu spät. - Gerne.
- Sind Sie mal so nett? - Ich bin so nett.
- Magst du mich nicht, mein Schatz? - Natürlich, sehr sogar.
- Mach meinen Mantel auf. - Jetzt gleich?
Ja, wann denn sonst? Wir sind doch schon im dritten Stock. Beeil dich.
Ja, wenn das so ist. Das ist natürlich was anderes.
Was machen Sie denn da? Hören Sie sofort auf!
Sie geiler Kerl! Hören Sie auf! Hilfe!
- Aber? - Warum hörst du denn auf?
Das gehört dazu, dann wird es erst aufregend.
Ach so ist das. Wie dumm von mir.
Na, du hast dir ja vielleicht eine Masche zurechtgelegt.
Du redest viel zu viel. Los, mach weiter!
Meine erste Fahrstuhlnummer.
Weiter!
- Rauf und runter! - Ja!
- Wo sind wir denn hier? - Im Paradiesgarten.
- Gibt es denn auch Schlangen? - Oh, ja.
- Hallo? - Guten Tag.
- Gefällt sie dir? - Entzückend. Alles Neuland für mich.
Garten auf dem Dach, nackte Dachhäschen.
Je höher man in die High-Society aufsteigt,
umso mehr wird man ausgezogen. - Ach so?
- Wie heißt du eigentlich? - Beruflich Clementine.
- Wieso beruflich? - Ich heiße so.
Komm, Schatz. Nun mal im Ernst. Wie heißt du wirklich?
In Wirklichkeit heiße ich Corinne.
- So schön. - Komm schnell.
Also wenn du gestattest, dann darf ich mal Probe sitzen.
Ich gestatte.
Schön. Schaukelt sich gut.
- Magst du schwarze Höschen nicht? - Und wie.
- Können Sie hier auf mich warten? - Ich bin immer sehr ungeduldig.
Sie können sich ja damit die Zeit vertreiben.
Küsschen.
- Ach, du bist es, mein Schatz. - Tag. - Guten Tag. - Guten Tag.
- Du bist immer unpünktlich. - Es war ein starker Verkehr unterwegs.
Ja, ja, ich weiß schon.
- Wer ist denn dieser Herr? - Ich möchte mal so sagen, mein Privat-Chauffeur.
Ich hab dir schon tausendmal gesagt...
Komm Schätzchen, reg dich nicht auf. Bei ihm ist das was anderes.
Gib ihm ein Schlückchen zu trinken.
Er soll hier auf mich warten.
- Du wirst auch schon erwartet im roten Salon. - Ich beeil mich.
Bis gleich, mein kleines Schätzchen.
Sei schön artig.
Dort entlang, Monsieur.
- Nehmen Sie doch Platz. - Nehme ich gern.
- Champagner? Whisky? - Tja, ich weiß nicht.
- Sie sind eingeladen. - Oh, in dem Fall natürlich ein Fläschchen Schampus.
- Rosé wenn es geht. - Wegen des Jahrgangs noch einen Wunsch?
- Die Damen jung, der Champagner alt und kalt. - Na, dann weiß ich ja Bescheid.
- Ich heiße Sylvie. - Und ich Caddie.
- Und ich bin der schöne Marcel. - Sie können sich eine von uns aussuchen.
- Sie haben die freie Wahl. - Es ist auch bestimmt niemand beleidigt.
- Fantastisch, dann nehme ich euch beide. - Na dann, packen wir's doch.
Oh, nein, Kinder. Euer Eigenheim ist ja irre.
Da gehen einem ja die Augen über.
- Es gefällt dir also? - Und wie es mir gefällt.
- Wie gefalle ich dir denn? - Das werde ich dir erst nachher ganz genau sagen.
Ach sag mal, du Weltmeister.
Hast du grundsätzlich was gegen echte Blondinen?
Im Gegenteil. Ich stehe auf Blond wie eine Eins.
- Kommt hier wirklich jemand her, um fernzusehen? - Manche schon.
- Die ticken wohl nicht richtig. - Das würde ich nicht sagen.
Wir haben nämlich ein Sex-Programm hier.
Oh, vielleicht läuft da gerade ein Sex- krimi. Darf ich einen Blick reinwerfen.
Lass dich überraschen.
Und du wirst staunen. Wir werden deine geheimsten Wünsche erfüllen.
Das ist ein Wort.
- Und es wird aufregend. - Du bist ja bis obenhin zugeknöpft.
Nun ja...
Nein! Ist das die Abendschau?
- Unsere Abendschau. - Ach so.
So.
- Das Röckchen ist aber süß. - Da drunter ist auch alles süß.
Der Sender gefällt.
Die müssen einen Programmdirektor haben...
Mir wird ja schwindelig.
- Ob ich das durchstehe? - Das hoffen wir.
Hey, warte mal. Die kenne ich, die Kleine.
- Wen kennst du? - Na, die da. Das ist Corinne.
Die macht im Fernsehen solche Sachen?
Sag mal, hast du das immer noch nicht kapiert?
Im Zimmer nebenan steht eine Kamera. Die zeigt, was gerade passiert.
- Ach, das ist ja widerlich schön. - Gut, wenn du es widerlich findest,
dann stellen wir es ab. - Nein, Schwester. Lass an.
- Also gefällt es dir? Kleiner Lustmolch. - Ja.
Wir machen uns in jedem Salon so eine Freude.
- Dann kann man uns also auch beobachten? - Natürlich.
Die anderen wollen doch auch genießen.
- Wie viel Stübchen habt ihr denn hier? - Viele, viele.
- Kann man da auch reinsehen? - Kann man. - Komm, mein Schatz.
- Ich möchte mit dir tanzen. - Das möchte ich mit dir auch.
Ich eile.
Da will einer aber hoch hinaus.
Na ja, ist das ein Wunder? Bei den Hügeln überall.
- Weißt du, was wir jetzt machen? - Ich ahne es nicht.
- Also, meine Freundin und ich fesseln dir alle Glieder. - Alle?
- Dann vergewaltigen wir dich. - Das wird unvergesslich.
Na ja, um das Erlebnis nicht zu verlieren, müsste jemand fotografieren.
Wo hast du denn deinen Apparat?
So was, wo ist denn der komische Kerl geblieben?
Tritt doch ein.
Hören Sie, unsere Mitarbeiter werden nur gegen Voranmeldung bedient.
Jawohl, Madam.
Sie hätten mich wenigstens von Ihren Wünschen informieren können.
Na sicher.
- Also schreiben Sie sich das hinter die Ohren. - Das geht jetzt schlecht.
Na, schreib ich ein Postkärtchen.
- Du hast ja einen Dampf drauf. - Na, Mädel.
Ist aber ein eifriger Strampler deine Neuentdeckung.
Ich hab's dir doch gesagt. Der Knabe hat wirklich eine Menge anzubieten.
Bei ihm ist noch alles echt. Er ist noch nicht so pervers wie wir.
Das wird nicht mehr lange dauern.
So ihr kleinen Samenräuber. Euer Vati kann nicht mehr.
Was ist denn los?
- Maschine kaputt. - Was soll das denn heißen?
Das heißt, ich bin völlig ausgepumpt, fix und fertig, erschöpft.
- Das bist du alles auf einmal? - Ihr habt mich durch die Mangel gedreht.
Ach, nun komm, nicht übertreiben.
- Könnten wir nicht noch mal das sexy Programm anschalten? - Schon wieder?
Dein Gedächtnis hat aber nicht gelitten.
Man will doch wissen, wie es seinem Nachbarn geht.
- Na lauf. - Na gut.
Ihr habt ja internationale Kundschaft. Läuft gerade eine Ölkonferenz in Paris?
Für die Show da muss er sicher eine Menge hinblättern.
Das ist für den nichts Besonderes, der hat noch ganz andere Sachen drauf.
Neulich kam er hier als Astronaut angetanzt und wollte
unbedingt die Raumkapsel aus Amerika haben.
Da hat die Chefin angerufen, aber die haben sie nicht rausgerückt.
Jetzt wollen wir mal aufhören zu quasseln, sonst sehen wir nichts.
- Er kommt mir bekannt vor. - Wie kannst du nur so neugierig sein.
Du kommst nie drauf, wer das ist.
- Willst du es denn wissen? - Ach, völlig unwichtig.
- Wo ist denn Corinne? - Warum brüllst du denn wie ein Stier?
- Entspanne dich, sie ist in ihrem Zimmer. - Wirklich?
Warte, ich zeig sie dir.
Selbstverständlich, Doktor. Ich habe geglaubt, die Psychoanalyse
könnte mir helfen, mit meinen Schwierigkeiten fertig zu werden.
Schreiben Sie ruhig weiter.
Wir müssen weit in die Vergangenheit zurück lauschen.
Nur wenn Sie mir alles sagen, kann ich Ihnen helfen.
Sie müssen alles fein säuberlich aufschreiben.
Die Männer haben mich beschmutzt, haben mir meine Jugend genommen.
Sie haben mir die Hoffnung gestohlen, an Liebe glauben zu können.
Waren Sie noch Jungfrau, als Sie die Arbeit in diesem Büro angetreten haben?
Na und wie, Herr Doktor.
Und wer hat Ihnen die Jungfräulichkeit genommen?
- Oh, das war der Bürochef. - Waren Sie denn damit einverstanden?
- Er hat mich vergewaltigt. - Erzählen Sie mir genau, wie es passiert ist.
Ich saß wie immer, wie jeden Tag, in meinem Büro.
Ich habe einen Brief geschrieben, wie jetzt.
Da ist plötzlich der Bürochef von hinten an mich herangeschritten.
- So wie ich? - So wie Sie, Herr Doktor.
Eine merkwürdige Haltung für eine junge Schreibkraft.
Nun ja, jeder hat so seine Angewohnheiten. Ich habe meine.
Ich hab den Atem angehalten.
Er nahm meine Brüste ganz fest. Seine Hände waren feucht vor Freude.
- So wie jetzt? - So wie jetzt.
Warum haben Sie nicht um Hilfe geschrien?
Ich wollte ihn nicht verschrecken.
Und es hat Ihnen wohlgetan, dass Sie Männerhände streichelten?
Es hat mir wohlgetan. Es waren nämlich das erste Mal Männerhände.
Davor waren es nur die kalten Hände der Bürovorsteherin,
die mir Lust verschafft haben.
Und weiter.
Der heiße Atem des Vorstehers. Plötzlich riss er meinen Rock hoch.
Es erregte mich. Normalerweise hätte ich mich schämen müssen.
Haben Sie denn kein Höschen angehabt?
Die Bürovorsteherin hatte es mir streng untersagt.
Typische spätkapitalistische Perversionen.
Er berührte mit seinen heißen Händen meine erwartungsvoll gespreizten Schenkel.
Es war fantastisch.
Ich fühlte eine wohlige Wärme in mir aufsteigen.
Mir wurde heißer und heißer.
Langsam wurde mein ganzer Körper davon erfüllt, so wie jetzt.
- Und was haben Sie getan? - Ich habe mich vertippt.
Ich musste die ganze Seite noch mal von vorne anfangen.
- Haben Sie sich unruhig gefühlt? - Oh ja, und wie.
Ich hatte Angst, dass ich wieder mal meine Stellung verliere.
- Und an der Stelle stand auf einmal die Vorsteherin da. - So was Dummes.
Nein, das war gar nicht so dumm.
So ein Luder.
Vorsteherin...
So also sehen Ihre Überstunden aus.
Ich war zum ersten Mal in meinem Leben glücklich.
Fühlte sich der Herr Vorsteher nicht beiseite gedrängt?
Ganz im Gegenteil. Er hat sich auf die Bürovorsteherin gestürzt.
Und Dinge mit ihr getrieben, die aus- zusprechen verbietet der Anstand.
Nur Mut, ich bin bei Ihnen.
- Etwa so? - Ja.
Jawohl, genau so war es.
Ich wurde ganz wild.
Ich glaube, ich habe sogar geschrien.
Nicht so laut. Es reicht ja wohl, wenn wir drei über die Sache Bescheid wissen.
So wurde ich also vergewaltigt.
In dem Büro würde ich auf die nächste Lohnerhöhung verzichten.
Die Psychoanalyse hat dir also gefallen?
Er tut mir leid, dass er jedes Mal so etwas braucht.
Idiotisch. Ich schalte um.
Ist die jetzt etwa sauer?
Das musst du verstehen. Er war ihr bester Kunde, jetzt bedient ihn Corinne.
Hinfort.
Ich will ausreiten, Sklaven macht euch bereit.
Meine Schleppe.
- Holt Ihre Majestät, die Königin. - Jawohl, mein Gebieter.
Diese Ausritte bereiten mir ein ganz besonderes Vergnügen.
Reitet, mein Gebieter, reitet.
Na, der hat doch auch ein Schlag an der Mütze.
Wenn du so willst, hat jeder Mensch eine Macke.
Er hat jedenfalls Spaß dran.
Jeder will seine kleinen Laster loswerden.
Das soll er auch, sonst landet er beim Psychiater.
Jeder hat in der Liebe seine Spezialitäten.
Du willst auch nicht nur mit Handbetrieb leben, Schätzchen.
- Was soll denn das werden? - Ich zeig's dir.
Gar nicht mal so schön.
Na dann. Jetzt bin ich mal gespannt, wie die Braut vom Scheich aussieht.
Das kann doch nicht wahr sein. Das ist eine Fata Morgana.
Das ist ja Elise.
Nein, das glaube ich einfach nicht. Das ist unmöglich.
Was ist unmöglich?
Elise...
- Unsinn, das ist Catherine. - Das ist Elise.
- Gefällt sie dir? - Willst du sie nachher?
Ich hab sie schon jeden Abend zuhause.
- Ist das etwa deine Frau? - So ungefähr.
Wir wollten nächsten Monat heiraten, damit ist es jetzt wohl Essig.
Das kann ich ihr flüstern.
Na das ist ja ein Ding.
- Das tut mir aber leid, ehrlich. - Ja.
Was heißt hier "Oh"?
Entschuldigung.
- Marcel! - Wie geht's denn meiner Haremshure so?
Du schämst dich wohl nicht. Dir hätte ich so was nie zugetraut.
In meinen Augen bist du ein Drecksstück.
Hier, damit es auch besser riecht.
- Bist du verrückt? - Sicher bin ich verrückt, als ich dir geglaubt habe.
- Ich möchte dich ersäufen. - Du bist wirklich verrückt.
Weißt du, was du verdient hast?
Oh, ich bitte um Verzeihung, Catherine.
Ich hab vergessen, dass man bei Luxus- nutten sogar für ein Gespräch blechen muss.
Ich find's grässlich, wie du dich aufführst.
Ich habe auch meine perversen Gelüste, wie deine Kunden.
Es gibt Dinge, die mich unheimlich geil machen.
Aber ich bin ein einfacher Typ, mir reicht eine Badeshow.
Und jetzt steh auf.
- Was soll ich denn? - Los, komm hoch.
Ich bin zwar kein Scheich, aber reiten kann ich auch.
- Na los, mach deine Augen zu. - Du tust mir leid.
Du Miststückchen...
Ich mach dich so fertig, dass dir das Fremdreiten vergeht.
Das wirst du nicht.
- Mach deine Augen zu. - Nein.
- Mach die Augen zu. - Du tust mir leid.
Ich hasse dich.
Ich will, dass du unter mir stirbst.
Egoist.
Was starrst du mich so an?
Feigling.
In meinen Augen bist du ein Feigling, weil du dich an mir rächen willst.
Ich, ein Feigling?
Du versuchst überhaupt nicht zu verstehen.
Du fällst über mich her, wie ein Tier, nur weil dein Stolz verletzt ist.
Ich lebe und schlafe mit dir. Und damit glaubst du, ist alles erledigt?
Wie kann man nur so blöd sein? Eine Liebe, die muss man sich verdienen.
Das erzählst du mir?
Aber du bist wie alle. Du verwechselst auch Liebe mit Sex.
Nein, das stimmt nicht.
Ich weiß es. Es ist vorbei, Marcel. Aus und vorbei.
- Vielleicht könnten wir... - Wir können überhaupt nichts mehr.
- Aber warum denn? - Es ist zu spät.
Erklärungen hättest du vorher verlangen sollen.
- Ich habe ein Recht zu erfahren... - Du hast gar kein Recht.
Du wirst nichts erfahren. Du bist ein- fach zu dumm, um was zu begreifen.
Komm. Zieh dich an, wir gehen nach Hause.
- Nein. - Und warum nicht?
Du hast eben nicht Elise darum gebeten.
Du bittest Catherine, du bittest die Hure.
Und merk dir für die Zukunft, bei einer Frau kann man fast alles erreichen...
...mit einem bisschen Zärtlichkeit.
- Weißt du, was das ist? - Sicher, eine Orange.
- Und fällt dir dabei nichts ein? - Nein.
Frauen sind nicht besonders nachtragend. Sie haben aber ein gutes Gedächtnis.
Verschwinde.
- Marcel. - Ja?
Ich will dich nie mehr sehen.
Da haben wir ihn ja, unseren kleinen Orangen-Engel.
Mit eingezogenem Schwanz und einem bitteren Sieg in der Hosentasche.
Ich beglückwünsche Sie vielmals zu Ihrer Erfahrung.
Komm, ich mach euch bekannt.
Patrick Lachaume, mein Mann.
- Marcel, mein neuer Taxichauffeur. - Ich bin entzückt.
Ich hoffe, meine Frau hat Sie voll befriedigt, Verehrtester.
Du brauchst dich nicht zu genieren. Ich hab ihm alles erzählt.
Wir lieben uns. Wir lieben uns sogar sehr, nur ein wenig ungewöhnlich.
Meine Teuere hat recht, aber außergewöhnliche Dinge
kann man nur an außer- gewöhnlichen Orten genießen.
- Wir lieben charmante Ausschweifungen. - Ich finde das alles widerlich.
Und ich weiß auch gar nicht, was mich das angeht.
- Mein Bester, jetzt sind Sie trotzig. - Wie können Sie mich verstehen?
Sie haben Probleme mit Ihrem Ding da unten und ich eine Etage höher.
Ich finde, Sie sehen das zu altmodisch.
Wo wollen Sie denn hin?
- An die frische Luft. - Möchtest du nicht ein Schlückchen mit uns trinken?
Nein, ich will weder mit Ihnen noch mit Elise was zu tun haben.
- Elise, wer ist denn das? - Als Elise kennen Sie sie nicht.
- Das müssen Sie mir erklären. - Hier heißt doch jeder anders.
Ja, was finden Sie denn daran so schlimm.
Sie kennen sie unter dem Namen Catherine.
Corinne, erklär ihm mal das alles.
Weißt du, wir kennen Catherine schon lange, oder sagen wir Elise.
Wir haben Sie hierher eingeladen zu unserem kleinen Spiel.
Die liebe Elise hat uns viel von dir vorgeschwärmt.
Sie hat erzählt, was für ein toller Mann du bist.
Wir waren neugierig, das gebe ich zu.
Und so haben wir erfahren, dass dein Arbeitstag um 15 Uhr anfängt...
...und du fast immer an deinem Stammplatz an der Rue de Rivoli stehst.
- Und weiter? - Und da...
Da haben wir uns gedacht, der Knabe gefällt uns.
Der könnte ein bisschen bei uns mitmischen.
- Aber warum denn? - Zum Vergnügen, warum denn sonst?
- Und warum gerade Elise und ich? - Wir wollten einmal Schicksal spielen.
Und außerdem hat uns das Risiko gereizt.
- War Elise denn einverstanden? - Aber keineswegs.
Wo wäre denn sonst die Spannung gewesen?
Ihr seid ein verdorbenes Volk.
Nun mal langsam, junger Freund.
Wir wollten Ihr Leben durch unsere Erfahrung bereichern
und Sie beschimpfen uns.
- Soll ich mich auch noch bedanken? - Aber ja, das wäre besser.
Eher ist mir zum Kotzen.
- Dafür gibt es geeignetere Orte. - Das sehe ich nicht so.
Taxi! Taxi!
- Sind Sie frei? - Im Augenblick nicht, wie Sie sehen.
- Ich sehe nur, da ist Nobody in. - Nun, das ist Ansichtssache.
Wenn Sie uns auf den Arm nehmen wollen, werden wir böse.
Das ist ja eine glatte Vergewaltigung.
Ist ja richtig schick, wie Sie das sagen. Hätten Sie es denn gerne?
Natürlich, nicht aber jetzt. Ich warte hier auf einen Kunden.
Wenn der nicht zurückkommt, dann kann ich sie fahren.
- Sollen wir warten solange? - Ach, na ja...
Sie wollen doch wo hingebracht werden, wenn Sie nicht von mir gebracht werden wollen,
dann müssen Sie sich einen anderen suchen, das ist doch logisch, oder?
Hey, sagen Sie, wo bleibt denn Ihr Charme, Frenchman?
Hier steht er.
- Dürfen wir einsteigen? - Nein.
- Why? - Was meinen Sie denn mit "why"?
Wieso.
Was heißt hier wieso, ich hab eben gefragt, was "why" heißt.
Warum.
Also jetzt habe ich mich festgebissen, ich will wissen, was "why" heißt.
"Why" heißt, warum zeigen Sie uns nicht, was wir sehen wollen.
Na dann mache ich mich doch sofort frei.
Also dann, leben Sie wohl.
- Sie haben also die Nase voll von uns. - Ja, und zwar gestrichen.
Ich würde Sie gerne zum Essen einladen.
Ich habe keinen Appetit. Für heute reicht's mir, weiß Gott.
- Du willst also nicht mitkommen? - Nein.
Ist wirklich schade.
Ich könnte dir ein paar Sachen über Elise erzählen, dann würdest du sie anders sehen.
Ich lass mich doch nicht verschaukeln. Ich bin doch kein Trottel.
Bitte, wie du willst. Leb wohl.
Mein Herz, das Taxi wartet auf uns. Alles Gute.
- Was wollen Sie denn von Paris sehen? - Zuerst Ihren Eiffelturm.
- Etwa meinen? - Fangen wir mit dem richtigen an, ja?
Wie ich sehe, vertreiben Sie sich scherzend die Zeit.
Über eine Stunde. Sag mal, was machst du denn hier, Junge?
Ich arbeite wie du. Ich hab hier auf eine Kundin gewartet.
Und ich hab hier auf meinen Kunden ge- wartet. Aber beinah wäre ich abgehauen.
- Was habt ihr denn solange getrieben? - Na ja, wir haben es getrieben.
Tja, immer einen lockeren Spruch auf der Lippe der Junge.
- Wem gehören denn diese Frühlings- blüten dort? - Bis jetzt noch niemandem.
Ganz bezaubernde Kinder.
Sie kommen aus England und möchten Paris und die Pariser kennenlernen.
Wenn Sie erlauben, zeige ich Ihnen Paris, wie es kein Fremdenführer bieten kann.
Ein Paris voller Sex.
Das jeden verzaubert und nur einge- weihte wie ich zu schätzen wissen.
- Nicht wahr, mein Schatz? - Ich erbebe schon vor Erwartung.
- Und Sie, beben Sie auch? - Und wie.
Ich fühle ein Erdbeben in mir aufsteigen.
Sie fahren hinter uns her.
- Hast du es dir überlegt, Engelchen? - Jetzt möchte ich es wissen.
Meine Lieben, Achtung, die Rundfahrt beginnt.
Der "Bois de Bologne" ist für Orgien das, was Mekka für Araber ist.
- Oh, das finde ich ja "shocking". - Das möchte ich auch hoffen, Kind.
Aber den Schock werden wir überwinden.
Chauffeur, biegen Sie bitte in die nächste Querstraße rechts ein.
Da darf ich nicht rein.
Ich sagte doch, mich reizt nur das Verbotene.
Ein paar solche Dinger und der Führerschein ist im Eimer.
Atmet ein. Atmet tief die Erwartung ein.
- Sollen wir hier das Sportabzeichen machen? - Sie werden es alles erleben.
- Worauf warten wir denn noch? - Auf die Zuschauer.
Gib mir deine Hand.
Aber Marcel, willst du nicht wissen, was drunter ist?
- Ich fühle nichts. - Du bist kein Forscher. Du gehst nicht gerne auf Expeditionen.
Bestimmt nicht, wenn ich die Gegend schon gut kenne.
Der Körper einer Frau, mein Schatz, ist immer eine unbekannte Gegend.
Also gut.
Soll ich schon ein paar Decken ausrollen, falls wir hier campen wollen?
Bitte, gedulden Sie sich.
Da trabt einer an.
Na bitte, endlich.
- Und wenn das ein Bulle ist? - Wir tun nichts Verbotenes.
Ja, ja, das stimmt.
Ich glaube, das ist mehr als einer, das ist ein ganzes Nest.
Na dann klappt ja alles.
Wenn einer meinen Schlitten anfasst, dem haue ich den Putz von der Fassade.
Sie werden niemanden hauen. Haben Sie schon mal was von Voyeuren gehört?
Die wollen nur still zugucken, weiter nichts.
Warum müssen sich diese Typen vor meinem Auto zusammenrotten?
- Nicht aufregen, die wollen nichts von Ihnen. - Wollen die was von Ihnen?
Nicht von mir, die möchten diese halb- ausgezogenen Mädchen bewundern.
Das gehört zu deren Spaßvergnügen. Also seien Sie bitte vernünftig.
- Mach deinen Rock hoch, bitte. - Why?
Na, schnell.
Ja. Sehr gut so.
Ja, schön.
- Gefällt dir das? - Es ist traumhaft.
- Soll ich weitermachen. - Ich bitte dich drum.
- Nimm mich. - Vor all den anderen?
- Stören sie dich? - Ich hab meine Prinzipien.
- Lass mich raus. - Wo willst du hin?
- Ich möchte aussteigen. - Nein, warte.
Ich brauch dich, weißt du das?
Zieh dir was an. Du wirst dich sonst erkälten.
Steig aus. Wir wollen die Herren Voyeure doch nicht enttäuschen.
Ja, steh ich denn mitten im finsteren Walde?
Wenn die den Hut verliert.
Nicht doch so hurtig, mein Ischias.
- Das geht hier sehr frei zu im Walde. - Oh, yes, frei.
Du sollst dich nicht frei machen, nein.
Ich meine, die treiben es hier im Walde ganz fürchterlich.
Und da ergibt sich für uns die Frage, was wir hier im Auto anstellen.
- Oh yes, im Auto, Drive-in. - Oh ja, sehr gern.
Aber im Auto ergeben sich Schwierig- keiten mit meiner Leibesfülle.
Aber vielleicht fällt Ihnen da noch ein Ausweg ein.
Da fällt mir schon was ein.
Mein süße Elise. Sie hat mir alles bedeutet.
- Das wird schon wieder. - Nein.
Es ist vorbei.
- Es war schon vorbei als... - Als?
So eine Kündigung ist doch keine Tragödie.
Einen Job findest du immer wieder, gerade du.
Wieso, habe ich etwa besondere Qualitäten?
Du siehst gut aus. Leute, die Leute einstellen, achten auf so was.
Ich habe mich nur fotografieren lassen, mehr kann ich nicht.
Dann lernst eben irgendwas.
Ich werde nur lernen, wie man mit so ein paar Francs nicht auskommt.
- Aber du hast doch mich, Liebling. - Wo habe ich dich denn?
Das weißt du doch ganz genau. Ich war ganz ehrlich zu dir.
- Ich wollte dich was fragen. - Hoffentlich weiß ich die richtige Antwort.
Da reicht mir ein Wort. Also, Liebling...
Verzeihung, wenn ich in die Gegend von La Muette will,
muss ich da mit dem 72er oder 91er fahren?
- Sie müssen den 82er nehmen. - Unsinn, der fährt in die andere Richtung.
- Und der 71er nach Trocadéro. - Dann muss es der 92er sein.
- Sehr richtig. - Vielen Dank.
- Elise... - Noch eine Frage, bitte.
Wie lange brauche ich Ihrer Meinung nach La Muette?
Fahren Sie doch so lange Sie wollen.
- Also... - Was wolltest du mich denn fragen?
Ich komme hier ja gar nicht zu Wort.
- Ist denn das jetzt der Richtige? - Ja.
- Sind Sie sicher? Woher wissen Sie das denn? - Der Bus gehört mir.
Sie könnten ruhig freundlicher sein. Ihre kleine Frau tut mir leid.
- Was wolltest du mich fragen? - Willst du meine Frau werden?
- Was? Wie bitte? - Willst du meine Frau werden?
Ja, aber ja. Ja, mein herrlich verrückter Kerl.
- Ist das wahr? - Ja, mein Liebling.
Du machst mich furchtbar, furchtbar glücklich.
- Ich liebe dich. - Ich dich auch.
Wahre Liebe vergeht niemals.
Meine ist tot und begraben.
Du leidest. Du bist verloren.
Vollkommen.
Auf Frivolität und den Leichtsinn.
- Er hat schnell dazu gelernt. - Auf den Leichtsinn.
Was ist mit dir, Marcel? Willst du nicht mehr mitmachen?
Ich habe nie mitgemacht.
- Auf die Leidenschaft. - Wir trinken auf die Leidenschaft.
- Ist dir 'ne Laus über die Leber gelaufen? - Ich kann etwas nicht verdauen.
Jetzt sauf doch, mal ohne nachzudenken. Bringt doch nichts.
- Entschuldigt mich, bitte. - Darf ich mitkommen? - Okay.
Vor unseren Augen entspinnt sich eine Liebesgeschichte, wie romantisch.
Ja, so scheint es.
Sie sind so schön, ich wäre gerne wie Sie.
Was redest du für dummes Zeug? Du bist jünger, das ist schon ein Vorteil.
- Ich möchte so sein wie Sie. - Du kannst auch sein wie ich.
Du musst nur alles wahrnehmen, was das Leben dir bietet.
Die Frau ist nur für eins da. Sie ist für die Liebe geschaffen.
Du genau so wie ich und all die anderen auch.
Ob hübsch oder hässlich, den Körper eines anderen Menschen zu genießen,
das ist unsere Bestimmung.
Selbst wenn eine Frau sich erniedrigt, selbst dann sollte sie es tun.
So habe ich noch nie gedacht.
Wenn du jung bleiben willst, dann musst du mir glauben.
Wenn Sie Wünsche haben, meine Damen, ich bin bereit.
Ich finde Ihre Frau Gemahlin ganz fabelhaft.
Und ich finde Ihre Fahrgäste ganz fabelhaft.
- Ihre Frau ist etwas ganz Ausgefallenes. - Sie ist raffinierter.
Wenn ich an die Figur denke, zittert bei mir alles.
- Sie dürfen ruhig zugreifen, halten Sie nichts zurück. - Na, hören Sie mal.
Das verschlägt mir ja die Sprache.
Sie verfügen einfach so über ihren Körper?
Es geht sogar soweit, dass ich möchte, dass sie Ihren Körper genießt.
Aber Vorsicht, Corinne ist eine gefährliche Frau. Sie kann einen vernichten.
Pfui, ihr seid ja widerlich.
Eines Tages werden auch Sie dahinterkommen.
- Die beiden... - Hören Sie, Sie sind doch tolerant.
Jetzt muss ich drei Wochen zur Kur.
Ich liebe dich, mein Schatz.
- Die armen Kinder. - Die lieben sich.
Aber wie lange noch?
- Wie war's? Aufregend? - Nein, zu einfach.
- Aber du erzählst es mir doch? - Natürlich, in allen Einzelheiten.
Meine Eltern fahren im Sommer drei Wochen weg. Dann sind wir allein.
Selbst im Sommer trägt sie einen Regenschirm von ONM.
- Cut. Wie war das? - Perfekt.
- Wie lang? - 20 Sekunden.
Es muss 15 Sekunden sein. Also noch mal.
- Was ist das? - Eine Werbung.
- Kommst du ins Fernsehen? - Ja, für 15 Sekunden.
Das ist doch ein toller Start.
Es ist ein feuchter Start, mein ganzer Rücken ist durchnässt.
- Willst du meine Jacke haben? - Max würde ausflippen.
- Wer ist das? - Der Regisseur.
- Wer ist der Typ? - Ist gerade angekommen.
Alle an ihre Plätze.
Nein, warten Sie, ich habe eine Idee.
Setzen Sie sich neben sie.
Halten Sie sie an der Taille fest und geben Sie ihr einen Kuss.
- Zeigen Sie ihr Ihre Liebe. - Wirklich?
Ja, wirklich. Halten Sie sie und küssen sich.
Okay. Ruhe! Kamera!
ONM, 52, Take eins.
Ich hab sie geliebt.
Ich hab noch nie jemanden so geliebt wie Elise.
Glaub mir, du kannst sie immer noch zurückholen.
- Weißt du, dass du Schuld hast. - Tut mir leid, das wollte ich nicht.
Mein Mann und ich hatten uns vorgestellt...
Wir haben gedacht, dass du bei unserem amüsanten Spielchen mitmachst.
- Es war nicht der richtige Augenblick. - Du darfst nicht böse sein.
Vor allem verurteile unsere kleinen Schwächen nicht.
Ich bin doch nicht böse.
Ich hab nur festgestellt, dass Elise eins der ältesten Gewerbe ausführt.
Und wenn man so wie ich kein Zuhälter ist, dann ist das schwer zu schlucken.
Ich weiß nur, dass sie dich liebt.
Also, wenn das Liebe sein soll, dann kann man sich die Liebe an den Hut stecken.
Sie wird ihre Gründe gehabt haben.
Was für Gründe?
Ich kenne die.
Glaub mir, sie hatte keine andere Möglichkeit.
Wenn du die Gründe kennst, dann musst du sie mir auch sagen.
- Hab ein bisschen Geduld. - Warum denn nicht gleich?
Wenn man was unangenehmes erfährt, muss man sich vorher gestärkt haben.
- Wo fahren wir denn hin? - Essen.
- Die Stärkung. - Alles Weitere erfährst du beim Essen.
- Ja, bitte, wer ist da? - Maitre Lachaume.
- Welche Mitgliedsnummer? - 241.
- Wie lautet das Kennwort dieser Woche? - Die nackten werde die Ersten sein.
So lautet es.
Treten Sie ein.
- Darf ich mir eine Bemerkung erlauben? - Sie dürfen immer.
Sie verstoßen gegen die Vorschriften. Sie dürfen nur einen Gast mitbringen.
- Verzeihen Sie, dass ich zwei Damen beglücken wollte. - Gut, ich verzeihe.
Meine Brüder und Schwestern, die Kapelle ist nun für euch eröffnet.
So Bruder, gib mal Obacht.
Hast du denn deine Keule mit?
Selbstverständlich, die habe ich in der Hosentasche.
Guten Abend.
- Guten Abend, meine Herren. - Tag, Ritter Blaubart.
- Na gefällt's dir? - Ich find das fabelhaft hier.
Außerdem kann nichts passieren, das Rote Kreuz ist auch da.
- Was sind denn das für Bräute da? - Das sind unsere Bedienerinnen.
- Wir sagen auch Saaltöchter. - Aha, so sagt ihr auch.
Ab sofort, mache ich auch einen Saal auf.
Warum habt ihr die Kinder denn in den Knast gesteckt?
Wir haben festgestellt, dass man so Personal am besten auf Dauer hält.
- Kriegt ihr keinen Ärger mit der Gewerkschaft? - Im Gegenteil,
die Herren sind oft hier.
Die sind ja zum Anbeißen, die Mäuschen.
Meine Herrschaften, unsere Sklaven werden Sie empfangen.
Öffnen Sie den Käfig.
Na endlich, ich hab mir schon einen ausgesucht.
- Das wird ein Spaß. - Worauf hast du denn Lust?
Ich kann's auch auf Russisch mit Kaviar.
Da werde ich zum Donkosaken.
Mädels, seid ihr klasse.
Da weiß man gar nicht, wo man zuerst anfangen soll.
Gefalle ich dir auch in Rot?
Na, hast du das gern?
Mei, da legst di nieder.
Nein, hast du einen schönen Flaum.
Flaum? Wo denn?
- Ich stehe auf Bart. - Ach so.
Komm ich mach dir ein paar schöne Stunden.
- Wollen wir beide ins Kino gehen? - Ja, aber erst nachher.
Hör doch auf, fummel woanders rum.
Wie uncharmant. Hast du meine Kür schon gesehen?
Bist du denn auch musikalisch?
Also, in der Schule da...
Elise...
Warum?
Der Aperitif wird im Gewölbe serviert, meine Herren.
Sklaven, geleitet die lüsternen Brüder und Schwestern an den geweihten Ort.
Es geht wirklich nichts über Hausmusik, da kann einer sagen, was er will.
Wer ist denn da hinten so freundlich zu mir? Ach so, wir kennen uns bereits.
Komm, Marcel.
Nehmt dort Platz.
Auf geht's, Sklavinnen!
Im Gewölbe ein Aperitif, hoffentlich geht das nicht schief.
- Wo sind wir hier denn? - In einer süßen Hölle.
- Haben Sie sich verkühlt? - Ich muss immer niesen auf dem Kontinent.
Mir geht's so in England. Ich hab da ein herrliches Rezept.
Man muss sich was Molliges auf den Schoß setzen,
da wird einem warm und Spaß macht's auch noch.
Ich hatte mal einen erfrorenen Zeh, aber unter dem Röckchen meiner Braut
ist er wieder aufgetaut.
Haben Sie bitte Feuer?
Vielen Dank, Marcel.
- Wie genießt man denn so was. - Sie werden es gleich sehen.
Ein Willkommensgruß für unsere hochverehrten Gäste.
Oh, wie das prickelt.
- Mein Herr. - Muss ich jetzt irgendwas machen?
- Sie haben doch eine Zunge. - Ja, eine lange sogar.
Stellen Sie das Glas wieder hin.
Gehen Sie.
Da hinein?
Aus dieser Quelle trinkt die Welt und ich auch.
Na ja, dann.
- Ich hab doch erst angetrunken. - Nehmen Sie wieder Platz.
Ich komme bestimmt öfter in Ihr Lokal.
Oh ja, los geht's.
Schmeckt schön.
Na, geh schon.
- Fummeln Sie nicht an mir rum. - Marcel.
Na schön.
- Tu es, bitte. - Nein.
Bitte, sonst erzähle ich dir nichts von Elise.
Immer zu mir, alles zu mir. Lecker, was?
- Wo ist denn das Besteck. - Wir essen mit der Hand, das ist viel erotischer.
Das müssen Sie mir mal an einem anderen Abend erklären.
Hm, schmeckt nach Hahn.
Wie hast du es am liebsten?
Wie wird mir? Da klopft jemand an meine Tür.
- Nur Geduld, das ist erst die Vorspeise. - Oh, Schwester.
Also?
- Wo wollen Sie hin? - Ich will hier raus.
Aber der Abend hat doch erst angefangen.
Er wird ohne mich zu Ende gehen müssen.
- Wollen Sie nicht den Höhepunkt abwarten? - Schickt mir eine Ansichtskarte.
Marcel!
Trink doch bitte noch einen Schluck.
Damit es dir besser bekommt, was ich dir erzählen will.
Bitte.
Auf Elise.
Eins weiß ich, sie liebt dich.
Ich will nicht bestreiten, dass sie einiges hinter sich hat.
Das hat jeder von uns.
Aber als du sie gefragt hast, ob sie deine Frau werden will,
da wollte sie hier aufhören und ganz von vorne anfangen.
- Ich werde aufhören. - Und warum?
- Ich werde heiraten. - Du Idiotin.
- Einen Kunden? - Nein.
Dann ist es nichts Ernstes.
Und der arabische Prinz?
Er wird mich in Erinnerung behalten müssen.
Undankbar.
Wir können nur dank ihm den Laden offen halten, und er kommt deinetwegen.
- Dann muss du eine andere finden. - Unmöglich.
Gut, ich akzeptiere, aber nicht für den Prinzen.
Er kommt zweimal im Monat und du wirst hier sein.
- Ich komme nicht wieder zurück. - Dafür werde ich sorgen.
- Und wie? - Mit allen Mitteln, die nötig sind.
- Willst du mich erpressen? - Wenn es sein muss.
Das sind die Bedingungen für dein Treffen mit dem Prinzen.
Und wenn er nicht kommt?
Wird Jacqueline große Probleme bekommen.
Was kann sie schon machen?
Sie könnte es erzählen und zwar... wie hieß er noch mal?
Marcel.
Sei vorsichtig. Sie könnte alles ruinieren.
Das wäre furchtbar.
- Sie ist zu allem imstande. - Sie kennt ihn nicht.
- Sie wird ihn finden. - Sie ist ein Miststück!
Sie ist eine Frau, die um ihre Existenz kämpft.
- Was wäre, wenn du in ihrer Lage wärst? - Das bin ich bereits.
- Wie ist dein Freund so? - Wie andere Männer.
- Nichts ist anders? - Doch, ich liebe ihn.
Jetzt weißt du alles.
Jetzt bist du dran.
Ich hab kein Glück, daran liegt's.
Danke.
Marcel.
Ich wünsche mir, so geliebt zu werden wie du.
Adieu.
Sie ist eine entzückende Liebhaberin. Wenn du willst, überlasse ich sie dir.
Du kannst sie mir nicht überlassen. Ich werde sie mir nehmen.
Aber ja, Milady.
Wo ist denn Marcel, der Schlingel?
Er ist weggegangen, entfleucht.
- Dann werde ich ihn mal einfangen gehen. - Nein, bleiben Sie hier.
Was soll's, wir brauchen ihn nicht mehr.
Freunde, macht Musik! Wir wollen tanzen!
Wir wollen zusammen trinken und wir wollen uns lieben!
Das Fest der Freude beginnt!
Ich möchte es auch.
Ich will auch geliebt werden.
Aber ich bin doch bei dir, mein Liebling.
Du liebst nur die Hure, die du aus mir gemacht hast.
Die Hure will aber nicht mehr.
Sie will etwas anderes, Zärtlichkeit.
Gibt es denn hier irgendetwas, was dir nicht gefällt.
Stößt dich irgendetwas ab?
Ja, Patrick.
Du.
Das ist natürlich was anderes.
Es gibt keine größere Enttäuschung als die Frauen.
Nein.
- Sind Sie verheiratet? - Noch nicht. "Verlobt" möchte ich es nennen.
- Ist sie hübsch? - Ja, mir gefällt sie.
Sie ist vielleicht ein bisschen zu rund.
- Orientalisch geformte Frauen sind ja wieder gefragt. - Würde ich sagen.
- Würden Sie mich bitte der Dame vorstellen. - Nein.
Nein.
Elise!
Elise!
"Liebster Marcel,
ich weiß, dass ich dir sehr wehgetan habe.
Ich wollte hier auf dich warten, aber ich kann es nicht.
Ich habe Angst. Ich bin sehr verzweifelt.
Ich gehe zum Eiffelturm.
Wo du mich zum ersten Mal gefragt hast, ob ich mit dir zusammenleben will.
Wenn du mir verzeihen kannst, dann komm.
Vielleicht können wir das, was gewesen ist, vergessen.
Du musst mir glauben, ich liebe nur dich.
Ich umarme dich, mein herrlich verrückter Kerl.
Mit aller Kraft und Zärtlichkeit, die ich habe. Ich liebe dich."
- Ich verzehre deine lieblichen Augen. - Ohne meine Erlaubnis?
- Ich hatte Angst. - Die Fahrt war doch nicht zum Fürchten.
Du hast mir Angst gemacht, als du mich festgehalten hast.
- Liebst du sie? - So sehr, ich könnte sterben.
Aber wenn du stirbst, kann sie dir nicht sagen, dass sie dich liebt.
Auf die Frau, die mein Leben erleuchtet.
Auf den Mann, der mein Leben erblühen lässt.
Meine Liebe.
Meine wunderschöne Liebe.
Das kannst du mir nicht antun.
Ich vertraue dir.
- Kann ein Mann wirklich einer Frau vertrauen? - Nein.
- Willst du mich heiraten? - Ja, mein herrlich verrückter Kerl.
Elise!
Elise!
Wo bist du?
Ich hab dich verloren.
Elise!
Elise!
Elise!
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