All language subtitles for My Emptiness And I.Adrián Silvestre.2022.WEB-DL -DEU

af Afrikaans
ak Akan
sq Albanian
am Amharic
ar Arabic
hy Armenian
az Azerbaijani
eu Basque
be Belarusian
bem Bemba
bn Bengali
bh Bihari
bs Bosnian
br Breton
bg Bulgarian
km Cambodian
ca Catalan
ceb Cebuano
chr Cherokee
ny Chichewa
zh-CN Chinese (Simplified)
zh-TW Chinese (Traditional)
co Corsican
hr Croatian
cs Czech
da Danish
nl Dutch
en English Download
eo Esperanto
et Estonian
ee Ewe
fo Faroese
tl Filipino
fi Finnish
fr French
fy Frisian
gaa Ga
gl Galician
ka Georgian
de German
el Greek
gn Guarani
gu Gujarati
ht Haitian Creole
ha Hausa
haw Hawaiian
iw Hebrew
hi Hindi
hmn Hmong
hu Hungarian
is Icelandic
ig Igbo
id Indonesian
ia Interlingua
ga Irish
it Italian
ja Japanese
jw Javanese
kn Kannada
kk Kazakh
rw Kinyarwanda
rn Kirundi
kg Kongo
ko Korean
kri Krio (Sierra Leone)
ku Kurdish
ckb Kurdish (Soranî)
ky Kyrgyz
lo Laothian
la Latin
lv Latvian
ln Lingala
lt Lithuanian
loz Lozi
lg Luganda
ach Luo
lb Luxembourgish
mk Macedonian
mg Malagasy
ms Malay
ml Malayalam
mt Maltese
mi Maori
mr Marathi
mfe Mauritian Creole
mo Moldavian
mn Mongolian
my Myanmar (Burmese)
sr-ME Montenegrin
ne Nepali
pcm Nigerian Pidgin
nso Northern Sotho
no Norwegian
nn Norwegian (Nynorsk)
oc Occitan
or Oriya
om Oromo
ps Pashto
fa Persian
pl Polish
pt-BR Portuguese (Brazil)
pt Portuguese (Portugal)
pa Punjabi
qu Quechua
ro Romanian
rm Romansh
nyn Runyakitara
ru Russian
sm Samoan
gd Scots Gaelic
sr Serbian
sh Serbo-Croatian
st Sesotho
tn Setswana
crs Seychellois Creole
sn Shona
sd Sindhi
si Sinhalese
sk Slovak
sl Slovenian
so Somali
es Spanish
es-419 Spanish (Latin American)
su Sundanese
sw Swahili
sv Swedish
tg Tajik
ta Tamil
tt Tatar
te Telugu
th Thai
ti Tigrinya
to Tonga
lua Tshiluba
tum Tumbuka
tr Turkish
tk Turkmen
tw Twi
ug Uighur
uk Ukrainian
ur Urdu
uz Uzbek
vi Vietnamese
cy Welsh
wo Wolof
xh Xhosa
yi Yiddish
yo Yoruba
zu Zulu

Original subtitles

Komm.

Bist du geil?

Ist alles okay?

Sicher?

Hey, entspann dich.

Was ist los?

Ganz ruhig. Wir sind jetzt hier.

Hey, was ist los? Rapha, Mann, was ist los?

Entspann dich, mach dir keine Sorgen.

MEINE LEERE UND ICH

Wie lautet Ihr weiblicher Name?

Mein weiblicher Name?

- Haben Sie einen? - Nein.

Und wenn Sie einen hätten? Wie würde er lauten?

Darüber habe ich nie nachgedacht.

Okay, dann trage ich hier "Raphael" ein, okay?

Schreiben Sie doch "Raphaëlle" mit "LL" und "E",

das ist die weibliche Version im Französischen.

Mit "F" oder...?

"PH". - "PH".

Rapha... ëlle.

"LL" und "E" am Ende. - "LL" und "E" am Ende.

- "Raphael"? - Raphaëlle.

Oh, Raphaëlle.

Okay, also... Es klingt gleich im Maskulinum und Femininum.

Na gut.

Wie definieren Sie sich selbst?

Was meinen Sie damit? - Ich meine, ähm...

Man definiert sich ja selbst: Junge, Mädchen...

Ich bin ein Junge, natürlich. - Okay.

Und wie fühlen Sie sich?

Was meinen Sie damit?

Ich verstehe es nicht.

Man unterscheidet

dazwischen, wie man sich selbst definiert,

seinen Namen,

und dazwischen, wie man sich im Innersten fühlt.

Wenn Sie in sich hinein horchen...

Fühlen Sie sich wie ein Mädchen? Fühlen Sie sich wie ein Junge?

Was bedeutet das,

sich wie das eine oder das andere zu fühlen?

Das ist etwas Intimes. Das können nur Sie beantworten.

Ich kann es auch nicht. - Okay, antworten Sie nicht darauf.

Sie kleiden sich aber wie eine Frau.

Nun, ja...

Ziehen Sie sich normalerweise wie eine Frau an?

Als ich in Paris studiert habe, habe ich das getan.

Ich weiß nicht, ich mag feminine Kleidung.

Das werde ich mir notieren. Okay.

Wir kommen jetzt zu den intimeren Fragen.

Womit spielten Sie als Kind?

Mit Puppen. - Puppen.

Wie haben Sie gepinkelt?

Sitzend. - Sitzend.

Trugen Sie einen BH?

Nein. - Sie taten also nicht so, als ob...

Natürlich hat man als Kind keine Brüste,

aber manche tun so als ob.

So wie Sie mit Puppen spielten... Trugen Sie einen?

Nein, nein. - Nein.

In Ordnung.

Wie haben Sie masturbiert?

Ich weiß nicht, was ich sagen soll.

Wenn Sie masturbiert haben, haben Sie sich dabei angeschaut?

Sahen Sie sich Ihre Genitalien an? Nein.

Das war die Frage.

Ob sie es im Hellen oder im Dunkeln taten.

Damit man sich selbst anschauen kann oder nicht. Das war die Frage.

Das waren die schwierigsten Fragen.

Warte, lass mich das Update starten.

Okay. Ich muss eine Synchronisation durchführen.

Das dauert dreißig Minuten...

Und in dreißig Minuten sollten Sie auch wieder Internet haben.

Ist das so in Ordnung?

Bitte, hören Sie auf, darauf zu bestehen

oder ich muss auflegen.

Okay, gut: Auf Wiedersehen.

Hallo? - Hallo.

Hallo, Papa. - Hallo Rapha! Na, wie geht's?

Gut, und euch? - Bestens.

Wirklich? - Du klingst komisch.

Nein, ich komme gerade vom Psychologen.

Und?

Also...

Sie sagte mir, dass...

Anscheinend ist es eine Genderdysphorie.

Genderdysphorie? Was ist das denn?

Ich habe es nicht ganz verstanden,

weil ich unter Schock stand, aber im Grunde...

Sie denkt, dass...

Eigentlich denkt sie,

dass ich eine Frau in einem Männerkörper bin.

Soweit ich ihr folgen konnte.

In Ordnung.

Also, was musst du nun tun?

Ich weiß es nicht genau.

Sie sprach von einer hormonellen Behandlung, aber...

Ich glaube, ich habe keine Wahl.

Ich muss mich daraufhin gleich entscheiden.

Sie schickt mich zum Endokrinologen, aber...

Ich weiß es nicht. Es scheint...

Schätzchen, auf jeden Fall... müssen wir etwas tun.

Ja, aber... was denn?

GENDERDYSPHORIE

DENKST DU, ICH BIN EIN RICHTIGES MÄDCHEN?

INWIEFERN "RICHTIG"?

DAS MUSST DU SELBST ENTSCHEIDEN.

JA.

DU HAST RECHT

#LOVEISINTHEAIR ABER SIE WEHT AUS DER FALSCHEN RICHTUNG

Alex. Laut seinem Profil ist er dreißig Jahre alt.

Er ist unglaublich. Schau mal.

Er sieht gut aus.

Nur für das gewisse Etwas.

Das passiert mir auch, wenn ich mich zu Hause schminke,

später betrachte ich mich im Autospiegel

und merke, dass es zu viel ist.

Das passiert manchmal. Ich mache es wieder weg.

Na gut.

Raphi? - Hi.

Hallo, ich bin Alex.

Wie geht's? Verzeihung.

Gut, und dir? - Gut.

Wartest du schon lange? - Nein.

Na gut.

Woher kommst du? - Ich bin Französin.

Du hast einen Akzent. - Ja, furchtbar!

Nein, komm schon, ich liebe es. Ich habe in Paris gelebt.

Woher aus Frankreich?

Ich wurde in Perpignan geboren.

Was machst du beruflich? - Ich bin Musiker.

Musiker? Wow! - Ja.

Sehr cool! - Ich spiele Gitarre.

Ich habe eine Indie-Band, auf Katalanisch.

Cool! - Ja, das ist wirklich schön.

Und du? Du bist auch sehr kreativ.

Na ja. Ich schreibe manchmal...

Du schreibst auch? - Ja, ich schreibe.

Ich mag sehr viele Sachen.

Ich mag Kunst einfach.

Fotografie, Mode, aber... - Mode, natürlich.

Warum hast du dich für Design entschieden?

Ich designe nicht. Ich arbeite in einem Callcenter.

Naja, trotzdem...

Ja, Mode... Nun... Es ist meine Leidenschaft.

Unser Job ist nicht das, was wir sind.

Wir sind, was wir mögen. - Ja, das stimmt. Total.

Ich auch, ich mochte es seit ich klein bin, und...

Hast du dich als Kind verkleidet? Ja, oder?

Mit den Kleidern meiner Mutter.

Wirklich? - Natürlich.

Ich erfand eigene Geschichten...

Und entwirfst du selbst...?

Das ist extravagant, aber sehr cool.

Echt jetzt? Du magst es? - Ja, ja.

Sehr schön. Da bin ich froh.

Was hältst du von mir?

Ich weiß nicht, ich mag deine auch. - Ja, oder?

Ja, sie sind sehr...

Musiker-Look. - Ja, ein bisschen. Es steht dir.

Ja, ja.

Es ist ein bisschen spät.

Ich muss gehen. - Schon?

Okay. - Es ist schon spät.

Hast du dich amüsiert? - Das habe ich.

Wirklich? Ich mich auch. - Cool!

Schön dich kennenzulernen.

Danke, ebenfalls.

Nun, es ist eine Schande, dass du so allein gehst.

Wenn du mir noch etwas mehr erzählen willst...

Was? Was soll ich dir denn sagen?

Etwas über dich, das ich nicht weiß.

Was zum Beispiel? Was willst du denn wissen?

Naja. Ich war schon immer mit Mädchen zusammen.

Ich meine, mit "Mädchen-Mädchen". Die als Mädchen geboren wurden.

Also bin ich...

Es stört mich nicht.

Aber vielleicht wolltest du es mir sagen.

Was soll ich dir sagen?

Ja, ich wurde geboren als...

Junge, aber das macht mich nicht weniger zu einem Mädchen.

Das glaube ich zumindest nicht. - Nein, natürlich nicht.

Ich weiß es nicht.

Sehen wir uns wieder? - Ja.

Gut, muss jetzt los. - Okay.

Pass auf dich auf. - Du auch.

Ciao. - Wir hören uns, okay?

Okay, perfekt.

Genau so! Wow!

Los geht's!

Viel besser!

So gefällt mir das! Gut, Raphi!

Ich will, dass du stärker drückst.

Okay, noch einmal. Sexy!

Das ist es, mach deine Schultern locker...

Ein bisschen mehr.

Das war's gleich. Es ist fast vorbei.

Und jedes Mal, wenn wir unsere Arme heben, schreien wir.

Ich höre dich nicht!

Wie fühlen Sie sich?

Gut, ehrlich gesagt. Mir geht's gut.

Sie sehen gut aus.

Haben Sie irgendwelche Nebenwirkungen bemerkt,

seit die Behandlung begonnen hat? - Am Anfang, ja.

Eine Menge Stimmungsschwankungen.

Alles hat mich beeinflusst. Ich weinte, ohne zu wissen, warum...

Solche Dinge. Und jetzt gewöhne ich mich daran,

und es geht mir besser.

Sie lernen, mit Ihren Emotionen umzugehen.

All diese Veränderungen sind bei Östrogen normal.

In Ordnung. Es ist offensichtlich, dass Sie viel weiblicher aussehen.

Vielen Dank. - Die Analyse ist richtig.

Es ist der perfekte Zeitpunkt,

um den ersten Termin mit dem Chirurgen anzugehen.

Was meinen Sie? - Mit dem Chirurgen?

Ja.

Das wäre der erste Termin.

Haben Sie denn ernsthaft über eine Geschlechtsumwandlung nachgedacht?

Nun, es kommt mir wirklich früh vor.

Ich meine, ich bin nicht... Ich bin noch nicht so weit.

Ich glaube, dass Sie so weit sind.

Wie meinen Sie?

Sie haben die ganze Behandlung ein Jahr lang...

Ein Jahr scheint mir sehr wenig zu sein.

Haben Sie sich entschieden?

Nein, noch nicht.

Hatten Sie dieses Jahr schon einmal Geschlechtsverkehr?

Nein. - Nein.

In Ordnung.

Schauen wir mal...

Ich denke, ich kann Ihnen zwei oder drei Monate geben,

damit Sie eine Entscheidung treffen können.

Damit Sie wissen, was Sie wirklich tun wollen.

Ich kann es erklären. - Ich weiß, was ich jetzt will.

Was wollen Sie denn?

Ich möchte, dass man mich liebt, wie ich bin,

ohne mich dafür ändern zu müssen, das ist es.

Richtig.

Darf ich Ihnen einen Rat geben...

Gestützt auf jahrelange Erfahrung in dieser Abteilung?

Wenn Sie ihr männliches Geschlechtsorgan behalten,

werden Sie fetischisiert

von der Mehrheit der Männer, die Sie treffen werden.

Und Sie werden sich wohl wie ein Sexobjekt vorkommen.

Ich bin mir nicht ganz sicher.

Leider ist es so.

Es gibt nur wenige Ausnahmen.

Wenn es für Sie in okay ist,

kommen Sie in ein paar Monaten zu mir.

Okay. - Bis dahin führen Sie...

die Hormonbehandlung wie bislang fort.

Und versuchen Sie mal Sex zu haben,

und zu schauen, wie es sich anfühlt...

Wo Sie sich befinden. - Okay.

FRANZÖSIN, ROMANTISCH UND TRANS.

WOW! DU SIEHST GAR NICHT TRANS AUS.

WIE SEHE ICH DENN AUS? - WIE EIN MÄDCHEN.

Raphaëlle.

BIST DU OPERIERT?

NEIN.

WARUM SUCHST DU DANN NACH MÄNNERN?

WEIL ICH HETERO BIN.

DAS MACHT MICH SCHARF.

DAS MACHT DICH SCHARF?

DAS UNBEKANNTE.

ICH BIN EINE AUSSERIRDISCHE.

Hallo.

Hallo. - Bist du Aitor?

Ja, und du bist Raphi? - Ja.

Wie geht's dir? - Gut, und dir?

Mir geht's auch gut.

Du siehst in echt definitiv besser aus im Vergleich zu deinen Fotos.

Wirklich? Das ist ein Kompliment, danke schön.

Du wirkst nervös. - Nein.

Nicht? - Nein.

Na gut.

Aber geht's dir gut? Du wirkst...

sehr verschlossen. Ist alles okay?

Nein, mir geht's gut, es ist...

Nichts... Zeugs. Du weißt schon. Arbeitszeugs...

Du kannst es mir sagen, wenn du willst.

Ich möchte dir...

Ich kenne dich nicht gut genug, um dir das alles zu sagen.

Ich weiß nicht, ich will dich nicht belasten.

Ich bin nervös. Du merkts es vielleicht nicht, aber...

Sieht nicht so aus.

Nun, ich bin es. - Es scheint,

als wärst du geübt.

Nun ja. - Triffst du dich normalerweise

über solche Apps um mit Leuten zu vögeln?

Ich weiß es nicht.

Was meinst du damit?

Ich suche nach Jungs.

Aber es ist schwieriger, sich zu treffen.

Und warum? Deinetwegen oder ihretwegen?

Nein, ihretwegen.

Ach, wirklich? Warum? - Ja.

Na ja...

Ich weiß es nicht wirklich.

Wirklich? Oder willst du es mir nicht sagen?

Du kannst es dir vorstellen. Dazu brauchst du kein Bild von mir.

Na ja.

Nehmen wir an, ich hätte nicht viel Phantasie. Sag es mir.

Nein, erzähl mir von dir.

Ich weiß nicht, woher du bist,

oder was dein Job ist. Du bist mir ein Rätsel.

Mir ist Sicherheit am Wichtigsten, okay?

Sicherheit? Wovon redest du denn?

Naja, du meintest, ich soll Kondome kaufen.

Ich dachte, dass du vielleicht manchmal keine Kondome benutzt.

Benutzt du Kondome? - Ja, natürlich.

Okay.

Ist es nicht normal, dass ich dich das frage?

Ja. - Du wirst sie ja dann tragen.

Ja, nun, ich weiß es nicht.

Aber wenn ich sie nicht gekauft hätte, was dann?

Ist hier noch wer? - Ich weiß es nicht.

Komm.

Schönes Zimmer. - Ja? Danke.

Bereit? - Ja.

Was ist los? - Es tut weh.

Ein bisschen sanfter? - Ja.

Was ist denn los?

Sollen wir weitermachen? - Nein!

Wo ist die Toilette?

Da lang, hinten.

Ich gehe, okay? - Okay.

Ich will die Operation, aber ich fühle mich verloren.

Weil ich viele Zweifel habe, eine Menge Angst.

Denn wenn ich die Operation bekomme,

möchte ich ein normales und funktionierendes Leben haben,

Ich will es fühlen, wenn ich mich selbst berühre, und alles andere.

In diesem Sinne, möchte ich Ihnen sagen,

dass bei fast jedem Chirurgen

das Problem mit der Sensibilität gelöst werden kann.

Wenn du schon ein mehr oder weniger erfülltes Sexualleben hattest,

so viel wie möglich,

wird sich das sicherlich positiv auswirken

auf die Sexualität mit der Vagina.

Das liegt nicht am Chirurgen.

Das hängt auch von uns selbst ab, und das ist eines der Dinge,

an denen wir hier zu arbeiten versuchen.

Die Operation macht mir auch sehr viel Angst.

Es macht mir Angst, wegen dem, was es ist,

nicht wegen des Blutes, oder wegen des Operationssaals.

Ich weiß nichts über das Thema.

Man sagte mir,

ich bekäme hier Informationen.

Ich muss eine Entscheidung treffen.

Ich werde dir eine Frage stellen, Raphi.

Was sind deine Erwartungen

an die Vaginoplastik, im Moment?

Wenn du eine Vagina hast... An dem Tag, an dem du eine hast,

wie stellst du dir das vor?

Ich weiß nicht, ob ich eine haben will.

Du weißt es nicht. Okay.

Noch nicht. - Du weißt es immer noch nicht.

Ich sage dir eines:

Wenn die Zeit kommt, wirst du unter Narkose stehen

und spürst nichts mehr.

Wir sind uns alle einig.

Also alle, die das durchgemacht hat.

In deinem Alter würde ich sagen, mach dir keine Sorgen.

Du wirst durch einen körperlichen Wandel gehen, der dauerhaft ist.

Also, gib dir Zeit, um zu wissen, wann du bereit bist.

Und die wahre Angst kommt, wenn du aufhörst, dich selbst zu lieben.

Wenn du dich selbst liebst, ich weiß nicht, warum, aber...

Aber was interessant ist,

ist, dass man das heutzutage sagen kann.

Früher, in den 70er- und 80er-Jahren

haben Menschen mit verpfuschten Operationen nichts gesagt.

Weil sie Angst hatten, verurteilt zu werden.

Dann haben wir das hier, auch aus Spanien.

Wir können sehen, dass der Harntrakt sehr rot ist.

Das ist ein Zeichen für eine Entzündung

und möglicherweise eine Infektion.

Er ist auch nach oben gerichtet.

Also, der Urin tritt heraus wie bei einem Sprinkler.

Manchmal wird Ihre Kleidung nass

und Spritzer landen sogar außerhalb der Toilette.

Oben ist die Klitoris zu sehen. Die Schamlippen

sind sehr klein, wie man sieht. Sie hat eine sehr kleine Haube,

die sie nicht wirklich bedeckt. Das fehlt auch.

Und das hier,

ist eine Nekrose.

Wir können sehen, dass das Gewebe unterhalb der Klitoris...

mit dem entsprechenden Gewebekleber schlecht vernäht ist.

Sie musste zurück zur OP.

Und da das ganze Gewebe darunter beschädigt war,

haben sie die Klitoris nach oben gerichtet, denke ich.

Lassen Sie das weg. - Das ist wirklich unangenehm.

Hallo. - Hallo, ich bin's, Raphi.

Komm rein.

Der Bass.

Dein Bass. - Ich weiß nicht, wie das geht.

Nein, hier.

Ladys, wisst ihr wie man den Wein öffnet?

Verdammte Scheiße, was ist denn hier los?

Soll ich es dir zeigen? - Meinst du wirklich?

So sieht die Operation aus.

Okay... - Schau mal.

Siehst du?

Alles ist geschlossen, man sieht also nichts,

denn wenn man die Klitoris sieht,

kann sie reiben und Probleme verursachen.

Wenn ich hier öffne,

kann man die Kapuze der Klitoris und die Klitoris sehen,

hier ist die Harnröhre und die Vaginalöffnung darunter.

Das ist gut. - Das gefällt mir sehr gut.

Hast du sie dir so vorgestellt?

Ich hatte keine Ahnung. Es ist das erste Mal.

So, jetzt hast du sie gesehen. - Ja.

Also, das war's.

Abgesehen davon, dass ich sie mag, funktioniert sie gut.

Ich kann Orgasmen haben...

Das ist toll. Das ist das Wichtigste.

Raphi. - Hallo.

Schön dich kennenzulernen.

Spielt ihr ohne uns,

um uns etwa zu besiegen?

Raphi, freut mich.

Wer weiß...

Benutze deine Hand, als würdest du ein Gewehr halten.

So. Nicht bewegen.

Triff ihn in der Mitte, sonst springt er.

Verdammt. - So.

Ist es so richtig? - Ja, getroffen, aber...

Fast. - Ich bin echt mies.

Es tut mir leid, Ladys. Ich weiß nicht, wie man das spielt.

Nach einer Weile sagt sein Freund:

Mit meinem Freund verstehst du dich gut,

er ist ein Naturfreak, wie du!

Und dann haben wir Nummern ausgetauscht,

wir fingen an zu reden,

wir gingen in die Berge... Wir tun das heute noch.

Cool.

Ich war sofort verliebt,

als er in den Schlamm sprang, um eine Salamanderlarve zu sehen.

Als ich ihn auf dem Boden sah, dachte ich: "Das ist mein Mann!"

Jemand, der in den Schlamm taucht, um einen Salamander zu sehen.

Das ist wunderschön. Ich bin allein.

Aber triffst du Leute? Gehst du feiern?

Oder hast du...?

Ich weiß es nicht. Ich gehe nicht oft aus.

Ich bin auf Tinder, wie die meisten von uns,

aber Tinder ekelt mich ein bisschen an.

Es ist kompliziert, oder?

Da viele Jungs ja nicht wissen, dass ich trans bin,

spreche ich das Thema eines Tages, aus heiterem Himmel, einfach an:

"Diese ganzen Schwulen- und Trans-Themen..."

Und manche Leute sagen:

"Ja, diese Leute, die denken sie seien Frauen."

Und ich: "Oh, interessant..."

Ja, weil du damit durchkommst.

Die Leute sind so.

Später gehst du zu einem Date,

die Leute sehen dich und bekommen Angst.

Manche benehmen sich auch schlecht. - Aber nicht mit dir.

Nein! - Das ist mir auch passiert.

Ich denke, es ist gut, wenn du auf Tinder bist und sagst:

"Ich bin trans". Und wer auch immer mich treffen will, kann mich adden.

Ja, aber es gibt viele, die sich nur für uns interessieren, weil...

Für das, was ich habe. Weil du hast ja schon...

Oh, okay, dieses Szenario. Das ist sehr schwer.

Wenn du es erwähnst, wird es zu einem sexuellen Fetisch.

Genau. - "Hallo! Ich bin ein Sexobjekt."

Hast du jemals solche Leute getroffen?

Ja.

Sie sagen: “Ich weiß nichts darüber."

Es gibt drei Möglichkeiten: Es läuft gut, und es ist ihnen egal.

Oder sie schicken dich zum Teufel.

Oder sie sind wirklich interessiert,

aufgrund eines Fetischs.

"Ich will es mal ausprobieren."

SPRICH MIT MIR, ALS WÜRDEST DU MIT EINER CIS-FRAU REDEN.

WELCHEN FILM SPIELST DU IN DEINEM KOPF AB?

"FILM"?

DU BIST KEINE FRAU.

UND DU BIST EIN ARSCHLOCH.

EIN FETTES STÜCK SCHEISSE.

HI.

CIS?

HI.

TRANS.

#LOVEISINTHEAIR UND ICH KANN NICHT ATMEN.

Ich kam vor einer Woche zurück, ein bisschen länger, vor zehn Tagen.

Wo warst du davor? - In Madrid.

Eine Zeit lang, für ein Projekt.

Und jetzt bin ich wieder in Barcelona,

und ich komme wieder auf den richtigen Weg.

Sehr schön.

Magst du die Gegend?

Ja. Ich habe eine gute Wohnung gefunden.

Aber bis alles fertig ist...

Schritt für Schritt. - Es ist ein bisschen stressig.

Aber es wird schon klappen. - Und was ist mit der Arbeit?

Was machst du?

Ich arbeite in der pharmazeutischen Industrie.

Was bedeutet das genau?

Es ist ein bisschen schwer, das zu erklären. Ich entwickle Studien.

Also, ich bin nicht im Labor, ich trage keinen Laborkittel.

Ich entwickle Studien, die

die Wirksamkeit eines Medikaments zeigen.

Um ein neues Medikament freizugeben, oder ein Generikum zu entwickeln...

Der Körper ist heutzutage

Subjekt des Diskurses.

Was bedeutet das? Der Körper...?

"Der Körper ist heutzutage

das bevorzugte Subjekt des Diskurses.”

Die haben vergessen, ihn anzuziehen.

Nein!

Das zeigt, worum es in der Ausstellung geht.

Wie die Mode den Körper verändert.

Es zeigt, wie sie benutzt wurden. Büsten, um ihn größer zu machen

Das war das Schönheitsideal der damaligen Zeit.

Ein großer Hintern, oder...

Klar. - Es würde nicht funktionieren.

Und diese hier sind aus den 20er-Jahren.

"Die wilden Jahre", weißt du?

Was? - "Les années folles".

Oh, ja. - Diese Epoche.

Die geraden Linien, Frauen ohne Brust, ohne Hüften.

Alles sehr gerade und linear.

Ich mag es sehr.

Auch sehr glänzend.

Was ist denn los?

Nichts.

Geht es dir gut?

Mach dir keine Sorgen.

Komm. Mach dir keine Sorgen.

Okay. Es ist vorbei. Es tut mir leid.

Es tut mir leid. Kann ich etwas tun?

Die Ausstellung wird einen Monat dauern.

Dann gibt es die Überlegung

sie in andere Zentren zu verlegen.

Ich möchte Sie bitten, sich vorzustellen

und Ihre Arbeit ein wenig zu erklären.

Okay, ich fange ich.

Ich bin Claudia und ich bin Schriftstellerin.

Ich wollte ein Gedicht zeigen,

welches ich vor ein paar Monaten schrieb,

gerade als ich mich geoutet habe.

Ich freue mich darauf, es an den Wänden zu sehen

und es mit den Leuten zu teilen.

Bin ich dran?

Mein Name ist Raphi und ich komme aus Frankreich.

Die Wahrheit ist, dass ich nicht weiß,

was ich ausstellen werde.

Wir haben uns an dich gewandt,

weil wir deine Texte auf Instagram gesehen haben.

Ja. - Aber wenn du etwas tun willst,

das performativer ist...

Ist das möglich? - Ja, was immer du möchtest.

Ich dachte daran, ein paar Texte auszustellen.

Aber ich weiß nicht, ob du etwas ganz Bestimmtes...

Was auch immer du ausdrücken willst,

was auch immer du sagen möchtest, ohne Hemmungen oder Barrieren.

Okay.

Hi. - Wie geht es dir?

Gut, und dir? - Auch gut.

Ja? - Ja.

Was ist das? - Weißwein.

Das war doch nicht nötig. - Ich wollte es.

Perfekt, komm doch rein. - Danke dir.

Wie war deine Woche?

Gut. Es war viel los.

Zum Wohl.

Und bei dir?

Gut, es war eine ruhige Woche.

Du siehst sehr hübsch aus. - Danke, du auch.

Nun, ich war ein wenig besorgt neulich.

Fühlst du dich besser? - Ja.

Wir haben nicht darüber geredet.

Ja, ich wusste nicht... - Ich wusste nicht, dass...

Sprich nicht mehr darüber.

Das werde ich nicht.

Okay, perfekt.

Willst du das?

Nein?

Okay, ist in Ordnung.

Guten Morgen. - Hi.

Wie geht's? - Gut, und dir?

Gut. Hast du gut geschlafen? - Ja.

Ich glaube, ich habe nichts zum Frühstück.

Nein? - Nein.

Wow! Können wir ein Foto machen?

Wovon? - Ich weiß nicht, ein Selfie.

Von mir aus. - Ja?

Ja, natürlich.

Obendrauf? - Los, komm her.

Los gehts.

Du bist doch schon hübsch.

Sicher? - Ja.

Okay.

Ich weiß nicht, ob das mein Stil ist.

Magst du es nicht? - Nein, es ist cool, aber...

Ich muss darüber nachdenken. - Okay.

Guten Morgen. - Guten Morgen.

Kann ich Ihnen helfen?

Nun, wir schauen uns etwas um, weil ich meine ganze Wohnung

einrichten muss. Ich bin gerade in der Nähe eingezogen.

Wenn Sie Informationen brauchen oder Sie etwas kaufen wollen...

Schatz? - Ich möchte etwas kaufen!

Sofas? Die stehen da drüben, oder? - Ja, Sofas auf dieser Seite.

Oh mein Gott! Das Sofa hier liebe ich.

Ich liebe es. - Das gibt's nicht!

Setz dich hin. - Mal schauen.

Es ist cool, nicht wahr? - Sehr cool.

Wo würdest du es hinstellen? - Ich weiß nicht, ins Badezimmer?

Ins Badezimmer?

Ich muss darüber nachdenken.

Das ist sehr originell.

Sehr schön. - Einfach originell?

Na ja... - Gefällt es dir nicht?

Du magst es definitiv mehr. - Ich liebe es!

Willst du mit?

Gerne, aber nur wenn es dir nichts ausmacht.

Ich muss noch viel tun,

bevor das Wochenende vorbei ist.

Wir könnten etwas essen. Wir haben noch nichts gegessen.

Ja...

Willst du nicht? - Doch, aber ich würde lieber...

Sei bitte nicht böse, aber ich habe noch ein paar Dinge zu tun.

Ja, okay. Ich auch, ich habe auch noch was zu tun.

Sei nicht böse.

Bin ich nicht. Keine Sorge.

Wirklich? Du wirkst... - Nein, alles in Ordnung.

Sicher? - Ja, alles in Ordnung.

Ich rufe dich an. - Ja, natürlich.

Wir hatten eine gute Zeit, oder? - Ja, toll.

Mach dir keine Sorgen. So werden wir es machen, okay?

Okay, okay. - Perfekt.

Vielen Dank. - Danke schön.

Ruf mich an, ja? - Das werde ich.

Sieh an, sieh an! Herzlich willkommen! Trinitat Vella!

Ein lauter Beifall!

Kommt schon, kommt schon!

Ja, wunderbar.

Willkommen zur ersten

LGBTI-Ausstellung von Trinitat Vella namens "Das Kollektiv".

Komm her, Raphaëlle.

Ist "Raphi" okay? - Ja.

Raphi, für Freunde. Französin?

Ja, sieht man das etwa? - Nein, ganz und gar nicht.

Du kommst aus Cadiz.

Du siehst total südländisch aus, Liebes.

Was hast du für uns?

Ein paar Collagen.

die ich gemacht habe.

"Meine Leere..."

Das ist doch von dir, richtig? - Ja.

Hört auf zu sehen, was ihr nicht sehen wollt.

So tiefsinnig, Liebes! Warst du da high?

Auf die Liebe,

um eine Beziehung aufzubauen, ein Haus,

ein Zuhause, zu planen, Kinder zu haben, viele davon,

um mit ihnen glücklich zu sein,

sie zu verwöhnen, sich um sie zu kümmern, sie zu verehren,

um ein einfaches und friedliches Leben zu führen,

um ein Leben voller Freude und Glück zu haben.

Um aufzuhören, ein Spinner zu sein.

Um eine bessere Zukunft zu genießen und zu gestalten.

Eine schönere.

Sehr schön. - Vielen Dank.

Das gefiel mir gut. - Wirklich?

Ja, weil ich auch eine Spinnerin bin.

Auf meine eigene Art.

Was wir tun müssen, ist, uns zu ergeben

und endlich einfach leben

in dieser Gesellschaft,

auch wenn es wirklich schwer ist. Wir sind nicht allein.

Wir haben hier einen Rückzugsort.

Alle zusammen, und nicht nur das,

auch unsere Nachbarn.

Wir rücken alle etwas zusammen. Wir verschaffen uns Gehör.

Und auch wenn dieser Respekt nur von einigen wenigen Leuten kommt,

fühlt es sich nach tausenden an.

Er sagte mir, wir wären Jungs. dass es Jungs mit Titten gäbe.

Wir schauen uns unsere Brüste an.

Davor waren unsere Brüste zwei große Kugeln.

Jetzt bloß eine Hülle aus Haut.

Wir sollten unsere Brüste lieben,

weil sie sich verändern,

andere Formen annehmen, eine andere Festigkeit bekommen,

uns ein anderes Vergnügen bieten, von dem niemand spricht.

Wir verlieren uns in ihren Dehnungsstreifen,

in die neunzig Zentimeter, die nicht mehr da sind,

in ihre Geschichte,

in das Echo unserer neuen Männlichkeit.

Mit unserem Geschlecht, mit unserer Bandbreite,

mit unserer Androgynität, mit unseren neuen Narben,

und mit unseren weiblichen Kurven.

Dieser Körper ist unsere Landschaft,

und hier bleiben wir.

Ich weiß nicht.

Der Rest war besser.

Na ja... - Die Gedichte?

Alles. - Das kannst du nicht vergleichen.

Einige deiner Collagen sind sehr interessant.

Sehr aussagekräftig. - Ja.

Du musst das weiterentwickeln mehr und mehr,

denn du machst da etwas sehr Interessantes.

Das mit dem König hat mir Angst gemacht.

Entschuldigen Sie, meine Damen.

Raphaëlle, das ist Carles. Carles, Raphi.

Er ist Regisseur und will mit dir reden.

Okay, super.

Freut mich. - Mich auch.

Gratulation! - Vielen Dank.

Ich fand es toll, es hat mich wirklich berührt.

Entschuldigung, ich bin Carles. - Anna.

Vielleicht ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt.

Ich habe eine Theatergruppe.

Wir machen dokumentarisches Theater.

Wir arbeiten mit Leuten, die keine professionellen Schauspieler sind.

Vielleicht können wir mal bei einem Kaffee reden...

Ja, perfekt. - Ja?

Ich gebe dir meine Karte.

Melde dich doch einfach. - Okay, super.

Okay, hier ist sie.

Großartig, danke. - Pass auf dich auf.

Vielen Dank, tschüss.

Also, mich hat er nicht geküsst.

Ich weiß gar nicht... was ich da sagen soll.

HI.

WIE LÄUFT DEINE WOCHE, HÜBSCHER?

HEY, MIR GEHT ES GUT. SEHR VIEL STRESS.

Ja, heute bin ich eine Frau mit einem Penis.

Muss ich ihn gegen eine Vagina eintauschen?

Würde mich das normaler machen?

Normal sein ist nur ein Konzept.

Normal zu sein bedeutet nichts.

Normalität gibt es nicht.

Jeder von uns ist ein Unikat.

Ein Penis muss im Leben einer Frau weder Grenze noch Hindernis sein.

Wir trans Menschen müssen unsere Körper nicht verändern.

Wir müssen nur ändern,

wie die Menschen uns heutzutage wahrnehmen.

Das ist die wahre Ursache, für die wir kämpfen müssen.

Ganz genau. - Sehr gut.

Beifall. - Danke schön.

Vielen Dank!

Für mich gab es einen Satz, der mich ein bisschen gestört hat.

Du sagst, wir müssen nicht unseren Körper verändern.

Was wir ändern müssen ist, wie andere uns sehen.

Ganz genau.

Offensichtlich ist der zweite Teil richtig,

weil es sozialen Druck gibt. - Ja, natürlich.

Aber den gibt es für jeden. Auch für queere Menschen.

Die queeren Leute,

die alle glücklich sind,

die sich alle selbst akzeptieren, die haben keine Probleme.

Ich glaube das nicht so recht. Das kommt mir vor wie Disneyland.

Alle queeren Menschen haben ihre eigenen Probleme.

Sie sind ja menschliche Wesen.

Warum kämpfen wir für uns selbst

und kämpfen nicht mit queeren Menschen für diese Themen?

Ich werde dir eine einfache Antwort geben.

Wenn du an der Grenze bist, wo man nicht wirklich weiß, wo man steht,

sollst du entweder hin und her springen.

oder in der Mitte bleiben.

Aber bis du endlich weißt... Von allein...

wo du dieses Gefühl der Zugehörigkeit findest,

verweigerst du mir...

- Ich verweigere dir nichts. - Nicht du.

Tut mir leid.

Die queere Welt

verleugnet einen wichtigen Teil von uns selbst,

nämlich sich vollkommen zu fühlen, weil wir unsere Vagina haben können.

Nein! - Doch, so ist es!

Eine Anmerkung.

Von beiden Seiten werden Dinge behauptet,

die unsere persönliche Freiheit verletzen.

I-Vaginarium geht es nicht darum.

I-Vaginarium geht über das Frausein hinaus.

Hier geht es darum, sich gegenseitig zu helfen,

damit wir uns weiterentwickeln

mit den Werkzeugen, die wir nunmal haben.

Daher musst du dich fragen,

was für eine Frau du sein willst.

Hoch, hoch, runter, runter!

Mehr Energie!

Und jetzt tanzen wir für wen Besonderes.

Lasst uns langsam runtergehen.

Wahnsinn! Keiner kann uns sehen!

Ein bisschen höher.

Jetzt wird es schwer. Ich gehe runter und rauf.

Jetzt! Und hoch!

Genau so! Ein bisschen schneller!

Runter und hoch. Jawohl!

Schüttelt eure Körper!

Es ist vier Uhr morgens und die Party gehört dir!

Ja, das gefällt mir. Und wir drehen uns im Kreis.

Das war's, meine Damen!

Wie jedes Mal möchte ich auf Wiedersehen sagen...

zu meinen Mädels! Danke schön!

HALLO HÜBSCHER.

WAS MACHT DU GERADE?

GEFÄLLT ES DIR?

NEBEN DEINEM HAUS.

Hallo!

#LOVEISINTHEAIR ABER SIE IST VERSCHMUTZT.

Schau mal da drüben.

Sie hat ein Foto von uns gemacht.

Echt jetzt? - Ja. Ich glaube, das hat sie.

Ob was dabei herauskommt...

Und warum? - Ich weiß es nicht.

Von Zaskia? - Ja.

Von ihr? - Ja, sie hat ein Foto gemacht.

Aber warum? - Ich habe es bloß bemerkt.

Hallo, Sprechen Sie Spanisch? - Ja.

Warum haben Sie Fotos von meiner Tochter gemacht?

Ich habe kein Foto gemacht.

Doch, mein Mann hat es mir gesagt.

Sie haben es im Vorbeilaufen gemacht.

Warum machen Sie Fotos von uns?

Also, es ist ein Projekt, das ich habe...

Ein Projekt für was?

Ein künstlerisches Projekt

über Paare, die ich auf der Straße sehe.

Und Sie sind Künstlerin? - Ja, das bin ich.

Welcher Art? - Und was sind Sie?

Warum? - Das geht Sie nichts an.

Sie haben ein Foto von uns gemacht.

Wir bitten Sie, es zu löschen. - Zeigen Sie es mir bitte.

Man kann erkennt keine Gesichter.

Das ist egal. Es ist meine Tochter.

Können Sie das Bild bitte löschen?

Es gibt Gesetze! - Das will ich nicht.

Ich denke, Sie sollten es löschen. - Man sieht sie.

Das geht nicht!

Wir bitten Sie höflich, es zu löschen.

Sie sollten das jetzt tun.

Okay, dann lösche ich es.

Das sind die Rechte der Kinder.

Es ist vollbracht! - Danke schön!

Okay, guten Abend. - Das war's. Ciao.

Warum macht sie Fotos?

Sie hat nicht gefragt.

Man muss um Erlaubnis fragen.

Besonders bei Kindern.

LASS MICH NICHT MEINE ZEIT VERSCHWENDEN, BITTE.

XXX-FOTOS?

NEIN.

ICH SCHICKE DIR MEINE. BIST DU AKTIV?

NEIN. - ICH BLOCKE DICH.

GEIL? SOLL ICH DICH VERGEWALTIGEN?

WAS? - ICH WÜRDE DEINEN ARSCH LECKEN.

ICH HABE DURCHFALL.

HAST DU EINE WOHNUNG?

Hi. - Hallo.

Wie geht es dir? - Gut.

Ja?

Und dir? - Mir geht's gut.

Was ist los mit dir?

Willst du mich verarschen?

Was ist?

Ich wollte doch keinen Kerl treffen.

Ich bin ja auch kein Kerl.

Bist du nicht? - Nein, bin ich nicht.

Ich weiß, wer ich bin.

Ja?

Und das Mädchen auf den Bildern?

Das bin ich.

Ach, wirklich?

Was ist dein Problem?

Ich will mich nicht...

mit einem Kerl treffen.

Und ich bin keine Schwuchtel.

Ich bin auch nicht schwul.

Oh, du bist nicht schwul? - Nein.

Nein? - Nun, nein.

Du bist ein Mädchen? - Ja, natürlich.

Und deine Stimme, woher kommt die?

Nun, ich denke, wir lassen das hier.

Ja, wir werden es sein lassen. Ich will nichts von dir.

Verpiss dich! - Du auch.

Hau ab. - Die Wahrheit ist...

Was ist die Wahrheit?

Verdammt noch mal! Warum lügst du mich an?

Das habe ich nicht. Ich schulde dir nichts.

Ich muss dir nichts erzählen.

Doch, wir haben uns zum Sex verabredet.

Und ich mag keine Kerle. - Aber ich bin ein Mädchen.

Du bist ein Mädchen?

Soll ich dich in den Arsch ficken?

Hast du ein Problem?

Ja, ich stehe nicht auf Schwuchteln.

Du kannst dich verpissen. - Ich bin aber nicht schwul.

Nicht? - Nein.

Du bist eine Transe.

Verpiss dich.

Geh und verarsch deine Mutter! Verpiss dich!

Verdammt, das reicht jetzt!

Geh und lüg deine verdammte Mutter an.

Scheißkerl. Verpiss dich!

Hallo.

Wohin gehst du so aufgetakelt?

Geht's dir gut? - Ja, alles gut.

Ist etwas nicht in Ordnung?

Nein.

Guten Morgen! - Hallo.

Raphi! Was für eine Veränderung, Schatz!

Hallo. - Wie geht es Ihnen?

Schatz, du siehst mit den Haaren so hübsch aus,

das steht dir sehr gut.

Aber, warum das Gesicht?

Was stimmt denn nicht?

Hi!

Hi. - Hi.

Wow! So blond!

Ich dachte, es wäre dunkler. - Ich auch.

Hallo, hier ist Elena, wie kann ich Ihnen helfen?

Raphi, Liebes, was ist denn los? Was ist los, mein Schatz?

Warte... die kommen schon.

Guten Morgen! Wie war euer Wochenende?

Sehr schön. - Oh, Raphi, ein neuer Look?

Du redest dir das ein,

ohne wirklich zu wissen, warum er dich verlassen hat.

Ich weiß nicht, Jungs sind wirklich seltsam.

Menschen generell.

Er hat wahrscheinlich Angst vor der Gesellschaft,

den Blicken, den Vorurteilen.

Ich kann es auch nicht erklären.

Und weißt du was? Er hat dich einfach nicht verdient.

Das ist es nicht wert. - Nein, aber...

Das Problem sind die Erwartungen. - Mit deinem Selbstwertgefühl...

Was ist eine Beziehung?

Es ist eine Fantasie, die wir uns ausdenken über das,

was man einander bietet.

Die Realität passt oft nicht in dieses Schema.

Nein, das tut sie nicht.

Vielleicht müssen wir diese Erwartungen senken.

Wir regen uns zu sehr auf und haben so eine romantische Vorstellung

von Prinzessinnen und Märchenprinzen.

Was uns eben gelehrt wurde als Kinder.

Wenn das alles zusammenbricht...

Ist es ein Drama. - Tja, so ist das nun mal.

Aber am Ende sind wir alle dem ausgesetzt.

Es ist wahr, dass es Menschen gibt mit mehr Schwierigkeiten im Leben,

aber Schwierigkeiten sind Gelegenheiten, um stärker zu werden.

Menschen, die sich akzeptieren, wie sie sind,

sind viel mutiger als Menschen, die mit allem zufrieden sind.

Ja, sich wohlzufühlen ist das eine, aber das andere

ist sich vollständig zu fühlen.

Und im Moment fühle ich mich unvollständig.

Gib dem Ganzen Zeit!

Natürlich wirst du das können! - Du denkst, dass eine Vagina

alle sexuellen Probleme löst.

Ja, natürlich. - Nein. Lass dir das gesagt sein.

Vielleicht auch nicht. - Nicht unbedingt.

Nicht unbedingt. - Warum nicht?

Hör zu... Zuerst einmal besteht Sexualität nicht nur aus Genitalien.

Sexualität ist etwas mehr...

Genießt du es? - Da ist das Gefühl auf der Haut,

der Augenkontakt, verschiedene Dinge, okay?

Ich hatte Beziehungen,

in denen die Orgasmen des anderen mich freuten,

aber ich fühlte mich... - Des anderen!

Und du hast es vorgetäuscht, ein Klassiker!

Nein! Ich kam dann eben einfach nicht.

In diesem Moment dachte ich: "Es macht mir nichts aus."

Denn wir hatten...

die Fantasievorstellung einer Beziehung.

Die Fantasie, dass es das A und O gibt...

und dass man nur zusammen vollständig ist.

Aber das ist eine Lüge!

Je höher die Erwartungen,

dass die Dinge so oder so sein sollen,

desto frustrierter ist man.

Raphi hat euch nicht alles gesagt.

Also, sag es uns.

Denn es ist ja nicht alles traurig, Schatz.

Sag es ihnen. - Es gibt auch Gutes.

Erzähl ihnen von dem Theaterdirektor.

Ein Theaterregisseur hat mich wegen eines Stücks angesprochen.

Wow! - Sie suchen nach jemandem wie mir,

um ihre... ihre Geschichte zu erzählen.

Und denkst du nicht, das könnte eine Gelegenheit sein, um zu heilen?

Ich denke, sie haben ein trans Mädchen gewählt, weil sie trans ist.

Wie bei einem Stück über eine schwarze Person.

So wie hier zum Dreikönigstag,

als sie Balthasar schwarz angemalt haben.

Es gibt schwarze Menschen, also suchen sie einen davon aus.

Sie suchen sich kein cis Mädchen aus.

Dass ich trans bin, soll nicht der Grund sein.

Sie sehen mich nur als trans,

Sie begrenzen mich nur darauf, trans zu sein.

Ich werde eine sehr einfache Untersuchung machen,

nur um das Gewebe zu sehen, okay?

Okay. - Okay, ziehen Sie ihn hoch.

Okay.

Sehr gut.

Wie ich schon sagte,

ist die Operation möglich.

Jetzt geht es darum, dass Sie mir sagen,

ob Sie irgendwelche Zweifel haben...

Ich habe einige Zweifel, wie...

ob sie funktionsfähig und empfindsam sein wird,

sobald die Operation abgeschlossen ist.

Bezüglich der Empfindsamkeit...

das ist eines der Hauptziele der Operation.

Sie wird nicht so empfindsam sein,

wie Ihr Penis es jetzt ist. Aber ja, Sie werden empfindsam sein.

Okay.

Es besteht also kein Risiko,

dass der Körper die zukünftige Vagina abstößt?

Machen Sie sich keine Sorgen,

denn wir werden Ihr eigenes Gewebe verwenden.

Ihr Körper wird es nicht abstoßen.

Ich wollte auch wissen, ob es einen Zeitrahmen gibt...

ob ich wissen könnte, wann die Operation sein wird.

Raphi, Sie stehen auf der Warteliste.

Sie sind Nummer 73,

also wird es mindestens drei Jahre dauern.

Eine dreijährige Wartezeit? - Ja.

Okay. - Hören Sie,

dies sind die Orte, die von der Regierung verwaltet werden.

Das ist auch wichtig, weil

Sie anfangen werden, sich auf die Situation vorzubereiten.

Sie sind hier angekommen,

weil Sie davon überzeugt sind.

Aber das ist eine große Operation,

die nicht umkehrbar ist.

Okay.

Okay.

Oh, was für eine Überraschung! Du hast einen neuen Look!

Ja, es ist nicht so toll.

Doch! Ich finde, es ist...

schön. Es ist blau-grau, silberfarben, nicht wahr?

Ja, aber ich wollte blond, nicht blau.

Das ist nicht mein Stil. - Aber es sieht gut aus!

Ich weiß nicht so recht. - Das ist Rock'n'Roll!

Ja, aber ich bin nicht Rock'n'Roll.

Ich bin Glam.

Ja.

Ja, aber es ist schön und die Haare wachsen nach...

Ich sehe dir aber an,

dass etwas nicht stimmt.

Da ist etwas, das... - Du scheinst traurig zu sein.

Ich bin gerade vom Chirurgen zurückgekommen.

Und?

Also, es gibt eine dreijährige Wartezeit.

Ja, ich verstehe, dass drei Jahre sehr lang sind.

Kommt dir das lang vor? Du solltest dich freuen.

Ja, Papa, vor mir sind siebzig Mädchen.

Was soll ich tun? Mein Plan war es, es jetzt zu tun.

Laut den Nachrichten...

sind die Wartelisten in der Regel sehr lang.

Ich glaube nicht, dass drei Jahre so lang sind.

Außerdem sind diese drei Jahre gut, um...

dieses Vorhaben vollständig auszuarbeiten und...

damit sich die Mädchen, die diesen Weg gehen, sicher sind.

Und mach dir keine Sorgen,

wir stehen zu dir, auch deine Schwestern.

Die ganze Familie steht zu dir. Alle unterstützen dich

und wie ich schon sagte,

wenn du willst, komm einfach nach Hause.

Okay.

Barcelona wird nirgendwo hingehen. Komm zurück, wann immer du willst.

Es gibt viele Möglichkeiten, du musst nicht in etwas verharren,

das dir nicht entspricht.

Ja, ja, ich verstehe das Problem.

Nein.

Ich kann Ihnen die Informationen geben...

Es ist nicht meine Schuld, dass Ihr Konto belastet wurde.

Es gibt jemanden, der vorgibt, Sie zu sein

und die Person bittet um Handys.

Ich erläutere Ihnen das weitere Vorgehen.

Sie müssen zunächst eine E-Mail senden.

Ich heiße Carmen, das habe ich Ihnen schon am Anfang gesagt.

Sie müssen die E-Mail schreiben,

damit ich sie an meine Kollegen schicken kann.

HI CARLES. WIE GEHT ES DIR?

ICH HABE ÜBER DEIN ANGEBOT NACHGEDACHT.

KÖNNEN WIR UNS TREFFEN?

Ich kann es nicht lösen.

Im Moment,

wie würdest du dich selbst definieren?

Wie ich mich selbst definiere? - Ja.

Ich bin erstens eine Frau.

Ich denke, das ist etwas, das ich heutzutage zurückfordern muss.

Wenn manchmal meine Identität immer noch in Frage gestellt wird.

Wenn mich Menschen In Frage stellen

oder mit mir in der männlichen Form sprechen,

oder mich während meiner Transition verletzen.

Ich habe das Bedürfnis einzufordern, dass ich eine Frau bin.

Und außerdem...

wegen dem, was mir kürzlich passiert ist.

Manchmal habe ich das Gefühl

dass ich immer noch sehr wie ein Kind bin.

Ich bin eine totale Träumerin.

Vielleicht ein bisschen naiv, einfältig.

Das ist etwas, das ich gerne ändern würde.

Jemand mit einer stärkeren Persönlichkeit,

mit mehr Kraft zu werden.

Vielleicht hilft es nicht,

ich kenne dich noch nicht sehr lange,

aber ich denke, du hast eine Menge Charakter.

Eine Menge Charakter!

Du bringst viele Voraussetzungen

und Eigenschaften mit für dieses Projekt.

Okay.

Einerseits hast du gesagt: "Ich will nicht anders sein."

Aber auf der anderen Seite,

weiß ich, dass du eine starke, künstlerische Persönlichkeit hast,

dass du auf der Suche nach deiner eigenen Identität bist.

Dieser Unterschied, selbst mit deinem Aussehen...

Ich möchte, dass du mit mir ein wenig sprichst über...

Ist das ein Widerspruch für dich?

Zum jetzigen Zeitpunkt in meinem Leben

sehe ich, dass es für mich etwas negativ ist, anders zu sein.

Ich würde gerne in die Welt passen, mit Menschen.

Aber ich sehe, dass das nicht der Fall ist.

Es ist wahr, dass es einen Teil von mir gibt,

der Stilbrüche mag.

Ich benutze gerne dieses Ausdrucksmittel,

aber ich muss auch sehr feminin sein.

Oft erinnern mich andere an meinen Zustand,

und ich fühle mich so männlich.

Es ist schwer, damit umzugehen.

Das ist alles, was andere sehen.

Aber alles in allem sehe ich es nicht.

Ein sehr einfaches Beispiel: Was Männer angeht...

da habe ich das Gefühl...

ich werde allein sterben.

Weil mich niemand liebt.

Ich meine...

Es ist toll, mich als Freundin zu haben, aber...

Aber ich werde nie die Frau von jemandem sein,

oder die Ehefrau von jemandem, oder auch nur die Freundin.

Ich weiß es nicht.

Jungs wollen nicht mit mir zusammen sein, weil...

ich eben nicht...

Ich nicht perfekt genug für sie bin.

Wie soll ich das sagen.

Raphi, ist dir klar, dass...?

Ich halte dich durchaus fähig dazu.

Aber es werden dich eine Menge Leute beobachten.

Wir arbeiten

mit den Leuten, die dich beobachten.

Und du lässt sie dich beobachten.

Ist das okay? Ja, okay.

Hereinspaziert.

Ich kann es nicht fassen!

Wahnsinn!

Wahnsinn! - Sieht das groß aus.

... du kaufst Kleider.

Okay, jetzt müssen wir sicherstellen,

dass ihr im Licht seid.

Okay. - Okay, oder?

Wann immer du bereit bist.

Die Darstellung der Geschlechter schließt mich aus.

Warum gibt es keine trans Schaufensterpuppen?

Was bedeuteten Mann und Frau?

Wer sagt, wie ein Mann zu sein hat?

Oder wie eine Frau zu sein hat?

Dazugehören oder nicht dazugehören?

Die Erwartungen anderer erfüllen oder man selbst sein?

Das ist für mich die Frage.

Sorry, nur einen Schritt zurück und hierhin.

Spürst du die Hitze hier?

Ja, gut. - Das war's.

Viel besser! - Vielen Dank.

- Ich danke dir sehr. - Bitte.

Wir machen es also noch einmal. Das ist die Position, okay?

Perfekt. Sehr gut. - Okay?

Eugenio, können wir die Szene wiederholen?

Ist das typisch?

Oder warum quälst du dich so sehr?

Du bist ein attraktives Mädchen.

Nun, ich quäle mich nicht, aber ich sehe die Wahrheit. Ich meine...

Immerhin, wenn...

Wenn ich eine Beziehung haben will, oder so,

laufen die Jungs immer weg.

Was bringt mir attraktiv sein?

Manchmal glaube ich,

dass ich einfach nur ein Bild bin.

Viele Enttäuschungen? - Enttäuschungen?

Ja, eine Menge...

Noch kein Traumprinz dabei?

Auf den warte ich nicht einmal mehr.

Ich weiß nicht, warum du das sagst, aber...

Ich will Zweisamkeit.

Du bist nicht auf der Suche nach einem Prinzen, sondern jemandem,

mit dem du Zeit verbringen kannst...

Absolut. - Jemandem, dem man vertrauen kann.

Jemandem, mit dem man verschmilzt, um eins zu sein, um...

Natürlich. - So schön.

Du etwas nicht? - Das ist doch Blödsinn.

Was meinst du mit Blödsinn? - Ich will das nicht. Ich passe.

Ich glaube, dass die Menschen allein geboren werden, wir sterben allein,

und auf diesem Weg, der kurz oder lang sein kann,

begegnen wir verschiedenen Partnern,

die simultan existieren können. Für mich ist dieses Disney-Märchen

über die Liebe deines Lebens, deine andere Hälfte...

Ich bin bereits vollkommen.

Ich brauche keine andere Hälfte.

Ich bin selbst vollkommen.

Und lebst du gut damit?

Ich lebe, wie ich kann.

Was du mir da erzählst, ist sehr schön, aber...

leider scheine ich diese Partner nicht so einfach zu finden.

Die wenigen Jungs, die an mir interessiert sind...

Hallo! - Was meinst du?

Ich habe Interesse.

Okay. Und was dann?

Was dann passieren wird? - Nichts.

Wenn du dich so gibst, wird nichts passieren.

Was wenn stattdessen,

etwas genauso Schönes passiert?

Wie...? - Lassen wir uns treiben.

Okay, lassen wir uns treiben... Und morgen?

Morgen ist morgen!

"Sag mir, bin ich schön, sinnlich und natürlich

Sag mir, bin ich schön. sinnlich und natürlich

Sag mir, bin ich schön. sinnlich und natürlich

Sag's mir, sag's mir, sag's mir."

Wir könnten stundenlang darüber reden, was "normal" bedeutet, aber,

die Trennung, die du siehst,

und die Gewalt, die du manchmal fühlst,

die haben wir nicht. - In dem Stück, richtig.

Ich denke, wir müssen diesen Weg einschlagen.

Ich möchte stark sein.

Ich will jedem Blick standhalten können.

Und dann denke ich und fühle mit meinem ganzen Wesen,

dass es kein Zurück gibt,

denn ich kann nicht zulassen, dass diese Blicke mich brechen.

Ich kann keinen Schritt zurückgehen.

Wenn ich das täte, hätte nichts einen Sinn gehabt.

Wenn ich es tue, ergebe ich mich der Angst,

ihren Begierden.

Ich gebe ihnen nach,

denen, die gewalttätig aussehen,

denen, die dich wie ein Objekt behandeln.

Keiner von uns kann einen Schritt zurück machen.

Keine trans oder cis Frau, oder wer auch immer.

Wie lange werden wir damit zurechtkommen müssen?

Mit dieser Arroganz, die überall ist.

Manchmal auf eine sehr offensichtliche Weise,

ein anderes Mal sehr subtil.

Wie kannst du es wagen? Warum ziehst du dich so an?

Was seid ihr? Warum bist du so anders?

Ich will nicht verschlungen werden.

Ich möchte sein, wer ich bin.

Von dem Jungen, der ich war,

hin zu dem Mädchen, das ich war.

Für dich, den ich nicht einmal kenne.

Auf dich, Unbekannten, den ich liebe.

Für dich, ein Bild in meinem Kopf.

Ich bin Raphaëlle.

Verdammt, dieser Text ist heftig.

Ja.

Also...

Ist das okay? Können wir damit arbeiten?

Er entstand aus deinen Erzählungen.

Es sind deine Worte, deine Erfahrungen...

Wenn du dich in dem Text wiederfindest,

versuchen wir es mit einer Szene. - Ja, ich sehe mich, aber...

ich glaube, es wird sehr schwer sein.

Ich weiß nicht, ich glaube, ich bin dazu nicht fähig.

Was bist du? Wie kannst du es wagen?

Du bist so komisch angezogen.

Was glaubst du, wer du bist?

Warum bist du so anders?

Ich zähle die Haltestellen.

Sie sind wie Stücke der Pariser Geschichte.

Die Stimme der Ansagen

und ihr besonderer Tonfall.

Dieses Detail gefiel mir immer.

République.

Oberkampf.

Charonne, Rue des Boulets Nation, Buzenval,

Maraîchers.

Porte de Montreuil.

Von diesem Moment an...

lasse ich das glitzernde und elegante Paris,

das Paris der Träume, hinter mir. Dies ist die reale Welt, dunkel,

gefährlich, gewalttätig.

Das ist die reale Welt, dunkel, gefährlich, gewalttätig.

Zwei Männer schauen mich an. Zu mir? Unmöglich.

Ja, sie schauen mich an, auf und ab, starrend.

Mehr als Neugierde, pervers, ekelerregend.

Sie kommen mir nahe,

ich stehe auf, ich gehe zur Tür, um näher am Ausgang zu sein.

Sie müssen hinter mir her sein.

Ich komme beim dritten an...

Okay, fangen wir noch einmal an.

Von dort. - Von hier aus?

Ja. Mach langsam! Nicht so schnell!

Hey! Was machst du denn da?

Ich ziehe das an. - Lass mich mal sehen.

Bist du nervös? - Ja.

Ich auch. - Du auch?

Total. Schau mal.

Bin ich nervös? - Ja.

Ja, richtig?

Scheiße!

Nein. - Nein? Na gut.

Stopp, stopp!

Warum? - Weil ich noch nicht kommen will.

Noch nicht? - Warte noch.

Warum? - Du zuerst.

Warum? - Du zuerst.

Sie verlässt ihr Versteck... - Okay.

Sie macht den ganzen Monolog...

und ich warte auf mein Stichwort.

ICH VERSTEHE DAS VOLLKOMMEN.

ICH WEISS NICHT.

ICH WÜRDE DICH GERNE SEHEN. WENN DU KANNST.

Wie geht's dir? - Hallo.

Und wie geht es dir? - Gut, und dir?

Gut. - Ja?

Ich weiß auch nicht, es ging vorbei. Es "endete"... ich meine...

Ja, weil du verschwunden bist!

Das bin ich nicht!

Ich meine...

Du hast mich gemieden.

Du bist ein bisschen extrem.

Vielleicht, aber was willst du von mir hören?

Ich weiß es nicht. - Du bist immer so übertrieben.

Richtig. Aber ich würde gerne wissen, warum.

Für mich war es sehr intensiv. Ich war nicht...

auf der Suche nach einer Beziehung oder etwas Festem.

Mir fiel auf, dass... - Wer sagte das?

Wir haben nicht einmal darüber gesprochen.

Aber mir ist aufgefallen, dass du...

eher als ich dazu bereit warst. Ich habe auch Dinge bemerkt.

Ich bin gerade dabei,

mein Leben neu zu ordnen.

Vielleicht brauche ich mehr Zeit.

Ich weiß es nicht...

Du hattest Angst davor, mit mir zusammen zu sein.

Ein bisschen, ja.

Aus Unwissenheit... - Unwissenheit?

Ich habe auch meine Zweifel.

Das ist völlig neu für mich.

Ich meine, ich verstehe, dass es für dich

nicht einfach war, eine Beziehung mit einer trans Frau einzugehen

mit allem, was eben dazugehört...

mit deinen...

Freunden, die Zustimmung...

Aber ich spreche nicht davon...

Ich habe das Thema angesprochen so gut ich konnte...

Aber ich habe nicht gewusst

wie ich dich berühren sollte, womit du dich wohlfühlst.

Es war da, wie ein Tabu.

Du wusstest es wohl auch nicht

und ich wusste nicht, wie ich es ansprechen sollte,

auf eine überlegte Art und Weise.

Aber wenn du mich nicht ein bisschen führst,

ist es schwierig für mich.

Ja, ich verstehe das sehr gut. Es war für niemanden einfach.

Es ist eine Schande, dass wir es damals nicht verbalisieren konnten.

Jetzt ist es drei Monate her.

Es gibt also noch Hoffnung?

Nein, ich weiß.

Ich weiß nicht einmal, ob du das willst,

dass wir uns weiterhin sehen.

Ich weiß nicht, ob du mit jemandem zusammen bist.

Ob ich mit jemandem zusammen bin? Nein.

Nein? Bist du dir sicher? - Ja, warum?

Weil du lächelst.

Als lägest du in einem Diwan... - Diwan?

Ich fühle mich wie ein Psychoanalytiker

und du bist mein Patient.

Ich liebe es! - Darf ich dir Fragen stellen?

Klar. - Ich drehe mich ein wenig weg,

wie sie es tun, um Blickkontakt zu vermeiden.

Das ist wahr, die machen das so.

Wirklich? - Ja, natürlich! Du bist Französin.

Ich würde dort eine große Uni einrichten.

Ich kann dich also fragen...

Was magst du am meisten am Sex?

Was ich am meisten mag? - Ja.

Vielleicht klingt es dumm, aber die Anwesenheit der anderen Person.

Es hört sich nicht dumm an.

Ich dachte, dass ich mit einer Vagina,

von einem Mann begehrt werden würde.

Ja.

Aber das ist keine Garantie.

Nein, ich meine... Ich kann nichts tun.

Ich habe nicht einmal Geld

für eine Privatklinik, also...

Also muss ich warten und...

Ich denke, dass es jetzt an der Zeit ist, mich selbst zu akzeptieren.

Und das war's. Ich nehme diese drei Jahre, um...

zu sehen, wohin sie mich bringen.

Ich gebe mir die Priorität.

Du kommst zuerst.

Das bin ich im Alter von 4 Jahren.

Und das bin ich, etwas jünger, mit 2 Jahren.

Und das ist Raphi, vor ungefähr 24 Jahren.

Ich verstecke mich, wie ich es viele Jahre lang getan habe.

Ich bin keine Schauspielerin.

Aber ich kann lügen und so tun, als ob.

Darin bin ich gut.

Ich habe 20 Jahre lang eine Rolle gespielt,

aber es kam der Tag, an dem ich beschloss,

die Grenze zu überschreiten, die Grenze, das Limit.

Was bist du?

Wie kannst du es wagen?

Du bist so komisch angezogen!

Was glaubst du, wer du bist?

Warum bist du so...

so anders?

Ich lasse das glitzernde und elegante Paris,

das Paris der Träume, hinter mir.

Das ist die reale Welt.

Du hast Genderdysphorie.

Niemand wird dich mit diesem Körper lieben.

Schaue nicht, antworte nicht, höre nicht.

Es ist einfach komisch,

dich mit weiblichen Pronomen anzusprechen.

Unterstützen dich deine Eltern?

Du brauchst professionelle Hilfe.

Ich liebe dich.

Bist du sicher? Es gibt dann keinen Weg zurück.

Masturbierst du?

Du kannst mich so nicht zurücklassen.

Guten Morgen. Wie kann ich Ihnen helfen?

Raphi!

Sieh dich an!

Komm und stoß mit mir an!

Ups, das Glas!

Mach so viel drauf, wie du willst.

Ich bin dein Meisterwerk. - Mehr?

IN GEDENKEN AN PATRICIA PEREZ (1966-2020)

Übersetzung: Sascha Sütterlin

Satz: Christian Rupprecht PRIDE PICTURES e.V., Karlsruhe

Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.