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Original subtitles

UNTERTITEL: Hessischer Rundfunk

* Tatort-Titelmelodie *

Kommissarin Kommissar Maryam Azadi Hamza Kulina

Mein Name ist Anna Reiter.

Rechtsmedizinerin Sandra Schatz Lange

Mein Name ist Anna Reiter.

Heute vor 6 Jahren ist meine Tochter Viktoria verschwunden. Sie war drei.

Anna Reiter Nova Konrad Spielmann

Nach einem Besuchswochenende bei meinem Ex-Mann Julian

brachte er sie nicht nach Hause zur�ck.

Ulrich Haag Rupert Los Christina Dohr

Seitdem fehlt von beiden jede Spur.

Aries Iva Julian Ivanez

Das ist das letzte Foto, was ich von ihr gemacht habe.

Und das hier, das ist Julian.

Die Polizei fand damals Spuren,

die auf einen erweiterten Suizid hinweisen.

Nach nur einem Jahr hatten sie die Ermittlungen eingestellt.

Weil es keinen Ermittlungsansatz mehr gab, wie sie sagten,

gilt das Verschwinden meiner Tochter jetzt als Altfall.

Julian hatte Probleme, aber er h�tte Viktoria niemals etwas angetan.

Er hat sie geliebt.

Auch die Polizei meint, es gibt viele Widerspr�che in diesem Fall.

Und doch hat sie die Suche nach meiner Tochter eingestellt.

Aber ich will nicht schlecht sprechen von der Polizei.

Eine Polizistin besch�ftigt sich auch heute noch intensiv mit dem Fall.

Ich bin ihr sehr dankbar.

Sie hat mich auch zu diesem Video ermutigt.

Ich m�chte hiermit die �ffentlichkeit um ihre Mithilfe

bei der Suche nach meiner Tochter bitten.

In der Kommentarfunktion des Videos findet ihr alle Unterlagen zum Fall.

F�r jede neue Spur zu Viktoria stelle ich 5000 Euro zur Verf�gung.

Egal, wie unbedeutend euch der Hinweis scheint,

wenn jemand einen Mann und ein Kind

irgendwo flussabw�rts westlich von Frankfurt gesehen hat,

vielleicht in der N�he von H�chst,

wenn Sie irgendwann mal ein Kind gesehen haben

und Ihnen dabei etwas komisch vorkam,

wirklich, egal was,

bitte melden Sie sich.

Viktoria lebt.

Ich wei� das.

Danke.

* ruhige Musik *

* Musik: "Here Comes The Sun" Coverversion von Nina Simone *

F�hren Sie das breite Ende von links nach rechts unter dem schmalen herum.

Dann �ber den Knoten zum K�rper hin nach unten durch die Schlaufe.

Guten Morgen, Hamza.

Guten Morgen.

... von links nach rechts unter dem schmalen Ende herum.

Ziehen Sie es �ber den Knoten zum K�rper hin durch die Schlaufe.

Och!

Ergreifen Sie das breite Ende ... - Gib her!

.. schlagen Sie es nach unten ... * Video stoppt. *

* Beide lachen. *

Du kannst auch so ein Tutorial machen mal. Ist egal.

Du brauchst keine Krawatte. - Ja, du hast ja recht.

Ist es okay?

Du siehst gut aus. - Ja?

Danke sch�n.

* leise Musik *

* Er atmet schwer. *

* Er betet auf Arabisch. *

(Mann) Herr Kulina? - Ja.

Wir w�rden heute gerne noch einmal mit Ihnen

�ber den Ablauf der Ereignisse vom 14.Mai sprechen.

Sie und Ihr Kollege

wurden nach Sichtung des Rauschgifth�ndlers Thomas L�bl

zum Hauptbahnhof gerufen.

Sie kannten L�bl aus Ihrer Zeit bei der Schutzpolizei, ist das richtig?

Das ist richtig, ja.

Wo genau haben Sie L�bl gestellt? - Beim Ticketautomaten.

Auf dem Hauptbahnhof wurde uns sein Standort mitgeteilt.

Was ist dann passiert?

Deniz Soykan und ich haben uns ausgewiesen.

Wir haben eine Ansprache gemacht.

In dem Moment ist er losgerannt.

Sie sind nicht aus zwei Richtungen auf ihn zugegangen?

Es war Routine. Wir haben nicht damit gerechnet.

Routine?

(Flashback) F�hren Sie Waffen oder spitze Gegenst�nde mit sich?

Und dann? - Wir sind hinterher, nat�rlich. So schnell wir konnten.

L�bl ist in die Taunusstra�e gelaufen.

Dort wurde er an einer Kreuzung von einem Taxi angefahren. Und dann?

Dann sind Deniz Soykan und ich zum Taxi gerannt.

Also, Deniz war Erster.

Herr Soykan hat ihm also die Handschellen angelegt?

Ja, Herr L�bl ist aufgestanden, er wollte losrennen.

Deniz hat ihn fast auf den Boden gerissen.

Es sah aus, als h�tte er beide Arme schon hinten auf dem R�cken.

Warum haben Sie Ihren Kollegen nicht unterst�tzt?

Weil es so aussah, als ... - Wie "es sah so aus"?

Warum haben Sie sich nicht vergewissert?

Bei einem Mann, der in so gro�em Stil dealt, der davonl�uft.

Wie gesagt, L�bl ist bis dato, �h, nicht gewaltbereit aufgefallen.

Er war ein Dealer.

Deswegen, denke ich, ist er davongerannt, weil er nerv�s war.

Trotzdem hat er Ihren Kollegen mit dem Messer lebensbedrohlich verletzt.

(Flashback) Hamza! - Leitstelle 21-13, dringend kommen!

Ihre Dienstwaffe haben Sie gezogen, als der Kollege verletzt wurde.

Der Pers�nlichkeitsbericht Ihrer Vorgesetzten, Sandra Schatz,

f�llt, sagen wir mal, verhalten aus.

H�tten Sie den Angriff verhindern k�nnen,

wenn Sie n�her dran gewesen w�ren?

Herr Kulina, beantworten Sie die Frage.

* leise Musik *

Hey. - Hey.

Wie war's?

Die Untersuchung l�uft noch.

Sie werden ganz bald Deniz befragen.

Der ist gestern aus dem Koma erwacht.

Dann treffen Sie eine Entscheidung.

Du hast nichts falsch gemacht, Hamza.

Nein.

Ich denke, nein.

Aber vielleicht

habe ich die Situation und den Typen untersch�tzt.

Keine Ahnung.

* Handysummen *

Ja. - Maryam?

Es hat sich jemand auf den Aufruf gemeldet.

Sie sollten den doch offline nehmen. - Ja, ja, das wollte ich.

Aber dann kam diese Nachricht. - Was f�r eine Nachricht? Von wem?

Da steht, dass Viktoria noch lebt. Die Nachricht war anonym.

Die Person will sich heute Nachmittag treffen.

Was genau steht in der Nachricht?

Sie hat die Kette beschrieben, die ich Viktoria geschenkt habe.

Wie kann die Person so was wissen?

Polizeiliche Vermisstenanzeigen online sind oft sehr detailliert.

Es kann sein, dass die Kette...

Nein, da wird die Kette gar nicht beschrieben.

Hm, okay.

Dann lassen Sie uns bitte treffen, bevor Sie was unternehmen, ja?

In einer halben Stunde, okay?

Gut.

Was war das gerade?

Das war ein alter Vermisstenfall.

Ich, �hm ...

Ich muss weg.

Alles okay? - Ja, ja.

In der Nachricht stand eine Uhrzeit und eine Adresse

und "erster Stock", sonst nichts.

Ich habe noch mal in die Akten geschaut.

Im ersten Polizeiaufruf war neben der Kleidung,

die sie getragen haben k�nnte, auch Viktorias Kette beschrieben.

Nein, das ist Jahre her. Das wei� doch kein Mensch mehr.

Das steht im Internet. Das findet man, wenn man sucht.

Ich habe das Geld schon geholt. Ich gehe da hin, so oder so.

Nein. Stopp, Anna. - Glauben Sie, ich spinne?

Ich glaube, Sie sollten sich keine gro�en Hoffnungen machen.

Ich schaue mir das an, okay? Aber allein.

Was, wenn er oder sie nicht mit der Polizei reden will?

Ich mache das, ja?

Nein. - Die Person hat darauf bestanden.

Ich h�re mir an, was die Person wei� und melde mich.

Maryam, bitte. Was, wenn der sonst nichts sagt?

Wer diese Nachricht geschrieben hat, der wei� was, garantiert.

Ich melde mich.

Danke.

* ruhige Musik *

* leise spannungsvolle Musik *

* T�renquietschen *

* entferntes Husten *

Hallo?

(Frau) Lass mich in Ruhe!

* Sie hustet und st�hnt. *

* spannungsvolle Musik *

Haben Sie Frau Reiter kontaktiert?

Mein Name ist Maryam Azadi. Die Frau Reiter schickt mich.

Sie haben gesagt, Sie haben Informationen

zum Verbleib von Frau Reiters verschwundenem Kind Viktoria.

Sind Sie von der Polizei?

Ich komme von Frau Reiter.

Ich will blo� die Kohle haben.

Machen Sie Ihre Aussage. Wenn die valide ist, bekommen Sie Ihr Geld.

Nein, ich wei� von nichts.

Ich wei� von nichts. - Warten Sie.

Warten Sie!

Warten Sie!

Hey!

* treibende Musik *

* T�r f�llt zu. *

* weiter treibende Musik *

* Hupen *

Das war ein Betr�ger leider.

Ein Obdachloser, vermutlich drogenabh�ngig.

Er hat es auf die Belohnung abgesehen.

Er meinte, er wei� von nichts. - Nein, er wusste von der Kette.

Maryam, das ist der erste Hinweis seit Jahren.

Ich will doch nur meine Tochter wiederhaben.

Maryam, schauen Sie mir in die Augen.

Sie ist da drau�en.

Viktoria ist da drau�en und braucht mich.

Ich verstehe das.

Ich verstehe das wirklich. - Nein, nein.

Schauen Sie mir in die Augen und sagen Sie mir, dass es nicht so ist.

Sie wissen doch auch, dass Viktoria noch am Leben ist.

Nein, ich wei� das nicht. Niemand wei� das.

Gehen Sie bitte.

Ich tue mein Bestes. Ich gehe jedem...

Gehen Sie jetzt bitte einfach!

* traurige Musik *

Frau Asadi.

Warten Sie mal.

Meine Frau hat ohne mein Wissen den absurden Finderlohn ausgesetzt.

Es ist nicht das erste Mal, dass sie damit dubiose Typen anzieht.

Sie gibt die Hoffnung nicht auf. Das ist verst�ndlich.

Ist es nicht! Sie sind schuld, dass Anna die Hoffnung nicht aufgibt.

Ich will nur helfen. - Das tun Sie aber nicht.

Ihre Kollegen haben die Ermittlung abgeschlossen. Ergebnislos.

Das ist ein Altfall.

Jedes Mal, wenn Sie auftauchen, geben Sie Anna erneut Hoffnung.

Das ist ein ungekl�rter Altfall.

Ich bleibe da dran, solange es ermittlungstechnisch Sinn macht.

Wohin hat denn die Ermittlung gef�hrt?

Georg w�chst ohne Mutter auf, weil die nur seine tote Schwester sucht.

Ich will das nicht mehr.

Wir brauchen unseren Frieden damit.

(schluchzend) Ich will Sie hier nicht mehr sehen!

* T�renknallen *

* spannungsvolle Musik *

* Telefon *

* Telefon *

Abteilung Altf�lle. Kulina, hallo?

Ja, die ist da.

Okay, sag ich ihr. Ja.

Dein Termin kommt jetzt hierher.

Ich hab keinen Termin. Welcher Termin?

Ein Ulrich Haag, oder so.

* T�r wird ge�ffnet. *

Anna ist verschwunden.

Gestern sagte sie, dass sie diesen Penner noch mal aufsuchen will.

Heute Morgen bin ich aufgewacht, und da war sie weg!

Ich versuche, sie zu erreichen. - Was soll die Schei�e?

Sie geht nicht ran! - Hey, hey, ruhig.

Ich wollte sie als vermisst melden. Ihre Kollegen sagen, das ist zu fr�h.

Ich glaube, ich wei�, wo sie ist. Ich �berpr�fe das.

Wenn Anna etwas passiert ist, ist das Ihre Schuld.

Ich werde das �berpr�fen. Okay?

Bitte gehen Sie nach Hause. Ich melde mich.

Ich ruf Sie an. - Ja ...

* dramatische Musik *

Was war das denn?

Kommst du mit? Ich wei�, wo Anna hin ist.

Wenn wir Gl�ck haben, ist sie noch da.

* weiter Musik *

Er war ein Betr�ger. Das habe ich ihr gesagt.

Wahrscheinlich will sie ihn selber sehen.

Sie ist halt verzweifelt

und h�lt sich an allem fest, was ihr Hoffnung gibt.

Ich kann das verstehen.

Was ist denn hier los?

Oh, Shit! Was hast du gemacht?

Gude. - Hi. Gude.

Was ist los hier? - Die Kollegen sind schon vor Ort.

Zweiter Innenhof, erster Stock.

Danke.

* leise spannungsvolle Musik *

Hamza?

Danke.

Was macht ihr denn hier?

Wieder raus aus dem Keller?

Hallo, Christina. Nee, ich bin da noch. Freiwillig.

Was ist hier passiert? - Hallo, Maryam.

Anonymer Anruf kam rein, dass hier eine Leiche liegt.

Der Tote hei�t Otto Gerald Buchmann.

Letzte Meldeadresse: �bernachtungsst�tte Ostpark.

* unheimliche Musik *

Wir befragen gerade eine Zeugin.

Sie hat die Kollegen hierhergef�hrt.

Laut ihrer Aussage gab es zuvor einen lauten Streit im Obergeschoss.

(Frau) Die!

Die war gestern auch da!

Die mit dem Mantel, die war da.

Und dann kam die andere Frau!

Und dann ist der Otto gestorben!

Ich war wegen eines Altfalls hier.

Ja, klar, genau. Die war's!

Sie haben den Streit gesehen, ja? Was genau ist da passiert?

Ich hab's geh�rt.

Der Otto hat geschrien.

Ganz laut geschrien hat er.

Aber gesehen haben Sie den Streit nicht.

War es wirklich diese Frau?

Ja, klar!

Danke.

(Christina) Warum hast du den Einsatz nicht gemeldet?

Das war kein Einsatz.

Es war eine Spur, die ins Nichts gef�hrt hat.

Das hier ist nicht Nichts.

Die Spur hat nicht zu Frau Reiters vermisstem Kind gef�hrt.

Frau Reiter scheint die Spur ernst genommen zu haben.

Fahndung l�uft.

Handypeilung ist bislang fehlgeschlagen.

Schickt uns bitte alle Informationen zu dem Vermissten-Fall. - Okay.

Wei� man schon was �ber das Opfer? - Bisher nicht.

Wir haben nur den Personalausweis gefunden.

In seiner Schlafst�tte, da dr�ben.

* leise unheimliche Musik *

Hallo. - Gude.

Was sollen die ganzen Spiegel hier?

Ich verstehe das nicht.

Das Haus steht leer. Er h�tte ein Dach �ber dem Kopf.

Warum baut er direkt daneben ein Lager auf, drau�en? Why?

Du meintest vorhin, sie wollte von ihm nur Informationen.

Warum t�tet sie ihn dann?

Sie ist keine M�rderin.

Warten wir mal ab, was die MoKo dazu sagt.

Ihr Mann vorhin im B�ro,

was hat er gemeint, als er gesagt hat, du bist schuld?

Woran bist du schuld?

Seit Jahren gehe ich jedem Hinweis nach.

Und damit mache ich ihr falsche Hoffnung.

Das ist es, was er mir vorwirft.

Dass du den K�rper findest oder dass sie noch lebt?

Weder noch! Eine Mutter sucht ihr Kind.

Seit sechs Jahren sucht sie ihr Kind.

Sie braucht Klarheit und Gewissheit.

Schickst du sie nach Hause, wenn sie mit einem neuen Ansatz kommt?

Das mit dem Video kam von dir?

Ich hab gesagt, sie soll das Schei�ding offline nehmen.

Trotzdem erw�hnt sie dich. - Ja, aber nicht namentlich.

Okay, und dann? Was dann?

Du bist alleine zu dem Buchmann und wolltest mit ihm reden?

Hast du das wenigstens in deinem Tagesbericht notiert?

Maryam, das wirkt schon so, als h�ttest du das alles ausgel�st.

Ich steck mitten in einer Internen.

Sag mir eines: Hast du was gemacht, was dienstrechtlich falsch ist?

Ja oder nein?

Nein. Dienstrechtlich ist alles im Rahmen.

Okay.

Okay.

Dann zeig mir die Akte.

* Musik *

Julian Ivanez, seit 2014 verheiratet mit Anna Reiter.

2016 kommt ihre gemeinsame Tochter Viktoria zur Welt.

Sie haben sich kennengelernt,

als Anna gerade ihr Studium der sozialen Arbeit beendete

und einen Job anfing in einem Wohnheim f�r Suchtkranke.

Er war Programmierer bei einer Bank.

Die, die Julian kannten, beschrieben ihn als ruhig und gutherzig.

Aber laut Anna war fr�h klar, dass er im Alltag zu k�mpfen hatte.

Depression, ja?

Nicht diagnostiziert, aber sehr wahrscheinlich.

Dagegen definitiv diagnostiziert, eine Herzinsuffizienz.

Potenziell t�dlich und wohl Folge seiner Alkoholsucht.

Als er seinen Job verliert, hat sie sich richtig Sorgen gemacht.

Er hat lange gesucht, aber keine Stelle gefunden.

Ungew�hnlich f�r Programmierer. Die finden schnell irgendetwas.

Anna sagte, er wollte weg vom Computer, einen Neuanfang.

Der Job hat ihn ausgelaugt.

Sie eine Stelle f�r ihn gefunden als Hausmeister in einer Schule.

Aber da fing sein Alkoholkonsum an zu steigen.

Als sie ihn darauf angesprochen hat, wurde er aggressiv.

Anna sagt, in den Monaten h�tte er sich wahnsinnig ver�ndert.

Dann wurde sie mit Viktoria schwanger. Ungeplant.

Aber das brachte wohl frischen Wind in die Beziehung.

In der Zeit nach Viktorias Geburt ist er unglaublich aufgebl�ht.

Aber das hat nicht lange gehalten.

Irgendwann ist er betrunken zur Arbeit gekommen.

Dann haben sie ihn entlassen.

Das Markante ist, sie wusste sechs Monate nichts von der Entlassung.

Wie geht das? - Sie hat es durch Zufall erfahren.

Die Hausverwaltung hat sich gemeldet.

Das Mietkonto sei nicht gedeckt.

Ihr Mann h�tte seit Monaten nichts eingezahlt.

Wie kann er so eine Ver�nderung sechs Monate geheim halten?

Er ist jeden Morgen um sechs aus dem Haus,

kam nach neun Stunden wieder, in seiner Hausmeister-Uniform,

und hat behauptet, dass er arbeiten war.

# Viel Gl�ck und viel Segen...

Als sie von seiner Entlassung erfahren hat,

wollte er dar�ber nicht reden. Er hat komplett resigniert.

Er hat wieder angefangen zu trinken und kam n�chtelang nicht nach Hause.

In der Zeit hat sie ihren jetzigen Ehemann kennengelernt, Ulrich.

Sie verliebt sich und verl�sst Julian.

Der will das nicht wahrhaben.

Als richterlich beschlossen wurde, dass er sein Kind

nur jedes zweite Wochenende sehen darf, ist er daran zerbrochen.

Okay. Am 16.August 2019 verschwindet Viktoria

nach einem Besuchswochenende bei Julian.

Richtig. Gleich nach Annas Meldung wurde die Fahndung eingeleitet.

Verdacht auf Kindesentzug.

Am n�chsten Morgen fand man Julians Auto an der Staustufe in Griesheim.

Man fand im Auto viele Schlaf- und Beruhigungsmittelverpackungen.

Die meisten davon leer.

Hier beginnt es unklar zu werden, was genau passiert ist.

* ruhige Musik *

* Wasserrauschen *

Hey, komm her, mein Schatz.

Er bet�ubt sich und seine Tochter

und springt mit ihr hier in den Fluss.

Warum taucht keine Leiche auf?

Also ich meine, selbst wenn ein K�rper

z.B. von einer Str�mung weggetragen worden w�re,

wie wahrscheinlich ist es, dass gleich zwei Leichen so verschwinden?

Es gab in Frankreich vor ein paar Jahren mal den Fall

eines erweiterten Suizids durch Ertrinken.

Da hat sich der Vater an den Sohn gekettet.

Es k�nnte also nur ein K�rper gewesen sein,

der mit einem Gewicht belastet

von der Unterwasserstr�mung davongetragen wurde.

Wie gro� war der Suchradius der Taucher? - 20 Kilometer.

Taucheins�tze an jeder Schleuse und Br�cke.

Hubschrauber-Einsatz auf 200 Kilometer entlang der Flussstr�mung.

Sechs Jahre tauchen nirgendwo Wasserleichen auf.

Wie kann das sein?

Das sind nicht die einzigen Ungereimtheiten in dem Fall.

Die Spuren auf Suizid sind einfach zu eindeutig.

Nicht nur im Auto.

Auch in der Wohnung haben sich B�cher gefunden �ber Suizid.

Die hat er kaum anger�hrt.

Es sah aus, als h�tte er sie f�r die Ermittler platziert.

Er h�tte auch alles so inszenieren k�nnen,

dass es aussieht wie ein erweiterter Suizid,

um dann von einem anderen abgeholt zu werden und zu verschwinden.

Komm, Viktoria. Schnell, wir m�ssen los.

Papi, wo gehen wir hin?

Okay, stellen wir uns vor, sie leben beide noch.

Wie soll das so lange gehen?

Wovon sollen sie leben?

Was ist, wenn die Kleine einen Arzt braucht?

Was, wenn sie erkannt werden? Vielleicht sind sie ins Ausland.

Au�erlandbringung wurde �berpr�ft. Passagierlisten, Grenz�bertritte.

Er hatte keine Kontakte ins Ausland und hat die Reisep�sse dagelassen.

Dann ist er abgetaucht mit einer falschen Identit�t.

Das kostet. Geld daf�r hatte er nicht. Es gab keine Kontobewegung.

Er hat das Auto stehen lassen, hat seine Mobilit�t aufgegeben.

Damit enden die Ermittlungen.

Ein Jahr lang keine neuen Ans�tze.

Dann landete der Fall bei den Akten, kam zu mir.

Glaubst du, dass die beiden noch leben?

Ich kenne die Statistiken.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sie leben, ist gleich null.

Okay, und was glaubst du?

Otto Buchmann ist die erste konkrete Spur zu Viktoria.

Da m�ssen wir ansetzen.

Okay.

Dann m�ssen wir uns angucken, was der Tote wusste.

Sowohl der Sturzwinkel als auch die H�matome an den Oberarmen,

die typisch sind f�r eine pl�tzliche Krafteinwirkung,

sprechen mit hoher Wahrscheinlichkeit gegen einen Unfall.

Die Verletzungsmuster deuten darauf hin,

dass hier Fremdeinwirkung vorliegt.

Und dass der Sturz nicht durch Eigenverschuldung verursacht wurde.

Wir gehen wir davon aus, dass es als Totschlag gewertet werden m�sste.

Ich habe jemanden gefunden.

Aber besser, du wei�t von nichts.

Nick, bitte frag mich das nicht.

Je weniger du wei�t, desto besser.

Kannst du mir jetzt helfen, ja oder nein?

Okay, sag an.

Alles klar, danke.

Definitiv kein Eigenverschulden?

Auf mich wirkte er so, als h�tte er Drogen genommen.

Drogen waren keine im Spiel, nicht mal Alkohol.

Das zeigt der toxikologische Befund.

Genauer gesagt hatte er nicht nur keine Drogen im K�rper,

sondern gar nichts.

Nicht nur der Magen,

auch der Verdauungstrakt war komplett leer.

Er hat nichts gegessen f�r einen Zeitraum von mindestens 10 Tagen.

Sonst h�tten wir Nahrungsreste gefunden.

Er scheint sich nur von Wasser ern�hrt zu haben.

Das Einzige, was wir nachweisen konnten,

waren Spuren von Sibutramintropfen.

Was ist Sibutramin?

Das Arzneimittel ist seit 2010 in der gesamten EU verboten.

Es ist ein Appetitz�gler mit hochgef�hrlichen Nebenwirkungen.

Okay.

Und habt ihr irgendwas wegen den Spiegeln am Hof?

Okay.

Alles klar. Danke, Christina.

* Er legt auf. *

Also immer noch sehr wenig Neues �ber Buchmann.

Vor acht Jahren war er mal im staatlich gef�rderten Entzug.

Ab da wei� man nichts mehr.

Er hat keine Sozialhilfe bezogen. Er hat gelebt wie ein Geist.

Keiner wei�, wovon.

Ich habe hier was zu Sibutramin gefunden.

Ja?

* M�nner rufen durcheinander. *

Vor f�nf Jahren war die Polizei auf dem Hof einer Sekte. Hier.

Hm, Spiegel wie bei Buchmann.

Die Gruppe nannte sich "Licht der Welt".

Die haben auf dem Hof im Taunus gelebt

und wurden 2020 von der Polizei durchsucht.

Das waren damals knapp 50 Erwachsene und ein paar Kinder.

Sie lebten vollkommen abgeschieden.

Kein Strom, Wasseranschluss, nur einen Brunnen.

Die Leute wollten ohne weltliche Einfl�sse klarkommen

und sich von Licht ern�hren.

Ernsthaft.

Sie wollten, dass sogar ihr K�rper autark ist,

haben gesagt, dass Licht-Nahrung sie heilen kann.

Deswegen das Sibutramin.

Damit sie nicht so viel essen m�ssen.

Wer kommt denn auf so eine Idee?

Jan Pichler. Die Gruppe hat ihren Ursprung in den 80er-Jahren.

Jan Pichler, ein Schweizer, ehemaliger Benediktiner.

Nach einer Nahtoderfahrung sagte er, er sei Gott begegnet.

Von da an nannte er sich Astra.

Gott habe eine neue Botschaft

und er, Jan Pichler, m�sse sie den Menschen mitteilen.

Die Botschaft lautete,

dass ein Mensch sich von Krankheiten und Qualen befreien kann,

wenn er sich von allen weltlichen Einfl�ssen reinigen w�rde.

Ohne Essen, nur mit Licht-Nahrung, oder was?

Das wurde als das ultimative Ziel eines autarken Lebens betrachtet.

Die Gruppe hatte mehrere hundert Mitglieder in den 80er-Jahren.

Aber bis heute glauben noch einige an ihn.

Was sind das f�r Leute?

Menschen aus verschiedenen Schichten, Idealisten.

Manche davon sind krank, und Pichler ist ihre letzte Hoffnung.

Er hat die gnadenlos ausgenutzt.

Die Mitglieder mussten ihm ihr ganzes Verm�gen vermachen.

Egal, wie viel oder wenig sie hatten.

Gesch�ftsmann? - Ein Gesch�ftsmann.

(Rufe) Polizei! Polizei!

Warum hat die Polizei die Gruppe gefunden?

Hier. Rupert Los wurde als Teenager von seinen Eltern

aus der Schule mit in die Sekte genommen.

Dort war er zw�lf Jahre lang,

bis er dann eines Tages v�llig ausgehungert

in einem Imbiss bei der Autobahnabfahrt bei Hanau auftaucht.

Hallo. Bitte sch�n?

Hallo. Was machen Sie da?

F�r was wurde er bestraft?

Er wollte zum Arzt.

Wegen seiner Aussage wurde dann der Hof gest�rmt.

Meine Eltern waren beide tief in der Esoterik,

lehnten die moderne Medizin ab.

Jedenfalls waren sie, meine Mama vor allem, lange bei Astra.

Sie dachten, dass er mich heilen kann.

Wie wollte er das machen? Wie wollte er Sie heilen?

Astra sagte, alle Krankheiten kommen von einem Lichtmangel in den Zellen.

Und dass man alles mit Licht und Gebet heilen kann.

Wie ist das dann abgelaufen?

* medizinisches Ger�t piepst. *

Es gab feste Gebetszeiten.

Zwei Stunden vorm Schlafen gehen

und dann wieder zwei Stunden vor Sonnenaufgang.

Vier Stunden lang durften wir schlafen, nie l�nger.

Wir mussten manchmal stundenlang in der Sonne stehen,

weil es hie�, dass uns das Licht heilt.

Meine Krankheit, so eine Nieren- erkrankung, wurde immer schlimmer.

Wenn man sie nicht behandelt, stirbt man daran.

Deswegen haben Sie den Hof verlassen?

Als ich gesagt habe, ich will in die Stadt zu einem Arzt,

da haben sie mich weggesperrt, drei Wochen lang.

Selbst als ich Blut gekotzt hatte,

wollte Astra mich nicht in die Stadt lassen.

Ich bin gefl�chtet.

Ihre Eltern, wo sind die heute?

Die sind nach ihrer Haftstrafe nach Frankreich, glaube ich,

in einen anderen Ableger von Licht der Welt.

Ich wei� nicht genau, wo sie sind. Wir haben keinen Kontakt.

Haben Sie diese M�nner schon mal gesehen?

Die sind Ihnen nie begegnet, als Sie in der Gruppe waren? - Nein.

Mhm.

Und dieses M�dchen, haben Sie das schon mal gesehen?

Nein.

W�rden Sie noch einmal genauer hinschauen, Herr Los?

Es k�nnte sein, dass sie �lter war, als sie ankam.

Wir haben uns nicht viel vermischt.

Wir waren getrennt in Arbeitsgruppen.

Ich war mit anderen f�r den Kr�utergarten zust�ndig.

Ich hatte nicht zu allen am Hof Kontakt.

Wissen Sie, ich bin ihm sehr dankbar, dass er mich rausgebracht hat.

Wem?

Na ihm.

Meine Eltern waren auf dem falschen Weg.

Sie haben an einen Menschen geglaubt, der sie nur ausgenutzt hat.

Es gibt nur einen Weg zu Gott. Der f�hrt �ber Jesus.

Sind Sie gl�ubig?

Ich? Ja.

Bei mir ist es Allah.

Jesus spielt bei uns auch eine Rolle. Er ist ein Prophet.

Das ist sch�n, sehr sch�n.

Er besch�tzt uns alle.

Und Sie?

Glauben Sie?

Vielen Dank f�r Ihre Zeit, Herr Los.

* spannungsvolle Musik *

Was ist seit der Razzia mit der Gruppe passiert?

Der Gro�teil hat sich aufgel�st.

Manche haben sich im Ausland in kleinen Gruppen neu formiert.

So wie Ruperts Eltern.

Dann gibt es noch welche, die sind in Haft.

Heute leben nur noch ein paar auf dem Hof

unter der Leitung von der Ex von Astra.

Und seitdem ist Ruhe.

Wir sollten uns das mal anschauen.

Ich glaube, weder Julian noch Viktoria waren jemals da.

Die Kinder waren abseits Systems, aber alle waren registriert.

Aber Otto Buchmann schien eine Verbindung gehabt zu haben.

Und irgendwo m�ssen wir ja mit der Suche anfangen.

Der Suche nach wem? - Nach Anna.

Und Anna sucht ihre Tochter.

* spannungsvolle Musik *

* weiter spannungsvolle Musik *

* weiter Musik *

Hallo!

* Sie seufzt. *

Hallo.

Ich bin Maryam. Und wer bist du?

* leise unheimliche Kl�nge *

Ich tue dir nichts.

Sind deine Eltern da?

* Handyklingeln *

Asadi.

Ja, bitte.

(Mann) Das ist Privatgrund.

Hallo?

Hallo.

Kulina, Kripo Frankfurt. Hallo.

Ich w�rde mich gerne ... - Das ist trotzdem Privatgrund.

Ich bin nicht auf dem Grundst�ck.

Ich w�rde gern die Leiterin sprechen. Ist das m�glich?

Die Polizei hat uns schon genug angetan.

Wir wollen nur unseren Frieden. - Das tut mir leid.

Ich habe auch nur eine Frage. Vielleicht k�nnen Sie da helfen.

Haben Sie diesen Mann schon mal gesehen? - Nein.

Gucken Sie sich das Foto mal an?

Ich kann mit einem Durchsuchungsbeschluss wiederkommen.

Wir haben nichts zu verbergen.

Also ...

Hast du den gesehen? - Das war gerade die Mordkommission.

Sie haben Fasern von Annas Kleidung am K�rper von Buchmann gefunden.

Und auch in seinem Zelt.

Kurz bevor sie ihr Handy entsorgt hat, hatte sie Kontakt

zu einem Sch�tzling aus ihrer Zeit als Sozialarbeiterin.

Er hat ausgesagt,

dass sie bei ihm eine Waffe kaufen wollte.

* treibende Musik *

* Flaschenklappern *

* T�rklingel *

* Kinderstimmen *

(beide) Hallo!

Komm schon mit. - Ich komme schon.

(Mann) Ich kann noch mal mit dem Parteivorstand reden.

Sie kriegen das Grundst�ck zum vereinbarten Preis.

Gut, ich muss weiter.

Hier ist heute Ganztags-Raubtierf�tterung.

Wie reden morgen, ja? Ciao, ciao!

Ja?

Wer sind Sie denn?

Hey, hey ... - Wo ist sie?

Ich habe keine Ahnung, wovon Sie sprechen. - Wo ist sie?

Ich will mit Astra sprechen. - Langsam bitte.

* Kinderstimmen * Bleibt oben. Geht zur�ck ins Zimmer.

Ich will jetzt wissen, wo sie ist.

Wo wer ist? - Wo ist sie?

Hat sie gesagt, was sie wollte?

Sie sucht ihre Tochter, Viktoria.

Irgendjemand hat ihr gesagt, dass Astra wei�, wo ihre Tochter ist.

Sie hatte ein kleines Notizbuch dabei.

Hat sie erw�hnt, von wem sie die Adresse hat? - Sie meinte Otto.

Ich kenne keinen Otto. Keine Ahnung, woher er meine Privatadresse hat.

Vielleicht von einem dieser Aktivisten.

Die haben die mal online gestellt.

Seitdem bekomme ich bei jedem neuen Immobilienprojekt Drohbriefe.

Sagt Ihnen der Name Astra etwas?

Diese Lichtnamen kenne ich nur von meinem Kackhof.

Ihrem Hof?

* spannungsvolle Musik *

* weiter spannungsvolle Musik *

* Bremsenquietschen und Handyklingeln *

Ja?

Alles klar, danke.

Das SEK ist gleich da.

* Schuss *

Okay, wir gehen zur�ck.

Komm zur�ck, Maryam.

Maryam, wir warten auf das SEK!

Maryam!

Schei�e!

Maryam, das SEK geht zuerst rein!

Okay.

Weg da. Weg!

(Anna) Wo ist meine Tochter?

Wo ist Viktoria?

(Frau) Ich wei� nicht, wovon Sie reden.

Kann mir mal jemand helfen?

(Mann) Lass sie gehen!

(Anna) Ich will jedes Kind sehen, dass hier ist.

Maryam!

Sag mir, wo meine Tochter ist!

Polizei! Waffe weg! - Anna!

Ab ins Haus! Waffe weg!

Anna?

Das SEK ist gleich hier. Das wird nicht gut f�r dich ausgehen.

Nimm die Waffe runter, dann wird dir nichts passieren.

Anna, h�r auf mich!

Sie wissen, wo sie ist, Maryam.

Sag es mir jetzt! Sag es!

Anna!

* Musikakzent *

* ruhige Musik *

Anna.

Wenn sie wissen, wo sie ist, werden wir das herausfinden. Versprochen.

Genau das haben Sie schon mal gesagt. Und nichts haben Sie unternommen.

Sie wissen, wo sie ist, Maryam. Sie wissen es.

Anna, das wird Viktoria nicht zur�ckbringen.

* entfernter Hubschrauber *

Sag mir jetzt, wo meine Tochter ist!

Waffe weg! Waffe weg!

Sag mir sofort, wo sie ist! - Waffe fallen lassen! Auf die Knie!

Waffe runter, Anna!

Waffe weg!

Waffe weg! Auf die Knie! Auf die Knie!

Auf die Knie!

* melancholische Musik *

H�nde nach hinten!

Ich will doch nur mein Kind wiederhaben.

Aufstehen! Mitkommen!

* entfernte Polizeisirenen *

* weiter melancholische Musik *

(Frau) Frau Asadi, schon wieder so ein Alleingang.

Und diesmal mit einem mutma�lichen Mord.

Wir haben jetzt eine tats�chliche Spur zum Verbleib des Kindes.

Wunderbar.

Leiten Sie alle Informationen an die Vermissten-Stelle weiter.

Nein, das ist mein Fall. - Das WAR Ihr Fall.

Ich habe Grenzen �berschritten, aber das ist Teil dieser Arbeit.

Was ist da eigentlich auf diesem Hof passiert?

Wieso sind Sie da vor dem SEK rein?

Frau Schatz, wir haben die Situation korrekt eingesch�tzt.

Maryam war in der Lage, Anna Reiter aus der Geiselsituation rauszureden.

Wir haben die Lage deeskaliert,

ohne dass irgendjemand zu Schaden gekommen ist.

Es ist nicht der richtige Zeitpunkt, uns abzuziehen.

Es gibt tats�chlich eine m�gliche hei�e Spur

im Fall des vermissten Kindes.

�hm, und das ist die erste seit Jahren.

Niemand kennt den Fall besser als Maryam.

Deswegen w�re es der falsche Zeitpunkt, uns abzuziehen.

Bitte.

Bitte, es geht um ein vermisstes Kind.

Sie koordinieren die n�chsten Schritte.

Sie allein tragen die Verantwortung. Verstanden, Kulina?

Und denken Sie an Ihre Interne.

Mhm, verstanden.

Danke.

Danke.

Frau Azadi?

Ich erwarte Bericht �ber jeden einzelnen Ermittlungsschritt,

den Sie in der Sache in den letzten Jahren unternommen haben.

Verstanden?

Verstanden.

Danke.

* ruhige Musik *

Das war nicht okay von dir.

Wir h�tten aufs SEK warten m�ssen, wie immer in solchen Situationen.

Das SEK h�tte auf Anna geschossen. - Nat�rlich h�tten sie geschossen.

Sie hat mit einer geladenen Waffe auf den Kopf eines Menschen gezielt.

Sie war v�llig unberechenbar. - Ich kenne diese Frau.

Maryam, ich war schon mal in so einer Situation.

Ich hab auch gedacht, ich kenne den Typen. Der macht nichts.

Und du wei�t, was passiert ist. Mein Kollege lag bis gestern im Koma.

Es gibt geregelte Abl�ufe f�r solche Situationen.

Ja, und manchmal muss man sich von geregelten Abl�ufen verabschieden.

Wir hatten die Situation unter Kontrolle.

Du hast dich unn�tig in Gefahr gebracht - und mich auch.

Sie verzichtet ausdr�cklich auf Rechtsbeistand.

Sie will nur mit dir sprechen.

Sie ist Hauptverd�chtige in einem Mordfall.

Es geht nicht um die Suche nach ihrer Tochter. Okay? - Okay.

Guten Morgen!

Ich will mit Maryam sprechen.

Das ist mein Kollege Hamza Kulina.

Er ist in meiner Abteilung und wei� �ber Viktorias Fall Bescheid.

Habt ihr den Hof durchsucht?

Anna, Sie werden des Mordes an Otto Buchmann beschuldigt.

Das war ein Unfall. Ich wollte das wirklich nicht.

Ich hab den Notruf verst�ndigt, nachdem das geschehen ist.

Ihr m�sst jetzt nach Viktoria suchen. - Dar�ber reden wir noch.

Nachdem was geschehen ist? Was ist mit Otto Buchmann passiert?

Ich bin in dieses Haus.

Er wollte zuerst das Geld. Ich hab's ihm gegeben.

Dann hat er gesagt, dass Astra wei�, wo Viktoria ist.

Und dass er mir nicht mehr sagt, wenn er nicht noch mehr Geld bekommt.

Ich hatte nicht mehr dabei. Ich bin ausgerastet.

Er hatte das Geld doch schon. Ich bin auf ihn los.

Ich hab ihn angefleht, mir zu sagen, wo sie ist.

Er stand oben an der Treppe.

Als ich ihn angegriffen habe, ist er nach hinten gekippt.

�ber das Gel�nder.

Ich wollte das nicht.

Okay.

Und was haben Sie dann gemacht?

Bevor ich den Notruf verst�ndigt habe, hab ich das Zelt durchsucht.

Da hab ich ein Notizbuch gefunden, ein kleines Notizbuch.

Da stand der Name, Astra, direkt daneben eine Adresse.

Und da bin ich eben hin.

Der Mann dort hat mir gesagt,

dass er den Namen nur von dieser Sekte kennt.

Maryam, das macht total Sinn,

dass Viktoria irgendwo bei denen sein muss.

Julian war doch krank. Er hatte diese Herzinsuffizienz.

Vielleicht wollte er sich bei denen heilen

und ist dann mit Viktoria dahin.

Dann m�ssten die Mitglieder von damals sie doch kennen.

Ja.

Das macht Sinn.

Wir schauen uns das an.

* spannungsvolle Musik *

* Sirenen *

Okay, Kollegen, teilt euch auf. Zu zweit jeweils ein Haus.

Das, das, hier und da dr�ben.

Marie und Jan, ihr macht die Datenaufnahme aller Bewohner.

Wie versprochen.

Fangen wir hier an. Sie folgen mir bitte.

Bewohnt ist nur noch das Haupthaus.

F�r die anderen Geb�ude haben wir keine Verwendung mehr.

Wenn Anna recht hat und Viktoria und Julian dort waren,

m�ssten sich die Kinder an sie erinnern.

Bei der damaligen Razzia gab es Kinder in Viktorias Alter.

Aber die sind nicht mehr alle auf dem Hof.

Polizei!

Von den 16 Kindern kamen sechs in die Obhut des Jugendamts.

Wegen Verletzung elterlicher F�rsorgepflicht.

(Frau) Mir ist das Ganze nicht recht.

Normalerweise spricht ihre Psychologin mit ihnen �ber damals.

Es ist wichtig. Ich werde vorsichtig sein.

Was die Kinder damals erlebt haben, war schlimm.

Was sie heute durchmachen, ist auch schlimm.

Hier, Tim. Beeil dich ein bisschen, okay?

Sie sind die einzigen Kinder, die keine Pflegefamilie finden.

Pflegeeltern wollen keine Sektenkinder.

Bitte.

Amtlichen Ausweis hast du nicht mehr, nehme ich an?

Nein. - Okay, danke.

Dann haben wir alle? - Alle, die hier noch leben.

Auf meiner Liste sind noch drei.

Boschitz, Harald. Beres, Christopher. Zwerger, Emilia.

Die kenne ich. - Wo sind die?

Die sind leider weitergezogen. - Wohin?

Das wei� ich doch nicht. Wir sind kein Gef�ngnis.

Ach ja? Sehen das die Kinder genauso?

Das ist Frau Asadi von der Polizei.

Das sind Ben und Marie. - Hallo.

Ich bin Maryam.

Ich w�rde euch gerne ein paar Fragen stellen.

Und sie? Kennt ihr dieses M�dchen?

Sicher?

Die waren nie bei uns.

Das k�nnte ich jetzt hier auch jeden fragen?

Fragen Sie nur. Sie k�nnen mit allen sprechen.

Wo sind deine Eltern?

Mit diesem Mann?

Ja, der war bei uns.

Aber nur kurz.

Der hat sich nicht bei uns zurechtgefunden.

Wann war das? - Ist schon ein paar Jahre her.

Ich wei� nicht mehr, wie der hei�t.

Nicht zurechtgefunden. Warum?

Er hat nach Erl�sung von seinen S�chten gesucht.

Astra wollte ihm helfen, aber irgendwie ging das nicht.

Werdet ihr manchmal bestraft?

Wenn ihr irgendwas anstellt oder so?

Ihr k�nnt mir das ruhig erz�hlen.

Ich werd's keinem sagen. Ich schw�re.

Kannst du mir das nicht sagen?

Was ist da passiert, als man euch bestraft hat?

"Irgendwie ging das nicht." Oder war da finanziell nichts zu holen?

Daran liegt es nicht.

Man tr�gt bei, was man beitragen kann.

Wissen Sie, Herr Kulina,

die Menschen finden hier Zuflucht und Hoffnung.

Wenn sie sich auf uns einlassen, sind sie hier gl�cklicher,

als sie es in ihrem vorherigen Leben waren.

Manchmal m�ssen wir Hausarbeiten machen.

Was denn f�r Hausarbeiten?

So putzen, waschen.

Ihr m�sst die Fragen nicht beantworten, wenn ihr nicht wollt.

Wir durften nicht zum Licht.

Wir kamen in den Mondraum.

Okay, was ist das, der Mondraum? - Da wohnt das Dunkle.

Rupert Los, der ist jetzt gl�cklicher.

Die Kinder, die nicht zum Arzt d�rfen, die sind jetzt gl�cklich.

Haben Sie schon mal Schmerzen empfunden? Egal, in welcher Form.

Was ist das f�r eine Frage? Klar.

* T�renquietschen *

Was musstet ihr in diesem Mondraum machen?

Wir mussten alles aufschreiben, was wir gedacht haben.

Wenn wir was B�ses gedacht haben, mussten wir es aufschreiben,

damit Satan es nicht mehr in uns drin hat.

* leise unheimliche Musik *

Haben diese Schmerzen Sie nicht zu dem gemacht, der Sie heute sind?

Sie tun weh, ja.

Aber der Schmerz ist auch der Weg zur Erkenntnis.

Wie sieht dieser Mondraum aus?

Da drin gibt es keine Sonne, kein Licht, nur die Wand.

Und unsere Gedanken.

Und die Angst.

Und die Dunkelheit.

Manchmal sind Schmerzen einfach nur Schmerzen.

Welche Erkenntnis haben denn bitte Kinder,

die zur Strafe nichts zu essen bekommen?

Wir tun das nicht mehr.

Seitdem Astra bei unserem Herrn ist, hat sich unser Umgang hier ver�ndert.

Ich habe hier eine Liste von Mitgliedern aus dem Jahr 2020,

als die Gruppe polizeilich untersucht wurde.

52 Erwachsene und 12 Kinder waren hier.

Abz�glich der Verhafteten und der nachweislich Ausgewanderten

m�ssten hier noch 19 Menschen leben.

Wir sind aktuell 16, 11 Erwachsene, 5 Kinder.

Okay, wo sind die anderen drei?

Denken Sie, wir sind ein Gef�ngnis?

Wir mussten alles aufmalen, was in unseren K�pfen war.

Wir durften erst wieder raus ans Licht,

wenn alles aus uns drau�en war.

Dann durften wir wieder zum Licht.

Nicht alle.

Manche sind immer noch weg.

Wie weg?

Wie meinst du das, Ben?

Sie wurden vom Dunkel verschluckt.

Wir m�ssen los in die Schule.

Ach ja.

Na klar.

Ich habe nur noch eine Frage.

Wo sind die fehlenden drei?

Die Menschen k�nnen kommen und gehen, wann und wie sie wollen.

* leise spannungsvolle Musik *

Kennst du diesen Mann?

Und dieses M�dchen, kommt dir die bekannt vor?

Die hei�t Viktoria.

* weiter spannungsvolle Musik *

Danke.

Das ist nicht Viktoria.

Das ist Freya.

* lauter Musikakzent *

Ja, wir sind uns aber sicher, dass Viktoria auf dem Hof war.

Alles klar. Dann wei� ich Bescheid. Danke.

Nichts. - Das kann doch nicht sein.

Alle, die verhaftet wurden, sagen, dass sie Viktoria nie gesehen haben.

Nova ist die Einzige, die noch lebt und 2020 bei der Razzia dabei war.

Sie hat mir vorhin gesagt, dass sie Viktoria nicht gesehen hat.

Aber jetzt kommt's.

Die drei Menschen, die bei der Razzia nachweislich am Hof waren,

die sind einfach weg.

Wie weg? - Weg.

Niemand an den alten Meldeadressen.

Verwandte wissen nichts von ihnen, keine Kontobewegung seit damals.

Die letzte Spur dieser drei, die f�hrt zum Hof und dann...

Julian und Viktoria sind nicht die Einzigen,

die sich in Luft aufgel�st haben.

Manche sind noch weg.

Was?

"Manche sind noch weg."

Das hat der Junge gesagt.

"Sie wurden von der Dunkelheit verschluckt."

Dann sind sie auf dem Hof verschwunden.

Aber wo?

Wir brauchen die Baupl�ne vom Areal.

* wiederholtes Piepen *

* ruhige Musik *

* weiter ruhige Musik *

* spannungsvolle Musik *

Hamza?

Lass mich allein mit ihr sprechen.

Ja? - Ja.

Okay.

Ich bin hier, ja? - Okay.

Was ist?

Wir konnten zweifelsfrei belegen, dass Julian und Viktoria

im Fr�hjahr 2019 bei Licht der Welt untergetaucht sind.

Nova, die Leiterin, hat gestanden,

dass sie die beiden in die Gruppierung aufgenommen hat.

Von der Zeit kannte sie auch Otto Buchmann.

Der war auch am Hof, als Julian und Viktoria dort ankamen.

�hm ...

Wie Sie wissen, waren viele Kranke, in der Sekte, die gestorben sind,

weil die Gruppierung sich der modernen Medizin verweigert hat.

Die K�rper der Menschen wurden dann illegal kremiert

und ihre Asche wurde im Rahmen eines Rituals verstreut.

Okay.

Nova hat ausgesagt,

dass Julian ein paar Monate nach seiner Ankunft

an einem pl�tzlichen Herztod gestorben ist.

Sein K�rper wurde einge�schert.

Und nach ihrer Aussage ...

... hat ...

... hat Viktoria ein paar Monate nach Julians Tod

eine Kinderkrankheit bekommen.

Ihrer Beschreibung nach waren es wohl Meningokokken.

Und, �hm, ...

Und ...

(von fern) ... wir haben Viktorias Schmuck, ...

... ihre Kette, in einer der Kisten neben dem Krematoriumsofen gefunden.

Aufgrund des Kremationsprozesses konnten wir keine DNA-Analyse ...

* traurige Musik *

* Freizeichen *

Herr Kulina, wir konnten mittlerweile

eine Befragung mit Herrn Soykan zu Hause durchf�hren.

Er hat den Ablauf genauso geschildert wie Sie.

Er best�tigt auch, dass die Gefahr, die von L�bl ausging,

nicht einzusch�tzen war.

Ob er je wieder dienstf�hig wird, bezweifle ich.

Unser Abschlussbericht geht an Ihre Dienststelle.

F�r uns gilt die Untersuchung hiermit als abgeschlossen.

Alles Gute. - Danke.

* ruhige Musik *

Hey. - Hey. Wie lief's?

�h ...

Keine Konsequenzen.

Gut.

Gut.

Ja.

Und jetzt?

Was meinst du?

Du sagtest, du wolltest nur bis zur Anh�rung in der Abteilung bleiben.

Ach so. �hm ...

Ich bleibe.

Ich bleibe. Ich mag das ...

... alles hier irgendwie.

Ja? - Ja.

Das freut mich.

Wie geht's dir?

Gut. Ich, �hm ...

Ich versuche gerade, den verschwundenen Personen

Objekte aus dem Krematorium zuzuordnen.

Mhm.

Zwei Namen habe ich schon.

Zwei krebskranke Menschen, die ein paar Monate

nachdem sie in die Gruppe kamen, starben und einge�schert wurden.

Okay. Und was ist mit Nova?

Nova wird angeklagt wegen Versto� gegen diverse Bestattungsgesetze.

Es wird schwer sein, ihr nachzuweisen,

dass sie mitschuldig war am Tod der Sektenmitglieder.

Die Argumentation wird sein,

sie h�tten freiwillig auf Medizin verzichtet.

Es gibt ein paar Objekte, die ich nicht zuordnen kann.

Wohl von Menschen, die vor den Ermittlungen am Hof waren.

Ich wei� nicht, wo wir da ansetzen sollen.

Mhm.

* spannungsvolle Musik *

Was?

* weiter Musik *

* T�rsummer *

* weiter spannungsvolle Musik *

Alles gut. Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen.

Bitte.

Wir bleiben auch nicht lang.

Wir wollten uns mit Ihnen unterhalten �ber Ihre Partnerin.

Meine Partnerin?

Ja, oder ist das nicht ... Ist das Ihre Schwester?

Ach so, das ist Yvonne, meine Frau.

Sie ist verstorben.

Darf ich fragen, was das mit Ihren Ermittlungen zu tun hat?

Gern. Konkrete Spuren zum Verbleib vermisster Personen.

Wann ist Ihre Ehefrau verstorben? - Vor sechs Jahren.

Und hat Sie denselben Nachnamen getragen wie Sie, Spielmann?

Sie hat den Namen behalten. Yvonne Hartwig. - Okay.

Und was war das Geburtsdatum Ihrer Frau? - 30.Mai 1979.

�hm ...

Hatte Ihre Frau eine Verbindung zu der Licht-der-Welt-Gruppierung?

Was? Nein.

Verreisen Sie? - Ja.

Wohin? - Nur zu Freunden ins Ausland.

Worum geht's? - Allein?

Mit meiner Tochter. - Und ist Ihre Tochter hier?

�h, ja. Was hat das mit Ihrer Ermittlung zu tun?

K�nnten wir uns kurz mit ihr unterhalten? - Klar. Von mir aus.

Iva, kommst du mal bitte?

* leise spannungsvolle Musik *

Ja, das ist die Iva.

Iva, sag Hallo. - Hallo.

Hallo.

Hallo.

Wir m�ssen jetzt wirklich los.

Es dauert nicht lang. Wenn wir uns kurz hier hinsetzen k�nnten ...

Okay, kein Problem.

Hat sich erledigt.

Gut.

Danke. - Vielen Dank.

Gute Reise. - Danke.

Freya?

Ich versteh das einfach nicht.

Wie hat Viktoria all die Jahre hier gelebt?

Es gab eine gef�lschte Geburtsurkunde

und gef�lschte Ausweise.

Und sie war unter einem anderen Namen gemeldet.

Und warum sie?

Spielmann und seine Frau konnten keine Kinder bekommen.

Aber sie hatten immer einen Kinderwunsch.

Als Julian gestorben ist, haben sie sich um Viktoria gek�mmert.

Niemand ist auf die Idee gekommen, Nachforschungen anzustellen,

ob Viktoria noch andere Verwandte gehabt haben k�nnte.

Spielmann auch nicht.

Er hat es erst erfahren, als Sie bei ihm in der Wohnung standen.

Geht es ihr gut? Oder wie ist sie?

Sie ist ein tolles M�dchen.

Es geht ihr gut, ja.

Als seine Frau gestorben ist,

hat Spielmann mit Viktoria die Sekte verlassen

und sie ist beh�tet gro� geworden.

Er hat sie gern.

Iva!

Freya! - Iva!

Ich wusste es nicht! - Ruhig. Ruhig.

Iva, ich wusste nicht, dass du vermisst bist.

Ich wusste es nicht!

Komm mit.

(schluchzend) Ich wusste nicht, dass sie vermisst ist.

Papa!

* Er legt Handschellen an. *

Papa.

(Anna) Wann darf ich sie sehen?

* Schl�sselklappern und T�renquietschen *

* melancholische Musik *

Hallo.

Hey.

Viktoria.

Ich bin deine Mama.

Darf ich mich mal zu dir setzen?

Nein?

Okay.

Ich will hier weg. Ich will zu meinem Papa.

* weiter traurige Musik *

* Anna weint leise. *

F�r sie war das ihr Papa.

Es ging ihr wirklich gut bei ihm, und er hat sie geliebt.

Er hat ihre Urkunden gef�lscht.

Er wusste, dass es nicht sein Kind ist.

Das h�tte er bei der Polizei melden m�ssen.

Er h�tte sich Gedanken darum machen k�nnen,

ob nicht jemand dieses Kind vermisst.

Das wird jetzt dauern bei der Kleinen.

Ja.

* ruhige Musik *

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