All language subtitles for Aus dem Tagebuch der Josefine Mutzenbacher (1981)

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Original subtitles

Künstlerparadies Gibt's

die Decken her!

Na du, hallo Drieke, steh einmal!

Was hast denn alles getrieben an diesem verschwiegenen

Platzel?

Ich bin genauso verschwiegen.

Na, kommt's doch schon!

Ein Prosit auf die nächsten Stunden!

Prosit!

Prosit!

Meinst du, machst du's mir lieb?

Bisher ist's noch allerweil gut gegangen.

Du alter Genießer!

Schuft!

Was hast du plötzlich?

Juckt's mich einmal so?

Das sind die Erinnerungen an die letzte Nacht.

Schmorn!

So ein Flechsbüschel!

Musst noch durch dich wachsen, bis es mit

dir macht, du!

Aber er hat genau gewusst, an welcher Stelle

du's gern hast.

Und mühsam war's bestimmt, sich bis dahin durchzuschlagen.

Bist ganz schön verdorben.

Also dann, servus, Casanova.

Immerhin hast Glück gehabt.

Stell dir vor, ein Schlamm hat dir reingekrochen.

Schlamm, eh?

Wo?

Da würde höchstens noch das Schwanzl rausschauen.

Wäre nicht das erste Schwanzl, was bei der

Mieze rausgeschossen.

Ihr sollt euch schämen, mich so zu erschrecken.

Aber ich zieh mich lieber aus.

Ach Gott, fühle mich sicherer.

Na dann, Thomas, wir müssen sie am Kopf

stellen.

Oh, ich hab's verstanden.

Ja, wenn ich da mal ein Hohnsalat hab.

Das stört.

Hilf mir lieber.

Ach, das ist doch jetzt einerlei.

Schnauge aufs Kreuz und pass auf, ob die

Weinbirne ausspuckt.

Ihr könnt runterlaufen.

So, und jetzt dürft's staunen, was sie noch

ausgespuckt hat.

Der Noseknopf.

Soll ich euch sagen, wo der herstammt?

Vom Kostüm vom Würmling.

Und zwar von heute Nacht vom Ball, vom

Hosentürel.

Und wie kommt sowas in dein Hals?

Hast wohl nicht warten können, bis das Hosentürel

aufgekommt hat.

Seid's doch stark.

Sie ist halt immer so ungeduldig mit den

Mannsbildern, die Therese.

Das sieht man ja schon daran, dass sie

heute nicht einmal ein Hohsal angezogen hat.

Hm, weil ich weiß, dass mir der Thomas

das Hohsal eh bald ausziehen tut.

Ja, jetzt weißt du's.

Bist du neidisch, was?

Ich mein, für ein Weil sollten wir die

himmlische Ruhe genießen.

Ja, dazu sind wir ja hergefahren.

Du, ich möchte ein bisschen was verschnaufen.

Na schön, dann setzen wir uns da hin.

Weißt, Schwager, du hast meine Hochachtung.

Ich tät das nicht aushalten, Tag für Tag

allein im Wald.

Dazu wohnst du in einem einsamen Forsthaus, ja?

Ja, ich weiß, das ist nicht jedermanns Sache.

Mein Bruder Läusel, der will auch unbedingt von

hier weg.

Und dabei gäb's im Wald so viel zum

Schauen.

Komm, wir steigen am Hochstand.

Ja.

Glaubst du, schaffst du's da rauf?

Geh weiter.

Jeden Tag gibt's was Neues, das Interessanteste.

Ja, und ob das interessant ist, hast Du

was entdeckt?

Eine Rehe vielleicht, was?

Eins!

Mindestens drei Rehe.

Und eins ist gar nackert.

Und ein Hirsch liegt daneben und kitzelt's.

Was redst Du denn für einen Schmarrn?

Gib ihn mir her!

Da lebst Du wieder.

Ja, jetzt gib mir Licht auf, warum Du

so gern Förster bist.

Du bist ein Depp.

Glaubst etwa, jeden Tag kommt so eine unsichtige

Pagaste her, die den unschuldigen Wald für unanständige

Gelüste missbraucht und schwafelt wie unser Pfarrer.

Und guck ein bisschen schneller, möcht's Glas auch

wieder haben.

Also jetzt habt Ihr's geschafft, dass ich unbedingt

den Thomas vernaschen muss.

Moment, erst bekomm ich ihn, das war ausgemacht.

Ausgemacht?

Von wem?

Von mir.

Das darf doch nicht wahr sein, dass zwei

Weiber, die die ganze Nacht gebudert haben, um

ein Mannsbild raufen.

Wir wollen das Schicksal sprechen lassen.

Ich geh 100 Meter weg und welche mich

zuerst berührt, die hat gewonnen.

Erst loslaufen, wenn ich ruf.

Ah, jetzt fangen sie mit irgendeinem Spiel an.

Schau mir nicht alles weg.

Denk dran, Du bist der Vater von zwei

unschuldigen kleinen Kindern.

Und Du hast mir keine Kinder.

Wie?

Ich schau hier nicht durch, wie Du zum

Vergnügen, sondern als Amtsperson.

Mich legst Du am Arsch, die machen auch

weh drinnen.

Jetzt gib her.

Schwanger sei nicht so gierig.

Das genügt doch, wenn ich das beschreibe.

Also, zwei Mädel laufen auf das Mannsbild zu.

Der Nackerte ist näher dran.

Fack, Moment, jetzt lass mich wieder durchschauen, so

ein Geschehen hast Du.

Das ist schon schlimm, wenn sich so ein

alter Knochen nicht beherrschen kann.

Sieger!

Ach, Thomas, das gilt nicht, weil ein Nackerte

viel besser laufen kann.

Das hättest Du vorher sagen müssen, Therese.

Aber krämt die nicht, der Tag ist ja

noch lang.

Und sowas nennt ihr Erholung.

Eine Erfrischung habt Ihr Euch verdient.

Ich hab mir viel mehr verdient.

Du ned schmollen, Therese, soll ich Dich trösten?

Schwager, jetzt wird's ernst mit derer Bagage.

Ich glaub, Du musst einschreiten.

Schaust Du an!

Oder mitmach.

Wie?

Geht denn sowas?

Pudern, mitten im Wald?

Merkst Dir, wenn eine Amtsperson bei einer Sauerei

mitmacht, ist es keine Sauerei mehr.

Jetzt, geh mal, geh mal, oder?

Hast Deine Nudeln nicht dabei?

Ja, doch.

Psst.

Da fehlen ein paar Männer.

Ich glaub, ich bin keiner, ich bring nichts

zusammen.

Psst.

Psst.

Ja, schämt Ihr Euch denn gar nicht?

Was treibt's denn da in meinem Revier?

Ich würd meinen, das ist deutlich zu sehen,

was wir treiben.

Ja, hört's Euch, die haben das nicht einmal

erschrocken.

Wie finden Sie das, Herr Bezirksinspektor?

Ganz klar, verhaften muss man die Gesellschaft.

Von wegen dem öffentlichen Ärgernis.

Nicht so eilig, die Herren werden schon mit

sich reden lassen.

Wozu eine Verhaftung?

Die bringt Euch doch nichts ein.

Trinken Sie ein Glas mit uns und wir

beratschlagen in aller Ruhe die Situation.

Was meinen Sie, Herr Inspektor?

Anhören könnten wir es uns ja, weil es

uns die Herrschaften vorzuschlagen haben.

Bittschön, wohlbekomm's.

Und sei's nicht zu streng mit uns.

Also, prosit.

An so einem schönen Tag sind die Gefühle

ein bisserl mit uns durchgegangen.

Daran ist bestimmt nur Ihr herrlicher Wald schuld,

Herr Forstrat.

Was meinen Sie, wollen wir ein Auge zudrücken?

Ein Auge zudrücken?

Aufreißen muss man beide Augen bei solchen Prachtexemplaren

von Weibern.

Wollen Sie mir so schmeicheln, Herr Präsident?

Ach, der mag ja nicht kleinlich sein.

Scheint, dass nur noch wir beide übrig sind.

Ein schmucker Förster, das ist ein ganz besonderes

Geschenk.

Ich mag's, wenn ein Mann's bitte tüchtige Flinten

bei sich hat.

Ich glaub, die Gefahr ist vorbei.

Pack' das dann wieder.

Von woher seid's ihr denn?

Von wem?

Hau' einmal denk', auf dem Land, da gibt's

nicht so fesche Mädels.

Ah!

Darf man den Namen vom gnädigen Fräulein wissen?

Josefine Mutzenbacher.

Und was machen Sie denn in Wien?

Ich hab' ein Caféhaus.

Und bestimmt auch eine elegante Wohnung.

Dein Schießgewehr heizt mich ein.

Lass' mich nach oben.

Ah!

Ah!

Ah!

Ah!

Mir fällt da grad was Wichtiges ein.

Eine große Bitte hätte ich.

Sag schon.

Mein Bub fängt ein Tischlerleer an.

Aber ich hab' noch kein Zimmer für ihn.

Ob's wohl möglich wär', dass er vielleicht für

die ersten paar Wochen beim gnädigen Fräulein wohnen

könnte?

Bei mir?

Ist ein braver Bub, der Läuselein.

Das gnädige Fräulein könnte ein bisschen aufpassen, dass

er auf Nacht nicht bummelt, sondern nur sein

Leer macht.

Ah!

Ah!

Ah!

Ah!

Ah!

Wie alt ist er, der Läuselein?

Grad 17.

So?

17 erst?

Ah!

Ah!

Ah!

Ah!

Ah!

Ah!

Oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh,

oh, oh, oh, oh, oh,

oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh,

oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh,

oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh,

oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh,

oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh,

oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh,

oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh,

oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh,

oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh,

oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh,

oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh,

oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh,

oh, oh, oh Oh, oh, oh, oh, oh,

oh, oh, oh,

oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh,

oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh,

oh,

oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh,

oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh,

oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh,

oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh,

oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh,

oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh,

oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh,

oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh,

oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh,

oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh,

oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh Und

dein Läuschen darfst du mir schon schicken.

Ich werde bestimmt dafür sorgen, dass er jeden

Abend zu Hause bleibt.

Ja, bitteschön.

Grüß Gott, da bin ich.

Ich will zum Fräulein Mutzenbacher.

Und warum?

Ich soll hier einziehen, hat mein Papa gesagt.

Das muss ja eher dumm sein.

Nein.

Hier, lesen Sie.

Einen Moment dann.

Nettiges Fräulein.

Ja, Andi, wer war's denn?

Ein Bursch, der bei uns unterschlupfen will.

Was?

Und ich danke nochmals herzlich, dass Sie meinem

Buben ein Quartier bieten wollen.

Xavakirchner.

Xavakirchner?

Jessas, mir geht der Licht auf.

Das ist doch der Sohn von dem, na,

damals, wo wir die Ausfahrt gemacht haben.

Und Sie haben wirklich versprochen, der Bub darf

bei uns wohnen?

Hier, in unserem Pub?

Ja, weißt, mitten im Budern, da war ich

halt zu schwach, um Nein zu sagen.

Und wie's hier zugeht, davon weiß der Vater

ja nix.

Wie schaut er denn aus?

Wie ein Bauernlakel?

Gar nicht einmal so übel, nur furchtbar schüchtern.

Ich mein, mit dem könnten wir einen Mordspaß

haben.

Ah ja?

Also dann lass ihn rein.

Grüß Gott, Fräulein Mutzenbacher.

Grüß dich Gott.

Du bist also der ...

Ja, ich bin der Läusl.

Der Läusl, aha.

Und wie geht's dem Vater?

Gut geht's dem.

Er hat oft von Fräulein Mutzenbacher gesprochen.

Kann ich mir vorstellen.

So gut hat's ihm lange keine mehr besorgt,

wie damals ich.

Läusl, leg dein Gepäck erst einmal ab und

komm in den Salon.

Wir trinken ein Glas als Willkommen.

Aber gnädiges Fräulein, das Wasser fürs Bad ist

grad eingelaufen.

Ja, dann komm, hilf mir beim Auskleiden.

Und hol vorher noch ein Wein für uns,

einen kleinen.

Du kommst auch mit und erzählst mir ein

bisserl was von dir.

Ja, da hätt's wer'n Sorg, Halberl hier

einzugewöhnen.

Na, setz dich doch.

Und du bist wirklich erst 17 Jahre?

Ja, bin ich.

Und der Tischler willst werden?

Bei Meister Weringer in der Himmelreichgasse.

Aha.

Ist ja ganz in der Nähe.

Dein Weinläusl.

So ein großes Glas nur für mich?

Freilich.

Du willst doch, dass wir dich als Mann

behandeln und nicht als Kind, oder?

Ja.

Daheim, was hat denn deine Freundin gesagt, dass

du nach Wien übersiedelst?

Ich hab doch keine Freundin, nur die Mutter.

Gell, du willst uns doch nicht weismachen, dass

du nie mit einer Madel im Bett gelegen

bist.

Aber niemals nicht.

Das dürfen wir erst, wenn man verheiratet ist,

hat der Papa gesagt.

Wenn das Fräulein mir zeigen würde, wo ich

schlafe, dann könnte ich mir das auch schon

auspacken.

Da bleibst.

Ich will mit dir plaudern.

Wir müssen uns doch kennenlernen.

Oder hast du keine Angst vor einem nackerten

Frauenzimmer?

Wo ich doch noch nie eines gesehen habe.

Ja, trink nur zu, dass du Mut kriegst.

Jetzt pass einmal auf.

Was glaubst du, in was für einen Augenblick

mich dein Papa gefragt hat, obst du bei

mir wohnen darfst?

Mach sie nicht.

Als er auf mir draufgelegen ist und sein

Nudeln tief in mir dringehabt hat.

Mach jetzt los.

Ja, mitten im Pudern ist ihm die Idee

gekommen, dass er dich zu mir schickt.

Und was bedeutet das?

Was bedeutet das?

Das bedeutet, dein Papa will, dass du nicht

nur die Tischlerei lernst, sondern dass ich einen

ganzen Mann aus dir mache.

Sonst hätte er dich nämlich ins christliche Hospiz

gesteckt.

Komm, wir reden im Bad weiter, sonst wird

mein Wasser kalt.

Setz dich auf den Hocker.

Anni?

Bin schon da, gnädiges Fräulein.

Weißt was?

Eigentlich könntest du den Läusel übernehmen.

Und du richtest ihm den Wein in sein

Zimmer her.

Na komm, ich beiß dich nicht.

Schön mit Gefühl, verstehst?

Du musst lernen, deine Scheu vor den Weibern

zu überwinden.

Da musst besonders gründlich sein.

Schau an, wie schnell du begriffen hast.

Das genügt.

Hast's gut gemacht.

Zieh dich aus, du kommst auch ins Wasser.

Bist gewiss staubig von der Reise.

Ich soll zu Ihnen hinein?

Musst du nicht in die Hosen scheißen.

Ich steig schon raus.

Reich mir das Badetuch da.

Magst du nachher noch einen Wein mit uns

trinken oder gehst du lieber gleich schlafen?

Ich geh viel lieber gleich schlafen.

Gnädiges Fräulein, wollen Sie ihn denn wirklich allein

schlafen lassen?

Wo denkst du denn hin?

Hol dir ein Glas.

Du sollst halt dabei sein bei unserem Spaß.

Wir werden den grünen Schnabel in die Mitte

nehmen.

Der arme Bub, die Haare werden sich ihm

aufstellen.

Hoffentlich nicht bloß die Haare.

Prost.

Ich spüre schon eine Gänsehaut von lauter Vorfreude.

Schau mal nach, was er treibt.

Na nun, sag schon.

Er liegt im Bett und wächst.

Ist doch wirklich wunderbar.

Als dann, wie wir es ausgemacht haben.

Und beeil dich, dass er nicht vorher spritzt.

Läusel.

Anni.

Ja?

Das gnädige Fräulein hat das schlechtes Gewissen, dass

du dich hier einsam fühlst.

Ich soll dich zu ihr holen.

Was?

Ins Bett von Fräulein Mutzenbacher?

Du!

Dein Vater würde Sie nicht so lange bitten

lassen.

Ja, wenn es nicht anders geht.

Läusel, du musst entschuldigen.

Man lässt einen Buben, der zum ersten Mal

in Wien ist, nicht allein schlafen.

Das hätte mir nichts ausgemacht.

Leg dich da hinein.

Anny, du bleibst auch hier.

Unser Gast soll sich wohlfühlen.

Sie ist herzig, die Anny, ne?

Ja.

Wozu das Hemd denn?

Das wird bestimmt nicht frieren.

Ja Freilich, das ziehst du aus.

Ja, ne, ich mag es anbehalten.

Dann lassen wir es ihm halt.

Fräulein Josefine, ich schlafe besser, wenn ich auf

der Seite liege.

So tue es halt.

Aber wir sollten, ich kann ...

Kannst deine Hand ruhig auf meinen Busen legen,

mich stört das nicht.

Was gibt es denn?

Die Anny, die hält sie an mir fest.

Wo dran?

An mein Zipfel.

Tut es weh?

Nein, weh tut es nicht.

Dann lass sie halt.

Sie ist doch zu heiß in dem Hemd.

Anny, der Bub hat sich beschwert, weil du

im Schlaf seine Nudel angefasst hast.

Oh.

Hast du die Hand etwa immer noch dran?

Läusel, er steht dir ja.

Und zwar mächtig.

So ein stattliches Schwanz solltest du nicht in

die Luft tragen lassen.

Hast du nicht Lust, ihn bei mir reinzustecken?

Ich weiß nicht.

Dein Papa, der wäre schon längst drin bei

mir.

Ach, immer der Papa.

Wir versuchen es, ja?

Läusel, gefällt es dir?

Heute Nacht werden wir einen richtigen Manastier machen.

Und wenn du morgen früh aufwachst, bist du

ein perfekter Liebhaber.

Ah.

Ah.

Ah.

Für dich hat es nicht gereicht.

Leider.

Nichts Schönes trotzdem.

Gut hast du es gemacht für das erste

Mal.

Wenn du es noch lernst, dass du nicht

so schnell sprichst, dann werden dir die Mädel

nachlaufen.

Ah.

Ah.

Ah.

Er soll mich schlecken, der Läusel.

Ja, Läusel, jetzt zutzelst du Anni das Loch

aus.

Nein, Läusel, das ist nichts.

Mach eine Pause beim Ficken.

Ich zeige dir, wie man schlägt.

Hier, da am Kipsler.

Da musst du einen Driller schlagen mit deiner

Zungenspitze.

Ah.

Dann machst du die Zunge breit.

Legst da zwischen den Schamlippen hin und her.

Und spitzerlsteckst zur Abwechslung einmal tief ins Frutzenlöcher.

Gut.

Und als nächstes legst du dir das Ohrschloch.

Ah.

So, jetzt steckst du den Schwanz rein.

Warte, ich mache ihn erst nass.

Gut.

Ah.

Oh.

Ah.

Ah.

Ah.

Ah.

Ah.

Ah.

Ah.

Ah.

Ah.

Ah.

So, und jetzt bin ich wieder dran.

Gut.

Gut.

Gut.

Ah.

Ah.

Ah.

Ah.

Ah.

Ah.

Lassen Sie Anni nicht, wenn wir sonst abstehen.

Ist schon toll, wie viel so ein unverbrauchter

Bubenschweig spritzen kann.

Da bist du ja endlich.

Ich hab schon gedacht, du kommst vorne noch

mit.

Fremd in Wien.

Hab die Tischerei gleich gefunden.

Ist ja gut.

Hauptsache, du bist jetzt da.

Der Papa lässt schon danken, dass Sie mich

in die Lehre nehmen.

Jawohl, ich werd dafür sorgen, dass er ein

tüchtiger Tischler aus dir wird.

Komm, ich zeig dir gleich einmal die Werkstatt.

So geht's aber nicht.

Los, Marsch.

So, das ist der Reich für die nächsten

zwei Jahre.

Sehr schön.

Maria, was fällt in dir?

Bist du getötet worden?

Ich wollt ihn heute gern sehen, den neuen

Lehrbuben.

Halb ertnackert.

Sofort ziehst du dich an.

Ja, Vater.

Aber wer ist der Wehrringer?

Du holst die Goschen.

Bei mir herrscht Sucht und Sippe.

Da kannst gleich mal Ordnung machen.

Ausgehören.

So fängt der Tischlehrer nicht mehr an.

Und in einer halben Stunde hol ich die

zwei Jasen um mich.

Schaut lieb aus, der neue Lehrbub.

Lass das den Vater nicht hören.

Mit deinen 16 Jahren brauchst du nicht nach

die Buben schielen.

Das ist eine Lösung, Frau.

Grüß Gott, Frau Meisterin.

Grüß dich, Läusel.

Meine Tochter Maria kennst du schon?

Ja, grüß dich.

Greif zu.

Du schaust aus, als hättest du eine kräftige

Mahlzeit nötig.

Woher kennst du eigentlich den Vater vom Läusel?

Vom Schützenfest.

Letztes Jahr.

Jaja, da war der Vater zwei Tage in

Wien.

Jessas, ich hab gedacht, der Meister ist es.

Machst keine Angst, Detham.

Der ist den ganzen Tag weg.

Muss er Treppen bauen in einer Villa.

Magst du ein bisschen plaudern?

Ja, Maria.

Bist ein hübsches Mädel.

Gefällt mir.

Du mir?

Kein Lehrbub hat mir bis jetzt gefallen.

Wie alt bist denn?

Grad 16 bin ich.

Hast du schon was gefunden, wo du in

Wien wohnst?

Ja, sei froh.

Sonst müsste ich mit dir in deine Kammer.

Aber Läusel!

Würdest du mit den Wohlen in deiner Kammer?

Der Vater tät mich grün und blau schlagen.

Hast du noch nie was gemacht mit deinem

Burschen?

Aber Läusel, was du dir so denkst!

Sei nicht böse.

Bis gestern war ich ja genauso blöd.

Und jetzt bist du nicht mehr blöd?

Ja, weißt, ich bin untergeschlüpft bei einem Fräulein.

Sehr schön und elegant.

Da gibt's sogar eine Sofa.

Und daher kommt's, dass ich so müde bin.

Ja, sowas!

Und da schämst du dich gar nicht.

Und gleich mit zwei Reiber!

Lauf doch nicht weg, bitte schön.

Ich muss dir was sagen.

Du, mit der Liebe, das ist was ganz

Himmlisches.

Das ist so schön, das kann man nimmer

vergessen.

Darf ich dir einen Kuss geben?

Damit ich weiß, dass du nicht böse auf

mich bist.

Aber bloß einen ganz kleinen.

Läusel!

Heute Vormittag hat der Vater den neuen Lehrbuben

eingestellt.

Er heißt Läusel.

Er gefällt mir sehr gut.

Aber er scheint auch recht wild zu sein.

Mir wird immer ganz schwach zum Mut, wenn

er vor mir steht.

Ja?

Ah, Läusel!

Ich bin fertig mit der Arbeit, die mir

der Meister angeschafft hat.

Ja, musst halt warten, bis der Vater zurück

ist.

Und deine Mutter ist auch nicht da?

Die ist zum Einkaufen.

Ich glaub, ich bin verliebt in die.

Du willst mir bloß wieder an den Busen

greifen.

Noch lieber möchtest küssen, deine Dudel.

Du, ich schrei!

Hört dir ja keiner.

Hast du es bei deinen zwei Weibern gelernt,

die Dudeln küssen?

Ich erzähl dir was.

Ich war gestern Abend noch genauso schüchtern.

Aber da hat das elegante Fräulein gesagt, willst

du ein Bub bleiben oder ein Mannsbüt werden?

Und das frage ich dich auch.

Willst du immer ein Kind bleiben?

Du, das macht so viel Spaß zu zweit.

Spürst du denn überhaupt keine Lust?

Schon vielleicht.

Aber noch mehr spüre ich Angst.

Das Dudeln küssen tut nicht weh.

Ich beiß dir schon nichts ab.

Du willst

aufstehen, Maria.

Nein, Läusel, nicht, bitte.

Du Sauerei!

Du Sau, Maria.

Der Läusel, der hat mich ausgezogen.

Du Südenstrich, das fühlt man gerade in meinem

Haus, dass ein Mistkerl gleich am ersten Tag

meine Tochter enterbt.

Nichts ist mit der leer.

Und deinem Vater, dem schreibe ich, als was

für ein Früchterl sich sein Sohn entpuppt halt.

Ansehen sollst du.

Anni, bist du zurück?

Fräulein Josefin!

Ach, du bist's, Läusel!

Wieso denn?

Keine Panik, der gehört zur Familie.

Könntest du mir vielleicht ein Champagner bringen?

In der Küche, im Spülstein.

Ist recht, ich gehe schon.

Lass dich nicht verkraulen.

Wirst du nicht schlapp machen.

Bitteschön, Fräulein.

Mach's gleich auf.

Das kann ich nicht.

Gib's mir.

Was ist denn passiert, dass du schon da

bist?

Der Meister hat mich rausgeschmissen.

Was?

Ja, warum denn?

Weil da war was mit seiner Tochter.

Was sagst du dem Rotzbuben?

Gestern noch nicht gewusst, wozu ein Mädchen überhaupt

da ist.

Und heute ist keine mehr sicher vor ihm.

Hast du sie gebodert?

Nein, aber nackt war's halt.

Erzähl's mir gleich.

Und keine Angst, mir wird schon was einfallen,

wie wir's in Ordnung bringen.

Prosit.

Schick ihn doch raus.

Lass uns jetzt noch allein.

Sonst kann der Herr hier nicht gescheit vögeln.

Weißt was, mach mich mit dem Hund fertig.

Nein, das kannst du ja so gut.

Mach mich mit.

ganz hervornehme.

So, wo ist denn?

Da.

Lieber Meister, ich muss mich vielmals entschuldigen, dass

ich bei der Arbeit störe.

Macht nichts, ich bitte Sie.

Ich bin die Gräfin Schwarzenberg.

Oh, eine große Ehre für mein bescheidenes Heim.

Lauf und holst mir was zum Sitzen für

die Frau Gräfin.

Freuen Sie sich nicht zu früh.

Ich bin gekommen, um ein gutes Wort einzulegen

für den jungen Kirchner.

Ach so, den Läusel?

Dankeschön, Kind.

Ja, der logiert bei mir.

Der?

Wenn er in der Kummer war, hätte er

meinem unschuldigen Kind Gewalt angetan.

Jaja, eine schlimme Entgleisung.

Komm, setz dich her zu mir, Schatz.

Das Ganze tut ihm sehr leid, dem Läusel,

und ich habe versprochen, es wird bestimmt nicht

mehr vorkommen.

Wenn Sie dem Buben noch einmal eine Chance

geben würden, dann könnte von meiner adligen Verwandtschaft

gewiss noch einmal ein tüchtiger Tischler gebraucht werden.

Der Frau Gräfin kann mir schwer was abschlagen.

Ganz am trockenen Hals habe ich geredet.

Wäre es möglich, ein einfaches Glas Wasser?

Sofort, Frau Gräfin.

Hättest du Lust, mit uns am Wochenende zusammen

zu sein?

Oh, das wäre wunderbar.

Wirst staunen.

Ich habe mir ganz was Feines ausgedacht.

Bitteschön, Frau Gräfin.

Danke.

Und weil Sie so freundlich sind, erfüllen Sie

mir gewiss auch die zweite Bitte.

Ich möchte an der Kleinen hier was gut

machen und sie einladen.

Übers Wochenende aufs Jagdschloss der Fürsten Werdenfels.

Maria, was sagst du da dazu?

Wenn du es erlaubst, Vater, würde ich gern

mitfahren.

Frau Gräfin, ich bin einverstanden.

So eine Gelegenheit kriegt mir Maria nicht jeden

Tag.

Also Maria, am Samstag um 10 Uhr wird

mein Wagen dich abholen.

Ich werde mich bereithalten, Frau Gräfin.

Und meister Ihnen vielen Dank für Ihr Verständnis.

Mit Ehre, Frau Gräfin.

Aber der Läusel, der ist wohl nicht dabei.

Aber nein, sowas kann man Ihrer Tochter unmöglich

antun.

Der Besuch bei deinem Vater.

Der war wirklich ein Meisterstück von der Frau

Gräfin.

Die Gräfin kannst du vergessen und auch für

Josefin sagen.

Und jetzt wollen wir an die übermütigen Tage

denken, die uns bevorstehen.

Los, Xaver, knall ein bisschen.

Na, Maria, was stehst du denn da und

schaust?

Freust dich nicht, dass du mitgekommen bist?

Oh ja, sehr, nur ...

Sprich's ruhig aus.

Noch ein bisschen bang ist mir zumut, was

du mit mir anstellen wolltest.

Wie kommst du darauf?

Als der Läusel bei euch einzogen ist, da

habt ihr ihn doch gefragt, ob er ein

Leben lang ein Kind bleiben will.

Stimmt.

Und am nächsten Morgen ist er ein Mann

gewesen.

Vielleicht bin ich morgen früh auch kein Kind

mehr.

Schaperl, wär das so schlimm?

Komm nur, der Xaver Bolowitz braut uns eine

superbe Feuerzangenbowle.

Musst nur davon tüchtig trinken, dann schaut alles

viel leichter aus.

Hoch und froh sind auf ein unvergessliches Wochenende.

So, und jetzt sagen wir alle Du zueinander.

Auch das ländliche Däperl hier, was sich gleich

zu einem Draufgänger gemausert hat, darf mich jetzt

duzen.

Läusel, küss mich.

Was sagst du dem Försterbuben, wie gut der's

gelernt hat?

Und ich möchte endlich den Zipfel sehen, von

dem die Josefin so schwärmt.

Herrschaften, wie ich sehe, hat uns recht schnell

eine fröhliche Stimmung gepackt.

Und damit es uns dabei nicht zu heiß

wird, wird der Xaver mit einem lustigen Spiel

dafür sorgen, dass wir in Nullkommajosef unsere Kleider

verlieren.

Kommt alle nach Leben ab, bitte schön.

Ja, komm schon.

So lauten die Spielregeln.

So viel wie Kegel fallen, fallen auch Kleidungsstücke.

Und damit es noch bekannter wird, ausgezogen wird

immer nur das andere Geschlecht.

Ah, ich verstehe.

Wenn ich zum Beispiel zwei Kegel umhaue, nachher

darf ich dir die Hosen und die Unterhosen

ausziehen.

Die Uschi ist der Nullkommajosef, Denn genau so

ist es.

Die Josefin fangt an.

Vier.

Bist fällig, Xaver.

Als nächstes am Hand, der Läusel.

Zwei Kegel, Maria.

Nein!

Geh, lass die Maria noch raus, die muss

sich erst eingewöhnen.

Dann nehme ich die Uschi.

Aber stoßen!

Ich meine, mit dem Köder würdest du es

doch mögen, oder?

Sechs.

Ich würde mir einen Läusel rächen.

Traust du dich?

Ja, ja.

Komm.

Er haut langsam auf.

Jetzt bist du dran.

Sieben.

Läusels geht weiter.

Gleich wirst du ausschauen, wie ein Neugeborenes.

Volltreffer!

Das reicht für eine, die noch voll angezogen

ist.

Josefin, darf ich bitten?

Vier.

Das geht sich gerade aus für dich.

Ach, leider bloß zwei.

Fünf, viel mehr als ich noch brauche.

Kannst du mir als Fünftes ja die Nudel

ausreißen.

Na, du hast noch eins an.

Na ja, hab ich halt.

Drei.

Und was tue ich damit?

Ihr sollt beide so bleiben, das schaut fesch

aus.

Na, Maria?

Was schaust?

Meinst du, ich will die ganze Nacht in

die Kleider schwitzen?

Ja, brav bist du, Maria.

Keine Angst, mit schönem Nacken bleibst du immer

noch eine Jungfrau.

Die Sache kommt ins Laufen, du musst den

Läusel die nächste Zeit ablenken.

Ich möchte, dass der Xaver die Maria entjungfert.

Warum nicht der Läusel?

Wir müssen verhindern, dass aus den beiden ein

richtiges Liebespaar wird, sonst bleibt für uns kein

Spaß übrig.

Na, schaut's euch an, das schmucke Jungtier, so

was hat mein Jagdhaus schon lange nimmer gesehen.

Na komm schon, keine Angst.

Ich hab noch was zum Trinken.

Hast recht, ich glaub, wir sind alle durstig

geworden.

Es geht los, kann ich mich verlassen, dass

du auch bereit bist?

Na, der Jungfrau kommt immer von selbst.

Maria?

Ich möchte gerne ein Geschicklichkeitsspiel mit dir machen.

Und wie geht es?

Komm nach nebenan.

Und du kommst mit mir, ich zeig dir

was Neues.

Geh mal da rein.

Pass auf, stell dich ganz dicht zu mir.

Noch dichter.

So.

Und jetzt musst du an mir runtergleiten und

die Nase darf nicht rausfallen.

Ich glaub, das ist schwer.

Ja, nicht fallen lassen.

Ah, die Nase ist weg.

Wir müssen eben mehr üben.

Aber jetzt machen wir erst einmal was anderes

mit dir.

Ich hab dir ja versprochen, dass ich ganz

was Besonderes mit dir vorhabe.

Ach, Josephine, du hast immer so nette Einfälle.

Ja.

Diesen Einfall wirst du bestimmt so schnell nicht

vergessen.

Ja, was wird denn das?

Komisch.

Da unten gibt es was.

Der Xaver, meinst du, hat die Nase da

versteckt?

Wie fühlst du dich jetzt, Schatz?

Ist schon gut.

Ja, steck die Daumen rein.

Ich setz mich jetzt drauf.

Ist's recht?

Oh, freilich, Muschi.

Esther, ich bin so weit.

Oh.

Fick dich, Fiddle.

Oh.

Schieb ihn mir zwischen die Dugeln.

Dazwischen hast du noch bestimmt nicht reingespritzt.

Oh.

Das hat sich gebracht, dass ich ganz oft

die Maria vergesse.

Oh.

Liesl, komm hinter mich.

Oh.

Das war wieder leckere Mahlzeit, stimmt's, du Listerner

Bock?

Das sei nicht neidisch.

Es gibt Sachen, da bist du einfach nicht

zu schlagen.

Ach.

Oh.

Oh.

Oh.

Oh.

Oh.

Für Schnaufpause gibt's nichts.

Stück's rasch bei mir rein, der Stamm.

Dann mach's schön auf, dein Hängungsdirt.

Ach.

Fiddle, ich weiß gar nicht, warum ich das

die ganze Zeit hier oben betreibe.

Hast recht, Xaver.

Wie ich mich erinnere, hast du ein riesiges

Bett in deinem Schlafzimmer.

Kommt, da budert es sich doch viel bequemer.

Ach.

Maria.

Josefin, konntest du auch nicht schlafen?

Herzen, was tust du denn hier draußen?

Ich muss an alles denken, was ich heute

erlebt habe.

Das war himmlisch, und das verdank ich nur

dir.

Dankeschön.

Ach.

Wir scheinen ein richtiges Feuer in dir geweckt

zu haben.

Du bist beinahe unersättlich.

Ich glaub, es gibt kein Gefühl, dass es

schön ist.

Schade, dass du nicht wohnen kannst bei uns.

Da würdest du auf deine Kosten kommen.

Ich will ihn nicht mehr haben.

Ich kann es nicht mehr aushalten beim Vater.

Du könntest ihn gut brauchen.

Ein heißes Loch wie der.

Heißes, ja, heißes, wie der?

Versuch es einmal.

Mal sehen, was daraus wird.

Ja, schieß schön ab.

Lass es dir gut kommen.

Ach, so was Schönes.

So tolles Herz.

Krutsche, Fünferl.

Zum Mittagessen hättest du aber zugesagt können, die

Maria.

Frau, ich hab so eine Ahnung.

Wir sind da ein Komplott auf der Spur,

wo der Läusel da auch nicht zur Arbeit

gekommen ist.

Vielleicht hat die Gräfin den Läusel gar mit

der Maria zusammenbringen wollen.

Du, da kannst du sogar recht haben.

Ja, da schlägt sie aber 13.

Und Gräfin.

Wer weiß, ob das überhaupt eine echte Gräfin

ist.

Oh Gott, vielleicht ist unser Engelchen einer Dirne

auf den Leim gegangen.

Ja, krutsche, Birken.

Da wäre ich da eine Leuchte in das

Ratzennest.

Ich hab ja die Adresse vom Läusel seiner

Wohnung.

Und was ist das für so ein Saustall

machen?

Da, Mutzenbacher.

Hüttlengasse 23.

Na, wo wart's noch?

Hier heißt's Neuburger in der Josefs und Schindler

in der Montseegassen.

Sind beides gute Tischlermeister.

Sagst einen schönen Gruß von mir, einer wird

dich schon nehmen als Lehrbuben.

Hoffentlich, Josefi.

Na, schaust wohl nach, wie viel Schwänze es

noch verträgt, dein Vater.

Wie fühlst du dich?

Hast dich schon eingewöhnt bei uns?

Mir könnte es nicht besser gehen.

Bin nur gespannt, was der Vater unternehmen wird.

Warte mal, sag.

Meine Kunden werden gleich da sein.

Willst du wirklich die beiden übernehmen?

Freilich, mit zwei Männern.

Das ist gewiss interessant.

Ich muss dir was gestehen.

Ich weiß nicht, was ihr mit mir gemacht

habt.

Ich bin da und geil.

Das ist schön.

Da wird sicher nichts schiefgehen mit den beiden

Freiern.

Ich möchte sofort die Griffe in Schwarzenberg sprechen.

Das gibt's nicht bei uns.

Das hab ich mir gedacht.

Dann führen Sie mich zu Frau Mutzenbacher.

Sind Sie denn angemeldet?

Da soll ich mich nicht anmelden, wenn ich

meine Tochter suche.

Jesus Maria.

Da zeigst du dir das schlechte Gewissen.

Bleiben Sie stehen.

Ich hab gesagt, Sie sollen ...

Aus dem Weg!

Jesus Maria.

Ja.

Wo ist sie?

Kind.

Ich trau meinen Augen nicht.

Was hat sie mit meinem Kind gemacht?

Schrei nicht so, Vater.

Sonst fallen dir die Nudeln zusammen.

Was gebrauchst du für Worte?

Ich erschlag dich, du missratenes Luder.

Nein, nein, nein.

Halt's Maul, alter Gauderer.

Ich werd euch alle ansehen.

Ihr habt meine Tochter entführt.

Da hast du nicht recht, Vater.

Ich bleib freiwillig bei der Josefin.

In Erdhaben hast du sie geschändet und vergewaltigt.

Gehen Sie heim und beruhigen Sie sich.

Dann reden wir miteinander.

Ich denk nicht dran.

Ins Gefängnis werd ich euch bringen.

Ich hab's gesehen, die Maria.

Wie ein Scheinwurst zwischeneinander zu sehen.

Was willst du denn für einen schmarrn?

Unter dir, Maria.

man zwischen zwei Höfen von einer Selbe gelegt

hat.

Ah, jetzt verstehe ich.

Die Stellung kenne ich.

Ist gar nicht übel, macht richtig Spaß.

Was, die kennst du?

So eine Schweinerei.

Mir wird nicht gut.

Halt dich nicht auf.

Das war lange, bevor ich dich geheiratet habe.

Aber dann hat das Mädchen das von dir

geerbt.

Na, die tun gleich die Bagage, dass sie

keine Luft mehr kriegen.

Ich schreibe an die Polizei.

Polizeikommissariat der Stadt Wien.

Arme Maria, jetzt wird es ernst.

Gnädiges Fräulein.

Was weckst mich denn?

Wir sind heute Nacht wieder so spät zum

Schlafen gekommen.

Also.

Jetzt ist ein perfekter Pallawatsch.

Eigerl.

Polizei.

Schatz, das geht auch dir an.

Sie werden beschuldigt, Maria, die 16-jährige Tochter

des Tischlermeisters Weringer, entführt und mehrmals ihre Unschuld

beraubt zu haben.

Das habe ich auch nicht gewusst, dass man

seine Unschuld gleich mehrmals verlieren kann.

Loisl, dafür haben wir jetzt keine Zeit.

Wir haben ein Problem.

Ja, ich muss bronzen.

Nächsten Mittwoch müssen Sie zum Verhör.

Ja, Herzl.

Was machen wir?

Ich mache alles, wenn ich nur bei dir

bleiben darf.

Also zum Verhör muss ich hin, da hilft

nichts.

Und da bringe ich dem Kommissär einen Attest

mit, dass du immer noch eine Jungfrau bist.

Was?

Nach den vielen Rammeleien vorn und hinten?

Hinten kann man es eh nicht kontrollieren.

Und um vorn wird sich der Dr. Hofbauer

kümmern.

Der vögelt dich kräftig durch.

Und nachher gibt er uns eine Bestätigung, dass

du genauso unschuldig bist, wie er Osterl am

Einverstanden war.

Wunderbar.

Ah, da bist du ja.

Servus, Christl.

Hier bringe ich euch die Jungfrau.

Ich habe schon gehört, dass du herzig bist.

Die Mannsbilder schwärmen richtig von dir.

Geh mal rein.

Der Doktor kann es bestimmt kaum erwarten, das

Prüfen der Unschuld.

Josefin, ich freue mich, dass du auch mal

in meinem Lokal bist, nicht ich immer noch

in deinem.

Und das ist das Sorgenkind.

Maria Wehringer.

Brauchst keine Angst nicht haben.

So was erledigt der Dr. Hofbauer mit einem

Lächeln.

Mit einem Lächeln wird sie nicht zufrieden sein,

die Maria.

Habe ich schon gehört.

Du bist ein ganzer Wilde.

Komm, zieh dich aus.

Komm, ich helfe dir.

Sag, wie viele Männer hast du denn schon

drin gehabt in deiner jungfräulichen Maus?

Tausend?

Tausend?

Bist du neuerisch?

In sieben Tagen?

Das schaffe ja nicht einmal ich.

Dreißig, dreißig vielleicht.

Na, das ist auch schon sehr ordentlich.

Ja, sie ist sehr brav, die Maria.

Deswegen will ich sie auch unbedingt behalten.

Jetzt pack aus.

Wie ist die Situation?

Ich habe es mir so gedenkt.

Das Erste ist, dass wir die Anzeige der

Eltern, dass ich der Maria die Unschuld habe

nehmen lassen, als Lüge hinstellen.

Dazu brauche ich dein Attest.

Da.

Das nenne ich eine flotte Bedienung.

Mit so einem lieben Gesicht, da kann man

doch bloß unschuldig sein.

Dankeschön.

Setz dich noch einen Moment an.

Und dann drehe ich den Spieß um und

zeige den Währinger an.

Verleumdung, Rufmord, Hausfriedensbruch.

Und eventuell helfe ich beim Kommissär ein bisschen

nach.

Das kann teuer werden für den Papa.

Der fällt auf den Arsch.

Aber wenn er einverstanden ist, dass die Maria

den Läusel heiratet, dann ziehen wir die Anzeige

zurück.

Was?

Das Gnusperi soll eine treue Ehefrau werden?

Nein, so arg treu meine ich mir das

nicht.

Nur, wenn wir nicht heiraten, geht mir der

Vater nicht frei.

Ich mag doch die vielen Männer.

Das kannst du gut.

Du spürst, wie ich erwachse.

Ich glaube, du musst anfangen mit der Untersuchung.

Schwester Christl, steh doch nicht so tatenlos herum.

Bin zu frei, Herr Doktor.

Du darfst auch gerne ins Ventriloch, Doktorchen.

Ist das wirklich wahr?

Ja, aber es geht leichter, wenn ich mich

auf den Bauch lege.

Nein, nein.

Oh.

Ach, so schaut das also aus, das unmoralische

Fräulein Mutzenbacher.

Ja, so schaut's aus.

Und das ist wohl die geschändete Unschuld.

Ich wurde schon mehrmals geschändet, aber ich bin

nicht die Unschuld, die es meinen, Herr Kommissär.

Eine Freundin von mir.

Ich hab's mitgebracht, weil ich mich immer so

fürchte vor der strengen Polizei.

Dazu haben Sie auch allen Grund.

Der Tischler-Weringer hat Sie als gemeingefährliches Monster

beschrieben.

Er sagt, Sie hätten seine Tochter fortgesetzt entjungfern

lassen.

Daran können Sie schon die Hirnrissigkeit von diesem

Herrn erkennen.

Fortgesetzt entjungfern, wie soll denn das möglich sein?

Ich bin jedenfalls nur einmal entjungfert worden.

Ja, und zwar von meinem Bruder.

Interessant.

Erzählen Sie das bitte in allen Einzelheiten.

Höchst leer!

Herr Kommissär?

Nehmen Sie zu Protokoll, was das Fräulein über

Ihre Entjungfung erzählt.

Oh ja, gern.

Also?

Es hat nur leider nichts mit unserem Fall

zu tun.

Da haben Sie recht.

Schade.

Aber das hier betrifft unsere Sache.

Dr. Peter Hofbauer, ich bestätige hiermit die völlig

unversehrte Jungfreundlichkeit des ehrenwerten Fräulein Maria Weringer.

Das kommt zu den Aktenhöflinger.

Das ist erstaunlich, denn wie der Vater schreibt,

fand ich meine Tochter im Bett umringt von

lauter nackten Männern.

Schon wieder gelogen, denn es waren nur zwei.

Und die Maria lag genau dazwischen.

Nun, ein besorgter Vater könnte da schon auf

schlimme Gedanken kommen, denn was taten die Männer

mit der Maria?

Ich habe sie extra zur Maria gelegt, um

ihre Unschuld zu schützen.

Und zwar an beiden Seiten.

Was heißt das an beiden Seiten?

Na, die Fuß und den Arsch, Herr Kommissär.

Wenn die Fuß und der Arsch von zwei

Männern zugedeckt werden, also dann kann da keiner

kommen und die Kleine vergewaltigen.

Höflinger, wohin gucken Sie?

Ich sehe, unsere Anschuldigungen haben Sie nichts aufgelöst.

Sie sind nicht so leicht festzunageln.

Ja, uns einmal so richtig festzunageln.

Darüber würden wir schon mit uns reden lassen.

Das heißt, eventuell.

Wenn Sie uns nämlich den Spieß umdrehen lassen.

Wir zeigen jetzt den Weringer an.

Wegen Verleumdung, Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung und Sie drohen dem

Hundling ein Mordsgeldstrafen an.

Es sei denn, er ist bereit, seine Tochter

mit dem Läusel zu verheiraten.

Das ist viel, was Sie da von mir

verlangen.

Nicht so viel, als wir zu bitten haben.

Höflinger, verschließen Sie beide Türen.

Jawohl.

Und nun, Höflinger, schwören Sie, dass Sie das

Geheimnis von diesem Verhör mit ins Grab nehmen.

Ich schwöre es auf meine Titti.

Ich schwöre

es auf

meine Titti.

Was ist nun?

Nimmst du unserer Anzeige entgegen, wie ich's gesagt

hab?

Ja, ich verschweiß sie.

Dann pack's aus, dein Udel.

Oh Gott.

Also, Herr Kommissär, wenn's alles so klappt, wie

ich's hoffe, dann darfst du bei der Hochzeitsfeier

die Braut entjungfern.

Was?

Ihr Kneifer, Herr Kommissär.

Ja, liebe Freunde von meinem Künstlerparadies, jetzt wisst

ihr die ganze Vorgeschichte dieser sensationellen Hochzeit.

An den glücklichen Gesichtern der Brauteltern könnt ihr

erkennen, wie sehr sie sich über dieses harmonische

Ende freuen.

Hat doch das Töchterl Maria in ihrem geliebten

Läusel den Mann fürs Leben gefunden.

Wird's einem nicht wirklich warm ums Herz, wenn

man das junge Glück so vor sich sitzen

sieht?

Und manch einer von uns wird bei diesem

Anblick gewiss an die Zeit erinnert werden, als

er seine erste Liebe erlebte.

Was heißt denn?

Ich schläg doch einer da unten.

Aber seid nicht neidisch, Freunde.

Wir hätten das nicht Zeit gehabt bis später.

Nein, das geht nicht anders.

Da hat man hauptsächlich in der Fabrik.

Gewiss, die Maria ist noch ein sehr junges

Madel.

Und deshalb werden wir alle, die wir hier

versammelt sind, auch wenn die Brauteltern nicht dran

glauben, darüber wachen, dass die schöne Braut mit

ihrem neuen Leben immer zufrieden ist.

Wir wissen, was so eine temperamentvolle Braut nötig

hat und werden keine Mühe scheuen, ihr immer

das zu geben, was sie zu ihrem Glücklichsein

braucht.

Ruf!

Was ist denn jetzt?

Er hat mich gebissen.

Aber liebes Brautpaar, ich möchte jetzt zu Ende

kommen mit meiner Ansprache.

Was zappelst du ständig auf deinem Stuhl herum?

Das ist die Vorfahrt auf die Hochzeitsnacht.

Ein ausgelassener Stimmzug.

Du bist und bleibst ein Ferkel.

Auf die Hochzeitsnacht freut man sich nicht, wenn

die Lachsbäber sich ergehen.

Vorsichtig!

Aber bevor wir endlich zum heiteren Teil des

Festes übergehen, Vorsichtig muss der Läusel natürlich sein,

damit er dich nicht wehtut beim ersten Mal.

Dass die Maria bei uns in allerbesten Händen

ist, die Sie so schnell nicht loslassen werden.

Ja gut!

Und darauf wollen wir jetzt unsere Gläser leeren.

Prost!

Prost!

Kind, was ist los?

Ich bin abgerutscht.

Prost!

Prost!

Prost!

Was haben Sie gesagt?

Prosit, habe ich gesagt.

Und das Brautpaar soll leben.

So, länger wollen wir nicht mehr sterben bei

dieser Hochzeit.

Komm, Frau.

Prost!

So, nachdem die Alten glücklich vergrault sind, darf

jeder die Braut küssen.

Und zwar hier.

Kommst du mal her.

Auf geht's, Herrschaften, auf geht's.

Seid nicht fad.

Amüsiert euch.

Amüsiert euch nicht auf einer Hochzeit und nicht

auf einer Beerdigung.

Na, was ist?

Und der Bräutigam, den will wohl keiner küssen.

Prost!

Appetitlich.

Bedienen Sie sich, Herr Ingenieur, aber sanft, damit

ich mich nicht verschlucke.

Werd mich bemühen.

Isst du recht, Fräulein?

Ein bisschen mehr Feuer darf schon sein, Herr

Ingenieur.

Sonst denke ich Bruder im Altersheim.

Ja.

Die Aviola.

Mir scheint, die habe ich noch nie gepimpert.

Das ist dein Pech.

Bei mir hättest du sogar zwei Möglichkeiten.

Da und da.

Da tut es einem richtig weh, dass er

mal nur einen Schweif hat.

Trotzdem, du solltest sie ausnutzen, die Gelegenheit.

Warte, ich helfe dir.

Willst den Herrn recht bequem machen.

So, jetzt dürft ihr keine Schwierigkeit mehr haben.

Fühlt ihr euch alle wohl?

Fällinger, du schaust aus, als wärst du gerade

im siebten Himmel.

So heiß, wie es da drin ist, bin

ich eh in der Hölle gelandet.

Ha-ha-ha-ha-ha.

Josefin, magst du mein Mannsbüt nicht abnehmen, ja?

Du solltest stolz sein.

Du bist ja mehr gefragt, als unsere Frau.

Aber dreh dich lieber zu mir, Karli, bevor

es uns noch kaputt geht, die Dolores.

Haha.

Darf ich die Wirtin ablösen?

Du musst dich doch auch um die anderen

Gäste kümmern.

Dank dir, Uschi.

Ich weiß, du kannst nicht lange aushalten ohne

eine Nudel.

Ich nehme dir den Bräutigam vor.

Komm, Läusl, du feierst deine Hochzeit mit mir.

Wir gehen da aufs Bett, da bist du

nicht so weit weg von deiner Braut.

In Hochzeiten so sein, kriegt man richtig Lust

zum Heiraten.

Bleib jetzt im Arsch, da schieße ich am

schönsten ab.

Oh!

Josephine sagt, der Braut, dass ich ein Recht

habe, mir ihre Unschuld zu nehmen.

Stimmt, ich hab's ihm versprochen.

Wer ist denn das?

Der Polizeikommissär, der hat uns sehr geholfen.

Dann soll er meine Unschuld haben.

Weil er noch eine findet.

Und wer buddert dich jetzt?

Ah, der Schweifter kommt mir bekannt vor.

Mit dem hat doch der Vater so einen

Ärger gehabt.

Hier.

Weißt du, Josephine, ich hab den Läusl schon

als Dank heiraten müssen.

Als Dank?

Für was?

Dafür, dass ich Dichterin kennengelernt hab.

Süß.

Küss mich.

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