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Untertitel: WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
* Tatort-Titelmusik *
(sie stöhnt)
Hier, wieder wie neu.
Ich erwähne dich in meinem Abendgebet, Süße.
Damit du in den Himmel kommst.
Da kannst du lange beten, liebe Elli.
(Männerstimme) ♪ Zur ewigen Nacht.
♪ Zur ewigen Nacht. ♪
♪ Verzweiflung, Wut und Schrecken.
Verzweiflung, Wut und Schrecken.
Verzweiflung, Wut und Schrecken.
Verzweiflung, Wut und Schrecken begleiten ihren Sturz. ♪
* Durchsage * Die Orchesterprobe in Saal 1 ist beendet.
Die Orchesterprobe ist beendet.
Damit allen einen schönen Feierabend.
♪ Eine neue Welt entspringt, entspringt auf Gottes Wort. ♪
♪ Verzweiflung, Wut und Schrecken begleiten ihren Sturz. ♪
Und eine neue Welt entspringt auf Gottes Wort.
♪ Verzweiflung, Wut und Schrecken begleiten ihren Sturz. ♪
(Mann) Na, Aschenputtelchen.
Willst du mal probieren?
Wenn die passen, darfst du heute Nacht meine Königin sein.
Sehr großzügig, Willi, aber ich verzichte. Schweren Herzens.
Man kann keinen zu seinem Glück zwingen.
Was machst du eigentlich heute Abend, Paula?
Dich bei Insta blockieren.
♪ Und eine neue Welt, und eine neue Welt entspringt,
entspringt auf Gottes Wort. ♪
Hast auch mal frischer ausgesehen, Valerie.
Der Mensch freut sich immer über Zuspruch, Frau Oberspielleiterin.
Weiß ich doch, Schätzchen.
♪ Entspringt auf Gottes Wort, entspringt auf Gottes Wort. ♪
Was soll ich denen sagen? - Was Sie denken.
Wenn ich sage, was ich denke,
war Ribbeck länger Bundestrainer als ich Intendant der Kölner Oper.
Ribbeck, meinen Sie den mit dem Birnbaum?
Genau der.
Was denken Sie? - Das sag ich ja nicht.
Sagen Sie doch einfach, ist kein Problem, und alles wird gut.
Das sag ich doch.
Hast du was gegen Kopfschmerzen?
Hast du einen Kater? - Kätzchen.
* Klopfen *
Hey, jemand Lust auf Feierabendbier?
Okay.
Okay, dann...
...nicht.
* Musik erklingt: Spiel mir das Lied vom Tod *
* Musik *
* Musik *
Warten Sie mal.
Bleiben Sie zurück.
* Musik *
(Roth) Elli Zander, Mitarbeiterin der Oper, Requisite.
Fundort ist Tatort? - Glaube ich nicht.
Okay, gut, alles klar.
Was spricht dagegen? - Dagegen spricht, dass nichts dafür spricht.
Dagegen spricht, dass Kollegen in ihrer Wohnung
Blutspuren gefunden haben.
Viel Blut fließt nicht nach einem Schuss ins Herz.
Haben die Nachbarn was bemerkt? - Nein.
Die wird vermutlich in ihrer Wohnung umgebracht und dann hier...
Hier ist doch kein Ort, um eine Leiche zu verstecken.
Sieht nach einer öffentlichen Aufbahrung aus.
Mit Grabbeilagen.
Wal, Schwein, Schweinswal, Walschwein?
Wo fährt der Aufzug hin? - Ich vermute nach oben.
* Musik *
Freunde, Feierabend, Kripo Köln. Jetzt arbeiten wir hier.
Wieso schicken Sie die Leute weg? - Weil das ein Tatort ist.
Wenn wir hier fertig sind, können Sie weitermachen.
Bis dahin haben Sie frei.
Darius Henning, ich bin der Intendant der Kölner Oper.
Schenk. - Angenehm.
Mein Büro sagt, die Polizei will mit mir sprechen.
Sie, oder? - Ja, das sind wir.
Es wurde eine Leiche gefunden. Hier, gewissermaßen unter uns.
Ich war erschüttert, als ich es erfahren habe.
Wie kann ich helfen? - Elli Zander war Single.
Angehörige konnten wir keine ausfindig machen.
Laut Nachbarin hat sie den größten Teil ihres Lebens
in der Oper verbracht.
Die Herrin der 7. Kammer. Ja.
Sie war unsere Rüstmeisterin.
Die Herrin der Rüstkammer, Waffenkammer. Requisite, Raum 7.
Drüben im Interim auf der anderen Rheinseite.
Dieses fantastische Opernhaus,
es wurde inklusive einer wundervollen Kinderoper
offiziell an uns noch gar nicht übergeben.
Ebenso wenig wie die beiden anderen Spielstätten
in diesem Baustellenkomplex.
Letztlich bin ich hier genauso Gast wie Sie.
Ich dachte, das wäre längst... - Ich auch.
Auf ein paar Monate kommt es jetzt nicht mehr an.
Wir müssen drüben raus. Der Mietvertrag wird nicht verlängert.
Wenn der nächste Eröffnungstermin nicht gehalten wird,
stehen wir auf der Straße.
Das ist nicht unser Problem.
Aber meins, Herr Ballauf, aber meins.
Auch wenn es für Sie pietätlos klingt,
Elli Zander kannte ich nicht wirklich.
Aber sie hat für Sie gearbeitet.
Für uns arbeiten 600 Menschen, manchmal sogar mehr.
Das Kleid, das sie trägt, kommt das aus Ihrem Kostümfundus?
Fragen wir im Kostümfundus.
Der ist im Interim. - Ja. Bei unserer Übergangsbühne.
Die schon fast zu unserer Dauerbühne geworden ist.
♪ Der Herr ist groß in seiner Macht.
Der Herr ist groß in seiner Macht.
Und ewig, ewig bleibt sein Ruhm,
und ewig bleibt sein Ruhm.
Und ewig, ewig, ewig bleibt sein Ruhm.
Und ewig, und ewig.
Und ewig bleibt sein Ruhm. ♪
(Henning) Kleine Idee für unsere Schöpfung.
Mal sehen, ob die Idee überlebt.
♪ ...in seiner Macht.
Und ewig bleibt sein Ruhm, und ewig bleibt sein Ruhm. ♪
* Durchsage * Jemand vom Kostüm in Saal 2, danke.
♪ Und ewig.
Und ewig bleibt sein Ruhm. ♪
(kräht wie ein Hahn)
Hallo?
Ballauf, Kripo Köln. Das ist mein Kollege, Schenk.
Darf ich fragen, wer Sie sind?
Der Hahn der Bremer Stadtmusikanten in der Kinderoper.
Der Hahn ist eine Frau.
Im echten Leben bin ich Paula Reinhard.
Ich leite den Kostümfundus und teste den Hahn auf Bühnentauglichkeit.
Schweine und Wale sind nicht dabei?
Esel, Hund, Katze, Hahn. Wie kann ich Ihnen helfen?
Sie kennen alle Kleider in Ihrem Bestand?
Mit Vornamen und Geburtstag. - Mhm.
Und das hier, kennen Sie das auch?
Das ist von hier.
Das ist das Kleid der Königin der Nacht.
"Zauberflöte".
Das Kostüm war plötzlich weg.
Die Sopranistin hat einen Schreianfall bekommen.
Etwa dort, wo Sie jetzt stehen.
Und sich die Stimme damit für einen Tag versaut.
Wann war das?
Vor der vorletzten Aufführung, vor der spielfreien Zeit.
Vor ziemlich genau 8 Wochen. - Wie kommt das so plötzlich weg?
Nun, die Ständer stehen auf den Fluren.
Das haben Sie ja gerade gesehen. Auf den Ständern hängen die Kostüme.
Jeder, der bis hier hinter kommt, der kommt da dran.
Aber hier kommt nicht jeder hin.
Den Zugang zur neuen alten Oper, wo die Leiche abgelegt wurde,
hat sicher auch nicht jeder.
Ich übersetze Ihre Frage mal, ja? - Gerne.
Muss Elli Zanders Mörder nicht unter den Mitarbeitenden
dieser Oper gewesen sein?
Gute Übersetzung.
Fragen Sie Eva.
Eva weiß alles.
Wie übersetzen wir das?
Es gibt Stimmen, die sagen, dass ohne Eva Krüger
die Kölner Oper im Interim untergegangen wäre.
Und der demnächst anstehende Umzug würde ohne sie nicht im neuen Haus,
sondern im Chaos enden.
Um hier reinzukommen, muss man kein Meistereinbrecher sein, ne?
Um dann, ähm, was zu stehlen? - Ein Kleid?
Kleid oder sonst was, man kommt rein.
Und nicht nur durch diese Tür. Bitte schön.
Was ist mit der Überwachung, gibts Kameras?
Keine Kameras. Hörüberwachung, Mikrofone.
Die Lautsprecher stehen beim Nachtportier,
aber die klemmst du mit einem Schraubenzieher ab.
Wie geht das drüben in der fast fertigen neuen alten Oper?
Drüben ist eine Maschine.
Drüben kommt man im Grunde nicht rein. - "Im Grunde" heißt?
Drüben wird seit 12 Jahren saniert.
Seit 12 Jahren 100 verschiedene Firmen
mit Tausenden von Arbeitern aus aller Herren Länder.
Wer weiß da schon, wer einen Schlüssel hat oder Zugang?
Fahren?
Nein. - Was ist denn Ihre Aufgabe hier?
Angestellt wurde ich als Elektrikerin.
Momentan arbeite ich
als Stellvertretung der Projektleitung "Wiedereinzug".
Im Grunde bin ich so was wie ein Schweizer Taschenmesser.
Ein Multitool.
Wenns brennt, hier oder drüben, heißt es, frag Eva.
Eva Krüger weiß alles.
Wer kommt in beide Gebäude rein, ohne einbrechen zu müssen?
Ich z.B.
Und 30 andere, die ich kenne, auch.
Und womöglich 30 weitere, die ich nicht kenne.
Kennen Sie die Tote?
Ja.
Wann haben Sie Frau Zander zum letzten Mal gesehen?
Wir haben gestern miteinander gesprochen.
War sie anders als sonst? Hatte sie Angst oder irgendwas?
Nein, Elli war wie immer. Furchtlos vor dem Herrn.
Hatte Elli Zander Feinde?
Keiner hat hier Feinde. Fehlt noch was?
Hier hat keiner Feinde?
Nein, alle ziehen an einem Strang.
Für die Kunst.
Keiner neidet dem anderen den Erfolg
oder hat ein Problem damit, in der 2. Reihe zu stehen.
Keinen stört es, wenig bis gar keine Kohle zu verdienen.
Und alle Liebschaften und Affären in diesem Opernhaus
gingen freundschaftlich und im Guten auseinander.
Alle wünschen allen nur das Allerallerbeste.
Die meisten stellen sich darunter
einen qualvollen Tod in der Hölle vor.
Ich liebe die Oper.
Ich auch.
Ich dachte, du liebst Schlager.
Meine Frau liebt Schlager. Ich schlepp sie regelmäßig in die Oper.
Neulich waren wir in Frankfurt.
Arnulf Herrmann, Händl Klaus, neue Musik.
Susanne ist fast gestorben. Ich habe es genossen.
Dass sie fast gestorben ist?
(seufzt) Ein Opernsänger ist ein Mensch, der singt, statt zu bluten,
wenn man ihm einen Dolch ins Herz stößt.
Das ist von dir? - Leider nicht. Unbekannt.
Die Herren zum Besprechungsraum. - Jütte, was gibts?
Currywurst und Kölsch. - Jütte!
Nee, ich muss euch enttäuschen. Die Wurstbraterei steht im Museum.
Im Angebot hätte ich lediglich den Abschlussbericht der KTU.
Ah.
Am Kleid selbst finden sich DNA-Spuren
von exakt 23 verschiedenen Personen.
Zander wurde mit einem einzigen Schuss erschossen.
Sie war mit hoher Wahrscheinlichkeit sofort tot.
Das Kleid weist an fast gleicher Stelle
allerdings 2 Einschusslöcher auf.
Ich sag mal so, im Kleid sind 2 Löcher, in der Leiche nur eins.
Und das heißt?
Dass in dem Kleid bereits jemand erschossen wurde.
Ist doch Quatsch. - Sehe ich anders.
Was in 1. Linie daran liegt, dass die KTU am Kleid
auch das Blut zweier verschiedener Personen entdeckt hat.
Was für eine kranke Scheiße ist das denn?
Irgendwer zwingt Elli Zander dazu, dieses Kleid anzuziehen.
Da ist schon ein Loch drin.
Da ist schon mal jemand drin erschossen worden.
So sieht es aus, ja. Ein Mann.
Hä? - Ja.
Das 2. Blut, also das 1. Blut,
also das nicht frische Blut stammt von einem Mann.
Damit wären 50% der Menschheit auszuschließen.
Was sagen die Forensiker?
Die Tests zu Alter unseres potenziell Toten,
Haar- und Augenfarbe stehen noch aus.
Was man aus einem Tropfen Blut alles rauslesen kann.
Bald brauchen sie uns hier nicht mehr.
Phenylalanyl-alanin.
Ala was?
Ein Molekül, das beim Abbau von im Blut enthaltenen Eiweißen entsteht.
Hat mir der Forensiker ganz stolz erzählt.
Wer hat es erfunden? Die Schweizer. Obwohl... - Die Kurzform.
Wann wurde der Mann in diesem Kleid mutmaßlich erschossen?
Vor etwa 2 Monaten.
Wir haben aber keinen 2 Monate alten Cold Case. - Offenbar doch.
Noch während der letzten Spielzeit.
* Gitarrenmusik *
* Gitarrenmusik endet abrupt *
* Musik *
* Operngesang im Hintergrund *
* Musik aus Lautsprecher: Spiel mir das Lied vom Tod *
Gibt es irgendjemanden, der aus dem Sommerurlaub nicht zurückkam?
Nein. Wobei hier auch nicht alle für alle Ewigkeit angestellt sind.
Verträge laufen aus, Solisten werden für ein Stück engagiert,
Werkstätten sind nicht alle im Haus.
Da fehlt mir der Überblick. - Kannten Sie Elli Zander?
Ich kenne alle und keinen.
Sie sang immer, wenn man bei ihr reingekommen ist,
gar nicht mal so schlecht.
Tja, für die Bühne hat es nicht mehr gereicht.
Machen Sie immer noch Inventur oben in der 7. Kammer? - Ja.
Holzschwerter zählen?
* Klopfen *
Fehlt was? - Mhm.
Was fehlt? - Eine Brünner CZ 75. Tschechische Armeepistole.
Kam nach Auflösung des Warschauer Pakts in Umlauf.
Ist die rausgegeben worden und nicht wieder rein?
Nein. Verschwunden aus einem verschlossenen Waffenschrank.
Wäre das eine mögliche Tatwaffe? - Definitiv.
Wäre nicht die 1. unbrauchbar gemachte Waffe,
die man wieder scharf gemacht hat.
Wer hat Zugang zum Waffenschrank?
Außer der Herrin der 7. Kammer fällt mir niemand ein.
* Handyvibrieren * Ja?
(wütend) Was?
Nein, die Oper ist noch nicht freigegeben.
♪ Mit Staunen sieht das Wunderwerk der Himmelsbürger frohe Schar.
Und laut ertönt aus ihren Kehlen
des Schöpfers Lob,
des Schöpfers Lob.
Das Lob des 2. Tags, das Lob des 2. Tags. ♪
* Musik *
(Mann) Sie brauchen einen Helm.
Was machen Sie hier? - Diese Frage würde ich gerne zurückgeben.
Kripo Köln. Was machen Sie hier?
Ich lasse Arbeiten durchführen, die nicht aufgeschoben werden können,
weil die Fachfirma nur heute zur Verfügung steht.
Dafür brechen Sie ein Polizeisiegel auf?
Die Polizei war nicht mehr da.
Außerdem war es der Seiteneingang,
wo Ihr Siegel durchbrochen war, bevor ich kam.
* unverständlicher Funk * Ja?
* unverständlicher Funk * Okay.
Da braucht jemand Hilfe.
Gibt es noch mehr ausgesuchte Fachfirmen?
Was ist passiert?
Alle bleiben zurück.
* Musik *
Scheiße.
Hallo?
Hallo, wer sind Sie?
Polizei Köln, hallo, zeigen Sie sich!
Wie komme ich da hoch? - Treppe ist hinten links.
Ich bleib hier. Hallo!
Kann das mal jemand runterfahren?
* Musik *
Max!
Hier unten, auf der anderen Seite, 2. Portal!
Stehen bleiben.
Stehen bleiben!
* Musik *
Stehen bleiben!
* Musik *
Hm.
Kein Wal. - Bitte?
Egal.
Er wurde erschossen.
Bitte?
Auch wenn der Doc noch nicht da ist,
dieser Mann wurde so erschossen wie das 1. Opfer.
Herzsteckschuss, linke Herzhälfte.
Die Einschusswunde fast millimetergenau
an der gleichen Stelle.
Du meinst, das Erhängen war nur Show?
Praktischen Grund sehe ich jedenfalls nicht.
Kennen Sie den Mann?
(Henning) Nein. Aber ich weiß, wer er ist.
Köpke, Wilhelm heißt er. Er arbeitet für uns als Schuhmacher.
Kennen Sie sich mit der Traverse aus?
Die gesamte Bühnenmaschinerie,
die wird von hier oben per Computer gesteuert.
Ist äußerst komplex. Per Hand passiert nichts mehr.
Wer kennt sich aus,
hat Ahnung, Zugriff, Passwörter, was man so braucht?
Normalerweise die Bühnenmeister,
aber ob die sich eingearbeitet haben, weiß ich nicht.
Vielleicht Eva Krüger, die hatte einen Termin mit der Bauleitung.
Müsste gleich da sein.
Kennen Sie die Maske? - Mhm.
Die stammt aus dem Fundus "Wir sind nicht zum Essen da".
Hieß das Stück in der Kinderoper.
Das stand vor 2 Jahren auf dem Spielplan.
Können wir uns darauf einigen,
dass der Täter aus Ihrem Hause kommen muss,
wenn er die Bühnenmaschine bedienen kann?
Bevor wir uns auf was auch immer einigen,
würde ich gern mit der versammelten Hausleitung sprechen.
Man möchte unter seinen Arbeitnehmern kein Mordopfer haben.
Einen Mörder noch weniger. - Das möchte man so gar nicht.
Man möchte auch nichts unter den Teppich kehren.
Das unterstellen wir nicht, lediglich einen Interessenkonflikt.
Den kann ich nicht leugnen.
Insofern möchte man besonnene Entscheidungen treffen.
Aufgrund der schrecklichen Dinge, die hier passieren.
Gute Entscheidungen.
Wir haben die besonnene Entscheidung getroffen,
dass das Haus selbst für Fachfirmen nicht zur Verfügung steht.
Wie lange? - Bis wir eine andere gute Entscheidung treffen.
Also wenn er Schuhmacher war, hat er vermutlich... - Ja.
Da, die Schuhe sind auch von ihm.
Wir hatten oft miteinander zu tun.
Willi Manilli und ich.
Manilli?
Die Legende ist tot. - Hm?
Er war Sänger und Songwriter in einer Death-Metal-Band.
Die Manillis. 4 Jungs um die 50.
Killi, Billi, Chili.
Und Willi.
Rampensau vorm Herrn.
Nach 20 Jahren immer noch ein Geheimtipp.
Die Songs, die er geschrieben hat, waren fantastisch.
Dabei denken die Leute, Kölner Bands könnten nur Karnevalsmusik.
So kann man sich täuschen.
Kennen Sie sich damit aus? - Ja.
Sie haben auch die nötigen Zugangsdaten? - Ja klar.
Und würden unserem Fachpersonal dabei helfen, die Daten auszulesen?
Z.B. wann das letzte Mal darauf zugegriffen wurde?
Deshalb bin ich hier.
Hat er eine Wohnung in Köln? - Mhm.
Familie? - Nein.
Stell dir den Prototypen eines Junggesellen vor.
Dann weißt du, wer Willi war.
Warten Sie vor der Tür, bis unsere Kollegen kommen? Danke.
* Musik *
* Rockmusik aus Lautsprecher *
* Musik verstummt *
* Musik *
Max?
Hier.
Es fließt nicht viel Blut bei einem Herzschuss, oder wie war das?
Guck mal hier.
"Das Schwein grunzt, als die Königin erschossen wird".
Die Königin ist tot.
Und das Schwein auch.
Der Wal.
Waren die miteinander befreundet, Elli und Willi?
Befreundet ist übertrieben und untertrieben.
Ich glaube, sie waren so was wie Bekannte-Plus?
Muss ich das erklären?
Den Transfer schaffen wir noch. Dennoch danke für das Angebot.
Gehört noch wer zu diesem Bekanntenkreis?
Das weiß ich nicht.
Das Schwein.
Das Schwein hat überlebt in der Kinderoper.
Ist nicht gegessen worden auf der Bühne.
Aber Elli ist tot, Willi auch.
Wer ist als Nächstes dran?
Verbinden Sie irgendwen oder irgendwas mit einem Wal?
Blauwal, Buckelwal, egal Wal?
Das haben Sie schon mal gefragt.
Das haben wir fast alle gefragt, Frau Reinhard.
Nein!
Danke.
Sie wollten mich sprechen? - Ja.
Wir brauchen Ihre Hilfe.
Wobei?
Dabei, eine Metal-Oper zu verstehen. - Aha.
♪ Oh, glücklich Paar und glücklich immerfort,
wenn falscher Wahn euch nicht verführt,
noch mehr zu wünschen, als ihr habt
und mehr zu wissen, als ihr sollt. ♪
(alle ) ♪ Singt dem Herren in allen Stimmen.
Dankt ihm, dankt ihm alle seine Werke.
Lasst zu Ehren seines Namens
Lob im Wettgesang erschallen. ♪
Der 3. Teil der Schöpfung zeigt den,
wie soll man sagen, den Idealzustand.
Das Paradies vor dem Apfel.
Ich weiß. Was sagt die versammelte Hausleitung?
♪ Er bleibt in Ewigkeit. Amen. ♪
Hören Sie, alle sind schockiert.
Inklusive der in dieser Stadt politisch Verantwortlichen.
Es heißt, Sie schicken alle Musikerinnen,
Sängerinnen und Beschäftigten an der Oper nach Hause.
Und alle Vorbereitungen für den Umzug pausieren,
bis wir Entwarnung geben.
Das Stück, mit dem wir die Spielzeit eröffnen werden,
einmal mehr in diesem Zirkuszelt,
heißt "Die Schöpfung" und nicht "Der Untergang".
Wir feiern das Leben, wir lassen uns nicht vom Tod unterkriegen.
Täten wir das, wäre das ein fatales Signal.
Heißt, die versammelte Stadt- und Hausleitung ist mittelschockiert.
Ist es das, was Sie sagen müssen, oder das, was Sie wirklich denken?
Ich bin nur ein kleines Rädchen in Gottes gewaltigem Getriebe.
Den Rest denken Sie sich einfach.
Was soll dieser Quatsch mit diesem Wal?
Er lebt. Noch.
Ihr glaubt, dass der Wal das 3. Opfer ist,
werden soll, mehr oder weniger?
Glauben wir, ja.
Die Forensiker der Uniklinik haben gemailt.
Das Ergebnis der Untersuchung,
das Blut des 1. Toten, der uns noch unbekannt ist.
DNA-Phänotypisierung und molekulare Altersschätzung.
Fangen wir hinten an.
Er war, oder ist, ca. 33 Jahre, plus/minus 4 Jahre.
D.h. zwischen 29 und 37,
grau-grüne Augen, braune Haare, helle Haut.
Damit können wir doch arbeiten.
Ist der überhaupt tot?
Ist schon wieder Ostersonntag, oder was?
Wir haben nur Spuren, gar keine Leiche.
Vielleicht hat er den Schuss überlebt.
Vielleicht ist er es, der Köpke und Zander umgebracht hat.
Vielleicht wollte er sich rächen, dass man ihn töten wollte.
Das Phantom der Oper.
Bei Schüssen in die Brust
gehen wir von ca. 25% primären Todesfällen aus.
Heißt, 75% Überlebenschance.
Nicht, wenn das Projektil die linke Herzhälfte trifft.
Und auch nur bei schneller qualifizierter Versorgung.
Kein Krankenhaus hat innerhalb der letzten 3 Monate
eine Schussverletzung gemeldet.
Vielleicht gab es Gründe, sich nicht offiziell versorgen zu lassen.
Wir sind nicht in Neapel.
Neulich gab es einen Fall in Amerika.
Schuss in die linke Brust, Kugel steckte unterhalb der rechten Brust,
weil die Richtung des Projektils
durch ein Silikonimplantat verändert wurde.
Gehen wir davon aus, dass er kein Implantat hatte.
Aber vielleicht eine Ausgabe der Bibel in der Brusttasche.
Dann hätte das Ding wenigstens einmal ein Leben gerettet.
Überleben unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich.
* Klopfen * - Ja?
Entschuldigt, Frau Ibsen ist da.
N Abend. - Hallo Frau Ibsen. Setzen Sie sich.
Braucht ihr mich noch? - Nein danke.
Sie haben mich um eine Einschätzung oder Analyse gebeten,
oder wie auch immer Sie das nennen wollen.
Das Libretto ist nicht zufällig aufgetaucht? - Leider nicht.
Gut. Oder schlecht.
Was man sagen kann, das Stück wurde für 4 Personen geschrieben,
für 4 unterschiedliche Stimmlagen.
Alt, Sopran, Bass, Tenor. - Könnte man denken, ist anders.
Alt, Sopran, Bass, Countertenor.
Aha. Und das ist?
Eine Männerstimme, die im Sopran singt.
Alt, Elli Zander. Bass, Willi Köpke.
Fehlen noch Sopran und Countertenor.
Fehlt eine Frau, ein Mann.
Countertenöre sind vermutlich selten.
Haben Sie einen in der Oper oder hatten Sie einen?
In der letzten Spielzeit.
Er war nicht festangestellt,
aber für 2 Inszenierungen verpflichtet.
Man bekommt sie nur im Delikatessenladen.
Zum entsprechenden Preis.
War er Mitte 30, helle Haut, braune Haare, grau-grüne Augen?
Er ist 31, heißt David Deycks.
Helle Haut, braune Haare. Augenfarbe weiß ich nicht.
Hatten Sie nach Ende der Spielzeit noch mal Kontakt zu ihm?
Nein, aber ich habe nach ihm gefragt, und der Pförtner meinte,
er hätte noch seine Sachen im Spind und auch den Schlüssel dafür.
* Musik *
Eva?
Bist du da?
Hast du alles, was du brauchst? - Alles am Mann.
Um welchen Spind gehts? - Der Countertenor David Deycks.
War er eigentlich heterosexuell? (Ibsen) Wer?
Deycks, der Countertenor.
Da haben Sie Ihre Frage aber gut umschifft,
ob er schwul ist, weil er hoch singt und ein Kleid getragen hat.
Er war ein junger, netter, aufmerksamer, heterosexueller Mann.
Aha.
Jedenfalls war er nicht so ein Arsch wie manch anderer,
denen es noch bei Sonnenschein in die Nasenlöcher regnet.
Und wer genau ist damit gemeint?
Ich liebe die Oper. Die Künstler weniger.
Ähm... Welcher?
2 Kleine, eine Große.
* Musik *
Köpken und Zander wurden in ihren Wohnungen erschossen.
Beide Male gab es keinen Hinweis darauf,
dass jemand gewaltsam eingedrungen wäre.
Mach ich mich gerade verdächtig?
D.h. beide Opfer haben ihrem Mörder
die Tür mutmaßlich freiwillig geöffnet.
Die Opfer kannten ihn, hielten ihn vielleicht für einen Freund.
Oder eine Freundin. - Oder das.
Bitte schön.
Das Auto finden wir.
Falls das seine Zahnbürste sein sollte,
haben wir wenigstens seine DNA.
Und seinen Eyeliner.
Er meinte, er wäre heterogyn
und wollte aussehen wie David Bowie oder Brian Molko.
War nicht weit davon entfernt.
"Das Schwein grunzt, als die Königin erschossen wird".
(Ibsen) Darf ich? - Mhm.
Das Libretto offenbar.
Soll ich es mir mal anschauen? - Ja.
Aha.
Offenbar Koks.
Denken Sie, es hat mit Ihrem Fall zu tun, Ihren Morden?
Was glauben Sie denn?
Weißt du noch, als die Hunde hier waren?
Ja. - Wir brauchten 2 große Hunde für eine Aufführung.
Filmhunde waren zu teuer,
deswegen haben wir bei der Polizei angefragt, die kamen mit 2 Malinois.
Belgische Schäferhunde. Hank und... - ...Santos.
Fantastische Tiere.
Auf der Bühne durch nichts aus der Ruhe zu kriegen.
Jetzt kommt sicherlich ein Aber oder eine Pointe.
Wir haben versucht,
sie hier unterzubringen, wenn sie Pause hatten.
Wir wussten nicht, dass es Drogenspürhunde waren.
Hier sind sie fast durchgedreht. - Überall?
Es ist eine nicht ungewöhnliche Art, dem Druck zu begegnen.
Dabei verkaufen Sie in Ihrer Kantine nur alkoholfreies Bier.
Nicht ohne Grund.
* Durchsage * Die Technik bitte einmal dringend in Saal 2.
Jemand aus der Technik bitte in Saal 2.
* Musik *
Junge verwirrte Männer auf der Suche nach dem Sinn.
Dem Sinn von was? - Des großen Ganzen.
Der da wäre? - Die jungen Männer suchen noch.
Ihres geht aufs Haus. - Oh, danke.
Wie viele Leute sterben hier im Haus pro Spielzeit?
Auf der Bühne?
100? Carmen, Werther, Tosca. * Handyklingeln *
Die meisten schmettern eine Arie auf dem Weg ins Jenseits.
Zwischen Oper und Opfer ist nur ein Buchstabe Unterschied.
Haben Sie sich das Ding angeguckt? - Ja.
Die Königin wird, während das Schwein grunzt,
von einer Figur namens Wal Halla erschossen.
Wal Halla stammt vom Wasserplaneten Tautalus,
wurde erst versklavt, befreit, dann Hafenarbeit.
Solche Schicksale gibt es immer wieder.
Die Königin liebt Wal Halla, Wal Halla aber nicht die Königin.
Schweine-Willi bringt Wal Halla dazu, die Königin zu erschießen.
Wer singt die Königin?
Der Countertenor, also David Deycks.
Und Wal Halla? - Eine Sopranistin.
Wer war die junge Frau eben im Spindraum?
Valerie? Valerie Schmitt.
Aus dem Opernchor?
Eigentlich Solistin, keine Primadonna, kleine Rollen.
Sopranistin. Eigentlich mit Potenzial für mehr.
Eigentlich.
Sie singt diese Spielzeit im Chor.
Ist das üblich, dass man wechselt zwischen Chor und... - Nein.
Aber es kommt vor.
Okay.
Wer kennt die Künstler hier am besten?
Also, ihr Seelenleben, Liebesleben.
Das klingt vielleicht nach Klischee, aber...
Bitte nicht zu kurz.
Je länger Sie reden wollen, desto kürzer der Bart.
Ich weiß nicht, ob ich helfen kann.
Sie meinen, hier gilt die Schweigepflicht?
Eher das Beichtgeheimnis.
David Deycks. - Ist nicht mehr im Haus.
Da haben Sie vielleicht Glück.
Der junge Mann war unsterblich verliebt.
In wen?
Beichtgeheimnis.
Ist also noch im Haus.
Das sagen Sie.
Sollen wir den Kinnbart nicht wegnehmen?
Das würde moderner aussehen.
Ich habe nicht vor, moderner zu wirken.
Er war vor seinem Engagement in Köln an der Oper in Dresden und Leipzig.
Hatte vor, seinen Lebensmittelpunkt ins Rheinland zurück zu verlagern.
Zurück? - Er ist hier geboren.
Seine Mutter lebt in Bonn. - Wir dachten...
Er wollte eine Wohnung kaufen.
Wenn ich mich nicht täusche, ist sogar...
...das Wort Kinderzimmer gefallen.
Und das Kind wollte er mit wem zusammen haben?
Dazu kann ich nichts sagen.
Sagen wir mal so.
Wenn Sie jetzt Nein sagen, sagen Sie im Grunde nichts dazu.
Wenn Sie nichts sagen, sagen Sie immer noch nichts.
Aber Sie sagen nicht Nein.
Aha.
Ich frage also:
Mit Valerie Schmitt?
2. Frage, gleiches Prinzip, sie hat sich von ihm getrennt?
Danke für Ihr Schweigen.
Der Bart sieht doch gut aus.
Mein Sohn ist verschwunden, sagen Sie? - Ja, das sagen wir.
Er antwortet nicht auf unsere Nachricht
und unsere Anrufe antwortet seine Mailbox.
Da wollen Sie jetzt von mir wissen, wo er ist?
I'm in a hurry, boys, ich muss zu einer Vernissage.
Leider nicht meine, der Künstler ist Schrott.
Sie sind seine Mutter.
Andere Angehörige konnten wir nicht ausfindig machen.
Hier ist sein 1. Wohnsitz, in dieser Wohnung. - Ja, pro forma.
Sein 1. Wohnsitz ist sein Auto. So ein Kleinbus.
Heißt so ähnlich wie Sie.
Ein Bulli. - Genau.
Florida steht drauf, glaube ich.
California, ein kleiner Camper. - Ja, oder so.
Nein, ich weiß nicht, wo er ist.
Ich habe seit über 3 Monaten nichts von ihm gehört.
Und nein, das beunruhigt mich nicht.
Was überwiegend daran liegt, dass er ständig verschwindet.
Wohin?
Irgendwohin, ohne jemandem Bescheid zu sagen.
Er braucht ein Engagement, um ein Jahr freizumachen.
Dann fährt er ans Meer, das er aber nie sieht, weil er
auf seiner Matratze in seinem Florida liegt und sich betrauert.
Wie sollen wir das jetzt verstehen?
Er verliebt sich immer in die Falsche,
die nicht die Richtige sein kann,
weil er sich von jeder Frau die absolute Verschmelzung erhofft.
Also mehr, als eine Frau zu leisten in der Lage ist.
Die meisten verschwinden nach einem Monat.
Manche schaffen 2.
Das sind dann die Tapferen.
Jedes Mal sagt er danach,
wenn mir das noch mal passiert, bringe ich mich um.
Aber dann verschwindet er wieder für eine Weile
und taucht irgendwann wieder auf.
So, jetzt habe ich es doch nicht kurz gemacht.
Ich muss los.
Fucking Schlüssel, wo bist du?
Ich komme mir schon vor wie er.
Wie sollen wir das verstehen?
David, der ewig Suchende.
Nach der Erfüllung der Liebe, sich selbst.
Seiner Herkunft.
Dem Ursprung.
Was ist denn mit seinem Vater? - Nie gesehen.
Er? - Ich.
Da fällt mir das Wort Samenbank ein. - Aha.
Na, belassen wir es dabei.
Er sucht ihn.
Er sucht sich. Er hofft, sich mit ihm zu finden.
Das wird natürlich nicht klappen,
aber es lastet ihn aus.
Und das ist doch schön, wenn ein junger Mensch was zu tun hat.
Wenn Sie was von ihm hören, lassen Sie uns das bitte wissen, ja?
Mach ich.
Mordkommission, sagten Sie? - Mhm.
Wie gesagt, ich glaube nicht, dass ich mir Sorgen machen muss,
aber was glauben Sie, dass er ermordet wurde?
Das wissen wir nicht.
Oder dass er jemanden ermordet hat?
Das wissen wir auch nicht.
Sag mal, ist die so oder spielt die das? - Was?
So unbeteiligt, so cool, so kalt. - So, ich hau jetzt ab.
Die DNA, das alte Blut am Kleid,
ist identisch mit jener der Zahnbürste.
Also mutmaßlich die DNA von David Deycks.
Was macht die Fahndung nach ihm? - Wir fahnden.
Finden wär besser.
Was macht die Fahndung nach seinem Camper-Van?
Siehe oben.
* Klaviermusik *
♪ Den Morgen grüßt der Lerche frohes Lied.
Den Morgen grüßt der Lerche frohes Lied.
Und Liebe.
Und Liebe. ♪
* Musik *
* Knarzen über Lautsprecher *
* Musik aus dem Lausprecher *
* Musik stoppt *
* Musik *
* Musik *
Wal Halla.
Alles gut bei Ihnen? - Blendend.
Wir suchen eine Sopranistin.
Die in einer Metal-Oper die Rolle des Wals Halla gesungen hat.
Trinken Sie schon morgens? - Nur im Urlaub.
Aber auch dann nicht immer.
Eigentlich ist das Ganze sehr ernst, Frau Schmitt.
"Das Schwein grunzt" ist eine Oper für 4 Leute.
Einer ist verschwunden, 2 sind tot.
Wer ist die Vierte?
Ich muss jetzt singen. - Das wäre gut.
Wären Sie so freundlich? - Schön, dass Sie da sind.
Brauchen wir nicht zu Ihnen kommen.
Da ist doch nichts.
Auch wenn Sie auf der Bühne literweise Kunstblut verschütten,
uns reicht der Bruchteil von einem Bruchteil echten Blutes.
Und das soll hier passiert sein? - Oder im neuen alten Haus.
Dort hüpfen Ihre Außerirdischen auch rum?
Die hüpfen weniger, aber im Grunde, ja.
Sie sind die Staatsmacht.
Was kann ein kleiner Untertan dagegen tun? - Sie sagen es.
Gab es einen Grund, dass Valerie Schmitt keine Soli
sondern im Chor singen sollte?
Ich habe mir Sorgen um sie gemacht. - Welcher Art?
Sie hat gekündigt, obwohl sie noch einen Vertrag hatte.
Ich habe vorgeschlagen, eine Spielzeit im Chor zu überbrücken
und eine Therapie zu machen.
Ich habe immer allen zu helfen versucht,
die mit diesem Druck nicht zurechtkamen.
Das Wort Druck fällt hier recht häufig.
Sie sind Beamter, oder?
Also, Sie müssen ja auch nicht vor 2.000 Leuten singen, oder?
Selten.
Der Druck war nur beruflich? - Das weiß ich nicht.
Sie trinkt.
Zu viel in letzter Zeit.
Jedenfalls nicht zu wenig.
Der Druck ist alt, das Trinken neu?
Warum?
Das weiß ich nicht.
Was wissen Sie über David Deycks? - Deycks?
Er war gegen Ende der letzten Spielzeit...
...irre.
Also völlig gaga.
Für das Haus nicht mehr tragbar.
Ich habe ihm mitgeteilt,
dass er mit keinem weiteren Engagement rechnen kann.
Halten Sie es für möglich, dass es einen Zusammenhang gibt?
Das weiß ich nicht.
Machen Sie den Laden dicht, bevor hier noch wer tot ist.
Sie sind hier die Staatsmacht.
* Handyvibrieren *
Ja?
* Musik *
Sie wollten mich sprechen? - Absolut.
Hier? - Nirgendwo anders.
Auf dieser Bühne haben unsere Leute Blutspuren entdeckt.
Solche, die man mit bloßem Auge nicht sieht.
Von Handwerkern, die sich beim Arbeiten verletzt haben,
was man jetzt auch nicht sieht?
Von David Deycks.
Die DNA lügt nie. - Im Gegensatz zu Ihnen.
Kommen Sie, das Schwein hat hier gegrunzt, oder?
Ja, ich singe.
Ja, ich hab ihn verlassen.
Ja, das hat ihm nicht gefallen.
Ja.
Ich glaube, er hat mich dafür von ganzem Herzen gehasst.
* Musik *
♪ Mein Traum, ich liebe dich.
Du denkst nur noch an mich.
Dir blüht das große Glück. ♪
Gib mir 3 Tage Zeit.
Noch bin ich nicht bereit.
♪ Gebt mir 3 Tage Zeit.
Noch bin ich nicht bereit.
Denn es gibt kein Zurück.
Es fließt das Blut. ♪
(Willi) Wow. Hey, bravo, toll. Ihr seid so toll.
Ist es nicht krass? Ich meine, dass wir es sind.
Dass wir die Ersten sind, die diesem alten neuen Haus
zu neuer Ehre und altem Ruhm verhelfen.
Auf das Haus! - Auf uns!
Und auf uns, v.a. auf uns.
Warum haben Sie da mitgemacht nach allem, was passiert ist?
Nachdem er Sie gehasst hat. - Gute Frage.
Ich glaube, ich mochte einfach Willi so gerne.
Ich wollte ihm das nicht antun, aus seiner Oper auszusteigen.
Trotz meines bescheuerten Rollennamens.
Wir sind da immer nach Mitternacht rein.
Alle geschminkt und im Kostüm.
Willi hing das Bühnenbild auf. Licht war ja da.
(Willi) Und Musik an.
Bei Gott, ich lieb euch nicht.
♪ Bei Gott, ich lieb euch nicht.
Die Liebe ist nie Pflicht. ♪
Die Liebe ist nie Pflicht.
Königin, stirb.
♪ Der Tod mag leichter sein.
Königin, stirb.
Doch du hast keine Wahl.
Bald bist du mein Gemahl. ♪
Dein Wunsch ist dein Tod.
♪ Vereint im Mondesschein. ♪
(Willi) Jetzt.
Jetzt. * Schuss *
(Willi grunzt)
(Valerie) David?
David?
David, was ist los, was ist mit dir?
Was ist passiert?
(lauter) David?
Das hättest du wohl gern.
Dass ich weg bin.
Tot bin.
Den Gefallen tue ich dir nicht.
(Valerie) Ich wusste nicht, dass eine Platzpatrone drin ist.
Das war bei allen anderen Proben nie.
Das beantwortet nicht unsere Frage.
Was war die Frage? - Wie kommt sein Blut auf diese Bühne?
Wie kommt sein Blut an das Kleid? Platzpatronen können das nicht.
Kennen Sie das Libretto?
Bei Minute 30 ungefähr.
Du bist nur ein einfacher Mann.
Den auch eine Königin lieben kann.
Nur du glaubst, ich bin ein Tyrann.
Schau mich einfach nur an.
Es fließt Blut.
Er hat sich selbst verletzt, mit voller Absicht?
Beantwortet das Ihre Fragen?
Sie haben unsere Fragen beantwortet.
Aber unsere Fragen beantwortet es nicht. - Was wollen Sie hören?
Ich habe gehört, mein Herz blutet.
Du hast mir einen Stich in mein Herz versetzt.
Du hast mein Herz gebrochen.
Ein blutiger Schnitt in meinem Leben.
Oper halt.
Liebe. Drama.
Tod.
David liebt die große Geste.
Drunter macht er es nicht.
Jetzt rächt er sich mit großer Geste für sein blutendes Herz?
Woher kommen die Waffen?
Das Messer, die Pistole?
Von der Herrin der 7. Kammer, der Waffenkammer?
Ja.
Ellis Messer war Requisite, das war nicht scharf.
Das erklären Sie sich wie?
Und nach der Probe hat Deycks alles mitgenommen? - Ja.
Hm.
Sie glauben, er lebt noch?
Davon gehe ich aus.
Was haben ihm Elli Zander und Willi Köpke angetan?
Warum bringt er sie um? - Weiß ich nicht.
Sie sind die Polizei. - Stimmt.
Haben Sie keine Angst, die Nächste zu sein? - Doch.
Ich pass auf mich auf.
Die Polizei kann auf Sie aufpassen. - Personenschutz.
Muss ich? - Nein.
Ich pass selbst auf mich auf.
Eine Theaterpremiere wäre kein schlechter Rahmen.
Eine letzte große Geste vor Publikum.
Ja, das kann schon sein.
Wie sind Sie hier reingekommen?
David hat sich darum gekümmert, dass für uns aufgeschlossen wurde
und wenn wir fertig waren, abgeschlossen wurde.
Wer hat das gemacht?
David wusste, dass die Kameras nicht installiert sind
und wann die Wachleute ihre Runden drehen. - Woher?
Woher soll ich das wissen? Der wusste das halt.
Fragen wir Eva.
Eva Krüger weiß alles.
Er hat versprochen, dass er rechtzeitig kommt.
(Krüger) Von mir?
Uns ist außer Ihnen niemand eingefallen,
bei dem die Informationen zusammenlaufen.
Wenn Sie ein netter, aufmerksamer, junger Mann darum bittet.
Vielleicht wollten Sie auch nur nett sein.
Sprechen wir unter uns? - Können wir nicht garantieren.
Ich weiß, wie es läuft.
Wenn sie dich brauchen, und du machst einen Fehler,
ist der Fehler schnell vergessen.
Wenn sie dich loswerden wollen, erinnern sie sich wieder dran.
Was heißt das? Sie würden solch einen Fehler nie machen?
Oder Sie würden einem solchen Fehler nie zugeben? - Nein.
Die Antwort gilt für beide Fragen.
Morgen Norbert. - Morgen.
Hätten wir Deycks und seinen Bulli gefunden,
hättest du brav Meldung gemacht, oder? - Ich denke doch.
Wir stellen 2 Leute vor die Wohnung von Valerie Schmitt. - Zivil?
Nein, mit Blaulicht. - Schau ich mal, ob wir so was haben.
Zur Premiere laufen wir mit großem Aufgebot auf.
* Telefonklingeln * Wann ist die? - Übermorgen.
Generalprobe ist heute Abend.
Jütte?
Ach ja, gut.
Ja, prima, prima, prima.
Meldung.
* Musik *
Da hat wohl jemand eine Kabeltrommel erschossen.
* Musik *
Ist es das?
Das Tagebuch der Tränen?
"Valerie, Valerie, ich sterbe schnell,
du stirbst langsam.
Der langsame Tod, Valerie, Valerie,
ist der grausame".
* Musik *
"Valerie, oh Valerie,
wenn ich sterbe, stirbst du mit mir.
Ich sterbe schnell.
Und du stirbst langsam.
Der langsame Tod, Valerie, oh Valerie,
das ist der grausame".
Ohne Kaugummi haben Sie eine Fahne bis nach Düsseldorf.
Das war nicht sehr charmant. - Aber wahr. Was soll man machen?
Glauben Sie mir? - Kommt drauf an, was.
Ich wollte das nicht.
Ich hab ihn nicht getötet.
Aber...
...ich hab ihn getötet.
♪ Doch du hast keine Wahl.
Bald bist du mein Gemahl. ♪
Dein Wunsch ist dein Tod.
♪ Vereint im Mondesschein. ♪
(Willi) Jetzt!
(Willi schreit) Jetzt!
* Schuss *
(Willi grunzt)
* Musik *
David?
David?
David?
David!
(schreit) Hier ist überall Blut! David!
David!
David! David!
Dann waren da plötzlich doch keine Platzpatronen drin,
sondern scharfe Munition in einer wieder scharf gemachten Waffe.
Aber er hat die Waffe mitgebracht.
Glauben Sie uns, das glauben wir auch.
Er wollte...
Das wissen wir.
Er wollte tot sein.
Er wollte, dass Sie es nicht aushalten, ihn erschossen zu haben.
Ich halts nicht aus.
Willi wollte, dass wir die Polizei rufen.
Aber Elli Zander war dagegen.
Die Waffe war ja aus ihrer Rüstkammer.
Und Sie waren dagegen.
Sie hatten ja geschossen.
2 zu 1 für die falsche Entscheidung.
Was haben Sie mit der Leiche gemacht?
* Musik *
Das war erst mal der beste Ort.
Sie wollten die Leiche zwischen Bauschutt entsorgen? - Nein.
Wir hatten alle was getrunken.
Wir hatten kein Auto.
Willi wollte seinen Volvo holen und damit zur Alten Heide.
Und ihn da mit Anstand begraben.
Amen.
Aber?
Als wir zurückkamen...
Dort, da hin.
Er ist weg!
Er ist weg!
Aber er war tot?
Er wollte Sie nicht nur glauben lassen, dass er tot ist?
Er war es definitiv?
Ich dachte, ich...
Ja, ich...
Ich weiß es nicht. Ich weiß es einfach nicht.
Vergessen wir alle Zombie- und Vampirserien
und Wiederauferstehungsfantasien, haben Sie seinen Puls gefühlt?
Ja. - War da was?
Nein. - Definitiv?
Da war nichts mehr. - Dann war er tot.
Dann ist es nicht wahrscheinlich,
dass er den Container aus eigener Kraft verlassen hat.
Dann muss ihn wer rausgeholt haben. - Wer?
Kennen Sie seine Mutter? - Nicht wirklich.
Er hat sie Ihnen nie vorgestellt oder über sie gesprochen? - Nein.
Aber sie saß öfters in der 1. Reihe
und hat am längsten und lautesten applaudiert.
Und ich hab von ihr profitiert. - Inwiefern?
Na ja, sie hat ihn so mit Geschenken überhäuft.
Riesige Blumensträuße, sündhaft teurer Whisky,
Schweizer Schokolade für 10 Euro das Gramm.
Er wollte das nicht.
Er wollte so wenig wie möglich mit ihr zu tun haben.
Deshalb hab ich das dann bekommen.
Das hat sie ihm in die Hand gedrückt? - Nein.
Das stand nach jeder Vorstellung in seiner Umkleide.
Aber es kam von ihr? Sicher? - Ja.
Da hing eine Karte dran, "Von Mama für meinen geliebten Sohn".
Was passiert jetzt mit mir? - Sie kommen mit aufs Präsidium.
Und wenn Sie einverstanden sind, protokollieren wir Ihre Aussage.
Bin ich dann in Untersuchungshaft?
Wir wissen mehr als der Mörder von Köpke und Zander weiß.
Das könnte von Vorteil sein.
Wenn Sie in U-Haft sind, weißt er, woran er ist.
Vorschlag: Wir postieren 2 Leute vor Ihrer Wohnung, dann sind Sie sicher.
2 weitere lassen Sie nicht aus den Augen und passen auf Sie auf.
Also machen wir dann auf Normalität?
Bin ich die Ziege, die den Tiger anlocken soll?
Wenn Sie damit nicht einverstanden sind... - Doch.
Sonst hört das nie auf.
Sonst kommt er, wenn Ihre Leute nicht mehr vor meiner Tür stehen.
Anita Marina Deycks. "A. Deycks" steht auf der Klingel.
Wir haben es schon ein paar Mal versucht. Nichts.
* Türklingeln *
Das habe ich verstanden, dass sie nicht aufmacht.
Frau Deycks, Hauptkommissar Schenk.
Wir hatten miteinander gesprochen, es ging um Ihren Sohn.
Ihr bleibt vor der Wohnung stehen, falls sie nach Hause kommt.
Ich bitte um Ihren Rückruf.
Meine Nummer haben Sie ja.
* Klopfen *
Haben Sie mal überlegt, an einer Psychiatrie vorzusprechen?
Da kommen Sie schon, die Herren Anstaltsleiter.
Danke Kollegen, wir übernehmen das.
Sie haben Ihrem Sohn wohl doch des Öfteren
begeistert beim Singen zugesehen.
Aha.
Und deshalb hält man mich hier als Geisel fest?
Wenn jemand so was verschweigt, hat das meistens einen Grund.
Ja genau.
Es war mir peinlich.
Ich liebe meinen Sohn.
Ich versuche, in Kontakt zu treten.
Er ignoriert mich.
Dann sind Ihnen Ihre Geschenke auch peinlich?
Was für Geschenke? - Blumen, Schnaps, Schokolade.
"Für meinen geliebten Sohn." - Ich hasse Blumen.
Es gibt hier keinen Alkohol,
und Schokolade hat mein Sohn nie bekommen.
Warum sollte ich ihm so was schenken?
Okay.
Samenbank hin oder her.
Niemand weiß es, auch David nicht.
Ich habe David adoptiert, als er 8 Wochen alt war.
Ich bin seine Mutter,
aber ich bin nicht seine Mutter und schon gar nicht seine Mama.
Sie kennen seine leibliche Mama. - Nein.
Aber Sie kennen ihren Namen.
Den erfährt man, wenn man ein Kind adoptiert. - Ja.
Der ist sicher irgendwo notiert in irgendwelchen Unterlagen,
die verschollen sind.
Hat sie versucht, Kontakt aufzunehmen?
Sie kannte weder meinen noch Davids Namen.
Es gibt die Option, nachzufragen, ob eine Kontaktaufnahme möglich ist.
Korrekt, die Anfrage kam vor etwa 3 Jahren. Ich habe abgelehnt.
Hat sie sich damit zufriedengegeben?
Ich zitiere aus dem Gedächtnis:
Es gilt das Offenbarungs- und Ausforschungsverbot.
Die leiblichen Eltern dürfen das Kind weder ausforschen
noch jemanden damit beauftragen.
Hat sie sich daran gehalten?
Nein.
Das wissen Sie, warum?
Weil plötzlich Päckchen "Für David von Mama" ankamen,
die ich allesamt entsorgt habe.
Mit Blumen, Schnaps, Schokolade.
Wer ist Mama?
* Stimmengewirr *
* Musik *
Alles im Zeitplan? - Ja, passt.
* Musik *
* Musik *
* Musik *
Ja? (Jütte) Ich bin das.
Ihr wollt wissen, wer die leibliche Mutter von David Deycks ist. - Ja.
Ich habe Einsicht in die Adoptions- vermittlungsakte angefordert.
Ja, und?
Die junge Frau war sehr jung. 14 Jahre älter als ihr Sohn.
Klar, warum sie ihn zur Adoption freigegeben hat.
Hat sie einen Namen? - Alle Menschen haben einen Namen.
Jütte, welchen?
Eva...
Äh...
Weiter?
Arnold.
Okay.
In weiser Voraussicht habe ich eine weitere Akte angefordert.
Nachnamen ändern sich ja, wenn man heiratet oder so.
Mach mich nicht wahnsinnig.
Äh... War verheiratet.
Ist geschieden.
Jetzt heißt sie hinten nicht mehr Arnold.
Sondern?
Krüger.
* Musik *
(Polizist) Kollegen, kommt ihr mal bitte?
* Handyklingeln *
* Musik *
* Musik *
Ja, dann lasst uns den mal aufmachen.
* Stimmengewirr *
* Musik *
* Durchsage * Der Chor bitte in 4 min zur Bühne.
Der Chor versammelt sich bitte hinter der Bühne.
* Musikinstrumente werden gestimmt *
* Musik *
Frauensachen.
* Musik *
(Polizistin) Wollt ihr?
* Musik *
Vielleicht braucht sie die letzte große Geste gar nicht mehr.
Das hab ich auch schon gedacht.
Vielleicht reicht ihr die Generalprobe.
♪ Holde Gattin,
jeder Augenblick
ist Wonne.
Keine Sorge trübet sie. ♪
♪ Teurer Gatte.
Dir zur Seite
schwimmt in Freuden mir das Herz.
Dir gewidmet
ist mein Leben.
Deine Liebe,
deine Liebe sei mein Lohn.
Teurer Gatte,
dir gewidmet ist mein Leben. ♪
* Musik *
* Lichtschalterklacken *
* Musik *
♪ Oh, glücklich Paar
und glücklich immerfort.
Wenn falscher Wahn euch nicht verführt,
noch mehr zu wünschen, als ihr habt.
Und mehr zu wissen, als ihr sollt. ♪
(alle) ♪ Singt dem Herren alle Stimmen.
Dankt ihm,
dankt ihm alle seine Werke.
Lasst zu Ehren seines Namens
Lob in Wettgesang erschallen. ♪
* Musik *
Kein Respekt vor dem Leben.
(Valerie) David wollte sterben.
David wollte sterben.
Er hat sich selbst umgebracht.
Kein Respekt vor dem Tod.
Warst du da?
Dann hast du es doch gesehen. - Ich habs gesehen.
Wie ihr David in den Müll geschmissen habt.
(Valerie) Er wollte sterben.
Er hat sich selbst umgebracht.
In den Dreck.
Er wollte sterben.
Ich starb schnell.
Du stirbst langsam.
(Valerie) Er hat sich selbst umgebracht.
Ihr seid Dreck.
Er wollte sterben.
Er hat sich selbst umgebracht.
Legen Sie die Waffe auf den Boden.
Er hat sich selbst umgebracht, glauben Sie uns.
Er hat das alles vorbereitet.
* Schüsse *
* Klacken * Ah.
Trick.
Er wollte sterben. Legen Sie die Waffe auf den Boden.
(lauter) Die Waffe auf den Boden!
Schieß doch.
Schieß mir ins Herz.
* Schuss *
* Musik *
(Chor) ♪ In Ewigkeit.
Er bleibt in Ewigkeit.
Singt dem Herren alle Stimmen.
Des Herren Ruhm, er bleibt in Ewigkeit.
Amen.
Amen. ♪
* Musik *
Irgendwas muss bei der Schöpfung schiefgelaufen sein.
Du meinst jetzt aber nicht die Oper, oder?
Nee, die mein ich nicht.
* Musik *
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