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Zulu
.
Gelb für Susanne Bonard (Corinna Harfouch).
Blau für Robert Karow (Mark Waschke).
Mit Untertiteln vom rbb
Weiû für alle anderen Personen.
Hey! Stopp! Stopp!
Nie darf ich was!
Stopp heiût stopp.
* Klacken *
Scheiûe ... echt!
Räuberleiter.
Hallo.
Ist jemand da?
* tiefes Atmen *
Das können Sie morgen in der Zeitung lesen.
Seien Sie mal so nett, da kommt ein Auto.
Hier. Danke.
Bitte. Wollen Sie zuerst?
Nein, gehen Sie zuerst.
Und, was haben wir?
Hans Engler. 59 Jahre, ledig, polizeilich nicht im Bestand.
Er ist bei seiner Mutter Hilde Engler hier im Haus gemeldet.
Der Vater Helmut Engler ist vor zehn Jahren verstorben.
Hans Engler hat einen Sohn, Bao Müller, 34 Jahre.
Die Befragung der Nachbarn ergab keinen Hinweis auf die Tat.
Wie war der Name des Sohnes? Bao Müller, 34.
Tatwaffe?
(Bonard) Danke schön. Höchstwahrscheinlich.
Lag unter der Leiche.
Dem Opfer wurden um die 20 Messerstiche
in den Oberkörper zugefügt. Einbruchspuren?
Bisher konnten keine festgestellt werden.
Als wir gekommen sind, stand die Terrassentür auf.
Da hat jemand ein hohes Sicherheitsbedürfnis.
Haben Sie schon eine grobe Einschätzung, wie lange das her ist?
Ich kann es nicht genau sagen.
Noch nicht so lange.
Ah. Mantrailer?Ja.
Ja. Bonard hier.
Bitte schnellstens um Nahbereichsabsuche.
Tatverdächtiger ist flüchtig.
Ja, klar, das schicke ich Ihnen gleich.
Wann können Sie mit der Ebbi denn hier sein?
Ja, danke schön.
Kann ich die Tatwaffe noch einmal sehen?
Ja.
Danke.
Ha. Festnetztelefon. Lange nicht mehr gesehen.
Ja. Das ist auch das einzige im Haus.
Es gibt sonst keine Handys, keinen Computer,
keinen Internetanschluss.
(AB) Familie Engler ist zur Zeit nicht erreichbar.
Sie können nach dem Pfeifton gerne eine Nachricht hinterlassen.
Argh. Dann ist er hier drauf geknallt.
Hier zu Boden und ist dann ist er über den Schrank gestolpert.
Und dann zack, zack ist er hier rüber,
gleitet hier weg, fällt hier auf den Boden
und klatscht da hin.
Beeilt euch bitte.
Tatverdächtige Person könnte verletzt sein.
Kannst du das Glas nachher noch eintüten?Ja.
(klopft) Herr Karow?
Frau Bonard?
Hier ist auch ein Schloss von auûen.
Willkommen in den 90ern.
Nach einem Raubmord sieht es nicht aus, oder?Nein.
Hier ist nichts geklaut worden.
Da sind Demenz-Medikamente.
Wahrscheinlich die Mutter.
Na klar, deswegen auch die Schlösser an den Türen.
Der hat Angst gehabt, dass seine Mutter abhaut
und drauûen alleine rumstreunert. * Piepen *
Die Hose vom Opfer war nass?
Äh, ja. Als wir angekommen sind,
war in der Küche schon alles überflutet vom Wasserschaden.
Ah.
Es wurde Pflegegrad 4 festgestellt.
* Das Piepen hört auf. *
(langsam) Midazolam.
Guten Tag.
Und, war es Mord? Sie sind doch von der Mordkommission, oder?
Ja. Bonard. Mordkommission.
Siehst du. Ich hatte recht!
Neda, Liebes, wir sind ein Ruhefels. Okay?
Ich kann Ihnen zum jetzigen Stand der Dinge keine Auskunft geben.
Kennen Sie die Familie da drüben näher?
Sorry. Wir haben nicht die Zeit, groû auf Nachbarinnen zu machen.
Die Mutter, wann haben Sie die das letzte Mal gesehen?
Wir wohnen noch nicht so lange hier.
Letzten Herbst haben wir Frau Engler noch manchmal im Garten gesehen.
Aber dann nicht mehr.
Greller Farbton für eine alte Frau.
Haben Sie heute früh irgendetwas bemerkt?
Irgendetwas Auûergewöhnliches?
Nein. Gar nichts. Das ist es ja.
Bei den Englers ist es sehr still.
Die Kollegen waren schon da unten?
Glaube nicht. Ja, warum auch!
Rückendeckung.
Gib mal eine Taschenlampe.
Sicher!
Sicher!
* Surren *
* schwerer Atem *
Wissen Sie, wir sind aus der City hierhergezogen, weil wir wollten,
dass unsere Kinder in Sicherheit aufwachsen.Ja.
Da denkt man als Eltern, man macht das Richtige.
Dann steht die Tochter in der Küche und die Spielzeugdrohne ist kaputt.
Ich hätte ihr das Ding nicht kaufen sollen. - Bitte fang nicht damit an.
Gut.
Ida braucht das Gleiche wie ihre Freunde hier, sonst wird sie gemobbt
Ich würde Ihnen gerne was zeigen.
Wenn Ihnen noch etwas einfällt, Sie melden sich, ja?
Das machen wir. Lass uns vom Zaun weg, ja?
Nein. - Es reicht jetzt.
Der Hund Ihrer Nachbarn, wissen Sie, wo der ist?
Ach der Hund, ja. Der Nido. - Der Nori. Der ist tot.
Und sein armes Herrchen ist jetzt bei ihm.
Lass uns jetzt bitte gehen! - Nein, Schatz. Lass mich jetzt!
* Hundebellen *
* Fliegen surren *
Wir konnten diverse Spuren von Sperma und Urin sichern.
Und Blut.
Der Kolben ist noch warm.
Deswegen riecht es hier auch so nach verbrannter Haut.
* Fliegen surren *
Da oben ist die Küche mit der kaputten Waschmaschine.
Tropf, tropf, tropf, tropf, tschhhhhhhh!
Kurzschluss.
* atmet schneller *
Das Licht geht aus, alles ist dunkel.
Wer immer da lag, hat die Chance genutzt und ist abgehauen.
Aber wie?
Da. Hier!
Klebebandreste.
Dann mit einem von den Messern die Füûe freigeschnitten.
Dann ist die Person mit dem Messer in der Hand nach oben gegangen.
* schwerer Atem *
Der hat alles gefilmt.
Auf VHS.
(Frau) Achtung.
Die dunkleren Blutspuren sind älter.
Entweder wurde das Opfer hier über einen längeren Zeitraum
gefangen gehalten oder es gab mehrere Opfer.
* schwerer Atem *
* schwerer Atem *
Ich habe oben im Zimmer VHS-Kassetten gesehen.
Könnt Ihr die sichern und den Garten umgraben?
Das Kassettenfach ist leer. Schauen Sie mal.
Frau Bonard?
Und, Frau Kommissarin? Sind Sie schon weiter?
Fall gelöst? Wer war der Mörder?
(leise) Verpiss dich! Oder war es eine Mörderin?
(schreit) Verpiss dich!
Sie haben meine Kollegin verstanden.
Sie sollen sich verpissen. Typisch Polizei.
Sie stecken wohl noch in den Kinderschuhen
in Sachen gewaltfreie Kommunikation?
* Bellen *
Ist ja gut, ganz ruhig.
Danke, Karow.
Ich schäme mich.
Wie machen Sie denn das, wenn ein Fall Sie überfordert?
Mit Professionalität?
Ich bin durchaus schon noch in der Lage, fassungslos zu sein.
Man wird doch wahnsinnig, wenn man bedenkt,
dass das Arschloch nie entdeckt worden wäre,
wenn die Waschmaschine nicht kaputtgegangen wäre.
Beschissen banal.
Ich hätte ihn auch umgebracht.
19 Einstiche.
Alle erfolgten am Oberkörper. Und dieser hier war die Todesursache.
Hat die Lungenvenen im linken Flügel erwischt
und dabei ist ein Stück der Messerspitze abgebrochen,
durch den Rippenbogen. Und das passt auf das Messer vom Tatort.
Und die DNA-Spur unter den Fingernägeln ist weiblich.
Aha. Wir suchen also nach einer Frau.Richtig.
Und die stimmt überein mit den Haarwurzeln,
die du am Tatort sichergestellt hast.
Und mit der frischen Blutspur im Keller.
Warum ist sie nicht zu den Nachbarn?
Oder in ein Krankenhaus? Oder zu uns?
Vielleicht hat sie Angst vor einer Verhaftung.
Sorry, ist nicht mein Gebiet. Nein, das stimmt ja.
Nur 1 % aller Sexualstraftaten wird zur Anzeige gebracht.
Ein einziges Prozent. Die anderen schweigen.
Ja. Und dann landen sie hier auf meinem Tisch.
Jetzt liegt der hier.
Am Rücken gibt es gar keine Einstiche, oder?Nein.
Sie will raus, er greift nach ihr,
aufgrund seiner Gröûe kriegt er sie an den Haaren zu packen und
sie dreht sich rum, nutzt den Schwung. Zack. Erster Einstich.
Dann strauchelt er und das nutzt sie aus, sticht noch einmal zu.
Zack. Zack. Zack. Zack.
Engler geht zu Boden,
sie will weg, aber er packt sie an den Beinen
und da fällt sie hin. Die Beine fest im Griff.
Deswegen sticht sie in den Schultergürtel, um sich zu befreien.
Tack. Tack. Tack. Tack. Tack.
Und dann übermannt Engler sie, dreht sie unter sich,
aber sie stellt das Messer auf.
Letzten Endes hat er sich
mit seinem eigenen Körpergewicht auf ihr drauf erdolcht.
Deswegen lag die Tatwaffe unter ihm.
Und dann macht sie sich von ihm los und kann endlich fliehen.
"Wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboten ist,
handelt nicht rechtswidrig."
Ihr droht gar nichts!
Sie kriegt nicht mal eine Anzeige!
Aber das weiû sie ja nicht.
Wir müssen sie finden. Danke.
Malik, der Engler hatte doch einen Sohn, Bao Müller.
Wo wohnt denn der?Moment.
Bao Müller, 34, wohnhaft in Charlottenburg.
Wir haben den nicht erreicht.
Soll ich jemanden hinschicken? Wir übernehmen das.
* spricht Vietnamesisch *
(Mädchen) Ja, Mami. Tschüss.
Hi!Hi!
* Türsummer *
Tschüss.Tschüss.
Müller über Müller?
Folge dem weiûen Kaninchen.
(Frau) Ja. Dann bleiben wir bei Dienstag.
Alles klar.
Alles Gute für den Kleinen.
Vielen Dank. Wiederhören.
Hätten Sie einen Moment, Frau Thu? Tran.
Auf Vietnamesisch ist der letzte Name der Vorname.
Tran ist mein Nachname.
Thi heiût "weiblich", meine Eltern sind altmodisch.
Thu ist mein Vorname. Sie können mich natürlich Tami nennen.
Danke, Tami. Wir sind auf der Suche nach Bao Müller.
Könnten Sie uns weiterhelfen?
Leider weiû ich nicht, wo Bao sich momentan befindet,
aber wenn Sie möchten, könnte ich seine Mutter fragen.
Und Sie sind ...?
Verstehe.
Einen Moment bitte. Sie ist gleich so weit.
* spricht Vietnamesisch * Danke.
Frau Dr. Müller, wir wollten eigentlich mit Ihrem Sohn sprechen.
Bao ist auf einer Auslandsreise in Vietnam.
Was wollen Sie von ihm?
Hans Engler, sein Vater, der ist Opfer eines Tötungsdeliktes.
Wie ist es passiert?
Da können wir leider nichts zu sagen. Sorry. Vorschrift.
Und was wird jetzt mit seiner Mutter?
Das wollten wir Ihren Sohn fragen. Wir sind auf der Suche nach ihr.
Sie könnte uns wichtige Hinweise geben
über die Umstände von Herrn Englers Tod.
Wir hatten einfach gehofft, dass sie hier bei ihrem Enkel ist.
Mein Sohn ist nicht der Enkel. Ach ja?
Oh, darüber müssen Sie uns aufklären. Das wäre hilfreich.
Hans und ich haben uns im Veterinär-Ingenieur-Studium
in Rostock kennengelernt.
Vietnam war damals noch Bruderland der
Deutschen Demokratischen Republik.
Hans war immer nett und hilfsbereit.
Hilfsbereit?
Ja. Warum fragen Sie so komisch?
Das ist mein Job.
Ich wurde schwanger.
Der Vater von Bao war auch ein Vietnamese. Hans hat mir geholfen.
Ach, er hat die Vaterschaft damals anerkannt,
damit Sie in Deutschland bleiben können.
Dafür werde ich ihm immer dankbar sein.
Und Engler und Sie, ist da was gelaufen zwischen Ihnen,
ich meine, waren Sie ein Paar?
Es hätte etwas "laufen" können zwischen uns.
Aber ich war verliebt in einen anderen Mann. In meinen Ex-Mann.
Sie haben so ein schönes Armband.
Das ist das gleiche Armband.
Sind Sie das auf dem Bild?
Hans' Geburtstag. Vor zwei Jahren.
Seine Mutter mochte mich nicht.
Ihre Demenz hat diese Abneigung nur verstärkt.
Das war das letzte Mal, dass ich dort zu Besuch war.
Die hat ja Pflegegrad 4. Da muss sie ganz schön durch den Wind sein.
Hat er sich allein um die Pflege gekümmert?
Hans arbeitet als Springer in einer groûen Wäscherei.
Ich glaube für diesen Mann. Ja.
Vielleicht hat er weniger Schichten gemacht,
um sich um seine Mutter zu kümmern.
Ich muss weiter meiner Arbeit nachgehen.
Aber ja, natürlich. Vielen Dank. Danke sehr.
Dürften wir Sie um eine Speichelprobe bitten?
Ist das nicht Racial Profiling? Ach, bitte.
Das ist eine reine Standardmaûnahme, wir wollen Sie und Ihren Sohn
final von dem Fall ausschlieûen können.
Es ist natürlich freiwillig.
Wie gesagt, ich war schon seit Jahren nicht mehr im Haus.
Danke schön.
Danke, Frau Müller.
Ich hoffe, Sie finden Frau Engler.
Sie kann nicht weit vom Haus entfernt sein.
Vielleicht in dem Wald?
Dort hat sie früher sehr gern mit Hans Pilze gesammelt.
Was ist denn mit den sichergestellten VHS-Kassetten?
Haben wir da schon was?
Guten Tag, Malik. Oh, den wünsche ich Ihnen auch, Chef.
Habe ich Ihnen schon mal gesagt, wie sehr ich Ihre Arbeit schätze?
Oh, das ist aber nett. Kassetten?
Die habe ich rüber in die 44 geschickt.
Die sitzen da auch schon dran, aber das ist veraltete Technik.
Die müssen im Live-Modus von analog auf digital umgestellt werden.
Dann können wir die auswerten.
Hier ist eine DNA-Probe von einer Dr. Le Müller.
Wir brauchen einen Abgleich mit dem Engler-Haus.Klar.
Ich habe in der Blutproben-Untersuchung
Benzodiazepin gefunden.
Die Konzentration ist schon fast abgebaut,
aber ich habe es gescreent bekommen. Sie ist also betäubt worden.
Ja, vor ca. zwei Tagen.
Die Strukturanalyse der Haare läuft noch.
Ich schicke Ihnen dann die Ergebnisse, sobald ich sie habe, ja?
Hallo.
Der Mantrailer hat im Wald ein Stück von einem Reiserucksack gefunden.
Ansonsten keine Spur von ihr.
Was wird denn das? Poesiealbum?
Das ist mein ganz persönliches Mindmap.
Sie können ja nach einer anderen Methode arbeiten.
Jeder so wie er denkt, Herr Kollege. Danke.
Bitte. * Ton *
Ah, das Ergebnis der Strukturanalyse der Haare von der Flüchtigen.
Blablabla ...
Der Durchmesser des Haares unterscheidet sich
signifikant von kaukasischem.
Zuordnung zu 89-prozentiger Wahrscheinlichkeit:
Asiatisch gelesen. Malik! Mach mal einen Vermisstenanzeigen-Abgleich!
(Malik) Keine Übereinstimmung.
Als ob es hier weniger Asbest gibt.
Na ja, wenigstens eine Kaffeemaschine.
Warum hat Frau Dr. Müller vorhin von Racial Profiling gesprochen?
Sie dachte wahrscheinlich, dass wir dachten,
dass sie eine mögliche Täterin ist, weil sie aus Vietnam kommt.
Oder sie weiû mehr. Nämlich, dass eine Asiatin in Englers Haus war.
Hm.
Sah ja auch so aus, als ob Müller in ihrer Praxis
nicht nur wohlsituierte Vierbeiner, sondern auch Zweibeiner behandelt.
Die keine Aufenthaltsgenehmigung haben
und keine Krankenversicherung. Ist das so?
Entschuldigung. Einmal Lehrerin, immer Lehrerin.
Ich habe den Sohn Bao Müller über die Bundespolizei am BER abgefragt,
er ist wirklich in Vietnam.
Und über das Gewerbeamt habe ich erfahren,
dass ein Restaurant und ein Beauty Salon im
"Hoa-Mai-Center" in Lichtenberg auf ihn angemeldet sind.Na hoppla.
Oh. Das Center liegt in der Nähe des Tatorts.
Hallo!Hallo!
* sprechen Vietnamesisch *
Hallo!Könnte ich einen Blick in die Küche werfen?
Ja, natürlich.Danke schön.
Das Personal hat gerade Pause?Ja.
... Durchsuchungsbeschluss. Danke schön.
Ja. Danke.
Durchsuchen!
Gewähren Sie mir bitte Einlass in die Wohnung Ihres Sohnes.
Frau Dr. Müller.
Darf ich Sie bitten, mich aufs Revier zu begleiten.
Hilde Engler. Im Garten begraben. Neben dem Hund.
Die Nachbarinnen haben ausgesagt, dass sie sie
im Herbst das letzte Mal gesehen haben.Das könnte passen.
Der Verwesungszustand lässt auf 6 bis 12 Monate schlieûen.
Fremdeinwirkung?
Es sieht mir hier schwer danach aus. Ach, allerdings.
Schon krass. Mutti liegt tot im Garten und er kassiert Pflegegeld.
Das Ergebnis des DNA-Abgleichs von Frau Dr. Müller liegt vor.
Keine Übereinstimmung.
Dann stimmt wenigstens, dass sie lange nicht in Englers Haus war.
What the fuck.
Bei Dr. Müller gibt eine Übereinstimmung im ARFIS.
Ach ja, wirklich?
Unter ihrem Mädchennamen Tran Thi Le.
Aus dem Jahr 1995.
Da hat sie eine Anzeige bekommen wegen illegaler Zigarettenverkäufe
und hat eine ungewöhnlich hohe Geldstrafe kassiert.
Frau Müller, Frau Müller.
Na komm, Sie wissen doch, was damals los war, in diesen Jahren.
Ja, vietnamesische Bandenkriminalität in den 90ern.
Da war einiges los. Allerdings.
Super Idee, im Hoa-Mai-Center herumzutrampeln
wie der Elefant im Porzellanladen! Ganz kurz. Um was geht es gerade?
Durch Ihr unvorbereitetes Rumgeschnüffel haben Sie
gerade zwei Jahre meiner Arbeit sabotiert.
Um einen international agierenden Schleuserring dranzukriegen.
Zwei Jahre? Und immer noch nicht am Ziel?
Mein Beileid. Organisierte Kriminalität?
Sie sind also zum LKA 4.
Wollten Sie nicht in den Ruhestand gehen?
Das ist Mai, eine meiner Studentinnen.
Die Beste ihres Jahrgangs.
Was für ein Glück, dass wir uns hier wiedersehen.
Wir arbeiten da gerade an einem Fall, der ...Einem Mordfall.
* Ein Telefon klingelt. *
Wissen Sie, ob aus dem Center heraus Pflegekräfte vermittelt werden?
Na klar. In deutschen Privathaushalten
arbeiten viele Frauen aus Vietnam in der Altenpflege.
Frau Dr. Müller wäre jetzt bereit zu Vernehmung.
Frau Dr. Le Müller? Kennen Sie die Frau?
In der vietnamesischen Community
ist sie eine sehr angesehene Persönlichkeit.
Wir vernehmen Dr. Le Müller, geborene Tran Thi Le.
Anwesend ist meine Kollegin Susanne Bonard.
Die Vernehmung wird per Video aufgezeichnet
und später protokolliert.
Frau Müller, so schnell sieht man sich wieder.
Auf Ihren Mädchennamen Tran Thi Le
haben wir eine Verurteilung gefunden.
Wann hört das auf, dass ich von der Polizei verfolgt werde?
Wir Vietnamesen haben nach der Wende keine Arbeitserlaubnis bekommen.
Die Zigaretten haben mein Leben und das Leben meines Sohnes finanziert.
Ich schäme mich nicht dafür
und habe meine Strafe bezahlt, oder etwa nicht?
Wir sind auf der Suche, Frau Dr. Müller, nach einer Frau.
Es ist äuûerst wichtig, dass wir sie sehr schnell finden.
Sie wissen, glaube ich, ganz genau, wen wir suchen. Also bitte!
Das sind die Pässe, die wir bei Ihrem Sohn gefunden haben.
Früher sozialistischer Aufbau, heute Fachkräftemangel.
Mehr weiû ich dazu nicht.
In dem Restaurant Ihres Sohnes arbeiten illegal Beschäftigte.
Das gibt drei bis fünf Jahre Gefängnis
oder eine halbe Million Geldbuûe.
Wir können natürlich auch mit dem Staatsanwalt reden.
Vielleicht sieht er ja Gründe für ein mildes Strafmaû.
Mein Sohn ist zwar der Inhaber des Restaurants,
aber mit der Anstellung der Mitarbeiter hat er nichts zu tun.
Das macht der Geschäftsführer. Ach so, ja?
Aber die Tierärztin, die in ihrer Praxis illegal Patienten therapiert,
das sind doch immer noch Sie, oder?
Auf Sie wartet eine Geld- oder eine Freiheitsstrafe
und Ihre Approbation verlieren Sie auf jeden Fall.
Dann ist Schluss mit der lukrativen Behandlung von depressiven Dackeln.
Ich behandele die Menschen, die sonst keine Hilfe bekommen.
Deswegen sitze ich hier? Ach bitte, Frau Müller.
Wenn Sie uns helfen, die Flüchtige zu finden,
dann werden wir alles tun, um Ihnen zu helfen. Also bitte.
Ich brauche Ihre Hilfe nicht.
Mein Anwalt ist schon auf dem Weg.
So geht das nicht.
* Eine Tür knallt zu. *
Gehen Sie doch mal rein. Reden Sie mit ihr.
Sagen Sie ihr, dass sie etwas Gutes tut, wenn sie mit uns kooperiert.
Hört sich auf Vietnamesisch eventuell einvernehmlicher an.Nein!
Warum nicht?
Sie haben absolut keine Ahnung von Vietnam, oder?
Meine Eltern kommen aus Süd-Vietnam.
Sie sind als Boatpeople nach Deutschland geflohen.
Frau Dr. Le Müller ist Nord-Vietnamesin.
Diese Generation, das sind Kriegskinder.
Das fühlt sich genau wie damals an. Da hat sich nichts verändert hier!
Vorhin waren Sie ambitionierter. Nordis und Südis. Ich bin Ossi.
Ich muss auch mit den Wessis klarkommen.
Ich bin Next Generation und
finde dualistische Weltbilder mega oldschool.
Dann machen Sie doch einfach non-dualistisch Ihren Job.
Würde ich ja gerne.Ah. Aber?
Vietnamesen vertrauen der Polizei nicht.
Und ich bin Polizistin.
Erinnern Sie sich? Baseballschlägerjahre?
Ich war drinnen.
In diesem Sonnenblumenhaus.
Die Polizei hat uns einfach alleingelassen
und wir wären fast verbrannt.
Wo waren Sie?
Wo?
Ich erinnere mich sehr, sehr gut,
sehr genau an diese Baseballschlägerjahre.
Weil die der Grund sind, weshalb ich Polizistin geworden bin.
Ich war vorher Lehrerin, ich mochte meine Arbeit.
Dann haben meine ehemaligen Schüler angefangen,
den rechten Arm zu heben. Das war ...
Ich hatte das Gefühl, ich habe eine Verantwortung.
Waren ja meine Kinder damals. Ja.
Und deshalb sitze ich jetzt hier.
Herr Engler damals, der hat Ihnen geholfen.
Als Einziger.
Und Sie fühlen sich in seiner Schuld.
Sie sind ihm dankbar.
Und als er damals zu Ihnen in die Praxis kam
und um Hilfe für seine Mutter bat,
da haben Sie Ihrem Freund geholfen, das ist doch ganz klar.
Ja.
Und dann haben Sie ihm eine Pflegekraft vermittelt.
In unserem ersten Gespräch haben Sie nach seiner Mutter gefragt.Ja.
Wir haben sie gefunden.
Und wie geht es ihr?
Sie ist tot.
Schon im letzten Jahr gestorben.
Das hat er Ihnen nicht gesagt, oder?
Sie kennen dieses Medikament?
Das ist Midazolam.
Eine Narkoseprämedikation und ein starkes Beruhigungsmittel für Tiere.
Warum fragen Sie mich das?
Wir haben im Engler-Haus Blutspuren gefunden,
die zu der Person gehören, nach der wir suchen.
Und in dem Blut dieser Frau waren Rückstände dieses Medikaments.
Und wir glauben, dass das Blut von einer dieser Frauen ist.
Welche Frau suchen wir?
(Frau) Komm!
Ja.
* Tür geht auf, Mann spricht Vietnamesisch *
Ich bin der Anwalt von Frau Dr. Müller.
* spricht Vietnamesisch *
Er bittet "die Tante" aufzustehen und
ohne weitere Aussage mitzukommen.Die "Tante"?
Das ist nicht wie im Deutschen, dass man wirklich verwandt ist.
Im Vietnamesischen sind alle Älteren Onkel und Tanten.
* Eine Tür geht auf. *
Das ist sie. Das ist die Frau, die wir suchen.
Bui Thi Vien? Und wo ist die?
Mensch, das weiû ich doch nicht, Arschloch!Wie bitte?
Ja, ich habe keine Ahnung, wo diese Frau ist.
Jetzt ist sie, jetzt ist sie ...
Ja gut, dann, Super-Verhör, ja klar. Wir wissen eigentlich nichts.
Herr Karow, nein, nein. Nicht, nicht, nicht, nicht.
Jetzt beruhigen wir uns.
Die neue Fuhre Pflegepersonal aus Vietnam für Deutschland.
Ach, den habe ich aber schon mal irgendwo gesehen.
Phan Van Tuyen.
Er arbeitet für Bao Müller im Kosmetikstudio. Er vertraut mir.
Dann liegt der Fall jetzt bei Ihnen.
Ich arbeite bei der Organisierten Kriminalität
und nicht bei der Ausländerbehörde.
Aber Sie sind näher dran. Vielleicht können Sie etwas herausfinden.
Okay.Danke.
Ich mache hier gar nichts für Sie,
wenn Sie mir nicht endlich verraten, was hier läuft!
Vien war in dem Keller.
Aber sie konnte sich befreien.
Sie hat das Arschloch in Notwehr umgebracht.
Sie ist wahrscheinlich schwer verletzt.
Wir müssen sie ganz schnell finden.
Die Spuren sind eindeutig.
Es gibt zwei weitere Opfer von sexualisierter Gewalt.
Beide weiblich. Mit höchster Wahrscheinlichkeit sind sie tot.
Wissen Sie schon, ob die anderen beiden Opfer
auch aus meiner Community sind?
Ich bin noch mitten in der Analyse.
Wir wissen nichts!
Wir wissen gar nichts!
* Eine Scheibe wird zerschlagen. *
* ruhige Musik *
Wo waren Sie während der Baseballschlägerjahre?
Mit mir selbst beschäftigt.
(lacht) Verstehe.
Haben Sie das vorhin ernst gemeint oder war das nur eine Taktik?
Äh, die Frage verstehe ich nicht.
Der Grund, warum Sie zur Polizei gegangen sind.
Feierabend. Wartet niemand auf Sie zu Hause?
Nein.
Und Sie? Was macht denn eigentlich Ihre Familie?Schweden.
Waren Sie da schon mal?
Nein. Ich stehe nicht so auf Mücken.
Frau Bonard, eine Sache. Ich bin nicht so der soziale Typ.
Da müssen Sie mit klarkommen.
Da hör' ich mich nicht Nein sagen. Gute Nacht, Herr Karow.
Gute Nacht, Frau Bonard.
* Sie weint. *
Vier Euro bitte. - Brauchen wir noch was?
Ach Quatsch, ich mache die hier, du machst nachher noch eine.
* leises Gespräch *
(Mann) Nori, komm mal her. Nori! Komm mal her zum Hans.
Na komm, komm, mein Kleiner. Komm. Na komm!
Jawohl! Schön so.
Fein! Na du bist ja ein Süûer. Ja.
Lässt du dich mal streicheln. Super machst du das.
(singt) # Zum Geburtstag viel Glück. Zum Geburtstag viel Glück.
Zum Geburtstag alles Gute ... #
(Mann) Alles Gute zum Geburtstag. - (Frau) Danke schön.
(Mann) So, dann wünsche dir mal etwas.
Ich wünsche mir ...
* hörbares Atmen *
* unterdrückte Laute *
* unterdrückter Schmerz *
* Schrei, dann stopp *
* Knall *
* stoppt die Kassette *
Na, du willst aber ein Spiel mit mir. Eieieiei.
* Schlucken, Würgen *
* Surren *
* Die Kassette wird gespult. *
* Schlucken, Husten *
* Surren *
* Würgen *
* Ein Telefon klingelt. *
* Das Telefon klingelt. *
Ja?
Ja.
* Jemand schreibt auf einer Tastatur. *
Der Karow hat einen Zoom gesehen.
Das heiût, der Engler hat einen Komplizen.
Das Böse ist immer noch ein bisschen böser als man denkt.
Malik, bitte, können Sie mal checken,
ob es Anzeigen wegen sexualisierter Gewalt gibt,
die Ähnlichkeiten mit diesem Engler-Fall haben?
Besonders den Einsatz der VHS-Kamera.
So eine Kamera, das ist heutzutage selten,
das könnte uns helfen. Mache ich.
Ach, Malik.
Es eilt?Ja.
Nam Mo A Di Da Phat.
Was machen Sie hier?Maniküre.
Hurensohn.
Kommen Sie mit?
Gleich.
Ernsthaft?
Okay.
Stimmt so.
Danke.
Sie jagen schon wieder in meinem Revier.
Nur, um mit Ihnen zu kollaborieren.
Bullshit.
Nam Mo A Di Da Phat.
Wer hat das jetzt gesagt? Eine von den beiden Frauen.
Sie ist eine von uns.
Das waren ihre letzten Worte.
Sie haben ...Ja.
Ich habe die beiden Morde gesehen.
Nam Mo A Di Da Phat sagen wir,
wenn wir um Eintritt ins Reine Land bitten.
Das Reine Land. Ist das so etwas wie das Paradies?
Ich stelle Ihnen jemanden vor.
Aber wehe Sie sind ihm gegenüber respektlos.
Haben wir uns da verstanden?
Was heiût auf Vietnamesisch danke?
Es heiût: Fuck Off. Kommen Sie!
Teppichmesser, Kabelbinder,
die Beschreibung des Tathergangs,
der Einsatz der VHS-Kamera.
Da gibt es eine Verbindung. Ich möchte mit der Zeugin sprechen.
Bitte!Ja.
Anzeige gegen unbekannt. Barbara Thelen.
Hat zum Zeitpunkt ihrer Anzeige als Prostituierte gearbeitet
unter dem Namen "Barbie".
Jetzt ist sie Assistentin für Menschen mit Behinderung.
Hier Linda. Zwillinge.
"Zwillinge erwartet in Sachen Liebe eine super Zeit:
Venus hilft beim Flirten.
Angenehme Zeitgenossen umschwärmen dich wie Motten das Licht."
Hey Linda, das wird dein Monat. * Lachen *
Willst du den Tanz noch einmal üben?
Ah, ja, ja, natürlich.
Kann ja ... Mein Tanz. Geht doch. So schwer.
* Musik *
Bonard. Wir hatten telefoniert.
Ich muss mit Linda gleich zum Basketball.
Ja, Sie müssen auch nicht alles noch einmal erzählen.
Vielleicht können Sie uns etwas über diese VHS-Kamera sagen?
Ist sie das?
Sah die so aus?
Ich bin nicht hier, um Sie zu retraumatisieren
und wir können dieses Gespräch auch zu einem anderen Zeitpunkt führen
und mit Unterstützung einer Psychologin, ...Nein. Ich will ...
Ich will ihn sehen.
Gut.
Ist das der Mann?
Sie haben damals ausgesagt, dass es zwei Männer waren. Stimmt das?
Ja. Der Alte, der war brutal. Aber der Junge, der ...
... der war viel schlimmer.
Der hat mich nicht vergewaltigt, der hat mich gequält.
Für den war ich Dreck. Der wollte sich an mir nicht schmutzig machen.
Immer, wenn ...
Immer, wenn der an mich ran ist, hat er vorher die Kamera ausgemacht.
Und wenn der Alte dran war, hat er gezoomt.
Wie sah der aus?
Er trug einen Ganzkörperoverall, Handschuhe und eine Maske.
Diese Scheiûkerle!
Ich habe mir was über die Narben tätowiert.
Eine Blumenwiese.
Sie müssen die Schuhe hier ausziehen.
Ah, okay.
Diese Menschen sind alle tot?
Ich dachte, im Buddhismus gibt es keinen Tod.
Wir glauben auch nicht an den Tod, sondern an die Toten.
Nam Mo A Di Da Phat.
A Di Da Phat.
* spricht Vietnamesisch *
Er möchte wissen, ob bei Ihnen jemand gestorben ist.Was?
Wieso?
* spricht Vietnamesisch *
* spricht Vietnamesisch *
Geehrter Herr vom Bauamt, herzlich willkommen.
Bitte schlieûen Sie unsere Pagode nicht.
Dies ist der Ort, an dem unsere Ahnen wohnen.
* spricht Vietnamesisch *
Gerade ist die Vu Lan Zeit.
Wichtig für die Verbindung zu den Geistern.
Geister?Ja, gerade ist der Geistermonat.
Er lädt Sie herzlich ein zum Tag der wandernden Seelen.
Ich bin von der Polizei. Ich brauche Ihre Hilfe.
Ich bin auf der Suche nach einer Bui Thi Vien.
Erst einmal müssen Sie etwas essen. Alles andere wäre unhöflich.
Ja!
Ja. Sehr gut.
Frau Dr. Müller?
Wo ist sie?
Wo ist Vien?
Können Sie sich noch an irgendetwas erinnern,
was mir weiterhelfen könnte?
Der Alte hat den Jungen "Chef" genannt.
Keine Ahnung, ob das ein Witz war.
Der hat den "Chef" genannt?
War das der?
Wenn ich jetzt aussage, dass ich den erkenne, kriegen Sie den dann?
Nein. Ich bin Ihnen wirklich sehr dankbar, Frau Thelen.
Aber das schaffe ich dann schon alleine.
Wissen Sie was?
Als ich damals meine Aussage gemacht habe,
da musste ich wieder und wieder erzählen, was passiert ist.
Dass das nicht einvernehmlich war, und das,
obwohl ich als Prostituierte gearbeitet habe.
Ich habe mich noch nie in meinem Leben so hilflos gefühlt.
Ich habe damals fast meine Tochter verloren,
weil ich nicht mehr in der Lage war, mich um sie zu kümmern.
Und diese Typen, die laufen da drauûen rum und grillen.
Ich darf Ihnen das eigentlich nicht sagen, aber dieser Alte ist tot.
Wie ist er gestorben?
Der wurde von seinem letzten Opfer erstochen.
Gut.
Und den Jungen kriegen wir auch noch.
Das verspreche ich Ihnen.
Gut.
Wo ist Ihre Tochter jetzt?
Na bei mir.
Ich habe es überlebt, verstehen Sie.
Ich habe es einfach überlebt. Gut.
* Ein Telefon klingelt. * Entschuldigung.
Ja? Was?
Ja. Ich komme.
Es tut mir leid, aber ich muss leider gehen.
Komm zum Basketball.
An alle Einheiten.
Der Tatverdächtige ist dunkelblond, schlank und heiût Werner Siepert.
* Gesänge *
Ja, unser Chef. Da oben.
Das gibt es doch wohl nicht.
So eine Scheiûe!
* Knallen *
Ist gut. Ja?
Wir müssen jetzt ganz ruhig bleiben.
Ganz ruhig und klar unsere Arbeit machen. Ja?
Ich möchte nicht, dass dieser Scheiûkerl aus dem Gerichtssaal
rausgeht und grinst, nur weil wir unsere Arbeit nicht gut machen.
Ist gut, ist gut.
* Gesang * Nam Mo A Di Da Phat.
Nam Mo A Di Da Phat.
* Gesang * Nam Mo A Di Da Phat.
(Schrei) Ah.
* Gesang * Nam Mo A Di Da Phat.
(Frau) Hey, können Sie mich hören? Hallo!
Der RTW ist schon unterwegs.
Hey.
Hallo, bleiben Sie mal bei mir.
Haben Sie Ausweisdokumente dabei?
Hey?
Ist gut. Sie können sich das sparen. Das ist Werner Siepert.Okay.
Herr Siepert hat schwachen Puls, aber RTW ist unterwegs.Alles gut.
Na?
Helfen Sie mir. Sie sind hinter mir her.
Ja. Guck mich an! Guck mich an, du ...
Da wollte uns jemand ein Geschenk machen.
Wir können auch direkt schauen wer.
Hier sind überall Kameras.
Da werden wir nichts drauf erkennen.
Das waren Geister.
* Sirene *
* Gespräche auf Vietnamesisch *
(von drauûen) Nam Mo A Di Da Phat.
Wir vernehmen Bui Thi Vien.
Anwesend ist ihr Anwalt Herr Lauter, meine Kollegin Frau Bonard
und unsere Kollegin vom LKA 4 Mai Thi Pham,
sie wird die Übersetzung übernehmen.
Die Vernehmung wird per Video aufgenommen und später protokolliert
Kennen Sie diesen Mann?
(übersetzt) Er hat mir mein Zimmer gezeigt.
Oben neben Oma.
Wo ist Frau Engler?
Reha.
Es war das Zimmer neben dem Zimmer der Oma.
Ich habe gefragt, wo Frau Engler ist.
Sie ist in der Reha und kommt bald wieder.
Hungry?
Er hat mich gefragt, ob ich Hunger habe und ich habe es bejaht.
Ich gebe zu Protokoll,
dass die Zeugin Werner Siepert auf dem Foto erkannt hat.
Er hat mir Sahnetorte und Fanta gegeben.
Sie haben sich unterhalten. Ich habe alles verstanden.
Meine Mandantin hat beobachtet, wie die beiden Männer gestritten haben.
Der Streit ging wohl darüber, dass der eine wollte,
dass der andere auf ihn warten sollte, bis nach dem Wochenende.
Dann wurde meine Mandantin plötzlich schrecklich müde.
Er hat Sie betäubt.
* übersetzt *
* spricht Vietnamesisch *
Die Fanta war bitter.
Aber ich habe sie trotzdem getrunken,
weil ich nicht unhöflich sein wollte.
* spricht Vietnamesisch *
Ich bin im Keller aufgewacht und war gefesselt.
Es hat nach Pfirsich gerochen.
(Anwalt) Meine Mandantin hat mir diese VHS-Kassette gegeben.
Darauf hat der Täter aufgezeichnet, was er ihr alles angetan hat.
Ich denke, wir haben alles.Ja.
Das reicht.
Sie können jetzt gehen.
Danke.
* spricht Vietnamesisch *
Was hat sie gerade zu Ihnen gesagt?
Sie hat gesagt: Ich werde nie wieder Pfirsiche essen.
* Gong *
Unsere Gemeinde dankt dem werten Herrn Baustadtrat
für Ihre tatkräftige Unterstützung in den letzten Jahren
bei dem Kampf um den Erhalt unserer Pagode. * Applaus *
* Gong *
Ein verletzter Mann wurde vor unserer Türschwelle abgelegt.
Er hätte auch tot sein können, aber dass er noch lebt,
bedeutet ja, dass Ihre Geister mit uns sind, oder?
Er wird eine rechtmäûige Verurteilung bekommen,
oder, Frau Kommissarin?
Er wird wegen Beihilfe zum Mord angeklagt. Ja.
* Gesang *
Die beiden: Vien Thi Van und Vuen Thi Hanh.
So viel Hoffnung im Blick, oder?
Sie hätten doch noch am Leben sein können,
aber Sie haben sie ja an dieses Arschloch vermitteln müssen.
Schon hart.
Er hat mir gesagt, sie seien frech zu seiner Mutter.
Sie seien abgehauen.
Deswegen habe ich ihm Vien geschickt.
Vien ist fleiûig und hart im Nehmen.
Ah ja. Verstehe. Danke.
Die Ärzte sagen, Siepert wird wieder gesund
und er will Anzeige erstatten, wegen Körperverletzung.
* Gesang *
Untertitel: rbb 2024 A. Wächtler
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