All language subtitles for Tatort.S2024e15

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Original subtitles

.

Untertitel: WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR

* Tatort-Titelmelodie *

Õ Hey, open the door.

I want a new life.

Hey, and here's what's more.

I want a new life,

a new life.

Babe, let's get one thing clear.

There's much more stardust when you're near.

I think I'm really being sincere.

I want a new life,

a new life with you. Õ

* Weckerklingeln *

Ich wäre fast noch mal eingeschlafen.

* Weckerklingeln *

Du brauchst mal wieder ein Paar neue Schuhe.

Die und die sind die besten Freunde der Welt.

Nichts wird sie je trennen.

Was werden deine Kollegen sagen,

wenn du jetzt zum Nachtdienst kommst?

Max, gut siehst du aus. Max, wie gehts dir?

Vielleicht sagen sie, Max, du hast deine Jacke falsch rum an.

Scheiûe.

Musst du heute auch noch arbeiten?

Nur noch was gegenlesen.

Wir machen gerade eine Rückschau auf die Schleyer-Entführung.

Das ist doch hier um die Ecke passiert, ne?

Wurden da Fehler gemacht?

Hätte man sich auf die Erpressung einlassen sollen?

Hätte man der RAF geben sollen, was sie wollte?

Definitiv wurden Fehler gemacht, aber andere.

Ist immer falsch,

auf die Forderung von Erpressern einzugehen.

Immer, immer?

Ja, so gut wie.

Was ist morgen? Du zu mir, ich zu dir?

Ich zu dir.

Dann kannst du gehen, wann du willst.

Ich will ja gar nicht gehen.

Ich will bleiben.

Ganz, ganz lange.

* Nachrichtenton *

"Und ich mich auf dich."

* Musik *

(Nicola) "Wir kennen uns 3 Monate. Schon kochst du für mich?"

* Musik *

Õ I beg it to last.

I just wanna be here with you.

That's all I ask.

And this could be the end of everything outside our walls.

And empires could fall away and cities razed.

And I know I'd only wanna fall in love with you. Õ

Ich will die Romantik nicht stören, aber die Arbeit ruft.

Passt das denn gerade?

Ob Autounfall oder Mord, wissen wir nicht. Wahrscheinlich Mord.

Wir müssen mal zusammen essen gehen. - Wir gehen jeden Tag essen.

Zu dritt. Sie stellt mir ständig Leute vor.

Ich habe ihr noch nie jemanden vorgestellt.

Wenn ich mit jeder Freundin von dir essen gegangen wäre,

hätte ich Übergewicht.

Diesmal ist es anders.

Ich habe dir immer gesagt, schaff dir eine Frau an,

dann wird das Leben leichter.

Oder auch nicht. - Uns verbindet ganz viel.

Also nicht nur, wie sagt man? - Sex.- Genau.

Wir interessieren uns für die Verletztheiten des anderen.

Fürs Leben, für die Arbeit. Für alles so.

Das klingt ja fast nach Verschmelzung.- Fast.

Sie hat ihr Leben, ich darf meins behalten. Perfekt.

Was verbindet euch?

Dich und deine Frau? - Die Ehe, Max.

Die heilige Ehe.

Der Tote heiût Peer Schwarz, 41.

Er lebt in Köln. Also, lebte.

* Musik *

Versehentlich überfahren wird hier wohl keiner.

Er stand dem Wagen frontal gegenüber, als der ihn erwischt hat.

Warum?- Weil er dachte, dass der Fahrer noch bremst?

Der ist da rausgeschossen und ab wie Schmitz' Katze.

Wann? - Kurz vor 3.

Fahrer, Wagen? - Fahrer, keine Ahnung.

Wagen, kleiner, heller.

Münchner Kennzeichen.

Perfekt. Danke.

Frau Förster, das lag im Dreck. - Wo genau?

Bei der 7. - Danke Ihnen. - Gerne.

"Jung. Ist es gut, so jung zu sein?

Oder ist es schlecht?

Will man es wirklich?

Alles noch mal von vorne?

Will man das?"

* Musik *

* Nachrichtenton *

Spuren gibt es genug.

Wir müssen nur noch rausfinden, welche für uns relevant sind.

Ansonsten, der Wagen ist ungebremst in den Mann rein.

Hörst du mir überhaupt zu?

Ja, natürlich.

Ich gehe von Beschädigung im rechten Bereich von Motorhaube

und Windschutzscheibe aus.

Wir fahren in seine Wohnung.

Ich schreibe es dir zur Sicherheit auf, oder?

Streuner werden niemals häuslich.

Streuner. Was soll das denn heiûen? - Was es heiût.

Wenn der Honeymoon vorbei ist, dann bleibt es so, wie es ist.

Das sagen alle. Alle Streuner.

* Handyklingeln *

Jütte, was wissen wir schon über ihn?

(Jütte) Peer Schwarz, alleinstehend, Journalist,

vor 5 Jahren noch Pressesprecher für den Verband

der fleischverarbeitenden Industrie West-Süd-West."

Und dann? - Seitdem arbeitslos.

Unter 2,5 kalt kriegst du die Bude nicht.

Hat er Mietschulden? - Nicht einen Cent.

Hat die Miete tatsächlich immer bar bezahlt.

Ich melde mich, wenn ich mehr weiû.

Soll ich es laut aussprechen

oder reicht es, wenn wir beide das Gleiche denken?

Wo hat er die Kohle her? - Genau.

Nehmen wir mal die Bude auseinander. - Worauf du einen lassen kannst.

Jütte, hier wartet ordentlich Arbeit auf dich.

Hey Max. È brutto tempo. - Ja.

Hey.

Wie war dein Tag?

Was ist denn los?

Ich habe auf dich gewartet.

Ich hätte Bescheid sagen müssen, dass es später wird.

Ist noch nicht drin in meiner DNA, dass jemand auf mich wartet.

Wir haben einen neuen Fall. - Bitte nicht.

Das ist heute zu viel für mich. Nicht noch einen Mord.

Ich bin froh, dass wir uns gefunden haben.- Ich erst mal.

Das nimmt dich immer noch mit, oder? Ein Toter.

Nach so vielen Toten, die du wahrscheinlich schon gesehen hast.

Jedes Mal.

Obwohl mich andere Tote schon mehr mitgenommen haben.

Warum?

Der sah aus, als...

...hätte er nie gelebt.

Und habt ihr schon...

...wie sagt ihr, eine Spur?

Nein. Keine Spur.

Eine Leiche ohne Grund.

Schlafen ohne Grund? - Nee.

Schlafen mit Grund.

Weil wir alt und müde sind.

Du bist alt.

Ich bin nur müde.

Ich freue mich schon, morgen Früh neben dir aufzuwachen, alter Mann.

Ihr habt also Geld gefunden? - Ja.

Ganz schön viel Schotter. Und zwar hier.

Hinter der Verkleidung eines Spiegels.

Aha. Wie viel ist das?

Jeweils 33.000 Euro. Eine Drittelmillion.

Noch mal nachrechnen, Jütte.

1/3 Hunderttausend, meine Güte.

Erwirtschaftet durch Drogen, Schutzgeld, Entführung,

illegale Prostitution, oder?

Ich zeige euch noch was.

* Musik *

"Die schöne Eva Lang. Was ist ihr dunkles Geheimnis?"

"Rapper Brutus XL. Hat er seine Ex im Netz bedroht?"

Denkst du das Gleiche wie ich? - Mhm.

Würdet ihr einen untergeordneten Mitarbeiter

an euren Gedanken teilhaben lassen?

Wir hatten neulich in Köln eine Erpressung

mit einer Forderung von 33.000 Euro.

Wir haben drüber nachgedacht, ob die schöne Eva Lang

und Brutus XL nicht auch potenzielle Erpressungsopfer sind.

Hier sind mindestens 5.000

weitere potenzielle Erpressungsopfer markiert.

Und das hier sind 5 Terabyte mit was auch immer.

Also, das wird Spaû machen.

Entschuldigung.

Herr Mark Rosenbogen.

Sie sind Vorsitzender einer der gröûten deutschen Gewerkschaften.

Als Person des öffentlichen Lebens

wurden Sie vor gut einem Jahr erpresst.

Und zwar mit 2 Wörtern, die Sie vor 20 Jahren

unter dem Pseudonym Rosi im sozialen Netzwerk gepostet haben.

Heil Huttler. Richtig?

Steht da auch, dass ich das nach 10 Bier zum 18. Geburtstag

meines semi-kommunistischen Freundes Arnold Huttner gepostet habe

und wahnsinnig lustig fand?

Und dass damals noch keiner ahnte, dass alles,

was man besoffen ins Netz kritzelt, für die Ewigkeit gedacht ist?

Nee, das steht da nicht.

Dass dann jemand 20 Jahre später so einen Scheiû

in den Tiefen des Internets ausgräbt?

Steht da.

Und 33.000 Euro dafür haben will, dass er den Scheiû für sich behält.

Wollten Sie zahlen?

Aus Angst vor Veröffentlichung?

Das hätte mir das Genick brechen können.- Das glaube ich nicht.

Schlieûen Sie es aus? - Auch nicht.

Vielleicht kommst du dazwischen, wenn der Shitstorm losgeht,

und kannst es erklären.

Vielleicht liest du aber auch überall im Netz "Kopf ab",

und schon bist du weg vom Fenster.

Der Täter lässt Ihnen ein Handy mit einer nicht registrierten Karte

zukommen, über das Sie per Messenger kommunizieren.

Trotzdem haben Sie die Polizei angeschaltet.

* Nachrichtenton *

Ja. Das war vielleicht keine gute Idee.

Der Täter ist mit der Kohle entkommen,

trotz Überwachung der Geldübergabe.

Steht auch da, lief beschissen.

Hat er Sie noch mal erpresst? - Nein, um Gottes willen.

Haben Sie es diesmal ohne Polizei versucht,

weil es beim 1. Mal eher suboptimal lief?

Ich habe nie wieder von ihm gehört.

Er ist in der Versenkung verschwunden. "Heil Huttler" auch.

Aber er wird doch nicht entlassen wegen "Heil Huttler".

Offenbar doch.

Das ist die Angst, nicht zu wissen, was passiert.

Es kann alles passieren, alles.

Sogar das Schlimmste.

Was soll das sein, seine Stelle zu verlieren?

Seinen guten Ruf?

Was würdest du machen,

wenn du von heute auf morgen keinen Job mehr kriegst?

Wenn deine Freunde nicht mehr mit dir reden,

weil sie dich für einen Nazi halten?

Was würdest du dann machen?

* Musik *

Ganz lange Ferien. Auf einer einsamen Insel.

Mit dir.

Dann wäre sie ja nicht mehr einsam. - Stimmt.

Wäre aber nicht so schlimm.

Die Heftchen haben wir, also ich, zu 1/3 durch

und 327 markierte Namen notiert.

Von den Festplatten war nur eine zu knacken.

Fotos, Scans, 10.000 Screenshots von Facebook,

Insta, Twitter, TikTok.

Gigabyteweise Scheiûe über A- bis D-Promis.

Hassposts, Gerüchte, unbewiesene Vorwürfe.

Wie stellen wir uns das vor?

Dass er 24 h in seinem Kellerchen gesessen und im Netz versucht hat,

für unbewiesene Vorwürfe Beweise zu finden?

So stellen wir uns das vor.

Er hat nur eine App selbst installiert.

Den sichersten Messenger überhaupt.

Legt keine Backups an beim Selbstlöschmodus.

Die Nachrichten wurden nicht nur logisch,

sondern auch effektiv gelöscht.

Für diejenigen, die mit der Telefonzelle aufgewachsen sind:

Das heiût im Klartext?

Meine Mutter behauptet, ich sei in der Telefonzelle gezeugt worden.

Okay, das trägt wenig zum Thema bei, aber die Fantasie ist wach.

Die Kommunikation auf diesem Gerät

lässt sich also nicht rekonstruieren?

Zugreifen können wir auf ein einziges Foto

im Ordner "gelöschte Fotos".

Schwarz hat es Minuten vor seinem Tod gelöscht.

Zum endgültigen Löschen kam er wohl nicht mehr.

Die Frau kenne ich.

Wie, persönlich?

Nein, aber als Person des öffentlichen Lebens.

Mariella Rosanelli.

Õ Der Mann, bei dem es sich lohnt zu wissen, wo er wohnt. Õ

Vor 20 Jahren ein Megahit. Ne ehemalige Schlagersängerin.

Freddy Schenk hört Schlager? - Frau Schenk hört Schlager.

Freddy Schenk hört notgedrungen mit.

Das ist doch ein Künstlername. - Anzunehmen.

Der Kerl, ist das auch eine Person des öffentlichen Lebens?

Was macht die jetzt, wenn sie keine Schlager mehr singt?

Ist da irgendwas zu sehen, womit irgendwer zu erpressen wäre?

Auf den 1. Blick nicht. - Auf den 2.?- Auch nicht.

Komm, wir holen uns ein Autogramm.

So, jetzt will ich aber mal wissen...

Õ Er geht dann dem hinterher. Õ

Genau.

Õ Wenn dein Herz dir sagt, ja, er ist der,

der Mann, bei dem es sich lohnt

zu wissen, wo er wohnt. Õ

* Musik *

* Musik *

Suchen Sie wen?

Frau Kruppke.

Oder Rosanelli.

Ich bin ihre Assistentin. Haben Sie einen Termin?

Dann rufen Sie an und lassen Sie sich einen geben.

Wir sind von der Polizei. - Ohne Termin kein Termin.

Wir würden das ungerne machen,

aber wir können das auch offizieller machen, Frau...- ... Larissa.

Weiter? - Krüger.- Frau Krüger.

Wo haben Sie das denn her? - Das sind doch Sie, oder?

Hübsch. Jung. Ja.

Kennen Sie das Foto? - Milch, Zucker?- Gerne.

Wer ist denn der Mann?

Das müssen Sie doch wissen. Wo Sie so nett mit ihm kuscheln.

Erinnern Sie sich noch an jede Frau,

mit der Sie vor Ewigkeiten mal gekuschelt haben?

Ja. - Nein.

Meine Eltern waren erzkatholisch.

Als ich auszog, habe ich viel ausprobiert.

Monogamie war erst mal nicht dabei.

Das Cybercrime-Kompetenzzentrum von NRW.

Das heiût tatsächlich so.

Die haben rausgefunden, woher das Foto kommt.

Aus einem schon längst gelöschten Profil,

das irgendwo noch im Internet herumschwirrt.

Wie ein chinesischer Schrottsatellit im Weltall.

Sie können Poesie. Sie sollten Schlagertexte schreiben.

Ein amerikanischer User mit dem Namen Little John

hat es 2004 mit noch 10 anderen Fotos gepostet.

Der Text dazu lautet:

"15 years ago, summer of love, 1989.

I still miss Germany and the Eifel. Prost."

Prost?

Sieht nach Jugendfreizeit aus, oder? - Habe ich manchmal gemacht.

Als Betreuerin. Um mein Studium zu finanzieren.

Bevor Sie den Schlager für sich entdeckt haben.

Der Schlager hat leider mich entdeckt.

Das ist eine andere Geschichte. - Eine erfolgreiche.

Vom Ende betrachtet, ja.

Ohne "Der Mann, bei dem es sich lohnt",

wäre das hier nie entstanden.

Wer ist der Mann auf dem Foto?

Vermutlich ein Betreuer.

Sie kennen ihn sicher nicht? - Nein.

Frau Rosanelli, sind Sie erpresst worden?- Ich?

Wann denn? Warum? - Ja, nein?

Nein.

Jetzt sagen Sie mir bitte, was das hier bedeutet.

Wiedersehen.

Wenn wir noch was wissen wollen, melden wir uns.

Sie gehen jetzt einfach? - Müssen wir sogar.

* Musik *

Wir schreiben ihn jetzt zur Fahndung aus.

Nimm das Foto mit der Rosanelli und nimm die Rosanelli weg.

Perfekt, Jütte, danke.

* Nachrichtenton *

Ach, muss Liebe schön sein.

Dieses Pling, Pling den ganzen Tag von deiner...

Wie nennt man das in eurem Alter? - Lebensgefährtin?

Sterbebegleiterin?

Was macht die beruflich,

wenn die so viel Zeit hat zum Herzchen verschicken?

Sie ist Chefredakteurin von ner kleineren Kölner Zeitung.

Von Cologne Alive.

* Musik *

* Telefonklingeln *

Oha. Haben wir was falsch gemacht aus Sicht der Polizei?

Nee, ist alles perfekt.

Ich wollte nur kurz zu Nicola. - Die ist in einer Besprechung.

Ist sie hier öfters auf Ihren Zeitschriften oder Gast im Haus?

Nicola ruft sie oft an, wenn wir Seiten füllen müssen.

3 min später ist sie hier, lässt sich von allen Seiten fotografieren

und beantwortet brav alle Fragen.

Was denken Sie gerade?

Nichts, wieso? - Das sagen Männer immer.

Es kann nicht mehr lange dauern. - Ich sehe sie sowieso später.

* Musik *

* Telefonklingeln *

(seufzt)

Ja?

Genau da sind Sie, genau richtig.

Ach.

Sie wissen, wer das ist?

Ich notiere, Philipp Pohl. Und Ihr Name ist?

Sandra Jürgens.

Frau Jürgens?

Sein Name war Philipp Pohl. - Er war der Chorleiter.

Dirigent vom Jugendchor der Kölner Chaos Chöre.

Es gab mehrere Chöre, und es war ein Verein, glaube ich.

Dann wirds auch einen Vereinsvorstand gegeben haben.

* Musik *

Herr Hallerbach? Hans Hallerbach?

Bei der Arbeit.

Gibt es die Kölner Chaos Chöre eigentlich noch?

Kaum noch Erinnerungen dran.

Aber an den Chorleiter Philipp Pohl erinnern Sie sich noch? Oder?

Dunkel.

Das war die Chorfahrt. Es war eigentlich eine schöne Zeit.

Rauszukommen. In die weite Welt.

Aus der Enge der Stadt.

Chorfahrt des Chaos-Jugendchors 1989.

Wie steht es da mit Ihrer Erinnerung?- Schlecht.

Das war vor einem Dritteljahrhundert.

Und was war vor 3 min?

Was soll da gewesen sein?

Sie hatten Besuch von einer jungen Frau.

Ich habe öfter Besuch von jungen Frauen, die alte Musik suchen.

Mein Haus steht allen offen.

Sie heiût Larissa oder Larry Krüger. Was wollte sie?- Platten kaufen.

Sie hat keinen Plattenspieler. Wir haben nachgefragt.

Dann sollte es wohl ein Geschenk sein.

Jetzt ist mal Schluss mit lustig.

Hatte ich erwähnt, dass es um Mord geht?

Sie meint, es wäre besser für mich,

wenn mein Gedächtnis schlechter wäre, als es ist.

Während der Chorfahrt, da war er normal zu mir.

Er war ja mit den coolen Frauen da. Gut beschäftigt.- Cool?

Mit den Betreuerinnen. Mit denen, die so waren, wie ich sein wollte.

Kurz nach der Chorfahrt 1989 kamen die Eltern von 2 Mädchen zu mir

und behaupteten, Pohl hätte sich an ihren Töchtern vergriffen.

Er hat sie missbraucht? - Nee.

Pohl hatte was mit den beiden.

Wie alt waren die Mädchen? - 13 und 14.

Unter 14 ist es nach heutiger Rechtsprechung immer Missbrauch.

Ja. Damals haben wir das anders gesehen.

Auch damals gab es schon den Straftatbestand

des Missbrauchs von Schutzbefohlenen.

Pohl war 30 und er war...

Er sah verdammt gut aus.

Und er war verdammt charming.

Und er war ein verdammt guter Chorleiter.

Der Beste, den wir je hatten.

Das Strafgesetzbuch untersagt auch sehr guten Chorleitern

sexuelle Handlungen mit Kindern.

Er interessierte sich nicht für Kinder.

Pohl war der Meinung, nicht alle 14-Jährigen sind gleich.

Die einen sind noch Kinder, die anderen schon Frauen.

Sein Interesse galt ausschlieûlich...

...jungen Frauen?

Von diesem Interesse wussten Sie? - Nee.

Aber im Nachhinein habe ich mir ein paar Gedanken gemacht

über so Bemerkungen von ihm.

Ich hätte es ahnen können. Kommen Sie mal mit.

Ich wusste gar nicht, was er von mir wollte.

Ich war 13.

Habe ich selber aufgenommen. Mit meiner 1. Kamera.

Beim Besuch im Camp. (Mann) Alle zusammen. Auf 3.

Õ Sweet Home Alabama.

Sweet Home Alabama. Õ

Alle haben ihn angehimmelt.

Alle. Ich auch. Verstehen Sie?

Ich meine, ich war 13.

Ich habe mich so...

...erwachsen gefühlt, so gesehen.

So ernstgenommen. Von so einem Mann.

* Musik *

Ich verstehe.

Was haben Sie getan, nachdem die Eltern bei Ihnen waren?

Wir haben die Vorwürfe ernst genommen.

Auch wenn wir nicht so konservativ sein wollten

wie der Liederkranz Nippes e.V.

Danach habe ich gehört,

dass 2 Mädchen Vorwürfe gegen ihn erhoben haben.

Dass es sogar eine Anzeige gab.

Dass aber nichts dabei rausgekommen ist.

Der Vorstand, wir waren 3 Männer und 2 Frauen.

Wir haben die Eltern angehört. Wir haben Pohl angehört.

Wir haben andere angehört, die dabei waren.

Und dann wurde abgestimmt.

Es gab eine Gegenstimme.

Die anderen haben alle für Pohl gestimmt.

Dass er die Chorleitung behält?

Wäre Pohl nach der Chorfahrt seiner Aufgaben enthoben worden,

wäre Sandra Jürgens und anderen auch einiges erspart geblieben.

Es war nicht meine Entscheidung.

Nach einem Konzert hat er mich gefragt,

ob er mich nach Hause fahren soll.

Ich war die Einzige, deren Eltern nicht da waren. Die waren nie da.

Und es war November. Es hat geschüttet.

Und Philipp fährt mich nach Hause.

Ich hab sogar noch gejubelt, als er gesagt hat,

dass wir zu ihm nach Hause fahren.

Das Foto zeigt, wie die Geschäftsführerin

von der Kinderhilfsorganisation Kids4Care

mit einem Kinderschänder kuschelt.

Er war kein Kinderschänder. - Das hatten wir schon.

Ich war der einzige Mensch in seinem Leben. Für 2 h. Dachte ich.

Ich hab nie jemandem was davon erzählt.

Und er hat nie davon gesprochen.

Als ob nichts passiert wäre.

Ich hab das nicht ausgehalten.

Weil... Ich war schwanger.

Sie hat es niemandem gesagt.

Nicht mal ihre Eltern haben es gesehen.

Ich hab versucht, mit einer der Betreuerinnen zu sprechen.

Einer der Frauen.

Und die Betreuerin, hieû sie Mariella Rosanelli?

Oder vielmehr Kerstin Kruppke?

Die waren zu fünft, und die sahen alle so ähnlich aus.

Wie hat die Betreuerin darauf reagiert?

Sie sagte, das kommt in deinem Alter öfter mal vor.

Scheinschwangerschaften.

So wie bei Kaninchen oder Hündinnen.

Auf Dauer lässt sich das nicht geheim halten.

Im 6. Monat, da hab ich...

Da hab ich...

...morgens schon 1,5 Flaschen getrunken.

Alles, was da war. Viel Cognac.

Ich hab einfach gehofft, dass man davon stirbt.

Oder wenigstens das Kind in meinem Bauch.

Aber das war nicht so.

Die Ärzte haben sie im Krankenhaus aus dem Koma geholt.

Und dann gesehen, was wirklich los war.

Dann ward das Kind geboren. Ohne Stall, ohne Ochsen, ohne Esel.

Und ohne heilige Könige.

Mit einer schweren alkoholbedingten geistigen Behinderung.

Ich hab ihn Nick genannt.

Ich hab ihn 3-mal im Leben gesehen.

Er lebt in einem Heim seit 35 Jahren.

Selbst da hat sie sich noch so geschämt,

dass sie sich nicht getraut hat, den Namen von dem Vater zu nennen.

Ich konnte es doch nicht.

Ich hab doch gedacht, es ist meine Schuld.

Aber es gab eine engagierte Staatsanwältin,

die eins und eins zusammengezogen hat.

Es gab das Kind, einen DNA-Test

und somit den Beweis, dass Pohl der Vater war.

Gerichtsprozess, eine Verurteilung.

7 weitere Chorkinder, die Vorwürfe gegen ihn erhoben haben.

Bevor er sich in seiner Zelle das Leben genommen hat.

Es geht mich nichts an,

aber haben Sie es bereut, damals für Pohl gestimmt zu haben?

Ich war die Gegenstimme.

Das hatte ich mir fast gedacht.

* Türklingel *

Aber warum die Einzige?

Es gab die Aussage von Kerstin Kruppke, also Rosanelli,

die damals als Betreuerin dabei war.

Sie hat geschworen, dass an den Vorwürfen nichts dran sein konnte,

weil Pohl die ganze Zeit bei ihr war.

Und die Mädchen waren ganz woanders. Ich komme gleich.

Trotzdem haben Sie mit Nein gestimmt.

Ich hab ihr kein Wort geglaubt. - Sie hat gelogen.

Sie hat nur nicht die Wahrheit gesagt.

Verstehen Sie den Unterschied?

Ich bin bei der Polizei, ich verstehe alles.

Aber dass Sie trotzdem nicht mehr unternommen haben,

das verstehe ich trotzdem nicht.

Ich hab mich der Mehrheit gebeugt.

Das war eben eine andere Zeit.

Auf diesem Foto sind Sie in einem Zelt mit einem 2 Jahre später

verurteilten Sexualstraftäter,

der sich das Leben genommen hat.

Einige seiner Taten, vermutlich die folgenschwerste,

hätte verhindert werden können, wenn Sie die Wahrheit gesagt hätten.

Aber Sie haben ihn gedeckt.

Ich kannte die Wahrheit nicht. - Sie wollten sie nicht kennen.

Das halte ich im Nachhinein sogar für wahrscheinlich.

Aber ich habe nicht gelogen.

Wie muss man sich das vorstellen, so im Nachhinein?

Pohl war erst mit Ihnen intim,

dann schleicht er sich raus und bei den Mädchen rein?

So muss man sich das wohl vorstellen.

Ich konnte es mir nicht vorstellen.

Das war für mich unvorstellbar.

Und Philip war extrem manipulativ.

Haben Sie ihn auf die Mädchen angesprochen?- Natürlich.

Natürlich bereue ich, dass ich damals so blind war.

Und wie ich das bereue.

Was ist mit den Gerüchten,

dass Sie sich zusammen in die Mädchenzelte geschlichen haben?

Spinnen Sie?- Ich war nur gerade mal das Internet.

Das Internettribunal.

Die Gerüchteküche online, die zu brodeln anfängt,

wenn so ein Foto samt Geschichte viral geht.

Mir ist bewusst, wie sich so etwas entwickeln kann.

Dann dürfte Ihnen auch bekannt sein, dass Ihr Job,

der Ihnen viel bedeutet, weg sein dürfte.

Und Sie nie wieder in einem vergleichbaren arbeiten werden.

Ich wusste nicht, dass dieses Foto existiert,

bis Sie es mir gezeigt haben.

Sie wurden also nicht damit erpresst?

Vielleicht wäre ich die Nächste gewesen.

Warum schicken Sie Larissa Krüger dann zu Hallerbach,

um ihm klarzumachen, dass er lügen soll?

Weil ich Köln kenne.

Da sitzt der Staatsanwalt beim Lommi mit einem Lokalreporter.

Nach 10 Kölsch sagt er, rat mal, wo wir dran sind.

An der Rosanelli. - Genau, an der Rosanelli.

Und, glauben wir ihr?

Ich glaube, dieses Kids4Care-Ding ist Wiedergutmachung für das,

was sie damals nicht sehen wollte.

Ich glaube, das Schlager-Ding ist ein Wechsel der Identität.

Eine einzige Flucht davor.

Glaube ich auch. So rein küchenpsychologisch meine ich.

Also, zu einer Spurweite von 1.501 und einem Radstand

von 2.495 Millimetern passt haargenau dieses Auto.

Und dieses Auto fährt in Weiû mit Münchner Kennzeichen

hier hauptsächlich für diesen Carsharing-Anbieter rum.

Sind die schon angefragt?

"Ein Schaden, der zu einem Unfall mit Personenbeteiligung passt,

konnte an keinem unserer Fahrzeuge festgestellt werden."

Rücken die raus, wer zur Tatzeit gemietet hat?

Machen die nicht, müssen die nicht. Nicht ohne konkreten Verdacht.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft, sie haben recht.

Sie hat keinen Führerschein.

Wer? - Rosanelli.

Hat den Lappen vor 20 Jahren

nach einer heiûen Schlagernacht wegen Alkohol abgegeben,

dann die MPU gerissen, es nie wieder versucht.

Heiût nicht, dass sie nicht fahren kann.

Trotzdem braucht man einen Führerschein,

um Kunde bei YourShare zu werden.

Sie hat ein sehr gutes Motiv und kein Alibi.- Immerhin.

Die Frau lebt alleine.

Wie oft hättest du in den letzten Jahren ein Alibi gehabt, Max,

als alter Streuner?

Streuner, wenn ich das Wort noch einmal höre.- Und dann?

Glaub ich das vielleicht irgendwann auch mal.

* Musik *

Wie war dein Tag?

Was macht dein Fall?

Wir ermitteln? - Tatsächlich?

Meine Bluse verbrennt, Max.

Eigentlich darf ich nicht mit dir darüber reden.

Du hattest schon damit angefangen?

Auûerdem ist es kompliziert.

Wir haben noch mindestens 5 Blusen lang Zeit.

Man teilt doch miteinander, was man am Tag erlebt hat.

Man teilt sich einander mit, oder?

"Wieso interessiert dich das jetzt?

Was ist gerade anders?"

Ich darf dir aber keine Namen nennen.

Kenn ich eh nicht. - Oh, oh, oh.

Du bist doch gut vernetzt in Köln. - Stimmt.

Gehts um einen Promi oder so?

"Das kann ich dir nicht sagen, Schatz."

Kannst du mir nicht sagen, Schatz?

Kannst du jetzt Gedanken lesen?

Wusstest du das nicht?

Wir müssen von uns erzählen.

Von unserem Tag, von unserer Arbeit.

Ich will nicht mit einem Menschen zusammen sein,

der alles mit sich selbst ausmacht.

Dann kann ich auch alleine sein.

Tja.

Wie war mein Tag denn?

Ja, wie war der denn?

Das ist so ein Segen, dass es damals noch keine Handykameras gab

und kein Social Media.

Wenn ich mir überlege, man hätte jeden Scheiû fotografiert,

den wir fabriziert haben, und ins Netz gestellt.

Dann gnade uns Gott.

Was habt ihr denn so gemacht?

Ich sag doch, das war ein Segen, dass es keine Handykameras gab.

Alter, weiûer Mann.

Weiû mit scharfem S oder mit normalem S?

Wie klang es denn?

Klang nach scharfem S.

(stöhnt)

(summt)

Õ Ich sag, Barmann, ich will Tonic-Gin.

Mit viel Gin und wenig Tonic drin.

Dafür ist es mir zu spät.

Dafür ist es mir zu spät. Õ

Da ist jemand am Spannen.

Wampe mit Bier.

Er heiût Schröder, aber alle nennen ihn Wampe mit Bier.

Er sich selbst auch.

Man gewöhnt sich an ihn.

Was hast du gerade gesungen?

Ohrwurm, lief gestern Abend im Radio.

"Du lügst, Max."

"Das stimmt."

Kennst du eigentlich Mariella Rosanelli?

Das war ihr Hit gerade, oder? - Ja.

Wie kommst du auf sie?

Darf ich dir nicht sagen. - Schon gut.

Aber ich kann dir sagen, ja, ich kenne sie.

Wir hatten sie mindestens schon 10-mal im Heft.

Neulich sogar auf der Titelseite. - Das habe ich gesehen.

Ich habe auch gelesen, wer den Artikel geschrieben hat,

ein Ole Wagner.

Meinst du, ich kann mit dem mal reden?- Klar, warum nicht?

Ich mache euch einen Termin heute Mittag, ja?

* Musik *

Am Anfang schön langsam. Und dann schön mit Druck.

Ja, mega. Sehr gut.

Was wollten Sie im Plattenladen?

Ich habe gesehen, dass Sie mich gesehen haben.

Ich will, dass das aufhört.

Dass die Leute nicht anfangen zu denken,

was die Polizei hier ständig macht.

Sonst sehen wir viele von den Kids nie wieder.

Kommen Sie nie wieder. - Sonst?

Hau mal richtig drauf, jetzt.

Ja, so, genau.

Ist das Ihr Job?

Rosanelli sagt, hau drauf, und Sie hauen drauf?

Das ist meine Schwester.

Die hat den gleichen Vater wie ich. Und das ist mein Bruder.

Er hat auch den gleichen Vater?

Hier haben viele den gleichen Vater.

Den Ist-nicht-mehr-da-Vater. Den Sauf-schon-morgens-Vater.

Den Mach-dich-nackig-Vater. Den Hau-drauf-Vater.- Alles klar.

Verwandtschaftsverhältnisse werden hier groûzügig ausgelegt.

Signora Rosanelli nennt Sie offenbar mia figlia. Meine Tochter.

Wie kann ich mir das vorstellen, das Verhältnis zwischen Ihnen und ihr?

Sie können sich erst mal vorstellen,

was Kinder alles nicht erleben sollten.

Habe ich alles erlebt.

Und noch viel mehr, was Sie sich gar nicht vorstellen können.

Larissa?

Rosanelli hat Sie da rausgeholt. Ich weiû.

Ich kann mir vorstellen, dass Sie ihr dafür ewig dankbar sind.

Bin ich auch. Aber ich bin auch ich.

Und das heiût jetzt für Sie, wie kann ich mir das vorstellen?

Ich muss los. Ciao. Bis später. - Bis später.

* Musik *

Nicola?

* Musik *

"Max, Max, Max. Komm.

Du hast auch so ein Kärtchen.

Oder? Ist es...

Nee. Du bist da auch registriert."

Hast du vergessen.

Deshalb bin ich noch mal hier. Danke.

Ist was, Max? - Nee. Was soll denn sein?

"Merkst du, dass ich lüge?"

"Ja. Das merke ich."

Bis später. - Bis später.

* Handyvibration *

Ja? - Gutachten der KTU.

27 verschiedene Abdrücke im Umfeld der Leiche.

2 Katzen, ein Waschbär, aber nicht einer von Mariella Rosanelli

oder Larissa Krüger.

Warum?- Wegen der Schuhgröûe. Da stehts. Ist halt so.

Cappuccino?- Ja, mit normaler Milch, bitte.- Va bene.

Frau Peter.

Ich war mit Ihrem Kollegen, mit Ole Wagner, verabredet.

Ole, komm raus. Jo, bin da. Hast du Fritzi gesehen?

Bist du blind, mein Freund? Die sitzt am Tisch.

Ole Wagner, Fritzi Brückner.

Svenja Peter.

Das sind alles Sie?

Ich bin eine multiple Persönlichkeit.

Sie können es auch so sehen, dass wir nur 3 Redakteure haben

und ein paar Freie, die alle unter mehreren Pseudonymen schreiben.

Dann haben Sie also alle Artikel über Mariella Rosanelli geschrieben?

Ja. Also, wir.

Oder, Ole?

Ole nickt.

Ich hab alle diese Artikel gelesen.

Okay? Was wollen Sie dann noch von uns?

Wissen, was Sie nicht geschrieben haben.

Ihre 13 Artikel,

die lesen sich wie eine kostenlose Werbung für Kids4Care.

Ja, das stimmt. Leider.

Gut, was fehlt?

Was die Rosanelli hier gesagt hat, find ich ganz interessant.

"Ich hab immer gemacht, was mir von den Männern vorgeschrieben wurde.

Am schlimmsten war es in der Schlagerbranche.

Jetzt mach ich, was ich will und wann ich es will.

Und wenn man mich Queen Rosanelli nennt,

dann hab ich alles richtig gemacht."

Kids4Care ist abhängig von ihrer Stiftung.

Ihr komplettes Vermögen steckt da drin.

Alle Einnahmen aus ihren Songs flieûen rein.

Sie ist das Gesicht von Kids4Care.

Sie ist die Frau mit allen Kontakten zum Amt.

Alle, die ihr zu widersprechen wagten, sind längst weg.

Ohne Rosanelli gäbs auch Kids4Care gar nicht mehr.- Und umgekehrt.

Wenn einer stirbt, sind beide tot.

Na ja, Moment. Sie macht aber auch hervorragende Arbeit.

Auch wenn sie sich für die Königin hält.

Manchmal ist die Monarchie der Demokratie ja überlegen.

Und warum machen Sie schlechte Arbeit?

Warum schreiben Sie nicht, was ist?

Weil man mich drum gebeten hat.

Nicola?

Sie sind ihr Freund. - Erzählen Sie es mir trotzdem?

Von mir haben Sie das nicht.

Die beiden kennen sich schon ewig.

Mariella und Nicola?

Sind beide im gleichen Mietshaus in Kierdorf groû geworden.

Sind zur gleichen Schule gegangen,

haben im gleichen Verein Prellball gespielt.

Das hat Nicola Ihnen erzählt? - Hab ich recherchiert.- Warum?

Weil Fritzi keinen Bock hat auf Klüngel-Journalismus

und sich gefragt hat, warum sie den permanent abliefern muss.

Dann sind die beiden also Freundinnen.- Vielleicht.

Mariella hat nur dann Freundinnen, wenn sie ihr nützlich sind.

Und was machen Sie jetzt?

Nächste Woche schreibt Ole unseren 14. wohlwollenden Artikel.

Was machen Sie jetzt?

"Ich gehe jetzt mit 2 Flaschen Rotwein an den Rhein."

Danke, ich übernehme das hier.

"Ich kann die nicht schon verlieren.

Ich hab die doch gerade erst gefunden."

* Musik *

Guten Tag, mein Name ist Nicola Koch.

Ich hab was Wichtiges in einem Ihrer Mietwagen vergessen.

(Frau) Wann war das? - Das war vor 5 Tagen.

Sie rufen jetzt erst an? - Weil ich es jetzt erst bemerkt hab.

Uhrzeit? - Gegen 24 Uhr.

Kundennummer?

Kundennummer ist 7763737 837.

Um diese Uhrzeit sind Sie nicht mit uns...

Ah, sorry, da hab ich ihn.

In dem Wagen wurde nichts gefunden. Vielen Dank für Ihren Anruf.

Hey, warten Sie mal kurz.

Ich würd so gerne selber mal nachschauen.

Vielleicht ist es ja unter den Sitz gerutscht.

Das war mein Ehering.

Hören Sie, ist das Auto irgendwo unterwegs oder steht es irgendwo?

Welches Kennzeichen hat es denn?

* Musik *

Das Auto sieht doch gut aus.

Ich befürchte das Schlimmste.

In der Liebe, Max, muss man immer an das Beste glauben, an das Schönste.

Sonst wird das nichts. - Meinst du?

Davon bin ich überzeugt.

* Musik *

"Da ist nichts. Da ist gar nichts.

Das ist alles gut. Gut, gut, gut, gut."

Wir müssen von uns erzählen. Von unserem Tag, von unserer Arbeit.

Ich will nicht mit einem Menschen zusammen sein,

der alles nur mit sich selbst ausmacht.

Da kann ich auch alleine sein.

Wurden da Fehler gemacht?

Hätte man sich auf die Erpressung einlassen sollen?

Es ist immer falsch, auf die Forderung von Erpressern einzugehen.

Immer, immer?

* Musik *

* Musik *

Der Lack ist zu dick. Die Motorhaube wurde überlackiert.

Vermutlich auch die Windschutzscheibe ausgetauscht.

Zumindest sieht die Gummidichtung anders aus

als bei den anderen Scheiben.

Wie lange ist das her? Eine Woche oder länger?

Kriegst du das raus? - Müsste ich genauer untersuchen.

Dafür braucht es mehr als eine private Gefälligkeit

und dieses Lackschichtmessgerät.

Was passiert mit dem Wagen? - Wird beschlagnahmt.

Ohne offiziellen Wisch?

Mit. Privat ist jetzt vorbei.

Ich kümmere mich darum.

* Musik *

Ich muss mit Nicola reden.

Jetzt. Allein.

Du hast deine Stiefel weggeschmissen. Warum?

Nichts wird deine Füûe jemals von diesen Schuhen trennen.

Sind deine Worte.

Hast du ein Auto gemietet, mit dem ein Mensch totgefahren wurde?

Spinnst du jetzt total?

Dann zeig mir die Abrechnungsunterlagen von YourShare.

Wie lange hast du denn die Karre gemietet?

Sodass genug Zeit besteht, das Auto reparieren zu lassen?

Weiût du, was du gerade kaputt machst?

"Was spielst du mir denn vor? Dass du mich liebst?"

"Max, bitte vergiss es.

Tu so, als hättest du das nicht mitbekommen."

"Was machst du denn mit mir?

Schläfst mit mir, um rauszukriegen, was ich über dich weiû?"

"Es ist anders, als du denkst."

Na klar. Ich spinne. Was auch sonst?

"Und ich alter Trottel fall drauf rein."

Sag mir bitte die Wahrheit.

Bitte. Bitte, bitte, bitte.

Ich kann nicht.

Du musst.

Das ist vielleicht die letzte Chance, die uns bleibt.

Geh jetzt.

Die Wahrheit. Bitte.

Bitte, bitte, bitte. - Du spinnst.

Vielleicht tue ich das ja.

Geh jetzt.

"Max, mach es nicht kaputt.

Mach nicht alles kaputt.

Und gib mir ein bisschen Zeit."

* Musik *

Õ In der Grünen Bar am Roten Platz

trinke ich Spritz und warte auf meinen Schatz.

Der nicht kommt zum 105. Mal.

So, mein Freund, jetzt ists mir scheiûegal.

Ich sag, Barmann, ich will Tonic-Gin.

Viel Gin und wenig Tonic drin.

Dafür ist es nie zu spät.

Wenn er geht, lauf ihm nicht hinterher.

Wenn dein Herz dir sagt, er ist nicht der...

Der Mann, bei dem sich es lohnt,

dass man ihn so verschont. Õ

* Musik *

"Warum bist du nur hier?"

* Musik *

"Was tust du?"

* Musik *

"Nein."

"Sag mir, dass ich mich irre.

Sag mir, dass du es nicht warst.

Sag es mir.

Alles, was uns jetzt noch retten kann, ist die Wahrheit."

* Handyvibration *

(Mann) Liebe Kolleg*innen, es ist mir eine groûe Freude

und eine groûe Ehre, die Auszeichnung für unsere besten

und treuesten Mitarbeitenden heute Abend vorzunehmen.

Ist das hier dein Ernst?

Eine Stunde Arbeit, 8.000 Euro für Kids4Care.

Was machen wir jetzt?

Du musst dich trennen.

Das mit ihm war keine besonders gute Idee.

Nicola, mach Schluss.

Wir 2 können uns aufeinander verlassen.

Wir 2 lassen einander nicht im Stich.

Wenn du mich brauchst, bin ich da.

Und wenn ich dich brauche?

* Musik *

"Sie haben die Möglichkeit, mir eine Nachricht zu hinterlassen."

Sag mal, wo bist du?

Was ermittelst du? Was verschweigst du und warum?

Was ist das für ein Auto in der KTU,

mit dem Schwarz mutmaûlich totgefahren wurde?

Und warum gehst du nicht an dein Handy?

* Musik *

Nicola?

* Wasserplätschern *

Nicola?

* Wasserplätschern *

* Hupen *

* Stimmengewirr *

* Musik: Jim James "A New Life" *

Õ Hey, open the door.

I want a new life.

Hey, and here's what's more.

I want a new life,

a new life.

Babe, let's get one thing clear.

There's much more stardust

when you're near.

I think I'm really being sincere.

I want a new life,

a new life with you. Õ

* Musik *

Könntest du mir mal ein Glas Wasser machen?

Ist sie gesprungen? - Warum hätte sie das tun sollen?

Wegen mir.

Weil ich sie unter Druck gesetzt habe.

Ihr nicht mehr vertraut habe.

Ich hätte dir das nicht alles vorenthalten dürfen.

Habe ich trotzdem gemacht, ich weiû.

Was wolltest du hier ohne mich?

Ihr eine letzte Chance geben, dass sie die Wahrheit sagt.

Jetzt sag mir das bitte. Ist sie gesprungen?

Wir wissen das noch nicht.

Ich kann nicht mehr.

Ich fahr nach Hause, leg mich ins Bett.

So, mein Freund. Jetzt spricht Schenk.

Weil Schenk bei klarem Verstand ist. Du weiût alles, ich nichts.

Wir finden zusammen raus, warum sie tot ist.

Das bist du ihr schuldig. Und ich dir.

Du bist befangen, du bleibst im Hintergrund.

Aber wenn du schlafen gehst, haue ich dir eine rein.

So machen das alte Männer, ne?

Die heulen nicht, die hauen sich eine rein.

Ja, so machen die das.

* Musik *

Sie war zum Zeitpunkt ihres Todes ziemlich betrunken, 1,7 Promille.

Aus meiner Sicht spricht erst mal nichts für einen Mord.

Alle Verletzungen sind Folge des Aufpralls.

Keine Spuren eines Kampfes, keine Abwehrverletzungen,

keine Fremdeinwirkung.

Was sollen das für Spuren sein, wenn man jemanden vom Balkon stöût, hm?

Hast du jetzt irgendwelche Spuren an dir?

Bis morgen.

Und, was hast du?

Die Nachbarn sagen uns gar nichts.

Auch die, die fotografiert haben, haben nicht fotografiert.

Nicht mal dieser, ähm, Schröder, von dem die Rede war.

Aber Tote fotografiert man ja auch nicht.

Es sei denn, man will damit angeben. Social Media.

Tote im Hof, Daumen hoch.

Cybercrime ist dran. Wenn was gepostet wird, finden die es.

* Musik *

* Handyklingeln *

Ja? (Jütte) Max, wo steckst du?

Gehts dir gut?

Da will euch jemand sprechen.

* Musik *

Danke, dass Sie so schnell gekommen sind.

Ich bin fassungslos.

Aber als mir klar wurde, was passiert ist, wurde mir auch klar,

dass Sie noch Fragen an mich haben.

Die Sie uns beantworten wollen, ehe wir sie Ihnen stellen.

Nicola hat mir gesagt, dass sie mit der Schuld,

einen Menschen getötet zu haben, nicht mehr leben kann.

* Musik *

* Piepen *

Sie waren dabei, als Beifahrerin?

Nein, nein, das hat sie mir am nächsten Tag gesagt.

Aber ich hätte nie geglaubt, dass sie sich deswegen umbringen würde.

Aber warum sollte sie ihn umbringen? - Das ist so verworren.

Das Mädchen, das Philipp damals geschwängert hat,

Sandra Jürgens, sie hatte sich an Nicola gewendet.

Das ist doch Bullshit. Warum hätte sie es machen sollen?

Weil sie Betreuerin bei der Chorfahrt war, genau wie ich.

Weil sie ihren Schnaps und ihre Drogen mit den Kids geteilt hat.

Weil sie in Philipp vernarrt war.

Ich hab das hier gestern zu Hause noch gefunden.

Hier, Moment.

Deswegen hat der Typ Nicola erpresst.

Sandra hat Nicola anvertraut, dass sie schwanger war.

Und von wem, tja.

Und um Philipp zu schützen, hat Nicola sie eingeschüchtert.

Ihr klargemacht,

dass es sich eher um eine Scheinschwangerschaft handelt.

Ja, wie bei Kaninchen und Hündinnen.

Das wissen Sie woher? - Das hat Nicola mir erzählt.

Können wir das Foto behalten?

Sind Sie sicher, dass Sie in einem Fall ermitteln wollen,

in dem Sie emotional so involviert sind?

Allmählich bin auch ich emotional involviert.

Lass mal gut sein, Freddy. Sie hat ja recht.

Nichts für ungut.

* Musik *

"Sie ist tot, weil ich sie unter Druck gesetzt habe.

In die Enge getrieben habe.

Ihr nicht vertraut habe.

Tot, weil ich bin, wie ich bin.

Weil ich Polizist bin und kein Mensch bin.

Ich hätte sie schützen müssen."

Das ist Nicola, oder?

Hast du mal eine Zigarette? - Spinnst du?

Irgendwie macht es gerade keinen Sinn, nicht zu rauchen.

* Handyklingeln *

Jütte, warte, ich mach dich laut.

Ich hab euch alles schon als Mail geschickt.

Bin bei den Kollegen von Cybercrime. Foto auf Seite 3.

Die beiden Leute hier oben auf dem Balkon,

das ist doch Nicola Kochs Wohnung.

Kriegen wir das deutlicher?

Wir versuchen alles. Vergleichsfotos haben die Kollegen.

Aber noch besser wären die Originale in vernünftiger Auflösung.

Ich druck mir das erst mal aus, ja? Danke.

Das Foto wurde von einem anonymen Profil gepostet.

Nennt sich "Vambier".

Identität ist nicht nachweisbar, aber aufgrund der Perspektive,

aus der das Foto aufgenommen wurde, ist die Sache klar.

Das ist die Wohnung schräg gegenüber von Nicola Koch.

Der Mann heiût Christian Schröder, 46 Jahre alt.

"Was macht man, wenn sie weg ist? Tot ist. Was macht man?

Was macht man, wenn man schuld ist?

Was macht man?

Was macht man? Was macht man da?"

* Musik *

Und? Und weiter?

Das hier hat jemand gepostet.

Wir sind relativ sicher, dass Sie das waren.

Bin ich relativ sicher, dass ich das nicht war.

Das Foto hat jemand unter dem Namen "Vambier" gepostet.

Wampe mit Bier, das ist doch Ihr Name, hm?

Mein Name ist Christian Schröder.

Das Foto wurde definitiv von diesem Scheiûfenster hier aufgenommen.

Ich hatte Besuch. Von Freunden.

Ich hab megaviele Freunde.

Sie haben nicht da gesessen und gespannt?

Dieser Scheiûsessel hier!

Der ist durchgesessen wie ein Beichtstuhl in Tijuana!

Manchmal sitze ich da.

Mach Sudoku.

Was wollen Sie von mir?

Wir wollen wissen, ob Sie diese beiden Personen hier gesehen haben.

Identifizieren können.

Fotografiert haben.

Oder sogar einen Mord gesehen haben und bezeugen können.

Wahrscheinlich ist mein Arsch auch auf deinem Handy.

Zeig mal her, Schröder! Was ist da alles drauf?

Das dürfen Sie nicht, oder?

Das dürfen wir nicht. - Jetzt pass mal auf.

Das hier sind meine Kontaktdaten.

Da kannst du anrufen, wenn dir noch was einfällt.

Kannst du ein paar Karmapunkte sammeln.

Ansonsten sehe ich schwarz für dich.

Wer macht das wieder weg? - Ach, pass mal auf.

Das sollte für einen Eimer Farbe reichen.

Den Rest kannst du versaufen.

Wir wollen Aussagen. Fotos. Was immer Sie für uns haben.

Aber ans Bein pinkeln wollen wir Ihnen nicht.

"Vambier". Wampe mit Bier.

Das ist so fucking offensichtlich. - Aber nicht beweisbar.

Der Schröder war Hausmeister in einer Sporthalle.

In der Damenumkleide hat er Kameras installiert

und die Bilder ins Netz gestellt.

Er war dafür 2 Jahre im Gefängnis.

Jetzt ist er auf Bewährung raus.

Für Gaffer-Fotos, da gibts auch Jahre.

Es hätte also Feinfühligkeit bedurft.

Dass wir rausfinden, was er noch in petto hat.

Sorry, das wusste ich nicht.

Weil du mir nicht zugehört hast, du Arschloch.

Weil du in deinem Selbstmitleid nichts mehr wahrnimmst.

Weil du einen Scheiûjob machst, verdammt noch mal.

Kannst du bitte mal die Tür aufmachen?

Ein paar Meter an der frischen Luft tun dir bestimmt gut.

Wenn du jemanden triffst, der sich mit dir schlagen will, mach es.

* Musik *

Wer hat Ihnen das denn damals gesagt?

Mit den Scheinschwangerschaften. Den Kaninchen. Hündinnen.

Das weiû ich doch nicht mehr.

Sie?

Oder sie?

Sie.

* Tür wird geöffnet *

Das sind Sie.

Das sind Sie.

Wenige Sekunden nach dem Tod von Nicola Koch.

Biometrie, u.a.

* Musik *

Ihre Assistentin kennt das Foto auch.

Sie steht vorne am Balkon.

Sie steht unter Zugzwang.

Larissa Krüger weiû,

dass man Larissa Krüger für die Täterin halten wird.

Es sei denn...

Es sei denn was? - Larissa Krüger beschuldigt Sie.

* Musik *

Ja, wir waren da.

Lass was für mich übrig.

Aber nicht, um Nicola irgendetwas anzutun.

Ich meine, warum sollten wir das machen?

Weil Frau Koch kurz davor war, meinem Kollegen zu verraten,

wer Peer Schwarz ermordet hat.

Wo willst du hin? - Ich brauche Luft.

Weil es die letzte Chance für Frau Koch war,

nicht selbst unter Mordverdacht zu geraten.

Nicola hat ihn überfahren.

Hol mal ein Glas Wasser.

Wir haben versucht, mit ihr zu reden.

Ihr klarzumachen, dass es besser wäre, wenn sie gesteht.

Bevor ich, bzw. Kids4Care,

da noch mit reingezogen wird.

Bevor alles den Bach untergeht.

Larissa Krüger hat Nicola Koch getötet.

Sie steht vorne am Balkon.

Vermutlich, um Ihnen zu helfen.

Vielleicht wollten Sie das ja gar nicht.

Sagen Sie einfach klar und deutlich nein,

wenn ich mich komplett irren sollte.

Wir waren da nicht. Das sind wir nicht.

Das ist jemand anders.

Erinnern Sie sich noch an meine Schwester?

Meinen Bruder?

Was wird jetzt aus denen?

Hm? Was?

Das ist Ihr Job, ich weiû.

Sie müssen das so machen. Es geht nicht anders.

Das ist eine irre Anordnung, was Sie sich ausgedacht haben.

Das haben Sie wirklich gut gemacht.

* Tür wird geschlossen *

* Musik *

Was sagst du?

Du machst das gut. Sehr gut. Musst jetzt nur dranbleiben.

Wenn es nötig ist, sitze ich nächste Woche noch hier.

Ah! Verdammt, ey!

Warum macht sie das?

Warum sagt sie nicht einfach, ich war es.

Die weiû doch genau, dass sie hier nicht rauskommt.

Kommunikation, ne?

Ja.

Sie zeigt ihr, dass sie sich opfert.

Ist ja gut. - Ich probiere mal was.

Ich nehme das hier mal nicht zu Protokoll,

aber ich fasse zusammen.

Sie geben zu, Nicola Koch vom Balkon gestoûen zu haben.

Sie geben zu, den tödlichen Unfall

von Peer Schwarz vorsätzlich verursacht zu haben.

Oder so gesagt, Sie haben ihn totgefahren.

Mit dem Wagen überrollt.

Erst vorwärts, dann rückwärts, dann noch mal vorwärts.

Dann sind Sie ausgestiegen

und haben aus seiner Jackentasche das Handy genommen?

Ja.

Nein.

Ihre Assistentin oder Ziehtochter oder was auch immer,

gesteht gerade 2 Morde, die Sie begangen haben.

Können Sie das so mit Ihrem Gewissen vereinbaren?

Wenn sie die Wahrheit sagt, warum sollte ich ihr widersprechen?

Max, kommst du mal?

Jetzt hilft uns nur noch der Liebe Gott.

* Nachrichtenton *

Oder Schröder.

* Musik *

(Jütte) Bitte.

Sehen Sie das?

Ich sehe Sie in voller Auflösung.

Mit einer Karaffe in der einen Hand und ein Glas in der anderen.

Ich sehe nicht, wie man mit vollen Händen

jemanden vom Balkon stoûen könnte.

Und ich sehe Ihren entsetzten Blick.

Mariella Rosanelli kann so oft sie will mia figlia zu Ihnen sagen.

Sie sind nicht Ihre Tochter.

Und sie benimmt sich nicht wie eine Mutter.

Mütter schützen Töchter.

Jedenfalls die, die ich kenne.

(Larissa) Hol mal Wasser.

Hol mal ein Glas Wasser. Nicola.

Du musst nichts sagen. - Sie haben gestritten.

Sie können uns nichts beweisen. Sie können dir nichts beweisen.

Trenn dich einfach von ihm. - Er ist mir wichtig, Mariella.

Er ist mir wichtig. So viel wichtiger als du.

Gib mir die Flasche.

Gib mir die Flasche, verdammt noch mal. Hör auf zu saufen.

Hör auf. - Dann ist die Flasche vom Balkon gefallen.

Dann war Stille.

* Musik *

Ich stelle mir jetzt einfach mal vor,

dass Larissa mit dem Mord an Peer Schwarz nichts zu tun hatte.

Geh du.

Ich schaff das nicht.

Machst du bitte?

Dann bin ich rüber auf den Fahrersitz.

Ich hab ihm nicht getraut.

Er hätte immer weiter gemacht.

* Musik *

* Musik: Nneka "This Life" *

Õ Life, life, life, life, life, life.

When you are down, then life take its toll now.

Those friends leave you. Search for your soul now. Õ

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