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Unter 16 Jahren nicht geeignet.
Also wenn ich mir unsere Leserzuschriften ansehe, kann ich nur
Schülerzeitung ist ein voller Erfolg. Hätte ich nie gedacht.
War eine prima Idee.
Totale Frau oder Verlust an Weiblichkeitsfragezeichen.
Also, was ihr hier vorsortiert habt, ist eine große Klasse. So viele Nummern
können wir gar nicht herausbringen, um das alles abzudrucken. Ja, das sage ich
ja immer.
Kann man heute eigentlich ein Mädchen noch ein Mädchen nennen? Nee.
Warte mal.
Die benehmen sich doch wie Gartenschläuche. Das ist großartig.
Guckt euch doch nur mal an, wie die gehen, wie die sprechen, wie die lachen.
Das hat ganz bestimmt ein Junge geschrieben.
Irrtum. Ein Mädchen. Na bitte.
Aber es ist erstaunlich, wie viele Zuschriften auch von Jungs gekommen
Vielleicht nimmt sich jeder so einen Packen und trägt ihn vor.
Okay.
Ich fange an.
Hallo, Helmut.
Anne, fein, dass du mich abholst. Ich freue mich ja so, dass du wieder da
Und dass dir nichts passiert ist. Was soll mir denn schon passieren? Komm,
rein.
Es ist schwer zu sagen, wo eine Geschichte eigentlich beginnt.
Mein Bruder war schon 15, als ich auf die Welt kam.
Meine Mutter habe ich nie gekannt. Sie starb bei meiner Geburt.
Mein Vater hasste mich deshalb.
Natürlich hat er das nie gezeigt, aber ich spürte das.
Nur mein Bruder war immer für mich da.
Ich liebte ihn deshalb schon als kleines Kind.
Als ich zwölf Jahre alt war, starb mein Vater.
Er hinterließ meinem Bruder und mir ziemlich viel Geld. Und dieses Haus
Hallo, grüß dich.
Und Ibert, unsere Hausdame, die war seine Art Mutter für mich.
Den Namen Ibert hatte sie von mir bekommen, weil ich als kleines Kind
Elisabeth sagen konnte.
Bei Ibert war es dann geblieben.
Mein Bruder war Flugkapitän geworden.
Als er so um die 30 war, hatte er sich in eine Tür des verknallt und sie
geheiratet.
Die Ehe ging schief und wurde nach einem Jahr geschieden.
Das hat mich nie interessiert, durch wessen Schuld. Ich stand doch immer auf
Seiten meines Bruders.
Mein Leben verlief eigentlich ziemlich ruhig und wohlgeordnet.
Bis auf die Angst um meinen Bruder, wenn er fliegen musste.
Wenn er wieder bei mir war, fand ich es wundervoll und war glücklich.
Ich bin gleich fertig, Helmut.
Ich wollte mir nur die Hände waschen.
Kannst du.
Stört mich nicht.
Hat dir eigentlich schon jemand gesagt, wie hübsch du bist?
Aber sicher, schon mehrere.
Auch, was du für einen schönen Körper hast.
Möchtest du wohl gern wissen.
Gib mir mal das Handtuch rüber.
Wirklich gerne. Du bist sehr schön.
Mein Bruder hatte mich oft genug nackt gesehen. Als Kind und natürlich auch
später.
Aber so hatte er mich noch nie angeschaut.
Und plötzlich fiel mir ein, dass ich ihn niemals nackt gesehen hatte.
Jedenfalls nicht mit Bewusstsein.
Und mir wurde ganz komisch zumute.
Die Ferien gingen zu Ende.
Mein Bruder hatte eine knappe Woche Urlaub genommen, extra meinetwegen.
Am Tag, bevor die Schule wieder anfing, hatte er mich abends zum Essen
eingeladen.
Was ist Speise? Magst du nochmal Nachspeise?
Ich platze gleich.
Ich kann es nicht verantworten, dass die Leute hier alle erschrecken mit seinen
Knallgästen. Ach was, die Leute sind mir schnuppern.
Was glaubst du, Spatz?
Was hast du denn auf einmal, Helmut?
Ach, du liebes Bitten.
Hallo, Winnie.
Wie geht es dir?
Na, das ist ja vielleicht ein Zufall. Mein Geschiedenheit.
Und diese junge Dame scheint deine Schwester zu sein. Ja, das ist Anne.
Erstaunlich, wie du dich gemacht hast.
Wie geht's denn in der Schule?
Danke.
Und das ist Captain Stelling von der amerikanischen Konkurrenz.
Und die ist übrigens auch nicht ohne.
Hallo. Hallo.
Wir wollen euch nicht stören. Nett, dich mal wieder zu sehen.
Wie lange bist du mich jetzt eigentlich schon los?
Nächsten Mittwoch wird's ein Jahr und 35 Tage.
Mag sein.
Du bist ja sehr genau über deinen Bruder informiert.
Kompliment. Auf Wiedersehen.
Wollen wir hier Platz nehmen?
Okay.
Wären wir doch an diesem Abend bloß nicht in das scheiß Restaurant gegangen.
Mein Bruder tat mir furchtbar leid.
Offenbar liebte er diese taktlose Ziege immer noch.
was ausmachen, wenn wir jetzt gehen. Im Gegenteil, das werden wir selber.
Na, komm.
Guten Abend.
Wiedersehen.
war ein bisschen missglückt heute Abend. Tut mir leid.
Aber das konnte ich nicht voraussehen.
Aber das macht doch nichts.
Es war doch nicht deine Schuld.
Du bist lieb, Spatz.
Gute Nacht.
Gute Nacht.
Aber Anne!
Spatz!
Was hast du denn plötzlich?
Wenn ich mich so ansehe, kann ich eigentlich mit mir zufrieden sein.
Für ein Schulmädchen sehe ich schon aus wie eine richtige Frau.
Wenn ich daran denke, dass Helmut mit dieser Winnie im Bett gelegen hat, ist
ganz schlecht.
Wie konnte er die überhaupt nur heiraten?
Erstaunlich, wie du dich gemacht hast.
Was aus einem kleinen Schulmädchen alles werden kann.
Vielen Dank.
Lass mich hemmen.
Und das ist Captain Sterling von der amerikanischen Konkurrenz.
Und die ist übrigens auch nicht froh.
Auch nicht froh.
Auch nicht froh.
Ich habe diese beiden immer vor mir gesehen.
Mich packte eine seltsame Erregung, die ich nicht mehr los wurde.
Ich bekam fast Angst vor meinen eigenen Wünschen.
Kannst du auch nicht schlafen?
Ich muss immer an Winnie denken.
An Winnie?
Darf ich?
Natürlich.
Warum musst du immer an Winnie denken?
Hast du sie sehr geliebt?
Das ist vorbei.
Wie kann das vorbei sein, wenn du sie wirklich geliebt hast?
Ich hoffe, dass du einmal keine schlechten Erfahrungen hast.
Liebst du mich, Helmut?
Natürlich liebe ich dich, Schwesterchen. Und das wird auch so bleiben.
Warum wird es so bleiben?
Du kannst fragen.
Weil du meine kleine Schwester bist, darum.
Das ist doch etwas anderes als... Als was?
Als die Liebe zu einer Frau.
Bin ich denn keine Frau?
Und ob du eine Frau bist.
Und sogar eine ganz verteufelt reizvolle. Und warum kannst du mich dann
lieben, wie...
Wie eine Frau.
Sag mal, weißt du eigentlich, was du da sagst?
Ja.
Du bist eine Frau.
Verrückt nach dir, Helmut.
Du hast gesagt, ich hätte einen schönen Körper.
Und ich wäre verteufelt reizvoll.
Und du hast gesagt, dass du mich liebst.
Also liebe mich.
Warum sagst du, du bist ein Schwein, wenn du mich liebst?
Ich bin doch nicht schmutzig.
Solange ich denken und fühlen kann, habe ich dich geliebt, Helmut.
Jetzt aber Schluss, Anne.
Das ist ja Wahnsinn.
Nein, bitte, Helmut, bleib.
Schick mich nicht weg.
Geh jetzt, Anne. Geh schlafen.
Zeig mir.
Ich konnte nicht anders.
So, jetzt muss ich zur Schule. Na nun, ich kann mich nicht erinnern, dass du
jemals so fröhlich in die Schule gegangen bist.
Und das gleich nach den Ferien?
Ja, manchmal gesehen eben Wunder.
Was hat denn das Kind, Helmut? Weißt du was?
Vielleicht, vielleicht ist sie verliebt.
Aber was?
In wen denn?
Davon müsste ich doch was wissen.
Ich muss heute noch nach Frankfurt, Yvette, für einen Kollegen einspringen.
Ich nehme den Wagen.
Wenn Anne es heute Mittag erfährt, ist es früh genug.
Guten Tag, meine Damen.
Ich hoffe, Sie hatten schöne Serien. Ja, danke.
Als ersten Lesestoff werden wir den Manfred von Lord Byron durchnehmen.
Bitte besorgen Sie sich den englischen Text.
Was wissen Sie übrigens von Byron?
Er ist der größte englische Dichter der Romantik. Ja, richtig.
Und weiter?
Ist er nicht im griechischen Freiheitskampf gestorben? Ja, bei
richtig. Schön, jetzt habe ich zwei Antworten. Weiß sonst noch jemand etwas?
Ich habe mal einen Roman über ihn gelesen.
Er hatte ein Verhältnis mit seiner eigenen Schwester.
Und die hat sogar ein Kind von ihm gekriegt.
Die ist Allegra.
Na ja, so ganz genau weiß man das nicht.
Man sagt es.
Ja, bitte?
Entschuldigen Sie, Frau Doktor, aber da ist eine Anne Wolters.
Die soll mal sofort zur Frau Direktor kommen.
Na, Anne, was haben Sie denn ausgespressen?
Gehen Sie schon.
Lord Byron war übrigens auch ein Zeitgenosse von Heinrich von Kleist.
Eben brachte ein Polizist eine vorbichtbare Nachricht.
Helmut ist auf der Autobahn nach Frankfurt schwer verunglückt.
Er ist tot.
Er hatte ein Verhältnis mit seiner eigenen Schwester. Und die hat sogar ein
von ihm gekriegt.
Sie hat sogar ein Kind von ihm gekriegt.
Sie hat sogar ein Kind von ihm gekriegt.
Armes Mädchen.
Aber ich glaube, wir sollten die Geschichte nehmen.
Einverstanden? Okay, ja. Schön, dann mache ich weiter.
Also, jetzt passt mal auf. Hier schreibt ein Mädchen mit Namen Barbara was über
einen tollen Schulausflug. Da bin ich schon sauer.
In jedem Herbst zu Beginn des neuen Schuljahres ist bei uns der klassische
Schulausflug fällig.
Ich selbst zum Beispiel war auch fällig.
Total überfällig sogar.
Was da alles passiert ist, da kann ich heute nur überlachen.
In der Natur geht alles Schwache, Lebensunfähige unter.
Natürlich hörte kein Ars zu, was Dr.
Philbig, unser Biologielehrer, mal wieder eins verzapfte.
Kommst du mit, Barbara?
Wohin denn?
Mal sehen, ob es hier irgendwo ein Bier gibt. Und außerdem möchte ich mir einen
ins Gesicht stecken. Und wozu brauchst du mich dabei?
Du kannst vielleicht fragen.
Jetzt spiel hier nicht auf cool.
Komm mal mit.
Unter den Bedingungen der freien Natur wäre er keine Woche lang lebensfähig.
wie steht es mit der Fortpflanzung?
In freier Natur, meine ich.
Wissen Sie, der Mensch wird wie alle Lebewesen von zwei starken Trieben
beherrscht. Den Trieb zu essen und den Trieb der Fortpflanzung. Deshalb sagt
schon der Dichter, erst kommt das Fressen, dann die Moral.
Naja, also der Fortpflanzungstrieb.
Bei Menschen funktioniert immer, auch in der Natur, wenn Sie das meinen.
Indem aber bei Menschen die strengen Auswahlgesetze der Zuchtwahl nicht mehr
funktionieren, sammeln sich immer mehr negative Eigenschaften an.
Zuletzt wird der Mensch nur noch unter einer Käseglocke leben können.
Jetzt denkt's! Und deshalb wird hier so viel Käse gequatscht.
Ich verbitte mir diesen unqualifizierten Schwachsinn!
Ach, das müssen Sie nicht so eng nehmen, Herr Oberstudienrat.
Seht euch doch mal genau an, wie peckmäßig die Geschöpfe der freien Natur
konstruiert sind.
Ja, und so zierlich gebaut.
Du, hier ist kein Mensch.
Na und?
Hast du was anderes erwartet?
Gott sei Dank nicht. Na,
Heiner, fasst dich gut an, was?
Au!
Fühl doch mal da unten, du kannst mich doch nicht so quälen.
Stell dich nicht so an. Mensch, hör doch auf.
Bei dir ist wohl eine Besicherung durchgebohnt.
Wie lacht das, du Idiot?
Reiß mir den Schluck vernächt und hau ich in dir um die Ohren.
Dumme Gans.
Na ja, also von mir aus Pause.
Wir sind hier gerade in der Nähe vom Forsthaus Sauschen. Also schön, in einer
Stunde versammeln wir uns hier wieder vor dem Forsthaus.
Aber dass mir keiner verdurfte.
Los,
Jungs,
wir legen einen anständigen Skal auf. Na nun, du hast dich bei ihm mit Barbara
verpisst. Oder hast du dich abblitzen lassen?
Lass mich doch mit diesen dämlichen Gänsen zufrieden. Da merkt man erst, was
an seinen Freunden hat.
Oder mit diesem blöden Gequatsch. Auf was ist jetzt? Spielen wir oder spielen
wir nicht? Also, wer gibt?
Weil der so dumm fragt.
was zeigen. Sowas habt ihr noch nie gesehen.
Na los, komm schon.
Schnell, steh auf. Erstmal, du warst wohl zu dicht am Ofen. Was ist denn los?
los, halt schon ein bisschen Firm, Mann. Na komm schon. Na schön.
Ihr werdet es nicht verraten, soll man nicht widersprechen. Na los.
Da drin.
Da drin? Ja.
Ist der da drin? Na los, krieg schon Reifen. Mann, oh Mann.
Da war man vielleicht dufter hier.
Schalt dir meine Hose.
Wenn ich
genau wüsste, dass die Bumsen, würde ich sagen, die machen einen Ringkampf.
Ja, im Freistehen.
Was macht sie denn jetzt?
Jetzt geht sie auf die Hochstation.
Was sucht sie denn da unten?
Hoffentlich findet sie ihn.
Mann, der bricht ja das Kreuz ab.
Na, habt ihr sowas schon mal gesehen?
Nee.
Geschweige denn, in der Hand gehabt.
Jetzt kommt die große Glitterpartie. Mensch, guck mal, mit dem dicken Arsch
trägt er die kaum hin.
Jetzt hat er sie.
Was macht er denn jetzt?
Also das kenne ich auch nicht.
du ja im Kopf nicht aus.
Ja, woanders auch nicht. Und es ist schon das zweite Mal, dass sie es
Ach, nee.
Ja, wenn ich es dir doch sage, die treiben es wie die Kanickel.
Ich kann nicht mehr kommen.
Greif.
Wo denn, Herr Babsi?
Krieg doch mal rein, da kriegst du was zu sehen.
Da verzichtet ihr glatt ein Jahr aufs Fernsehen.
So,
jetzt lassen wir die Hosen runter.
Du, Heiner, komm mal mit. Ich muss dir was sagen, komm schnell.
Nein, nachher ist zu spät. Spiel doch mal ein Augenblick für Heiner weiter,
Klar, mach ich.
Das kann ich dir hier nicht sagen.
Wo schleppst du mich eigentlich hin?
Da, da oben.
Was gibt's denn da oben?
Komm doch raus.
Du,
Heiner. Sag mal, ist dir immer noch so wie vorhin?
Wie meinst du das?
Du weißt schon.
Ich will dich doch nichts mehr.
Was ist denn plötzlich in dich gefahren?
Meine Güte, du kannst vielleicht blöd fragen.
Du küsst mich doch endlich.
Du bist aber auch nicht schlecht gebaut.
Was dachtest du?
Wieso kannst du sowas überhaupt beurteilen? Na, aus der Kunst. Da gibt
eine ganze Menge nackter Männer. Ach so, ja.
Wo
die
lieben Kinder wohl hingehen?
uns bestimmt keiner. Dann nix wie rauf.
Ladies first.
Herkommen.
Das Haus ist ein bisschen feucht, was? Die kluge Frau baut vor.
Mein Regenmantel. Klasse.
Doch nicht so.
Wie denn?
Hier sind wir doch ganz allein.
Siehst du das?
Na,
ist das ein Plätzchen.
Hier stört uns niemand.
Die Pause ist gleich um.
Wo die Bande nur steckt, ist ja geradezu unheimlich. Die ist ja doch nichts.
Au, da ist ein Strohhalm dazwischen. Was heißt hier Strohhalm? Das ist er.
Oh, dein Strohhalm, der wird ja steif in den Brett.
Heißt der mal die Grünwick?
Hast du Holz bei der Hütte?
Ja.
Ist das ein Baumstall?
Ja.
Du, Rolf, spürst du schon was?
Irgendwas kommt in Bewegung.
Ein guter Schlag, zwei gute Schlag, drei gute Schlag.
Steck die andere Hälfte noch bei dir drin.
Das ist doch unglaublich, schon eine Viertelstunde über die Zeit.
Herr Studienrat,
ich habe Sie gesehen, wie der größte Teil von Ihnen da hinten in einem
verschwunden ist. In einem Gebüsch? Ja, vielleicht verstecken Sie sich dort. Na,
dann fühlen Sie mich mal hin.
Ja, dann zeigen Sie es mir mal. Ja.
Mir ist wohl besser, wenn Sie vorangehen. Ja, ja.
denn meine Brille?
Meine Brille.
Was ist denn da vorne eigentlich?
Nicht mehr. Komm doch endlich. Ich muss zum Klavierunterricht.
Marianne! Mein Vater!
Nichts, geh weg!
Wer? Was?
Marianne! Meine Hose! Meine Hose!
Die habe ich vergessen.
Meine eigene Tochter.
Und mir hat sie gesagt, sie geht Klavier üben. Ich kann zwar nicht sehen, aber
Klavier, glaube ich, hat hier niemand gespielt, Herr Oberstutten.
Entschuldigen Sie bitte. Da oben.
Da oben? Ja, was ist denn da oben?
was sehen will.
Ach, entschuldige, Herr Oberstuhlrat. Ich muss meine Brille suchen.
Also, die Geschichte war, zwar gibt es ein paar Zweifel.
Ich finde sie ganz lustig.
Ich schlage vor, wir schauen erst mal, was wir noch alles haben.
Du, da schreibt eine gewisse Gabi, wie sie als doofes Schulmädchen auf einen
Arzt reingefallen ist.
Was, auf einen Arzt?
Die Geschichte fing damit an, dass Gabi in der letzten Zeit jedes Mal, wenn eine
Lateinarbeit geschrieben wurde, fürchterliche Migräne bekam und
am Unterricht teilzunehmen.
Ach, Mutti, muss das sein? Seit gestern spüre ich gar nichts mehr. Die Migräne
ist wie weggeblasen. Ja, Gabi, es muss sein.
Erstens musst du dich überhaupt mal gründlich untersuchen lassen, auch wenn
im Augenblick keine Schmerzen hast.
Und zweitens habe ich dich für heute Nachmittag bei Dr. Meisentopf fest
angemeldet. Aber... Ah, hier sind wir ja. Es ist mir direkt peinlich. Wer
was das für ein Viehdoktor ist. Ich kenne zwar Dr. Meisentopf nicht
aber meine Brützfroninnen gehen alle zu ihm.
Du brauchst also keine Angst zu haben. Ist wohl ein ausgezeichneter Arzt.
Was Lilwi, Gabi's reizende Mutter, freilich völlig verdrängt hatte, war das
Datum des Untersuchungstermins.
Der war nämlich Donnerstag.
Na ja, und heute war Mittwoch.
Die Praxis war also geschlossen.
Und der einzige Mensch, der sich darin auffiel, war jedenfalls nicht Dr.
Meisentopf, sondern der Installateur Herbert Ballermann.
Na ja, offenbar gefiel sich der junge Mann.
Es war immer sein Traum gewesen, Arzt zu werden.
Aber leider hatte es dazu nicht gelangt.
Jedenfalls fand er, dass er gut aussieht.
Und mit dem Stethoskop war er kaum noch von einem richtigen Arzt zu
unterscheiden.
Nun stellte er sich seine erste Patientin vor.
Kann die schon sein?
Natürlich eine knackige 17 -Jährige, die er mal so richtig gründlich untersucht.
Den Busen, sogar die intimsten Stellen.
Von vorn bis hinten.
Von oben bis unten den herrlichen Pompon.
Es ist niemand da. Lass uns wieder gehen.
Na siehst du.
Komm schon.
Hallo? Herr Doktor, ist denn hier niemand?
Grüß Gott, Herr Doktor.
Das ist Dr.
Meisentopf, Gabilein. Und du brauchst bestimmt keine Angst vor ihm zu haben.
mir? Da sehen Sie mal, wie dumm Mädchen sein können, Herr Doktor. Oh, also Angst
braucht sie nicht zu haben.
Siehst du, was habe ich gesagt?
Schon so, gnädige Frau. Aber ich glaube, dass hier ein Irrtum vorliegt. Sicher,
Herr Doktor, ich weiß, wir sind etwas zu früh dran.
Entschuldigen Sie. Das macht gar nichts.
Es ist nämlich so, heute ist Mittwoch und Mittwochnachmittag ist die Praxis
geschlossen. Oh, das ist ja schrecklich.
Aber das muss ein Versehen Ihrer Sprechstundenhilfe sein. Wir sind doch
ausdrücklich bestellt.
Ja, wo ist sie denn?
Ja, wo ist sie denn bloß?
Wo ist sie denn?
Sie wehnt ja selbst, sie ist nicht da. Und ohne Sprechstundenhilfe kann ich
natürlich keine Sprechstunde abhalten, sozusagen.
Auch nicht.
Wenn wir Sie recht schön darum bitten, lieber Herr Doktor.
Ja, aber ich muss ganz dringend eine akute Verstopfung beseitigen. Aber Herr
Doktor, nur eine ganz kleine Untersuchung. Sie sind uns so empfohlen
Ich bin sicher, bei Gabi ist es nur eine Kleinigkeit.
Ach, immer diese Verstopfung. Das wird mir gleich kommen.
Moment.
Verstopfung, Herr Doktor, Sie sagen es.
Vielleicht hat das mit der ewigen Migräne von unserem Gabilein zu tun.
Bitte. Schauen Sie sich doch unser Gabilein mal etwas näher an.
Vielen, vielen Dank, Herr Doktor.
Ja, aber ich muss Sie bitten... Aber selbstverständlich, Herr Doktor, ich
natürlich draußen.
Die Kleine muss ja mal lernen, selbstständig zu werden.
Ja.
Au! Und Gabi, vertraue dich dem Herrn Doktor voll und ganz an. Und wo alles,
er berichtet hat, hörst du?
Ja, aber nun lassen Sie uns bitte allein.
So, so, Migräne.
Ja, Herr Doktor.
Ach, lassen wir doch den blödsinnigen Titel. Wir sind doch alle nur Menschen.
Sagen Sie einfach Herbert zu mir.
Na ja, und wie äußert sich die Migräne?
Im Kopf natürlich, da tut es weh. Und überhaupt so ein scheußliches Gefühl,
immer verglassen arbeiten.
Ich glaube, das kommt vom heutigen Schulstress. Das glaube ich nicht so
Wissen Sie, bei so jungen Mädchen kommt es oft vor, dass sie viel zu enge BH
tragen. Aber ich trage doch gar keinen Wistenhalter.
Bestimmt nicht.
Oh.
Tatsächlich. Daran kann es also nicht liegen.
Herr Doktor, da kann man mal sehen, wie man sich täuschen kann.
Mein Freund, der Fritz, hat gesagt, dass das Reiben von Frischwasser das
Vorspiel zum Bumsen ist. Und jetzt sehe ich, das ist zur ärztlichen
Untersuchung. Gut.
Tut das weh?
Nein, im Gegenteil.
Ganz normale Reflexe.
Finden Sie?
Und ob?
Ich fürchte, so kommen wir nicht weiter.
Ich glaube, wir müssen die Sache mal etwas vertiefen.
Da unten habe ich keine Migräne, Herr Doktor.
Ausziehen.
Wollen mal reden.
Umdrehen. Jetzt mal schön stillhalten.
Ich muss das langsam einführen.
Spüren Sie was?
Wird es schon heiß?
So, und jetzt mal hier vorne messen.
Hier sind die Mädchen am Gefährden.
Da unten wurde aber bei mir noch nie Fieber gemessen.
Das ist eben meine Methode.
Und 60 Grad. Das ist ein Fall für die Feuerwehr. Da werde ich selbst löschen.
66.
Und jetzt halten Sie ganz
still.
Ich muss hier überall abtasten.
Seid tapfer. Frau Gabilein, halt schön still.
Der Herr Doktor will nur dein Bestes.
Unbesorgt, gnädige Frau.
Die Gabi hat gar keine Angst mehr.
Na, Gott sei Dank.
Moment mal, das Herz ist doch auf der anderen Seite.
Ah, ich verfolge da eine ganz bestimmte Theorie.
Kennen Sie schon den Ballermannschen -Effekt?
Nein, was ist denn das?
Ich zeige es Ihnen.
Muss es sein? Tja schon, sonst kommt man ja nicht an das eigentliche Problem
heran. Also das hier, das nennen wir in der Fachsprache das sogenannte Bermuda
-Dreieck. Ah ja, wo so vieles versinkt.
Empfinden Sie was?
Oh, das ist ganz hübsch. Ist das der Ballermannsche Effekt? Nein, das ist nur
der Effekt. Den Ballermann zeige ich Ihnen nicht.
Da ist er.
Das ist der Ballermann.
Aha,
da sind wir ja.
Guten Tag.
Guten Tag.
Ist der Rohrleger mit seiner Arbeit schon fertig?
Weiß ich doch nicht.
Dass man sich heutzutage nie auf die Handwerker verlassen kann.
Von Ihnen hätte ich auch was anderes erwartet, als dass Sie hier rumsitzen
leben. Erlauben Sie mal, was hätte ich anderes tun sollen? Für wen halten Sie
mich? Ja, zum Donnerwetter sind Sie nicht die Putzfrau.
Putzfrau?
Sehe ich aus wie eine Putzfrau?
Putzfrauen sehen heute alle aus.
Also das hat mir noch nie jemand gesagt.
Wer sind Sie überhaupt?
Meisentropf.
Ach, dann sind Sie sicher der Vater.
Ihr Herr Sohn behandelt gerade meine Tochter.
So.
Nun wollen wir mal sehen.
Wissen Sie, das Kind ist ja so sensibel.
Aber Herr Sohn macht das hervorragend. Er ist ja ein fabelhafter
Mein Herr Sohn ist elf Jahre alt.
Was reden Sie da?
Sie scherzen.
Ich scherze nie.
Aber würden Sie mir mal sagen, was hier gespielt wird?
Aber ist Ihr Sohn denn nicht Dr.
Meisentopf? Ich sagte doch schon, mein Herrsohn ist elf Jahre alt.
Ich bin Dr.
Meisentopf.
Ja, um Gottes Willen.
Wer ist denn er?
Wer er?
Der da drinnen meine Tochter behandelt. Ja, das werden wir gleich sehen.
Mutti, stell dir vor, ich bin vollkommen gestorben. Na, das sieht man auch ohne
Untersuchung. Was ist dir vorgegangen?
Gestatten? Mein Name ist Herbert Ballermann.
Verlegerohre aller Art.
Ballermannsche Methode.
Und da können Sie es warten, meine Tochter zu untersuchen? Sie haben mich
selbst darum gebeten, flehendlich sogar.
Also das ist doch die Höhe.
Gabi, mein Kind.
Hat er dir was angetan? Nur Gutes, Mutti. Er hat mich nach der
Methode behandelt.
Auch das noch?
Na,
so helfen Sie mir doch, Herr Kollege.
Oh, na klar.
So, und jetzt verschwinden Sie doch bitte und lassen mich mit der Dame
Komm.
Mami, sag doch was. Was ist mit dir?
Ich wünsche, ich hätte jetzt auch einen Ballermann.
Jetzt müsste ich nur wissen, ob er da auch die ballermannische Methode
Ich glaube schon.
Also wenn ihr mich fragt, finde ich die Ballermannsche Therapie klasse.
Es fragt dich aber keiner.
Ich glaube, du kriegst doch noch raus.
So, weiter im Text, Sandra.
Das hier ist von einem Mädchen namens Etta.
Gott hat die eine Schrift. Die kann ja nicht mal einen Apotheker lesen.
Wenn Sie meine Geschichte hören, werden Sie denken, die fantasiert sich was
zusammen. So was gibt es doch gar nicht.
Ich schwöre Ihnen, so was gibt es.
Ausgezeichnet, Etta. Wirklich ganz hervorragend. Sie sind eine
Begabung ersten Ranges.
Ich muss gestehen, dass ich Selbstwierigkeiten hatte, die Lösung zu
Kompliment.
Nehmen Sie jetzt mal bitte Papier zur Hand und schreiben Sie mit.
Sie haben es gehört, ich bin eine Begabung ersten Ranges.
Und ich heiße Etta.
Meinen Familiennamen werde ich Ihnen nicht sagen.
Nennen Sie mich meinetwegen Huber oder Müller oder Meier. Was spielt das schon
für eine Rolle?
Ich bin 17 Jahre alt.
Manchmal glaube ich, ich wäre 70.
Warum? Dazu müssen Sie ein paar Dinge wissen.
Angenommen, Sie kommen mittags von der Schule nach Hause und finden statt eines
warmen Essens das vor.
Schau doch nicht so blöd.
Hau ab.
Das ist meine Mutter. Wer der Mann ist, weiß ich nicht. Ist auch egal, es ist
doch immer ein anderer.
Wenn ich sowas sehe, onaniere ich anschließend wie verrückt.
Ich muss immer an Männer denken und ans Bumsen.
Bin ich nun eine Nymphomanin oder krankhaft geil?
Meine ganze Familie ist krank.
Aber ich kann doch nichts dafür.
Mein Vater macht jetzt schon die dritte Entziehungskur, weil er Beamter ist auf
Staatskosten in einer Klinik.
Früher nannte man das Säuferheilanstalt.
Er fing mit dem Saufen an, als mein ältester Bruder starb. Das war vor fünf
Jahren. Ich sehe es noch wie heute.
Ich kam vom Spielen auf der Straße nach Hause.
Ich war damals gerade zwölf geworden.
Mein Bruder war übrigens musikalisch hochbegabt.
Mit 14 hat er schon komponiert.
Warum er sich erhängt hat, weiß kein Mensch.
Damals hat mein Vater das Saufen angefangen.
Er ist, oder eigentlich muss man sagen, er war Orchestermusiker.
Geiger im städtischen Orchester.
Das ist Paul.
Er kam vor einem Jahr in meine Klasse, weil er kleben geblieben war.
Übrigens schon zum zweiten Mal.
Stinkreiche Eltern.
Geschieden.
Paul hat ein eigenes Apartment, das ihm sein Vater finanziert.
Außerdem ist er Motorradfan.
Er hatte mich schon bald eingeladen, mit ihm mal rauszufahren.
Was er wollte, wusste ich ganz genau.
Ich hatte absolut nichts dagegen.
Jungfrau bist du aber auch nicht mehr.
Was erwartet?
Dabei war ich wirklich noch Jungfrau.
Ich konnte nicht wissen, dass ich mir das Häutchen irgendwann mal beim
mit einer Bierflasche durchstoßen hatte.
Ich kann mich noch erinnern, wie ich einmal blutete.
Pauls Bude war eine richtige Stoßburg.
Von da ab waren wir zusammen, so oft er wollte.
Oder soll ich sagen konnte.
Mir jedenfalls genügte er bald nicht mehr.
Ich machte es so oft ich Gelegenheit dazu hatte.
Wenn ich über meinen Schularbeiten saß, gelang es mir nie, mich lange zu
konzentrieren.
Es packte mich immer wieder, ob ich wollte oder nicht.
Ich musste es mir machen, immer wieder.
Ich war einfach machtlos.
Ich steigerte mich so hinein, dass ich mir die verrücktesten Dinge beim Bumsen
vorstellte.
Innerlich ekelte ich mich vor diesen perversen Träumen.
Was ist mit Ihnen?
Um Gottes willen, Etta.
Was haben Sie?
Sie sind ja ganz blass im Gesicht.
Ja, mir ist nicht gut.
Entschuldigen Sie, darf ich mal raus? Ich komme gleich wieder.
Am besten gehen Sie nach Hause.
Heute versäumen Sie doch nichts mehr.
Danke.
Was ist denn mit der Luft?
Er hat die Pille nicht genommen.
Ruhe bitte.
Bitte Ruhe.
Es war Adi, der mir das Dreckszeug gab.
Adi ist Angestellter in einer Schrottverwertungsfirma.
Warten Sie mal.
Ich habe das Zeug da drin versteckt. Man muss ja vorsichtsen.
Spürst du schon was?
Ein Gefühl wie Weihnachten und Ostern zusammen, was?
Und was meinst du, wie jetzt dein Fick wirkt?
Das verdammte Zeug wirkte tatsächlich.
Ich spürte es so toll wie nie.
Es war wahnsinnig.
Du,
ich habe einen Haufen Bekannte. Die haben eine Menge Kies.
Das Rauschgift wird ja auch bezahlt sein.
Ich glaube, wir beide werden gut zusammen erwarten.
Von da ab war ich dem Zeug verfallen.
Natürlich kostet das Geld.
Rauschgift ist teuer.
Na schön.
Wenn ich es vorher umsonst gemacht habe, nehme ich jetzt eben Geld dafür.
Paul organisiert das.
Darin ist er groß.
Sein Apartment wurde in kurzer Zeit ein exklusiver Privatpuff.
Er verdient ganz schön daran.
Denn Schulmädchen gibt es ja genügend, die leider darauf hereinfallen und sich
aus diesem Teufelskreis nicht mehr allein befreien können.
Sie brauchen Hilfe.
Ich weiß, dass es mit mir nicht mehr lange gut gehen kann.
Aber das ist mir jetzt alles scheißegal.
Vielleicht mache ich es eines Tages wie mein Bruder.
Anonym.
Schade. Das Mädchen will sich offenbar nicht helfen lassen.
Aber die Zuschrift nehmen wir auf jeden Fall.
In Ordnung.
Dann wäre ich wohl jetzt an der Reihe. Aber ich mache gleich darauf aufmerksam,
eins fließen muss ich weg.
Ich auch.
Na, dann machen wir doch gleich den Ladendienst.
Sei mal nicht gleich sauer, Ulrike. Ich muss nämlich auch weg.
Na schön.
Aber dann machen wir den Nachschluss. Den Beitrag hören wir noch.
Okay,
schieß los jetzt.
Mach doch nicht so ein Gesicht, Otto K.
Wenn ich Gesichter machen könnte, hättet ihr andere.
Aua, das tut weh.
Du, werd nicht frech.
Ich hab ja gar nichts gesagt.
Du hast Aua gesagt.
Nun, lass doch das Kind.
Dina kann doch nichts dafür, dass unsere Austauschschülerin nicht gekommen ist.
Typisch, diese Französinnen sind unzuverlässig, ich sag's ja. Und
Ah, woher weißt du denn das?
Ach. Du siehst es ja selbst.
Schreibt uns einen Brief mit der genauen Zugankunft, dann kommt sie nicht.
Das ist alles nur so la la bei denen. Kommt sie, kommt sie.
Bonjour, Tristesse.
Guck doch mal da vorne.
Oh, pardon, Ballon. Ich bin Richtig.
Was ist das?
Er ist Richtig, sagt er. Ballon, Erkennungssession, Familie Kübler. Ich
Austausch.
Bonjour, Monsieur Kübler.
Bonjour,
Mademoiselle.
Mademoiselle ist die Schwester von Mademoiselle Dina.
Oh, ich bin die Mama, Monsieur.
C 'est impossible, un bonheur.
Sagen Sie mal, Monsieur Richtig, was wollen Sie eigentlich von uns?
Ich bin Niki Bayard.
Wieso? Wer erwartet eine junge Dame?
Oh non, ich bin Niki Bejar.
Mon passeport.
Und Sie mich machen immer aufmerksam, wenn ich rede Französisch, weil ich nur
sprechen soll allemal Deutsch. Ja, natürlich.
Sagen Sie, wo kommen Sie einfach so her?
Oh, ich bin gekommen per Anhalter. Das war Billy Jair. Ich habe geschickt
Telegram. Na, das haben wir jedenfalls nicht bekommen.
Das ist ja wohl alles ein Missverständnis. Aber wer ja stimmt, der
Ja, ja, ich weiß.
Entschuldigen Sie mich bitte. Darum haben wir gegessen.
Glaubst du, vielleicht lassen junge Franzosen in meinem Haus wohnen? Wand an
Wand mit meiner 17 -jährigen Tochter?
Sogar mit einer Verbindung dazwischen? Aber wir können doch den Schrank davor
schieben.
Also, ob das was nützen würde.
Ich war schließlich auch mal jung.
Tatsächlich? Ja, du warst auch mal jünger.
Der Mann?
Muss mit dem nächsten Zug zurück. Da gibt's gar nichts.
Das kommt überhaupt nicht in Frage. Was soll er denn von uns denken? Das
interessiert mich nicht. Aber eine Tasse Kaffee werden wir ihm doch wohl
anbieten können.
Das ist ja wohl das Mindeste, was wir ihm schuldig sind. Oui,
Madame.
Natürlich blieb Niki bei uns.
Ganz einfach war's nicht, aber meine Mutter schlug sich von vornherein auf
Seite und dagegen war mein Vater machtlos.
Aber er brummte ganz schön.
Für ihn war jeder Franzose von vornherein so etwas wie ein Lustmolch.
kannst du doch auch mal... Ach, ja, schon.
Na,
auch nie mehr der Jüngste, hm?
Mensch, ist der gut gebaut.
Ist der süß.
Der könnte mir gefährlich werden.
Das ist mein erster Wirt.
Der sieht so lieb aus.
Mit dem könnte ich es mir richtig schön vorstellen.
Niki, Niki, warum streichelst du mich jetzt nicht?
Niki, Niki.
Warum muss ich immer an dich denken?
Du, und der Typ ist wirklich so spitzen?
Oberspitzen. Aber er hat nur Sinn für den Sport.
Sport? Na, ich auch.
Deine Sportarten kenne ich.
Also, den Typ werde ich mir mal ansehen.
Ein Franzose? Der fehlt mir noch in meiner Sammlung.
Das ist wirklich super.
Den werde ich mir mal ausleihen. Von wegen.
Das ist mein Revier hier.
Du hast wohl noch nichts von freier Marktwirtschaft gehört.
Werdest du erst einmal zu ihr.
Die gibt vielleicht eine Welle an, die gute Betten.
Toll, wie du das machst, Niki. Wofür trainierst du eigentlich?
Für Wettkampf am 17. Bis dahin. Ich kenne noch Training.
Und danach?
Danach. Ich muss trainieren für den nächsten Wettkampf.
Du musst mich unbedingt mal besuchen.
Und mir von deinen Wetten... Kämpfen erzählen. Oui, das will ich gern tun.
Aber jetzt, ich bitte um Entschuldigung. Ich muss messen, meine Puls.
Pardon.
Das ist ja ein toller Hüftfach. Pass nur auf, dass du an dem nichts kaputt
machst. Eben.
Leistungssportler sind ja so empfindlich.
Ja, stick dir nur vor Neid.
Neid? Gestatten, dass ich mal ganz schrecklich kichere.
Wenn ich einen haben will, brauche ich nur mit dem kleinen Finger zu winken.
Wer bummst denn da?
Aber Otto kann.
In meinem Haus, der ist gedummt.
Leider.
Was ist denn los?
Wo bummst es hier?
Nicht hier, nebenan.
Was ist?
Möchtest du mich so fürs Familienalbum fotografieren? Steck dich gefällig zu.
zu meiner Zeit.
Immer
hüpft
er allein im Nebenzimmer. Der soll hier hüpfen mit mir.
Sehen wir.
Abstinens.
Enthaltsamkeit. 1, 2, 3, 4.
1, 2, 3.
Ein saublöder Kerl, so ein saublöder. Ich wusste wirklich nicht, was ich
machte. Keinen Schritt kam ich bei Niki weiter.
Dabei hatte ich mich bis über beide Ohren in ihn verliebt.
Sicher war es gemein von mir, hinter Nicke herzuspionieren.
Aber ich musste ihn ja schließlich bewahren vor den Gefahren, in die der
sonst reingerannt wäre.
Betty, diese Bestie! Na, warte!
Na,
komm!
Sauna ist das Beste für Sportler.
Dann los, zieh dich aus.
Ja.
Niki, mach mir doch mal den Reifbeschloss auf.
Danke.
Ich sag immer, man kommt sich anschließend wie neu geboren vor.
Findest du nicht auch, Niki?
Na, komm. Ja, doch.
Très bien.
Los.
Na, komm schon.
Das Schwitzen wird dir gut tun. Ganz bestimmt.
Ach, na sowas von Zufall.
Hallihallo. Habt ihr noch ein Plätzchen frei?
Du stinkt hier.
Du wirst mir doch auch einen kleinen Platz an der Sonne gönnen.
Hau ab.
Ich denke ja gar nicht daran.
Hey, das ist aber eine Überraschung.
Hallo, Freunde.
Hey. Was macht ihr besauriges Gesicht da?
Servus, Niki, du auch hier.
Grüß dich, Dina.
Au.
Ah, die Nance.
Ich konnte machen, was ich wollte. An Niki war nicht ranzukommen.
Dabei hatte ich aber doch den Eindruck, dass er mich gern mochte.
Sollte an allem nur der verfluchte Sport schuld sein?
Oh, c 'est dommage. Dienstag, ich muss zurück.
Trainingslager für Wettkampf. Dann alors zurück nach Paris.
Trainingslager? Oh, das ist sehr wichtig.
Ich bin sehr traurig.
Oh, das ist aber schade. Es war sehr schön hier bei Ihnen.
Also das war schon seelische Grausamkeit.
Jetzt musste irgendwas passieren.
Ich wusste zwar noch nicht was, aber ich war zu allem bereit.
Wenn Niki abfährt, ist alles aus. Ich hab ihn doch so lieb.
Ich muss ihn unbedingt hier behalten.
Ich hab schon einen Plan.
Niki?
Dina?
Was machst du denn hier?
Ich hab nur ein bisschen geschlafen.
In meinem Bett?
Bei mir war es so kalt.
Bei dem Wetter?
Eben drum.
Ich kann ja wieder gehen.
Oh, no, no, no, no, no, no, no.
Deck dich wieder zu.
Sonst... Was sonst?
Dina, ich glaube, du bist mein Ruin.
Was willst du von mir?
Bist du ein Franzose?
Oder nicht?
Ich kann nicht verstehen, was die deutschen Menschen immer erwarten von
Franzosen.
Jeder Mensch hat eben seine Vorurteile.
Welche Vorurteile?
Komm mal her.
Näher.
Noch näher.
Ich glaube, ich liebe dich.
Ich glaube...
Ich liebe dich auch.
Und warum hast du mir das dann nie gesagt?
Oder gezeigt?
Aber da ist doch der Wettkampf und ein halbes Jahr Training dafür.
Ich weiß was Besseres als dein Wettkampf.
Nicht in Erinnerung.
Das ist unfair.
Unfair? Da bin ich aber ganz anderer Meinung.
Jetzt ist alles.
Wie sagt man?
Im Eimer.
Also, wenn ich nicht genau wüsste, dass Vicky trainiert, könnte man sonst was
denken.
Vicky!
Mein Gott.
Du bist so zärtlich, Vicky.
Ich liebe dich.
La France!
Niki hat den Wettkampf natürlich sausen lassen und ist bei uns geblieben.
Die restlichen Tage waren noch sehr angenehm.
Meine Französischkenntnisse wuchsen beträchtlich und meine Lehrer waren sehr
zufrieden. Im nächsten Jahr verbringe ich meine Ferien in Paris.
Naja, und was die Zukunft bringt, wir werden sehen.
Ja, ja, unsere Schulmädchen von heute.
Oft angegriffen und nicht verstanden.
sind sie auch nicht besser und nicht schlechter als die Schulmädchen von
Sie sind ein Teil unserer Jugend, die in einer freieren, moderneren Einstellung
zur Liebe und zum Sex aufwachsen und dass Frauen genauso ihren Platz in der
Gesellschaft ausfüllen werden, wie ihre Mütter auch.
Das tote Wiedersehen.
Es ist schon genug Blut geflossen. Mit einer Legende.
Oh, Winnetou.
Der ist schon so gut wie erledigt. Winnetou!
Ah ja!
Blutbrüder bis in den Tod.
Weinbrot.
Die Helden der Paris.
Wir müssen uns beeilen. Einen ganzen Abend lang. Nur mit euch erlebt man die
großen Abenteuer. Die Winnetou -Nacht. Heute ab 20 .15 Uhr auf Sky Nostalgie.
Feiern Sie mit uns.
Den 110.
Geburtstag von Humphrey Bogart.
Mit vier seiner besten Filme.
Die Spur des Falken. African Queen.
Chicago, Engel mit schmutzigen Gesichtern. Und Casablanca.
Humphrey Bogarts 110.
Geburtstag. Am 25.
Dezember ab 18 .30 Uhr. The Ending Film. Große Dino.
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